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Traffipaxe sind alle ganz scharf
Von Mirko Kolodziej
Verkehr. Hoyerswerdas „Starenkästen“ wurden auf Vordermann gebracht; auch die in Zeißig.
Hoyerswerda. Die vier stationären Blitzer im Stadtgebiet haben gestern ihre jährliche Überprüfung hinter sich gebracht. Drei bisher
abgeschaltete wurden danach wieder in Betrieb genommen. Eberhard Kasper vom Eichamt in Dresden und Marc Schrader von der
Firma Robot, dem Hersteller der Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen namens Traffipax („Verkehrsfrieden“), rückten den beiden
Kästen in Zeißig, dem Blitzer in Schwarzkollm und dem in der Einsteinstraße mit Hilfe von Mess-Technik auf den Leib.
Fast drei Jahre Pause
Schrader sagte dem TAGEBLATT, es gehe bei den Tests um den allgemeinen Zustand der
Messstellen: „Wir prüfen unter anderem, ob die elektronischen Signale der Sensoren in Ordnung sind.“
In den vergangenen Monaten waren die Messfühler von allen vier Blitzern erneuert worden. Zuvor
waren die Kästen in Hoyerswerda und Zeißig über Monate außer Betrieb, der auf der B 96 in Richtung
Bautzen sogar schon seit 2003.
Zweieinhalb Tonnen Achslast
Für die Tests wurde gestern ein Störprofil aus Gummi zwischen die Sensoren gelegt. Je vier Mal musste
dann ein von der Feuerwehr geliehener LKW über die Messpunkte rollen, erklärte Kasper: „Um einen
Impuls zu erhalten, muss das Test-Fahrzeug über mindestens zweieinhalb Tonnen Achslast verfügen.“
Fünf Stunden Wartung
Mit Hilfe eines speziellen Messgerätes, eines Oszillographen und eines Computers wurden die Daten
schließlich ausgewertet. Die gesamte Überprüfung aller vier Blitzer dauerte etwa fünf Stunden. Im
Ergebnis sind nun alle Geräte wieder scharf geschaltet.
Das Fahrzeug des Eichamtes war
gestern in Hoyerswerda unterwegs
Ergebnis: Es kann wieder aus allen
Kästen geblitzt werden.
Foto: Mirko Kolodziej