Rahmen-Hygieneplan
gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz
für Kinderferienlager
und ähnliche Einrichtungen
erarbeitet vom:
Länder-Arbeitskreis
zur Erstellung von Hygieneplänen nach § 36 IfSG
Landesgesundheitsamt Brandenburg
Gesundheitsamt Berlin-Spandau
Niedersächsisches Landesgesundheitsamt
Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen
Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern
Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz
Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt
Autorenkollektiv:
aktuell:
Peter Bergen, Niedersachsen; Dr. Axel Hofmann, Sachsen; Dr. Claudia Kohlstock, Sachsen-Anhalt;
Dr. Bernhard Schicht, Sachsen-Anhalt; Alexander Spengler, Thüringen; Antje Schmidt, LGA Branden-
burg; Dipl.-Med. Gudrun Stange, Berlin-Spandau
Mitwirkung am ersten Entwurf:
Dr. Anke Bühling, Sachsen-Anhalt; Dr. Ines Hiller, Brandenburg; Dr. Paul Kober
, Mecklenburg-
Vorpommern; Dr. Marika Kubisch, Thüringen
Stand: Juni 2009

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
2
Inhaltsverzeichnis
1
EINLEITUNG....................................................................................................... 4
2
RISIKOBEWERTUNG, HYGIENEMANAGEMENT UND
VERANTWORTLICHKEIT ......................................................................................... 4
2.1
Risikobewertung.............................................................................................................................4
2.2
Hygienemanagement und Verantwortlichkeit...........................................................................5
2.3
Teilnahmebedingungen.................................................................................................................5
3
BASISHYGIENE ................................................................................................. 6
3.1
Räumliche und sonstige Anforderungen an die Unterkünfte.................................................6
3.2
Reinigung und Desinfektion.........................................................................................................8
3.2.1
Händehygiene...................................................................................................................................8
3.2.2
Körperreinigung und Duschen.........................................................................................................9
3.2.3
Fußböden sowie andere Flächen und Gegenstände.....................................................................9
3.2.4
Frequenz von Reinigungsmaßnahmen.........................................................................................10
3.2.5
Bekleidung, Wäschehygiene.........................................................................................................12
3.3
Umgang mit Lebensmitteln
........................................................................................................12
3.4
Sonstige hygienische Anforderungen......................................................................................13
3.4.1
Abfallbeseitigung............................................................................................................................13
3.4.2
Tierhaltung......................................................................................................................................13
3.4.3
Schädlingsprophylaxe und -beseitigung.......................................................................................14
3.4.4
Vermeidung einer Gefährdung durch Giftpflanzen......................................................................14
3.4.5
Trinkwasser.....................................................................................................................................
15
3.4.6
Schwimmen und Baden.................................................................................................................15
3.4.7
Spielsand
........................................................................................................................................16
3.4.8
Besondere gesundheitsfördernde Maßnahmen als Zusatzangebot (z. B. Kneippsche
Wirkprinzipien, Kindersauna).........................................................................................................17
3.5
Umgang mit Arzneimittlen..........................................................................................................18
4
ANFORDERUNGEN DES INFEKTIONSSCHUTZGESETZES......................... 18
4.1
Gesundheitliche Anforderungen...............................................................................................18
4.1.1
Personal im Küchen-/Lebensmittelbereich (§ 42 IfSG)...............................................................18
4.1.2
Betreuungs-, Erziehungs-, Aufsichtspersonal..............................................................................18
4.1.3
Kinder, Jugendliche........................................................................................................................19
4.2
Mitwirkungs- bzw. Mitteilungspflicht........................................................................................19
4.3
Belehrung......................................................................................................................................19
4.3.1
Personal im Küchen- und Lebensmittelbereich (§ 43 IfSG)........................................................19
4.3.2
Betreuungs-, Erziehungs-, Aufsichtspersonal..............................................................................19
4.3.3
Kinder, Jugendliche, Eltern............................................................................................................20
4.4
Vorgehen bei Infektionserkrankungen.....................................................................................20
4.4.1
Wer muss melden?
........................................................................................................................20
4.4.2
Information der Betreuten/Sorgeberechtigten über das Auftreten von Infektionskrankheiten in
der Einrichtung, Maßnahmeneinleitung........................................................................................21
4.4.3
Besuchsverbot und Wiederzulassung...........................................................................................21
4.5
Schutzimpfungen.........................................................................................................................22
5
ANFORDERUNGEN NACH DER BIOSTOFFVERORDNUNG......................... 22

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
3
5.1
Gefährdungsbeurteilung.............................................................................................................22
5.2
Arbeitsmedizinische Vorsorge...................................................................................................23
5.2.1
Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung................................................................................23
5.2.2
Impfungen der Beschäftigten.........................................................................................................23
6
ERSTE HILFE; SCHUTZ DES ERSTHELFERS............................................... 24
7
SONDERMAßNAHMEN BEIM AUFTRETEN AUSGEWÄHLTER
INFEKTIONSERKRANKUNGEN UND PARASITOSEN.......................................... 25
7.1
Magen-Darm-Erkrankungen (Durchfall und/oder Erbrechen)
..............................................25
7.2
Kopflausbefall...............................................................................................................................25
7.3
Skabies (Krätze)............................................................................................................................26
7.4
Maßnahmen bei Tollwutgefahr...................................................................................................27
7.5
Verhalten nach Zeckenstich.......................................................................................................27
Anlagen
Anlage 1 Beispiel-Reinigungs- und Desinfektionsplan
Anlage 2 Literatur - Wichtige rechtliche Grundlagen und fachliche Standards
ggf. zu ergänzen sind
(verfügbar z. B. unter:
www.rki.de,
Kontakt zum Gesundheitsamt; länderspe-
zifische Regelungen beachten!):
Anlage 3 Belehrung gemäß § 34 Abs. 5 IfSG: Merkblatt für Eltern und sonstige Sorge-
berechtigte, schriftliche Erklärung
Anlage 4 Belehrung gemäß § 35 IfSG: Merkblatt für die Beschäftigten in Schulen
und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen, schriftliche Erklärung
Anlage 5 Merkblatt „Empfehlungen für die Wiederzulassung in Schulen und sonsti-
gen Gemeinschaftseinrichtungen“
Anlage 6 Belehrung gemäß § 43 Abs.1 IfSG: Gesundheitsinformationen für den Um-
gang mit Lebensmitteln, schriftliche Erklärung
Anlage 7 jeweils gültige Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)/ ggf.
vorhandene Impfempfehlungen des Bundeslandes

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
4
1 Einleitung
Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder sind durch das Zusammenleben und die Zu-
sammenarbeit einer Vielzahl von Personen von besonderer hygienisch-
epidemiologischer Bedeutung. Sie bedürfen deshalb großer Aufmerksamkeit, um das
Wohlbefinden, die Gesundheit und die Erziehung zu hygienischem Verhalten - be-
sonders auch im Hinblick auf Infektionskrankheiten - zu sichern.
Übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu
erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern, ist Zweck des Infektionsschutz-
gesetzes. Das Gesetz setzt dabei in hohem Maße neben behördlichen Aufgaben und
Zuständigkeiten auch auf die
Eigenverantwortung
der Träger und Leiter von Ge-
meinschaftseinrichtungen sowie jedes Einzelnen.
Darüber hinaus ergeben sich aus dem Gesetz konkrete Verpflichtungen für Gemein-
schaftseinrichtungen bzw. deren Leitungen, insbesondere aus den §§ 33 bis 36 (zu-
sätzliche Vorschriften für Schulen und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen), zu de-
nen
auch Ferienlager
gehören.
Nach § 36 Abs. 1 müssen Gemeinschaftseinrichtungen die innerbetrieblichen Verfah-
rensweisen zur Infektionshygiene in
Hygieneplänen
festlegen. Für die Erstellung der
Pläne enthält das Gesetz keine Vorgaben, sondern überlässt dies weitgehend dem
Ermessen der jeweiligen Einrichtung.
Empfohlen wird, auf eine weitgehende Standardisierung der Pläne hinzuwirken.
Der vorliegende Muster-Plan soll hierbei Unterstützung geben.
Die aufgeführten
Hygienemaßnahmen sind Beispielinhalte für die Erstellung eines innerbetrieb-
lichen Hygieneplans, die auf die Situation in der jeweiligen Einrichtung ange-
passt und durch einrichtungsspezifische Details und Festlegungen ergänzt
werden müssen.
Im Hygieneplan sollten auch Maßnahmen der Gesundheitsförde-
rung und –erhaltung angesprochen werden, die über die Infektionshygiene hinaus
zur Prävention der nichtübertragbaren Erkrankungen für Kinder und Personal beitra-
gen.
Zu berücksichtigen sind neben den Rechtsregelungen auf EU-, Bundes- und Lan-
desebene und den fachlichen Empfehlungen von Fachgesellschaften auch Vorschrif-
ten des Arbeitsschutzes und technische Regelwerke (z. B. DIN, EN, ISO).
2 Risikobewertung, Hygienemanagement und Verantwortlichkeit
2.1 Risikobewertung
Das Infektionsrisiko wird allgemein von der Anwesenheit primär wie fakultativ patho-
gener Keime, den Übertragungswegen dieser Erreger und der Abwehr- und Immun-
situation (u. a. Impfstatus) der Kinder und des Personals bestimmt.
Für den Ausschluss von Personen aus der Ferieneinrichtung, die an bestimmten In-
fektionskrankheiten leiden oder in einer Wohngemeinschaft engen Kontakt zu Infi-
zierten hatten, bilden das Infektionsschutzgesetz (§ 34) sowie die Wiederzulassungs-
regelungen des RKI und ggf. des jeweiligen Bundeslandes die rechtliche Grundlage.
Neben den klassischen Kinderkrankheiten (Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten,
Windpocken, Scharlach usw.) sind in Ferienlagern vor allem fäkal-oral übertragbare
Erkrankungen, wie Durchfallerkrankungen oder Hepatitis A, von Bedeutung. Hier

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Stand Juni 2009
5
sind neben Reinigungsmaßnahmen auch gezielte Desinfektionsmaßnahmen einzu-
setzen.
In jedem Fall ist beim Auftreten von Infektionskrankheiten sowie dem Befall mit Kopf-
läusen oder Krätze das Gesundheitsamt einzubeziehen.
Besondere Aufmerksamkeit und sofortiges Einbeziehen des Gesundheitsamtes er-
fordert das Auftreten von Meningitiden (Hirnhautentzündungen), insbesondere wenn
diese durch Meningokokken oder Hämophilus influenzae Typ B verursacht werden.
Durch den hohen Anteil an Betätigungen im Freien spielen durch Zecken übertrage-
ne Krankheiten, wie FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) und Borreliose, in Fe-
rienlagern eine wichtige Rolle (s. 7.5).
Bei Beachtung wichtiger Hygieneregeln stellt der Besuch eines Ferienlagers kein er-
höhtes Risiko dar, an einer Infektionskrankheit zu erkranken.
2.2 Hygienemanagement und Verantwortlichkeit
Der
Träger der Ferieneinrichtung
trägt die Verantwortung für die Sicherung der
hygienischen Erfordernisse und nimmt seine Verantwortung durch Anleitung und
Kontrolle wahr. Er kann zu seiner Unterstützung einen Hygienebeauftragten oder ein
Hygieneteam benennen.
Zu den Aufgaben des Hygienemanagements gehören unter anderem:
Erstellung und Aktualisierung des Hygieneplanes
Überwachung der Einhaltung der im Hygieneplan festgelegten Maßnahmen
Durchführung von Hygienebelehrungen
Aufrechterhaltung des Kontaktes zum Gesundheitsamt und zu den Eltern
Der
Hygieneplan
ist jährlich hinsichtlich seiner Aktualität zu überprüfen und ggf. zu
ändern.
Die Überwachung der Einhaltung der Hygienemaßnahmen erfolgt u. a. durch regel-
mäßige Begehungen der Einrichtung sowie bei aktuellem Bedarf. Die Ergebnisse
werden schriftlich dokumentiert.
Der Hygieneplan muss für alle Teilnehmer und Betreuer jederzeit zugänglich und
einsehbar sein.
Die Beschäftigten werden mindestens einmal pro Jahr, die Aufsichtspersonen zu Be-
ginn des Aufenthaltes hinsichtlich der erforderlichen Hygienemaßnahmen belehrt.
Die
Belehrung
ist schriftlich zu dokumentieren.
2.3 Teilnahmebedingungen
Der Veranstalter der Ferienfreizeit ist nach § 34 des Infektionsschutzgesetzes,
Absatz 5, verpflichtet, die Teilnehmer oder ihre Sorgeberechtigten sowie auch die
zur Kinderbetreuung eingesetzten Personen darüber zu belehren, in welchen Fäl-
len eine Teilnahme am Ferienlager nicht zulässig ist.
Die Veranstalter und Betreuer sollen sicherstellen, dass zu Beginn des Ferienla-
gers Hinderungstatbestände nach § 34 nicht vorliegen.
Betreuer und Betreute müssen auf ihre Informationspflicht bei Auftreten bestimm-
ter Erkrankungen nach § 34 IfSG hingewiesen werden.
In Abhängigkeit vom Ziel der Reise sollten die Teilnehmer und Betreuer über die
Bedeutung eines vollständigen und altersgerechten Impfschutzes aufgeklärt wer-

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Stand Juni 2009
6
den, ggf. ist rechtzeitig vor Beginn der Reise das zuständige Gesundheitsamt o-
der der Hausarzt, auch hinsichtlich eventuell zu empfehlender Reiseimpfungen,
hinzuzuziehen (Anlage 7).
Alle Teilnehmer und Betreuer sollen eine Chipkarte ihrer Krankenversicherung
und einen gültigen Impfausweis mitführen.
Für Betreuer, die im Küchen- und Lebensmittelbereich tätig werden, gelten die
Voraussetzungen der §§ 42 und 43 des IfSG.
3 Basishygiene
3.1 Räumliche und sonstige Anforderungen an die Unterkünfte
- Die Bauweise der Räumlichkeiten muss den baurechtlichen Anforderungen im
jeweiligen Bundesland, den Unfallverhütungsvorschriften, den Bestimmungen der
Arbeitsstättenverordnung sowie den brandschutztechnischen Vorschriften genü-
gen.
- Vor der Wiederinbetriebnahme einer Ferieneinrichtung muss eine Begehung des
Objektes erfolgen, in deren Ergebnis der hygienische Zustand eingeschätzt, e-
ventuelle Mängel benannt und ihre Beseitigung in die Wege geleitet werden.
-
Folgende grundsätzliche Anforderungen sind zu beachten:
Standort
keine unmittelbar schädlichen Einwirkungen:
-
Lärm
-
Erschütterungen
-
Strahlung
-
Altlasten
-
Luftverunreinigungen (Ausnahme: z. B. Ferien auf dem Bauernhof)
Schutz vor Verkehrs- und Anlagenlärm:
-
der maßgebliche Außenlärmpegel sollte 55 dB(A) nicht überschreiten (TA
Lärm/DIN 18005)
- die Lage der Schlafräume und ungeschützten Spielfläche ist dabei be-
sonders zu beachten
-
ausreichender Abstand der Hauptspiel- und Sportflächen zu Wohnbauten
zur Vermeidung von Lärmkonflikten (im Zweifel Prüfung des Einzelfalles)
sichere Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser und Lebensmitteln, ggf. mobi-
le Mittagsversorgung
Spielgerätesicherheit und –wartung
erfüllte hygienische Anforderungen an Wasser- und Sandspielplätze
Voraussetzungen für eine hygienisch unbedenkliche Abwasser- und Müllentsor-
gung (beachte Standort der Abfallbehälter)
Auf den Freiflächen innerhalb des Lagers dürfen keine giftigen oder gesundheits-
schädigenden Pflanzen, insbesondere keine giftigen Gewächse mit auffälligen
Beeren, vorhanden sein.
Gebäude
Die Gebäude für die Feriengestaltung von Kindern und Jugendlichen müssen alters-
gerecht und bei Bedarf auch behindertengerecht ausgeführt sein.

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
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7
Insbesondere sind zu beachten:
hygienische Anforderungen an Bauweise, Oberflächengestaltung und Ausstat-
tung einzelner Räume (Gruppenraum, Schlafraum, Sanitärräume, Garderobe,
Küche und Wirtschaftsräume, Personalräume, Raum für Reinigungsutensilien
usw.)
ausreichende natürliche Belüftbarkeit von Aufenthalts- und Schlafräumen
ausreichende Tageslichtbeleuchtung für alle Aufenthaltsräume der Kinder (Ta-
geslichtquotient nach DIN 5034)
qualitativ und quantitativ ausreichende künstliche Beleuchtung der Räume (DIN
5035, DIN EN 12464-1)
Schallschutz , Wärme- und Sonnenschutz
trittsichere, rutschhemmende und leicht zu reinigende Fußbodengestaltung (Fuß-
böden müssen feucht zu reinigen und ggf. desinfizierbar sein – gilt für glatte Fuß-
böden und für textile Bodenbeläge)
spezifische Voraussetzungen für Integrativeinrichtungen
Sanitärausstattung
(in Anlehnung an: Praxisleitfaden für Kinder- und Jugendreisen in Mecklenburg-Vorpommern)
Personen
Anzahl
Handwaschbecken
6 1
Duschen mit fließendem warmen und kaltem Wasser
8 - 10
1
Abortsitze, weiblich, im Vorraum
6
1
Abortsitze, männlich
6 1
Urinale
15 1
Handwaschbecken in ausreichender Anzahl im Vorraum
Sichtschutz vom Zugang für Wasch- und Duschräume, zwischen den Duschen
Installationen inkl. Verbrühungsschutz nach dem Stand der Technik
Ausguss mit Eimerrost in Vorräumen der Sanitäranlagen zur Gewährleistung der
täglichen Reinigung und ggf. Desinfektion
Gemeinschaftshandtücher sind nicht gestattet
In Waschräumen und Duschen ist Kalt- und Warmwasser bereitzustellen. In Ge-
meinschafts- und Einzel-WC ist Kaltwasser ausreichend.
Sonstige Räume
Putzmittelraum mit Ausguss sowie Warm- und Kaltwasserzapfstelle
Sonstige Räume, z. B. für die Wäschebehandlung (Waschen, Plätten, Trocknen)
oder Lagerräume, können abhängig von der Kapazität und Nutzungsart erforder-
lich sein.
Küchenbereiche sind den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend einzurich-
ten. Für die Beschäftigten im Lebensmittelverkehr gelten die Bestimmungen des
IfSG und die landesgesetzlichen Festlegungen.
Eine kontinuierliche planmäßige bauliche
Instandhaltung
und
Renovierung
ist not-
wendige Voraussetzung für jede effektive Reinigung und Desinfektion.
Schimmelpilzbefall
muss umgehend ursächlich abgeklärt und saniert werden.

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Stand Juni 2009
8
3.2 Reinigung und Desinfektion
Der Träger der Ferieneinrichtung ist zuständig für die Bereitstellung der erforderli-
chen Reinigungs- und Desinfektionsmittel, sofern nicht öffentliche Campingplätze,
Jugendherbergen o. ä. genutzt werden.
Eine gründliche und regelmäßige Reinigung insbesondere der Hände, häufig be-
nutzter Flächen und Gegenstände ist eine wesentliche Voraussetzung für einen
guten Hygienestatus.
Eine routinemäßige Desinfektion ist in Ferienlagern i. d. R. nicht notwendig.
Die gezielte Desinfektion ist dort erforderlich, wo Krankheitserreger auftreten und
Kontaktmöglichkeiten zur Weiterverbreitung bestehen (z. B. Verunreinigungen mit
Erbrochenem, Blut, Stuhl, Urin).
Eine effektive Desinfektion wird nur erreicht, wenn für die beabsichtigte Desinfek-
tionsmaßnahme das geeignete Desinfektionsmittel in der vorgeschriebenen Kon-
zentration und Einwirkzeit verwendet wird.
Die Desinfektionsmittel sind nach dem Anwendungsgebiet aus der aktuellen Des-
infektionsmittelliste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH), mit der ent-
sprechenden Konzentration und Einwirkzeit auszuwählen (ggf. nach Rücksprache
mit dem Gesundheitsamt).
Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind vor Kindern geschützt aufzubewahren.
In jeder Einrichtung müssen aktuelle
Reinigungs- und Desinfektionspläne
gut
sichtbar ausgehängt werden (siehe Anlage 1).
Die Pläne sollen konkrete Festlegungen zur Reinigung und ggf. zur Desinfektion
(was, wann, womit, wie, wer) sowie Aussagen zur Überwachung/Eigenkontrolle,
besonders auch bei Vergabe der Reinigungsarbeiten an Fremdfirmen (vertragli-
che Regelung mit Fremdfirmen), enthalten.
Beim Auftreten
meldepflichtiger übertragbarer Krankheiten
oder bei begründe-
tem Verdacht sind spezielle Maßnahmen erforderlich, die vom Gesundheitsamt
veranlasst oder mit diesem abgestimmt werden und nicht Gegenstand dieser
Ausführungen sind.
3.2.1 Händehygiene
Hände sind durch ihre vielfältigen Kontakte mit der Umgebung und anderen
Menschen die Hauptüberträger von Infektionserregern.
Händewaschen und ggf. Händedesinfektion gehören zu den wichtigsten Maßnahmen
der Infektionsverhütung und der Bekämpfung von Infektionen.
Händewaschen reduziert die Keimzahl auf den Händen.
Zur
Ausstattung der Handwaschplätze für das Personal
sind die Anforderun-
gen der Arbeitsstättenverordnung und ggf. vorhandene Hygienevorschriften der
Länder zu berücksichtigen.
Es sind
flüssige Waschpräparate
aus Spendern und Hautpflegemittel zu ver-
wenden.
Einmalhandtücher
bzw.
personengebundene textile Handtücher
sind bevor-
zugt zu verwenden. Die Benutzung von Gemeinschaftshandtüchern ist abzuleh-
nen.
Die gründliche Händereinigung sollte erfolgen:

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- vor dem Umgang mit Lebensmitteln sowie vor der Einnahme von Spei-
sen und Getränken
-
nach Verschmutzung
-
nach Toilettenbenutzung
-
nach Tierkontakt
-
nach Aufenthalt im Freien
Die hygienische Händedesinfektion dient der Abtötung von Infektionserregern.
Sie ist dort erforderlich, wo Kontaktmöglichkeiten zu Krankheitserregern bestehen
(z. B. Verunreinigungen mit Erbrochenem, Blut, Stuhl, Urin).
Händedesinfektion ist erforderlich für Kinder/Jugendliche und Betreuungsperso-
nal:
-
nach Kontakt mit Blut, Erbrochenem, Stuhl, Urin und anderen Körperaus-
scheidungen, auch wenn Handschuhe getragen werden
-
nach dem Ablegen von Schutzhandschuhen
-
nach Kontakt mit sonstigem potentiell infektiösen Material
-
nach intensivem (körperlichen) Kontakt mit Erkrankten
-
vor dem Anlegen von Pflastern, Verbänden o. ä.
Sichtbare grobe Verschmutzungen (z. B. durch Ausscheidungen) sind vor der
Desinfektion mit Zellstoff oder einem desinfektionsmittelgetränkten Einmaltuch zu
entfernen.
3-5 ml des Präparates in die
trockenen
Hände einreiben, dabei Fingerkuppen,
Fingerzwischenräume, Daumen und Nagelfalze besonders berücksichtigen.
Während der vom Hersteller geforderten Einwirkzeit (in der Regel ½ Minute)
müssen die Hände vom Desinfektionsmittel feucht gehalten werden.
Bei vorhersehbarem Kontakt mit Ausscheidungen und Blut sind
Einmalhandschuhe
zu tragen.
Ein Spender mit einem geeigneten Händedesinfektionsmittel sollte jederzeit nutzbar
bereitstehen (z. B. im Erste-Hilfe-Schrank).
3.2.2 Körperreinigung und Duschen
Die Wasch- und Duschräume müssen gut zu lüften sein. Die Be- und/oder Entlüf-
tungsanlagen, insbesondere die Entlüftungssiebe, sind regelmäßig (etwa wö-
chentlich) zu reinigen.
Bei Verunreinigung bzw. täglich muss eine Ganzkörperreinigung mit warmem
Wasser in Waschräumen und Duschen möglich sein.
Zur Vermeidung von Infektionen (z. B. Pilze bzw. Warzenviren) ist das Tragen
von Badeschuhen grundsätzlich zu empfehlen.
Das warme Duschwasser sollte jährlich hinsichtlich der Legionellensituation über-
prüft werden.
Kalkablagerungen und verunreinigte Auslaufsiebe (Perlatoren am Handwaschbe-
cken) sind in erforderlichen Zeitabständen zu säubern.
Die Fußböden der gemeinschaftlich genutzten Wasch- und Duschräume sind aus
Gründen der Fußpilz- u. Warzenprophylaxe täglich desinfizierend zu reinigen
(VAH-gelistete Präparate mit Wirksamkeit gegen Papovaviren laut Herstelleran-
gaben)
3.2.3 Fußböden sowie andere Flächen und Gegenstände

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Voraussetzung für eine vorschriftsmäßige Reinigung aller relevanten Flächen und
Gegenstände ist die Sorge für Ordnung in der Ferieneinrichtung.
Für die unterschiedlichen Bereiche der Ferieneinrichtung ist ein
Reinigungs- und
Desinfektionsplan
(Anlage 1) zu erstellen.
Die
Reinigungsmaßnahmen- und Desinfektionsmaßnahmen
sind nach folgenden
Grundsätzen durchzuführen:
Es ist feucht zu reinigen (Ausnahme: textile Beläge).
Bei den angewendeten Reinigungsmethoden ist eine Schmutzverschleppung zu
verhindern (z. B. Zwei-Eimer-Methode bzw. Nutzung industrieller Reinigungsgerä-
te).
Die Reinigungsmaßnahmen sind in der Regel in Abwesenheit der Kinder durch-
zuführen.
Kinder dürfen für Reinigungsarbeiten in Sanitärräumen nicht herangezogen wer-
den.
Bei Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten ist geeignete Schutzkleidung zu tra-
gen.
Alle wiederverwendbaren
Reinigungsutensilien
(z. B Wischmopp, Wischlappen)
sind nach Gebrauch aufzubereiten und bis zur erneuten Verwendung
trocken zu
lagern
. Die Aufbereitung hat vorzugsweise durch ein Waschverfahren bei min-
destens 60°C zu erfolgen.
Geräte und Mittel zur Reinigung und Desinfektion sind vor dem Zugriff Unbefugter
gesichert in einem gesonderten Raum aufzubewahren.
Für die Pflege von
textilen Fußbodenbelägen
sind nur Geräte mit Mikro- bzw.
Absolutfiltern zu verwenden. Teppichböden sollten in Abhängigkeit von der Nut-
zungsfrequenz (täglich – wöchentlich) gesaugt werden. 1-2 x jährlich ist eine
Feuchtreinigung (Sprüh-Extraktionsmethode = Reinigung unter Druck mit gleich-
zeitigem Absaugen der Flüssigkeit mittels eines speziellen Gerätes) zu empfeh-
len. Flecken sind nach Bedarf zu entfernen.
Eine Wischdesinfektion ist bei Verschmutzung mit Erbrochenem, Stuhl, Urin oder
Blut nach Entfernung der groben Verunreinigungen mit Zellstoff u. ä. durchzufüh-
ren (dabei Schutzhandschuhe und ggf. Schutzkleidung tragen – Händedesinfekti-
on anschließend).
Innerhalb der
Einwirkzeit
der Desinfektionsmittel-Lösungen dürfen die Flächen
nicht trocken- oder nachgewischt werden.
Nach erfolgter Desinfektion ist zu lüften.
3.2.4 Frequenz von Reinigungsmaßnahmen
Die Reinigungsfrequenz muss sich an der speziellen Nutzungsart und –intensität ori-
entieren. Bei Verschmutzungen ist sofort zu reinigen. Festgelegte Reinigungsrhyth-
men beziehen sich nur auf die Zeit der Belegung der Ferieneinrichtung. Bei nicht
ganzjähriger Nutzung ist zu Beginn der Saison eine Grundreinigung durchzuführen.
Vorschlag für periodische Reinigungsmaßnahmen:
Bereich Frequenz

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Bereich Frequenz
Toilettenanlagen
Fußboden
Handwaschbecken, WC
Urinale
täglich
abwaschbare Flächen (Wandfliesen, Zwi-
schenwände, Türen)
1 x / Woche
Umkleide-, Wasch- und Duschanlagen
(Fußböden, Wasch- und Duschbecken)
täglich, in Abhängigkeit
von Nutzung – für
Fußböden
ggf.
tägl.
desinfizierende Reinigung
Fußböden stark frequentierter Räume (z. B.
Flure bzw. Treppen, Aufenthaltsräume, Garde-
roben)
mindestens 3 x / Woche bzw.
nach Erfordernis
Fußböden weniger frequentierter Räume (z. B.
Funktionsräume, Vorbereitungszimmer, Turn-
räume u. ä.)
mindestens 2 x / Woche
bzw. nach Erfordernis
Spielzeug, Beschäftigungsmaterial
bei Verschmutzung,
nach Ablauf eines Ferienlager-
durchgangs bzw. unmittelbar da-
vor
Esstische
täglich nach Benutzung
übrige Tische
nach Erfordernis,
mindestens jeden 2. Tag
Handläufe
1 x / Woche
Erste-Hilfe-Raum
1 x / Woche
Fensterbänke, Türen,
textile Bezüge der Sportmatten
Stühle, Schränke, Regale
1 x / Monat
Grundreinigung
(Lampen, Fenster, Heizkörper, Türen, Tep-
pichböden,
Vorhänge, Jalousien, Turngeräte, Rohrleitun-
gen,
Verkleidungen)
1-2 x / Jahr
(je nach Nutzungsfrequenz)
Beim
Auftreten übertragbarer Krankheiten
in der Einrichtung sind Desinfektionsmaß-
nahmen als gezielte Schutzmaßnahmen gegen eine Weiterverbreitung der Infektion
nach Absprache mit dem Gesundheitsamt durchzuführen. Beim Auftreten von
Durch-
fallerkrankungen im Territorium
können prophylaktische Desinfektionsmaßnahmen in
der Einrichtungen ebenfalls sinnvoll sein.

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3.2.5 Bekleidung, Wäschehygiene
Die Betreuer haben darauf zu achten, dass eine den Witterungsverhältnissen an-
gepasste Kleidung getragen wird.
Die
Häufigkeit des Wäschewechsels
ist vom Verschmutzungsgrad abhängig.
Schlafdecken und Kissen
, die zur Verfügung gestellt werden, sind nur mit Bett-
wäsche zu benutzen und einmal jährlich zu waschen.
Matratzen
sind einmal jährlich zu reinigen (z. B. Absaugen), alternativ ist der Ein-
satz abwaschbarer Bezüge zu empfehlen.
Die
Bettwäsche
ist vor jeder Neubelegung oder bei Verschmutzung zu wechseln.
Das
Einsammeln und der Transport
gebrauchter Wäsche soll in reißfesten,
und ggf. feuchtigkeitsdichten Textil- oder Foliensäcken bzw. Wäschebehältern er-
folgen.
Falls Wäsche
in der Einrichtung selbst gewaschen
wird, ist auf eine Trennung
von Schmutzwäsche und sauberer Wäsche zu achten. Saubere Wäsche darf
nicht im Schmutzwäschebereich getrocknet werden.
Als
Standort für die Waschmaschine
ist ein geeigneter Raum auszuwählen. Die
Gruppenräume der Kinder, die Küchenräume u. ä. Räume sind dafür nicht geeig-
net.
Handtücher, Waschlappen, Bettwäsche u. ä. - Behandlung mit
60°C–
Waschgang
Mit
Ausscheidungen
verunreinigte Wäsche soll vor dem Waschen in Desinfekti-
onsmittel eingelegt bzw. mit einem desinfizierenden Waschverfahren gewaschen
werden.
3.3 Umgang mit Lebensmitteln
Um lebensmittelbedingte Erkrankungen und Erkrankungshäufungen in Gemein-
schaftseinrichtungen zu verhindern, müssen an den Umgang mit Lebensmitteln
besonders hohe Anforderungen gestellt werden.
Verantwortlich für die Lebensmittelhygiene ist der Leiter der Einrichtung.
Eine Abstimmung mit dem zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veteri-
näramt ist zu empfehlen.
Es dürfen
nur sichere Lebensmittel
in den Verkehr gebracht werden, von denen
keine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgeht.
Mitgebrachte Lebensmittel
für den gemeinschaftlichen Verzehr unterliegen den
gleichen Anforderungen (keine Risikolebensmittel!)
Beschäftigte, die mit Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung in Berüh-
rung kommen, müssen die Inhalte der §§ 42 und 43 des IfSG kennen und nach
Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes eine Bescheinigung nach § 43
vorweisen können (s. 4.1.1 und 4.3.1).
Die Vorgaben der
EU-Verordnungen zur Lebensmittelhygiene
und anderer
rechtlicher Grundlagen sowie Normen und Leitlinien sind einzuhalten.
Ein eigener
Hygieneplan
für den Küchenbereich ist in Abstimmung mit der Le-
bensmittelüberwachungsbehörde zu erstellen.
Leichtverderbliche Lebensmittel bzw. solche, bei denen der Hersteller dies vor-
schreibt, sind
kühl zu lagern
.

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Die Anlieferung von Speisen darf nur in ordnungsgemäß gereinigten und ge-
schlossenen Behältern erfolgen.
Vor der Zubereitung und Ausgabe von Essen sind die
Hände zu waschen
.
Personal mit
eitrigen Wunden
an den Händen darf keinen Umgang mit unver-
packten Lebensmitteln haben.
Bei Verletzungen an den Händen sind beim Umgang mit Lebensmitteln
Hand-
schuhe
zu tragen.
Für die
Essenausgabe
sind saubere Gerätschaften zu benutzen.
Warme Speisen müssen bis zur Ausgabe eine
Temperatur von
65°C
aufwei-
sen.
Auf Lebensmittel darf nicht gehustet oder geniest werden.
Übrig gebliebene zubereitete Speisen sind zu entsorgen. Einfrieren von Resten
ist verboten.
Die Ausgabe von
Rohmilch
ist nicht zulässig.
Lebensmittel, die unter Verwendung von
rohen Bestandteilen von Hühnereiern
hergestellt werden, müssen vor Abgabe ausreichend durcherhitzt werden.
Alle
benutzten Geschirr- und Besteckteile
sind heiß zu reinigen, z. B. mit einem
65 °C-Programm in einer Haushaltsgeschirrspülmaschine.@
Geschirrtücher und Lappen
sind nach Benutzung aufzubereiten oder zu ver-
werfen.
Tische, Essentransportwagen und Tabletts
sind nach der Esseneinnahme zu
reinigen.
3.4 Sonstige hygienische Anforderungen
3.4.1 Abfallbeseitigung
Die
Abfallverordnungen
der Länder und der Kommunen sind einzuhalten.
Maßnahmen der
Abfallvermeidung
sind festzulegen.
Die Abfälle sollten in gut schließenden Behältnissen gesammelt und mindestens
einmal täglich in
zentrale Abfallsammelbehälter
entsorgt werden.
Abfallbehälter sollten vor dem Zugriff der Kinder geschützt sein, ggf. sind die Kin-
der dahingehend zu belehren.
Die
Abfallentsorgung
einschließlich der Küchenabfälle ist so zu betreiben, dass
Belästigungen, insbesondere durch Gerüche, Insekten und Nagetiere, vermieden
werden.
3.4.2 Tierhaltung
Bei der Planung und Umsetzung der Tierhaltung ist ein enger Kontakt mit den zu-
ständigen Gesundheits- und Veterinärämtern dringend zu empfehlen.
Neben positiven psychologischen Aspekten ist das Risiko von Allergien, von Infektio-
nen, Parasitenbefall sowie Biss- und Kratzverletzungen zu berücksichtigen.
In Ferienlagern ist Tierhaltung unter folgenden Bedingungen möglich:
Sauberkeit der Räume, Käfige, Volieren, der Trink- und Futterbehälter
artgerechte Haltung, regelmäßige Fütterung und Pflege
Tiere sind
je nach Tierart tierärztlichen Kontrollen
zu unterziehen (zumindest
bei Anschaffung, bei Anzeichen von Erkrankungen, Impfung, Parasitenbehand-
lung).
konkrete Verantwortlichkeit für die Pflege (speziell benannte Person)

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Tierkäfige
sollten nicht in Gruppen-, Schlaf- und Speiseräumen untergebracht
werden.
Räume
mit Tieren müssen regelmäßig intensiv gelüftet und täglich feucht mit
speziell dafür vorgesehenen Reinigungsutensilien gewischt werden (Verzicht auf
Teppichböden).
separate Lagerung von Futter und Pflegeutensilien (Streu, Stroh, Reinigungsge-
räte)
gründliche Händehygiene nach dem Umgang mit Tieren
3.4.3 Schädlingsprophylaxe und -beseitigung
Durch das Unterbinden von Zutritts- bzw. Zuflugsmöglichkeiten für Schädlinge,
das Vermeiden von Verbergeorten, das Beseitigen baulicher Mängel und die Ein-
haltung von Ordnung und Sauberkeit im Gebäude, im Küchenbereich und auf
dem Außengelände ist einem Schädlingsbefall vorzubeugen.
Es sind regelmäßig Befallskontrollen durchzuführen und zu dokumentieren.
Im Küchenbereich sind nach Erarbeitung einer Gefahrenanalyse Kontrollpunkte
festzulegen, die regelmäßig zu überwachen sind (Dokumentation). Dabei sollte
täglich eine Sichtkontrolle vorgenommen werden.
Bei Befall mit Gesundheitsschädlingen ist unverzüglich das zuständige Gesund-
heitsamt zu benachrichtigen und ein sachkundiger Schädlingsbekämpfer mit der
Bekämpfung zu beauftragen.
3.4.4 Vermeidung einer Gefährdung durch Giftpflanzen
Giftpflanzen sind Bäume, Sträucher und krautige Pflanzen, deren Inhaltsstoffe
beim Menschen Gesundheitsstörungen hervorrufen können.
Ferieneinrichtungen sind von den giftigsten Vertretern und solchen Giftpflanzen,
deren Früchte auf Kinder besonders anziehend wirken, freizuhalten. Auskünfte
sind bei örtlichen Gärtnereien und Pflanzenhandlungen einzuholen.
Häufigste Symptome bei Aufnahme giftiger Pflanzenteile: Übelkeit, Erbrechen,
vermehrter Speichelfluss, seltener Durchfall.
Weitere Symptome (je nach Pflanzenart): trockene Mundschleimhaut, Pupillener-
weiterung, Unruhe, Kaltschweißigkeit, Lähmungserscheinungen, Haut- und
Schleimhautreaktionen.
Nach Verzehr vermeintlich giftiger Pflanzenteile
auch ohne Symptome unver-
züglich Arzt oder eine Giftinformationszentrale anrufen (Symptome schildern, ggf.
Pflanzenart nennen, Menge und Zeitpunkt der Aufnahme nennen).
umgehend Artbestimmung einleiten (Apotheker, Gärtner)
z. B. Giftinformationszentrum Erfurt
, Tel. (0361) 730730 oder
Giftinformati-
onszentrum Berlin,
Tel. (030) 19240 (landesspezifische Festlegungen)
Erste-Hilfe-Maßnahmen:
-
Entfernung der Pflanzenteile aus dem Mund (Ausspucken oder Ausspülen mit
Flüssigkeit)
-
Kein Erbrechen auslösen!
-
anschließend Flüssigkeit trinken (keine Milch!)
-
ärztliche Behandlung organisieren
-
Informationsmaterial: GUV – SI 8018: "Giftpflanzen – beschauen, nicht kauen"

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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3.4.5 Trinkwasser
Die hygienischen Anforderungen an das Trinkwasser werden durch die "
Verordnung
über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasser-
verordnung – TrinkwV)"
und die §§ 37-39 des
Infektionsschutzgesetzes
geregelt.
Das in Kinderferieneinrichtungen verwendete Warm- und Kaltwasser für den
menschlichen Gebrauch (z. B. Trinken, Kochen, Körperreinigung) muss generell
der
Trinkwasserverordnung
entsprechen.
Zur Wiederinbetriebnahme der Hausinstallation ist diese gründlich zu spülen.
Vor der saisonalen Nutzung eines Objektes und nach Manipulation im Trinkwas-
serleitungsnetz oder bei Rekonstruktion ist nach
Überprüfung der Trinkwasser-
qualität
eine Freigabe durch das zuständige Gesundheitsamt erforderlich.
Veränderungen an der Trinkwasseranlage durch Neubau, Rekonstruktion oder
Wiederinbetriebnahme nach langer Nichtnutzung sind dem Gesundheitsamt spä-
testens 4 Wochen vorher anzuzeigen. Das Gesundheitsamt entscheidet nach
Vorliegen einer
Wasseranalyse
über die Freigabe der Wasserversorgungsanla-
ge.
Installationen sind nach den anerkannten Regeln der Technik und nur von bei
dem Wasserversorger registrierten Firmen durchführen zu lassen. Dabei sind be-
sonders die Regelungen der "
DIN 1988 - Technische Regeln für Trinkwasser-
installationen" sowie das DVGW-Arbeitsblatt W 551
zu beachten.
Warmwasseranlagen müssen so installiert und betrieben werden, dass eine ge-
sundheitsgefährdende Vermehrung von
Legionellen
vermieden wird (VDI 6023,
DVGW W 551).
Perlatoren
sind regelmäßig zu reinigen und ggf. thermisch zu desinfizieren (Aus-
kochen).
Regenwasser
darf in Ferienlagern für den menschlichen Gebrauch nicht ver-
wendet werden. Die Nutzung für die Toilettenspülung ist möglich.
3.4.6 Schwimmen und Baden
Zum Baden und Schwimmen können gewerblich betriebene Schwimm- und Ba-
debecken aufgesucht werden. Diese sind hygienischerseits durch den Betreiber
abgesichert und vom Gesundheitsamt überwacht.
Die Haus- und Badeordnungen sind zu beachten, es sollten bei Gruppenbesu-
chen Abstimmungen mit dem Verantwortlichen des Betreibers erfolgen.
Wird eine Badestelle am Gewässer aufgesucht, sollte eine nach EG-Richtlinie
überwachte Badestelle genutzt werden.
Die Übersicht über die überwachten Badestellen ist entweder der aktuellen Ba-
dewasserkarte für das jeweilige Bundesland zu entnehmen oder beim Gesund-
heitsamt zu erfragen.
Hinweise zu den ortshygienischen Bedingungen enthält ggf. die Badestellenord-
nung der jeweiligen Badestelle.
Wasserspiel- und Erlebnisbereiche

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Stand Juni 2009
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Das Errichten und Betreiben von Wasserspiel- und Erlebnisbereichen ist mit
dem Gesundheitsamt abzustimmen.
Aus hygienischer Sicht sind Wasserspiel- und Erlebnisbereiche, bei denen
Trinkwasser
über befestigte Flächen (z. T. Fliesen, Terazzo) mit Bodeneinlauf
versprüht, verregnet
oder
verrieselt
wird, unproblematisch.
Bei Einrichtung von
Modderspielplätzen
muss ausschließlich Trinkwasser ver-
wendet werden.
Das genutzte Bodenmaterial muss frei von Kontaminationen sein (analog s. 3.7.4
- Pflege des Spielsandes).
Eine zwischenzeitliche Austrocknung des Sandes schützt vor Keimvermehrun-
gen.
Bei groben Verunreinigungen ist der Sand auszuwechseln.
Starker Schmutzeintrag aus der Umgebung ist zu vermeiden.
Planschbecken
, die nicht täglich geleert und gereinigt werden, müssen über
ei-
ne kontinuierliche Wasseraufbereitung
und
Desinfektion
verfügen. Sie unter-
liegen der
DIN 19643
„Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser“.
Planschbecken ohne Aufbereitung
und
Desinfektion
stellen ein erhöhtes hy-
gienisches Risiko dar.
- Das Becken muss
täglich
mit
frischem Wasser
gefüllt und abends wieder
entleert werden, um Verkeimung des Wassers zu vermeiden. Wasser mit
Trinkwasserqualität ist zu verwenden.
- Nach Leerung ist täglich eine gründliche
Reinigung
des Beckens vorzuneh-
men.
Verspritzte bzw. verdunstete Wassermengen sind mit Trinkwasser nachzufüllen.
Bei
Verunreinigung
des Wassers (z. B. durch Fäkalien) ist sofortiger Wasser-
wechsel und gründliche Reinigung und Desinfektion des Beckens erforderlich!
3.4.7 Spielsand
Für das Einrichten eines Sandspielplatzes ist auf Herkunft und
Qualität
des Sandes
zu achten. Sand darf nicht durch Schadstoffe belastet sein. Bei Neubefüllung muss
vom Lieferanten die Qualität des Spielsandes durch Zertifikat ausgewiesen werden.
Weiterhin ist u. a. auf eine gute Drainage des Sandspielplatzes sowie die Unterbin-
dung des Zulaufs von Hunden und Katzen zu achten (Einzäunung).
Zur
Pflege des Sandes
sollten folgende Punkte beachtet werden:
Sandkästen über Nacht bzw. Wochenende abdecken
häufiges Harken zur Reinigung und Belüftung des Sandes
tägliche visuelle Kontrollen auf organische (Tierexkremente, Lebensmittel, Müll
etc.) und anorganische Verunreinigungen (z. B. Glas), Verunreinigungen aller Art
sofort eliminieren
Sandwechsel bei starker Verschmutzung sofort, ansonsten jährlich bis zu 3 Jah-
ren

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3.4.8 Besondere gesundheitsfördernde Maßnahmen als Zusatzangebot (z. B.
Kneippsche Wirkprinzipien, Kindersauna)
In Abhängigkeit von den spezifischen Gegebenheiten in der jeweiligen Ferieneinrich-
tung können zusätzliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für die Kinder ange-
boten werden.
Bei fachlich fundierter Anwendung können z. B. Kneipp- oder auch Saunaanwen-
dungen bereits bei Kindern positive Effekte für das Wohlbefinden bewirken und zur
gesundheitlichen Vorbeugung für den Gesamtorganismus beitragen. Dabei sind auch
hygienische Gesichtspunkte von Bedeutung.
Zu beachten sind insbesondere die folgenden Punkte:
schriftliche Einverständniserklärung der Eltern für die Teilnahme des Kindes (ggf.
nach Konsultation eines Kinderarztes zum Ausschluss von grundsätzlichen medi-
zinischen Kontraindikationen)
unverzügliche Mitteilung veränderter Umstände (durch die Eltern), die eine Teil-
nahme des Kindes nachträglich ausschließen (z. B. akute Erkrankungen)
Durchführung der Maßnahmen in kleinen Gruppen – Gewährleistung ausreichen-
der Aufsicht über alle teilnehmenden Kinder
Benennung mind. eines Mitarbeiters, der über spezifisches Fachwissen verfügt
(z. B. Qualifizierungslehrgänge über den Kneipp-Bund e. V.)
Bzgl. des Tragens von Badeschuhen bzw. der desinfizierenden Reinigung von
Fußböden in umgebenden Feuchtbereichen ist analog 3.2.2 zu verfahren.
Kindersauna
geeignete räumlich–funktionelle Gegebenheiten (ausreichende Raumgrundfläche
und Lüftungsmöglichkeiten)
günstige Einordnung des Saunaraumes innerhalb der Ferieneinrichtung (in Kom-
bination mit Umkleide- und Duschbereich)
Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten (Tee, Mineral-/ Trinkwasser)
Ruhemöglichkeit für jedes teilnehmende Kind nach der Saunaanwendung
Verzicht auf die Verabreichung ätherischer Öle (u. a. Schleimhautreizungen bei
Kindern möglich)
Duschgang nach dem Saunieren bei Kindern nicht mit ganz kaltem Wasser
personengebundene Handtücher als Sitzauflagen
Routinemäßig über den Tag ist eine Reinigung der Sitzroste ausreichend. Eine
spezielle Flächendesinfektion kleiner Flächen mit geeigneten Mitteln ist bei Kon-
tamination mit Körperausscheidungen erforderlich. Grobe Verunreinigungen sind
vor der Desinfektion mit saugfähigem Einmalmaterial aufzunehmen und zu besei-
tigen.
Kneippsche Anwendungen (speziell Wasseranwendungen)
Einsatz von speziell dafür vorgesehenen Festeinbauten (z. B. gemauerte Becken
mit Wasserzu- und -ablauf) oder geeigneten mobilen Gefäßen (ausreichende
Standfestigkeit!)
Wasserbecken müssen eine gut zu reinigende und zu desinfizierende Oberfläche
aufweisen, Tretbecken trittsicher und rutschhemmend
Wasserbecken mindestens täglich vor der ersten Nutzung und bei Verschmut-
zung frisch befüllen und nach Abschluss der Anwendungen gründlich reinigen
(Trinkwasserqualität, für Tretbecken mdst. Badewasserqualität)

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3.5 Umgang mit Arzneimittlen
Die Gabe von Arzneimitteln in Ferieneinrichtungen soll nur erfolgen, wenn dies medi-
zinisch unvermeidlich und organisatorisch nicht anderweitig lösbar ist. Grundsätzlich
sind nur Arzneimittel in Originalverpackung (beschriftet mit dem Namen des Kindes)
inkl. Packungsbeilage von den Eltern anzunehmen und durch eine unterwiesene
Fachkraft zu verabreichen.
Verabreichung nur mit schriftlicher Anweisung der Eltern, diese soll enthalten:
-
schriftliche Angaben zur Verabreichung (insbesondere Zeitpunkt, Menge, An-
wendungsbesonderheiten) entsprechend der Verordnung des Arztes
-
Anschrift, Telefonnummer der Eltern und des betreuenden Arztes
-
ggf. wichtige Hinweise zu Notfallmaßnahmen
Verfallsdatum beachten(verfallene Arzneimittel sind den Eltern zurückzugeben)
Dokumentation in einem Nachweisheft mit folgenden Pflichtangaben:
-
Vor- und Zuname des Kindes, Geburtsdatum, Gruppenzugehörigkeit
-
Name des Präparates
-
Verabreichungsform, verabreichte Menge
-
Datum und Uhrzeit der Verabreichung
-
Name/ Unterschrift der Erzieherin
Lagerung trocken, zugriffssicher, staub- und lichtgeschützt; weiterhin Hersteller-
angaben beachten (z. B. Kühllagerung)
nicht benötigte Arzneimittel den Eltern zurückgeben
4 Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes
4.1 Gesundheitliche Anforderungen
4.1.1 Personal im Küchen-/Lebensmittelbereich (§ 42 IfSG)
Personen, die im Küchen- bzw. Lebensmittelbereich von Gemeinschaftseinrichtungen
beschäftigt sind, dürfen, wenn sie
an Typhus, Paratyphus, Cholera, Shigellenruhr, Salmonellose, einer anderen in-
fektiösen Darmerkrankung oder Virushepatitis A oder E (infektiöse Gelbsucht) er-
krankt oder dessen verdächtig sind,
an infizierten Wunden oder Hauterkrankungen erkrankt sind, bei denen die Mög-
lichkeit besteht, dass deren Krankheitserreger über Lebensmittel übertragen wer-
den können,
die Krankheitserreger Shigellen, Salmonellen, enterohämorrhagische Escherichia
coli oder Choleravibrionen ausscheiden,
nicht tätig sein oder beschäftigt werden.
4.1.2 Betreuungs-, Erziehungs-, Aufsichtspersonal
Personen, die an einer im § 34 (1) des Infektionsschutzgesetzes genannten anstecken-
den Krankheit erkrankt sind, bei denen der Verdacht darauf besteht oder die an Krätz-

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milben oder Läusebefall leiden, Personen, die die in § 34 (2) genannten Erreger aus-
scheiden bzw. Kontaktpersonen zu in § 34 (3) genannten Personen sind, dürfen solan-
ge in den Gemeinschaftseinrichtungen keine Lehr-, Erziehungs-, Aufsichts- oder sonsti-
ge Tätigkeiten ausüben, bei denen sie Kontakt zu dort Betreuten haben, bis nach ärztli-
chem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit oder Verlausung durch sie nicht mehr
zu befürchten ist.
4.1.3 Kinder, Jugendliche
Für die in der Einrichtung Betreuten (Kinder und Jugendliche) gilt Punkt 4.1.2 mit der
Maßgabe, dass sie die dem Betrieb der Gemeinschaftseinrichtung dienenden Räume
nicht betreten, Einrichtungen der Gemeinschaftseinrichtung nicht benutzen und an Ver-
anstaltungen der Gemeinschaftseinrichtung nicht teilnehmen dürfen (siehe auch Punkte
5 und 6).
4.2 Mitwirkungs- bzw. Mitteilungspflicht
Bei den im § 34 aufgelisteten Krankheiten und Krankheitserregern handelt es sich um
solche, die in Gemeinschaftseinrichtungen leicht übertragen werden können. Eine
rechtzeitige Information darüber ermöglicht, dass durch geeignete Schutzmaßnahmen
und durch Information potenziell angesteckter Personen weitere Infektionen verhindert
werden können. Daher verpflichtet das IfSG die in einer Gemeinschaftseinrichtung be-
treuten (bzw. deren Sorgeberechtigten) und die dort tätigen Personen
,
der Gemein-
schaftseinrichtung
unverzüglich mitzuteilen,
wenn sie von einem der in den Absätzen
1 bis 3 (§ 34) geregelten Krankheitsfällen betroffen sind. Damit der Informationspflicht
nachgekommen werden kann, sind Belehrungen durchzuführen.
4.3 Belehrung
4.3.1 Personal im Küchen- und Lebensmittelbereich (§ 43 IfSG)
Die Erstausübung der Tätigkeiten im Küchen- bzw. Lebensmittelbereich ist nur
möglich, wenn sie eine nicht mehr als 3 Monate alte
Bescheinigung
des Ge-
sundheitsamtes oder eines vom Gesundheitsamt beauftragten Arztes nachweisen
können. Diese muss eine in mündlicher und schriftlicher Form durchgeführte Be-
lehrung über genannte Tätigkeitsverbote und Verpflichtungen enthalten. Außer-
dem muss der Beschäftigte darin schriftlich erklären, dass bei ihm keine Tatsa-
chen für ein Tätigkeitsverbot vorliegen.
Treten nach Tätigkeitsaufnahme Hinderungsgründe auf, so hat der Beschäftigte
dieses unverzüglich dem
Arbeitgeber mitzuteilen
.
Der Arbeitgeber hat die Belehrung für die Beschäftigten im Küchen- bzw. Le-
bensmittelbereich nach Aufnahme der Tätigkeit und im Weiteren jährlich zu wie-
derholen, den Nachweis über die Belehrung zu dokumentieren und der zuständi-
gen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
4.3.2 Betreuungs-, Erziehungs-, Aufsichtspersonal
Beschäftigte in Gemeinschaftseinrichtungen für die Betreuung von Kindern und Jugend-
lichen sind nach § 35 vor erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit und im Weiteren mindes-
tens im Abstand von 2 Jahren von ihrem Arbeitgeber über die gesundheitlichen Anfor-
derungen und Mitwirkungspflichten zu belehren (Anlage 4).

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Über die Belehrung ist ein Protokoll zu erstellen, das beim Arbeitgeber für die Dauer
von 3 Jahren aufzubewahren ist.
4.3.3 Kinder, Jugendliche, Eltern
Ebenfalls zu belehren über gesundheitliche Anforderungen und Mitwirkungspflichten
ist nach §34 (5) IfSG
jede Person, die in der Gemeinschaftseinrichtung neu be-
treut wird
oder deren Sorgeberechtigte durch die Leitung der Gemeinschaftseinrich-
tung. Diese Belehrung kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Zusätzlich sollte ein
entsprechendes Merkblatt ausgehändigt werden.
4.4 Vorgehen bei Infektionserkrankungen
4.4.1 Wer muss melden?
Eine Vielzahl von Infektionskrankheiten sind nach dem Infektionsschutzgesetz melde-
pflichtig. Grundsätzlich ist nach § 8 IfSG der feststellende Arzt verpflichtet, die im Ge-
setz (§ 6) genannten Krankheiten zu melden.
Ist das jedoch primär nicht erfolgt bzw. treten die im § 34 Abs. 1 bis 3 IfSG zusätzlich
genannten Erkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen auf, so muss der
Leiter der
Einrichtung
das Auftreten bzw. den Verdacht der genannten Erkrankungen unverzüg-
lich (innerhalb von 24 Stunden) dem zuständigen
Gesundheitsamt
melden. Zuständi-
ges Gesundheitsamt ist das am Ort des Ferienlagers (§ 9 IfSG). Dies gilt auch beim
Auftreten von 2 oder mehr gleichartigen, schwerwiegenden Erkrankungen, wenn als
deren Ursache Krankheitserreger anzunehmen sind.
Meldewege nach § 8 bzw. 34 (6) IfSG (vereinfacht)
Beschäftigte
Betreute bzw. Sorgeberechtigte
Leitung der
Ferieneinrichtung
Gesundheitsamt
Meldeinhalte
:
Art der Erkrankung bzw. des Verdachtes
Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht
Anzahl der Erkrankten (bei Häufungen)
Anschrift
Erkrankungstag
Kontaktpersonen (Einrichtung, Elternhaus, Geschwister)
ggf. Art des Untersuchungsmaterials, Nachweismethode, Untersuchungsbefund

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Name, Anschrift, Telefonnummer des Arztes bzw. der Einrichtung
Maßnahmen
in der Einrichtung einleiten:
Isolierung Betroffener
Verständigung von Angehörigen
Sicherstellung möglicher Infektionsquellen
Die im Bundesland bestehende zusätzliche Meldeverordnung ist darüber hin-
aus zu beachten.
Zur schnelleren Erreichbarkeit des Gesundheitsamtes sind die Telefon- und Faxnum-
mer des Amtes und die Telefonnummer des Bereitschaftsdienstes des Gesundheitsam-
tes schriftlich festzuhalten. Zielstellung ist, dass das Gesundheitsamt schnell beraten
und unterstützen kann.
4.4.2 Information der Betreuten/Sorgeberechtigten über das Auftreten von Infekti-
onskrankheiten in der Einrichtung, Maßnahmeneinleitung
Tritt eine meldepflichtige Infektionskrankheit oder ein entsprechender Verdacht in der
Einrichtung auf, so müssen ggf. durch die Leitung der Einrichtung die Betreu-
ten/Sorgeberechtigten darüber
anonym
informiert werden, um für die Betreuten oder
gefährdete Familienangehörige notwendige Schutzmaßnahmen treffen zu können.
Notwendige Beratung und Unterstützung erteilt das zuständige Gesundheitsamt.
Die Information kann in Form von
gut sichtbar angebrachten Aushängen im Eingangsbereich oder sonstigen Räum-
lichkeiten der Einrichtung,
Merkblättern mit Informationen über die Erkrankung und notwendigen Schutz-
maßnahmen,
Informationsveranstaltungen oder persönlichen Gesprächen
erfolgen. Alle Maßnahmen sind in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt
zu koordinieren.
Informationen
zu Infektionskrankheiten und zu einzuleitenden
Maßnahmen
sind im
Belehrungsmaterial zum IfSG (Anlage 5) und zu ausgewählten Krankheitsbildern in
den Kapiteln 7 bis 10 dieses Rahmenhygieneplanes enthalten. Offene Fragen be-
antwortet Ihnen auch gern Ihr Gesundheitsamt.
4.4.3 Besuchsverbot und Wiederzulassung
Im Infektionsschutzgesetz § 34 ist verankert, bei welchen Infektionen für die Kinder und
Jugendliche ein Besuchsverbot für Einrichtungen besteht.
Der erneute Besuch der Einrichtung ist nach den Bestimmungen des Infektionsschutz-
gesetzes dann wieder zulässig, wenn die ansteckende Erkrankung abgeklungen bzw.
nach
ärztlichem Urteil
eine Weiterverbreitung der Krankheit nicht mehr zu befürchten
ist. In der Praxis hat sich ein entsprechendes schriftliches Attest des behandelnden Arz-
tes oder des zuständigen Gesundheitsamtes bewährt.
Das Robert Koch-Institut hat
Empfehlungen für die Wiederzulassung
in Schulen und
sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen nach überstandenen Infektionskrankheiten he-
rausgegeben (Anlage 5).

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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4.5 Schutzimpfungen
Der beste Schutz vor vielen Infektionskrankheiten sind Schutzimpfungen. Sie können
zum einen den Impfling selbst vor Infektion, Erkrankung und Tod schützen, führen an-
dererseits beim Erreichen hoher Durchimpfungsraten in der Bevölkerung (> 90 %) auch
zum Schutz der Allgemeinheit.
Die wichtigsten Impfungen für die Bevölkerung werden von der Ständigen Impfkommis-
sion Deutschlands (STIKO) veröffentlicht und von den Länderbehörden öffentlich emp-
fohlen. Es existiert in Deutschland derzeit keine Impfpflicht. Die entsprechenden Imp-
fungen und das dazu empfohlene Impfalter für alle Kinder und Jugendliche bis zum 18.
Lebensjahr sind, wie die Impfempfehlungen für Beschäftigte in Gemeinschaftseinrich-
tungen, in den STIKO-Empfehlungen sowie den Impfempfehlungen der Länder veran-
kert (siehe Anlage 7).
Nach § 34 Abs. 10 IfSG sollen die Gesundheitsämter
gemeinsam
mit den Gemein-
schaftseinrichtungen die betreuten Personen oder deren Sorgeberechtige über die Be-
deutung eines vollständigen, altersgemäßen, nach den Empfehlungen der Ständigen
Impfkommission ausreichenden Impfschutz und über die Prävention übertragbarer
Krankheiten aufklären.
Dies kann in verschiedener Form - z. B. durch Vorträge, Gespräche und/oder Verteilen
von Informationsmaterial - erfolgen.
Eine besondere Bedeutung kommt bei Ferienlagern in Endemiegebieten auch der
FSME-Schutzimpfung zu (s. Kap. 7.5).
5 Anforderungen nach der Biostoffverordnung
5.1 Gefährdungsbeurteilung
Neben den gesundheitlichen Gefährdungen, die in einer Gemeinschaftseinrichtung
durch Personenkontakt bedingt sein können und dem Infektionsschutzgesetz unter-
liegen, besteht in Kinderferienlagern und ähnlichen Einrichtungen die Möglichkeit,
dass Beschäftigte der Einrichtung oder Betreuer tätigkeitsbezogen biologischen Ar-
beitsstoffen (Mikroorganismen wie Viren, Bakterien, Pilze) ausgesetzt sind. Gemäß §
5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist der Arbeitgeber – vor Ort vertreten durch den
Leiter der Ferieneinrichtung bzw. Veranstalter - verpflichtet, durch eine Beurteilung
der arbeitsplatzbedingten Gefährdungen die notwendigen Schutzmaßnahmen zu
ermitteln. Diese allgemein gültige Vorschrift wird für Tätigkeiten mit biologischen Ar-
beitsstoffen durch die Biostoffverordnung (BioStoffV) und die Technische Regel Bio-
logische Arbeitsstoffe (TRBA) 400 „Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung
bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen“ konkretisiert.
Insbesondere bei Tätigkeiten im Wald, Garten, im Biotop oder bei der Tierhaltung
werden durch den Umgang z. B. mit Boden, Tieren, Pflanzen sowie pflanzlichen und
tierischen Materialien, denen Mikroorganismen anhaften oder diese enthalten kön-
nen nicht gezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen durchgeführt. Nicht ge-
zielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen liegen auch bei Kontakt zu Körper-
flüssigkeiten (z. B. Ersthelfer, Betreuung erkrankter oder behinderter Kinder und Ju-
gendlicher) und Abwasser vor (z. B. Arbeiten zur Beseitigung einer Abflussverstop-
fung durch den Hausmeister).

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Eine Schutzstufenzuordnung der Tätigkeiten erfolgt in Abhängigkeit von den zu er-
wartenden Mikroorganismen und dem damit verbundenen Infektionsrisiko. In der Re-
gel ist das Infektionsrisiko nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung, so dass eine
Zuordnung zur Schutzstufe 1 erfolgen kann und für diese Tätigkeiten die Allgemei-
nen Hygienemaßnahmen der TRBA 500 und der im Rahmenhygieneplan festgeleg-
ten Hygienemaßnahmen zum Schutz der Beschäftigten ausreichend sind.
5.2 Arbeitsmedizinische Vorsorge
5.2.1 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen hat der Arbeitgeber in Abhängigkeit
der Gefährdungsbeurteilung für eine angemessene arbeitsmedizinische Vorsorge zu
sorgen (§§ 8, 12 und 15 BioStoffV i.V.m. Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vor-
sorge (ArbMedVV)). Hierzu gehört neben der arbeitsmedizinischen Beurteilung der
Gefährdungen, der Beratung und der Unterrichtung der Beschäftigten, dass bei Tä-
tigkeiten nach Anhang Teil 2 ArbMedVV mit beruflicher Exposition gegenüber be-
stimmtem Mikroorganismen eine spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersu-
chung veranlasst (Pflichtuntersuchung) und für Tätigkeiten die nicht einer Pflichtun-
tersuchung unterliegen eine Untersuchung angeboten (Angebotsuntersuchung) wer-
den muss. Eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung kann sich auch auf ein
Beratungsgespräch mit dem beauftragten Arzt beschränken.
Für Beschäftigte in Ferieneinrichtungen ist in der Regel eine arbeitsmedizinische
Pflichtuntersuchung nicht zu veranlassen
. Bei der Betreuung von behinderten
Kindern und Jugendlichen, ist eine mögliche Exposition gegenüber Hepatitis A- und
B-Virus zu berücksichtigen. Besteht in größerem Umfang ein regelmäßiger Kontakt
mit Körperflüssigkeiten sowie eine Verletzungsgefahr ist durch den Arbeitgeber eine
arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung zu veranlassen.
Für Beschäftigte, die einen regelmäßigen und direkten Kontakt zu Kindern im Vor-
schulalter haben, ist eine arbeitsmedizinische Pflichtuntersuchung hinsichtlich der
Krankheitserreger von Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken
durchzuführen. Besteht ein ausreichender Immunschutz muss eine Pflichtuntersu-
chung nicht durchgeführt werden.
Darüber hinaus sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten, wenn
sich Beschäftigte eine Infektion oder Erkrankung zugezogen haben, die auf eine Tä-
tigkeit mit biologischen Arbeitsstoffen zurückzuführen ist.
Mit der Durchführung der speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung ist
ein Facharzt für Arbeitsmedizin oder ein Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Betriebs-
medizin“ zu beauftragen, vorrangig der Betriebsarzt (§ 3 Abs. 2 ArbMedVV).
5.2.2 Impfungen der Beschäftigten
Werden Tätigkeiten mit impfpräventablen Mikroorganismen entsprechend Anhang
Teil 2 ArbMedVV durchgeführt, ist den Beschäftigten im Rahmen der Pflichtuntersu-
chung eine
Impfung anzubieten
. Die Kosten sind vom Arbeitgeber zu tragen.

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
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In der Regel ist ein tätigkeitsbezogenes
Impfangebot
für die Beschäftigten
nicht
erforderlich
. Sofern eine Betreuung von Kindern im Vorschulalter erfolgt, sollte ein
Immunschutz gegenüber der im Anhang Teil 2 ArbMedVV genannten Kinderkrank-
heiten bestehen. Werden behinderte Kinder und Jugendliche betreut sollte in Abhän-
gigkeit der Tätigkeit und der Expositionsmöglichkeit ein Immunschutz gegen
Hepati-
tis A- und B-Virus
bestehen (Angebot einer Kombi-Impfung).
Unabhängig von einer ggf. durch den Arbeitgeber anzubietenden Impfung sollte im
Interesse des öffentlichen Gesundheitsschutzes entsprechend der Impfempfehlun-
gen der ständigen Impfkommission (STIKO) ein vollständiger, altersgemäßer und
ausreichender Impfschutz gegeben sein, z. B. gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomye-
litis und Influenza (jährliche Auffrischung).
6 Erste Hilfe, Schutz des Ersthelfers
Durch den Leiter der Einrichtung ist zu veranlassen, dass das Personal entspre-
chend den staatlichen Arbeitsschutzvorschriften i. V. m. der Unfallverhütungsvor-
schrift
BGV/GUV-V A1
„Grundsätze der Prävention“ vor Beginn der Tätigkeit und
danach mindestens jährlich zu Gefahren und Maßnahmen zum Schutz einschließlich
der Ersten Hilfe unterwiesen wird. Er hat dafür zu sorgen, dass zur Ersten Hilfe und
zur Rettung der Versicherten die erforderlichen Einrichtungen, Sachmittel und geeig-
nete Personen verfügbar sind.
Geeignetes Erste-Hilfe-Material enthält gemäß BGR A1
„Grundsätze der Präven-
tion“/
GUV-I 512
„Erste-Hilfe.Material“
:
Großer Verbandkasten nach DIN 13169 “Verbandkasten E”.
Kleiner Verbandkasten nach DIN 13157 “Verbandkasten C”.
Zusätzlich ist der Verbandkasten mit einem alkoholischen
Desinfektionsmittel
zur
Hände- und Flächendesinfektion auszustatten. Art und Anzahl der Verbandskästen
sind abhängig von der Zahl der Versicherten und Betriebsart.
Verbrauchte Materialien (z. B. Einmalhandschuhe oder Pflaster) sind umgehend zu
ersetzen, regelmäßige
Bestandskontrollen
der Erste-Hilfe-Kästen sind durchzufüh-
ren. Insbesondere sind die Ablaufdaten zu überprüfen und verfallene Materialien zu
ersetzen.
Der Ersthelfer hat bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen Einmal-
handschuhe zu tragen und sich vor sowie nach der Hilfeleistung die Hände zu desin-
fizieren.
Parallel zur Erstversorgung ist vom Ersthelfer zu entscheiden, ob sofortige
ärztliche
Hilfe
zur weiteren Versorgung des Verletzten hinzuzuziehen ist.
(Weitere Informationen zur Ersten Hilfe enthalten die BGI/GUV-I 503 „Anleitung zur
Ersten Hilfe“, BGI 509 „Erste Hilfe im Betrieb“, BGI 510 „Aushang Erste Hilfe“,
BGI/GUV-I 511 “Dokumentation der Ersten Hilfe Leistung“/“Verbandbuch“)

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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7 Sondermaßnahmen beim Auftreten ausgewählter Infektionser-
krankungen und Parasitosen
7.1 Magen-Darm-Erkrankungen (Durchfall und/oder Erbrechen)
Mögliche Krankheitserscheinungen:
Übelkeit, 2-3 Tage andauernde ständige Mattigkeit, Kopf- und Leibschmerzen, Fie-
ber, Durchfall mit und ohne Erbrechen, Kreislaufbeschwerden.
Das erkrankte Kind ist bis zur Abholung durch die Eltern möglichst getrennt von
den übrigen Kindern zu betreuen.
Oberflächen und Gegenstände, mit denen das Kind in Berührung kam (intensiver
Kontakt), sind zu desinfizieren (viruswirksames Desinfektionsmittel mit Wirksam-
keit gegen die häufigsten in Ferieneinrichtungen vorkommenden Viren nach Her-
stellerangaben, z. B. Rotaviren).
Nach Umgang mit dem erkrankten Kind ist eine hygienische Händedesinfektion
durchzuführen.
Die das erkrankte Kind betreuende Person soll nicht in die Essenszubereitung
und –verteilung eingebunden werden.
Nach jeder Toilettenbenutzung durch ein Kind mit Durchfall sind das Toilettenbe-
cken und die WC-Brille zu desinfizieren.
Auf die Verwendung von Einmalhandtüchern ist unbedingt zu achten. Alternativ
kann ein täglicher Handtuchwechsel (personengebundenes textiles Handtuch)
vorgenommen werden.
Die Eltern des Kindes sind zu informieren und nochmals über die Inhalte des § 34
IfSG aufzuklären.
Bei Häufungen von Durchfallerkrankung sollten ggf. die Eltern informiert werden.
Ein Arztbesuch bei Auftreten der gleichen Symptome ist erforderlich.
Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und an infektiöser
Gastroenteritis erkrankt oder dessen verdächtig sind, dürfen eine Ferieneinrich-
tung nicht besuchen.
7.2 Kopflausbefall
Erkennen eines Befalls: In der Regel halten sich Kopfläuse in der Nähe der Kopf-
haut auf. Ein sicheres Befallszeichen sind die an den
Kopfhaaren festgekitteten Läuseeier (Nissen). Nach ihnen
ist bei einer Kontrolle systematisch zu suchen.
Befallserscheinungen: Juckreiz im Kopfbereich, entzündete Kratzwunden am
Kopf, entzündliche oder eiternde Herde an den Rändern
der Kopfbehaarung
Bei Auftreten von Kopflausbefall hat die Leitung der Ferieneinrichtung gem. § 34
(6) IfSG unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu benachrichtigen.
Das befallene Kind ist bis zur Abholung durch die Eltern getrennt von den übrigen
Kindern zu betreuen.
Mitgabe persönlicher Gegenstände (z. B. Kämme) an die Eltern mit Hinweisen
zur Behandlung.

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
26
Die Behandlung ist i. d. R. durch die Erziehungsberechtigten vorzunehmen und
deren sachgerechte Ausführung in schriftlicher Form zu bestätigen. Danach darf
die Ferieneinrichtung wieder besucht werden.
Sollte bei dem betroffenen Kind innerhalb von 4 Wochen wiederholt Kopflausbe-
fall auftreten, ist zur Bestätigung des Behandlungserfolges ein schriftliches ärztli-
ches Attest abzufordern.
Die Eltern sind darauf hinzuweisen, dass 9 – 10 Tage nach der Behandlung eine
Nachkontrolle und Wiederholungsbehandlung durchgeführt werden muss.
Die Eltern der Kinder mit engerem Kontakt zu einem befallenen Kind müssen
umgehend über das Auftreten von Kopfläusen unterrichtet werden. Diese Kinder
sowie deren Familienangehörige, sollen sich einer Untersuchung und gegebenen-
falls auch einer Behandlung unterziehen.
Bei starkem Befall sind die Aufenthalts- und Schlafräume der Betroffenen von
ausgestreuten Läusen zu befreien (ggf. Absprache mit dem Gesundheitsamt):
gründliches Absaugen der Böden und Polstermöbel sowie von Kopfstützen und
textilem Spielzeug; weitere Maßnahmen nach Angaben des Gesundheitsamtes.
Handtücher, Bettwäsche u. ä. bei mind. 60°C (>15 min) waschen
Wenn thermische Behandlung nicht möglich ist: Aufbewahrung der Textilien in
einem gut verschließbaren, dichten Plastiksack für mindestens 3 Wochen bei
Zimmertemperatur.
Tieffrieren unter –10°C über mind. 24 Stunden ist eine weitere Variante (z. B. tex-
tiles Spielzeug u. a.).
Sind in einer Ferieneinrichtung Läuse aufgetreten, sollten für den Zeitraum von 6
Wochen einmal wöchentlich gründliche Kontrollen auf Kopflausbefall vorgenom-
men werden (ggf. durch die Erzieherinnen, Regelung im Aufnahmevertrag bzw.
der Benutzungsordnung).
7.3 Skabies (Krätze)
Befallserscheinungen:
Brennen und starker Juckreiz vor allem nachts an betrof-
fenen Hautarealen, Ekzemähnliche Hautveränderungen
(Rötung, Schuppung, Papeln, Pusteln)
Bei Auftreten einer Krätzeerkrankung bzw. deren Verdacht hat die Leitung der
Ferieneinrichtung gem. § 34 (6) IfSG unverzüglich das zuständige Gesundheits-
amt zu benachrichtigen.
Ist ein Kind an Krätze erkrankt oder besteht der Verdacht, muss es sofort von den
übrigen Kindern bis zur Abholung durch die Eltern getrennt werden.
Mitgabe persönlicher Gegenstände mit Hinweisen zur Behandlung.
Alle an Krätze Erkrankten, Krankheitsverdächtigen und Kontaktpersonen sind
möglichst schnell einem erfahrenen Hautarzt vorzustellen.
Die Auflagen des Gesundheitsamtes sind strikt einzuhalten.
Die Wiederzulassung in die Ferieneinrichtung kann erst nach sachgerechter Be-
handlung und Erfolgskontrolle durch den behandelnden Hautarzt erfolgen, der
den Behandlungserfolg zu bescheinigen hat.
Bei einem Krätzeausbruch ist dafür zu sorgen, dass alle Erkrankten und unge-
schützten Kontaktpersonen (u. a. auch das betreuende Personal) gleichzeitig be-
handelt werden (Koordinierung durch das Gesundheitsamt).
Bettwäsche so heiß wie möglich waschen, Buntwäsche bei 60°C mind. 20min.,
Bettstaub vorher absaugen.

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Schlecht zu waschende Textilien usw. können in verschweißten Plastiksäcken bei
Zimmertemperatur 14 Tage aufbewahrt werden (bei 25°C genügt 1 Woche). Da-
nach sind die Milben abgestorben.
Zur Entwesung von Matratzen, Polstermöbeln und Fußbodenbelägen gründliches
und wiederholtes Absaugen mit einem starken Staubsauger; ggf. Einschweißen
kontaminierter Gegenstände (Matratzen, Polsterstühle usw.) in dicke Ein- oder
Zweischichtfolie und Abstellen in einem gesonderten Raum (14 Tage bei Zimmer-
temperatur).
Matratzen können auch einer Matratzendesinfektionsanlage zugeführt werden
(90°C, 5min).
Kontaminierte Plüschtiere usw. können auch bei <-10°C eingefroren werden.
Nach Auftreten von Krätzeerkrankungen sind alle behandelten sowie potentiellen
Kontaktpersonen für 6 Wochen einer ständigen Überwachung zu unterziehen
(Koordinierung durch das Gesundheitsamt).
7.4 Maßnahmen bei Tollwutgefahr
Tollwutüberträger sind in unseren Breiten vorwiegend wildlebende Fleischfresser
wie Füchse, Dachse, Marder, Marderhunde, Waschbären sowie Rehe, Hirsche,
Wildschweine und bei den Haustieren Weidetiere (Rinder, kleine Wiederkäuer,
Pferde). Seit einigen Jahren wird in Europa aber auch Tollwut bei Fledermäusen
beobachtet.
Belehrung der Teilnehmer und Betreuer über das Verhalten bei Tollwutgefahr
(Vermeidung von Tierkontakten).
Bei direktem Kontakt (Bissverletzung, Berührung) oder indirektem Kontakt (z. B.
mit Tierspeichel behaftetem Material) mit tollwutverdächtigem Tier:
-
sofort Arzt aufsuchen
-
sofortige Meldung an das zuständige Gesundheitsamt veranlassen
- Fundstelle eines tollwütigen oder tollwutverdächtigen Tieres dem Gesund-
heitsamt melden
7.5 Verhalten nach Zeckenstich
Zecken (z. B. Holzbock - Ixodes ricinus) können Überträger teils lebensbedrohlicher
Infektionserkrankungen sein (Borreliose, FSME). Daher ist es wichtig, die Zecke umge-
hend sachgerecht zu entfernen sowie nach einem Zeckenstich auf typische Hautverän-
derungen zu achten (Erythema migrans).
Bei Ferienlagern in einem Endemiegebiet für FSME ist ein aktueller und vollständiger
Impfschutz gegen FSME für alle Teilnehmer und Betreuer dringend anzuraten.
Belehrung der Kinder vor Exkursionen in zeckenverdächtige Gebiete
-
Tragen von festem Schuhwerk und beinbedeckender Kleidung
-
umgehende Information des Betreuungspersonals nach Zeckenstich
-
selbständiges Absuchen nach der Exkursion
sachgerechte Entfernung der Zecke durch einen geschulten Betreuer oder einen
Arzt
Information der Eltern bei Zeckenstich, Dokumentation
anschließende Vorstellung beim Arzt empfehlenswert

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Anlage 1 Beispiel-Reinigungs- und Desinfektionsplan für die Zeit der Belegung der Ferieneinrichtung
WAS WANN WOMIT WIE WER
Hände waschen
nach Verschmutzung,
nach Toilettenbenutzung,
vor dem Umgang mit Le-
bensmitteln,
vor und nach der Einnahme
von Speisen und Geträn-
ken,
nach Tierkontakt
Waschlotion in Spendern
oder personengebundene
Stückseife
auf die feuchte Haut geben
und mit Wasser aufschäu-
men
alle
Hände desinfizieren
nach Verunreinigungen mit
Erbrochenem, Blut, Stuhl,
Urin und mit anderem po-
tentiell infektiösem Materi-
al, nach Kontakt mit Er-
krankten, bei Häufungen
von Magen-Darm-
Infektionen, vor dem Anle-
gen von Pflastern und Ver-
bänden
alkoholisches
Händedesinfektionsmittel
gebrauchsfertig,
ausreichende Menge, mind.
3-5 ml auf der trockenen
Haut gut verreiben
alle
Hände pflegen
nach dem Waschen
Hautcreme aus Tuben oder
Spendern
auf trockenen Händen gut
verreiben
alle
Einrichtungsgegenstände
(Spielzeug, Beschäfti-
gungsmaterial), Schrank-
oberflächen, Heizkörper
bei Verschmutzung und
nach Ablauf eines Ferien-
lagerdurchgangs
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
feucht reinigen
Reinigungspersonal
Essenausgabe
nach Arbeitsschluss,
nach Verschmutzung
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
nass reinigen
Reinigungspersonal
Mobile Planschbecken
täglich nach der Benut-
zung,
bei Verschmutzung
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
feucht reinigen
Betreuer, Reinigungsperso-
nal
Waschbecken,
Toilettenbecken, Toiletten-
sitze, Ziehgriffe, Spültasten,
Türklinken im Sanitärbereich
1 x täglich,
bei Verschmutzung sofort
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
feucht reinigen
Reinigungspersonal
Türen im Sanitärbereich
1 x wöchentlich,
bei Verschmutzung
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
feucht reinigen
Reinigungspersonal
Wände im Sanitärbereich
bei Verschmutzung
Reinigungslösung, Wasser
nach Herstellerangaben
feucht reinigen
Reinigungspersonal

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Fußböden (außer Sanitärbe-
reich)
2-3 x /Woche,
bei Verschmutzung
Fußbodenreiniger
nach Herstellerangaben
nass reinigen
Reinigungspersonal
Fußböden im Sanitärbe-
reich, Duschen
täglich,
bei Verschmutzung
gelisteter Desinfektions-
reiniger, pilz- und viruswirk-
sam (gegen Papovaviren)
nach Herstellerangaben
nass reinigen
Reinigungspersonal
Betten, Aufleger, Decken
und Schlafsäcke
1 x jährlich vor Wiederbe-
nutzung
Reinigungsmittel, chem.
Reinigung
nach Herstellerangaben
Betreuer, Betreiber ...
Bettwäsche
vor jeder Neubelegung
wechseln
Betreuer, Betreiber ...

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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Anlage 2 Literatur
(Angabe der bei Redaktionsschluss aktuellen Fassungen!)
Wichtige rechtliche Grundlagen
(s. auch unter
http://www.gesetze-im-internet.de,
http://bundesrecht.juris.de,
http://frei.bundesgesetzblatt.de)
Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
(Infektionsschutzgesetz – IfSG) vom 20.07.2000 (BGBl. I Nr. 33, S. 1045 – 1077),
zuletzt geändert durch Art. 16 vom 17.12.2008 (BGBl. I, S. 2586)
Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) – Gesetzliche Krankenversicherung vom
20.12.1988 (BGBl. I S. 3853) §§ 21 und 26; zuletzt geändert durch Art. 3 vom
17.03.2009 (BGBl. I S. 534)
Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII) – Gesetzliche Unfallversicherung vom 07.
08.1996 (BGBl. I S. 1254), zuletzt geändert durch Art. 15, Abs. 98 vom 05.02.2009
(BGBl. I S. 160)
Sozialgesetzbuch Achtes Buch (SGB VIII) – Kinder- und Jugendhilfe vom 26. Juni
1990 (BGBl. I S. 1163) ), zuletzt geändert durch Art. 105 vom 14.12.2008 (BGBl. I S.
2586)
Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch LFGB – Lebensmit-
tel- und Futtermittelgesetzbuch vom 01.09.2005 (BGBl. I Nr.55 S. 2618), zuletzt ge-
ändert durch Artikel 12 vom 26.02.2008 (BGBl. I S. 215)
EU-Hygienepaket zur Lebensmittelhygiene (EU-Verordnungen Nr. 852/2004,
853/2004, 854/2004) sowie ergänzend 882/2004, Aufhebungs-Richtlinie RL 2004/41
einschl. Durchführungsverordnungen (VO (EG) Nr. 2073/2005, 2074/2005,
2075/2005, 2076/2005)
Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trink-
wasserverordnung – TrinkwV) vom 21.05.2001 (BGBl. I S. 959), zuletzt geändert
durch Artikel 363 vom 31.10.2006 (BGBl. I, S. 2407)
Landesgesetze und Vorschriften: z. B. Bauliche Richtlinien für Kindereinrichtungen
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) vom 07.08.1996 (BGBl. I, S. 1246) zuletzt geändert
durch Artikel 15, Abs. 89 vom 05.02.2009 (BGBl. I S. 160)
Verordnung über Arbeitsstätten (Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV) vom
12.08.2004 (BGBl. I S. 2179), zuletzt geändert durch Artikel 9 vom 18.12.2008
(BGBl. I S. 2768)
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen
Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung – BioStoffV) vom 27.1.1999, zuletzt geändert
durch Art. 3 der Verordnung zur Rechtsvereinfachung und Stärkung der arbeitsme-
dizinischen Vorsorge vom 18. Dezember 2008 (BGBl. I Nr. 62, S. 2768)
Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 400: Handlungsanleitung zur
Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
(www.baua.de)
Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA) 500: Allgemeine Hygiene-
maßnahmen: Mindestanforderungen
(www.baua.de)
GUV-SI 8017: Außenspielflächen und Spielplatzgeräte
GUV-SI 8018: Giftpflanzen – beschauen, nicht kauen
BGR/GUV-R 500: Betreiben von Arbeitsmitteln (Kapitel 2.6: Betreiben von Wäsche-
reien)
BGV/GUV-V A 1: Grundsätze der Prävention
BGV/GUV-V A 4: Arbeitsmedizinische Vorsorge
BGR A 1: Grundsätze der Prävention
GUV-I 512: Erste–Hilfe-Material

Rahmenhygieneplan für Kinderferienlager
Stand Juni 2009
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GUV-SR 2006: Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit bio-
logischen Arbeitsstoffen im Unterricht (in Bearbeitung)
Wichtige fachliche Standards
Hinweise für Ärzte, Leitungen von Gemeinschaftseinrichtungen und Gesundheitsäm-
ter zur Wiederzulassung in Schulen und sonstigen Gemeinschaftseinrichtungen (ak-
tualisierte Fassung vom Juli 2006,
www.rki.de).
aktuelle Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfekti-
onsmittel und –verfahren
(www.rki.de)
aktuelle Desinfektionsmittelliste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH)
aktuelle Liste der nach den Richtlinien der Deutschen Veterinärmedizinischen Ge-
sellschaft (DVG) geprüften und als wirksam befundenen Desinfektionsmittel für den
Lebensmittelbereich
Nationale Leitlinien für eine gute Hygienepraxis (Lebensmittelhygiene)
Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO;
www.rki.de)
Impfempfehlungen des jeweiligen Bundeslandes
Praxisleitfaden für Kinder- und Jugendreisen in Mecklenburg-Vorpommern
(www.regierung-mv.de)
Leitfaden für die Innenraumhygiene in Schulgebäuden, erarbeitet von der Innen-
raumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes
(www.umweltbundesamt.de)
VDI 6000-6 Ausstattung von und mit Sanitärräumen – Kindergärten, Kindertages-
stätten, Schulen,
VDI 6022 Hygienische Anforderungen an Raumlufttechnische Anlagen
VDI 6023 Hygienebewusste Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von
Trinkwasseranlagen
DVGW W551 Trinkwassererwärmungs- und Leitungsanlagen. Technische Maß-
nahmen zur Verminderung des Legionellenwachstums
Empfehlung des Umweltbundesamtes - Periodische Untersuchung auf Legionellen
in zentralen Erwärmungsanlagen der Hausinstallation (Bundesgesundheitsbl
7/2006)
Empfehlung des Umweltbundesamtes - Hygienisch-mikrobiologische Untersuchung
im Kaltwasser von Wasserversorgungsanlagen (Bundesgesundheitsbl 7/2006)
DIN 10508 Lebensmittelhygiene – Temperaturen für Lebensmittel
DIN 10514 Lebensmittelhygiene – Hygieneschulung
DIN 10516 Lebensmittelhygiene – Reinigung und Desinfektion
DIN 10523 Lebensmittelhygiene – Schädlingsbekämpfung im Lebensmittelbereich
DIN 18024 Barrierefreies Bauen
DIN 5034 Tageslicht in Innenräumen
DIN 5035 Innenraumbeleuchtung mit künstlichem Licht
DIN EN 12464-1 Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Arbeits-
stätten in Innenräumen
DIN EN 1176 Spielplatzgeräte und Spielplatzböden
DIN 18032 Sporthallen - Hallen und Räume für Sport und Mehrzwecknutzung
DIN 18034 Spielplätze und Freiräume zum Spielen - Anforderungen und Hinweise
für die Planung und den Betrieb
DIN 19643 Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser
TA Lärm, Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm