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Dr. Gerhard Riehl
23. Sächsischer Fleischrindtag und 22. Sächsischer Grünlandtag
am 27. September 2014 in Drebach
Grünland- und Weidemanagement
Basis für eine erfolgreiche Fleischrindhaltung

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Standortgerechtes Grünland für Mutterkühe und
Fleischrinder
Weidemanagement für Mutterkühe und Fleischrinder
Weide und Weideplanung
Optimaler Besatz und Weideverfahren
o
Kurzrasenweide
o
Mähstandweide
Extensive Weiden in der Praxis

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Energiebedarf von Mutterkühen
im Verlauf der Säuge- und Trächtigkeitsperiode
(Milchleistung 3000 kg, Lebendgewicht 600 kg)

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Einflussfaktoren auf
die Weideleistung von Mutterkühen
Weide-
leistung
Bewirtschaftung
u. a.
Weideverfahren
,
Besatz
,
Düngung (
N
?
,
Ca,P,K,Mg
),
Pflege
Standort
Boden, Klima, Exposition

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Der ideale Pflanzenbestand
des Wirtschaftsgrünlandes
Futtergräser
50 - 70 %
Leguminosen
>> 10 %
Kräuter
< 30 %
+ Ertragsfähigkeit
+ Konservierbarkeit
+ Ertragssicherheit
+ Futterqualität
+ Struktur
- Mineralstoffgehalt
+ Narbendichte
- wenig nutzungselastisch
+ biologische N-Bindung
+ Schmackhaftigkeit
+ Proteingehalt – Abbaurate
+ nutzungselastisch
+ Mineralstoffgehalt
- Konservierbarkeit
+ Futterqualität
+ Mineralstoffgehalt
- Ertragsfähigkeit
+ Spurenelementgehalt
- Konservierbarkeit
+ Anpassungsfähigkeit
- Narbendichte
+ diätetische Wirkung
-/+ Futterqualität

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Gesetz vom Minimum (J. von Liebig) gilt
unverändert !
… und dem pH -Wert und der
Grundnährstoffversorgung
kommen gerade unter
zunehmenden
Trockenstressbedingungen
eine besondere Bedeutung im
Hinblick auf die
Wassernutzungseffizienz zu!
... Außerdem haben die
Makronährstoffe wichtige
Funktionen für die pflanzen
und das Tier!

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Was heißt weiden ?
„Man läßt von einem Tier Gras fressen.“
(landläufige Antwort)
„Man führt eine Begegnung zwischen Tier und Gras herbei.“
„Die Weide ist die Begegnung zwischen Kuh und Gras.“
VOISIN (1958)
„Man darf nicht auf der einen Seite die Forderungen des
Grases befriedigen wollen
und auf der anderen Seite die Kuh vernachlässigen.
Wir dürfen aber auch nicht der Kuh alle Wünsche erfüllen
und dabei dem Gras schaden.“
„Wir müssen dem Gras bei seinem Wachstum helfen, und
wir müssen die Kuh beim Ernten anleiten.“
VOISIN (1958)
Gut
weiden
heißt:
Quelle: „Die Produktivität der Weide“ von VOISIN (1958)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Weideplanung ist wichtig!
Weiden müssen gezielt bewirtschaftet und geführt werden.
Andernfalls müssen im Frühjahr ein zu großer Futterberg abgetragen und im
Sommer oder Herbst tief abgefressene, leere Weiden mit Vieh bestoßen
werden?
Erfolgreiche Weidehaltung
erfordert
• exakte Planung und
• Einhaltung des
Nutzungsrhythmuses
bereits im ersten Aufwuchs!
0
5
10
15
20
25
30
35
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Anteil am Jahresertrag [%]
Sächsische Heidegebiete,
Riesaer-Torgauer Elbtal
Oberlausitz, Sächsische Schweiz
Mittelsächsisches Lößgebiet
Erzgebirgsvorland, Vogtland,
Elsterbergland
Erzgebirgskamm
0
5
10
15
20
25
30
35
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Anteil am Jahresertrag [%]
Sächsische Heidegebiete,
Riesaer-Torgauer Elbtal
Oberlausitz, Sächsische Schweiz
Mittelsächsisches Lößgebiet
Erzgebirgsvorland, Vogtland,
Elsterbergland
Erzgebirgskamm

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Einfluss der Besatzstärke
auf die Leistung je Tier
und die tierische Leistung je ha
Unterbeweidung
zunehmender Tierbesatz
Leistung
je Tier
[z.B. LGZ
g/Tag]
Tierische
Leistung
je ha
[z. B. kg/ha]
Überbeweidung

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Vergleich verschiedener
Weideverfahren für die Rinderhaltung
Standweide
Mähstandweide
Koppelweide
Kurzrasenweide
Portionsweide
Weidetechnik
tägliche
Weidefläche
groß
groß
mittel
groß
klein
Flächentrennung
nein
E-Zaun
E-Zaun
E-Zaun
E-Zaun
Futterausnutzung
gering
gut
hoch
sehr hoch
sehr hoch
Weiderest
hoch
mittel
gering
sehr gering
sehr gering
Rinder
Möglichkeit zur
Futterselektion
gut
gut
wenig
sehr gering
sehr gering
Infektionsgefahr
mit Parasiten
hoch
mittel
kaum
mittel - hoch
gering
Nährstoffumverteilung

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Kurzrasenweide
(aus Bayerische Landesanstalt
für Landwirtschaft (LfL), 2008;
verändert)
~ 0,67 ha/Kuh
~ 1
2 Kühe/ha
~ 0,20 ha/Kuh
~ 4
6 Kühe/ha
~ 0,33 ha/Kuh
~ 2
4 Kühe/ha
~ 0,67 ha/Kuh
~ 1
2 Kühe/ha
Geilstelle bei optimalem Weidedruck
Geilstelle bei zu geringem Weide-
druck

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Nutzungsstadium des Grases bei Weide
(Schleip et al., 2011)
≤ 2 Blatt
2,5 - 3 Blatt
> 3 Blatt
nicht ausgenutztes
Wachstumspotential
komplett ausgebildet
absterben der untersten Blätter
Verlust an Biomasse
Stängelbildung
sinkende Verdaulichkeit
Optimaler Energieertrag – Minimaler Verlust

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Verdauungsversuch mit Frisch-
futter (65 - 90 % Grasanteil) aus einer
Kurzrasenweide (8 - 15 cm) (Pries et al., 2011)
Energie ME
MJ / kg
TM
12,1
10,7
10,9

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Futterqualität auf der
KRW Heckel am 13.05.2014 (BfUL, 2011)
229
161
40
3,28
139
842
9,28
29,26
2,51
156

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Futterqualität auf der
KRW Heckel am 13.05.2014 (BfUL, 2011)
7,63
12,27
15
169
10

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Ø Aufwuchshöhe der
Kurzrasenweide im Betrieb Heckel
(Vogtland; 418
440 m ü. NN; Ø 876 mm)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Kurzrasenweide unter nord-
bayerischen Klimaverhältnissen
(340 m ü. NN; Ø 670 mm, Sommertrockenheit; Ø 7,9 ° C)
Zuwachsleistung der Absetzer (Fleckvieh Fleisch) an den
LLA Bayreuth 2008 bis 2010 (Steinberger, 2010)
Absetz-
tägliche
Jahr
n
alter (Tage) gewicht (kg) Zunahmen (g)
Ochsen
2008
10
294
425
1.316
2009
10
296
431
1.302
2010
15
301
431
1.291
Ø
297
429
1.303
weibliche Kälber
2008
13
294
407
1.249
2009
9
299
402
1.190
2010
8
314
439
1.266
Ø
302
416
1.235
• Abkalbesaison
Jan. – März
• männl. Kälber mit 3 Mon.
unblutig kastriert
• Säugedauer
9 – 10 Monate
• Weide von
Vegetationsbeginn
(März) bis Herbst (max.
Anfang November)
• keine Ergänzungs-
fütterung der Kälber
während ges.
Säugedauer

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Kurzrasenweide im Bayerischen Wald
(500 m ü. NN; Ø 964 mm; Ø 7,5 °C)
Absetzergebnisse 2007 – 2010 in der Mutterkuhherde
(Fleckvieh Fleisch) des LVFZ Kringell (Steinberger, 2010)
• Ökobetrieb
• Abkalbesaison
imJanuar
• männl. Kälber mit 3 Mon.
unblutig kastriert
• Säugedauer von 10
Monaten angestrebt
• Weide von
Vegetationsbeginn (Ende
März, Anfang April) bis
Anfang November)
• keine Ergänzungs-
fütterung der Kälber
während ges.
Säugedauer
Absetz-
tägliche
Jahr
n
alter (Tage)
gewicht (kg)
Zunahmen (g)
Bullen
2007
5
291
462
1.444
2008
2
301
557
1.708
2009
1
327
542
1.526
Ø
306
520
1.559
Ochsen
2007
9
299
406
1.214
2008
9
299
435
1.319
2009
11
312
449
1.311
2010
8
306
447
1.321
Ø
304
434
1.291
weibliche Kälber
2007
10
284
355
1.105
2008
11
292
398
1.233
2009
9
305
416
1.233
2010
10
324
424
1.188
Ø
301
398
1.190

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Kurzrasenweide
Die wichtigsten Vorteile
Die wichtigsten
Voraussetzungen
gleichmäßige hohe
Futterqualität
ruhiges Tierverhalten
Einsparung an
Futterkosten, Energie
und Arbeit
o
Ja zur Weidehaltung
o
Milchvieh: hofnahe
Flächen
o
Jungvieh: konsequente
und systematische
Parasitenbekämpfung

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Kurzrasenweide und Umtriebsweide
(Chassot, 2004)
Geringe Bedeutung
aus Sicht
der
tierischen Leistungen
und
der Produktion pro ha
Vor-/ Nachteile finden sich auf
einem anderen Niveau

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Weideversuch V 003 (Christgrün)
Mähstandweide 1998 - 2008
Variante 200 „Extensiv“
(3,4 ha)
ohne mineralische Stickstoffdüngung
Ø Besatzstärke 2,0 GV/ha
Variante 100 „Reduziert“
(3,7 ha)
max. 120 kg N/ha*Jahr incl. Weideexkremente
Ø Besatzstärke 2,6 GV/ha

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
V 003 (Christgrün)
Durchführung des Mähstandweideversuchs
Heu- oder Strohzufütterung
nur beim A uftrieb (Umstellung)
sowie Futterknappheit
kein Kraftfutter!
Leckstein ad libitum

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
V 003: Untersuchungen auf der
Mähstandweide in Christgrün
Boden
pH-Wert und Makronährstoffe
N
min
Pflanzenbestand
Zusammensetzung
Bestandeswertzahl
Futter
Erträge
Zuwachsraten und Qualitäten (Weidekörbe)
Kot-N
Tiere
Lebendgewichtszunahmen
Weideleistung
1998: Ochsen (Schwarzbunte)
1999: Ochsen (Schwarzbunte)
2000: Färsen und Ochsen
(Schwarzbunte)
2001: Färsen und Ochsen
(Herford)
2002: Färsen (Herford)
2003: Färsen und Bulle
(Herford)
2004: Färsen und Bulle
(Herford)
2005: Färsen (Schwarzbunte)
2006: Färsen (Schwarzbunte)
2007: Färsen (Schwarzbunte)
2008: Färsen und Jungrinder
(Schwarzbunte)

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
V 003 (Christgrün)
Gewichtsermittlung auf der
Mähstandweide
bis 2003 Wiegen im 14-tägigen Intervall
stationäre Fangeinrichtung und Waage
mit manueller Erfassung
seit 2004 beim Trinken
automatische Tiererkennung
und selbständiges Wiegen
im wöchentlichen Wechsel

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Mittel
S+
VK (%)
Mittel
S+
VK (%)
Mineral. N-Düngung (kg/ha*Jahr)
71
20
28
0
N (kg/ha*Jahr) durch Exkremente
54
7
14
39
7
18
Weidefläche (ha)
3,7
3,4
Herdengröße (Tierzahl)
10
3
29
8
4
48
Besatzstärke (GV/ha)
2,6
0,5
17
2,0
0,5
25
rel.
100
76
Weidetage
176
14
8
172
18
10
Mähflächenanteil (%)
100
17
17
103
20
20
Berechnet
Brutto-
(dt TM/ha)
104
14
14
79
14
17
Weideertrag
rel.
100
76
Mähertragsanteil (%)
33
6
18
36
6
16
Lebendgewichtzunahmen
insges.(kg)
1.361
388
28
1042
379
36
je Tier und Weidetag (g)
779
137
18
838
89
11
rel.
100
108
Weideleistung
Erhaltungsbedarf (MJ NEL)
60.537
8.372
14
41.902
10.184
24
Zuwachs (MJ NEL)
30.160
8.705
29
23.068
8.470
37
Gemähte Grünmasse (MJ NEL)
68.619
16.931
25
51.726
11.654
23
Bruttoweideleistung (MJ NEL/ha)
43.648
5.258
12
33.997
4.887
14
rel.
100
78
Zufutter (MJ NEL/ha)
2.006
2.343
117
1.481
1.905
129
Nettoweideleistung (MJ NEL/ha)
41.642
5.834
14
32.516
4.606
14
rel.
100
78
Reduziert (max.120 kg N/ha*Jahr)
1998-2008
Extensiv (ohne mineralischen N)
1998-2008
V 003: Weideleistung
nach Falke/Geith, modifiziert nach Weißbach 1993

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| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
V 003 (Christgrün)
Weidekörbe im Mähstandweideversuch
Futterertrags- und Futterqualitätsermittlung
mit Weidekörben
(Differenzmethode)
Aktuelles Futterangebot
bzw. Weiderest
Im Weidekorb innerhalb des 14-tägigen
Intervalls herangewachsenes Futter

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
V 003: Energiegehalte
des Weidefutters bei
Mähstandweide 1997-2004
N = 22 16 51 51 51 78 59 70 57 55 27 40 14 19
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
13,0
12,5
12,0
11,5
11,0
10,5
10,0
9,5
9,0
SYSTEM
100
200
N = 22 16 51 51 51 78 59 70 57 55 27 40 14 18
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
NEL [MJ/kg TS] (RN)
8,5
8,0
7,5
7,0
6,5
6,0
5,5
SYSTEM
100
200
System 100
(max.120 kg N/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)
System 100
(max.120 kg N/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
5,0
5,5
6,0
6,5
7,0
7,5
8,0
1
3
5
7
9
11 13 15 17 19 21 23 26
1
3
5
7
9
11 13 15 17 19 21 23 26
Aufnahmetermin
NEL [MJ/kg TS]
Angebot
Aufnahme
April
Mai
Juni
Juli
August
Sept.
Okt.
konventionell
extensiv
April
Mai
Juni
Juli
August
Sept.
Okt.
V 003: Energiegehalt des
Weidefutters (Kot-N)
im Mittel der Jahre 2006 bis 2008
System 100
(max.120 kg N/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
N =
25 19
58 59
72 101
78 88
65 61
26 35
20 29
Monat
4
5
6
7
8
9
10
0,6
0,5
0,4
0,3
0,2
N =
25 19
58 59
72 101
78 88
65 61
26 35
20 29
Monat
4
5
6
7
8
9
10
Ca/P
4,0
3,5
3,0
2,5
2,0
1,5
1,0
,5
V 003: Mineralstoffgehalte
des Weidefutters bei
Mähstandweide 1997-2004
System 100
(max.120 kg N/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)
System 100
(max.120 kg N/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
0
20
40
60
80
100
Apr 97
Apr 98
Aug 98
Mai 99
Apr 00
Mai 01
Jun 02
Mai 03
Apr 04
Apr 05
April 06
April 07
April 08
Apr 97
Apr 98
Aug 98
Mai 99
Apr 00
Mai 01
Jun 02
Mai 03
Apr 04
Apr 05
April 06
April 07
April 08
Ertragsanteil [%]
Übrige Kräuter
Gemeiner Löwenzahn
Stumpfblättriger Ampfer
Weißklee
Übrige Gräser
Wiesenlieschgras
Wiesenrispe
Gemeine Quecke
Gemeine Rispe
Dt. Weidelgras
V 003: Pflanzenbestandsent-
wicklung bei Mähstandweide 1997 - 2008
System 100
(max. 120 kg N
/ha*Jahr)
System 200
(ohne mineralischen N)

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Energiegehalte
[MJ NEL/kg TS] in den Weideaufwüchsen
der Praxisbetriebe (2003 und 2004)
55
55
56
178
N =
Betrieb
ESG
DDH
MSP
EGK
NEL [MJ/kg TS]
8,0
7,5
7,0
6,5
6,0
5,5
5,0
2003
24
34
11
145
N =
Betrieb
ESG
DDH
MSP
EGK
NEL [MJ/kg TS]
8,0
7,5
7,0
6,5
6,0
5,5
5,0
2004

| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
pH-Wert und P-Gehalt des Bodens von
„Extensiven Weiden“ im Herbst 2003 bzw.
Frühjahr 2004
11
9
13
12
53
N =
Betrieb
Christgrün
ESG
DDH
MSP
EGK
pH-Wert
7,0
6,5
6,0
5,5
5,0
4,5
4,0
VST C
11
9
13
12
53
N =
Betrieb
Christgrün
ESG
DDH
MSP
EGK
P_CAL [mg/100 g Boden]
20
15
10
5
0
VST C

image
| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de
Fazit
Grundsätzlich können alle Weidesysteme effizient durchgeführt
werden, wenn zumindest
o standortangepasste Pflanzenbestände
o und eine ausreichende Kalk- und Grundnährstoffversorgung
der Böden vorhanden sind
o und die Weideführung zu keiner erheblichen Einschränkung
der Einzeltierleistung führt.
Bestehen jedoch Einschränkungen in der
Bewirtschaftungsintensität aufgrund freiwilliger Vereinbarungen
oder gesetzlicher Vorgaben, so sind flächenbezogene
Ausgleichszahlungen für die Effizienz oft unverzichtbar!

Kurzrasenweide (KRW), Umtriebsweide (UM)
und Mähstandweide (MSW) (nach Chassot, 2004; ergänzt)
Kriterium
KRW
UM
MSW
Eignung für unregelm. Gelände
-
+
+
Leistung pro Tier
=
=
+
Leistung pro Fläche
=
=
-
Pflanzenbestand
=
=
=
Narbendichte
+
-
-
Sensibilität Trockenperioden
-
+
+
Chem. Unkrautbekämpfung
-
+
+
Organische Dünger
-
+
+
Gleichmäßiges Futterangebot
+
+
+
Lenkung Futterangebot
-
+
+
Tierverhalten
+
-
+
Arbeitswirtschaft
++
--
++
| 9. Oktober 2014 |
Gerhard.Riehl@smul.sachsen.de