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Sächsische Gartenakademie
Knut Strothmann
Gartentelefon donnerstags 14-17 Uhr: 0351 2612-8080
LfULG, Abteilung Gartenbau, Gartenakademie
E-Mail:
gartenakademie@smul.sachsen.de
knut.strothmann@smul.sachsen.de
www.gartenakademie.sachsen.de
Gartentipp
Sitzplätze im Garten
Aktueller Gartentipp 2017
Terrassen und Sitzplätze im Hausgarten sind der
erweiterte Wohnraum - das „Wohnzimmer“ nach
Außen verlegt.
Die Exposition und der Standort von Sitzplätzen sind
abhängig von der Lage des Wohnhauses auf dem
Grundstück. Ist das Gelände gekauft, sollte bei der
Standortwahl des Eigenheimes frühzeitig bedacht
werden, die südlich gelegenen Grundstücksflächen
groß und zusammenhängend zu belassen.
Die Wünsche, Vorlieben und Gewohnheiten des Gar-
tenbesitzers sind entscheidend für die Exposition.
Ein Sonnenplatz liegt an der Südseite. Berufstätige
benötigen die Abendsonne zum Feierabend und eine
Südwestausrichtung ihres Sitzplatzes.
Möchte man in der Morgensonne frühstücken, sollte
eine Südostlage bevorzugt werden. Leseratten
brauchen im Sommer Sitzplätze im Schatten.
Der Badegarten und der Schlafplatz für die Mittags-
stunde sollten entfernt, in einer ruhigen Gartenzone
liegen.
Die Flächengröße und die Ausstattung sind abhängig
von der Anzahl der Nutzer, aber auch von dem Le-
benswandel und den Vorlieben des Privatgartenbe-
sitzers. Sind häufig Gartenfeste geplant, benötigen
die Bauherren eine große Terrasse. Bei einer Aus-
dehnung von 6m x 8m entstehen Flächen für einen
langen Tisch mit 8 Stühlen, für zusätzlich 3 Liegen
und eine kleine Grillecke.
Soll auf der Terrasse nur ein Tisch stehen, z. B. mit 6
Stühlen, ist eine Größe von 4m x 3m ausreichend.
Eine Teilüberdachung des Sitzplatzes am Haus
bringt für Gartenfeste, bei wechselnden Witterungs-
verhältnissen, große Vorteile.
Gartenbesitzer sollten sich frühzeitig überlegen ob
sie Kübelpflanzen oder ein Wasserspiel unterbringen
wollen. In den Abendstunden entstehen durch eine
indirekte Beleuchtung des Wassers stimmungsvolle
Effekte. Diese Ausstattungen bringen aber einen
zusätzlichen Platzbedarf mit sich.
Die Vielfalt der Auswahlmöglichkeiten an Platten und
Pflastermaterialien für Terrassen und Sitzplätze sind
für den Laien kaum zu erfassen.
Besonders attraktiv sind Natursteinplatten aus Hart-
gestein, wie zum Beispiel aus Granit-, Porphyr- oder
Quarzit. Diese sollten eine ebene, aber griffige Ober-
fläche haben und nicht poliert sein. Polierte Platten
sind nach einem Regenguss unfallträchtig.
Natursteinplatten können in einheitlichen Breiten und
freien Längen als rechteckige Platten oder als „viel-
eckige“ Polygonalplatten eingesetzt werden. Wichtig
ist ein Verlegen mit einem Gefälle von
1%-1,5%, vom Haus wegführend.
Werden Platten aus Sandstein und Kalkschiefer an-
geboten, ist nach der Frostbeständigkeit zu fragen.
Bei diesen Weichgesteinen besteht zusätzlich die
Gefahr, dass in weniger genutzten Bereichen ein
Algenbelag entsteht. Dieser darf auf keinen Fall mit
seifenhaltigen Hausmitteln bearbeitet werden. Die
Inhaltstoffe der Seife sind Nährstoffe für die Algen.
Der nächste grüne und rutschige Belag ist garantiert.
Beim Kauf von Belagsmaterialien ist darauf zu ach-
ten, dass keine zu hellen oder sogar weißen Platten
verwandt werden. Beim sommerlichen Lichteinfall
kommt es zu Reflexionen und so zu Blendwirkungen
beim Gartenbesitzer. Terrassen sollten großzügig
geplant werden. Ergeben sich nach einigen Jahren
zusätzliche Nutzungen, ist eine zu kleine Terrasse
ärgerlich.