Zielvereinbarung
gemäß § 10 Abs. 2 SächsHSFG
zwischen
der Westsächsischen Hochschule Zwickau
vertreten durch den Rektor Prof. Dr.-Ing. Stephan Kassel
und
dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
vertreten durch den Staatsminister Sebastian Gemkow
für die Jahre 2021 bis 2024

Inhaltsverzeichnis
Präambel ............................................................................................................................... 1
1
Hochschulpolitische Ziele ............................................................................................... 3
1.1
Übergreifende Ziele ................................................................................................. 3
1.2
Lehre und Studium .................................................................................................. 6
1.3
Forschung ............................................................................................................... 8
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung ........................ 9
2
Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung .................................................11
2.1
Mittelzuweisung ......................................................................................................11
2.2
Berichterstattung ....................................................................................................12
2.3
Abrechnung ............................................................................................................12
3
Unterzeichnung und Inkrafttreten ..................................................................................13
4
Anlage: Fächerangebot

1
Präambel
Die Staatsregierung hat am 22.11.2016 die „Hochschulentwicklungsplanung 2025“ (HEP
2025) beschlossen, welcher die strategischen Zielsetzungen und Entwicklungserwartungen
an die staatlichen Hochschulen im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für
Wissenschaft und Kunst (SMWK) vorgibt. Diese im Dialog mit den Hochschulen entstandene
Hochschulentwicklungsplanung ist getragen von den Leitlinien der finanziellen und inhaltlichen
Planungssicherheit, der Hochschulautonomie, der standortspezifischen Ausdifferenzierung,
der Chancengleichheit sowie der Aufrechterhaltung des Qualitätsanspruches in Lehre und
Forschung in der sächsischen Hochschullandschaft. Hierzu dient auch die Sicherung des
landesweit abgestimmten Fächerangebotes.
Der Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken wurde am 6. Juni 2019 von den
Regierungschefs von Bund und Ländern beschlossen. Er stellt die Nachfolge des
Hochschulpakts (HSP) dar und ist auf Dauer angelegt. Mit dem Zukunftsvertrag sollen eine
hohe Qualität von Studium und Lehre sowie gute Studienbedingungen gewährleistet werden.
Gleichzeitig sollen die Studienplatzkapazitäten in Deutschland bedarfsgerecht erhalten
werden. Die Umsetzung des Zukunftsvertrages ist in den Zielvereinbarungen mit den
Hochschulen verankert.
Zur Umsetzung dieser staatlichen Hochschulentwicklungsplanung schließt das SMWK gemäß
§ 10 Abs. 2 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes (SächsHSFG) mit den einzelnen
Hochschulen als Bestandteil eines umfassenden Controllings regelmäßig Zielvereinbarungen
ab. Der HEP 2025 wurde daher so hinreichend flexibel wie möglich ausgestaltet, um den
Hochschulen die Chance zu geben, auf neue Herausforderungen und Tendenzen reagieren
zu können bzw. selbst Motor derartiger Veränderungen zu sein. Ziele und Handlungsaufträge
wurden daher von staatlicher Seite nur so detailliert vorgegeben, wie dies zwingend notwendig
ist. Insbesondere bei den hochschulspezifischen Zielen bedarf es bei der Untersetzung eines
kurzfristigeren Planungshorizonts, weshalb die Zielvereinbarungen auf vier Jahre angelegt
sind. Die hochschulinterne Umsetzung erfolgt auf Grundlage der Entwicklungsplanung jeder
einzelnen
Hochschule
sowie
der
hochschulindividuellen
Konkretisierung
durch
Zielvereinbarungen mit den Fakultäten
.
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele des HEP
2025 durch die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen. Dazu gehört insbesondere
die Bereitstellung der erforderlichen Ressourcen entsprechend der Beschlüsse des
Haushaltsgesetzgebers. Mit der Zuschussvereinbarung zwischen den Hochschulen und der
Staatsregierung gemäß § 10 Abs. 1 S. 4 SächsHSFG besteht finanzielle Planungssicherheit
bis Ende 2024. Die wesentlichen Bestandteile dieser Vereinbarung sind die Ausstattung der
Hochschulen mit einem Gesamtbudget bis zum Ende des Jahres 2024. Des Weiteren wird der
Einsatz der im Ergebnis der vollständigen Übernahme des BAföG für Studierende durch den
Bund freigewordenen Mittel zur Stärkung des Hochschulbereiches und der Zuweisungen des
Bundes im Rahmen des Zukunftsvertrages geregelt. Gleichzeitig verankert die
Zuschussvereinbarung die Leistungsverpflichtungen der Hochschulen. Insoweit bildet die
Zuschussvereinbarung den finanziellen Rahmen der im Folgenden geschlossenen
Zielvereinbarung, welche den HEP 2025 für jede Hochschule individualisiert.
Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) ist die Hochschule für Mobilität. Die Lehre
und Forschung an den acht Fakultäten ist fachlich exzellent und widmet sich interdisziplinär
und mit praxisnaher Orientierung allen Formen zur Schaffung, zum Erhalt und zur
Weiterentwicklung von Mobilität. Darunter verstehen wir die Ausprägung individueller
Fähigkeiten und Denkmodelle zur ständigen Weiterentwicklung von Mensch, Technik und
Organisation.

2
Das hervorragende Betreuungsverhältnis der Studierenden durch Professoren
1
und
Mitarbeiter, eine moderne Ausstattung, eine hervorragende Hochschulbibliothek und die
engen Verbindungen zur Industrie machen das Studium an der WHZ besonders attraktiv.
In ihren interdisziplinär vernetzten fünf Forschungsprofillinien Fahrzeug und Produktion,
Energie und Infrastruktur, Cyber Physical Systems und Digitalisierung, Gesundheit und
Medizintechnik sowie Nachhaltigkeit und Interkulturalität ist die WHZ besonders erfolgreich.
Schwerpunkte darin sind bspw. die Themen Vernetzte Systemen, Ganzheitliche
Mobilitätskonzepte unter Berücksichtigung der Elektromobilität, Energetik, Energiespeicher,
Ambient Assisted Living & Working, Personalisierte Medizin oder Produktionstechnik und
Sicherheit.
Ein besonderes Anliegen ist es, alle Fakultäten in das Konzept der forschenden Hochschule
einzubinden. Wichtige Vorhaben sind die Projekte WindNODE als Schaufenster für intelligent
genutzte Energie, das Projekt ZED – Zwickauer Energiewende, welches auch die regionale
Einbettung der Hochschule demonstriert oder iDev40 mit dem Schwerpunkt, sichere und
effiziente Technologien für die Elektronikfertigung zu entwickeln. Mit dem Projekt „addwood“
schafft z.B. die Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg Möglichkeiten zum 3D-Druck von
Möbeln aus Restholz. Die Hochschule arbeitet dabei gemäß ihrem Anspruch, Tradition in der
Ingenieursausbildung mit den Anforderungen der Zukunft verbinden. Als Teil des Verbundes
sächsischer HAW im Verbund innovative Hochschule werden der Wissenschaftstransfer und
die Vernetzung gefördert.
Neben technisch und wirtschaftlich orientierten Lehrangeboten bietet die WHZ auch ganz
besondere Studiengänge rund um das Thema Lebensqualität. Studiengänge wie
Gesundheits- und Pflegemanagement, Musikinstrumentenbau, Gebärdensprachdolmetschen,
Languages and Business Administration oder Gestaltung machen die WHZ zu einer ganz
vielseitigen und besonders attraktiven Hochschule.
1
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Folgenden in der Regel das generische Maskulinum
verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich für alle Geschlechter.

3
1
Hochschulpolitische Ziele
Die WHZ bekennt sich zu den Zielen des HEP 2025 und wird neben den in diesen bereits
beschriebenen Anforderungen zur Umsetzung auch die weiteren erforderlichen Maßnahmen
ergreifen, um die Ziele der staatlichen Hochschulentwicklungsplanung zu erfüllen. Zur
Untersetzung und auf Grundlage von § 10 Abs. 2 SächsHSFG werden zwischen der WHZ und
dem SMWK folgende hochschulspezifische Ziele vereinbart:
1.1
Übergreifende Ziele
1.1.1 Profil
Profilbildung erfolgt durch Schwerpunktsetzung, vgl. § 10 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 SächsHSFG, und
bezeichnet das Ziel und den Prozess einer Hochschule, fachliche Schwerpunkte in ihrem
Leistungsangebot
zu
setzen
und
diese
mit
entsprechenden
Studienangeboten,
Forschungstätigkeiten sowie Ressourcen transparent zu untersetzen. Die erfolgreiche
Profilbildung verdeutlicht Stärken und Prioritäten der Hochschule sowohl nach innen als auch
nach außen. Zum Profil einer Hochschule gehört daher auch die standortspezifische
Ausdifferenzierung. Die Benennung von profilbestimmenden Bereichen, Fächergruppen oder
Studiengängen bedeutet nicht, dass Zweifel an der Expertise in den nicht genannten
Bereichen, Fächergruppen oder Studiengängen bestehen bzw. die Fortführung dieser an der
entsprechenden Hochschule in Frage gestellt ist. Der hochschulinterne Entwicklungsplan soll
Festlegungen zur Profilbildung in den Fakultäten entsprechend des im Folgenden vereinbarten
Profils der Hochschule enthalten. Soweit Anpassungen oder Änderungen von Profillinien bzw.
-bereichen notwendig sind, sind diese mit dem SMWK abzustimmen.
Die WHZ und das SMWK sind sich darüber einig, dass sich das aktuelle Profil der Hochschule
wie folgt darstellt:
Die
WHZ
bündelt
unter
dem
Thema
Mobilität
ingenieur-,
wirtschafts-
und
sozialwissenschaftliche Angebote und berücksichtigt dabei insbesondere den Aspekt der
Nachhaltigkeit. Mit der Angewandten Kunst hat die Hochschule ein überregional anerkanntes
Alleinstellungsmerkmal. Die Hochschule entwickelt ihre Profillinien zur Mobilität weiter und
stärkt deren interdisziplinären Ansatz in Lehre und angewandter Forschung.
1.1.2 Hochschulinterner Entwicklungsplan
Die WHZ schreibt ihren internen Entwicklungsplan bis zum 30.06.2022 gemäß § 10 Abs. 5
SächsHSFG fort.
1.1.3 Personalentwicklung
Im Rahmen der Personalentwicklungsplanung setzt die WHZ den „Rahmenkodex über den
Umgang mit befristeter Beschäftigung und die Förderung von Karriereperspektiven an den
Hochschulen im Freistaat Sachsen“ um.
Die WHZ strebt einen Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und künstlerischen
Mitarbeiter (§ 71 SächsHSFG) an der Gesamtzahl der wissenschaftlichen und künstlerischen
Mitarbeiter, welche aus dem Stellenplan finanziert werden, bis zum Ende der
Zielvereinbarungsperiode von 75 % an.
1.1.4 Familiengerechte Hochschule
Die WHZ setzt es sich zum Ziel, sowohl für die Studierenden als auch als Arbeitgeber ein
familiengerechter Hochschulstandort zu sein. Zu diesem Zweck strebt die WHZ bis zum Ende
des Zielvereinbarungszeitraumes eine erneute Re-Auditierung als „familiengerechte
Hochschule“ an.

4
1.1.5 Gleichstellung
Die WHZ schreibt bis zum 31.12.2022 ihr Gleichstellungskonzept aufbauend auf den im HEP
2025 beschriebenen und auf die Hochschule individualisierten Anforderungen fort. Die
„Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen“ (KCS) soll in diesen Prozess beratend
eingebunden werden.
Die WHZ strebt bis zum Ende des Zielvereinbarungszeitraums einen Anteil der Professorinnen
von 26 % an
.
1.1.6 Inklusion
Die WHZ aktualisiert ihren Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
bis zum 30.06.2023. In diesem Aktionsplan soll auch die Rolle der Beauftragten für
Studierende und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an der WHZ gestärkt werden.
1.1.7 Internationalisierung
Ausländische Studierende und Wissenschaftler bereichern die Forschung und Lehre und
tragen durch ihre Präsenz in Sachsen auf allen Ebenen zur Internationalisierung der
Hochschullandschaft bei. Die WHZ setzt die in ihrer Internationalisierungsstrategie
beschriebenen Maßnahmen kontinuierlich um. Zudem strebt sie einen Anteil der
immatrikulierten Studierenden mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung (Mittelwert
der Studienjahre 2023/24 bis 2024/25) von 6 % an.
1.1.8 Teilnahme am Dialogorientierten Serviceverfahren
Die örtlichen zulassungsbeschränkten Studiengänge aller deutschen Hochschulen sollen über
die Stiftung für Hochschulzulassung auf dem zentralen Portal der Stiftung für
Hochschulzulassung verwaltet werden.
Die WHZ beteiligt sich spätestens zum
Wintersemester 2022/2023 grundsätzlich mit allen örtlichen zulassungsbeschränkten
grundständigen Studiengängen am Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV).

5
Punktwertrechnung Übergreifende Ziele:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und
künstlerischen Mitarbeiter (amtliche Personal- und Stellenstatistik 2024) am Gesamtpersonal
der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter, welche aus dem Stellenplan finanziert
werden, werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 75 %
10
Von 70 % bis unter 75 %
9
Von 65 % bis unter 70 %
8
Von 60 % bis unter 65 %
7
Von 55 % bis unter 60 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Professorinnen (amtliche Personal- und
Stellenstatistik 2024) werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 26 %
10
Von 25,3 % bis unter 26 %
9
Von 24,6 % bis unter 25,3 %
8
Von 23,9 % bis unter 24,6 %
7
Von 23,2 % bis unter 23,9 %
6
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Statistik der Jahre 2023 bis 2024) mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung
(Mittelwert der Studienjahre 2023/24 bis 2024/25) werden der WHZ Punkte wie folgt
angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 6 %
10
Von 5,5 % bis unter 6 %
9
Von 5 % bis unter 5,5 %
8
Von 4,5 % bis unter 5 %
7
Von 4 % bis unter 4,5 %
6
Der Punktwert für die Übergreifenden Ziele ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für die
einzelnen Indikatoren; höchstens 25 Punkte.

6
1.2
Lehre und Studium
1.2.1 Anzahl der Studierenden
Die WHZ strebt im Jahr 2024 folgende Zielzahlen für die immatrikulierten Studierenden und
Studienanfänger im 1. Hochschulsemester an:
Jahr
Anzahl der
Studierenden
Anzahl der
Studienanfänger
im 1. HS
2024
4.200
840
1.2.2 MINT-Quote
Die WHZ strebt in den Jahren 2023 bis 2024 eine Anzahl von insgesamt 1.300 Absolventen
an. Dabei strebt die Hochschule einen Anteil der Absolventen in den MINT-Fächern an der
Gesamtzahl der Absolventen (Mittelwert 2023 bis 2024) von 51 % an.
1.2.3 Einhaltung der Regelstudienzeit
Die WHZ strebt einen Anteil der Studierenden im Wintersemester innerhalb der
Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (Mittelwert 2023 bis 2024) von 90 % an.
1.2.4 Qualitätssteigerung in der Lehre
Zum Zweck der Sicherung und Verbesserung der Qualität in der Lehre stärkt die WHZ die
hochschuldidaktische Weiterqualifizierung für alle Lehrenden unter Berücksichtigung
heterogener Zielgruppen.
Zu diesem Zweck absolvieren die hauptberuflich und nebenberuflich Lehrenden der WHZ,
kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 hochschuldidaktische Weiterbildungen im
Gesamtumfang von 600 Teilnehmerstunden von hauptberuflich Lehrenden.
1.2.5 Sicherung des landesweiten Fächerangebotes
Zur Sicherung eines landesweit abgestimmten Fächerangebotes bedarf die WHZ sowohl für
die Aufnahme neuer – nicht in der Anlage aufgeführter Studienfächer – als auch für die
Aufgabe von Studienfächern, die in der Anlage aufgeführt sind, des Einvernehmens des
SMWK. Die WHZ stellt einen entsprechenden Antrag. Das SMWK erteilt das Einvernehmen
unter Beachtung der im HEP 2025 dargestellten Grundsätze.
1.2.6 Daseinsvorsorge / Besondere Kapazitäten
Die WHZ beabsichtigt, ihr Studienangebot im Studienfach Pflegewissenschaft/-management
auszuweiten. Ein grundständiger Studiengang im Bereich Pflegepädagogik (Bachelor of Arts)
soll zum Wintersemester 2021/2022 eingerichtet werden. Ein grundständiger Studiengang
nach Pflegeberufegesetz wird für das Wintersemester 2023/2024 angestrebt.

7
Punktwertrechnung Lehre und Studium:
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der immatrikulierten Studierenden (amtliche
Studierendenstatistik zum WS 2024/2025) werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Von 4.752 bis 4.830
11
Von 4.674 bis 4.751
12
Von 4.595 bis 4.673
13
Von 4.516 bis 4.594
14
Von 3.885 bis 4.515
15
Von 3.806 bis 3.884
14
Von 3.727 bis 3.805
13
Von 3.649 bis 3.726
12
Von 3.570 bis 3.648
11
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der Studierenden im Wintersemester
innerhalb der Regelstudienzeit zuzüglich zwei Semester (amtliche Statistik der Jahre 2023 bis
2024; Mittelwert) werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 90 %
15
Von 88,5 % bis unter 90 %
14
Von 87 % bis unter 88,5 %
13
Von 85,5 % bis unter 87 %
12
Von 84 % bis unter 85,5 %
11
Bei Erreichen der folgenden Werte für Teilnehmerstunden von hauptberuflich Lehrenden an
hochschuldidaktischen Weiterbildungen kumuliert für die Jahre 2021 bis 2024 werden der
WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 600
13
Von 570 bis unter 600
12
Von 540 bis unter 570
11
Von 510 bis unter 540
10
Von 480 bis unter 510
9
Der Punktwert für die Ziele in Lehre und Studium ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 40 Punkte.

8
1.3
Forschung
1.3.1 Forschungsleistung
Die WHZ inkl. ihres FTZ stellt sich der besonderen Herausforderung von wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten
Verfahren
(DFG,
Bund,
EU).
Es
ist
Ziel
dabei
im
Zielvereinbarungszeitraum Mittel im Umfang von 3.200 T€ jährlich (Mittelwert 2021 bis 2024)
einzunehmen. Dabei beteiligt sich die WHZ auch am Programm des Bundes „Forschung und
Entwicklung an Fachhochschulen“.
1.3.2 Drittmittel aus der Wirtschaft
Die WHZ inkl. ihres FTZ strebt Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft in Höhe von
1.150 T€ jährlich (Mittelwert 2021 bis 2024) an.
1.3.3 Kooperative Promotionen
Die WHZ strebt im Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt 14 erfolgreich abgeschlossene
kooperative Promotionsverfahren an.
Punktwertrechnung Forschung:
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Umfang der im wettbewerblichen,
wissenschaftsgeleiteten Verfahren eingenommenen Mittel (Mittelwert 2021 bis 2024) werden
der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 3.200
8
Von 3.040 bis unter 3.200
7
Von 2.880 bis unter 3.040
6
Von 2.720 bis unter 2.880
5
Von 2.560 bis unter 2.720
4
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Drittmitteleinnahmen aus der Wirtschaft (Mittelwert
2021 bis 2024) werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
In T€
Punkte
Ab 1.150
8
Von 1.093 bis unter 1.150
7
Von 1.035 bis unter 1.093
6
Von
978 bis unter 1.035
5
Von
920 bis unter
978
4
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der Absolventen der erfolgreich abgeschlos-
senen kooperativen Promotionsverfahren (2021 bis 2024; Summe) werden der WHZ Punkte
wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 14
7
13
6
12
5
11
4
10
3
Der Punktwert für die Ziele in der Forschung ergibt sich aus der Summe der Punktwerte für
die einzelnen Indikatoren; höchstens 20 Punkte.

9
1.4
Dritte Mission – Gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung
1.4.1 Transferbereitschaft
Die WHZ entwickelt eine Strategie für lebenslanges Lernen und schafft innerhalb der
Zielvereinbarungsperiode die Voraussetzungen für den Ausbau von Angeboten der
akademischen Weiterbildung für alle Altersgruppen. Das Konzept soll bis zum 30.06.2022 an
das SMWK übergeben werden.
Zudem
strebt
die
WHZ
in
den
Jahren
2023
und
2024
ein
akademisches
Weiterbildungsangebot von 8 weiterbildenden Studiengängen (Mittelwert 2023 bis 2024) an,
die zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führen, § 38 Abs. 2 SächsHSFG.
1.4.2 Stärkung der Innovationskraft
Die WHZ entwickelt ihre Transferstrategie unter Beachtung aktueller wirtschaftlicher und
gesellschaftlicher Entwicklungen weiter und setzt die darin beschriebenen Maßnahmen
kontinuierlich um. Die WHZ beteiligt sich weiterhin am Förderprogramm von Bund und Ländern
„Innovative Hochschule“.
Die WHZ strebt in den Jahren 2023 und 2024 einen Anteil der abgeschlossenen studentischen
Abschlussarbeiten
(Bachelorarbeiten,
Diplomarbeiten,
Masterarbeiten),
die
durch
Unternehmen
und Einrichtungen mit
betreut
wurden,
an
der
Gesamtzahl
der
Abschlussarbeiten (Bachelorarbeiten, Diplomarbeiten, Masterarbeiten) von 52 % (Mittelwert
2023 bis 2024) an.
1.4.3 Gründungsgeschehen
Die WHZ strebt eine Anzahl der hochschulbegleiteten Gründungen von 20 kumuliert für die
Jahre 2021 bis 2024 an.

10
Punktwertrechnung Dritte Mission:
Bei Erreichen der folgenden Werte für das akademische Weiterbildungsangebot von
weiterbildenden Studiengängen, Mittelwert für die Jahre 2023 bis 2024, werden der WHZ
Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 8
6
7
5
6
4
5
3
4
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für den Anteil der erfolgreich abgeschlossenen
studentischen Abschlussarbeiten (Bachelorarbeiten, Diplomarbeiten, Masterarbeiten), die
durch Unternehmen und Einrichtungen mit betreut wurden (Mittelwert, 2023 bis 2024), werden
der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anteil
Punkte
Ab 52 %
6
Von 49,5 % bis unter 52 %
5
Von 47 % bis unter 49,5 %
4
Von 44,5 % bis unter 47 %
3
Von 42 % bis unter 44,5 %
2
Bei Erreichen der folgenden Werte für die Anzahl der hochschulbegleiteten Gründungen (2021
bis 2024; Summe) werden der WHZ Punkte wie folgt angerechnet:
Anzahl
Punkte
Ab 20
6
19
5
18
4
17
3
16
2
Der Punktwert für die Ziele in der Dritten Mission ergibt sich aus der Summe der Punktwerte
für die einzelnen Indikatoren; höchstens 15 Punkte.

11
2 Mittelzuweisungen, Berichterstattung und Abrechnung
2.1
Mittelzuweisung
Auf Grundlage der im Doppelhaushalt 2021/2022 eingestellten Mittel beträgt das
Zielvereinbarungsbudget der WHZ im Jahr 2021 1.930,6 T€ und im Jahr 2022 1.991,8 T€.
Vorbehaltlich der Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024
beträgt das Zielvereinbarungsbudget im Jahr 2023 2.039,7 T€ und im Jahr 2024 2.082,8 T€.
Das vereinbarte Zielvereinbarungsbudget wird jährlich während der Laufzeit der
Zielvereinbarungsperiode vollständig der Hochschule zugewiesen. Nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode erfolgt durch das SMWK eine Abrechnung der Zielerreichung unter
Berücksichtigung des Grades der Zielerreichung und der Gewichtung der Ziele, vgl. 2.3.
Bei der Bemessung des vorgenannten Zielvereinbarungsbudgets wird das Nichterreichen
vereinbarter Ziele aus der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 im Ergebnis der
Abrechnung der Zielvereinbarungsperiode 2017 bis 2020 gemäß § 4 Abs. 4 S. 2 Sächsische
Hochschulsteuerungsverordnung
durch
Verrechnung
in
den
Zuweisungen
des
Zielvereinbarungsbudgets in den Jahren 2022 bis 2024 zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Die Ressourcen aus den Bundesmitteln des Zukunftsvertrags und des auslaufenden
Hochschulpakts werden wie folgt zugewiesen:
-
Der WHZ werden Mittel aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken und dem
auslaufenden Hochschulpakt in Summe wie folgt zugewiesen:
2021
1.800,0 T€
2022
1.836,0 T€
2023
1.872,0 T€
2024
1.910,4 T€
Die Zuweisung und die Budgethöhe für die Jahre 2022, 2023 und 2024 stehen unter
dem Vorbehalt der Entscheidung der Haushaltsgesetzgeber.
-
Aus dem Zukunftsvertrag werden der WHZ in den Jahren 2021 bis 2024 Stellen wie
folgt zugewiesen:
2021
12 Stellen
2022
19 Stellen
2023
24 Stellen
2024
24 Stellen
Die Zuweisung der Stellen für die Jahre 2023/2024 erfolgt vorbehaltlich der
Entscheidung des Haushaltsgesetzgebers zum Doppelhaushalt 2023/2024.

12
2.2
Berichterstattung
Die WHZ berichtet dem SMWK auf der Grundlage ihrer jeweiligen Zielvereinbarung über die
Zielerreichung. Das SMWK übermittelt den Hochschulen eine Vorlage zur Berichterstattung
über die Zielerreichung.
Die WHZ berichtet ab Beginn der Zielvereinbarungsperiode alle zwei Jahre über den Stand
der Umsetzung der vereinbarten Ziele. Stichtage sind der 31.12.2022 und der 31.12.2024.
Wenn Ziele an einen früheren Zeitpunkt geknüpft sind, dann ist darüber spätestens zum Ende
des folgenden Quartals Bericht zu erstatten, sonst ist der jeweilige Bericht spätestens zum
Ende des 1. Quartals nach Ablauf des zweijährigen Berichtszeitraumes beim SMWK
vorzulegen.
Bei Abweichungen von den festgelegten Zielen erläutert die WHZ die Ursachen. Beim
Eintreffen von Ereignissen mit schwerwiegendem Einfluss auf das sächsische bzw.
bundesdeutsche Hochschulsystem, die die Erfüllung vereinbarter Ziele verhindern, setzen sich
die Vereinbarungspartner gegenseitig unverzüglich darüber in Kenntnis (ad-hoc Berichte).
Daraus resultierende Abweichungen im Rahmen der Zielerfüllung sind zwischen dem SMWK
und
der
WHZ
festzuhalten.
Grundsätzlich
sind
Abweichungen
in
den
Zielvereinbarungsberichten darzulegen.
Zusätzlich zu den schriftlichen Berichten, werden die WHZ und das SMWK zum Stand der
Umsetzung der Zielvereinbarungen in kontinuierlichem Austausch miteinander stehen. Dazu
findet mindestens einmal jährlich ein gemeinsames Gespräch zwischen der WHZ und dem
SMWK statt.
2.3
Abrechnung
Auf Basis der Auswertungsberichte zur Zielvereinbarung ermittelt das SMWK nach Ablauf der
Zielvereinbarungsperiode den Grad der Zielerreichung nach dem in den einzelnen
Zielbereichen definierten Punktesystem.
Bleiben bei der Addition der Punkte eines Zielbereiches (Ziff. 1.1/ 1.2/ 1.3/ 1.4) – durch die
Definition des Höchstwertes – Punkte unberücksichtigt, können diese zum Erreichen des
Höchstwertes in anderen Zielbereichen angerechnet werden. Dies gilt nicht, wenn ein oder
mehrere Ziele dieses Zielbereiches gänzlich verfehlt werden (keine Punkte). Erreicht die WHZ
nach der Aufsummierung der Punkte aller Zielbereiche weniger als 100 % – das entspricht
einem Wert von 100 Punkten – so
führt dies zu einem prozentualen Abzug im
Zielvereinbarungsbudget. Dieser Abzug wird gemäß Hochschulsteuerungsverordnung mit
dem Zielvereinbarungsbudget der kommenden Periode verrechnet.

13
3 Unterzeichnung und Inkrafttreten
Die Zielvereinbarung tritt mit Wirkung vom 01.01.2021 in Kraft.
Dresden, den 04.06.2021
Sebastian Gemkow
Staatsminister
Prof. Dr.-Ing. Stephan Kassel
Rektor

1
4 Anlage: Fächerangebot gemäß Ziffer 1.2.5
Fächergruppe
Studienbereich
Studienfach
Geisteswissenschaften
Allg. und vergleichende Literatur- und
Sprachwissenschaft
Allgemeine Sprachwissenschaft/Indogermanistik (152)
Berufsbezogene Fremdsprachenausbildung (018)
Geisteswissenschaften allgemein
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt Sprach- und
Kulturwissenschaften) (004)
Humanmedizin/
Gesundheitswissen-
schaften
Gesundheitswissenschaften allgemein
Gesundheitswissenschaften/-management (232)
Pflegewissenschaft/-management (234)
Ingenieurwissenschaften
Elektrotechnik und Informationstechnik
Elektrotechnik/Elektronik (048)
Kommunikations- und Informationstechnik (222)
Informatik
Informatik (079)
Ingenieurinformatik/Technische Informatik (123)
Medizinische Informatik (247)
Wirtschaftsinformatik (277)
Ingenieurwesen allg.
Angewandte Systemwissenschaften (140)
Mechatronik (380)

2
Maschinenbau/ Verfahrenstechnik
Feinwerktechnik (212)
Fertigungs-/Produktionstechnik (202)
Gesundheitstechnik (215)
Maschinenbau/-wesen (104)
Physikalische Technik (224)
Technische Kybernetik (144)
Textil- und Bekleidungstechnik/-gewerbe (225)
Umwelttechnik (einschließlich Recycling) (457)
Verfahrenstechnik (226)
Versorgungstechnik (213)
Verkehrstechnik, Nautik
Fahrzeugtechnik (235)
Verkehrsingenieurwesen (089)
Wirtschaftsingenieurwesen mit
ingenieurwissenschaftlichem
Schwerpunkt
Wirtschaftsingenieurwesen mit ingenieurwissenschaftlichem
Schwerpunkt (370)
Kunst,
Kunstwissenschaft
Gestaltung
Angewandte Kunst (007)
Textilgestaltung (116)
Rechts-, Wirtschafts-
und
Sozialwissenschaften
Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften allgemein
Interdisziplinäre Studien (Schwerpunkt Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaften) (030)
Wirtschaftswissenschaften
Arbeitslehre/Wirtschaftslehre (011)

3
Betriebswirtschaftslehre (021)
Internationale Betriebswirtschaft/Management (182)
Wirtschaftswissenschaften (184)