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Abteilung 6: Natur, Landschaft, Boden
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Leseanleitung für Standard Datenbögen der Gebiete nach
der FFH-Richtlinie (92/ 43/ EWG) und der Vogelschutz-
richtlinie (79/ 409/ EWG)
Vorbemerkungen
Eines der zentralen Anliegen der Europäischen Kommission zur Erfüllung der FFH- und Vogelschutz-
Richtlinie ist eine einheitliche verbindliche Datenerfassung für alle Natura 2000-Gebiete. Auf dieser
Grundlage soll der Aufbau eines europäischen Datenbanksystems zur Verwaltung von Natura 2000-
Gebieten sichergestellt werden.
Die gemäß Art. 4 (1) der FFH-Richtlinie im Zuge der Vorschlagslisten der Mitgliedsstaaten zu
meldenden Daten sind in einem "Natura 2000 Netz-Standard-Datenbogen" differenziert worden.
Dieser Standard-Datenbogen ist vom Habitatausschuß im Mai 1994 erstmals verbindlich festgelegt
und als EUR15-Version im März 1995 erweitert bzw. ergänzt worden. Der Datenbogen ist ebenfalls für
alle Gebiete nach der Vogelschutzrichtlinie (79/ 409/ EWG) auszufüllen.
Das vollständige Ausfüllen des Datenbogens stellt einen erheblichen Aufwand dar. Im Zuge der
Meldung der Gebiete wurde daher vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit der
Europäischen Kommission zugestanden, bestimmte Felder vorerst nicht auszufüllen.
In der folgenden Leseanleitung werden zum besseren Verständnis alle Datenfelder näher erläutert,
auch wenn in einigen im Rahmen der sächsischen Gebietsmeldung nach der Vogelschutzrichtlinie
und der FFH-Gebietsmeldung vom LfUG bisher kein Eintrag vorgenommen wurde bzw. Angaben zu
einzelnen Feldern von der EU-Kommission zu späteren Zeitpunkten vorgesehen sind.
Für das Ausfüllen des Datenbogens steht dem LfUG eine spezielle Eingabesoftware zur Verfügung.
Das deutsche FFH-Eingabeprogramm wurde vom BfN erarbeitet und basiert auf dbase-kompatiblen
Datenbanken. Beim Ausdruck auftretende Formfehler (z.B. willkürliche Worttrennung, Leerzellen unter
Punkt 3.3, Zuordnung von Arten zu Datenfeldern) sind aufgrund der bundeseinheitlichen Vorgabe der
Software vom LfUG nicht beeinflußbar. Das BfN hat angekündigt eine vollständig überarbeitete
Software zur Verfügung zu stellen. Nach deren Bereitstellung wird zu entscheiden sein, ob auch diese
Leseanleitung zu überarbeiten ist.
Das Eingabeprogramm des Bundesamtes für Naturschutz erlaubt zusätzlich zur Erstellung des
eigentlichen Meldeformulars für die Natura-2000-Gebiete (Standard Datenbogen) die Ausgabe eines
Datenbogens, der in einer zusammengefassten Darstellung die vollständigen Gebietsdaten enthält,
die während der Erfassung in das Programm eingegeben werden. Erläuterungen zu diesen
„vollständigen Gebietsdaten“ finden sich in Anhang V.

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
2
Erläuterungen zum Standard Datenbogen
1 Gebietskennzeichnung
1.1 Typ
Über den Gebietstyp erfolgt eine Aussage darüber, ob es sich um ein FFH-Gebiet (B, E, G, K), ein
Gebiet nach der Vogelschutzrichtlinie (A, I) oder beides gleichzeitig (C) handelt. Zudem bezieht sich
der Gebietstyp auf die relative Lage von Gebieten nach der Vogelschutzrichtlinie und der FFH-
Richtlinie zueinander. Folgende Gebietstypen kommen vor:
Kennzeichen Typ
A
ausgewiesenes VR (Vogelschutzrichtlinien)-Gebiet
B
FFH-Gebietsvorschlag (ohne Überschneidung mit VR-Gebiet)
C VR-Gebiet = FFH-Gebiet
E
FFH-Gebiet, das ein anderes Natura-2000-Gebiet berührt, das
in einem anderen Verwaltungsbezirk ein VR-Gebiet oder FFH-
Gebiet sein kann
G
FFH-Gebiet, das Teilmenge eines VR-Gebietes ist
I
VR-Gebiet, das Teilmenge eines FFH-Gebietes ist
K
FFH-Gebiet mit teilweiser Überschneidung VR-Gebiet
1.2 Kennziffer
Die Kennziffer des Gebietes besteht aus neun Zeichen und wird bundeseinheitlich vom BfN vergeben.
Die beiden ersten Zeichen sind mit "DE" für Deutschland belegt. Die folgenden sieben Ziffern
bestehen aus der Nummer der TK 1:25.000 (MTB, vierstellig), einer "3" für FFH-Gebiete oder einer "4"
für Gebiete nach der Vogelschutzrichtlinie sowie zwei Ziffern für die fortlaufende Nummerierung
innerhalb eines Messtischblattes (MTB), da mehrere Gebiete in einem MTB auftreten können. Liegt
ein Gebiet in mehreren MTB, so ist der nordwestlichste Teilbereich des Gebietes für die Benennung
des MTB maßgeblich.
1.3 Ausfülldatum
Das Jahr und der Monat werden angegeben, an dem der Datenbogen ausgefüllt wurde.
1.4 Fortschreibung
Das Jahr und der Monat der Fortschreibung des Datenbogens nach der Meldung werden angegeben.
1.5 Beziehung zu anderen Natura 2000-Gebieten
Hier erfolgte der Eintrag der Kennziffer angrenzender, eingeschlossener oder teilweise
eingeschlossener Vogelschutzrichtliniengebiete (Gebietstypen C, E, G, I und K - siehe Punkt 1.1),
wobei beachtet wurde, dass sich die in den Datenbögen ausgegebenen Nummern inzwischen
geändert haben.
Bei den Datenbögen für das VR-Gebiet Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet erscheinen die
Meldenummern der diesem VR-Gebiet zugeordneten 8 Teilgebiete
.
1.6 Angaben gemacht von
Vermerkt wird die für die Ausfüllung des Erfassungsbogens fachlich verantwortliche Einrichtung.
1.7 Gebietsname
Der Gebietsname ist jeweils ohne Angabe bestehender Schutzgebietskategorien eingetragen.
1.8 Daten der Gebietsbennenung und –ausweisung
Die hier vorgesehenen Einträge erfolgen erst zu einem späteren Zeitpunkt.

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für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
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2 Lage des Gebietes
2.1 Lage des Gebietsmittelpunkts
Nach erfolgter Digitalisierung wurde der Gebietsmittelpunkt i.d.R. als Flächenschwerpunkt in
geographischen Koordinaten eingetragen.
2.2 Fläche (in ha)
Vermerk der Fläche des gemeldeten Gebietes.
2.3 Erstreckung (in km)
Als Alternative zur Flächenangabe kommt bei schmalen linearen Gebieten, z.B. Fließgewässern, die
Angabe der Längserstreckung in Betracht. In Sachsen wurde diese Art der Größenangabe für ein
Gebiet nicht genutzt.
2.4 Höhe über NN (in m)
Angegeben ist die minimale Höhe, die maximale Höhe und als Schätzwert die mittlere Höhe des
gemeldeten Gebietes.
2.5 Verwaltungsgebiet
Angegeben sind die Kodierung nach dem Eurostat-Nuts-System, der Name des Landkreises und der
Flächenanteil am Gebiet (in %), den die Landkreise bzw. kreisfreien Städte einnehmen.
2.6 Biogeographische Region
Sachsen gehört nach bundeseinheitlicher Vorgabe vollständig zur kontinentalen biogeographischen
Region.

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3 Ökologische Angaben
3.1 Im Gebiet vorhandene Lebensräume und ihre Beurteilung
Für jeden im Gebiet vorhandenen Lebensraumtyp des Anhangs I wurde auf nationaler Ebene eine
Beurteilung der relativen Bedeutung der Gebiete vorgenommen. Die Beurteilung erfolgt gemäß den
Kriterien des Anhangs III der FFH-Richtlinie (Repräsentativität, relative Fläche, Erhaltungszustand,
Gesamtbeurteilung).
Alle im Gebiet vorhandenen Lebensraumtypen sind mit ihrer Kennziffer (siehe Anlage I), dem
jeweiligen Flächenanteil am Gesamtgebiet (in %) und der entsprechenden Beurteilung gemäß den
oben genannten Kriterien eingetragen worden. Eine Ausnahme bilden "nicht signifikante" Vorkommen.
Dabei handelt es sich um für das Schutzziel des Gebiets nicht relevante fragmentarische oder sehr
kleinflächige Restvorkommen eines Lebensraumtyps. In diesen Fällen steht unter Repräsentativität
ein "D" und die weitere Einzelbeurteilung entfällt. Die Beurteilung zu den Kriterien "relative Fläche"
und "Gesamtbeurteilung" erfolgte aus nationaler Sicht abschließend durch das Bundesamt für
Naturschutz.
Kriterien zur Beurteilung der Bedeutung des Gebietes:
a) Repräsentativität
Der Repräsentativitätsgrad des in diesem Gebiet vorkommenden natürlichen Lebensraumtyps wird
angegeben.
A hervorragende Repräsentativität
B gute Repräsentativität
C signifikante Repräsentativität
D nicht signifikant
b) Relative Fläche
Die vom Lebensraumtyp im gemeldeten Gebiet eingenommene Fläche wird im Bezug zur
Gesamtfläche des betreffenden Lebensraumtyps in Deutschland ermittelt.
A
> 15 %
B
2 - 15 %
C
< 2 %
c) Erhaltungszustand
Der Erhaltungsgrad der Struktur und der Funktionen des betreffenden natürlichen Lebensraumtyps
und dessen Wiederherstellungsmöglichkeit wird beurteilt.
A
sehr gut
(sehr guter Erhaltungszustand, unabhängig von der
Wiederherstellungsmöglichkeit)
B
gut
(guter Erhaltungszustand, Wiederherstellung in kurzen bis
mittleren Zeiträumen möglich)
C mittel bis
schlecht
(weniger gut erhalten, Wiederherstellung schwierig oder
unmöglich)
d) Gesamtbeurteilung
Bei der Gesamtbeurteilung wird der Wert des Gebietes für die Erhaltung des betreffenden
natürlichen Lebensraumtyps für die kontinentale Region in Deutschland eingeschätzt. Dafür
werden die Einzelbeurteilungen zusammengefasst, und es können weitere Wertkriterien
berücksichtigt werden.
A sehr hoch
B hoch
C mittel ("signifikant")

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3.2 Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie und des Anhangs II der FFH-Richtlinie
Bei diesen über Kennziffern definierten Arten (siehe Anlagen II und III) sind Populationsangaben
anzugeben, wobei die Tierarten zusätzlich nach "nicht ziehend" bzw. für „ziehende“ Arten nach
"brütend", "überwinternd" und "auf dem Durchzug" unterschieden wird. In absteigender Priorität sind je
nach vorliegenden Daten die Eingabe von konkreten Populationsgrößen, von vorgegebenen
Populationsgrößenklassen oder die qualitative Einschätzung in „vorhanden“, „häufig“, „selten“ und
„sehr selten“ möglich.
Möglichkeiten zur Angabe der Populationsgröße:
a) Konkrete Anzahl
(Genauigkeit + Wert)
Genauigkeit
= genaue Zählung
> mehr als
< maximal
~ ca. (Schätzung)
b) Größenklassen
1
1-5
6
251-500
2
6-10
7
501-1.000
3
11-50
8
1.001-10.000
4
51-100
9
>10.000
5
101-250
c) Häufigkeit
c
common
häufig, große Population
r
rare
selten, mittlere bis kleine Population
v
very rare
sehr selten, sehr kleine Population
p present vorhanden
Für im Gebiet brütende Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie und im Gebiet vorkommende
Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie wird eine Beurteilung der relativen Bedeutung des Gebietes
für die jeweilige Art vorgenommen. Die Beurteilung erfolgt gemäß den Kriterien des Anhangs III der
FFH-Richtlinie (Populationsgröße und –dichte, Erhaltungsgrad, Isolierungsgrad, Gesamtbeurteilung).
Die Angaben zu den Kriterien "Population" und "Gesamtbeurteilung" erfolgten aus nationaler Sicht
abschließend durch das Bundesamt für Naturschutz.
Beurteilung der Arten (analog zu den Lebensräumen):
a) Population
Angegeben wird der Anteil der Population der betreffenden Art in diesem Gebiet im Vergleich zur
Gesamtpopulation im Mitgliedsstaat.
A
> 15 %
B
2 - 15 %
C
< 2 %
D nicht signifikant
b) Erhaltung
Eingetragen wird der Erhaltungsgrad der für die betreffende Art wichtigen Habitatelemente und
deren Wiederherstellungsmöglichkeit.
A
sehr gut
(sehr guter Erhaltungszustand, unabhängig von der
Wiederherstellungsmöglichkeit)
B
gut
(guter Erhaltungszustand, Wiederherstellung in kurzen bis
mittleren Zeiträumen möglich)
C mittel bis
schlecht
(weniger gut erhalten, Wiederherstellung schwierig oder
unmöglich)

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6
c) Isolierung
Der Isolierungsgrad der in diesem Gebiet vorkommenden Population im Vergleich zum natürlichen
Hauptverbreitungsgebiet der jeweiligen Art wird hier beurteilt und eingetragen.
A Population (beinahe) isoliert
B
Population nicht isoliert, aber am Rande des Verbreitungsgebietes
C
Population nicht isoliert, innerhalb des Hauptareals
d) Gesamt
Bei der Gesamtbeurteilung wird der Wert des Gebietes für die Erhaltung der betreffenden Art
eingeschätzt.
A sehr hoch
B hoch
C
mittel bis gering
3.3 Andere bedeutende Fauna- und Floraarten
Hier sind weitere Tier- und Pflanzenarten, insbesondere die Arten der Anhänge IV und V der FFH-
Richtlinie, Arten internationaler Konventionen (z.B. Berner Konvention), Arten der Roten Listen etc.
(auf eine Aufführung dieser Arten im Anhang wird aufgrund ihrer Vielzahl verzichtet) eingetragen.
Vermerkt wurde die Artengruppe der betreffenden Art (in der Fußnote des SDB erläutert), ihr
wissenschaftlicher Name, die Populationsgröße bzw. –dichte der betreffenden Art sowie der Grund
der Nennung. Für die Begründung sind folgende Optionen gegeben:
A
nationale Rote Liste
B endemische Arten
C internationale Übereinkommen
D sonstige Gründe
Als "sonstige Gründe" sind z.B. Zielarten für das Gebietsmanagement, Qualitätsindikatoren oder
regionale bzw. naturraumtypische Besonderheiten berücksichtigt worden.

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für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
7
4 Gebietsbeschreibung
4.1 Allgemeiner Gebietscharakter
Das Gebiet wird in Form von europaweit vorgegebenen "Lebensraumklassen" beschrieben und deren
geschätzter Flächenanteil (in %) angegeben. Unter "andere Gebietsmerkmale" erfolgt eine
Kurzcharakteristik (vorherrschende Biotop- und Vegetationstypen, allgemeine
Landschaftsbeschreibung) des Gebietes.
4.2 Güte und Bedeutung
Eine kurze Begründung der Schutzwürdigkeit bzw. Wertigkeit des Gebietes, unterteilt nach
naturschutzfachlichen, kulturhistorischen und geowissenschaftlichen Aspekten, sind hier einzutragen.
4.3 Verletzlichkeit
Hier werden die Hauptgefährdungen für die Gewährleistung eines günstigen Erhaltungszustandes der
FFH-Lebensraumtypen und FFH-Arten bzw. VR-Arten in knapper Form dargestellt.
4.4 Gebietsausweisung
Es sind Schutzstatusangaben oder vertragliche Sicherungen vermerkt, soweit sie nicht durch die
Eintragungen unter Punkt 5 abgedeckt sind. In Sachsen wurde hierzu kein Eintrag vorgenommen.
4.5 Besitzverhältnisse
Datenfeld für den prozentualen Anteil der Eigentumsverhältnisse von Privaten, Kommunen, Land,
Bund und Sonstiger am Gebiet, das von Sachsen bisher nicht ausgefüllt wurde.
4.6 Nachweise
Quellendokumentation der für das Ausfüllen des Datenbogens verwendeten Materialien.
Da in Sachsen nicht für jedes einzelne Fledermausquartier ein gesonderter Standard Datenbogen
erstellt wurde, sondern eine StUFA-weise Zusammenfassung mehrerer Vorkommen zu einem
Meldegebiet statt fand, erfolgte aus programmtechnischen Gründen und in Ermangelung eines
speziell dafür vorgesehenen Textfeldes an dieser Stelle auch eine Auflistung der jeweils
einbezogenen Fledermausquartiere. Diese Angabe betrifft in Sachsen nur die folgenden fünf Gebiete:
4442-302
Separate Fledermausquartiere in Mittel und Nordwestsachsen
4551-303
Separate Fledermausquartiere und –habitate in der Lausitz
4645-302 Separate Fledermausquartiere im Großraum Dresden
4946-302
Separate Fledermausquartiere und im Raum Chemnitz und Freiberg
5337-302 Separate Fledermausquartiere und –habitate Vogtland/Westerzgebirge
4.7 Geschichte
Alle späteren Änderungen des Datenbogens oder der Gebietserweiterung etc. werden von der EU-
Kommision hier eingetragen.

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5 Schutzstatus des Gebietes und Zusammenhang mit CORINE Biotopen
5.1 Ausweisungen als Schutzgebiet
Ausgewählte Schutzgebietskategorien, die das gemeldete Gebiet betreffen, werden angegeben. Die
Kennziffer des jeweiligen Schutzgebietes und dessen Anteil an der Gebietsfläche (in %) sind
festgehalten worden. Für die in Sachsen relevanten nationalen Schutzgebietskategorien gelten
folgende Kennziffern:
Kennziffer
Typ
DE01 Nationalpark
DE02 Naturschutzgebiet
DE03 Flächenhaftes
Naturdenkmal
DE05 Naturpark
DE07 Landschaftsschutzgebiet
Anteile eines nationalen Schutzgebietes am FFH-Gebiet von über 100 % können bedingt durch ein
fehlerhaft programmiertes Berechnungsschema im Datenerfassungsprogramm auftreten, wenn dieses
Schutzgebiet komplett innerhalb eines FFH-Gebietes liegt. Diese Falschangabe kann derzeit nicht von
Sachsen behoben werden.
5.2 Zusammenhang des beschriebenen Gebietes mit anderen Gebieten
Für das betreffende, auf nationaler Ebene ausgewiesene Schutzgebiet wird dessen Kennziffer von 5.1
und der Name angegeben. Im Datenfeld “Art der Überdeckung” wird mittels den in der Tabelle
aufgeführten Möglichkeiten angegeben, in welcher räumlichen Beziehung das angeführte nationale
Schutzgebiet zum FFH-Gebiet oder VR-Gebiet steht. In dem Datenfeld "Anteil der Überdeckung" soll
der Flächenanteil des FFH-Gebietes oder des VR-Gebietes am bestehenden nationalen Schutzgebiet
angegeben werden.
Als auf internationaler Ebene ausgewiesenes Schutzgebiet kommt im Freistaat Sachsen nur der Typ
“Biosphärenreservat” vor. Die Angaben erfolgen hier analog den nationalen Schutzgebietskategorien.
Bei folgenden Eintragungen im Feld "Art der Überdeckung" sind im Datenfeld "Anteil der
Überdeckung" entsprechende Eingaben bzw. Berechnungen vorgenommen worden:
Art der Überdeckung
Anteil der Überdeckung [%]
Kennzeichen
Beschreibung
/
angrenzend
immer 0 % eingetragen
=
deckungsgleich
immer 100 % eingetragen
+
eingeschlossen immer 100 % eingetragen (Schutzgebiet liegt
innerhalb des FFH-Gebietes)
-
umfassend
Fläche FFH-Gebiet multipliziert mit 100, dividiert
durch die Gesamtfläche des Schutzgebiets
(FFH-Gebiet liegt innerhalb des Schutzgebietes)
* teilweise
Überschneidung
Fläche des Schutzgebietes im FFH-Gebiet
multipliziert mit 100, dividiert durch die
Gesamtfläche des Schutzgebiets.
5.3 Zusammenhang des beschriebenen Gebietes mit CORINE
1
Biotope Gebieten
Unter diesem Punkt werden die bisherigen Meldungen unter CORINE-biotopes mit ihren Kennziffern,
der Art und dem Anteil der Überdeckung (siehe 5.2) angegeben.
1
CORINE (engl. Community-wide Coordination of Information on the Environment) ist ein europaweit
durchgeführtes Pilotprojekt. Ziel ist der Aufbau eines europäischen umfassenden Informationssystems für Daten
des Umwelt- und Naturschutzes. Zu den beiden wichtigsten Teilprojekten zählen CORINE landcover
(Flächenutzungskartierung im M 1:100 000) und CORINE biotopes (EU-weites Gebietskataster für den Arten-
und Biotopschutz).

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9
6 Einflüsse und Nutzungen im Gebiet und in dessen Umgebung
6.1 Einflüsse und Nutzungen sowie davon betroffene Fläche
Hier sind alle wesentlichen Faktoren der Gebietspflege, bestehender Nutzungen und eventueller
Beeinträchtigungen eingetragen, die einer umfangreichen standardisierten Kodierungsliste (siehe
Anlage IV) zu entnehmen sind. Dabei ist jeweils die Intensität des Einflusses (A: starker, B:
durchschnittlicher und C: geringer Einfluss) und die Art des Einflusses (+ positiv, 0 neutral und –
negativ bzw. gefährdet) qualitativ angegeben. Es wird zwischen Einflüssen im gemeldeten Gebiet und
von außerhalb des Gebietes unterschieden, wobei für erstere auch anzugeben ist, wie viel Prozent
der Fläche des gemeldeten Gebietes betroffen ist.
6.2 Management des Gebietes
Hier sind die zuständige regionale Naturschutzfachbehörde (StUFA, Nationalparkverwaltung,
Biosphärenreservatsverwaltung) und das zuständige Regierungspräsidium sowie die Pflege- und
Entwicklungspläne für das gemeldete Gebiet, soweit diese vorliegen, eingetragen.
7 Karte des Gebietes, 8 Diapositive
Eingetragen wurden Angaben zu den für die Gebietsabgrenzung verwendeten Karten und MTB
(TK25).
Angaben zu Luftbildern oder Diapositiven erfolgten nicht.

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10
Anlage I
Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie, die in den sächsischen
Standard Datenbögen unter Punkt 3.1 aufgeführt werden (prioritäre
Lebensraumtypen mit * gekennzeichnet):
Code
Lebensraumtyp
2310
Trockene Sandheiden mit
Calluna
und
Genista
(Dünen im Binnenland)
2330
Dünen mit offenen Grasflächen mit
Corynephorus
und
Agrostis
3130
Oligo- bis mesotrophe stehende Gewässer mit Vegetation der
Littorelletea uniflorae
und/oder
der
Isoeto-Nanojuncaetea
3140 Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus
Armleuchteralgen
3150 Natürliche eutrophe Stillgewässer mit einer Vegetation vom Typ Magnopotamion oder
Hydrocharition
3160
Dystrophe Seen und Teiche
3260
Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des
Ranunculion fluitantis
und des
Callitricho-Batrachion
3270 Flüsse mit Schlammbänken mit Vegetation des
Chenopodion rubri p.p.
und des
Bidention p.p.
4010
Feuchte Heidegebiete des nordatlantischen Raums mit
Erica tetralix
4030
Trockene europäische Heiden
6110*
Lückige basophile oder Kalk-Pionierrasen (
Alysso-Sedion albi
)
6120*
Trockene, kalkreiche Sandrasen
6130 Schwermetallrasen
(Violetalia calaminariae)
6210 Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (
Festuco-Brometalia
)
(* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen - in Sachsen nicht vorhanden,
deshalb 6210 hier nicht als prioritärer Lebensraumtyp einzustufen)
6230* Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf
Silikatböden
6240* Subpannonische Steppen-Trockenrasen
6410 Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden
(
Molinion caeruleae
)
6430
Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe
6440 Brenndolden-Auenwiesen (
Cnidion venosae
)
6510
Magere Flachland-Mähwiesen (
Alopecurus pratensis
,
Sanguisorba officinalis
)
6520 Berg-Mähwiesen
7110* Lebende Hochmoore
7120
Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore
7140
Übergangs- und Schwingrasenmoore
7150 Torfmoor-Schlenken (
Rhynchosporion
)
7210*
Kalkreiche Sümpfe mit
Cladium mariscus
und Arten des
Caricion davallianae
7220* Kalktuff-Quellen (
Cratoneurion
)
7230 Kalkreiche Niedermoore
8150
Kieselhaltige Schutthalden der Berglagen Mitteleuropas
8160*
Kalkhaltige Schutthalden in Mitteleuropa
8210
Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation
8220
Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation
8230 Silikatfelsen mit Pioniervegetation des
Sedo-Scleranthion
oder des
Sedo albi-
Veronicion dillenii
8310
Nicht touristisch erschlossene Höhlen
9110 Hainsimsen-Buchenwald (
Luzulo-Fagetum
)

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
11
9130 Waldmeister-Buchenwald (
Asperulo-Fagetum
)
9150 Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald (
Cephalanthero-Fagion
)
9160 Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Eichen-Hainbuchenwald
(
Carpinion betuli
)
Code Lebensraumtyp
9170 Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (
Galio-Carpinetum
)
9180*
Schlucht- und Hangmischwälder (
Tilio-Acerion
)
9190
Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandebenen mit
Quercus robur
91D0*
Moorwälder (in Sachsen jeweils die Subtypen 91D1*, 91D2*, 91D3* und 91D4* angegeben)
91D1* Birken-Moorwald
91D2* Waldkiefern-Moorwald
91D3* Bergkiefern-Moorwald
91D4* Fichten-Moorwald
91E0* Auenwälder mit
Alnus glutinosa
und
Fraxinus excelsior
(
Alno-Padion
,
Alnion incanae
,
Salicio albae
)
91F0 Hartholzauenwälder mit
Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus ecxelsior
oder
Fraxinus angustifolia
(
Ulmenion minoris
)
91G0* Pannonische Wälder mit
Quercus petraea
und
Carpinus betulus
9410
Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (
Vaccinio-Piceetea
)

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12
Anlage II
Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie, die in den sächsischen Standard
Datenbögen unter den Punkten 3.2 c bis g aufgeführt werden (prioritäre Arten mit *
gekennzeichnet):
Cod
e
Höhere Pflanzen
1887
Coleanthus subtilis
Scheidenblütgras
1831
Luronium natans
Schwimmendes Froschkraut
1421
Trichomanes speciosum
Prächtiger Dünnfarn
Moose
1381
Dicranum viride
Grünes Besenmoos
1393
Hamatocaulis vernicosus
Firnisglänzendes Sichelmoos
Säugetiere
1308
Barbastella barbastellus
Mopsfledermaus
1352
Canis lupus*
Wolf
1337
Castor fiber
Biber
1361
Lynx lynx
Luchs
1355
Lutra lutra
Fischotter
1323
Myotis bechsteini
Bechsteinfledermaus
1318
Myotis dasycneme
Teichfledermaus
1324
Myotis myotis
Großes Mausohr
1303
Rhinolophus hipposideros
Kleine Hufeisennase
Amphibien, Reptilien
1188
Bombina bombina
Rotbauchunke
1166
Triturus cristatus
Kammolch
Fische, Rundmäuler
1130
Aspius aspius
Rapfen
1149
Cobitis taenia
Steinbeißer
1163
Cottus gobio
Westgroppe
1124
Gobio albipinnatus
Weißflossiger Gründling
1096
Lampetra planeri
Bachneunauge
1145
Misgurnus fossilis
Schlammpeitzger
1134
Rhodeus sericeus amarus
Bitterling
1106
Salmo salar
Lachs
Käfer
1085
Buprestis splendens
Goldstreifiger Prachtkäfer
1914
Carabus menetriesi pacholei
Hochmoorlaufkäfer
1088
Cerambyx cerdo
Heldbock
1081
Dytiscus latissimus
Breitrand
1082
Graphoderus bilineatus
Schmalbindiger Breitflügel-
Tauchkäfer
1083
Lucanus cervus
Hirschkäfer
1084
Osmoderma eremita
* Eremit, Juchtenkäfer

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
13
Cod
e
Libellen
1042 Leucorrhinia pectoralis
Große Moosjungfer
1037 Ophiogomphus cecillia
Grüne Keiljungfer
Schmetterlinge
1065 Euphydryas aurinia
Skabiosen-Scheckenfalter
1052 Hypdryas maturna
Kleiner Maivogel
1078
Euplagia quadripunctaria
* Spanische Flagge
1060 Lycaena dispar
Großer Feuerfalter
1061 Maculinea nausithous
Schwarzblauer Bläuling
1059 Maculinea teleius
Großer Moorbläuling
Weichtiere
1029 Margaritifera margaritifera
Flußperlmuschel
1032 Unio crassus
Gemeine Flußperlmuschel
1014 Vertigo angustior
Schmale Windelschnecke

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
14
Anlage III
Ausgewählte Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie, die in den Standard
Datenbögen unter Punkt 3.2 a aufgeführt werden:
Acrocephalus paludicola
S hä
Aegolius funereus
Rauhfußkauz
Alcedo atthis
Eisvogel
Anser erythropus
Zwerggans
Anthus campestris
Brachpieper
Aquila chrysaetos
Steinadler
Aquila pomarina
Schreiadler
Ardea purpurea
Purpurreiher
Asio flammeus
Sumpfohreule
Aythya nyroca
Moorente
Botaurus stellaris
Rohrdommel
Branta leucopsis
Weißwangengans
Branta ruficollis
Rothalsgans
Bubo bubo
Uhu
Burhinus oedicnemus
Triel
Caprimulgus europaeus
Ziegenmelker
Charadrius morinellus
Mornellregenpfeifer
Chlidonias hybridus
Weißbart-Seeschwalbe
Chlidonias leucopterus
Weißflügel-Seeschwalbe
Chlidonias niger
Trauerseeschwalbe
Ciconia ciconia
Weißstorch
Ciconia nigra
Schwarzstorch
Circus aeruginosus
Rohrweihe
Circus cyaneus
Kornweihe
Circus pygargus
Wiesenweihe
Coracias garrulus
Blauracke
Crex crex
Wachtelkönig
Cygnus columbianus
Zwergschwan
Cygnus cygnus
Singschwan
Dendrocopos medius
Mittelspecht
Dryocopus martius
Schwarzspecht
Egretta alba
Silberreiher
Egretta garzetta
Seidenreiher
Emberiza hortulana
Ortolan
Falco columbarius
Merlin
Falco peregrinus
Wanderfalke
Ficedula albicollis
Halsbandschnäpper
Ficedula parva
Zwergschnäpper

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
15
Gallinago media
Doppelschnepfe
Gavia arctica
Prachttaucher
Gavia immer
Eistaucher
Gavia stellata
Sterntaucher
Glareola pratincola
Rotflügel-Brachschwalbe
Glaucidium passerinum
Sperlingskauz
Grus grus
Kranich
Haliaeetus albicilla
Seeadler
Himantopus himantopus
Stelzenläufer
Ixobrychus minutus
Zwergdommel
Lanius collurio
Neuntöter
Larus melanocephalus
Schwarzkopfmöwe
Limosa lapponica
Pfuhlschnepfe
Lullula arborea
Heidelerche
Luscinia svecica
Blaukehlchen
Mergus albellus
Zwergsäger
Milvus migrans
Schwarzmilan
Milvus milvus
Rotmilan
Nycticorax nycticorax
Nachtreiher
Oxyura leucocephala
Weißkopf- Ruderente
Pandion haliaetus
Fischadler
Pernis apivorus
Wespenbussard
Phalaropus lobatus
Odinswassertreter
Philomachus pugnax
Kampfläufer
Phoenicopterus ruber
Rosaflamingo
Picus canus
Grauspecht
Platalea leucorodia
Löffler
Pluvialis apricaria
Goldregenpfeifer
Podiceps auritus
Ohrentaucher
Porzana parva
Kleinralle
Porzana porzana
Tüpfelralle
Porzana pusilla
Zwergralle
Recurvirostra avosetta
Säbelschnäbler
Sterna albifrons
Zwergseeschwalbe
Sterna caspia
Raubseeschwalbe
Sterna hirundo
Flußseeschwalbe
Sterna paradisaea
Küstenseeschwalbe
Sterna sandvicensis
Brandseeschwalbe
Sylvia nisoria
Sperbergrasmücke
Tetrao tetrix
Birkhuhn
Tetrao urogallus
Auerhuhn
Tringa glareola
Bruchwasserläufer

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
16
Anlage IV
Einflüsse und Nutzungen im Natura-2000-Gebiet und in dessen Umgebung, die in
den Standard Datenbögen unter Punkt 6.1 aufgeführt werden:
EU-Code
Einfluß/Nutzung
1
Land- und Forstwirtschaft
100 Landwirtschaftliche Nutzung
101
Änderung der Nutzungsart
102 Mahd
110 Pestizideinsatz
120 Düngung
130 Bewässerung
140 Beweidung
141 Aufgabe der Beweidung
150
Flurbereinigung in landwirtschaftlich genutzten Gebieten
151
Beseitigung von Hecken und Feldgehölzen
160 Forstwirtschaftliche Nutzung
161 Anpflanzung
162
Anpflanzung nicht autochthoner Arten
163 Neuaufforstung, Wiederbewaldung
164 Einschlag, Auslichten
165
Vernichtung der Kraut- oder Strauchschicht (Forstwirtschaft)
166
Beseitigung von Tot- und Altholz
167
Abholzung ohne Wiederaufforstung
170 Viehzucht
180 Abbrennen, Flämmen
190
Sonstige land- und forstwirtschaftliche Aktivitäten
2
Fischerei, Jagd, Entnahme von Arten
200 Fischzucht, Aquakultur
210 Berufsfischerei
211
Stationäre Fischerei (Reusen, Stellnetze)
212 Schleppnetzfischerei
213 Treibnetzfischrei (marin)
220 Angelsport, Angeln
221
Angelsport: Köder-Sammeln (Ausgraben)
230 Jagd
240 Entnahme wildlebender Tiere
241
Sammeln von Insekten, Reptilien, Amphibien usw.
242
Ausnehmen/Entfernen von Nestern
243
Fallenstellen, Vergiftung, Wilderei
244
Sonstige Formen der Entnahme von Tieren
250
Entnahme von Pflanzen
251
Absammeln seltener Pflanzen
290
Sonstige Aktivitäten der Fischerei, Jagd und Entnahme von Arten
3
Abbau von Rohstoffen (Abgrabungen)
300
Sand- und Kiesabbau
301
Sand- und Kiesgruben
302
Abbau von Stränden
310 Torfabbau
311 Handtorfstiche
312 Industrieller Torfabbau

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
17
EU-Code
Einfluß/Nutzung
320
Erkundung und Förderung von Erdöl und -gas
330 Bergbau
331
Tagebau (z.B. Kohleabbau u.ä.)
330 Untertagebau
340 Saline (Salzbergwerk)
350
Lehm- und Tongruben
390
Sonstige Bergbau-/ Abbauaktivitäten
4
Siedlung, Industrie, Deponien usw.
400 Siedlungsgebiete, Urbanisation
401 geschlossene Bebauung
402 lockere Bebauung
403 Zersiedlung (Streusiedlung)
404 andere Siedlungsformen
410
Industrie- und Gewerbegebiete
411 Produktionsstätten (Fabriken)
412 Industrielager
419
Sonstige Industrie- und Gewerbeflächen
420 Deponien
421 Hausmülldeponie
422 Industriemülldeponie
423
Bauschuttdeponien und sonstige Feststoffdeponien / inerte
Materialien
424 Andere Deponien
430 landwirtschaftliche Gebäude
440 Lagerhaltung, Speicher
490
Sonstige Siedlungs-, gewerbliche oder industrielle Aktivitäten
5 Infrastruktur
500
Verkehrswege und -anlagen
501
Fuß- und Radwege
502 Straße, Autobahn
503 Schienenverkehr
504 Hafenanlagen
505 Flughafen
506 Sportflugplatz, Helicopterlandeplatz
507 Brücke, Viadukt
508 Tunnel
509 Sonstige Verkehrstrassen
510 Energieleitungen
511 Stromleitungen (Freileitungen)
512 Rohrleitungen
513 Sonstige Energieversorgungsleitungen
520 Schiffahrt
530
Starke infrastrukturelle Erschließung
590
Andere Transport-, und Versorgungsarten
6
Freizeit und Tourismus
600
Sport- und Freizeiteinrichtungen
601 Golfplätze
602
Skianlagen (Pisten, Lifte usw.)
603 Stadion
604 Rennbahn, Rennstrecke
605 Reitplatz, Pferderennbahn
606 Freizeitpark

Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
18
607 Sportplatz
608
Camping- und Caravanplätze
EU-Code
Einfluß/Nutzung
609
Sonstige Sport- und Freizeiteinrichtungen
610 Besucherzentren
620
Sport und Freizeit (outdoor-Aktivitäten)
621 Wassersport
622
Wandern, Reiten, Radfahren
623
Touristik mit motorisierten Fahrzeugen
624
Klettern, Bergsteigen, Höhlenerkundung
625
Segelflug, Paragleiten, Leichtflugzeuge, Drachenflug, Ballonfahren
626
Skisport abseits der Pisten
629 Sonstige outdoor-Aktivitäten
690
Sonstige Freizeit- und Tourismusaktivitäten
7
Umweltverschmutzung, menschliche Eingriffe und Nutzungen
700 Umweltverschmutzung
701 Wasserverschmutzung
702 Luftverschmutzung
703 Bodenverschmutzung
709
Sonstige oder gemischte Formen der Verschmutzung
710 Lärmbelastung
720
Trittbelastung (Überlastung durch Besucher)
730 Militärübungen
740 Vandalismus
790
Sonstige Umweltverschmutzungen, menschliche Eingriffe und
Nutzungen
8
Anthropogene Eingriffe in den Wasserhaushalt (Feuchtgebiete u.
Küsten)
800 Landaufschüttung, Landgewinnung
801 Polderung
802
Landgewinnung durch Eindeichung (Meere, Ästuare, Watten)
803
Verfüllen von Gräben, Teichen, Seen, sonst. Gewässern oder
Feuchtgeb.
810
Drainage (Trockenlegung der Fläche)
811
Entfernen von Wasserpflanzen- u. Ufervegetation zur
Abflußverbesserung
820
Sedimenträumung, Ausbaggerung von Gewässern
830
Kanalisation, Ableitung von Oberflächenwasser
840 Überflutung, Überstauen
850
Änderung des hydrologischen Regimes und Funktionen
851 Veränderung der Meeresströmung
852
Veränderungen von Lauf und Struktur von Fließgewässern
853 Wasserstandsregulierung
860
Schlamm- und Spülgutdeponien
870
Deiche, Aufschüttungen, künstl. Strände
871 Küstenschutzmaßnahmen (Tetrapoden, Verbau)
890
Sonstige anthropogene Veränderungen im Wasserhaushalt
9
Natürliche Prozesse (biotische und abiotische)
900 Erosion
910 Verschlammung, Verlandung
920 Austrocknung
930 Überflutung, Überstauung
940 Naturkatastrophen
941 Hochwasser, Überschwemmung
942 Lawinen

Leseanleitung für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
19
943 Bergsturz, Erdrutsche
944 Sturm, Wirbelsturm
945 Vulkanismus
946 Erdbeben
947 Sturmflut
EU-Code
Einfluß/Nutzung
948 Brand, Feuer (natürlich)
949 Sonstige Naturkatastrophen
950 Natürliche Entwicklungen
951
Austrocknung/Anhäufung organischer Substanz
952 Eutrophierung (natürliche)
953 Versauerung (natürliche)
954
Einwanderung neuer Arten
960
Interspezifische Beziehungen bei Tierarten
961
Konkurrenz bei Tieren (z.B. Seemöwe/Seeschwalbe)
962 Parasitismus bei Tieren
963
eingeschleppte Krankheiten bei Tieren
964
Eindringen von fremdem genet. Material; Genintrogression bei
Tieren
965 Prädation
966
Konkurrenz mit eingeschleppten Arten
967
Konkurrenz mit Haustieren
969
Sonstige ungünstige Interaktionen bei Tieren
970
interspezifische Beziehungen bei Pflanzenarten
971
Konkurrenz bei Pflanzen
972 Parasitismus bei Pflanzen
973
Eingeschleppte Krankheiten bei Pflanzen
974
Eindringen von fremdem genet. Material; Genintrogression bei
Pflanzen
975
Mangel an Bestäubern
976 Wildverbiß, Wildschäden
979
Sonstige oder gemischte Formen der Beeinträchtigung der Flora
990
Sonstige natürliche Prozesse

Anlage V
Erläuterungen zu den vollständigen Gebietsdaten
Wie in den Vorbemerkungen erwähnt, erlaubt das Eingabeprogramm des Bundesamtes für
Naturschutz zusätzlich zur Erstellung des eigentlichen Meldeformulars für die Natura-2000-Gebiete
(Standard Datenbogen) die Ausgabe eines Datenbogens, der in einer kompletten Darstellung die
weitgehend vollständigen Gebietsdaten enthält, die während der Erfassung in das Programm
eingegeben werden.
Im Bezug auf die Darstellung der Daten sowie zusätzliche inhaltliche Angaben ergeben sich daher
einige Unterschiede zu den Standard Datenbögen:
Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Datenfeld zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Gebietsnummer
ohne „DE“ für Deutschland
„-“ zwischen Gebiets- und TK-
Blattnummer
1.2
Gebietstyp
1.1
Landesinterne
Nummer
ergänzt durch ein „E“ (für
„Erweiterung“), falls Teile des
Gebietes bereits mit der 1. + 2.
Meldetranche vorgeschlagen
wurden
Gebietsnummern < 92 ohne „E“
kennzeichnen gegenüber der 1.
+ 2. Meldetranche unveränderte
Gebiete
Biogeographische
Region
2.6
Bundesland
Name 1.7
Status
Schutzgebietsstatus für das
Gesamtgebiet
seit
Datum der Verordnung der
Ausweisung als Schutzgebiet in
Bezug auf das vorangegangene
Feld.
Bearbeiter Bearbeiternamen (Sachbearbeiter,
Datenerfasser)
erfasst am
1.3
letzte
Aktualisierung
Jahr, Monat (obligatorisch bei der
Nachmeldung)
1.4, (4.7)
(ausführliche Schilderung der
Ände-rungen am Datenbogen
durch die EU)
meldende
Institution
1.6
Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
20

Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Datenfeld zusätzliche
Angaben/Unterschiede
TK 25
(Messtischblätter)
Name des TK-Blattes
7
-
Maßstab und Projektion
der Karten
-
Verfügbarkeit der
Gebietsgrenzen in
rechnergestützter Form
-
Karte der unter 5
aufgeführten
Gebietsausweisungen
-
Luftbilder
Landkreise
Kennziffer nach Statistischem
Jahrbuch anstelle der Kennziffer
aus dem Eurostat-Nuts System
2.5
Anteil des Gebietes im
Landkreis
Naturräume
Kennziffer + Bezeichnung nach
Meynen & Schmidthüsen 1962
Naturräumliche
Obereinheit
Kennziffer + Bezeichnung
Koordinaten
2.1
Fläche 2.2
Länge
2.3
Höhe ü. NN
2.4
Fläche enthalten in
1.5
Meldung an EU
1.8
Anerkennung durch
EU
1.8
Vogelschutzgebiet
seit
1.8
Maßstab der
Digitalisierung
Datum
Niederschlag
Temperatur
mittlere
Jahresschwankung
Kurzcharakteristik
4.1
Teilgebiete/Land.
Teilgebiete oder Landschaften als
Suchbegriff oder zusätzliche
Information, die nicht in der
Kurzcharakteristik enthalten sind
Sonstiges
Anmerkungen zum Gebiet oder zu
Einträgen
Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
21

Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche Angaben/Unterschiede
Datenfeld zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Biotopkomplexe
(%)
Biotopkomplexe aus der CIR-Kartierung
(siehe Anlage V) unterscheiden sich in der
Bezeichnung, aber nicht in Flächenanteilen
von den Angaben der Lebensraumklassen
in den SDB
D Binnengewässer
E Komplexe Vegetationsfreier/-
armer Böden
F1 Ackergebiete
F2 Weinbaugebiete
F34 Komplex der
Intensivgehölzkulturen
(Baumschulen,
Spalierobstanlagen u.a.)
G Grünlandkomplexe trockener
Standorte
H Grünlandkomplexe mittlerer
Standorte
I1
Niedermoorkomplexe (auf organ.
Böden)
I2 Feuchtgrünland- u.
Auenkomplexe (auf mineral.
Böden)
J1 Hoch- und
Übergangsmoorkomplexe (mit
waldfreien Kernflächen)
J2 Ried- und Röhrichtkomplexe
K Zwergstrauchheidenkomplexe
L Laubwaldkomplexe (bis max.
30% Nadelbaumanteil)
L04 Forstliche Laubholz-
Monokulturen (standortsfremde
od. exotische Gehölze)
L7 Bergmischwaldkomplexe
R Mischwaldkomplexe (30-70%
Nadelanteil, ohne natürliche
Bergmischwälder)
N Nadelwaldkomplexe (bis max.
30% Laubholzanteil)
N04 Forstliche Nadelholz-
Monokulturen (standortsfremde
od. exotische Gehölze)
O anthropogen stark überformte
Biotopkomplexe
V Großflächige Gebüsch-/
Vorwaldkomplexe
4.1
Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
22

Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Datenfeld zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Schutzwürdigkeit 4.2
Kulturhistorische
Bedeutung
4.2
Geowiss. Bedeutung
4.2
Gefährdung 4.3
Eigentumsverhältnisse
4.5
Flächenbelastung 6.1
Entwicklungsziele 6.2
Pflegemaßnahmen/Pläne
6.2
Lebensraumtypen nach
Anhängen FFH-Richtlinie
Code des CORINE
Biotoptyps
Fläche in ha
Bestimmung der
Flächengröße in Relation
zum Gesamtbestand
im N-Naturraum (nicht
ausgefüllt), L-Bundesland
und D-Deutschland:
1 (< 2 %), 2 (2-5 %), 3
(6-15 %), 4 (16-50 %), 5
(> 50 %)
Gesamtwert
unterschieden nach N
(nicht ausgefüllt), L und D
Jahr der Bewertung/des
Nachweises
3.1
Angaben zur Bewertung der
relativen Fläche und dem
Gesamtwert nur für den
Bezugsraum Deutschland
Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
23

Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Arten nach Anhängen
FFH/Vogelschutzrichtlinie
Tiergruppen und Pflanzen aller
Anhänge zusammengefasst;
Taxon (Artgruppe (englischer
Code)):
B-Vögel, M-Säugetiere, A-
Amphibien/Reptilien, F-
Fische,
I-Wirbellose, P-Pflanzen
teilw. vorgegebener Code aus
dem wissenschaftlichen
Namen (Anfangsbuchstaben
der Gattung + 4 Buchstaben
des Artnamen)
Bestimmung der
Populationsgröße in Relation
zum Gesamtbestand analog
zu den Lebensraumtypen
Biogeografische Bedeutung:
Gesamtwert unterschieden
nach N (nicht ausgefüllt), L
und D
Status/Grund (auf dem
Datenbogen erläutert)
Jahr der Bewertung/des
Nachweises
d disjunkte Teilareale
e Endemit
g Glazialrelikt
h im
Hauptverbreitungsgebiet
der Art
i wärmezeitliche Relikte
l Ausbreitungslinien
m Wanderstrecken
n nördliche
Ausbreitungsgrenzen
o östliche
Ausbreitungsgrenzen
s südliche
Ausbreitungsgrenzen
w westliche
Ausbreitungsgrenzen
teilweise
3.2 und 3.3
-
Artgruppe (auf dem
Datenbogen erläutert
(deutscher Code))
-
Beurteilung der
Population und der
Isolierung
Leseanleitung
für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
24

Leseanleitung für Standard Datenbögen der Natura 2000-Gebiete
25
Vollständige Gebietsdaten
SDB
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
Datenfeld
zusätzliche
Angaben/Unterschiede
weitere Arten
Taxon
vorgegebener Code aus den
Anfangsbuchstaben des
Namen,
Rote Listen Deutschland (0-
ausgestorben oder
verschollen, 1-vom
Aussterben bedroht, 2-stark
gefährdet, 3-gefährdet, 4-
potentiell gefährdet, R-
extrem selten, V-
Vorwarnliste)
Status/Grund (auf dem
Datenbogen erläutert)
Jahr der Bewertung/des
Nachweises
teilweise
3.2 und
3.3
-
Artgruppe (s.o.)
-
Begründung
Schutzstatus und
Beziehung zu anderen
Schutzgebieten und
CORINE
landesinterne Nummer
Status:
b-bestehend, e-einstweilig
sichergestellt, g-geplant, s-
Schattenlisten
(z.B.
der Naturschutzverbände)
Fläche im Gebiet in ha
Schutzgebietstyp:
(BR-Biosphärenreservat,
COR-CORINE, EGV-
Naturschutz- großprojekt
des Bundes, LSG-
Landschaftsschutzgbiet, NP-
Naturpark,
NSG-
Naturschutzgebiet, NTP-
Nationalpark)
4.4, 5.1,
5.2, 5.3
Dokumentation/Biotopkar-
tierung
4.6
Literatur 4.6
Luftbilder/Dias 8
Die Datenfelder sind in der Reihenfolge des Datenbogens mit den vollständigen Gebietsdaten kurz
kommentiert, soweit deren Inhalt nicht aus ihrer Bezeichnung hervor geht oder sie bereits in der oben
stehenden Leseanleitung für die SDB erläutert wurden.