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Berufsorientierung durch Kooperation
mit Beruflichen Schulzentren
Empfehlungen für allgemeinbildende Schulen

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Vorwort
Die Wahl eines Berufes zählt zu den wichtigsten Entscheidungen im Leben eines Menschen.
Schülerinnen und Schüler an Oberschulen müssen eine solch weitreichende Entscheidung
spätestens im Alter von 16 Jahren treffen. Dafür brauchen sie Unterstützung durch die Ge-
sellschaft, insbesondere durch die Eltern und die Schule. Berufs- und Studienorientierung ist
deshalb eine pädagogische Querschnittsaufgabe der Schule mit dem Ziel, die Berufswahl-
kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken.
Das Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG) schreibt eine Zusammenarbeit der
Oberschulen mit den berufsbildenden Schulen vor, um den Übergang der Schülerinnen und
Schüler in die Berufsausbildung zu erleichtern. Die Verordnung des Sächsischen Staatsmi-
nisteriums für Kultus über Mittel- und Abendmittelschulen im Freistaat Sachsen (Schulord-
nung Mittel- und Abendmittelschulen – SOMIA) regelt die Berufs- und Studienorientierung
grundsätzlich, lässt aber der Schule ausreichend Spielraum für eine spezifische Konzeption.
Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten für eigenverantwortliches Handeln der Schule.
So können durch Kooperation zwischen den Schularten, unterstützt durch die Schulträger,
die regionale Wirtschaft und die Arbeitsagenturen „Praxistage“ an Beruflichen Schulzentren
(BSZ) organisiert werden, damit die Schülerinnen und Schüler der Oberschulen (möglichst
nach einer Analyse von beruflichen Interessen und Neigungen) durch praktische Tätigkeit
unterschiedliche Berufsbereiche kennenlernen.
Das Sächsische Staatsministerium für Kultus (SMK) hat das Sächsische Bildungsinstitut
(SBI) beauftragt, gute Beispiele zur Durchführung von Praxistagen an BSZ zu erfassen und
die Voraussetzungen dafür darzustellen. Aus der Vielzahl der bereits vorhandenen regional
unterschiedlich gestalteten praktischen Beispiele wurden solche ausgewählt, die die Quali-
tätskriterien für die Berufs- und Studienorientierung erfüllen und vor allem auf Nachhaltigkeit
ausgerichtet sind. Diese schulischen Kooperationsvorhaben zwischen BSZ sowie Ober- und
Förderschulen sind langfristig angelegt und nicht nur von zeitweiligen Förderprogrammen
abhängig. Mittelfristig wird Berufs- und Studienorientierung verstärkt durch die regionalen
Akteure und ihre Ressourcen zu leisten sein, unabhängig von überregionaler Förderung.
Deshalb wurden Projekte bevorzugt, die diesem Anspruch schon gerecht werden bzw. eine
Nachhaltigkeit anstreben.
Den Auftrag hat das SBI im Rahmen des Projektes „Erprobung von Rahmenbedingungen für
die Entwicklung der Beruflichen Schulzentren zu Regionalen Kompetenzzentren für berufli-
che Bildung“ bearbeitet. Die Zielstellung für das Handlungsfeld „Kooperation zwischen all-
gemeinbildenden Schulen (Förderschulen, Oberschulen und Gymnasien) und BSZ“ wurde
wie folgt formuliert:
Gute Beispiele für Kooperationen zwischen Beruflichen Schulzentren und
allgemeinbildenden Schulen mit dem Ziel der Verbesserung der Berufsorientierung der
Schülerinnen und Schüler werden erfasst und landesweit bekanntgemacht.
Die vorliegenden Empfehlungen zur „Berufsorientierung durch Kooperation mit Beruflichen
Schulzentren“ werten Kooperationsprojekte in unterschiedlichen Regionen Sachsens bezüg-
lich der Rahmenbedingungen aus. Damit soll Schulleiterinnen und Schulleitern allgemeinbil-
dender Schulen die Vorbereitung neuer Kooperationen mit BSZ erleichtert werden.
Dr. Peter Buhrig
Abteilungsleiter

Inhaltsverzeichnis
1
Rechtliche Grundlagen ..................................................................................... 7
2
Kooperationen mit BSZ als Bestandteil einer systematischen Berufs- und
Studienorientierung .......................................................................................... 8
2.1
Praxistage am BSZ ...................................................................................... 8
2.2
Berufsorientierender Unterricht am Lernort BSZ .......................................... 8
2.3
Weitere Kooperationsformen ........................................................................ 8
3.
Planung und Organisation ................................................................................ 9
3.1
Einordnung in die Schuljahresplanung ......................................................... 9
3.2
Inhaltliche Realisierung .............................................................................. 10
3.3
Zeitliche Realisierung ................................................................................. 10
3.4
Bewertung und Bescheinigungen ............................................................... 10
4
Ressourcen .................................................................................................... 10
4.1
Personelle Ressourcen .............................................................................. 10
4.2
Sächliche Ressourcen ................................................................................ 11
5
Kooperationsbeispiele .................................................................................... 12
5.1
Übersicht der Kooperationsbeispiele .......................................................... 13
5.2
Einzelbeispiele ........................................................................................... 14
6
Arbeitshilfen ................................................................................................... 29

7
1
Rechtliche Grundlagen
Im § 1 Abs. 2 SchulG wird als Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule unter anderem
Folgendes ausgeführt: „Die schulische Bildung soll zur Entfaltung der Persönlichkeit der
Schüler in der Gemeinschaft beitragen. Diesen Auftrag erfüllt die Schule, indem sie den
Schülern … Werte wie … berufliches Können … vermittelt, die
zur Lebensorientierung und
Persönlichkeitsentwicklung
sinnstiftend beitragen und sie zur selbstbestimmten und ver-
antwortungsbewussten Anwendung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten führt und
die Freude an einem lebenslangen Lernen weckt.“
Darüber hinaus werden für die einzelnen Schularten folgende Aussagen getroffen:
Mittelschule
1
Die Pflicht zur Berufsvorbereitung und damit zur Berufsorientierung wird im § 6 SchulG gere-
gelt. Dort ist festgelegt, dass zur Verbesserung der Berufsvorbereitung und Erleichterung
des Übergangs, insbesondere in die berufsqualifizierende Ausbildung, die Mittelschule mit
den berufsbildenden Schulen und anderen Partnern der Berufsausbildung zusammenarbei-
tet.
Demnach sind die Schulleiterinnen und Schulleiter der jeweiligen Oberschulen hinsichtlich
der Kooperation mit BSZ zum aktiven Handeln verpflichtet.
§ 19 der Schulordnung Mittel- und Abendmittelschulen (SOMIA) ermöglicht ein weitgehend
eigenverantwortliches Planen und Durchführen solcher Kooperationen, welche neben den
verbindlichen Betriebspraktika als Praxistage am BSZ organisiert werden können.
Gymnasium
Im § 7 SchulG wird festgelegt, dass das Gymnasium neben der Studierfähigkeit
auch Vo-
raussetzungen für eine berufliche Ausbildung
außerhalb der Hochschule schafft.
In diesem Sinn soll den Schülerinnen und Schülern nach § 12 Abs. 5 der Schulordnung
Gymnasien (SOGYA) eine Berufs- und Studienorientierung durch Beratung und Betriebs-
praktika ermöglicht werden. Die Beratung wird in Abstimmung mit außerschulischen Partnern
durchgeführt und soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, Entscheidungen zum Über-
gang in das Erwerbsleben zu treffen.
Allgemeinbildende Förderschule
Der § 13 SchulG verweist bezüglich der Ziele und Abschlüsse auf die anderen Schularten.
In § 23a der Schulordnung Förderschulen (SOFS) ist Berufs- und Studienorientierung als
schulische Veranstaltung verbindlich geregelt.
1
Die Mittelschulen führen mit Beginn des Schuljahres 2013/14 die Bezeichnung Oberschule.

8
2
Kooperationen mit BSZ als Bestandteil einer systematischen Berufs- und
Studienorientierung
2.1
Praxistage am BSZ
Berufsbereichserkundung am BSZ
Mit Berufsbereichserkundungen soll bei den Schülerinnen und Schülern Interesse für neue
Berufsbereiche geweckt werden. Weiterhin erhalten die Schülerinnen und Schüler auch in
Berufsbereiche einen Einblick, die beispielsweise auf Grund des geschlechtsspezifischen
Rollenverhaltens sonst nicht in die eigene Berufswahlentscheidung einbezogen würden.
Berufsbereichserprobung am BSZ
Eine Berufsbereichserprobung soll im Ergebnis einer Analyse von beruflichen Interessen und
Neigungen stattfinden. Dadurch kommt es vor dem Betriebspraktikum zu einem ersten Ab-
gleich mit eigenen Vorstellungen zum gewünschten Beruf.
Vertiefungswoche im Wunschberuf am BSZ
Im Rahmen einer Vertiefungswoche im Wunschberuf können die Schülerinnen und Schüler
durch einen Besuch der entsprechenden Berufsschulklasse die eigenen beruflichen Vorstel-
lungen überprüfen.
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 werden für eine Woche in die Berufsschul-
klasse eines ersten Ausbildungsjahres aufgenommen. Unterrichtspatinnen und -paten aus
der Berufsschulklasse betreuen die Oberschülerinnen und Oberschüler während dieser Zeit
individuell.
Um ein breites Angebot an Berufsbereichen zu ermöglichen, ist eine Kooperation der allge-
meinbildenden Schulen mit mehreren BSZ sinnvoll.
2.2
Berufsorientierender Unterricht am Lernort BSZ
Inhalte des Unterrichtes des Faches Wirtschaft-Technik-Hauswirtschaft (WTH), des Nei-
gungskurses oder des Vertiefungskurses der jeweiligen Oberschule sowie der Fächer Ar-
beitslehre und Hauswirtschaft der Förderschule werden am Lernort BSZ unterrichtet. Hierbei
werden die besonderen personellen und technischen Ressourcen der BSZ genutzt. Dadurch
ist es möglich, Inhalte mit einer starken Handlungsorientierung für die Schülerinnen und
Schüler zu realisieren.
Die Schülerinnen und Schüler werden in der Regel von einer Lehrkraft der Ober- oder För-
derschule begleitet. Aus organisatorischen Gründen kann es sinnvoll sein, dass die Lehrkraft
der Ober- oder Förderschule die Unterrichtssequenzen zur Einweisung sowie Vor- und
Nachbereitung in den Räumen des BSZ erteilt.
2.3
Weitere Kooperationsformen
Praktikum am BSZ
Die Schulen haben die Möglichkeit ein zusätzliches Betriebspraktikum anzubieten. Für Schü-
lerinnen und Schüler, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die erforderliche soziale
Kompetenz verfügen, kann dieses Praktikum in Form von berufsorientierenden Praxistagen
am BSZ organisiert werden.
Förderung des Überganges von den Oberschulen zum Beruflichen Gymnasium
Im Sinne einer gezielten Studienorientierung erhalten interessierte Schülerinnen und Schüler
der Klassenstufe 10 der Oberschule am Lernort BSZ eine Förderung, um das Anforderungs-

9
niveau des Beruflichen Gymnasiums bzw. der Fachoberschule zu erreichen. Gleichzeitig
erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihren Studienwunsch mit dem persön-
lichen Leistungsvermögen abzugleichen.
3.
Planung und Organisation
3.1
Einordnung in die Schuljahresplanung
Maßnahmen der Berufs- und Studienorientierung liegen in Verantwortung der Förderschulen,
Oberschulen und Gymnasien (im Folgenden: allgemeinbildende Schulen).
Die Berufsorientierungskonzeptionen der allgemeinbildenden Schulen sind in den Schuljah-
resablaufplan eingebunden, werden den Eltern vorgestellt und sind durch die Schulkonferenz
bestätigt. Damit wird es notwendig, die vom BSZ für die Berufs- und Studienorientierung ge-
planten personellen Ressourcen wie die aller anderen schulischen Veranstaltungen in der
Schuljahresplanung auszuweisen.
Das Angebot der BSZ muss mit dem Schuljahresablauf der allgemeinbildenden Schulen ab-
gestimmt sein. Bei berufsbildenden Schulen verläuft das Schuljahr in der Regel nicht mit ei-
ner kontinuierlichen Auslastung der Personalressourcen. Damit auch für die von allgemein-
bildenden Schulen favorisierten Zeiträume am BSZ Kapazitäten zur Verfügung stehen, be-
darf es einer langfristigen Abstimmung. Bei der Vertiefungswoche im Wunschberuf ist die
Blockplanung der BSZ, insbesondere bei den Bauberufen, zu berücksichtigen. Nur so kann
gesichert werden, dass die Schülerinnen und Schüler eine entsprechende Berufsschulklasse
im ersten Ausbildungsjahr besuchen können.
Die Praxistage sollten zeitlich nach der Analyse von beruflichen Interessen und Neigungen
und vor dem Betriebspraktikum liegen.
Auswahl der Berufsbereiche
Die angebotenen Berufsbereiche ergeben sich in der Regel durch die am BSZ eingerichteten
Berufsbereiche. Um die Bandbreite zu erweitern, ist eine Zusammenarbeit mit weiteren BSZ,
freien Trägern oder anderen Einrichtungen der Berufsausbildung zu prüfen.
Werden mehrere Berufsbereiche angeboten, wählen die Schülerinnen und Schüler entspre-
chend ihrer Interessenlage. Hier sollte die Schule die Schülerinnen und Schüler bei der Wahl
dahingehend unterstützen, dass auch ein Bezug zum gewünschten Beruf besteht (z. B. Be-
rufswunsch Augenoptikerin (keinem Berufsbereich zugeordnet): Besuch des Berufsbereichs
Metalltechnik).
Betreuung der Schülerinnen und Schüler
Abhängig von der Klassenstufe und den örtlichen Gegebenheiten ist der Umfang der Betreu-
ung der Schülerinnen und Schüler durch Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen auf der
Fahrt zum BSZ und im Unterricht festzulegen.
Am BSZ ist darauf hinzuwirken, dass es den eingesetzten Lehrerinnen und Lehrern gelingt,
sich auf die altersgerechte Kommunikation mit den 13- und 14-jährigen Schülerinnen und
Schülern einzustellen.
Schulkonferenz
Zu dem Kooperationsprojekt ist die Schulkonferenz des BSZ im Sinne von § 43 Abs. 2 Nr. 1
und Nr. 5 SchulG zu hören.
An allgemeinbildenden Schulen wird im Rahmen der Vorstellung der Konzeption zur Berufs-
und Studienorientierung die Schulkonferenz beteiligt.

10
3.2
Inhaltliche Realisierung
Die Schülerinnen und Schüler lassen sich für bestimmte Berufsbereiche gerade über die
eigene praktische Erfahrung ansprechen. Durch die gute materielle Ausstattung der BSZ
gepaart mit pädagogisch geschulten Ausbildern ist hier eine hohe Wirksamkeit der Berufs-
orientierung gegeben.
Es sind Projekte auszuwählen, welche sich in dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen
auch bei fehlenden feinmotorischen Voraussetzungen und geringen handwerklichen Fertig-
keiten der Schülerinnen und Schüler realisieren lassen. Dabei sollen die Anforderungen an
die Schülerinnen und Schüler während der Praxistage mit deren Leistungsvermögen über-
einstimmen.
Nicht alle an den BSZ angebotenen Berufe werden von den Schülerinnen und Schülern als
interessant empfunden. Es ist abzuwägen ob etwa im Ergebnis der Analyse von beruflichen
Neigungen für solche Berufe (z. B. Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin, Fachkraft für
Abwassertechnik) das Interesse geweckt werden kann.
3.3
Zeitliche Realisierung
Bei der Planung ist zu berücksichtigen, ob Unterrichtszeit in einem vernünftigen Verhältnis
zum zeitlichen Aufwand für An- und Abreise steht.
Auch müssen die Angebote mit den Bedingungen des ÖPNV/Schülerbeförderung harmonie-
ren. Insbesondere bei den Projekten mit mehreren Oberschulen sollten bei der Unterrichts-
planung des BSZ die Busverbindungen der entfernt wohnenden Schülerinnen und Schüler
berücksichtigt werden. Gegebenenfalls ist über eine Blockung der Unterrichtseinheiten zu
entscheiden.
3.4
Bewertung und Bescheinigungen
Handelt es sich bei dem Kooperationsprojekt um ausgelagerten Unterricht der allgemeinbil-
denden Schulen am Unterrichtsort BSZ, sind Umfang und Anzahl der Noten mit Erstellung
des Stoffverteilungsplanes zu planen. Für die Notenvergabe ist die Lehrkraft der allgemein-
bildenden Schule verantwortlich. Die Lehrkräfte des BSZ unterbreiten einen Bewertungsvor-
schlag.
Bei Projekttagen und Unterrichtsbegleitungen ist ein abschließendes Auswertungsgespräch
der Lehrkräfte oder Unterrichtspatinnen und -paten mit den Schülerinnen und Schülern ein-
zuplanen.
Am Ende der berufsorientierenden Maßnahme ist eine Bescheinigung über absolvierte Be-
rufsbereiche (Inhalt und Umfang) vom BSZ z. B. für die Bewerbungsunterlagen der Schüle-
rinnen und Schüler (Berufswahlpass) zu erteilen.
4
Ressourcen
4.1
Personelle Ressourcen
Schülerstunden
Für eine nachvollziehbare Planung ist bei Kooperationsprojekten herauszuarbeiten, welche
Fächer der allgemeinbildenden Schulen betroffen sind und in welchem Umfang es zu Ände-
rungen in der Unterrichtsplanung kommt. Weiterhin sind Aussagen zu den Gruppengrößen
zu treffen.

11
Lehrerstunden
Berufsorientierender Unterricht am Lernort BSZ:
Bei der Erprobung hat sich folgendes Verfahren als zweckmäßig erwiesen: Lehrkräfte
des BSZ werden im Umfang des Unterrichts (z. B. WTH, Arbeitslehre) an die Ober-
schule/ Förderschule, für die der Unterricht erteilt wird, abgeordnet. Hier werden die
Stunden für das jeweilige Fach geplant. Der Unterrichtsort ist das BSZ.
Wenn eine Abordnung von Lehrkräften, z. B. wegen des geringen Stundenumfangs
pro Lehrkraft, bei der Umsetzung zu aufwendig ist, wird wie bei Praxistagen am BSZ
verfahren.
Praxistage am BSZ:
Die hierfür benötigten Stunden werden im Rahmen der Schuljahresvorbereitung (Be-
darfsplanung) und jährlichen Ist-Erhebung (Berichterstattung Unterrichtsversorgung
im November) im Grundbereich in der Kategorie „Berufsorientierungsmaßnahme“
ausgewiesen.
4.2
Sächliche Ressourcen
Bei den sächlichen Aufwendungen ist zu beachten, dass der Schulträger der allgemeinbil-
denden Schule und des BSZ überwiegend nicht derselbe ist.
Materialkosten
Die Sachkosten der schulischen Veranstaltungen hat der Schulträger der allgemeinbildenden
Schule zu tragen. Da die Sachkosten am BSZ anfallen, ist von den Schulleiterinnen und
Schulleitern zu vereinbaren, ob eine Sachkostenübernahme von der allgemeinbildenden
Schule tatsächlich notwendig ist.
Arbeitsschutzbekleidung
Es ist zu klären, ob die Schülerinnen und Schüler mit eigener Kleidung arbeiten dürfen oder
ob gesonderte Arbeitsschutzbekleidung erforderlich ist. Einige BSZ halten für Gäste Arbeits-
schutzbekleidung vor. In diesem Fall klären die Schulleiterinnen und Schulleiter, wer die Rei-
nigungskosten übernimmt.
Schülerbeförderung
Nach § 23 Abs. 3 SchulG ist für die notwendige Beförderung der Schülerinnen und Schüler
auf dem Schulweg der Landkreis oder die Kreisfreie Stadt zuständig, in deren Gebiet sich die
Schule befindet. Bei den Kooperationen zwischen allgemeinbildenden Schulen und BSZ
(z. B. Praxistage am BSZ) handelt es sich aber um Unterrichtswege zu schulischen Veran-
staltungen außerhalb der Stammschule (ähnlich wie bei Fahrten zu Theaterbesu-
chen). Sofern hierfür keine Schülerbeförderung genutzt werden kann und eventuell anfallen-
de Kosten nicht anderweitig gedeckt werden können, erfolgt eine Kostenübernahme durch
den Schulträger der allgemeinbildenden Schule.
Unfallversicherungsschutz
Bei allen schulischen Veranstaltungen sind die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbil-
denden Schulen unfallversichert. Auch gelten Veranstaltungen, welche im Rahmen des
GTA-Angebotes geplant werden, als schulische Veranstaltungen. Hier ist der Unfallversiche-
rungsschutz ebenfalls über die Unfallkasse Sachsen gewährleistet.
Anders verhält es sich bei Angeboten der BSZ, die in die Freizeit der Schülerinnen und
Schüler fallen (Ferienprojekte, Probearbeiten am Tag der offenen Tür, usw.). Für diesen Fall
liegt in der Regel kein Unfallversicherungsschutz der Unfallkasse Sachsen vor.

12
Haftpflichtversicherungsschutz für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden
Schulen
Der Kommunale Schadensausgleich bietet eine Zusatzversicherung für Schulträger der all-
gemeinbildenden Schulen an
(http://www.ksa.de/pdf/k416cd-hinweise-betriebspraktikum-
a4.pdf). Hierüber werden Schäden reguliert, die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbil-
denden Schule im Rahmen der Praxistage dem Schulträger des BSZ zufügen. Dieser Haft-
pflichtdeckungsschutz kommt nur in Betracht, wenn sich Schulträger der allgemeinbildenden
Schule und Schulträger des BSZ unterscheiden und wenn durch den Schulträger der allge-
meinbildenden Schule überhaupt ein solcher Versicherungsschutz beim Kommunalen Scha-
densausgleich vorgehalten wird. Ist eine solche Zusatzversicherung nicht vorhanden, haben
die Schülerinnen und Schüler oder deren Haftpflichtversicherung den Schaden zu regulieren.
5
Kooperationsbeispiele
Mit der Auswahl der 15 Praxisbeispiele wird ein Querschnitt von Kooperationsmöglichkeiten
dokumentiert, die systematisch und nachhaltig angelegt sind. Einfache Informationsveran-
staltungen, Besuche zum Tag der offenen Tür oder Teilnahme von Lehrkräften der BSZ an
Informationsveranstaltungen der allgemeinbildenden Schulen werden nicht aufgeführt.

13
5.1
Übersicht der Kooperationsbeispiele
Fallgruppe
Nr.
Bezeichnung
Klassen-
stufe
Tage im
Jahr
Std.
Schülerstun-
den im Schul-
jahr
Praxistage am BSZ
(nach SOMIA)
(siehe auch 2.1)
1.1
Vertiefungswoche im
Wunschberuf
8
5
7
35
1.2
Vertiefungstage im
Wunschberuf
8
5
7
35
1.3
Vertiefungstage im
Wunschberuf
8
3
7
21
1.4
Berufsbereichser-
kundung
7, 8, 9
4
6
24
1.5
Berufsbereichser-
probung
9
2
6
12
1.6
Zwei Tage in Klas-
senstufen 7, 8 und 9
7, 8, 9
2
6
12
Berufsorientieren-
der Unterricht am
BSZ
(siehe auch 2.2)
2.1
Arbeitslehre
8
20
4
80
2.2
Arbeitslehre / Haus-
wirtschaft
9
30
6
180
2.3
Arbeitslehre / Haus-
wirtschaft
9
10
6
60
2.4 WTH (Metalltechnik)
8
4
3
12
2.5 Neigungskurs / WTH
8
18
6
108
2.6
Neigungskurs
9
30
3
90
2.7
Neigungskurs
9
17
3
51
Praktikum für Schü-
lerinnen und Schü-
ler im Hauptschul-
bildungsgang
3.1
Regelmäßiger
BSZ-Tag
9
9
6
54
Förderung des
Überganges von
der Oberschule
(OS) zum Berufli-
chen Gymnasium
(BGy)
4.1
Förderung in
Mathematik
10
20
1
20

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14
5.2
Einzelbeispiele
Praxistage am BSZ
1.1 Vertiefungswoche im Wunschberuf
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik
"Gustav Anton Zeuner"
01307 Dresden
Gerokstraße 22
und zehn weitere berufsbildende
Einrichtungen (BSZ und freie Träger)
Oberschule
55. OS Dresden
"Gottlieb Traugott Bienert“
01187 Dresden
Nöthnitzer Straße 6
und sieben weitere OS sowie eine
FöS (H-Klasse) in Dresden
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 nehmen gezielt am fach-
praktischen und fachtheoretischen Unterricht an einer berufsbildenden
Einrichtung teil.
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler haben erste berufspraktische und be-
rufstheoretische Erfahrungen in ihrem Wunschberuf gesammelt und
können selbständig ihre Eignung dahingehend überprüfen.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich nach einer Kompe-
tenzermittlung individuell für eine berufsbildende Einrichtung. In der
Einführungsveranstaltung der jeweiligen Einrichtungen werden der
Beruf und ähnliche Berufe im Berufsbereich mit den entsprechenden
Ausbildungsbetrieben in der Region vorgestellt. Die Schülerinnen und
Schüler werden auf die jeweiligen Fachklassen (mind. zu zweit) aufge-
teilt und lernen und arbeiten gemeinsam mit den Auszubildenden für
eine Woche.
Zur Unterstützung einer inhaltlich aktiven Teilnahme erhalten sie über
die Projektleitung eine mit den Oberschulen abgestimmte Aufgaben-
stellung, bei deren Lösung sich freiwillig „Paten“ aus den Berufsschul-
klassen anbieten.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Vertiefungswoche wird im Rahmen einer Projektwoche geplant
und ordnet sich nahtlos in die schuleigenen BO-Konzepte ein.
Umfang und Organisa-
tion
Im Rahmen einer Projektwoche besuchen die beteiligten Schülerinnen
und Schüler die berufsbildende Einrichtung, an der ihr Wunschberuf
unterrichtet wird. Sie laufen weitestgehend in bestehenden Berufs-
schulklassen mit. Berufsschülerinnen und -schüler übernehmen Pa-
tenschaften für die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden
Schulen. Die gesamte Organisation und Koordinierung der Berufswün-
sche von 360 Schülerinnen und Schülern mit den Angeboten der elf
beteiligten Einrichtungen übernimmt ein über Mittel des Europäischen
Sozialfons (ESF) geförderte Verein in enger Zusammenarbeit mit der
IHK Bildungszentrum Dresden gGmbH.

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15
Praxistage am BSZ
1.2 Vertiefungswoche im Wunschberuf „Berufsschule erleben“
Berufliches Schulzent-
rum
Karl-Heine-Schule
04177 Leipzig
Merseburger Straße 56
und sieben weitere BSZ in
Leipzig
Oberschule
Lene-Voigt-Schule
04279 Leipzig
Willi-Bredel-Straße 11
und eine weitere OS in Leipzig
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 lernen in der Vertie-
fungswoche ihren Wunschberuf in ersten Ansätzen kennen.
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler haben erste berufspraktische und be-
rufstheoretische Erfahrungen in ihrem Wunschberuf gesammelt und
können selbständig ihre Eignung dahingehend überprüfen.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
In einem Lehrer-Schüler-Elternabend zu Beginn des Schuljahres sowie
an einem Berufsorientierungstag lernen die Schülerinnen und Schüler
sowie deren Eltern das Ziel und den Ablauf des Projektes und die
Fachrichtungen der BSZ kennen. Danach wählen die Schülerinnen
und Schüler ein BSZ gemäß ihrem Wunschberuf aus. An den BSZ
finden dann Lehrer-Schüler-Elternabende statt, die Schülerinnen und
Schüler erhalten die Aufgabenstellungen und werden ihren Patinnen
und Paten aus den Berufsschulklassen zugeordnet.
Die Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht in Berufs-
schulklassen mit ihren Patinnen und Paten. So können sie Kontakte
knüpfen und Details zu Ausbildungsberufen und Praktikumsplätzen
erfahren.
Im Ergebnis der Woche erarbeiten die Schülerinnen und Schüler eine
Präsentation, welche in WTH und Informatik bewertet werden kann.
Ein zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum schließt sich wenig später
an.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Berufsschulwoche stellt einen wichtigen Schritt in der „Phase des
sich Ausrichtens“ dar und soll die Schülerinnen und Schüler im Pro-
zess der Erstberufswahl bei der Entwicklung von Selbstständigkeit und
Kompetenz unterstützen.
Umfang und Organisa-
tion
Im Rahmen einer Projektwoche besuchen die Schülerinnen und Schü-
ler das BSZ, an dem ihr Wunschberuf unterrichtet wird.
Die Koordinierung der Berufswünsche von 90 Schülerinnen und Schü-
lern mit den Angeboten der acht beteiligten Einrichtungen übernimmt
ein über ESF gefördertes Projekt.

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16
Praxistage am BSZ
1.3 Vertiefungstage im Wunschberuf
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ Torgau
04860 Torgau
Repitzer Weg 10
Oberschule
OS Nordwest Torgau
Fasanenweg 1
04860 Torgau
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 lernen im Rahmen einer
dreitägigen Veranstaltung einen Berufsbereich durch praktische Tätig-
keiten kennen.
Ziele
- Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in einen aus-
gewählten Berufsbereich erhalten.
- Sie haben verschiedene Berufsbilder kennen gelernt.
- Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Fach- und Methodenkom-
petenz erhöht und
- es wurde ein Beitrag zur Steigerung der Sozialkompetenz geleistet.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Drei Praktikumstage mit je 6 Std. im Berufsbereich.
Die während der Praxistage erarbeiteten Präsentationen werden im
Rahmen des WTH-Unterrichtes als komplexe Aufgabenstellung bewer-
tet.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Zuweisung des Berufsbereiches soll sich am Berufswunsch der
Schülerinnen und Schüler orientieren. Hier erfolgt eine zielgerichtete
Orientierung der Schülerinnen und Schüler für die Praxistage und das
spätere einwöchige Betriebspraktikum in Klassenstufe 8.
Umfang und Organisa-
tion
Zuweisung der Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zum ent-
sprechenden Berufsbereich am BSZ. Unterrichtspatinnen und -paten
aus Berufsschulklassen betreuen die Schülerinnen und Schüler der
Oberschule individuell.
Die Patinnen und Paten erarbeiten kleine Aufgabenstellungen und
begleiten die Lösung der Aufgabenstellungen.
Die gelösten Aufgaben müssen die Schülerinnen und Schüler der
Oberschule ihren Patinnen und Paten präsentieren.
Begleitung, Betreuung und Bewertung erfolgt durch Lehrkräfte der
Oberschule.

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17
Praxistage am BSZ
1.4 Berufsbereichserkundung
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Gesundheit, Technik
und Wirtschaft des Erzgebirgs-
kreises "Erdmann Kircheis"
09376 Oelsnitz/Erzgeb.
Badstraße 4
Oberschule
OS "Katharina Peters" Zwönitz
08297 Zwönitz
Heinrich-Heine-Straße 11
und sechs weitere OS
Kurzbeschreibung
An den zwei mal zwei Praxistagen sammeln die Schülerinnen und
Schüler erste berufliche Erfahrung durch das Erleben einer konkreten
beruflichen Tätigkeit.
Ziele
Durch die Berufsbereichserkundung wird
- die Berufswahl erleichtert und Interesse für die Ausbildung ge-
weckt;
- ein Beitrag zur Sicherung des Berufsnachwuchses für Betriebe der
Region geleistet;
- eine optimale Vernetzung von Oberschule – Eltern – BSZ – Betrieb
– Bundesagentur für Arbeit (Bildung eines Netzwerkes) realisiert.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Im BO-Konzept der Schule sind die Praxistage verankert.
Im Rahmen des Faches WTH werden begleitende Projekte geplant.
Diese Projekte werden im Anschluss ausgewertet und bewertet.
Die Berufsbereiche sind für
Klassenstufe 7: Bautechnik und Gesundheit,
Klassenstufe 8: Wirtschaft/Verwaltung und Metalltechnik,
Klassenstufe 9: Elektrotechnik und Informationsverarbeitung.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Projekttage sind im Schuljahr der Oberschule in der BO-Kon-
zeption eingebettet. Die angebotenen Berufsbereiche werden zu den
Projekttagen von allen Schülerinnen und Schülern unabhängig vom
Berufswunsch durchlaufen.
Das Betriebspraktikum im Hauptschulbildungsgang findet in den Klas-
senstufen 8 und 9 statt, im Realschulbildungsgang in Klassenstufe 9.
Umfang und Organisa-
tion
Die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Oberschulen besuchen
das BSZ in den Klassenstufen 7 und 8 im Schuljahr an vier Projektta-
gen mit je sechs Stunden, in Klassenstufe 9 an zwei Tagen mit je
sechs Stunden.

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18
Praxistage am BSZ
1.5 Berufsbereichserprobung
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik und Wirtschaft
"Julius Weisbach"
09599 Freiberg
Schachtweg 2
und drei weitere BSZ
Oberschule
OS Sayda
09619 Sayda
Am Wasserturm 23
und sechs weitere OS
Kurzbeschreibung
Praktische Tätigkeit am BSZ für zwei Tage in zwei Berufsbereichen
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler haben erste berufspraktische und be-
rufstheoretische Erfahrungen in ihrem Wunschberuf gesammelt und
können selbstständig ihre Berufswahl dahingehend überprüfen.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
An zwei Unterrichtstagen mit je 6 Std. erfolgen eine Einweisung und
eine Arbeitserprobung in dem gewählten Beruf(sbereich) am BSZ.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Durch einen freien Träger erfolgt eine Eignungsfeststellung/ Kompe-
tenzfeststellung für den Berufswunsch.
Mit der zweitägigen Erprobung soll am Ende der Klassenstufe 9 die
Berufswahlentscheidung überprüft werden.
Im Ergebnis der Praxistage soll dann ein Betriebspraktikum in einem
entsprechenden Betrieb folgen.
Berufsorientierungsbegleiter realisieren vor Ort gemeinsam mit dem
Lehrerteam und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit die Berufs-
orientierung.
Umfang und Organisa-
tion
Die Koordinierung der Kompetenzfeststellung, der Praxistage und der
Vermittlung von entsprechenden Praktikums- und Ausbildungsbetrie-
ben für die ca. 200 Schülerinnen und Schüler erfolgt über ein von der
SWA Weiterbildungsakademie Sachsen GmbH in Kooperation mit der
Kreishandwerkerschaft Mittelsachsen, der IHK Chemnitz, dem Bun-
desverband mittelständische Wirtschaft und den Agenturen für Arbeit
Chemnitz und Oschatz initiierten Projekt (ESF-gefördert).

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19
Praxistage am BSZ
1.6 Zwei Tage in den Klassenstufen 7, 8 und 9
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik, Ernährung
und Wirtschaft des Erzgebirgs-
kreises, Außenstelle Zschopau
09405 Zschopau
Johann-Gottlob-Pfaff-Straße 1
Oberschule
OS "August Bebel"
Zschopau
09405 Zschopau
Neckarsulmer Ring 17
und vier weitere OS
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7, 8 und 9 lernen im
Rahmen des jährlichen Praxistages am BSZ nach Wahl sieben Be-
rufsbereiche durch praktische Tätigkeiten kennen.
Ziele
- Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in aus-
gewählten Berufsbereichen erhalten.
- Das Betriebspraktikum in Klassenstufe 9 sowie die anstehende Be-
rufswahlentscheidung sind gut vorbereitet.
- Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Berufsbereiche
durch praktische Tätigkeit kennengelernt.
- Ein Beitrag zur Steigerung der Sozialkompetenz wurde geleistet.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
In Klassenstufe 7 und 8 finden zwei Unterrichtstage mit je 6 Std. pro
Halbjahr als Praxistage, in Klassenstufe 9 ein Praxistag, statt
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Praxistage sind in der BO-Konzeption der Schule verankert. In
Klassenstufe 7 erfolgt zusätzlich eine Analyse von beruflichen Interes-
sen und Neigungen durch einen freien Träger.
In Klassenstufe 9 wird ein zweiwöchiges Betriebspraktikum durchge-
führt.
Umfang und Organisa-
tion
Die Angebote richten sich nach den Möglichkeiten und den Kapa-
zitäten des BSZ. Die Schülerinnen und Schüler werden von einer
Lehrkraft der Oberschule begleitet.

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20
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.1 Arbeitslehre
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ Radeberg
01454 Radeberg
Robert-Blum-Weg 5
Förderschule
Schule zur Lernförderung
01454 Radeberg
Ferdinand-Freiligrath-Str. 27
Kurzbeschreibung
Im Rahmen des Faches Arbeitslehre besuchen die Schülerinnen und
Schüler der Klassenstufen 8 und 9 Unterrichtsveranstaltungen in der
Metall- und Elektrotechnik.
Ziele
- Die Schülerinnen und Schüler haben Fähigkeiten und Fertigkeiten
im Rahmen des Faches Arbeitslehre praxisnah erworben.
- Die individuellen Kompetenzen werden durch gezielte Aufgaben-
stellungen entwickelt.
- Die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler wurde
nachhaltig gestärkt.
- Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Sozialkompetenz entwi-
ckelt und persönliche Ängste und Unsicherheiten abgebaut. Damit
wird ein späterer Wechsel des Lernumfeldes erleichtert.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 besuchen im Rah-
men des Faches Arbeitslehre 20 Unterrichtsveranstaltungen à 4 Std.
in der Metalltechnik. In Klassenstufe 9 wird dies mit 20 Veranstaltun-
gen in der Metall- und Elektrotechnik fortgesetzt.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Unterrichtsveranstaltungen ordnen sich in die Bausteine der Be-
rufswahlorientierung ein.
Umfang und Organisa-
tion
Ein abgestimmter Ablaufplan und die unmittelbare Nähe der beiden
Schulen ermöglichen einen unkomplizierten Wechsel zwischen den
Lernorten.
Die Arbeitslehre-Lehrkraft begleitet die Schülerinnen und Schüler und
ist für die inhaltliche Abstimmung verantwortlich.

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21
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.2 Arbeitslehre/Hauswirtschaft
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ "Dr. Hermann Schulze-
Delitzsch“
04509 Delitzsch
Karl-Marx-Straße 1
Förderschule
Pestalozzischule – Schule
zur Lernförderung
04509 Delitzsch
Pestalozzistraße 5
Kurzbeschreibung
Im Rahmen der Fächer Arbeitslehre und Hauswirtschaft besuchen die
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 der Schule zur Lernför-
derung wöchentlich für einen Tag das BSZ und durchlaufen dort ver-
schiedene Berufsbereiche.
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben Fähigkeiten und Fertigkeiten
im Rahmen des Faches Arbeitslehre praxisnah erworben.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in aus-
gewählte Berufsbereiche und mögliche Ausbildungsberufe erhal-
ten.
-
Die individuellen Kompetenzen werden durch gezielte Aufgaben-
stellungen entwickelt.
-
Die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler wurde
nachhaltig erweitert.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Sozialkompetenz ent-
wickelt und persönliche Ängste und Unsicherheiten abgebaut.
Damit wird ein späterer Wechsel des Lernumfeldes erleichtert.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Ein Unterrichtstag mit 6 Std. wöchentlich (montags) im Rahmen der
Fächer Arbeitslehre und Hauswirtschaft.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer des BSZ übernehmen den prakti-
schen Unterricht und werden von den Fachlehrerinnen und Fachleh-
rern der Förderschule unterstützt.
Die Lehrkräfte von Schule und Praxispartner besprechen regelmäßig
Inhalte, Probleme und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.
Umfang und Organisa-
tion
1. Halbjahr: Alle Schülerinnen und Schüler durchlaufen die vier Be-
rufsbereiche Hauswirtschaft, Holztechnik, Metalltechnik,
Wirtschaft und Verwaltung.
2. Halbjahr: Hier erfolgt die Spezialisierung in einem Berufsbereich.
Die Maßnahme schließt mit einer Präsentation und einer
Auswertung ab.
Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Klassenstufe 9: ca. 15
Nach Beendigung eines Berufsbereiches erfolgt die Einschätzung
mittels eines Bewertungsbogens. Auf Grundlage dieser Einschätzung
und unter Berücksichtigung des theoretischen Unterrichts wird bewer-
tet.

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22
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.3 Arbeitslehre/Hauswirtschaft
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik, Ernährung und
Wirtschaft des Erzgebirgskrei-
ses, Außenstelle Zschopau
09405 Zschopau
Johann-Gottlob-Pfaff-Straße 1
Förderschule
Schule zur Lernförderung "Jo-
hann Heinrich Pestalozzi“
09496 Marienberg
Turnvater-Jahn-Weg 7
Kurzbeschreibung
Im Rahmen der Fächer Arbeitslehre/Hauswirtschaft besuchen geeig-
nete Schülerinnen und Schüler an 13 Tagen in Klassenstufe 9 das
BSZ und erproben sich in verschiedenen Berufsbereichen.
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben Fähigkeiten und Fertigkeiten
im Rahmen des Faches Arbeitslehre/Hauswirtschaft praxisnah
erworben.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in ausge-
wählte Berufsbereiche erhalten und wurden auf das BVJ vorberei-
tet.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Sozialkompetenz ent-
wickelt und persönliche Ängste und Unsicherheiten abgebaut.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Im 2. Halbjahr immer mittwochs im Fach Arbeitslehre oder Hauswirt-
schaft.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Abschluss der 3-jährigen Berufsvorbereitung nach verschiedenen
Praktika, Arbeitserprobungen und Kompetenztests in Betrieben und
bei anderen Praxispartnern sowie der Zusammenarbeit mit dem Be-
rufseinstiegsbegleiter.
Umfang und Organisa-
tion
Eine wichtige Rolle bei der Auswahl spielt die Eignung der Schülerin-
nen und Schüler für den entsprechenden Berufsbereich. Von der
Schule wird in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern eine
Auswahl getroffen. Dabei werden der Wohnort und der Wunsch, an
einem bestimmten BSZ das BVJ zu absolvieren, berücksichtigt.
Die Schülerinnen und Schüler, die nicht das BSZ besuchen, absolvie-
ren diese Praxistage bei einem weiteren Kooperationspartner.

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23
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.4 WTH (Metalltechnik)
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ Radeberg
01454 Radeberg
Robert-Blum-Weg 5
Oberschule
Ernst-Rietschel-Oberschule
01896 Pulsnitz
Kühnstraße 1
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 lernen im Fach WTH im
Rahmen von vier Veranstaltungen am BSZ den Berufsbereich Metall
durch praktisches Handeln kennen.
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben Fähigkeiten und Fertigkeiten
im Rahmen des WTH-Fachunterrichtes erworben.
-
Es wurde Interesse am Metallberuf geweckt.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in ausge-
wählte Berufsbereiche erhalten und haben hier spezielle Kennt-
nisse wie z. B. zum Aufbau von Maschinen erworben.
-
Das Betriebspraktikum in Klassenstufe 9 sowie die anstehende
Berufswahlentscheidung wurde intensiv vorbereitet.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Berufsbilder
innerhalb der dualen Ausbildung am BSZ Radeberg kennen ge-
lernt.
-
Ein Beitrag zur Steigerung der Fach-, Methoden- und Sachkompe-
tenz wurde geleistet.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Der Unterricht am BSZ erfolgt im Rahmen des WTH-Fachunterrichtes
auf der Grundlage diesbezüglicher Lehrpläne. Das Projekt ist mit dem
Lernbereich „Produktion von Gütern im Unternehmen“ das Unterrichts-
faches WTH gekoppelt.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Maßnahme korrespondiert in allen Punkten mit dem BO-Konzept
der Schule.
Umfang und Organisa-
tion
Die vier Veranstaltungen pro Schülergruppe mit à 3 Std. werden von
der WTH-Lehrkraft begleitet.
Die Vor- und Nachbereitung erfolgt im Rahmen des WTH-Fach-
unterrichtes an der Oberschule.

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24
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.5 Neigungskurs/WTH
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Wirtschaft, Ernährung
und Sozialwesen, Außenstelle
Wilkau- Haßlau
08112 Wilkau-Haßlau
Mozartstraße 5
und zwei weitere BSZ
Oberschule
Paul-Fleming-Oberschule
08118 Hartenstein
Bahnhofstraße 8
und eine weitere OS
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 lernen im Rahmen eines
regelmäßigen Praxistages am BSZ nach Wahl vier von sechs angebo-
tenen Berufsbereichen durch praktische Tätigkeiten kennen.
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in ausge-
wählte Berufsbereiche erhalten.
-
Sie haben die beruflichen Anforderungen in den gewählten Be-
rufsbereichen kennen gelernt.
-
Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen von WTH vertieft
Fertigkeiten erworben.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Der Unterricht setzt sich aus zwei Stunden Neigungskurs und einer
Stunde WTH zusammen. Eine Bewertung erfolgt in diesen Fächern.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Die Angebote richten sich nach den Möglichkeiten und den Ka-
pazitäten der beteiligten BSZ.
Die Berufsbereichswahl/Zuweisung der Schülerinnen und Schüler
kann unabhängig vom späteren Berufswunsch ausfallen.
Umfang und Organisa-
tion
-
Ein Unterrichtstag mit 6 Std. aller zwei Wochen am BSZ;
-
Wechsel des Berufsbereichs nach einem Vierteljahr;
-
Wechsel des BSZ zum Halbjahr.

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25
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.6 Neigungskurs
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik und Wirtschaft
Riesa
01591 Riesa
Paul-Greifzu-Straße 51
Oberschule
OS "Am Merzdorfer Park"
01591 Riesa
Merzdorfer Straße 48
und fünf weitere OS
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 besuchen einen Nei-
gungskurs „Wege in die Zukunft“ am BSZ
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben sich praktische Grundfertig-
keiten angeeignet.
-
Die Schülerinnen und Schüler wurden an reale Ausbildungsberufe
der Region herangeführt.
-
Die Schülerinnen und Schüler im Hauptschulbildungsgang haben
erkannt, dass eine Berufsausbildung mit einem erfolgreichen
Schulabschluss ein realisierbares Ziel ist.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Neigungskurs aus Stundentafel Oberschule Klassenstufe 9.
Stoffverteilungsplan wurde gemeinsam mit den Kolleginnen und Kolle-
gen des BSZ erarbeitet.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Das BO-Konzept der Schule umfasst ab Klassenstufe 7 die Berufsori-
entierung und -vorbereitung. In diesem Projekt werden die Schülerin-
nen und Schüler des Hauptschulbildungsganges und interessierte
Schülerinnen und Schüler des Realschulbildungsganges erfasst.
Umfang und Organisa-
tion
Zwei Gruppen der Klassenstufe 9 besuchen:
-
fünf Veranstaltungen Elektrotechnik à 3 Std.,
-
acht Veranstaltungen Metall-/Bautechnik à 3 Std.,
-
vier Veranstaltungen Wirtschaft und Verwaltung à 3 Std.
Nach dem Theorieteil gibt es noch einen praktischen Teil. Die Schüle-
rinnen und Schüler gehen in der Woche vor Ostern einen Tag in einen
Handwerksbetrieb arbeiten. Gemeinsam mit der Kreishandwerkskam-
mer werden Betriebe gewählt, die ausbilden, mit dem Ziel eine Lehr-
stelle zu finden.
Die Lehrkräfte der Oberschule, die die Neigungskurse begleiten, be-
treuen die Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts. Lehr-
kräfte des BSZ arbeiten vor Ort mit den Schülerinnen und Schülern.
Die Bewertung erfolgt ergebnis- und prozessorientiert, wobei eine
praktische und schriftliche Leistung pro Bereich erfolgt.

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26
Berufsorientierter Unterricht am BSZ
2.7 Neigungskurs
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik und Wirtschaft
Pirna
Pillnitzer Straße 13a
01796 Pirna
Oberschule
OS "Johann Heinrich
Pestalozzi"
01796 Pirna
Schulstraße 10
Kurzbeschreibung
Neigungskurs „Industrie und Handwerk“ in den Bereichen Holz-, Me-
tall- und Farbtechnik
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben sich praktische Grundfertig-
keiten angeeignet.
-
Die Schülerinnen und Schüler wurden an reale Ausbildungsberufe
der Region herangeführt.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Neigungskurs aus Stundentafel Mittelschule Klassenstufe 9.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Entsprechend der Interessenlage wählen die Schülerinnen und Schü-
ler den angebotenen Neigungskurs an der Oberschule aus und führen
diesen teilweise im BSZ vor Ort durch. Dabei spielen praktische Arbei-
ten eine große Rolle.
Umfang und Organisa-
tion
In den Monaten November bis März werden die Stunden des Lehrpla-
nes mit wöchentlich 4 Std. geblockt.
-
Betreuung durch Oberschule vorhanden
-
Benotung nach gemeinsamer Abstimmung

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27
Praktikum für Schülerinnen und Schüler im Hauptschulbildungsgang
3.1 Regelmäßiger BSZ-Tag
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ Meißen
01662 Meißen
Goethestraße 21
Oberschule
1. OS Meißen Triebischtalschule
01662 Meißen
Wettinstraße 19
und eine weitere OS sowie zwei FöS
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler des Hauptschulbildungsganges der Klas-
senstufe 9 lernen in einem von fünf angebotenen Berufsbereichen in
zehn Veranstaltungen am BSZ die Theorie und die Praxis der entspre-
chenden Berufsbereiche kennen.
Ziele
-
Die Schülerinnen und Schüler haben tiefere Einblicke in ausge-
wählte Berufsbereiche erhalten.
-
Sie haben die beruflichen Anforderungen in den gewählten Be-
rufsbereichen kennen gelernt.
-
Das Betriebspraktikum in Klassenstufe 9 sowie auf die anstehen-
de Berufswahlentscheidung wurde intensiv vorbereitet.
-
Die Schülerinnen und Schüler verknüpfen die theoretischen
Grundlagen aus der Schule mit den praktischen Erfahrungen aus
dem BSZ.
-
Ein Beitrag zur Steigerung der Fach-, Methoden- und Sachkompe-
tenz wurde geleistet.
-
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ihre Sozialkompetenz
durch unterschiedliche Schülergruppen in den einzelnen Berufs-
bereichen (Oberschulen, Förderschulen).
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
-
Praxistage zur Berufsorientierung
-
vorherige Sichtung der einzelnen Lehrpläne (OS/BSZ) erfolgte auf
entsprechende Inhalte, die im BSZ vertieft, gefestigt wurden
-
Berufswunschbestätigung/-veränderung
-
Unterstützung der regionalen Unternehmen
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Der BSZ-Tag richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Hauptschul-
bildungsgang der Klassenstufe 9. Schülerinnen und Schüler im Real-
schulbildungsgang besuchen zur gleichen Zeit im Praxistag regionale
Unternehmen.
Umfang und Organisa-
tion
Die Bewertung erfolgt in der Schule im Fach WTH als komplexe Note.
BSZ-Praxistag: Schülerinnen und Schüler erhalten dazu konkrete Auf-
träge durch Fachschaft erarbeitet und auch Fächer verbindend durch
Deutsch, Englisch, Info …
Sie gehen monatlich einen Tag in die Unternehmen/BSZ bzw. eine
zusammenhängende Woche, an diesem Mittwoch sind sonst die Un-
terrichtsfächer, die mit BO vorrangig zu tun haben.

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28
Förderung des Überganges OS zum BGy
4.1 Förderung in Mathematik
Berufliches Schulzent-
rum
BSZ für Technik und Wirtschaft
Riesa
01591 Riesa
Paul-Greifzu-Straße 51
Oberschule
OS "Am Merzdorfer Park"
01591 Riesa
Merzdorfer Straße 48
und fünf weitere OS
Kurzbeschreibung
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 welche ihren Weg am
Beruflichen Gymnasium (BGy) oder der Fachoberschule (FOS) fortset-
zen wollen, werden mit einem Zusatzangebot in Mathematik am BSZ
gezielt vorbereitet.
Ziele
- Der Übergang von der Oberschule zum BGy und zur FOS ist gut
vorbereitet.
- Die Schülerinnen und Schüler haben die Entscheidung, einen stu-
dienqualifizierenden Bildungsgang zu wählen, überprüft.
Inhaltliche Einordnung
der Maßnahme
Der Lehrplan wurde von den Kolleginnen und Kollegen der OS und
des BSZ gemeinsam erarbeitet. Hierbei wurden Inhalte ausgewählt,
die den späteren Übergang zum BGy erleichtern sollen.
Bezug der Maßnahme
zum BO-Konzept der
Schule
Im BO-Konzept der Schule ist die Orientierung auch auf eine Hoch-
schulausbildung vorgesehen.
Umfang und Organisa-
tion
20 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 nehmen am Ergän-
zungsangebot des BSZ teil, Umfang: 1 Std. pro Woche.

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6
Arbeitshilfen
Muster Kooperationsvereinbarung
zur Unterstützung einer systematischen Berufs- und Studienorientierung
zwischen der Schule
Name der allgemeinbildenden Schule
Anschrift
Telefon/Fax
(nachfolgend Oberschule/Förderschule/Gymnasium)
vertreten durch Schulleiterin/Schulleiter
Frau/Herrn Name
und dem Beruflichen Schulzentrum
Name des BSZ
Anschrift
Telefon/Fax
(nachfolgend BSZ)
vertreten durch Schulleiterin/Schulleiter
Frau/Herrn Name
1. Ziele der Kooperation
Übergreifendes Ziel ist die Unterstützung einer systematischen Berufsorientierung zur nachhalti-
gen Verbesserung der Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler.
konkrete Ziele
Konkrete Ziele bezüglich der geplanten Angebote sollten stets als Lernziele der Schülerinnen und
Schüler formuliert werden!
2. Inhalt der Kooperation
Details zur Vorbereitung und Durchführung konkreter Aktivitäten und Angebote des BSZ
Solche Angebote können sein:
- Praxistage zur Berufsbereichserkundung oder Berufsbereichserprobung am BSZ
- Praxistage zur Vertiefungswoche im Wunschberuf
- Praxistage zum berufsorientierten Unterricht am Lernort BSZ
- Informationsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler zu Bildungsangeboten am BSZ
- Veranstaltungen zur Förderung des Überganges von der Oberschule zum beruflichen Gymnasium
3. Organisatorische und rechtliche Regelungen
- Einordnung in die Schuljahresplanung
- Auswahl der Berufsbereiche
- Wer übernimmt die Materialkosten?
- ggf. Regelungen zu der Kostenübernahme der Schülerbeförderung
- ggf. Information an Träger der Schülerbeförderung (Änderung des Umfanges)
- Zeitlicher Umfang
Festlegungen zu Verantwortlichkeiten der allgemeinbildenden Schule und des BSZ zu Punkten wie:
- Aufsichtspflicht, Betreuung der Schülerinnen und Schüler
- Vorbereitungspflichten
- Bewertungsvorschläge des BSZ, Anzahl der Noten
Kopien der Vereinbarungen soll der jeweilige Schulträger erhalten.
4. Ergebnissicherung
Für den Berufswahlpass stellt das BSZ ein Teilnahmezertifikat aus.
Im Rahmen (z. B.
der Praxistage)
erfolgt eine Leistungsermittlung, welche für die Fächer … Berück-
sichtigung findet.
5. Laufzeit
Die Vereinbarung gilt vom 01.08.20xx bis zum 31.07.20xx.
Unterschrift SL allgemeinbildende Schule
Unterschrift SL BSZ

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30
<Logo Schule>
Die Schülerin / der Schüler
<Name, Vorname>
hat am regelmäßigen Praxistag der Klassenstufe 8
im Schuljahr 2012/2013
mit ……………………… Erfolg teilgenommen und
umfangreiche Einblicke in die Berufsbereiche
am
BSZ <Name des BSZ>
erhalten.
Ort, Datum
……………………………….
…………………………………….
Name
Name
Schulleiterin/Schulleiter BSZ
Schulleiterin/Schulleiter Oberschule
Bäcker / Fleischer

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31
Auszug Stoffverteilung:

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Herausgeber und Redaktion:
Sächsisches Bildungsinstitut
Dresdner Straße 78 c
01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8324 374
E-Mail: kontakt@sbi.smk.sachsen.de
www.saechsisches-bildungsinstitut.de
Fotos:
Titel: © st-fotograf - Fotolia.com
Die Schulfotos sind mit Zustimmung der Schulen den Schulporträts entnommen
(https://schuldatenbank.sachsen.de/).
Redaktionsschluss:
März 2014
Download:
Diese Druckschrift kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden:
www.publikationen.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Sächsischen
Bildungsinstituts herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch von deren Kandidaten
oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der Wahlwerbung
verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Copyright:
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