Digitalkonferenz des Freistaates Sachsen
am 27. Juni 2019 in Leipzig
Programm

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forum
sachsen
digital
Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „forum sachsen digital“,
die ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen,
„Sachsen Digital“, wird seit 2016 in einem stetigen Dialog mit verschiedenen gesell-
schaftlichen Akteuren fortentwickelt. Das „forum sachsen digital“ bietet Multi-
plikatoren und Experten bereits zum vierten Mal eine Plattform, um ihre Ideen zur
digitalen
Zukunft unseres Landes einzubringen – denn auch die heute vorgelegte
dritte aktualisierte Fassung von „Sachsen Digital“ kann nur ein Zwischenergebnis
sein. In diesem Jahr widmen wir uns insbesondere der Digitalisierung in den säch-
sischen Regionen, von den Themen Unternehmensansprache und Verbraucher-
schutz bis hin zu touristischen Fragestellungen. Lassen Sie sich vom vielfältigen
Teilnehmerkreis
inspirieren und profitieren Sie vom interdisziplinären Austausch!
Stefan Brangs
Staatssekretär im Sächsischen Staats-
ministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr, Beauftragter der Staatsregierung
für Digitales (CDO)
Martin Dulig
Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr,
Stellvertretender Ministerpräsident

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Programm
forum sachsen digital
Inhaltsverzeichnis
Strategische Ziele und Handlungsfelder in „Sachsen Digital“
Schnittstellen der Strategie „Sachsen Digital“
S. 6
Wie smart sind Sachsens Städte?
S. 7
Themeninseln
S. 8
Projekt „Künstliche Intelligenz –
Kompetenzen und Innovationspotential in Sachsen“
S. 15
09.00 Uhr
Check-in
10.00 — 11.30 Uhr
„Kennenlernen in der Kesselhalle“
„Digitalland Sachsen“
Martin Dulig
Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr,
Stellvertretender Ministerpräsident
Strategie „Sachsen Digital“
und
Ergebnisse des Projekts
„Künstliche Intelligenz — Kompetenzen und Innovationspotential in Sachsen“
Stefan Brangs
Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr,
Beauftragter der Staatsregierung für Digitales (CDO)
Dr. Peter Schneider
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
Leiter des Institutsteils Entwicklung Adaptiver Systeme
11.30 — 12.00 Uhr
Kaffeepause
12.00 — 13.15 Uhr
Führungen
durch die
Themenwelt
für die Themeninseln 1 — 10
parallel:
Weiterentwicklung von „Sachsen Digital“
an den
Themeninseln 11 — 20
13.15 — 14.00 Uhr
Mittagspause
und
Entdecken der Themenwelt
14.00 — 15.15 Uhr
Führungen
durch die
Themenwelt
für die Themeninseln 11 — 20
parallel:
Weiterentwicklung von „Sachsen Digital“
an den Themeninseln 1
10
15.15 — 15.45 Uhr
Kaffeepause
15.45 — 16.15 Uhr
16.15 – 16.30 Uhr
„Energie. Verkehr. Wohnen — Wie smart sind Sachsens Städte?“
Interaktive Diskussion und Vorstellung der Ergebnisse ausgewählter Themeninseln
Dr. Beate Ginzel
Leiterin des Referates „Digitale Stadt“ beim Dezernat Wirtschaft,
Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig
Dirk Neubauer
Bürgermeister der Stadt Augustusburg
Jörg Röglin
Oberbürgermeister der Stadt Wurzen
„Digitalisierung trifft Kunst“
16.30 Uhr
Ende der Veranstaltung
Moderation: Daniel Finger
Themenwelt
S. 16
Strategie „Sachsen Digital“
S. 23

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Interaktive Diskussion und Vorstellung der Ergebnisse ausgewählter Themeninseln
„Sachsen Digital“ nimmt auf
Landesebene
Bezug auf die „Fachstrategien“ der einzelnen Staatsministerien, die ihrerseits
das Thema Digitalisierung zunehmend adressieren. Die Abbildung stellt die wichtigsten Verknüpfungen von Strategien der
Staatsregierung mit „Sachsen Digital“ dar.
Dr. Beate Ginzel
Leiterin des Referates „Digitale Stadt“ beim Dezernat Wirtschaft,
Arbeit und Digitales der Stadt Leipzig
Leipzig übernimmt in der digitalen Transformation eine aktive Rolle. Governance-Strukturen befin-
den sich im Aufbau. Aktuelle Projekte sind u.a.:
» Digitale Werkstatt – Labor für Verwaltungsverfahren, Bürgerservices
» Urbane Datenplattform – Datendrehscheibe für Verwaltung, Leipziger Gruppe, Stadtgesellschaft
» Intelligentes Energiesystem – Pilotprojekt für ein postfossiles Energiesystem
» ABSOLUT – Autonomes Busprojekt
Dirk Neubauer
Bürgermeister der Stadt Augustusburg
Die Stadt Augustusburg verfolgt mit dem Projekt #diStadt
(www.distadt.de)
ein umfangreiches und
verzahntes Digitalisierungsprojekt. Bereiche sind der Breitbandausbau, die Schaffung digitaler Teil-
habe
(www.meinaugustusburg.de),
das Einrichten eines CoWorking-Spaces und das Angebot einer
Digitalschule für alle Bürger. Damit wollen wir das Unwort Digitalisierung mit Leben füllen und für die
Menschen erlebbar machen – im Schutz des kommunalen Raumes, ohne Verträge abschließen oder
Geld bewegen zu müssen. Mit dem Projekt kleinstadtmenschen.de (Geschichtsdokumentation) und
der regionalen Vermarktungsplattform hierfuerhier.de sind zwei weitere gesellschaftlich wichtige
Themen in Arbeit.
Jörg Röglin
Oberbürgermeister der Stadt Wurzen
Die Digitalisierung stellt mittlere und kleine Kommunen vor große Herausforderungen. Die Stadt
kooperiert bei der Umsetzung des OZG und dem Aufbau der Breitbandnetze mit ihren Nachbarn
im Wurzener Land und über die Region hinaus. Mit dem Pilotprojekt „Kommunales Dienstleitungs-
zentrum“ sollen Verwaltungsprozesse kooperativ, standardisiert und automatisiert abgearbeitet
werden.
Wo stehen Sachsens Städte auf dem Weg zu „smarten“ Cities im deutschlandweiten und internationalen Vergleich? Was sind
aktuell die wichtigsten Projekte und welche Hürden gibt es? Expertinnen und Experten aus sächsischen Städten diskutieren diese
und weitere Fragen im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion, bei der außerdem die Diskussionsergebnisse ausgewählter
Themeninseln vorgestellt werden.
„Energie. Verkehr. Wohnen —
Wie smart sind Sachsens
Städte?“
forum sachsen digital
Grafik: K&C Advertising KG
Schnittstellen der Strategie
„Sachsen Digital“
Auf
Bundesebene
bilden die Digitalstrategie der Bundesre-
gierung und die dazugehörige Umsetzungsstrategie „Digita-
lisierung gestalten“ derzeit die wichtigsten Bezugspunkte
für „Sachsen Digital“. Darüber hinaus bestehen Bezüge zu
den Fachstrategien der verschiedenen Bundesministeri-
en, beispielsweise zur „5G-Strategie für Deutschland“, zur
„Strategie Künstliche Intelligenz“ oder zur „Hightech-Stra-
tegie 2025“. Durch den Bund getragene Initiativen wie der
Digital-Gipfel-Prozess, die Initiative Stadt.Land.Digital, die
de:hub-Initiative oder die Initiative Mittelstand 4.0 sind eben-
falls von Bedeutung. Auch die Europäische Union gestaltet
die Digitalisierung entscheidend mit. Der Freistaat Sachsen
befürwortet die Vollendung des digitalen Binnenmarktes für
Europa und begrüßt in diesem Zusammenhang grundsätzlich
die diesbezüglichen Anstrengungen der Europäischen Kom-
mission, insbesondere die „Strategie für einen digitalen Bin-
nenmarkt für Europa“ und die damit verbundenen Rechtset-
zungspakete.

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Themeninseln
1
Strategisches Ziel:
Digitale Infrastruktur entwickeln
01 Breitbandausbau in Sachsen
02 Digitalisierung der Mobilität —
eine Zukunftsvision für die Lausitz!
03 Digitalisierung im Gesundheitswesen:
Nachhaltigkeit in der digitalen innovativen
Versorgung
2
Strategisches Ziel:
Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
04 Das neue Sächsische Informationssicherheitsgesetz —
Rechte, Services und Pflichten für die Kommunen
3
Strategisches Ziel:
Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter
gestalten
05 Schulische und außerschulische Medienbildung in
Sachsen
06 Digitalisierung in der Hochschulbildung sowie post-
gradualen Weiterbildung
07 Digitales Arbeiten — Perspektiven des
Arbeitnehmer- und Sozialschutzes im digitalen
Betrieb
08 Fachkräftesicherung — neue Wege der
Personalgewinnung
09 Förderung des IT-Nachwuchses durch sächsische
Unternehmen
Saalplan
4
Strategisches Ziel:
Digitale Innovationskraft stärken
10 Digitalisierung im ländlichen Raum: Strategien zur
Ansprache und Information von Unternehmen
11
Sächsisch. Digital. Überall. Möglichkeiten für
innovative Gründungen in Stadt und Land
12 Auslandsmärkte digital erschließen — Digitalisierung
und Internationalisierung sächsischer Unternehmen
13 Blockchain — Internet der digitalen Originale, Werte
und Güter
14 Zwischen Hype und Wirklichkeit —
Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz wirklich?
15 Potentiale von Künstlicher Intelligenz in der
Energiewirtschaft
5
Strategisches Ziel:
Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher
Institutionen vorantreiben
16 Digitale Dörfer auch in Sachsen?!
Chancen-Nutzen-Risiken
17 Verbraucherschutz und Digitalisierung im ländlichen
Raum
18 Digitale Verwaltung: Amt 24
(Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes — OZG)
19 Digitalisierung im Tourismus:
Fachmeldeverfahren für Wanderwegewarte
20 Referententisch
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Schulische und außerschulische Medienbildung in Sachsen
Mit der Konzeption „Medienbildung und Digitalisierung in der Schule“
hat sich das SMK 2017 zu den entsprechenden Herausforderungen po-
sitioniert und arbeitet seither an der Erreichung der dort formulierten
Ziele. Mit u. a. dem DigitalPakt Schule und der Überarbeitung der Lehr-
pläne sind 2019 deutliche Fortschritte erzielt worden. Darüber hinaus
erarbeitet die Landesregierung unter Federführung des SMK eine Lan-
desstrategie zur Förderung der außerschulischen Medienbildung für
Kinder und Jugendliche, Erwachsene sowie pädagogische Fachkräfte.
Die Strategie wird aktuell in der Landesregierung abgestimmt. Poten-
tiale des Zusammenwirkens von schulischer und außerschulischer Me-
dienbildung sollen aufgezeigt sowie Gelingensbedingungen diskutiert
werden.
1.
Genügen DigitalPakt Schule und Lehrplananpassung, um Medien-
bildung und Digitalisierung an Schulen umzusetzen?
2.
Was sind Potentiale und Grenzen einer Kooperation zwischen
schulischen und außerschulischen Akteuren?
3.
Wie können regionale Bildungspartnerschaften zwischen schu-
lischen und außerschulischen Akteuren von Medienbildung und
Digitalisierung gestärkt werden?
Martin Arndt
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
06
Digitalisierung in der Hochschulbildung sowie postgradualen
Weiterbildung
Trotz großer (auch finanzieller) Bemühungen schreitet die Digitalisie-
rung in der Bildung nicht im gewünschten Tempo voran. Studierende
stehen noch immer oft vor der Herausforderung, ihr Lernverhalten an
die vorgegebenen traditionellen Strukturen in Hochschulen anzupas-
sen, die in der Regel durch ein One-size-fits-all-Prinzip gekennzeichnet
sind. Auf der anderen Seite fällt es den Hochschulen und Bildungsein-
richtungen schwer, auf die „digitalen“ Qualifikationsanforderungen der
Arbeitswelt und die individuellen Bedarfe der Lernenden einzugehen.
1.
Welche Strategien können Bildungseinrichtungen verfolgen, um
den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft
und dem Bedarf an zukunftsfähigen Lernumgebungen gerecht zu
werden?
2.
Wie müssen Lernkulturen gestaltet werden, um lebenslanges
Lernen und die Partizipation an einer digitalisierten Arbeitswelt
zu ermöglichen?
3.
Wie können Hochschulen in Zusammenarbeit mit Industrie und
Wirtschaft künftig das Problem der Passgenauigkeit von Ausbil-
dung und Anforderung aus der Wirtschaft lösen?
Dr. Jörg Neumann
Arbeitskreis E-Learning der Landesrektorenkonferenz Sachsen
07
Digitales Arbeiten — Perspektiven des Arbeitnehmer- und
Sozialschutzes im digitalen Betrieb
Im Zuge der Digitalisierung entstehen zahlreiche neue Formen der
Arbeit. So können einzelne, bisher als Gesamtaufträge vergebene
Arbeitsleistungen zerteilt und über Plattformen an Auftragnehmer
vergeben werden. Mit zunehmender Digitalisierung wird auch die (So-
lo-) Selbständigkeit zunehmen. Neben dem Crowdworking gewinnen
andere verbraucherbezogene Geschäftsmodelle an Bedeutung. Das
vom SMWA beauftragte Gutachten „Arbeitswelt 4.0 — Muss der Arbeit-
nehmerbegriff angepasst werden?“ analysiert die Möglichkeiten eines
verbesserten Schutzes von Crowdworkern und Soloselbständigen. In
der Diskussion werden die Ergebnisse des Gutachtens vorgestellt und
Ansatzpunkte für eine bessere soziale Absicherung der Plattformbe-
schäftigten diskutiert.
1.
Grenzen des Arbeitnehmerschutzes im Arbeitsrecht: Bedarf der
Arbeitnehmerbegriff einer Anpassung?
2.
Adäquaten Sozialschutz gewährleisten: Welche Ansatzmöglich-
keiten bestehen für wirtschaftlich abhängige Selbständige?
3.
Sozialpartnerschaft ermöglichen: Wie können Plattformbeschäf-
tigte sich kollektiv organisieren?
Antje Söhngen
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
08
Fachkräftesicherung — neue Wege der Personalgewinnung
Ziel ist es, das Thema Fachkräftesicherung unter besonderer Berück-
sichtigung der klein- und mittelständisch geprägten Unternehmens-
struktur in Sachsen zu diskutieren. Dabei werden u. a. neue Wege der
Fachkräftegewinnung, auch unter dem Blickwinkel der Digitalisierung
sowie Herausforderungen des Personalmanagements in Unternehmen
im Spannungsfeld zwischen Wertewandel und unternehmerischem
Alltag erörtert.
1.
Fachkräftemangel oder falsche Bewerberansprache – Wie lässt
sich auch in Zeiten des Fachkräftemangels Personal gewinnen
und langfristig binden?
2.
Lebensphasenorientierte Personalarbeit bei Kleinst- und Kleinun-
ternehmen: Fluch oder Segen?
3.
Blick in die Zukunft – Wie können Unternehmen aktiv bei der
Personalgewinnung unterstützt werden?
Barbara Bauer
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
forum sachsen digital
01
Breitbandausbau in Sachsen
Ziel der Diskussion ist es, die bisherigen Erfolge der Breitbandförde-
rung zu würdigen und die dafür maßgeblich beteiligten kommunalen
Akteure zu Wort kommen zu lassen. Dabei soll der mögliche Hand-
lungsrahmen, welcher aus der gegebenen Rechtslage noch verbleibt,
den Ergebnissen gegenüber gestellt werden. Ebenso soll der Aspekt
der Rückwirkung der Breitbandförderung auf den grundgesetzlichen
privatwirtschaftlichen Breitbandausbau erörtert werden.
1.
Wie verlief Ihr Breitbandförderprojekt aus Ihrer Sicht?
2.
Welche Rückwirkungen auf das Agieren der TK-Unternehmen
außerhalb des Förderprojektes konnten Sie in Ihrer Kommune
verzeichnen?
3.
Wie stellt sich die Einschätzung Ihrer Bevölkerung zur Breitband-
versorgung nach Abschluss des Förderprojektes dar?
Torsten Preische
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
02
Digitalisierung der Mobilität —
eine Zukunftsvision für die Lausitz!
Ziel der Diskussion ist die Entwicklung einer konkreten Zukunftsvision im
Bereich der „Digitalisierung der Mobilität“ mit lokalem Bezug zur Region
Ostsachsen/Lausitz, insbesondere vor dem Hintergrund der Empfehlung
der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ zu ei-
nem „Lausitzcluster Mobilität“. Ausgehend von einem kurzen Teaser zu
neuesten Technologien im Bereich der Mobilität wie hochautomatisierter
ÖPNV im ländlichen Raum, Vernetzung, Mikromobilität, Nischenfahrzeuge
und digitale Mobilitätsdienste sollen relevante Fragestellungen themati-
siert werden.
1.
Welche digitalen Dienste sind in einer Modellregion Lausitz erfor-
derlich und sinnvoll (z. B. hochgenaue digitale Karten, dynamisches
Baustellen-/Störungssystem, Abdeckung WLANp, 4/5G-Infrastruktur,
RSUs, Digitale Mobilitätsplattform, Leitzentrale…) und sollten wie im
Rahmen der Digitalstrategie / Kohleausstieg forciert werden?
2.
Welche F&E-Vorhaben sollten darauf aufbauend umgesetzt werden
und bringen welchen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Mehrwert?
3.
Welche Industrialisierungsmöglichkeiten (z. B. Testing / Homologati-
on, Fahrzeugfertigung, Mobilitätsdienstleister, Entwicklungsdienst-
leister) sowie Sekundäreffekte sind zu erwarten und wer sind die
Stakeholder für die Realisierung?
Dr. Steffen Kutter
Technische Universität Dresden
03
Digitalisierung im Gesundheitswesen:
Nachhaltigkeit in der digitalen innovativen Versorgung
Das Ziel des Freistaates Sachsen ist die Förderung von digitalen, in-
novativen regionalen Lösungen für die medizinische Versorgung seiner
Bürgerinnen und Bürger. Während die Innovationsfinanzierung in der
Praxis gut funktioniert, stehen der Übernahme der Ergebnisse in den
laufenden Betrieb oder in die regelhafte Versorgung verschiedenste
Hemmnisse im Weg. Dies gilt gleichermaßen für digitale Dienste als
auch für Medizinprodukte.
1.
Was steht der Wirkung und Entfaltung der Ergebnisse von
innovativer Forschung entgegen, bezogen auf die Bundes- und
die Landesebene?
2.
Was sind die Spielräume des Freistaates Sachsen?
3.
Wie sollte dessen Strategie aussehen?
Gerit Sophie Heidel
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
04
Das neue Sächsische Informationssicherheitsgesetz — Rech-
te, Services und Pflichten für die Kommunen
Ziel der Diskussion ist es, das Sächsisches Informationssicherheits-
gesetz (SächsISichG) mit seinen Rechten, Pflichten und Services in
Hinblick auf die sächsischen Kommunen vorzustellen und dabei Mög-
lichkeiten und Perspektiven von Maßnahmen zur Erhöhung der Infor-
mationssicherheit in den Verwaltungen zu erörtern. Mit dem Gesetz
wird nicht nur eine engere Zusammenarbeit zwischen staatlicher und
kommunaler Seite verbindlicher geregelt, sondern den Kommunen
auch konkrete Services offeriert. Am Tisch soll über die Zwänge und
Herausforderungen für die Kommunen und ihre konkreten Erwartun-
gen an die Services des SAX.CERT diskutiert werden, auch um eine
praxisnahe Umsetzung des Gesetzes zu befördern.
1.
Welchen Mehrwert haben die Kommunen durch das neue Gesetz
zur Erhöhung der Informationssicherheit im Freistaat Sachsen?
2.
Welche Leistungen kann in Zukunft das SAX.CERT für die Kommu-
nen erbringen?
3.
Welche organisatorischen Strukturen müssen die Kommunen
aufbauen, um die Informationssicherheit zu erhöhen?
Andrea Biermann
Sächsische Staatskanzlei

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Blockchain — Internet der digitalen Originale, Werte und Güter
Blockchain ist seit 2017 durch den Bitcoin-Hype in aller Munde. Block-
chain ist die zugrundeliegende Technologie, die das zukünftige „In-
ternet“ der digitalisierten Werte, Güter und Originale überhaupt erst
ermöglichen wird. So wie die E-Mail die erste Anwendung des Inter-
nets Anfang der 1990er war, so sind Bitcoin & Co. lediglich die ersten
Anwendungen der Blockchain. Gegenwärtig zeichnen sich aber schon
zahlreiche weitere Anwendungen ab, die weit über digitale Währun-
gen hinausgehen. Ziel der Diskussion ist es, ein erstes grundlegendes
Verständnis von Blockchain zu vermitteln und mögliche Einsatzgebie-
te gemeinsam zu identifizieren.
1.
Blockchain – was verstehe ich darunter?
2.
Blockchain – wir haben die Lösung und suchen das Problem?!
3.
Blockchain – wie kann mein Unternehmen / meine Institution von
dieser Technologie profitieren?
Prof. Dr. Andreas Ittner
Hochschule Mittweida
14
Zwischen Hype und Wirklichkeit —
Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz wirklich?
Das Thema Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde und erfreut
sich großer Beliebtheit. Doch was steckt tatsächlich hinter den Metho-
den der Künstlichen Intelligenz — was ist real und was Zukunftsillusion?
Ziel der Diskussion ist es, die derzeit vorhandenen Möglichkeiten und
Chancen, aber auch die Grenzen der Künstlichen Intelligenz objektiv
und realitätsnah zu bewerten. Durch die Entmythisierung des Themas
soll der Fokus wieder auf den tatsächlichen Mehrwert von KI-Lösungen
und die Schaffung der dafür nötigen Voraussetzungen gelegt werden.
1.
Welche Erwartungshaltung haben Sie an den Einsatz von KI?
(Funktionsumfang, Aufgaben, Handling, ...)
2.
Worin liegen die Grenzen derzeitiger KI-Lösungen?
3.
Wie können Unternehmen „KI-ready“ gemacht werden? (Wissens-
und Technologietransfer, Weiterbildung, Austausch, Beratung,
Voraussetzungen, …)
Dr. Olaf Enge-Rosenblatt
Fraunhofer IIS
15
Potentiale von Künstlicher Intelligenz in der
Energiewirtschaft
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als eine der Schlüsseltechnologien für
die Digitalisierung eines Unternehmens. Ziel der Diskussion ist es her-
auszufinden, inwieweit Potentiale zur Anwendung von KI in Unterneh-
men der Energiewirtschaft bereits identifiziert und zukünftig gehoben
werden können. Die Ergebnisse der Diskussion sollen in die Maßnahme
„Landesinitiative Digitalisierung in der Energiewirtschaft“ einfließen.
1.
Wie kann man herausfinden, für welche Anwendungsfälle im
Unternehmen KI geeignet wäre?
2.
Welche konkreten Anwendungsfälle sind in der Energiewirtschaft
denkbar?
3.
Wie können Unternehmen die Angebote mehrerer KI-Anbieter
miteinander vergleichen?
Steffen Thie
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
16
Digitale Dörfer auch in Sachsen?! Chancen-Nutzen-Risiken
Durch dezentrale digitale Vernetzung relativieren sich Entfernungen,
so dass die Attraktivität der ländlichen Räume wieder zunimmt . Ziel
der Diskussion ist es offenzulegen, welche Erfahrungen es im Umgang
mit den neuen Medien gibt, welche Probleme damit lösbar sind und wie
man die potentiellen Nutzer motiviert, sich den neuen Möglichkeiten
zuzuwenden. In Modellprojekten gesammelte Erkenntnisse werden
an Erwartungshaltungen angesichts der Probleme der Erreichbar-
keit, Daseinsvorsorge, Wertschöpfung und Kommunikation zwischen
Kommunen, Vereinen, Interessengruppen und Bürgern gespiegelt. Im
besten Fall finden sich Akteure, die gemeinsam die Chancen der Digi-
talisierung nutzen wollen. Moderierte Bürger-Workshops sind dafür ein
geeignetes Instrument.
1.
Wer hat in den Dörfern den größten „Leidensdruck“, so dass die
Bereitschaft, sich die Digitalisierung zunutze zu machen, groß
ist?
2.
Wie spreche ich diese Zielgruppe am besten an?
3.
Wer sind die Stakeholder vor Ort, die diese Prozesse voranbrin-
gen können?
Dr. Mario Marsch
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Sachsen
forum sachsen digital
09
Förderung des IT-Nachwuchses durch sächsische Unternehmen
Die Software- und IT-Branche im Freistaat Sachsen hat sich in den
vergangenen Jahren vorbildlich entwickelt. Um die Position im Wett-
bewerb mit den anderen Digital Hubs in Deutschland weiter zu verbes-
sern, bedarf es auch zukünftig kraftvoller Investitionen in die digitale
Bildung der dringend benötigten IT-Fachkräfte. Ziel der Diskussion ist
es, die Vielfalt der Initiativen aufzuzeigen, die der Förderung von an
Digitalthemen interessierten Schülern im Freistaat dienen. Außerdem
werden deren Wichtigkeit für die spätere berufliche Orientierung der
Schüler und die Förderung von Talenten exemplifiziert. Diese Initiati-
ven gilt es im Zusammenspiel zwischen Freistaat, Unternehmen und
Schulen weiterzuentwickeln, zu fördern und deren Wirksamkeit lan-
desweit zu steigern.
1.
Mit welchen Aktivitäten können sich Unternehmen in die
Förderung des IT-Nachwuchses einbringen?
2.
Wie können Aktivitäten der Unternehmen, respektive Einsatz-
und Finanzierungsmöglichkeiten für Anbieter, stärker
kommuniziert werden?
3.
Wie erreicht man (unterschiedliche) Zielgruppen – insbesondere
im ländlichen Raum - optimal?
Dirk Röhrborn
BITKOM
10
Digitalisierung im ländlichen Raum: Strategien zur
Ansprache und Information von Unternehmen
Die Digitalisierung ermöglicht es, den ländlichen Raum und die dort ver-
orteten Betriebe zu stärken und neue Angebote, Produkte und Dienst-
leistungen zu entwickeln. Ziel der Diskussion ist es, neue Formen der
Ansprache und bedarfsgenaue Inhalte für die Betriebe zu beleuchten.
Dabei geht es hauptsächlich um den Austausch zu bestehenden und
die Erörterung neuer Arten der Ansprache von (Handwerks-)betrieben
mit Veranstaltungs- und Beratungskonzepten.
1.
Gibt es „regionale“ Inhalte und Bedarfe der Betriebe?
2.
Welche Formen der regionalen Ansprache und Information
werden verwendet?
3.
Wie können neue Angebote und dabei gemeinsame Aktivitäten
verschiedener Partner aussehen?
Ulrich Goedecke
Handwerkskammer Dresden
12
Auslandsmärkte digital erschließen — Digitalisierung und
Internationalisierung sächsischer Unternehmen
Digitale Vertriebswege erleichtern den Exporteinstieg. Auch für
Sachsens Wirtschaft ist der „Online-Export“ ein wichtiger Faktor:
2017 verkauften sächsische Unternehmen allein über Amazon fünf
Millionen Produkte im Wert von 150 Millionen Euro ins Ausland — Ten-
denz steigend. Gleiches gilt für spezialisierte Online-Marktplätze,
auf denen sächsische Waren gehandelt werden. Online-Kampagnen
können eine Marke darüber hinaus im Ausland stärken oder gezielt
Artikel oder Leistungen bewerben. Im Rahmen des Projekts IOSax.di-
gital begleitet die Sächsische Wirtschaftsförderung Unternehmen in
diesem Kontext. Diskutiert werden soll, wo sächsische Unternehmen
im Bereich Internationalisierung und Digitalisierung stehen und wie
man die Unternehmensansprache in diesem Bereich gezielt verbes-
sern kann.
1.
Von ersten E-Commerce-Strategien zur Nutzung von Online-
Marktplätzen — wo stehen sächsischen Unternehmen heute?
2.
Wie können Auslandsmärkte digital erschlossen werden?
3.
Wie kann man Unternehmen für digitale Marketing-Strategien
begeistern?
Ronny Krönert
Wirtschaftsförderung Sachsen
11
Sächsisch. Digital. Überall. Möglichkeiten für
innovative Gründungen in Stadt und Land
Die Digitalisierung bietet vielfältige Möglichkeiten für ortsunabhän-
gige und branchenübergreifende Produkt- und Dienstleistungsinno-
vationen, Geschäftsmodellinnovationen sowie Prozessinnovationen.
Das größte und oftmals disruptive Innovationspotenzial entfaltet
sich häufig an Schnittstellen branchen- und bereichsübergreifender
Kooperationen. Die Teilnehmer diskutieren Chancen und Potenziale
aus den digitalen Technologien für innovative Gründungen in Stadt
und ländlichem Raum in ganz Sachsen, die erforderlichen Rahmen-
bedingungen und bereits bestehende Aktivitäten. Ziel ist es dabei,
die vielfältige Innovationslandschaft Sachsens zu beleuchten und
bestehendes Wissen zu vernetzen.
1.
Welche Chancen bieten digitale Technologien wie beispielsweise
Blockchain und künstliche Intelligenz für Innovationen „made in
Saxony“?
2.
Welche Open Source Ansätze gibt es, um vorhandenes Wissen
und Erfahrungen bei digitalen Technologien zur Verfügung zu
stellen und zu verknüpfen?
3.
Digital geht überall!? Was sind optimale Rahmenbedingungen
für digitale Gründer in Stadt und ländlichem Raum?
Alexander Kühne
futureSAX GmbH

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forum sachsen digital
17
Verbraucherschutz und Digitalisierung im ländlichen Raum
Ziel der Diskussion ist es auszuloten, vor welchen Herausforderungen
die Bewohner in ländlichen Räumen Sachsens stehen und mit wel-
chen Maßnahmen bestehende Probleme angegangen werden können.
Die Bewohner in ländlichen Räumen fühlen sich überwiegend digital
abgehängt. In ihren sachsenweiten Beratungsstellen erfährt die
Verbraucherzentrale Sachsen täglich von den hieraus erwachsenden
Nöten der Bevölkerung. Die Teilnehmer diskutieren daraus abgeleitete
Fragestellungen.
1.
Welche Chancen bietet die Digitalisierung insbesondere im Hinblick
auf die Mobilität der Bevölkerung?
2.
Mit welchen Mitteln kann man in den Regionen einen unzureichen-
den Internetzugang sowie die geringere Ausstattung mit smarten
Endgeräten der Bewohner kompensieren?
3.
Welcher Änderungen im Bereich des Rechts der Telekommunikation
und des Internets bedarf es zur Stärkung der wenig digitalisierten
Regionen und ihrer Bewohner?
Dr. Katja Henschler
Verbraucherzentrale Sachsen
18
Digitale Verwaltung: Amt 24 (Umsetzung OZG)
Mit dem Onlinezugangsgesetz ist ein neuer rechtlicher Rahmen entstan-
den, der die bundesdeutschen Verwaltungen aller Ebenen antreibt, ihre
Verwaltungsleistungen innerhalb kurzer Zeit zu digitalisieren. Staatli-
che und kommunale Verwaltungen in Sachsen können dafür das Ser-
viceportal Amt24 nutzen. Mit den neuen Komponenten „Servicekonto“
und „Verfahrensmanagement“ stellt die Staatskanzlei allen Behörden
in Sachsen ein Instrument zur Modellierung von Online-Verfahren zur
Verfügung. Die Komponenten gewährleisten die Integration in den
länderübergreifenden Portalverbund und die Interoperabilität mit den
Servicekonten der Länder und des Bundes. Ziel ist es, Perspektiven der
Nutzung von Amt24 für die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen
zu erörtern.
1.
Was haben Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen von einem Ver-
waltungsportal mit zentralem Zugang zu Verwaltungsleistungen?
2.
Welche Vorteile bietet das Serviceportal Amt24 den kommuna-
len und staatlichen Verwaltungen bei der Digitalisierung ihrer
Verwaltungsleistungen?
3.
Wieviel kostet die Digitalisierung der Verwaltung, wer trägt die
Kosten und welche Einsparpotenziale entstehen?
Dr. Heike Schwerdel-Schmidt
Sächsische Staatskanzlei
19
Digitalisierung im Tourismus:
Fachmeldeverfahren für Wanderwegewarte
Für die Unterhaltung des Wanderwegenetzes tragen Landkreise und
Kommunen eine Mitverantwortung, die ohne Mithilfe ehrenamtlicher
Wegewarte kaum wahrzunehmen wäre. Um diese engagierten Men-
schen in ihren verantwortungsvollen Aufgaben zu unterstützen, soll
moderne Technik eingesetzt werden. Auf Grundlage in Sachsen be-
stehender Basiskomponenten wird ein Fachmeldeverfahren für Wege-
warte entwickelt, das mit touristischen Inhalten gefüllt wird und so
nicht nur die Arbeit der Wegewarte, sondern auch die Kommunikation
zwischen ihnen und den betroffenen Verwaltungseinheiten vereinfa-
chen wird. Außerdem können dadurch die Arbeitsabläufe innerhalb der
Verwaltungen erheblich verkürzt werden. So kommen wir dem Ziel der
Sicherung und Qualifizierung der Wanderwege einen großen digitalen
Schritt näher.
1.
Wie kann die App optimal eingesetzt werden, um für alle Beteilig-
ten den größtmöglichen Nutzen zu erzielen?
2.
Wie sind meist ältere Anwender sinnvoll zu motivieren, digitale
Hilfsmittel zu nutzen und wie kann es gelingen, Nachwuchs für
die Aufgaben der Wegewarte zu rekrutieren?
3.
Wie können die Anwender am besten in die Technik eingewiesen
und geschult werden?
Dr. Mareike Eberlein
Landestourismusverband Sachsen e. V.
Chemnitz
Zwickau
Freiberg
Mittweida
Leipzig
Dresden
Görlitz
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Riesa
Plauen
Bautzen
Projekt „Künstliche
Intelligenz – Kompetenzen
und Innovationspotential
in Sachsen“
Um die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen
Wirtschaft und Forschung im KI-Umfeld zu
stärken, wurde das Projekt »Künstliche Intelli-
genz – Kompetenzen und Innovationspotential
in Sachsen« (KIKiS) initiiert. Unterstützt vom
Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft,
Arbeit und Verkehr untersuchen das Fraunhofer
IIS/EAS und die TU Dresden Bedarfe, Poten-
tiale und Herausforderungen der Akteure im
Freistaat. Ein zentraler Projektbestandteil sind
Experteninterviews, die unter anderem Auf-
schluss darüber geben, welche Handlungsfelder
bei Wissens- und Technologietransfer, Lehre,
Bereitstellung von Datenbeständen oder bei der
Qualifizierung und Weiterbildung gesehen wer-
den. Darüber hinaus gibt eine Roadshow durch
Sachsen den Anstoß für weitere zielgerichtete
Austauschaktivitäten und Kooperationen.
Grafik: K&C Advertising KG
Dr. Peter Schneider
Fraunhofer-Institut für
Integrierte Schaltungen IIS
Leiter des Institutsteils
Entwicklung Adaptiver
Systeme
KI-Standort Sachsen
Sachsen bietet sowohl mit einer hervorragend aufgestellten Forschungsland-
schaft als auch durch die Innovationskraft und Agilität kleiner und mittlerer Un-
ternehmen eine gute Ausgangsbasis, um KI-Kompetenzen aufzubauen und zu
nutzen. Erforscht werden insbesondere folgende KI-Methoden: Supervised Le-
arning (92 %), Künstliche Neuronale Netze (83 %), Unsupervised Learning (75 %),
Regression (67 %), Probabilistische Methoden (67 %). Unternehmen in Sach-
sen bieten bereits oder entwickeln aktuell KI-Lösungen vor allem in den Berei-
chen: (1) Erfassung/ Speicherung großer Datenbestände, (2) Analyse von Daten,
(3) Assistenzsysteme
Quelle: Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme EAS und
Technische Universität Dresden, Professur für Hochparallele VLSI-Systeme und Neuromikroelektronik; Projekt KIKiS:
Künstliche Intelligenz – Kompetenzen und Innovationspotential in Sachsen, Stand: 31. Mai 2019.

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Eingang
Check-In
16
forum sachsen digital
Themenwelt
1
Strategisches Ziel:
Digitale Infrastruktur entwickeln
01 SAENA - Effiziente Mobilität in Sachsen
02 Schnelles Internet für Sachsen
03 ABSOLUT - Automatischer Busshuttle selbstorgani-
sierend zwischen Leipzig und dem BMW-Terminal
2
Strategisches Ziel:
Informations- und Cybersicherheit gewährleisten
04 HoneySens – innovative Hackerfalle für mehr IT-
Sicherheit in Behörden und Unternehmen
05 Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für
Unternehmen, Behörden und Verbände in Sachsen
3
Strategisches Ziel:
Kompetenz und „Gute Arbeit“ im digitalen Zeitalter
gestalten
06 Onlineportal „Faszination Rohstoffe“
07 JOBLINGE 4.0
08 DomeLab – das kreative Schülercamp
09 Virtuelle Montanarchäologie in Stadt und Land
4
Strategisches Ziel:
Digitale Innovationskraft stärken
10 Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung von
Unternehmen
11
Instrumente zur digitalen Erschließung von
Auslandsmärkten
12 Smart Systems Hub und Smart Infrastructure Hub
13 Touch Table „Digitales Dorf – erlebbar gemacht“
14 KI-basierte Schadensanalyse an einem
Elektroantrieb
15 DepthTouch – Ein Touch-Bildschirm, der nachgibt
16 Technisch-pflegerische Herausforderungen bei der
Entwicklung des Assistenz- und Sicherheitssystems
AUXILIA für Menschen mit beginnender Demenz
5
Strategisches Ziel:
Digitalisierung der Verwaltung und öffentlicher
Institutionen vorantreiben
17 Geoportal Sachsenatlas – Digitale Geodaten und
Karten für Bürger und Verwaltung
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04
HoneySens – innovative Hackerfalle für mehr IT-Sicherheit in
Behörden und Unternehmen
Wie sicher ist eigentlich mein Behörden- oder Firmennetz? Während
diese Frage sowohl für viele Behörden als auch für kleine und mittlere
Unternehmen im Raum steht, ist eins klar: Klassische Sicherheitsmaß-
nahmen wie Firewalls und Virenscanner erkennen längst nicht mehr
alle Bedrohungen von außen. Daher hat der Beauftragte für Informati-
onssicherheit des Landes (BfIS Land) in der Sächsischen Staatskanz-
lei in einem Projekt mit der TU Dresden ein kleines, kostengünstiges
und leicht zu bedienendes Gerät entwickelt, das einen Computer mit
Sicherheitslücken simuliert, um als eine Art „Honigtopf“ Hacker anzulo-
cken. Bei einem Zugriff zeichnet die „Hackerfalle“ alle Datenströme auf
und sammelt damit wertvolle Informationen, um das gesamte IT-Sys-
tem gegen unbefugte Zugriffe von außen und innen härten zu können.
Karl-Otto Feger
Sächsische Staatskanzlei, SAX.CERT
www.egovernment.sachsen.de/projekt-honeysens.html
05
Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für Unternehmen,
Behörden und Verbände in Sachsen
Das Cybercrime Competence Center des LKA Sachsen bietet mit
der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) Unterstützung für
Unternehmen, Behörden und Verbände des Freistaates Sachsen im
Zusammenhang mit Angriffen durch Cyberkriminelle. Die ZAC nimmt
Sicherheitsvorfälle mit Bezug zu Cybercrime auf und leitet polizeiliche
Maßnahmen ein. Zudem berät sie zum weiteren Vorgehen nach Sicher-
heitsvorfällen mit Cybercrime-Bezug. Ein wichtiges Anliegen der ZAC
ist auch die Förderung der vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen
Wirtschaftsunternehmen, Behörden und der Polizei.
Silvio Berner
Landeskriminalamt Sachsen, Cybercrime Competence Center, Zent-
rale Ansprechstelle Cybercrime
www.polizei.sachsen.de/de/47792.htm
06
Onlineportal „Faszination Rohstoffe“
„Faszination Rohstoffe“ ist ein Onlineportal, das Rohstoffwissen für
die Öffentlichkeit und dabei insbesondere für den schulischen Einsatz
aufbereitet. Wissen steht dabei in überschaubaren Einheiten digital
zur Verfügung und kennt keine Grenzen. Lehrer erhalten dazu Materi-
alien und Anregungen zur Unterrichtsgestaltung. Alle Aktivitäten sind
Ergebnis einer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit zwischen
Pädagogen und Rohstoffexperten, die mit der Portalerstellung nicht
endet.
Kirstin Kleeberg
Technische Universität Bergakademie Freiberg, Institut für Bergbau
und Spezialtiefbau
www.faszination-rohstoffe.de
07
JOBLINGE 4.0
Bei JOBLINGE engagieren sich Wirtschaft, Staat und Privatpersonen
gemeinsam, um junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen
zu unterstützen. JOBLINGE 4.0 schlägt eine Brücke zwischen benach-
teiligten Jugendlichen und der Arbeitswelt 4.0 durch die Integration
digitaler Lerninhalte. Der Umgang und die Nutzung der mobilen bzw.
digitalen Lerneinheiten fällt unserer Zielgruppe wesentlich schwerer
als erwartet. Das zeigt sich nicht nur bei unseren Apps, sondern auch
bei anderen Angeboten. Die Chancen und das Plus von digitalen Bil-
dungsangeboten für die Zielgruppe greifen erst, wenn die digitalen
Lernumgebungen in ein weitreichendes, pädagogisches Konzept ein-
gebettet werden.
Sebastian Goldhorn
JOBLINGE gemeinnützige Aktiengesellschaft Leipzig
www.joblinge.de
forum sachsen digital
01
SAENA - Effiziente Mobilität in Sachsen
Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH – ist das Kompetenz-
zentrum rund um die Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige
Energieversorgung und bewusste effiziente Energienutzung. Gleich-
zeitig dient die SAENA, mit ihren Gesellschaftern Freistaat Sachsen
und Sächsische Aufbaubank – Förderbank – , als unabhängige Bera-
tungsstelle für sächsische Unternehmen, Forschungseinrichtungen,
Kommunen und Privatpersonen zu diesen Themenbereichen. Die
SAENA stellt im Rahmen der Kompetenzstelle Effiziente Mobilität die
sächsischen Kompetenzen im Bereich Elektromobilität und Intelligente
Verkehrssysteme dar und dient als Informationsplattform sowie als
Vernetzungsorgan.
Luise Wunderling
Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
www.saena.de
02
Schnelles Internet für Sachsen
Die Staatsregierung möchte eine flächendeckende Breitbandversor-
gung im Freistaat mit mindestens 100 Megabit pro Sekunde bis 2025
sicherstellen. Deshalb unterstützt der Freistaat Sachsen zusammen
mit dem Bund Kommunen beim Ausbau von schnellem Internet. Eine
Kombination aus Bundes- und Landesförderung ermöglicht es, die Ge-
biete zu erschließen, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau nicht
tragfähig ist. Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen und Sie
über den aktuellen Stand zum Breitbandausbau im Freistaat Sachsen
informieren. Nur gemeinsam schaffen wir eine leistungsfähige Breit-
bandinfrastruktur und machen unser Land fit für die Zukunft!
Steffen Lehmann
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
www.digitale.offensive.sachsen.de
03
ABSOLUT - Automatischer Busshuttle selbstorganisierend
zwischen Leipzig und dem BMW-Terminal
Kernidee des Projekts ABSOLUT ist die Entwicklung von Fahrzeugen
und deren exemplarische Nutzung für die Teststrecke vom S-Bahnhof
Messe Leipzig bis BMW-Werk Leipzig mit ortsüblicher Fahrgeschwin-
digkeit und hoher Automatisierung, die zukünftig in das Angebot der
Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) integriert werden. Entwicklungs-
gegenstand ist neben der Erprobung und Zulassung der Fahrzeuge
auch der Pilotbetrieb im öffentlichen Raum zum Testen verschiedener
Einsatzkonzepte. Dies beinhaltet ein bedarfsgerechtes 24/7 oder „On
Demand“ verfügbares Angebot, ein Buchungs- und Informations-Inter-
face sowie den Aufbau und die Vernetzung mit einer Leitstelle. Beglei-
tend erfolgt die Untersuchung der Nutzerakzeptanz von autonomen
Busverkehren.
Mario Nowack
Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH
www.absolut-projekt.de
©Leipziger Gruppe

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Smart Systems Hub und Smart Infrastructure Hub
Der Smart Systems Hub in Dresden und der Smart Infrastructure Hub
in Leipzig wurden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie im Rahmen der nationalen Digital-Hub-Initiative als Digital
Hub ausgewählt. Digital Hubs sind Ökosysteme, die die Kooperation
von Unternehmen, Gründern und Wissenschaft fördern sollen, um
die digitale Transformation in Deutschland strategisch anzustoßen.
In Dresden werden ausgehend von der Leitindustrie Mikroelektronik
durch die Integration von Hardware, Software und Konnektivität In-
ternet of Things (IoT)-Plattformen geschaffen. In Leipzig entwickelt
sich ein digitales Ökosystem für die Bereiche Energie, Smart City und
Gesundheit, welches etablierte Wirtschaft, Start-ups sowie Forschung
untereinander verbindet.
Michael Kaiser
Smart Systems Hub Dresden
Dennis Birkhölzer
Smart Infrastructure Hub Leipzig
Dr. Martina Vogel
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme (ENAS)
www.de-hub.de/die-hubs/dresden-leipzig
13
Touch Table „Digitales Dorf – erlebbar gemacht“
An einem Touch-Table mit berührungssensitiver Bildschirmoberfläche
wird gezeigt, welche Chancen die Digitalisierung für ländliche Regio-
nen bietet. Der Einsatz digitaler Dienste kann die Lebensverhältnisse
im ländlichen Raum verbessern, insbesondere in den Bereichen Nah-
versorgung, Kommunikation und Mobilität. Die Teilnehmer können sich
durch eine interaktive Präsentation klicken und dabei das Projekt „Di-
gitale Dörfer“ des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software
Engineering (IESE) kennenlernen. Das Projekt wird im Rahmen des
simul+ Innovation Hub (SIH) in der Lommatzscher Pflege umgesetzt.
Der simul+ Innovation Hub ist Teil der Zukunftsinitiative simul+, die
vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
ins Leben gerufen wurde.
Elisa-Marie Hassel
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
www.iese.fraunhofer.de/de/innovation_trends/sra/digitale_doerfer.html
14
KI-basierte Schadensanalyse an einem Elektroantrieb
Bei der Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen im
Umfeld von Industrie 4.0 steht insbesondere die automatische Analy-
se von Messdaten zur intelligenten Zustandsüberwachung und Quali-
tätssicherung im Fokus. Die Herausforderung bei dem Einsatz von KI
in der Produktion liegt jedoch darin, dass zwar oftmals eine Reihe an
„Gutdaten“ zur Verfügung stehen, aber nur wenige „Schlechtdaten“ vor-
handen sind. Der vom Fraunhofer IIS/EAS entwickelte Demonstrator
kann mit Hilfe der Software DeepInsights die Daten mit verschiedenen
Algorithmen analysieren und so unterschiedliche Klassifikationsme-
thoden gegeneinander testen. So kann ermittelt werden, wie gut sie
mit den zur Verfügung stehenden Daten zurechtkommen, wodurch
eine Optimierung der KI-basierten Schadensanalyse möglich wird.
Franziska Vogel
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS
www.eas.iis.fraunhofer.de/de/anwendungsfelder/mikroelektronik/
kikis/ki4me.html
15
DepthTouch – Ein Touch-Bildschirm, der nachgibt
Das Wort „Bildschirm“ erhält mit dem elastischen Table Top seine
Stofflichkeit zurück: Elastische Displays eröffnen neue Perspektiven
der Interaktion, indem sie der Fläche eine weitere Dimension – die Tie-
fe – hinzufügen. Dadurch wird eine physische, dreidimensionale Inter-
aktion durch Drücken oder Ziehen ermöglicht. Die direkte Manipulation
und die übertragene Interaktionsgewohnheit aus dem realen Umgang
mit den Händen vermitteln zudem ein direktes Feedback. Durch die dy-
namische Form der Oberfläche lassen sich nicht nur komplexere, mehr-
dimensionale Datenräume abbilden; auch die Interaktion und deren
Auswirkungen werden plötzlich „fühlbar“. Elastische Displays finden
ihre Anwendung, wenn komplexe Daten abgebildet oder sensorisch in
mehreren Schichten erforscht werden sollen.
Mathias Müller
Technische Universität Dresden
www.youtu.be/QWnh8-_k3pQ
08
DomeLab – das kreative Schülercamp
Hochkarätige Technologien plus Spaßfaktor: Das DomeLab ist das
ideale Feriencamp für Jugendliche und junge Erwachsene in Sachsen,
die ihren Ideen unter Verwendung modernster Technologien Ausdruck
verleihen und Einblicke in die kreative Berufsszene gewinnen möchten.
Herzstück ist ein multimediales Kuppelzelt mit 360-Grad-Projektion.
In dem audio-visuellen Labor entwerfen die Jugendlichen zusammen
mit Medienkünstlern Grafiken, bearbeiten Sounds am Computer und
entwickeln ihre eigene Choreografie. Es ist das einzige Feriencamp,
das Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten eine öffentliche Bühne für
ihre digitale Kreativität bietet. Die Camps finden in den Sommerferien
sowohl in Chemnitz als auch in Dresden statt.
Vivien Foller
domelab
www.domelab.de
09
Virtuelle Montanarchäologie in Stadt und Land
Seit 2008 erkunden und erforschen Archäologen die öffentlich nicht
zugänglichen mittelalterlichen Bergwerke des Erzgebirges mit sei-
nen europaweit einzigartig erhaltenen Hinterlassenschaften. Mittels
einer frei verfügbaren Mobile App und diversen VR/AR-Anwendungen
können in der Kreisstadt Dippoldiswalde interessierte Bürger und
Touristen digital Informationen zu den Denkmälern unter ihren Füßen
erhalten sowie diese virtuell befahren und kennenlernen. Darüber
hinaus wendet die Denkmalpflege für ländliche Gebiete, vor allem in
dicht bewaldeten Regionen wie dem Erzgebirge, moderne 3D-Ferner-
kundungstechniken an, um bislang unbekannte archäologische Fund-
stellen zu erfassen, zu erforschen und letztendlich vor Eingriffen und
Zerstörungen zu bewahren.
Klaus Cappenberg
Sächsisches Landesamt für Archäologie Sachsen
www.archaeologie.sachsen.de
10
Fördermöglichkeiten für die Digitalisierung von
Unternehmen
Der Freistaat Sachsen unterstützt Unternehmen auf ihrem Weg zur
digitalen Transformation durch eine Vielzahl von Förderprogrammen.
Im Rahmen der Mittelstandsrichtlinie sind insbesondere die Einzel-
richtlinien „Betriebsberatung/Coaching“, „E-Business“ und „Informati-
onsschutz“ zu nennen. Die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB)
ist das zentrale Förderinstitut des Freistaates Sachsen. Am Stand
werden Fragen zur Unternehmensförderung im Bereich Digitalisierung
beantwortet.
René Preusche
Sächsische Aufbaubank - Förderbank
www.sab.sachsen.de
11
Instrumente zur digitalen Erschließung von
Auslandsmärkten
Die Internationalisierungsoffensive Sachsen stellt Instrumente
zur digitalen Erschließung von Auslandsmärkten vor. Mit einem On-
line-Selbsttest können Unternehmer anhand von nur acht Fragen
herausfinden, ob ihr Unternehmen für die Internationalisierung bereit
ist. Die Website ist das Aushängeschild eines Unternehmens. Nicht
nur national, sondern auch international ist sie der erste Anlaufpunkt
für die Kunden. Mit einem Leitfaden können Unternehmen ihren On-
line-Auftritt auf neue Zielgruppen im Ausland einstellen. Weitere In-
strumente zur digitalen Erschließung von Auslandsmärkten sind die
Online-Marketing Challenge in Zusammenarbeit mit der Universität
Leipzig und Workshops zum Thema „Bearbeitung von ausländischen
Online-Marktplätzen“.
Julius Schellmann
Internationalisierungsoffensive Sachsen
https://www.iosax.de/de/iosax/selbsttest
https://www.iosax.de/de/iosax/iosax-digital/leitfaden
forum sachsen digital

23
22
Die Digitalisierungsstrategie des Freistaates Sachsen
Mit „Sachsen Digital“ hat der Freistaat Anfang 2016 als eines der
ersten Bundesländer einen strategischen Rahmen für die aktive
Gestaltung der Digitalisierung vorgelegt. Die Federführung für die
Strategie liegt beim Beauftragten für Digitales im Freistaat Sach-
sen im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Verkehr (SMWA). Die Strategie fokussiert auf Bereiche, in denen
der Freistaat die Gestaltungskompetenz zur Schaffung geeigneter
Rahmenbedingungen besitzt – sei es durch Gesetze, Verordnun-
gen, Förderprogramme oder die Unterstützung von Vorhaben.
3., aktualisierte Fassung von „Sachsen Digital“
Mit Blick auf die rasante Entwicklung der Digitalisierung wurde
„Sachsen Digital“ als dynamische Strategie angelegt, die im Rah-
men eines kontinuierlichen Prozesses weiterentwickelt wird. Die
zum „forum sachsen digital 2019“ vorgelegte dritte aktualisierte
Fassung von „Sachsen Digital“ ist das Ergebnis dieses Prozesses.
„Sachsen Digital“ gibt den zum Stichtag 1. März 2019 aktuellen
Stand der strategischen Ausrichtung und der konkreten Aktivitä-
ten der Staatsregierung zur erfolgreichen Bewältigung des digita-
len Wandels wieder.
Verbesserung der Datenlage
Die digitale Innovationskraft unserer sächsischen Unternehmen zu
stärken, ist ein Ziel von „Sachsen Digital“. Einen ersten Überblick
zum Stand der Digitalisierung in der sächsischen Wirtschaft liefer-
te der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016: Sachsen“ sowie
sieben Branchenauswertungen, die das SMWA 2016 in Auftrag gab.
Auch in aktuellen Studien des SMWA, beispielsweise zur Zukunft
der Arbeit, wird dieses Ziel besonders berücksichtigt. So wurde im
Mai 2019 eine Studie zum Thema „Arbeit 4.0 – Muss der Arbeitneh-
merbegriff angepasst werden?“ veröffentlicht. Mit dem Gutachten
wird ein Aspekt der rechtlichen Diskussion aufgegriffen, der sich
mit dem arbeitsrechtlichen Begriff des Arbeitnehmers befasst. Im
Mai 2019 wurde die Arbeit an einer Studie über die Auswirkungen
der Einführung autonomen Fahrens auf die Beschäftigung und die
Beschäftigten an einem Beispiel des ÖPNV aufgenommen. Noch
bis August 2019 wird an der Studie „Arbeit 4.0 – Wie gestalten
sächsische Unternehmen (gute) digitale Arbeit?“ gearbeitet, die
einen Dialogprozess involviert.
Unternehmenssensibilisierung
Der Monitoring Report hatte gezeigt, dass über 30 Prozent der
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Digitalisierung für sich
nicht als relevant erachten. Deshalb wurden zur Sensibilisierung
besonders kleinerer Unternehmen verschiedene Formate mit Part-
nern ins Leben gerufen: So führte das SMWA mit den sächsischen
Industrie- und Handelskammern sowie den Handwerkskammern
Informationsveranstaltungen zum Thema Cybersicherheit durch.
Mit der Sächsischen Steuerberaterkammer wurden Informations-
veranstaltungen zur Unterstützung von Digitalisierungsvorhaben
der Branche selbst und der Mandanten angeboten.
Weiterbildung im Unternehmen
Qualifizierte Beschäftigte sind ein Schlüssel für die Zukunftsfähig-
keit sächsischer Betriebe. Fortbildungen im Kontext Digitalisierung
sind über den Weiterbildungsscheck finanzierbar. Mit einem Pro-
jektaufruf zur Entwicklung „Digitaler Lernwerkzeuge“ fördert das
SMWA außerdem innovative Projekte zur Unterstützung der Digi-
talisierungsprozesse in der Aus- und Weiterbildung.
Unternehmensförderung
Seit April 2018 ist die Digitalisierung von Geschäftsmodellen ein
explizit benannter Beratungsgegenstand in der Einzelrichtlinie
„Betriebsberatung/ Coaching“. Die Förderquote der bewährten
„E-Business“-Förderung wurde von 40 auf 50 Prozent erhöht und
eine neue Förderkomponente „Informationsschutz“ trägt dazu
bei, die IT-Sicherheit in KMU zu erhöhen. Um digitale Produkte
und Dienste junger Unternehmen stärker zu unterstützen, wurde
für Start-ups die Förderquote von 50 auf 75 Prozent erhöht.
Unternehmensnetzwerke
Die Digitalisierung lässt die Welt zusammenwachsen. Um im
globalen Wettbewerb bestehen zu können, ist es besonders für
KMU wichtig, sich zu vernetzen. Deshalb unterstützt das SMWA
Unternehmensnetzwerke wie beispielsweise das Netzwerk „Süd-
westsachsen Digital“ oder die Digital Hubs „Smart Infrastructure“
in Leipzig und „Smart Systems“ in Dresden. In ihrer nachhaltigen
Vernetzung von Wissenschaft, etablierten Unternehmen und
Gründern tragen die Hubs dazu bei, dass aus spannenden Ideen
innovative Produkte und Dienstleistungen werden. Das vom SMWA
finanzierte Kooperationsnetzwerk LESSIE (Leipziger Smart Ser-
vice Engineering) unterstützt KMU dabei, das Innovationspotenzial
vernetzter digitaler Dienstleistungen zu erschließen.
Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem „forum sachsen digital“ als jährlicher Strategiekonfe-
renz unterstützt das SMWA kleinere Veranstaltungen im Rahmen
von „Sachsen Digital“. Im Jahr 2019 liegt ein besonderer Fokus auf
der Vernetzung der Multiplikatoren und Netzwerke, deren Bemü-
hungen, vor allem kleine Unternehmen für den digitalen Wandel zu
begeistern, essentiell für die Umsetzung der Ziele von „Sachsen
Digital“ sind.
Breitbandausbau
Für Industrie 4.0 und neue Geschäftsmodelle ist der Breitband-
ausbau unerlässlich. Kernelement der Breitbandförderung des
Freistaates Sachsen ist das Förderprogramm „Digitale Offensive
Sachsen“ (DiOS). Die Staatsregierung stellt für dieses Förderpro-
gramm über den Breitbandfonds Sachsen Landesmittel in erheb-
lichem Umfang in Höhe von 700 Millionen Euro zur Verfügung und
flankiert damit das Breitbandförderprogramm des Bundes. Der
Freistaat Sachsen hat mit DiOS eines der höchstdotierten Breit-
bandförderprogramme in Deutschland in der Umsetzung.
forum sachsen digital
16
Technisch-pflegerische Herausforderungen bei der
Entwicklung des Assistenz- und Sicherheitssystems AUXILIA
für Menschen mit beginnender Demenz
Das Projekt AUXILIA beschreibt ein nutzerzentriertes Assistenz- und
Sicherheitssystem zur Unterstützung von Menschen mit Demenz auf
Basis intelligenter Verhaltensanalyse. Das System richtet sich vor al-
lem an Menschen mit beginnender Demenz und zielt darauf ab, einen
längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Zu die-
sem Zweck werden Funktionalitäten und Schnittstellen erforscht und
entwickelt, die nicht nur den Patienten selbst unterstützen, sondern
auch seinen Angehörigen und professionell Pflegenden einen Mehr-
wert bieten. Ebenso können ausgewählte Erkenntnisse bedarfsgerecht
über geeignete Schnittstellen an die Angehörigen und professionell
Pflegende übermittelt werden, um so für ein stärkeres Gefühl von Si-
cherheit sowie individuell angepasste Pflegemaßnahmen zu sorgen.
Prof. Dr.-Ing. Gangolf Hirtz
Technische Universität Chemnitz, Fakultät für Elektrotechnik und
Informationstechnik
www.auxilia.care
17
Geoportal Sachsenatlas – Digitale Geodaten und Karten für
Bürger und Verwaltung
Im Freistaat Sachsen werden Geodaten durch staatliche und kommu-
nale Behörden über standardisierte Webdienste digital bereitgestellt
und durch eine digitale Geodateninfrastruktur Geodaten und Karten
der sächsischen Verwaltung allgemein online zugänglich gemacht.
Auf der Grundlage der E-Government-Basiskomponente Geodaten
(GeoBAK) unterstützt der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Ver-
messung Sachsen (GeoSN) die sächsischen Verwaltungen, diese ge-
setzliche Aufgabe umzusetzen. Das Geoportal Sachsenatlas fungiert
dabei als zentrales Portal für Geoinformationen. Es ermöglicht, nach
sächsischen Geodaten und -diensten zu suchen und diese im Geopor-
tal Sachsenatlas sowie in eigenen elektronischen Verwaltungs- und
Geschäftsprozessen zu nutzen.
Andreas Hergert und Alexander Horn
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
www.geoportal.sachsen.de
www.egovernment.sachsen.de/geodaten.html
www.gdi.sachsen.de

Veranstalter:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Referat 41 „Digitales Sachsen“
www.digitales.sachsen.de
forum@smwa.sachsen.de
W-Lan:
WLAN-Name: Kunstkraftwerk