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V.-Datum
European Energy
Exchange AG
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum
31.12.2013
13.08.2014
European Energy Exchange AG
Leipzig
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2013
European Energy Exchange AG, Leipzig
Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen von +/- einer Einheit auftreten.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzernanhang
2013
T€
2012
T€
Umsatzerlöse
6
62.219
47.921
Sonstige betriebliche Erträge
7
596
620
Personalaufwand
8
-14.597
-14.123
Abschreibungen
9
-4.759
-2.928
Sonstige betriebliche Aufwendungen
10
-31.677
-25.126
Betriebsergebnis
11.782
6.364
Zinsen und ähnliche Erträge
11
349
1.182
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
11
-7
-479
Finanzergebnis
342
703
Ertrag aus Equity-Methode
12
5.194
6.007
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
17.318
13.074
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13
-3.635
-1.261
Konzernjahresüberschuss
13.683
11.813
Vom Konzernjahresüberschuss entfallen auf Aktionäre der EEX AG
12.833
11.272
Nicht beherrschende Gesellschafter
850
541
Überleitung zum Konzerngesamtergebnis
2013
T€
2012
T€
Konzernjahresüberschuss
13.683
11.813
Veränderung direkt im Eigenkapaital erfasster Ergebnispositionen
0
0
Konzerngesamtergebnis
13.683
11.813
Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf Aktionäre der EEX AG
12.833
11.272
Nicht beherrschende Gesellschafter
850
541
Konzern-Bilanz
AKTIVA
Konzernanhang
2013
T€
2012
T€
Langfristige Vermögenswerte
58.070
49.153
Firmenwert
14
12.220
12.220
Immaterielle Vermögenswerte
14
5.649
6.153
Sachanlagen
15
1.252
1.458
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen
16
33.269
25.508
Übrige Finanzanlagen
16
165
170
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
16
100
125

Konzernanhang
2013
T€
2012
T€
Derivative Finanzinstrumente
17
591
153
Aktive latente Steuern
13
4.824
3.366
Kurzfristige Vermögenswerte
882.871
759.640
Derivative Finanzinstrumente
17
1.295
1.124
Forderungen aus Lieferung und Leistung
18
64.625
74.328
Sonstige Vermögenswerte
19
16.074
13.064
Steuererstattungsansprüche
19
894
921
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen
20
717
1.497
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung
21
740.995
613.284
Zahlungsmittel und -äquivalente
22
58.271
55.422
Summe Aktiva
940.941 808.793
Passiva
Konzernanhang
2013
T€
2012
T€
Eigenkapital
119.701
113.696
Gezeichnetes Kapital
23
40.050
40.050
Kapitalrücklage
24
10.000
10.000
Rücklagen
25
17.548
12.655
Erwirtschaftete Ergebnisse
26
46.037
45.306
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
27
6.066
5.685
Langfristige Schulden
1.685
322
Langfristige Rückstellungen
28
190
169
Derivative Finanzinstrumente
17
591
153
Langfristige Verbindlichkeiten
29
904
0
Kurzfristige Schulden
819.555
694.775
Kurzfristige Rückstellungen
30
4.964
2.552
Derivative Finanzinstrumente
17
1.295
1.124
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
31
66.285
76.042
Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen
32
415
359
Bardepots der Marktteilnehmer
33
740.995
613.284
Sonstige Verbindlichkeiten
34
5.601
1.414
Summe Passiva
940.941
808.793
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzernanhang
2013
T€
2012
T€
Jahresüberschuss
13.683
11.813
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
9
4.759
2.928
Aufwand aus latenter Steuer
13
-1.458
-1.881
Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen
12
-5.194
-6.007
Abnahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie sonstiger
Aktiva (+)
7.500
-16.767
Abnahme der Verbindlichkeiten und Rückstellungen (-)
-4.047
16.471
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
15.243
6.557
Auszahlungen für Investitionen in assoziierte Unternehmen
16
-7.049
0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
14
-3.416
-2.802
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
15
-632
-635
Einzahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und Ausleihungen
16
0
2
Erhaltene Dividenden
6.381
5.883
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-4.716
2.448
Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen
0
-7
Dividendenzahlung an Aktionäre der EEX AG
-7.678
-7.772
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-7.678
-7.779
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands
2.849
1.226
Zahlungsmittel am Anfang der Periode
55.422
54.196
Zahlungsmittel zum Ende der Periode
58.271
55.422
Im Geschäftsjahr
- erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge
349
1.182
- erhaltene Dividenden
6.381
5.883
- gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen
7
479
- gezahlte Ertragsteuern
5.093
3.108

Konzern-Eigenkapitalentwicklung
Gezeichnetes
Kapital Kapitalrücklage
Rücklage gern.
EMIR Artikel 45
(4) Rücklagen
Erwirtschaftete
Ergebnisse
Eigenkapital der
EEX-Aktionäre
Stand zum
31.12.2011
40.050
10.000
8.002
45.897
103.949
Gesamtergebnis
11.272
Ausschüttung
-7.210
Einstellung in die
Rücklagen
4.996
-4.996
Entnahme aus den
Rücklagen
-343
343
Stand zum
31.12.2012
40.050
10.000
12.655
45.306
108.011
Gesamtergebnis
12.833
Ausschüttung
-7.209
Einstellung in die
Rücklagen
4.500
393
-4.893
Entnahme aus den
Rücklagen
Stand zum
31.12.2013
40.050
10.000
4.500
13.048
46.037
113.635
Anteil nicht
beherrschender
Gesellschafter Konzerneigenkapital
Stand zum 31.12.2011
5.706
109.655
Gesamtergebnis
541
Ausschüttung
-562
Einstellung in die Rücklagen
Entnahme aus den Rücklagen
Stand zum 31.12.2012
5.685
113.696
Gesamtergebnis
850
Ausschüttung
-469
Einstellung in die Rücklagen
Entnahme aus den Rücklagen
Stand zum 31.12.2013
6.066
119.701
Konzernanhang
GRUNDLAGEN UND METHODEN
1. Allgemeine Grundsätze
Die European Energy Exchange AG (EEX) betreibt eine Börse für den Handel von Energie und energienahen Produkten. Während die
EEX eine privatrechtliche Trägergesellschaft ist, ist die Börse EEX eine öffentlich-rechtliche Börse im Sinne des Börsengesetzes. Seit
ihrer Gründung hat sich die EEX von einer lokalen Strombörse zu einem führenden europäischen Handelsplatz für Energie und
energienahe Produkte mit internationalen Partnerschaften entwickelt. Rund 250 Unternehmen aus 24 Ländern nutzen den
Börsenhandel der EEX, um Strom, Erdgas, CO
2
-Emissionsberechtigungen und Kohle zu fairen, marktgerechten Preisen zu kaufen und
zu verkaufen, ihren Bedarf zu decken und Risiken zu steuern. Die Besicherung (Clearing) und Abwicklung aller über die Börse
abgeschlossenen Geschäfte erfolgen durch die European Commodity Clearing AG (ECC).
Die EEX AG ist eine in der Bundesrepublik Deutschland eingetragene Aktiengesellschaft. Sie entstand zum 1. Januar 2002 durch
Verschmelzung der LPX Leipzig Power Exchange GmbH, Leipzig, und der European Energy Exchange AG, Frankfurt, auf die PVG
Vierzehnte Vermögensverwaltung AG, Leipzig. Sie ist am Augustusplatz 9, 04109 Leipzig, Deutschland, geschäftsansässig und beim
Handelsregister des Amtsgerichtes Leipzig unter HR B-Nr. 18409 eingetragen.
Dieser Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat auf der Aufsichtsratssitzung am 1. April 2014 vorgelegt.
2. Standards, Überarbeitungen von Standards und Interpretationen, die erstmalig verbindlich für Berichtsperioden ab dem 1. Januar
2013 anzuwenden sind
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS - Hochinflation und Ersetzung des festen Umstellungszeitpunkts:
Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt "1. Januar 2004" durch "Zeitpunkt des Übergangs auf
IFRS". Die zweite Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, wenn
ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation
unterlag.
IAS 12 Ertragsteuern - Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte:
Die Änderung bietet eine praktische Lösung für das Problem der Abgrenzung der Frage, ob der Buchwert eines Vermögenswertes
durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird, durch die Einführung einer widerlegbaren Vermutung, dass die Realisierung
des Buchwertes im Normalfall durch Veräußerung erfolgt.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses:
Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass Zwischensummen für die Posten gefordert
werden, die recycelt werden können (z.B. Cash-Flow-Hedges, Fremdwährungsumrechnungen), und diejenigen, die nicht recycelt
werden (beispielsweise erfolgswirksam durch das sonstige Gesamtergebnis zu erfassende Postennach IFRS 9).
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwertes:
Durch IFRS 13 werden die bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in den einzelnen aktuellen IFRS-
Verlautbarungen durch einen einzigen Standard ersetzt. Es wird der beizulegende Zeitwert definiert, es werden Leitlinien zur
Bemessung des beizulegenden Zeitwertes zur Verfügung gestellt und Angaben über die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes
gefordert.
IAS 19 (überarbeitet 2011) Leistungen an Arbeitnehmer:
Im Wesentlichen umfassen die Änderungen den Ansatz von Änderungen in der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus
leistungsorientierten Plänen einschließlich der sofortigen Erfassung von leistungsorientierten Kosten, die Aufgliederung von
leistungsorientierten Kosten nach Bestandteilen, den Ansatz von Neubewertungen im sonstigen Gesamtergebnis sowie
Planänderungen, Plankürzungen und Erfüllungen.
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks:
Die Konkretisierung klärt, wann Abraumkosten aus der Produktion als Vermögenswert anzusetzen sind, wie die Erstbewertung des
Vermögenswertes aus der Abraumaktivität auszusehen hat und wie die Folgebewertung des Vermögenswertes aus der
Abraumaktivität erfolgt.
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS - Darlehen der öffentlichen Hand:
Die Änderungen an IFRS 1 betreffen unterverzinsliche Kredite der öffentlichen Hand. Erstanwender müssen bei der Bilanzierung
derartiger Kredite keine vollständig retrospektive Anwendung der IFRS vornehmen.
Annual Improvements 2009-2011 - Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34: Änderungen und Klarstellungen an
verschiedenen IFRS.
IFRS 7 Finanzinstrumente - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden:
Die Änderungen an den Angabevorschriften in IFRS 7 erfordern Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten, die im Einklang mit
IAS 32 saldiert werden. Darüber hinaus werden auch Angaben zu allen bilanzierten Finanzinstrumenten gefordert, die einer
durchsetzbaren Globalverrechnungs- oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, auch wenn diese nach IAS 32 nicht saldiert werden.
3. Standards, Überarbeitungen von Standards und Interpretationen, die zum Berichtszeitpunkt verabschiedet waren, jedoch noch
nicht verpflichtend anzuwenden sind und nicht vorzeitig angewendet werden
IFRS 10 Konzernabschlüsse:
IFRS 10 ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27. Dieser beinhaltet Fragestellungen, die bislang in SIC-12 Konsolidierung -
Zweckgesellschaften geregelt wurden und begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen
einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014
beginnen).
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen
IFRS 11 ersetzt "IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre
Einlagen durch Partnerunternehmen". Das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei
Gemeinschaftsunternehmen wird aufgehoben und stattdessen werden diese Unternehmen künftig allein at-Equity in den
Konzernabschluss einbezogen (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011):
Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde IAS 28 in "Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt und der Regelungsbereich, der sich bislang auf die assoziierten Unternehmen beschränkte,
auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder
nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen:
Der Standard konsolidiert alle Angaben für den Bereich der Konzernrechnungslegung, die für Tochtergesellschaften, gemeinschaftlich
geführte, assoziierte sowie strukturierte Unternehmen zu berichten sind (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1.
Januar 2014 beginnen).
IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011):
Mit der Verabschiedung von IFRS 10 und IFRS 12 beschränkt sich der Anwendungsbereich von IAS 27 allein auf Einzelabschlüsse
(anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IAS 32 Finanzinstrumente - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten: Es werden die
Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz klargestellt
(anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IFRS 10-12 Übergangsvorschriften:

Mit den Änderungen werden die Übergangsleitlinien in IFRS 10 klargestellt und zusätzliche Erleichterungen in allen drei Standards
gewährt. Dazu gehört insbesondere, dass die Angabe angepasster Vergleichszahlen auf die bei Erstanwendung unmittelbar
vorangegangene Vergleichsperiode beschränkt wird (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014
beginnen).
IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 Investmentgesellschaften:
Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das
Mutterunternehmen die Definition einer 'Investmentgesellschaft' erfüllt (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1.
Januar 2014 beginnen).
IFRIC 21 Abgaben:
Die Interpretation bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird
(anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zu erzielbarem Betrag nicht finanzieller Vermögenswerte: Die Änderungen
betreffen die Angabe von Informationen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser
Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach
dem 1. Januar 2014 beginnen).
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von
Sicherungsgeschäften: Durch die Änderung bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in
fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Novation zur Einschaltung einer zentralen
Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten (Central Counterparty; CCP) infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen führt
(anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen).
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge: Klarstellung der Zuordnung von
Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung,
wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist (anzuwenden für Berichtsperioden, die am
oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen).
Annual Improvements 2010-2012 - Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, und IAS 38: Änderungen und
Klarstellungen an verschiedenen IFRS (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen)
Annual Improvements 2011-2013 - Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, und IAS 40: Änderungen und Klarstellungen an
verschiedenen IFRS (anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen)
Die oben genannten Änderungen haben voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des
EEX-Konzerns.
4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet
werden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden werden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet,
sofern nichts anderes angegeben ist.
Grundlagen der Abschlusserstellung
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 ist aufgestellt nach den vom International Accounting Standards Board (IASB)
verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr.
1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend der Anwendung internationaler
Rechnungslegungsstandards i.V.m. § 315a Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften.
Die Anforderungen der IFRS sind vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme von
Derivaten, welche zum Fair Value bewertet werden.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.
Grundlagen der Konsolidierung
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat;
regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 Prozent. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden
Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), zu dem die Kontrolle
auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, zu dem die Kontrolle endet.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen
dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen
bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der
Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Anteile nicht

beherrschender Gesellschafter. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögendes erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu
gewährleisten.
Im Rahmen eines Treuhandverhältnisses gehaltene Vermögenswerte gelten nicht als Vermögenswerte des Konzerns und sind nicht in
der Konzernbilanz ausgewiesen.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit konzernexternen Parteien behandelt. Käufe
und Verkäufe von Anteilen an nicht beherrschende Gesellschafter werden ergebnisneutral im Konzernabschluss erfasst.
Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt;
regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 Prozent. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden
unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an
assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Firmenwert (nach Berücksichtigung kumulierter
Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen
nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten
Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen
übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen
eingegangen oder hat für dieses Zahlungen geleistet.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine
konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
Joint Ventures
Joint Ventures werden gemäß IAS 31.38 nach der Equity-Methode bilanziert.
Konsolidierungskreis
Tochterunternehmen
ECC
ECC Lux
EPD
1
EGEX
1
GEEX
1
Sitz
Deutschland
Luxemburg
Deutschland
Deutschland
Deutschland
Leipzig
Strassen
Leipzig
Leipzig
Leipzig
Erstkonsolidierung
2006
2009
2008
2007
2011
Anteil am Kapital
unmittelbar
(mittelbar)
31.12.2012
%
98,4999
(98,4999)
80
100
100
Anteil am Kapital
unmittelbar
(mittelbar)
31.12.2013
%
98,5
(98,5)
80
100
100
Grundkapital
T€
1.015
13
125
100
50
Eigenkapital 2012
T€
33.472
35
6.018
2.046
23
Eigenkapital 2013
T€
42.457
76
6.018
2.046
48
Bilanzsumme
2012
T€
648.984
76.263
11.186
2.322
23
Bilanzsumme
2013
T€
789.865
60.824
13.914
4.686
2.888
Umsatz 2012
T€
22.704
10.389
13.896
978
0
Umsatz 2013
T€
30.739
14.334
18.923
1.558
1.564
Jahresüberschuss
2012
T€
6.235
22
0
-2.589
0
Jahresüberschuss
2013
T€
10.305
41
0
0
0
Einbeziehung
Vollkonsolidierung

Assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen
EPEX
EMCC
CLTX
Sitz
Frankreich
Deutschland
Singapur
Paris
Hamburg
Singapur
Erstkonsolidierung
2008 2008 2013
Anteil am Kapital unmittelbar (mittelbar) 31.12.2012
50
20
0
Anteil am Kapital unmittelbar (mittelbar) 31.12.2013
50
20
43,7
Grundkapital
4.973
100
TUSD 7.400
Eigenkapital 2012
20.521
1.045
Eigenkapital 2013
18.444
1.933
TUSD 355
Bilanzsumme 2012
28.071
36.052
Bilanzsumme 2013
28.531
33.910
TUSD 4.494
Umsatz 2012
40.570
3.592
Umsatz 2013
43.080
3.226
TUSD 1.176
Jahresüberschuss 2012
12.577
1.030
Jahresüberschuss 2013
10.500
888
TUSD -7.045
Einbeziehung
At Equity
1
Mit EPD, EGEX und GEEX besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
2
Für CLTX werden Werte zum 30.6.2013 ausgewiesen, da ihr Wirtschaftsjahr abweicht.
Sachanlagen
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, gemindert um Zuschüsse, aktiviert
und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Nachträgliche Anschaffungs- und Herstellungskosten, z.B. aufgrund von Erweiterungs- oder Ersatzinvestitionen, werden nur dann als
Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes oder - sofern einschlägig - als separater Vermögenswert erfasst,
wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des
Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können.
Aufwendungen für Wartung, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen (day-to-day services), werden in dem Geschäftsjahr
aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Bei allen Vermögenswerten erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten über die erwartete Nutzungsdauer der
Vermögenswerte im Wesentlichen wie folgt abgeschrieben werden:
Nutzungsdauer
Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anwenderhardware
3
Audio- und Videoequipment
4
Netzwerktechnik
5
Büroeinrichtung
Stahlschrank
20
Sonstige Büromöbel
13
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben.
Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den
Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen.
Firmenwert
Der Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbes über den beizulegenden Zeitwert der
Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb
entstandener Firmenwert wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Firmenwert, der aus dem Erwerb eines
assoziierten Unternehmens resultiert, ist in dessen Beteiligungsbuchwert enthalten. Der bilanzierte Firmenwert wird einem jährlichen
Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet.
Wertaufholungen sind unzulässig.
Der Firmenwert wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.
Die Aufteilung erfolgt auf diejenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, von denen erwartet wird, dass sie aus dem
Zusammenschluss, bei dem der Firmenwert entstand, Nutzen ziehen.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Erworbene Software wird zu ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen
nutzungsbereiten Zustand abzüglich etwaiger Zuschüsse aktiviert. Die gesamten Anschaffungskosten werden über die geschätzte
wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit (oder aus der Entwicklungsphase eines
internen Projektes) ergibt, wird dann, und nur dann, erfasst, wenn alle folgenden Nachweise erbracht werden können:
Die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes ist gegeben, damit er zur Nutzung oder
zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.
Die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen.
Die Fähigkeit ist vorhanden, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
Es ist bestimmt, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird.
Die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen ist gegeben, um die Entwicklung
abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können.
Die Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der im Rahmen der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes
zurechenbaren Aufwendungen ist vorhanden.
Der Betrag, mit dem ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert erstmalig aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen
Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erfüllt. Wenn ein selbst
erstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode
erfasst, in der sie entstehen.
Aktivierte Anschaffungs- und Herstellungskosten für Software werden über die Nutzungsdauer linear verteilt. Für Standardsoftware
wird eine Nutzungsdauer von drei Jahren angenommen. Individualsoftware hingegen wird über fünf Jahre abgewertet.
Wertminderung nicht monetärer Vermögenswerte
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich
mindestens einmal sowie ergänzend bei dem Vorliegen etwaiger Indikatoren (Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände) auf
Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft,
wenn entsprechende Indikatoren (Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände) anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr
erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare
Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem
Nutzungswert.
Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat
identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit
eine Wertminderung gebucht wurde, wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Leasingverhältnisse
Die EEX hält lediglich Vertragsverhältnisse, in denen sie Leasingnehmerin ist.
Für jedes Leasingverhältnis ist die Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums zu prüfen. Leasingverhältnisse, bei denen ein
wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt,
werden als Operating-Leasing klassifiziert. Ansonsten handelt es sich um ein Finanzierungs-Leasing.
Gemietete oder geleaste Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 im wirtschaftlichen Eigentum der EEX stehen (Finanzierungs-
Leasingverhältnis), werden mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten oder, sofern niedriger, mit dem Zeitwert des Miet- bzw.
Leasingobjektes im Anlagevermögen aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.
Sofern das Eigentum zum Ende der Leasinglaufzeit auf die EEX übergeht, entspricht die Abschreibungsdauer der wirtschaftlichen
Nutzungsdauer, ansonsten der Leasinglaufzeit des Leasinggegenstandes. Der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen
Miet- und Leasingraten wird als Verbindlichkeit passiviert und nachfolgend durch den in den Miet- bzw. Leasingzahlungen enthaltenen
Tilgungsanteil gemindert.
Miet- und Leasingverhältnisse, bei denen der EEX kein wirtschaftliches Eigentum zuzurechnen ist, werden als Operating-Leasing
klassifiziert. Die aus diesen Vereinbarungen resultierenden Aufwendungen werden zum Zeitpunkt der Nutzung der entsprechenden
Miet- und Leasinggegenstände verursachungsgerecht erfasst. Sie werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Prüfung der Klassifizierung eines Leasingverhältnisses findet aus Wesentlichkeitsgründen erst ab einer Summe der
Leasingzahlungen von 50 T€ statt.
Finanzielle Vermögenswerte
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem
anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen:
a) flüssige Mittel,
b) ein als Aktivum gehaltenes Eigenkapitalinstrument eines anderen Unternehmens,
c) ein vertragliches Recht:
flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einem anderen Unternehmen zu erhalten oder
finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit einem anderen Unternehmen zu potenziell vorteilhaften
Bedingungen auszutauschen oder
d) einen Vertrag, der in Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt werden wird oder kann und bei dem es sich um Folgendes
handelt:
ein nicht derivatives Finanzinstrument, das eine vertragliche Verpflichtung des Unternehmens beinhaltet oder beinhalten
kann, eine variable Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens zu erhalten oder
ein derivatives Finanzinstrument, das auf andere Weise als durch den Austauscheines festen Betrages an flüssigen Mitteln
oder anderen finanziellen Vermögenswerten gegen eine feste Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens erfüllt
werden wird oder kann. In diesem Sinne beinhalten die Eigenkapitalinstrumente eines Unternehmens keine Instrumente, die
selbst Verträge über den künftigen Empfang oder die künftige Abgabe von Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens
darstellen.
Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag (Trade Date Accounting). Dies ist der Tag des Kaufs oder
Verkaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den betroffenen
Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon
ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden.
Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten.
Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in die folgenden Kategorien:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte,
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
Kredite und Forderungen.
Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang. Die
Kategorisierung wird zu jedem Stichtag überprüft.
Die finanziellen Vermögenswerte werden in drei Kategorien unterteilt.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Hierbei handelt es sich um finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als "zu Handelszwecken gehalten" eingeordnet wurden
(held for trading), und solche, die von Beginn an als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" klassifiziert wurden. Ein
finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben oder der
finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern
sie nicht als Sicherungsinstrumente in einer Sicherungsbeziehung (Hedges) designiert sind. Vermögenswerte dieser Kategorie werden
als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von
zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
Ausleihungen und Forderungen
Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an
einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach
dem Bilanzstichtag liegt. Ansonsten werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
Ausleihungen und Forderungen werden in der Bilanz unter den Forderungen aus Lieferung und Leistung oder unter sonstige
Vermögenswerte ausgewiesen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Die Finanzanlagen werden gemäß IAS 39 ebenfalls der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
zugeordnet. Diese werden zum Bilanzstichtag mit dem Zeitwert bzw., sofern dieser nicht bzw. nicht zuverlässig zu ermitteln ist, mit
den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Da sich die Zeitwerte der von dem EEX-Konzern gehaltenen Beteiligungen nicht über
geeignete Bewertungsmethoden ableiten lassen, werden diese zu Anschaffungskosten bilanziert.

Finanzinstrumente der European Commodity Clearing AG (ECC)
Die ECC ist das Clearinghaus des EEX-Konzerns und fungiert als zentraler Kontrahent.
Unbedingte Termingeschäfte
Bei bestimmten Futures ist eine physische Lieferung des Vertragsobjektes von Anfang an vorgesehen und verpflichtend. Die
Vertragsparteien können ihre Verpflichtung durch ein gegenläufiges Geschäft glattstellen. Diese Kontraktform ist bei allen
Handelswaren außer bei Kohle möglich. Bilanziell sind an dieser Stelle vor allem Futures relevant, welche bereits vor dem
Bilanzstichtag gehandelt wurden, deren letzter Handelstag jedoch dahinter liegt.
Durch Variation Margins werden Gewinne und Verluste der offenen Positionen, die durch Marktpreisänderungen entstehen, täglich
ausgeglichen. Da es sich um einen täglich Gewinn- und Verlustausgleich in bar handelt, werden Futures gemäß IAS 39.17 (a) und IAS
39.39 nicht in der Konzernbilanz ausgewiesen.
Futures mit zwingendem Barausgleich werden äquivalent zu den Termingeschäften mit physischer Erfüllung behandelt, daher nicht
aktiviert oder passiviert.
Bedingte Termingeschäfte
Bei den Optionen muss vom Optionskäufer zum Vertragsabschluss eine Optionsprämie gezahlt werden. Bei Kursschwankungen, die
sich für den Optionsverkäufer negativ gestalten und bei Ausübung zu Verlusten führen, werden vom Verkäufer Sicherheitsleistungen
verlangt. Der Optionskäufer hingegen kann über die gezahlte Optionsprämie hinaus keine weiteren Verluste erleiden, da er die Option
nicht ausüben muss. Der Wert einer Option richtet sich nach den möglichen Verlusten des Verkäufers.
Zu bilanzieren ist bei Optionen der beizulegende Zeitwert zum Stichtag. Hierbei wird auf die Optionsprämien der offenen Positionen
zurückgegriffen. Es entstehen Aktiv- und Passivpositionen in gleicher Höhe, da die ECC als zentraler Vertragspartner sowohl eine
Forderung an den Optionsverkäufer, als auch eine Verbindlichkeit gegenüber dem Optionskäufer besitzt.
Optionsprämien werden dem Optionsverkäufer direkt gutgeschrieben. Sie stellen somit keinen zukünftigen Mittelab- bzw. -zufluss dar
und sind nicht zu bilanzieren.
Forderungen aus Lieferung und Leistung
Forderungen aus Lieferung und Leistung werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten
Anschaffungskosten, soweit mit einer Fälligkeit größer als zwölf Monaten unter Verwendung der Effektivzinsmethode, sowie
gegebenenfalls unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung auf Forderungen aus Lieferung und Leistung wird
dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind.
Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer in Insolvenz oder ein
sonstiges Sanierungsverfahren geht sowie ein Vertragsbruch, wie z.B. ein Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen,
gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertminderung. Der Betrag der Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn
- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen und andere kurzfristige hochliquide finanzielle
Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten sowie Kontokorrentkredite. Es handelt sich um zur
Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung umfassen Bardepots der Marktteilnehmer.
In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen
Finanzschulden gezeigt.
Sicherheiten
Laut Clearingbedingungen der ECC muss jeder Teilnehmer einen festgelegten Betrag an Sicherheiten leisten. Die Sicherheiten können
in Form von Wertpapieren, Bankgarantien (nur Clearingfonds) oder Bargeld hinterlegt werden.
Verbindlichkeiten aus Barsicherheiten werden in der Konzernbilanz unter der Position "Bardepots der Marktteilnehmer" ausgewiesen
und die korrespondierenden Beträge unter "Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung".
Sicherheiten in Wertpapieren werden von den Clearingmitgliedern verpfändet. Sie sind nicht bilanzierungsfähig.
Finanzschulden
Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt.
In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und
dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Hinsichtlich der Bilanzierungsgrundsätze bei "Trade Date Accounting" wird auf die Erläuterung
für finanzielle Vermögenswerte verwiesen.
Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat,
die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

Latente Steuern
Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen dem Steuerbilanzwert der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und
ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften)
bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der
Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen
vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund
dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden
können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge hängt davon ab, ob zukünftig ausreichend zu versteuerndes
Einkommen erzielt wird. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit werden die Ertragslage der Vergangenheit sowie Planungsrechnungen
herangezogen.
Leistungen an Arbeitnehmer
Im Konzern existieren sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pensionspläne.
Ein beitragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, unter dem der Konzern fixe Beiträge an eine nicht zum Konzern gehörende
Gesellschaft (Fonds) entrichtet. Der Konzern hat keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn
der Fonds nicht genügend Vermögenswerte hält, um die Pensionsansprüche aller Mitarbeiter aus den laufenden und vorherigen
Geschäftsjahren zu begleichen. Im Gegensatz hierzu schreiben leistungsorientierte Pläne Pensionsleistungen fest, den ein Mitarbeiter
bei Renteneintritt erhalten wird und der i.d.R. von einem oder mehreren Faktoren wie Alter und Dienstzeit abhängig ist.
Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung
(Defined Benefit Obligation, DBO) am Bilanzstichtag. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen
Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der
DBO wird berechnet, indem unter Einbezug des Gehaltstrends die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von
Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und
weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen
versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden erfolgswirksam über die erwartete Restdienstzeit der Arbeitnehmer
erfasst.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Änderungen des Pensionsplans hängen
vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum ab (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In
diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit
erfolgswirksam erfasst.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Sofern Planvermögen vorhanden ist, wird
dieses von der Pensionsrückstellung abgezogen.
Der Wegfall der Korridormethode hat keinen Einfluss auf den Konzernabschluss, da diese nicht angewendet wurde.
Rückstellungen
Rückstellungen werden passiviert, wenn der Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen
Ereignis resultiert, es wahrscheinlich (more likely than not) ist, dass die Begleichung der Verpflichtung zu einer Vermögensbelastung
führen wird und die Höhe der Rückstellung verlässlich ermittelt werden kann. Für zukünftige operative Verluste werden keine
Rückstellungen erfasst.
Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben ermittelt, wobei ein Vorsteuerzinssatz benutzt wird, der die aktuellen
Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt. Aus der reinen
Aufzinsung resultierende Erhöhungen der Rückstellung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als
Zinsaufwendungen erfasst.
Ertragsrealisierung
Alle Handelsentgelte sowie Clearingentgelte für Termingeschäfte werden am Handelstag erbracht, Lieferentgelte für
Spotmarktgeschäfte hingegen am Liefertag realisiert. Alle zuvor genannten Transaktionsentgelte werden monatlich abgerechnet.
Die Rechnungsstellung für Jahresentgelte erfolgt jährlich, für technische Entgelte quartalsweise, für Schulungsentgelte und
Infoprodukte ad hoc.
Zinserlöse und Zinsaufwendungen werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem
Geschäft dem Unternehmen zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.
Transaktionen in Fremdwährung
Fremdwährungstransaktionen werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (€)
umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in

Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sind kurzfristig und werden innerhalb eines Jahres erfüllt.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige
Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente (insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistung) entsprechen die Zeitwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten.
Der beizulegende Zeitwert von Derivaten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, basiert auf dem Börsenkurs am
Bilanzstichtag. Da die ECC gleichzeitig als Käufer und Verkäufer auftritt, ist der relevante Börsenkurs für finanzielle Vermögenswerte
deren aktueller Geldkurs.
Der im Anhang angegebene beizulegende Zeitwert finanzieller Verbindlichkeiten wird ermittelt durch die Abzinsung der zukünftigen,
vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit dem gegenwärtigen Marktzinssatz, der dem Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente
gewährt würde.
5. Schätzungen, Bewertungsunsicherheiten und Ermessungsentscheidungen
Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen sowie weiteren
Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen.
Der Konzern trifft Einschätzungen und Annahmen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden
naturgemäß in den seltensten Fällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.
Grundlage für den jährlichen Wertminderungstest für die Firmenwerte bildet die Unternehmensplanung der EEX sowie ihrer
Tochtergesellschaften. In diesen werden Annahmen über die künftige Entwicklung der Aufwands- und Ertragspositionen der
betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeitet.
Weitere Schätzungen und Annahmen werden insbesondere hinsichtlich der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme
bei bestimmten Rückstellungen sowie der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
6. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
2013
T€
2012
T€
Handelsentgelte
Terminmarkt Strom
18.399
13.358
Spotmarkt Gas
947
358
Terminmarkt Gas
155
197
Spotmarkt EUA
1.021
217
Terminmarkt EUA/CER
32
365
Terminmarkt Herkunftsnachweise
6
0
Clearingentgelte
29.392
22.487
Sonstige Entgelte
Jahresentgelte
4.783
4.642
Technische Anbindung
1.931
2.095
Infoprodukte
1.448
1.487
Geschäftsbesorgung
1.839
1.838
Schulungen/Prüfungen
829
763
Sonstige Clearingleistungen
1.205
0
Sonstiges
233
114
Umsatzerlöse gesamt
62.219
47.921
Handels- und Clearingentgelte werden in Abhängigkeit des gehandelten Volumens (z.B. pro MWh) berechnet. Die Jahresentgelte
erhebt der Börsenträger für die Handelsteilnahme am jeweiligen Markt.
7. Sonstige betriebliche Erträge
In dieser Position fallen im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen sowie Erträge aus Forderungszuschreibung an.
8. Personalaufwand
Im EEX-Konzern sind zum 31. Dezember 2013 161 Mitarbeiter (Vorjahr: 145) beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt beträgt die
Mitarbeiteranzahl 153,5 (2012: 128), davon 5 (2012: 6) leitende Angestellte. Es gibt keine Auszubildenden.
Der Anteil der Mitarbeiterinnen lag zum Stichtag bei 44 Prozent. Von insgesamt 21 Führungspositionen im EEX-Konzern waren zum
Stichtag 7 mit Frauen besetzt.
2013
T€
2012
T€
Löhne und Gehälter
11.634
11.258

2013
T€
2012
T€
Soziale Abgaben
2.116
1.884
Altersvorsorge
847
980
Summe
14.597
14.123
9. Abschreibungen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
2013
T€
2012
T€
Immaterielle Vermögenswerte
3.921
1.999
Sachanlagen
838
922
Leasingvermögen
0
7
Summe
4.759
2.928
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
2013
T€
2012
T€
Systemkosten
13.055
10.629
Beratung
5.766
4.307
Market Maker, Broker etc.
5.436
3.768
Bürokosten
2.099
1.744
Marketing, Veranstaltungen, Reisekosten
2.101
2.121
Nicht abziehbare Vorsteuer
493
96
Versicherungen, Beiträge
1.040
658
Aufsichtsratsvergütung
384
536
Prüfungskosten
382
316
Übrige Aufwendungen
921
951
Summe
31.677
25.126
Die Systemkosten beinhalten fixe und umsatzabhängige Bestandteile sowie Kosten für technische Anbindungen der
Handelsteilnehmer.
11. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
2013
T€
2012
T€
Zinserträge Barsicherheiten
145
776
Zinsaufwand Barsicherheiten
0
-388
Zinsergebnis Barsicherheiten
145
388
Zinsen und zinsähnliche Erträge
111
367
Zinsaufwand
0 -65
Dividenden aus Beteiligungen
93
39
Aufzinsung von Rückstellungen
-6
-26
Sonstiges Zinsergebnis
204
315
Summe Zinserträge
349
1.182
Summe Zinsaufwendungen
-7
-479
Summe
342
703
12. Ertrag aus Equity-Bilanzierung
Das Ergebnis aus Equity-Bilanzierung betrifft die Fortführung der Anschaffungskosten für die nach der Equity-Methode bilanzierte
EPEX SPOT SE (EPEX).
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In dieser Position sind die laufenden gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten
Steuern erfasst. Laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.
2013
T€
2012
T€
Laufende Ertragsteuern
5.010
3.108
Periodenfremde Ertragsteuern
83
34
Latente Ertragsteuern
-1.458
-1.881
Summe
3.635
1.261
Für die Berechnung der latenten Steuern wird 2013 ein Steuersatz von 31,925 Prozent (Vorjahr: 31,925 Prozent) verwendet. Dieser
berücksichtigt die Gewerbeertragsteuer mit einem Hebesatz von 460 Prozent (Vorjahr: 460 Prozent), die Steuermesszahl von 3,5

Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent), die Körperschaftsteuer mit 15 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent) und den Solidaritätszuschlag von 5,5
Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent) auf die Körperschaftsteuer.
Der erwartete Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes von 31,925 Prozent
auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag laut
Gewinn- und Verlustrechnung überleiten:
2013
T€
2012
T€
Ergebnis vor Steuern
17.318
13.074
Steuersatz
31,925%
31,925%
Erwarteter Steueraufwand
5.529
4.174
Steuerfreie Erträge
-1.682
-1.878
Nicht abziehbare Betriebsausgaben
250
246
Aperiodischer Steueraufwand/-ertrag
-646
-1.347
Nichtansatz von Verlustvorträgen
50
0
Abweichung von der Bemessungsgrundlage für Gewerbesteuer
94
87
Sonstige
41
-21
Effektiver Steueraufwand
3.635
1.261
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-
Bilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
Latente Steuerforderungen
Latente Steuerschulden
2013
T€
2012
T€
2013
T€
2012
T€
Immaterielle Vermögenswerte
17
22
0
-694
Sachanlagen
1
1
-29
-31
Übrige Finanzanlagen
0
40
0
0
Finanzinstrumente
602
408
-602
-408
Sonstige Forderungen
0
36
-75
-56
Verlustvortrag
4.906
4.140
0
0
Langfristige Rückstellungen 88 9 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0
Outside Basis Differences
0
0
-85
-99
Bruttowert
5.614
4.655
-790
-1.289
Saldierung
-790
-1.289
790
1.289
Summe
4.824
3.366
0
0
Für steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, da deren zukünftige Nutzbarkeit nach Maßgabe von
Planungsrechnungen wahrscheinlich ist. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.972 T€ wurden nicht angesetzt. Diese
Verlustvorträge sind nicht zeitlich begrenzt.
Es bestehen zu versteuernde temporäre Outside Basis Differences in Höhe von 2.400 T€ (Vorjahr: 1.976 T€) für die gemäß IAS 12.39
latente Steuern nicht passiviert wurden.
Die latenten Steuern gliedern sich wie folgt nach Fristigkeit auf:
2013
T€
2012
T€
Latente Steuerforderungen
die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden
5.201
3.280
die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden
413
1.444
Summe
5.614
4.724
Latente Steuerschulden
die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden
-291
-1.217
die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden
-499
-142
Summe
-790
-1.359
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
14. Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte
Der Firmenwert und die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
Sonstige
immaterielle
Vermögenswerte
T€
Firmenwert
T€
Summe
T€
Anschaffungskosten zum 31.12.2011
15.710
30.021
45.731
Zugänge
2.802
2.802
Abgänge
-86
-86
Anschaffungskosten zum 31.12.2012
18.426
30.021
48.447

Sonstige
immaterielle
Vermögenswerte
T€
Firmenwert
T€
Summe
T€
Zugänge
3.416
3.416
Abgänge
-257
-257
Anschaffungskosten zum 31.12.2013
21.585
30.021
51.606
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2011
10.319
17.801
28.121
Planmäßige Abschreibung
1.997
1.997
Abgang
-43
-43
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2012
12.273
17.801
30.073
Planmäßige Abschreibung
1.845
1.845
Impairment
2.075
2.075
Abgang
-257
-257
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2013
15.935
17.801
33.736
Buchwert zum 31.12.2012
6.153
12.220
18.374
Buchwert zum 31.12.2013
5.649
12.220
17.869
Die Firmenwerte haben eine unbestimmte Nutzungsdauer. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
ECC
T€
EPD
T€
ECC Lux
T€
GEEX
T€
Summe
T€
Firmenwert zum 31.12.2013
5.916
6.294
7
3
12.220
Jährlicher Impairment-Test zum 30. September 2013
Grundlage für den Impairment-Test ist die Mittelfristplanung für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Diese jährlich
prognostizierten Cashflows werden diskontiert.
Sofern Cashflow-Prognosen über den fünfjährigen Planungshorizont hinaus notwendig sind, wird aus der Planung ein nachhaltiger
Cashflow abgeleitet und auf Basis einer an der spezifischen Marktentwicklung orientierten Wachstumsrate fortgeschrieben. Für die
aktuelle Planung wurde für die Geschäftsfelder Terminmarkt für Strom der EEX Power Derivatives GmbH (EPD) und das
Clearinggeschäft der ECC eine Wachstumsrate in Höhe von einem Prozent herangezogen.
Zur Diskontierung der Cashflows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital: WACC)
herangezogen, der den Verzinsungsanspruch des Kapitalmarkts für die Überlassung von Fremd- und Eigenkapital gegenüber der EEX
widerspiegelt. Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz für die Berechnung des erzielbaren Betrages beträgt 8,9 Prozent.
Die Berechnung führt mit einer Ausnahme in allen Fällen zu beizulegenden Zeitwerten abzüglich Verkaufskosten, die wesentlich über
den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen: Der Buchwert des aktivierten Kundenstamms des französischen
Strom Terminmarktes wurde im Berichtsjahr vollständig abgewertet.
Sensitivität der Planungsannahmen
Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die einen Firmenwert beinhalten, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Es
wurde analysiert, wie stark die Umsatzerlöse zurückgehen dürfen, ohne dass eine Wertminderung durchzuführen ist.
Die ermittelten Einbußen liegen immer weit unter einem Szenario, welches derzeit als realistisch einzustufen ist.
15. Sachanlagen
Die Sachanlagen haben sich 2013 folgendermaßen entwickelt:
Einbauten in
Gebäuden
T€
Computerhardware,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
T€
Summe
T€
Anschaffungskosten zum 31.12.2011
997
3.313
4.310
Zugänge
215
421
636
Abgänge
0 -207 -207
Anschaffungskosten zum 31.12.2012
1.212
3.527
4.739
Zugänge
94
538
632
Abgänge
0 -186 -186
Anschaffungskosten zum 31.12.2013
1.306
3.879
5.185
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2011
443
2.116
2.559
Planmäßige Abschreibung
220
709
929
Abgänge
0 -207 -207
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2012
663
2.618
3.281
Planmäßige Abschreibung
212
626
838
Abgänge
0 -186 -186
Abschreibung/Wertminderung zum 31.12.2013
875
3.058
3.933
Buchwert zum 31.12.2012
549
909
1.458
Buchwert zum 31.12.2013
431
821
1.252

16. Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, übrige Finanzanlagen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt.
Assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen
Beteiligungen
EPEX SPOT SE
EMCC
CLTX
PRISMA
store-x
Sitz
Frankreich
Deutschland
Singapur
Deutschland
Deutschland
Paris
Hamburg
Singapur
Leipzig
Leipzig
Erstmalige
Bilanzierung
2008
2008
2013
2008
2008
Anteil am
Kapital per
31.12.2012
% 50 20 0 8 12
Anteil am
Kapital per
31.12.2013
%
50
20
43,7
5
12
Grundkapital
T€
4.973
100
TUSD 7.400
200
200
Einbeziehung
At Equity
Anschaffungskosten
Im Geschäftsjahr 2013 hat die EEX 44 Prozent der Anteile an der in Singapur ansässigen Cleartrade Exchange (CLTX) erworben. CLTX
ist ein durch die singapurische Aufsichtsbehörde regulierter Terminmarkt, der eine globale elektronische Marktplattform für
Warentermingeschäfte und Warenderivate für Fracht-, Eisenerz-, Schiffsdiesel- und Düngerkontrakte anbietet.
Die Entwicklung der Buchwerte ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Anteile an
assoziierten
Unternehmen
T€
Andere
Beteiligungen
T€
Anschaffungskosten zum 31.12.2011
20.451
215
Anschaffungskosten zum 31.12.2012
20.451
210
Zugang
8.856
0
Abgang
0 -5
Anschaffungskosten zum 31.12.2013
29.307
205
Neubewertung zum 31.12.2011
4.891
0
Ausschüttung
-5.841
0
Ergebnis aus At-Equity-Bewertung
6.213
0
Impairment
-206
-40
Neubewertung zum 31.12.2012
5.057
-40
Ausschüttung
-6.288
0
Ergebnis aus At-Equity-Bewertung
5.480
0
Impairment
-287
0
Neubewertung zum 31.12.2013
3.962
-40
Buchwert zum 31.12.2012
25.508
170
Buchwert zum 31.12.2013
33.269
165
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betreffen ein Darlehen an die EMCC.
17. Derivative Finanzinstrumente
Diese Position umfasst den Zeitwert der Optionen, welcher mittels des aktuellen Börsenpreises der offenen Positionen ermittelt wird.
Aufgrund der Funktion der ECC als zentraler Vertragspartner werden die Forderungen und Verbindlichkeiten auf der Aktiv- und
Passivseite in gleicher Höhe eingestellt, mit jeweils 1.886 T€ (Vorjahr: 1.277 T€). Hiervon werden Optionen im Wert von 1.295 T€
innerhalb eines Jahres fällig.
18. Forderungen aus Lieferung und Leistung
31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Forderungen
64.645
74.385
Abzüglich Einzelwertberichtigung
-20
-57
Forderungen aus Lieferung und Leistung
64.625
74.328
2013
T€
2012
T€
Anfangsbestand Wertberichtigung zum 01.01.
57
2
Zuführung
20
57
Inanspruchnahme
-24
-2
Auflösung
-33
0
Endbestand Wertberichtigung zum 31.12.
20
57
Die Forderungen aus Lieferung und Leistung umfassen neben Handels- und Clearingentgelten vor allem stichtagsbedingt hohe
Spotmarktumsätze für Strom und Erdgas in Höhe von 59 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €), hiervon 47 Mio. € aus noch nicht abgerechneten
Nominierungen vom 31. Dezember 2013.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferung und Leistung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
19. Sonstige Vermögenswerte und Steuererstattungsansprüche
31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Forderungen gegenüber Finanzämtern aus Umsatzsteuer
14.129
6.661
Termingeld
0 4.000
Abgrenzung Systemanpassungen
1.440
1.899
Steuererstattungsansprüche
894
1.264
Rechnungsabgrenzung
462
161
Sonstige
43
0
Summe
16.968
13.985
Die sonstigen Vermögenswerte und Steuererstattungsansprüche sind kurzfristig. Bezüglich des Wegfalls der geleisteten Anzahlungen
wird auf Punkt 3 zur Abbildung der Forderungen aus Lieferung und Leistung verwiesen.
20. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen
Die Forderungen bestehen gegenüber der EPEX und der European Market Coupling Company GmbH (EMCC). Eine Erläuterung der
wirtschaftlichen Beziehungen wird in Punkt 47 gegeben.
21. Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung
Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von 740.995 T€ (Vorjahr: 613.284 T€) beinhalten Sicherheitsleistungen der
Clearingteilnehmer für den Spot- und Terminmarkt, die in Form von Barsicherheiten eingezahlt sind. Sie sind in gleicher Höhe als
Verbindlichkeit ausgewiesen.
22. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum Stichtag verfügt der Konzern über einen Zahlungsmittelbestand in Höhe von 58.271 T€ (Vorjahr: 55.422 T€).
23. Eigenkapital
Die Veränderungen des Eigenkapitals sind aus der Darstellung der Eigenkapitalentwicklung ersichtlich.
Die EEX hat 40.050.000 Aktien zu einem Nennwert von je einem Euro ausgegeben.
24. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
Das gezeichnete Kapital der EEX beträgt unverändert 40.050 T€. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 10.000 T€.
25. Rücklagen
Die Rücklagen haben sich wie folgt verändert:
31.12.2013
T€
31.12.2012
T€
Clearingfonds
4.500
3.000
Gewinnrücklagen
13.048
9.655
Summe
17.548
12.655
26. Erwirtschaftete Ergebnisse
Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital umfasst die in den vergangenen sowie in der laufenden Periode erzielten Ergebnisse der in
den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet worden sind. Im Geschäftsjahr 2013 wurden 7.209
T€ an die Aktionäre der EEX ausgeschüttet. Zu weiteren Erläuterungen wird auf die Darstellung der Konzern-Eigenkapitalentwicklung
verwiesen.
27. Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
Der Minderheitenanteil umfasst die den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen
der EEX.
Zum 31. Dezember 2013 ist die Powernext SA (Powernext) (15.228 Aktien) an der ECC sowie mittelbar an der European Commodity
Clearing Luxembourg (ECC Luxembourg) beteiligt. Weiterhin ist die Powernext zu 20 Prozent am Grundkapital der EEX Power
Derivatives GmbH beteiligt. Eine Aktie der ECC wurde im ablaufenden Geschäftsjahr von der EEX von der APX-ENDEX gekauft.
28. Langfristige Rückstellungen
In der Position sind Rückstellungen für Altersteilzeit, Pensionen, Archivierung und Rückbau enthalten.
Diese haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Pensionsrückstellungen
T€
Sonstige
langfristige
Rückstellungen
T€
Stand zum 01.01.2013
378
156

Pensionsrückstellungen
T€
Sonstige
langfristige
Rückstellungen
T€
Inanspruchnahme
90
0
Auflösung
0 0
Aufzinsung
7 6
Zuführung
16
12
Abzug Deckungsvermögen
-296
0
Stand zum 31.12.2013
15
175
Für zwei deutsche Mitarbeiter bestehen Rückstellungen für Pension bzw. Altersteilzeit. Zum 31. Dezember 2013 liegen IFRS Gutachten
mit einem Abzinsungssatz von 3,4 Prozent vor.
Für eine weitere Person bemisst sich die Höhe der Rückstellung nach der Höhe des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung.
Für drei Mitarbeiter in Frankreich bestehen Rückstellungen für Pensionen. Die Berechnung wurde nach den Grundsätzen des IAS 19
vorgenommen. Ein Abzinsungssatz von 3,1 Prozent wurde angewendet.
29. Langfristige Verbindlichkeiten
In dieser Position wird der Anteil des Kaufpreises der Cleartrade gezeigt, der im Jahr 2015 fällig wird.
30. Kurzfristige Rückstellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
2013
T€
2012
T€
Stand 01.01.
2.552
3.191
Umgliederung
0 -653
Inanspruchnahme
-2.205
-2.196
Auflösung
-346
-342
Zuführung
4.964
2.552
Stand 31.12.
4.964
2.552
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen rechtliche Risiken und Bonusrückstellungen für Mitarbeiter sowie den Vorstand.
31. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 66.285 T€ (Vorjahr: 76.042 T€). Sie beinhalten
analog zu den Forderungen vor allem die stichtagsbedingt hohen Verbindlichkeiten aus Spotmarktumsätzen für Strom und Erdgas,
hiervon 47 Mio. € aus noch nicht abgerechneten Nominierungen vom 31. Dezember 2013.
Weder zum 31. Dezember 2013 noch zum 31. Dezember 2012 bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
32. Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen
Die Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen betreffen im Wesentlichen solche gegen die EMCC aus Spotgeschäften.
33. Bardepots der Marktteilnehmer
Die Bardepots der Marktteilnehmer entsprechen in ihrer Höhe dem Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung. Sie betragen zum
Bilanzstichtag 740.995 T€ (Vorjahr: 613.284 T€).
34. Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerschulden
Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich in folgende Positionen auf:
2013
T€
2012
T€
Erhaltene Anzahlungen
657
2
Aufsichtsratsvergütung
376
540
Personalverpflichtungen
597
546
Sonstige Verbindlichkeiten
3.080
161
Steuerschulden
891
165
Summe
5.601
1.414
Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Abonnements für Market Information Services erstmalig vor Beginn des Leistungsperiode 2014
abgerechnet, so dass erhaltene Anzahlungen ausgewiesen werden.
Alle sonstigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig.
35. Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Finanzinstrumente der ECC

Gewinne und Verluste aus Futures werden börsentäglich zwischen den Vertragsparteien ausgeglichen. Für die ECC bestehen keinerlei
Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen. Futures sind somit gemäß IAS 39.17(a) und IAS 39.39 nicht zu bilanzieren.
Optionen, die nach dem Bilanzstichtag ablaufen, sind in Höhe ihres Marktwertes zu bilanzieren (IAS 39). Als Marktwert wird der an der
Börse ermittelte Wert der Optionen herangezogen. Die ECC wickelt als zentraler Vertragspartner sowohl das Kauf- als auch das
Verkaufsgeschäft ab, so dass die Optionen in gleicher Höhe auf der Aktiv- und Passivseite zu bilanzieren sind. Hierzu wird auf die
Position 17 verwiesen.
Die Optionen werden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden"
zugeordnet.
Zahlungsmittel und -äquivalente sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung sind kurzfristig. Daher entsprechen
deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
36. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt den Stand und die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns. Die
Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelbestand umfasst die Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit unter drei Monaten, verringert um die
kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten.
Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung - die Bardepots der Marktteilnehmer -gehören nicht zum Finanzmittelbestand.
37. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Die Ermittlung des Cashflows aus operativer Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Hierbei wird der Jahresüberschuss um
nicht zahlungswirksame Aufwendungen bereinigt.
Es ergibt sich ein Cashflow aus laufender Tätigkeit in Höhe von 15.243 T€ (Vorjahr: 6.557 T€). Der im Vergleich zum Vorjahr
gestiegene Saldo erklärt sich im Wesentlichen durch das gute operative Geschäftsergebnis 2013 sowie die Abnahme der ausstehenden
Forderungen.
38. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt die Auszahlungen zugunsten von Investitionen in das Anlagevermögen abzüglich
erhaltener Dividenden.
Er beträgt im Geschäftsjahr 2013 -4.716 T€ (Vorjahr: 2.448 T€) und erklärt sich durch den Kauf der Cleartrade-Anteile.
39. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst die Ausschüttungen an die Aktionäre der EEX sowie der Minderheiten. Er beträgt -
7.678 T€ (Vorjahr: -7.779 T€).
40. Zahlungsmittel zum Ende der Periode
2013
T€
2012
T€
Zahlungsmittel und -äqivalente
58.271
55.422
Finanzmittelbestand
58.271
55.422
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
41. Klassifizierung der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7
Aktiva per 31.12.2012
fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere Forderungen
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Forderungen
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair
Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Übrige Finanzanlagen
170
170
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
125
125
Derivative Finanzinstrumente
1.277
1.277
Forderungen aus Lieferung und Leistung
74.328
74.328
Sonstige Vermögenswerte
13.064
13.064
Steuererstattungsansprüche
921
921
1.497
1.497

fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere Forderungen
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Forderungen
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair
Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Forderungen gegen
Beteiligungsunternehmen
Bankguthaben mit
Verfügungsbeschränkung
613.284
613.284
Zahlungsmittel und -äquivalente
55.422
55.422
Summe
758.811
758.811
1.277
1.277
0
0
Summe
Bewertungskategorie
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair Value
Übrige Finanzanlagen
170
170
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
125
125
Derivative Finanzinstrumente
1.277
1.277
Forderungen aus Lieferung und Leistung
74.328
74.328
Sonstige Vermögenswerte
13.064
13.064
Steuererstattungsansprüche
921
921
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen
1.497
1.497
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung
613.284
613.284
Zahlungsmittel und -äquivalente
55.422
55.422
Summe
760.088
760.088
Aktiva per 31.12.2013
fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere Forderungen
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Forderungen
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair
Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Übrige Finanzanlagen
165
165
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
100
100
Derivative Finanzinstrumente
1.886
1.886
Forderungen aus Lieferung und Leistung
64.625
64.625
Sonstige Vermögenswerte
16.074
16.074
Steuererstattungsansprüche
894
894
Forderungen gegen
Beteiligungsunternehmen
717
717
Bankguthaben mit
Verfügungsbeschränkung
740.995
740.995
Zahlungsmittel und -äquivalente
58.271
58.271
Summe
881.841
881.841
1.886
1.886
0
0
Summe
Bewertungskategorie
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair Value
Übrige Finanzanlagen
165
165
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
100
100
Derivative Finanzinstrumente
1.886
1.886
Forderungen aus Lieferung und Leistung
64.625
64.625
Sonstige Vermögenswerte
16.074
16.074
Steuererstattungsansprüche
894
894
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen
717
717
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung
740.995
740.995
Zahlungsmittel und -äquivalente
58.271
58.271
Summe
883.727
883.727
Passiva per 31.12.2012
fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere
Verbindlichkeiten
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert Fair Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value

fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere
Verbindlichkeiten
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert Fair Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Langfristige Rückstellungen
169
169
Derivative Finanzinstrumente
1.277
1.277
Langfristige Verbindlichkeiten
0
0
Kurzfristige Rückstellungen
2.552
2.552
Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistung
76.042
76.042
Verbindlichkeiten gegen
Beteiligungsunternehmen
359
359
Bardepots der Marktteilnehmer
613.284
613.284
Sonstige Verbindlichkeiten
1.414
1.414
Summe
693.820
693.820
1.277
1.277
0
0
Summe
Bewertungskategorie
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair Value
Langfristige Rückstellungen
169
169
Derivative Finanzinstrumente
1.277
1.277
Langfristige Verbindlichkeiten
0
0
Kurzfristige Rückstellungen
2.552
2.552
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
76.042
76.042
Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen
359
359
Bardepots der Marktteilnehmer
613.284
613.284
Sonstige Verbindlichkeiten
1.414
1.414
Summe
695.097
695.097
Passiva per 31.12.2013
fortgeführte AK
Fair Value
Bewertungskategorie
Andere
Verbindlichkeiten
FVTPL Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Handel (HFT)
Fair Value-Option
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert Fair Value
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
Langfristige Rückstellungen
190
190
Derivative Finanzinstrumente
1.886
1.886
Langfristige Verbindlichkeiten
904
904
Kurzfristige Rückstellungen
4.964
4.964
Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistung
66.285
66.285
Verbindlichkeiten gegen
Beteiligungsunternehmen
415
415
Bardepots der Marktteilnehmer
740.995
740.995
Sonstige Verbindlichkeiten
5.601
5.601
Summe
819.354
819.354
1.886
1.886
0
0
Summe
Bewertungskategorie
Klassen von Finanzinstrumenten
Buchwert
Fair Value
Langfristige Rückstellungen
190
190
Derivative Finanzinstrumente
1.886
1.886
Langfristige Verbindlichkeiten
904
904
Kurzfristige Rückstellungen
4.964
4.964
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
66.285
66.285
Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen
415
415
Bardepots der Marktteilnehmer
740.995
740.995
Sonstige Verbindlichkeiten
5.601
5.601
Summe
821.240
821.240
Der Bilanzwert der derivativen Finanzinstrumente wird mit den Börsenstichtagskursen ermittelt und ist damit dem Level 1 der Fair-
Value-Hierarchie zuzuordnen.
In der abgelaufenen Berichtsperiode hat die Bewertungskategorie "Kredite & Forderungen" ein Zinsergebnis von 20 T€ (Vorjahr: 20
T€) erzielt. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr Forderungen in Höhe von 20 T€ wertgemindert (Vorjahr: 57 T€).
Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Bewertungskategorien:

täglich
nicht mehr als 1
Jahr
mehr als 1 Jahr,
nicht mehr als 5
Jahre
2013
T€
2012
T€
2013
T€
2012
T€
2013
T€
2012
T€
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
0
100
125
0
0
Forderungen aus Lieferung und Leistung, gegenüber assoziierten
Unternehmen, gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, und sonstige kurzfristige
Vermögenswerte
59.065
71.611 23.245 18.199
0
0
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung
740.995 613.284
0
0
0
0
Kassenbestand und sonstige Bankguthaben
58.271
55.422
0
0
0
0
Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte
858.331 740.317
23.345
18.324
0
0
Langfristige Verbindlichkeiten
904
0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber
assoziierten Unternehmen, gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
59.176
72.213
5.602
5.602
0
0
Bardepots der Marktteilnehmer
740.995 613.284
0
0
0
0
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
800.171 685.497
5.602
5.602
904
0
Finanzielle Vermögenswerte und Derivate
0
0
1.295
1.295
591
591
Finanzielle Verbindlichkeiten und Derivate
0
0
1.295
1.295
591
591
42. Finanzrisiko- und Kapitalmanagement
Der EEX-Konzern verfügt gemäß den Vorgaben des § 91 Abs. 2 AktG über ein alle Geschäftsfelder umfassendes
Risikofrühwarnsystem. Wesentliche Risiken werden hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Das
Risiko-Controlling für alle Konzerngesellschaften wird im Rahmen einer Geschäftsbesorgung durch die ECC wahrgenommen.
Der Vorstand informiert sich regelmäßig über die Risikosituation und berichtet darüber quartalsweise dem Aufsichtsrat. Die
Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand der EEX. Für wesentliche Veränderungen der Risikolage besteht
ein Ad-hoc-Reporting.
Die potenziellen Risikokategorien sind das Adressausfallrisiko, das Marktpreisrisiko, das Liquiditätsrisiko, das operationelle Risiko sowie
das Geschäfts- und Compliance-Risiko.
Adressausfallrisiko
Das Adressausfallrisiko bemisst das Risiko, dass Geschäftspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht
fristgerecht nachkommen können und dies für den Konzern zu einem Verlust führt. Die wesentlichen Adressausfallrisiken treten im
Konzern beider Tochtergesellschaft ECC auf. Die ECC ist ein zentraler Kontrahent im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 12 Kreditwesengesetz
(KWG). Die ECC hat zudem einen Antrag auf Erteilung einer Lizenz nach der neuen europäischen Regulierung für OTC-Derivate,
zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (648/2012) gestellt. In dieser Eigenschaft tritt sie zwischen Käufer und Verkäufer
und trägt das Ausfallrisiko beider Seiten für alle an ihren Märkten abgeschlossenen oder außerbörslich registrierten Geschäften. Die
Risikostrategie der ECC beinhaltet, dieses Ausfallrisiko jederzeit mit einem hohen Sicherheitsniveau durch ihr Margin-System, den
Clearingfonds sowie eigene finanzielle Ressourcen zu besichern. An Hand eines regelmäßigen Backtestings wird die Güte des Margin-
Systems fortlaufend überprüft. Mit täglichen Stresstests simuliert die ECC das Adressausfallrisiko in extremen, aber plausiblen
Marktbedingungen und passt den Clearingfonds sowie die eigenen finanziellen Ressourcen so an, dass das Adressausfallrisiko auch
unter diesen Bedingungen und gleichzeitigem Ausfall der beiden größten Mitglieder abgedeckt ist.
Ein potenzielles Adressausfallrisiko ergibt sich außerdem in der ECC bei der Anlage der von ihren Teilnehmern erhaltenen
Barsicherheiten. Diese Mittel wurden ausschließlich als Overnight-Anlage bei Förderbanken mit einer aufsichtsrechtlichen
Nullgewichtung angelegt. Zukünftig erfolgt die Anlage als Reverse-Repo-Geschäfte mit anerkannten Instituten gegen
Wertpapiersicherheiten mit höchstmöglicher Bonität und Liquidität.
Geringe Ausfallrisiken resultieren daraus, dass ein Handelsteilnehmer die fälligen Handels- oder Clearingentgelte nicht zahlt. Die
Bonität der Handelsteilnehmer wird fortlaufend an Hand von Finanzkennzahlen sowie - wenn vorhanden - von Ratinginformationen
überwacht. In diesem Rahmen wird auch analysiert, ob sich die Zahlung der Transaktionsentgelte auf einzelne Handelsteilnehmer
konzentriert (Klumpen- bzw. Konzentrationsrisiko).
Das höchstmögliche Ausfallrisiko aus Forderungen beträgt zum Stichtag 4.898 T€ (Vorjahr: 2.717 T€). Hierbei werden Forderungen
aus Warenlieferungen sowie die derivativen Finanzinstrumente ausgenommen, da diese durch das Margin-System besichert sind.
Ebenso sind Forderungen aus Termingeldanlagen und gegen Finanzämter nicht enthalten, da bei diesen ein geringes Ausfallrisiko
unterstellt wird.
Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken werden als ungünstige Wertveränderung von Vermögenswerten durch die Änderung bewertungsrelevanter
Marktparameter, wie zum Beispiel Börsenkurse, definiert. Marktpreisrisiken treten aufgrund der grundsätzlich ausgeglichenen
Positionen im Clearinggeschäft nicht auf. Die aus dem übrigen Geschäftsbetrieb resultierenden Marktpreisrisiken (hauptsächlich
Fremdwährungsrisiken) sind unwesentlich und werden situationsgerecht gesteuert.
Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen zu einem vertraglich vereinbarten
Zeitpunkt nicht nachkommen kann. Aus dem operativen Geschäft entstehen im EEX-Konzern keine wesentlichen
Fristeninkongruenzen. Der Finanzierungsbedarf für laufende Aufwendungen und Investitionen wird im Rahmen der Mittelfristplanung
identifiziert und zeitnah adressiert. Etwaige ungeplante Finanzierungslücken werden durch das Vorhalten von Liquiditätsquellen im
Konzern geschlossen. Das strukturelle Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der jährlichen Mittelfristplanung sowie der laufenden
Liquiditätsplanung überwacht. Ziel ist es dabei, die Liquiditätsreserven und Kreditlinien in der Planung so festzulegen, dass in jedem
Fall ausreichend Liquidität zur Verfügung steht.
Bei der ECC wird das Liquiditätsrisiko zusätzlich gesteuert an Hand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern, einer rollierenden
Zwölf-Monats-Liquiditätsvorschau sowie der Analyse der Auswirkung von verschiedenen Szenarien der Geschäftsentwicklung (welche
durch den angenommenen Wegfall der Mittelzuflüsse in Form von Transaktionsentgelten auf die Liquidität wirken).
Liquiditätsrisiken aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen bestehen zum 31. Dezember nicht (31. Dezember 2011: 7 T€).
Die Altersstrukturanalyse der Vermögenswerte und Schulden in Punkt 41 zeigt einen Überschuss der Vermögenswerte zu jeder
Fälligkeit.
Operationelles Risiko
Als operationelle Risiken werden potenzielle Schäden aus Störungen der verwendeten IT-Systeme, unangemessener Gestaltung
interner Prozesse, Fehlern von Mitarbeitern, Fehlern bzw. Ausfall externer Dienstleister sowie Projektrisiken bezeichnet. Aufgrund des
hohen Automatisierungsgrades bei der Verarbeitung von Geschäftsvorfällen in Verbindung mit einer großen Anzahl von Transaktionen
resultieren wesentliche operative Risiken der EEX-Gruppe aus Störungen der verwendeten IT-Systeme. Da wesentliche Bestandteile
der IT-Systeme durch externe Dienstleister betrieben werden, sind auch Fehler bzw. der Ausfall externer Dienstleister eine
wesentliche Risikoquelle.
Ein wichtiges Ziel der Risikostrategie ist es, operationelle Risiken durch Nutzung anerkannter Methoden der Systementwicklung und
ausführlicher Testverfahren zu minimieren. Die EEX-Gruppe erbringt Kerndienstleistungen selbst oder lässt diese durch ausgewählte
spezialisierte externe Partner erbringen. Einzelne Dienstleistungen werden auch durch spezialisierte Unternehmen der Deutsche Börse
AG erbracht. Die Qualität der Dienstleister wird im Rahmen der Auswahlprozesse sowie fortlaufend auf Grundlage vereinbarter Service
Level Agreements überprüft. Backup-Prozesse sind für kritische Geschäftsprozesse implementiert. Durch Prüfungen der internen
Revision sowie dem gezielten Einsatz externer Spezialisten wird die Qualität des internen Kontrollsystems regelmäßig überwacht. Für
alle wesentlichen Prozesse existieren Verfahrensbeschreibungen und Kontrollhandlungen. Diese sind auf Checklisten dokumentiert, um
die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler zu verringern. In einem jährlichen Self-Assessment werden konzernweit operationelle
Risiken identifiziert und bewertet.
Beim Abschluss von Bilanzkreisverträgen werden - soweit verhandelbar - Vorrangregelungen für die Nominierung der ECC angestrebt.
Darüber hinaus besteht eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Fehler aus dem kommerziellen Handeln (E&O-
Versicherung).
Für die laufende Überwachung sowie das Reporting von operativen Schadensfällen wird eine Schadensdatenbank geführt. In dieser
werden alle operativen Vorkommnisse - auch wenn sie zu keinem direkten finanziellen Schaden geführt haben - erfasst und
ausgewertet.
Geschäftsrisiko
Unter Geschäftsrisiko werden die mittel- bis langfristig negativ auf die Ertragslage wirkenden Folgen durch Eintritt neuer
Wettbewerber, regulatorischer oder sonstiger rechtlicher Änderungen, technischer Änderungen oder Änderungen in der
Produktlandschaft zusammengefasst (siehe dazu auch "Bericht über Chancen und Risiken").
Die Überwachung dieser Risiken erfolgt durch die strukturierte Sammlung und Auswertung von Informationen zu Wettbewerbern,
Kunden, Produkten/Märkten sowie Prozessen und Verfahren. Weiterhin werden im Rahmen von Szenariorechnungen die
Ertragsauswirkungen von bestimmten Preis- und Volumenveränderungen berechnet.
Compliance Risiko
Die EEX ist potenziellen Compliance-Risiken vor allem im Bereich Umsatzsteuerbetrug, Vertrauensschäden aus unberechtigter
Veröffentlichung von Informationen sowie aus dem Missbrauch durch Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ausgesetzt.
Die ECC wickelt alle Geschäfte über Clearingmitglieder ab. Diese Institute unterliegen den Regelungen des KWG (oder anderer
äquivalenter europäischer Bestimmungen), welche die Einrichtung von Maßnahmen gegen diese Risiken vorsehen. Für die ECC besteht
daher ein geringes Risiko, zu Zwecken der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung und des Betrugsmissbraucht zu werden. Das
Risiko wird in einer Risikoanalyse jährlich neu bewertet.
Durch Know-Your-Customer-Maßnahmen sollen auffällige Kontrahenten in der Geschäftsanbahnungsphase identifiziert werden. Bei
berechtigten Zweifeln im Zulassungsprozess wird eine Entscheidung des Vorstands oder des CRO ausgelöst. Ergänzend werden
laufende Überwachungsprozesse durch die Handelsüberwachungsstelle durchgeführt.
Sensible und schutzbedürftige Informationen sind gemäß den internen Anweisungen vertraulich zu behandeln und vor fremdem
Zugriff zu schützen. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten wurden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem
Wohlverhaltensregelungen erlassen.
43. Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2013 hält die EEX keine eigenen Aktien.
44. Treuhandvermögen

Entsprechend der Clearingbedingungen verwahrt die ECC Luxembourg auf ihrem bei der Deutschen Emissionshandelsstelle geführten
Konto treuhänderisch die von den Teilnehmern des Börsenhandels mit EU-Zertifikaten eingelieferten Emissionsberechtigungen. Zum
31. Dezember 2013 belaufen sich diese auf 75.319.462 Stück (Vorjahr: 13.159.500 Stück) mit einem Marktwert von 357.716 T€
(Vorjahr: 83.688 T€). In entsprechender Höhe bestehen Treuhandverbindlichkeiten in Form von Herausgabeansprüchen der
Treugeber.
45. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns bestehen aus zukünftigen Zahlungsverpflichtungen aus Operating-
Leasingverhältnissen. Diese gliedern sich wie folgt auf:
Finanzielle Verpflichtung
Summe
in T€
2014
in T€
2015 bis 2018
in T€
2019 bis 2021
in T€
Systeme/Wartung/Infrastruktur
12.942
5.500
7.370
72
Miete
4.922
747
2.739
1.436
Kraftfahrzeuge
173
90
83
0
Sonstige
732
455
277
0
Summe der Verpflichtung
18.769
6.792
10.469
1.508
Zum Stichtag besteht gegenüber der transpower stromübertragungs gmbh eine Patronatserklärung bis zu einem Höchstbetrag von
986 T€ hinsichtlich der Verpflichtungen der ECC Luxembourg.
46. Abschlussprüferhonorar gemäß § 314 Nr. 9 HGB
2013
T€
2012
T€
Jahresabschlussprüfung
193
186
Sonstige Bestätigungsleistung
23
16
Sonstiges
16
10
Summe
231
212
47. Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, die die Gruppe beherrschen bzw.
einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Gruppe beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden.
Dementsprechend werden die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats, Anteilseigner mit Anteilen größer als 20 Prozent
sowie die Tochter-, assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen als nahestehende Personen und Unternehmen definiert.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten üblich
abgeschlossen.
Beziehungen zu nahestehenden Personen
Vorstand:
Peter Reitz, Leipzig, Vorsitzender
Steffen Köhler, Oberursel
Dr. Thomas Siegl, Eschborn
Iris Weidinger, Leipzig
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Jahr 2013 betragen 2.667 T€, inklusive fixer und variabler Bestandteile.
Aufsichtsrat:
Dr. Jürgen Kroneberg (Vorsitzender)
Rechtsanwalt, Köln
Jürg Spillmann (stellvertretender Vorsitzender)
Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung, Eurex Zürich AG, Zürich/Schweiz
Hans E. Schweickardt (stellvertretender Vorsitzender)
Präsident des Verwaltungsrats, Alpiq Holding AG, Lausanne/Schweiz
Roland Werner (stellvertretender Vorsitzender)
Staatssekretär, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dresden
Dr. Hans-Joachim Arnold
Leiter Recht/Compliance, RWE Deutschland AG, Essen

Edward Backes
Head of Department Market Supervision Trading and Clearing, Deutsche Börse AG, Eschborn
Burkhard Jung
Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Leipzig
Ulrich Kastner
Unternehmensberater, UKC GmbH, München
Dr. Egbert Laege
E.ON Global Commodities SE, Düsseldorf
Dr. Stefan Mai
Director, Head of Section Market Policy, Deutsche Börse AG, Eschborn
Dr. Dirk Mausbeck
Mitglied des Vorstands, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
Katja Mayer
Geschäftsführende Gesellschafterin, KM Networks GmbH, Hofheim
Prof. Harald R. Pfab
Vorsitzender des Vorstands, Sachsen Bank, Leipzig
Dr. Michael Redanz
Geschäftsführer, MVV Trading GmbH, Mannheim
Marc Reiffers
Chief Operating Officer, Enovos Luxembourg S.A., Strassen/Luxemburg
Dr. Randolf Roth
Head of Market Structure, Eurex Frankfurt AG, Eschborn
Uwe Schweickert
Leiter Executive Office Devision Derivates & Market Data, Eurex Frankfurt AG, Eschborn
Dr. Hans-Jürgen Witschke
Vorsitzender der Geschäftsführung, DB Energie GmbH, Frankfurt am Main
Aufsichtsratsvergütung
Für ihre Tätigkeit im Jahr 2013 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats der EEX 384 T€. Die Abrechnung erfolgt im Folgejahr.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
Zum 31. Dezember 2013 hält die Eurex Zürich AG mit Sitz in Zürich, Schweiz, 62,57 Prozent (Vorjahr: 56,14 Prozent) an der EEX.
Die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres bzw. die Forderungen und Verbindlichkeiten zum Stichtag gegenüber dem
Deutsche Börse Konzern werden in der folgenden Darstellung gezeigt:
2013
T€
2012
T€
Deutsche Börse Konzern
EEX-Konzern Leistungsempfänger
- Bereitstellung Handelssystem inkl. dessen Anpassung
7.755
7.040
- Finanzdienstleistungen
47
45
- Teilung Kosten und Erträge aus Eurex-Kooperation
266
245
EEX-Konzern Leistungserbringer
- Bereitstellung Handelsdaten
-249
-353
Forderung zum 31.12.
170
172
Verbindlichkeit zum 31.12.
1.686
633
Finanzforderung zum 31.12.
103
104
Beziehungen zu nicht konsolidierten Unternehmen, assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen

2013
T€
2012
T€
EPEX SPOT SE
EEX-Konzern Leistungsempfänger
- physische Erfüllung von Terminmarktgeschäften
21
21
EEX-Konzern Leistungserbringer
- Geschäftsbesorgung Betriebsstätte Leipzig
1.822
2.012
- Projektkosten
148
11
-Sonstiges
7 77
Forderung zum 31.12.
107
204
Verbindlichkeit zum 31.12.
10
123
EMCC
EEX-Konzern Liefer- bzw. Leistungsempfänger
- Stromlieferung
221.789
511.669
EEX-Konzern Liefer- bzw. Leistungserbringer
- Stromlieferung
199.582
43.570
- Transaktionsentgelte
144
128
- Zinsertrag
14
20
Forderung zum 31.12.
655
1.296
Verbindlichkeit zum 31.12.
70
236
Forderung aus Darlehen (Restlaufzeit> 1 Jahr)
100
250
48. Beteiligungsübersicht zum Bilanzstichtag gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1-4 HGB
Name Sitz
Gezeichnetes
Kapital
T€
Anteil
%
Eigenkapital
T€
Jahresüberschuss
T€
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
ECC
Leipzig
1015
98,5
42.457
10.305
EPD
1
Leipzig
125
80,0
6.018
0
EGEX
1
Leipzig
100
100,0
2.046
0
GEEX
1
Leipzig
25
100,0
48
0
ECC Lux
Luxembourg
13
98,5
76
41
2. Beteiligungen
EPEX
Paris
4.973
50,0
18.444
10.500
EMCC
Hamburg
100
20,0
1.933
888
CLTX
2
Singapur
TUSD 7.400
43,7
TUSD 355
TUSD -2.363
1
Mit EPD, EGEX und GEEX besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
2
Für CLTX werden Werte zum 30.6.2013 ausgewiesen, da ihr Wirtschaftsjahr abweicht.
Es werden Werte gemäß der jeweils geltenden lokalen Rechnungslegungsnormen angegeben.
49. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Januar 2014 hat die EEX AG mit 52 Prozent die Mehrheit der Stimmrechte an der Cleartrade Exchange Pte. Limited erhalten und
wird diese zum Stichtag 1. Januar 2014 im EEX Konzernabschluss voll konsolidieren.
Leipzig, 13. März 2014
Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender, CEO
Steffen Köhler, Vorstandsmitglied, COO
Dr. Thomas Siegl, Vorstandsmitglied, CRO
Iris Weidinger, Vorstandsmitglied, CFO
Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013
der European Energy Exchange AG, Leipzig
1. Grundlagen des Konzerns
Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur
Die European Energy Exchange AG (EEX) mit Sitz in Leipzig, Deutschland, ist die führende europäische Energiebörse. Der Konzern
beschäftigte zum 31. Dezember 2013 an den Standorten Leipzig, London, Paris und Brüssel insgesamt 161 Mitarbeiter.

image
Die EEX entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie und energienahe Produkte, an welchen
Strom, Erdgas, CO
2
-Emissionsberechtigungen, Kohle und Herkunftsnachweise für Grünstrom gehandelt werden können. Das Clearing
sowie die Abwicklung aller Handelsgeschäfte übernimmt das Clearinghaus European Commodity Clearing AG (ECC).
Die folgende Grafik gibt einen Überblick über die Konzernstruktur und Beteiligungsverhältnisse der EEX-Gruppe. Die EEX-Gruppe setzt
auf ein Geschäftsmodell, das durch gezielte Ausgliederungen und Partnerschaften mehr Flexibilität, Marktabdeckung und Volumen
erreicht. Durch diese konsequent ausgebauten Kooperationen trägt die EEX maßgeblich zur Integration europäischer Energiemärkte
bei.
Die EEX betreibt operativ den Terminhandel für Kohle sowie für Herkunftsnachweise. Sie erbringt Schulungsleistungen, betreibt eine
Transparenzplattform für Fundamentaldaten (Strom) und bietet Info-Produkte für Handels- und Fundamentaldaten an. Des Weiteren
ist sie im Rahmen der Geschäftsbesorgung als Dienstleister für ihre Tochtergesellschaften tätig.
Die EEX hält 50 Prozent der Anteile an der EPEX SPOT SE (EPEX), die den Spotmarkt für Strom für Deutschland, Frankreich,
Österreich und die Schweiz betreibt.
Der Terminhandel für Strom ist in der EEX Power Derivatives GmbH, einer 80-prozentigen Tochtergesellschaft der EEX, mit Sitz in
Leipzig gebündelt.
Mit der European Commodity Clearing AG (ECC) gehört ein europaweit agierendes Clearinghaus zur EEX-Gruppe, dessen
Leistungsspektrum das Clearing und die Abwicklung für börsliche und bei den angeschlossenen Börsen zum Clearing registrierte
Geschäfte umfasst. Die Abwicklung der Liefergeschäfte erfolgt durch die European Commodity Clearing Luxembourg S.a r.l. (ECC
Lux), eine Tochtergesellschaft der ECC. Die EEX hält 98,5 Prozent der Anteile der ECC.
Der Spot- und Terminmarkt für Erdgas wird von der 100-prozentigen Tochtergesellschaft EGEX European Gas Exchange GmbH (EGEX)
betrieben.
Rückwirkend per 1. Januar 2013 wurde der Betrieb des Spot- und Terminhandels für Emissionsberechtigungen in die 100-prozentige
Tochtergesellschaft Global Environmental Exchange GmbH (GEEX) ausgegliedert. Diese Ausgliederung erleichtert die potenzielle
Zusammenarbeit mit anderen Börsen, Handelsplattformen und Marktteilnehmern. Das Personal wird der Gesellschaft im Rahmen der
Geschäftsbesorgung zur Verfügung gestellt.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die EEX 43,7 Prozent der Anteile an der in Singapur ansässigen Cleartrade Exchange Pte. Ltd. (Cleartrade)
erworben. Cleartrade ist ein durch die singapurische Aufsichtsbehörde regulierter Terminmarkt, der eine globale elektronische
Marktplattform für Warentermingeschäfte und Warenderivate für Fracht-, Eisenerz-, Schiffsdiesel- und Düngerkontrakte anbietet.
Die European Market Coupling Company GmbH (EMCC), an der die EEX 20 Prozent hält, ist eine Gesellschaft, die die Marktkopplung
(Market Coupling) für Strom zwischen der Region Zentralwesteuropa (CWE) und Skandinavien durchführt. Die EMCC wird ihren
Geschäftsbetrieb aufgrund des Starts der NWE-Marktkopplung im Jahr 2014 einstellen.
Darüber hinaus ist die EEX mit 12 Prozent an der store-x Storage Capacity Exchange GmbH (store-x), einer Onlineplattform für den
Sekundärhandel mit Speicherkapazitäten für Erdgas, sowie mit 1,5 Prozent an der PRISMA European Capacity Platform GmbH
(PRISMA), einer Onlineplattform für Erdgas-Transportkapazitäten, beteiligt. Zu Beginn des Jahres 2014 hat die EEX ihre Anteile an
PRISMA veräußert.
Unternehmensleitung
Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die EEX über die Organe Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand mit jeweils eigenen
Zuständigkeiten.

Die Hauptversammlung bestellt die Aufsichtsräte, beschließt über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und entscheidet über
die Verwendung des Bilanzgewinns.
Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und wird in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das
Unternehmen sind, unmittelbar einbezogen. Außerdem stellt er den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss fest. Dem Aufsichtsrat
gehören aktuell 18 Mitglieder an, deren Amtsdauer drei Jahre beträgt. Im Jahr 2014 werden 12 Aufsichtsräte neu gewählt.
Der Vorstand leitet das Unternehmen und wird vom Vorstandsvorsitzenden (CEO) koordiniert. Dieser repräsentiert das Unternehmen
in der Öffentlichkeit und ist federführend bei der mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit dem Aufsichtsrat.
Zum 31. Dezember 2013 bestand der Vorstand der EEX aus vier Mitgliedern: Neben dem Vorstandsvorsitzenden (CEO) werden die
Geschäfte durch einen Finanzvorstand (CFO), einen Vorstand für innerbetriebliche Abläufe, IT und Vertrieb (COO) sowie einen
Risikovorstand (CRO) verantwortet. Es besteht Personenidentität zwischen den Vorständen der EEX und der ECC.
Die European Energy Exchange ist eine Börse nach deutschem Börsengesetz und verfügt über Börsenrat, Börsengeschäftsführung,
Handelsüberwachungsstelle und Sanktionsausschuss als Börsenorgane. Der Börsenrat vertritt die Interessen der Handelsteilnehmer
und ist in alle wesentlichen Entscheidungen der Börse eingebunden. Er beschließt insbesondere über das Regelwerk der Börse.
Darüber hinaus bestellt und überwacht das Gremium die Börsengeschäftsführung und beruft den Leiter der
Handelsüberwachungsstelle. Der Börsenrat besteht aus insgesamt 24 Mitgliedern, von denen 19 von den Handelsteilnehmern direkt
gewählt werden. Darüber hinaus entsenden vier Verbände jeweils einen Vertreter in den Börsenrat. Ein Vertreter der
Energiewissenschaft wird durch den Börsenrat hinzu gewählt. Die Börsengeschäftsführung besteht per 31. Dezember 2013 aus dem
CEO, dem COO und dem Direktor Strategy & Market Design der EEX.
Strategie und Konzernsteuerung
Strategie
Die EEX-Gruppe hat sich in den letzten Jahren als integrierte Energiebörse in Europa aufgestellt. Grundlage für diese Positionierung ist
ein "One-stop-shop"-Geschäftsmodell, bei dem den Kunden effizient und kostengünstig Dienstleistungen von Handel, Clearing und
Abwicklung bis hin zu Marktdatenservices aus einer Hand angeboten werden. Das Angebot dieser Dienstleistungen erfolgt für die
Assetklassen Strom, Erdgas, Emissionsberechtigungen, Kohle sowie Herkunftsnachweise für Grünstrom.
Die EEX setzt auch in Zukunft auf die gleichzeitige und verstärkte Entwicklung der strategischen Geschäftsfelder Strom, Erdgas,
Emissionen, Kohle, Herkunftsnachweise, Clearing und Transparenz/Info-Produkte. Neben dem kontinuierlichen Ausbau aller Märkte,
der Erweiterung des Produkt- und Service-Angebotes sowie dem beschleunigten Ausbau der technischen Erreichbarkeit für die Kunden
stehen auch eine ständige Optimierung der IT-Prozesse und IT-Infrastruktur sowie die zunehmende geografische Expansion und das
Gewinnen neuer Partner im Vordergrund der Aktivitäten der EEX.
Im Segment Strom sollen sich die EEX-Märkte weiter zu eindeutigen Referenzmärkten in ganz Europa entwickeln. Die
Handelsvolumina konnten im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Am Terminmarkt für Strom wurde im
September mit insgesamt 177,9 TWh ein neuer Allzeit-Monatsrekord erzielt. Das Produktportfolio im Börsenhandel wurde um
Herkunftsnachweise für Grünstrom und um physisch erfüllte Futures auf belgischen und niederländischen Strom erweitert. Zudem
wurde die im Jahr 2012 begonnene Initiative zur Einführung von Produkten zur Trade Registration, also des Angebots zur börslichen
Registrierung von außerbörslichen Transaktionen, im Jahr 2013 fortgesetzt. So kamen seitens der EEX finanziell erfüllte
Stromterminkontrakte für den skandinavischen, schweizerischen und italienischen Markt hinzu; Anfang 2014 wird zusätzlich die
Registrierung von außerbörslich gehandelten spanischen Stromfutures möglich sein.
Im Segment Erdgas wurde im Jahr 2013 die PEGAS Kooperation zwischen der EEX und Powernext S.A. (Powernext) gestartet. Beide
Partner schaffen damit ein paneuropäisches Angebot für den Erdgashandel, welches deutsche, französische und niederländische
Produkte auf einer Plattform bündelt. Der Handel an der EEX ermöglicht somit die Anbindung an die wichtigsten europäischen
Gasmärkte - am Spotmarkt rund um die Uhr.
Das Segment Emissionen konnte im Jahr 2013 eine signifikante Steigerung der Handelsvolumina verzeichnen. Hierfür
ausschlaggebend waren insbesondere die Primärmarktauktionen, die von der EEX im Auftrag der Europäischen Kommission und 26 EU
-Mitgliedstaaten durchgeführt werden.
Die Clearingtochter ECC soll das Segment Clearing durch den Ausbau des Clearings außerbörslicher Geschäfte, die Einführung
vereinfachter Clearing-Only-Produkte sowie durch die Weiterentwicklung ihrer Clearingservices stärken und ihre Position als das
führende Clearinghaus für Energie- und energienahe Produkte in Europa weiter ausbauen.
Im Geschäftsfeld Transparenz/Info-Produkte sollen die Veröffentlichungen von Fundamentaldaten auf der Plattform "Transparency in
Energy Markets" im Rahmen der europäischen Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts
(REMIT) ausgebaut sowie das bestehende Portfolio der Info-Produkte sukzessive erweitert und flexibilisiert werden.
In einem schwierigen Marktumfeld, welches weiterhin von Strukturumbrüchen im Strommarkt, anhaltenden Marktunsicherheiten
durch die Euro-Krise und offenen Regulierungsfragen geprägt war, hat die EEX im Geschäftsjahr 2013 ihre Strategie der
Diversifikation weiter erfolgreich vorangetrieben und vor allem das Geschäftsfeld Erdgas sowie die Clearingkooperationen erfolgreich
weiterentwickelt.
Unternehmenssteuerung
Zur Steuerung des Konzerns verwendet die EEX-Gruppe im Wesentlichen die Kenngrößen EBT, Umsatzerlöse und Erträge, Kosten,
Jahresüberschuss und EBT-Marge. Letztere wird berechnet als Verhältnis des EBT zu den Gesamterträgen, das heißt der Summe aller
Umsätze und Beteiligungserträge.
Maßgeblichen Einfluss auf das EBT haben die Erträge. Diese setzen sich aus den Transaktionserlösen, den sonstigen Umsätzen, den
Beteiligungserträgen sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen und dem Finanzergebnis zusammen.
Bei den Aufwendungen wird zwischen variablen und fixen Aufwendungen unterschieden. Die variablen Aufwendungen sind Kosten, die
mit der Höhe der Transaktionserlöse korrelieren, z.B. die umsatzabhängigen Systemaufwendungen an die Deutsche Börse AG (DB AG)
und die Erstattungen an Market Maker und Broker. Zu den fixen Aufwendungen (Gemeinkosten) zählen der sonstige Systemaufwand,

der Personalaufwand, die Abschreibungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (für Details siehe "Ertrags-, Vermögens-
und Finanzlage").
Rund 78 Prozent der Gesamtkosten der EEX-Gruppe sind Fixkosten (Vorjahr: 77 Prozent
1
). Aufgrund von Skalen- und
Verbundeffekten kann der Konzern somit zusätzliche Handelsvolumina ohne einen signifikanten Anstieg der Kosten operativ
abwickeln. Gleichwohl wirkt sich ein Rückgang der Geschäftsvolumina direkt auf die Profitabilität des Konzerns aus. Circa 22 Prozent
der Gesamtkosten der EEX-Gruppe setzen sich somit aus volumenabhängigen Aufwendungen zusammen.
1
Im Lagebericht des Vorjahres wurden die Aufwendungen für technische Anbindungen zu den Fixkosten gerechnet. Entsprechend wurde ein höherer
Fixkostenanteil in Höhe von 85 Prozent ausgewiesen.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Die EEX-Gruppe verfügt mit dem internen Kontrollsystem (IKS) über ein Instrument, um die Unternehmensziele zu erreichen und
Prozesssicherheit zu gewährleisten. Das IKS umfasst die von der Unternehmensleitung eingesetzten Grundsätze, Verfahren und
Maßnahmen, welche die Organisationseinheiten der EEX innerhalb der Geschäftsprozesse implementiert haben. Um einen
ordnungsgemäßen Ablauf der Geschäftsprozesse und der Geschäftstätigkeit zu erreichen und Fehler oder Unregelmäßigkeiten zu
verhindern bzw. rechtzeitig aufzudecken, sind beispielsweise folgende Sicherungs- oder Kontrollmaßnahmen bei der EEX
implementiert: Trennung unvereinbarer Aufgaben, Vier-Augen-Prinzip, Genehmigungsprozesse, Zugriffs- und Zutrittsbeschränkung,
Stellenbeschreibungen, Dokumentation von Prozessen in Arbeitsanweisungen und Checklisten, Mitarbeiterschulungen und
Unterschriftenrichtlinien. Die Aktualität des Regelwerkes wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die interne Revision als ausgelagerte und unabhängige Einheit innerhalb der EEX-Gruppe führt risikoorientierte Kontrollen durch, um
die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS zu überprüfen. Der Vorstand und Aufsichtsrat werden über die Prüfungsergebnisse
informiert. Weiterhin werden operationelle Ereignisse (das heißt das Versagen von Geschäftsprozessen aufgrund von mangelndem
Prozessdesign, menschlichen Fehlern sowie IT-Versagen oder Versagen externer Dienstleister) zentral erfasst und regelmäßig
ausgewertet, um Schwachstellen im IKS zu identifizieren und zu schließen. Wesentliche operationelle Ereignisse werden an den
Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
2. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Im Folgenden werden die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen dargelegt, die für die
Geschäftstätigkeit der Unternehmen der EEX-Gruppe, insbesondere für die Entwicklung der Transaktionsvolumina, bestimmend sind.
Konjunkturelle Delle hält an, Wachstum weiter gedämpft
Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2013, wie auch schon im Vorjahr, nur leicht wachsen. Während das Wirtschaftswachstum
2012 noch 0,7 Prozent betrug, wird für 2013 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von ca. 0,6 Prozent gerechnet.
Im Verlauf des vergangenen Jahres wurde die deutsche Wirtschaft vor allem dadurch gestützt, dass die Exportwirtschaft Rekordzahlen
erzielen konnte. Im Gegensatz zu den meisten anderen großen europäischen Volkswirtschaften konnte Deutschland damit ein
Abrutschen in die Rezession verhindern. Weiterhin förderte das niedrige Zinsniveau insbesondere die Binnenwirtschaft. Im Euroraum
konnten durch erste wichtige Reformen die Auswirkungen der Schuldenkrise begrenzt und damit die Aussicht auf eine weitere
Verbesserung der Konjunktur geschaffen werden. Für das Jahr 2014 prognostiziert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
ein gegenüber 2013 zunehmendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent.
Finanzmärkte weiterhin angespannt
Auch das Jahr 2013 war geprägt von der anhaltend schwierigen finanziellen Lage Griechenlands, diversen Euro-Krisengipfeln und der
Inanspruchnahme der Rettungspakete (EFSF bzw. ESM) durch Irland, Portugal, Spanien sowie Zypern. So konnten übermäßige
Zinsanstiege für angeschlagene Staaten verhindert und die Finanzmärkte beruhigt werden. Zum Jahresende erreicht der deutsche
Aktienindex DAX seinen höchsten Stand seit Bestehen.
Nichtsdestotrotz wurden die grundlegenden Probleme in der Eurozone nicht gelöst. Nach wie vor sind die Entwicklung an den
Finanzmärkten und die Verschuldung einzelner EU-Länder als kritisch anzusehen. Insbesondere die Situation Frankreichs als
zweitgrößte Volkswirtschaft des Euroraumes ist angespannt. Wenn aufgrund der Staatsschuldenkrise im Euroraum auch die Bonität
starker Länder wie Deutschland in Mitleidenschaft gezogen wird, kann dies die Konjunktur negativ beeinflussen.
Rohstoffpreise entwickeln sich uneinheitlich
Die Entwicklung am deutschen physischen Strommarkt war besonders vom zunehmenden Anteil der erneuerbaren Energien geprägt.
So belief sich der Anteil des Ökostroms am deutschen Strommix 2013 auf 23,4 Prozent nach 22,8 Prozent im Vorjahr. Der Preis für
Phelix Baseload-Jahresfutures für das Frontjahr 2014 am Terminmarkt für Strom fiel ausgehend von rund 45 €/MWh zunächst auf 36
€/MWh im August und erreichte zum Jahresende rund 37 €/MWh. Dabei traten unterjährig Schwankungen von bis zu 33 Prozent auf.
Der monatliche Gaspreisindex EGIX zeigte sich im Lauf des Jahres wenig volatil. Trotz zweier Jahrestiefs von 26 €/MWh im März und
September erreichte er zum Ende des Jahres wieder sein Ausgangsniveau von 28 €/MWh.
Die Preise für Emissionszertifikate sind im Jahresverlauf 2013 weiter gefallen. Ausgehend von ca. 6 €/t CO
2
fiel der Preis kurzzeitig
unter die Grenze von 3 €/t CO
2
(April 2013). Grund für den Preisverfall ist eine Überausstattung des Marktes mit
Emissionszertifikaten, die sich zum einen durch wenig ambitionierte EU-Emissionsgrenzen aus dem Krisenjahr 2009 und zum anderen
durch eine Schwemme von CER-Zertifikaten aus Drittstaaten ergibt. Um diesem Preisverfall Einhalt zu gebieten, wurde im Sommer
2013 beschlossen, die Menge der dem Markt zur Verfügung stehenden Emissionsberechtigungen zu verknappen ("Backloading") und
diese Mengen erst 2019/2020 wieder in den Markt zu geben. Daraufhin stieg der Preis zum Jahresende wieder auf 5 €/t CO
2
an. Die
anhaltenden politischen Diskussionen zu der möglichen vorübergehenden Verknappung von Emissionsrechten bzw. zu einer
langfristigen Reform des EU-Emissionshandels haben maßgeblichen Einfluss auf das Marktgeschehen.

Der Ölpreis liegt zum Jahresende mit 111 $/Barrel (Sorte Brent) auf dem Niveau des Vorjahres. Der Preis schwankte unterjährig von
119 $/Barrel im Februar bis zu 98 $/Barrel im April, bedingt durch die zeitweise schwache Konjunktur in den USA und in China.
Eine hohe Volatilität, also Schwankungsbreite, der Börsenpreise geht im Allgemeinen mit mehr Handelsaktivität bzw. höheren
Volumina einher.
Energieverbrauch steigt, Stromerzeugung auf Vorjahresniveau
Der Primärenergieverbrauch in Deutschland hat sich nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im ersten Halbjahr
2013 im Vergleich zum äquivalenten Vorjahreszeitraum verhältnismäßig deutlich um 4,1 Prozent erhöht. Ursächlich hierfür ist u.a. der
lang anhaltende und kalte Winter 2012/2013. Auf das Jahr 2013 hochgerechnet wird mit einer Zunahme um 2,6 Prozent gerechnet.
Mit 629,0 TWh rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mit einer Bruttostromerzeugung auf Vorjahresniveau (2012: 629,8
TWh). Die Höhe der Handelsvolumina am börslichen Strommarkt wird unter anderem durch die Stromerzeugung und den physischen
Stromverbrauch als Teil des Primärenergieverbrauchs geprägt.
Energiewende prägt Marktumfeld auch im Jahr 2013
Die Energiewende hat auch 2013 die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der EEX-Gruppe stark geprägt. So sanken unter
ihrem Einfluss die Börsenpreise für Strom im deutschen Marktgebiet weiter. Am Day-Ahead-Markt der EPEX SPOT sank der
durchschnittliche Stundenpreis im Vergleich zum Vorjahr um etwa 11 Prozent (von 42,60 €/MWh in 2012 auf 37,78 €/MWh im Jahr
2013). Am Terminmarkt der EEX verringerte sich der Preis für die Jahreslieferung Strom für das jeweils folgende Kalenderjahr um
etwa 21 Prozent von durchschnittlich 49,30 €/MWh im Jahr 2012 für das Kalenderjahr 2013 auf 39,08 €/MWh im Jahr 2013 für das
Kalenderjahr 2014.
Wie sich diese Rahmenbedingungen auf den Geschäftsverlauf in den jeweiligen Geschäftsbereichen ausgewirkt haben, wird für 2013
im folgenden Abschnitt sowie zukunftsgerichtet unter "Konzernausblick und Prognosebericht" dargelegt.
3. Geschäftsverlauf
Wesentliche Entwicklungen in den Geschäftsbereichen
Trotz des schwierigen Marktumfeldes, der Strukturumbrüche im Strommarkt sowie anhaltender Marktunsicherheiten durch die Euro-
Krise und offene Regulierungsfragen hat die EEX im Geschäftsjahr 2013 ihre Wachstumsstrategie weiter vorangetrieben. Haupttreiber
des Wachstums waren insbesondere die Strommärkte, der Spotmarkt für Erdgas sowie die Clearingkooperationen. Hier wurden die
Erwartungen des Vorjahres teilweise deutlich übertroffen. Auch im Bereich des Emissionshandels setzte sich das Wachstum fort.
Strom
Die EEX hat ihre Position im kontinentaleuropäischen Stromhandel sowie im geclearten OTC-Geschäft im Jahr 2013 ausgebaut und
konnte ihre Stellung im Wettbewerb gerade im Handel am deutschen Strommarkt verbessern. Wesentliche Wettbewerber der EEX-
Gruppe sind neben anderen europäischen Energiebörsen besonders Broker und nicht regulierte Handelsplattformen. Die Vereinigung
der Londoner Energiebroker London Energy Brokers' Association (LEBA) meldete für den deutschen Strommarkt 2013 ein Wachstum
der Handelsvolumen um 2 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Handelsvolumina am Terminmarkt für Strom der EEX im Vergleich zu 2012
deutlich an. Die Marktanteile des über die EEX und ECC abgewickelten Handelsvolumens am Gesamtmarkt konnten, ausgehend von
durchschnittlich 15 Prozent im Jahr 2012, auf durchschnittlich 20 Prozent gesteigert werden. Dies ist wesentlich in der verbesserten
technischen Infrastruktur der EEX, der verbesserten Konnektivität sowie enger Spreads (also der Spanne zwischen den Preisgeboten
für Kauf und Verkauf im Orderbuch) im Börsenbereich begründet. Die hieraus resultierende erhöhte Grundliquidität führte gemeinsam
mit der Weiterentwicklung der von der ECC angebotenen Clearingservices zu dieser positiven Entwicklung. Dennoch wird weiterhin der
überwiegende Anteil des Handels außerhalb der Börse abgeschlossen und bilateral zwischen Handelsteilnehmern abgewickelt.
Die Transaktionserlöse für Handel, Clearing und Abwicklung der Spot- und Terminmärkte für Strom sind nach wie vor der maßgebliche
Erlöstreiber des EEX-Konzerns. Im Jahr 2013 entfielen auf dieses Geschäftsfeld 64 Prozent der Umsatzerlöse (Vorjahr: 61 Prozent).
Terminmarkt für Strom
Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Handelsvolumina am Terminmarkt für Strom der EEX deutlich um 36 Prozent gesteigert
werden. Im September wurde mit insgesamt 177,9 TWh ein neuer Allzeit-Monatsrekord erzielt. Neben Weiterentwicklungen der
technischen Infrastruktur haben hierzu die deutlichen Preisänderungen am deutschen Strommarkt sowie die gesteigerte Relevanz von
Kreditrisiken für Handelsteilnehmer und damit die Notwendigkeit der Abwicklung von Geschäften über die Börse bzw. ein zentrales
Clearinghaus beigetragen.
Im Jahr 2013 entfielen 682 TWh (Vorjahr: 460 TWh) auf den Börsenhandel. Hierin enthalten ist ein Handelsvolumen von 0,5 TWh mit
den in 2013 neu eingeführten Herkunftsnachweisen. 584 TWh (Vorjahr: 471 TWh) entfielen auf die Registrierung außerbörslich
abgeschlossener Geschäfte (Trade Registration). Das börsengehandelte Volumen erhöhte sich um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr;
ebenso erhöhte sich das Volumen, das zur Trade Registration gemeldet wurde im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent. Wesentlicher
Treiber hierfür ist die Ausweitung der sogenannten STP-Funktionalität. Der Anteil der über die Börse gehandelten Geschäfte am
Gesamtvolumen nahm von 49 Prozent auf etwa 54 Prozent zu. Die Entwicklung des börsengehandelten Volumens und seiner Liquidität
ist erfreulich und übertrifft die Erwartungen deutlich.
Das gehandelte Volumen am Terminmarkt für Strom in Frankreich hat sich im Jahr 2013 mit 20,3 TWh etwa auf dem Niveau des
Vorjahres von 20,4 TWh stabilisiert. Damit verbleibt es deutlich unter den Niveaus der Jahre 2011 und 2010. Diese Entwicklung ist
unter anderem auf die Auswirkungen des NOME-Gesetzes zurückzuführen, das zu Volumeneinbrüchen im gesamten französischen
Terminmarkt (börslich und außerbörslich) geführt hat. Die sich aus dem Gesetz ergebenden regulierten Tarife für den Strombezug
mittlerer und großer Industrieunternehmen in Frankreich haben zu einem stark verminderten Handelsinteresse für französische
Stromderivate geführt. Der Anteil der französischen Futures am gesamten Handel im Terminmarkt für Strom lag im Geschäftsjahr bei
1,6 Prozent des Gesamtvolumens der EEX Power Derivatives GmbH.
Das Produktportfolio im Börsenhandel wurde im Jahr 2013 um Herkunftsnachweise und um physisch erfüllte Futures auf belgischen
und niederländischen Strom erweitert. Die im Jahr 2012 begonnene Initiative zur Einführung von Produkten zur Trade Registration,

also des Angebots zur börslichen Registrierung von außerbörslichen Transaktionen, wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. So kamen
seitens der EEX finanziell erfüllte Stromterminkontrakte für den skandinavischen, den schweizerischen und den italienischen Markt;
Anfang 2014 wird zusätzlich die Registrierung von spanischen Stromfutures möglich sein.
Herkunftsnachweise sind Zertifikate, die die Herkunft einer MWh aus erneuerbaren Energien nachweisen. Sie werden ausschließlich
zur Stromkennzeichnung genutzt. Die EEX bietet seit Juni 2013 als erste Börse einen Terminmarkt für Herkunftsnachweise an. Seit
Start des Produktes bis Ende 2013 wurden insgesamt 0,5 TWh in Futures auf Herkunftsnachweise gehandelt. Damit hat sich das
Produkt in einem schwierigen, von Preisverfällen gezeichneten Marktumfeld behauptet.
Im September 2013 startete die EEX einen eigenen Börsenhandel für physisch erfüllte Futures auf belgischen und niederländischen
Strom. Zuvor hatte die ECC bereits von 2007 bis 2013 das Clearing dieser Kontrakte als Kooperationspartner der damaligen
APX/ENDEX Derivatives B.V (APX/ENDEX) durchgeführt. Nach der Übernahme des Terminmarktes der ENDEX durch die
Intercontinental Exchange, Inc. (ICE) lief die Clearingkooperation aus. Seit Öffnung der Orderbücher an der EEX sind 0,1 TWh in
niederländischem Strom gehandelt worden. Der verhaltene Start liegt vor allem darin begründet, dass das Open Interest in den
entsprechenden Kontrakten mit der Übernahme der ENDEX durch die ICE von der ECC an die ICE Clear Europe, Ltd. (ICE Clear
Europe) übertragen wurde und gleichzeitig die Teilnehmer die neuen EEX-Produkte noch nicht in ihre Systeme integriert hatten.
Der durchschnittliche Anteil der Handelsaktivitäten von Finanzakteuren (in Abgrenzung zu Energiehändlern) am Gesamthandel ist
2013 leicht gesunken und beträgt 43 Prozent.
Volumina Strom in TWh
2013
2012
Veränderung
Terminmarkt
1266
931
+36 %
Deutschland
1244
911
+37 %
- davon Börsenhandel
669
445
+50 %
- davon Trade Registration
575
466
+23 %
Frankreich
20
20
-0,5 %
- davon Börsenhandel
12
15
-19 %
- davon Trade Registration
8
5
+52 %
Niederlande/Belgien
0,1
n/a
n/a
Herkunftsnachweise
0,5
n/a
n/a
Trade Registration-Bundle
1,1
n/a
n/a
Spotmarkt
345
339
+2 %
Auktion Deutschland/Österreich
247
246
+0,4 %
Auktion Schweiz
19
17
+12 %
Auktion Frankreich
56
58
-4 %
Intraday Deutschland
19
16
+23 %
Intraday Frankreich
3
2
+33 %
Intraday Schweiz
0,5
n/a
n/a
Intraday Österreich
0,4
0,1
+674 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
Spotmarkt für Strom
Die in der EPEX gebündelten Spotmärkte für Strom für Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz zeigten sich in ihrer
Entwicklung mit Ausnahme des französischen Day-Ahead-Marktes wachsend. Zum 1. Juni 2013 wurden die Entgelte für das Clearing
am Spotmarkt für Strom angehoben. Der Erlösbeitrag des Clearings der EPEX-Spotmarktgeschäfte im Konzern betrug 14 Prozent
(Vorjahr: 14 Prozent).
Das bei der EPEX gehandelte Volumen ist mit 346 TWh um 7 TWh oder 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (339 TWh) leicht gestiegen.
Davon wurden 345 TWh (Vorjahr: 339 TWh) bei der ECC als Clearingvolumen erlöswirksam.
2
2
Das bei der EPEX gehandelte Volumen unterscheidet sich von dem bei der ECC erlöswirksamen Volumen durch eine unterschiedliche Betrachtung
grenzüberschreitender Stromflüsse. Die EPEX betrachtet die Nettoposition als Handelsvolumen, welche den Saldo aus Import und Export für ein
Marktgebiet darstellt. Bei der ECC ist nicht dieser Saldo erlöswirksam, sondern das Volumen der Market Coupling Contracts, welche jeweils das
Exportvolumen von einem Marktgebiet in das andere berücksichtigen. Beide Größen sind i.d.R. nicht vollständig deckungsgleich.
Die Handelsvolumina an den Day-Ahead-Märkten der EPEX entwickelten sich 2013 erfreulich. Im Vorjahresvergleich verzeichnet
besonders der Day-Ahead-Markt für die Schweiz einen deutlichen Zuwachs in Höhe von 12 Prozent. Das Intraday-Segment hat im
Kalenderjahr 2013 an Liquidität gewonnen, was sich besonders auf dem französischen Intraday-Markt mit einem Zuwachs von 33
Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigt. Wenn auch noch klein im Vergleich zu den Day-Ahead-Märkten (23 vs. 322 TWh), nehmen die
Intraday-Märkte dennoch an Bedeutung zu. Ihr Anteil am Gesamtvolumen der EPEX ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dies ist
insbesondere auf die steigende Bedeutung fluktuierender erneuerbarer Energien zurückzuführen. Diese zieht eine zunehmende
Notwendigkeit zum kurzfristigen Ausgleich für die Bilanzkreisverantwortlichen nach sich.
Die EPEX profitierte weiterhin von der seit 2010 im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geltenden und in der
Ausgleichsmechanismusverordnung (AusgleichsMechV) konkretisierten Verpflichtung der Übertragungsnetzbetreiber zur Vermarktung
der Stromkontingente aus erneuerbaren Energien an einer Strombörse, ebenso wie von der seit Januar 2012 bestehenden
Direktvermarktung. Obwohl innerhalb der Direktvermarktung keine Pflicht zur Vermarktung über eine Börse oder im Speziellen die
EPEX besteht, konnte sich die EPEX auch in diesem Segment erfolgreich als starker Marktplatz etablieren. Grund hierfür sind die hohe
Liquidität und das breite Produktangebot der Börse sowohl im Day Ahead- als auch im Intradayhandel. Aufgrund dieser Position geht
die EPEX davon aus, auch zukünftig von Volumina innerhalb der Direktvermarktung zu profitieren.

Die 2010 gestartete Marktkopplung im Rahmen von CWE erleichterte den grenzüberschreitenden Stromhandel und hat ebenso zur
positiven Entwicklung der Spotmärkte für Strom beigetragen.
Im Intraday-Handel ist insbesondere der Start des schweizerischen Marktsegments am 26. Juni 2013 zu nennen. Das kumulierte
Handelsvolumen belief sich 2013 auf 0,5 TWh.
Im Jahr 2013 wurde das Marktkopplungsprojekt für Nordwesteuropa (kurz NWE, bestehend aus CWE, Großbritannien und den
nordischen Staaten) weiter vorangetrieben. Dieses wird Anfang des Jahres 2014 in die Betriebsphase übergehen. Der im Rahmen der
Price Coupling of Regions-Initiative, einem Projekt unter Beteiligung von fünf weiteren europäischen Strombörsen, erstellte
Preiskopplungsalgorithmus wird 2014 im NWE zum ersten Mal zur Anwendung kommen. Weiterhin wurde im Jahr 2013 die Methode
des Flow-Based-Market Couplings weiter vorangetrieben, die nach Erweiterung des Market Couplings auf die NWE-Region
implementiert werden soll. Im Gegensatz zur bisher verwendeten Market Coupling-Methode berücksichtigt Flow-Based-Market
Coupling explizit auch Wechselwirkungen zwischen mehreren Marktgebietsgrenzen in einem verknüpften Übertragungsnetz. Dies
ermöglicht eine bessere Auslastung der Übertragungskapazitäten und steigert die Effizienz des Stromhandels. Nach Abschluss des
Market Coupling-Prozesses stellen dann alle EU-Staaten sowie die Schweiz und Norwegen ein gemeinsames Marktgebiet dar.
Erdgas
Das Geschäftsfeld Erdgas wurde 2013 im Zuge der Gaskooperation (PEGAS) mit der Powernext vollständig umgestaltet. Im Ergebnis
sind seit November 2013 sowohl alle bisherigen Gasmärkte/-produkte der EGEX als auch die neuen qualitätsspezifischen Gasprodukte
für hoch- und niedrigkalorisches Erdgas (H-/L-Gas) über ein Handelssystem (Trayport ETS) gemeinsam mit den Gasmärkten der
Powernext handelbar. Dies ermöglicht neben einer stark verbesserten Integration in die Handelssysteme der Börsenmitglieder auch
erstmalig den Handel von Location-Spreads, also Preisunterschieden zwischen gleichen Produkten in verschiedenen
Gasmarktgebieten. Nach der Einführung von Futures für die Marktgebiete TTF und PEG Sud seitens der Powernext sind über die
PEGAS-Kooperation damit nun Spot- und Terminmarktprodukte für insgesamt sechs Gasmarktgebiete handelbar.
Handelbare Marktgebiete im Rahmen der PEGAS-Kooperation
Spot
Termin
NCG (Deutschland)
EGEX
EGEX
GASPOOL (Deutschland)
EGEX
EGEX
TTF (Niederlande)
EGEX
Powernext
PEG Nord (Frankreich)
Powernext
Powernext
PEG Sud (Frankreich)
Powernext
Powernext
PEG TIGF (Frankreich)
Powernext
n/a
In Folge dessen konnte die Anzahl neu zugelassener und aktiv am Handel teilnehmender Unternehmen am Gasmarkt der EGEX
deutlich gesteigert werden. Trotz hoher Volumenzuwächse im Spotmarkt stieg der Erlösbeitrag des Geschäftsfeldes Erdgas (EGEX) im
EEX-Konzern nur leicht auf 5 Prozent (Vorjahr: 4 Prozent).
Die Handelsvolumina konnten insgesamt gesteigert werden, wobei die Spotmärkte für Erdgas sowohl der EGEX (+124 Prozent) als
auch der Powernext (+63 Prozent) den zurückgehenden Handel an den Terminmärkten der EGEX (-25 Prozent) ausglichen. Die
Handelsvolumen an den Terminmärkten der Powernext zeigten sich dank des neuen Gasmarktgebietes TTF leicht über Vorjahr (+3
Prozent).
Volumina Erdgas in TWh
2013
2012
Veränderung
Spotmarkt (EGEX)
81
36
+124 %
NCG
38
18
+119 %
GASPOOL
23
8
+175 %
TTF
19
10
+91 %
Spotmarkt (Powernext)
PEG
70
43
+63 %
SUMME Spotmärkte
151
79
+91 %
Terminmarkt (EGEX)
29
40
-25 %
NCG
22
38
-41 %
GASPOOL
7
2
+349 %
Terminmarkt (Powernext)
43
42
+3 %
TTF
13
n/a
n/a
PEG
29
42
-29 %
SUMME Terminmärkte
72
81
-11 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
Weiterhin bieten die von der EGEX angebotenen deutschen Marktgebiete NCG und GASPOOL die im Vergleich zu anderen
europäischen Gasmärkten größten Wachstumspotenziale. Dies ist begründet durch den sehr hohen physischen Erdgasverbrauch,
erhebliche Speicherkapazitäten und eine hervorragende Anbindung an benachbarte Marktgebiete. Basierend auf dem
Regelenergiehandel, den Marktgebietsverantwortliche seit Oktober 2009 über die EEX durchführen können, und ergänzt durch die
neuen qualitätsspezifischen Erdgasprodukte, konnte die EEX neue Kundenkreise für den börslichen Erdgashandel gewinnen und die
Liquidität im börslichen Erdgashandel steigern.
Durch die oben erwähnten Zuwächse bei den Handelsteilnehmern konnten die EEX und Powernext im Jahr 2013 die Position von
PEGAS als teilnehmerstärkste Handelsplattform für Erdgas in Europa weiter ausbauen. Die Plattform schuf bessere Voraussetzungen
für zukünftiges Wachstum durch die Verlagerung aktuell außerbörslich abgeschlossener, ungeclearter Geschäfte in den börslichen
Handel mit Abwicklung an der ECC.

Die PEGAS-Plattform steht international im Wettbewerb zu Erdgasbörsen und Brokern, die sich in den vergangen Jahren in liquideren
Märkten (vor allem NBP) erfolgreich positionieren konnten. Innerhalb Deutschlands konkurriert sie insbesondere mit Brokern und nicht
regulierten Handelsplattformen, aber auch mit anderen Börsen um Marktanteile in den sich noch entwickelnden deutschen
Marktgebieten.
Die an der Börse transparent und überwacht entstehenden Preise und darauf basierend die von der Börse gebildete Preisindizes (wie
der EGIX) beeinflussen zunehmend Bezugs-, Absatz- und Kundenverträge im Gasmarkt und werden auch als Referenzwerte zur
Abrechnung von Mehr- und Mindermengen bzw. Ausgleichsenergie zwischen Gastransportkunden und Marktgebietsverantwortlichen
genutzt.
Diese positive Entwicklung konnte 2013 durch die Einführung weiterer Dienstleistungen für Erdgashändler (z.B. Trade Alert -
Benachrichtigung über abgeschlossene Geschäfte, z.B. für Dispatcher des Unternehmens) weiter ausgebaut werden.
Emissionen
Das Geschäftsfeld Emissionen konnte im Jahr 2013 eine signifikante Steigerung der Handelsvolumina verzeichnen (+234 Prozent
gegenüber Vorjahr). Hierfür ausschlaggebend war der Beginn der Primärmarktauktionen der 3. Handelsperiode des EU-
Emissionshandelssystems. Diese werden von der EEX im Auftrag der Europäischen Kommission und 26 EU-Mitgliedstaaten
durchgeführt und haben seit Beginn des Jahres 2013, regulatorisch bedingt, deutlich an Volumen gewonnen. 2013 fanden an der EEX
an bis zu vier Tagen pro Woche insgesamt 214 Auktionen statt.
Die Volumina am Spotmarkt konnten dabei um 582 Prozent gesteigert werden. Da in der 3. Handelsperiode des EU-
Emissionshandelssystems ausschließlich Spotmarktauktionen vorgesehen sind, ging das Terminmarktvolumen trotz einer
Volumensteigerung am Sekundärmarkt um 36 Prozent zurück.
Volumina Emissionen in Mio. t
2013
2012
Veränderung
Spotmarkt
759
111
+582 %
Primärauktion
731
105
+595 %
Sekundärhandel
28
6
+357 %
Terminmarkt
92
143
-36 %
Primärauktion
0
60
-100 %
Sekundärhandel
92
83
+ 10 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
Auf dieser Grundlage konnten die Erlöse im Geschäftsfeld Emissionen um 85 Prozent gesteigert werden. Der Anteil der Erlöse am EEX-
Konzern belief sich im Berichtszeitraum auf 3 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent).
Zum 1. Januar 2013 wurde der Betrieb des Spot- und Terminmarktes für Emissionsberechtigungen in eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft der EEX mit dem Namen Global Environmental Exchange GmbH (GEEX) überführt. Die Ausgliederung erfolgte
rückwirkend zum Jahresbeginn mit der Eintragung ins Handelsregister am 30. August 2013. Ähnlich wie in den Geschäftsbereichen
Strom und Erdgas ist die Ausgliederung in eine eigene Gesellschaft Ausdruck der langfristigen EEX-Strategie, bestehende Märkte
durch mögliche Kooperationen weiterzuentwickeln.
Negativen Einfluss auf das Marktgeschehen hatten die anhaltenden politischen Diskussionen zu einer möglichen vorübergehenden
Verknappung von Emissionsberechtigungen ("Backloading") bzw. zu einer langfristigen Reform des EU-Emissionshandels. Ebenfalls
von besonderer Bedeutung für den Handel waren 2013 die gravierenden Verzögerungen in der freien Zuteilung von
Emissionsberechtigungen an die vom Emissionshandel erfassten Anlagenbetreiber durch die EU-Mitgliedstaaten. Dies hatte zur Folge,
dass der Großteil der jährlichen Erstausgabe von Emissionsberechtigungen - 2013 rund die Hälfte der Gesamtmenge - nicht für den
Handel am Sekundärmarkt verfügbar war.
Insgesamt hat sich der Trend zur Zentralisierung der Handelsaktivitäten an den Börsenplätzen weiter fortgesetzt: So betrug der Anteil
der börslich gehandelten Emissionsberechtigungen gegenüber außerbörslich gehandelten Kontrakten im Jahresdurchschnitt 77 Prozent
(Vorjahr 66 Prozent). Als Grund hierfür lassen sich der hohe Standardisierungsgrad sowie die sehr kompetitiven börslichen
Transaktionsentgelte anführen. In diesem Zusammenhang ist auch die bereits in der Vergangenheit einsetzende Konsolidierung von
Börsenplätzen, die den Handel mit Emissionsberechtigungen anbieten, weiter vorangeschritten.
Trotz dieses ungemindert hohen Wettbewerbsdrucks hat die EEX ihren durchschnittlichen Marktanteil am Gesamtmarkt deutlich auf
rund 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4 Prozent) steigern können.
Wachstumspotenziale im europäischen Emissionshandel bestehen für die EEX sowohl im Primärmarkt - der Auktionsanteil wird
unabhängig von einer möglichen vorübergehenden Verknappung bis 2020 deutlich ansteigen - als auch im Sekundärmarkt. Als
Marktführer beider Durchführung der Primärmarktauktionen ist die EEX in beide Stoßrichtungen gut positioniert. Darüber hinaus
entstehen international derzeit zahlreiche weitere Emissionshandelssysteme (u.a. Korea, China, Australien, Brasilien). Auch hier
befindet sich die EEX in einer guten Ausgangslage, um - aufbauend auf der Vorreiterrolle und langjährigen Erfahrung im EU-
Emissionshandel - an diesen Entwicklungen zu partizipieren.
Kohle
Die unbefriedigende Entwicklung des Geschäftsfeldes Kohle hat sich im Jahr 2013 fortgesetzt. Als Ergebnis des intensiven Austausches
mit Handelsteilnehmern hat die EEX-Gruppe einen Kohlekontrakt auf Eurobasis eingeführt und die Clearinganbindung (Straight-
Through-Processing) für die Registrierung außerbörslicher Geschäfte zum Clearing bei der ECC weiter ausgebaut. Dennoch konnten
2013 keine Handelsvolumen am Terminmarkt für Kohle registriert werden.
Clearing & Clearingkooperationen

Dem Geschäftsfeld Clearingkooperationen werden im Konzern jene Umsätze der ECC zugeordnet, welche nicht durch die
Handelsplätze der EEX-Gruppe, sondern durch Kooperationen mit Börsen außerhalb des EEX-Konzerns erzielt werden. Dieses
Geschäftsfeld trug 2013 mit 9 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) zu den Konzernerlösen bei und entwickelte sich erneut positiv.
Die Volumina aus dem Clearing und der Abwicklung der Geschäfte der Partnerbörsen sind mit Ausnahme der Terminmärkte für Erdgas
gegenüber Vorjahr gestiegen.
Volumina Clearing in TWh
2013
2012
Veränderung
Kooperation APX/ENDEX
Terminmarkt Strom
79
58
+37 %
Terminmarkt Erdgas
237
366
-35 %
Kooperation Powernext
Spotmarkt Erdgas PEG
70
43
+63 %
Terminmarkt Erdgas TTF
13
n/a
n/a
Terminmarkt Erdgas PEG
29
42
-29 %
Kooperation CEGH
Spotmarkt Erdgas
13
3
+366 %
Terminmarkt Erdgas
0,3
0,3
-11 %
Kooperation HUPX
Spotmarkt Strom
9
6
+44 %
Terminmarkt Strom
8
7
+10 %
Kooperation PXE
Spotmarkt Strom
0,8
n/a
n/a
Terminmarkt Strom
13
n/a
n/a
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
Mit den bereits bestehenden Partnerbörsen wurde das Produktportfolio der Clearinglösungen weiter ausgebaut. Das Angebot an
Gasterminkontrakten der Powernext wurde um Futures für die Marktgebiete TTF und PEG Sud erweitert. Des Weiteren ist im Rahmen
der PEGAS-Kooperation mit der EEX auch erstmalig der Handel von Location-Spreads, also Preisunterschieden zwischen gleichen
Produkten in verschiedenen Gasmarktgebieten möglich. Im Juni 2013 wurde die Produktpalette der HUPX Hungarian Power Exchange
Ltd. (HUPX) um physisch abgewickelte Wochenfutures erweitert und dadurch die Lücke zwischen den Kurzfristprodukten des HUPX-
Spotmarktes und den Terminmarktprodukten geschlossen. Im Jahr 2014 wird die HUPX als erste ECC-Partnerbörse von der
verbesserten Anbindung an das Trade Import Gateway über die AMQP Technologie profitieren und die ECC als Pilotkunde bei diesem
komplexen Projekt unterstützen.
Auch die Anzahl der Handelsteilnehmer erhöhte sich signifikant, wobei die Mehrzahl der Teilnehmer derzeit zum Handel am CEGH-
Spotmarkt zugelassen sind. Dementsprechend konzentrieren sich die Anstrengungen im Jahr 2014 darauf, bereits am Spotmarkt
aktive Handelsteilnehmer für den CEGH-Terminmarkt zu aktivieren. In diesem Zusammenhang ist geplant, im Jahr 2014 zusätzliche
Fälligkeiten der CEGH-Gas-Futures, wie Quartale, Seasons und Jahre, zum Handel anzubieten.
Im September 2013 wurde für die tschechische Energiebörse Power Exchange Central Europe a.s. (PXE) erfolgreich das Clearing
tschechischer, slowakischer und ungarischer Stromderivate übernommen. Deren Teilnehmer partizipieren nunmehr von der breiten
Teilnehmerbasis der ECC sowie den Cross Margin-Effekten aufgrund der weitreichenden Produkt- und Marktabdeckung der ECC. Seit
Dezember 2013 unterstützt die ECC den vom CEGH in Kooperation mit der PXE eingeführten Markt für physisch erfüllte tschechische
Gasfutures.
Im Oktober 2013 wurde das Clearing für das Derivategeschäft der langjährigen Partnerbörse APX/ENDEX auf die ICE Clear Europe
übertragen. Dieser Schritt wurde durch die Übernahme des Derivategeschäfts der APX/ENDEX durch die ICE, die Kündigung des
Clearing Services Agreements mit der ECC und den damit verbundenen Wechsel des Clearinghauses hin zum ICE-eigenen
Clearinghaus notwendig. Seit November 2013 werden damit keine Volumina bzw. Erlöse aus dieser Kooperation mehr verzeichnet.
Mit dem norwegischen Unternehmen NOREXECO AS (NOREXECO), welches bei der norwegischen Aufsicht die Lizenz für den Betrieb
eines regulierten Marktes beantragt hat, konnte die ECC im Jahr 2013 erstmals einen Börsenpartner gewinnen, welcher Waren-
Derivateangebote für Faserstoff und Recyclingpapier zum Handel anbieten wird. Die Einführung des Clearings ist für das Frühjahr
2014 geplant, weitere Derivate- und Optionsangebote im Bereich Papier- und Holzrohstoffe sind vorgesehen. Neben der Erweiterung
des Angebotsspektrums um einen globalen Markt mit hervorragenden Wachstumsaussichten verspricht sich die ECC von diesem
Engagement auch interessante Wechselwirkungen zu dem bereits existierenden Produktportfolio.
Die ECC befindet sich mit einer Reihe von Börseninitiativen im Zusammenhang mit Clearing-Serviceangeboten in Gesprächen und
sieht sich damit auch weiterhin in ihrem strategischen Partnerbörsenansatz bestätigt. Die durch die Ausweitung des Produktportfolios
und der Marktabdeckung stetig wachsende Attraktivität spiegelt sich auch in den wachsenden Transaktionsvolumina sowie einer
kontinuierlich wachsenden Kundenbasis wider. Die ECC führt die physische Erfüllung von Gas- und Stromkontrakten nunmehr bei 20
Netzbetreibern in zehn Ländern durch. Dies stellt im Vergleich zu anderen Clearinghäusern ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.
Im Zusammenhang mit der technischen Anbindung an die Clearinginfrastruktur der ECC wurde im Geschäftsjahr mit der Erweiterung
des Trade Import Gateways (TIG), dem zentralen Eingangskanal für Derivate-Transaktionen, mit einer Reihe von technischen und
funktionalen Verbesserungen begonnen. Die neuen Funktionalitäten sollen im Laufe des kommenden Jahres den Partnerbörsen sowie
über die "Straight-Through-Processing" (STP)-Angebote (eXRP von EFET.net sowie Hosted Clearing Link von Trayport) auch anderen
Marktteilnehmern wie Brokern zur Verfügung gestellt werden. Im Folgenden wird die ECC die vollautomatisierte STP-basierte
Registrierung von außerbörslichen Geschäften zum Clearing allen Partnerbörsen anbieten sowie auch alternative Brokermodelle wie
die Non-Trading-Broker-Mitgliedschaft unterstützen.

Das Jahr 2013 stand auch im Zeichen der Umsetzung der umfangreichen Regulierungsanforderungen, welche Ende 2012 in Form der
European Market Infrastructure Regulation (EMIR) implementiert sowie durch die entsprechenden technischen Standards im Frühjahr
2013 weiter konkretisiert wurden. Hierdurch wurden erstmalig europaweit einheitliche Standards für die erforderliche
Aufbauorganisation, die Aufsicht und das Risikomanagement von zentralen Kontrahenten eingeführt. Aus Sicht der ECC erlaubt die
Umsetzung der Regulierungsanforderungen auch interessante Ausgestaltungsmöglichkeiten unter anderem in Form neuer
Dienstleistungsangebote. So bietet die ECC ihren Kunden beispielsweise an, das durch EMIR verpflichtende Trade Reporting zu
übernehmen. Diesen Chancen wird sich die ECC aktiv stellen und sieht sich zum jetzigen Zeitpunkt bereits gut positioniert. Mit einem
Abschluss des im September 2013 initiierten Genehmigungsprozesses für die EMIR-Lizenz wird im Frühjahr 2014 gerechnet.
Im Zuge der weltweiten Regulierung der Finanzmärkte in Folge der Finanzkrise und der hieraus zu erwartenden zunehmenden
Notwendigkeit der Abwicklung von Derivatetransaktionen über einen zentralen Kontrahenten rücken neben einer effizienten
technischen Anbindung auch Fragen zur Margin-Effizienz in den Fokus. Neben einer kontinuierlichen Optimierung der
Marginberechnungsmodelle unter Berücksichtigung der regulatorischen Vorgaben sieht sich die ECC auch mit der seit Ende 2013 unter
bestimmten Voraussetzungen zulässigen Unterlegung von Marginanforderungen mit Emissionszertifikaten gut positioniert.
Die ECC hat 2013 erneut fünf neue Clearingmitglieder zugelassen. Deren Gesamtzahl beläuft sich damit nun auf 20. Die Anzahl der
Clearingteilnehmer (inklusive Nicht-Clearingmitglieder) stieg per Jahresende auf 381 (Vorjahr: 315).
Transparenz/Info-Produkte
In dieses Geschäftsfeld gehören zum einen der Betrieb der Transparenzplattform sowie zum anderen die Vermarktung der Handels-
und Fundamentaldaten. Das noch junge Geschäftsfeld trug 2013 ca. 2 Prozent zu den Konzernerlösen bei. Seine wesentlichen
Aufgaben bestehen in der Erreichung einer möglichst großen Präsenz der EEX-Märkte und ihrer Produkte, der Unterstützung einer
effizienten Preisbildung sowie der Vermarktung der an der EEX verfügbaren Daten.
Die EEX betreute per Ende 2013 125 Datenvendoren (Vorjahr: 128), die die Daten der EEX kommerziell weiter nutzen. Vendoren sind
Unternehmen, die ihren Kunden Marktdaten und daraus abgeleitete Produkte auf kommerzieller Basis anbieten. Die Zahl der
Datenabonnements mit internen Nutzungsrechten belief sich im Jahr 2013 auf 2.921.
Im Rahmen ihres Engagements für Transparenz im europäischen Energiehandel betreibt die EEX die zentrale Transparenzplattform
"Transparency in Energy Markets"
(www.eex-transparency.com).
Diese wurde im Oktober 2009 gemeinsam mit den deutschen
Übertragungsnetzbetreibern ins Leben gerufen. Das Ziel der Plattform besteht darin, die Nachvollziehbarkeit der Marktpreisbildung
und das Vertrauen der Öffentlichkeit sowie von Marktteilnehmern in die Märkte zu stärken.
Die Anzahl der meldenden Unternehmen hat sich von neun im Jahr 2009 auf 48 Kraftwerks- und Übertragungsnetzbetreiber zum
Stichtag erhöht. Die hohe Datenabdeckung von 97,86 Prozent für Deutschland, 100 Prozent für Österreich und 57,99 Prozent für die
Tschechische Republik tragen maßgeblich zur europaweiten Akzeptanz der Plattform bei. Sichtbar wird dies an den rund 35.000
monatlichen Nutzern der Internetseite. Das Jahr 2013 war zudem gekennzeichnet durch den Beginn der Meldung von
Erzeugungsdaten des größten tschechischen Marktteilnehmers CEZ (im August) sowie die Bekanntgabe der Kooperation mit dem
Schweizerischen Verband swisselectric.
Für die weitere Entwicklung des Geschäftsfeldes wird die EEX die Transparenzplattform und deren Website weiter ausbauen und plant
2014, auch Datenmeldungen für Strom und Erdgas im Rahmen der Europäischen Verordnung zur Marktintegrität und Transparenz
(REMIT) aufzunehmen. Des Weiteren soll das Datenproduktportfolio sukzessive ausgebaut werden.
Beteiligungen
Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ECC, ECC Lux, EEX Power Derivatives GmbH, EGEX und GEEX hält die EEX weitere
Beteiligungen. Auf die wesentlichen At Equity bilanzierten Beteiligungen (EPEX und EMCC) wird nachfolgend kurz eingegangen.
Im Geschäftsjahr 2013 hat die EEX außerdem 43,7 Prozent der Anteile an der in Singapur ansässigen Cleartrade Exchange Pte. Ltd.
(Cleartrade) erworben. Cleartrade ist ein durch die singapurische Aufsichtsbehörde regulierter Terminmarkt, der eine globale
elektronische Marktplattform für Warentermingeschäfte und Warenderivate für Fracht-, Eisenerz-, Schiffsdiesel- und Düngerkontrakte
anbietet.
Darüber hinaus ist die EEX an der store-x, einer Onlineplattform für den Sekundärhandel mit Speicherkapazitäten für Erdgas, sowie an
PRISMA, einer Onlineplattform für Erdgas-Transportkapazitäten, beteiligt. Zu Beginn des Jahres 2014 hat die EEX ihre Anteile an
PRISMA veräußert.
EPEX: Spotmarkt für Strom
Für die EPEX war 2013 ein weiteres Rekordjahr. U.a. aufgrund des Anstiegs des Handelsvolumens um 2 Prozent gegenüber 2012 und
steigender Umsätze aus dem Betrieb des Market Coupling konnte die EPEX im Berichtszeitraum die Umsätze deutlich steigern. Die
Aufwendungen stiegen 2013 aufgrund von Rückstellungen für rechtliche Risiken hingegen stärker an, sodass der Ertrag aus der
Beteiligung an der EPEX mit 5,2 Mio. € hinter dem Vorjahr (14 Prozent) zurückblieb.
EMCC: Market Coupling NWE
Nach negativen Ergebnissen bis einschließlich 2011 verzeichnete die EMCC nach 2012 auch 2013 eine positive Geschäftsentwicklung.
Aufgrund der geplanten Einführung des Market Coupling in der gesamten Region NWE wird das Geschäftsmodell von der EMCC durch
den Preiskopplungsalgorithmus ersetzt. Die Gesellschaft wird daher nach einer Übergangsfrist nach Start des NWE-Market-Coupling
auf Beschluss der Gesellschafter ihren Betrieb 2014 einstellen.
Handelsteilnehmer
Die Anzahl der Teilnehmer an den verschiedenen Märkten der EEX belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2013 auf insgesamt 236,
verglichen mit 221 Teilnehmern zum Stichtag 2012. Dies entspricht einem Nettozuwachs von 7 Prozent. Im Verlauf des Jahres wurden
36 neue Teilnehmer zugelassen. Gleichzeitig waren 21 Abmeldungen zu verzeichnen.
Aufgrund der laufenden Verbesserung des Produkt- und Serviceangebotes und der technischen Erreichbarkeit für die Kunden wird
auch für die Zukunft eine Fortsetzung des positiven Trends der vergangenen Jahre erwartet.

Weitere Entwicklungen
Die EEX und die Eurex Frankfurt AG (Eurex), eine der weltweit führenden Terminbörsen, arbeiteten auch 2013 im Rahmen der
abgeschlossenen Produkt- und Vertriebskooperation zusammen. Im Zuge dieser Kooperation ist es für Handelsteilnehmer der Eurex
möglich, mit ihrer bestehenden Infrastruktur über einen vereinfachten Zulassungsprozess die wichtigsten, an der EEX angebotenen
Terminprodukte für Strom, Erdgas, Emissionen und Kohle zu handeln und zu clearen. Das durch Eurex-Mitglieder gehandelte Volumen
ist bislang noch gering.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 konnte die EEX ihre Wachstumsstrategie durch einen Anteilserwerb an der in Singapur
ansässigen Cleartrade Exchange Pte. Ltd. (Cleartrade) erfolgreich fortsetzen. Cleartrade ist ein durch die singapurische
Aufsichtsbehörde regulierter Terminmarkt, der eine globale elektronische Marktplattform für Warentermingeschäfte und
Warenderivate für Fracht-, Eisenerz-, Schiffsdiesel- und Düngerkontrakte anbietet. Die Handelsplattform ermöglicht eine
vollelektronische Abwicklung von Termingeschäften sowie anschließendes Transaktionsreporting und ist über STP an verschiedene
Clearinghäuser angeschlossen.
4. Lage des Konzerns
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der EEX zum Ende des Geschäftsjahres 2013 lagen mit 62,2 Mio. € um 30 Prozent über Vorjahr.
Die hierin enthaltenen Transaktionsentgelte für Handel und Clearing betrugen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 50,0 Mio. €. Dies
entspricht einem Anstieg von 13,0 Mio. € bzw. 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Haupttreiber dieser Entwicklung waren die um
8,4 Mio. € bzw. 38 Prozent gestiegenen Erlöse am Terminmarkt für Strom sowie die um 2,1 Mio. € bzw. 31 Prozent gewachsenen
Erlöse am Spotmarkt für Strom (im Wesentlichen getrieben durch eine Preiserhöhung für das Clearing am Spotmarkt für Strom). Auch
die Umsatzerlöse aus den Geschäftsfeldern Gas (+1,2 Mio. €), Emissionen (+0,7 Mio. €) und Clearing (+0,5 Mio. €) konnten
gesteigert werden. Die einzelnen Geschäftsfelder haben wie folgt zu dieser Entwicklung beigetragen:
Umsatzerlöse nach Geschäftsfeld in T€
2013
2012
Veränderung
Umsatzerlöse gesamt
62.219
47.921
+30 %
Strom
3
39.823
29.275
+36 %
- davon Terminmarkt
30.840
22.418
+38 %
- davon Spotmarkt
8.983
6.858
+31 %
Erdgas
3.035
1.858
+63 %
Emissionen
1.579
853
+85 %
Clearing
5.516
4.995
+ 10 %
Sonstige (inkl. Kohle)
12.267
10.939
+ 12 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
3
Im Vergleich zum Lagebericht des Vorjahres wurde die physische Erfüllung des französischen Stromfutures von den Terminmarkterlösen zu den
Spotmarkterlösen umgegliedert. Die entsprechenden Vorjahreswerte wurden angepasst.
Die sonstigen Umsatzerlöse lagen mit 12,3 Mio. € um 1,3 Mio. € bzw. um 12 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten.
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf eine Einmalzahlung der ICE-ENDEX im Zusammenhang mit der Kündigung
des Clearing Services Agreements mit der ECC sowie der Einführung einer Wertpapierverwaltungsgebühr seitens ECC.
Detaillierte Umsatzerlöse nach Geschäftsfeld in T€
2013
2012
Veränderung
Umsatzerlöse gesamt
62.219
47.921
+30 %
Strom
4
39.823
29.275
+36 %
Terminmarkt
30.840
22.418
+38 %
Deutschland
30.305
22.157
+37 %
- davon Börsenhandel
16.687
11.134
+50 %
- davon Trade Registration
13.618
11.023
+24 %
Frankreich
499
261
+92 %
- davon Börsenhandel
299
225
+33 %
- davon Trade Registration
200
36
+459 %
Niederlande/Belgien
1
0
n/a
Herkunftsnachweise
8
0
n/a
Trade Registration-Bundle
27
0
n/a
Spotmarkt
8.983
6.858
+31 %
Auktion Deutschland/Österreich
4.760
3.646
+31 %
Auktion Schweiz
580
334
+74 %
Auktion Frankreich
1.299
1.043
+25 %
Intraday Deutschland
508
315
+61 %
Intraday Frankreich
74
43
+72 %
Intraday Schweiz
17
0
n/a

2013
2012
Veränderung
Intraday Österreich
11
1
+1.982 %
Phys. Erfüllung
1.338
1.087
+23 %
Kapazität
395
389
+1 %
Erdgas
*
3.035
1.858
+63 %
Spotmarkt
2.550
1.074
+137 %
Terminmarkt
485
784
-38 %
Emissionen
1.579
853
+85 %
Spotmarkt
1.526
307
+397 %
Terminmarkt
53
546
-90 %
Kohle
0
0,3
-100 %
Terminmarkt
0
0,3
-100 %
Clearing-Kooperationen
5.516
4.995
+10 %
Kooperation APX/ENDEX
2.870
3.510
-18 %
Kooperation Powernext
**
1.758
1.186
+48 %
Kooperation CEGH
264
61
+336 %
Kooperation HUPX
377
239
+58 %
Kooperation PXE
247
0
n/a
Sonstige gesamt
12.267
10.939
+12 %
Jahresentgelte
4.783
4.642
+3 %
Schulungen
829
763
+9 %
Info-Produkte
1.448
1.487
-3 %
Technische Anbindungen
1.931
2.095
-8 %
Geschäftsbesorgung EPEX
1.839
1.838
+0 %
Sonstige
1.438
114
+1.158 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
*
Enthält die Handels- und Clearingerlöse der Spotmarktgebiete NCG, GPL und TTF sowie der Terminmarktgebiete NCG und GPL und die
Handelserlöse aus dem Terminmarktgebiet TTF.
**
Enthält die Clearingerlöse der Spot- und Terminmärkte PEG sowie des Terminmarktgebietes TTF.
4
Im Vergleich zum Lagebericht des Vorjahres wurde die physische Erfüllung des französischen Stromfutures von den Terminmarkterlösen zu den
Spotmarkterlösen umgegliedert. Die entsprechenden Vorjahreswerte wurden angepasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen die Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten sowie Erträge aus der
Zuschreibung von Forderungen. Sie beliefen sich im Jahr 2013 auf 0,6 Mio. € und lagen damit annähernd auf dem Niveau des
Vorjahres (-4 Prozent).
Die Summe der in das Betriebsergebnis eingehenden Aufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche
Aufwendungen) ist im Berichtszeitraum von 42,2 Mio. € auf 51,0 Mio. € und damit um 21 Prozent angestiegen.
Hierbei stieg der Personalaufwand im Berichtszeitraum aufgrund des geplanten Personalabbaus sowie höherer ergebnisabhängiger
Tantiemen von 14,1 Mio. € auf 14,6 Mio. €. Der Vorjahreswert war dabei durch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit
Veränderungen des EEX-Vorstands bereits erhöht.
Die Abschreibungen lagen 2013 mit 4,8 Mio. € um 1,8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren einmalige
außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Kundenstamm in Höhe von 2,0 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen neben Erstattungen von Transaktionsentgelten vor allem aus variablen
Systemkosten sowie den Gemeinkosten der EEX (i.W. Infrastruktur, Beratung und Marketing). Sie sind mit 31,7 Mio. € um 6,6 Mio. €
bzw. 26 Prozent gegenüber Vorjahr gestiegen. Haupttreiber dieser Entwicklung sind einerseits gestiegene umsatzabhängige Kosten
(+2,5 Mio. €) sowie andererseits gestiegene Gemeinkosten (+4,0 Mio. €).
Die aus dem operativen Geschäft resultierenden, volumenabhängigen Aufwendungen für Erstattungen an Market Maker und Broker
sowie an die Eurex im Rahmen der Vertriebs- und Marktkooperation sind im Wesentlichen aufgrund gestiegener Handelsvolumina um
1,7 Mio. € auf 5,4 Mio. € gestiegen. Die variablen Systemkosten, die im Wesentlichen aus den Kosten für die Handels- und
Abwicklungssysteme des EEX-Konzerns bestehen, stiegen, ebenfalls umsatzbedingt, gegenüber Vorjahr um 0,8 Mio. € auf 3,2 Mio. €.
Der Anstieg der Gemeinkosten (+4,0 Mio. €) ist auf gestiegene Beratungskosten im Zusammenhang mit strategischen Projekten, die
Bildung von Rückstellungen für ungewisse Kosten sowie die Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung der IT-Strategie
zurückzuführen.
Das Finanzergebnis ging im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. € auf 0,3 Mio. € zurück. Diese Tatsache ist im
Wesentlichen auf das seit Sommer 2012 deutlich geringere Zinsniveau zurückzuführen.
Mit 5,2 Mio. € erreichten auch die At Equity bewerteten Beteiligungserträge der EPEX den Vorjahreswert von 6,0 Mio. € nicht.
Ursächlich hierfür waren - bedingt durch einen Sondereffekt aus gebildeten Rückstellungen für rechtliche Risiken - gestiegene
Aufwendungen innerhalb der EPEX, welche die positive Umsatzentwicklung übertrafen.
Mit 17,3 Mio. € lag das resultierende Ergebnis vor Steuern (EBT) um 4,2 Mio. € bzw. 32 Prozent über dem Vorjahreswert von 13,1
Mio. € und erreichte damit wieder das Niveau aus 2011.
Die Eigenkapitalrendite vor Steuern ist mit 15 Prozent gegenüber Vorjahr um drei Prozentpunkte angestiegen. Diese berechnet sich
aus dem EBT bezogen auf das durchschnittliche Eigenkapital des Konzerns im Berichtszeitraum.

Die EBT-Marge als Verhältnis des EBT zu den Gesamterträgen (das heißt Umsätze, sonstige betriebliche Erträge und
Beteiligungserträge) betrug 25 Prozent und lag damit um einen Prozentpunkt über dem Vorjahresniveau. In der trotz starker
Umsatzanstiege nur leicht gestiegenen EBT-Marge spiegeln sich die im Jahr 2013 begonnene Expansionsstrategie der EEX und die
damit einhergehenden Investitionen und Projektaufwendungen wider.
Das Ergebnis nach Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. € auf 13,7 Mio. €. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in
Höhe von 3,6 Mio. € beinhalten die zu leistenden Steuerzahlungen und latente Steuern. Der Steueraufwand war im Vorjahr dabei
durch die ertragswirksame Bewertung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge um 1,5 Mio. € vermindert.
Vermögenslage
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Stichtag auf 58,1 Mio. € (Vorjahr: 49,2 Mio. €) und umfassen im Wesentlichen die
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen (EPEX und Cleartrade) in Höhe von 33,3 Mio. € (Vorjahr: 25,5 Mio. €) sowie
die Firmenwerte der ECC und der EEX Power Derivatives GmbH in Höhe von 12,2 Mio. €. Die Veränderung der langfristigen
Vermögenswerte gegenüber dem 31. Dezember 2012 beruht maßgeblich auf dem Zukauf der Anteile an Cleartrade, einem Anstieg der
aktiven latenten Steuern um 1,5 Mio. € sowie einer Zunahme der derivativen Finanzinstrumente um 0,4 Mio. €. In der Position
"derivative Finanzinstrumente" werden die Optionen der ECC mit Fälligkeit von mehr als einem Jahr zum beizulegenden Zeitwert
erfasst. Der Zeitwert wird mittels des aktuellen Börsenpreises der offenen Positionen ermittelt. Da die ECC als zentraler Kontrahent für
die verschiedenen Märkte der EEX-Gruppe agiert, steht diesem Vermögenswert eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gegenüber.
Aufgrund der einmaligen außerplanmäßigen Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (Kundenstamm) sind diese trotz der
Fertigstellung und Aktivierung wesentlicher IT-Systeme um 0,5 Mio. € gesunken.
Die Aktivseite der Bilanz ist maßgeblich geprägt durch kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 882,9 Mio. € (Vorjahr: 759,6 Mio. €).
Darin enthalten waren unter anderem Bankguthaben der ECC aus hinterlegten Barsicherheiten in Höhe von 741,0 Mio. € (Vorjahr:
613,3 Mio. €). Die an das Clearinghaus ECC angeschlossenen Marktteilnehmer erbringen Sicherheitsleistungen, teilweise in Form von
Bardepots, die täglich angepasst werden. Das Geld wird unter der Position "Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung" bilanziert.
Die Sicherheitsleistungen sind im Jahresverlauf stark gestiegen. Diesem Vermögenswert steht eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe
gegenüber.
Weitere wesentliche Positionen unter den kurzfristigen Vermögenswerten waren die Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe
von 64,6 Mio. € (Vorjahr: 74,3 Mio. €), liquide Mittel in Höhe von 58,3 Mio. € (Vorjahr: 55,4 Mio. €) sowie sonstige Vermögenswerte
in Höhe von 16,1 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €).
Die Vermögenswerte wurden finanziert durch Eigenkapital in Höhe von 119,7 Mio. € (Vorjahr: 113,7 Mio. €) sowie Schulden in Höhe
von 821,2 Mio. € (Vorjahr: 695,1 Mio. €). Die Bilanzsumme betrug 940,9 Mio. € (Vorjahr: 808,8 Mio. €).
Die Erhöhung des Eigenkapitals um 6 Mio. € gegenüber Vorjahr ist dadurch bedingt, dass das Ergebnis der Periode die Ausschüttung
übersteigt und Ergebnisse des Vorjahres teilweise thesauriert wurden. Dies zeigt sich im Anstieg der Rücklagen um 4,9 Mio. € und
dem Anstieg der erwirtschafteten Ergebnisse um 0,7 Mio. €. Vom Eigenkapital des EEX-Konzerns entfielen 6,1 Mio. € (+0,4 Mio. €) auf
Minderheiten.
Das Fremdkapital zum 31. Dezember 2013 bestand nahezu vollständig aus kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 820,0 Mio. €
(Vorjahr: 694,8 Mio. €). Zum Stichtag waren langfristige Schulden in Höhe von 1,7 Mio. € verzeichnet (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Der
Anstieg der langfristigen Schulden ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. €
entstanden sind sowie die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten im Vergleich zum Stichtag 2012 um 0,4 Mio. €
zugenommen haben.
Die kurzfristigen Schulden in Höhe von 820,0 Mio. € (Vorjahr: 694,8 Mio. €) enthalten im Wesentlichen die stark angestiegenen
Verbindlichkeiten aus hinterlegten Barsicherheiten der Marktteilnehmer in Höhe von 741,0 Mio. € (Vorjahr: 613,3 Mio. €). Weiterhin
sind unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 66,3 Mio. € (Vorjahr: 76,0 Mio. €), kurzfristige
Rückstellungen von 5,0 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €), derivative Finanzinstrumente von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) sowie sonstige
Verbindlichkeiten in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) enthalten.
Insgesamt investierte die EEX-Gruppe im Berichtsjahr 4,0 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen und erhöhte damit das Investitionsniveau gegenüber Vorjahr. Die wesentlichen Investitionen 2013 erfolgten mit 3,4 Mio.
€ in immaterielle Vermögenswerte. Einen bedeutenden Anteil daran hatten die Investitionen in ein Business Data Warehouse, in einen
neuen Internetauftritt sowie in ein neues System zur Durchführung der Settlementprozesse der ECC. Die weiteren wesentlichen
Maßnahmen und Projekte bezogen sich auf den Ausbau der Transparenzplattform zur Veröffentlichung von Fundamentaldaten im
Rahmen der europäischen Verordnung REMIT, für den Ausbau des Clearings und für die Verbesserung der Konnektivität.
Die Bilanz enthält einige Positionen, welche sich in identischer Höhe auf Aktiv- und Passivseite gegenüberstehen. Im Folgenden wird
die um diese Positionen bereinigte Bilanzsumme hergeleitet. Zum einen stehen den Bankguthaben aus hinterlegten Barsicherheiten in
Höhe von 741,0 Mio. € (Vorjahr: 613,3 Mio. €) in identischer Höhe Verbindlichkeiten aus hinterlegten Barsicherheiten der
Marktteilnehmer gegenüber. Zum anderen sind stichtagsbedingte Verbindlichkeiten und Forderungen aus Lieferung und Leistung von
59,1 Mio. € (Vorjahr: 71,6 Mio. €) enthalten. Hierbei handelt es sich um den stichtagsbedingten Ausweis von Forderungen und
Verbindlichkeiten aus der Nominierung von Strom und Erdgas. Ferner sind die kurz- und langfristigen derivativen Finanzinstrumente
aus Bilanzierung der Zeitwerte der Optionen jeweils auf Aktiv- und Passivseite in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €)
erfasst. Nach Abzug dieser Positionen betrug die bereinigte Bilanzsumme zum Ende des Berichtszeitraums 139,0 Mio. € (Vorjahr:
122,6 Mio. €) und die Eigenkapitalquote (zum Bilanzstichtag) 86 Prozent (Vorjahr: 93 Prozent).
Die Fremdkapitalquote als Anteil der langfristigen und kurzfristigen Schulden an der bereinigten Bilanzsumme betrug 14 Prozent
(Vorjahr: 7 Prozent). Der Konzern konnte mit seinen Einnahmen jederzeit alle Ausgaben decken und erzielte deutliche Überschüsse.
Kreditlinien externer Kreditgeber mussten im Geschäftsjahr nicht genutzt werden und sollen auch 2014 nicht in Anspruch genommen
werden.
Finanzlage
Die Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln ist komfortabel, jedoch im Falle des Clearinghauses ECC geprägt durch hohe
Anforderungen an die haftende Eigenkapitalausstattung gemäß EMIR.

Der Zahlungsmittelbestand stieg von 55,4 Mio. € zum Stichtag 31. Dezember 2012 auf 58,3 Mio. € zum Bilanzstichtag 31. Dezember
2013. Der erwirtschaftete Konzern-Cashflow in Höhe von 2,8 Mio. € wurde maßgeblich gespeist durch den Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von 15,2 Mio. € sowie erhaltene Dividenden von 6,3 Mio. €. Somit konnten einerseits die getätigten
Investitionen von 11,1 Mio. € andererseits die Ausschüttung der EEX von 7,7 Mio. € gedeckt und ein verbleibender Netto-
Zahlungsmittelüberschuss von 2,8 Mio. € generiert werden.
Die EEX-Gruppe erzielte 2013 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 15,2 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Der Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Jahresüberschuss (13,7 Mio. €) ermittelt und um nicht zahlungswirksame Erträge
und Aufwendungen sowie die aus der Veränderung der Bilanzposten abgeleiteten Zahlungsströme bereinigt (indirekte Methode). Diese
Bereinigungen belaufen sich auf insgesamt -1,7 Mio. € und bestehen im Wesentlichen aus der Abnahme von Forderungen,
Verbindlichkeiten und Rückstellungen, den nicht zahlungswirksamen Abschreibungen, dem der EEX noch nicht zugeflossenen EPEX-
Ergebnis 2013 sowie der nicht zahlungswirksamen Bildung von latenten Steuern.
Aus Investitionstätigkeit flossen aus der EEX-Gruppe im Geschäftsjahr 2013 Mittel in Höhe von 4,7 Mio. € ab (Vorjahr: Zufluss von 2,4
Mio. €). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Investitionen in assoziierte Unternehmen (Cleartrade)
zurückzuführen.
Im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit belief sich der Zahlungsmittelabfluss auf 7,7 Mio. € (Vorjahr: 7,8 Mio. €) und
umfasste im Wesentlichen die gezahlte Dividende der EEX für das Geschäftsjahr 2012.
Aufgrund der guten Innenfinanzierungskraft und der komfortablen Finanzmittelausstattung erwartet die EEX-Gruppe für das
Geschäftsjahr 2014 wie schon in den Vorjahren keine Liquiditätsengpässe. Sie kann auch künftig die notwendigen Investitionen
tätigen, die zum Erhalt und weiteren Ausbau der guten Wettbewerbsposition notwendig sind.
Zusammenfassung
Die Geschäftsergebnisse belegen den Erfolg des Konzerns und der ihm angehörigen Gesellschaften. Trotz der gedämpften
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des beschriebenen schwierigen energiewirtschaftlichen Marktumfeldes konnte der Konzern
seine Rentabilität leicht steigern und seine solide Kapitalbasis ausbauen.
5. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2013 wurde weiter Personal aufgebaut. Zum 31. Dezember 2013 belief sich die Mitarbeiterzahl auf 161 verglichen
mit 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Stichtag 2012 (+11 Prozent).
Die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestaltete sich zum 31. Dezember 2013 wie folgt:
Altersklasse
MA-Zahl
Anteil
< 30 Jahre
44
27 %
30 bis 39 Jahre
80
50 %
40 bis 49 Jahre
31
19 %
>/= 50 Jahre
6 4 %
Gesamt
161
100 %
Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (TWh, €, % usw.)
auftreten.
Der Mitarbeiterbestand im Konzern weist eine Akademikerquote von 86 Prozent auf. Diese ergibt sich aus der Anzahl der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Abschluss an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie.
Der Anteil der Mitarbeiterinnen lag zum Stichtag bei 44 Prozent. Von insgesamt 21 Führungspositionen im EEX-Konzern waren zum
Stichtag 7 mit Frauen besetzt.
Für 2014 plant die EEX weiteren Personalaufbau sowie die Wiederaufnahme des Trainee-Programms.
6. Risikomanagement
Der EEX-Konzern verfügt gemäß den Vorgaben des § 91 Abs. 2 AktG über ein alle Geschäftsfelder umfassendes
Risikofrühwarnsystem. Wesentliche Risiken werden hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Das
Risiko-Controlling für alle Konzerngesellschaften wird im Rahmen einer Geschäftsbesorgung durch die ECC wahrgenommen.
Der Vorstand informiert sich regelmäßig über die Risikosituation und berichtet darüber quartalsweise dem Aufsichtsrat. Die
Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand der EEX. Für wesentliche Veränderungen der Risikolage besteht
ein Ad-hoc-Reporting.
Die potenziellen Risikokategorien sind das Adressausfallrisiko, das Marktpreisrisiko, das Liquiditätsrisiko, das operationelle Risiko sowie
das Geschäfts- und Compliance-Risiko.
Adressausfallrisiko
Das Adressausfallrisiko bemisst das Risiko, dass Geschäftspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht
fristgerecht nachkommen können und dies für den Konzern zu einem Verlust führt. Die wesentlichen Adressausfallrisiken treten im
Konzern beider Tochtergesellschaft ECC auf. Die ECC ist ein zentraler Kontrahent im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 12 KWG. Die ECC hat
zudem einen Antrag auf Erteilung einer Lizenz nach der neuen europäischen Regulierung für OTC Derivate, zentrale Gegenparteien
und Transaktionsregister (648/2012) gestellt. In dieser Eigenschaft tritt sie zwischen Käufer und Verkäufer und trägt das Ausfallrisiko
beider Seiten für alle an ihren Märkten abgeschlossenen oder außerbörslich zum Clearing registrierten Geschäfte. Die Risikostrategie
der ECC ist es, dieses Ausfallrisiko jederzeit mit einem hohen Sicherheitsniveau durch ihr Marginsystem, den Clearingfonds sowie
eigene finanzielle Ressourcen zu besichern. An Hand eines regelmäßigen Backtestings wird die Güte des Marginsystems fortlaufend
überprüft. Mit täglichen Stresstests simuliert die ECC das Adressausfallrisiko in extremen, aber plausiblen Marktbedingungen und

passt den Clearingfonds sowie die eigenen finanziellen Ressourcen so an, dass das Adressausfallrisiko auch unter diesen Bedingungen
und gleichzeitigem Ausfall der beiden größten Mitglieder abgedeckt ist.
Ein potenzielles Adressausfallrisiko ergibt sich außerdem in der ECC bei der Anlage der von ihren Teilnehmern erhaltenen
Barsicherheiten. Diese Mittel wurden ausschließlich als Overnight-Anlage bei Förderbanken mit einer aufsichtsrechtlichen
Nullgewichtung angelegt. Zukünftig erfolgt die Anlage als Reverse-Repo-Geschäfte mit anerkannten Instituten gegen
Wertpapiersicherheiten mit höchstmöglicher Bonität und Liquidität.
Geringe Ausfallrisiken resultieren daraus, dass ein Handelsteilnehmer die fälligen Handels- oder Clearingentgelte nicht zahlt. Die
Bonität der Handelsteilnehmer wird fortlaufend an Hand von Finanzkennzahlen sowie - wenn vorhanden - von Ratinginformationen
überwacht. In diesem Rahmen wird auch analysiert, ob sich die Zahlung der Transaktionsentgelte auf einzelne Handelsteilnehmer
konzentriert (Klumpen- bzw. Konzentrationsrisiko).
Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken werden als ungünstige Wertveränderung von Vermögenswerten durch die Änderung bewertungsrelevanter
Marktparameter, wie zum Beispiel Börsenkurse, definiert. Marktpreisrisiken treten aufgrund der grundsätzlich ausgeglichenen
Positionen im Clearinggeschäft nicht auf. Die aus dem übrigen Geschäftsbetrieb resultierenden Marktpreisrisiken (hauptsächlich
Fremdwährungsrisiken) sind unwesentlich und werden situationsgerecht gesteuert.
Liquiditätsrisiko
Als Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der Konzern seinen Zahlungsverpflichtungen zu einem vertraglich vereinbarten
Zeitpunkt nicht nachkommen kann. Aus dem operativen Geschäft entstehen im EEX-Konzern keine wesentlichen
Fristeninkongruenzen. Der Finanzierungsbedarf für laufende Aufwendungen und Investitionen wird im Rahmen der Mittelfristplanung
identifiziert und zeitnah adressiert. Etwaige ungeplante Finanzierungslücken werden durch das Vorhalten von Liquiditätsquellen im
Konzern geschlossen. Das strukturelle Liquiditätsrisiko wird im Rahmen der jährlichen Mittelfristplanung sowie der laufenden
Liquiditätsplanung überwacht. Ziel ist es dabei, die Liquiditätsreserven und Kreditlinien in der Planung so festzulegen, dass in jedem
Fall ausreichend Liquidität zur Verfügung steht.
Bei der ECC wird das Liquiditätsrisiko zusätzlich an Hand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffern, einer rollierenden Zwölf-
Monats-Liquiditätsvorschau sowie der Analyse der Auswirkung von verschiedenen Szenarien der Geschäftsentwicklung (welche durch
den angenommenen Wegfall der Mittelzuflüsse in Form von Transaktionsentgelten auf die Liquidität wirken) gesteuert.
Operationelles Risiko
Als operationelle Risiken werden potenzielle Schäden aus Störungen der verwendeten IT-Systeme, unangemessener Gestaltung
interner Prozesse, Fehlern von Mitarbeitern, Fehlern bzw. Ausfall externer Dienstleister sowie Projektrisiken bezeichnet. Aufgrund des
hohen Automatisierungsgrades bei der Verarbeitung von Geschäftsvorfällen in Verbindung mit einer großen Anzahl von Transaktionen
resultieren wesentliche operative Risiken der EEX-Gruppeaus Störungen der verwendeten IT-Systeme. Da wesentliche Bestandteile
der IT-Systeme durch externe Dienstleister betrieben werden, sind auch Fehler bzw. der Ausfall externer Dienstleister eine
wesentliche Risikoquelle.
Ein wichtiges Ziel der Risikostrategie ist es, operationelle Risiken durch Nutzung anerkannter Methoden der Systementwicklung und
ausführlicher Testverfahren zu minimieren. Die EEX-Gruppe erbringt Kerndienstleistungen selbst oder lässt diese durch ausgewählte,
spezialisierte, externe Partnererbringen. Einzelne Dienstleistungen werden auch durch spezialisierte Unternehmen der Deutsche Börse
AG erbracht. Die Qualität der Dienstleister wird im Rahmen der Auswahlprozesse sowie fortlaufend auf Grundlage vereinbarter Service
Level Agreements überprüft. Backup-Prozesse sind für kritische Geschäftsprozesse implementiert. Durch Prüfungen der internen
Revision sowie dem gezielten Einsatz externer Spezialisten wird die Qualität des internen Kontrollsystems regelmäßig überwacht. Für
alle wesentlichen Prozesse existieren Verfahrensbeschreibungen und Kontrollhandlungen. Diese werden auf Checklisten dokumentiert,
um die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler zu verringern. In einem jährlichen Self-Assessment werden konzernweit operationelle
Risiken identifiziert und bewertet.
Beim Abschluss von Bilanzkreisverträgen werden - soweit verhandelbar - Vorrangregelungen für die Nominierung der ECC angestrebt.
Darüber hinaus besteht eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Fehler aus dem kommerziellen Handeln (E&O-
Versicherung).
Für die laufende Überwachung sowie das Reporting von operativen Schadensfällen wird eine Schadensdatenbank geführt. In dieser
werden alle operativen Vorkommnisse - auch wenn sie zu keinem direkten finanziellen Schaden geführt haben - erfasst und
ausgewertet.
Geschäftsrisiko
Unter Geschäftsrisiko werden die mittel- bis langfristig negativ auf die Ertragslage wirkenden Folgen durch Eintritt neuer
Wettbewerber, regulatorischer oder sonstiger rechtlicher Änderungen, technischer Änderungen oder Änderungen in der
Produktlandschaft zusammengefasst (siehe dazu auch "Bericht über Chancen und Risiken").
Die Überwachung dieser Risiken erfolgt durch die strukturierte Sammlung und Auswertung von Informationen zu Wettbewerbern,
Kunden, Produkten/Märkten sowie Prozessen und Verfahren. Weiterhin werden im Rahmen von Szenariorechnungen die
Ertragsauswirkungen von bestimmten Preis- und Volumenveränderungen berechnet (zur Umsatz- und Ergebnissensitivität siehe auch
"Konzernausblick und Prognosebericht").
Compliance Risiko
Die EEX ist potenziellen Compliance-Risiken vor allem im Bereich Umsatzsteuerbetrug, Vertrauensschäden aus unberechtigter
Veröffentlichung von Informationen sowie aus dem Missbrauch durch Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ausgesetzt.
Die ECC wickelt alle Geschäfte über Clearingmitglieder ab. Diese Institute unterliegen den Regelungen des KWG (oder anderer
äquivalenter europäischer Bestimmungen), welche die Einrichtung von Maßnahmen gegen diese Risiken vorsehen. Für die ECC besteht

daher ein geringes Risiko, zu Zwecken der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Betrug missbraucht zu werden. Das Risiko wird
in einer Risikoanalyse jährlich neu bewertet.
Durch Know-Your-Customer-Maßnahmen sollen auffällige Kontrahenten in der Geschäftsanbahnungsphase identifiziert werden. Bei
berechtigten Zweifeln im Zulassungsprozess wird eine Entscheidung des Vorstands oder des CRO ausgelöst. Ergänzend werden
laufende Überwachungsprozesse durch die Handelsüberwachungsstelle durchgeführt.
Sensible und schutzbedürftige Informationen sind gemäß den internen Anweisungen vertraulich zu behandeln und vor fremdem
Zugriff zu schützen. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten wurden für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem
Wohlverhaltensregelungen erlassen.
Risikodeckungsmasse
Als Risikodeckungsmasse stehen das Eigenkapital sowie der Jahresüberschuss zur Verfügung. In aggregierter Sicht sind derzeit keine
Risiken erkennbar, welche nicht durch die vorhandene Risikodeckungsmasse sowie das Marginsystem abgedeckt werden.
Zusammenfassung
Die Risikoanalyse für das Geschäftsjahr 2013 wies weder eine Bestandsgefährdung durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte
Risikoposition auf. Für das kommende Geschäftsjahr 2014 wird keine wesentliche Änderung des Risikoprofils des EEX-Konzerns
erwartet.
7. Forschung und Entwicklung
Als Dienstleistungsunternehmen hat die EEX-Gruppe keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, wie sie vergleichsweise bei
produzierenden Unternehmen anzutreffen sind. Auf Neuentwicklungen von Produkten und Dienstleistungen wird an anderer Stelle
näher eingegangen.
8. Konzernausblick und Prognosebericht
Dem sich aus regulatorischer Unsicherheit, steigenden Kundenbedürfnissen sowie der zunehmenden Professionalisierung der Börsen
und der anhaltenden Konsolidierung der Börsenlandschaft ergebenden Wettbewerbsdruck stellt sich die EEX-Gruppe weiterhin mit
Optimismus. Dieser beruht auf der wettbewerbsfähigen Wertschöpfungskette innerhalb der EEX, die sich durch liquide Handelsplätze
und kostengünstige Clearinglösungen auszeichnet. Die EEX hat sich zum Ziel gesetzt, ambitionierte Wachstumsraten zu erzielen und
so ihre Marktanteile bis 2019 zu steigern.
Die EEX-Gruppe will ihre Stellung als führende integrierte Energiebörse in Europa weiter ausbauen. Dabei setzt sie weiterhin auf
Diversifikation in weitere Geschäftsfelder neben Strom, das heißt den Ausbau des Erdgas- und Emissionsmarktes, die Stärkung der
Bereiche Clearing und Info-Produkte sowie den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Die Weiterentwicklung von Märkten zusammen mit
Partnern und durch Kooperationen sowie der Ausbau der Produkt- und Dienstleistungspalette gewinnen in Anbetracht der aktuellen
Marktentwicklungen zunehmend an Bedeutung.
Als Vorreiter für Trends wird die EEX-Gruppe ihr Produktangebot erweitern und die Vorlaufzeit zur Einführung neuer Produkte weiter
optimieren. Sie beabsichtigt, ihr Produktangebot im Terminmarkt für Strom mit dem Ziel auszuweiten, für alle wichtigen
kontinentaleuropäischen Strommärkte börsennotierte Terminmarktprodukte anzubieten. Zusätzlich soll für alle diese Märkte auch die
Registrierung von außerbörslich gehandelten Produkten zum Clearing möglich sein.
Auch am Gasmarkt plant die EGEX im Rahmen der PEGAS-Kooperation mit der französischen Powernext eine deutliche Ausweitung
ihres Produktangebotes. Hier wird das Ziel verfolgt, in allen großen Gasmarktgebieten entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung
zu stellen. Die Expansion bezieht sich hier zunächst auf West-, Süd- und Nordeuropa.
Darüber hinaus wird sich die EEX-Gruppe um den Betrieb der permanenten Plattform zur Durchführung der Primärmarktauktionen der
3. Handelsperiode des EU-Emissionshandelssystems bewerben. Eine Entscheidung über den Zuschlag zum Betrieb dieser Plattform
fällt voraussichtlich im Herbst 2014. Derzeit betreibt die EEX-Gruppe erfolgreich die vorläufigen Plattformen zur Durchführung der
Primärmarktauktionen der 3. Handelsperiode des EU-Emissionshandelssystems (EU und 26 Mitgliedstaaten) sowie für Polen. Weiterhin
hat die EEX-Gruppe bereits den Zuschlag zum Betrieb der permanenten Auktionsplattform für Deutschland erhalten und führt die
entsprechenden Auktionen ohne Probleme durch.
Die EEX plant weiterhin, in neue Geschäftsfelder zu investieren. So sollen nach der Einführung von Herkunftsnachweisen für Strom im
Juni 2013 künftig auch Wetterderivate angeboten werden. Wetterderivate sind Terminmarktprodukte, die meteorologische Daten (z.B.
Windmengen, Temperaturen) als Basiswert verwenden. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung erneuerbarer Energien steigt die
Abhängigkeit der Energieerzeuger von externen Wettereinflüssen und damit der Bedarf, sich gegen unerwartete Wetterentwicklungen
abzusichern. Hierin sieht die EEX für sich Entwicklungspotenzial. Zudem ermöglicht der Beteiligungserwerb an Cleartrade der EEX
Gruppe den Einstieg in die Märkte für Frachtkontrakte, Schiffsdiesel, Eisenerz und Düngemittel. Die Ertragsentwicklung in diesen
Märkten wird im Geschäftsjahr 2014 weiterhin dynamisch verlaufen. Somit erwartet der Vorstand der EEX, dass sich der positive
Wachstumstrend der Märkte der Cleartrade fortsetzen wird.
Durch die Erweiterungen des Produktangebotes und das zunehmende Angebot von finanziellen Produkten wird die Notwendigkeit für
Teilnehmer reduziert, an mehreren Börsen zu handeln bzw. ihre Geschäfte über mehrere zentrale Kontrahenten abzuwickeln. Um dem
zunehmenden Wettbewerb zu begegnen, wird die EEX außerdem ihr Preismodell flexibler gestalten und möglichen Preiskämpfen mit
einem verbesserten Serviceangebot begegnen. So wurde unter anderem beschlossen, das Preisverzeichnis ab 2014 anzupassen mit
dem Ziel, durch neue Mitgliedschaften und einem vereinfachten Angebot an technischen Anbindungen noch wettbewerbsfähiger zu
werden und Markteintrittsbarrieren insbesondere für kleinere Kunden zu senken. Ganz im Sinne einer kundenorientierten Ausrichtung
wird die EEX auch das sonstige Dienstleistungsangebot - insbesondere durch flexible Handelssysteme und vereinfachte
Zulassungsprozesse - kontinuierlich verbessern und damit das vorhandene Kundenpotenzial besser ausschöpfen sowie neue Kunden
hinzugewinnen.
Nicht zuletzt werden die EEX und ECC das Partnerschaftsmodell weiter pflegen und - wenn wirtschaftlich sinnvoll und möglich -
erweitern. Auch 2014 plant die ECC, Clearingdienstleistungen für weitere europäische Börsen zu übernehmen.

Zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition treibt die EEX fortwährend die interne Komplexitätsreduktion und die Effizienzsteigerung
voran. 2014 werden die internen Prozesse sowie die IT-Infrastruktur, zum Beispiel durch eine weitere Konsolidierung der diversen
Business-Applikationen, weiter verbessert und vereinfacht.
Der Haupterlösbeitrag wird auch 2014 durch den Terminmarkt für Strom geleistet. Durch die Fortführung des Umsatzwachstums vor
allem im Rahmen der PEGAS-Kooperation sowie auch der Clearingkooperationen und durch den Volljahreseffekt einer Preiserhöhung
für das Clearing der Spotmärkte für Strom (umgesetzt zum 1. Juni 2013) werden die planmäßig entfallenden Erlöse aus der
Beendigung der Kooperation mit der APX/ENDEX nahezu kompensiert und die Diversifikationsstrategie der EEX vorangetrieben. Die
Umsatzerlöse werden in einer Bandbreite von 57,9 Mio. € bis 60,8 Mio. € und damit leicht unter dem Niveau von 2013 erwartet. Bei
der Ermittlung der Bandbreite wurde ein Auf- bzw. Abschlag von 3 Prozent auf die Planerlöse 2014 vorgenommen.
Die für das Jahr 2013 angenommene Bandbreite der Umsatzerlöse in Höhe von 50,0 Mio. € bis 52,4 Mio. € wurde aufgrund der
erfolgreichen Entwicklung des Terminmarktes für Strom sowie des Spotmarktes für Strom übertroffen.
Durch überwiegend stabil gehaltene Gemeinkostenpositionen, die Kürzung des Projektaufwands und die Fortsetzung des aktiven
Kostenmanagements werden die nicht variablen Aufwendungen 2014 um ca. 2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres erwartet.
Dennoch entstehen 2014 und 2015 u.a. im Rahmen der Umsetzung der IT-Strategie einmalige Aufwendungen für die
Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Infrastruktur und -prozesse, sowie infolge der Einführung eines Business Data Warehouses
und neuer Produkte entsprechende notwendige Aufwendungen, um zukünftige Umsatzsteigerungen und Skaleneffekte zu erzielen.
Auch bei den Abschreibungen wird durch die erforderlichen Investitionen in Software und Systeme mit einem Anstieg gerechnet. Der
Personalaufwand wird im Zuge geplanter Neueinstellungen für Markt- und Produktentwicklung und durch Gehaltsanpassungen
moderat steigen.
Abhängig von der Entwicklung der Umsatzerlöse rechnet die EEX-Gruppe mit einem EBT in einer Bandbreite (ebenfalls Planwert +/- 3
Prozent) von 13,8 Mio. € bis 16,2 Mio. €. Das Ergebnisniveau aus 2013 soll plangemäß erst ab 2015 wieder erreicht werden.
Das für das Jahr 2013 erwartete Ergebnis wurde aufgrund der positiven Entwicklung der Umsatzerlöse ebenfalls übertroffen. Die
Bandbreite betrug 10,3 Mio. € bis 12,3 Mio. €.
Sensitivität
Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass sich ein Umsatzerlösrückgang von 10 Prozent gegenüber Plan in einem ca. 29-prozentigen
Ergebnisrückgang widerspiegeln würde. Dabei wurde unter anderem unterstellt, dass die variablen Kosten sich entsprechend der
Transaktionserlöse entwickeln und die Investitionen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf ein Niveau gesenkt werden
können, mit dem alle vertraglich gebundenen Verpflichtungen erfüllt und die geschäftskritischen bzw. betriebsnotwendigen Ausgaben
gedeckt werden.
Es könnte ein ca. 30-prozentiger Umsatzrückgang hingenommen werden, ohne dass ein negatives Ergebnis erzielt werden würde.
9. Bericht über Chancen und Risiken
Wettbewerbsumfeld
Energiewende, Wettbewerbsdruck und die drohende Finanzmarkt- und Energiemarktregulierung werden voraussichtlich auch 2014 für
ein unsicheres Marktumfeld sorgen und den Handel an der EEX prägen.
Das aktuelle Marktumfeld ist unter anderem von folgenden für Energiebörsen relevanten Trends geprägt: zunehmende Reife des
Energiehandels in Europa, Professionalisierung von Börsenplätzen, wachsende Ansprüche auf Kundenseite und zunehmende
Bedeutung des Clearings u.a. aufgrund von steigendem Risikobewusstsein und regulatorischen Anforderungen.
Die zunehmende Standardisierung von Produkten, der Eintritt global agierender Börsen in den Markt und ein steigender Anteil von
Finanzakteuren am Handel spiegeln die zunehmende Reife der Märkte wider. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbs- und Preisdruck. Im
Zuge des Wettbewerbs und des technischen Fortschritts sind die Kundenbedürfnisse an die Angebotspalette, Preise und technischen
Standards gestiegen und lassen die Börsen immer professioneller werden. Das steigende Risikobewusstsein der Marktakteure sowie
neue Regulierungsvorschriften (u.a. EMIR, MiFID II) steigern die Bedeutung und den Nutzen von zentralen (Clearing-)Kontrahenten.
Durch neue Regulierungsvorschriften ist weiterhin eine zunehmende Konvergenz der Geschäftsmodelle von Broker- und
Börsenhandelsplätzen mit der entsprechenden Intensivierung des Wettbewerbs möglich.
Chancen und Risiken
Die Entspannung der finanzmarktpolitischen Situation im für die EEX maßgeblichen Euroraum, die Erholung der Konjunktur in Europa
sowie starke Finanzmärkte sind für das Erreichen der Wachstumsziele der EEX von großer Bedeutung und dürften zu positiven
Impulsen bei den Handelsvolumina in allen Marktsegmenten und zur Steigerung der Ergebnisse der EEX beitragen.
2013 erholte sich der Terminhandel am Strommarkt der EEX gegenüber den schwächeren Handelsvolumen in den Jahren 2011 und
2012 wieder deutlich. Dies ist wesentlich in der verbesserten technischen Infrastruktur der EEX, der verbesserten Konnektivität sowie
enger Spreads (also der Spanne zwischen den Preisgeboten für Kauf und Verkauf im Orderbuch) im Börsenbereich begründet. Die
hieraus resultierende erhöhte Grundliquidität kann gepaart mit stabilen politischen Rahmenbedingungen zu steigendem Vertrauen der
Handelsteilnehmer in den Markt und damit zu einem weiter steigenden Marktanteil der EEX im deutschen Terminmarkt für Strom
führen. Zusammen mit der geplanten Ausweitung des Produktportfolios auf weitere europäische Marktgebiete besteht hier gutes
Wachstumspotenzial. Entscheidend hierfür wird die Herstellung energiepolitischer Stabilität und Verlässlichkeit sein. Dann besteht
großes Potenzial darin, zunehmend Marktanteile aus dem außerbörslichen, ungeclearten Markt an den börslichen Markt bzw. in die
Abwicklung und das Clearing durch die ECC zu überführen.
Beim Handel mit Erdgas ergibt sich insbesondere durch die PEGAS-Kooperation und die oben genannte Expansion in weitere
europäische Gasmarktgebiete erhebliches Wachstumspotenzial. Auch die Verbesserung der Liquidität und der Qualität der Spreads in
den bereits angebotenen Produkten - insbesondere seit Beginn der PEGAS-Kooperation - äußerten sich bereits 2013 in gestiegenen
Handelsvolumen. Gemäß dem Grundsatz "Liquidität zieht Liquidität" kann von einem weiteren Wachstum vor allem der deutschen
Marktgebiete ausgegangen werden.

Zusätzliches Erlöspotenzial im Markt für Emissionsberechtigungen ergäbe sich unter anderem im Fall des Gewinns der Ausschreibung
für die permanente, europäische Auktionsplattformen der 3. Handelsperiode des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS).
Hieraus entsteht weiterhin die Möglichkeit, im Sekundärmarkt Marktanteile zu gewinnen und die Position gegenüber dem
Hauptkonkurrenten ICE zu stärken. Demgegenüber bedeutet der Verlust der europäischen Auktionsplattform auch das Risiko der
Austrocknung des Sekundärmarktes der EEX. Ein weiteres Risiko für den Emissionsmarkt besteht in dem Ausbleibendes die Märkte
belebenden Effektes aus dem vorübergehenden Zurückhalten von Emissionsberechtigungen ("Backloading"). Die EU beabsichtigt
durch eine vorübergehende Verknappung des Angebots an Emissionszertifikaten (um voraussichtlich 900 Mio. Stück) die
Voraussetzung für eine Erhöhung der Preise für Emissionsberechtigungen zu schaffen und damit der Wirksamkeit dieses
wirtschaftspolitischen Instruments zu erhöhen.
Der Erwerb der Anteile an Cleartrade ermöglicht es der EEX Gruppe, die Erlösdiversifikation weiter voranzutreiben. Zusätzlich hierzu
wird die Hebung von Synergiepotenzialen in den Funktionsbereichen Vertrieb, Clearing und IT angestrebt.
Schließlich birgt die zunehmende Bedeutung des Clearings, das heißt die Abwicklung von Termingeschäften über zentrale
Kontrahenten, zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten für die EEX-Gruppe. Die Vorteile des Clearings über zentrale Kontrahenten sind
aufgrund der Diskussion über Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise verstärkt in die regulatorische und öffentliche Wahrnehmung
gerückt. Dies bietet Chancen, den Anteil geclearter Geschäfte am gesamten Handelsvolumen zu erhöhen. Hierfür sind Änderungen
regulatorischer Rahmenbedingungen, wie beispielsweise durch EMIR, keine zwingende Voraussetzung. Entscheidend ist vielmehr, dass
Handelsteilnehmer die Vorteile geclearter Geschäfte erkennen und nutzen. Eine transparente Darstellung der Kostenvorteile durch die
ECC sowohl gegenüber Handelsteilnehmern als auch gegenüber politischen Institutionen bietet daher zusammen mit der stetigen
Erweiterung der Clearingdienstleistungen (geografisch wie quantitativ) die Chance, das Volumen der durch die ECC abgewickelten
Geschäfte deutlich und nachhaltig zu steigern.
Die wichtigsten Risiken für die Geschäftsentwicklung der EEX-Gruppe ergeben sich aus den drei Bereichen Regulierung im Finanz- und
Energiesektor, Marktdesign des Strommarktes- und Wettbewerbsintensivierung.
Das größte Risiko für die EEX sieht der Vorstand im Wegfall der Generalausnahme für den Warenterminhandel im Rahmen der
Überarbeitung der EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und der damit verbundenen regulatorischen
Änderungen. Aspekte, wie eingeschränkte Ausnahmetatbestände und eine damit einhergehende mögliche Pflicht zum Erwerb einer
Finanzdienstleistungslizenz (mit entsprechender Eigenkapitalunterlegung und weiterer Pflichten, Positionsobergrenzen und
Querverknüpfungen der Definition von Finanzinstrumenten zu anderen Bereichen der Finanzmarktregulierung) können zu allgemeiner
Handelszurückhaltung der Akteure und gegebenenfalls zu einer möglichen Verlagerung von Volumina weg von der Börse hin zu
weniger regulierten bzw. standardisierten Plattformen führen. So kann zum Beispiel eine größere negative Auswirkung darin liegen,
dass Handelsteilnehmer zwar gemäß EMIR zum Clearing verpflichtet werden ("Zwangsclearing"), aber gleichzeitig nicht in der Lage
sind, die damit verbundenen notwendigen Sicherheitsanforderungen der zentralen Kontrahenten zu erbringen oder die Vorgaben zur
Handelstransparenz zu erfüllen. Gleichzeitig können durch das Zwangsclearing aber auch - für die EEX-Gruppe positive -
Substitutionseffekte zwischen gecleartem und ungecleartem Markt auftreten. Da das Vorliegen eines Finanzinstruments eine
Voraussetzung für die Clearingpflicht in EMIR darstellt, geht Unsicherheit von der noch unklaren Definition von Finanzinstrumenten in
der künftigen Version der EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) aus.
Weiterhin wird im Rahmen der Regulierung beabsichtigt, sogenannte Organisierte Handelsplattformen (OTFs) zu schaffen und in die
Überwachung einzubeziehen. Somit würden auch Brokerplattformen und die darauf abgeschlossenen Termingeschäfte teilweise der
künftigen MiFID II / MiFIR unterliegen. In Bezug auf über OTFs gehandelten Strom- und Gaskontrakte mit verpflichtender physischer
Erfüllung wird dabei jedoch eine Ausnahme in der Definition von Finanzinstrumenten geschaffen, was zu einer regulatorischen
Ungleichbehandlung von Märkten führen und entsprechende regulatorische Arbitragemöglichkeiten bieten wird. Hiermit verbunden ist
eine mögliche Verlagerung von Handelsvolumen zu Ungunsten der Börsenplätze. Auch die eventuelle Einführung einer
Finanztransaktionssteuer in Deutschland birgt für die EEX erhebliche Risiken. Geplant ist, den Nominalwert jedes in Deutschland
abgeschlossenen Termingeschäftes pauschal zu besteuern. Aufgrund der vergleichsweise hohen Nominalwerte, beispielsweise eines
Phelix-Jahresfutures, kann die Finanztransaktionssteuer zu einer Verringerung des Handelsinteresses führen. Derzeit ist allerdings
nicht absehbar, ob Energieprodukte als Warentermingeschäfte definiert werden. Auch wenn die den Energie- bzw. Finanzmarkt
regulierenden Gesetzesvorhaben im Jahr 2014 nicht umfassend Gesetzeskraft erlangen werden bzw. abschließend Anwendung finden,
können sich die Vorhaben mittelbar auf das Geschäft der EEX-Gruppe auswirken, wenn Marktakteure bestimmte Entwicklungen
antizipieren und eine abwartende Haltung einnehmen.
Ebenfalls ein signifikantes Risiko besteht in möglichen Strukturbrüchen im Energiehandel, die das Geschäftsmodell erheblich
beeinträchtigen und zu einem Verfehlen der Wachstumsziele beim Haupterlösträger Strom führen könnten. Die im Zuge der
Energiewende im Frühjahr 2011 begonnene und nach der Bundestagswahl 2013 wieder intensiver geführte Debatte über das
Marktdesign ist maßgebend für den Strommarkt. Bereits die Diskussion über marktferne Eingriffe wie die Einführung von
Kapazitätsmärkten oder verkleinerter Preiszonen können die Unsicherheit der Handelsteilnehmer verstärken und zu einem Rückgang
der börslichen Handelsaktivitäten vor allem in der langen Frist führen. Insbesondere mangelt es an einem verlässlichen
energiepolitischen Ordnungsrahmen, der langfristige Planungssicherheit bietet. Stattdessen wird der Strommarkt vermehrt
regulatorischen Einzelmaßnahmen unterworfen und wettbewerbliche Komponenten werden eingeschränkt. Derartige Eingriffe in das
Marktdesign können die Rolle von marktbasierten Börsenpreisen wie dem Phelixals Referenzpreis bedrohen. Dessen Benchmark-
Funktion wäre auch gefährdet, wenn es nicht gelingt, erneuerbare Energien stärker in den Markt zu integrieren und Anreize dafür zu
schaffen, dass sich die Einspeisung von erneuerbaren Energien an Marktpreisen und damit am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Schließlich sorgen die zunehmenden nationalen Alleingänge dafür, dass die Potenziale der marktbasierten europäischen Integration
nicht vollständig erschlossen werden können. Es besteht sogar das Risiko, dass die Errungenschaften der Liberalisierung -
insbesondere das Zusammenwachsen der europäischen Strommärkte - in Frage gestellt und nachhaltig beeinträchtigt werden.
Ein weiteres erhebliches Risiko besteht in dem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck. In Zukunft sind eine weitere
Intensivierung des Wettbewerbs - möglicherweise in Form von Preiskämpfen insbesondere am Terminmarkt für Strom - und eine
fortschreitende Konsolidierung sowie Verringerung der Anzahl von Börsen in Europa im Energiesektor zu erwarten. Darüber hinaus ist
der Eintritt von US-amerikanischen Terminmarktbörsen in die Märkte der EEX vorhersehbar. So hat die ICE das Erdgas- und
Stromtermingeschäft der niederländischen Energiebörse APX/ENDEX sowie den Börsenbetreiber NYSE Euronext übernommen. Durch
neue Regulierungsvorschriften ist weiterhin eine zunehmende Konvergenz der Geschäftsmodelle von Broker- und
Börsenhandelsplätzen mit der entsprechenden Intensivierung des Wettbewerbs möglich. Der Eintritt von Wettbewerbern sowohl in die
Bestandsmärkte als auch die Wachstumsmärkte der EEX birgt für die EEX das Risiko, Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung der
europäischen Energiemärkte zu verlieren und die eigenen wirtschaftlichen Ziele nicht zu erreichen.

Insgesamt sieht sich die EEX angesichts ihres innovativen und diversifizierten Produkt- und Dienstleistungsangebots sowie ihrer
Ertragskraft und finanziellen Stabilität gut gerüstet, um ihre angestrebten Ziele zu erreichen und ihre Position im verschärften
Wettbewerb zu verteidigen.
10. Sonstige Angaben
Der Konzernabschluss 2013 der European Energy Exchange AG, Leipzig, und ihrer Tochtergesellschaften wurde in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Boards (IASB), wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzernlagebericht wurde auf Grundlage des § 315 HGB erstellt. Die Erstellung
des Konzernlageberichts erfolgte im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 20.
Die EEX als Mutterunternehmen des Konzerns ist nicht börsennotiert und nimmt keinen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7
des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes durch von ihr ausgegebene stimmberechtigte Aktien in Anspruch.
Aktionärs- und Kapitalstruktur der EEX
Das gezeichnete Kapital der EEX setzt sich aus 40.050.000 auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert
von 1 € je Aktie zusammen. Eigene Aktien wurden von der Gesellschaft im gesamten Geschäftsjahr 2013 nicht gehalten.
Seit 2011 ist die Eurex Zürich AG mit derzeit 62,57 Prozent Mehrheitsaktionärin der EEX. Sie ist die einzige Aktionärin mit einer
Beteiligung von über 10 Prozent am Kapital der Gesellschaft.
Im Jahr 2013 haben einige Minderheitsaktionäre mit einem Gesamtanteil von 2,3 Prozent am gezeichneten Kapital ihre
Verkaufsabsicht erklärt. Die entsprechenden Aktienübertragungen waren zum Bilanzstichtag noch nicht umgesetzt.
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Angaben basieren auf gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und
Prognosen des Vorstands sowie auf ihm derzeit verfügbare Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind
vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung zur Aktualisierung der in
diesem Bericht getätigten, zukunftsgerichteten Aussagen.
11. Nachtragsbericht
Im Januar 2014 hat die EEX AG mit 52 Prozent die Mehrheit der Stimmrechte an der Cleartrade Exchange Pte. Ltd. erhalten und wird
diese zum Stichtag 1. Januar 2014 als Tochtergesellschaft in den EEX Konzernabschluss aufnehmen.
Leipzig, 13. März 2014
Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender, CEO
Steffen Köhler, Vorstandsmitglied, COO
Dr. Thomas Siegl, Vorstandsmitglied, CRO
Iris Weidinger, Vorstandsmitglied, CFO
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der European Energy Exchange AG, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-
Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalentwicklung und Konzernanhang -
sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von
Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1
HGB anzuwenden den handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den
Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der
anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen
über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 13. März 2014
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mock, Wirtschaftsprüfer
Müller, Wirtschaftsprüfer