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Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ ist
die zentrale Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen. Es wurde
vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) eingerichtet und befindet sich in
Trägerschaft des Landratsamtes Görlitz.
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“
Am Erlichthof 15 02956 Rietschen Tel.:(035772)46762
Fax:(035772)46771 E-Mail:kontaktbuero@wolf-sachsen.de
www.wolf-sachsen.de
Infobrief 2017-01 / Jahresrückblick Wölfe in Sachsen 2016
16.01.2017
Vorwort
Zu Beginn des neuen Jahres nimmt unser Büro seine Arbeit unter neuem Namen auf. Die
zentrale Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen heißt nun: Kontaktbüro
„Wölfe in Sachsen“. Mehr hierzu erfahren Sie im vorliegenden Infobrief, der ab diesem Jahr,
anstelle des Newsletters und der quartalsmäßig erscheinenden Pressemitteilung „Aktuelle
Informationen Wölfe in Sachsen“, neu eingeführt wird. Der Infobrief beinhaltet sowohl aktuelle
Informationen zum Vorkommen der Wölfe und Nutztierschäden, wie sie bisher in der
quartalsmäßigen Pressemitteilung veröffentlicht wurden, als auch ggf. weiterführende
Informationen zu Wölfen und Wolfsmanagement, welche bisher im Newsletter thematisiert
wurden. Der Infobrief wird quartalsweise erscheinen. Der erste Infobrief bietet einen Rückblick
auf das Jahr 2016.
Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ wünscht allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr
2017.
Verbreitung der Wölfe in Sachsen
Im Monitoringjahr (MJ) 2015/2016 wurden im Freistaat Sachsen 15 Rudel, 3 Paare und ein
territoriales Einzeltier nachgewiesen (siehe Abb. 1). Von diesen 19 Territorien konnten bisher
17 auch im laufenden Monitoringjahr bestätigt werden. Vom Cunewalde Rudel gibt es aktuell
keine Nachweise mehr. Im Raum Spremberg ist es im aktuellen Monitoringjahr zu
Verschiebungen zwischen angrenzenden Wolfsterritorien gekommen. Derzeit wird versucht
über das Monitoring abzuklären, welche Wölfe im Gebiet zwischen Schleife und Spremberg
unterwegs sind und ob das Spremberger Rudel noch existiert. Der Status in den Territorien
Cunewalde und Spremberg ist derzeit unklar.
Im Raum Bernsdorf wurde im letzten Monitoringjahr ein markierendes Paar nachgewiesen.
Der Rüde wurde im Oktober bei Kamenz tot aufgefunden. Einige Tage später wurde bei
Bernsdorf ein Welpe angefahren und auf Grund seiner Verletzungen eingeschläfert. Die
Vermutung, dass er ein Nachkomme des Bernsdorfer Wolfspaares sein könnte, bestätigte
sich nicht. Bei der genetischen Untersuchung konnte der Welpe keinen genetisch bekannten
Wölfen zugeordnet werden. Da in diesem Gebiet aktuell erneut ein Wolfspaar bestätigt
wurde, muss es hier zu einem Wechsel gekommen sein. Aktuell wird versucht über
genetische Untersuchungen festzustellen, ob der tote Welpe dem neuen Wolfspaar
zuzuordnen ist und ob es sich bei diesem um dieselben Tiere handelt, die auch im Gebiet
um Senftenberg (Brandenburg) nachgewiesen wurden.
Im aktuellen MJ 2016/2017 konnte bisher in 10 Territorien (Biehain, Daubitz, Gohrischheide,
Knappenrode, Königsbrücker Heide, Milkel, Nochten, Raschütz, Seenland, Raum Bernsdorf)
der Nachweis von Welpen erbracht werden. Außerdem gibt es aus dem Daubaner und dem
Neustädter Territorium Aufnahmen aus dem Sommer von automatischen Wildkameras,
welche die jeweilige Fähe mit Gesäuge zeigten. Trotz intensiven Monitorings und dem
regelmäßigem Nachweis des Neustädter Wolfspaares konnten in diesem Gebiet allerdings
keine Welpen nachgewiesen werden. Es ist daher zu vermuten, dass das Neustädter Paar,
das sich erst im Winter 2015 etabliert hat, seinen ersten Wurf verloren hat.

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Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ ist
die zentrale Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen. Es wurde
vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) eingerichtet und befindet sich in
Trägerschaft des Landratsamtes Görlitz.
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“
Am Erlichthof 15 02956 Rietschen Tel.:(035772)46762
Fax:(035772)46771 E-Mail:kontaktbuero@wolf-sachsen.de
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Das Territorium Gohrischheide ist grenzübergreifend mit Brandenburg. Möglicher Weise sind
auch die Territorien Raschütz und Raum Bernsdorf grenzübergreifend. Zusätzlich gibt es drei
Wolfsterritorien (AH, RZ und Z, siehe Karte), die ihr Gebiet nur zu einem kleinen Teil auf
sächsischer Seite haben und daher in den Nachbarländern mitgezählt werden.
Nachweise von einzelnen Wölfen außerhalb etablierter Territorien gab es 2016 im Bereich
des Wermsdorfer Forstes im LK Nordsachsen (Dezember 2016), bei Hohnstein im LK
Sächsische Schweiz – Osterzgebirge (November 2016), sowie in Tschechien an der Grenze
zum Erzgebirgskreis bei Königswalde (Juli 2016). Dabei handelte es sich jeweils um
Einzelnachweise.
Abb. 1:
Wolfsvorkommen in Sachsen im Monitoringjahr 2015/2016. Die Darstellung der
Territorien ist schematisch. Tatsächlich grenzen die einzelnen Territorien überall aneinander
oder überlappen sich teilweise. Schraffiert gekennzeichnet ist das Gebiet Löbau/Zittau, in dem
der Status unklar ist. Angrenzend an das sächsische Wolfsgebiet gibt es auch in Brandenburg
und Polen flächendeckend Wolfspräsenz. Aktuell wurde darüber hinaus auch direkt südlich der
sächsischen
Vorkommen
in
Tschechien,
im
Schluckenauer
Zipfel,
ein
Wolfsrudel
nachgewiesen (Rumburk, in der Karte nicht dargestellt).
Tote Wölfe
Im Freistaat Sachsen wurden im Jahr 2016 insgesamt neun tote Wölfe erfasst. Davon kamen
fünf Wölfe durch Autounfälle ums Leben, wobei in einem Fall der Wolfswelpe den
Zusammenstoß überlebte und anschließend, aufgrund seiner schweren Verletzungen,
eingeschläfert wurde. Bei der veterinärpathologischen Untersuchung stellte sich heraus,
dass das Tier bereits einmal beschossen worden war, dies aber überlebt hatte. Zwei Wölfe
starben eines natürlichen Todes: beide Tiere waren stark abgemagert und wiesen

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vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) eingerichtet und befindet sich in
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entzündete Verletzungen auf. In zwei Fällen blieb die Todesursache unklar: Bei einem im
Mai bei Cunewalde (LK Bautzen) gefundenen Wolf, dessen Kadaver schon zu verwest war
für eine Todesursachenbestimmung und bei einem Totfund im Juli bei Horka (LK Görlitz).
Hier hatte zunächst der Verdacht auf eine illegale Tötung bestanden. Dies konnte durch die
Untersuchung am Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin jedoch nicht
bestätigt werden.
Besondere Vorkommnisse
Seit Mitte November 2016 sind dem Wolfsmanagement wiederholt Sichtungen eines Wolfes
bei Teicha – Neuhammer – Alte Ziegelei (Gemeinde Rietschen, LK Görlitz) gemeldet
worden, der im Siedlungsbereich Futter sucht. Zunächst wurde das Tier im Laufe von zwei
Wochen mehrmals zu unterschiedlichen Tageszeiten, jedoch häufig vormittags, im
Siedlungsbereich beobachtet. Bei einigen Sichtungen befand sich der Wolf auf bzw. in der
unmittelbaren Nähe von bewohnten Grundstücken. Die Beschreibungen der Sichtungen
weisen darauf hin, dass der Wolf auf der Suche nach Futter war.
Während in der ersten Dezemberhälfte nur noch sporadische Hinweise auf den Wolf
eingingen, tritt der Wolf seit der zweiten Dezemberhälfte wieder vermehrt in Erscheinung,
wobei er nun überwiegend abends/nachts im Siedlungsbereich unterwegs ist. Die meisten
Hinweise liegen im Moment durch Aufnahmen von Fotofallen vor. In einigen Fällen wurde
das Tier auch direkt gesichtet, diese fanden dann meist vom Haus aus oder aus dem
Fahrzeug statt. Bei direkter Begegnung mit Menschen, die als solche zu erkennen sind
(Menschen zu Fuß), zog sich das Tier zurück.
Seit Eingang der ersten Sichtungsmeldungen wird die Situation vor Ort durch ein intensives
Monitoring beobachtet. Das Landratsamt Görlitz beauftragte dafür das LUPUS Institut für
Wolfsmonitoring und -forschung, welches in Sachsen die Kernkompetenz für das
Wolfsmonitoring ist. Außerdem wurde durch das Kontaktbüro "Wölfe in Sachsen" die
Informationsarbeit vor Ort verstärkt, um die Bevölkerung über das Tier auf zu klären. Die
Anwohner wurden dazu aufgerufen, keinerlei Essensreste auf Komposthaufen oder in
Siedlungsnähe zu entsorgen, um dem Tier nicht weiter Anreiz zu bieten, im Siedlungsbereich
auf Nahrungssuche zu gehen. Wolfshinweise
werden vom Kontaktbüro, dem Landkreis und
direkt von LUPUS entgegen genommen. Allen
Hinweisen wird zeitnah nachgegangen. Vor Ort
wurde
außerdem
mit
einem
Hund
nach
Auslösereizen (Nahrung) gesucht, Genetikproben
sichergestellt und verstärkt Fotofallen aufgestellt.
Auf einigen Fotofallenaufnahmen ist zu sehen,
wie der Wolf Fressbares von Komposthaufen holt.
Einige Anwohner haben zudem eigene Fotofallen
platziert und leiten Wolfsaufnahmen an das
Wolfsmanagement weiter.
Abb. 2. Jährlingsrüde aus dem Ruszow Rudel hält sich
seit November 2016 bei Rietschen auf und sucht
im Siedlungsbereich nach Futter, z.B. an Komposthaufen.
Mittels genetischer Untersuchung konnte die Identität des Wolfes ermittelt werden. Es
handelt sich um einen Jährlingsrüden aus dem polnischen Ruszow Rudel (Abb. 2). Das
Ruszow Territorium erstreckt sich überwiegend auf polnischer Seite direkt angrenzend an

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Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ ist
die zentrale Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen. Es wurde
vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) eingerichtet und befindet sich in
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Sachsen etwa auf Höhe von Rothenburg O.L. (LK Görlitz). Nach Angaben polnischer
Wissenschaftler ist dieses Tier als Welpe von Menschen gefüttert worden.
Durch den genetischen Abgleich konnte nun nachträglich geklärt werden, dass es sich um
denselben Wolf handelt, der Anfang Juni 2016 dabei beobachtet wurde, wie er vom Vorhof
eines Grundstücks im Rothenburger O.L. Ortsteil Lodenau die Schwarte (Fell) eines dort am
selben Tag zerlegten Wildschweins in das angrenzende Waldstück verschleppte
(Kontaktbüro berichtete).
Nach den vorliegenden Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass der Wolf in der
Vergangenheit bereits mehrmals Nahrung in der Nähe von Menschen erhalten bzw.
gefunden hat und auf Grund dieser, für ihn positiven Erfahrungen, gezielt Siedlungen auf der
Suche nach Fressbarem aufsucht. Das Verhalten des Tieres ist für einen wilden Wolf
ungewöhnlich und nur durch die Vorgeschichte dieses Individuums zu erklären. Bislang hat
das Tier keinen direkten Kontakt zu Menschen gesucht und geht einer direkten Begegnung
aus dem Weg. Derzeit gibt es keine Hinweise auf ein sicherheitsrelevantes Verhalten
gegenüber Menschen. Trotzdem ist ein solches Verhalten unerwünscht und für die
Anwohner vor Ort nicht dauerhaft zumutbar.
Das Sächsische Wolfsmanagement beobachtet die Lage weiterhin intensiv. Sofern es die
Lage erfordert wird das Landratsamt Görlitz geeignete Maßnahmen entsprechend des
Managementplans für den Wolf in Sachsen veranlassen.
Herdenschutz
Im Jahr 2016 wurden dem sächsischen Wolfsmanagement insgesamt 71 Übergriffe auf
Nutztiere gemeldet. Davon konnte in 44 Fällen der Wolf als Verursacher festgestellt bzw.
nicht ausgeschlossen werden. Zwei weitere Fälle sind noch in Bearbeitung. Bei den 44
bestätigten Übergriffen wurden 219 Nutztiere getötet, 15 sind vermisst und 19 weitere
wurden verletzt. Bei den geschädigten Nutztieren handelt es sich um 222 Schafe, 4 Ziegen,
3 Rinder und 24 Stück Wild in Gattern (Dam-, Sika- und Muffelwild).
Die meisten Übergriffe im letzten Jahr fanden im Territorium des Rosenthaler Rudels statt.
Seit der Etablierung des Rosenthaler Wolfspaars im Sommer 2013 im Raum Rosenthal kam
es immer wieder zu Übergriffen auf Schafe. 2014 waren es insgesamt achtzehn Übergriffe,
2015 sechszehn Übergriffe und 2016 elf Übergriffe. Anfangs wurden vermehrt ungeschützte
bzw. nicht ausreichend geschützte Tiere angegriffen. Mit der Zeit waren auch solche, die
nach den Anforderungen zur Gewährung von Schadenausgleichzahlungen (Mindestschutz)
geschützt waren, betroffen. Zehn der 11 Übergriffe 2016 fanden auf Schafe statt, die hinter
Festzäunen gehalten wurden.
Gemäß dem Managementplan für den Wolf in Sachsen ist in Fällen, in denen Wölfe
wiederholt geschützte Nutztiere töten, zunächst die Suche nach sicheren Schutzmethoden
vorgesehen. Das Wolfsmanagement zielt in der gegenwärtigen Situation daher darauf ab,
die Schutzsituation von Schafen und Ziegen im Bereich des Rosenthaler Rudels
flächendeckend zu verbessern. Neben Informationen zum Herdenschutz und den
Fördermöglichkeiten, z.B. durch Pressemitteilungen, wurden 2015 und 2016 im Territorium
des Rosenthaler Rudels kostenlos ca. 17.000 Meter „Flatterband“ (Breitbandlitze) und
zugehörige Weidepfähle an Schaf – und Ziegenhalter verteilt. Zusätzlich können sich
Tierhalter individuell über Schutzmaßnahmen vor Ort beraten lassen. Dies wird
insbesondere Tierhaltern empfohlen, die ihre Schafe hinter einem Festzaun halten.
Festzäune aus Maschendraht, Knotengeflecht oder ähnlichem Material stellen eine rein
physische Barriere dar, da sie anders als Elektrozäune, über keine aktive, abschreckende

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Wirkung verfügen. Erfahrungsgemäß können sie von Wölfen leicht untergraben oder
übersprungen bzw. überklettert werden. Das Wolfsmanagement empfiehlt daher den Einsatz
von Elektrozäunen, in Kombination mit „Flatterband“, welches 20 – 30 cm darüber gespannt
werden soll.
Sollten die empfohlenen Schutzmaßnahmen keine Wirkung zeigen, kann die Entfernung
eines Wolfes als letztes Mittel ergriffen werden.
Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgattern im gesamten Freistaat Sachsen
haben die Möglichkeit, sich Herdenschutzmaßnahmen zu 80% der Nettokosten fördern zu
lassen. Dies wurde wieder von zahlreichen Tierhaltern angenommen. So wurden in 2016
insgesamt 489 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 338.771,70
EUR ausgezahlt.
Frühzeitig umgesetzte, präventive Herdenschutzmaßnahmen können helfen, Übergriffe auf
Nutztiere minimieren.
Umbenennung zu Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“
Zum 01.01.2017 wurde das Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“, die zentrale
Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen, umbenannt in Kontaktbüro „Wölfe
in Sachsen“.
Bei der Gründung des Kontaktbüros 2004, gab es in der sächsischen Lausitz mit einem
Wolfsrudel und einem Wolfspaar das einzige Vorkommen von wildlebenden Wölfen in
Deutschland. Der Titel des Kontaktbüros stellte damals diesen regionalen Bezug dar.
Inzwischen ist das Wolfsvorkommen nicht mehr auf die Lausitz begrenzt. Vor diesem
Hintergrund und auch angesichts der Tatsache, dass das Kontaktbüro seit der Entstehung
des Managementplans für den Wolf in Sachsen im Jahr 2009 als die zentrale Ansprechstelle
zum Thema Wolf für den ganzen Freistaat zuständig ist, wurde der Name des Büros
angepasst.
Der Sitz des Kontaktbüros in Rietschen und somit auch Telefon- und Faxnummer sind
unverändert geblieben, aber die E-Mail und Website-Adresse sind neu. Ab sofort ist das
Kontaktbüro unter der E-Mailadresse
kontaktbuero@wolf-sachsen.de
erreichbar. Die neue
Internetadresse lautet:
www.wolf-sachsen.de.
Ansprechpartner zum Thema Wolf in Sachsen
An wen wende ich mich wenn meine Nutztiere getötet oder verletzt wurden?
Was ist beim Auffinden eines toten/verletzten Wolfes zu tun?
Wo bekomme ich Antworten auf Fragen zum Wolf?
Seit 2009 ist der Managementplan für den Wolf in Sachsen in Kraft. Zuständig für die
Umsetzung des Wolfsmanagements in Sachsen sind die Landratsämter. In jedem
Landratsamt der Landkreise und kreisfreien Städte gibt es geschulte Mitarbeiter. Sie nehmen
Meldungen zum Wolf bzw. Nutztierschäden entgegen und gehen etwaigen Hinweisen vor Ort
nach.
Die Landkreise arbeiten im Wolfsmanagement mit sachkundigen Institutionen und Personen
zusammen, welche die Kernkompetenzen im sächsischen Wolfsmanagement bilden:
Das LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und –forschung (Dipl.-Biol. Gesa Kluth und Dipl.-
Biol. Ilka Reinhardt) ist seit dem Jahr 2002 mit dem wissenschaftlichen Wolfsmonitoring

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Das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ ist
die zentrale Informationsstelle zum Thema Wolf im Freistaat Sachsen. Es wurde
vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) eingerichtet und befindet sich in
Trägerschaft des Landratsamtes Görlitz.
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“
Am Erlichthof 15 02956 Rietschen Tel.:(035772)46762
Fax:(035772)46771 E-Mail:kontaktbuero@wolf-sachsen.de
www.wolf-sachsen.de
(Bestandserfassung und -überwachung) beauftragt. Diese Arbeiten werden im Auftrag des
Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) vom Senckenberg
Museum für Naturkunde Görlitz fachlich betreut und koordiniert.
LUPUS Institut
Tel. 035727 / 577 62
E-Mail: kontakt@lupus-institut.de
Der Sachbearbeiter Wolfsmanagement im Staatsbetrieb Sachsenforst, Herr Dipl.-
Forsting.(FH) André Klingenberger, mit Sitz im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und
Teichlandschaft ist für den Bereich Herdenschutz und Schadensausgleich zuständig. Er ist
Ansprechpartner für Tierhalter in den Landkreisen Görlitz, Bautzen, Meißen und Sächsische
Schweiz – Osterzgebirge, sowie in der Stadt Dresden.
André Klingenberger
Tel. 035932 / 365 31
E-Mail: andre.klingenberger@smul.sachsen.de
Für die Beratung von Tierhaltern in den Landkreisen Nordsachsen, Leipzig, Mittelsachsen,
Zwickau, Erzgebirge und Vogtland, sowie den Städten Leipzig und Chemnitz ist Herr Dipl.-
Agraring. Ulrich Klausnitzer vom Fachbüro für Naturschutz und Landschaftsökologie in
Roßwein, OT Haßlau zuständig.
Ulrich Klausnitzer
Tel.: 0151 / 5055 1465
E-Mail:
herdenschutz@klausnitzer.org
Die Beratung für Tierhalter ist kostenfrei und kann auf Wunsch auch vor Ort stattfinden.
Die Öffentlichkeitsarbeit wird vom Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ in Rietschen zentral
geleitet. Seit September 2004 ist das Kontaktbüro die zentrale Ansprechstelle für die
Informations- und Aufklärungsarbeit zum Thema Wolf in Sachsen gegenüber der
Bevölkerung und der Presse im gesamten Freistaat. Es wurde vom SMUL und dem
Niederschlesischen Oberlausitzkreis eingerichtet und befindet sich in der Trägerschaft des
Landkreises Görlitz.
Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“
Tel. 035772 / 467 62
E-Mail: kontaktbuero@wolf-sachsen.de
Weitere Informationen zum Thema Wolf finden Sie unter
www.wolf-sachsen.de
Die Veröffentlichung des Fotos ist nur im Zusammenhang mit der Verbreitung der
Inhalte dieser Pressemitteilung gestattet. Sie ist kostenfrei. An dem Foto ist der
entsprechende Bildnachweis abzudrucken: „LUPUS“. Das Foto zeigt eine
Fotofallenaufnahme des Jährlingsrüdens aus dem Ruszow Rudel im Raum Rietschen.
Abkürzungen
LK - Landkreis, MJ - Monitoringjahr (01.05.XX bis 30.04. des darauffolgenden Jahres),
SMUL - Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft