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Lärm als Gesundheitsgefahr
Großer bzw. andauernder Lärm stört uns und die Menschen in
unserer Umwelt. Deshalb ist gegenseitige Rücksichtnahme ge-
fordert. So sollten wir z. B. lärmintensive Arbeiten nur an Werk-
tagen außerhalb der Ruhezeiten durchführen, das heißt mon-
tags bis samstags zwischen 7 Uhr und 20 Uhr. Noch besser ist
es, Lärm nach Möglichkeit ganz zu vermeiden. Denn Lärm kann
auch gesundheitsschädlich sein.
Eine ständige Lärmbelastung oder sehr hohe Schallintensi-
täten, wie z. B. ein extrem lauter Knall, führen zu Stressreakti-
onen des gesamten Körpers oder zur direkten Schädigung des
Hörorgans. Zu den zahlreichen lärmbedingten oder von Lärm
beeinflussten gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Erkran-
kungen zählen u. a.
• Schwerhörigkeit
• Ohrgeräusche wie Pfeifen oder Rauschen (Tinnitus)
• erhöhter Blutdruck
• Herz-Kreislaufkrankheiten
• Erhöhung des Herzinfarktrisikos
• Schlafstörungen
• Konzentrationsstörungen
• Herabsetzung der Lern- und Leistungsfähigkeit
Was besonders problematisch ist: Jeder von uns hat seine
individuelle „Wohlfühllautstärke“, die wir z. B. beim MP3-Player-
oder iPod-Hören nicht als zu laut empfinden. Sind wir ihr aber
zu oft und zu lange ausgesetzt, kann sie dennoch schleichend
zu Hörschäden führen.
Gehörschadenrisiko
Je höher der Pegel ist, umso schneller kann eine Schädigung der Ohren eintreten. Eine Erhöhung des Schalldruckpegels
ergibt den gleichen Schädigungseffekt wie eine Verlängerung der Einwirkzeit. Bei einem Pegel von 85 dB über 40 Stunden
ergibt sich also die gleiche Wirkung wie bei 115 dB über 2 Minuten (Diskobesuch).
40 Std.
12 Std.
3 Std.
1 Std.
18 Min.
7 Min.
2 Min.
45 Sek.
85 dB
90 dB
95 dB
100 dB
105 dB
110 dB
115 dB
120 dB
max. Einwirkungsdauer
Lautstärkepegel
Nachgemessen?
Lärmbelästigung als die persönliche ne-
gative Bewertung des Schalls kann nicht
gemessen werden. Aber es gibt Beurtei-
lungsmethoden, die dabei helfen, Lärmbe-
zeichnungen wie „ohrenbetäubend“ oder
„schallend laut“ objektiv zu beurteilen.
Wird allgemein von Lärmmessung ge-
sprochen, wird mit Hilfe eines Schallpe-
gelmessers der Schalldruck gemessen
und in Dezibel (dB) angegeben. Generell
werden hohe Frequenzen vom Men-
schen lauter empfunden als tiefe. Deshalb
kommt bei der Messung ein sogenann-
ter A-Filter zum Einsatz. Dieser ist an das
menschliche Lautstärkeempfinden ange-
passt und bewertet die tiefen und sehr
hohen Töne anders als die mittleren. Aus
diesem Grund wird der Schalldruckpegel
bei derartigen Messungen in dB (A) ange-
geben.
AAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHH
TZZZZZZZZ TZZ
TRÖÖÖÖ ÖÖ Ö
TRÖÖ ÖÖ ÖÖ ÖÖÖÖÖ
TRÖÖÖ Ö
BUMM BUMM
PLING PLONG
PLONG
RASSSSSSSEL RASSSEL
HUUUUUUI
BUFF BUFF
PLOP
KLICK
KLACK
BUFF
PLITSCH GLITSCH
RASCHEL
KLIRRRRR
ZIRP ZIRP
OOOOHHHHHH
BZZZ BZZ BZZZZZZ
PSCHHHHHHHH
OHHH
PLOP
TRÖ
Musik
normales Gehör
Musik
mit Hörschaden
Musik
mit Hörgerät
Hinweis!
Der Gesetzgeber verpflichtet Arbeitnehmer, ab einem Schalldruckpegel von 85 dB einen Gehörschutz zu tragen.
Gespräch
normales Gehör
Gespräch
mit Hörschaden
Gespräch
mit Tinnitus
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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Lärm macht krank!
Lärm sollten wir selbst am besten gar
nicht machen und ihm auch lieber aus
dem Wege gehen. So schützen wir so-
wohl unsere eigenen Ohren als auch die
der Menschen in unserer Umgebung.
Denn eine ständige Lärmbelastung kann
zu verschiedenen Krankheiten führen,
wie z. B. Schwerhörigkeit, oder auch
deren Entstehung mit beeinflussen z. B.
von erhöhtem Blutdruck. Durch viel zu
laute Musik etwa in der Disko oder beim
MP3-Player-Hören haben heute schon
rund 25 % aller Jugendlichen Gehörschä-
digungen!
BEACHTE!
Ein einmal erlittener Hörschaden ist un-
heilbar, weil die Sinneszellen im Innenohr
zerstört werden. Ein Hörgerät ist dann nö-
tig, um diesen Hörverlust auszugleichen.
Jedoch ist ein Hörgerät nicht in der Lage,
ein gesundes Gehör hundertprozentig
zu ersetzen.
Knall auf Fall taube Ohren
Durch eine zu hohe Lärmbelastung kann ein akuter Hörscha-
den eintreten, der sich etwa als Ohrensausen oder das Gefühl
tauber Ohren äußert. Dieser akute Schaden kann später wieder
verschwinden. Setzen wir uns jedoch häufig hohen Schallpe-
geln aus, besteht die Gefahr eines bleibenden Hörschadens.
Dabei gilt: Je höher der Pegel ist, desto schneller kann es zu ei-
ner dauerhaften, unheilbaren Schädigung kommen – bis hin zur
völligen Taubheit. Im schlimmsten Fall sogar auf einen Schlag!
Gegenüberstellung von verschiedenen Hörfeldern
Typische Anzeichen für
einen Hörschaden:
• zu lautes Reden bei Unterhaltungen
• zu hohe Lautstärke von Fernsehgerät oder
Radio, so dass andere sich beschweren
• Starke Konzentration beim Zuhören
• Missverständnisse bei Unterhaltungen
• Bevorzugen eines Ohrs
• Bitten um Wiederholung von Gesagtem
• Rückzug aus sozialen Kontakten
Sobald diese Anzeichen auftreten,
sollte das Gehör ärztlich untersucht werden.
Krankes Ohr
Gesundes Ohr
Frequenz in Hz
Frequenz in Hz
Schallpegel in dB
Schallpegel in dB
Sprache
Sprache
Musik
Musik
Hörfeld
Hörfeld
6
31,5
63
125
250
500
1.000
2.000 4.000 8.000 16.000
6
31,5
63
125
250
500
1.000
2.000 4.000 8.000 16.000
140
120
100
80
60
40
20
0
140
120
100
80
60
40
20
0
Schmerzschwelle
Schmerzschwelle
Hörschwelle
Hörschwelle
Grenze für Schäden
Grenze für Schäden
klassische Musik
normales Gehör
klassische Musik
mit leichtem Hörschaden
klassische Musik
mit mittelschwerem Hörschaden
Wetterprognose
normales Gehör
Wetterprognose
mit leichtem Hörschaden
Wetterprognose
mit mittelschwerem Hörschaden
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft