Zielvereinbarung
gemäß § 10 Abs. 2 SächsHSFG
zwischen
der Palucca Hochschule für Tanz Dresden
vertreten durch den Rektor Prof. Jason Beechey
und
dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
vertreten durch den Staatsminister Sebastian Gemkow
für die Jahre 2021 bis 2024

Inhaltsverzeichnis
Präambel ............................................................................................................................... 1
1
Hochschulpolitische Ziele ............................................................................................... 3
1.1
Übergreifende Ziele ................................................................................................. 3
1.2
Lehre und Studium .................................................................................................. 5
1.3
Forschung / Künstlerische Praxis ............................................................................ 7
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung ........................ 8
2
Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung .................................................. 9
2.1
Mittelzuweisung ....................................................................................................... 9
2.2
Berichterstattung ....................................................................................................10
2.3
Abrechnung ............................................................................................................10
3
Unterzeichnung und Inkrafttreten ..................................................................................11
4
Anlage: Fächerangebot

1
Präambel
Die Staatsregierung hat am 22.11.2016 die „Hochschulentwicklungsplanung 2025“ (HEP
2025) beschlossen, welcher die strategischen Zielsetzungen und Entwicklungserwartungen
an die staatlichen Hochschulen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) vorgibt. Diese im Dialog mit den Hochschulen
entstandene Hochschulentwicklungsplanung ist getragen von den Leitlinien der finanziellen
und inhaltlichen Planungssicherheit, der Hochschulautonomie, der standortspezifischen
Ausdifferenzierung,
der
Chancengleichheit
sowie
der
Aufrechterhaltung
des
Qualitätsanspruches in Lehre und Forschung in der sächsischen Hochschullandschaft. Hierzu
dient auch die Sicherung des landesweit abgestimmten Fächerangebotes.
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wurde am 6. Juni 2019 von den
Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen. Er stellt die Nachfolge des
Hochschulpakts (HSP) dar und ist auf Dauer angelegt. Mit dem Zukunftsvertrag sollen eine
hohe Qualität von Studium und Lehre sowie gute Studienbedingungen gewährleistet werden.
Gleichzeitig sollen die Studienplatzkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten
werden. Die Umsetzung des Zukunftsvertrages ist in den Zielvereinbarungen mit den
Hochschulen verankert.
Zur Umsetzung dieser staatlichen Hochschulentwicklungsplanung schließt das SMWK gemäß
§ 10 Abs. 2 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) mit den einzelnen
Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings regelmäßig Zielvereinbarungen
ab. Der HEP 2025 wurde daher so hinreichend flexibel wie möglich ausgestaltet, um den
Hochschulen die Chance zu geben, auf neue Herausforderungen und Tendenzen reagieren
zu können bzw. selbst Motor derartiger Veränderungen zu sein. Ziele und Handlungsaufträge
wurden daher von staatlicher Seite nur so detailliert vorgegeben, wie dies zwingend notwendig
ist. Insbesondere bei den hochschulspezifischen Zielen bedarf es bei der Untersetzung eines
kurzfristigeren Planungshorizonts, weshalb die Zielvereinbarungen auf vier Jahre angelegt
sind. Die hochschulinterne Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Entwicklungsplanung jeder
einzelnen Hochschule
.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele des HEP
2025 durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere
die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen entsprechend der Beschlüsse des
Haushaltsgesetzgebers. Mit der Zuschussvereinbarung zwischen den Hochschulen und der
Staatsregierung gemäß § 10 Abs. 1 S. 4 SächsHSFG besteht finanzielle Planungssicherheit
bis Ende 2024. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vereinbarung sind die Ausstattung der
Hochschulen mit einem Gesamtbudget bis zum Ende des Jahres 2024. Des Weiteren wird der
Einsatz der im Ergebnis der vollständigen Übernahme des BAföG für Studierende durch den
Bund freigewordenen Mittel zur Stärkung des Hochschulbereiches und der Zuweisungen des
Bundes im Rahmen des Zukunftsvertrages geregelt. Gleichzeitig verankert die
Zuschussvereinbarung die Leistungsverpflichtungen der Hochschulen. Insoweit bildet die
Zuschussvereinbarung den finanziellen Rahmen der im Folgenden geschlossenen
Zielvereinbarung, welche den HEP 2025 für jede Hochschule individualisiert.
Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden (PHfT Dresden) ist Deutschlands einzige
eigenständige Hochschule für Tanz. Sie vereint mit ihrer integrierten Oberschule und einem –
der Hochschule zugeordneten – Internat eine national einzigartige Nachwuchsförderung unter
einem Dach. Rund 200 Schüler
1
und Studierende aus 32 Nationen sind an der Hochschule
eingeschrieben. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die Entwicklung des Einzelnen zu einer
kreativen und eigenständigen Künstlerpersönlichkeit mit eigener unverwechselbarer Sprache.
1
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden in der Regel das generische Maskulinum
verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter.

2
Die Ausbildung basiert – aufbauend auf der über 95-jährigen Tradition der Hochschule – auf
den drei Säulen Klassischer Tanz, Zeitgenössischer/ Moderner Tanz und Improvisation. Die
Hochschule bietet den Bachelorstudiengang Tanz, den Masterstudiengang Tanzpädagogik
(Präsenz- und berufsbegleitendes Studium) und den Masterstudiengang Choreografie an. Zur
individuellen Weiterentwicklung der künstlerischen Fertigkeiten werden ein Studium in der
künstlerischen Meisterklasse und das Elevenprogramm (als Zertifikatskurs) angeboten. Mit
ihrem Studienangebot ist die Hochschule auf internationalem Niveau wettbewerbsfähig
aufgestellt.
Die Hochschule lebt die Tradition der Innovation in Dresden in enger Kooperation mit der
Semperoper Dresden, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden und der
Dresden Frankfurt Dance Company. Aus dieser Kooperation ist ein Flaggschiff entstanden,
das den Tanz als tragende Säule der Kunst- und Kulturstadt Dresden national etablieren
konnte. Absolventinnen und Absolventen der Hochschule sind auf den Bühnen, in den
Kompanien und in der freien Szene des Freistaates Sachsen ebenso zu finden wie weltweit
an renommierten Häusern und in Ensembles. Die PHfT Dresden leistet mit einer Vielzahl
eigener öffentlicher Veranstaltungen, mit Gastspielen, einer fachübergreifenden Weiterbildung
von Sportlehrern sowie seit 2017 auch von Tanzpädagogen einen wesentlichen
gesellschaftlichen Beitrag. Sie stärkt Sachsen als Wissenschafts- und Kunststandort national
wie international.
Die Hochschule verfügt über ein weltweit einzigartiges Netzwerk. Sie ist Mitglied der
Ausbildungskonferenz Tanz (AK|T) – der Vereinigung aller deutschen staatlichen
Ausbildungsinstitutionen im Tanz. Sie ist Partnerinstitution des Prix de Lausanne, des
renommierten europäischen Nachwuchswettbewerbes, und Teilnehmer des Youth America
Grand Prix, des weltweit größten Wettbewerbes für den tänzerischen Nachwuchs. 21
Partner(hoch-)schulen weltweit bilden ein umfassendes Netzwerk für den Austausch von
Studierenden und künstlerischem Personal. Im Rahmen der Internationalisierungs- und
Vernetzungsbestrebungen der Hochschule sollen zudem in den kommenden Jahren nationale
und internationale Netzwerke zur Nachwuchsgewinnung aufgebaut werden.
Ziel ist es, die Hochschule noch stärker als interdisziplinäres Zentrum der tänzerischen
Ausbildung und Forschung und damit die Kunstform Tanz weiter zu stärken. Die PHfT Dresden
leistet mit einer eigenen Inklusionsstrategie ihren Beitrag zur Umsetzung der Vorgaben der
UN-Behindertenrechtskonvention.

3
1
Hochschulpolitische Ziele
Die PHfT Dresden bekennt sich zu den Zielen des HEP 2025 und wird neben den in diesen
bereits beschriebenen Anforderungen zur Umsetzung auch die weiteren erforderlichen
Maßnahmen ergreifen, um die Ziele der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung zu
erfüllen. Zur Untersetzung und auf Grundlage von § 10 Abs. 2 SächsHSFG werden zwischen
der PHfT Dresden und dem SMWK folgende hochschulspezifischen Ziele vereinbart:
1.1
Übergreifende Ziele
1.1.1 Profil
Profilbildung erfolgt durch Schwerpunktsetzung, vgl. § 10 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 SächsHSFG, und
bezeichnet das Ziel und den Prozess einer Hochschule, fachliche Schwerpunkte in ihrem
Leistungsangebot zu setzen und diese mit Angeboten in Studium und künstlerischer Praxis,
Forschungstätigkeiten sowie Ressourcen transparent zu untersetzen. Die erfolgreiche
Profilbildung verdeutlicht Stärken und Prioritäten der Hochschule sowohl nach innen als auch
nach außen. Zum Profil einer Hochschule gehört daher auch die standortspezifische
Ausdifferenzierung.
Der
hochschulinterne
Entwicklungsplan
soll
Festlegungen
zur
Profilbildung entsprechend des im Folgenden vereinbarten Profils der Hochschule enthalten.
Soweit Anpassungen oder Änderungen von Profillinien bzw. -bereichen notwendig sind, sind
diese mit dem SMWK abzustimmen.
Die PHfT Dresden und das SMWK sind sich darüber einig, dass sich das aktuelle Profil der
Hochschule wie folgt darstellt:
Die PHfT Dresden mit einer integrierten Oberschule und Internat ist hochspezialisiert auf
Studienangebote im Tanz, in der Tanzpädagogik und in der Choreografie.
1.1.2 Hochschulinterner Entwicklungsplan
Die PHfT Dresden schreibt ihren internen Entwicklungsplan bis zum 30.06.2022 gemäß § 10
Abs. 5 SächsHSFG fort.
1.1.3 Personalentwicklung
Im Rahmen der Personalentwicklung setzt die PHfT Dresden den „Rahmenkodex über den
Umgang mit befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den
Hochschulen im Freistaat Sachsen“ um.
1.1.4 Familiengerechte Hochschule
Die PHfT Dresden setzt es sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden als auch als Arbeitgeber
ein familiengerechter Hochschulstandort zu sein. Zu diesem Zweck strebt die Hochschule bis
zum 31.12.2023 die Unterzeichnung der Charta „Familie in der Hochschule“ und eine
Mitgliedschaft im „Familie in der Hochschule e. V.“ an. Die Qualitätssicherung und externe
Begutachtung wird durch die Zusammenarbeit mit der „Koordinierungsstelle
Chancengleichheit Sachsen“ (KCS) gesichert. Darüber hinaus wird die PHfT Dresden ihre
Mitgliedschaft evaluieren und das Ergebnis dem SMWK bis zum 31.12.2024 zur Verfügung
stellen. Zur Evaluierung der Implementierung setzt das Rektorat eine Kommission ein, in der
mindestens ein externer Sachverständiger (Vertreter der KCS) vertreten ist.
1.1.5 Gleichstellung
Die PHfT Dresden schreibt bis zum 30.06.2022 ihr Gleichstellungskonzept aufbauend auf den
im HEP 2025 beschriebenen und auf die Hochschule individualisierten Anforderungen fort. Die
KCS soll in diesen Prozess beratend eingebunden werden.

4
Die PHfT Dresden strebt bis zum Ende des Zielvereinbarungszeitraums den Erhalt eines
ausgewogenen Anteils der Professorenstelleninhaber an. Sie strebt zudem bis zum Ende des
Zielvereinbarungszeitraumes einen Anteil der männlichen Studierenden von 33 % an.
1.1.6 Inklusion
Die
PHfT
Dresden
aktualisiert
ihren
Aktionsplan
zur
Umsetzung
der
UN-
Behindertenrechtskonvention bis zum 31.12.2022. In diesem Aktionsplan soll auch die Rolle
der Beauftragten für Studierende und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an der PHfT Dresden
gestärkt werden.
1.1.7 Internationalisierung
Ausländische Studierende, Künstler und Wissenschaftler bereichern die Forschung, Lehre und
künstlerische Praxis und tragen auf allen Ebenen zur Internationalisierung der
Hochschullandschaft bei. Die PHfT Dresden setzt die in ihrer Internationalisierungsstrategie
beschriebenen Maßnahmen kontinuierlich um. Zudem strebt sie eine Anzahl der
teilnehmenden
Künstler
und
Wissenschaftler
an
Austauschprogrammen
von
35
Teilnehmenden kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 an.
Punktwertrechnung Übergreifende Ziele:
Bei Unterzeichnung der Charta „Familie in der Hochschule“ bis zum 31.12.2023 und
bestehender Mitgliedschaft im „Familie in der Hochschule e. V.“ sowie Abgabe der
Evaluierungsergebnisse bis zum 31.12.2024 werden der PHfT Dresden acht Punkte
angerechnet.
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der männlichen Studierenden (amtliche
Statistik 2024) werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 33 %
10
Von 32 % bis unter 33 %
9
Von 31 % bis unter 32 %
8
Von 30 % bis unter 31 %
7
Von 29 % bis unter 30 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der teilnehmenden Künstler und
Wissenschaftler an den Austauschprogrammen kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden
der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 35
10
Von 33 bis 34
9
Von 31 bis 32
8
Von 29 bis 30
7
Von 27 bis 28
6
Der Punktwert für die Übergreifenden Ziele ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für die
einzelnen Indikatoren; höchstens 25 Punkte.

5
1.2
Lehre und Studium
1.2.1 Anzahl der Studierenden
Die PHfT Dresden strebt im Jahr 2024 folgende Zielzahl für die immatrikulierten Studierenden
an:
Jahr
Anzahl der
Studierenden
2024
170
1.2.2 Absolventen
Die PHfT Dresden strebt eine Anzahl der Absolventen von 70 kumuliert für die Jahre 2023 bis
2024 an.
1.2.3 Einhaltung der Regelstudienzeit
Die PHfT Dresden strebt einen Anteil der Studierenden im Wintersemester innerhalb der
Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (Mittelwert 2023 bis 2024) von 98 % an.
1.2.4 Studienerfolg
Zum Zweck der Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Lehre stärkt die PHfT Dresden
die hochschuldidaktische Weiterqualifizierung für alle Lehrenden unter Berücksichtigung
heterogener Zielgruppen.
Die PHfT Dresden strebt daher an, dass die Lehrenden in den Jahren 2023 und 2024 an
insgesamt 192 Teilnehmertagen an hochschuldidaktischen Weiterbildungen teilnehmen.
1.2.5 Sicherung des landesweiten Fächerangebotes
Zur Sicherung eines landesweit abgestimmten Fächerangebotes bedarf die PHfT Dresden
sowohl für die Aufnahme neuer – nicht in der Anlage aufgeführter Studienfächer – als auch für
die Aufgabe von Studienfächern, die in der Anlage aufgeführt sind, des Einvernehmens des
SMWK. Die PHfT Dresden stellt einen entsprechenden Antrag. Das SMWK erteilt das
Einvernehmen unter Beachtung der im HEP 2025 dargestellten Grundsätze.
1.2.6 Meisterschülerstudium und Zertifikatskurs Elevenprogramm
Die PHfT Dresden bildet Meisterschüler in Meisterschülerklassen aus und hat in Kooperation
mit verschiedenen, vorwiegend sächsischen Theatern ein Elevenprogramm fest in ihrem
Curriculum verankert. Die Hochschule strebt in den Jahren 2023 bis 2024 insgesamt 13
Teilnehmende
in
diesen
Programmen
(Summe
aus
abgeschlossenen
Meisterschülerprüfungen und erfolgreichen Absolventen im Elevenprogramm 2023 bis 2024)
an.

6
Punktwertrechnung Lehre und Studium:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Studierendenstatistik zum WS 2024/2025) werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt
angerechnet:
Anzahl
Punkte
Von 201 bis 204
7
Von 197 bis 200
8
Von 192 bis 196
9
Von 188 bis 191
10
Von 153 bis 187
11
Von 149 bis 152
10
Von 144 bis 148
9
Von 140 bis 143
8
Von 136 bis 139
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (amtliche Statistik der Jahre 2023 bis
2024; Mittelwert) werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 98 %
11
Von 96,5 % bis unter 98 %
10
Von 95 % bis unter 96,5 %
9
Von 93,5 % bis unter 95 %
8
Von 92 % bis unter 93,5 %
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für Teilnehmertage an hochschuldidaktischen
Weiterbildungen kumuliert für die Jahre 2023 und 2024 werden der PHfT Dresden Punkte wie
folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 192
11
Von 187 bis unter 192
10
Von 182 bis unter 187
9
Von 178 bis unter 182
8
Von 173 bis unter 178
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die abgeschlossenen Meisterschülerprüfungen
(amtliche Statistik der Jahre 2023 bis 2024; Summe) und die Absolventen im Elevenprogramm
(Angabe der PHfT Dresden für die Jahre 2023 bis 2024; Summe) kumuliert für die Jahre 2023
bis 2024 werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 13
11
12
10
11
9
10
8
9
7
Der Punktwert für die Ziele in Lehre und Studium ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 40 Punkte.

7
1.3
Forschung / Künstlerische Praxis
1.3.1 Drittmittel
Die PHfT Dresden strebt Drittmitteleinnahmen in Höhe von 50 T€ kumuliert für die Jahre 2023
bis 2024 an.
1.3.2 Gutachtertätigkeiten
Die Lehrenden der PHfT Dresden werden als Juror oder Gutachter bei wichtigen
künstlerischen Projekten oder Wettbewerben eingesetzt. Die PHfT Dresden strebt bei den
Gutachtertätigkeiten ihrer Lehrenden eine Anzahl von 30 kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024
an.
Punktwertrechnung Forschung / Künstlerische Praxis:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Drittmitteleinnahmen (amtliche Statistik der Jahre
2023 bis 2024) kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der PHfT Dresden Punkte wie
folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 50
11
Von 48 bis unter 50
10
Von 45 bis unter 48
9
Von 43 bis unter 45
8
Von 40 bis unter 43
7
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Gutachtertätigkeiten ihrer Lehrenden
kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 30
11
Von 28 bis 29
10
Von 26 bis 27
9
Von 24 bis 25
8
Von 22 bis 23
7
Der Punktwert für die Ziele in der Forschung / Künstlerische Praxis ergibt sich aus der Summe
der Punktwerte für die einzelnen Indikatoren; höchstens 20 Punkte.

8
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung
1.4.1 Beitrag zur Kulturlandschaft
Die PHfT Dresden leistet einen wichtigen Beitrag zur Kulturlandschaft, indem sie aktiv an
Veranstaltungen mitwirkt. Dabei strebt die Hochschule 100 selbst- bzw. mitorganisierte
vorgenannte Veranstaltungen im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2024 an.
1.4.2 Transferbereitschaft / Künstlerische Weiterbildung
Die PHfT Dresden entwickelt eine Strategie für lebenslanges Lernen und schafft innerhalb der
Zielvereinbarungsperiode die Voraussetzungen für den Ausbau von Angeboten der
künstlerischen Weiterbildung für alle Altersgruppen. Das Konzept soll bis zum 30.06.2022 an
das SMWK übergeben werden.
Zudem strebt die PHfT Dresden an, im Rahmen ihres künstlerischen Weiterbildungsangebots
für Sportlehrer und Tanzlehrer 50 erfolgreiche Teilnehmer kumuliert für die Jahre 2023 bis
2024 vorzuweisen.
Punktwertrechnung Dritte Mission:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Beitrag zur Kulturlandschaft (2023 bis 2024;
Mittelwert) werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 100
10
Von 95 bis unter 100
9
Von 90 bis unter 95
8
Von 85 bis unter 90
7
Von 80 bis unter 85
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für das künstlerische Weiterbildungsangebot von
Teilnehmern kumuliert für die Jahre 2023 bis 2024 werden der PHfT Dresden Punkte wie folgt
angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 50
7
Von 48 bis unter 50
6
Von 45 bis unter 48
5
Von 43 bis unter 45
4
Von 40 bis unter 43
3
Der Punktwert für die Ziele in der Dritten Mission ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 15 Punkte.

9
2 Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung
2.1
Mittelzuweisung
Auf Grundlage der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Mittel beträgt das Zielverein-
barungsbudget der PHfT Dresden im Jahr 2021 256,7 T€ und im Jahr 2022 264,8 T€.
Vorbehaltlich der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024
beträgt das Zielvereinbarungsbudget im Jahr 2023 269,6 T€ und im Jahr 2024 274,6 T€.
Das vereinbarte Zielvereinbarungsbudget wird jährlich während der Laufzeit der
Zielvereinbarungsperiode vollständig der Hochschule zugewiesen. Nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode erfolgt durch das SMWK eine Abrechnung der Zielerreichung unter
Berücksichtigung des Grades der Zielerreichung und der Gewichtung der Ziele, vgl. 2.3.
Bei der Bemessung des vorgenannten Zielvereinbarungsbudgets wird das Nichterreichen
vereinbarter Ziele aus der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 im Ergebnis der
Abrechnung der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 gemäß § 4 Abs. 4 S. 2 Sächsische
Hochschulsteuerungsverordnung
durch
Verrechnung
in
den
Zuweisungen
des
Zielvereinbarungsbudgets in den Jahren 2022 bis 2024 zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Die Ressourcen aus den Bundesmitteln des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken und
des auslaufenden Hochschulpakts werden wie folgt zugewiesen:
-
Der PHfT Dresden werden Mittel aus dem Zukunftsvertrag und dem auslaufenden
Hochschulpakt in Summe wie folgt zugewiesen
2021
225,0 T€
2022
229,5 T€
2023
234,0 T€
2024
238,8 T€
Die Zuweisung und die Budgethöhe für die Jahre 2022, 2023 und 2024 stehen unter
dem Vorbehalt der Entscheidung der Haushaltsgesetzgeber.
-
Aus dem Zukunftsvertrag werden der PHfT Dresden in den Jahren 2021 bis 2024
Stellen wie folgt zugewiesen:
2021
2,5 Stellen
2022
2,5 Stellen
2023
3 Stellen
2024
3 Stellen
Die Zuweisung der Stellen für die Jahre 2023/2024 erfolgt vorbehaltlich der
Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024.

10
2.2
Berichterstattung
Die PHfT Dresden berichtet dem SMWK auf der Grundlage ihrer jeweiligen Zielvereinbarung
über die Zielerreichung. Das SMWK übermittelt den Hochschulen eine Vorlage zur
Berichterstattung über die Zielerreichung.
Die PHfT Dresden berichtet ab Beginn der Zielvereinbarungsperiode alle zwei Jahre über den
Stand der Umsetzung der vereinbarten Ziele. Stichtage sind der 31.12.2022 und der
31.12.2024. Wenn Ziele an einen früheren Zeitpunkt geknüpft sind, dann ist darüber
spätestens zum Ende des folgenden Quartals Bericht zu erstatten, sonst ist der jeweilige
Bericht spätestens zum Ende des 1. Quartals nach Ablauf des zweijährigen
Berichtszeitraumes beim SMWK vorzulegen.
Bei Abweichungen von den festgelegten Zielen erläutert die PHfT Dresden die Ursachen. Beim
Eintreffen von Ereignissen mit schwerwiegendem Einfluss auf das sächsische bzw.
bundesdeutsche Hochschulsystem, die die Erfüllung vereinbarter Ziele verhindern, setzen sich
die Vereinbarungspartner gegenseitig unverzüglich darüber in Kenntnis (ad-hoc Berichte).
Daraus resultierende Abweichungen im Rahmen der Zielerfüllung sind zwischen dem SMWK
und der PHfT Dresden festzuhalten. Grundsätzlich sind Abweichungen in den
Zielvereinbarungsberichten darzulegen.
Zusätzlich zu den schriftlichen Berichten, werden die PHfT Dresden und das SMWK zum
Stand der Umsetzung der Zielvereinbarungen in kontinuierlichem Austausch miteinander
stehen. Dazu findet mindestens einmal jährlich ein gemeinsames Gespräch zwischen der
PHfT Dresden und dem SMWK statt.
2.3
Abrechnung
Auf Basis der Auswertungsberichte zur Zielvereinbarung ermittelt das SMWK nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode den Grad der Zielerreichung nach dem in den einzelnen
Zielbereichen definierten Punktesystem.
Bleiben bei der Addition der Punkte eines Zielbereiches (Ziff. 1.1/ 1.2/ 1.3/ 1.4) – durch die
Definition des Höchstwertes – Punkte unberücksichtigt, können diese zum Erreichen des
Höchstwertes in anderen Zielbereichen angerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn ein oder
mehrere Ziele dieses Zielbereiches gänzlich verfehlt werden (keine Punkte). Erreicht die PHfT
Dresden nach der Aufsummierung der Punkte aller Zielbereiche weniger als 100 % – das
entspricht einem Wert von 100 Punkten – so führt dies zu einem prozentualen Abzug im
Zielvereinbarungsbudget. Dieser Abzug wird gemäß Hochschulsteuerungsverordnung mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.

11
3 Unterzeichnung und Inkrafttreten
Die Zielvereinbarung tritt mit Wirkung vom 01.01.2021 in Kraft.
Dresden, den 04.06.2021
Sebastian Gemkow
Staatsminister
Prof. Jason Beechey
Rektor

1
4 Anlage: Fächerangebot gemäß Ziffer 1.2.5
Fächergruppe
Studienbereich
Studienfach
Kunst, Kunstwissenschaft
Darstellende Kunst, Film und Fernsehen,
Theaterwissenschaft
Darstellende Kunst/Bühnenkunst/Regie (035)
Tanzpädagogik (106)