Zielvereinbarung
gemäß § 10 Abs. 2 SächsHSFG
zwischen
der Technischen Universität Bergakademie Freiberg
vertreten durch den Rektor Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht
und
dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
vertreten durch den Staatsminister Sebastian Gemkow
für die Jahre 2021 bis 2024

Inhaltsverzeichnis
Präambel ............................................................................................................................... 1
1
Hochschulpolitische Ziele ............................................................................................... 3
1.1
Übergreifende Ziele ................................................................................................. 3
1.2
Lehre und Studium .................................................................................................. 6
1.3
Forschung ............................................................................................................... 8
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung ........................ 9
2
Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung .................................................11
2.1
Mittelzuweisung ......................................................................................................11
2.2
Berichterstattung ....................................................................................................12
2.3
Abrechnung ............................................................................................................12
3
Unterzeichnung und Inkrafttreten ..................................................................................13
4
Anlage: Fächerangebot

1
Präambel
Die Staatsregierung hat am 22.11.2016 die „Hochschulentwicklungsplanung 2025“ (HEP
2025) beschlossen, welche die strategischen Zielsetzungen und Entwicklungserwartungen an
die staatlichen Hochschulen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) vorgibt. Diese im Dialog mit den Hochschulen
entstandene Hochschulentwicklungsplanung ist getragen von den Leitlinien der finanziellen
und inhaltlichen Planungssicherheit, der Hochschulautonomie, der standortspezifischen
Ausdifferenzierung,
der
Chancengleichheit
sowie
der
Aufrechterhaltung
des
Qualitätsanspruches in Lehre und Forschung in der sächsischen Hochschullandschaft. Hierzu
dient auch die Sicherung des landesweit abgestimmten Fächerangebotes.
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wurde am 6. Juni 2019 von den
Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen. Er stellt die Nachfolge des
Hochschulpakts (HSP) dar und ist auf Dauer angelegt. Mit dem Zukunftsvertrag sollen eine
hohe Qualität von Studium und Lehre sowie gute Studienbedingungen gewährleistet werden.
Gleichzeitig sollen die Studienplatzkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten
werden. Die Umsetzung des Zukunftsvertrages ist in den Zielvereinbarungen mit den
Hochschulen verankert.
Zur Umsetzung dieser staatlichen Hochschulentwicklungsplanung schließt das SMWK gemäß
§ 10 Abs. 2 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) mit den einzelnen
Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings regelmäßig Zielvereinbarungen
ab. Der HEP 2025 wurde daher so hinreichend flexibel wie möglich ausgestaltet, um den
Hochschulen die Chance zu geben, auf neue Herausforderungen und Tendenzen reagieren
zu können bzw. selbst Motor derartiger Veränderungen zu sein. Ziele und Handlungsaufträge
wurden daher von staatlicher Seite nur so detailliert vorgegeben, wie dies zwingend notwendig
ist. Insbesondere bei den hochschulspezifischen Zielen bedarf es bei der Untersetzung eines
kurzfristigeren Planungshorizonts, weshalb die Zielvereinbarungen auf vier Jahre angelegt
sind. Die hochschulinterne Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Entwicklungsplanung jeder
einzelnen
Hochschule
sowie
der
hochschulindividuellen
Konkretisierung
durch
Zielvereinbarungen mit den Fakultäten
.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele des HEP
2025 durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere
die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen entsprechend der Beschlüsse des
Haushaltsgesetzgebers. Mit der Zuschussvereinbarung zwischen den Hochschulen und der
Staatsregierung gemäß § 10 Abs. 1 S. 4 SächsHSFG besteht finanzielle Planungssicherheit
bis Ende 2024. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vereinbarung sind die Ausstattung der
Hochschulen mit einem Gesamtbudget bis zum Ende des Jahres 2024. Des Weiteren wird der
Einsatz der im Ergebnis der vollständigen Übernahme des BAföG für Studierende durch den
Bund freigewordenen Mittel zur Stärkung des Hochschulbereiches und der Zuweisungen des
Bundes im Rahmen des Zukunftsvertrages geregelt. Gleichzeitig verankert die
Zuschussvereinbarung die Leistungsverpflichtungen der Hochschulen. Insoweit bildet die
Zuschussvereinbarung den finanziellen Rahmen der im Folgenden geschlossenen
Zielvereinbarung, welche den HEP 2025 für jede Hochschule individualisiert.
Die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) hat sich mit ihrer Kernkompetenz
in der Ausgestaltung von Materialzyklen als Ressourcenuniversität profiliert. Damit gehört sie
international zu den wichtigsten Universitäten in
den Kernfeldern Geo, Material und
Werkstoffe,
Energie
und
Umwelt.
Sie
widmet
sich
explizit
einer
nachhaltigen
Ressourcenwirtschaft und -wissenschaft.
In direkter Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen arbeitet
die TUBAF in ihrem Kernbereich an Lösungen für die Erkundung neuer Lagerstätten und die
anschließende Rohstoffgewinnung, an der Entwicklung alternativer Energietechniken,
rohstoff- und energieeffizienter Werkstoffe/Materialien und Technologien, dem Life-Cycle

2
sowie neuen Recyclingverfahren. Hierbei begleitet die TUBAF auch den Übergang und die
Weiterentwicklung der einschlägigen Forschungsbereiche und Industriebranchen in Bezug auf
die Digitalisierung.
Moderne Technologien benötigen Rohstoffe, Energie, Werkstoffe und Materialien. Moderne
Entwicklungen erfordern innovative Ideen und Pioniergeist. Wie können wir einen
verantwortungsvollen Umgang mit den endlichen Ressourcen dieser Erde und der Umwelt
erreichen? Und wie können die neuen Lösungsansätze mit innovativen, zukunftsorientierten
Methoden ökonomisch und ökologisch sinnvoll umgesetzt werden? Diese drängenden
Zukunftsfragen prägen das Profil der TUBAF in Forschung und Lehre.
Um diese Aufgabe erfüllen zu können, gehören zu ihrem Lehr- und Forschungsbereich die
Mathematik/Informatik, Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissen-
schaften. Alle Bereiche arbeiten eng zusammen und gewährleisten damit eine ganzheitliche
Forschung sowie eine interdisziplinäre Ausbildung der Studierenden.

3
1
Hochschulpolitische Ziele
Die TUBAF bekennt sich zu den Zielen des HEP 2025 und wird neben den in diesen bereits
beschriebenen Anforderungen zur Umsetzung auch die weiteren erforderlichen Maßnahmen
ergreifen, um die Ziele der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung zu erfüllen. Zur
Untersetzung und auf Grundlage von § 10 Abs. 2 SächsHSFG werden zwischen der TUBAF
und dem SMWK folgende hochschulspezifischen Ziele vereinbart:
1.1
Übergreifende Ziele
1.1.1 Profil
Profilbildung erfolgt durch Schwerpunktsetzung, vgl. § 10 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 SächsHSFG, und
bezeichnet das Ziel und den Prozess einer Hochschule, fachliche Schwerpunkte in ihrem
Leistungsangebot
zu
setzen
und
diese
mit
entsprechenden
Studienangeboten,
Forschungstätigkeiten sowie Ressourcen transparent zu untersetzen. Die erfolgreiche
Profilbildung verdeutlicht Stärken und Prioritäten der Hochschule sowohl nach innen als auch
nach außen. Zum Profil einer Hochschule gehört daher auch die standortspezifische
Ausdifferenzierung. Die Benennung von profilbestimmenden Bereichen, Fächergruppen oder
Studiengängen bedeutet nicht, dass Zweifel an der Expertise in den nicht genannten
Bereichen, Fächergruppen oder Studiengängen bestehen bzw. die Fortführung dieser an der
entsprechenden Hochschule in Frage gestellt ist. Der hochschulinterne Entwicklungsplan soll
Festlegungen zur Profilbildung in den Fakultäten entsprechend des im Folgenden vereinbarten
Profils der Hochschule enthalten. Soweit Anpassungen oder Änderungen von Profillinien bzw.
-bereichen notwendig sind, sind diese mit dem SMWK abzustimmen.
Die TUBAF und das SMWK sind sich darüber einig, dass sich das aktuelle Profil der
Hochschule wie folgt darstellt:
Die TUBAF vereint als Ressourcenuniversität die wissenschaftlichen Disziplinen der
Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften mit ihren Forschungs- und Lehraufgaben in
allen Bereichen der Wertschöpfungskette der Rohstoffe/ Materialien. Charakterisierend sind
dabei die vier Profilbereiche „Geo“, „Materialien“, Energie“ und „Umwelt“. Das profilbildende
Thema der Ressourcenwirtschaft wird in internationaler Verankerung gleichmäßig durch
Studiengänge in allen sechs Fakultäten geprägt, um auch zukünftig umfassende
interdisziplinäre Forschung sowie eine entsprechende Ausbildung der Studierenden zu
ermöglichen.
1.1.2 Hochschulinterner Entwicklungsplan
Die TUBAF schreibt ihren internen Entwicklungsplan bis zum 30.06.2022 gemäß § 10 Abs. 5
SächsHSFG fort.
1.1.3 Personalentwicklung
Im Rahmen der Personalentwicklung setzt die TUBAF weiterhin den „Rahmenkodex über den
Umgang mit befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den
Hochschulen im Freistaat Sachsen“ um.
Die TUBAF strebt einen Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und künstlerischen
Mitarbeiter
1
(§ 71 SächsHSFG) an der Gesamtzahl der wissenschaftlichen und künstlerischen
Mitarbeiter, welche aus dem Stellenplan und aus sonstigen Haushaltsmitteln finanziert
werden, bis zum Ende der Zielvereinbarungsperiode von 40 % an.
1
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden in der Regel das generische Maskulinum
verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter.

4
1.1.4 Familiengerechte Hochschule
Die TUBAF setzt es sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden als auch als Arbeitgeber ein
familiengerechter Hochschulstandort zu sein. Zu diesem Zweck führt die TUBAF bis zum Ende
der Zielvereinbarungsperiode das Audit Familiengerechte Hochschule durch und strebt eine
entsprechende Zertifizierung an.
1.1.5 Gleichstellung
Die TUBAF schreibt bis zum 31.12.2022 ihr Gleichstellungskonzept aufbauend auf den im
HEP 2025 beschriebenen und auf die Hochschule individualisierten Anforderungen fort. Die
„Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen“ (KCS) soll in diesen Prozess beratend
eingebunden werden. Ein Schwerpunkt der anzustrebenden gleichstellungsfördernden
Maßnahmen soll auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen liegen. Aus diesem
Grund bemüht sich die TUBAF, den Anteil der Professorinnen an der TUBAF zu erhöhen.
Die TUBAF strebt bis zum Ende des Zielvereinbarungszeitraums einen Anteil der
Mitarbeiterinnen an den wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern (vgl. § 71
SächsHSFG) von 32 % an
.
1.1.6 Inklusion
Die
TUBAF
aktualisiert
ihren
Aktionsplan
zur
Umsetzung
der
UN-
Behindertenrechtskonvention bis zum 31.12.2022. In diesem Aktionsplan soll auch die Rolle
der Beauftragten für Studierende und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an der TUBAF gestärkt
werden.
1.1.7 Internationalisierung
Ausländische Studierende und Wissenschaftler bereichern die Forschung und Lehre und
tragen auf allen Ebenen zur Internationalisierung der Hochschullandschaft bei. Die TUBAF
setzt die in ihrer Internationalisierungsstrategie beschriebenen Maßnahmen kontinuierlich um.
Zudem strebt sie eine Teilnahme von Wissenschaftlern an solchen Austauschprogrammen,
die grundsätzlich nach den Maßstäben des DAAD finanziert werden können, von 150
Personentagen kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 an.

5
Punktwertrechnung Übergreifende Ziele:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und
künstlerischen Mitarbeiter (amtliche Personal- und Stellenstatistik 2024) am Gesamtpersonal
der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter, welche aus dem Stellenplan und aus
sonstigen Haushaltsmitteln finanziert werden, werden der TUBAF Punkte wie folgt
angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 40 %
10
Von 39 % bis unter 40 %
9
Von 38 % bis unter 39 %
8
Von 37 % bis unter 38 %
7
Von 36 % bis unter 37 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Mitarbeiterinnen an den
wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeitern (amtliche Personal- und Stellenstatistik
2024) werden der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 32 %
10
Von 31 % bis unter 32 %
9
Von 30 % bis unter 31 %
8
Von 29 % bis unter 30 %
7
Von 28 % bis unter 29 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Teilnahme von Wissenschaftlern an solchen
Austauschprogrammen, die grundsätzlich nach den Maßstäben des DAAD finanziert werden
können, kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der TUBAF Punkte wie folgt
angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 150
8
Von 142 bis unter 150
7
Von 135 bis unter 142
6
Von 127 bis unter 135
5
Von 120 bis unter 127
4
Der Punktwert für die Übergreifenden Ziele ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für die
einzelnen Indikatoren; höchstens 25 Punkte.

6
1.2
Lehre und Studium
1.2.1 Anzahl der Studierenden
Die TUBAF strebt im Jahr 2024 folgende Zielzahlen für die immatrikulierten Studierenden und
Studienanfänger im 1. Hochschulsemester an:
Jahr
Anzahl der
Studierenden
Anzahl der
Studienanfänger
im 1. HS
2024
4.400
800
1.2.2 MINT-Quote
Die TUBAF strebt von 2023 bis 2024 eine Anzahl von insgesamt 1.400 Absolventen an.
Dabei strebt die Hochschule einen Anteil der Absolventen in den MINT-Fächern an der
Gesamtzahl der Absolventen (Mittelwert 2023 bis 2024) von 75,5 % an.
1.2.3 Einhaltung der Regelstudienzeit
Die TUBAF strebt von 2023 bis 2024 einen Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (Mittelwert 2023 bis 2024) von 89 %
an.
1.2.4 Qualitätssteigerung in der Lehre
Zum Zweck der Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Lehre stärkt die TUBAF die
hochschuldidaktische Weiterqualifizierung für alle Lehrenden unter Berücksichtigung
heterogener Zielgruppen.
Aus diesem Grund nehmen die Lehrenden der TUBAF an insgesamt 100 Lehrgangstagen bei
internen und externen Anbietern, kumuliert für die Jahre 2023 und 2024, an
hochschuldidaktischen Weiterqualifizierungen teil.
1.2.5 Sicherung des landesweiten Fächerangebotes
Zur Sicherung eines landesweit abgestimmten Fächerangebotes bedarf die TUBAF sowohl für
die Aufnahme neuer – nicht in der Anlage aufgeführter Studienfächer – als auch für die
Aufgabe von Studienfächern, die in der Anlage aufgeführt sind, des Einvernehmens des
SMWK. Die TUBAF stellt einen entsprechenden Antrag. Das SMWK erteilt das Einvernehmen
unter Beachtung der im HEP 2025 dargestellten Grundsätze.

7
Punktwertrechnung Lehre und Studium:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Studierendenstatistik zum WS 2024/2025) werden der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Von 4.979 bis 5.060
7
Von 4.896 bis 4.978
8
Von 4.814 bis 4.895
9
Von 4.731 bis 4.813
10
Von 4.070 bis 4.730
11
Von 3.987 bis 4.069
10
Von 3.905 bis 3.986
9
Von 3.822 bis 3.904
8
Von 3.740 bis 3.821
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (amtliche Statistik der Jahre 2023 bis
2024; Mittelwert) werden der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 89 %
11
Von 87,5 % bis unter 89 %
10
Von 86 % bis unter 87,5 %
9
Von 84,5 % bis unter 86 %
8
Von 83 % bis unter 84,5 %
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für Lehrgangstage an hochschuldidaktischen
Weiterqualifizierungen kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der TUBAF Punkte wie
folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 100
11
Von 95 bis unter 100
10
Von 90 bis unter 95
9
Von 85 bis unter 90
8
Von 80 bis unter 85
7
Der Punktwert für die Ziele in Lehre und Studium ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 30 Punkte.

8
1.3
Forschung
1.3.1 Forschungsleistung
Die TUBAF stellt sich der besonderen Herausforderung von wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten Verfahren (DFG, Bund, EU). Es ist Ziel dabei, in den Jahren 2021 bis
2024 Mittel im Umfang von 25.000 T€ jährlich (Mittelwert 2021 bis 2024) einzunehmen.
1.3.2 Drittmittel aus der Wirtschaft
Die TUBAF strebt in den Jahren 2023 und 2024 Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft in
Höhe von 7.500 T€ jährlich (Mittelwert 2023 bis 2024) an.
1.3.3 Promotionen
Die TUBAF strebt im Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt 370 erfolgreich abgeschlossene
Promotionsverfahren (darunter 27 kooperative Promotionen) an.
Punktwertrechnung Forschung:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Umfang der im wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten Verfahren eingenommenen Mittel (Mittelwert 2021 bis 2024) werden
der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 25.000
11
Von 23.750 bis unter 25.000
10
Von 22.500 bis unter 23.750
9
Von 21.250 bis unter 22.500
8
Von 20.000 bis unter 21.250
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft (2023 bis
2024; Mittelwert) werden der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 7.500
11
Von 7.125 bis unter 7.500
10
Von 6.750 bis unter 7.125
9
Von 6.375 bis unter 6.750
8
Von 6.000 bis unter 6.375
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Absolventen der erfolgreich
abgeschlossenen Promotionsverfahren (2021 bis 2024; Summe) werden der TUBAF Punkte
wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 370
11
351 bis 369
10
333 bis 350
9
314 bis 332
8
296 bis 313
7
Der Punktwert für die Ziele in der Forschung ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für
die einzelnen Indikatoren; höchstens 30 Punkte.

9
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung
1.4.1 Transferbereitschaft / Akademische Weiterbildung
Die TUBAF entwickelt eine Strategie für lebenslanges Lernen und schafft innerhalb der
Zielvereinbarungsperiode die Voraussetzungen für den Ausbau von Angeboten der
akademischen Weiterbildung für alle Altersgruppen. Das Konzept soll bis zum 30.06.2022 an
das SMWK übergeben werden.
Zudem
bietet
die TUBAF
ein
akademisches Weiterbildungsangebot
von
1.000
Teilnehmertagen, kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024, an.
1.4.2 Stärkung der Innovationskraft
Die TUBAF strebt, kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024, 7 Verwertungsfälle aus der
Veräußerung von Forschungsergebnissen, insbesondere Übertragung oder Lizenzierung von
geistigen Eigentumsrechten wie z. B. Patenten, Gebrauchsmustern, Marken, Designs und
Software sowohl für kommerzielle als auch nicht-kommerzielle Zwecke (Projektlizenz) an.
1.4.3 Gründungsgeschehen
Die TUBAF strebt eine Anzahl der Ausgründungen von 20 kumuliert für die Jahre 2021 bis
2024 an. Unter einer Ausgründung wird ein selbständiges Unternehmen verstanden, das durch
Neugründung oder Änderung der Geschäftstätigkeit eines bestehenden Unternehmens
entstanden ist und auf das mindestens zwei der nachfolgenden Merkmale zutreffen:
-
Die Geschäftstätigkeit basiert wesentlich auf Know How und/ oder geistigem Eigentum,
das im Rahmen von FuE-Tätigkeiten innerhalb der Hochschule entstanden ist,
-
Gründer sind auch Forschende, Studierende oder Absolventen der Hochschule,
-
Es besteht eine formale Vereinbarung (Nutzungs-, Kauf-, Lizenz- und/ oder
Beteiligungsvertrag) zwischen Unternehmen und der Hochschule.

10
Punktwertrechnung Dritte Mission:
Bei Erreichen der folgenden Werte für das akademische Weiterbildungsangebot von
Teilnehmertagen kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der TUBAF Punkte wie folgt
angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 1.000
6
Von 950 bis unter 1.000
5
Von 900 bis unter 950
4
Von 850 bis unter 900
3
Von 800 bis unter 850
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für Verwertungsfälle (2023 bis 2024; Summe) werden der
TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 7
6
6
5
5
4
4
3
3
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Ausgründungen (2021 bis 2024; Summe)
werden der TUBAF Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 20
6
19
5
18
4
17
3
16
2
Der Punktwert für die Ziele in der Dritten Mission ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 15 Punkte.

11
2 Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung
2.1
Mittelzuweisung
Auf Grundlage der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Mittel beträgt das
Zielvereinbarungsbudget der TUBAF im Jahr 2021 3.626,1 T€ und im Jahr 2022 3.741,1 T€.
Vorbehaltlich der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024
beträgt das Zielvereinbarungsbudget im Jahr 2023 3.809,0 T€ und im Jahr 2024 3.878,3 T€.
Das vereinbarte Zielvereinbarungsbudget wird jährlich während der Laufzeit der
Zielvereinbarungsperiode vollständig der Hochschule zugewiesen. Nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode erfolgt durch das SMWK eine Abrechnung der Zielerreichung unter
Berücksichtigung des Grades der Zielerreichung und der Gewichtung der Ziele, vgl. 2.3.
Bei der Bemessung des vorgenannten Zielvereinbarungsbudgets wird das Nichterreichen
vereinbarter Ziele aus der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 im Ergebnis der
Abrechnung der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 gemäß § 4 Abs. 4 S. 2 Sächsische
Hochschulsteuerungsverordnung
durch
Verrechnung
in
den
Zuweisungen
des
Zielvereinbarungsbudgets in den Jahren 2022 bis 2024 zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Die Ressourcen aus den Bundesmitteln des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken und
des auslaufenden Hochschulpakts werden wie folgt zugewiesen:
-
Der TUBAF werden Mittel aus dem Zukunftsvertrag und dem auslaufenden
Hochschulpakt in Summe wie folgt zugewiesen:
2021
2.550,0 T€
2022
2.601,0 T€
2023
2.652,0 T€
2024
2.706,4 T€
Die Zuweisung und die Budgethöhe für die Jahre 2022, 2023 und 2024 stehen unter
dem Vorbehalt der Entscheidung der Haushaltsgesetzgeber.
-
Aus dem Zukunftsvertrag werden der TUBAF in den Jahren 2021 bis 2024 Stellen wie
folgt zugewiesen:
2021
11 Stellen
2022
24 Stellen
2023
29 Stellen
2024
29 Stellen
Die Zuweisung der Stellen für die Jahre 2023/2024 erfolgt vorbehaltlich der
Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024.

12
2.2
Berichterstattung
Die TUBAF berichtet dem SMWK auf der Grundlage ihrer jeweiligen Zielvereinbarung über die
Zielerreichung. Das SMWK übermittelt den Hochschulen eine Vorlage zur Berichterstattung
über die Zielerreichung.
Die TUBAF berichtet ab Beginn der Zielvereinbarungsperiode alle zwei Jahre über den Stand
der Umsetzung der vereinbarten Ziele. Stichtage sind der 31.12.2022 und der 31.12.2024.
Wenn Ziele an einen früheren Zeitpunkt geknüpft sind, dann ist darüber spätestens zum Ende
des folgenden Quartals Bericht zu erstatten, sonst ist der jeweilige Bericht spätestens zum
Ende des 1. Quartals nach Ablauf des zweijährigen Berichtszeitraumes beim SMWK
vorzulegen.
Bei Abweichungen von den festgelegten Zielen erläutert die TUBAF die Ursachen. Beim
Eintreffen von Ereignissen mit schwerwiegendem Einfluss auf das sächsische bzw.
bundesdeutsche Hochschulsystem, die die Erfüllung vereinbarter Ziele verhindern, setzen sich
die Vereinbarungspartner gegenseitig unverzüglich darüber in Kenntnis (ad-hoc Berichte).
Daraus resultierende Abweichungen im Rahmen der Zielerfüllung sind zwischen dem SMWK
und
der
TUBAF
festzuhalten.
Grundsätzlich
sind
Abweichungen
in
den
Zielvereinbarungsberichten darzulegen.
Zusätzlich zu den schriftlichen Berichten, werden die TUBAF und das SMWK zum Stand der
Umsetzung der Zielvereinbarungen in kontinuierlichem Austausch miteinander stehen. Dazu
findet mindestens einmal jährlich ein gemeinsames Gespräch zwischen der TUBAF und dem
SMWK statt.
2.3
Abrechnung
Auf Basis der Auswertungsberichte zur Zielvereinbarung ermittelt das SMWK nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode den Grad der Zielerreichung nach dem in den einzelnen
Zielbereichen definierten Punktesystem.
Bleiben bei der Addition der Punkte eines Zielbereiches (Ziff. 1.1/ 1.2/ 1.3/ 1.4) – durch die
Definition des Höchstwertes – Punkte unberücksichtigt, können diese zum Erreichen des
Höchstwertes in anderen Zielbereichen angerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn ein oder
mehrere Ziele dieses Zielbereiches gänzlich verfehlt werden (keine Punkte). Erreicht die
TUBAF nach der Aufsummierung der Punkte aller Zielbereiche weniger als 100 % – das
entspricht einem Wert von 100 Punkten – so führt dies zu einem prozentualen Abzug im
Zielvereinbarungsbudget. Dieser Abzug wird gemäß Hochschulsteuerungs-verordnung mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.

13
3 Unterzeichnung und Inkrafttreten
Die Zielvereinbarung tritt mit Wirkung vom 01.01.2021 in Kraft.
Dresden, den 04.06.2021
Sebastian Gemkow
Staatsminister
Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht
Rektor

1
4 Anlage: Fächerangebot gemäß Ziffer 1.2.5
Fächergruppe
Studienbereich
Studienfach
Ingenieurwissenschaften
Bergbau, Hüttenwesen
Archäometrie (Ingenieurarchäologie) (390)
Bergbau/Bergtechnik (020)
Hütten- und Gießereiwesen (076)
Markscheidewesen (103)
Informatik
Informatik (079)
Ingenieurinformatik/Technische Informatik (123)
Wirtschaftsinformatik (277)
Ingenieurwesen allgemein
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt
Ingenieurwissenschaften) (072)
Maschinenbau/ Verfahrenstechnik
Energietechnik (ohne Elektrotechnik) (211)
Glastechnik/Keramik (216)
Maschinenbau/-wesen (104)
Umwelttechnik (einschließlich Recycling) (457)
Verfahrenstechnik (226)

2
Materialwissenschaft und Werkstofftechnik
Materialwissenschaft (294)
Werkstofftechnik (177)
Wirtschaftsingenieurwesen mit
ingenieurwissenschaftlichem Schwerpunkt
Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem
Schwerpunkt (370)
Mathematik,
Naturwissenschaften
Chemie
Chemie (032)
Geowissenschaften (ohne Geographie)
Geoökologie (385)
Geophysik (066)
Geowissenschaften (039)
Mineralogie (111)
Mathematik
Mathematik (105)
Wirtschaftsmathematik (276)
Mathematik, Naturwissenschaften allg.
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt Naturwissenschaften)
(049)
Physik, Astronomie
Physik (128)
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften allgemein
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt Rechts-, Wirtschafts-
und Sozialwissenschaften) (030)
Wirtschaftsingenieurwesen mit
wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt
Wirtschaftsingenieurwesen mit wirtschaftswissenschaftlichem
Schwerpunkt (179)

3
Wirtschaftswissenschaften
Betriebswirtschaftslehre (021)
Internationale Betriebswirtschaft/Management (182)
Wirtschaftswissenschaften (184)