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Hamburg, 24. März 2015
Dr.-Ing. Jens-Martin Gutsche
Gertz Gutsche Rümenapp
Stadtentwicklung und Mobilität GbR
Büro Hamburg-Altona
Ruhrstraße 11
22761 Hamburg
E-Mail:
folgekostenschaetzer@ggr-planung.de
URL:
www.ggr-planung.de
Telefon: 040 / 85 37 37
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FolgekostenSchätzer 5.0
Anleitung (Teil C: Rückbau)
Stand: 24.03.2015
Seite 3
Inhaltsverzeichnis
1
Dies ist die richtige Anleitung, wenn …
4
2
Die Übersichtsliste: Flächen mit Rückbaubedarf
5
3
Eine neue Fläche mit Rückbaubedarf definieren und die Kosten
des Rückbaus grob abschätzen
6
3.1
Schritt 1: Name und Größe der Fläche
6
3.2
Schritt 2: Foto
6
3.3
Schritt 3: Brachflächentyp
7
3.4
Schritt 4: Schätzung der Rückbaukosten
9
3.5
Schritt 5: Kommunaler Anteil an der Rückbaukosten
11
3.6
Schritt 6: Kommunaler Anteil an den Sanierungskosten
14
3.7
Schritt 7: Zusammenfassung der Flächendefinition
15
4
Flächensteckbriefe erzeugen
17

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FolgekostenSchätzer 5.0
Anleitung (Teil C: Rückbau)
Stand: 24.03.2015
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1
Dies ist die richtige Anleitung, wenn …
… Sie eine Kostenabschätzung für
den Bereich des Rückbaus früheren Nutzungen auf poten-
ziellen Siedlungsflächen in ihrer Gemeinde oder Region durchführen möchten.
In diesem Fall haben Sie bereits
das Programm „FolgekostenSchätzer“ installiert und gestartet,
eine neue Kostenabschätzungsdatei erzeugt oder eine bereits vorhandene geöffnet
sowie
im ersten Auswahlschritt das Themenfeld „Rückbau“
gewählt
(Abbildung 1).
Abbildung 1
Auswahl des Anwendungsfalls (1. Schritt)
Falls Sie noch nicht an diesem Punkt sind, werfen Sie bitte einen Blick in den Teil A der Anlei-
tung.

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Anleitung (Teil C: Rückbau)
Stand: 24.03.2015
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2
Die Übersichtsliste: Flächen mit Rückbaubedarf
Nach der Anwahl des Themenfeldes „Rückbau“
(Abbildung 1) landen Sie direkt auf einer der
zentralen Seiten dieses Themenfeldes: der Übersichtliste für Ihre potenziellen Entwicklungs-
flächen mit Rückbaubedarf (Abbildung 2). Eine Auswahl zwischen Anwendungsfällen wie in
den Themenbereichen „Neubau“ und „Bestand“ ist nicht notwendig.
Abbildung 2
Übersichtsliste über die potenziellen Entwicklungsflächen mit Rückbaubedarf
Wenn Sie die Übersichtsliste zum ersten Mal aufrufen, ist diese noch leer. Mit den am rech-
ten Rand befindlichen Schaltflächen können Sie der Liste neue Flächen hinzufügen sowie
bereits darin enthaltene Flächen bearbeiten oder löschen.
Die eingetragenen Daten sowie die dabei durchgeführten Kostenabschätzungen können Sie
sich später in Form von Steckbriefen anzeigen lassen, die Sie mit Hilfe der beiden Schaltflä-
chen unten rechts exportieren oder ausdrucken können. Wie das geht, erläutert Ihnen das
Kapitel 4 dieser Anleitung.
Mit der Schaltfläche unten links können Sie das Themenfeld „Rückbau“ verlassen. Sie kehren
dann zur Auswahlseite für die drei Themenfeldern „Neubau“, „Rückbau“ und „Bestand“
(Abbildung 1) zurück.

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Anleitung (Teil C: Rückbau)
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Eine neue Fläche mit Rückbaubedarf definieren und
die Kosten des Rückbaus grob abschätzen
3.1 Schritt 1: Name und Größe der Fläche
Wenn Sie am unteren Rand der Übersichtsliste (Abbildung 2) die
Schaltfläche „Eine neue
Fläche definieren“ anklicken, so öffnet sich die in
Abbildung 3 dargestellte Bildschirmansicht
für den ersten Schritt der Definition einer potenziellen Siedlungsflächen mit Rückbaubedarf.
Abbildung 3
Schritt 1 zur Definition einer neuen Potenzialflächen mit Rückbaubedarf
Bitte geben Sie auf dieser Seite der Fläche zunächst einen Namen und tragen Sie dann Ihre
Größe, gemessen in Hektar (1 ha = 10.000 m²) ein. Klicken Sie anschließend die Schaltflä-
che „Schritt weiter“.
Sie können Ihre Definition zu jedem Zeitpunkt mit der entsprechenden Schaltfläche abbre-
chen. Ihre Eingaben bzw. Änderungen zu dieser Potenzialfläche gehen in diesem Fall jedoch
verloren.
3.2 Schritt 2: Foto
Insbesondere mit Blick auf die Flächensteckbriefe (Kapitel 4) haben Sie im zweiten Schritt die
Möglichkeit, ein Foto der Fläche mit Rückbaubedarf einzufügen. Klicken Sie dazu auf die
Schaltfläche
„Foto der Rückbaufläche hinzufügen oder ändern“
oben links. Daraufhin öffnet
sich der in Abbildung 4 gezeigte Office-Dialog zur Auswahl einer Grafikdatei. Diese sollte ei-
nes der folgenden Formate haben:
.jpg
.bmp
.gif
Nach der Auswahl wird das Foto im FolgekostenSchätzer angezeigt (Abbildung 5). Wenn Sie
ein Foto wieder entfernen möchten, klicken Sie bitte auf die Schaltfläche „Foto der
Rückbau-
fläche aus Definition entfernen“. Wenn Sie das Foto lediglich gegen ein anderes austauschen
möchten, klicken
Sie hingegen erneut auf „Foto der Rückbaufläche hinzufügen oder ändern“.
Über die Schaltfläche „Schritt weiter“ gelangen Sie zum nächsten Schritt.

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Abbildung 4
Schritt 2 zur Definition einer neuen Potenzialflächen mit Rückbaubedarf
Abbildung 5
Das in Schritt 2 ausgewählte Foto wird angezeigt
3.3 Schritt 3: Brachflächentyp
Im dritten Schritt der Flächendefinition ordnen Sie die Potenzialfläche einem Brachflächentyp
zu. Wie in Abbildung 6 dargestellt, sind im FolgekostenSchätzer bereits fünf Brachflächenty-
pen vor definiert:
Industrie- und Gewerbebrachen,
Althofstellen,
Landwirtschaftsbrachen,
Verkehrsbrachen und
Wohnbrachen.

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Diese Einteilung entstammt einer empirischen Auswertung von insgesamt 195 Maßnahmen
zum Flächenrecycling, die im Rahmen des EU-Programms
„Brachflächenrevitalisierung“
ge-
fördert wurden.
1
Aus dieser Auswertung stammen auch die in Schritt 4 der Flächendefinition
als Standardwerte angebotenen Kostenkennwerte für den Aufwand der Flächenrevitalisie-
rung.
Abbildung 6
Schritt 3: Auswahl des Brachflächentyps
Wählen Sie bitte aus den angezeigten Möglichkeiten den Brachflächentyp aus, der nach Ihrer
Einschätzung der Situation auf der aktuell zu definierenden Fläche am nächsten kommt. Kli-
cken Sie dazu auf eines der fünf Fotos.
Sofern nach Ihrer Einschätzung keiner der fünf angebotenen Brachflächentypen die Situation
auf der betreffenden Fläche adäquat beschreibt, so können Sie unten rechts auch einen ei-
genen Brachflächentyp definieren. Klicken Sie dazu unten rechts auf das Feld mit den grauen
Gebäudeumrissen und geben Sie anschließend Ihrem Brachflächentyp einen eigenen Namen.
Im Gegensatz zu den vordefinierten Brachflächentypen können für die selbst definierten
Brachflächentypen in den folgenden Arbeitsschritten keine Kostenkennwerte angeboten wer-
den. Sie sollten die Option zur Definition eines eigenen Brachflächentyps daher nur dann
nutzen, wenn ihnen selbst Schätzwerte zum Kostenaufwand des Flächenrecyclings vorliegen.
Nach der Auswahl des Brachflächentyps klicken Sie unten rechts auf die Schaltfläche „Schritt
weiter“.
Falls Sie sich sicher sind, dass auf der betreffenden Flächen werden Rückbau- noch Sanie-
rungskosten auftreten, können Sie die einleitende Frage
mit „nein“ beantworten. In diesem
Fall wird die Auswahl der Brachflächentypen ausgeblendet und Sie gelangen mit der Schalt-
fläche „Schritt weiter“ direkt ans Ende der Flächendefinition.
1
Diese Auswertung wurde 2012 durch die Projektgruppe Stadt+Entwicklung im Rahmen der Evaluie-
rung des EFRE-Programms "Brachflächenrevitalisierung in Sachsen durchgeführt. Weitere Informatio-
nen auf der Seite
www.brachflaechenrevitalisierung-sachsen.de.

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3.4 Schritt 4: Schätzung der Rückbaukosten
Mit dem vierten Arbeitsschritt beginnen Sie die Kostenschätzungen für die betreffende Rück-
baufläche. Der FolgekostenSchätzer unterscheidet dabei prinzipiell zwischen
Rückbaukosten, d.h. den Kosten für die Beseitigung von Altgebäuden und ggf. vor-
handenen und nicht mehr nutzbaren Infrastrukturanlagen sowie
Sanierungskosten, d.h. Kosten für die Reinigung des Bodens von ggf. auf der Fläche
anzutreffenden Altlasten.
Mit den Rückbaukosten beschäftigen sich die Eingabeschritte 4 und 5. Die Sanierungskosten
sind Gegenstand des Eingabeschrittes 6.
Die Abschätzung der Rückbaukosten beginnt mit der in Abbildung 7 gezeigten Ansicht. Auf
Basis Ihrer im vorigen Schritt vorgenommenen Zuordnung der Potenzialfläche zu einem der
Brachflächentypen wird Ihnen dabei ein Schätzwert für die Höhe der Rückbaukosten angebo-
ten. Wie bereits erwähnt entstammen alle in diesem Schritt angezeigten Schätzwerte der
Auswertung von 195 im Rahmen des EU-Programms
„Brachflächenrevitalisierung“
geförder-
ten Maßnahmen. Je nach
Brachflächentyp wird dabei eine andere Bezugsgröße (z.B. „pro qm
Bruttofläche“ oder „pro Kubikmeter umbauter Raum“) verwendet.
Der angezeigte Kennwert für die Rückbaukosten wird nicht automatisch auf Ihre Potenzial-
fläche angewendet. Dies erkennen Sie daran, dass der unten rechts stehende Schätzwert für
die Rückbaukosten auf der gerade definierten Potenzialfläche beim Aufruf der Seite bei 0
Euro steht.
Abbildung 7
Schritt 3: Schätzung der Rückbaukosten
Um die Rückbaukosten für Potenzialfläche zu schätzen, klicken Sie bitte auf das kleine Stift-
symbol. Daraufhin erscheint das in Abbildung 8 gezeigte Eingabefenster. In dieses können
Sie denn für die Abschätzung anzuwenden Kostenkennwert eingeben. Sie können sich dabei
entweder an dem vorgeschlagenen Referenzwert orientieren oder
sofern Ihnen entspre-
chende Informationen vorliegen oder Sie aus Erfahrung einen Abschlag oder Aufschlags vor-
nehmen möchten
von diesem abweichen. Zu diesem Zeitpunkt der Abschätzung geht es
um die Gesamtkosten des Rückbaus. Fragen der Finanzierung und einer möglichen Förde-
rung der Maßnahmen sind erst Gegenstand des nächsten Arbeitsschritts.

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Abbildung 8
Eingabe des anzuwendenden Kostenkennwert für den Rückbau
Nach dem Schließen des Eingabefensters wird Ihr Kostenkennwert in die Schätzung der
Rückbaukosten übernommen und die sich daraus ergebenden Gesamtkosten des Rückbaus
für die Potenzialfläche unten rechts angezeigt (Abbildung 9). Sofern Ihnen diese plausibel
erscheinen, klicken
Sie auf die Schaltfläche „Schritt weiter“.
Andernfalls ändern Sie bitte Ihre
Eingabe wie beschrieben.
Abbildung 9
Geschätzte Gesamtkosten des Rückbaus
Je nach Brachflächentyp beziehen sich der Vorschlags- und eigener Eingabewert entweder
auf die Größe der Fläche (in qm Bruttofläche) oder auf das Gebäudevolumen (gemessen in
Kubikmeter umbauter Raum). Die zuletzt genannten Kubikmeter umbauter Raum beziehen
sich dabei immer auf das bauliche Gesamtvolumen inkl. Keller.

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3.5 Schritt 5: Kommunaler Anteil an der Rückbaukosten
Wie bereits angesprochen bezieht sich der im vorigen Schritt erarbeitete Schätzwert auf die
Gesamtkosten des Rückbaus auf der betreffenden Fläche. Im fünften Schritt der Flächende-
finition geht es nun darum, den von der Kommune zu tragenden Anteil dieser gesamten
Rückbaukosten zu bestimmen. Dazu zeigt der FolgekostenSchätzer das in Abbildung 10 dar-
gestellte Berechnungsformular.
Abbildung 10
Schritt 5: Bestimmung des kommunalen Anteils an den Rückbaukosten
Dieses erinnert einleitend noch einmal an das gesetzlich verankerte Verursacherprinzip. Da-
nach sind die Kosten des Rückbaus grundsätzlich durch den Verursacher zu tragen.
Sofern die Gemeinde nicht selbst Eigentümer der Fläche bzw. Verursacher der im Rahmen
des Rückbaus zu beseitigenden Anlagen und Infrastrukturen vorhergehender Nutzungen ist,
liegt der kommunale Kostenanteil somit bei 0 Euro. Von diesem Ausgangszustand geht das
Berechnungsformular des fünften Arbeitsschrittes aus, wenn es zum ersten Mal aufgerufen
wird (Abbildung 10). Wenn diese Situation auch für die gerade betrachtete Potenzialfläche
gilt, so können Sie mit der unten
rechts befindlichen Schaltfläche
„Schritt weiter“ zum nächs-
ten Eingabeschritt übergehen.
Wie die Praxis zeigt, werden jedoch eine Reihe potenziellen Siedlungsflächen mit Rückbau-
bedarf nicht bezüglich der Revitalisierung angegangen. Die Gründe hierfür sind vielfältig und
reichen von nicht mehr greifbaren Verursachern über ein zu geringes Interesse der Eigentü-
mer an einer Entwicklung bis hin zu fehlenden finanziellen Möglichkeiten der Besitzer.
Unter bestimmten Bedingungen (Stadtbild, Siedlungsentwicklung, Vermeidung der Inan-
spruchnahme zusätzlicher Grünflächen) kann es sinnvoll sein, abweichend vom Verursacher-
prinzip öffentliche Mittel für den notwendigen Rückbau einzusetzen.
Dies kann zum einen über die Nutzung von Förderprogrammen der EU, des Bundes
oder der Länder geschehen.
Zum anderen kann auch die Gemeinde selbst die aus ihrer Sicht erstrebenswerten
Maßnahmen für den Rückbau finanziell unterstützen.
Entsprechend dieser Logik können Teile der im vierten Arbeitsschritt ermittelten Gesamtkos-
ten des Rückbaus
die gerade betrachtete Potenzialfläche den Finanzierungsquellen
„Förder-
mittel“ und „Kommune“ zugewiesen werden. Der Restbetrag verbleibt beim
Grundstücksei-
gentümer.

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Standardmäßig geht das Berechnungsformular des fünften Arbeitsschrittes von einem priva-
ten Flächeneigentümer aus. Befindet sich die Fläche hingegen im kommunalen Besitz oder ist
die Kommune im Sinne des zitierten Verursacherprinzips als Verursacher der zu beseitigen-
den Reste der vorherigen Nutzung anzusehen, so ist ihr Kostenanteil beim Ausfüllen des Be-
rechnungsschemas so zu wählen, dass die Zeile für die privaten Eigentümer im Ergebnis 0
Euro zeigt.
Wie bereits im vorigen Schritt können Eingaben über die Stiftsymbole vorgenommen werden.
Bei deren Anklicken öffnet sich jeweils ein kleines Eingabefenster (Abbildung 11), dessen
Eingabe nach dem Schließen in das Berechnungsschema übernommen wird.
Der letztendlich gesuchte kommunaler Kostenanteil wird in dem grau hinterlegten Feld unten
rechts angezeigt. Er entspricht immer
dem in der zweiten Zeile des Abschnitts
„Kostenauftei-
lung“ genannten Eurobetrag
(Abbildung 12).
Mit der Schätzung des kommunalen Kostenanteils ist die Abschätzung der Rückbaukosten
abgeschlossen. Über die
Schaltfläche „Schritt weiter“
unten rechts gelangen Sie zum nächs-
ten Eingabeschritt, in dem es um die Sanierungskosten geht.
Abbildung 11
Eingabe des Fördermittelanteils für die Rückbaukosten

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Abbildung 12
Geschätzter kommunaler Anteil an den Rückbaukosten

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3.6 Schritt 6: Schätzung der Sanierungskosten und des kom-
munalen Anteils daran
Der in den beiden vorigen Schritten kostenstrukturell abgeschätzte Rückbau beinhaltet nicht
eine ggf. notwendige Altlastensanierung des Bodens der betreffenden Potenzialfläche. Diese
Sanierung ist Gegenstand des sechsten Eingabeschrittes.
Je nach Grad der Bodenverunreinigung können die Sanierungskosten erheblich variieren.
Zudem hängen sie von den zukünftigen Nutzungen und deren räumlicher Anordnung ab. So
kann es z.B. kostenreduzierend sein, im Zuge der Überplanung darauf zu achten, Parkplätze
und andere unempfindliche Nutzungen eher auf den stärker verunreigten Teilbereichen der
Fläche und Gärten oder Spielplätze eher an den weniger verunreigten Bereichen.
Angesichts dieser vielen Abhängigkeiten erscheint es nicht möglich, seitens des Folgekosten-
Schätzers Kennwerte bereitzustellen. Sie werden daher im obersten Kästchen der Eingabe-
maske (Abbildung 13) gebeten, eine Schätzung der Sanierungskosten einzutragen. Ihre An-
gabe sollte sich auf die Gesamtfläche beziehen. Geben Sie daher keinen Wert pro qm ein.
Insbesondere bei planerischen Vorüberlegungen kann es sinnvoll sein, an dieser Stelle zu-
nächst einen groben Schätzwert einzutragen, der zu einem späteren Zeitpunkt von Ihnen
aktualisiert wird, wenn genauere Informationen (z.B. aus Bodengutachten) vorliegen.
2
Abbildung 13
Schritt 6: Schätzung der Sanierungskosten und des kommunalen Anteils daran
Auch für die Sanierungskosten gilt das Verursacherprinzip, auf das mit dem zweiten Kästchen
der Eingabemaske noch einmal explizit hingewiesen wird.
Einer vergleichbaren inhaltlichen wie datenstrukturellen Logik folgend können Sie mit Hilfe
der beiden Stiftsymbole
im Eingabebereich „Kostenaufteilung“ Anteile für die Kommune
so-
wie die Inanspruchnahme von Fördermitteln eingeben.
Im Ergebnis wird Ihnen der kommunale Kostenanteil an der Bodensanierung in dem grau
unterlegten Feld rechts unten angezeigt. Mit
einem Klick auf die Schaltfläche „Schritt weiter“
verlassen Sie das Thema „Sanierungskosten“.
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Sie können eine bereits gespeicherte Flächendefinition erneut öffnen und bearbeiten, indem sich
links neben der Übersichtsliste (Abbildung 2)
auf „Die ausgewählte Fläche bearbeiten“ klicken.

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Abbildung 14
Geschätzter kommunaler Anteil an den Sanierungskosten
3.7 Schritt 7: Zusammenfassung der Flächendefinition
Im abschließenden siebten Schritt sind keine weiteren Eingaben erforderlich. Stattdessen
zeigt Ihnen der FolgekostenSchätzer eine Zusammenfassung ihrer Eingaben im Zuge der
zurückliegenden sechs Schritte. Auf der linken Spalte sehen Sie die Rahmendaten (Bezei-
chung, Größe und Foto). Die rechte Spalte fasst Ihre Kostenabschätzungen zusammen. Neu
ist der im Feld „Kommunale Gesamtkosten“ unten rechts angegebene Betrag. Dieser ergibt
sich aus der Summe der kommunalen Anteile an den Rückbaukosten und den Sanierungs-
kosten.
Abbildung 15
Schritt 7: Zusammenfassung der Flächendefinition
Wenn Ihnen Fehler auffallen oder einzelne Werte unplausibel erscheinen, können Sie über
die Schaltfläche „Schritt zurück“ zu den einzelnen
Eingabe- und Abschätzungsschritten zu-
rückkehren.
Sind Sie mit der Eingabe zufrieden, so schließen Sie die Flächendefinition über die Schaltflä-
che „Flächendefinition abschließen“ ab. Ihre Eingaben werden dann gespeichert und die
be-

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schriebene Fläche taucht in der Übersichtsliste der Flächen mit Rückbaubedarf auf
(Abbildung 16). Wie bereits erwähnt können Sie die Flächendefinition über die Schaltfläche
„Die ausgewählte Fläche bearbeiten“ jederzeit erneut öffnen und verändern.
Abbildung 16
Die definitierte Fläche erscheint nach Abschluss der Flächendefinition in der Über-
sichtsliste

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4
Flächensteckbriefe erzeugen
Neben der beschriebenen Kostenschätzung ist auch die übersichtliche Darstellung der zu-
sammengetragenen Informationen zu den Rückbauflächen Ziel der Nutzung des Folgekos-
tenSchätzers. Hierzu besteht die Möglichkeit, Flächensteckbriefe zu erzeugen.
Abbildung 17
Möglichkeit zur Erzeugung von Flächensteckbriefen
Dazu nutzen Sie die beiden in Abbildung 17 unten rechts zu sehenden Schaltflächen unter-
halb der Flächenliste.
4.1 Flächensteckbriefe exportieren
Wenn Sie auf die rechte der beiden Schaltflächen („Steckbriefe der Flächen exportieren“)
klicken und die anschließende Rückfrage
mit „Ja“ beantworten, erzeugt der
Folgekosten-
Schätzer eine neue Exceldatei und fragt Sie über einen üblichen Speichern-unter-Dialog, wo
Sie diese neue Exceldatei speichern möchten.
Sie können der Datei bei dieser Gelegenheit gleich auch einen sprechenden Namen geben.
Ihnen wird dabei immer auch ein Dateiname vorgeschlagen. Dieser kann z.B.
„Rückbauflä-
chen_2015-03-06“
lauten, wobei die Ziffern am Ende dem aktuellen Datum (in der
Reihen-
folge Jahr-Monat-Tag, hier also 6.3.2015) entsprechen.
Die erzeugte Datei wird nach dem Abspeichern sofort wieder geschlossen. Wenn Sie sie an-
sehen möchten, öffnen Sie sich bitte über den übliche Öffnen-Funktion von Excel. Sie sollte
auch in der Liste der zuletzt geöffneten Datei stehen, so dass Sie sie schnell wiederfinden
können.
Die Flächensteckbriefe-Datei besteht immer aus
einer Übersichtsliste (Abbildung 18) über alle Flächen
sowie je einem Blatt für die einzelnen Flächen (Abbildung 19)

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Abbildung 18
Übersichtsliste des Flächensteckbriefs
Die erzeugte Datei ist nicht geschützt, d.h. Sie können Sie verändern wie Sie möchten. Sie
können zudem alle Inhalte daraus in andere Dokumente (Excel, Word, PowerPoint, …)
kopie-
ren.
Flächensteckbriefe
ob von Ihnen verändert oder nicht
können hingegen nicht wieder in
den FolgekostenSchätzer zurückeingelesen werden. Dateneingaben in den FolgekostenSchät-
zer erfolgen ausschließlich über die im Kapitel 3 beschriebenen Eingabemasken.

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Abbildung 19
Einzelflächenbeschreibung in den Flächensteckbriefen

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4.2 Flächensteckbriefe ausdrucken
Wenn Sie die Flächensteckbriefe nicht exportieren, sondern direkt ausdrucken möchten, so
klicken Sie bitte auf die Schaltfläche
„Steckbriefe der Flächen ausdrucken“
(Abbildung 19).
Der FolgekostenSchätzer erzeugt dann die gleiche neue Exceldatei wie beim Export im vori-
gen Abschnitt 4.1, öffnet dann aber nicht das Speicher-, sondern das Drucken-Fenster Ihres
Office-Systems (Abbildung 20).
Abbildung 20
Druckdialog für die Steckbriefe
Wenn Sie den richtigen Drucker ausgewählt haben, klicken Sie auf „OK“. Die Steckbriefe
werden dann auf Ihren Drucker gesendet und die Steckbriefedatei wird
ohne Speichern
wieder geschlossen.
Wenn Sie ein pdf erzeugen möchten, wählen Sie im Druckdialog einen pdf-Drucker aus. Falls
keiner bei Ihnen installiert sein sollte, exportieren Sie bitte stattdessen die Steckbriefe-Datei
wie im Abschnitt 4.1 beschrieben und nutzen anschließend die pdf-Exportfunktion von Excel.
3
3
In Excel 2010 z.B. zu finden unter Datei > Speichern und Senden > Pdf-Dokument erstellen.