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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
„Die ROHSA-Projekte
Erbe- Daseinsvorsorge- Wirtschaftsförderung“
1. Ausgangssituation
2. Der Weg zu ROHSA 3.1.
3. Ergebnisse und Erfahrungen aus den bisherigen
ROHSA-Projekten
4. Zukünftige Aufgaben

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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
1. Ausgangssituation und Motivation
Hoher Erkundungsgrad und erhebliches Potential Sachsens bei
kritischen Erzen und Spaten
Umfangreicher, wertvoller Bestand an geologischen Altdaten zum
sächsischen Territorium
Unzureichende Qualität und Verfügbarkeit der Daten für Investoren
Wachsendes Interesse nationaler und internationaler Unternehmen
an Erkundungs- und Bergbauaktivitäten in Sachsen

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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
Internationale Studien zu kritischen Rohstoffen
EU 2014
US-Regierung
2010
IW Köln 2011
KfW/Adelphi
2011
Sächs.
Vorkommen
Antimon
Beryllium
Cobalt
Flussspat
Gallium
Germanium
Graphit
Indium
Magnesium
Niob
Platin
Seltene Erden
Chrom
Wolfram
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
Seltene Erden
-
-
Lithium
-
-
-
-
Cobalt
Germanium
-
Indium
Magnesium
Niob
Platin
Seltene Erden
-
Wolfram
Lithium
Zinn
Antimon
-
-
-
Gallium
Germanium
-
Indium
-
Niob
-
Seltene Erden
-
Wolfram
-
Zinn

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Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
Erkundungsdaten in den Archiven der Wismut GmbH
Ergebnisse von 60.000 Flachbohrungen
< 50 m Teufe
Daten zu 40.000 Tiefbohrungen
> 50 m Teufe
10.000 Berichte
10.000 Gewässeranalysen
8.000 geochemische Berichte zu ca. 1 Mio. Einzelanalysen
100.000 geophysikalische Meßberichte
Zehntausende Feldbücher
Gravimetrieergebnisse und Sonderprogramme
Quelle: A. Schaubs 2015

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Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
Erkundungsbohrungen der SDAG Wismut
1973 - 1990
Rohstoff
Jahr
Uran [m]
Fluorit [m]
Zinn [m]
Wolfram [m]
1973
1977
1982
1987
1990
369.826
329.600
193.818
119.463
18.083
10.789
12.899
5.866
-
-
-
13.957
7.382
447
-
-
28.957
-
-
34.319
Summe
4.024.725
131.574
200.295
175.983
Quelle: Chronik der Wismut
Kap. 2.4.6., S. 26

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Gasabsorptionswärmepumpe
2. Der Weg zu ROHSA 3
2008
2010
2012
ROHSA 1
(ausgewählte
Investorensteckbriefe)
ROHSA 2
(Neubewertung von
139 Spat- und Erzvorkommen)
Projektträger: GKZ e. V.
Finanzierung : SMWA
Bearbeiter:
BEAK, BIUG, GEOS, GLU,
TUBAF, UVR-FIA Wisutec,
ROHSAB
Grenzübergreifendes
Rohstoffkataster Sachsen-
Böhmen
Projektträger: GKZ e. V.
Finanzierung: EU-Ziel3
Bearbeiter von deutscher Seite:
Arcadis, BEAK, BIUG, GEOS,
LfULG, OBA, Wisutec
ROHSA 3
Vorprojekt
Methodische Entwicklung eines
Hauptprojektes
Projektträger: GKZ e. V
Finanzierung: SMWA/IHK
Chemnitz
Bearbeiter:
BEAK, GGL, G.E.O.S., G.U.B.,
TerraMontan, Wisutec

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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
3. Ergebnisse und Erfahrungen aus den bisherigen ROHSA-Projekten
Die Initiative des Geokompetenzzentrums Freiberg und seiner Mitglieder ist
maßgeblich für den Beginn der ROHSA-Projekte. Ihre aktive Mitarbeit sicherte
den Erfolg von ROHSA 3.1.
Die geologischen Altdaten und die ROHSA-Projekte haben die aktuellen
Erkundungs- und Bergbauaktivitäten in- und ausländischer Investoren
in Sachsen wirksam unterstützt und erleichtert.
Die vorhandenen Altdaten haben dîe Explorationskosten dieser Unternehmen
drastisch reduziert (80-100%)
Die Zusammenführung, Digitalisierung und systematische Ergänzung der Altdaten
senkt die „Einstiegsbarriere“ für Rohstoffaktivitäten in Sachsen, besonders von
mittelständischen Investoren, deutlich ab.

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Freiberg 29.03.2017
3. Ergebnisse und Erfahrungen aus den bisherigen ROHSA-Projekten
Die ROHSA-Projekte haben das Geokompetenzzentrum Freiberg und den
Geomontanstandort Freiberg gestärkt.
Das Projekt ROHSA 3.1. zeichnete sich durch eine vorbildliche Transparenz
aus und hat konsequent sächsische Unternehmer in die Bearbeitung
einbezogen (Aufträge, Unternehmer-Workshops)
Das Vorhaben ROHSA 3.1. ist Beispiel und Anreiz für ähnliche Projekte in
anderen Bundesländern.
Die ROHSA-Aktivitäten waren ein wichtiges Argument für die
Verabschiedung der Sächsischen Rohstoffstrategie 2012 und sind ein
Musterbeispiel für ihre Umsetzung.

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Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
4. Zukünftige Aufgaben
die kontinuierliche Finanzierung und Fortsetzung von ROHSA 3
der schnelle Bau des geplanten Bohrkernlagers in Freiberg
die Festlegung investoren- und mittelstandsfreundlicher Regelungen für die Nutzung
der ROHSA 3–Ergebnisse
die systematische Erweiterung der rohstoffrelevanten Datenbasis des Freistaates
Sachsen durch:
- die gezielte geologische Datensammlung bei der Sanierung des Altbergbaus
- kontinuierliche Feldarbeiten des LfLUG
- ein staatliches Explorationsprogramm
und die Zusammenführung der Ergebnisse mit den ROHSA 3-Daten
die Sicherung, Veröffentlichung und wissenschaftliche Neubewertung von
vertraulichen, rohstoffrelevanten Forschungsergebnissen aus DDR-Unternehmen

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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
Forschungsleistungen der SDAG Wismut für die
Zinn-Wolfram Lagerstätte Westerzgebirge
1971 - 1989
Quelle: Wismut-Archiv Inv.Nr. D123
Leistungen
Aufwand [Mio. Mark]
Aufbereitung
Abbau
Geophysik
chlorierende Verflüchtigung
Spezielle Studien
(WO
3
-Hydrometallurgie, Begleitkomponenten
u.a.)
68,4
10,0
16,5
53,6
6,9
Summe
155,4

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Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
Aktuelle Forschungsschwerpunkte für den internationalen Bergbau im
Vergleich mit Forschungsaktivitäten der SDAG Wismut 1959 - 1990
Themen
Strategische
Themen ETP SMR
1
2013
F/E-Schwerpunkte
GKZ 2011
F/E-Berichte SDAG
Wismut 1959 - 1990
Abbau in großen Teufen
Automatisierung in Bergbau und
Aufbereitung
Hydro- und biometallurgische Verfahren
in Gewinnung und Aufbereitung
Optimierung von Gewinnungs-,
Transport- und Versorgungsprozessen
Methoden zur Gewinnung und
vollständigen Nutzung von
Polymetalllagerstätten
Grubenwehr und Havariebekämpfung
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
X
506
63
619
43
264
5
Quelle: Unternehmensarchiv Wismut GmbH
Strategic Research Agenda ETP SMR 2013
Aufgaben der Rohstoffforschung GKZ 2011
1
European Technology Platform
Sustainable Mineral Resources

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Abschlusskolloquium ROHSA 3.1
Dr. Ing.habil Manfred Goedecke
Freiberg 29.03.2017
„Was du ererbt von Deinen Vätern,
erwirb es, um es zu besitzen.“
J. W. Goethe