TPK
Seite 1
Statistik der Kinder- und Jugendhilfe
Teil III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich
geförderter Kindertagespflege
TPK:
Kinder in Kindertagespflege
Bitte beachten Sie bei der Beantwor-
tung der Fragen die Erläuterungen in
der separaten Unterlage.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
Ansprechperson für Rückfragen
( freiwillige Angabe )
Name:
Telefon oder E-Mail:
TPK
Stichtag: 1. März 2022
1–15
BA Land
Kreis
Gemeinde
Laufende Nummer
2
Kennnummer Einrichtung
A
Persönliche Merkmale
1
Geschlecht (nach Geburtenregister)
16
Männlich
..........................................................
1
Weiblich
...........................................................
2
Divers
...............................................................
3
Ohne Angabe (nach Geburtenregister)
...
7
2
Geburtsmonat
.....................................
17–18
3
Geburtsjahr
..........................................
19–22
4
In Kindertagespflege seit
Monat
.......................................................
23–24
Jahr
..........................................................
25–28
5
Migrationshintergrund
5.1
Ausländische Herkunft mindestens
eines Elternteils
( nicht: Staatsangehörigkeit )
29
Ja
.......................................................................
1
Nein
...................................................................
2
5.2 In der Familie vorrangig
gesprochene Sprache
30
Deutsch
............................................................
1
Nicht Deutsch
.................................................
2
6
Verwandtschaftsverhältnis
zur Kindertagespflegeperson
31
Großeltern
.......................................................
1
Andere Verwandte
........................................
2
Nicht verwandt
...............................................
3
B
Vertraglich vereinbarte
Betreuungszeiten
1
Stundenumfang pro Woche
...........
32–33
2
Anzahl der Betreuungstage
pro
Woche
..................................................
34
3
Betreuung findet ( auch ) am
Wochenende statt
35
Ja
.......................................................................
1
Nein
...................................................................
2
3
Kind erhält ( über die Kindertagespfle-
geperson angebotene ) Mittagsver-
pflegung während der Kindertages-
pflege
36
Ja
.......................................................................
1
Nein
...................................................................
2
M U S T E R !

Seite 2
TPK
Name und Anschrift
Bitte aktualisieren Sie Ihre Anschrift, falls erforderlich.
Bemerkungen
Zur Vermeidung von Rückfragen unsererseits können Sie
hier auf besondere Ereignisse und Umstände hinweisen,
die Einfluss auf Ihre Angaben haben.
C
Erhöhter Förderbedarf
Kind erhält in der Kindertagespflege
Eingliederungshilfe nach dem
SGB IX / SGB VIII wegen …
1
körperlicher Behinderung
.........................
37
1
2
geistiger Behinderung
...............................
38
1
3
drohender oder seelischer Behinderung
( u. a. Entwicklungsverzögerung )
............
39
1
D
Umfang der öffentlichen
Finanzierung / Förderung
Mehrfachangaben möglich.
1
Information, Vermittlung
...........................
40
1
2
Fachliche Unterstützung
...........................
41
1
3
Sachaufwand
...............................................
42
1
4
Beitrag zur Anerkennung der
Förderleistung
.............................................
43
1
noch:
D
Umfang der öffentlichen
Finanzierung / Förderung
5
Beitrag zur Unfallversicherung
...............
44
1
6
Beitrag zur Alterssicherung,
Beitrag zur Kranken- und
Pflegeversicherung
...................................
45
1
7
Andere, auf Landesrecht
beruhende öffentliche
Finanzierung / Förderung
..........................
46
1
E
Gleichzeitig bestehende
andere Betreuungs-
arrangements
Es ist nur eine Angabe möglich.
Kind besucht zusätzlich zu dieser
Kindertagespflege:
1
Eine Einrichtung der Kindertages-
betreuung ( z. B. Krippe, Kinder-
garten, Hort, altersgemischte
Einrichtungen )
................................................
47
1
2
Ein weiteres ( zeitlich kürzeres )
Kindertagespflegeverhältnis
.......................
2
3
Eine Ganztagsschule
...................................
3
4
Kein anderes Betreuungs-
arrangement
...................................................
4
F
Kind besucht bereits
die Schule
...............................................
48
1
1–15
BA Land
Kreis
Gemeinde
Laufende Nummer
2
M U S T E R !

TPP
Seite 1
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit.
Statistik der Kinder- und Jugendhilfe
Teil III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich
geförderter Kindertagespflege
TPP: Kindertagespflegepersonen
TPP
Stichtag: 1. März 2022
Ansprechperson für Rückfragen
( freiwillige Angabe )
Name:
Telefon oder E-Mail:
Bitte beachten Sie bei der Beantwor-
tung der Fragen die Erläuterungen in
der separaten Unterlage.
1–15
BA Land
Kreis
Gemeinde
Laufende Nummer
3
Kennnummer Einrichtung
A
Persönliche Merkmale
16
1
1
Geschlecht (nach Geburtenregister)
Männlich
.........................................................................
Weiblich
..........................................................................
2
Divers
..............................................................................
3
Ohne Angabe (nach Geburtenregister)
..................
7
B
Art und Umfang der Qualifikation
1
Höchster allgemeinbildender Schulabschluss
1.1
ohne Schulabschluss
..................................................
23–24
01
1.2
Hauptschulabschluss/
Volksschulabschluss
....................................................
02
1.3
Realschulabschluss/ Mittlere Reife/
gleichwertiger Abschluss
............................................
03
1.4
Abitur (allgemeine oder fachgebundene
Hochschulreife)
.............................................................
04
1.5
Anderer Schulabschluss/Unbekannt
.......................
05
2
Geburtsmonat
....................................
17–18
3
Geburtsjahr
.........................................
19–22
2
Höchster Berufsausbildungsabschluss
2.1 Dipl.-Sozialpädagoge / -pädagogin,
Dipl.-Sozialarbeiter / -arbeiterin
( FH oder vergleichbarer Abschluss )
.......................
25–26
01
2.2 Dipl.-Pädagoge / -Pädagogin, Dipl.-Sozial-
pädagoge / -pädagogin, Dipl.-Erziehungs-
wissenschaftler / -wissenschaftlerin ( Uni-
versität oder vergleichbarer Abschluss )
.................
02
2.3 Dipl.-Heilpädagoge / -pädagogin
( FH oder vergleichbarer Abschluss )
.......................
03
2.4 Staatlich anerkannter / anerkannte Kind-
heitspädagoge / -pädagogin ( Master )
......................
36
2.5 Staatlich anerkannter / anerkannte Kind-
heitspädagoge / -pädagogin ( Bachelor )
..................
37
2.6 Erzieher / Erzieherin
......................................................
04
2.7 Heilpädagoge / -pädagogin ( Fachschule )
...............
05
2.8
Kinderpfleger / -pflegerin
.............................................
06
M U S T E R !

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TPP
Name und Anschrift
Bitte aktualisieren Sie Ihre Anschrift, falls erforderlich.
Bemerkungen
Zur Vermeidung von Rückfragen unsererseits können Sie
hier auf besondere Ereignisse und Umstände hinweisen,
die Einfluss auf Ihre Angaben haben.
noch:
B
Art und Umfang der Qualifikation
2.9 Heilerzieher / -erzieherin, Heilerziehungspfle-
ger / -pflegerin ( auch Kinderkrankenschwester,
Kranken- und Altenpfleger / -pflegerin )
....................
25–26
07
2.10 Familienpfleger / -pflegerin
..........................................
08
2.11 Assistent / Assistentin im Sozialwesen
( Sozialassistent / -assistentin, Sozialbetreuer /
-betreuerin, Sozialpflegeassistent /- assistentin,
sozialpädagogischer Assistent / Assistentin )
.........
09
2.12 Soziale und medizinische Helferberufe
( Erziehungshelfer / -helferin, Heilerziehungs-
helfer / -helferin, Heilerziehungspflegehelfer /
-pflegehelferin, Hauswirtschaftshelfer /
-helferin, Krankenpflegehelfer / -helferin )
................
10
2.13 Sonstige soziale / sozialpädagogische
Kurzausbildung
.............................................................
11
2.14 Anderer, nicht fachpädagogischer
Berufsausbildungsabschluss
.....................................
99
2.15 Noch in Berufsausbildung
..........................................
34
2.16 Ohne abgeschlossene Berufsausbildung
..............
35
3
Abgeschlossener Qualifizierungs-
kurs für Kindertagespflege
27
Ja
......................................................................................
1
Nein
..................................................................................
2
Wenn „Ja“, dann bitte die Dauer des
Qualifizierungskurses ankreuzen.
28
Weniger als 160 Stunden
...........................................
1
160 –
299 Stunden
.......................................................
2
300 Stunden und mehr
...............................................
3
4
Anderer Nachweis der Qualifikation
29
Ja
......................................................................................
1
Nein
..................................................................................
2
5
In tätigkeitsbegleitender
Grundqualifizierung
30
Ja
......................................................................................
1
Nein
..................................................................................
2
6
Erste-Hilfe-Kurs für
Säuglinge und Kleinkinder
31
Ja
......................................................................................
1
Nein
..................................................................................
2
C
Angaben zur Betreuung
1
Anzahl der betreuten Kinder
( mit öffentlichen Mitteln geförderte
Betreuungsverhältnisse am Stichtag )
........
32–33
2
( Überwiegender ) Ort der Betreuung
Bitte für
jeden Ort
die entsprechende
Anzahl der Kinder angeben.
2.1 In der Wohnung des Kindes / der Kinder
....
34–35
2.2
In der eigenen Wohnung
...............................
36–37
2.3
In anderen Räumen
........................................
38–39
1–15
BA Land
Kreis
Gemeinde
Laufende Nummer
3
M U S T E R !

TP
Seite 1
1 Den Wortlaut der nationalen Rechtsvorschriften in der jeweils geltenden Fassung finden Sie
unter
https://www.gesetze-im-internet.de/
.
2 Die Rechtsakte der EU in der jeweils geltenden Fassung und in deutscher Sprache finden Sie auf der
Internetseite des Amtes für Veröffentlichungen der Europäischen Union unter
https://eur-lex.europa.eu/
.
TP
Zweck, Art und Umfang der Erhebung
Zweck der Erhebung ist, einen Überblick über das Angebot an mit öffent-
lichen Mitteln geförderter Kindertagespflege sowie über den Stand des
bedarfsgerechten Ausbaus dieses Angebots zu erhalten. Erhoben wer-
den die Anzahl der in Kin dertagespflege befindlichen Kinder sowie die
Zahl der die Kindertages pflege durchführenden Personen. Die Erhebung
ergänzt die Statistik über Kinder und tätige Personen in Einrichtungen der
Kindertagesbetreuung und trägt zu einem möglichst umfassenden Überblick
über die Zahl der in Tages betreuung untergebrachten Kinder bei. Beide Erhe-
bungen stellen zusammen die Grunddaten für die Planung von Kindertages-
betreuung auf örtlicher und überörtlicher Ebene bereit.
Die Erhebung wird als Totalerhebung bei den örtlichen Trägern der öffent-
lichen Jugendhilfe in jährlichem Abstand – jeweils zum Stichtag 1. März –
durchgeführt.
Rechtsgrundlagen, Auskunftspflicht
Rechtsgrundlage ist das Achte Buch Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugend-
hilfe (S G B V I I I) in Verbindung mit dem B Stat G.
Erhoben werden Angaben zu § 99 Absatz 7a S G B V I I I.
Die Auskunftspflicht ergibt sich aus § 102 Absatz 1 Satz 1 S G B V I I I in Verbin­
dung mit § 15 B Stat G. Nach § 102 Absatz 2 Nummer 1 und 5 S G B V I I I sind
die örtlichen Träger der Jugendhilfe sowie die kreisangehörigen Gemeinden
und Gemeindeverbände, soweit sie Aufgaben der Jugendhilfe wahrnehmen,
auskunftspflichtig.
Nach § 11a Absatz 1 B Stat G sind Stellen, die Aufgaben der öffentlichen
Verwaltung wahrnehmen und bereits standardisierte elektronische Verfah-
ren nutzen, verpflichtet, diese auch für die Übermittlung von Daten an die
Statistischen Ämter zu verwenden. Soweit diese Stellen keine standardisier-
ten Verfahren für den Datenaustausch einsetzen, sind elektronische Verfahren
nach Absprache mit den Statistischen Ämtern zu verwenden.
Erteilen Auskunftspflichtige keine, keine vollständige, keine richtige oder nicht
rechtzeitig Auskunft, können sie zur Erteilung der Auskunft mit einem Zwangs-
geld nach den Verwaltungsvollstreckungsgesetzen der Länder angehalten
werden.
Nach § 23 B Stat G handelt darüber hinaus ordnungswidrig, wer
– vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 15 Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 und 5
Satz 1 B Stat G eine Auskunft nicht, nicht rechtzeitig, nicht vollständig oder
nicht wahrheitsgemäß erteilt oder
– entgegen § 15 Absatz 3 B Stat G eine Antwort nicht in der vorgeschriebenen
Form erteilt.
Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro
geahndet werden.
Unterrichtung nach § 17 Bundesstatistikgesetz (B Stat G)
1
und nach
der Datenschutz­Grundverordnung (E U) 2016/679 (D S­G V O)
2
Statistik der Kinder- und Jugendhilfe
Teil III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich
geförderter Kindertagespflege
Stichtag: 1. März 2022
M U S T E R !

Seite 2
TP
Nach § 15 Absatz 7 B Stat G haben Widerspruch und Anfechtungsklage gegen
die Aufforderung zur Auskunftserteilung keine aufschiebende Wirkung.
Soweit die Erteilung der Auskunft freiwillig ist, kann die Einwilligung in die
Verarbeitung der freiwillig bereitgestellten Angaben jederzeit widerrufen
werden. Der Widerruf wirkt erst für die Zukunft. Verarbeitungen, die vor dem
Widerruf erfolgt sind, sind davon nicht betroffen.
Verantwortlicher
Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten ist das für Ihr Bundesland
zuständige Statistische Amt. Die Kontaktdaten finden Sie unter
https://www.statistikportal.de/de/statistische-aemter.Geheimhaltung
Die Geheimhaltung der erhobenen Einzelangaben richtet sich nach § 16
B Stat G.
Hilfsmerkmale, laufende Nummer/ Ordnungsnummern, Löschung
Name und Anschrift der auskunftgebenden Stelle, Name und Telefonnummer
oder E-Mail-Adresse der für Rückfragen zur Verfügung stehenden Person
sowie die Kennnummer der Einrichtung sind Hilfsmerkmale, die lediglich der
technischen Durchführung der Erhebung dienen. Sie werden nach Abschluss
der Überprüfung der Erhebungs- und Hilfsmerkmale auf ihre Schlüssigkeit
und Vollständigkeit gelöscht.
Die vom Statistischen Amt vergebene Ordnungsnummer dient der Unterschei­
dung der in die Erhebung einbezogenen Einrichtungen sowie der rationellen
Aufbereitung der Erhebung. Sie besteht aus einem Regionalschlüssel für das
jeweilige Bundesland, den jeweiligen Kreis und die jeweilige Gemeinde sowie
einer frei vergebenen laufenden Nummer für jedes gemeldete Kind und jede
gemeldete Kindertagespflegeperson.
Rechte der Betroffenen, Kontaktdaten der/des Datenschutzbeauftragten,
Recht auf Beschwerde
Die Auskunftgebenden, deren personenbezogene Angaben verarbeitet
wer den,
können
– eine Auskunft nach Artikel 15 D S­G V O,
– die Berichtigung nach Artikel 16 D S­G V O,
– die Löschung nach Artikel 17 D S­G V O sowie
– die Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 D S­G V O
der jeweils sie betreffenden personenbezogenen Angaben beantragen oder
der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Angaben nach Artikel 21 D S­G V O
widersprechen.
Die Betroffenenrechte können gegenüber jedem zuständigen Verant wortlichen
geltend gemacht werden.
Sollte von den oben genannten Rechten Gebrauch gemacht werden, prüft
die zuständige öffentliche Stelle, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür
erfüllt sind. Die antrag stellende Person wird gegebenenfalls aufgefordert, ihre
Identität nachzuweisen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden.
Fragen und Beschwerden über die Einhaltung datenschutzrechtlicher
Bestimmungen können jederzeit an die behördliche Datenschutzbeauftragte
oder den behördlichen Datenschutzbeauftragten des verantwortlichen Statis-
tischen Amtes oder an die jeweils zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde
gerichtet werden (Artikel 77 D S­G V O). Deren Kontaktdaten finden Sie unter
https://www.statistikportal.de/de/datenschutz
.
M U S T E R !

TPK
Seite 1
Erläuterungen zum Fragebogen
Statistik der Kinder- und Jugendhilfe
Teil III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich
geförderter Kindertagespflege
TPK:
Kinder in Kindertagespflege
Stichtag: 1. März 2022
TPK
Abgrenzung des Erhebungsbereichs
Erfasst werden in dieser Erhebung alle Kinder, die sich in mit
öffentlichen Mitteln geförderter Kindertagespflege befinden
sowie alle Kindertagespflegepersonen, die die Kindertages-
pflege durchführen. Es sind nur die Kindertagespflegeper-
sonen zu melden, die zum Stichtag 1. März auch tatsächlich
Kinder in einem vertraglichen Betreuungsverhältnis haben. Im
Sinne des SGB VIII sind Kinder alle Personen, die noch nicht
das 14. Lebensjahr vollendet haben ( § 7 Absatz 1 Nummer 1
SGB VIII ). Angaben zu den Kindern und zu den Kindertages-
pflegepersonen werden mit je einem gesonderten Fragebogen
erfasst. Bestehen für ein Kind verschiedene, mit öffentlichen
Mitteln geförderte Kindertagespflegeverhältnisse, ist dieses
Kind nur einmal zur Statis tik zu melden. Bezug für die Meldung
ist die zeitlich längste Kindertagespflege. Kindertagespflege-
personen, die ausschließlich zur Sicherstellung der Betreuung
in Ausfall zeiten ( z. B. Krankheit, Urlaub ) der regulären Kinder-
tagespflegeperson eingesetzt werden, sind nicht zur Statistik
zu melden.
„Förderung mit öffentlichen Mitteln“ bezieht sich dabei nicht
ausschließlich auf die Gewährung einer laufenden Geld-
leistung an die Kindertagespflegepersonen. Nach § 23 SGB
VIII ist öffentliche Förderung weiter gefasst. Sie kann jede ein-
zelne der in § 23 Absatz 1 und Absatz 4 SGB VIII genannten
Leistungen umfassen. Danach werden auch solche Kinder zur
Statis tik gemeldet, bei denen das Jugendamt ( nur ) die Vermitt-
lung des Kindes zu einer geeigneten Kindertagespflegeperson
und / oder die Beratung der Kindertagespflegeperson oder der
Eltern übernommen hat. Ebenfalls zur Statistik zu melden sind
solche Kinder, die von Kindertagespflegepersonen betreut
werden, die vom Jugendamt in ihrer Tätigkeit begleitet werden
( z. B. in Praxisbegleitgruppen ) und / oder an Kursen / Veranstal-
tungen zur weiteren Qualifizierung ihrer Tätigkeit teilnehmen.
Ebenso sind spezielle, im Landesrecht vorgesehene Förde-
rungen mit öffentlichen Mitteln zu berücksichtigen.
Meldung zur Statistik
Für jedes Kind, das sich zum Stichtag 1. März 2022 in einer
mit öffentlichen Mitteln geförderten Kindertagespflege befin-
det, sowie für jede Person, die diese Kindertagespflege durch-
führt, ist ein Fragebogen vollständig auszufüllen und bis zum
29. März 2022 an das Statistische Amt zu senden. Entschei-
dend für die Meldung zur Statistik ist allein die Förderung nach
§ 23 SGB VIII.
Die Angaben zu den betreuten Kindern werden von dem
Jugendamt gemeldet, das das Betreuungsverhältnis vermittelt
hat und die Kosten trägt.
Die Meldung der Kindertagespflegeperson erfolgt durch das
Jugendamt, in dessen Zuständigkeit die Kindertagespflegeper-
son wohnt.
Findet die Betreuung in der Wohnung des Kindes statt und
kommt die Kindertagespflegeperson aus einem anderen Ju-
gendamtsbezirk, meldet das Jugendamt, in dessen Zuständig-
keit das betreute Kind wohnt, sowohl die Angaben zum Kind
als auch die Angaben zu der Kindertagespflegeperson.
Betreut eine Kindertagespflegeperson Kinder aus verschie-
denen Jugendamtsbezirken, gilt folgende Regelung für die
Meldung zur Statistik:
Die Meldung der Kindertagespflegeperson erfolgt, um Doppel-
zählungen zu vermeiden, durch das Jugendamt, in dessen
Zuständigkeit die Kindertagespflegeperson wohnt.
A Persönliche Merkmale
1
3 Geschlecht, Geburtsmonat und Geburtsjahr
des Kindes
Für jedes Kind sind Geschlecht, Geburtsmonat und Geburts-
jahr anzugeben. Letztere Angaben werden zur Berechnung
des genauen Alters des Kindes benötigt.
Das Geschlecht ist so anzugeben, wie es im Geburtenregister
erfasst ist. Die Antwortmöglichkeit „divers“ oder „ohne Angabe“
ist nur dann auszuwählen, wenn im Geburtenregister „divers“
oder „ohne Angabe“ eingetragen ist. „Ohne Angabe“ ist also
keine Antwortoption, um in dieser Erhebung keine Auskunft
zum Geschlecht zu geben.
4
In Kindertagespflege seit ( Monat und Jahr
der Aufnahme )
Hier ist anzugeben, seit wann das am Erhebungsstichtag
gültige Betreuungsverhältnis besteht. Dabei kommt es auf
den rechtlichen Vertragsbeginn an. Tatsächliche Betreuungs-
unterbrechungen bei laufendem Vertrag ( etwa wegen Krank-
heit oder Urlaub ) bleiben unberücksichtigt.
Bei rechtlicher Unterbrechung ist der Beginn des Neuvertrages
anzugeben.
Ausnahme:
Wenn es sich um einen Anschlussvertrag handelt, der un-
mittelbar nach Beendigung des Ersatzvertrages mit derselben
Kindertagespflegeperson abgeschlossen wurde, ist der Beginn
des Erstvertrages anzugeben.
Beispiele:
Ein Kind war seit dem 1. Mai 2018 in Kindertagespflege; der
Betreuungsvertrag lief bis Ende Juli 2019. Ab September
2019 wurde ein neuer Betreuungsvertrag geschlossen. Bei
„In Kindertagespflege seit“ ist 09 2019 anzugeben.
Ein Kind befand sich ab Januar 2018 in einem zeitlich be-
fristeten Betreuungsverhältnis. Dieses lief bis Ende Juli
2018. Mit derselben Kindertagespflegeperson wurde für
den Zeitraum ab August 2018 ein direkter Anschlussvertrag
abgeschlossen. Bei „In Kindertagespflege seit“ ist 01 2018
anzugeben.
5
Migrationshintergrund
Bei
ausländischer Herkunft mindestens eines Elternteils
ist anzugeben, ob die Mutter und / oder der Vater des Kindes
aus dem Ausland stammen. Hierbei ist die aktuelle Staats-
angehörigkeit der Eltern nicht maßgeblich. Leben die Eltern
nicht mehr zusammen ( Trennung, Scheidung, Verwitwung ),
M U S T E R !

Seite 2
TPK
ist für die Angabe nur die Situation des Elternteils zu berück-
sichtigen, bei dem das Kind lebt. Im Falle einer neuen Partner-
schaft des Elternteils, bei dem das Kind lebt, soll die Situation
des neuen Partners mit berücksichtigt werden.
Beispiele:
Die Familienmitglieder sind als Aussiedler aus Russland
mit deutscher Staatsangehörigkeit nach Deutschland
gekommen. In dem Fall ist „Ja“ anzugeben.
Die Eltern sind aus der Türkei nach Deutschland gekommen
und haben die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen.
In diesem Fall ist „Ja“ anzugeben.
Die Eltern sind in Deutschland geboren und aufgewachsen
und haben die italienische Staatsangehörigkeit ( „Migranten
der zweiten oder dritten Generation“ ). In diesem Fall ist
„Nein“ anzugeben.
Darüber hinaus ist anzugeben, ob
in der Familie des
Kindes vorrangig Deutsch oder eine andere Sprache
gesprochen wird.
6
Verwandtschaftsverhältnis zur Kindertagespflege-
person
Großeltern
ist nur anzugeben, wenn es sich um die „leib-
lichen“ Großeltern des Kindes handelt. Eltern eines neuen
Lebens- / Ehepartners zählen nur dann als „Großeltern“, wenn
der neue Partner das Kind adoptiert hat.
Andere Verwandte:
Ein Kind gilt als mit der Kindertagespfle-
geperson verwandt oder verschwägert in gerader Linie oder
in der Seitenlinie bis zum vierten Grad ( z. B. Geschwister der
leiblichen Eltern bzw. deren
Ehe
partner ( Tante, Onkel des
Kindes ), Geschwister der Großeltern ). Nicht als verwandt
gelten ( Tauf- ) Paten des Kindes, sofern sie nicht das o. g.
Kriterium erfüllen.
In allen anderen Fällen ist
„nicht verwandt“
anzugeben.
B Vertraglich vereinbarte Betreuungszeiten
Unter
Betreuungszeit
ist der
vertraglich vereinbarte
Stundenumfang pro Woche anzugeben sowie die Zahl der
Tage pro Woche, an denen die Betreuung stattfindet.
Entscheidend ist ausschließlich der vertraglich vereinbarte
Betreuungsumfang, auch wenn dieser vom tatsächlichen
Betreuungsumfang abweicht.
Wenn der Betreuungsvertrag nicht den wöchentlichen,
sondern den täglichen oder monatlichen Betreuungsumfang
festschreibt, so ist dieser entsprechend auf eine Woche um-
zurechnen ( tägliche Betreuungszeit mal Anzahl der wöchent-
lichen Betreuungstage bzw. monatliche Betreuungszeit durch
4,35 ). Bei wöchentlich unterschiedlichem Betreuungsumfang
ist der Durchschnittswert zu bilden. Zudem ist anzugeben, ob
die Betreuung – vertraglich vereinbart – auch am Wochenende
( Samstag und / oder Sonntag ) stattfindet.
Mittagsverpflegung
umfasst nur Mittagessen, das
über die
Kindertagespflegeperson organisiert
ist. Dazu zählt u. a.
Mittagessen, das in der Kindertagespflegestelle selbst gekocht
oder anderweitig bereitgestellt wird.
Nicht dazu zählt
von zu
Hause selbst mitgebrachtes Essen ( Lunch-Paket ).
Mittagsverpflegung ist dann anzukreuzen, wenn das Kind an
mindestens
der Hälfte der betreuten Tage pro Woche ein
über die Kindertagespflegeperson organisiertes Essen erhält.
C Erhöhter Förderbedarf
Bitte beachten Sie:
Bei der Beantwortung der Frage, ob ein Kind entsprechende
Eingliederungshilfe in der Kindertagespflege erhält, ist es un-
erheblich nach welcher gesetzlichen Grundlage ( SGB VIII
oder SGB IX ) diese erfolgt.
Um eine entsprechende Eingliederungshilfe in der Kinder-
tagespflege zu erhalten, ist ein
amtlicher Bescheid
bzw.
ein Gutachten maßgebend.
Sofern das Kind eine anerkannte Mehrfachbehinderung
hat und z. B. sowohl eine körperliche als auch eine geistige
Behinderung hat, sind beide Felder anzukreuzen.
In keinem Fall ist jedoch eine Eingliederungshilfe anzu-
kreuzen,
wenn es sich lediglich um eine Einschätzung der
Auskunft gebenden Kindertagespflegeperson handelt, ohne
dass eine Feststellung durch die zuständigen Ämter erfolgt
ist oder ein entsprechender Bescheid noch nicht vorliegt.
Kind erhält in der Kindertagespflege Eingliederungshilfe
wegen körperlicher Behinderung
Kind erhält in der Kindertagespflege Eingliederungshilfe
wegen geistiger Behinderung
Hier ist anzukreuzen, wenn das Kind einen
nachgewiesenen
erhöhten
Förderbedarf wegen körperlicher
und / oder
geistiger Behinderung
hat und
in der Kindertagespflege
Eingliederungshilfe
erhält.
Zu den
körperlichen Behinderungen
zählen u. a. Blindheit,
Gehörlosigkeit, Cerebralparesen / Spastiken, Querschnitt-
lähmungen oder der Teilverlust von Gliedmaßen. Zu den
geistigen Behinderungen
zählen u. a. Trisomie 21, Autismus,
Fragiles X-Syndrom, Angelmann-Syndrom, Fetales Alkohol-
syndrom.
Kind erhält in der Kindertagespflege Eingliederungshilfe
wegen drohender oder seelischer Behinderung
Hier ist anzukreuzen, wenn das Kind einen
nachgewiesenen
erhöhten
Förderbedarf
aufgrund
einer drohenden oder
einer seelischen Behinderung
hat und
in der Kindertages-
pflege Eingliederungshilfe
erhält.
Dabei kann es sich um eine ( drohende ) seelische Behinde-
rung nach § 35a SGB VIII oder nach SGB IX handeln oder
das Kind erhält in der Kindertagespflege eine Eingliederungs-
hilfe, da es von einer Behinderung bedroht ist, z. B. aufgrund
einer
Entwicklungsverzögerung.
D Umfang der öffentlichen Finanzierung /
Förderung
Der Umfang der öffentlichen Finanzierung / Förderung ist weit
gefasst und bezieht sich nicht nur auf Gewährung einer
laufenden Geldleistung des öffentlichen Trägers ( vgl. unter
„Abgrenzung des Erhebungsbereichs“ ).
Hier sind die entsprechenden Leistungen anzukreuzen, die
im Zusammenhang mit dem Kindertagespflegeverhältnis
des Kindes erbracht werden / wurden ( Mehrfachangaben ).
Fachliche Unterstützung
( 2 ) umfasst die Beratung der Kin-
dertagespflegeperson und / oder der Eltern, die Begleitung der
Kindertagespflegeperson z. B. in „Praxisbegleitgruppen“ und
die Weiterqualifikation der Kindertagespflegeperson.
M U S T E R !

TPK
Seite 3
E
Gleichzeitig bestehende andere
Betreuungsarrangements
Wird das Kind zusätzlich zu dieser Kindertagespflege noch in
anderer Form über Tag betreut, ist dies hier anzugeben. Ein
weiteres Kindertagespflegeverhältnis
ist auch dann anzu-
geben, wenn es nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.
Zur
Ganztagsschule
zählen auch Betreuungen, die außerhalb
des Unterrichts in schulischer Trägerschaft durchgeführt
werden.
Kein anderes Betreuungsarrangement
ist auch
anzukreuzen, wenn das Kind z. B. eine Schule besucht.
Nicht als Kindertagesbetreuung gelten Au-Pair-Verhältnisse
oder Babysitting.
Bitte beachten Sie:
Besteht für das Kind ein weiteres
mit öffentlichen Mitteln
gefördertes Kindertagespflegeverhältnis bei einer anderen
Kindertagespflegeperson, ist dieses Kind nur einmal zur
Statistik zu melden. Bezug für die Meldung ist die zeitlich
längste Kindertagespflege.
F
Kind besucht bereits die Schule
Besucht das Kind bereits die Schule, ist dies hier anzugeben.
Als Schule gelten alle dem Schulsystem zugeordneten
Einrichtungen.
M U S T E R !

 
TPP
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Statistik der Kinder- und Jugendhilfe
Teil III.3: Kinder und tätige Personen in öffentlich
geförderter Kindertagespflege
Stichtag: 1. März 2022
TPP
Abgrenzung des Erhebungsbereichs
Erfasst werden in dieser Erhebung alle Kinder, die sich in mit
öffentlichen Mitteln geförderter Kindertagespflege befinden so-
wie alle Kindertagespflegepersonen, die die Kindertagespflege
durchführen. Es sind nur die Kindertagespflegepersonen zu
melden, die zum Stichtag 1. März auch tatsächlich Kinder in
einem vertraglichen Betreuungsverhältnis haben. Im Sinne des
SGB VIII sind Kinder alle Personen, die noch nicht das 14. Le-
bensjahr vollendet haben ( § 7 Absatz 1 Nummer 1 SGB VIII ).
Angaben zu den Kindern und zu den Kindertagespflegeper-
sonen werden mit je einem gesonderten Fragebogen erfasst.
Bestehen für ein Kind verschiedene, mit öffentlichen Mitteln
geförderte Tagespflegeverhältnisse, ist dieses Kind nur einmal
zur Statis tik zu melden. Bezug für die Meldung ist die zeitlich
längste Tagespflege. Kindertagespflegepersonen, die aus-
schließlich zur Sicherstellung der Betreuung in Ausfall zeiten
( z. B. Krankheit, Urlaub ) der regulären Kindertagespflegeper-
son eingesetzt werden, sind nicht zur Statistik zu melden.
„Förderung mit öffentlichen Mitteln“ bezieht sich dabei nicht
ausschließlich auf die Gewährung einer laufenden Geld-
leistung an die Kindertagespflegepersonen. Nach § 23 SGB
VIII ist öffentliche Förderung weiter gefasst. Sie kann jede ein-
zelne der in § 23 Absatz 1 und Absatz 4 SGB VIII genannten
Leistungen umfassen. Danach werden auch solche Kinder zur
Statis tik gemeldet, bei denen das Jugendamt ( nur ) die Vermitt-
lung des Kindes zu einer geeigneten Kindertagespflegeperson
und / oder die Beratung der Kindertagespflegeperson oder der
Eltern übernommen hat. Ebenfalls zur Statistik zu melden sind
solche Kinder, die von Kindertagespflegepersonen betreut
werden, die vom Jugendamt in ihrer Tätigkeit begleitet werden
( z. B. in Praxisbegleitgruppen ) und / oder an Kursen / Veranstal-
tungen zur weiteren Qualifizierung ihrer Tätigkeit teilnehmen.
Ebenso sind spezielle, im Landesrecht vorgesehene Förde-
rungen mit öffentlichen Mitteln zu berücksichtigen.
Meldung zur Statistik
Für jedes Kind, das sich zum Stichtag 1. März 2022 in einer
mit öffentlichen Mitteln geförderten Kindertagespflege befin-
det, sowie für jede Person, die diese Kindertagespflege durch-
führt, ist ein Fragebogen vollständig auszufüllen und bis zum
29. März 2022 an das Statistische Amt zu senden. Entschei-
dend für die Meldung zur Statistik ist allein die Förderung nach
§ 23 SGB VIII.
Die Angaben zu den betreuten Kindern werden von dem
Jugendamt gemeldet, das das Betreuungsverhältnis vermittelt
hat und die Kosten trägt.
Die Meldung der Kindertagespflegeperson erfolgt durch das
Jugendamt, in dessen Zuständigkeit die Kindertagespflegeper-
son wohnt.
Findet die Betreuung in der Wohnung des Kindes statt und
kommt die Kindertagespflegeperson aus einem anderen Ju-
gendamtsbezirk, meldet das Jugendamt, in dessen Zuständig-
keit das betreute Kind wohnt, sowohl die Angaben zum Kind
als auch die Angaben zu der Kindertagespflegeperson.
Betreut eine Kindertagespflegeperson Kinder aus verschie-
denen Jugendamtsbezirken, gilt folgende Regelung für die
Meldung zur Statistik:
Die Meldung der Kindertagespflegeperson erfolgt, um Doppel-
zählungen zu vermeiden, durch das Jugendamt, in dessen
Zuständigkeit die Kindertagespflegeperson wohnt.
A Persönliche Merkmale
1–3 Geschlecht, Geburtsmonat und Geburtsjahr
Für jede Kindertagespflegeperson sind Geschlecht, Geburts-
monat und Geburtsjahr anzugeben. Letztere Angaben werden
zur Berechnung des genauen Alters der Kindertagespflege-
person zum Stichtag benötigt.
Das Geschlecht ist so anzugeben, wie es im Geburtenregister
erfasst ist. Die Antwortmöglichkeit „divers“ oder „ohne Angabe“
ist nur dann auszuwählen, wenn im Geburtenregister „divers“
oder „ohne Angabe“ eingetragen ist. „Ohne Angabe“ ist also
keine Antwortoption, um in dieser Erhebung keine Auskunft
zum Geschlecht zu geben.
B Art und Umfang der Qualifikation
Kindertagespflege soll durch „geeignete Kindertagespflege-
personen“ durchgeführt werden ( § 23 Absatz 1 SGB VIII ).
Geeignet sind nach § 23 Absatz 3 SGB VIII Personen, die
u. a. „über vertiefte Kenntnisse hinsichtlich der Anforderungen
der Kindertagespflege verfügen, die sie in qualifizierten Lehr-
gängen erworben oder in anderer Weise nachgewiesen
haben“. Die nachfolgenden Erläuterungen dienen u.a. zur
Erfassung der Art des Qualifikationsnachweises der Kinder-
tagespflegepersonen.
1 Höchster allgemeinbildender Schulabschluss
Als Schulabschluss gilt der Besuch einer Schule in der
vorgeschriebenen Zeit bis zum erfolgreichen Abschluss der
Prüfungen. Der Schulbesuch alleine reicht somit nicht aus. Bei
ausländischen Abschlüssen wird der gleichwertige deutsche
Abschluss gewählt, unabhängig davon, ob eine Anerkennung
des Abschlusses vorliegt.
Ohne Schulabschluss
Schule wurde vorzeitig abgebrochen bzw. ohne erfolgreichen
Abschluss beendet.
Haupt-/Volksschulabschluss
Abschlusszeugnis der Hauptschule. Gleichwertig sind:
– Förderschulabschluss
– erfolgreicher Abschluss eines Berufsvorbereitungsjahres
(BVJ)
– Abschluss der 8. oder 9. Klasse an einer allgemeinbildenden
polytechnischen Oberschule der ehemaligen Deutschen
Demokratischen Republik (DDR).
Erläuterungen zum Fragebogen
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Realschulabschluss/ Mittlere Reife/
gleichwertiger Abschluss
Mittlere Reife: Abschlusszeugnis einer Realschule (oder
Mittelschule), eines Realschulzweiges an einer Gesamtschule
oder einer Abendrealschule. Gleichwertig sind:
– Versetzungszeugnis in die 11. Klasse eines Gymnasiums.
– das Abschlusszeugnis einer Berufsaufbau- oder einer
teilqualifizierenden Berufsfachschule.
– Abschluss der 10. Klasse einer allgemeinbildenden
polytechnischen Oberschule der ehemaligen DDR.
Abitur (allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife)
Das Abitur bzw. die allgemeine Hochschulreife wird u.a. an
einem Gymnasium oder einer integrierten Gesamtschule
erworben. Gleichwertig ist der Abschluss der erweiterten
Oberschule in der ehemaligen DDR.
Das Fachabitur (fachgebundene Hochschulreife oder
Fachhochschulreife) wird u.a. durch Abschluss einer
Fachoberschule, Berufsoberschule, einer Höheren
Handelsschule oder an einem Berufskolleg erworben (in den
Bundesländern unterschiedlich geregelt).
Anderer Abschluss/ Unbekannt
„Anderer Abschluss“ ist anzugeben, wenn sich der Abschluss
keiner der vorherigen Kategorien zuordnen lässt. Abschlüsse,
die im Ausland erworben wurden, sind einem gleichwertigen
deutschen Abschluss zuzuordnen.
Die Antwort „Unbekannt“ sollte nur gewählt werden, wenn
überhaupt keine Informationen zum Schulabschluss vorliegen.
In den Fällen, in denen Unsicherheit zwischen zwei
Alternativen besteht, ist auf jeden Fall die am ehesten
zutreffende Alternative zu wählen.
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Höchster Berufsausbildungsabschluss
Verfügt die Kindertagespflegeperson über einen fachpädago-
gischen Berufsausbildungsabschluss, ist dieser hier anzukreu-
zen. Maßgebend sind dabei die Verhältnisse am Stichtag.
Die Zuordnung von DDR-Berufsausbildungsabschlüssen und
gebräuchlichen Berufsbezeichnungen wird in nebenstehender
Liste geregelt. Andere Berufsausbildungsabschlüsse sollen
den ihnen am ehesten entsprechenden Kategorien zugeordnet
werden.
Bitte beachten Sie auch folgende Hinweise:
Dipl.-Sozialpädagoge / Dipl.-Sozialpädagogin,
Dipl.-Sozialarbeiter / Dipl.-Sozialarbeiterin:
Hierunter fallen auch Abschlüsse, die an einer Gesamthoch-
schule / Universität im Fachhochschulstudiengang abgelegt
wurden sowie Bachelor of Arts-Abschlüsse für die Bereiche
Sozialarbeit bzw. Sozialwesen.
Dipl.-Pädagoge / Dipl.-Pädagogin, Dipl.-Sozialpädagoge /
Dipl.-Sozialpädagogin, Dipl.-Erziehungswissenschaftler /
Dipl.-Erziehungswissenschaftlerin:
Hierunter fallen auch Magister-Abschlüsse mit Hauptfach
Erziehungswissenschaft, Dipl.-Sozialpädagoge / Dipl.-Sozial-
pädagogin mit universitärem Diplom ( Langstudiengang ),
Dipl.-Elementarerzieher / Dipl.-Elementarerzieherin,
Dipl.-Sonderpädagoge / Dipl.-Sonderpädagogin,
Dipl.-Rehabilitationspädagoge / Dipl.-Rehabilitationspäda-
gogin, Umweltpädagoge / Umweltpädagogin, Dipl.-Psycho-
loge / Dipl.-Psychologin sowie Master of Arts-Abschlüsse für
die Bereiche Sozialarbeit bzw. Sozialwesen.
Staatlich anerkannter Kindheitspädagoge / anerkannte
Kindheitspädagogin ( Master )
Die Bezeichnungen der Master-Studiengänge, die für die
Tätigkeit im Bereich der Bildung und Erziehung in der Kind-
heit qualifizieren, sind in Deutschland nicht einheitlich.
Folgende Master-Abschlüsse sind z. B. zu berücksichtigen:
Master
in …
Elementar- und Integrationspädagogik; Childhood research
and education – Kindheitsforschung; Erziehungswissen-
schaft mit den Schwerpunkten Pädagogik der Kindheit /
Diversity Education; Frühe Kindheit; Frühkindliche Bildung
und Erziehung; Kindheit, Jugend, Soziale Dienste; Kita-
Management, Leitung von frühkindlichen Bildungs ein-
richtungen.
Staatlich anerkannter Kindheitspädagoge / anerkannte
Kindheitspädagogin ( Bachelor )
Die Bezeichnungen der Bachelor-Studiengänge, die für die
Tätigkeit im Bereich der Bildung und Erziehung in der Kind-
heit qualifizieren, sind in Deutschland nicht einheitlich.
Folgende Bachelor-Abschlüsse sind z. B. zu berücksichtigen:
Bachelor
in ...
Bildung und Erziehung in der Kindheit, Bildung und Erzie-
hung im Kindesalter, Erziehung und Bildung im Lebenslauf,
integrative Frühpädagogik, Frühpädagogik, Bildung und
Erziehung, Frühkindliche Bildung und Erziehung, Elemen-
tarpädagogik, Early Education – Bildung und Erziehung im
Kindesalter, Frühe Bildung, Kita-Management, Leitung von
frühkindlichen Bildungseinrichtungen
Erzieher / Erzieherin:
Hierunter fallen auch staatlich anerkannte Kindergärtner /
Kindergärtnerin und Kinderhortner / Kinderhortnerin,
Arbeitserzieher / Arbeitserzieherin ( BW ), Erzieher / Erzieherin
– Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung ( BW ), Fachkraft
Soziale Arbeit ( SN ).
Kinderpfleger / Kinderpflegerin:
Hierunter fallen auch Erziehungshelfer / Erziehungshelferin
( RP ), Dorfhelfer / Dorfhelferin ( BW, BY, NI, NRW ).
Heilerzieher / Heilerzieherin, Heilerziehungspfleger / Heil-
erziehungspflegerin
Hierunter fallen auch: Entbindungspfleger / Hebamme,
Physiotherapeut / Physiotherapeutin, Ergotherapeut / Ergo-
therapeutin, Logopäde / Logopädin, Sprachtherapeut /
Sprachtherapeutin.
Familienpfleger / Familienpflegerin:
Hierunter fallen auch die Fachkraft für Hauswirtschaft und
Sozialpflege ( SH ), Haus- und Familienpfleger / -pflegerin
( BW, HB, NI, ST ).
Sonstige soziale / sozialpädagogische Kurzausbildung:
Ausbildung unterhalb der Fachschulausbildung; es kann
sich auch um Sonderlehrgänge oder um landesspezifische
Modellvorhaben handeln.
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Zuordnung von DDR-Berufsausbildungsabschlüssen
Berufsausbildungs-
abschluss
umfasst zum Beispiel auch
Dipl.-Sozialpädagoge /
Dipl.-Sozialpädagogin,
Dipl.-Sozialarbeiter /
Dipl.-Sozialarbeiterin
( FH oder vergleich-
barer Abschluss )
Sozialdiakon / Sozialdiakonin,
Sozialpädagoge / Sozialpädagogin,
Jugendfürsorger / Jugendfürsorgerin,
Sozial- und Gesundheitsfürsorge r / -
fürsorgerin, Rehabilitationspäda-
goge / Rehabilitationspädagogin
Erzieher / Erzieherin
Heimerzieher / Heimerzieherin, Unter-
stufenlehrer / Unterstufenlehrerin,
Kindergärtner / Kindergärtnerin,
Krippenerzieher / Krippenerzieherin,
Krippenpädagoge / Krippenpädago-
gin, Horterzieher / Horterzieherin,
Erzieher / Erzieherin für Jugend-
heime, Erzieher / Erzieherin in Hei-
men und Horten, Erzieher / Erzieherin
im kirchlichen Dienst, Gruppener-
zieher / Gruppenerzieherin, Kinder-
diakon / Kinderdiakonin
Kinderpfleger / Kinder-
pflegerin
Facharbeiter / Facharbeiterin für
Kinderpflege
Anderer, nicht fach-
pädagogischer Berufs-
bildungsabschluss
Verkäufer / Verkäuferin, Klubleiter /
Klubleiterin, Freundschaftspionier-
leiter / Freundschaftspionierleiterin
Ohne abgeschlossene
Berufsausbildung
Erziehungshelfer / Erziehungshelferin
ohne Abschluss
3
Abgeschlossener Qualifizierungskurs für
Kindertagespflege
Verfügt die Kindertagespflegeperson über einen „abgeschlos-
senen Qualifizierungskurs für Kindertagespflege“, ist dies hier
unter Berücksichtigung der Dauer des Kurses anhand der
Stundenzahl anzugeben. Mit Stunden sind hier Unterrichtsein-
heiten à 45 Minuten gemeint. Volle Zeitstunden müssen folg-
lich in Unterrichtseinheiten umgerechnet werden.
4
Anderer Nachweis der Qualifikation
Ein „Anderer Nachweis der Qualifikation“ kann z. B. auf landes-
rechtlichen Regelungen zum Qualifikationsnachweis beruhen.
5
In tätigkeitsbegleitender Grundqualifizierung
Nimmt die Kindertagespflegeperson während der Tätigkeit der
Kindertagespflege an einem Kurs zur Grundqualifizierung teil,
ist „in tätigkeitsbegleitender Grundqualifizierung“ anzukreuzen.
6
Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder
Weiter ist anzukreuzen, wenn die Kindertagespflegeperson ei-
nen „Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder“ absolviert
hat.
Beachte:
Besteht der „Qualifizierungskurs für Kindertages-
pflege“ aus mehreren „Modulen“ ( = Kursen ), bedeutet der
erfolgreiche Abschluss einzelner Module nicht zwingend eine
„abgeschlossene Grundqualifizierung“ bei der gleichzeitig
„in tätigkeitsbegleitender Grundqualifizierung“ angegeben
werden kann. Eine solche Mehrfachangabe ist nicht zulässig.
Es liegt in der Entscheidung der meldenden Stelle, hier ent-
weder „abgeschlossene Grundqualifizierung“ mit dem ent-
sprechenden Stundenumfang oder „in tätigkeitsbegleitender
Grundqualifizierung“ anzugeben.
C Angaben zur Betreuung
1
Anzahl der betreuten Kinder
Hier ist die Zahl der Kinder einzutragen, für die am Stichtag
ein Betreuungsverhältnis bei der Kindertagespflegeperson be-
steht. Dabei ist nicht notwendig, dass am Stichtag tatsächlich
eine Betreuung stattfindet. Unberücksichtigt bleibt die Zahl
möglicher bzw. gewünschter Betreuungsverhältnisse der Kin-
dertagespflegeperson ( Kapazität ).
2 Davon ( überwiegender ) Ort der Betreuung
Hier ist bei jedem Ort die Zahl der von der Kindertagespfle-
geperson dort gewöhnlich und regelmäßig betreuten Kinder
anzugeben. Betreut eine Kindertagespflegeperson mehrere
Kinder an unterschiedlichen Orten, ist für den jeweiligen Ort
die entsprechende Zahl der Kinder anzugeben.
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