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Anforderungen für die Bestimmung zum Sachverständigen
im Freistaat Sachsen für Prüfungen nach § 172 StrlSchG
Stand:
13. November 2020
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Ansprechpartner:
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 54 – Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien
Herr Uwe Reichelt, Email:
uwe.reichelt@smul.sachsen.de
, Tel. 0351 – 564 25410
Hinweise:
Die nachfolgende tabellarische Aufstellung umfasst die grundlegenden Unterlagen für die Bestimmung als Sachverständiger. Sie ist nicht abschließend. So können sich
insbesondere im Rahmen der Antragsbearbeitung weitere Unterlagen als erforderlich herausstellen.
In den ersten drei Spalten ist jeweils angegeben, ob die Nachweise bei der Antragstellung zu a) einer ersten Bestimmung als Sachverständiger, b) einer Erweiterung
einer aktuell gültigen Bestimmung auf weitere Prüfgebiete oder prüfende Personen und c) einer erneuten Bestimmung zum Ablauf der Befristung einer bestehenden
erforderlich sind. Bei einer Erweiterung der Bestimmung sind die Nachweise jeweils nur für die neuen Prüfgebiete bzw. die neuen prüfenden Personen zu erbringen.
Erstbe-
stimmung
Erweiterung
Neube-
stimmung
Einzelsachverständiger
Eine natürliche Person führt die Sachverständigentätigkeit fachlich und wirtschaftlich
eigenverantwortlich durch.
Sachverständigenorganisation
Die Sachverständigentätigkeit wird durch prüfende Personen mit einem Beschäftigungsverhältnis
zur Sachverständigenorganisation durchgeführt oder die prüfenden Personen bilden eine
gemeinsame Gesellschaft in deren Rahmen im Außenverhältnis die Sachverständigentätigkeit
angeboten und durchgeführt wird.
1. Nachweis zur Zuständigkeit
(örtliche Zuständigkeit nach §1 SächsVwVfZG i.V.m. §3 Abs. 1 Nr. 3 VwVfG)
1.1 i.A. Nachweis über Wohnsitz
(Zuständigkeit, § 177 Abs. 1 StrlSchV)
1.1. i. A. Handels-/Vereinsregisterauszug
(Zuständigkeit, § 177 Abs. 2 StrlSchV)
2. Nachweis über die Beantragung eines Behördlichen Führungszeugnisses
(Zuverlässigkeit, § 177 Abs. 1 Nr. 1 StrlSchV i. V. m. § 179 Abs. 1 StrlSchV)
(Zuverlässigkeit, § 177 Abs. 2 Nr. 2 und 3 StrlSchV i. V. m. § 179 Abs. 1 StrlSchV)
nach § 30 Abs. 5 Satz 1 BZRG, das direkt an
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft
Referat 54, Herr U. Reichelt
persönlich
PF 10 05 10
01076 Dresden
versendet wird, und jeweils nicht älter als 6 Monate ist für
den Einzelsachverständigen
die zur Vertretung berechtigten Person und
jede prüfende Person
3. Erklärungen zur
(Unabhängigkeit, § 180 Abs. 4 StrlSchV)
3.1. wirtschaftlichen, finanziellen und sonstigen Unabhängigkeit
des Einzelsachverständigen
der Sachverständigenorganisation und
der zur Vertretung berechtigten Person
3.2. fachlichen Weisungsfreiheit im Hinblick auf die Sachverständigentätigkeit
des Einzelsachverständigen
der prüfenden Personen
Für 3.1 und 3.2 sind Formulare im Internet-Portal
strahlenschutz.sachsen.de
im Bereich „Bestimmung von Sachverständigen“ verfügbar zu finden unter
„Genehmigung, Anzeige, Anmeldung, Aufsicht“ und weiter „Tätigkeiten mit radioaktiven Stoffen/ionisierender Strahlung“.

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Anforderungen für die Bestimmung zum Sachverständigen
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Stand:
13. November 2020
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Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 54 – Strahlenschutz, Gentechnik, Chemikalien
Herr Uwe Reichelt, Email:
uwe.reichelt@smul.sachsen.de
, Tel. 0351 – 564 25410
4. fachliche Qualifikation
(§ 177 Abs. 1 Nr. 2 i. V. m. § 181 StrlSchV)
(§ 177 Abs. 2 Nr. 4 i. V. m. § 181 StrlSchV und § 200 Abs. 2 StrlSchV)
4.1. Nachweis über erfolgreich abgeschlossenes Hoch- oder Fachhochschulstudium in einer naturwissenschaftlichen oder technischen Fachrichtung
4.2. Bescheinigung über die Anerkennung der Fachkunde im Strahlenschutz sowie ggf. entsprechende Nachweise über die Aktualisierung der Fachkunde in
der Regel für folgende Fachkundegruppen:
(Fachkunde-Richtlinie Technik nach StrlSchV vom 21.06.2004, Rundschreiben des BMU S II 3 – 15 040/3 vom 18.11.2019)
zur Prüfung von Arbeitsplätzen mit Exposition durch natürlich vorkommende Radioaktivität:
S9.2
zur Prüfung von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung:
S6.3
zur Prüfung von Bestrahlungsvorrichtungen und von Geräten für die Gammaradiographie:
S6.3 und S4.2
zur Prüfung der Dichtheit umschlossener radioaktiver Stoffe und bauartzugelassenen Vorrichtungen:
S2.3 und S4.1
4.3. Einweisung durch einen bestimmten Sachverständigen:
Aufstellung über die durchgeführten Prüfungen nach Anlage 19 Teil 1 Tabellen 1 und 2 jeweils Spalte 2 StrlSchV bzw. Anlage 19 Teil 2 StrlSchV mit
Daten zu den einzelnen Prüfungen
abschließende Beurteilung zur Bestätigung der fachlichen Qualifikation
4.4. Nachweise über Prüfungen nach Anlage 19 Teil 1 Tabellen 1 und 2 Spalte 3 StrlSchV bzw. mind. 2 Prüfungen in einem oder mehreren Tätigkeitsfeldern
nach Anlage 3 StrlSchG
4.5. Aktualisierungsnachweis der Fachkunde
4.6. Dokumentation über die Teilnahme an Maßnahmen des Meinungs- und Erfahrungsaustauschs
für den Einzelsachverständigen
für jede prüfende Person
Hinweis zu 4. – Übergangsregelung für Prüfungen von Arbeitsplätzen mit Exposition durch natürlich vorkommende Radioaktivität:
(§ 200 Abs. 2 StrlSchV)
Der Nachweis der fachlichen Qualifikation kann für diese Prüftätigkeit bis zum 1. Januar 2022 alternativ durch folgende Qualifikationen erfolgen:
umfangreiche Kenntnisse im allgemeinen Strahlenschutz:
Nachweis der Fachkunde im Strahlenschutz (i.d.R. S2.2 und S4.1)
vertiefte Kenntnisse im Strahlenschutz bei Arbeitsplätzen mit Exposition durch natürliche Radioaktivität:
allgemeine Beschreibung der bisherigen beruflichen Tätigkeit im Bereich von Expositionen durch natürliche Radioaktivität mit Zuordnung
entsprechend der Tätigkeitsfelder nach Anlage 3 StrlSchG
fünf Prüfberichte, Projektberichte o. Ä. aus mindestens zwei Tätigkeitsfeldern nach Anlage 3 StrlSchG insbesondere zur Abschätzung der Exposition
von tätigen Personen

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Herr Uwe Reichelt, Email:
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, Tel. 0351 – 564 25410
Hinweis zu 4. – Übergangsregelung für Altbestimmungen:
(§ 200 Abs. 1 StrlSchV)
Für Einzelsachverständige und prüfende Personen, die bis zum 31. Dezember 2018 als bestimmte Sachverständige tätig waren, gilt die fachliche
Qualifikation als vorhanden. Sofern eine Fachkunde bis zum 31.Dezember 2018 nicht bescheinigt wurde, ist der Nachweis der Aktualisierung der
Fachkunde aller fünf Jahre bezogen auf den 31. Dezember 2018 erforderlich. In allen anderen Fälle ist sie aller fünf Jahre bezogen auf das Datum des
die Anerkennungsbescheides erforderlich.
Sofern diese Tätigkeit nicht im Rahmen einer Bestimmung im Freistaat Sachsen erfolgte, reichen Sie bitte entsprechende Nachweise über die Tätigkeit
(z. B. den Bestimmungsbescheid und die zugehörige Prüfstatistik für das Kalenderjahr 2018) ein.
5. Erforderliche technische Ausstattung
(nach § 177 Abs. 1 Nr. 3 StrlSchV)
(nach § 177 Abs. 2 Nr. 5 StrlSchV)
5.1. Übersicht über die vorhandene bzw. vorgehaltene (z.B. zur Leihe) technische Ausstattung für die Nutzung im Rahmen der Sachverständigentätigkeit
5.2. sofern zutreffend Konformitätserklärung, Eichscheine und Nachweise über Kalibrierungen der Messgeräte
6. Darstellung der organisatorischen Maßnahmen
(nach § 177 Abs. 1 Nr. 3 StrlSchV)
(nach § 177 Abs. 2 Nr. 5 StrlSchV)
6.1. zur betrieblichen Organisation der Sachverständigentätigkeit
6.2. zur Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen und Geheimnissen aus Gründen der öffentlichen Sicherheit
6.3 zum Strahlenschutz
6.3. zum Strahlenschutz der prüfenden Personen
6.4. zu ggf. notwendigen Strahlenschutzbeauftragten
7. Darstellung des Qualitätssicherungssystems
(nach § 183 Abs. 1 Nr. 3 und Nr. 5 StrlSchV)
(nach § 183 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 183 Abs. 1 Nr. 3 und Nr. 5 StrlSchV)
7.1. Prüfung und Wartung der messtechnischen Ausstattung
7.2. qualitätssichernde Maßnahmen
7.3. Konzept für Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen der prüfenden Personen
des Einzelsachverständigen
der prüfenden Personen
Bei der Nutzung externer Dienstleister (z.B. Prüflaboratorien zur Aktivitätsbestimmung) sind entsprechende Nachweise für diese ebenfalls erforderlich.

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Herr Uwe Reichelt, Email:
uwe.reichelt@smul.sachsen.de
, Tel. 0351 – 564 25410
8. Optional: Erklärung der Zustimmung zur Veröffentlichung der Kontaktdaten
Im Internet-Portal
strahlenschutz.sachsen.de
wird eine Liste der vom Freistaat Sachsen bestimmten Sachverständigen geführt. Diese dient
ausschließlich dem Zweck der erleichterten Kontakt¬aufnahme durch Personen, die zur Veranlassung von Prüfungen nach § 172 StrlSchG verpflichtet
sind. Die Zustimmung ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden.
Für die Zustimmung nutzen Sie bitte das Formular im Internet-Portal
strahlenschutz.sachsen.de
im Bereich „Bestimmung von Sachverständigen“ zu finden
unter „Genehmigung, Anzeige, Anmeldung, Aufsicht“ und weiter „Tätigkeiten mit radioaktiven Stoffen/ionisierender Strahlung“.