Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
5. September 2019
A 594
Sonstige Körperschaften, Anstalten und Stiftungen
Ausbildungs- und Prüfungsordnung
der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH),
Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen für
den Berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Allgemeine Verwaltung
(APO-BBaAV)
Vom 25. Juni 2019
Aufgrund von § 6 Absatz 5 des Fachhochschule-Mei-
ßen-Gesetzes vom 22. Oktober 2016 (SächsGVBl. S. 498),
das durch Artikel 2 Absatz 7 des Gesetzes vom 5. April 2019
(SächsGVBl. S. 245) geändert worden ist, beschließt der Se-
nat der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechts-
pflege (FH), Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
diese Prüfungsordnung:
INHALTSÜBERSICHT
Abschnitt 1
Allgemeine Regelungen
§ 1
Geltungsbereich
§ 2
Ziel des Studiums
Abschnitt 2
Studium
§ 3
Zugang zum Studium
§ 4
Dauer und Gliederung
§ 5
Fachtheoretisches und berufspraktisches Studium
Abschnitt 3
Prüfungsorganisation
§ 6 Zusammensetzung und Berufung des Prüfungsaus-
schusses
§ 7
Aufgaben des Prüfungsausschusses und des Vorsit-
zenden
§ 8
Prüfer und Beisitzer
Abschnitt 4
Prüfungen
§ 9
Bachelorprüfung
§ 10 Modulprüfungen
§ 11 Zulassungsvoraussetzungen
§ 12 Klausuren
§ 13 Mündliche Modulprüfungen
§ 14 Alternative Modulprüfungen
§ 15 Bachelorarbeit und Verteidigung
§ 16 Bewertung der Prüfungsleistungen und Bildung der
Noten
§ 17 Bildung der Gesamtnote
§ 18 Bestehen und Nichtbestehen
§ 19 Wiederholung von Prüfungen
§ 20 Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfungen und
ECTS-Leistungspunkten
Abschnitt 5
Verfahrensregelungen und Zeugnisse
§ 21 Prüfungserleichterungen
§ 22 Fernbleiben, Rücktritt und Prüfungsverlängerung
§ 23 Unlauteres Verhalten im Prüfungsverfahren
§ 24 Mängel im Prüfungsverfahren
§ 25 Prüfungsdokumentation
§ 26 Zeugnis, Bachelorurkunde und Diploma Supplement
§ 27 Prüfungsakten, Aufbewahrungsfristen und Akten-
einsicht
Abschnitt 6
Schlussbestimmungen
§ 28 Inkrafttreten
Abschnitt 1
Allgemeine Regelungen
§1
Geltungsbereich
Diese Ordnung regelt die Prüfung für den berufsbeglei-
tenden Bachelorstudiengang Allgemeine Verwaltung (Studi-
engang) an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und
Rechtspflege (FH), Fortbildungszentrum des Freistaates
Sachsen (HSF Meißen).
§2
Ziel des Studiums
Ziel des Studiums ist die Erlangung des akademischen
Grades „Bachelor of Laws“, abgekürzt „LL. B.“.
Abschnitt 2
Studium
§3
Zugang zum Studium
(1) Zum Studiengang können zugelassen werden:
1. Tarifbeschäftigte mit allgemeiner Hochschulreife bzw.
Fachhochschulreife oder beruflich qualifizierte Tarifbe-
schäftigte ohne allgemeine Hochschulreife bzw. Fach-
hochschulreife gemäß § 17 Absatz 3 – 5 SächsHSFG
oder
2. Tarifbeschäftigte mindestens der Entgeltgruppe 7 der
Entgeltordnung des Tarifvertrages für den öffentlichen
Dienst (TVöD) oder mindestens der Entgeltgruppe 8 der
Entgeltordnung des Tarifvertrages für den öffentlichen
Dienst der Länder (TV-L).
Die unter Satz 1 Nr. 1 und 2 genannten Tarifbeschäftigten
müssen darüber hinaus:
1.
in einem Beschäftigungsverhältnis in einer Behörde des
Freistaates Sachsen, in einer sächsischen Kommune
oder in einer sonstigen unter der Aufsicht des Freistaa-

A 595
5. September 2019
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
Sächsisches Amtsblatt
tes Sachsen stehenden Körperschaft, Anstalt oder Stif-
tung des öffentlichen Rechts stehen und
2. über eine dreijährige, im Bereich der Rechtsanwendung
erworbene berufspraktische Erfahrung in einer staatli-
chen oder kommunalen Behörde oder in einer Körper-
schaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts in
mindestens der Entgeltgruppe 6 (TVöD oder TV-L) ver-
fügen und
3. eine Empfehlung des Arbeitgebers zur Aufnahme des
Studiums vorlegen.
Sind die vorhandenen Studienplätze noch nicht vollständig
mit
Bewerbern besetzt, können auch Bewerber ohne Emp-
fehlungsschreiben zugelassen werden. In begründeten
Ausnahmefällen können Bewerber, die die Voraussetzungen
nach Satz 2 Nummer 2 nicht vollständig erfüllen, aufgrund
einer Eignungsprüfung zum Studiengang zugelassen wer-
den.
(2) Das Ausschreibungs-, Bewerbungs-, Zulassungs-,
Auswahl- und Eignungsprüfungsverfahren ist in einer Zulas-
sungsordnung zum Studiengang festzulegen.
§4
Dauer und Gliederung
(1) Die Regelstudienzeit umfasst mindestens 36 Mo-
nate. Der Studiengang beginnt jährlich im August. Er gliedert
sich in sechs modularisierte Semester.
(2) Die Semester sind als berufsbegleitendes fachtheo-
retisches Studium an der HSF Meißen und als berufsinteg-
rierte praktische Studienzeiten in der Regel bei den Arbeit-
gebern der Studenten ausgestaltet.
(3) Im Studiengang sind insgesamt 180 ECTS-Leis-
tungspunkte, davon 120 im berufsbegleitenden fachtheoreti-
schen und 60 im berufsintegrierten praktischen Studium zu
erbringen.
(4) Inhalt, Umfang und zeitlicher Ablauf des Studiums,
insbesondere der Module und Modulprüfungen sind in ei-
ner Studienordnung festzulegen. Diese benennt ferner die
geeigneten Ausbildungsstellen für die berufsintegrierten
praktischen Studienzeiten.
§5
Fachtheoretisches und berufspraktisches Studium
(1) Der inhaltliche Schwerpunkt im Studiengang liegt in
der Rechtswissenschaft.
(2) Die Studieninhalte werden in Modulen entsprechend
der Anlage 1 vermittelt. Module sind zeitlich begrenzte, in
sich abgeschlossene, inhaltlich und methodisch zusam-
menhängende Lerneinheiten. Sie werden durch Lernziele
definiert, die als Handlungskompetenzen in einem Modul-
handbuch zum Studiengang zu beschreiben sind. Module
schließen spätestens nach drei Semestern mit einer studi-
enbegleitenden Modulprüfung ab. Für bestandene Module
werden Leistungspunkte nach dem European Credit Trans-
fer System (ECTS) vergeben. Ein ECTS-Leistungspunkt ent-
spricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden.
(3) Sofern in bestimmten Modulen verschiedene
Schwerpunkte zur Wahl angeboten werden (Wahlpflichtmo-
dul), wählt der Student einen Schwerpunkt aus. Regelungen
zu den Schwerpunkten der Wahlpflichtmodule sowie zu den
Mindest- und Höchstteilnehmerzahlen sind in der Studien-
ordnung zu treffen.
(4) Neben den Arbeitgebern der Studenten können auch
andere staatliche und kommunale Behörden im Freistaat
Sachsen, die Eigen- und Beteiligungsgesellschaften des
Freistaates Sachsen, der sächsischen Kommunen und der
sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öf-
fentlichen Rechts Ausbildungsstellen sein. Ausbildungsstel-
len können ferner vergleichbare Einrichtungen des Bundes,
eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland und
anderer in der Regel europäischer Staaten sein.
(5) Der HSF Meißen obliegt die Gesamtverantwortung
für die Durchführung der berufspraktischen Module. Soweit
das berufsintegrierte praktische Studium nicht beim Arbeit-
geber der Studenten erfolgen kann, weist die HSF Meißen
die Studenten anderen Ausbildungsstellen zu. Die Organisa-
tion und Koordinierung der berufspraktischen Module soll im
engen Zusammenwirken zwischen HSF Meißen, Arbeitge-
bern, Ausbildungsstellen und Studenten erfolgen.
(6) Die Arbeitgeber der Studenten oder die anderen Aus-
bildungsstellen teilen jedem Studenten einen Praxisbetreuer
zu, wobei ein Praxisbetreuer für mehrere Studenten verant-
wortlich sein kann. Als Praxisbetreuer dürfen nur Beamte
mit der Befähigung für eine Laufbahn der Laufbahngruppe 2
oder vergleichbare Beschäftigte beauftragt werden, die über
die hierzu erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfü-
gen sowie nach ihrer Persönlichkeit geeignet sind.
Abschnitt 3
Prüfungsorganisation
§6
Zusammensetzung und Berufung
des Prüfungsausschusses
(1) Für die mit dieser Prüfungsordnung zugewiesenen
Aufgaben wird am Fachbereich Allgemeine Verwaltung der
HSF Meißen ein Prüfungsausschuss berufen und eine Ge-
schäftsstelle eingerichtet. Die Geschäftsstelle wird vom Vor-
sitzenden des Prüfungsausschusses geleitet.
(2) Dem Prüfungsausschuss gehören an:
1. ein Fachhochschullehrer des Fachbereichs Allgemeine
Verwaltung als Vorsitzender,
2. drei Fachhochschullehrer der HSF Meißen,
3. zwei Vertreter der kommunalen Verwaltungspraxis und
4. ein Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums des
Innern, sofern dieser vom Staatsministerium gegenüber
der HSF Meißen vor der Berufung nach Absatz 4 be-
nannt wird.
Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu berufen. Der Vor-
sitzende wird von einem Mitglied vertreten.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren
Stellvertreter müssen eine mindestens dem Studienziel ent-
sprechende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen.
Sie sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig, nicht an Weisungen
gebunden sowie zur Unparteilichkeit und Verschwiegenheit
verpflichtet.
(4) Der Rektor beruft für den Prüfungsausschuss die
Mitglieder, deren Stellvertreter und den Vertreter des Vorsit-
zenden für einen Zeitraum von drei Jahren.
(5) Nach Ablauf ihrer Amtszeit üben die Mitglieder und
Stellvertreter ihre Tätigkeiten im Prüfungsausschuss bis zur
Berufung eines Nachfolgers weiter aus. Die erneute Beru-
fung ist zulässig. Eine Abberufung ist nur aus wichtigem
Grund möglich. Tritt ein Mitglied eines Prüfungsausschusses
in den Ruhestand, kann es bis zum Ablauf seiner Amtszeit im

Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
5. September 2019
A 596
Prüfungsausschuss verbleiben. Muss wegen des vorzeitigen
Ausscheidens eines Mitglieds oder Stellvertreters ein neues
Mitglied oder ein neuer Stellvertreter berufen werden, wird
das neue Mitglied oder der neue Stellvertreter nur bis zum
Ablauf der Berufung der übrigen Mitglieder und Stellvertreter
des Prüfungsausschusses berufen.
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn
mit dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter mehr als
die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Der Prüfungsaus-
schuss entscheidet mit Stimmenmehrheit. Stimmenthaltung
ist zulässig. Stimmenthaltungen werden bei der Ermittlung
der Stimmenmehrheit nicht berücksichtigt. Die Sitzungen
des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich.
(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses können als
Beobachter an allen Prüfungen teilnehmen. Als Beobachter
an Klausuren darf nicht teilnehmen, wer als Prüfer von Klau-
suren in dem jeweiligen Semester bestellt ist.
§ 7
Aufgaben des Prüfungsausschusses
und des Vorsitzenden
(1) Der Prüfungsausschuss ist für die Organisation und
Durchführung der Prüfungen und für Entscheidungen in
Prüfungsangelegenheiten zuständig. Er ist insbesondere
zuständig für:
1. die Zulassung von Bewerbern zum Studium,
2.
die Bestellung und Aufhebung der Bestellung der Prüfer
und Beisitzer einschließlich der Betreuer und Prüfer der
Bachelorarbeit und ihrer Verteidigung (§ 8 Absatz 2),
3. die Entscheidung über Widersprüche gegen Entschei-
dungen in Prüfungsangelegenheiten,
4. die Entscheidung über die Art der im jeweiligen Modul
zu erbringenden Prüfungsleistung (§ 10 Absatz 2 und
§ 19 Absatz 4),
5. die Zulassung von Hilfsmitteln in Modulprüfungen,
6. die Zulassung von Klausuren (§ 12 Absatz 2),
7. die Zulassung von Vorträgen, die Bestimmung der Vor-
tragsdauer und der Vorbereitungszeit auf den Vortrag in
mündlichen Modulprüfungen (§ 13 Absatz 5),
8. die Zulassung der Themen für die Bachelorarbeit (§ 15
Absatz 1 Satz 1),
9. die Entscheidung über Anträge von Studenten
a) auf Prüfungserleichterungen und Prüfungsverlän-
gerungen (§ 21 Absatz 3 und § 22 Absatz 6),
b) zum Fernbleiben oder zum Rücktritt von einer Prü-
fung (§ 22 Absatz 2),
c) auf Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfun-
gen und ECTS-Leistungspunkten (§ 20 Absatz 6),
10.
11.
die Bestimmung der Nachprüfungen (§ 22 Absatz 4),
die Entscheidung über Sanktionen bei unlauterem Ver-
halten von Studenten im Prüfungsverfahren (§ 23 Ab-
satz 1 bis 3 und 5) und
12. die Heilung von Mängeln im Prüfungsverfahren (§ 24
Absatz 2).
(2) Der Prüfungsausschuss kann einzelne Aufgaben wi-
derruflich auf den Vorsitzenden oder ein anderes Mitglied
des Prüfungsausschusses übertragen. Dies gilt nicht für die
in Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 und 3 genannten Aufgaben.
(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die
Durchführung der Bachelorprüfung. Er ist insbesondere zu-
ständig für
1. die Einteilung der Prüfer und Beisitzer
für die einzelnen
Modulprüfungen
und
Prüfungskommissionen,
2. die schriftliche Bekanntgabe der Gesamtnote der Ba-
chelorprüfung (§ 18 Absatz 6 Satz 1),
3. die schriftliche Bekanntgabe des Nichtbestehens einer
Modulprüfung oder der Bachelorprüfung (§ 18 Absatz 4
und 6 Satz 1) und
4. die schriftliche Bekanntgabe der Anrechnungsentschei-
dung des Prüfungsausschusses (§ 20).
Der Vorsitzende kann unaufschiebbare Entscheidungen
über die in Absatz 1 Satz 2 Nummer 9 Buchstabe a und b,
Nummer 11 und 12 genannten Aufgaben allein treffen. Der
Prüfungsausschuss ist hierüber unverzüglich zu unterrich-
ten.
(4) Der Prüfungsausschussvorsitzende berichtet re-
gelmäßig dem Prüfungsausschuss über die Entwicklung
der Prüfungs- und Studienzeiten sowie über die Verteilung
der Modul- und Gesamtnoten. Der Bericht ist in geeigneter
Weise durch die HSF Meißen offen zu legen.
(5) Der Prüfungsausschuss gibt Anregungen zur Reform
der Prüfungs-, Studien- und Zulassungsordnung.
§8
Prüfer und Beisitzer
(1) Prüfer bewerten Prüfungsleistungen, Beisitzer bera-
ten diese bei ihrer Entscheidungsfindung.
(2) Die Prüfer und Beisitzer werden für einen vom Prü-
fungsausschuss zu bestimmenden Zeitraum bestellt. Die
Prüfer für die Bachelorarbeit werden mit der Zulassung des
Themas bestellt. Die Bestellung kann jederzeit aufgehoben
werden.
(3) Zu Prüfern und Beisitzern können bestellt werden:
1.
Fachhochschullehrer und Lehrbeauftragte der HSF Mei-
ßen,
2. sonstige Hochschullehrer und
3. in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Per-
sonen.
(4) Prüfer von Klausuren, Seminarleistungen und Haus-
arbeiten sollen Fachhochschullehrer oder Lehrbeauftragte
der HSF Meißen im prüfungsrelevanten Modul sein. Satz 1
gilt für den Erstprüfer von Klausuren als Wiederholungs-
prüfungen entsprechend. Bei mündlichen Prüfungen soll
ein Prüfer Fachhochschullehrer oder Lehrbeauftragter der
HSF Meißen sein. Zu Prüfern von Projektleistungen können
alle Personen nach Absatz 3 bestellt werden. Ein Prüfer für
die Bachelorarbeit soll Fachhochschullehrer oder
Lehrbeauftragter der HSF Meißen sein.
(5) Prüfer und Beisitzer sollen eine mindestens dem Ziel
der Ausbildung entsprechende oder eine gleichwertige Qua-
lifikation besitzen. Sie sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig,
nicht an Weisungen gebunden sowie zur Unparteilichkeit
und Verschwiegenheit verpflichtet.
(6) Der aus zwingenden Gründen kurzfristige Wechsel
eines Prüfers vor Beginn einer mündlichen Prüfung oder im
Bewertungsverfahren schriftlicher Prüfungsleistungen ist
zulässig.

A 597
5. September 2019
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
Sächsisches Amtsblatt
Abschnitt 4
Prüfungen
§9
Bachelorprüfung
Die Bachelorprüfung besteht aus sämtlichen Modulprü-
fungen des Studienganges sowie der Bachelorarbeit und
ihrer Verteidigung.
§ 10
Modulprüfungen
(1) Jedes Modul schließt mit einer studienbegleitenden
Prüfung ab.
(2) Modulprüfungen sind als Klausuren, mündliche oder
alternative Prüfungen zu erbringen. Mindestens drei Module
sind mit einer Klausur abzuschließen, davon muss mindes-
tens eine Klausur einen rechtswissenschaftlichen Schwer-
punkt und die Form einer juristischen Fallbearbeitung auf-
weisen. Mindestens ein Modul muss mit einer mündlichen
Prüfung und ein weiteres Modul mit einer Seminarleistung
oder Hausarbeit abschließen. Die Art der zu erbringenden
Prüfungsleistung ist vor Beginn des Moduls zu bestimmen.
(3) An jedem Prüfungstag soll nur eine Modulprüfung
durchgeführt werden.
(4) Die Studenten sind innerhalb der ersten acht Stu-
dienwochen im jeweiligen Semester oder Studienabschnitt
von der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses in ge-
eigneter Form über die Art der zu erbringenden Prüfungs-
leistung sowie die Termine für die Modulprüfungen, für die
Ausgabe des Themas der Bachelorarbeit, für die Abgabe der
Bachelorarbeit und für die Verteidigung zu informieren.
(5) Modulprüfungen sind nicht öffentlich, sofern in dieser
Verordnung nichts Abweichendes bestimmt ist.
§ 11
Zulassungsvoraussetzungen
(1) Zu einer Modulprüfung ist zuzulassen, wer seinen
Prüfungsanspruch gemäß § 24 noch nicht verwirkt hat.
(2) Die HSF Meißen bestimmt in der Studienordnung
die für die Zulassung zur Bachelorarbeit mindestens zu er-
werbenden ECTS-Leistungspunkte sowie den Zeitpunkt der
Zulassung.
(3) Zur Verteidigung der Bachelorarbeit ist zuzulassen,
wer die Bachelorarbeit mit mindestens der Note „ausrei-
chend“ (4,0) bestanden hat.
(4) Die Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses stellt
die Zulassung zu den Modulprüfungen, zur Bachelorarbeit
und ihrer Verteidigung sowie zu den Wiederholungsprüfun-
gen fest.
§ 12
Klausuren
(1) Eine Klausur ist eine unter Aufsicht anzufertigende
schriftliche oder elektronische Arbeit, in der ohne Hilfsmittel
oder unter Benutzung der zugelassenen Hilfsmittel die ge-
stellten Aufgaben allein und selbständig bearbeitet werden.
Die Bearbeitungszeit beträgt mindestens 90 und höchstens
300 Minuten. § 21 Absatz 1 und 2 bleibt unberührt.
(2) Klausuren dürfen nur zugelassen werden, wenn sie
nicht mehr als zwei selbständige, getrennt zu bewertende
Aufgabenteile enthalten. Die Gewichtung der Aufgabenteile
ist anzugeben. In den Klausuren können Themen zur Aus-
wahl gestellt werden.
(3) Klausuren mit Antwort-Wahl-Aufgaben sind nicht
zulässig.
(4) Bei elektronisch zu erstellenden Arbeiten ist eine
nach Absatz 1 Satz 1 getroffene Zulassung von Hilfsmitteln
und die mit der Vergabe einer Kennziffer nach Absatz 5
Satz 3 bezweckte Pseudonymisierung durch geeignete
technische Maßnahmen zu gewährleisten. Notwendige Da-
tenformate und Speicherbereiche zur Abgabe der Prüfungs-
leistung sind in der jeweiligen Aufgabe anzugeben.
(5) Aufsichtsführende werden von der Geschäftsstelle
des Prüfungsausschusses bestimmt. Zur Aufsicht in Klausu-
ren darf nicht eingesetzt werden, wer als Prüfer von Klausu-
ren im jeweiligen Semester bestellt ist. Die Studenten haben
ihre Klausuren anstelle des Namens mit einer zuvor von
der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses vergebenen
Kennziffer zu versehen. Die den Kennziffern zugehörigen
Namen der Studenten dürfen vor Abschluss der Bewertung
der Klausur nicht bekanntgegeben werden.
(6) Für nicht oder nicht rechtzeitig am Ende der Bear-
beitungszeit abgegebene Klausuren wird die Note „ungenü-
gend“ erteilt.
(7) Klausuren sind von einem Prüfer zu bewerten. Klausu-
ren als Wiederholungsprüfungen sind von zwei Prüfern zu be-
werten. Dem Zweitprüfer ist die Bewertung der Klausur durch
den Erstprüfer, einschließlich der Begründung, bekannt. Wei-
chen die Bewertungen der beiden Prüfer um nicht mehr als
drei Notenpunkte voneinander ab, gilt die Durchschnittspunkt-
zahl. Bei größeren Abweichungen setzt, wenn die beiden
Prüfer sich nicht einigen oder auf drei Notenpunkte annähern
können, ein dritter Prüfer die Note im Rahmen der Bewertung
dieser beiden Prüfer fest; Satz 3 gilt entsprechend. Das Be-
wertungsverfahren soll sechs Wochen nicht überschreiten.
§ 13
Mündliche Modulprüfungen
(1) Mit mündlichen Prüfungen werden fachtheoretische
Module abgeschlossen.
(2) Mündliche Modulprüfungen werden vor zwei Prüfern
oder vor einem Prüfer in Gegenwart eines Beisitzers abge-
legt. Den Studenten soll eine Liste mit den bestellten Prüfern
und Beisitzern einschließlich der Vertreter zwei Wochen vor
Beginn der Prüfung in geeigneter Form mitgeteilt werden.
(3) Mündliche Modulprüfungen können als Gruppen-
oder Einzelprüfungen durchgeführt werden. An Gruppenprü-
fungen dürfen nicht mehr als vier Studenten teilnehmen.
(4) Die Dauer der mündlichen Modulprüfungen beträgt
für jeden Studenten mindestens 15 und höchstens 30 Mi-
nuten. Bei Gruppenprüfungen vervielfacht sich die gesamte
Prüfungsdauer entsprechend der Anzahl der teilnehmenden
Studenten.
(5) Die mündliche Modulprüfung kann mit einem Vortrag
der Studenten beginnen. Der Vortrag soll zehn Minuten nicht

Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
5. September 2019
A 598
überschreiten. Die Vorbereitungszeit auf den Vortrag beträgt
mindestens 30 und höchstens 60 Minuten.
(6) Beim Einsatz von Vorträgen bestimmen die Prüfer
die Themen.
(7) Die Prüfer einigen sich auf eine Bewertung der
mündlichen Modulprüfung.
(8) Die Bewertung ist den Studenten im Anschluss an
die mündliche Modulprüfung einzeln bekannt zu geben. Sie
ist zu begründen, wenn die Studenten Einwendungen gegen
die Bewertung vortragen.
(9) Die wesentlichen Inhalte der Prüfung, die Bewertung
der Prüfungsleistung und gegebenenfalls die Begründung
der Bewertungsentscheidung bei Einwendungen der Stu-
denten sind in einem Protokoll festzuhalten.
(10) Studenten, die sich nicht im selben Prüfungszeit-
raum der gleichen Modulprüfung unterziehen, sowie Vertre-
ter der Arbeitgeber der Studenten können mit Zustimmung
der Prüfungsteilnehmer und Prüfer als Zuhörer an der Prü-
fung mit Ausnahme der Beratung und Bekanntgabe der Prü-
fungsergebnisse teilnehmen. Versucht ein Zuhörer die Prü-
fung zu beeinflussen oder zu stören, ist er auszuschließen.
§ 14
Alternative Modulprüfungen
(1) Alternative Modulprüfungen sind
1. Projektleistungen,
2. Seminarleistungen,
3. Hausarbeiten,
4. Rollenspiele und
5. Praxisberichte.
(2) Eine Projektleistung umfasst eine Projektarbeit und
eine Präsentation. Themenvorschläge für eine Projektarbeit
oder Anträge auf Zuteilung eines Themas sind von den Stu-
denten beim Modulbeauftragten einzureichen. Der Modulbe-
auftragte entscheidet über die Zulassung der Themen oder
teilt ein Thema zu. Die Ergebnisse einer Projektarbeit sind
dem Prüfer im Rahmen einer mindestens 15- und höchstens
30-minütigen Präsentation vorzustellen.
(3) Eine Seminarleistung umfasst eine schriftliche Se-
minararbeit sowie die Darstellung der Arbeitsergebnisse in
einem mindestens 15- und höchstens 30-minütigen mündli-
chen Vortrag und in einer anschließenden Diskussion.
(4) In einer Hausarbeit wird eine auf die Modulinhalte
bezogene Aufgabe bearbeitet. Diese schriftliche Darstellung
umfasst auch den Nachweis der Auswertung einschlägiger
Quellen.
(5) In einem Rollenspiel wird ein Konflikt zwischen
Personen oder eine Beratungssituation simuliert. Die Prü-
fungszeit beträgt mindestens 15 und höchstens 30 Minuten.
Die Vorbereitungszeit auf das Rollenspiel beträgt bis zu 30
Minuten.
(6) Im Praxisbericht stellen die Studenten schriftlich
Inhalt, Ablauf und Ergebnisse ihres berufspraktischen Stu-
diums dar. Der Praxisbericht des Studenten sowie dessen
Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz werden
vom Praxisbetreuer getrennt bewertet. Die Gesamtbewer-
tung ergibt sich aus der Durchschnittspunktzahl der fünf
Einzelbewertungen.
(7) Die Themen für Seminararbeiten, Hausarbeiten und
Rollenspiele werden von den Prüfern gestellt.
(8) Projekt-, Seminar- und Hausarbeiten sind unter An-
wendung wissenschaftlicher Methoden zu erstellen. § 15 Ab-
satz 4 gilt entsprechend. Für Projekt-, Seminar- und Hausar-
beiten gilt § 15 Absatz 2 Satz 2 und 3 entsprechend.
(9) Die Bearbeitung der Themen im Rahmen alternativer
Modulprüfungen nach den Absätzen 2 und 5 kann einzeln
oder in einer Gruppe erfolgen. § 13 Absatz 4 Satz 2 gilt ent-
sprechend. Für Projektarbeiten und Rollenspiele findet § 15
Absatz 3 Satz 2 entsprechende Anwendung. Satz 3 gilt nicht
im Falle einer Gruppenbewertung nach Absatz 10 Satz 2.
(10) Schriftliche, mündliche und praktische Teile alterna-
tiver Modulprüfungen werden von mindestens einem Prüfer
bewertet. Sofern Themen im Rahmen alternativer Modulprü-
fungen nach den Absätzen 2 und 5 in einer Gruppe bear-
beitet wurden, kann eine Gruppenbewertung erfolgen. § 12
Absatz 7 Satz 6, § 13 Absatz 8 bis 10 und § 16 Absatz 3
gelten entsprechend.
(11) Für nicht oder nicht rechtzeitig erbrachte alternative
Modulprüfungen wird die Note „ungenügend“ erteilt.
§ 15
Bachelorarbeit und Verteidigung
(1) Die Bachelorarbeit ist eine schriftliche Arbeit, die un-
ter Anwendung wissenschaftlicher Methoden zu erstellen ist.
Sie ist mündlich zu verteidigen.
(2) Die Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit beträgt
vier Monate. Die Bachelorarbeit ist fristgemäß bei der Ge-
schäftsstelle des Prüfungsausschusses abzugeben. Bei
postalischer Übersendung der Bachelorarbeit ist für die
Fristwahrung das Datum des Poststempels maßgebend.
§ 14 Absatz 11 gilt entsprechend.
(3) Das zugelassene Thema der Bachelorarbeit kann
einzeln oder in einer Gruppe von nicht mehr als drei Studen-
ten bearbeitet werden. Bei Gruppenarbeiten muss die indivi-
duelle Prüfungsleistung auf Grund der Angabe von Kapiteln,
Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien
deutlich abgrenzbar sein.
(4) Mit der Bachelorarbeit haben die Studenten eine
eidesstattliche Versicherung darüber abzugeben, dass die
Bachelorarbeit selbständig verfasst wurde, nur die ange-
gebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt, alle Stellen der
Arbeit, die wörtlich oder sinngemäß aus anderen Quellen
übernommen
wurden, als solche kenntlich gemacht sind
und die Bachelorarbeit in gleicher oder ähnlicher Form
noch keiner Prüfungsbehörde vorgelegt worden ist. Für die
Bachelorarbeit ist die Note „ungenügend“ zu erteilen, wenn
die Studenten eine falsche eidesstattliche Versicherung ab-
gegeben haben. Zur Überprüfung der eidesstattlichen Ver-
sicherung kann eine geeignete Plagiatserkennungssoftware
eingesetzt werden.
(5) Die Bachelorarbeit wird von zwei Prüfern bewertet.
Das Bewertungsverfahren soll drei Monate nicht überschrei-
ten. § 12 Absatz 6 Satz 3 bis 5 gilt entsprechend.
(6) Die Verteidigung der Bachelorarbeit besteht aus ei-
nem in der Regel zehnminütigen Vortrag und einer anschlie-
ßenden 20-minütigen Disputation. Sie wird in der Regel von
den Prüfern, die die Bachelorarbeit benotet haben, durch-
geführt und bewertet. Ein weiterer Beisitzer kann hinzuge-

A 599
5. September 2019
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
Sächsisches Amtsblatt
zogen werden. Die Verteidigung ist hochschulöffentlich. Die
Bekanntgabe der Bewertung der Verteidigungsleistung ist
nicht öffentlich. Für die Verteidigung gilt § 13 Absatz 3, 4
Satz 2, Absatz 7 bis 9 und 10 Satz 2 entsprechend.
§ 16
Bewertung der Prüfungsleistungen
und Bildung der Noten
(1) Jede Prüfungsleistung ist mit einer vollen Punktzahl
von 0 bis 15 Notenpunkten zu bewerten. Dies gilt auch für
getrennt zu bewertende Aufgabenteile einer Klausur nach
§ 12 Absatz 2 Satz 1. Abweichend von Satz 1 wird das Prü-
fungsergebnis der Module des berufspraktischen Studiums
nach Maßgabe des § 18 Absatz 1 Satz 2 mit „bestanden“
oder „nicht bestanden“ festgestellt.
(2) Durchschnitts- und Endpunktzahlen sind jeweils
auf zwei Dezimalstellen zu berechnen. Die weiteren Dezi-
malstellen bleiben unberücksichtigt. Die ermittelten Durch-
schnitts- und Endpunktzahlen sind dabei wie folgt einer Note
zuzuordnen:
Notenpunkte
(Bewertung)
Noten
(Benotung)
14,80 – 15,00
1,0
sehr gut
14,60 – 14,79
1,1
14,40 – 14,59
1,2
14,20 – 14,39
1,3
14,00 – 14,19
1,4
13,70 – 13,99
1,5
gut
13,40 – 13,69
1,6
13,10 – 13,39
1,7
12,80 – 13,09
1,8
12,50 – 12,79
1,9
12,20 – 12,49
2,0
11,90 – 12,19
2,1
11,60 – 11,89
2,2
11,30 – 11,59
2,3
11,00 – 11,29
2,4
10,70 – 10,99
2,5
befriedigend
10,40 – 10,69
2,6
10,10 – 10,39
2,7
9,80 – 10,09
2,8
9,50 – 9,79
2,9
9,20 – 9,49
3,0
8,90 – 9,19
3,1
8,60 – 8,89
3,2
8,30 – 8,59
3,3
8,00 – 8,29
3,4
7,50 – 7,99
3,5
ausreichend
7,00 – 7,49
3,6
6,50 – 6,99
3,7
6,00 – 6,49
3,8
5,50 – 5,99
3,9
5,00 – 5,49
4,0
2,00 – 4,99
5,0
mangelhaft
0 – 1,99
6,0
ungenügend
(3) Die Notenpunkte für die Bachelorarbeit und ihre Ver-
teidigung werden im Verhältnis drei Viertel zu einem Viertel
gewichtet.
(4) Das Ergebnis bestandener Modulprüfungen und der
bestandenen Bachelorarbeit einschließlich Verteidigung ist
hochschulüblich bekannt zu geben.
§ 17
Bildung der Gesamtnote
(1) Bei der Bildung der Gesamtnote für die Bachelor-
prüfung werden die Notenpunkte der studienbegleitenden
Modulprüfungen mit der Anzahl der für das jeweilige Modul
vergebenen ECTS-Leistungspunkte multipliziert. Die nicht
mit Notenpunkten bewerteten Modulprüfungen fließen nicht
in die Gesamtnote ein. Die für die Module zu vergebenden
ECTS- Leistungspunkte und deren Gewichtung ergeben sich
aus der Anlage.
(2) Die Summe der nach Absatz 1 gewichteten Noten-
punkte wird durch die Summe der Gewichtungsfaktoren, die
für die mit Notenpunkten bewerteten Modulprüfungen nach
der Anlage festgelegt sind, geteilt. Das ermittelte Ergebnis
ergibt die Endpunktzahl, die nach § 16 Absatz 2 einer Note
zugeordnet wird. Diese Note entspricht der Gesamtnote der
Bachelorprüfung.
(3) Die Gesamtnote wird durch einen ECTS-Grad er-
gänzt. ECTS-Grade werden den Studenten, die die Bache-
lorprüfung bestanden haben, wie folgt zugeordnet:
1.
A
(die besten 10 Prozent),
2. B
(die nächsten 25 Prozent),
3. C
(die nächsten 30 Prozent),
4. D
(die nächsten 25 Prozent) und
5. E
(die letzten 10 Prozent).
Grundlage für die Berechnung des ECTS-Grades ist die
erreichte Endpunktzahl. ECTS-Grade beziehen sich jeweils
auf die drei letzten Absolventenjahrgänge. Sie werden erst-
mals nach dem dritten Studiendurchgang vergeben.
(4) Für jeden Studenten eines Absolventenjahrganges,
der die Bachelorprüfung bestanden hat, wird eine Platznum-
mer ermittelt. Die Platznummer bezieht sich auf die erreichte
Endpunktzahl. Zusätzlich wird der arithmetische Mittelwert
der Notenpunkte des Absolventenjahrganges angegeben.
§ 18
Bestehen und Nichtbestehen
(1) Eine Modulprüfung im fachtheoretischen Studium ist
bestanden, wenn sie mindestens mit der Note „ausreichend“
(4,0) bewertet wurde. Bei den Modulen im berufspraktischen
Studium muss die im Praxiszeugnis ausgewiesene Note
mindestens „ausreichend“ (4,0) betragen.
(2) Die Bachelorarbeit und die Verteidigung sind bestan-
den, wenn sie jeweils mindestens mit der Note „ausreichend“
(4,0) bewertet wurden.
(3) Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche
Modulprüfungen sowie die Bachelorarbeit und die Verteidi-
gung bestanden wurden.
(4) Studenten, die eine Modulprüfung oder die Bachelor-
prüfung nicht bestanden haben, wird das Ergebnis schriftlich
bekanntgegeben. Außerdem wird mitgeteilt, ob, in welchem
Umfang und in welcher Frist die entsprechende Prüfungs-
leistung wiederholt werden kann.
(5) Die Bachelorprüfung ist endgültig nicht bestanden,
wenn nicht alle nach § 19 vorgesehenen Wiederholungsprü-
fungen bestanden wurden oder ein Ausschluss von der wei-

Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
5. September 2019
A 600
teren Teilnahme an der Bachelorprüfung nach § 23 Absatz 1
Nummer 3 vorliegt.
(6) Das Ergebnis der Bachelorprüfung wird dem Studen-
ten schriftlich bekanntgegeben. Auf Antrag wird dem Stu-
denten eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten
Modulprüfungen, die erreichten Noten sowie die noch feh-
lenden Modulprüfungen enthält und erkennen lässt, dass die
Prüfung nicht bestanden ist. Satz 2 gilt entsprechend, wenn
der Student sein Bachelorstudium nicht abschließt.
§ 19
Wiederholung von Prüfungen
(1) Die Wiederholung einer bestandenen Modulprüfung
ist nicht zulässig.
(2) Nicht bestandene Modulprüfungen dürfen vorbe-
haltlich des Satzes 2 einmal wiederholt werden. Bis zu drei
Modulprüfungen des gesamten Studiums mit Ausnahme der
Bachelorarbeit und der Verteidigung dürfen ein weiteres Mal
wiederholt werden. Fehlversuche im gleichen Studiengang
an anderen Hochschulen sind zu berücksichtigen. Das Er-
gebnis einer nicht bestandenen Modulprüfung wird durch
das Ergebnis der Wiederholungsprüfung ersetzt.
(3) Der Antrag auf Zulassung zu einer weiteren Wie-
derholungsprüfung nach Absatz 2 Satz 2 ist innerhalb ei-
ner Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses der ersten
Wiederholungsprüfung schriftlich beim Prüfungsausschuss
zu stellen. Wird die Frist versäumt, gilt die Modulprüfung als
endgültig nicht bestanden.
(4) Wiederholungsprüfungen sind grundsätzlich in der
für die jeweilige Modulprüfung vorgeschriebenen Prüfungs-
art zu erbringen.
(5) Ist die Bachelorarbeit oder die Verteidigung nicht
bestanden, sind die Bachelorarbeit und die Verteidigung zu
wiederholen.
(6) Die Zulassung eines neuen Themas für die Bache-
lorarbeit ist innerhalb einer Frist von einem Monat nach
Bekanntgabe des Nichtbestehens schriftlich beim Prüfungs-
ausschuss zu beantragen. Wird die Frist versäumt, gilt die
Bachelorarbeit als endgültig nicht bestanden.
(7) Die Studiendauer verlängert sich auf Grund von Wie-
derholungsprüfungen nicht. Der Wiederholungsanspruch
bleibt bis zwei Jahre nach Ablauf der Studiendauer erhalten.
§ 20
Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfungen
und ECTS-Leistungspunkten
(1) Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leis-
tungspunkte werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung ange-
rechnet, wenn sie an einer Hochschule in der Bundesrepublik
Deutschland in einem fachlich gleichwertigen Studiengang
erbracht wurden.
(2) Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leis-
tungspunkte in Studiengängen, die nicht unter Absatz 1 fallen
oder außerhochschulisch in Aus- und Weiterbildungsgängen
sowie in der beruflichen Praxis zurückgelegt oder erworben
wurden, sind anzurechnen, wenn deren Gleichwertigkeit
festgestellt ist. Gleichwertig sind Studienzeiten, Modulprü-
fungen und ECTS-Leistungspunkte, wenn die erreichten
Lernergebnisse und erworbenen Kompetenzen des jeweili-
gen Studienganges dem Studiengang an der HSF Meißen
im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer
Vergleich,
sondern
eine
Gesamtbetrachtung
und
Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei Anrechnung von
Studienzeiten, Modulprüfungen und ECTS-Leistungspunkten,
die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erbracht
wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und der
Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzverein-
barungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschul-
partnerschaften zu beachten.
(3) Für die Anrechnung von Studienzeiten, Modulprüfun-
gen und ECTS-Leistungspunkten, die in staatlich anerkann-
ten Fernstudiengängen zurückgelegt oder erworben wurden,
gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.
(4) Absolvierte Ausbildungszeiten und berufspraktische
Zeiten sowie außerhalb des Hochschulwesens erworbene
Abschlüsse und sonstige durch eine erfolgreiche Prüfung
nachgewiesene Kompetenzen dürfen höchstens die Hälfte
der nachzuweisenden Studienzeiten, Modulprüfungen und
ECTS-Leistungspunkte ersetzen.
(5) Die Anrechnungsentscheidung des Prüfungsaus-
schusses wird vom Vorsitzenden schriftlich bekannt gege-
ben.
(6) Anträge nach den Absätzen 1 bis 3 und die für die
Anrechnung erforderlichen Unterlagen sind von den Studen-
ten für Module im ersten Semester innerhalb einer Frist von
einem Monat nach dem Beginn und für alle weiteren Module
bis einen Monat vor Beginn des jeweiligen Semesters beim
Prüfungsausschuss einzureichen. Fristversäumnis führt
zum Verlust des Anrechnungsanspruchs. Aus den Unterla-
gen müssen die erreichten Lernergebnisse und erworbenen
Kompetenzen, die angerechneten ECTS-Leistungspunkte,
die Bewertungen und die Zeitpunkte sämtlicher Prüfungs-
leistungen hervorgehen. Die Bestätigungen müssen von den
Hochschulen ausgestellt sein, an denen die Prüfungen ab-
gelegt wurden. Aus den Bestätigungen muss auch ersicht-
lich sein, welche Prüfungsleistungen nicht bestanden oder
wiederholt wurden. Im Einzelfall können auch Unterlagen
zum Nachweis der im außerhochschulischen Bereich erwor-
benen Kompetenzen verlangt werden.
Abschnitt 5
Verfahrensregelungen und Zeugnisse
§ 21
Prüfungserleichterungen
(1) Schwerbehinderten und diesen gleichgestellten be-
hinderten Studenten im Sinne von § 2 Absatz 2 und 3 des
Neunten Buches Sozialgesetzbuch vom 23. Dezember 2016
(BGBl. I S. 3234), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes
vom 18. April 2019 (BGBl. I S. 473) geändert worden ist, in
der jeweils geltenden Fassung, sind bei den Modulprüfungen
auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichte-
rungen zu gewähren. Die fachlichen Anforderungen dürfen
nicht herabgesetzt werden.
(2) Studenten, die vorübergehend erheblich körperlich
beeinträchtigt sind, können bei den Modulprüfungen auf
Antrag angemessene Erleichterungen gewährt werden. Ab-
satz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Anträge auf Prüfungserleichterungen sind spätes-
tens einen Monat vor Beginn der Modulprüfung beim Prü-
fungsausschuss einzureichen. Liegen die Voraussetzungen
für die Gewährung einer Prüfungserleichterung erst zu ei-

A 601
5. September 2019
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
Sächsisches Amtsblatt
nem späteren Zeitpunkt vor, ist der Antrag unverzüglich zu
stellen. Art und Grad der Beeinträchtigung sind durch amts-
ärztliches Zeugnis nachzuweisen.
§ 22
Fernbleiben, Rücktritt und Prüfungsverlängerung
(1) Bleibt ein Student einer Modulprüfung oder Teilen
derselben ohne Zustimmung des Prüfungsausschusses fern
oder tritt er ohne Zustimmung des Prüfungsausschusses
von ihr oder einem Teil zurück, wird die Prüfung oder der
betreffende Teil mit der Note „ungenügend“ bewertet.
(2) Stimmt der Prüfungsausschuss dem Fernbleiben
oder dem Rücktritt zu, gilt die Prüfung oder der betreffende
Teil als nicht durchgeführt. Die Zustimmung darf nur erteilt
werden, wenn wichtige Gründe vorliegen, insbesondere,
wenn der Student auf Grund von Krankheit an der Prüfung
oder einem Prüfungsteil nicht teilnehmen kann. Der Student
hat das Vorliegen eines wichtigen Grundes unverzüglich
gegenüber dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses
geltend zu machen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist
grundsätzlich ein amtsärztliches Zeugnis vorzulegen, das
Angaben über Art, Grad und Dauer der Prüfungsunfähigkeit
enthält und in der Regel nicht später als am Prüfungstag aus-
gestellt sein darf. Der Krankheit eines Studenten steht die
Krankheit eines von ihm zu versorgenden Kindes oder die
Pflege eines nahen Angehörigen in einer akut auftretenden
Pflegesituation gleich. In offensichtlichen Fällen kann auf die
Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verzichtet werden.
(3) Hat sich ein Student in Kenntnis einer gesundheitli-
chen Beeinträchtigung oder eines anderen Rücktrittsgrun-
des einer Modulprüfung unterzogen, kann ein nachträglicher
Rücktritt von der bezeichneten Modulprüfung wegen dieses
Grundes nicht mehr genehmigt werden.
(4) Für Studenten, die mit Zustimmung des Prüfungsaus-
schusses einer Modulprüfung oder Teilen derselben fernge-
blieben oder davon zurückgetreten sind, wird eine Nachprü-
fung bestimmt. Bereits abgelegte Teile der Modulprüfung
werden bei der Nachprüfung angerechnet. Eine nicht oder
nicht vollständig abgelegte mündliche Prüfung nach § 13 ist
in vollem Umfang nachzuholen. Dies gilt entsprechend für
Präsentationen im Rahmen von Projektleistungen nach § 14
Absatz 2 Satz 4, für mündliche Vorträge und Diskussionen
im Rahmen einer Seminarleistung nach § 14 Absatz 3 und
für Rollenspiele nach § 14 Absatz 5.
(5) Erscheinen Studenten aus Gründen, die sie nicht zu
vertreten haben, verspätet zur Modulprüfung, verlängert sich
die Bearbeitungszeit für sie auf Antrag um die versäumte
Zeit. Der Nachweis über die Gründe der Verspätung ist im
Anschluss an die Prüfung unverzüglich bem Prüfungsaus-
schuss vorzulegen. Kann der Nachweis nicht erbracht wer-
den, wird für die entsprechende Prüfung die Note „ungenü-
gend“ erteilt.
(6) Die Bearbeitungszeit für Projekt-, Seminar- und
Hausarbeiten sowie die Bachelorarbeit verlängert sich auf
Antrag um Zeiten, in denen der Student aus Gründen, die
er nicht zu vertreten hat, an der Bearbeitung gehindert ist.
Überschreitet die Verlängerung der Bearbeitungszeit einen
Zeitraum von sechs Monaten, erhält der Student ein neues
Thema zur Bearbeitung. Der Nachweis über die Gründe der
Verhinderung ist unverzüglich beim Prüfungsausschuss vor-
zulegen. Im Krankheitsfall ist grundsätzlich ein amtsärztli-
ches Zeugnis vorzulegen, das Angaben über Art, Grad und
Dauer der Erkrankung enthält. Absatz 2 Satz 5 und 6 sowie
Absatz 5 Satz 3 gelten entsprechend.
§ 23
Unlauteres Verhalten im Prüfungsverfahren
(1) Unternimmt es ein Student, das Ergebnis seiner Mo-
dulprüfung, Bachelorarbeit oder deren Verteidigung durch
1.
Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmit-
tel,
2. unzulässige Hilfe Dritter oder
3. Einwirkung auf den Prüfungsausschuss oder auf von
diesem mit der Wahrnehmung von Prüfungsangelegen-
heiten beauftragten Personen zu beeinflussen, wird die
betroffene Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“
bewertet.
In besonders schweren Fällen können Studenten von der
weiteren Teilnahme an der Bachelorprüfung ausgeschlos-
sen werden.
(2) Das Mitführen nicht zugelassener Hilfsmittel unmit-
telbar vor oder nach Beginn einer Klausur, mündlichen Mo-
dulprüfung, Präsentation einer Projektarbeit, Darstellung der
Ergebnisse einer Seminarleistung oder eines Rollenspiels
steht der Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel nach
Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 gleich, sofern der Student nicht
nachweist, dass das Mitführen weder auf Vorsatz noch auf
Fahrlässigkeit beruht. Prüfer, Beisitzer und Aufsichtführende
sind befugt, den Arbeitsplatz des Studenten unmittelbar vor
und während einer Prüfung nach Satz 1 auch ohne
konkreten Verdacht auf nicht zugelassene Hilfsmittel zu
kontrollieren. Dazu können technische Hilfsmittel eingesetzt
werden. Die Kontrolle von Studenten während einer
Prüfung nach Satz 1 mittels Sichtkontrolle und Scangeräten
ist zulässig. Besteht der Verdacht einer Mitführung nicht zu-
gelassener Hilfsmittel, sind Prüfer, Beisitzer und Aufsichtfüh-
rende befugt, diese Hilfsmittel sofort sicherzustellen. Hilfs-
mittel, die wegen einer Veränderung beanstandet werden,
sind dem Studenten bis zum Abschluss einer Prüfung nach
Satz 1, spätestens bis zum Ende der dafür vorgesehenen Ar-
beitszeit, zu belassen. Verhindert der Student eine Kontrolle
oder eine Sicherstellung oder nimmt er nach Beanstandung
gemäß Satz 6 eine Veränderung in den Hilfsmitteln vor, wird
die betroffene Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“
bewertet. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(3) Stört ein Student den ordnungsgemäßen Verlauf
einer Modulprüfung, die Verteidigung einer Bachelorarbeit
oder als Gruppenmitglied die Erstellung einer Gruppenba-
chelorarbeit, kann er von der weiteren Teilnahme an der
Prüfung ausgeschlossen werden. In diesem Falle wird die
betroffene Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“ be-
wertet. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. In Eilfällen kann
ein Prüfer, Beisitzer oder Aufsichtführender den Ausschluss
nach Satz 1 und seine sofortige Vollziehung anordnen.
(4) Vor Entscheidungen nach den Absätzen 1 bis 3 ist
der Student anzuhören. Bis zur Entscheidung setzt der Stu-
dent die Modulprüfung fort, es sei denn, dass ein vorläufiger
Ausschluss des Studenten zur ordnungsgemäßen Weiter-
führung der Modulprüfung unerlässlich ist.
(5) Wird nachträglich bekannt, dass eine der Vorausset-
zungen nach den Absätzen 1 bis 3 vorlag, ist eine bestan-
dene Modulprüfung oder die Bachelorprüfung für nicht be-
standen zu erklären. Das unrichtige Zeugnis ist einzuziehen
und gegebenenfalls neu auszustellen. Entscheidungen nach
den Sätzen 1 und 2 sind ausgeschlossen, wenn seit der Aus-
händigung des Zeugnisses mehr als zehn Jahre vergangen
sind.

Sächsisches Amtsblatt
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
5. September 2019
A 602
§ 24
Mängel im Prüfungsverfahren
(1) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Män-
geln behaftet war, die die Chancengleichheit erheblich ver-
letzt haben, kann auf Antrag eines Studenten oder von Amts
wegen angeordnet werden, dass von einem bestimmten
Studenten oder von allen Studenten die Modulprüfung oder
einzelne Teile derselben zu wiederholen sind.
(2) Ein Antrag nach Absatz 1 ist unverzüglich schriftlich
beim Prüfungsausschuss zu stellen. Er darf keine Bedingun-
gen enthalten und kann nicht zurückgenommen werden. Die
Geltendmachung ist ausgeschlossen, wenn seit dem Ab-
schluss des mit einem Mangel behafteten Prüfungsteils ein
Monat verstrichen ist.
(3) Sechs Monate nach Abschluss der Modulprüfung
dürfen Anordnungen nach Absatz 1 von Amts wegen nicht
mehr getroffen werden.
§ 25
Prüfungsdokumentation
(1) Die Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses do-
kumentiert die Modulprüfungen. Diese Dokumentation kann
auch in elektronischer Form erfolgen.
(2) Die Prüfungsdokumentation umfasst:
1. die Fristen für die Anfertigung von Projekt-, Seminar-
und Hausarbeiten sowie der Bachelorarbeit,
2. die Namen der Prüfer und Beisitzer, die an der Bewer-
tung der Prüfungsleistung mitgewirkt haben,
3. die in der Modulprüfung erreichten Notenpunkte und
Noten,
4. die Endpunktzahl und die Gesamtnote,
5. die Entscheidungen des Prüfungsausschusses und
6. Unregelmäßigkeiten in der Modulprüfung.
§ 26
Zeugnis, Bachelorurkunde und Diploma Supplement
(1) Über die bestandene Bachelorprüfung erhält der Stu-
dent innerhalb eines Monats nach Beendigung des Studiums
ein Zeugnis.
(2) Das Zeugnis bezeichnet den abgeschlossenen
Studiengang und weist neben der Gesamtnote die Noten-
punkte und Noten der Modulprüfungen sowie die erreichten
ECTS- Leistungspunkte aus. Angerechnete Modulprüfungen
und ECTS-Leistungspunkte, die nicht an der HSF Meißen
erbracht wurden, werden mit dem Vermerk „als Modulprü-
fung angerechnet“ in das Zeugnis eingetragen. Soweit die
Notensysteme vergleichbar sind, werden auch die Noten
übernommen und in die Berechnung der Gesamtnote einbe-
zogen. Angerechnete Leistungen, die außerhochschulisch in
Aus- und Weiterbildungsgängen oder in der beruflichen Pra-
xis erbracht wurden, werden ohne Note mit dem Vermerk „als
Modulprüfung angerechnet“ in das Zeugnis eingetragen. Das
Zeugnis enthält außerdem die in der Bachelorarbeit und ihrer
Verteidigung erzielten Notenpunkte und Noten sowie die The-
men der Projektarbeit und der Bachelorarbeit. Das Zeugnis
weist den erreichten ECTS-Grad, die im jeweiligen Absolven-
tenjahrgang ermittelte Platznummer und den arithmetischen
Mittelwert der Notenpunkte des Absolventenjahrganges aus.
(3) Mit dem Zeugnis werden eine Urkunde über die Ver-
leihung des Bachelorgrades und ein Diploma Supplement,
in dem die wesentlichen Informationen zum Inhalt und zum
Profil des Studienganges enthalten sind, ausgehändigt.
(4) Zeugnis, Bachelorurkunde und Diploma Supplement
werden in deutscher und englischer Sprache ausgefertigt.
Sie tragen das Datum des Tages, an dem die Gesamtnote
der Bachelorprüfung schriftlich bekanntgegeben wurde.
§ 27
Prüfungsakten, Aufbewahrungsfristen
und Akteneinsicht
(1) Über jeden Studenten wird bei der Geschäftsstelle
des Prüfungsausschusses eine Prüfungsakte geführt. Die
Prüfungsakte enthält insbesondere
1.
alle Bescheide im Zusammenhang mit der Bachelorprü-
fung,
2. Mehrfertigungen des Zeugnisses, der Bachelorurkunde
und des Diploma Supplements,
3. Bescheinigungen über das Nichtbestehen,
4. die schriftlichen und elektronischen Prüfungsleistungen
sowie
5. sonstige Entscheidungen des Prüfungsausschusses.
Die in Satz 2 Nummer 4 und 5 bezeichneten Prüfungsunter-
lagen können auch als elektronische Akte geführt werden.
(2) Die Aufbewahrungsfrist beträgt für die Mehrfertigun-
gen der ausgestellten Zeugnisse, Bachelorurkunden und
Diploma Supplements sowie für Prüfungsbescheide zum
endgültigen Nichtbestehen der Bachelorprüfung 50 Jahre.
Alle übrigen Prüfungsunterlagen sind zehn Jahre aufzu-
bewahren. Die genannten Fristen beginnen mit Ablauf des
Kalenderjahres, in dem die Bachelorprüfung bestanden oder
endgültig nicht bestanden wurde.
(3) Die Studenten können innerhalb eines Jahres nach
schriftlicher Bekanntgabe des Bestehens oder Nichtbeste-
hens der Bachelorprüfung ihre Prüfungsakten unter Aufsicht
einsehen.
Abschnitt 6
Schlussbestimmungen
§ 28
Inkrafttreten
Diese Prüfungsordnung tritt am Tag nach der Bekannt-
gabe im Amtlichen Anzeiger in Kraft.
Meißen, den 25. Juni 2019
Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (FH),
Fortbildungszentrum des Freistaates Sachsen
Prof. Dr. Nolden
Rektor
Anlage: Prüfungsplan

A 603
5. September 2019
Amtlicher Anzeiger Nr. 36
Sächsisches Amtsblatt
Anlage
(zu § 5 Absatz 2 und § 17 Absatz 1 Satz 3)
Modulübersicht für den berufsbegleitenden
Bachelorstudiengang Allgemeine Verwaltung
Modultitel
fachtheo-
retisches
Modul
berufs-
prakti-
sches
Modul
Modulbewertung
bestanden
Prüfungs-
semester
ECTS-
Leis-
tungs-
punkte
Gewich-
tungsfak-
tor
mit Note
ohne Note
Grundlagen des Verfassungs-
und Europarechts
X
X
1.
5
5
Privatrecht
X
X
1.
5
5
Betriebs- und Volkswirtschafts-
lehre
X
X
1.
4
4
Rechtsgrundlagen des Verwal-
tungshandelns
X
X
2.
8
8
Sozialwissenschaftliche Grund-
lagen
X
X
1.
4
4
Kommunale Selbstverwaltung
X
X
2.
5
5
Leistungsverwaltung
X
X
2.
4
4
IT-gestützte Verwaltungsorga-
nisation
X
X
2.
5
5
Eingriffs- und/oder Leistungs-
verwaltung
X
X
2.
18
0
Öffentliche Finanzwirtschaft
X
X
4.
5
5
Personalmanagement
X
X
4.
5
5
Projektarbeit
X
X
3.
5
5
Europarecht, Zuwendungsrecht,
Datenschutz und Informations-
sicherheit
X
X
3.
5
5
Öffentliche Wirtschaft
X
X
3.
5
5
Querschnittsverwaltung I (Haus-
halt, Personal, Informationstech-
nologie)
X
X
3.
17
0
Rechnungswesen
X
X
4.
6
6
Beschaffung und Liegenschafts-
verwaltung
X
X
4.
6
6
Kooperative Verwaltung
X
X
5.
5
5
Querschnittsverwaltung II
(Haushalt, Organisation, Per-
sonal, Informationstechnologie)
oder Öffentliche Betriebe
X
X
4.
13
0
Besonderer Schutzauftrag des
Staates oder besondere Hand-
lungsfelder der Kommunen
X
X
5.
5
5
Betriebswirtschaftslehre öffentli-
cher Unternehmen
X
X
5.
5
5
verwaltungsrelevante Manage-
mentkonzepte
X
X
5.
5
5
Bau- und Umweltrecht
X
X
6.
8
8
Projekt-/Planungsmanage-
ment und/oder öffentliche
Betriebe
X
X
5.
12
0
Organisation und Steuerung
X
X
6.
5
5
Bachelorarbeit und Verteidigung
X
X
6.
10
20
Summe
180
130