image
image
image
Seite 1 von 2
Medieninformation
22 / 2021
Staatsbetrieb Sachsenforst, Geschäftsleitung
Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz
Ihr/-e Ansprechpartner/-in
Dr. Renke Coordes
Durchwahl
Telefon: +49 3501 542 166
Telefax: +49 3501 542 213
renke.coordes@
smekul.sachsen.de
Graupa,
28. Oktober 2021
Mit Spezialtechnik gegen unpassierbare Wege
Freischneiden von Wegen im Nationalpark geht weiter voran
Heute (28.10.2021) konnten sich die regionalen Akteure der Nationalparkre-
gion Sächsische Schweiz einen Eindruck von den umfangreichen Maßnah-
men machen, mit denen die Nationalparkverwaltung unpassierbare Wege
wieder freischneidet. Durch das Zusammenbrechen abgestorbener Fichten
im Nationalpark und durch Stürme wie in der vergangenen Woche sind ei-
nige Wege derzeit wieder nicht mehr passierbar. Aktuell betroffen sind 32
des insgesamt 400 km umfassenden Wegenetzes im Nationalpark. Weitere
zehn Kilometer sind wegen dort laufender Arbeiten gesperrt.
Das Freischneiden der Wege im Nationalpark ist anspruchsvoll, da durch die
vielen abgestorbenen Bäume ein erhebliches Gefahrenpotenzial für Waldar-
beiterinnen und Waldarbeiter besteht. Nur in entsprechend großen Maschi-
nen, in denen der Mensch gegen Baum- und Astabbrüche gesichert ist, kön-
nen die Wege arbeitsschutzgerecht freigeschnitten werden. Auf schmalen
und unzugänglichen Wegen können gängige Forstmaschinen nicht arbeiten.
Mit einem speziellen Schreitbagger mit einem Aggregat zur Baumfällung, der
durch vier einzelne Radachsen sehr beweglich ist und dadurch auch unweg-
sames Gelände überwinden kann, werden jetzt diese Wege bearbeitet.
„Ich freue mich, dass wir mit dem umgerüsteten Schreitbagger eine Mög-
lichkeit gefunden haben, auch kleinere Wege wieder naturschutzgerecht
passierbar machen zu können“, erklärt Utz Hempfling, Landesforstpräsident
und Geschäftsführer von Sachsenforst. „Durch die flexible Maschine können
Besucherinnen und Besucher unseren spannenden Nationalpark wieder
mehr erleben. Und er minimiert gleichzeitig die Auswirkungen auf die sen-
sible Natur mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten.“ Auch Vertreter des
Nationalparks Böhmische Schweiz sowie des Nationalparkrats und der AG
Wege waren anwesend, um sich über die Technik zu informieren.
Verkehrssicherungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren
Derweil gehen die Freischneidemaßnahmen an Rettungs- und Wanderwe-
gen im Nationalpark weiter. Heute konnte die allgemeine Sperrung des Na-
tionalparks nach den Stürmen der vergangenen Woche aufgehoben werden,
Hausanschrift:
Staatsbetrieb Sachsenforst
Geschäftsleitung
Bonnewitzer Str. 34
01796 Pirna OT Graupa
www.sachsenforst.de
Sprechzeiten:
Mo - Fr: 9.00 - 16.00 Uhr
Bankverbindung:
Ostsächsische Sparkasse Dres-
den
IBAN DE45 8505 0300
3200 0223 10
BIC OSDDDE81
Umsatzsteuer-Identnummer:
DE 813 256 956
Verkehrsverbindung:
Buslinie G (Pirna-Graupa)
Buslinie 83 (Pillnitz-Graupa)

image
Medieninformation
22 / 2021
Staatsbetrieb Sachsenforst, Geschäftsleitung
Seite 2 von 2
da alle Rettungswege wieder freigeschnitten sind. Nach der Herbstsaison stehen weitere
umfangreichere Verkehrssicherungsmaßnahmen an: Ab kommenden Montag ist die Ma-
schinenstation Königstein von Sachsenforst im Kirnitzschtal an der öffentlichen Straße
zwischen dem „Tiefen Hahn“ und der Felsenmühle im Einsatz. Der betreffende Straßen-
abschnitt muss dazu aus Sicherheitsgründen voraussichtlich bis zum 12. November ge-
sperrt werden. Ab dem 15. November bis zum 10. Dezember gehen die Arbeiten vom
Beuthenfall bis zum Gasthaus Felsenmühle weiter. Hier wird der Verkehr mit einem Am-
pelsystem geleitet.
„Die Maßnahmen, die wir zum Schutz vor Unfällen ergreifen, sind aufwendig und teuer,
aber auch notwendig“, betont Ulf Zimmermann, Leiter der Nationalparkverwaltung. „Öf-
fentliche Straßen, wie auch Gebäude und unsere wichtigsten Besucherschwerpunkte im
Nationalpark müssen gegen Baumstürze und Abbrüche gesichert sein. Rettungswege,
die für die Sicherstellung der Ersten Hilfe im Notfall dienen, müssen freigeschnitten sein.
Dafür greifen wir teilweise intensiv in die Waldbestände rechts und links der Wege ein.“
Weiterhin Vorsicht auf Waldwegen geboten
Die aufwändigen Verkehrssicherungsarbeiten der vergangenen Jahre haben sich be-
währt. Die öffentlichen Straßen und Gebäude blieben versehrt. „Die umfangreichen Ret-
tungswege konnten in kurzer Zeit wiederhergestellt werden, sodass wir die nächsten
Tage und Wochen dafür nutzen können, auch die momentan unpassierbaren Wander-
wege wieder freizuschneiden“, so Zimmermann weiter.
Auf normalen Waldwegen im Nationalpark gelten weniger hohe Anforderungen an die
Verkehrssicherheit. Grundsätzlich erfolgt das Betreten von Wäldern sowie auch des Na-
tionalparks auf eigene Gefahr. Die markierten Wanderwege werden immer wieder auf
Wegesbreite freigeschnitten, um die Passierbarkeit zu gewähren. Vorbeugende Eingriffe
bleiben größtenteils zum Wohle des Natur- und Artenschutzes aus. Daher sollten sich
auch in Zukunft Besucherinnen und Besucher entsprechend vorsichtig auf den Wegen
bewegen, wenn sie die einzigartige Natur im Nationalpark erleben.
Informationen zu aktuellen Einschränkungen im Nationalpark finden Sie im Wegeservice
unter
www.nationalpark-saechsische-schweiz.de
.