Prüfungsordnung
der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH),
Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
für den Masterstudiengang Public Governance
(PO-PuGo)
Vom 11. Mai 2017
Aufgrund von § 6 Absatz 5 des Fachhochschule-Meißen-
Gesetzes vom 22. Oktober 2016 (SächsGVBl. S. 498) be-
schließt der Senat der Hochschule Meißen (FH) und Fortbil-
dungszentrum diese Prüfungsordnung:
Inhaltsübersicht
Abschnitt 1
Allgemeine Regelungen
§ 1
Geltungsbereich
§ 2
Akademischer Grad
§ 3
Regelstudienzeit und Umfang des Studiums
Abschnitt 2
Prüfungsorgane und Prüfer
§ 4
Prüfungsausschuss
§ 5
Aufgaben des Prüfungsausschusses
§ 6
Prüfungsamt
§ 7
Prüfer und Beisitzer
Abschnitt 3
Masterprüfung
§ 8
Zweck, Umfang und Durchführung der Masterprüfung
§ 9
Zulassungsvoraussetzungen und Fristen
§ 10 Klausuren
§ 11 Mündliche Modulprüfungen
§ 12 Alternative Modulprüfungen
§ 13 Masterarbeit und Verteidigung
Abschnitt 4
Ermittlung der Prüfungsergebnisse
§ 14 Bewertung der Modulprüfungen und Bildung der Noten
§ 15 Bildung der Gesamtnote
§ 16 Bestehen und Nichtbestehen
§ 17 Wiederholung von Modulprüfungen und der Masterarbeit
§ 18
Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-
Leistungspunkten
Abschnitt 5
Verfahrensregelungen und Zeugnisse
§ 19 Prüfungserleichterungen
§ 20 Fernbleiben, Rücktritt und Prüfungsverlängerung
§ 21 Unlauteres Verhalten im Prüfungsverfahren
§ 22 Mängel im Prüfungsverfahren
§ 23 Prüfungsdokumentation
§ 24 Zeugnis, Masterurkunde und Diploma Supplement
§ 25 Prüfungsakten, Aufbewahrungsfristen und Akteneinsicht
§ 26 Widerspruchsverfahren
Abschnitt 6
Schlussbestimmungen
§ 27 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Abschnitt 1
Allgemeine Regelungen
§1
Geltungsbereich
(1) Diese Ordnung regelt die Prüfung für den anwendungs-
orientierten weiterbildenden berufsbegleitenden Masterstudien-
gang Public Governance (Studiengang) an der Hochschule
Meißen (FH) und Fortbildungszentrum (HSF Meißen).
(2) Die Prüfungsordnung wird ergänzt durch eine Studien-
ordnung und eine Zulassungsordnung zum Studiengang.
§2
Akademischer Grad
Nach bestandener Masterprüfung verleiht die HSF Meißen
den akademischen Grad „Master of Science“, abgekürzt „M.Sc.“.
§3
Regelstudienzeit und Umfang des Studiums
(1) Das Studium wird im Rahmen eines berufsbegleiten-
den Teilzeitstudiums abgeschlossen. Die Regelstudienzeit be-
trägt sechs Semester.
(2) Das Studium besteht aus 14 Pflichtmodulen, ein-
schließlich eines Praxisprojektes, der Masterarbeit und der Ver-
teidigung der Masterarbeit sowie 11 Wahlmodulen. Einzel-
heiten zum Umfang der zu belegenden Wahlmodule und der
Einschreibung enthält die Studienordnung.
(3) Insgesamt sind im Studiengang 120 ECTS-Leistungs-
punkte zu erbringen.
Abschnitt 2
Prüfungsorgane und Prüfer
§4
Prüfungsausschuss
(1) Für die mit dieser Prüfungsordnung zugewiesenen Auf-
gaben wird am Fachbereich Allgemeine Verwaltung der HSF
Meißen ein Prüfungsausschuss errichtet.
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(2) Dem Prüfungsausschuss gehören an:
1.
drei Fachhochschullehrer der HSF Meißen,
2.
ein Lehrbeauftragter im Studiengang und
3.
jeweils ein Vertreter aus der staatlichen und kommunalen
Verwaltungspraxis.
Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu berufen.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren
Stellvertreter müssen eine mindestens dem Studienziel ent-
sprechende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen. Sie
sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig, nicht an Weisungen gebun-
den sowie zur Unparteilichkeit und Verschwiegenheit verpflich-
tet.
(4) Der Rektor beruft den Vorsitzenden und die weiteren
Mitglieder sowie die jeweiligen Stellvertreter. Der Vorsitzende
und dessen Stellvertreter soll aus dem Kreis der Mitglieder
nach Absatz 2 Nummer 1 berufen werden. Die Berufung der
Mitglieder und der Stellvertreter erfolgt für einen Zeitraum von
fünf Jahren.
(5) Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss endet mit
1.
dem Ablauf des Berufungszeitraums,
2.
dem Ausscheiden aus dem die Mitgliedschaft im Prüfungs-
ausschuss begründenden Amt oder
3.
einer vorzeitigen Abberufung aus wichtigem Grund.
Eine erneute Berufung ist möglich. Tritt ein Mitglied des Prü-
fungsausschusses in den Ruhestand, kann es bis zum Ab-
schluss der nächsten Masterprüfung im Prüfungsausschuss
verbleiben. Wird wegen des vorzeitigen Ausscheidens eines
Mitglieds oder Stellvertreters die Berufung eines neuen Mit-
glieds oder Stellvertreters erforderlich, erfolgt diese nur bis
zum Ablauf der Berufung der übrigen Mitglieder des Prüfungs-
ausschusses.
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mit
dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter mehr als die
Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Der Prüfungsausschuss
entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt
die Stimme des Vorsitzenden oder bei dessen Abwesenheit die
seines Stellvertreters den Ausschlag. Die Mitglieder können
Aufgaben des Prüfungsausschusses nicht wahrnehmen, wenn
sie selbst oder Angehörige Beteiligte der konkreten Prüfungs-
angelegenheit sind. Die Sitzungen des Prüfungsausschusses
sind nicht öffentlich.
(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses können als
Beobachter an mündlich zu erbringenden Prüfungsleistungen
teilnehmen und die Bewertung schriftlicher Prüfungsarbeiten
einsehen.
§5
Aufgaben des Prüfungsausschusses
(1) Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Durchfüh-
rung der Prüfungen und für Entscheidungen in Prüfungsange-
legenheiten. Er ist insbesondere zuständig für:
1.
die Zulassung von Bewerbern zum Studium,
2.
die Entscheidung über die Art der im jeweiligen Modul zu
erbringenden Prüfungsleistung,
3.
die Festlegung der Prüfungstermine,
4.
die Zulassung zu Modulprüfungen in Zweifelsfällen,
5.
die Entscheidung zur Verwendung von Kennziffern bei
Klausuren,
6.
die Bestellung der Prüfer und Beisitzer einschließlich der
Betreuer und Prüfer der Masterarbeit und ihrer Verteidi-
gung,
7.
die Zulassung von Themen für die Masterarbeit,
8.
die Entscheidung über Anträge von Studenten
a)
auf Prüfungserleichterungen und Prüfungsverlänge-
rungen,
b)
zum Fernbleiben oder zum Rücktritt von einer
Prüfung,
c)
auf Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfungen
und ECTS-Leistungspunkten,
9.
die Entscheidung von Sanktionen bei unlauterem Verhal-
ten von Studenten im Prüfungsverfahren,
10. die Heilung von Mängeln im Prüfungsverfahren und
11. die Entscheidung über Widersprüche gegen Verwaltungs-
akte, die nach dieser Prüfungsordnung erlassen worden
sind.
(2) Der Prüfungsausschuss kann einzelne Aufgaben wi-
derruflich auf den Vorsitzenden oder ein anderes Mitglied des
Prüfungsausschusses übertragen. Dies gilt nicht für die Bestel-
lung von Prüfern und Beisitzern sowie für die Entscheidung
über Widersprüche.
(3) Der Vorsitzende leitet die Durchführung der Masterprü-
fung. Er kann unaufschiebbare Entscheidungen über die in Ab-
satz 1 Satz 2 Nummer 8 Buchstabe a und b, Nummer 9 und 10
genannten Aufgaben allein treffen. Der Prüfungsausschuss ist
hierüber unverzüglich zu unterrichten.
(4) Der Prüfungsausschussvorsitzende berichtet regel-
mäßig dem Prüfungsausschuss über die Entwicklung der
Prüfungs- und Studienzeiten sowie über die Verteilung der Mo-
dul- und Gesamtnoten. Der Bericht ist in geeigneter Weise
durch die HSF Meißen offen zu legen.
(5) Der Prüfungsausschuss gibt Anregungen zur Reform
der Prüfungs-, Studien- und Zulassungsordnung.
§6
Prüfungsamt
Dem Prüfungsamt obliegt der Vollzug der Beschlüsse und
Entscheidungen des Prüfungsausschusses. Es unterstützt den
Prüfungsausschuss bei der Zulassung von Bewerbern zum
Studium sowie bei der Vorbereitung und Durchführung des
Auswahl- und Zulassungsverfahrens und der Masterprüfung.
Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere:
1.
die Ermittlung der Zugangsvoraussetzungen der Bewerber
und die Organisation der Eignungsprüfung,
2.
die Organisation des Auswahlverfahrens und der Modul-
prüfungen,
3.
die Vorbereitung der Sitzungen des Prüfungsausschusses
und die Fertigung der Sitzungsprotokolle,
4.
die Bekanntgabe der Prüfungstermine,
5.
die Feststellung der Zulassungsvoraussetzungen zu den
Modulprüfungen und zur Masterarbeit,
6.
der Einsatz von Aufsichten,
7.
die Vergabe von Kennziffern für schriftliche Prüfungen,
8.
die Bekanntgabe der Prüfer in der mündlichen Prüfung,
9.
die Ausgabe von Themen für Essays, Haus-, Seminar- und
Projektarbeiten sowie für die Masterarbeit,
10. die Registrierung, Ermittlung und Bekanntgabe der
Prüfungsergebnisse,
11. die Prüfungsdokumentation,
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12. die Ausfertigung der Masterzeugnisse, Masterurkunden
und Diploma Supplements und
13. die Führung und Archivierung der Prüfungsakten.
§7
Prüfer und Beisitzer
(1) Prüfer bewerten Prüfungsleistungen, Beisitzer beraten
diese bei ihrer Entscheidungsfindung.
(2) Die Prüfer und Beisitzer werden vom Prüfungsaus-
schuss für einen Zeitraum von vier Jahren bestellt. Das Ende
des Bestellungszeitraumes legt der Prüfungsausschuss ein-
heitlich fest.
(3) Die Bestellung der Prüfer für die Masterarbeit erfolgt
mit der Zulassung des Themas nach § 13 Absatz 3.
(4) Der Prüfungsausschuss kann die Bestellung von
Prüfern und Beisitzern jederzeit aufheben.
(5) Zu Prüfern und Beisitzern können bestellt werden:
1.
Hochschullehrer der HSF Meißen und anderer Hochschu-
len,
2.
Lehrbeauftragte der HSF Meißen und
3.
in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Perso-
nen.
(6) Jeweils ein Prüfer von Klausuren sowie mündlichen
Modulprüfungen, Seminarleistungen, Hausarbeiten und Es-
says soll Lehrender im prüfungsrelevanten Modul sein.
(7) Prüfer und Beisitzer müssen eine mindestens dem Stu-
dienziel entsprechende oder eine gleichwertige Qualifikation
besitzen. Für Prüfer gilt § 4 Absatz 3 Satz 2 entsprechend.
(8) Der aus zwingenden Gründen kurzfristige Wechsel
eines Prüfers vor Beginn einer mündlichen Prüfung oder im Be-
wertungsverfahren schriftlicher Prüfungsleistungen ist zu-
lässig.
Abschnitt 3
Masterprüfung
§8
Zweck, Umfang und Durchführung der Masterprüfung
(1) Die Masterprüfung bildet den berufsqualifizierenden
Abschluss des Studienganges. Durch die Masterprüfung wird
festgestellt, ob die Zusammenhänge der Studieninhalte über-
blickt werden sowie die Fähigkeit vorhanden ist, wissenschaft-
liche Methoden anzuwenden und ob die für die Berufspraxis
notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben wurden.
(2) Die Masterprüfung besteht aus sämtlichen studien-
begleitenden Modulprüfungen sowie der Masterarbeit und ihrer
Verteidigung.
(3) Jedes Modul schließt mit einer studienbegleitenden
Modulprüfung ab. Modulprüfungen sind als Klausuren, münd-
liche oder alternative Prüfungen zu erbringen. Mindestens je-
weils ein Modul muss mit einer Klausur, einer mündlichen
Prüfung und einer Seminarleistung oder Hausarbeit ab-
schließen. Stehen in Modulen verschiedene Prüfungsarten zur
Auswahl, bestimmt der Prüfungsausschuss vor Beginn des
Moduls die Art der zu erbringenden Prüfungsleistung.
(4) Das jeweilige Semester, in dem die Modulprüfungen
stattfinden, die Gewichtung der Modulprüfungen und die An-
zahl der ECTS-Leistungspunkte für bestandene Modulprüfun-
gen ergeben sich aus dem Prüfungsplan, der Bestandteil die-
ser Prüfungsordnung ist (Anlage).
(5) Freiversuche sind nicht möglich.
(6) Der Prüfungsausschuss legt die Termine für schriftliche
und mündliche Modulprüfungen, für die Ausgabe des Themas
der Masterarbeit, für die Abgabe der Masterarbeit und den Ver-
teidigungstermin fest. Er bestimmt den Aus- und Abgabezeit-
punkt für die im Rahmen von alternativen Modulprüfungen zu
erbringenden schriftlichen Arbeiten und die Termine von
Präsentationen.
(7) Das Prüfungsamt gibt den Studenten die vom Prüfungs-
ausschuss nach Absatz 6 getroffenen Festlegungen innerhalb
der ersten acht Studienwochen im jeweiligen Semester in ge-
eigneter Form bekannt.
§9
Zulassungsvoraussetzungen und Fristen
(1) Zu einer Modulprüfung ist zuzulassen, wer in dem
Semester, in welchem die jeweilige Modulprüfung durchgeführt
wird, eingeschrieben ist und seinen Prüfungsanspruch gemäß
§ 17 noch nicht verwirkt hat.
(2) Zur Masterarbeit ist zuzulassen, wer die Modulprüfun-
gen des ersten bis dritten Semesters bestanden und zu den
Modulen im vierten und fünften Semester den ersten Prüfungs-
versuch unternommen hat.
(3) Zur Verteidigung der Masterarbeit ist ein Student zuzu-
lassen, wenn seine Masterarbeit mit mindestens der Note „aus-
reichend“ (4,0) bewertet wurde.
(4) Das Prüfungsamt stellt die Zulassung zu den Mo-
dulprüfungen, zur Masterarbeit und ihrer Verteidigung fest. In
Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss.
(5) Mit der Entrichtung der für das jeweilige Semester fest-
gelegten Gebühr nach der Sächsischen Aus- und Fortbildungs-
gebührenverordnung, in der jeweils geltenden Fassung, sind
die Studenten eingeschrieben und zu den jeweiligen Modulprü-
fungen angemeldet.
(6) Während einer Beurlaubung können Prüfungsleistun-
gen erbracht werden. Dies gilt auch für die Wiederholung nicht
bestandener Prüfungen.
§ 10
Klausuren
(1) Durch die Klausuren soll festgestellt werden, ob die
Studenten die Lernziele des Moduls erreicht haben. Die Stu-
denten sollen nachweisen, dass sie auf der Basis des notwen-
digen Grundlagenwissens in begrenzter Zeit und mit begrenz-
ten Hilfsmitteln mit den gängigen wissenschaftlichen Methoden
ihres Faches Aufgaben lösen und Themen bearbeiten können.
(2) Klausuren werden auf Vorschlag der Lehrenden im
Modul vom Modulbeauftragten gestellt, der gleichzeitig be-
stimmt, welche Hilfsmittel zur Bearbeitung zugelassen sind.
Die Klausuren sind dem Prüfungsausschuss zur Kenntnis zu
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geben. Sie dürfen nicht mehr als zwei selbstständige, getrennt
zu bewertende Aufgabenteile enthalten. Die Gewichtung der
Aufgabenteile ist anzugeben. Ausschließlich nach dem Multiple-
Choice-Verfahren aufgebaute Klausuren sind ausgeschlossen.
(3) Die Klausuren werden unter Aufsicht geschrieben. Auf-
sichtführende werden vom Prüfungsamt bestimmt. Zur Aufsicht
in Klausuren darf nicht eingesetzt werden, wer als Prüfer be-
stellt ist. Der Prüfungsausschuss beschließt, ob die Studenten
ihre Klausuren anstelle des Namens mit einer Kennziffer zu
versehen haben. Die Kennziffern werden vor Beginn der Klau-
sur vom Prüfungsamt vergeben. Die Zuordnung der Namen zu
den Kennziffern darf vor Abschluss der Bewertung der Klau-
suren nicht bekannt gegeben werden.
(4) Die Bearbeitungszeit beträgt für jede Klausur mindes-
tens 120 und höchstens 180 Minuten.
(5) Klausuren sind von einem Prüfer, Klausuren als Wie-
derholungsprüfung sind von zwei Prüfern zu bewerten. Dem
Zweitprüfer ist die Bewertung der Klausur durch den Erstprüfer,
einschließlich deren Begründung, bekannt. Weichen die Be-
wertungen der beiden Prüfer um nicht mehr als vier Noten-
punkte voneinander ab, gilt die Durchschnittspunktzahl. Bei
größeren Abweichungen setzt, wenn die beiden Prüfer sich
nicht einigen oder auf vier Notenpunkte annähern können, ein
vom Prüfungsausschuss bestellter dritter Prüfer die Note im
Rahmen der Bewertung dieser beiden Prüfer fest. Das Bewer-
tungsverfahren soll zwei Monate nicht überschreiten.
(6) Für nicht oder nicht rechtzeitig abgegebene Klausuren
wird die Note „ungenügend“ (6,0) erteilt.
§ 11
Mündliche Modulprüfungen
(1) Mündliche Modulprüfungen sind Prüfungsgespräche.
Durch mündliche Modulprüfungen sollen die Studenten nach-
weisen, dass sie die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes
erkennen und spezielle Fragestellungen in diese Zusam-
menhänge einordnen und beantworten können. Ferner soll
festgestellt werden, ob die Studenten über breites Grundlagen-
wissen verfügen.
(2) Mündliche Modulprüfungen werden vor zwei Prüfern
oder vor einem Prüfer in Gegenwart eines Beisitzers abgelegt.
Den Studenten soll eine Liste mit den vorgesehenen Prüfern
und Beisitzern einschließlich der Vertreter zwei Wochen vor Be-
ginn der Prüfung in geeigneter Form mitgeteilt werden.
(3) Mündliche Modulprüfungen können als Gruppen- oder
Einzelprüfung durchgeführt werden. An Gruppenprüfungen
dürfen nicht mehr als drei Studenten teilnehmen.
(4) Die Dauer der mündlichen Modulprüfungen beträgt für
jeden Studenten mindestens 20 und höchstens 30 Minuten.
Bei Gruppenprüfungen vervielfacht sich die Prüfungsdauer ent-
sprechend der Anzahl der Studenten.
(5) Die mündliche Modulprüfung kann mit einem Kurzvor-
trag der Studenten beginnen. Er soll zehn Minuten nicht über-
schreiten. Die Vorbereitungszeit auf den Kurzvortrag beträgt
höchstens 60 Minuten. Der Modulbeauftragte bestimmt auf
Vorschlag der Lehrenden im Modul die Themen für den Vortrag
und die Hilfsmittel, die für die mündliche Modulprüfung zugelas-
sen sind. Die Themen für den Vortrag sind dem Prüfungsaus-
schuss zur Kenntnis zu geben.
(6) Die Prüfer einigen sich auf eine Bewertung der münd-
lichen Modulprüfung. Beisitzer sind vor Festsetzung der Bewer-
tung von den Prüfern zu hören. Besteht die mündliche Prüfung
aus einem Kurzvortrag und einem Prüfungsgespräch, so sind
diese Leistungen getrennt zu bewerten. Die Notenpunkte für
den Kurzvortrag und das Prüfungsgespräch werden im Verhält-
nis 1/2 zu 1/2 gewichtet.
(7) Die Bewertung ist den Studenten einzeln im Anschluss
an die mündliche Modulprüfung bekannt zu geben. Sie ist zu
begründen, wenn die Studenten Einwendungen gegen die Be-
wertung vortragen.
(8) Die wesentlichen Gegenstände der Prüfung, die Be-
wertung der Prüfungsleistung und gegebenenfalls die Begrün-
dung der Bewertungsentscheidung bei Einwendungen der Stu-
denten sind in einem Protokoll festzuhalten.
(9) Studenten, die sich nicht im selben Prüfungszeitraum
der gleichen Modulprüfung unterziehen, können mit Zustim-
mung der Studenten und Prüfer als Zuhörer zugelassen wer-
den. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und
Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Versucht ein Zuhörer
die Prüfung zu beeinflussen oder zu stören, ist er auszu-
schließen.
§ 12
Alternative Modulprüfungen
(1) Alternative Modulprüfungen sind
1.
Projektleistungen,
2.
Seminarleistungen,
3.
Hausarbeiten und
4.
Essays.
(2) Eine Projektleistung umfasst eine Projektarbeit und
eine Präsentation. In Projektarbeiten werden komplexe und
in der Regel anwendungsorientierte Fragestellungen behan-
delt. Die Studenten sollen nachweisen, dass sie, bezogen auf
diese Fragestellungen, Ziele definieren sowie interdisziplinäre
Lösungsansätze und Konzepte erarbeiten können. Durch die
Arbeit an Projekten und die Anfertigung von Projektarbeiten
wird die Fähigkeit zur Teamarbeit, insbesondere zur Entwick-
lung, Durchsetzung und Präsentation von Konzepten, ge-
fördert. Themenvorschläge für eine Projektarbeit sind von den
Studenten beim Modulbeauftragten im 3. Semester bis zu einer
vom Prüfungsausschuss festgelegten Frist einzureichen. Der
Modulbeauftragte teilt nach Abstimmung mit den vorgesehenen
Prüfern dem Prüfungsamt die bestätigten Themen mit. Die
Bearbeitungszeit für die Projektarbeit beträgt vier Monate. Die
Ergebnisse der Projektarbeiten sind im Rahmen einer mindes-
tens 20- und höchstens 30-minütigen Präsentation den Prüfern
vorzustellen.
(3) Eine Seminarleistung umfasst die eigenständige
schriftliche Auseinandersetzung mit einem fachspezifischen
oder fachübergreifenden Problem unter Auswertung ein-
schlägiger Literatur sowie die Darstellung der Arbeitsergeb-
nisse in einer mindestens 15- und höchstens 30-minütigen
Präsentation und in einer anschließenden Diskussion. Neben
der schriftlichen Ausarbeitung und der inhaltlichen Darstellung
in der Präsentation sind die Vortragsweise und die Diskus-
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sionsführung angemessen bei der Bewertung der Seminarleis-
tung zu berücksichtigen.
(4) In einer Hausarbeit wird eine auf die Modulinhalte be-
zogene Aufgabe theoretisch und/oder empirisch bearbeitet.
Diese schriftliche Darstellung umfasst auch den Nachweis der
Auswertung einschlägiger Quellen.
(5) Ein Essay umfasst eine systematische Abhandlung zu
einer konkreten wissenschaftlichen Fragestellung. Schwer-
punktmäßig wird durch das Essay eine persönliche Stellung-
nahme zu einer Sachfrage dargelegt oder der allgemeine Dis-
kussionsstand zu einer Sachfrage vorgestellt oder eine
Interpretation anderer Texte vorgenommen.
(6) Projekt-, Seminar- und Hausarbeiten sind unter Anwen-
dung wissenschaftlicher Methoden zu erstellen. § 13 Absatz 5
gilt entsprechend.
(7) Die Bearbeitung der Themen im Rahmen alternativer
Modulprüfungen nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 kann einzeln
oder in einer Gruppe von nicht mehr als drei Studenten erfol-
gen. Bei Gruppenarbeiten muss die individuelle Prüfungsleis-
tung aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder
anderer objektiver Kriterien deutlich abgrenzbar sein. § 11 Ab-
satz 3 und 4 Satz 2 gilt entsprechend.
(8) Die schriftlichen Teile alternativer Modulprüfungen und
die Präsentationen werden von einem Prüfer bewertet. Der
Prüfer in Präsentationen ist in der Regel der Prüfer, der die Pro-
jekt- oder Seminararbeit bewertet hat. Er kann einen Beisitzer
hinzuziehen. Die Bewertung von Projektleistungen und Semi-
narleistungen erfolgt entsprechend § 14 Absatz 3. § 10 Absatz 5
Satz 2 bis 5 sowie § 11 Absatz 7 und 8 gelten entsprechend.
(9) Alternative Modulprüfungen sind in der Regel innerhalb
eines Semesters abzuschließen. Der Modulbeauftragte be-
stimmt auf Vorschlag der Lehrenden im Modul die Themen für
Seminararbeiten, Hausarbeiten und Essays. Die Themen sind
dem Prüfungsausschuss zur Kenntnis zu geben.
(10) Die Themen für die schriftlichen Teile alternativer
Modulprüfungen werden vom Prüfungsamt an die Studenten
ausgegeben. Gleichzeitig teilt das Prüfungsamt den Abgabe-
termin mit. § 13 Absatz 3 Satz 4 und Absatz 4 Satz 2 bis 4 gilt
entsprechend mit der Maßgabe, dass die schriftlichen Teile
alternativer Modulprüfungen einmal in gedruckter gebundener
und einmal in der digitalisierten Form einzureichen sind.
§ 13
Masterarbeit und Verteidigung
(1) Mit der Masterarbeit und den Thesen zu dieser Arbeit
sollen die Studenten nachweisen, dass sie innerhalb einer vor-
gegebenen Frist eine für die Studienziele relevante und praxis-
bezogene Problemstellung selbstständig nach wissenschaft-
lichen Methoden bearbeiten können. Die Masterarbeit ist
mündlich zu verteidigen.
(2) Gruppenarbeiten sind ausgeschlossen.
(3) Das Thema der Masterarbeit schlagen die Studenten
ohne Rechtsanspruch auf Zulassung im 5. Semester bis zu
einer vom Prüfungsausschuss festgelegten Frist vor. Mit dem
Themenvorschlag sind dem Prüfungsamt die Ziele der Master-
arbeit und eine Stellungnahme des vorgesehenen Betreuers
vorzulegen. Das Thema der Masterarbeit wird nach Zulassung
durch den Prüfungsausschuss vom Prüfungsamt bei Vorliegen
der Zulassungsvoraussetzungen zum Beginn der Bearbei-
tungszeit ausgegeben. Gleichzeitig wird mitgeteilt, welcher
Prüfer vom Prüfungsausschuss zum Betreuer der Masterarbeit
bestimmt wurde.
(4) Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt sechs
Monate. Die Masterarbeit ist fristgemäß in deutscher Sprache
dreimal in gedruckter gebundener und einmal in digitalisierter
Form nach Maßgabe des Absatzes 5 beim Prüfungsamt abzu-
geben. Bei postalischer Übersendung der Masterarbeit ist das
Datum des Poststempels maßgebend. Für nicht oder nicht
rechtzeitig abgegebene Masterarbeiten wird die Note „ungenü-
gend“ (6,0) erteilt.
(5) Die Masterarbeiten werden in der Bibliothek der HSF
Meißen archiviert und den Benutzern nach Maßgabe der Bib-
liotheksordnung zugänglich gemacht. Zur Archivierung ist die
Masterarbeit vom Studenten als nicht änderbare PDF-Datei
über die hierfür von der HSF Meißen bestimmte Plattform be-
reitzustellen.
(6) Mit der Masterarbeit haben die Studenten eine eides-
stattliche Versicherung darüber abzugeben, dass die Master-
arbeit selbständig verfasst wurde, nur die angegebenen Quel-
len und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen der Arbeit, die
wörtlich oder sinngemäß aus anderen Quellen übernommen
wurden, als solche kenntlich gemacht wurden und die Master-
arbeit in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner Prüfungs-
behörde vorgelegt worden ist. Für die Masterarbeit ist die Note
„ungenügend“ (6,0) zu erteilen, wenn die Studenten eine fal-
sche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben. Zur
Überprüfung der eidesstattlichen Versicherung kann eine ge-
eignete Plagiatserkennungssoftware eingesetzt werden.
(7) Die Masterarbeit wird von zwei Prüfern bewertet. § 10
Absatz 5 Satz 2 bis 5 gilt entsprechend.
(8) In der Verteidigung der Masterarbeit sollen die Studen-
ten nachweisen, dass sie in der Lage sind, problembezogen
Fragestellungen zu den Arbeitsergebnissen ihrer Masterarbeit
auf wissenschaftlicher Grundlage zu vertiefen. Die Verteidi-
gung besteht aus einer Präsentation von in der Regel 20 Minu-
ten Dauer und einer anschließenden Disputation mit einer Dau-
er von 30 Minuten. Zur Vorbereitung auf die Präsentation stellt
das Prüfungsamt den Studenten die Gutachten der Prüfer zur
Bewertung der Masterarbeit ohne die ermittelten Notenpunkte
rechtzeitig zur Verfügung. Die Verteidigung wird in der Regel
von den Prüfern, die die Masterarbeit benotet haben, durch-
geführt und bewertet. Ein weiterer Beisitzer kann hinzugezo-
gen werden. Die Verteidigung ist hochschulöffentlich. Die Be-
kanntgabe der Bewertung der Verteidigungsleistung ist nicht
öffentlich. Für die Verteidigung gilt § 11 Absatz 6 Satz 1 und 2,
Absatz 7, 8 sowie 9 Satz 3 entsprechend. Die Verteidigung ist
die letzte Prüfung des Masterstudiums.
Abschnitt 4
Ermittlung der Prüfungsergebnisse
§ 14
Bewertung der Prüfungsleistungen und Bildung der Noten
(1) Jede einzelne Prüfungsleistung ist mit einer vollen
Punktzahl von 0 bis 15 Notenpunkten zu bewerten. Die im Be-
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wertungsverfahren ermittelten Notenpunkte werden einer Note
nach Absatz 2 zugeordnet.
(2) Durchschnitts- und Endpunktzahlen sind jeweils auf
zwei Dezimalstellen zu berechnen. Alle weiteren Dezimalstel-
len bleiben unberücksichtigt. Die Noten sind dabei ohne Auf-
oder Abrundung wie folgt abzugrenzen:
(3) Die Notenpunkte für die Masterarbeit und ihre Verteidi-
gung werden im Verhältnis 3/4 zu 1/4 gewichtet.
(4) Das Ergebnis bestandener Modulprüfungen und der
bestandenen Masterarbeit einschließlich Verteidigung teilt das
Prüfungsamt dem Studenten in geeigneter Form innerhalb
eines Monats nach Abschluss des Bewertungsverfahrens mit.
§ 15
Bildung der Gesamtnote
(1) Bei der Bildung der Gesamtnote für die Masterprüfung
werden die Notenpunkte der Modulprüfungen jeweils einfach,
die Notenpunkte für die Masterarbeit und ihre Verteidigung vier-
fach gewichtet. Die Summe dieser gewichteten Notenpunkte
wird durch 24 geteilt und ergibt die Endpunktzahl. Der ermittel-
ten Endpunktzahl wird nach § 14 Absatz 2 eine Note zugeord-
net. Diese Note entspricht der Gesamtnote der Masterprüfung.
(2) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses stellt die
Gesamtnote der Masterprüfung fest und gibt sie den Studenten
schriftlich bekannt. Mit Bekanntgabe des Prüfungsbescheides
endet das Studium.
(3) Die nach Absatz 1 ermittelte Gesamtnote wird durch
einen ECTS-Grad ergänzt. ECTS-Grade werden den Studen-
ten, die die Masterprüfung bestanden haben, wie folgt zugeord-
net: A (die besten 10 Prozent); B (die nächsten 25 Prozent);
C (die nächsten 30 Prozent); D (die nächsten 25 Prozent);
E (die nächsten 10 Prozent). Grundlage für die Berechnung
des ECTS-Grades ist die erreichte Endpunktzahl. ECTS-Grade
beziehen sich jeweils auf die drei letzten Absolventenjahrgänge.
Sie werden erstmals nach dem dritten Studiendurchgang
vergeben. Den Studenten, die die Masterprüfung nicht be-
standen haben, werden die ECTS-Grade FX (3,00 – 4,99 Noten-
punkte; es sind Verbesserungen erforderlich, bevor die Leistun-
gen anerkannt werden können) und F (0 – 2,99 Notenpunkte;
es sind erhebliche Verbesserungen erforderlich) zugeordnet.
(4) Für jeden Studenten eines Absolventenjahrganges, der
die Masterprüfung bestanden hat, wird eine Platznummer er-
mittelt. Die Platznummer bezieht sich auf die erreichte End-
punktzahl. Zusätzlich wird der arithmetische Mittelwert der
Notenpunkte des Absolventenjahrgangs angegeben.
§ 16
Bestehen und Nichtbestehen
(1) Eine Modulprüfung ist bestanden, wenn sie mit mindes-
tens der Note „ausreichend“ (4,0) bewertet wird.
(2) Die Masterarbeit und die Verteidigung sind bestanden,
wenn die eingereichte Masterarbeit und die Verteidigung je-
weils mit mindestens der Note „ausreichend“ (4,0) bewertet
wurden.
(3) Die Masterprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Mo-
dulprüfungen sowie die Masterarbeit und ihre Verteidigung be-
standen wurden.
(4) Modulprüfungen, die nicht innerhalb von vier Semes-
tern nach Abschluss der Regelstudienzeit abgelegt worden
sind, gelten als nicht bestanden. Entsprechendes gilt für die
Masterarbeit und ihre Verteidigung.
(5) Studenten, die eine Modulprüfung oder die Masterprü-
fung nicht bestanden haben, wird das Ergebnis der Prüfung
vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich be-
kannt gegeben. Außerdem wird mitgeteilt, ob, in welchem Um-
fang und in welcher Frist die entsprechende Prüfungsleistung
wiederholt werden kann.
(6) Die Masterprüfung ist endgültig nicht bestanden, wenn
alle nach § 17 vorgesehenen Wiederholungsprüfungen nicht
bestanden wurden oder ein Ausschluss von der weiteren Teil-
nahme an der Masterprüfung nach § 21 Absatz 1 Satz 2 vor-
liegt. Das Ergebnis wird dem Studenten vom Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses schriftlich bekannt gegeben. § 15 Ab-
satz 2 Satz 2 gilt entsprechend. Auf Antrag wird dem Studenten
eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Modul-
prüfungen und erreichten Noten sowie die noch fehlenden
Modulprüfungen enthält und erkennen lässt, dass die Prüfung
nicht bestanden ist. Satz 4 gilt entsprechend, wenn der Student
sein Masterstudium nicht abschließt.
Notenpunkte
(Bewertung)
Noten
(Benotung)
14,80 – 15,00
1,0
sehr gut
14,60 – 14,79
1,1
14,40 – 14,59
1,2
14,20 – 14,39
1,3
14,00 – 14,19
1,4
13,70 – 13,99
1,5
gut
13,40 – 13,69
1,6
13,10 – 13,39
1,7
12,80 – 13,09
1,8
12,50 – 12,79
1,9
12,20 – 12,49
2,0
11,90 – 12,19
2,1
11,60 – 11,89
2,2
11,30 – 11,59
2,3
11,00 – 11,29
2,4
10,70 – 10,99
2,5
befriedigend
10,40 – 10,69
2,6
10,10 – 10,39
2,7
9,80 – 10,09
2,8
9,50 – 9,79
2,9
9,20 – 9,49
3,0
8,90 – 9,19
3,1
8,60 – 8,89
3,2
8,30 – 8,59
3,3
8,00 – 8,29
3,4
7,50 – 7,99
3,5
ausreichend
7,00 – 7,49
3,6
6,50 – 6,99
3,7
6,00 – 6,49
3,8
5,50 – 5,99
3,9
5,00 – 5,49
4,0
2,00 – 4,99
5,0
mangelhaft
0 – 1,99
6,0
ungenügend
A 395
15. Juni 2017
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
Sächsisches Amtsblatt

§ 17
Wiederholung von Modulprüfungen und der Masterarbeit
(1) Modulprüfungen, die nicht bestanden sind oder als
nicht bestanden gelten, können zweimal wiederholt werden.
§ 8 Absatz 6 gilt entsprechend.
(2) Die Wiederholung einer bestandenen Modulprüfung ist
nicht zulässig. Für die Wiederholung einer nicht bestandenen
Modulprüfung gilt, dass deren Ergebnis durch das Ergebnis
der Wiederholungsprüfung ersetzt wird. Fehlversuche im glei-
chen Studiengang an anderen Hochschulen sind zu be-
rücksichtigen.
(3) Wiederholungsprüfungen sind in jeder der für die jewei-
lige Modulprüfung vorgesehenen Prüfungsart zulässig.
(4) Die Masterarbeit und die Verteidigung können jeweils
nur einmal wiederholt werden. Absatz 2 gilt entsprechend. Die
Zulassung eines neuen Themas für die Masterarbeit ist inner-
halb einer Frist von zwei Monaten nach der Bekanntgabe des
Nichtbestehens schriftlich beim Prüfungsausschuss zu bean-
tragen. § 13 Absatz 3 gilt entsprechend. Wird die Antragsfrist
versäumt, erlischt der Wiederholungsanspruch.
(5) Ist die Masterarbeit einschließlich ihrer Verteidigung
insgesamt nicht bestanden, sind die Masterarbeit und die Ver-
teidigungsleistung zu wiederholen. Absatz 4 gilt entsprechend.
§ 18
Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfungen
und ECTS-Leistungspunkte
(1) Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leistungs-
punkte werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet,
wenn sie an einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutsch-
land in einem fachlich gleichwertigen Studiengang erbracht
wurden.
(2) Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leistungs-
punkte in Studiengängen, die nicht unter Absatz 1 fallen oder
außerhochschulisch in Aus- und Weiterbildungsgängen sowie
in der beruflichen Praxis zurückgelegt oder erworben wurden,
sind anzurechnen, wenn deren Gleichwertigkeit festgestellt ist.
Gleichwertig sind Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-
Leistungspunkte, wenn die erreichten Lernergebnisse und er-
worbenen Kompetenzen denjenigen des Studienganges Public
Governance an der HSF Meißen im Wesentlichen entsprechen.
Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamt-
betrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei Anrech-
nung von Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leis-
tungspunkten, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland
erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und
der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzverein-
barungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpart-
nerschaften zu beachten.
(3) Für die Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfun-
gen und ECTS-Leistungspunkten, die in staatlich anerkannten
Fernstudiengängen zurückgelegt oder erworben wurden, gel-
ten die Absätze 1 und 2 entsprechend.
(4) Eine Anrechnung von außerhalb des Hochschul-
wesens erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten kann
höchstens bis zur Hälfte erfolgen.
(5) Die Anrechnungsentscheidung des Prüfungsausschus-
ses wird vom Vorsitzenden schriftlich bekannt gegeben.
(6) Anträge nach Absatz 1 bis 3 und die für die Anrechnung
erforderlichen Unterlagen sind von den Studenten innerhalb
einer Frist von sechs Wochen vor Beginn des jeweiligen
Semesters beim Prüfungsamt einzureichen. Aus diesen Unter-
lagen müssen die erreichten Lernergebnisse und erworbenen
Kompetenzen, die angerechneten ECTS-Leistungspunkte, die
Bewertungen und die Zeitpunkte sämtlicher Prüfungsleistun-
gen hervorgehen. Die Bestätigungen müssen von den Hoch-
schulen ausgestellt sein, an denen die Prüfungen abgelegt wur-
den. Aus den Bestätigungen muss auch ersichtlich sein, welche
Prüfungsleistungen nicht bestanden oder wiederholt wurden.
Über die Vorlage von Unterlagen zum Nachweis der im außer-
hochschulischen Bereich erworbenen Kompetenzen entschei-
det der Prüfungsausschuss im Einzelfall. Fristversäumnis führt
zum Verlust des Anrechnungsanspruches.
(7) Angerechnete Modulprüfungen und ECTS-Leistungs-
punkte, die nicht an der HSF Meißen erbracht wurden, werden
mit dem Vermerk „als Modulprüfung angerechnet“ in das Zeug-
nis eingetragen. Soweit die Notensysteme vergleichbar sind,
werden auch die Noten übernommen und in die Berechnung
der Gesamtnote einbezogen. Angerechnete Leistungen, die
außerhochschulisch in Aus- und Weiterbildungsgängen oder in
der beruflichen Praxis erbracht wurden, werden ohne Note mit
dem Vermerk „als Modulprüfung angerechnet“ in das Zeugnis
eingetragen.
Abschnitt 5
Verfahrensregelungen und Zeugnisse
§ 19
Prüfungserleichterungen
(1) Schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten
Studenten im Sinne von § 2 Absatz 2 und 3 des Neunten Buches
Sozialgesetzbuch – Rehabilitation und Teilhabe behinderter
Menschen – (Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2001,
BGBl. I S. 1046, 1047), das zuletzt durch Artikel 165 des Geset-
zes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist, in
der jeweils geltenden Fassung, sind bei den Modulprüfungen
auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterun-
gen zu gewähren. Die fachlichen Anforderungen dürfen nicht
herabgesetzt werden.
(2) Studenten, die vorübergehend erheblich körperlich be-
einträchtigt sind, können bei den Modulprüfungen auf Antrag
angemessene Erleichterungen gewährt werden. Absatz 1
Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Anträge auf Prüfungserleichterungen sind spätestens
einen Monat vor Beginn der Modulprüfung beim Prüfungsamt
einzureichen. Liegen die Voraussetzungen für die Gewährung
einer Prüfungserleichterung erst zu einem späteren Zeitpunkt
vor, ist der Antrag unverzüglich zu stellen. Der Nachweis der
Prüfungsbehinderung ist durch ein amtsärztliches Zeugnis zu
führen, das Angaben über Art und Grad der Beeinträchtigung
enthält.
(4) Über Anträge auf Prüfungserleichterungen entscheidet
der Prüfungsausschuss.
A 396
Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
15. Juni 2017

§ 20
Fernbleiben, Rücktritt und Prüfungsverlängerung
(1) Bleibt ein Student einer Modulprüfung oder Teilen der-
selben ohne Zustimmung des Prüfungsausschusses fern oder
tritt er ohne Zustimmung des Prüfungsausschusses von ihr
oder einem Teil zurück, wird die Prüfung oder der betreffende
Teil mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewertet.
(2) Stimmt der Prüfungsausschuss dem Fernbleiben oder
dem Rücktritt zu, gilt die Prüfung oder der betreffende Teil als
nicht durchgeführt. Die Zustimmung darf nur erteilt werden,
wenn wichtige Gründe vorliegen, insbesondere, wenn der Stu-
dent aufgrund von Krankheit an der Prüfung oder einem
Prüfungsteil nicht teilnehmen kann. Der Student hat das Vorlie-
gen eines wichtigen Grundes unverzüglich gegenüber dem Vor-
sitzenden des Prüfungsausschusses geltend zu machen und
nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist grundsätzlich ein amtsärzt-
liches Zeugnis vorzulegen, das Angaben über Art, Grad und
Dauer der Prüfungsunfähigkeit enthält und in der Regel nicht
später als am Prüfungstag ausgestellt sein darf. Der Krankheit
eines Studenten steht die Krankheit eines von ihm zu versor-
genden Kindes oder die Pflege eines nahen Angehörigen in
einer akut auftretenden Pflegesituation gleich. In offensicht-
lichen Fällen kann auf die Vorlage eines amtsärztlichen Zeug-
nisses verzichtet werden.
(3) Hat sich ein Student in Kenntnis einer gesundheitlichen
Beeinträchtigung oder eines anderen Rücktrittsgrundes einer
Modulprüfung unterzogen, kann ein nachträglicher Rücktritt
von der bezeichneten Modulprüfung wegen dieses Grundes
nicht mehr genehmigt werden.
(4) Für Studenten, die mit Zustimmung des Prüfungsaus-
schusses einer Modulprüfung oder Teilen derselben ferngeblie-
ben oder davon zurückgetreten sind, bestimmt der Prüfungs-
ausschuss eine Nachprüfung. Bereits abgelegte Teile der
Modulprüfung werden bei der Nachprüfung angerechnet. Eine
nicht oder nicht vollständig abgelegte mündliche Prüfung nach
§ 11 ist in vollem Umfang nachzuholen. Dies gilt entsprechend
für Präsentationen im Rahmen alternativer Modulprüfungen
nach § 12 Absatz 1 Nummer 1 und 2.
(5) Erscheinen Studenten aus Gründen, die sie nicht zu
vertreten haben, verspätet zur Modulprüfung, so verlängert
sich die Bearbeitungszeit für sie auf Antrag um die versäumte
Zeit. Über den Antrag entscheidet vorläufig der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses. Der Nachweis über die Gründe der
Verspätung ist im Anschluss an die Prüfung unverzüglich beim
Prüfungsamt vorzulegen. Kann der Nachweis nicht erbracht
werden, wird für die entsprechende Prüfung die Note „ungenü-
gend“ (6,0) erteilt. Die Entscheidung hierüber trifft der Prü-
fungsausschuss.
(6) Die Bearbeitungszeit für Projekt-, Seminar- und Haus-
arbeiten, für Essays sowie für die Masterarbeit verlängert sich
auf Antrag um Zeiten, in denen der Student aus Gründen, die
er nicht zu vertreten hat, an der Bearbeitung gehindert ist. Der
Nachweis über die Gründe der Verhinderung ist unverzüglich
beim Prüfungsamt vorzulegen. Im Krankheitsfall ist grundsätz-
lich ein amtsärztliches Zeugnis vorzulegen, das Angaben über
Art, Grad und Dauer der Erkrankung enthält. Absatz 2 Satz 5
und 6 sowie Absatz 5 Satz 4 und 5 gelten entsprechend.
§ 21
Unlauteres Verhalten im Prüfungsverfahren
(1) Unternimmt es ein Student, das Ergebnis seiner Mo-
dulprüfung durch Täuschung, Mitführung oder Benutzung nicht
zugelassener Hilfsmittel, unzulässige Hilfe Dritter oder durch
Einwirkung auf den Prüfungsausschuss oder auf von diesem
mit der Wahrnehmung von Prüfungsangelegenheiten beauf-
tragte Personen zu beeinflussen oder stört er den ordnungs-
gemäßen Verlauf einer Modulprüfung, wird die betroffene Mo-
dulprüfung mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewertet. In
besonders schweren Fällen können Studenten von der weite-
ren Teilnahme an der Masterprüfung ausgeschlossen werden.
Für die Masterarbeit und ihre Verteidigung gilt Entsprechendes.
(2) Die Entscheidungen nach Absatz 1 trifft der Prüfungs-
ausschuss nach Anhörung des Studenten. Bis zur Entschei-
dung des Prüfungsausschusses setzt der Student die Mo-
dulprüfung fort, es sei denn, dass nach der Entscheidung des
Aufsichtführenden ein vorläufiger Ausschluss des Studenten
zur ordnungsgemäßen Weiterführung der Modulprüfung un-
erlässlich ist.
(3) Wird nachträglich bekannt, dass eine der Vorausset-
zungen nach Absatz 1 vorlag, erklärt der Prüfungsausschuss
eine bestandene Modulprüfung oder die Masterprüfung für
nicht bestanden. Das unrichtige Zeugnis ist einzuziehen und
gegebenenfalls neu auszustellen. Entscheidungen des Prü-
fungsausschusses nach Satz 1 und 2 sind ausgeschlossen,
wenn seit der Aushändigung des Zeugnisses mehr als fünf Jah-
re vergangen sind.
§ 22
Mängel im Prüfungsverfahren
(1) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln
behaftet war, die die Chancengleichheit erheblich verletzt
haben, kann der Prüfungsausschuss auf Antrag eines Studen-
ten oder von Amts wegen anordnen, dass von einem bestimm-
ten Studenten oder von allen Studenten die Modulprüfung oder
einzelne Teile derselben zu wiederholen sind.
(2) Ein Antrag nach Absatz 1 ist unverzüglich schriftlich
beim Prüfungsausschuss zu stellen. Er darf keine Bedingungen
enthalten und kann nicht zurückgenommen werden. Die Gel-
tendmachung ist ausgeschlossen, wenn seit dem Abschluss
des mit einem Mangel behafteten Prüfungsteils ein Monat ver-
strichen ist.
(3) Sechs Monate nach Abschluss der Modulprüfung darf
der Prüfungsausschuss von Amts wegen Anordnungen nach
Absatz 1 nicht mehr treffen.
§ 23
Prüfungsdokumentation
(1) Das Prüfungsamt dokumentiert die jeweiligen Mo-
dulprüfungen.
(2) Die Dokumentation nach Absatz 1 umfasst:
1.
Ort, Tag und Dauer der Modulprüfung,
2.
Fristen für die Anfertigung von Seminar-, Haus- und Pro-
jektarbeiten, von Essays und der Masterarbeit,
3.
die Namen der Prüfer und Beisitzer, die an der Bewertung
der Prüfungsleistungen mitgewirkt haben,
A 397
15. Juni 2017
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
Sächsisches Amtsblatt

4.
die in der Modulprüfung erreichten Notenpunkte und No-
ten,
5.
die Endpunktzahl und die Gesamtnote,
6.
die Entscheidungen des Prüfungsausschusses und
7.
Unregelmäßigkeiten in der Masterprüfung.
§ 24
Zeugnis, Masterurkunde und Diploma Supplement
(1) Über die bestandene Masterprüfung erhält der Student
innerhalb eines Monats nach Beendigung des Studiums ein
Zeugnis.
(2) Das Zeugnis enthält den Namen, das Geburtsdatum
sowie den Geburtsort des Studenten und bezeichnet den ab-
geschlossenen Studiengang. Es weist neben der Gesamtnote
die Notenpunkte und Noten der Modulprüfungen und die er-
reichten ECTS-Leistungspunkte aus. Angerechnete Modulprü-
fungen und ECTS-Leistungspunkte sind entsprechend § 18 Ab-
satz 7 zu kennzeichnen. Das Zeugnis enthält außerdem die in
der Masterarbeit und ihrer Verteidigung erzielten Notenpunkte
und Noten sowie die Themen der Projektarbeit und der Master-
arbeit. Das Zeugnis weist den erreichten ECTS-Grad, die im je-
weiligen Absolventenjahrgang ermittelte Platznummer und den
arithmetischen Mittelwert der Notenpunkte des Absolventen-
jahrgangs aus. Das Zeugnis wird vom Vorsitzenden des
Prüfungsausschusses unterzeichnet und trägt das Datum des
Tages, an dem die Gesamtnote der Masterprüfung schriftlich
bekannt gegeben wurde.
(3) Die HSF Meißen stellt ein Diploma Supplement, in dem
die wesentlichen Informationen zum Inhalt und zum Profil des
Studienganges enthalten sind, aus. Das Diploma Supplement
wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeich-
net.
(4) Mit dem Zeugnis und dem Diploma Supplement wird
eine Urkunde über die Verleihung des Mastergrades (Master-
urkunde) mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Die
Masterurkunde wird vom Rektor unterzeichnet und mit dem
Siegel der HSF Meißen versehen.
(5) Das Zeugnis, die Masterurkunde und das Diploma
Supplement werden in deutscher und englischer Sprache aus-
gefertigt.
§ 25
Prüfungsakten, Aufbewahrungsfristen und Akteneinsicht
(1) Über jeden Studenten wird beim Prüfungsamt eine
Prüfungsakte geführt. Die Prüfungsakte enthält insbesondere
1.
die Prüfungsdokumentationen,
2.
die Prüfungsbescheide,
3.
Mehrfertigungen des Zeugnisses, der Masterurkunde und
des Diploma Supplements,
4.
die schriftlichen Prüfungsleistungen und
5.
sonstige Entscheidungen des Prüfungsausschusses.
(2) Die Aufbewahrungsfrist beträgt für die Mehrfertigungen
der ausgestellten Zeugnisse, Masterurkunden und Diploma
Supplements sowie für Prüfungsbescheide zum endgültigen
Nichtbestehen der Masterprüfung fünfzig Jahre. Alle übrigen
Prüfungsunterlagen sind fünf Jahre aufzubewahren. Die ge-
nannten Fristen beginnen mit Ablauf des Kalenderjahres, in
dem die Masterprüfung bestanden oder endgültig nicht bestan-
den wurde.
(3) Die Studenten können innerhalb eines Jahres nach
schriftlicher Bekanntgabe des Bestehens oder Nichtbestehens
der Masterprüfung ihre Prüfungsakten unter Aufsicht einsehen.
§ 26
Widerspruchsverfahren
(1) Über den Widerspruch gegen Verwaltungsakte, die
nach dieser Prüfungsordnung erlassen worden sind, entschei-
det der Prüfungsausschuss.
(2) Widerspruchsbescheide sind gebührenpflichtig ent-
sprechend dem Verwaltungskostengesetz des Freistaates
Sachsen in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Sep-
tember 2003 (SächsGVBl. S. 698), das zuletzt durch Artikel 31
des Gesetzes vom 27. Januar 2012 (SächsGVBl. S. 130) ge-
ändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.
Abschnitt 6
Schlussbestimmungen
§ 27
Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach der Bekannt-
machung im Amtlichen Anzeiger in Kraft. Gleichzeitig tritt die
Prüfungsordnung der Fachhochschule für öffentliche Verwal-
tung und Rechtspflege Meißen, Fortbildungszentrum des Frei-
staates Sachsen für den Masterstudiengang Public Gover-
nance vom 5. Februar 2016 (SächsABl. AAz. S. A 227) außer
Kraft.
Meißen, den 11. Mai 2017
Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH),
Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
Prof. Dr. Nolden
Rektor
A 398
Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
15. Juni 2017

Anlage
(zu § 8 Absatz 4)
Prüfungsplan
für den weiterbildenden Masterstudiengang Public Governance
an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH),
Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
Modul-
nummer
Modultitel
Pflicht-
modul
Wahl-
modul
mögliche
Prüfungsarten
Prüfungs-
semester
ECTS-Leis-
tungspunkte
Gewich-
tungsfaktor
MaPuGo-01 Public Management
und Governance
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
1. 5 1
MaPuGo-02 Angewandte Wirt-
schaftspolitik
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
1. 5 1
MaPuGo-03 Rechtliche Grund-
sätze und Perspekti-
ven öffentlichen
Handelns
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
1. 5 1
MaPuGo-04 Digitale Informati-
onsverarbeitung
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
1. 5 1
MaPuGo-05 Personalmanage-
ment und Führung
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Hausarbeit
2. 5 1
MaPuGo-06 Angewandte Finanz-
politik
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
2. 5 1
MaPuGo-07 Datenschutz und
strategische Infor-
mationssicherheit
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Hausarbeit
2. 5 1
MaPuGo-08 Prozessorientierte
und IT-gestützte
Verwaltungsorgani-
sation
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Hausarbeit
2. 5 1
MaPuGo-09 Projektmanagement
und Change
Management
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
3. 5 1
MaPuGo-10
Ressourcen- und Fi-
nanzmanagement
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
3. 5 1
MaPuGo-11 Basistechnologien
und Dienste für
E-Government
x Klausur
mündliche Prüfung
3. 5 1
MaPuGo-12
Wissens- und Infor-
mationsmanage-
ment
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Hausarbeit
3. 5 1
MaPuGo-13 Strategisches Ma-
nagement und Qua-
litätsmanagement
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
4. 5 1
A 399
15. Juni 2017
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
Sächsisches Amtsblatt

Modul-
nummer
Modultitel
Pflicht-
modul
Wahl-
modul
mögliche
Prüfungsarten
Prüfungs-
semester
ECTS-Leis-
tungspunkte
Gewich-
tungsfaktor
MaPuGo-14 Modellierung von
Geschäftsprozessen
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
4. 5 1
MaPuGo-15 Konfliktmanagement
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
4. 5 1
MaPuGo-16 Datennetze und
Webtechnologien
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
4. 5 1
MaPuGo-17 Software Enginee-
ring – Requirement
Engineering
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
4. 5 1
MaPuGo-18 Projekt
x
Projektleistung
4.
5
1
MaPuGo-19 Urban/Regional
Governance
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
5. 5 1
MaPuGo-20 Wirtschaftsverwal-
tungsrecht
x Klausur
mündliche Prüfung
Hausarbeit
5. 5 1
MaPuGo-21 Ökonomische Theo-
rie der Politik und
Verhaltensökonomie
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
5. 5 1
MaPuGo-22 IT-Governance in
der öffentlichen Ver-
waltung
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
5. 5 1
MaPuGo-23 Marketing
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
5. 5 1
MaPuGo-24
Trends und Innova-
tion
x Klausur
mündliche Prüfung
Seminarleistung
Essay
Hausarbeit
5. 5 1
MaPuGo-25 Wissenschaftliche
Abschlussarbeit
x Masterarbeit und
Verteidigung
6. 20 4
A 400
Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 24
15. Juni 2017