Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums des Innern
zur Änderung der Durchführungsverordnung zur SächsBO
Vom
Aufgrund von § 88 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 der Sächsischen Bauordnung (SächsBO) vom
28. Mai 2004 (SächsGVBl. S. 200), die zuletzt durch Artikel 2 Abs. 8 des Gesetzes vom
19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 143) geändert worden ist, wird verordnet:
Artikel 1
Die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Durchführung der
Sächsischen Bauordnung (Durchführungsverordnung zur Sächsischen Bauordnung – DVO-
SächsBO) vom 2. September 2004 (SächsGVBl. S. 427), zuletzt geändert durch Artikel 1 der
Verordnung vom 8. Dezember 2009 (SächsGVBl. S. 594, 2010 S. 81), wird wie folgt geän-
dert:
1. § 1 Abs. 1 wird wie folgt geändert:
a) Die Angabe „die zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 13. August 2009
(SächsGVBl. S. 438) geändert worden ist“ wird durch die Angabe „die zuletzt durch
Artikel 2 Abs. 8 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142, 143) geändert
worden ist“ ersetzt.
b) In Nummer 9 wird die Angabe „das durch Artikel 6 des Gesetzes vom 15. Dezember
2001 (BGBl. I S. 3762, 3763) geändert worden ist“ durch die Angabe „das zuletzt
durch Artikel 4 des Gesetzes vom 22. August 2006 (BGBl. I S. 1970, 1971) geändert
worden ist" ersetzt.
2. In § 2 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe c wird die Angabe „des Baugesetzbuches (BauGB) in der
Fassung der Bekanntmachung vom 27. August 1997 (BGBl. I S. 2141, 1998 S. 137), das
zuletzt durch Artikel 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718, 833) ge-
ändert worden ist“ durch die Angabe „des Baugesetzbuches (BauGB) in der Fassung der
Bekanntmachung vom 23. September 2004 (BGBl. I S. 2414), das zuletzt durch Artikel 4
des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585, 2617) geändert worden ist" ersetzt.
3. § 8 Abs. 2 Satz 2 wird wie folgt gefasst:
㤠1 des Gesetzes zur Regelung des Verwaltungsverfahrens- und des Verwaltungszu-
stellungsrechts für den Freistaat Sachsen (SächsVwVfZG) vom 19. Mai 2010
(SächsGVBl. S. 142), in der jeweils geltenden Fassung, in Verbindung mit § 3a des Ver-
waltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom
23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom
14. August 2009 (BGBl. I S. 2827, 2839) geändert worden ist, in der jeweils geltenden
Fassung, bleibt unberührt.“
4. § 9 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 3 wird die Angabe „Gesetz über die Landesvermessung und das Liegen-
schaftskataster im Freistaat Sachsen (Sächsisches Vermessungsgesetz –
SächsVermG) vom 12. Mai 2003 (SächsGVBl. S. 121), geändert durch Artikel 43 des
Gesetzes vom 5. Mai 2004 (SächsGVBl. S. 148, 171)“ durch die Angabe „Gesetz
über das amtliche Vermessungswesen und das Liegenschaftskataster im Freistaat
Sachsen (Sächsisches Vermessungs- und Katastergesetz – SächsVermKatG) vom

29. Januar 2008 (SächsGVBl. S. 138), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes
vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 134, 140)“ ersetzt.
b) In Absatz 4 Nr. 11 wird die Angabe „das zuletzt durch Artikel 11 des Gesetzes vom
5. Mai 2004 (SächsGVBl. S. 148, 154) geändert worden ist“ durch die Angabe „das
zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 29. Januar 2008 (SächsGVBl. S. 138, 146)
geändert worden ist“ ersetzt.
5. In § 18 Abs. 1 Satz 4 wird die Angabe „das zuletzt durch Artikel 10 des Gesetzes vom
29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2355, 2387) geändert worden ist“ durch die Angabe „das zuletzt
durch Artikel 6 des Gesetzes vom 14. April 2010 (BGBl. I S. 410, 416) geändert worden
ist“ ersetzt.
6. § 19 Abs. 2a wird wie folgt geändert:
a) Nach der Angabe „Gesetz über den einheitlichen Ansprechpartner im Freistaat Sach-
sen (SächsEAG) vom 13. August 2009 (SächsGVBl. S. 446)“ wird die Angabe „geän-
dert durch Artikel 2 Abs. 7 des Gesetzes vom 19. Mai 2010 (SächsGVBl. S. 142,
143),“ eingefügt.
b) Die Angabe „§ 1 SächsVwVfG“ wird durch die Angabe „§ 1 SächsVwVfZG“ ersetzt.
7. In § 20 Abs. 2 und 3 und § 22 Abs. 4 Satz 2 wird jeweils die Angabe „§ 1 SächsVwVfG“
durch die Angabe „§ 1 SächsVwVfZG“ ersetzt.
8. In § 25 Abs. 2 Satz 5 wird die Angabe „die zuletzt durch Artikel 4 Abs. 26 des Gesetzes
vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718, 833) geändert worden ist“ durch die Angabe „die zuletzt
durch Artikel 3 des Gesetzes vom 21. August 2009 (BGBl. I S. 2870, 2874) geändert wor-
den ist“ ersetzt.
9. § 31 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 wird wie folgt gefasst:
„1. die Landesdirektion Leipzig – Landesstelle für Bautechnik – für die Bereiche Standsi-
cherheit und Brandschutz und“.
10. § 32 Abs. 3 wird wie folgt gefasst:
„(3) Die Nachweise der Standsicherheit Fliegender Bauten müssen vom Prüfamt gemäß
§ 31 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 geprüft werden.“
11. In § 34 Abs. 1 Satz 1 wird die Angabe „Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums
des Innern über die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen in baulichen Anla-
gen und Räumen besonderer Art oder Nutzung (SächsTechPrüfVO) vom 7. Februar
2000 (SächsGVBl. S. 127), die durch Artikel 2 der Verordnung vom 2. September 2004
(SächsGVBl. S. 427, 441) geändert worden ist“ durch die Angabe „Verordnung des
Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Prüfung technischer Anlagen und
Einrichtungen nach Bauordnungsrecht (SächsTechPrüfVO) vom 7. Februar 2000
(SächsGVBl. S. 127), die zuletzt durch Artikel 3 der Verordnung vom 14. November 2008
(SächsGVBl. S. 630) geändert worden ist“ ersetzt.
12. § 40 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 2 Satz 2 wird nach der Angabe „Verwaltungskostengesetz des Freistaates
Sachsen (SächsVwKG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. September
2003 (SächsGVBl. S. 698),“ die Angabe „zuletzt geändert durch Artikel 3 des Geset-
zes vom 13. August 2009 (SächsGVBl. S. 438, 439),“ eingefügt.

b) In Absatz 2 Satz 3 wird die Angabe „zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes
vom 9. Dezember 2003 (SächsGVBl. S. 897)“ durch die Angabe „zuletzt geändert
durch Artikel 11 des Gesetzes vom 12. Dezember 2008 (SächsGVBl. S. 866, 876)“
ersetzt.
13. Anlage 2 wird wie folgt gefasst:
Anlage 2
(zu § 12 Abs. 3)
Kriterienkatalog nach § 12 Abs. 3 DVOSächsBO
Sind die nachfolgenden Kriterien ausnahmslos erfüllt, ist eine Prüfung des Standsicherheits-
nachweises nicht erforderlich:
1.
Die Baugrundverhältnisse sind eindeutig und erlauben eine übliche Flachgründung
entsprechend DIN 1054. Ausgenommen sind Gründungen auf setzungsempfindli-
chem Baugrund.
2.
Bei erddruckbelasteten Gebäuden beträgt die Höhendifferenz zwischen Gründungs-
sohle und Erdoberfläche maximal 4 m. Einwirkungen aus Wasserdruck müssen rech-
nerisch nicht berücksichtigt werden.
3.
Angrenzende bauliche Anlagen oder öffentliche Verkehrsflächen werden nicht beein-
trächtigt. Nachzuweisende Unterfangungen oder Baugrubensicherungen sind nicht
erforderlich.
4.
Die tragenden und aussteifenden Bauteile gehen im Wesentlichen bis zu den Fun-
damenten unversetzt durch. Ein rechnerischer Nachweis der Gebäudeaussteifung,
auch für Teilbereiche, ist nicht erforderlich.
5.
Die Geschossdecken sind linienförmig gelagert und dürfen für gleichmäßig verteilte
Lasten (kN/m2) und Linienlasten aus nichttragenden Wänden (kN/m) bemessen wer-
den. Geschossdecken ohne ausreichende Querverteilung erhalten keine Einzellas-
ten.
6.
Die Bauteile der baulichen Anlage oder die bauliche Anlage selbst können mit einfa-
chen Verfahren der Baustatik berechnet oder konstruktiv festgelegt werden. Räumli-
che Tragstrukturen müssen rechnerisch nicht nachgewiesen werden. Besondere Sta-
bilitäts-, Verformungs- und Schwingungsuntersuchungen sind nicht erforderlich.
7.
Außergewöhnliche sowie dynamische Einwirkungen sind nicht vorhanden. Beanspru-
chungen aus Erdbeben müssen rechnerisch nicht verfolgt werden.
8.
Besondere Bauarten wie Spannbetonbau, Verbundbau, Leimholzbau und geschweiß-
te Aluminiumkonstruktionen werden nicht angewendet.“
Artikel 2
Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.

Dresden, den
Der Staatsminister des Innern
Markus Ulbig