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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis
zum 31.12.2013
01.10.2014
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013
1. Grundlagen des Konzerns
Der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG-Konzern, Dresden (ZMDI-Konzern), setzt sich zum 31. Dezember 2013 aus der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, der ZMD America Inc., USA, der ZMD Eastern Europe EOOD, Bulgarien, sowie der ZMD Fareast Limited,
Hongkong, zusammen.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG oder ZMDI) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland,
Grenzstraße 28. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer
Bauelemente und Baugruppen sowie von Sensoren, Mikroelektronikmodulen und Mikrosystemen, Systems on a Chip (SoC) und
Systems in a Package (SIP).
Der ZMDI-Konzern verfügt über Vertriebsbüros im US-amerikanischen Milpitas (Kalifornien), Pocatello (Idaho), Boston
(Massachusetts), in Tokio (Niederlassung in Japan), in Shenzen (China), Hsinchu (Taiwan), Seoul (Niederlassung Korea), Mailand
(Italien), Niederlassungen in München und in Stuttgart sowie über Design-Center in Varna und Sofia (beides Bulgarien), in Dresden,
München, Stuttgart und Limerick (Irland).
Die Business Lines der ZMD AG sind entsprechend den im Fokus stehenden Geschäftsbereichen strukturiert. Das Management der
Business Lines wurde verstärkt auf Business Development ausgerichtet.
Der Engineering-Bereich wurde aus den Business Lines herausgenommen und ins Technology Office verlagert. Die R & D-Aktivitäten
inklusive Ressourcenplanung sind nun im Technology Office zentralisiert und unterstehen damit der Verantwortung des Technischen
Leiters. Zusätzlich wurde zum 1. Februar 2013 die überarbeitete Entwicklungsordnung eingeführt.
Die Bereiche Operations, Logistik und Einkauf sind unter der Leitung Operations zusammengefasst; der Bereich Global Quality ist
verselbständigt und damit stärker positioniert.
2. Wirtschaftliches Umfeld
1
Nach dem leichten Abschwung im globalen Halbleitermarkt im Vorjahr mit zuletzt 291 Mrd. USD Umsatz im Jahr 2012, konnte 2013
die 300 Mrd. USD-Grenze überschritten werden, doch nicht alle Regionen haben hierzu einen Betrag leisten können.
Gemäß WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) stieg der Gesamtumsatz des Halbleitermarktes um 4,81 % auf 305,6 Mrd. USD
(Vorjahr: 291,6 Mrd. USD).
Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete der Amerikanische Markt mit 13,13 % auf 61,5 Mrd. (Vorjahr: -1,52 % auf 54,4 Mrd.
USD). Der asiatische Markt legte mit fast 12 Mrd. USD um 7,01 % auf 174,4 Mrd. USD zu, das entspricht 57,1 % des Weltmarkts
(Vorjahr: -0,64 % auf 163,0 Mrd. USD). Den größten Anteil hieran hat China mit 80,9 Mrd. USD und einem Zuwachs von 30,69 %:
damit konnte der Einbruch in 2012 mehr als wettgemacht werden (Vorjahr: -6,52 % auf 61,9 Mrd. USD).
Der europäische Markt hat den Abwärtstrend seit 2010 überwunden und konnte um 5,19 % auf 34,9 Mrd. USD wachsen und somit
seine Stellung im Weltmarkt halten. Einzig Japan verliert weiter an Bedeutung und sinkt erstmalig unter den Wert von Europa auf
11,39 % Weltmarkt-Anteil. Der japanische Markt sinkt seit 2010 kontinuierlich zuletzt um -15,25 % auf 34,8 Mrd. USD (Vorjahr: -4,30
% auf 41,1 Mrd. USD).
Die Mitglieder des WSTS erwarten in ihrer 2013Q4 Prognose ein Wachstum von 5,8 % des weltweiten Halbleitermarktes und über die
nächsten drei Jahre eine konstante Verteilung des Weltmarkts (Asien 57 %, Amerika 21 %, Japan <11 %, Europa >11 %). Für Japan
speziell wird eine leichte Erholung prognostiziert (2014: 35,5; 2015: 36,3 und 2016: 37,1 Mrd. USD), allerdings wird nicht erwartet,
dass sie ihre Stellung im Weltmarkt hinter Europa verlassen werden.
1
Quellen:
(1) WSTS Blue Book History 1991 To Date (bbhist2013)
(2) WSTS Taiwan Forecast Q4 Update - Excel File (2013 Taipei Forcast Q4 Update TAI FINAL Q4Update)
3. Signifikante Entwicklungen des ZMDI-Konzerns und der Produktlinien (Business Lines) im Geschäftsjahr 2013
Der ZMDI-Konzern erzielte 2013 einen Umsatz von Mio. EUR 59,5 (Vorjahr: Mio. EUR 61,2).
Damit verringerte sich der Konzernumsatz leicht mit 2,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Der Umsatz der Business Line Sensing & Automotive lag in 2013 mit Mio. EUR 51,6 4,6 % unter Vorjahresniveau. Dabei wirkte sich
die in 2013 weiterhin anhaltende Schwäche des europäischen Automobilmarktes negativ auf die Umsätze in diesem Anwendermarkt

aus. Als positiv ist jedoch zu vermerken, dass in 2013 einer der weltweit größten Lieferanten von Drucksensoren für die internationale
Automobilindustrie als Kunde gewonnen werden konnte. Der Ausbau des Standardproduktgeschäftes im Bereich Sensorik für die
Marktsegmente Industrial und Medical konnte vorangetrieben und damit einhergehend ein Umsatzwachstum von 3,8 Mio. EUR oder
knapp 30 % im Vergleich zum Vorjahr in diesem Bereich erzielt werden. Die Business Line Sensing & Automotive hat seit 2012 den
Bereich Sensorik in Mobilen Geräten wie Smart Phones und Tablets als neuen zusätzlichen Markt erkannt und intensiv strategisch
bearbeitet. Gezielt wurde in 2013 die Entwicklung geeigneter Schaltkreis-Produkte vorangetrieben und zeitgerecht abgeschlossen
sowie eine neue Kundenbasis mit namhaften weltweit tätigen OEMs aber auch starken regionalen Partnern — insbesondere im
asiatischen Raum — aufgebaut. Obwohl diese Produkte für Sensoren in Mobilen Geräten in 2013 noch nicht wie geplant in Umsätze
gebracht werden konnten, birgt dieses Marktsegment sehr gute Chancen, mit innovativen Lösungen zukünftiges Wachstum für die
Business Line Sensing & Automotive zu generieren.
Die Fokussierung der Business Line Power & Analog auf Power hat zu ersten Erfolgen geführt. Wir konnten in 2013 drei große Design
Ins im Power Management gewinnen und ein Kundenprojekt in Produktion überführen.
Wir haben die ersten Muster unserer 2. Produktgeneration an zwei Key Accounts ausliefern können. Die ersten Tests bei beiden
Kunden mit den ersten Mustern sind bis jetzt fehlerfrei und positiv verlaufen.
Mit einem unserer Leitkunden haben wir ein zweites Projekt mit einer kundenspezifischen Lösung gewonnen und mit der
Implementierung begonnen. Nennenswertes Volumen wird ab Mitte 2015 erwartet.
Auf der operativen Seite haben wir unser weltweit führendes Support Team weiter verstärkt.
Diese Maßnahmen haben zum Turnaround in der BL Power & Analog geführt. Nachdem in den letzten Jahren die meisten „alten"
Projekte ausgephast wurden, ist in 2013 der Umsatz bei gleichbleibend hohen Margen um 16 % gegenüber dem Umsatz 2012
gestiegen. Für 2014 sind ein weiteres Wachstum und weitere Projekte mit Leitkunden im Bereich Power zu erwarten.
Der Mitarbeiterstand des ZMDI-Konzerns (einschließlich Auszubildenden) betrug im Jahresdurchschnitt 2013 352 Mitarbeiter (323
Mitarbeiter im Vorjahr).
3.1. ZMD AG
Auch 2013 hat die ZMD AG weitere Anstrengungen unternommen, insbesondere im Bereich Marketing und Sales, um den Ausbau des
Standardproduktegeschäftes und des US-amerikanischen Marktes voranzutreiben. Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik
sowie im neuen Bereich des digitalen Power Managements erstellt. Darüber hinaus gibt es weitere Produkte für Industriekunden.
Die Ausrichtung liegt auf „enabling energy efficiency", also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energieeffizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und erfährt durch die
neue Ausrichtung in der Sensorik und im Bereich Power Management sowohl eine gesellschaftlich als auch geschäftlich hohe
Akzeptanz.
Um den Bereich Power Management weiter zu stärken, wurden die Designstandorte Limerick (Irland) und München ausgebaut und die
BL unter eine neue Führung gestellt. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres erfolgte außerdem eine Reorganisation der Business
Lines Sensing & Automotive sowie Power & Analog entsprechend der im Fokus stehenden Geschäftsbereiche in die (I) BL Power, (II)
BL Sensing und (III) BL Automotive.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG ist seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Firmen mit diesem
Geschäftsmodell übernehmen Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbst
definierte Produkte, die als Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD FAREAST Limited Hongkong gegründet, an der
sie zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra
Limited.
Seit Ende 2010 unterhält die ZMD AG ein Vertriebsbüro in Korea und hat sich damit einen besseren Zugang zu dem dortigen
Wachstumsmarkt verschafft.
Die ZMD AG unterhält zudem seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche
Vertriebspräsenz zu gewährleisten.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft,
der ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien. Mit dieser Maßnahme sollen mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt
gesenkt werden. Die ZMD Eastern Europe wurde am 27. Februar 2008 ins Handelsregister Varna eingetragen. Ein weiteres Büro der
ZMD Eastern Europe wurde im Dezember 2012 in Sofia mit 10 neuen Mitarbeitern eröffnet.
Weiterhin hält die ZMD AG seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
3.2. ZMD Eastern Europe EOOD
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden weitere 3 Mitarbeiter eingestellt, so dass im
Büro in Varna zum Jahresende bereits 36 Mitarbeiter beschäftigt waren und 12 Mitarbeiter im Büro in Sofia. In 2014 werden wir in
Sofia weitere Büroflächen anmieten, um weitere Mitarbeiter im Bereich Software und Design beschäftigen zu können.
3.3. ZMD America Inc.
Die ZMD America Inc. wies 2013 ein positives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,2 (Vorjahr: Mio. EUR 0,1) aus. Auch 2013 stand
vorrangig im Zeichen des weiteren Ausbaus der Vertriebs- und Marketingaktivitäten in Nordamerika. Die ZMD America Inc.
beschäftigte zum Jahresende 26 Mitarbeiter. Die Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert.
3.4. Geschäftsverlauf nach Produktsegmenten und geographischen Märkten

Umsatzerlöse der Produktsegmente
2013
2012
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Exklusivprodukte 38,1 64,0 43,5 71,2
Standardprodukte 21,4 36,0 17,7 28,8
59,5
100,0
61,2
100,0
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
2013
2012
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Inland 21,4 34,0 20,8 34,0
Ausland 38,1 66,0 40,4 66,0
59,5
100,0
61,2
100,0
3.5. Produktentwicklung
ZMDI hat im Jahr 2013 bewiesen, dass marktgerechte Produktentwicklungen zielgenau entwickelt und geliefert werden können und
damit die Time-to-Market Anforderungen unserer Kunden erfüllt werden. Den wichtigsten Beitrag dazu hat die in 2012 begonnene
Umstrukturierung der Entwicklungsorganisation und der Entwicklungsprozesse gegeben. Dieser Neuausrichtungsprozess wurde im
Jahr 2013 weiter geführt, um effektiv und schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können. ZMDI wird schon im Jahr 2014
positive Effekte dieser Neuausrichtung vorweisen können.
ZMDI hat in 2013 in enger Zusammenarbeit mit den Produktionspartnern für den Automobilmarkt wichtige Entwicklungsprozesse zur
Erweiterung des bestehenden Technologieportfolios durchgeführt und abgeschlossen und damit neue Technologieknoten für die
Produktentwicklung für den Automobilmarkt für sich exklusiv erschlossen. Damit ist es möglich, bei Neuentwicklungen sowohl
technologisch als auch kommerziell attraktive Produkte zu entwickeln und einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. In 2013 hat die ZMDI
durch diesen technologischen Vorsprung neue Kunden im Automobilsektor gewinnen können.
Package und Modultechnologien bleiben auch weiterhin ein wichtiger Faktor bei der Produktentwicklung. Durch die Integration von
Komponenten in ein Package konnte ZMDI in 2013 easy-to-use Produkte mit Partnern entwickeln. ZMDI konnte damit Kunden
Komplettlösungen anbieten, die am Markt nicht verfligbar sind. Die Kompetenz in der Entwicklung von 2D und 3D
Integrationstechnologien wurde weiter gestärkt und ZMDI wird dies in 2014 in besonderem Maße weiter verfolgen. Hierbei setzt ZMDI
auf ein starkes Partnernetzwerk und auf Eigenentwicklungen.
2013 konnte ZMDI im aussichtsreichen Power Management neue Produktfamilien am Markt platzieren, die sich durch ihre Performance
und durch ihre flexible Adaptierbarkeit von den Produkten der Konkurrenz unterscheiden. Durch intelligent angepasste
Softwarelösungen zur Unterstützung des Design-in-Prozesses bei den Kunden verschafft sich ZMDI einen strategischen Vorteil. ZMDI
hat in 2013 die Digital-Power Technologie weiter voran entwickelt, neue nano-meter Technologieknoten für Digital-Power Produkte
erschlossen und durch ein großes Patentportfolio unterstützt. Damit platziert ZMDI Digital-Power neu und verschafft sich eine
exzellente Ausgangsposition im integrierten Digital-Power Management Chip Markt.
3.6. Energieeffizienz
3.6.1. Klimabericht des Weltklimarats
Im Oktober 2013 hat der Weltklimarat IPCC den fünften Sachstandsbericht veröffentlicht. Die Kernaussagen sind
(http://www.de-
ipcc.de/ media/IPCC AR5 WGI Kernbotschaften 20131008.pdf):
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Luft im weltweiten Durchschnitt um 0,85 Grad erwärmt, Schnee und Eis sind in
erheblichem Maße geschmolzen, der Meeresspiegel ist seither um 20 Zentimeter gestiegen, im Einklang mit pessimistischen
UNO-Prognosen.
Bei vielen extremen Wetterereignissen wurden Veränderungen beobachtet. So hat die Zahl der kalten Tage und Nächte
abgenommen und die der warmen Tage und Nächte seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts zugenommen. In Europa, Asien
und Australien traten häufiger Hitzewellen auf Die Starkregenereignisse in Nordamerika und Europa sind häufiger und
intensiver geworden.
Der Bericht gibt für den mittleren Temperaturanstieg gegenüber vorindustriellen Bedingungen gegen Ende dieses
Jahrhunderts eine Bandbreite von 0,9 bis 5,4 °C an — je nachdem welches CO
2
-Szenario eintreten wird.

image
image
Es ist extrem wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss die Hauptursache der Erwärmung seit Mitte des vergangenen
Jahrhunderts ist (Wahrscheinlichkeit > 95 %).
Die Hauptursache der Erwärmung ist die Freisetzung von Treibhausgasen, insbesondere von Kohlendioxid. Dessen Konzentration ist in
der Atmosphäre heute so hoch wie noch nie zuvor in den zurückliegenden 800 000 Jahren. Ein ungebremster Ausstoß von
Treibhausgasen könnte das Klimasystem derart verändern, wie dies in den vergangenen hunderttausenden Jahren nicht
vorgekommen ist. Soll die globale Erwärmung auf einem bestimmten Niveau begrenzt werden, so sind dafür erhebliche Minderungen
der Treibhausgasemissionen notwendig.
Das eindeutige Ziel des ZMDI-Konzerns ist, an der notwendigen Minderung der Treibhausgasemissionen mitzuhelfen.
3.6.2. Auszeichnungen des ZMDI-Konzerns für seine Aktivitäten im Bereich der Energieeinsparung
Dieses Jahr erhielt die ZMD AG zum zweiten Mal den Environmental Best Practice 2013 Green Apple Award
2
. Die Auszeichnung
erfolgte für seine innovative Lösung zur Überwachung der KFZ-Batterie. Der IBS-Chip von ZMDI (Intelligent Battery Sensor)
überwacht die KFZ-Batterie und ermöglicht somit den Einsatz der Start-Stopp-Funktionalität im KFZ. Dabei rechnet man mit einer
Reduktion des Kraftstoffverbrauchs von ca. 8 %
3
.
Am 8. Oktober 2013 erhielt die ZMD AG den „Best Company for Innovation and Sustainability Award", vergeben durch die
International Alternative Investment Review (IAIR
4
) Zeitung. Basierend auf einer Umfrage von 56.000 Teilnehmern und nachfolgender
Wertung durch das IAIR Comitee wurde ZMDI für diese Auszeichnung ausgewählt.
Des Weiteren hat sich die ZMD AG Ende Dezember mit seinem innovativem Produkt für den Energy Technology Award der EE Times
und EDN beworben
5
. Die Entscheidung wird im April 2014 erfolgen.
Der in 2012 im amerikanischen Fernsehen gezeigte Bericht über den Beitrag der ZMD AG zum Klimaschutz (siehe auch letztjähriger
Lagebericht) wurde von den Kunden und Partnern mit außerordentlichem positivem Feedback gewürdigt.
6
2
http://zmdi.com/news/zmdi-honored-be-recipient-environmental-best-practice-2013-award-year%E2%80%99s-green-apple-awards
3
http://www.fueleconomy.gov/feg/tech
engine more.shtml
4
http://www.iairawards.com/
5
http://ubm-ace.com/
6
http://www.youtube.com/watch?v=YitSMlwWLpU
3.6.3. Kultur
Um die Mitarbeiter zur täglichen Energieeinsparung zu motivieren und auch den „Energy Efficiency" Gedanken innerhalb des ZMDI-
Konzerns neben den bisherigen Maßnahmen weiter zu vertiefen, gibt es seit August 2013 die monatliche „Energy Efficiency
Challenge". Hierbei werden Mitarbeiter ausgezeichnet, die in dem entsprechenden Monat besonders zur Reduktion von CO
2
-Gas oder
zu einer energieeffizienten Lösung beigetragen haben. Es wird ein kurzer Videofilm über diese Maßnahme gedreht und auf der
Webseite ZMD AG präsentiert.
7

Die Vision des ZMDI-Konzerns „To be first choice in analog mixed signal solutions enabling energy efficiency" wird mit diesen Videos
innerhalb des ZMDI-Konzerns weiter verwurzelt und kulturell wahrgenommen.
7
http : //zmdi. com/zmdi-tv
3.6.4. Neue Produkte
In den letzten Jahren wurden durch den ZMDI-Konzern vor allem Produkte zur Energieeinsparung für das automotive Umfeld in den
Markt eingeführt. Ein weiterer Bereich war der Mobiltelefonmarkt (Ambient Light Sensing), als auch die Ansteuerung von LEDs, die alle
einen erheblichen Einfluss auf die Energiebilanz und den Ausstoß von CO
2
haben.
Im Jahre 2013 hat die ZMD AG eine Reihe von Produkten im Bereich „Digital Power" in den Markt eingeführt. Mit seinen „Digital
Power" Produkten ermöglicht der ZMDI-Konzern seinen Kunden, ihre Strom-/Spannungsversorgungssysteme (Power Systems) ihrer
Produkte hinsichtlich der Energieeffizienz zu optimieren. Die kürzlich in den Markt eingeführten ZSPM1025 und ZSPM1035 digitalen
Power Controller, kombiniert mit den DRMos Bausteinen der ZMDI, bieten die besten Lösungen für Systeme mit Anforderungen für die
Stromversorgungen von 25A und 35A. Die Flexibilität dieser Produkte erlaubt es den Kunden, ihr Versorgungskonzept auf die jeweilige
Anwendung zu optimieren. Durch den Einsatz der „Digital Power" Produkte von ZMDI geht man von einer Reduktion des
Energieverlustes um 2 % — 5 % aus.
Die Serverfarmen von Google und Youtube benötigen alleine über 2,5 Milliarden Kilowattstunden. Eine Effizienzsteigerung von nur 0,2
% (Energieverlust im Server ca. 10 %, um 2 % reduziert) würde hier bereits zu einer Einsparung von ca. 5 Millionen Kilowattstunden
führen. Dies entspricht einer Reduzierung des CO
2
-Ausstoßes von ca. 3,5 Millionen Kilogramm.
8
Auch eine nur geringe Reduktion der
Verlustleistung bewirkt neben der eigentlichen Stromeinsparung auch eine Reduktion der notwendigen Kühlleistung.
Dies sind nur Beispiele, wo es durch die innovative Technologie von ZMDI zu erheblichen Energieeinsparungen und der damit
verbundenen Reduktion des CO
2
-Ausstoßes kommen kann. Der Einsatzbereich von digitalen Stromversorgungssystemen ist aber noch
wesentlich weitreichender wie zum Beispiel in den Anwendungen in Netzwerkgeräten, Telekommunikationsgeräten, FPGA und DSPs.
8
Based on the calculation of the US Environmental Protection Agency
(www.epa.gov/cleanenergy/energy-resources/calculator.html).
The Greenhouse Gas Equivalencies Calculator of the "US Environmental Protection Agency" uses the Emissions & Generation Resource
Integrated Database (eGRID) U.S. annual non-baseload CO
2
output emission rate to convert reductions of kilowatt-hours into avoided
units of carbon dioxide emissions.
3.6.5. A Greener Future Under A Pink Umbrella
Nachdem das Jahr 2013 unter dem Slogan „Pinkify the World" stand, steht das Jahr 2014 unter dem Thema „A Greener Future Under
A Pink Umbrella". Diese „Message" betont weiter die Mission von ZMDI, Produkte zu entwickeln, die ihren Kunden energieeffiziente
Lösungen ermöglichen. Das Thema 2014 beinhaltet die Botschaft, dass unsere Produkte nicht nur im automobilen Bereich, sondern
auch in den Bereichen IT, Medizintechnik, „weiße Ware" und Consumer erheblich zu Energieeinsparungen beitragen. Der „Pink
Umbrella" steht für die globale Ausrichtung des ZMDI-Konzerns „for A Greener Future" sowie dafür, dass die technische Expertise des
ZMDI-Konzerns in praktisch jedem Industriebereich eingesetzt werden kann, um energieeffiziente Produkte zu entwickeln.
3.7. Qualitäts- und Umweltmanagement
Der ZMDI-Konzern unterhält ein integriertes, jährlich rezertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Im Dezember 2013 absolvierte die ZMD AG erfolgreich das Überwachungsaudit zur Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004.
Die ZMD AG nimmt an dem IMDS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs- bzw. REACH-
konform sind.
Qualitätsmanagement:
Im Juli 2013 erfolgte die Rezertifizierung der ZMD AG nach dem Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2009.
Um der strategischen Konzernausrichtung und deren Umsetzung in eine effiziente Ablauforganisation noch besser Rechnung tragen zu
können, hat der ZMDI-Konzern 2011 sein Business Process Management vollkommen neu definiert. Das prozessorientierte
Management konnte auch 2013 erfolgreich weitergeführt werden.
Nach Umstrukturierung der Prozesslandschaft wurden alle Prozesse und deren Verknüpfungen und Wechselwirkungen in mehreren
Audits auf Wirksamkeit überprüft. Der Prozessansatz, wie sie durch die Automobilindustrie gefordert wird, wurde mit der Bewertung
„ausgezeichnet" umgesetzt.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2013 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six-Sigma-Initiative, eine konzernweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, seit 2007 mit Schwerpunkt auf
Design for Six Sigma und Lean Processes, wurde im Jahre 2004 gestartet und auch im Geschäftsjahr 2013 weiter fortgesetzt.
Zusätzlich wurden weitere Elemente der LEAN-Methodik zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette aufgenommen.
Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde 2013 für den Konzern das 2011 eingeführte einheitliche
Dokumentenmanagementsystem (DMS) weiter ausgebaut.
4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
4.1. Ertragslage des ZMDI-Konzerns

Das Betriebsergebnis des ZMDI-Konzerns reduzierte sich von Mio. EUR 2,0 im Vorjahr um Mio. EUR 2,4 auf Mio. EUR -0,4 im Jahr
2013. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf verringerte Umsatzerlöse und gestiegene Abschreibungen auf kapitalisierte
Entwicklungskosten zurückzuführen. Der Umsatzrückgang resultiert vornehmlich aus der weiterhin anhaltenden Schwäche auf dem
europäischen Automobilmarkt. Aufgrund der im 4. Quartal 2013 durchgeführten verschiedenen Kosteneinsparungsmaßnahmen, die
auch einen Bonusverzicht auf allen Managementebenen weltweit umfassten, hat sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr
trotz eines Zuwachses um 29 Mitarbeiter nur geringfügig um Mio. EUR 0,2 erhöht.
Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen nur marginal um Mio. EUR 0,2 angestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 2,6 liegen um Mio. EUR 0,2 über dem Vorjahr und beinhalten im
Wesentlichen Fördererträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.
Der Materialaufwand von Mio. EUR 23,4 liegt trotz leicht gesunkener Umsätze nahezu auf dem Vorjahresniveau, bedingt durch leichte
Verschiebungen im Produktmix.
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr konstant gehalten werden und betrugen Mio. EUR 11,9.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen planmäßig aufgrund von höheren
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,5 auf Mio. EUR 5,4.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund von deutlich rückläufigen Zinsaufwendungen von Mio. EUR -0,5 im
Vorjahr auf Mio. EUR 0,3 in 2013. Vor dem Hintergrund der zu Beginn des 3. Quartals des Vorjahres erfolgten Tilgung der
Genussrechtsverbindlichkeiten sanken die Zinsaufwendungen von Mio. EUR 1,2 auf Mio. EUR 0,3. Nach Berücksichtigung der Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. EUR 1,8, die zum weit überwiegenden Teil latenten Steueraufwand betreffen, ergibt
sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR 1,9 gegenüber einem Jahresüberschuss in Höhe von
Mio. EUR 0,2 im Vorjahr.
Der ZMDI-Konzern hat auch im Jahr 2013 mit Mio. EUR 17,6 (Vorjahr: Mio. EUR 18,7) erheblich in Forschung und Entwicklung und
damit in die Einführung neuer Technologien und Produkte investiert. Die Höhe der gemäß IAS 38.10 ff. aktivierten Entwicklungskosten
beträgt Mio. EUR 2,4 (Vorjahr: Mio. EUR 2,3) und die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf Mio. EUR
3,4 (Vorjahr: Mio. EUR 2,1).
4.2. Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 marginal um 2,2 % auf Mio. EUR 59,7. Das Anlagevermögen in Höhe
von Mio. EUR 24,9 bewegt sich nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 25,2). Zum einen erhöhten sich
aufgrund von weiteren Investitionen in Test- und Laborequipment das Sachanlagevermögen um Mio. EUR 0,5 sowie aufgrund
planmäßiger Zinsstundung die Ausleihungen an Gesellschafter und somit die Finanzanlagen um Mio. EUR 0,5. Zum anderen
verringerten sich im Wesentlichen abschreibungsbedingt die immateriellen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 1,3 gegenüber dem
Vorjahr.
Zur Absicherung der Lieferfähigkeit erhöhten sich vor dem Hintergrund der Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim
Hauptlieferanten X-FAB die Vorräte von Mio. EUR 15,3 um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR 16,4.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Factoringinanspruchnahme im
Dezember 2013 von Mio. EUR 2,8 auf Mio. EUR 6,3.
Die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich leicht von Mio. EUR 6,7 auf Mio. EUR 6,4. Der zum Ende des vorangegangenen
Geschäftsjahres ausgewiesene Wertpapierbestand wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr vollständig veräußert.
Den Vermögenswerten in Höhe von Mio. EUR 59,7 steht Eigenkapital in Höhe von Mio. EUR 40,5 gegenüber. Die Eigenkapitalquote der
Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2013 somit überdurchschnittliche 67,8 % (Vorjahr: 79,1 %). Die Veränderung resultiert
insbesondere aus dem im Geschäftsjahr 2013 durchgeführten Aktienrückkauf in Höhe von insgesamt Mio. EUR 3,9. Auf Basis der
Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 10. Juni 2013 hat die ZMD AG mit Kaufvertrag vom 11. Juni 2013 459.311 Stück
Aktien von der Global ASIC GmbH sowie mit Kaufvertrag vom 25. Juni 2013 53.348 Stück Aktien vom Freistaat Sachsen erworben.
Die erworbenen Aktien wurden daraufhin vollumfänglich ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die kurzfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 1,0 auf Mio. EUR 3,2 im
Wesentlichen aufgrund geringerer Rückstellungen für Personalverpflichtungen.
Die Gesellschaft hat 2013 Bankkredite zur Absicherung des operativen Geschäftes sowie zur Finanzierung der weiteren
Projektentwicklungen abschließen können. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch deren
Inanspruchnahme um Mio. EUR 5,1 auf insgesamt Mio. EUR 5,6.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Bilanzstichtag auch vor dem Hintergrund des Bestandsaufbaus
an 6"-Wafern von Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 6,1 erhöht. Im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Test
- und Laborequipment erhöhten sich auch die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing um Mio. EUR 0,8 auf
insgesamt Mio. EUR 2,3.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank von im Vorjahr Mio. EUR 5,5 auf Mio. EUR 2,6 im Wesentlichen aufgrund des
Umsatzrückgangs sowie des erforderlichen Bestandsaufbaus von 6"-Wafern im Zuge der Produktionsumstellung unseres
Hauptlieferanten. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR 2,9 (Vorjahr: Mio. EUR 3,5). Er beinhaltet im
Wesentlichen den planmäßigen Mittelabfluss für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.
Der im Vorjahr noch mit Mio. EUR -1,1 negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr
verbessert werden und erreicht einen ausgeglichenen Stand (Mio. EUR 0). Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit sind durch die
genannte Inanspruchnahmen von Bankkrediten in Höhe von Mio. EUR 5,5 enthalten. Die Mittelabflüsse hingegen betreffen den
Rückkauf eigener Aktien in Höhe von Mio. EUR 3,9, Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR 0,3 sowie die Tilgung von Kredit- und von
Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von Mio. EUR 1,3.

Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsjahres 2013 einen positiven Saldo von Mio. EUR 6,1 gegenüber Mio. EUR 6,4
im Vorjahr aus. Darüber hinaus stehen der ZMD AG zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von
Mio. EUR 8,5 zur Verfügung.
Trotz der verhaltenen Umsatzentwicklung und des durchaus als schwierig einzustufenden wirtschaftlichen Umfeldes in 2013 kann die
wirtschaftliche Lage des ZMDI-Konzerns somit zusammenfassend weiterhin als stabil bezeichnet werden.
5. Risiko- und Chancenbericht
5.1. Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des ZMDI-Konzerns verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und
Verantwortungshierarchie. Beim ZMDI-Konzern wurden 14 bzw. nach der Reorganisation der Business Lines 16 Unternehmensbereiche
identifiziert (12 bzw. 14 in der ZMD AG zzgl. der Unternehmensbereiche ZMD America und ZMD Eastern Europe), deren jeweilige
Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich liegenden Risiken verantwortlich sind. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und
Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft
berichtet. Das Risikomanagementsystem wurde mit Unterstützung der SMR — Strategische Management- und Risikoberatungs GmbH
entwickelt, indem die unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem
Informationssystem der SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle
und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) anerkannt.
5.2. Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des ZMDI-Konzerns in Risikobereiche werden
Risikokategorien abgebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
5.2.1. Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren.
Der ZMDI-Konzern hat sich bei strategischen ASIC-Kunden durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein Wettbewerber
mitliefert und damit der preisliche Druck geringer ausfällt. Zudem konnte die Anzahl der Strategischen ASIC-Kunden im
Automobilgeschäft erhöht und auch dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Kunden vermindert werden.
Erklärte Strategie des ZMDI-Konzerns ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten sowohl im ASIC-Geschäft als auch im Bereich
der Standardprodukte mit den jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell
schwierigen Zeiten einen hohen Marktanteil halten.
Trotz des Fokus auf Standardprodukte verbleibt es bei der Aufteilung des Produkt-Portfolios des ZMDI-Konzerns in die zwei weiterhin
im Wesentlichen gleichstarken Segmente ASIC und Standardprodukte als auch bei der Diversifizierung der Anwendungsgebiete in u.a.
Automotive, Consumer- und Industrieanwendungen mit jeweils unterschiedlichen Risikocharakteristika. Diese Faktoren sind
wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment Standardprodukte das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die
Kenntnis über Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu
können. Weiterhin ist das Preisrisiko bei Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASICs. Dies
gilt insbesondere auch in Phasen, in denen der Halbleitermarkt rückläufig ist. Die Standardprodukte sind teilweise austauschbar und
stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck. Die verstärkte Konzentration auf Consumerprodukte erhöht zudem die
Volatilität des ZMDI-Konzerns am Markt. Demgegenüber bieten die Standardprodukte höhere Wachstumschancen gegenüber ASICs.
Durch die zusätzliche Konzentration auf Resell-Produkte können zudem Entwicklungskosten gespart und das Produktprogramm
schneller breit aufgestellt werden. Damit ist wiederum das Produktportfolio des ZMDI-Konzerns für den Vertrieb durch weltweit
agierende Distributoren von größerem Interesse und erhöht damit das Umsatzpotential in diesem Bereich. Außerdem kann hierdurch
auch die Nachfrage nach weiteren, eigenen Produkten generiert werden.
Die Vertriebsorganisation des ZMDI-Konzerns wurde mit Schwerpunkten in Korea und Nordamerika weiter ausgebaut und gestärkt.
Nach der territorialen Neustrukturierung des Vertriebs in den USA 2011 liegt weiterhin der Fokus auf der Key-Account Expansion.
Durch die Aufteilung der Key-Accounts nach Regionen ist die Nähe zum Kunden durch direkten Appliktions-Support gewährleistet. Zur
Unterstützung der Kunden bei Design-Ins wurden außerdem Applikationslabore in Milpitas, Seoul und München eingerichtet.
5.2.2. Forschung und Entwicklung (F & E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesignprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf
neuer Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die
Umsatz- und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von
angezahlten Entwicklungsgeldern führen.
Projektmanagement und Ressourcenplanung wurden auch während des Geschäftsjahres 2013 weiterentwickelt und reorganisiert, um
den inhaltlichen, zeitlichen und monetären Ablauf der Projekte gemäß den verabschiedeten Projektplänen sicherzustellen. Die
Ursachen für vorliegende Verzüge in Entwicklungsprojekten wurden identifiziert und entsprechende technische sowie organisatorische
Maßnahmen hieraus abgeleitet. Weiterhin sind Maßnahmen ergriffen und verstärkt worden, um das in der Produktentwicklung
vorhandene Know-how für eine effizientere Entwicklungsarbeit besser zu vernetzen. Das Programm „Faktor 2" zur Verbesserung der
Effizienz in der Produktentwicklung wird fortgesetzt und verstärkt. Das Ziel dieses Programms ist es, die Zeit von der Produktidee bis
zur Markteinführung und die Entwicklungskosten zu halbieren und damit das Risiko deutlich zu reduzieren.

Das „1st Time Right in Time"-Programm zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und Beschleunigung der
Entwicklungsprozesse wurde weitergeführt und verschärft.
Es konnte die Verbesserung des Projektmanagements, die Verstetigung regelmäßiger Projektreviews, die Verbesserung des
Reportings und Überwachung der KPIs durch Einführung eines neuen Entwicklungsplanungstools für R & D zur Prüfung und
Sicherstellung der Einhaltung von Entwicklungsplänen durch das Technology Office erreicht werden. Zusätzlich durch die Einführung
der neuen Entwicklungsordnung zum 1. Februar 2013 und die Zentralisierung der Ressourcenplanung im Technology Office können
Projektverzüge und damit Entwicklungskosten weiter reduziert werden. Damit wird eine verbesserte Time-to-market Performance
erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit des ZMDI-Konzerns gestärkt.
5.2.3. Produktion
Weiterhin besteht neben dem Risiko der Abhängigkeit von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern das Risiko, dass
Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie durch
verfehlte Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in
Zeiten besonders starken Wachstums sowie im Rahmen der Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-
FAB auftreten. Der ZMDI-Konzern muss in derartigen Fällen mit erhöhter Lagerhaltung und möglicherweise ungeplanten Investitionen
reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Der ZMDI-Konzern investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese
Risiken zu managen. Die bestehende, langfristige Zusammenarbeit mit dem zweiten Wafer-Lieferanten (TSMC) wurde weiter gestärkt.
Außerdem konnten in 2013 weitere Lieferanten erfolgreich aufgebaut und qualifiziert werden, um eine breitere Lieferbasis sowie im
Bereich Assembly einen Second-Source Lieferanten zu haben. Im Übrigen konzentriert sich die Auswahl der Lieferanten auf Partner
mit mehreren eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall als Second Source. Damit
wird auch eine Skalierbarkeit erreicht, die schnelles Wachstum ohne Zunahme der Investitionen erlaubt.
Der ZMDI-Konzern prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils mehreren
Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. Entsprechende langfristige Verträge wurden an die Bedürfnisse des ZMDI
-Konzerns nach Kapazitätssicherung mit weitest möglicher Flexibilität sowie langfristiger Verfügbarkeit angepasst. Ein entsprechendes
Lieferantenmanagement ist etabliert und wird laufend den bestehenden Erfordernissen angepasst.
5.2.4. Finanzen
Durch die andauernden Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschafts- und Staatenkrise leiten
sich Risiken bei der Finanzierungsabsicherung ab.
Aufgrund des laufenden Factoringvertrages über ein Gesamtobligo in Höhe von Mio. EUR 8 zu zinsgünstigen Konditionen ist der ZMDI-
Konzern insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise ausgelösten Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Der ZMDI-Konzern verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch den bestehenden Factoringvertrag wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert.
Grundsätzlich besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem
durch verstärkte Erschließung von Materialquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten
Verträgen mit Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu
erwartenden Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen Natural Hedge von Aufwendungen und
Erträgen im Dollar an, womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung minimiert wird.
Die Gesellschaft hat 2013 Bankkredite zur Absicherung des operativen Geschäftes sowie zur Finanzierung der Projektentwicklungen in
Höhe von Mio. EUR 14 abschließen können, wovon Mio. EUR 5,5 ausgenutzt wurden. Damit ist der Konzern auch für 2014 ausreichend
finanziert.
5.2.5. Rechtsrisiken
Strategie des ZMDI-Konzerns war und ist es, keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend und
einvernehmlich zu lösen. Durch eine frühzeitige Einbindung der internen Rechtsabteilung sowohl bei Vertragsabschlüssen als auch bei
potentiellen Schadens- und Streitfällen können Rechtsrisiken besser gemanagt und langfristig minimiert werden. Soweit der ZMDI-
Konzern Aktivprozesse führen muss, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt und in Zusammenarbeit mit externen,
auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Patent- oder Markenschutzrechten sowie aus
Gewährleistungs- bzw. Produkthaftungsfällen, insbesondere auch in den USA. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig
geprüft und anschließend umgesetzt.
5.2.6. Produkthaftungs- und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt der ZMDI-Konzern modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und
kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik sowie der Lieferantenkontrolle.
Das konzernweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949
zertifiziert. Auch die Lieferanten werden entsprechend diesen Vorgaben qualifiziert und regelmäßig vor Ort vom ZMDI-Konzern
auditiert.
Die von den wichtigsten Lieferanten hergestellten Produkte und Dienstleistungen, wie z.B. X-FAB und TSMC, werden in komplexe
elektronische Systeme integriert. Fehler oder Funktionsmängel der von Lieferanten hergestellten Produkte können daher unmittelbar
oder mittelbar Eigentum, Gesundheit oder Leben Dritter beeinträchtigen. Durch einen engen Kontakt zum Lieferanten und

regelmäßige Auditierung können Abläufe beim Kunden regelmäßig kontrolliert, Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkannt und deren
Eintritt vermieden werden. Diese Zusammenarbeit wird durch entsprechende vertragliche Regelungen abgesichert. Außerdem liefert
ZMDI aus Prinzip keine Produkte in Anwendungen mit lebenserhaltenden Funktionalitäten.
Vertragliche Gewährleistungs- und Haftungsansprüche gegenüber dem Lieferanten werden durch entsprechende vertragliche
Regelungen gesichert. Demgegenüber werden Gewährleistungs- und Haftungsansprüche unserer Kunden unter Berücksichtigung der
konkreten Geschäftschancen und -risiken beschränkt. Es ist jedoch aus rechtlichen Gründen nicht möglich, die bestehende gesetzliche
Produkthaftung gegenüber dem Konsumenten oder Dritten zu reduzieren oder auszuschließen.
Der ZMDI-Konzern sichert daher diese Risiken durch eine Industrie- und Produkt-Haftpflichtversicherung zzgl. der Versicherung von
Kosten im Zusammenhang mit dem Rückruf von Kraftfahrzeugen (Kfz-Zuliefererversicherung) ab.
Jedes Produkt, das den ZMDI-Konzern verlässt, durchläuft statistisch hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte
Kontrollen. 100 %-Kontrollen können aus Kostengründen nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. Trotz aller Qualitätskontrollen
können dennoch Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch der Endprodukte zeigen.
Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZMDI-Konzerns kommen. Die ohnehin bestehenden Qualitätsrisiken werden durch die
aktuell andauernde Umstellung der 6"-Produktion auf 8"-Produktion beim Hauptlieferanten X-FAB noch erhöht. Dieser Prozess wird
daher durch den ZMDI-Konzern verstärkt begleitet und führt aus Gründen der Absicherung der Lieferfähigkeit in 2014 zu höheren
Lagerbeständen.
6. Prognosebericht/Ausblick
Der Fokus des ZMDI-Konzerns verbleibt darauf, zum einen das Produktportfolio weiter auszubauen und eigene neue Standardprodukte
zu konzipieren, zu entwickeln und anzubieten (Schwerpunkt des R & D) sowie die eigene Produktdefinitionskompetenz und
entsprechende Kapazitäten zu verstärken. Zum anderen wird die Konzentration auf langfristige Partnerschaften mit mehreren
strategischen Kunden im ASIC-Geschäft und insbesondere im Bereich Automotive beibehalten. Die in den Vorjahren ausgeweiteten
Marketingaktivitäten werden fortgesetzt.
Um die positive Entwicklung im Cashflow weiterhin abzusichern, wird das Management des ZMDI-Konzerns die
Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement Program (PIP) wiederholt
konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und neu definierte Key Initiatives für 2014, die weitere
Kostensenkungspotentiale und Prozesseffizienzsteigerungen beinhalten, sind bereits gestartet.
Für das Geschäftsjahr 2014 wird von einer insgesamt positiven Umsatzentwicklung mit einem Zuwachs im oberen einstelligen
Prozentbereich und über dem prognostizierten Gesamtzuwachs im Halbleitermarkt ausgegangen. Das Management geht davon aus,
dass das Umsatzniveau insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2014 wieder deutlich ansteigen wird, da sich dann bereits die
wichtigsten Wachstumsprojekte in der Hochlaufphase befinden werden, die heute noch im Entwicklungsstadium sind.
Die erhoffte Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes in der 2. Jahreshälfte 2013 ist unter den Erwartungen geblieben, so dass
keine positiven Wachstumsraten im Umsatz und im Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen waren.
Das Betriebsergebnis für 2014 wird über Vorjahresniveau liegen, jedoch mit der Tendenz, einen eher moderaten Zuwachs zu
erwirtschaften. Die hohen Investitionen in R & D werden zur Absicherung des Wachstums konsequent fortgeführt und werden über
dem Vorjahresniveau liegen.
7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
Dresden, den 28. März 2014
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013
VERMÖGENSWERTE
Vorjahr
Anhang TEUR TEUR TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
16
906
1.251
2. Geschäfts- und Firmenwerte
17
0
0
3. Entwicklungskosten
18
6.192
7.152
7.098
8.403
B. Sachanlagen
19
1. technische Anlagen und Maschinen
124
192
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
6368
4.995
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
88
917

Vorjahr
Anhang TEUR TEUR TEUR
6.580
6.104
II. Finanzanlagen
20
1. at equity-bewertete Beteiligungen
221
131
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.046
10.612
11.267
10.743
24.945
25.250
IV. Sonstige Vermögenswerte
9
21
V. Latente Steueransprüche
21
4.126
5.695
4.135
5.716
29.080
30.966
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
22
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1391
474
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen
11.750
11.661
3. fertige Erzeugnisse und Waren
3300
3.172
16.441
15.307
B. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.280
2.765
2. sonstige Vermögenswerte
1.419
1.874
7.699
4.639
III. Sonstige Wertpapiere
24
0
844
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
25
6.429
6.668
6.429
7.512
30.569
27.458
59.649 58.424
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Vorjahr
Anhang
TEUR
TEUR
TEUR
A. Eigenkapital
26
I. Grundkapital
15.750
15.750
B. Kapitalrücklage
28.480
32375
III. Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
-6.241
-4348
IV. Translationsanpassung
2.479
2.411
40.468
46.188
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige langfristige Rückstellungen
27
250
277
B. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31
4.156
431
III. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
29
1.593
919
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
30
0
480
5.999
2.107
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen
27
165
382
B. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
27
3.199
4.171
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31
1.476
141
IV. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
28
592
564
V. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
32
6.057
3.406
VI. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
29
707
586
VII Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
30
986
879
13.182
10.129
59.649
58.424
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2013
Bruttobuchwerte
1.1.2013
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
2.977
-1
99
6
0
3.081

Bruttobuchwerte
1.1.2013
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten
2. Geschäfts- und
Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3.
Entwicklungskosten
26.517
0
2.441
0
0
28.958
30.903
-1
2.540
6
0
33.448
II. Sachanlagen
1. technische
Anlagen und
Maschinen
3.123
0
0
0
0
3.123
2. andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
22.198
-7
1.981
911
6
25.077
3. geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
917
0
88
-917
0
88
26.238
-7
2.069
-6
6
28.288
III. Finanzanlagen
1. at equity-
bewertete
Beteiligungen
131
-9
99
0
0
221
2. Ausleihungen an
Gesellschafter
22.435
0
434
0
0
22.869
3. sonstige
Wertpapiere
0 000 00
22.566
-9
533
0
0
23.090
79.707
-17
5.142
0
6
84.826
Abschreibungen
1.1.2013
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten
1.726
0
449
0
0
2.175
2. Geschäfts- und
Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3.
Entwicklungskosten
19.365
0
3.401
0
0
22.766
22.500
0
3.850
0
0
26.350
II. Sachanlagen
1. technische
Anlagen und
Maschinen
2.931
0
68
0
0
2.999
2. andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
17.203
-4
1.516
0
6
18.709
3. geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
0 000 00
20.134
-4
1.584
0
6
21.708
III. Finanzanlagen
1. at equity-
bewertete
Beteiligungen
0 000 00

Abschreibungen
1.1.2013
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
2. Ausleihungen an
Gesellschafter
11.823
0
0
0
0
11.823
3. sonstige
Wertpapiere
0 000 00
11.823
0
0
0
0
11.823
54.457
-4
5.434
0
6
59.881
Nettobuchwerte
31.12.2013
Vorjahr
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
906
1.251
2. Geschäfts- und Firmenwerte
00
3. Entwicklungskosten
6.192
7.152
7.098
8.403
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
124
192
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
6.368
4.995
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
88
917
6.580
6.104
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
221
131
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.046
10.612
3. sonstige Wertpapiere
00
11.267
10.743
24.945
25.250
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2012
Bruttobuchwerte
1.1.2012
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten
2.793
0
145
39
0
2.977
2. Geschäfts- und
Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3.
Entwicklungskosten
24.227
0
2.290
0
0
26.517
28.429
0
2.435
39
0
30.903
II. Sachanlagen
1. technische
Anlagen und
Maschinen
3.185
0
26
-83
5
3.123
2. andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
21.028
-3
1.058
191
76
22.198
3. geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
147
0
917
-147
0
917
24.360
-3
2.001
-39
81
26.238
III. Finanzanlagen
1. at equity-
bewertete
Beteiligungen
44
-1
88
0
0
131
2. Ausleihungen an
Gesellschafter
22.018
0
417
0
0
22.435

Bruttobuchwerte
1.1.2012
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
3. sonstige
Wertpapiere
57 000 57 0
22.119
-1
505
0
57
22.566
74.908
-4
4.941
0
138
79.707
Abschreibungen
1.1.2012
Währungs-
differenzen Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2012
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
I. Immaterielle
Vermögenswerte
1. entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten
1.241
0
485
0
0
1.726
2. Geschäfts- und
Firmenwerte
1.409
0
0
0
0
1.409
3.
Entwicklungskosten
17.318
0
2.047
0
0
19.365
19.968
0
2.532
0
0
22.500
II. Sachanlagen
1. technische
Anlagen und
Maschinen
2.882
0
81
-27
5
2.931
2. andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
15.990
-2
1.263
27
75
17.203
3. geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
0 000 00
18.872
-2
1.344
0
80
20.134
III. Finanzanlagen
1. at equity-
bewertete
Beteiligungen
0 000 00
2. Ausleihungen an
Gesellschafter
11.823
0
0
0
0
11.823
3. sonstige
Wertpapiere
0 000 00
11.823
0
0
0
0
11.823
50.663
-2
3.876
0
80
54.457
Nettobuchwerte
31.12.2012
Vorjahr
TEUR
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.251
1.552
2. Geschäfts- und Firmenwerte
00
3. Entwicklungskosten
7.152
6.909
8.403
8.461
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
192
303
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.995
5.038
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
917
147
6.104
5.488
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
131
44
2. Ausleihungen an Gesellschafter
10.612
10.195
3. sonstige Wertpapiere
0
57
10.743
10.296
25.250
24.245

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
Vorjahr
Anhang TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse
3
59.510
61.152
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des
Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen
4
200
-402
3. andere aktivierte Eigenleistungen
5
2.478
2.294
4. sonstige betriebliche Erträge
6
2.638
2.439
5. Materialaufwand
7
a) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
-17.578
-17.221
b) Aufwand für bezogene Leistungen
-5.815
-6.089
-23.393
-23.310
6. Personalaufwand
8
a) Löhne und Gehälter
-21.072
-21.112
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-3.440
-3.207
-24.512
-24.319
7. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
9
-5.434
-3.876
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-11.882
-11.916
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
-395
2.062
10. Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens und Wertpapieren
11
434
437
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12
13
75
12. Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen
13
137
127
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
14
-312
-1.157
14. Ergebnis vor Steuern
-123
1.544
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15
-1.770
-1.322
16. Konzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: -
überschuss)
-1.893
222
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
Vorjahr
TEUR
TEUR
Konzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: -überschuss)
-1.893
222
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
68
42
Gesamtergebnis der Berichtsperiode
-1.825
264
Vom Konzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: -überschuss) entfallen auf
— Gesellschafter des Mutterunternehmens
-1.893
222
Vom Gesamtergebnis entfallen auf
— Gesellschafter des Mutterunternehmens
-1.825
264
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2013
Grundkapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen und
Bilanzverlust
Translation
-
anpassung
davon entfallen auf
die Gesellschafter des
Mutter-
unternehmen
Konzern-
eigenkapital
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Stand 1.1.2012
11.800
10.362
-1.600
2.369
22.931
22.931
Konzernjahresüberschuss
0
0
222
0
222
222
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoertrag
0000 00
Vollständiges Gesamtergebnis für
das Geschäftsjahr
0
0
222
0
222
222
Umrechnungsdifferenzen aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 42 42 42
Kapitalerhöhung
3.950
22.400
0
0
26.350
26.350
Abzug der direkten
Transaktionskosten
0 -380 0 0 -380 -380
Ausschüttung an Gesellschafter
0
0
-2.970
0
-2.970
-2.970
Änderung der Kapitalrücklage aus
der Ausgabe von Aktienoptionen
0-7 00 -7-7

Grundkapital
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen und
Bilanzverlust
Translation
-
anpassung
davon entfallen auf
die Gesellschafter des
Mutter-
unternehmen
Konzern-
eigenkapital
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Stand am 31.12.2012/1.1.2013
15.750
32.375
-4.348
2.411
46.188
46.188
Konzernjahresfehlbetrag
0
0
-1.893
0
-1.893
-1.893
Direkt im Eigenkapital erfasster
Nettoaufwand
0000 00
Vollständiges Gesamtergebnis für
das Geschäftsjahr
0
0
-1.893
0
-1.893
-1.893
Umrechnungsdifferenzen aus der
Währungsumrechnung
0 0 0 68 68 68
Änderungen durch Rückkauf
eigener Anteile
0
-3.907
0
0
-3.907
-3.907
Änderung der Kapitalrücklage aus
der Ausgabe von Aktienoptionen
012 00 1212
Stand am 31.12.2013
15.750
28.480
-6.241
2.479
40.468
40.468
Konzern-Kapitalflussrechnung 2013
Anhang
2013
Vorjahr
37 TEUR TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern
-123
1.544
Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern
-409
-71
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens nach
Verrechnung mit Zuschreibungen
5.434
3.876
Finanzergebnis
-272
519
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Vorräte
-1.135
1.167
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
-3.516
1.052
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
2.651
-3.026
Veränderungen der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte und
Schulden
-82
412
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge
0
-7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
2.548
5.466
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-2.541
-2.433
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
636
327
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-1.030
-1.615
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
0
57
Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen
37
38
Erhaltene Investitionszulage
0
68
Erhaltene Zinsen
28
81
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-2.870
-3.477
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile
-3.907
0
Einzahlung aus Kapitalerhöhung (nach Abzug direkter
Transaktionskosten)
0
25.799
Ausschüttung an Gesellschafter
0
-2.970
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
5.500
0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
-1.319
-22.691
Gezahlte Zinsen
-297
-1.287
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-23
-1.149
Zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit
-345
840
Wechselkurs- konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte
Änderungen des Finanzmittelfonds
72
44
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
6.412
5.528
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
6.139
6.412
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG oder ZMDI) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland,
Grenzstraße 28. Sie ist unter HRB Nr. 19166 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Die Geschäftstätigkeit des
Konzerns umfasst die Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, Marketing und Vertrieb von mikroelektronischen Bauteilen und Geräten
sowie alle hiermit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Die ZMD AG hat von dem in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihren Konzernabschluss nach
international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften wurde daher verzichtet.
Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 wurde am 28. März 2014 vom Vorstand der Gesellschaft zur Genehmigung
freigegeben.
a) Konsolidierungskreis
Alle Unternehmen, bei denen die ZMD AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den
Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines
Unternehmens zu bestimmen.
Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten keine Änderungen des Konsolidierungskreises gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzernabschluss umfasst zum Bilanzstichtag die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, und drei ausländische
Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen wurden, sowie ein Gemeinschaftsunternehmen, welches
nach der Equity-Methode einbezogen wurde.
Der Konzern umfasst neben der ZMD AG folgende Tochtergesellschaften:
ZMD America Inc.
Die Haupttätigkeit der ZMD America Inc., Santa Clara/USA (im Folgenden „ZMDA"), umfasst die Vetriebsunterstützung und Aufgaben
im Bereich des Kundenservice. Das Unternehmen verfügt über Vertriebsbüros in Milpitas (Kalifornien), Pocatello (Idaho), Billerica
(Massachusetts) und Madison (Wisconsin). Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
ZMD Eastern Europe EOOD
Die ZMD AG hat im Februar 2008 eine Tochtergesellschaft in Varna/Bulgarien gegründet mit dem Ziel, ihre Entwicklungskapazitäten
weiter auszubauen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
ZMD Fareast Limited
Die ZMD Fareast Limited, Hongkong, wurde im I. Quartal 2007 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das
Halten von Geschäftsanteilen. Zudem wurde die Geschäftstätigkeit der ZMD Fareast Ltd. im Jahr 2013 dahingehend erweitert, dass sie
nun auch Vertriebs- und Marketingaufgaben im asiatischen Raum übernimmt. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Senterra Ltd.
Zum 31. Dezember 2013 wird gemäß IAS 31 eine ausländische Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) in den
Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung,
aufgrund der der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung
unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und
Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert.
Die ZMD Fareast Ltd. gründete im I. Quartal 2007 gemeinsam mit der Vapor Technologies Limited ein Joint Venture namens Senterra
Ltd.
Die ZMD Fareast Ltd. ist zu 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Die Senterra Ltd. steht unter gemeinschaftlicher Führung der beiden
beteiligten Unternehmen. Mit den Standorten in Taipei/Taiwan und Chenzen/China stärkt die ZMD AG über die Beteiligung an der
Senterra Ltd. ihre internationalen Vertriebstätigkeiten. Durch größere Kundennähe ist eine intensivere Marktbearbeitung im
asiatischen Raum möglich.
Basierend auf dem vorläufigen Jahresabschluss der Senterra Ltd. betrugen die kurzfristigen Vermögenswerte im Jahr 2013 TUSD
2.121 (Vorjahr: TUSD 757), die langfristigen Vermögenswerte TUSD 6 (Vorjahr: TUSD 9) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten TUSD
1.515 (Vorjahr: TUSD 421). Es wurden keine langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Eine Übersicht zum Konsolidierungskreis ist der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes zu entnehmen:
Land
Name und Sitz der Gesellschaft
Konsolidierungs-
status
Anteil am Kapital
Eigenkapital laut
Jahresabschluss
zum 31.12.2013
anteiliger
Gewinn/ Verlust
%
TEUR
TEUR
Konsolidierungskreis
a) Inland
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG,
Dresden (Muttergesellschaft)
57.165
-2.277
b)
Ausland
USA
ZMD America Inc. Clara Inc., Santa
V
100,0
-1.838
233
Hongkong ZMD Fareast Ltd.
V
100,0
214
145
Bulgarien
ZMD Eastem Europe EOOD, Varna
V
100,0
300
76
Hongkong Senterra Ltd.
A
50,0
445*
137*
V: Die mit V gekennzeichneten Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.
A: Die mit A gekennzeichneten Gesellschaften wurden im Wege der At-equity-Bewertung einbezogen.
*: auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschlusses 2013

Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wurde zum US-Dollar-Stichtagskurs (1,3768 bzw. 1,3186 im Vorjahr), zum Lew-
Stichtagskurs (jeweils 1,9558) bzw. zum HK-Dollar-Stichtagskurs (10,6743 bzw. 10,2198 im Vorjahr) in EUR umgerechnet. Das
Jahresergebnis wurde zum US-Dollar-Durchschnittskurs (1,3281 bzw. 1,2848 im Vorjahr), zum Lew-Durchschnittskurs (jeweils
1,9558) und zum HK-Dollar-Durchschnittskurs (10,3016 bzw. 9,9663 im Vorjahr) umgerechnet.
b) Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der ZMD AG
(Mutterunternehmen), d.h. den 31. Dezember 2013 aufgestellt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen.
Bei Unternehmenserwerben bzw. Unternehmensneugründungen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode zum
Erwerbszeitpunkt. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.
Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen.
Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gesamtergebnisrechnung enthält den
Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der „at equity" bilanzierten
Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den „at equity" bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil
bis auf Null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder
hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von
Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis
zur Höhe des Beteiligungswertes).
Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge im Rahmen der erstmaligen At-equity-Bewertung erfolgt in gleicher Weise wie bei der
erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden
gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt.
Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Die im Vorjahr angewendeten
Konsolidierungsgrundsätze sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.
c) Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder
Währung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum
Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden
erfolgsneutral im Eigenkapital unter einem gesonderten Posten erfasst. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen
umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:
Währung
Stichtagskurs am
31.12.2013
Stichtagskurs am
31.12.2012
Durchschnittskurs
2013
Durchschnittskurs
2012
US-Dollar
1,3768
1,3186
1,3281
1,2848
HK-Dollar
10,6743
10,2198
10,3016
9,9663
Lew
1,9558
1,9558
1,9558
1,9558
d) Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit den Vorjahren
Es bestehen keine Beeinträchtigungen der Vergleichbarkeit der Bestandteile des Konzernabschlusses mit den Vorjahren.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
a) Grundlagen der Bewertung
Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Die Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden werden im ZMD-Konzern einheitlich angewendet und grundsätzlich beibehalten.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den anzuwendenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB
anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns.
Da weder Aktien noch schuldrechtliche Wertpapiere der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG öffentlich gehandelt werden bzw. deren
Handel in die Wege geleitet worden ist, wurde auf die Angaben zur Segmentberichterstattung und zum Ergebnis je Aktie verzichtet.
Die Berichtswährung ist Euro. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist.
Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

b) Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Als (a) kurzfristig bzw. (b) langfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn erwartet wird, dass sie (a) innerhalb
von zwölf Monaten bzw. (b) nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden.
Beurteilungen und Schätzungen: Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich,
dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden insbesondere für die Nutzungsdauern,
die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, den Ansatz von
latenten Steuern auf Verlustvorträge, die Bewertung von Entwicklungsleistungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von
Rückstellungen getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren
Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich ergebenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Im Falle signifikanter Auswirkungen von Schätzänderungen werden
Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: Im Rahmen der Bewertung bestehen
eine Reihe von Ermessensentscheidungen, so wurden z.B. immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu fortgeführten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert
anzusetzen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte sind gemäß IAS 38 zu den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, gemindert um planmäßige Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Sie enthalten
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, welche linear
über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass
die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt und die Anschaffungs- oder
Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über eine erwartete
wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3-4 Jahren linear abgeschrieben. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.
Durch die Anwendung von IFRS 3, IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden
zum Bilanzstichtag mittels eines Impairmenttests auf Werthaltigkeit überprüft.
Die Ermittlung der Werthaltigkeit erfolgt mit Hilfe der aktuellen Planungsdokumente. Der Geschäfts-und Firmenwert wird
wertgemindert, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Wert dieser Einheit übersteigt. Der
erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem
Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine eventuelle Wertminderung wird als Aufwand in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige
Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungs- und
Herstellungskosten. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden grundsätzlich nach IAS 20 von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen
wirtschaftlichen Nutzens.
Eine Übersicht über die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen des Sachanlagevermögens liefert nachfolgende Tabelle:
Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
7-10
Andere Anlagen
7-10
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3-10
Im Falle, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen Wert
vorgenommen.
Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Gemäß IAS 23 gehören Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau und der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet
werden können, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes. Andere Fremdkapitalkosten werden als
Aufwand erfasst.
Leasingverhältnisse
Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen für ein Finanzierungsleasing erfüllt, wenn alle wesentlichen
Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns
zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der
Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante
Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung

erfasst, außer sie lassen sich eindeutig einem qualifizierenden Vermögenswert zuordnen. In diesem Fall werden die Zinsaufwendungen
in Übereinstimmung mit der Konzernrichtlinie zu Fremdkapitalkosten aktiviert. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode, in
der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es
sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte
Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem
anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ZMD Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen gegenüber
Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, marktgängige Wertpapiere, Zahlungsmittel sowie
Zahlungsmitteläquivalente.
Finanzielle Vermögenswerte werden folgendermaßen klassifiziert:
a)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
b)
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
c)
Kredite und Forderungen.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder zu Handelszwecken
gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden.
Als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die hauptsächlich
erworben wurden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Preis- bzw. Kursschwankungen zu erzielen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Vom Konzern gehaltene Vermögenswerte, welche in einem aktiven Markt gehandelt werden und als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus
Marktwertänderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht
an einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert.
Kredite und Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zweitwert zzgl. Transaktionskosten und in
Folgebewertung nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden Zinserträge gemäß der Effektiv-
zinsmethode erfasst.
Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. Der Fair Value entspricht daher dem Bilanzwert zum
Stichtag.
Effektivzinsmethode
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes
bzw. einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen auf die jeweiligen Perioden. Der
Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Ein- bzw. Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des
Finanzinstrumentes auf den Buchwert abgezinst werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte,
werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle
Vermögenswerte werden wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des
Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage
negativ verändert haben.
Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem
finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des
Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Bei der Ausbuchung eines finanziellen
Vermögenswertes wird die Differenz zwischen Buchwert und der Summe aus dem erhaltenen Entgelt sowie aller kumulierten Gewinne

und Verluste, die im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich
Transaktionskosten erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden
gegenüber.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen.
Der Fair Value dieser Verbindlichkeiten entspricht nach Vergleich mit den aktuellen Marktzinsen zum 31. Dezember 2013 dem
Buchwert der Verbindlichkeiten.
31. Dezember 2013
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur
Veräußerung
verfügbare
Vermögens-
werte
Handels-
bestand
Gesamt-
buchwerte
Flüssige Mittel
6.429
6.429
0
0
0
0
6.429
Kurzfristige Wertpapiere
0
0
0
0
0
0
0
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
6.280
0
6.280
0
0
0
6.280
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.419
0
1.419
0
0
0
1.419
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
11.642
0
11.046
0
0
0
11.046
Gesamt
25.770
6.429
18.745
0
0
0
25.174
31. Dezember 2013
Finanzielle Schulden
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
sonstige
Verbindlich-
keiten
Derivative
Finanz-
instrumente
außerhalb
des IAS 39
Gesamt-
buchwerte
Finanzverbindlichkeiten
kurzfristig
2.183
1.476
0
707
2.183
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
6.057
6.057
0
0
6.057
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
1.743
1.743
0
0
1.743
Finanzverbindlichkeiten
langfristig
5.750
4.157
0
1.593
5.750
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
00 0 00
Gesamt
15.733
13.433
0
2.300
15.733
31. Dezember 2012
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Handels-
bestand
Gesamt-
buchwerte
Flüssige Mittel
6.668
6.668
0
0
0
0
6.668
Kurzfristige Wertpapiere
844
0
0
0
0
844
844

31. Dezember 2012
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
Zahlungsmittel/
-äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanz-
instrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Handels-
bestand
Gesamt-
buchwerte
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.765
0
2.765
0
0
0
2.765
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.874
0
1.874
0
0
0
1.874
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
11.379
0
10.612
0
0
0
10.612
Gesamt
23.530
6.668
15.251
0
0
844
22.763
31. Dezember 2012
Finanzielle Schulden
Fair
Value
Finanzinstrumente Buchwerte
Bilanzwerte
sonstige
Verbindlich-
keiten
Derivative
Finanz-
instrumente
außerhalb
des IAS
39
Gesamt-
buchwerte
Finanzverbindlichkeiten
kurzfristig
727
141
0
586
727
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
3.406
3.406
0
0
3.406
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
1.443
1.443
0
0
1.443
Finanzverbindlichkeiten
langfristig
1.350
431
0
919
1.350
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
480
480
0
0
480
Gesamt
7.406
5.901
0
1.505
7.406
Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wurden gemäß IFRS 7.27 mittels
folgender Hierarchie ermittelt:
Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögensgegenstände und finanzieller Verbindlichkeiten, die auf aktiven Märkten gehandelt
werden, ergibt sich aus den notierten Marktpreisen zum Abschlussstichtag. Dies betrifft zum 31.12.2012 ausschließlich die zu
Handelszwecken gehaltenen Wertpapiere.
Der beizulegende Zeitwert anderer finanzieller Vermögensgegenstände und finanzieller Verbindlichkeiten wird mit allgemein
anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen ermittelt.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz
und der Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen zu erfassen, sofern
damit zu rechnen ist, dass diese mit hinreichender Wahrscheinlichkeit genutzt werden können. Die Abgrenzungen werden in Höhe der
voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der
Realisation gültigen Steuersatzes vorgenommen. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum
nicht zu erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird
vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswerten bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich der
geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. Die Herstellungskosten enthalten
Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nach Maßgabe des IAS 23 bei der Bewertung von
Fertigungsaufträgen einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen (Fertigungsaufträge) resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die
Entwicklungsarbeiten am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten
Nettoveräußerungswerten liegen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden gebildet, wenn ihnen
faktische oder rechtliche Verpflichtungen gegenüber Dritten zugrunde liegen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Der langfristige Anteil der Rückstellungen wird mit dem abgezinsten voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
c) Auswirkungen von neuen und geänderten Rechnungslegungsstandards
Folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen wurden in dem Konzernabschluss angewendet, hatten aber keine
wesentlichen Auswirkung auf den Konzernabschluss des aktuellen und der vorherigen Jahre, könnten allerdings die Bilanzierung
künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen:

IAS 1 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen)
Der IASB hat am 16. Juni 2011 Änderungen an IAS 1 herausgegeben. Mit den Änderungen werden neue Vorschriften zur
Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt. Mit den Änderungen wird die Wahlmöglichkeit von einer oder zwei
Darstellungen für den einzelnen Anwender freigelassen. Nur die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde
dahingehend geändert, dass Zwischensummen für die Posten gefordert werden, die recycelt werden können (z.B. Cashflow-
Hedges, Fremdwährungsumrechnungen), und diejenigen, die nicht recycelt werden (beispielsweise erfolgswirksam durch das
sonstige Gesamtergebnis zu erfassende Posten nach IFRS 9). Die wichtigsten Inhalte in Kürze:
Beibehaltung der 2007 an IAS 1 vorgenommenen Änderungen, nach denen die Gewinn- und Verlustrechnung und
das sonstige Gesamtergebnis zusammen dargestellt werden müssen — also entweder als eine
Gesamtergebnisrechnung oder als separate Darstellung der Ergebnisse und der des sonstigen Gesamtergebnisses.
Die Forderung, eine fortlaufende Darstellung verpflichtend vorzuschreiben, wie im Entwurf vorgeschlagen, wurde
fallengelassen.
Posten des sonstigen Gesamtergebnisses sind danach zu gruppieren, ob sie möglicherweise durch die Gewinn- und
Verlustrechnung recycelt werden können — mit Zwischensummen für beide Gruppen.
Steuern im Zusammenhang mit Posten, die vor Steuern dargestellt werden, müssen für jede der Gruppen im
sonstigen Gesamtergebnis getrennt dargestellt werden. (Die Wahlmöglichkeit, die Posten des sonstigen
Gesamtergebnisses entweder vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen.)
IAS 12 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Am 20. Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 Ertragsteuern veröffentlicht, die im September 2010
herausgegeben worden war. Die Änderung bietet eine praktische Lösung für das Problem der Abgrenzung der Frage, ob der
Buchwert eines Vermögenswertes durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird, durch die Einführung einer
widerlegbaren Vermutung, dass die Realisierung des Buchwerts im Normalfall durch Veräußerung erfolgt. Als Konsequenz der
Änderung gilt SIC 21 Ertragsteuern — Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten
nicht mehr für zum beizulegenden Zeitwert bewertete, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien. Die übrigen Leitlinien
wurden in IAS 12 integriert und der SIC 21 demzufolge zurückgezogen.
Änderung zu IAS 19 (2011) Leistungen an Arbeitnehmer (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar
2013 beginnen)
Die im Jahr 2011 durch das IASB überarbeitete Regelung der IAS 19 zielt auf die Verbesserung der Bilanzierung von
Leistungen an Arbeitnehmer. Sie beinhaltet wesentliche Änderungen im Hinblick auf die Erfassung und Bewertung des
Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne und von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
sowie auf die Angabe-pflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer. Hinsichtlich der Änderungen für die Erfassung und Bewertung
von leistungsorientierten Pensionsplänen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG, da keine
derartigen Zusagen bestehen.
Im Hinblick auf die geänderte Definition von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind in den im
Rahmen von Altersteilzeitverpflichtungen zugesagten Aufstockungsbeträgen nunmehr andere langfristig fällige Leistungen an
Arbeitnehmer zu sehen. Dies hat zur Folge, dass die Aufstockungsbeträge nicht wie in der Vergangenheit mit Abschluss der
Altersteilzeitvereinbarung in voller Höhe zurückgestellt werden, sondern bei Anwendung des Blockmodells ratierlich über die
Arbeitsphase angesammelt werden.
IFRS 1 erstmalige Anwendung der IFRS (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Der IASB hat am 20. Dezember 2010 zwei kleinere Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial
Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt „1.
Januar 2004" durch „Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS". Diese Änderung war im August 2010 vorgeschlagen worden. Die
zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn
ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker
Hochinflation unterlag.
Da der ZMDI-Konzern kein IFRS-Erstanwender im Sinne des IFRS 1 ist und auch seine funktionale Währung keiner
Hochinflation unterlag, haben diese Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 27 (2011), IAS 28 (2011) Konsolidierungspaket (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am
oder nach dem 1. Januar 2013 bzw. gem. EU-Endorsement nach dem 1. Januar 2014 beginnen)
Am 12. Mai 2011 hat das IASB finf neue und geänderte Standards herausgegeben, die die Konsolidierung, die Bilanzierung
von Beteiligungen an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die damit im Zusammenhang stehenden
Anhangsangaben regeln. Konkret handelt es sich um:
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

IAS 27 Separate Abschlüsse (geändert 2011)
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (geändert 2011)
Mit den Standards IFRS 10 und IFRS 11 werden die bisherigen Regelungen zu Konzernabschlüssen und Zweckgesellschaften sowie die
Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen ersetzt. Die bisher in IAS 27 und IAS 31 enthaltenen
Anhangerfordernisse wurden zudem in einem eigenständigen Standard IFRS 12 zusammengefasst und neu gestaltet. Mit der
Bündelung der Regelungen zur Konsolidierung in IFRS 10 beinhaltet IAS 27 (2011) nur noch die Regelungen zur Bilanzierung von
Anteilen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen im separaten Abschluss des Mutterunternehmens. In der
Neufassung von IAS 28 wird der Inhalt der Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen um Regelungen
zur Bilanzierung von Anteilen an Joint Ventures erweitert und die Anwendung der Equity-Methode in beiden Fällen einheitlich
vorgeschrieben.
Da der ZMDI-Konzern auch in der Vergangenheit Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert hat,
ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen zu IFRS 7 Saldierungsvorschriften (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013
beginnen)
Die Änderungen des IFRS 7 verlangen erweiterte Anhangsangaben im Zusammenhang mit der Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten mit finanziellen Verbindlichkeiten. Bezüglich dieser Änderungen ergeben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG.
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013
beginnen)
IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert.
Diesbezüglich ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ZMD AG.
IFRIC 20 (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen)
Einem meist im Tagebau aktiven Unternehmen kann aus der Abraumbeseitigung zweierlei Nutzen entstehen: Der Abraum
kann (in geringerer Konzentration) Erze oder Mineralien enthalten, die als erwirtschaftete Vorräte anzusehen sind, und es
entsteht ein verbesserter Zugang zu weiteren Materialvorkommen, die in Zukunft abgebaut werden können. In IFRIC 20 wird
erörtert, wann und wie diese beiden separaten Nutzen aus der Abraumaktivität zu bilanzieren sind und wie diese Nutzen beim
Erstansatz und bei der Folgebewertung zu bewerten sind.
Diese Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG, da der Konzern nicht in diesem Bereich
tätig ist.
Der Konzern hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die verabschiedet, aber noch nicht in Kraft getreten
sind, nicht vorzeitig angewendet:
IAS 36 Erzielbarer Betrag eines nicht-finanziellen Vermögenswertes (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2014 beginnen)
Durch die Änderung des IAS 36 ergeben sich zusätzliche Angaben, wenn eine Wertminderung tatsächlich vorgenommen
wurde und der erzielbare Betrag auf Basis eines beizulegenden Zeitwerts ermittelt wurde.
IFRS 9 (2010) Finanzinstrumente (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen)
Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, entweder zu
fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Oktober 2010 wurde IFRS 9 (überarbeitet)
veröffentlicht, in den die Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten integriert wurde.
Eine wesentliche Änderung stellt die Erfassung von Veränderungen im beizulegenden Zeitwert finanzieller Verbindlichkeiten
(die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) dar, welche auf Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos des Unternehmens zurückgehen. Designiert ein Unternehmen einen Schuldtitel als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert, sind die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes, die sich aus Veränderungen des eigenen
Ausfallrisikos der Verbindlichkeit ergeben, im sonstigen Ergebnis zu erfassen, außer die Erfassung von Änderungen im
eigenen Ausfallrisiko der Verbindlichkeit im sonstigen Ergebnis führt zur Entstehung oder Vergrößerung einer
Rechnungslegungsanomalie im Gewinn oder Verlust. Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes aufgrund der
Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos dürfen später nicht in das Periodenergebnis umgebucht werden. IAS 39 sieht
derzeit eine vollständige Erfassung der Veränderung des beizulegenden Zeitwertes für Schuldtitel, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert designiert wurden, im Gewinn oder Verlust vor.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2018 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des
Konzerns beeinflussen wird. Allerdings kann eine vernünftige Schätzung der Auswirkungen erst vorgenommen werden, wenn
eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.
Änderungen zu IAS 32 Saldierungsvorschriften und harmonisierte Angaben (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2014 beginnen)

Die Änderung IAS 32 bewirkt eine Klarstellung einiger Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und
finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz, wonach ein Unternehmen einen finanziellen Vermögenswert in der Bilanz nur
gegen eine finanzielle Verbindlichkeit aufrechnen darf, wenn gegenwärtig ein durchsetzbarer Rechtsanspruch auf Saldierung
vorliegt und zudem die Absicht besteht, den Vermögenswert und die Verbindlichkeit saldiert zu erfüllen oder beide
Bilanzposten simultan abzuwickeln. Die geänderten Vorschriften stellen darüber hinaus klar, dass
Bruttoaufrechnungsmechanismen der Nettoaufrechnung gleichzusetzen sind; sie demzufolge das IAS 32-Kriterium erfüllen.
Darüber hinaus sind weitere noch nicht in Kraft getretene Standards und Interpretationen bzw. Änderungen an diesen verabschiedet
worden, die aus heutiger Sicht jedoch keine Relevanz für den Konzernabschluss der ZMDI haben. Dies betrifft:
IAS 39 — Fortbestehen einer Sicherungsbeziehung trotz Novation des Derivats, anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2014 beginnen
IFRS 10/IFRS 12/IAS 27 — Ausnahmeregelungen für Investmentgesellschaften, anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder
nach dem 1. Januar 2014 beginnen
IFRS 14 — betrifft IFRS-Erstanwender, anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen
IFRIC 21 — Zeitpunkt der Erfassung einer Schuld für durch die öffentliche Hand erhobene Abgaben; anzuwenden für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen
3. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist, der Betrag der
Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti,
Preisnachlässen und Rabatten ausgewiesen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Business Lines und Absatzmärkte:
2013
2012
TEUR
%
TEUR
%
Sensing & Automotive
51.580
86,7
54.084
88,5
Power & Analog
7.821
13,1
6.736
11,0
Sonstiges
109
0,2
332
0,5
59.510
100,0
61.152
100,0
2013
2012
TEUR
%
TEUR
%
Absatzmärkte
Inland
21.516
36,2
20.827
34,1
Ausland
38.224
64,2
40.532
66,2
./. Erlösschmälerungen
-230
-0,4
-207
-0,3
59.510
100,0
61.152
100,0
Der Umsatz nach Produktsegmenten im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
2013
2012
TEUR
%
TEUR
%
Exklusivprodukte
38.109
64,0
43.523
71,2
Standardprodukte
21.401
36,0
17.629
28,8
59.510
100,0
61.152
100,0
4. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen
2013
2012
TEUR TEUR
Fertige Erzeugnisse
111
200
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen
89
-602
200
-402
In den Bestandsveränderungen sind Wertminderungen für unfertige Erzeugnisse und Leistungen in Höhe von TEUR 917 (Vorjahr:
TEUR 3.176) und für Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 298) enthalten.
5. Andere aktivierte Eigenleistungen
2013
2012
TEUR TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten
2.441
2.290
Aktivierte Nebenleistungen zum Sachanlagevermögen
37
4
2.478
2.294
In Summe wurden im Jahr 2013 Mio. EUR 17,6 (Vorjahr: Mio. EUR 18,7) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR
2.441 (Vorjahr: TEUR 2.290) die Aktivierungskriterien der IAS 38.10 ff. erfüllen.

6. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:
2013
2012
TEUR TEUR
Auflösung von Rückstellungen
793
516
Fördermittel für Forschung und Entwicklung
1.199
1.195
Periodenfremde Erträge
98
276
Erträge aus Geschäftsbesorgung
92
91
Ertrag aus Aktienverkäufen
70
47
Ertrag aus Kostenrückerstattung
182
95
Übrige
204
219
2.638
2.439
Die Fördermittel für Forschung und Entwicklung werden ertragswirksam erfasst, sobald die Voraussetzungen für eine Zahlung erfüllt
sind und eine entsprechende Zahlungsanforderung gestellt worden ist.
7. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2013
2012
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
17.578
17.221
Aufwendungen für bezogene Leistungen
5.815
6.089
23.393
23.310
8. Personalaufwand
Der Personalaufwand lässt sich wie folgt untergliedern:
2013
2012
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter
21.060
21.120
Personalaufwand aus Aktienoptionen
12
-8
Soziale Abgaben
3.440
3.207
24.512
24.319
IFRS 2 regelt die Abbildung aktienorientierter Vergütungsformen im Konzernabschluss. Unternehmen müssen die Auswirkungen von
anteilsbasierten Vergütungstransaktionen, einschließlich des Aufwands für die der Unternehmensleitung oder -belegschaft gewährten
Aktienoptionen, in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung darstellen. Der verringerte Personalaufwand im Vorjahr ergibt sich aus der
Rückgabe von Aktienoptionen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern aus dem ZMDI-Konzern.
Nähere Informationen zu den Aktienoptionen sind unter Punkt 43 — Mitarbeiterbeteiligung erläutert.
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
2013
2012
TEUR TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
5.434
3.876
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2013
2012
TEUR TEUR
Betriebsaufwand
5.469
5.403
Verwaltungsaufwand
3.284
3.522
Vertriebsaufwand
2.847
2.832
Übrige Aufwendungen
282
159
11.882
11.916
Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2013
2012
TEUR TEUR
Kursverluste/Währungsbewertung
222
110
Sonstiges
31
27
Periodenfremde Aufwendungen
29
22
282
159
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Wertpapieren

2013
2012
TEUR TEUR
434
437
Bei den ausgewiesenen Erträgen des Geschäftsjahres 2013 handelt es sich um Zinserträge aus Darlehen an die Aktionärin Global ASIC
GmbH.
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2013
2012
TEUR TEUR
13
75
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
13. Gewinne und Verluste aus Gemeinschaftsunternehmen
2013
2012
TEUR TEUR
Senterra Ltd.
137
**)
127
*)
*)
gemäß testiertem Abschluss 2011 + vorläufigem Abschluss 2012
**)
gemäß vorläufigem Abschluss 2013
Auf der Grundlage des vorläufig erstellten Abschlusses 2013 wurden per 31.12.2013 im Konzernergebnis TEUR 137 berücksichtigt.
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
2013
2012
TEUR TEUR
Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten
148
928
Zinsen auf kurzfristige Verbindlichkeiten
102
138
Sonstige
62
91
312
1.157
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten, untergliedert entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IAS 39, stellt sich wie folgt
dar:
TEUR
Zinserträge
Zins-
aufwand
aus übrigem
Aufwand/ Ertrag
aus Folgebewertung
Netto-
ergebnis
2013
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
Ausgereichte Kredite und
Forderungen
445
-102
0
-11
-15
0
317
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
00 00000
Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte
13
0
0
0
0
0
13
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
-214
0
0
0
0
-214
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 00000
Summe Nettoergebnis
458
-316
0
-11
-15
0
116
davon erfasst:
— erfolgswirksam
458
-316
0
-11
-15
0
116
— direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
TEUR
Zinserträge
Zins-
aufwand
aus übrigem
Aufwand/
Ertrag
aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2012
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
Ausgereichte Kredite und
Forderungen
516
-138
0
-29
-9
0
340
Zur Veräußerung verfügbare
Finanzinstrumente
00 0000 0
Zu Handelszwecken gehaltene
finanzielle Vermögenswerte
24
0
16
-3
0
0
37
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
-1.019
0
0
0
0
-1.019

TEUR
Zinserträge
Zins-
aufwand
aus übrigem
Aufwand/
Ertrag
aus Folgebewertung
Nettoergebnis
2012
Fair
Value
Währungs-
umrechnung
Wert-
berichtigung
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
00 0000 0
Summe Nettoergebnis
540
-1.157
16
-32
-9
0
-642
davon erfasst:
— erfolgswirksam
540
-1.157
16
-32
-9
0
-642
— direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
0
0
0
15. Ertragsteuern
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Position setzt sich wie folgt zusammen:
2013
2012
TEUR TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag Inland
-129
24
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag Ausland
-72
-52
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Inland
-1.567
-1.231
Latenter Steuerertrag/-aufwand (-) Ausland
-2
-63
-1.770
-1.322
Im tatsächlichen Steueraufwand sind periodenfremde Steueraufwendungen von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von
TEUR 127 enthalten (Vorjahr: periodenfremde Steuererträge von TEUR 27).
Der latente Steueraufwand Ausland ist auf die Bewertung steuerlicher Verlustvorträge bei der ZMDA und auf temporäre Differenzen
bei ZMD EE zurückzuführen.
Der latente Steueraufwand des Berichtsjahres ergibt sich wie folgt:
2013
2012
Steuereffekt des
Berichtsjahres
TEUR
TEUR
TEUR
Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten aus
Verlustvorträgen
3.171
4.546
-1.375
Temporären Differenzen Einzelabschlüsse
— immaterieller Vermögenswerte
1.037
1.112
-75
Übrige
-82
37
-119
4.126
5.695
-1.569
Der latente Steueraufwand aus der Bewertung steuerlicher Verlustvorträge betrifft nahezu vollständig die ZMD AG.
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
2013
2012
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern
-124
1.544
Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der ZMD AG
31,02 %
31,09 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand
-38
480
Steuersatzunterschiede Ausland
-38
-18
Effekt aus Steuersatzänderungen
-5
-18
erstmalige Berücksichtigung temporärer Differenzen
0
0
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge
-37
-39
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen
90
212
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge
129
-27
Auswirkung von ungenutzten und nicht als latente Steueransprüche erfassten steuerlichen
Verlusten und Aufrechnungsmöglichkeiten
1.546
743
Sonstige Abweichungen
123
-11
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand
1.770
1.322
Effektive Steuerbelastung
-1.427%
85,60 %
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung angewendete Steuersatz entspricht dem von der ZMD AG in Deutschland zu
leistenden Unternehmensteuersatz von 31,02 % (Vorjahr: 31,09 %) auf steuerbare Gewinne gemäß dem Steuersatz dieser
Jurisdiktion. Der marginale Rückgang des Steuersatzes ist auf die geringfügig veränderte Gewichtung der gewerbesteuerlichen
Hebesätze der inländischen Betriebsstätten zurückzuführen.
Bei der Ermittlung wurden bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 77.195 (Vorjahr:
TEUR 76.007) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 20.762 (Vorjahr: TEUR 19.850) zugrunde gelegt. Durch die ab 2004 geltende
Mindestbesteuerung wird die Realisierbarkeit der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verluste zeitlich verzögert.
Aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von
TEUR 9.304 (Vorjahr: TEUR 13.936) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.202 (Vorjahr: TEUR 14.340) mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren

genutzt werden können. Die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 67.891 (Körperschaftsteuer — Vorjahr:
TEUR 62.071) und TEUR 10.560 (Gewerbesteuer — Vorjahr: TEUR 5.510) ist aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht
einschätzbar.
Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die mit ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde
Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von vier Jahren zu nutzenden steuerlichen Verlustvorträge der ZMDA abgegrenzt. Dabei
wurde von nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 529 (Vorjahr: TEUR 541) bzgl. federal income tax und TEUR 48
(Vorjahr: TEUR 17) bzgl. state income tax ausgegangen. Von den insgesamt bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von
TEUR 3.942 (federal income tax — Vorjahr: TEUR 4.132) und TEUR 54 (state income tax — Vorjahr: TEUR 20) ist somit die
Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.413 (federal income tax — Vorjahr: TEUR 3.591) und TEUR 6
(state income tax — Vorjahr: TEUR 3) aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge der ZMD Fareast Ltd. wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum erwarteten kombinierten Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaft. Dabei wurde
für latente Steuerabgrenzungen auf Ebene der ZMD AG die Definitivbesteuerung mit dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15
% (Vorjahr: 15 %) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,19 % (Vorjahr: 15,26 %) zugrunde
gelegt.
16. entgeltlich Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
906
1.251
Die aktivierten Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.
17. Geschäfts- und Firmenwerte
Bereits in den Vorjahren wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte, welche ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung
zum Zeitpunkt des Erwerbs von Tochtergesellschaften resultierten, vollständig wertberichtigt.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten der wertberichtigten Firmenwerte beziehen sich auf die folgenden Gesellschaften:
TEUR
ZMD Reining, Inc.
1.408
ZMD Fareast Limited
1
18. Entwicklungsleistungen
Im Berichtsjahr wurden Mio. EUR 17,6 (Vorjahr: Mio. EUR 18,7) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR 2.441
(Vorjahr: TEUR 2.290) die Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllen.
Soweit die Aktivierung vorgenommen wurde, erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit die planmäßige
Abschreibung des Vermögenswertes über die geschätzte Nutzungsdauer.
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Entwicklungsprojekte abgeschlossen
3.837
3.160
Entwicklungsprojekte nicht abgeschlossen
2.355
3.992
6.192
7.152
Von den zum Berichtszeitpunkt aktivierten Projekten im Wert von TEUR 6.192 unterliegen Projekte mit einem Restbuchwert von TEUR
3.837 bereits einer planmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung für diese Projekte betrug 2013 TEUR 3.401 (Vorjahr: TEUR 2.047),
davon außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.130 (Vorjahr: TEUR 72) aufgrund erwarteter fehlender
Absatzmöglichkeiten. Die Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" enthalten.
Die restlichen Projekte i.H.v. TEUR 2.355 (Vorjahr: TEUR 3.992) sind noch im Entwicklungsstadium. Für nicht abgeschlossene
Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungen aufgrund veränderter Absatzaussichten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 72)
vorgenommen.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2013 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 47)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der Zins des zugrunde liegenden Finanzierungsinstrumentes in Höhe von 2,6 % (im
Vorjahr: gewichteter Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,04 %) angesetzt.
19. Sachanlagevermögen
Es bestehen Verfügungsbeschränkungen durch Sicherungsübereignungen für Mietkauf- und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR
3.390 (Vorjahr: TEUR 3.137).
a. Technische Anlagen und Maschinen
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
124
192
b. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
6.368
4.995
c. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
88
917
20. Finanzanlagen
a. At equity-bewertete Beteiligungen
Die at equity-bewertete Beteiligung wird am Stichtag mit TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 131) bewertet.
b. Ausleihungen an Gesellschafter
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
11.046
10.612
Alle Darlehen an die Hauptaktionärin Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Effektivzinssätze dieser Darlehen liegen
zwischen 4,08 % und 4,29 %. Die Zinsen für bestehende Darlehen werden aktiviert und sind endfällig. Der Nominalwert der
Ausleihungen beträgt TEUR 9.899. Die nach der Effektivzinsmethode 2013 aktivierten Zinsen betragen TEUR 434 (Vorjahr: TEUR
417).
21. Latente Steueransprüche
Der Posten ist bei der Darstellung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erläutert.
22. Vorräte
Der Posten setzt sich wie folgt zusammen:
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
1.391
474
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
11.750
11.661
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
3.300
3.172
16.441
15.307
Im Rahmen der in 2013 abgeschlossenen Kreditlinien wurden die gesamten Bestände — mit Ausnahme der unfertigen Leistungen
(TEUR 7.757) — sicherungsübereignet.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2013 Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 44)
aktiviert. Als Finanzierungskostensatz wurde der Zins des zugrunde liegenden Finanzierungsinstrumentes in Höhe von 2,6 % (im
Vorjahr: gewichteter Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,04 %) angesetzt.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Nettoveräußerungs-wert) angesetzten Vorräte beträgt
TEUR 2.090 (Vorjahr: TEUR 3.651).
23. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen ist wie folgt:
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.280
2.765
Sonstige Vermögenswerte
879
1.519
Steuerforderungen
540
355
7.699
4.639
Mit Wirkung vom 01.10.2013 hat die ZMD AG ihren Factoringpartner von der GE Capital Bank AG zur Commerzfactoring GmbH
gewechselt. Es besteht ein Höchstobligo von TEUR 8.000.
Infolgedessen verkauft die ZMD AG Inlands- und Auslandsforderungen entsprechend den Vertragsvereinbarungen. Die
durchschnittliche Inanspruchnahme im Jahr 2013 betrug TEUR 4.788 (Vorjahr: TEUR 4.922). Zum 31. Dezember 2013 hat die ZMD
AG Forderungen in Höhe von TEUR 3.545 an die Commerzfactoring GmbH veräußert.
Darüber hinaus wurden ausgewählte Forderungen in Höhe von TEUR 298, die nicht Gegenstand des Factoringvertrages sind, im
Rahmen der abgeschlossenen Kreditlinien als Sicherheit verpfändet.
Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Genüge getan. Die entsprechenden Forderungen wurden
vollständig wertberichtigt. Die Wertberichtigungen betrugen TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 347). Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 468), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine
Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurde und mit einer
Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:

31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
bis 30 Tage
372
356
30 bis 60 Tage
117
60
60 bis 90 Tage
25
5
über 90 Tage
-14
47
500
468
Veränderung der Wertminderungen
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Stand zum Beginn des Jahres
347
479
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen
0
132
Wegen endgültiger Uneinbringlichkeit ausgebuchte Forderungen
203
0
Stand zum Ende des Jahres
144
347
24. Sonstige Wertpapiere
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Aktien
0 733
Aktien- bzw. Rentenfonds
00
Geldmarktfonds/Zahlungsmitteläquivalente
0
111
0 844
Die sonstigen Wertpapiere wurden im Jahr 2013 vollständig veräußert.
25. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bankbestände setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Laufende Konten und Kassenbestände
5.145
469
Laufende USD-Konten
854
194
Laufende HKD-Konten
81
Tagesgelder und Festgelder
132
5.748
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen
290
256
6.429
6.668
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln wird als minimal eingeschätzt.
Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen zum einen als Mietkautionskonten, welche aufgrund von Mietverträgen für
Räumlichkeiten zugunsten der Vermieter verpfändet sind. Zum anderen ist in den Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkungen ein
Sicherungskonto für die Altersteilzeitansprüche der Mitarbeiter enthalten.
26. Eigenkapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des ZMDI-Konzerns
sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des ZMDI-Konzerns auf eine gute Bonitätseinstufung ab, die den Zugang zu
einer breiten Basis für die Finanzierung gewährleistet.
a. Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 15.750 ist eingeteilt in 15.750.000 auf den Namen lautende Stückaktien (Vorjahr: 15.750.000
Stückaktien).
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 5. Dezember 2007 die Anpassung der Beschlüsse vom 9. Juli 2001, 4.
September 2002, 20. Januar 2003 sowie 29. März 2004 über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen,
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD Stock
Option Plans 2001.
Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 5. Dezember 2007 die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR
730.250,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen (Bedingtes Kapital II).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte und Mitarbeiter.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG hat am 20. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, weitere eigene
Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung gilt vom Tag der Beschlussfassung an fir finf Jahre. Die Ermächtigung kann ganz oder in

Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer gesetzlich zulässiger Zwecke durch die Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG genutzt werden.
Am 1. Dezember 2010 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft den Erwerb und die Einziehung von eigenen Aktien ohne
Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften der vereinfachten Einziehung beschlossen. Mit Kaufvertrag vom 14. Oktober 2011 hat die
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG 2.124.430 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH erworben und davon 1.180.490 Stück Aktien
ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 28. Juni 2012 die Einziehung der bisher von der Gesellschaft gehaltenen eigenen
Aktien sowie die Anpassung der Anzahl der vorhandenen Aktien an das zu diesem Zeitpunkt bestehende Grundkapital durch Erhöhung
der Aktienzahl auf 11.800.000 unter Wahrung der bestehenden Beteiligungsverhältnisse beschlossen. Basierend auf dem am 20. Juli
2012 abgeschlossenen Vertrag über die Beteiligung eines Investors über 25,1 % der Anteile an der ZMD AG erfolgte mit dem
Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 darüber hinaus eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der
bisherigen Aktionäre. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung um TEUR 3.950 auf TEUR 15.750 und
wurde in Form einer Bareinlage geleistet.
Mit Beschluss vom 10. Juni 2013 hat die Hauptversammlung der ZMD AG den Vorstand zum Erwerb von bis zu 712.000 Stück eigenen
Aktien zum Zwecke der Einziehung ermächtigt. Auf Basis dieser Ermächtigung hat die ZMD AG mit Kaufvertrag vom 11. Juni 2013
459.311 Stück Aktien von der Global ASIC GmbH sowie mit Kaufvertrag vom 25. Juni 2013 53.348 Stück Aktien vom Freistaat
Sachsen erworben. Die erworbenen Aktien wurden daraufhin vollumfänglich ohne Kapitalherabsetzung eingezogen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 1. Juli 2013 die Anpassung der Anzahl der vorhandenen Aktien an das zu diesem
Zeitpunkt bestehende Grundkapital durch Erhöhung der Aktienzahl auf 15.750.000 unter Wahrung der bestehenden
Beteiligungsverhältnisse beschlossen.
Der Kaufpreis für die erworbenen Aktien betrug insgesamt TEUR 3.907, welcher vertragsgemäß an die Global ASIC GmbH bzw. den
Freistaat Sachsen bezahlt wurde.
b. Kapitalrücklage
Die Reduzierung der Kapitalrücklage gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den vorab beschriebenen Erwerb von eigenen
Aktien in Höhe von TEUR 3.907 zurückzuführen.
Die Veränderung der Kapitalrücklage im Vorjahr resultiert zum weit überwiegenden Teil aus der vorab beschriebenen Kapitalerhöhung.
Hierdurch flossen der Gesellschaft zusätzliche TEUR 22.400 als Zuzahlung des neuen Investors zu. Gemäß den Vorschriften des IAS
32.37 wurden die direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um den damit im Zusammenhang stehenden Steuereffekt,
hiervon in Abzug gebracht.
Darüber hinaus erhöhte (Vorjahr: reduzierte) sich die Kapitalrücklage um TEUR 12 (Vorjahr: TEUR -7) durch die Bilanzierung eines
Aufwandes (Vorjahr: Ertrages) aus dem Stock Option-Programm der ZMD AG gemäß 1FRS 2.
Zusammenfassend hat sich die Kapitalrücklage im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
TEUR
31.12.2012
32.375
Erwerb eigener Anteile
-3.907
Veränderung aufgrund Aktienoptionen
12
31.12.2013
28.480
27. Rückstellungen
31.12.2013
31.12.2012
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Rückstellung für Altersteilzeit
134
73
207
221
104
325
Steuern
165
0
165
382
0
382
Personal
1.126
0
1.126
1.828
0
1.828
Gewährleistung
80
0
80
121
0
121
Sonstiges
1.860
177
2.037
2.001
173
2.174
Summe
3.365
250
3.615
4.553
277
4.830
Rückstellung Altersteilzeit
Seit 2004 haben die Mitarbeiter der ZMD AG, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, aufgrund einer Betriebsvereinbarung
einen Anspruch auf eine Altersteilzeitbeschäftigung. Die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch anspruchsberechtigte
Mitarbeiter ist dabei zum Bilanzstichtag grundsätzlich ungewiss. Für diejenigen Mitarbeiter, für die eine Inanspruchnahme der
Altersteilzeitregelung zum Bilanzstichtag wahrscheinlich zu erwarten ist, wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 207 für
die zukünftigen finanziellen Belastungen durch die zu gewährenden Aufstockungsbeträge sowie den Erfüllungsrückstand der zu
zahlenden Löhne und Gehälter gebildet.
Andere Personalrückstellungen
Im Personalbereich sind Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Ausgleichsabgabe nach
Schwerbehindertengesetz, Tantieme und sonstige Einmalzahlungen enthalten.
Gewährleistungen
Die Rückstellung berücksichtigt mögliche Regressansprüche von Kunden im Rahmen der allgemeinen Liefer- und
Leistungsbedingungen. Sie wurde pauschal auf Grundlage von Vergangenheitserfahrungen gebildet.

Sonstiges
Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Archivierungskosten, Prüfungs- und
Abschlusskosten sowie Grundsteuer.
Die langfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2013
Währungs-
differenzen Verbrauch Auflösung Zuführung Umbuchung 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Altersteilzeit
104
0
0
0
62
-93
73
Sonstiges
173
0
0
0
45
-41
177
Summe
277
0
0
0
107
-134
250
Die kurzfristigen Rückstellungen veränderten sich wie folgt:
1.1.2013
Währungs-
differenzen Verbrauch Auflösung Zuführung Umbuchung 31.12.2013
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Steuern
382
0
381
1
165
0
165
Personal
2.050
-2
1.472
363
954
93
1.260
Gewährleistung
121
0
0
41
0
0
80
Sonstiges
2.000
-1
1.011
387
1.218
41
1.860
Summe
4.553
-3
2.864
792
2.337
134
3.365
28. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
31.12.2013
31.12.2012
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
592
0
592
564
0
564
Die von der ZMD AG abgeschlossenen Verträge über NRE-Leistungen enthalten in der Regel „Milestones", die meistens zeitgleich die
Teilvergütungen bestimmen.
29. Verbindlichkeiten aus Finanzierungleasingverträgen
2013
2012
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
707
1.593
2.300
586
919
1.505
Unter dem Posten werden die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Equipment ausgewiesen. Die geschlossenen Verträge haben
eine Laufzeit von 36 bzw. 60 Monaten, basieren auf festen Tilgungsplänen und sehen nach Ende der Vertragslaufzeit einen
Eigentumsübergang vor. Der Nettobuchwert der im Rahmen von Mietkaufverträgen finanzierten Vermögensgegenstände beträgt zum
Bilanzstichtag TEUR 2.686 (Vorjahr: TEUR 2.178). Hierbei handelt es sich zum weit überwiegenden Teil um Testequipment, welches
innerhalb der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen wird.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert.
Künftige Mindestleasingzahlungen
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres
761
646
Fällig zwischen einem und fünf Jahren
1.712
979
2.473
1.625
Zukünftige Zinsanteile der Finanzierungsleasingverträge
173
120
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
2.300
1.505
davon fällig innerhalb eines Jahres
707
586
davon fällig zwischen einem und fünf Jahren
1.593
919
30. Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2013
31.12.2012
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Beiträge zur Sozialversicherung
30
0
30
37
0
37
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
35
0
35
20
0
20
Übrige
730
0
730
551
480
1.031
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
191
0
191
271
0
271
Summe
986
0
986
879
480
1.359
31. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31.12.2013
31.12.2012
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
Kurzfristig
Langfristig
Gesamt
1.476
4.156
5.632
141
431
572

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.685 durch Sicherungsübereignung von Beständen und
ausgewählten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht dem Factoringverhältnis unterliegen, in Höhe von TEUR 1.516
durch eine Garantie des Europäischen Investitionsfonds und in Höhe von TEUR 431 durch Sicherungsübereignung von EDV- und
Testequipment besichert.
32. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Das durchschnittlich in Anspruch genommene Zahlungsziel für Warenlieferungen und Leistungen beträgt 42 Tage.
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
6.057
3.406
In der Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überfällige Verbindlichkeiten von TEUR 1.203 (Vorjahr:
TEUR 514) enthalten.
33. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 8.431. Im Einzelnen
betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Lizenzgebühren und weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr
zwischen 1 und 5
Jahren
über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Leasing EDV-Equipment
10
18
0
Wartungsvertrag/Lizenzen
1.066
1.310
0
Geschäftsraummietverträge
1.022
2.964
925
Sonstige
389
727
0
2.487
5.019
925
Die Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit der Cadence Design System
GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus" und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich
jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der Nanoelektronik Zentrum Dresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus" ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
34. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die Forderungen und die
Wertpapiere. Auf der Passivseite entsprechen die originären Finanzinstrumente weitgehend den Verbindlichkeiten. Soweit bei
finanziellen Vermögenswerten erhöhte Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
35. Finanzmarktrisiken
Der ZMDI-Konzern ist als weltweit operierendes Unternehmen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Zinssätzen,
Fremdwährungskursen und Veränderungen der Bankenlandschaft resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen unserer
üblichen Geschäfts- und Finanzaktivitäten gemanagt.
Zur Darstellung der Finanzmarktrisiken verwendet der ZMDI-Konzern grundsätzlich die Sensitivitätsanalyse. Diese ist ein weit
verbreitetes Instrument zur Messung von Finanzmarktrisiken und ermöglicht die Beurteilung derartiger Risikopositionen.
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn sich
bestimmte Parameter im definierten Umfang ändern. Der Risikoabschätzung liegen folgende Annahmen zugrunde:
die Auf- und Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 5 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurven aller Währungen um 50 Basispunkte (0,50 %-Punkte).
Die in der Sensitivitätsanalyse ermittelten potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen basieren auf dem Eintritt der unterstellten
ungünstigsten Marktveränderungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund
der tatsächlich eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
a) Wechselkursrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des ZMDI-Konzerns sind das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse und
Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese bestehen vor allem zwischen dem Euro und dem US-Dollar.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. So werden
beispielsweise Assembly- und Testleistungen aus Südostasien in US-Dollar bezogen oder Investitionsgüter erworben, die auf dem

weltweiten Halbleitermarkt üblicherweise in US-Dollar angeboten werden. Zudem bestehen konzerninterne Finanzierungen in
Fremdwährung.
Die im Rahmen der Budgeterstellung für das Geschäftsjahr 2014 gemachte Untersuchung ergab, dass zum weit überwiegenden Teil
US-Dollarzahlungseingängen zeitnah entsprechende US-Dollar-zahlungsausgänge gegenüberstehen. Aufgrund dieses sog. Natural
Hedging sind Fremdwährungsein-nahmen und -ausgaben im Planjahr 2014 weitestgehend ausgeglichen und bedürfen somit keiner
Sicherung.
Die in einer Sensitivitätsanalyse untersuchten Auswirkungen einer Wechselkursveränderung auf die in Fremdwährung gewährten
Darlehen an die ZMDA und sonstige in US-Dollar valutierenden Forderungen und Verbindlichkeiten weisen folgende Ergebnisse auf. Bei
einer Euro-Aufwertung um 5 Prozent hätte dies für den Konzern einen negativen Effekt durch die Verringerung der
Forderung/Erhöhung Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 84). Bei einer USD-Aufwertung um 5 Prozentpunkte
würde sich ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 93) ergeben.
Die beschriebenen Auswirkungen würden das Periodenergebnis verändern. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nur in
Höhe des Periodenergebnisses.
b) Zinsänderungsrisiko
Die gegenwärtig bestehenden langfristigen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns weisen grundsätzlich eine feste Zinsbindung
aus. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich am Marktzinsniveau.
Hinsichtlich der kurzfristigen Vermögenswerte ergeben sich Zinsänderungsrisiken bezogen auf das Factoring. Bei einer Veränderung
des Zinsniveaus um 50 Basispunkte hätte dies für den Konzern einen Effekt aus erhöhtem bzw. reduziertem Zinsaufwand in Höhe von
TEUR 24.
Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung bestehen zum Bilanzstichtag in Form einer der im Berichtsjahr abgeschlossenen Kreditlinie.
Bei einer Veränderung des Zinsniveaus um 50 Basispunkte hätte dies für den Konzern einen Effekt aus erhöhtem bzw. reduziertem
Zinsaufwand in Höhe von TEUR 18.
36. Bonitäts- und Kreditrisiken
Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei Krediten und Forderungen. Das maximale
theoretische Ausfallrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte in Höhe des Buchwertes.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist gewährleistet durch die Anwendung einer auf einem rollierenden
Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau und durch ausreichende Liquiditätsreserven. Zudem stehen der ZMD AG zum
Bilanzstichtag weitere noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 8,5 zur Verfügung.
Der zu sichernde Forderungsbestand des ZMDI-Konzerns wurde durch die Hermes Warenkreditversicherung zu durchschnittlich 54 %
abgedeckt. Damit wurde die mögliche Belastung aus Forderungsausfällen für die ZMD AG minimiert.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten der ZMD AG ersichtlich:
Buchwert
31.12.2013
Cashflow bis 1
Jahr
Cashflow >1 Jahr
bis 5 Jahre
Cashflow >5
Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5.633
1.597
4.384
0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
2.300
761
1.712
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
1.578
1.578
0
0
Buchwert
31.12.2012
Cashflow bis 1
Jahr
Cashflow >1 Jahr
bis 5 Jahre
Cashflow >5
Jahre
TEUR
TEUR
TEUR
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
572
150
459
0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.504
646
979
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
1.923
1.443
480
0
37. Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ZMDI-Konzerns im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -
abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 6.429 (Vorjahr:
TEUR 6.412). Der Finanzmittelfonds enthält die liquiden Mittel abzüglich beschränkt verfügbarer Beträge in Höhe von TEUR 290
(Vorjahr: TEUR 256).
38. Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht vor.
39. Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2013
2012

2013
2012
Gewerbliche Arbeitnehmer
34
33
Angestellte
317
289
351 322
Auszubildende
1
1
352 323
40. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und nahestehenden Personen
a) Nahestehende Unternehmen
Global ASIC GmbH:
Größte Aktionärin zum Ende des Geschäftsjahres 2013 war mit 63,7 % die Global ASIC GmbH, Dresden.
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
11.046
10.612
Die Darlehen an die Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Zinsen für alle gewährten Darlehen werden bis zur
Endfälligkeit gestundet. Die Zinserträge sind unter der Position „Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen.
b) Nahestehende natürliche Personen
Die Gesamtbezüge des Managements in Schlüsselpositionen und des Aufsichtsrats entwickelten sich wie folgt:
2013
2012
TEUR TEUR
Bezüge des Managements in Schlüsselpositionen
1.390
1.577
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.461
1.648
In den Gesamtbezügen des Managements in Schlüsselpositionen sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der
Überlassung von Dienstfahrzeugen bestehen. Die Bezüge werden unabhängig vom Zahlungszeitpunkt in Höhe des erfassten
Aufwandes angegeben.
Der Ausweis der Bezüge des Aufsichtsrates erfolgte entsprechend zum Vorjahr brutto, d.h. inklusive Umsatzsteuer.
Derzeit ist bei der ZMD America eine Klage eines ehemaligen Geschäftsführers wegen unrechtmäßiger Kündigung 2012 anhängig.
Hierfür sind insgesamt Rückstellungen in Höhe von TEUR 182 bilanziert.
41. Angaben zu Prüferhonoraren
31.12.2013
31.12.2012
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
84
80
Andere Bestätigungsleistungen
4
5
Steuerberatungsleistungen
52
34
Sonstige Leistungen
15
7
Gesamthonorar
155
126
42. Mitarbeiterbeteiligung — Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen vom 4. September 2002, 20. Januar
2003 und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten
Kapitals beschlossen („Bedingtes Kapital I/2001"). Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende
Bedingte Kapital I/2001 auf EUR 449.750,00 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden.
Gleichzeitig wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250,00 auf EUR 1.180.000,00 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007-2014) aufzulegen sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001-2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001-2014 und
2007-2014.
Die ordentliche Hauptversammlung der ZMD AG vom 1. Dezember 2010 hat die Herabsetzung des bedingten Kapitals beschlossen.
Aufgrund der Einziehung von Stückaktien der Gesellschaft ohne Herabsetzung des Grundkapitals mit Hauptversammlungsbeschluss
vom 14. Juli 2010, eingetragen im Handelsregister am 9. August 2010, verringert sich die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital I
ausgegebenen Bezugsaktien auf 404.775 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Anzahl der aus dem Bedingten Kapital II/2007
ausgegebenen Bezugsaktien verringert sich auf 657.225 auf den Namen lautende Stückaktien.
Mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 wurde die Laufzeit beider Optionsprogramme bis 2016 verlängert.
Aufgrund der Einziehung der eigenen Aktien und der Anpassung des Grundkapitals durch Erhöhung der Aktienzahl (siehe auch

Ausführungen unter Punkt 27a) wurde darüber hinaus in der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 beschlossen, die Anzahl der aus
dem Bedingten Kapital I sowie Bedingten Kapital II ausgegebenen Bezugsaktien auf bis zu 449.750 bzw. 730.250 zu erhöhen.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001-2016:
Deutschland/USA
Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)
4. September 2002 (Änderungsbeschluss)
29. März 2004 (Änderungsbeschluss)
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)
29. März 2004 (Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010 (Änderungsbeschluss)
28. Juni 2012 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital 1 EUR 449.750,00
max. Anzahl der
Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85 (9. Juli 2001)
EUR 5,00
EUR 5,50
(Änderung des Ausübungspreises zum 4. September
2002)
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei
Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten Optionsrechte
nach Ablauf von je einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 2 % somit nach Ablauf
von zwei Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der
Optionen
— Vorstand
bis zu 33,9 %
— Management
bis zu 33,9 %
— Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
(a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO");
(b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale") oder
(c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger").
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „1PO" hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren.
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger” oder „Trade Sale" hat die Gesellschaft die Pflicht, den
Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Der Barausgleich berechnet sich
dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA-Schlusskurs für eine Aktie der
Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern der Basispreis niedriger als der
maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Wird die Aktie
im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so entspricht der Barausgleich für jedes
ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen
festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der maßgebliche Wert ist. Ist dies nicht der Fall, ist
kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich
der im Rahmen des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger" gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der
im Rahmen des „Mergers" für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten
Umtauschverhältnisses zugrunde gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.

Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programmes 2001-2016 zum 31. Dezember 2013:
2013
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
233.000
236.000
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
0
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
0 3.000
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
233.000
233.000
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Stock Option-Programm 2007-2016
Deutschland/USA
Beschluss der
Hauptversammlung
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
20. Mai 2010 (Änderungsbeschluss)
1. Dezember 2010 (Änderungsbeschluss)
28. Juni 2012 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II
EUR 730.250,00
max. Anzahl der
Optionen
730.250 Stück
Basispreis/
Ausübungspreis
EUR 5,00
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe (Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten Optionsrechte nach Ablauf von je drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit, die letzten 4 % somit nach Ablauf von zwei Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
— Vorstand
bis zu 40,0 %
— Management
bis zu 5,0 %
— Arbeitnehmer
bis zu 55,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Optionsprogramm 2001-2016.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007-2016 zum 31. Dezember 2013:
2013
Vorjahr
Anzahl der
Bezugsrechte
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
634.350
701.050
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
0
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
2.532
66.700
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
631.818
634.350
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Berechnungsgrundlagen für den Personalaufwand aus dem Stock Option-Programm
Die von der ZMD AG an Mitarbeiter gegebenen Aktienoptionen wurden erstmals im Konzernabschluss 2005 als Personalaufwand
dargestellt.
Der beizulegende Wert am Tag der Gewährung der Optionsrechte wurde unter Anwendung des Black-Scholes-Modells zur
Optionspreisberechnung auf Grundlage der folgenden Annahmen ermittelt:
Ausgabejahr
2002
2003
2004
2005
Risikofreier Zins (%)
4,41
3,45
3,25
2,63
Erwartete Volatilität (%) 66,5 50,5 37,0 37,0
Erwartete Laufzeit in Jahren
6
5,5
4,5
4
Durchschnittlicher Aktienkurs (EUR)
12,60
12,60
11,00
9,96
Die erwartete Volatilität wurde durch Berechnung des Durchschnittes der früheren Volatilitäten der Aktienkurse von vergleichbaren
Peer-Group-Unternehmen des ZMDI-Konzerns ermittelt. Die im Modell zur Anwendung gekommene erwartete Laufzeit wurde aufgrund
fehlender Ausübungshistorien im Unternehmen nach der bestmöglichen Einschätzung von Verhaltensgesichtspunkten angesetzt.

Im Jahr 2007 ergaben sich bilanzielle Folgen des bestehenden Aktionsoptionsprogramms aufgrund der vorgenommen „modification".
Die bilanziellen Folgen einer modification des als „equity-settled" eingeordneten Aktienoptionsplanes richten sich danach, ob diese für
Optionsinhaber vorteilhaft oder nachteilhaft ist. Die Vorteilhaftigkeit führte zu einer Erhöhung des Fair Value der Optionenmodifikation
und teilweise wieder zu einer Vesting Period.
Der beizulegende Wert wurde erneut unter Anwendung des Black-Scholes-Modells ermittelt. Folgende Annahmen wurden der
Optionspreisberechnung zugrunde gelegt.
Modification Ausgabejahr
2007
Risikofreier Zins (%)
4,0
Erwartete Volatilität (%)
34,4
Erwartete Laufzeit in Jahren
5,5
Aktienkurs (EUR)
7,20
Neben den beschriebenen Aktienoptionsprogrammen hat die Gesellschaft in 2012 ein sog. Phantom Stock Programm eingeführt.
Danach wird Optionsinhabern ausschließlich das Recht zum Erhalt einer Barzahlung gewährt.
Die Optionsrechte haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016, einen Basispreis in Höhe von EUR 6,25 je Optionsrecht und
orientieren sich an den gleichen Erfolgszielen der beiden vorgenannten Aktienoptionsprogramme.
Zum 31. Dezember 2013 stellen sich die Optionsrechte des Phantom Stock Programms wie folgt dar:
2013
Anzahl der
Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
97.500
Gewährte Optionen
152.500
Ausgeübte Optionen
0
Verfallene Optionen
0
Ausübbare Optionen
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember 2013
250.000
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
340.000
Der Konzern hat 2013 keinen Personalaufwand aus Aktienoptionen der Optionsprogramme 20012016 sowie 2007-2016 und des
Phantom Stock Programmes erfasst, da aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation die Wahrscheinlichkeit des Eintritts
eines der erforderlichen Erfolgsziele als unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Die sich in diesem Zusammenhang für diese als „cash
settled" eingeordneten Aktienoptionspläne zum Bilanzstichtag ergebende Eventualverbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.666.
43. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder waren im Berichtszeitraum bestellt:
Herr Thilo von Selchow (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.)
Non Executive Member of the Board of Volvo Cars Corp., Gothenburg, Geely Automobile Holdings Ltd., Hong Kong and 1MI
Plc., Birmingham
Herr Prof. Gerhard Fettweis (Dr.-Ing., Dr. h.c.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
Herr Dr. Lothar Koniarski (Dipl.-Kaufmann)
Geschäftsführer der Dr. Vielberth Verwaltungsgesellschaft mbH
Dresden, den 28. März 2014
Thilo von Selchow
Steffen Wollek

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus
Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie -Gesamtergebnisrechnung, Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang — sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 14. April 2014
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg
Wirtschaftsprüfer
Papesch
Wirtschaftsprüferin