Name
Bereich
V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Information
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis
zum 31.12.2014
30.09.2015
Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 30.09.2015:
Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 13.08.2015
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
1. Grundlagen
Die Geschäftstätigkeit der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG oder ZMDI) umfasst die Entwicklung, Produktion und den
Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und Baugruppen sowie von Sensoren, Mikroelektronikmodulen und Mikrosystemen,
Systems an a Chip (SoC) und Systems in a Package (SIP).
Auch 2014 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen im Bereich Marketing und Sales unternommen, um den Ausbau des
Standardproduktegeschäftes und des US-amerikanischen Marktes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik
sowie im neuen Bereich des digitalen Power Managements erstellt. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für Industriekunden.
Die Ausrichtung liegt auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Power Management sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Die im 4. Quartal 2013 begonnene Reorganisation der Business Lines Sensing & Automotive sowie Power & Analog entsprechend der
im Fokus stehenden Geschäftsbereiche in die (I) BL Power, (II) BL Sensing und (III) BL Automotive wurde Anfang 2014
abgeschlossen.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst
definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hielt bis September des Geschäftsjahres 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor
Technologies gegründeten Senterra Limited. Mit Kaufvertrag vom 9.9.2014 hat die ZMD FAREAST den 50%igen Anteil der Vapor
Technologies erworben und hält somit nun 100 % der Anteile an der Senterra Limited.
Seit Ende 2010 unterhält die ZMD AG ein Vertriebsbüro in Korea und hat sich damit einen besseren Zugang zu dem dortigen
Wachstumsmarkt verschafft.
Die ZMD AG unterhält zudem seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche
Vertriebspräsenz zu gewährleisten.
Die ZMD Eastern Europe EOOD wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna, Bulgarien, eingetragen. Ein weiteres Büro der
ZMD Eastern Europe wurde im Dezember 2012 in Sofia eröffnet.
Zum Ausbau der Entwicklungsaktivitäten im Bereich Power Management wurde in 2011 zudem ein weiterer Entwicklungsstandort in
Irland eröffnet.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc. in Milpitas, Kalifornien.
2. Wirtschaftliches Umfeld
1
Nach dem positiven Aufschwung im globalen Halbleitermarkt im Vorjahr, mit zuletzt 305,6 Mrd. USD Umsatz im Jahr 2013,
verdoppelte sich die Zuwachsrate 2014 auf 9,9 % (Vorjahr: 4,8 %) und erreichte ein Plus von rund 30,0 Mrd. USD. Die Umsätze in
den Weltregionen trugen jedoch unterschiedlich dazu bei.
Gemäß WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) stieg der Gesamtumsatz des Halbleitermarktes um 9,9 % auf 335,8 Mrd. USD
(Vorjahr: 4,8 % auf 305,6 Mrd. USD).
Gut 2/3 des Umsatzwachstums wird in Asien erwirtschaftet, mit einer Zuwachsrate von fast 11,4 % erreicht die Region 194,2 Mrd.
USD (Vorjahr: +7,0 % auf 174,4 Mrd. USD). Fast die Hälfte, 91,6 Mrd. USD, trägt China hierzu bei und hält damit 27,2 % des
Weltmarktes (Asien inkl. China hat 57,8 % Weltmarktanteil).
Mit +7,2 % legte der Europäische Markt auf 37,5 Mrd. USD zu (Vorjahr: +5,2 % auf 34,9 Mrd. USD).
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Die Europäer, Asiaten und Japaner verbessern ihre Zuwachsrate zum Vorjahr markant. Eine Besonderheit zeigt der Japanische Markt,
der seine Talfahrt in Folge der Tsunami-Katastrophe 2011 erstmalig anhält, mit einem stagnierenden Wachstum von +0,10 % stehen
sie nahezu unverändert bei 34,8 Mrd. USD (Vorjahr: -15,3 %, 34,8 Mrd. USD).
In der Americas Region fällt das Wachstum mit 12,7 % etwas schwächer aus als im Vorjahr, legt aber in Summe nun zum sechsten
Mal in Folge auf 69,3 Mrd. USD zu (Vorjahr: +13,13 %, 61,5 Mrd. USD).
Asien (inkl. China) hat konstant seit Beginn der Aufzeichnung des WSTS 1991 durchschnittlich um 1,9 Prozentpunkte seinen
Marktanteil Jahr für Jahr ausgebaut und bedient den Weltmarkt 2014 mit 57,8 % (2013: 57,1 %). China alleine hält 2014 27,2 %
(Rest of Asia 30,6 %).
Während Amerika und Europa in den Jahren 2003 bis 2008 (2008: ~15,3 %) gleich stark agierten, verliert Europa seitdem in dem
Umfang, wie die Amerika Region hinzugewinnt, die seitdem 5 Prozentpunkte auf nun 20,6 % (2014) gut machen konnte (2013: 20,1
%), wo hingegen Europa diese verlor, 2014: 11,1 % (2013: 11,4 %).
Seit 1991 ist Japan größter Verlierer mit durchschnittlich -1,2 Prozentunkten und liegt 2014 mit 10,4 % Weltmarktanteil weit
abgeschlagen hinter einstiger Größe. Nur kurz nach der Jahrtausendwende gab es wenige Jahre, in denen Anteile zurückgewonnen
wurden.
Die Mitglieder des WSTS erwarten in ihrer 2014-Q4-Prognose ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 2,65 % (2015–2017) des
weltweiten Halbleitermarktes mit einer konstanten Weltmarktaufteilung bis einschließlich 2017 (2017: Asien 58,8 %, Amerika 20,2 %,
Japan 9,8 %, Europa 11,2 %). Für Japan speziell wird ein leichter Rückgang prognostiziert von je -0,2 % p.a., der aber im Asiatischen
Markt verbleibt.
1
Quellen:
(1) WSTS Blue Book History 1991 To Date (bbhist201412)
(2) WSTS Fall 2014 Forecast (last modified 2014-12-05)
(3) Ab 2014 erhebt der WSTS China einzeln
3.
Signifikante Entwicklungen der ZMD AG im Geschäftsjahr 2014
Die ZMD AG konnte 2014 gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Umsatzwachstum von 2,7 % realisieren und erzielte 2014 einen Umsatz
von Mio. EUR 61,1 (2013: Mio. EUR 59,5). Positiv wirkte sich insbesondere das Wachstum der Business Line Sensing aus. Hier
konnten die Umsätze auf Mio. EUR 30,3 gesteigert werden. Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 26 %. Im
Bereich Automotive waren die Umsatzerlöse rückläufig aufgrund des planmäßigen Ramp down einiger Produkte. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr betrug der Umsatz der BL Automotive Mio. EUR 30,0 (2013: Mio. EUR 35,2). Die Business Line Power konnte 2014 ihren
Umsatz mehr als verdreifachen und erzielte Mio. EUR 0,9. Die Gesamtumsätze im Inland fielen leicht von Mio. EUR 21,4 im Vorjahr
auf Mio. EUR 20,8, wohingegen die Auslandsumsätze sich um Mio. EUR 2,3 auf Mio. EUR 40,4 erhöhten.
3.1. Geschäftsverlauf der einzelnen Business Lines
Die mit Jahresbeginn 2014 neu strukturierte Business Line Automotive konnte 2014 den budgetierten Umsatz von 30 Mio. EUR
erreichen, blieb damit jedoch unter Vorjahresniveau. Insbesondere die Product Line Industrial ASSP mit einen Umsatz von 40 % unter
Vorjahresniveau war 2014 von Produktausläufen (Last Time Buys) zweier Produkte betroffen, die noch 2013 einen Umsatzbeitrag von
3,7 Mio. EUR erbracht hatten. Neue Produkte, wie zum Beispiel das Wireless Kommunikationsmodul, konnten mit ihrem
Umsatzwachstum diesen Effekt 2014 noch nicht kompensieren.
Etwas anders stellt sich die Entwicklung für die Product Line Custom Specific Automotive Products dar: Die Produkthochläufe der in
den letzten Jahren entwickelten kundenspezifischen Schaltkreise für Automotive Anwendungen, wie zum Beispiel einen Ölstandsensor
oder auch einen komplexen Schaltkreis zur Ansteuerung von elektrischen Motoren in modernen Außenspiegeln, haben Produktausläufe
2014 weitestgehend kompensieren können und werden sich in den kommenden Jahren zu wichtigen Wachstumsträgern
weiterentwickeln.
Für die weitere mittelfristige Entwicklung des Automotive-Geschäftes konnten 2014 wichtige neue Aufträge und Kunden gewonnen
werden. Neben dem 2. Auftrag für einen der weltweit größten Lieferanten von Drucksensoren für die internationale Automobilindustrie
konnte ein Auftrag in einem neuen Applikationsfeld – Sensorik für Dynamic Stability Control – mit einem Umsatzpotential von 100
Mio. EUR über 10 Jahre und der Chance, den Zugang zum japanischen Markt stark auszubauen, gewonnen werden. Diese und weitere
2014 gewonnene Aufträge zur Entwicklung und Lieferung von Schaltkreislösungen in dem strategischen Marktsegment Automotive
Sensing werden mittel- und langfristig ein starkes Umsatzwachstum generieren.
Der Umsatz der Business Line Sensing lag 2014 mit Mio. EUR 30,3 um 26 % über Vorjahresniveau. Dies ist ein neuer Umsatzrekord.
Positiv ist insbesondere zu vermerken, dass 2014 ein Umsatzwachstum im Bereich Multi Market Sensing von ca. 27 % im Vergleich
zum Vorjahr erzielt wurde. Im Wesentlichen konnten dabei neue Kundenprojekte mit vorhandenen ASSP Produkten gewonnen
werden.
Die Business Line Sensing baut seit 2012 den Bereich Mobile Sensing auf. Dies umfasst die Tätigkeit, vorhandene Sensorik-
Technologie in Mobile Geräte wie Smart Phones und Tablets einzudesignen. Dabei verlangen einige OEM' s auch die Lieferung von
innovativen Sensoren. 2014 konnten bereits erste Aufträge ausgeliefert werden, z.B. in das Smart Phone Modell G3 von LG sowie in
Festplatten von Seagate und Sportuhren von Casio. Insgesamt wurden so 15 Mio. Stück ausgeliefert. 2015 kann eine weitere
deutliche Steigerung erwartet werden.
Darüber hinaus konnten 5 neue Produkte und 35 neue Sensormodule fertiggestellt werden. Inzwischen existieren mehr als 60
qualifizierte Sensormodule auf Basis der ZMDI Technologien. Durch den Aufbau von Applikationsingenieuren als eigener Bereich in der
Business Line konnte der Support deutlich verbessert werden.
Im Bereich der Business Line Power haben wir im Jahr 2014 design wins mit großen Kunden im POL (Point Of Load)- und FPGA- (Field
Progammable Gate Array) Markt gewonnen. Unser Produktport-folio konnten wir mit der Veröffentlichung von 10 neuen Produkten,
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darunter den ersten Satz der Standard Pauline-Familie, erweitern. Durch einen sehr engen Kundenkontakt haben wir die Möglichkeit,
schnell auf deren Wünsche reagieren zu können und somit effiziente Lösungen anzubieten. Gegenüber dem Jahr 2013 konnten wir
insbesondere mit zwei Kundenprojekten unseren Umsatz mehr als verdreifachen (2014: 846 TEUR gegenüber 2013: 250 TEUR) und
damit verstärkt zum Wachstum der BL beitragen. Wir haben im Laufe des Jahres unser Leistungsspektrum weiter ausgebaut und
können Kundenwünsche mit Lösungen sehr einfacher Handhabung (easy to use) bis hin zu komplexen Lösungen adressieren.
Mit der Entwicklung der zweiten Generation von digitalen Power Lösungen, die wir 2014 begonnen haben, können wir unser Angebot
für 2015 noch erweitern. Wir sprechen Kunden in den Bereichen Kommunikation, FPGA, POL und Computing an.
Der Mitarbeiterstand der ZMD AG (einschließlich Auszubildenden) betrug im Jahresdurchschnitt 2014 284 Mitarbeiter (277 im
Vorjahr).
3.2. Produktentwicklung
Im Jahr 2014 wurde die erste Phase der technologischen Neupositionierung der ZMD AG abgeschlossen. Durch hohe
Integrationsdichte und exzellente Skalierbarkeit sowie die vollständige Automotive-Qualifikation dieser neuen Prozesstechnologien ist
die ZMD AG in der Lage, ihre Marktführerschaft im Bereich der analogen und digitalen Sensor-Signal-Conditioner weiter auszubauen.
Dies zeigte sich 2014 sowohl im Bereich der ASIC Entwicklungen durch den Gewinn von neuen Kunden mit Weltmarktführerschaft im
Automobilsektor als auch durch die Eigenentwicklungen von analogen und digitalen Sensor-Plattformprodukten (ASSPs) mit
vollständig neu entwickeltem Funktionsumfang.
Die Markteinführung dieser neuen ASSP-Produkte wurde 2014 mit großem Erfolg gestartet und wird 2015 im Fokus der ZMD AG
stehen. Dabei ist es der ZMD AG wichtig, ihre Kunden mit ganzheitlichen Lösungen bis zum Serienstart zu unterstützen. Die 2013
begonnene Umstrukturierung wurde daran ausgerichtet und zeigte sich 2014 als wesentlicher Bestandteil des Produkterfolges der
ZMD AG.
Im Bereich der Positions-Sensorik hat die ZMD AG durch innovative Package- und Modultechnologien einzigartige Sensor-Produkte
entwickelt, die den Kunden sowohl im Automobilsektor als auch bei industriellen Anwendungen den Aufbau von einfachen,
hochpräzisen Plattformlösungen ermöglicht.
Im Zentrum der weiteren technologischen Ausrichtung der ZMD AG steht die Fokussierung auf 2D und 3D Package-Technologien
gepaart mit der Integration von aktiven und passiven Sensorelementen bis hin zu MEMS Sensoren sowie die Weiterentwicklung von
embedded Sensoren sowohl für die Automobilindustrie und für industrielle Anwendungen als auch für Konsumgüter und Connected
Sensornetzwerke.
Großes Engagement hat die ZMD AG in die Weiterentwicklung der digitalen Power Management-Lösungen gelegt. So wurde das
Patentportfolio wesentlich erweitert, um die Marktpositionierung abzugrenzen und einzigartige digital Power IP zu schützen. Des
Weiteren wurden neue Produktfamilien im Bereich von Single-Phasen sowie von Dual- und Multi-Phasen digital Power Management
Lösungen am Markt platziert. Dabei ist die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität der angebotenen Lösungen einzigartig am Markt. Auch
hier verfolgt die ZMD AG das Konzept der „easy-to-use" Produkte und erreicht Kunden durch intelligent angepasste Softwarelösungen
zur Unterstützung des ganzheitlichen Design-in-Prozesses und der Produktion.
ZMD AG sieht sich als Experte für intelligente embedded-Systeme ausgezeichnet positioniert, den Anforderungen sowohl am
Sensormarkt als auch am digital Power-Markt und am Markt von hochintegrierten embedded Systemlösungen gerecht zu werden und
eine marktführende Position einzunehmen.
3.3. Energieeffizienz
3.3.1. Klimabericht
Das Zwei-Grad-Ziel beschreibt das Ziel der internationalen Klimapolitik, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber
dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen. Das „Zwei-Grad-Ziel" ist hierbei eher als Wegmarke zu sehen, jenseits
derer die Ungewissheiten und damit auch die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken deutlich zunehmen.
In der zweiten Woche der Klimakonferenz in Lima im Dezember 2014 diskutieren die Teilnehmerstaaten unter anderem den Entwurf
der Ad Hoc Working Group an the Durban Platform for Enhanced Action für das neue Klimaschutzprotokoll, das 2015 verabschiedet
und der „Nachfolger" des Kyoto Protokolls werden soll. Trotz der im Vorfeld von den USA und der Volksrepublik China verkündeten
gemeinsamen Klimaziele (China wolle spätestens bis zum Jahr 2030 den Gipfel der Kohlenstoffdioxid-Emissionen erreichen und bis
dahin den Anteil erneuerbarer Energien auf etwa 20 Prozent steigern; die USA planen, ihre Emissionen spätestens bis 2025 um 26 bis
28 Prozent unter das Niveau von 2005 zu senken) und der von den EU-Staaten gemeinsam verkündeten Klimaziele
(Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 (im Vergleich zu 1990) um 40 Prozent verringert werden; der Anteil erneuerbarer Energien
soll auf mindestens 27 Prozent steigen; zudem wurden Einsparungen im Energieverbrauch von mindestens 27 Prozent avisiert) konnte
auf der Konferenz in verschiedenen Punkten keine Einigung erzielt werden.
Umweltaktivisten und -organisationen kritisieren, dass die Klimaziele im Rahmen der Konferenz aufgeweicht worden seien und kein
wirksamer Prozess verabredet wurde, damit alle Länder umgehend mehr Klimaschutz betreiben. Um eine Erwärmung von über 2 Grad
zu verhindern, müssten die globalen Emissionen vor 2020 ihren Höchststand erreichen.
Deshalb ist es umso wichtiger, dass jeder Einzelne und jedes Unternehmen seinen Anteil an der Reduktion des Treibhausgas-
Ausstoßes beiträgt. Das eindeutige Ziel des ZMD AG ist daher, an der notwendigen Minderung der Treibhausgasemissionen
mitzuwirken.
3.3.2. Auszeichnungen der ZMD AG für seine Aktivitäten im Bereich der Energieeinsparung
Die ZMD AG wurde dieses Jahr als Finalist
2
für den „UBM Tech's EE Times and EDN Annual Creativity in Electronics (ACE) Award„ in
der Kategorie „Energy Technology" ausgewählt. Hiermit wurde der Beitrag von der ZMD AG zur Energieeinsparung im Fahrzeug
basierend auf dem ZSSC1956 Intelligent Battery Monitoring IC gewürdigt. Das IC überwacht die KFZ-Batterie und ermöglicht somit
den Einsatz der Start-Stop-Funktionalität im KFZ. Dabei rechnet man mit einer Reduktion des Kraftstoffverbrauchs von ca. 8 %.
3
2
http://ubm-ace.com/finalists.php
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3
http://www.fueleconomy.gov/feg/tech
engine more.shtml
3.3.3. Kultur
Auch dieses Jahr hat die „Energy Efficient Challenge" innerhalb der ZMD AG den Gedanken der „Energy Efficiency" weiter verwurzelt.
Hierbei werden Mitarbeiter für Ideen und Beiträge zum Wasser- und Stromsparen oder auch für den Kauf von Hybrid-KFZs
ausgezeichnet bzw. zur Durchführung von energieeinsparenden Maßnahmen motiviert. Durch diese „monthly Challenge" wird die
Vision der ZMD AG „to be first choice in analog mixed signal solutions enabling energy efficiency" innerhalb des Konzerns weiter
verwurzelt und kulturell wahrgenommen.
3.3.4. Neue Produkte
Die Produktlinie „Digital Power" hat 2014 eine Reihe von neuen Produkten in den Markt eingeführt. Diese Produkte ermöglichen den
Kunden der ZMD AG ihre Strom-/Spannungsversorgungssysteme hinsichtlich des Energieverbrauches optimal auszulegen. Der Einsatz
intelligenter Digital Power ICs ermöglicht die automatische Kompensation bei Last- und Temperaturänderungen und ermöglicht
Energieeinsparungen durch verschiedenste programmierbare Zustände. Insgesamt kann der Einsatz von „Digital Power" Produkten
eine Reduktion des Energieverlustes von bis zu 2 %-5 % ermöglichen. Wird dies beispielsweise auf die Serverfarmen von Google und
Youtube hochgerechnet, ergibt sich eine Einsparung von rund 5 Mio. Kilowattstunden (3.5 Mio. kg CO
2
).
4
Die noch junge Produktlinie Mobile Sensing fokussiert sich auf Lösungen im Bereich des Environmental Sensings für hochvolumige
Konsumeranwendungen. Die Zielmärkte sind hierbei Smartphones, „Wearables" und das „Internet of Things" (IoT). Die Lösungen der
ZMD AG für optische Sensoren in Smartphones ermöglichen eine exakte Anpassung der Leuchtstärke des Displays an seine
Umgebung. Damit wird vermieden, dass das Display immer mit maximaler Helligkeit arbeitet, was zu einer erheblichen
Energieeinsparung führt. Ein Beispiel zur Energieeinsparung im Bereich des IoT liefert zum Beispiel Verizon. Der Einsatz von
„Environmental Sensoren" in ihren Datenzentren ermöglicht eine Einsparung von 55 Mio. kWh jährlich.
5
Natürlich tragen auch weiterhin die Automotive Lösungen der ZMD AG, wie zum Beispiele die ICs zur Batteriekontrolle oder zur
elektronischen Lenkung, einen signifikant hohen Anteil am Beitrag der ZMD AG zur Reduzierung des Treibhausgases bei.
4
Based on the calculation of the US Environmental Protection Agency
(www.epa.gov/cleanenergy/energyresources/calculator.html).
5
www.vigilent.com/verizon-significantly-reduces-energy-consumption-at-24-of-its-u-s-data-centers
3.3.5. Sensing the Power of Change
Das Jahr 2014 stand unter dem Thema „A Greener Future Under A Pink Umbrella". Auch das Motto 2015 „Sensing the Power of
Change" betont wieder die Mission der ZMD AG, den Fokus auf energieeffiziente Lösungen, insbesondere im Bereich Sensing, zu
legen. Die ZMD AG wird auch in Zukunft den Schwerpunkt auf Produkte legen, die die Verlangsamung des Klimawandels unterstützen,
indem sie zu einer Reduktion der Treibhausgase beitragen. Die Firma, als auch jeder Einzelne innerhalb der ZMD AG ist „committed"
seinen Beitrag hierzu zu leisten.
3.4. Qualitäts- und Umweltmanagement
Die ZMD AG unterhält ein integriertes, jährlich rezertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
3.4.1. Umweltmanagement
Das reguläre Überwachungsaudit zur Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 erfolgte 2014 durch den TÜV Süd. Es wurden keine
Abweichungen zu den normativen Anforderungen festgestellt.
Die ZMD AG ist konform mit 2002/95/EG & 2011/65/EC (RoHS und RoHS2), (EC) No 1970/2006 (REACH) und zu den Bestimmungen
bzgl. „conflict minerals", Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act, Section 1502.
Die ZMD AG nimmt an dem 1MDS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-
konform sind.
3.4.2. Qualitätsmanagement
Im Juli 2014 erfolgte das jährliche Überwachungsaudit nach dem Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2009 mit positivem Ergebnis.
Um der strategischen Konzernausrichtung und deren Umsetzung in eine effiziente Ablauforganisation noch besser Rechnung tragen zu
können, hat die ZMD AG das 2011 definierte Business Process Management weiter ausgebaut und optimiert. Das prozessorientierte
Management konnte auch 2014 erfolgreich weitergeführt werden.
Die Überprüfung aller Prozesse und deren Verknüpfungen und Wechselwirkungen wurde in mehreren internen Prozessaudits
fortgesetzt.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2014 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine konzernweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, seit 2007 mit Schwerpunkt auf
Design for Six Sigma und Lean Processes, wurde im Jahre 2004 gestartet und auch im Geschäftsjahr 2014 konsequent fortgesetzt.
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde auch 2014 für den Konzern das 2011 eingeführte einheitliche
Dokumentenmanagementsystem (DMS) weiter ausgebaut und konzernweit eingesetzt.
4.
Entwicklungen in den Tochtergesellschaften
4.1. ZMD America, Inc., Sitz in Kalifornien, USA
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Die ZMD America Inc. wies 2014 ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,3 (Vorjahr: Mio. EUR 0,2) aus. Auch 2014 stand
vorrangig im Zeichen des Weiteren Ausbaus der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Nordamerika. Die ZMD America Inc.
beschäftigte zum Jahresende 27 Mitarbeiter.
4.2. ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um langfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden weitere 15 Mitarbeiter eingestellt, so dass im Büro in Varna zum Jahresende bereits 39 Mitarbeiter
beschäftigt waren und 23 Mitarbeiter im Büro in Sofia. 2014 wurden in Sofia weitere Büroflächen angemietet, um die neuen
Mitarbeiter im Bereich Software und Design beschäftigen zu können.
4.3. Senterra Ltd.
Die bis Ende August 2014 als Joint Venture geführte Gesellschaft Senterra Ltd. mit Sitz in Hong Kong und deren 100%ige
Tochtergesellschaft Shenteran Ltd. mit Sitz in Shenzen/China vertreiben im Wesentlichen die Produkte der ZMD AG im asiatischen
Raum – insb. in China und Taiwan. Zur Stärkung des Weiteren Wachstums hat der ZMD Konzern weitere 50 % an der Gesellschaft
erworben. Zum Jahresende 2014 beschäftigt die Senterra/Shenteran 8 Mitarbeiter.
5. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
5.1. Ertragslage der ZMD AG
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt im Jahr 2014 bei Mio. EUR -0,8 und damit auf dem Niveau von 2013. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die Umsatzerlöse auf Mio. EUR 61,1 und liegen somit um Mio. EUR 1,6 über dem
Vorjahresniveau. Das entspricht einer Steigerung von 2,7 %. Grund für die Steigerung ist der Bereich Sensing, in welchem die
Umsätze um 26 % beziehungsweise Mio. EUR 6,2 gesteigert werden konnten. Der Umsatz stieg damit auf Mio. EUR 30,3 – das ist der
höchste jemals erzielte Wert für diesen Bereich. Gleichzeitig überholt die Business Line Sensing damit den bisher umsatzstärksten
Bereich Automotive, in dem 2014 Mio. EUR 30,0 an Umsätzen zu verzeichnen waren. Der Materialaufwand stieg im Vergleich zu 2013
um Mio. EUR 1,2, begründet zum einen durch den Umsatzzuwachs sowie den Bestandsaufbau. Letzterer ist maßgeblich durch den Last
Time Buy von 6-Zoll-Wafern bei einem unserer Hauptlieferanten bedingt. Ab jetzt sind alle Produkte auf 8 Zoll umgestellt. Zum
anderen stiegen die Materialkosten durch erhöhte bezogene Entwicklungsdienstleistungen von der bulgarischen Tochtergesellschaft
aufgrund des dortigen Personalaufbaues. Die ZMD AG beschäftigte zum Jahresende 2014 284 Mitarbeiter, zum Ende des Vorjahres
waren es 281. Sowohl der Anstieg der Mitarbeiterzahl, im Wesentlichen durch den nachträglich durch den Aufsichtsrat genehmigten
Personalaufbau für die neu gewonnenen Projekte begründet der Auftrag war erst nach der Budgetierung gewonnen worden als auch
der Bonusverzicht 2013 führten zu einer planmäßigen Erhöhung der Personalkosten um Mio. EUR 1,9 auf nunmehr Mio. EUR 21,3. Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich für das Jahr 2014 auf Mio. EUR 17,1. Die Kostensteigerung von Mio. EUR 1,1
resultiert im Wesentlichen aus der notwendigen, aber ungeplanten Testhaussanierung und erhöhten Lizenzaufwendungen im
Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des R&D-Bereiches. Die Sanierung des Testhauses war notwendig geworden, da die Stadt
Dresden die vertraglich zugesicherte Sanierung nicht durchführte. Der Aufsichtsrat genehmigte diese Sanierung per Beschluss vom
01.07.2014. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 3,5 stiegen gegenüber dem Vorjahresniveau um Mio. EUR 0,6
und beinhalten im Wesentlichen Fördererträge, Erträge aus Geschäftsbesorgung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Mit Mio. EUR 3,0 blieben die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, die auch die planmäßigen
Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von Mio. EUR 1,2 enthalten, leicht unter Vorjahresniveau.
Das Finanzergebnis verringerte sich geringfügig im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Zinsaufwendungen von Mio. EUR 0,1 im
Vorjahr auf Mio. EUR 0,0 2014. Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergibt sich für das abgelaufene
Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR -0,8 gegenüber Mio. EUR -1,0 2013.
Zur Entwicklung und Einführung relevanter Produkte wurden im Jahr 2014 rund Mio. EUR 16,0 aufgewendet.
5.2. Vermögens- und Finanzlage der ZMD AG
Die Bilanzsumme reduzierte sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 leicht um 3,7 % auf Mio. EUR 60,5.
Das Anlagevermögen bewegt sich mit Mio. EUR 32,7 nahezu unverändert auf Vorjahresniveau (Mio. EUR 32,8). Die immateriellen
Vermögensgegenstände verringerten sich abschreibungsbedingt gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,3, wogegen sich das
Sachanlagevermögen aufgrund von weiteren Investitionen in Test-, Labor- und IT-Equipment um Mio. EUR 0,6 erhöhte. Zudem
stiegen die Finanzanlagen im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Zinsstundung um Mio. EUR 0,6.
Aufgrund der 2014 erfolgten abschließenden 6-Zoll-Wafer-Bestellungen (Last Time Buy) sowie planmäßig gestiegener
Sicherheitsbestände im Standardproduktbereich erhöhten sich die Vorräte von Mio. EUR 16,2 um Mio. EUR 1,5 auf Mio. EUR 17,7.
Vor dem Hintergrund des Erwerbs der verbliebenen hälftigen Anteile an dem bisherigen Joint Venture Senterra Ltd., Hong Kong, durch
die 100%ige Tochtergesellschaft ZMD Fareast werden die Forderungen gegen die Senterra nun unter den Forderungen gegen
verbundene Unternehmen ausgewiesen (Mio. EUR 1,5). Hierdurch sowie bedingt durch eine gegenüber dem Vorjahr höhere
Factoringinanspruchnahme im Dezember reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von Mio. EUR 6,2 auf Mio.
EUR 3,0.
Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich von Mio. EUR 6,2 auf Mio. EUR 3,7.
Den Vermögenswerten in Höhe von Mio. EUR 60,5 steht Eigenkapital in Höhe von Mio. EUR 39,2 gegenüber. Die Eigenkapitalquote der
Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2014 somit überdurchschnittliche 64,7 % (Vorjahr: 70,0 %). Die Veränderung resultiert
insbesondere aus der im Geschäftsjahr 2014 durchgeführten Ausschüttung aus der freien Kapitalrücklage in Höhe von Mio. EUR 2,0
sowie dem erfolgten Aktienrückkauf in Höhe von ebenso Mio. EUR 2,0. Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni
2014 erfolgte die Ausschüttung aus der freien Kapitalrücklage an die Aktionäre im Verhältnis ihres Anteils am Grundkapital der
Gesellschaft. Zudem wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Stückaktien zum Zwecke der Einziehung ohne Kapitalherabsetzung
ermächtigt. Die ZMD AG hat daraufhin mit Kaufvertrag vom 18. Juni 2014 266.000 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH erworben.
Die erworbenen Aktien wurden vollumfänglich ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
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Die Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 0,5 auf Mio. EUR 3,6 im Wesentlichen aufgrund gestiegener
Rückstellungen für Personalverpflichtungen.
Die Gesellschaft hat 2013 und 2014 Bankkredite zur Absicherung des operativen Geschäftes sowie zur Finanzierung der weiteren
Projektentwicklungen abschließen können. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch deren
Inanspruchnahme um Mio. EUR 4,6 auf insgesamt Mio. EUR 10,2.
Die im Vorjahr ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Mio. EUR 0,6) wurden im Geschäftsjahr 2014 vollumfänglich
erfüllt.
Nachdem sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag des vorangegangenen Geschäftsjahres vor
dem Hintergrund des Bestandsaufbaus an 6-Zoll-Wafern deutlich erhöht hatten, normalisierte sich dies im Verlauf des Jahres 2014, so
dass zum 31. Dezember 2014 entsprechend gegenüber dem Vorjahr reduzierte Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 3,7
ausgewiesen werden.
Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen im Wesentlichen bedingt durch die im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr getätigten
Investitionen in Test- und Laborequipment abgeschlossenen Mietkaufverträgen leicht von Mio. EUR 3,2 um Mio. EUR 0,1 auf
insgesamt Mio. EUR 3,3.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank von im Vorjahr Mio. EUR 1,4 auf Mio. EUR -0,7 im Wesentlichen aufgrund der
abschließenden 6-Zoll-Wafer-Bestellungen (LTB) sowie der planmäßig gestiegenen Sicherheitsbestände im Standardproduktbereich.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 2,0) beinhaltet planmäßige Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verringerte sich von Mio. EUR 0,3 im Vorjahr um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR -0,8 und
beinhaltet die genannten Mittelzuflüsse aus der Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von Mio. EUR 6,0 abzüglich geleisteter
Tilgungen in Höhe von Mio. EUR 1,5. Dem gegenüber stehen Mittelabflüsse aus der Ausschüttung und dem Aktienrückkauf in Höhe
von zusammen Mio. EUR 4,0 sowie Tilgungen von Mietkaufverbindlichkeiten und Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR 1,3.
Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2014 einen positiven Saldo in Höhe von Mio. EUR 3,7 gegenüber Mio.
EUR 6,2 im Vorjahr aus. Darüber hinaus stehen der ZMD AG zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommene Bankkredite in
Höhe von Mio. EUR 7,0 zur Verfügung.
Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr und des guten Finanzierungsumfeldes 2014 kann die
wirtschaftliche Lage der ZMD AG somit zusammenfassend weiterhin als stabil bezeichnet werden.
6. Risiko- und Chancenbericht
6.1. Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der ZMD AG verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Hierfür wurden im ZMDI-Konzern 16 Unternehmensbereiche identifiziert (14 in der ZMD AG zzgl. der
Unternehmensbereiche ZMD America und ZMD Eastern Europe), deren jeweilige Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich
liegenden Risiken verantwortlich sind. Das Kontroll- und Risikomanagementsystem ist im Rahmen des Geschäftsprozessmanagements
dem Bereich Corporate Governance zugeordnet, wobei die Verantwortlichkeit für die Überwachung des Prozesses seit dem 01.04.2014
bei dem Director Strategy liegt, der in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft berichtet. Das Risikomanagementsystem
wurde mit Unterstützung der SMR – Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH entwickelt, indem die
unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem Informationssystem der
SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
nach IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im
Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
6.2. Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten organisatorischen Aufteilung der ZMD AG in Risikobereiche werden
inhaltlich Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte sind dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
6.2.1. Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren.
Die ZMD AG hat sich bei strategischen ASIC-Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, als kein Wettbewerber mitliefert
und damit der preisliche Druck geringer ausfällt.
Zudem konnte die Anzahl der Strategischen ASIC-Kunden im Automobilgeschäft erhöht und auch dadurch die Abhängigkeit von
einzelnen Kunden vermindert werden.
Erklärte Strategie der ZMD AG ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich der
Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios der ZMD AG in die zwei weiterhin im
Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und Standardprodukte als auch bei der Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a.
Automotive, Consumer und Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind
wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment Standardprodukte das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die
Kenntnis über Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu
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können. Weiterhin ist das Preisrisiko bei Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Die
Standardprodukte sind teilweise austauschbar und stehen unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Der Halbleitermarkt, insbesondere
für Sensoren, ist seit Jahren ein Wachstumsmarkt. Allerdings wachsen die mit den steigenden Liefermengen verbundenen Umsätze
nicht im gleichen Maße. Zudem drängen neue Wettbewerber in den Markt, um an dem weiterhin erwarteten Wachstum zu
partizipieren. Die zunehmende Konzentration auf Consumerprodukte erhöht außerdem die Volatilität der ZMD AG am Markt.
Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen gegenüber ASICs.
Das Resale-Geschäft wird fortgeführt, um auch weiterhin Entwicklungskosten einzusparen und das Produktportfolio kontinuierlich zu
erhöhen und schneller breit aufzustellen. Damit ist wiederum das Produktportfolio der ZMD AG für den Vertrieb durch weltweit
agierende Distributoren von größerem Interesse und erhöht damit das Umsatzpotential in diesem Bereich. Außerdem kann hierdurch
auch die Nachfrage nach weiteren, eigenen Produkten generiert werden.
Die Vertriebsorganisation der ZMD AG wurde mit Schwerpunkten in Asien und Nordamerika weiter gestärkt. Der Fokus des Vertriebs
liegt weiterhin auf der Key-Account Expansion, insbesondere in den Marktsegmenten Automotive und Consumer. Durch die Aufteilung
der Key-Accounts und entsprechende Applikationslabore in den Regionen ist die Nähe zum Kunden durch direkten Applikations-
Support gewährleistet.
6.2.2. Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Projektmanagement und Ressourcenplanung sowie Projektreporting und -überwachung wurden auch während des Geschäftsjahres
2014 weiterentwickelt, um den inhaltlichen, zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen
sicherzustellen. Die 2013 neu eingeführten Prozesse sind gefestigt, Ursachen für Abweichungen in Entwicklungsprojekten werden
rechtzeitig identifiziert und entsprechende technische sowie organisatorische Maßnahmen hieraus abgeleitet. Weiterhin sind
Maßnahmen fortgeführt worden, um das in der Produktentwicklung vorhandene Know-how für eine effizientere Entwicklungsarbeit
besser zu vernetzen. 2014 wurde zudem eine weitere Key Initiative gestartet, um die Effizienz im Bereich Testentwicklung auch
weiterhin und kontinuierlich zu verbessern.
Das „1st Time Right in Time"-Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und Beschleunigung der
Entwicklungsprozesse wurde weitergeführt und verschärft. Durch die 2014 erfolgte Weiterentwicklung des Projektmanagements des
Entwicklungsprozesses und des Abweichungsmanagements, die Verstetigung regelmäßiger Projektreviews, die Verbesserung des
Reportings und Überwachung der KPIs der konnte eine deutliche Verbesserung bei der Einhaltung von Entwicklungsplänen durch das
Technology Office erreicht werden. Zusätzlich durch die Einführung der neuen Entwicklungsordnung zum 1. Februar 2013 und die
Zentralisierung der Ressourcenplanung im Technology Office können Projektverzüge und damit Entwicklungskosten weiter reduziert
werden. Damit wird eine verbesserte Time-to-market Performance erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit der ZMD AG gestärkt.
6.2.3. Produktion
Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass
Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso eintreten, wie
durch verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann
insbesondere in Zeiten besonders starken Wachstums auftreten. Die ZMD AG muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und
möglicherweise ungeplanten Investitionen reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Die ZMD AG investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese Risiken zu
managen. Durch den erfolgreichen Abschluss der Umstellung der 6-Zoll-Produktion auf 8-Zoll-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB
konnte im Geschäftsjahr 2014 die Effizienz von Produktion und Test erhöht werden. Die bestehende, langfristige Zusammenarbeit mit
dem zweiten Wafer-Lieferanten (TSMC) wurde weiter gestärkt. Außerdem konnten 2014 weitere Lieferanten erfolgreich aufgebaut und
qualifiziert werden, um eine breitere Lieferbasis sowie im Bereich Assembly einen Second-Source Lieferanten zu haben. Im Übrigen
konzentriert sich die Auswahl der Lieferanten auf Partner mit mehreren eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum internen
Produktionstransfer im Risikofall als Second Source. Damit wird auch eine Skalierbarkeit erreicht, die schnelles Wachstum ohne
Zunahme der Investitionen erlaubt.
Die ZMD AG prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils mehreren
Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse der ZMD
AG nach Kapazitätssicherung mit weitest möglicher Flexibilität sowie langfristiger Verfügbarkeit angepasst. Ein entsprechendes
Lieferantenmanagement ist etabliert und wird laufend den bestehenden Erfordernissen angepasst.
6.2.4. Finanzen
Durch fortwährende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der EU-Schuldenkrise sowie einer Vielzahl von Wirtschafts- und
Staatenkrisen leiten sich auch Risiken für die Finanzierungsabsicherung ab. Aufgrund des laufenden Factoringvertrages über ein
Gesamtobligo in Höhe von Mio. EUR 8 zu zinsgünstigen Konditionen ist die ZMD AG insoweit weniger anfällig für etwaige
Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft. Andererseits haben die genannten Unsicherheiten zu einem Niedrigzinsniveau geführt, an
dem die ZMD AG als Kreditnehmer entsprechend profitiert.
Die ZMD AG verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern.
Auch durch den bestehenden Factoringvertrag wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert. Grundsätzlich besteht
dennoch das Risiko von Forderungsausfällen. Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen
Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch
Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden
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Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt
grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und Erträgen in Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung
der Dollarkursentwicklung minimiert wird.
Die Gesellschaft hat 2013 und 2014 Bankkredite zur Absicherung des operativen Geschäftes sowie zur Finanzierung der
Projektentwicklungen in Höhe von insgesamt Mio. EUR 18,5 abschließen können. Abzüglich bereits geleisteter Tilgung weist die ZMD
AG zum 31. Dezember 2014 hieraus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 10,2 aus. Dem gegenüber
stehen eingeräumte aber noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 7,0. Darüber hinaus bestehen noch
weitere Möglichkeiten zur Finanzierung wie beispielsweise die Revalutierung der Projektkostenfinanzierung und die Aufstockung von
Kreditlinien. Damit ist die ZMD AG auch für 2015 entsprechend unseren Planungen ausreichend finanziert.
6.2.5. Rechtsrisiken
Strategie der ZMD AG war und ist es, keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und einvernehmlich
zu lösen. Durch eine frühzeitige Einbindung der internen Rechtsabteilung sowohl bei Vertragsabschlüssen als auch bei potentiellen
Schadens- und Streitfällen können Rechtsrisiken besser gemanagt und langfristig minimiert werden. Soweit die ZMD AG Aktivprozesse
führen muss, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende
Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Marken-schutzrechten sowie aus
Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig
geprüft und anschließend umgesetzt.
6.2.6. Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt die ZMD AG modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen
Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle. Das
konzernweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949 zertifiziert.
Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort der ZMD AG auditiert.
Um den gewachsenen Anforderungen aus der Automobilindustrie an die Produktsicherheit nachzukommen (z.B. ISO26262), hat die
ZMD AG 2014 entsprechende Prozesse im Bereich Entwicklung und Produktion neu aufgesetzt sowie zusätzliche Ressourcen hierfür
bereitgestellt.
Die von den wichtigsten Lieferanten hergestellten Produkte und Dienstleistungen, wie z.B. X-FAB und TSMC, werden in komplexe
elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten Produkte können daher unmittelbar
oder mittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Durch einen engen Kontakt zum Lieferanten und
regelmäßige Auditierung können Abläufe beim Kunden regelmäßig kontrolliert, Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkannt und deren
Eintritt vermieden werden. Diese Zusammenarbeit wird durch entsprechende vertragliche Regelungen abgesichert. Außerdem liefert
die ZMD AG aus Prinzip keine Produkte in Anwendungen mit lebenserhaltenden Funktionalitäten.
Vertragliche Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegenüber dem Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche
Regelungen gesichert. Demgegenüber werden Gewährleistungs- und Haftungsansprüche unserer Kunden unter Berücksichtigung der
konkreten Geschäftschancen und -risiken beschränkt. Es ist jedoch aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die bestehende gesetzliche
Produkthaftung gegenüber dem Konsumenten oder Dritten zu reduzieren oder auszuschließen.
Die ZMD AG sichert daher diese Risiken durch eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von Kosten
im Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung) ab.
Jedes Produkt, das die ZMD AG verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte Kontrollen. Trotz
aller Qualitätskontrollen können dennoch Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der
Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ZMD AG kommen.
7.
Prognosebericht/Ausblick
Der Fokus der ZMD AG verbleibt darauf, zum einen das Produktportfolio weiter auszubauen und eigene neue Standardprodukte zu
konzipieren, zu entwickeln und anzubieten sowie die eigene Produktdefinitionskompetenz und entsprechende Kapazitäten zu
verstärken. Einen wichtigen neuen Schwerpunkt bilden hierbei strategische Partnerschaften für Sensorik-Applikationen im
Marktsegment Consumer. Zum anderen wird die Konzentration auf langfristige Partnerschaften mit mehreren strategischen Kunden im
ASIC-Geschäft und insbesondere im Bereich Automotive beibehalten. Die in den Vorjahren ausgeweiteten Marketingaktivitäten werden
fortgesetzt.
Um die positive Entwicklung der ZMD AG weiterhin abzusichern, wird das Management die Kostensenkungsmaßnahmen und
Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement Program (PIP) wiederholt konsequent weiterführen. Diese
Maßnahmen sind ein effektiver und wichtiger Baustein zur Eigenfinanzierung und zur Schaffung von Spielraum zur Kompensation von
Ergebnis- und Cash Flow-Schwankungen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2015, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet.
Für das Geschäftsjahr 2015 wird von einer über dem Vorjahr liegenden positiven Umsatzentwicklung mit einem Zuwachs im oberen
einstelligen bzw. unteren zweistelligen Prozentbereich und somit auch über dem prognostizierten Gesamtzuwachs im Halbleitermarkt
ausgegangen. Das Management geht davon aus, dass das Umsatzniveau insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2015 wieder
deutlich ansteigen wird, da sich dann bereits die wichtigsten Wachstumsprojekte in der Hochlaufphase befinden werden.
Die Umsatzentwicklung 2014 ist unter den Erwartungen geblieben, während das Ergebnis erfreulicherweise auf dem geplanten Niveau
realisiert werden konnte, so dass nur moderate positive Wachstumsraten im Umsatz gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren.
Das Betriebsergebnis für 2015 wird deutlich über Vorjahresniveau liegen, jedoch mit der Tendenz, einen eher moderaten Zuwachs im
ersten Halbjahr zu erwirtschaften. Die hohen Investitionen in R&D werden zur Absicherung des Wachstums konsequent fortgeführt
und werden über dem Vorjahresniveau liegen.
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8. Abhängigkeitsbericht
Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Schlussfolgerung erstellt:
„Nach sorgfältiger Prüfung aller Umstände, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit
verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, erhielt die ZMD AG bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene
Gegenleistung. Maßnahmen sind auf Veranlassung oder im Interesse der jeweiligen Mehrheitsaktionärin und der mit ihr
verbundenen Unternehmen weder getroffen noch unterlassen worden."
9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Dresden, den 28. April 2015
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bilanz zum 31. Dezember 2014
AKTIVA
Vorjahr
EUR
EUR
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich
erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
748.689,00
894
2. Geschäfts- oder Firmenwert
8.344.599,00
9.537
9.093.288,00
10.431
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
56.317,00
124
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.794.707,00
6.378
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
307.180,85
87
7.158.204,85
6.589
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2.991.492,86
2.991
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
13.450.964,39
12.837
16.442.457,25
15.828
32.693.950,10
32.848
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
777.206,00
1.386
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
12.097.649,76
11.501
3. fertige Erzeugnisse und Waren
4.810.655,95
3.300
17.685.511,71
16.187
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
3.025.300,80
6.219
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
1.474.118,88
0
3. sonstige Vermögensgegenstände
1.537.001,14
1.279
6.036.420,82
7.498
III.
Guthaben
bei Kreditinstituten
3.678.622,57
6.218
27.400.555,10
29.903
C. Rechnungsabgrenzungsposten
431.788,71
117
60.526.293,91 62.868
PASSIVA
Vorjahr
EUR
EUR
TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
15.750.000,00
15.750
II.
Kapitalrücklage
22.124.985,47
30.025
III. Verlustvortrag
- -758
IV. Jahresfehlbetrag
-
-1.038
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Vorjahr
EUR
EUR
TEUR
V. Bilanzgewinn
1.300.000,00
-
39.174.985,47
43.979
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen
124.524,05
159
2. sonstige Rückstellungen
3.457.827,49
2.896
3.582.351,54
3.055
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
10.168.163,36
5.633
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
0,00
592
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.650.173,33
6.026
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
625.491,34
316
5. sonstige
Verbindlichkeiten
3.325.128,87
3.206
17.768.956,90
15.773
D. Rechnungsabgrenzungsposten
0,00
61
60.526.293,91 62.868
Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Bruttobuchwerte
Stand am
1.1.2014
Zugänge
Umgliederengen
Abgänge
Stand am
31.12.2014
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I . Immaterielle
Vermögens- gegenstände
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
9.650.551,58
170.772,11
0,00
0,00
9.821.323,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert
17.881.282,25
0,00
0,00
0,00
17.881.282,25
27.531.833,83
170.772,11
0,00
0,00
27.702.605,94
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und
Maschinen
990.218,00
0,00
0,00
261.264,00
728.954,00
2. andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
15.902.112,39
1.754.901,24
87.571,94
153.975,52
17.590.610,05
3. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
87.571,94
307.180,85
-87.571,94
0,00
307.180,85
16.979.902,33
2.062.082,09
0,00
415.239,52
18.626.744,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile
an verbundenen
Unternehmen
2.996.485,53
0,00
0,00
0,00
2.996.485,53
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
13.005.528,11
445.436,28
0,00
0,00
13.450.964,39
3. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
0,00
11.822.349,60
27.824.363,24
445.436,28
0,00
0,00
28.269.799,52
72.336.099,40
2.678.290,48
0,00
415.239,52
74.599.150,36
kumulierte Abschreibungen
Stand am
1.1.2014
Zugänge
Zuschreibungen
EUR
EUR
EUR
I . Immaterielle
Vermögens- gegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
8.756.093,58
316.541,11
0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert
8.344.598,25
1.192.085,00
0,00
17.100.691,83
1.508.626,11
0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
866.319,00
67.582,00
0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
9.524.265,39
1.398.214,18
0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
10.390.584,39
1.465.796,18
0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
4.992,67
0,00
0,00
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kumulierte Abschreibungen
Stand am
1.1.2014
Zugänge
Zuschreibungen
EUR
EUR
EUR
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
169.101,81
0,00
169.101,81
3. sonstige Ausleihungen
11.822.349,60
0,00
0,00
11.996.444,08
0,00
169.101,81
39.487.720,30
2.974.422,29
169.101,81
kumulierte Abschreibungen
Abgänge
Stand am
31.12.2014
EUR
EUR
I . Immaterielle
Vermögens- gegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
9.072.634,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
9.536.683,25
0,00
18.609.317,94
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
261.264,00
672.637,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
126.576,52
10.795.903,05
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
387.840,52
11.468.540,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
4.992,67
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00
0,00
3. sonstige Ausleihungen
0,00
11.822.349,60
0,00
11.827.342,27
387.840,52
41.905.200,26
Nettobuchwerte
Stand am
31.12.2014
Vorjahr
EUR
TEUR
I . Immaterielle
Vermögens- gegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
748.689,00
894
2. Geschäfts- oder Firmenwert
8.344.599,00
9.537
9.093.288,00
10.431
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
56.317,00
124
2.
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.794.707,00
6.378
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
307.180,85
87
7.158.204,85
6.589
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2.991.492,86
2.991
2. Ausleihungen
an verbundene Unternehmen
13.450.964,39
12.837
3. sonstige Ausleihungen
0,00
0
16.442.457,25
15.828
32.693.950,10
32.848
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse
61.146.844,56
59.510
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und
Leistungen
2.122.028,26
266
3. aktivierte Eigenleistungen
13.997,20
37
4. sonstige betriebliche Erträge
3.488.228,26
2.905
5. Materialaufwand
a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren
-17.897.888,86
-17.573
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-8.447.900,10
-7.567
-26.345.788,96
-25.140
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
-18.425.168,32
-16.696
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22

Vorjahr
EUR EUR TEUR
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
-2.828.899,61
-2.706
-21.254.067,93
-19.402
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-2.974.422,29
-3.193
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
-17.066.748,21
-15.974
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
528.961,02
528
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.487,09
13
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
0,00
-76
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
477.620,72
-316
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-816.101,72
-842
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
39.220,23
-196
15. Jahresergebnis
-776.881,49
-1.038
16. Verlustvortrag
-1.796.106,30
-758
17. Entnahme aus der Kapitalrücklage
3.872.987,79
0
18. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust)
1.300.000,00
-1.796
Anhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
I. Allgemeine Angaben
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist im Handelsregister von Dresden unter HRB 19166 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist
Dresden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, das Marketing und der Vertrieb von kunden- und
anwendungsspezifischen Schaltkreisen und Standardprodukten sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat hat am 12. Mai 2014 den Vorjahresabschluss gebilligt und damit festgestellt.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend
ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.
Die Ausleihungen werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die Entwicklungsarbeiten am
Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert. Der Fertigstellungsgrad bemisst sich am Erreichen der
vertraglich festgelegten Milestones. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich enthaltener
Entwicklungskostenzuschüsse. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten.
Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips bewertet.
In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Die Entwicklungsaufträge mit anschließender Serienproduktion werden im Rahmen der
verlustfreien Bewertung als eine Einheit angesehen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, wurden
sie zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos, von Skontoabzügen sowie Mahn- und Zinskosten wurde auf Forderungen aus Lieferungen
eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet.
Bezüglich des Ansatzes latenter Steuern nutzt die ZMD AG die Wahlrechte zum Ansatz aktiver latenter Steuern und zur Saldierung von
aktiven und passiven latenten Steuern dahingehend, dass sie den sich nach erfolgter Saldierung ergebenden Überhang aktiver
latenter Steuern nicht ansetzt. Die latenten Steuern werden nach den Grundsätzen des § 274 HGB ermittelt.
Die unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
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Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine
bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit mehr als einem Jahr Laufzeit wurden fristadäquat
abgezinst.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit diese in Fremdwährung bestehen, wurden sie zum
Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Langfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine
bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
III.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der als
gesonderte Anlage beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die Zugänge wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis über 3 Jahre für Software,
für Patente linear pro rata temporis über 10 Jahre und für die Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der Einschätzung des Vorstandes
über die Nutzungsfähigkeit über 15 Jahre linear pro rata temporis.
Finanzanlagen
Angaben zum Anteilsbesitz
Gesellschaft
Sitz
Beteiligungsquote
Eigenkapital
31.12.2014
Jahresergebnis
direkt
indirekt
31.12.2014
%
%
TEUR
TEUR
Ausland
ZMD America, Inc.
Santa Clara/USA
100,0
(1.854)
*
208
*
ZMD Fareast Limited
Hongkong
100,0
401
*
143
*
Senterra Limited
Hongkong
100,0
69
*
162
*
Shenteran Limited
Shenzen/China
100,0
162
*
44
*
ZMD Eastern Europe EOOD
Varna/Bulgarien
100,0
398
*
98
*
*
Einzelabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards
Das Eigenkapital der ZMD America, Inc., der Senterra Ltd. und der Shenteran Ltd. wurde zum Stichtagskurs (USD/EUR 1,2155) und
das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs (USD/EUR 1,3285) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Fareast Ltd. wurde zum Stichtagskurs (HKD/EUR 9,4260) und das Jahresergebnis zum Durchschnittskurs
(HKD/EUR 10,3025) in Euro umgerechnet.
Das Eigenkapital der ZMD Eastern Europe EOOD wurde zum Stichtagskurs (BGN/EUR 1,9558) und das Jahresergebnis zum
Durchschnittskurs (BGN/EUR 1,9558) in Euro umgerechnet.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind Ausleihungen an Gesellschafter in Höhe von TEUR 11.561 (Vorjahr: TEUR
11.116) enthalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Als Finanzierungsinstrument wird durch die ZMD AG weiterhin das Factoring eingesetzt. Auf Basis des zugrunde liegenden Vertrages
mit einem Höchstobligo von TEUR 8.000 verkauft die ZMD AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend den
Vertragsvereinbarungen. Die durchschnittliche Inanspruchnahme im Jahr 2014 betrug TEUR 4.485.
Zur Absicherung des Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht verkauften Forderungen
vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen weisen wie im Vorjahr Restlaufzeiten ausschließlich von bis
zu einem Jahr aus.
Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalteten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen die CommerzFactoring GmbH, Mainz, in Höhe von TEUR 1.097
aus dem Verkauf von Forderungen, Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 368, debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 5 und
sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 67.
Guthaben bei Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten enthalten Guthaben mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 290).
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Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet sonstige Vorauszahlungen im Wesentlichen für Lizenz- und Wartungsverträge in
Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 117).
Latente Steuern
Der nach Ausübung des Wahlrechts nicht angesetzte Überhang aktiver latenter Steuern (TEUR 3.361 bei Zugrundelegung eines
Steuersatzes von 31,02 %) entfällt zum weit überwiegenden Teil auf die steuerlichen Verlustvorträge.
Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 15.750 ist eingeteilt in 15.750.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 15.750.000
Stückaktien).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen,
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD Stock
Option Plans 2001.
Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 5. Dezember 2007 die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR
730.250,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen (Bedingtes Kapital II).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte und Mitarbeiter.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an für fünf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 1. Dezember 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von eigenen Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 2.124.430 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH erworben und davon 1.180.490 Stück Aktien
ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 28. Juni 2012 die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen
Aktien sowie die Anpassung der Anzahl der vorhandenen Aktien an das zu diesem Zeitpunkt bestehende Grundkapital durch Erhöhung
der Aktienzahl auf 11.800.000 unter Wahrung der bestehenden Beteiligungsverhältnisse beschlossen. Basierend auf dem am 20. Juli
2012 abgeschlossenen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über 25,1 % der Anteile an der ZMD AG erfolgte mit dem
Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 darüber hinaus eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der
bisherigen Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung um TEUR 3.950 auf TEUR 15.750 und
wurde in Form einer Bareinlage geleistet.
Mit Beschluss vom 10. Juni 2013 hat die Hauptversammlung der ZMD AG den Vorstand zum Erwerb von bis zu 712.000 Stück eigener
Aktien zum Zwecke der Einziehung ermächtigt. Auf Basis dieser Ermächtigung hat die ZMD AG mit Kaufvertrag vom 11. Juni 2013
459.311 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH sowie mit Kaufvertrag vom 25. Juni 2013 53.348 Stück Aktien vom Freistaat
Sachsen erworben. Die erworbenen Aktien wurden daraufhin vollumfänglich ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 1. Juli 2013 die Anpassung der Anzahl der vorhandenen Aktien an das zu diesem
Zeitpunkt bestehende Grundkapital durch Erhöhung der Aktienzahl auf 15.750.000 unter Wahrung der bestehenden
Beteiligungsverhältnisse beschlossen.
In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Stückaktien zum Zwecke der Einziehung ohne
Kapitalherabsetzung ermächtigt. Die ZMD AG hat daraufhin mit Kaufvertrag vom 18. Juni 2014 266.000 Stück Aktien von der Global
ASIC GmbH erworben. Die erworbenen Aktien wurden vollumfänglich ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich im Jahr 2014 wie folgt dar:
TEUR
TEUR
Grundkapital 1.1.2014
15.750
Grundkapital 31.12.2014
15.750
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 1.1.2014
10.201
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 31.12.2014
10.201
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 1.1.2014
19.824
Erwerb und Einziehung von eigenen Anteilen
-2.027
Entnahmen
– Ausschüttung für 2013
2.000
– Ausschüttung für 2014
1.300
– zum Ausgleich des Verlustvortrags und Jahresfehlbetrags
2.573
-5.873
Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB 31.12.2014
11.924
Kapitalrücklage 31.12.2014
22.125
Bilanzverlust 31.12.2013
-1.796
Jahresfehlbetrag 31.12.2014
-777
Entnahme aus der freien Kapitalrücklage zugunsten des Bilanzgewinns
3.873
Bilanzgewinn 31.12.2014
1.300
Eigenkapital 31.12.2014
39.175
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22

Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 18. Juni 2014 erfolgte bis 2013 eine Ausschüttung aus der freien
Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.000.
Für 2014 schlägt der Vorstand eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.300 vor.
Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich (TEUR 1.885; Vorjahr: TEUR 1.076) und ausstehende
Kostenrechnungen (TEUR 1.063; Vorjahr: TEUR 1.213). Daneben beinhalten weitere Rückstellungen u.a. Archivierungskosten, zu
erwartende Rechts- und Beratungskosten sowie Aufwendungen aus Gewährleistungen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:
Restlaufzeit
gesamt
31.12.2014
gesamt
31.12.2013
bis 1
Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Art der Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
2.606
7.562
0
10.168
(Vorjahr) (1.477)(4.156) (0) (5.633)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
3.650
0
0
3.650
(Vorjahr)
(6.026)
(0)
(0)
(6.026)
3.erhaltene Anzahlungen
0
0
0
0
(Vorjahr)
(592)
(0)
(0)
(592)
4. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
626
0
0
626
(Vorjahr)
(316)
(0)
(0)
(316)
5. sonstige Verbindlichkeiten
1.776
1.549
0
3.325
(Vorjahr) (1.613)(1.593) (0) (3.206)
davon aus Steuern:
366
0
0
366
(Vorjahr)
(191)
(0)
(0)
(191)
davon im Rahmen der sozialen
Sicherheit:
34
0
0
34
(Vorjahr)
(30)
(0)
(0)
(30)
8.658
9.111
0
17.769
(10.024) (5.749)
(0) (15.773)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2014
Vorjahr
TEUR
TEUR
HSH Nordbank
2.344
3.686
Deutsche Bank
7.500
1.516
Ostsächsische Sparkasse Dresden
324
431
10.168
5.633
Das Tilgungsdarlehen der HSH Nordbank in Höhe von ursprünglich EUR 4,0 Mio. hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ist im
Wesentlichen durch die Sicherungsübereignung der Vorräte besichert.
Bei der Verbindlichkeit gegenüber der Deutschen Bank handelt es sich um zwei Tranchen einer insgesamt über EUR 7,5 Mio.
abgeschlossenen Projektfinanzierung, die über eine Garantie des Europäischen Investitionsfonds abgesichert ist.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Ostsächsischen Sparkasse Dresden aus einem investitionsbezogenen Kredit sind durch
Übereignung von Anlagevermögen besichert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Mietkauf in Höhe von TEUR 2.610 (Vorjahr: TEUR 2.300) sind durch Sicherungsübereignung der
jeweiligen Sachanlagen besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 626 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen (Vorjahr: TEUR 316).
Haftungsverhältnisse
Es bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.974. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet-,
Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Wartungs- und Lizenzverträge und weisen folgende Restlaufzeiten auf:
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22

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
zwischen 1 und
5 Jahren
über 5 Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
Kfz-Leasing
170
206
0
Wartungs- und Lizenzgebühren
1.541
1.003
0
Geschäftsraummietverträge
1.219
5.799
1.592
Sonstiges
112
332
0
Gesamt
3.042
7.340
1.592
Die finanziellen Verpflichtungen für Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen Lizenz- und Wartungsverträge mit der
Synopsys International Limited, Advantest Europe GmbH und der Cadence Design Systems GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019. Der Vertrag für den
Bereich Testhouse wurde im Geschäftsjahr 2014 erneuert. Er hat eine feste Laufzeit von zehn Jahren bis einschließlich 31.12.2024.
Dieser Mietvertrag verlängert sich jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 24 Monaten zum jeweiligen
Vertragsende schriftlich kündigt.
Für die von der NanoelektronikZentrumDresden GmbH gemieteten Räumlichkeiten wurde ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr ein
neuer Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren bis einschließlich 31.12.2024 abgeschlossen. Auch dieser Mietvertrag verlängert
sich jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 24 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt.
Bezüglich nicht in der Bilanz enthaltener Geschäfte verweisen wir auf die Erläuterungen zum Factoring unter III.
IV.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Risikoübergang auf den Kunden erfolgt ist. Sie verteilen sich wie folgt auf Absatzmärkte
und Business Lines.
Nach Absatzmärkten
2014
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Inland
20.792
34,0
21.439
36,0
Ausland
40.355
66,0
38.071
64,0
61.147
100,0
59.510
100,0
Nach Business Lines
2014
Vorjahr
TEUR
%
TEUR
%
Automotive
30.032
49,1
35.249
59,2
Sensing
30.269
49,5
24.009
40,4
Power
846
1,4
252
0,4
61.147
100,0
59.510
100,0
2014 erfolgte eine organisatorische Veränderung der Business Line-Struktur. Im Hinblick auf die Vergleichbarkeit der Angaben erfolgte
eine entsprechende Anpassung der für das Vorjahr dargestellten Aufgliederung.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus F&E-Förderung in Höhe von TEUR 811 (Vorjahr: TEUR
1.188), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 688), Erträge aus Dienstleistungen in
Höhe von TEUR 591 (Vorjahr: TEUR 469), Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 70) sowie
periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 98).
Sonstiger betrieblicher Aufwand
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2014
Vorjahr
TEUR
TEUR
Betriebsaufwand
5.815
5.078
Vertriebsaufwand
8.134
7.735
Verwaltungsaufwand
2.952
2.907
Währungsdifferenzen
0 161
Übrige Aufwendungen
166
93
17.067
15.974
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2014
Vorjahr
TEUR
TEUR
Erträge aus Ausleihungen an Gesellschafter
445
445
Erträge aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen
84
83
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von
22

2014
Vorjahr
TEUR TEUR
529
528
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Position „sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" enthält keine Zinserträge von verbundenen Unternehmen.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
2014
Vorjahr
TEUR
TEUR
Abschreibung Finanzanlagen aufgrund von Währungseffekten
0
76
0 76
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten, Zinsen
für Mietkaufverbindlichkeiten und Factoringzinsen.
Ertragsteuern
Die Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern des abgeschlossenen Geschäftsjahres für die ausländischen Betriebsstätten
sowie in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 1) Steuererstattungen für zurückliegende Zeiträume.
V. Sonstige Angaben
Mitarbeiterbeteiligung – Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002, 20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals („Bedingtes Kapital I/2001") beschlossen. Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250 auf EUR 1.180.000 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007–2014) aufzulegen sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001–2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001–2014 und
2007–2014.
Die ordentliche Hauptversammlung der ZMD AG vom 1. Dezember 2010 hat die Herabsetzung des bedingten Kapitals beschlossen.
Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Hauptversammlungsbeschluss
vom 14. Juli 2010, eingetragen im Handelsregister am 9. August 2010, verringert sich die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital I
ausgegebenen Bezugsaktien auf 404.775 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital II/2007
ausgegebenen Bezugsaktien verringert sich auf 657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 wurde die Laufzeit beider Optionsprogramme bis 2016 verlängert.
Aufgrund der Einziehung der eigenen Aktien und der Anpassung des Grundkapitals durch Erhöhung der Aktienzahl (siehe auch
Ausführungen unter Punkt 27a) wurde darüber hinaus in der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 beschlossen, die Anzahl der aus
dem Bedingtem Kapital I sowie Bedingtem Kapital II ausgegebenen Bezugsaktien auf bis zu 449.750 sowie 730.250 zu erhöhen.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft, oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Im Rahmen der handelsrechtlichen Rechnungslegung ist es bisher nicht erforderlich, einen aus den Kapitalprogrammen resultierenden
Personalaufwand im Jahresabschluss der ZMD AG auszuweisen.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001–2016:
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
4. September 2002
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
20. Januar 2003
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
(Änderungsbeschluss)
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Deutschland/USA
Kalifornien
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
28. Juni 2012
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I
EUR 449.750
max. Anzahl der
Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85
(9. Juli 2001)
EUR 5,00
(Änderung des Ausübungspreises zum
4. September 2002)
EUR 5,50
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der
Optionen
– Vorstand
bis zu 33,9 %
– Management
bis zu 33,9 %
– Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale");
c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger").
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren.
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger" oder „Trade Sale" hat die Gesellschaft die Pflicht, den
Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Der Barausgleich berechnet sich
dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs für eine Aktie der
Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie
im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so entspricht der Barausgleich für jedes
ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen
festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist
kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich
der im Rahmen des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der
im Rahmen des „Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten
Umtauschverhältnisses zugrunde gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2001–2016 zum 31. Dezember 2014:
2014
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
233.000
233.000
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
Zugänge
Gewährte Optionen
Ausgeübte Optionen
Verfallene Optionen
2.000
Ausübbare Optionen
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
231.000
233.000
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2014
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Stock Option-Programm 2007–2016:
Deutschland/USA
Beschluss der Hauptversammlung
5. Dezember 2007
(Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010
(Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010
(Änderungsbeschluss)
28.
Juni
2012
(Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II
EUR 730.250
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück
Basispreis
EUR 5,00
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach
ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte nach Ablauf
von je drei Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit, die letzten
4 % somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei Monaten nach
Ablauf der Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 40,0 %
– Management
bis zu 5,0 %
– Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Optionsprogramm 2001–2016.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007–2016 zum 31. Dezember 2014:
2014
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
631.818
634.350
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
Zugänge
Gewährte Optionen
Ausgeübte Optionen
Verfallene Optionen
48.300
2.532
Ausübbare Optionen
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
583.518
631.818
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen
TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 71).
Kredite an Vorstandsmitglieder
Kredite an Vorstandsmitglieder bestehen zum Stichtag nicht.
Honorar des Abschlussprüfers
31.12.2014
31.12.2013
TEUR
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
80
80
Andere Bestätigungsleistungen
75
4
Steuerberatungsleistungen
83
42
Gesamthonorar
238
126
Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2014
Vorjahr
Angestellte
250
242
Gewerbliche Arbeitnehmer
33
34
Auszubildende
1
1
284
277
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Vorstand
Als Vorstand sind bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.) Aufsichtsratsvorsitzender
Non Executive Member of the Board of Volvo Cars Corp., Gothenburg, Geely Automobile
Holdings Ltd., Hong Kong and IMI Plc., Birmingham
Herr Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing. Dr. h.c.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls „Mobile Nachrichtensysteme" an der TU Dresden
• Herr Dr. Lothar Koniarski (Dipl.-Kaufmann)
Geschäftsführer der Dr. Vielberth Verwaltungsgesellschaft
mbH
Dresden, den 28. April 2015
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der
Buchführung und den Lagebericht der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den
Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss zum 31. Dezember
2014 der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild
von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 28. April 2015
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer
Papesch, Wirtschaftsprüferin
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Name
Bereich
V.-Datum
Zentrum
Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Information
Jahresabschluss zum
Geschäftsjahr vom 01.01.2014
bis zum 31.12.2014
14.10.2015
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bericht des Aufsichtsrates an die ordentliche Hauptversammlung über das am
31.12.2014 abgelaufene Geschäftsjahr
der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und
Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung
des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung des Vorstandes sowie die Konzernleitung
durch den Vorstand kontinuierlich überwacht.
Im Berichtszeitraum fanden insgesamt vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 24. März, 1.
Juli, 22. September und am 27. November 2014 statt. Der Vorstand informierte den
Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen umfassend und zeitnah über die Lage des
Unternehmens, die zu erwartende Entwicklung, die Unternehmensstrategie, etwaige
Abweichungen der Geschäftsentwicklung von der ursprünglichen Planung sowie über wichtige
Geschäftsvorfälle und wesentliche Einzelmaßnahmen der Gesellschaft.
Außerhalb von Sitzungen hat der Aufsichtsrat im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand
Fragen der Strategie, der Planung und der Geschäftsentwicklung erörtert und sich über den
Gang der Geschäfte sowie wichtige Geschäftsvorfälle und wesentliche Einzelmaßnahmen
informiert. Dem Aufsichtsrat ist vom Vorstand regelmäßig hierzu sowohl mündlich als auch
schriftlich berichtet worden. Zusätzlich erfolgte eine ausführliche Quartalsberichterstattung an
den Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender
Bedeutung waren, eng eingebunden. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte
der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab.
Gegenstand der Sitzungen und Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat waren auch im
Geschäftsjahr 2014 unter anderem strukturelle Änderungen.
Die in 2012/2013 im Rahmen der Neuorganisation des Bereiches Engineering neu festgelegten
Prozessstrukturen und -verantwortlichkeiten wurden weiter verfestigt.
Am Standort Dresden wurde der Mietvertrag für das Testhaus um 10 Jahre verlängert und in
Bulgarien die Designaktivitäten durch Erweiterung des Personalstamms der bulgarischen
Tochtergesellschaft ZMD Eastern Europe um 20 Ingenieure verstärkt.
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Das asiatische Joint-Venture Senterra wurde durch Übernahme der Anteile der Vapor
Technologies Limited durch die ZMD AG zu 100 % in den ZMDI-Konzern integriert.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der ZMD AG sowie der nach IFRS aufgestellte
Konzernabschluss der ZMD AG, die jeweiligen Lageberichte und der Abhängigkeitsbericht über
das am 31. Dezember 2014 abgelaufene Geschäftsjahr ist unter Einbeziehung der Gesellschaft
von der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin geprüft worden.
Diese hat am 28. April 2015 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Abschlussprüfer hat seinen Bericht über Art und Umfang sowie über das Ergebnis seiner
Prüfungen (Prüfungsbericht) dem Aufsichtsrat vorgelegt.
Die genannten Abschlussunterlagen, der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers und der
Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen
Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt.
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers zum Abhängigkeitsbericht
„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1.
die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und
2.
bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht
unangemessen
hoch
war."
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss 2014 der ZMD AG sowie
den Konzernabschluss 2014 der ZMD AG nebst den jeweiligen Lageberichten, dem
Abhängigkeitsbericht und den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und erörtert. An diesen Beratungen hat der
Abschlussprüfer teilgenommen.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat erhebt dieser keine
Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der
Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den
Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie die Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts
gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist dieser festgestellt.
Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der
des Vorstands in dessen zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht überein und hat
diese Berichte ebenfalls gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mietgliedern des Vorstandes für ihren Einsatz und ihre Leistungen
sowie die gute Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Dresden, 29.6.2015
Für den Aufsichtsrat
Carl-Peter Forster, Aufsichtsratsvorsitzender
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