Bundesanzeiger
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V.-Datum
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG
Dresden
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis
zum 31.12.2009
01.07.2010
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG
Dresden
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009
Der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG Konzern, Dresden (ZMDI-Konzern), setzt sich zum 31. Dezember 2009 aus der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, der ZMD America Inc., der ZMD Eastern Europe EOOD, Bulgarien, der ZMD Fareast Limited, Hongkong
zusammen sowie der ZMD Microchip Design Akademie GmbH, Dresden. Der ZMDI-Konzern verfügt über Vertriebsbüros im US-
amerikanischen Melville (New York), Pocatello (Idaho), in Tokio (Vertriebsniederlassung in Japan), in Shenzen (China), Hsinchu
(Taiwan), Paris, Düsseldorf, München und in Stuttgart sowie über Design-Center im US-amerikanischen Madison (Wisconsin), in Varna
(Bulgarien), in Dresden, München und Stuttgart.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße 28.
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und
Baugruppen sowie Sensoren, Mikroelektronikmodule und Mikrosysteme.
1. Wirtschaftliches Umfeld
Im Geschäftsjahr 2009 befand sich die Weltwirtschaft in einer der größten Krisen seit über 40 Jahren. Auslöser war die Subprime Krise,
die dann in eine globale Finanzmarktkrise mündete. Hohe Rohstoffpreise waren ein weiteres Merkmal der Krise. Ein Übergreifen auf die
Realwirtschaft wurde seit Ende 2008 evident. Das Wachstum des gesamten Halbleitermarkts im Geschäftsjahr 2009 war dann auch für
das Gesamtjahr mit minus 9 % negativ. Der Halbleitermarkt schrumpfte auf Mrd. USD 226 (Vorjahr : Mrd. USD 249). Gemäß WSTS
(World Semiconductor Trade Statistics) schrumpfte der Halbleitermarkt in Europa sogar um 22 % gegenüber dem Vorjahr.
Der für den ZMDI-Konzern relevante analoge Halbleitermarkt schrumpfte auch im Gesamtjahr um 10 % auf ein Volumen von Mrd. USD
32 (Vorjahr : Mrd. USD 35,6). Auf EUR-Basis schrumpfte der Markt sogar um 20 %.
2. Signifikante Entwicklungendes ZMDI-Konzerns im Geschäftsjahr 2009
Der ZMDI-Konzern erzielte 2009 einen Umsatz von Mio. EUR 43,3 (Vorjahr: Mio. EUR 55,9).
In der Business Line Automotive SoC schrumpfte der Umsatz mit Mio. EUR 2,4 nur leicht gegenüber dem Vorjahr und war damit immer
noch besser als der Markt. Im 1. und 2. Quartal brach der Umsatz im Automotive Bereich stark ein und konnte sich im 4. Quartal jedoch
wieder deutlich erholen.
Im Geschäftsbereich Sensor Signal Conditioner, der in der Business Line Medical aus den USA-Büros in Melville, N.Y. und Madison,
Wisconsin betrieben wird, erhöhte sich der Umsatz um 30 % auf jetzt Mio. EUR 2,5. Ursächlich hierfür waren Verschiebungen von
Entwicklungen bei Hauptkunden aus den Vorjahren, die 2009 erstmals begannen, Umsatz zu generieren.
In dem Geschäftsbereich Medical schrumpfte der Umsatz mit 32 % am stärksten. Ursächlich hierfür waren die signifikanten Rückgänge
im High-End-Hörgerätemarkt sowie im US-amerikanischen Markt für Sitzerkennung. Die Business Line Medical wird seit Ende 2008 aus
einem neuen Büro in Pocatello, Idaho/USA, gemanagt.
Die Geschäftsbereiche Sensor Signal Conditioner und Medical wurden seit Mitte 2009 im Zuge der Neuausrichtung des USA-Geschäftes
zur Business Line Medical zusammengelegt und gesamtverantwortlich aus dem Büro in Pocatello geführt.
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des ZMDI-Konzerns in Richtung Standardprodukte wurde die Business Line „Standard
Components“ etabliert, die die früheren Business Line OSIR, Bus Interface und die neuen Geschäftsbereiche ADC (Analog Digital
Converter) und Power Management beinhaltet.
Der Umsatz des Bereichs OSIR, der von Dresden aus betrieben wird, wuchs mit Mio. EUR 0,4 (10,8 %) leicht gegenüber dem Vorja
hresumsatz von Mio. EUR 3,7 auf Mio. EUR 4,1 und damit auch deutlich besser als der Markt.
Der Umsatz des Bereiches Bus Interface verlief 2009 aufgrund des starken Nachfragerückgangs im Industriebereich um Mio. EUR 1,1
rückläufig im Vergleich zum Vorjahr.
Die neu etablierten Bereiche ADC und Power Management, welches aus München heraus betrieben wird, konnten erwartungsgemäß
noch keinen Beitrag zum Umsatz leisten.
Der Mitarbeiterstand des ZMDI-Konzerns betrug im Jahresdurchschnitt 2009 285 Mitarbeiter (262 Mitarbeiter im Vorjahr).
2.1 Geschäftsverlauf nach Geschäftsfeldern und geographischen Märkten
Umsatzerlöse der Geschäftsfelder

2009
2008
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
ASIC
36,4
84,1
47,7
85,3
ASSP
6,9
15,9
8,2
14,7
43,3
100,0
55,9
100,0
Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
2009
2008
Mio. EUR
%
Mio. EUR
%
Inland
9,0
20,8
15,0
26,8
Ausland
34,5
79,7
41,1
73,6
./. Erlösschmälerungen
(0,2)
(0,5)
(0,2)
(0,4)
43,3
100,0
55,9
100,0
2.2 Produktentwicklung
Die Entwicklungsaktivitäten am Standort Bulgarien (ZMD Eastern Europe EOOD) wurden weiter ausgebaut und auf die Zusammenarbeit
mit der ZMD AG im Bereich der praxisnahen Entwicklung fokussiert. Das Engagement bei internationalen Kooperationen und Netzwerken
zur Verbesserung der Entwicklungseffizienz im Analog Mixed-Signal Bereich wurde fortgeführt und die führende Rolle des ZMDI-
Konzerns in dem 2008 gegründetem Konsortium für automatisierten analogen Schaltungskreisentwurf aus Industrie - und
Forschungspartnern etabliert.
Die methodische Kompetenz des ZMDI-Konzerns im Analog Mixed-Signal Bereich wurde 2009 durch Auszeichnungen auf internationalen
Fachkonferenzen beispielhaft belegt.
Das 2008 gestartete „1st Time Right“-Programm mit dem Ziel, Verbesserungen in der Design-Methodik und den Entwicklungsprozessen
nachhaltig zu verankern, wurde 2009 erfolgreich weitergeführt.
Des Weiteren realisiert der ZMDI-Konzern inzwischen einen Großteil seiner Produkte in neuen Technologien, um so den steigenden
Wettbewerbsdruck besser beherrschen zu können. Die Einführung neuer Technologien wurde begleitet durch die parallele Einführung
eines „Peer Review Systems“, das die nachhaltige Umsetzung des Entwicklungsprozesses gewährleistet und eine Standardisierung von
Know-how bewirken soll.
Darüber hinaus hat der ZMDI-Konzern die Kompetenz in den Bereichen Hochsprachen-Modellierung zur Optimierung von
Systemarchitekturen und physikalischen Effekten weiter gestärkt. Durch die konsequente Team-Entwicklung und die Fokussierung auf
das Projektmanagement konnten 2009 exzellente „Time-to-Market“-Ergebnisse erzielt werden.
2.3 Qualitäts- und Umweltmanagement
Der ZMDI-Konzern unterhält ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem.
Umweltmanagement:
Die Zertifizierung nach der Umweltnorm DIN EN ISO 14001:2004 wurde für die ZMD AG erneut erfolgreich im Februar 2009 erreicht.
Der ZMDI-Konzern nimmt an dem IDMS-Programm seit mehr als einem Jahrzehnt teil und kooperiert mit Partnern, die RoHs-konform
sind.
Qualitätsmanagement:
Der für Lieferanten der Automobilindustrie wichtige Qualitätsstandard ISO/TS 16949:2002 konnte im Rahmen der jährlichen
Rezertifizierung 2009 wieder erfolgreich bestätigt werden. Auch die Hauptlieferanten des ZMDI-Konzerns sind 2009 entsprechend
zertifiziert.
Zusätzlich wurden während des Jahres 2009 umfangreiche Kunden- und Lieferanten-Audits durchgeführt und erfolgreich bestanden.
Die Six Sigma-Initiative, eine unternehmensweite Initiative zur Verbesserung der Prozesse und Effizienz, wurde im Jahr 2004 gestartet.
2007 startete die ZMD AG die Black-Belt-Ausbildung, in dessen Verlauf 6 Teilnehmer 2008 die Black-Belt-Prüfung erfolgreich bestanden
haben. Im Rahmen dieser Ausbildung wurden verschiedene Projekte gestartet, die 2009 abgeschlossen werden konnten.
2.4 ZMD AG
2009 hat die ZMD AG eine neue Ausrichtung unternommen, um den Markenauftritt aufzubauen und so den Aufbau des
Standardproduktegeschäftes vorzubereiten. Dazu gehört die Neubezeichnung „ZMDI“ zum Ausdruck der Internationalisierung der Firma
mit einigen neuen Außenbüros und des Ausbaues des Vertriebes.
Gleichzeitig liegt die Ausrichtung nun auf „enabling energy efficiency“, also einer klaren Ausrichtung auf Produkte und Anwendungen, die
Energie effizienz kreieren und ermöglichen. ZMDI konnte dafür bereits den renommierten Frost & Sullivan Award for Green Excellence
gewinnen, der im Dezember 2009 verliehen wurde.
Die ZMD AG ist in dem Bereich Energieeffizienz bereits seit Jahren tätig und kann durch die neue Ausrichtung die Aktivitäten in der
Sensorik und im neu begonnenen Bereich Powermanagement mit einer gesellschaftlichen und geschäftlichen Relevanz versehen.
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) ist dazu seit 2007 als so genannte FABLESS Company aufgestellt. Diese Art Firma
übernimmt Produktverantwortung für kundenbezogene Entwicklungen, aber vor allen Dingen auch für selbstdefinierte Produkte, die als
Standardprodukte über einen eigenen Markenauftritt und neue Marktkanäle vertrieben werden können.
Standardprodukte werden im Bereich der Sensorik sowie im neuen Bereich des digitalen Powermanagements erstellt. Darüber hinaus
gibt es weitere Produkte für Industriekunden und medizintechnische Kunden.

Die ZMD AG hält seit 1996 100 % der Anteile an der ZMD America Inc.
Zur Stärkung des Einflusses auf den asiatischen Markt hat die ZMD AG 2007 die ZMD Fareast Limited Hongkong gegründet, an der sie
zu 100 % beteiligt ist. Diese wiederum hält 50 % an der als Joint Venture mit der Vapor Technologies gegründeten Senterra Limited.
Der Aufsichtsrat der ZMD AG genehmigte mit Beschluss vom 5. Dezember 2007 die Gründung einer 100%igen Tochtergesellschaft, der
ZMD Eastern Europe EOOD in Varna, Bulgarien, um mittelfristig die Entwicklungskosten insgesamt zu senken. Die ZMD Eastern Europe
wurde am 27.02.2008 ins Handelsregister Varna eingetragen.
Die ZMD AG unterhält seit April 2008 eine Niederlassung in Tokio (Japan), um im japanischen Markt die erforderliche Vertriebspräsenz
zu gewährleisten.
2.5 ZMD Eastern Europe EOOD
Ziel ist es, kostengünstige Schaltkreisentwurfskapazitäten aufzubauen, um mittelfristig die Entwic klungskosten insgesamt zu senken
sowie auch mittelfristig die osteuropäischen Märkte zu entwickeln. Die ZMD Eastern Europe wurde 2008 gegründet und konnte ihren
Geschäftsbetrieb zielstrebig und erfolgreich ausbauen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden weitere 6 Mitarbeiter eingestellt, sodass im Büro
in Varna zum Jahresende bereits 20 Mitarbeiter beschäftigt waren. Für das Jahr 2010 ist geplant, weitere 8 Mitarbeiter einzustellen. Die
Gesellschaft wird im Konzern voll konsolidiert und im Cost Plus Verfahren finanziert.
2.6 ZMD America Inc.
Die ZMD America Inc. wies 2009 ein negatives Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 1,5 gegenüber einem negativen Ergebnis im Vorjahr von
Mio. EUR 0,4 (-375 %) aus. Grund hierfür war im Wesentlichen eine konservative, teilweise Abschreibung des Firmenwerts. Die ZMDA
hat 2009 erhebliche Vertriebs- und Entwicklungsleistungen für die ZMD AG erbracht.
3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
3.1 Ertragslage des ZMDI-Konzerns
Das Betriebsergebnis des ZMDI-Konzerns verringerte sich von Mio. EUR 4,4 im Vorjahr um Mio. EUR 8,9 auf Mio. EUR -4,5 im Jahr 2009
und war damit besser als im Forecast. Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisverringerung hat der Umsatzrückgang um Mio. EUR 12,6
(23 %) gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzverlust resultiert im Wesentlichen aus dem krisenbedingt extremen Rückgang der Aufträge
und entsprechend extremen Lagerbestandsreduzierungen in der gesamten Weltwirtschaft. Besonders stark betroffen hiervon war auch
der Nicht-Medicalanteil im Medical Geschäftsbereich. Des Weiteren kamen planmäßige Umsatzrückgänge aus dem Auslaufen des SRAM-
Geschäftes sowie der Beendigung der Entwicklungskooperation im WPAN-Bereich von Mio. EUR 4,5 im Vergleich zum Vorjahr hinzu.
Entsprechend hat sich auch die Betriebsleistung verringert.
Ferner hat sich der Personalaufwand im Wesentlichen durch die Einführung der Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr von Mio. EUR 18,9
um Mio. EUR 1,1 (6 %) auf Mio. EUR 17,8 im Jahr 2009 verringert. Ebenso konnten die übrigen betrieblichen Aufwendungen von im
Vorjahr Mio. EUR 11,4 um Mio. EUR 0,7 (6 %) auf Mio. EUR 10,7 reduziert werden.
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von Mio. EUR 0,6 um Mio. EUR 0,7 (120 %) auf Mio. EUR 1,3 weiter stark
verbessert, insbesondere durch Reduzierung der Zinsaufwendungen und steigende Kapitalerträge. Darin enthalten sind auch die Erträge
aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens. Sie sind gegenüber dem Vorjahr nur leicht gestiegen und betreffen mit Mio. EUR 2,0
überwiegend die an die Global ASIC GmbH ausgereichten Darlehen.
Der ZMDI-Konzern hat auch im Jahr 2009 mit Mio. EUR 13,3 (Vorjahr: Mio. EUR 14,3) erheblich in Forschung und Entwicklung und
damit in die Einführung neuer Technologien und Produkte investiert.
3.2 Vermögens - und Finanzlage des ZMDI-Konzerns
Die Eigenkapitalquote des ZMDI-Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2009 60,4 % (61,4 % im Vorjahr). Die Veränderung resultiert im
Wesentlichen aus dem Konzernjahresfehlbetrag von Mio. EUR 5,2 bei gleichzeitiger Bilanzverkürzung.
Im Konzernjahresfehlbetrag sind neben dem negativen Betriebsergebnis in Höhe von Mio. EUR 4,5 das positive Finanzergebnis von Mio.
EUR 1,3 sowie die Ertragsteuern in Höhe von Mio. EUR -2,0 enthalten, die überwiegend aus der Abgrenzung der latenten Steuern
resultieren.
Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2009 um Mio. EUR 12,1 (13,2 %) auf Mio. EUR 79,9 gegenüber dem Vorjahr verringert.
Die Verringerung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus den um Mio. EUR 3,6 (22 %) reduzierten Vorratsbeständen, dem
Forderungsabbau in Höhe von Mio. EUR 5,0, wovon Mio. EUR 3,0 auf das Factoring zurückzuführen sind, sowie aus den nach dem
Zahlungseingang für den Immobilienverkauf in Höhe von Mio. EUR 2,9 reduzierten sonstigen Vermögenswerten. Während die
Finanzanlagen um Mio. EUR 5,7 (19 %) gestiegen sind, was hauptsächlich auf die Ausleihungen an die Global ASIC zurückzuführen ist,
sanken die immateriellen Vermögenswerte um Mio. EUR 1,0 (12 %) aufgrund der teilweisen Firmenwertabschreibungen in den USA und
verringerter Aktivierung von Entwicklungsleistungen sowie die Sachanlagen um Mio. EUR 1,2 (18 %) wegen planmäßiger
Abschreibungen und die liquiden Mittel einschließlich Wertpapieren um Mio. EUR 2,1 (18 %).
Dem gegenüber steht ein um Mio. EUR 8,2 verringertes Eigenkapital, das im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag und aus dem
Rückkauf eigener Anteile von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 2,4 resultiert. Weiterhin sanken die
kurzfristigen Rückstellungen wie Urlaubs- und variable Gehaltsrückstellungen um Mio. EUR 1,4 (33 %) sowie die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen aufgrund des reduzierten Einkaufsvolumens zum Ende des Geschäftsjahres 2009 um einen Betrag von Mio.
EUR 2,6 (47 %).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit Mio. EUR 2,7 positiv (Vorjahr : Mio. EUR 5,2). Der Mittelabfluss aus laufender
Investitionstätigkeit beträgt Mio. EUR 3,2 (Vorjahr : Mio. EUR 4,7). Er beinhaltet den planmäßigen Mittelabfluss für Investitionen in
immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt Mio.
EUR 3,2 (Vorjahr : Mio. EUR 2,4), der im Wesentlichen die Zinsausgaben der Gruppe widerspiegelt und die Erste von drei Tranchen des
Rückkaufs der eigenen Anteile von der IKB Equity Capital Fund I GmbH & Co. KG in Höhe von Mio. EUR 1,2 beinhaltet. Die restlichen
zwei Tranchen von jeweils Mio. EUR 0,6 sind im 3. Quartal 2010 und 2011 fällig.

Der Finanzmittelfonds weist somit am Ende des Geschäftsja hres 2009 einen positiven Saldo von Mio. EUR 7,8 aus (Vorjahr: Mio. EUR
11,4). Mit dem Wertpapierbestand in Höhe von Mio. EUR 2,0 ergeben sich als Liquidität verwendbare Mittel am Bilanzstic htag von Mio.
EUR 9,8. Wegen der guten Entwicklung des Cashflows und der hervorragenden Liquiditätssituation des Konzerns bestanden zum
Abschlussstichtag keine Kontokorrent-Linien bei Kreditinstituten. Die Ostsächsische Sparkasse hat der ZMD AG einen Kreditrahmen für
Investitionen in Höhe von Mio. EUR 0,7 eingeräumt.
3.3 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2010 wird von einer positiven Umsatzentwicklung ausgegangen. Die 2009 erlebte globale Konjunkturkrise
schwächte sich im letzten Quartal 2009 bereits wieder ab. Die Auftragseingänge und Umsätze liegen zu Beginn des Jahres 2010 deutlich
über dem Vorjahresniveau und auf einem neuen Rekordniveau.
Unter der Annahme, dass die Konjunktur in der 1. Jahreshälfte 2010 weiter deutlich an Fahrt gewinnt oder zumindest auf dem Niveau
des Jahresanfangs stabil bleibt, gehen wir von erheblich besseren Ergebnissen für 2010 als für 2009 aus. Sollte sich das 2. Halbjahr
aufgrund von übertriebenen Lageraufbauten wieder abschwächen, gehen wir von immer noch deutlich besseren Ergebnissen gegenüber
2009 aus, allerdings mit der Tendenz eher ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften.
Um die positive Entwicklung im Ergebnis und Cashflow abzusichern, wird das Management des ZMDI Konzerns die 2009 erfolgreich
umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und Realisierungen von Effizienzpotentialen aus dem Profitability Improvement Program (PIP)
konsequent weiterführen. Entsprechende Maßnahmenpakete und key initiatives für 2010, die deutliche Senkungen der Investitionen,
Betriebsausgaben und Personalkosten beinhalten, sind bereits gestartet und zum Teil auch schon umgesetzt. So konnte mit dem
Betriebsrat eine Vereinbarung getroffen werden, welche eine Nullrunde für Löhne und Gehälter sowie den Verzicht auf sämtliche variable
n Anteile sowie die Umsetzung eines weiteren Kurzarbeitsblock beinhaltet. So wurde für 2010 bereits vorausschauend Vorsorge
betrieben, ohne die personelle Grundstruktur der Firma zu gefährden.
Das Management geht davon aus, dass das Umsatz- und Ergebnisniveau von 2008 erstmals Ende 2011 wieder erreicht werden kann,
wenn sich die Weltkonjunktur weiter erholt und sich in einem positiven Aufwärtstrend stabilisiert.
4 Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Der Vorstand ist für die Risikopolitik und das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des ZMDI-Konzerns verantwortlich. Das
Management der Unternehmensbereiche übernimmt diese Grundsätze entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie.
Bei der ZMD AG wurden 14 Unternehmensbereiche identifiziert, deren jeweilige Leiter für die Steuerung der in ihrem Bereich liegenden
Risiken verantwortlich sind. Im Jahr 2008 wurde das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem reorganisiert. Im Jahr 2009 wurde
der Prozess des Risikomanagements im Konzern weiter erfolgreich implementiert. Einmal jährlich wird ein Workshop veranstaltet, in
dem die Risikoverantwortlichen gemeinsam eine Bewertung der aktuellen Risikosituation des Konzerns vornehmen und gegebenenfalls
zusätzliche Maßnahmen hieraus ableiten. Die Verantwortlichkeit für das Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt im Bereich Legal
Services, dessen Leiterin in dieser Funktion an den Vorstand der Gesellschaft berichtet. Mit Unterstützung der SMR – Strategische
Management- und Risikoberatungs GmbH wurde ab Mitte des Jahres 2008 ein Risikomanagementsystem entwickelt, in dem die
unternehmensrelevanten internen und externen Risikobereiche ganzheitlich betrachtet, bewertet und in einem Informationssystem der
SMR zusammengeführt werden. Das Informationssystem ist von führenden international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach
IDW PS 340 zertifiziert und damit als geeignetes System im Sinne des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
(KonTraG) ane rkannt.
4.2 Risiko-Schwerpunkte
Neben der im Rahmen der Reorganisation des Risikomanagementsystems erfolgten Aufteilung des Unternehmens in Risikobereiche
wurden Risikokategorien gebildet, um eine bessere Übersicht zu erhalten. Risiko-Schwerpunkte waren dabei in den folgenden
Risikokategorien zu verzeichnen.
Markt/Wettbewerb
Grundsätzlich unterliegt der Halbleitermarkt zyklischen Konjunkturbewegungen. Insbesondere der Preisverfall ist äußerst schwierig zu
antizipieren. Der ZMDI-Konzern hat sich durch Alleinlieferverträge insofern abgesichert, dass kein Wettbewerber mitliefert und damit der
preisliche Druck geringer ausfällt. Erklärte Strategie des ZMDI-Konzerns ist es darüber hinaus, in den Applikationsmärkten mit den
jeweiligen Marktführern zusammenzuarbeiten, da Marktführer in der Regel auch in konjunkturell schwierigen Zeiten wachsen.
Die Aufteilung Portfolios des ZMDI-Konzerns in die zwei Segmente ASIC und ASSP, als auch die Diversifizierung der Anwendungsgebiete
in u.a. Automotive, Medizintechnik, Consumer- bzw. Industrieanwendungen mit jeweils stark unterschiedlichen Risikocharakteristika,
sind wesentliche Bestandteile der Risikoabsicherung der Gesellschaft.
Grundsätzlich besteht jedoch insbesondere im Segment ASSP das Risiko, dass aufgrund der breiten Diversifizierung die Kenntnis über
Wettbewerb und Märkte nicht ausreichend ist, um für jedes neue Produkt den sicheren Markterfolg gewährleisten zu können. Weiterhin
ist das Preisrisiko bei ASSPs und Standardprodukten deutlich höher als bei alleingelieferten, kundenspezifischen ASIC-Produkten. Die
Standardprodukte sind teilweise austauschbar und stehen daher unter einem anderen Wettbewerbsdruck.
Forschung und Entwicklung (F&E)
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass ein Schaltkreisdesig nprojekt nicht rechtzeitig fertig gestellt wird und sich damit der Anlauf neuer
Produkte verschiebt oder von Kunden abgesagt werden muss. Diese Verzögerungen haben dann merklichen Einfluss auf die Umsatz-
und Ergebnisplanung der folgenden Jahre.
Auch können Rückforderungen von Kunden aufgrund der Verspätungen angemeldet werden, die zu einer Rückzahlung von angezahlten
Entwicklungsgeldern führen.
Die Grundlagen für das Projektmanagement wurden auch während des Geschäftsjahres 2009 weiterentwickelt.
Produktion

Weiterhin besteht das Risiko, dass Produkte nicht lieferbar sind, weil wesentliche Materialien fehlen, neben dem Risiko der Abhängigkeit
von externen, teilweise sehr großen Produktionspartnern. Dies kann durch Rohmaterialienverknappung ebenso sein, wie durch verfehlte
Lagerhaltungspolitik oder durch Qualitätsschäden, die Produktionschargen zum Ausfall bringen. Dies kann insbesondere in Zeiten
plötzlichen starken Wachstums, wie z.B. nach einer Krise auftreten. Der ZMDI-Konzern muss dann mit erhöhter Lagerhaltung und
möglicherweise ungeplanten Investitionen reagieren, um die Kundenbeziehungen nicht zu gefährden.
Aufgrund der notwendigen, langfristigen Lieferverträge mit externen Produktionspartnern, insbesondere mit Foundries, die der
Absicherung der Kapazitäten und Lieferfähigkeit dienen, kann es zu Abnahmeverpflichtungen bestellter Mengen kommen. Im
ungünstigsten Fall kann es zu Wertberichtigungen von Restbeständen führen, wenn diese nicht im Markt platziert werden können.
Der ZMDI-Konzern investiert weiter in die Verbesserung des Logistik- und Qualitätsmanagements sowie des Einkaufes, um diese Risiken
zu managen. Der ZMDI-Konzern prüft darüber hinaus laufend die Möglichkeiten zum Einsatz weiterer, neuer Lieferanten mit jeweils
mehreren Produktionsstandorten zur Verbesserung der Risikosituation. So wurden auch 2009 weitere Lieferanten ausgesucht, die 2010
qualif iziert werden sollen, um bereits ab Ende 2010 eine breitere Lieferbasis zu haben.
Finanzen
Durch die dramatischen Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise und in deren Folge die globale Wirtschaftskrise leiten sich Risiken bei
der Finanzierungsabsicherung ab.
Die ZMD AG hat durch den Verkauf der ZFOUNDRY und der Altgebäude erheblichen finanzpolitischen Spielraum hinzugewinnen können.
Die ZMD AG war innerhalb sehr kurzer Zeit in der Lage, einen Factoringvertrag über ein Gesamtvolumen in Höhe von Mio. EUR 3 zu
zinsgünstigen Konditionen abzuschließen. Der ZMDI-Konzernist insoweit weniger anfällig für die durch die Hypothekenkrise ausgelösten
Verwerfungen im Bank- und Kreditgeschäft.
Weitere, jedoch erheblich geringere Ertragsrisiken entstehen durch einen ungünstigen Kursverlauf des US-Dollars zum Euro, dem durch
verstärkte Erschließung von Materia lquellen im Dollar-Raum und durch Währungsanpassungsklauseln in den wichtigsten Verträgen mit
Kunden teilweise entgegengewirkt wird. Ebenso werden regelmäßig Terminabsicherungsgeschäfte geprüft, um so den zu erwartenden
Dollarüberschuss abzusichern. Das Management strebt grundsätzlich einen natural hedge von Aufwendungen und Erträgen im Dollar an,
womit das bestehende Risiko der Fehleinschätzung der Dollarkursentwicklung durch das Management minimiert wird.
Der ZMDI-Konzern verfolgt eine strenge Kreditpolitik gegenüber Kunden und Geschäftspartnern. Die Kreditwürdigkeit von Kunden und
Geschäftspartnern wird systematisch geprüft. Im Fall von drohenden Forderungsausfällen werden aktiv Maßnahmen ergriffen, um den
Risikoeintritt zu verhindern. Auch durch Factoringverträge wird das Risiko des Forderungsausfalls deutlich verringert. Grundsätzlich
besteht dennoch das Risiko von Forderungsausfällen.
Rechtsrisiken
Strategie des ZMDI-Konzerns war und ist es, nach Möglichkeit keine Aktivprozesse zu führen und auftretende Streitfälle kostenschonend
und einvernehmlich zu lösen. Soweit der ZMDI-Konzern Aktivprozesse führt, wird zunächst eine sorgfältige Sachverhaltsanalyse erstellt
und in Zusammenarbeit mit externen, auf das entsprechende Rechtsgebiet spezialisierten Rechtsanwälten eine Strategie für eine
erfolgreiche Prozessführung erarbeitet.
Haftungsrisiken ergeben sich abstrakt aus der unabsichtlichen Verletzung von Schutzrechten sowie aus Gewährleistungs- bzw.
Produkthaftungsfällen. Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden regelmäßig geprüft und anschließend umgesetzt.
Produkthaftungs - und Qualitätsrisiken
Gegen Produktrisiken setzt der ZMDI-Konzern modernste qualitätssichernde Methoden zur Vorbeugung, Problemlösung und
kontinuierlichen Verbesserung seiner Geschäftsprozesse ein, insbesondere bei Entwicklung und Logistik. Das unternehmensweit gültige
Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO9001 beziehungsweise ISO/TS16949 zertifiziert.
Die von dem Hauptlieferanten X-FAB hergestellten Produkte und Dienstleistungen werden in komplexe elektronische Systeme integriert.
Fehler oder Funktionsmängel der von X-FAB hergestellten Produkte können mittelbar oder unmittelbar Eigentum, Gesundheit oder
Leben Dritter beeinträchtigen.
Das Unternehmen ist nicht in der Lage, seine Haftung gegenüber Konsumenten oder Dritten in Absatzverträgen zu reduzieren oder
auszuschließen. Jedes Produkt, das das Unternehmen verlässt, durchläuft hinsichtlich Qualität und Funktion mehrere qualifizierte
Kontrollen. Trotz aller Qualitätskontrollen können Produktfehler auftreten und sich möglicherweise erst nach Installation und Gebrauch
der Endprodukte zeigen. Obwohl dieses Risiko branchenüblich versichert ist, kann es im Falle von Qualitätsproblemen zu negativen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZMDI-Konzerns kommen.
4.3 Wesentliche Ergebnisse auf dem Gebiet „Risikomanagement”
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind vor allem folgende Aktivitäten zu nennen:
Entscheidung, in Zukunft wesentlich mehr eigene Standardprodukte zu konzipieren, zu entwickeln und anzubieten. Dazu ist der
Aufbau von Marketing und Produktdefinitionskompetenz geplant.
Fokus auf langfristige strategische Partnerschaften im Automotive und Medical ASIC Geschäftsbereich
Fokus auf Verbesserung und Umsetzung der Lieferantenstrategie (Evaluierung und Qualifizierung weiterer, neuer Lieferanten
mit mehreren eigenen Produktionsstandorten mit Potential zum internen Produktionstransfer im Risikofall)
Ausbau der Vertriebsorganisation des ZMDI-Konzerns in Europa und weltweit mit Schwerpunkten in Japan, Korea und USA

Weiterführung und Stärkung des „1st Time Right“-Programms zur nachhaltigen Verbesserung der Design-Methodik und
Entwicklungsprozesse und damit verbunden der Wettbewerbssituation des ZMDI-Konzerns
weiterhin umfangreiche Aktivitäten im Bereich IT-Sicherheit, unter anderem Zentralisierung der Datensicherung für alle IT-
Systeme am Standort Dresden und Einführung professioneller Mailüberwachungssoftware sowie Intrusionmonitoring
Institutionalisierung des neuen Risikomanagementprozesses
5. Prognosebericht/Ausblick
Die Strategie des ZMDI-Konzerns ist fokussiert und soll so zu weiterem Wachstum führen:
neue Mission: „We are the innovative provider of high performance analogue and mixed-signal semiconductor solutions. We
provide high quality products and services of value to our customers on time. We enable our customers to create most energy-
efficient products for Digital Power Management and Sensors in their markets.“
Nachhaltig profitables Wachstum durch die Ausweitung des Standardproduktgeschäfts. Dazu wird ein Produktcouncil installiert,
das neue Produktvorschläge erarbeitet. Produkte sollen für alle Märkte anbietbar sein. Der gemeinsame Nenner ist Energy
Efficiency und schwerpunktmäßig Einsatzgebiete in Sensorik und Powermanagement.
langfristige strategische Partnerschaften mit namhaften Kunden für ASIC-Aufträge und Single -Source-Verträgen, insbesondere
in Automotive und Medical-Portable -Marktsegmenten
globale Vertriebsstrategie mit eigenen Büros in Dresden, Stuttgart, Düsseldorf, München, Paris, Hsinchu (Taiwan), Shenzen
(China), Tokio (Japan), Melville (N.Y.), Pocatello (ID), Silicon Valley (Kalifornien), Graz (Österreich) und Korea; darüber hinaus
ständiger Ausbau des Handelsvertreternetzes und die Aufnahme von Spezialdistributoren
Ausbau des Vertriebes im koreanischen Markt, der große Möglichkeiten für den ZMDI Konzern bietet
Ausbau unseres Designcenters in Bulgarien, um die Entwicklungskosten zu reduzieren
Aufbau von Marketing und Produktdefinitionskompetenz
Als Fabless Company sollen auch neue Technologien genutzt werden, um die Produktstrategien der Business Lines zu
komplettieren.
im „War for Talents“ die Besten der Besten (Personal) anwerben, aufbauen, motivieren und weiterentwickeln
zum finanziellen Ausblick der Gesellschaft siehe auch Abschnitt 4.3 dieses Lageberichts
6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nach dem Schluss des Geschäftsja hres nicht vor.
Dresden, 31. März 2010
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009
VERMÖGENSWERTE
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
678 575
2. Geschäfts- und Firmenwerte
280
898
3. Entwicklungskosten
7.174
7.711
8.132 9.184

TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
509
648
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.007
5.758
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
7
289
5.523 6.695
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
35.153
29.383
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
31
32
4. sonstige Wertpapiere
57
102
35.241 29.517
48.896 45.396
IV. Sonstige Vermögenswerte
21
25
V. Latente Steueransprüche
4.296
6.342
53.213 51.763
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
1. Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe
337
356
2. unfertige Erzeugnisse und Leistungen
10.558
13.286
3. fertige Erzeugnisse und Waren
2.169
3.025
13.064 16.667
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.586
7.582
2. sonstige Vermögenswerte
1.233
4.108
3.819 11.690
III. Sonstige Wertpapiere
1.982 503
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
7.778
11.394
26.643 40.254
79.856 92.017
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Passiva
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
11.800
11.800
II. Kapitalrücklage
44.203
48.468
III. Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
-10.407
-6.389
IV. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge im Zusammenhang
mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
-18 0
IV. Translationsanpassung
2.639
2.541
48.217 56.420
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige langfristige Rückstellungen
38
21
II. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
21.764
21.637
III. Erhaltene Anzahlungen
0
264
IV. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
802
1.091
V. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
600
643
23.204 23.656
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen
10
25
II. Sonstige kurzfristige Rückstellungen
2.857
4.255
III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
321
38
IV. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
435
133
V. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.951
5.550
VI. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
448
605
VII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
1.413
1.335
8.435 11.941
79.856 92.017
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2009

Bruttobuchwerte
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werte
927
0
188
172
0
1.287
2. Geschäfts- und Firmenwerte
1.319
-8
0
0
0
1.312
3. Entwicklungskosten
18.573
1
2.447
0
0
21.020
20.819 -7 2.635 172 0 23.619
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
3.128
1
15
0
0
3.143
2. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
18.343
-13
564
116
69
18.941
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
289
-1
7
-288
0
7
21.760 -13 586 -172 69 22.092
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
41.206
0
5.778
0
0
46.984
3. Ausleihungen an at equity-bewertete
Unternehmen
32
-1
0
0
0
31
4. sonstige Wertpapiere
102
0
11
0
56
57
41.340 -1 5.789 0 56 47.072
83.919 -21 9.010 0 125 92.783
Abschreibungen
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2009
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werte
352
0
257
0
609
2. Geschäfts- und Firmenwerte
421
0
610
0
1.031
3. Entwicklungskosten
10.862
0
2.985
0
13.847
11.635
0
3.852
0
15.487
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
2.480
0
155
0
2.635
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
12.585
-12
1.423
62
13.934
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
15.065
-12
1.578
62
16.569
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
0
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
11.823
0
8
0
11.831
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
0
0
0
0
0
4. sonstige Wertpapiere
0
0
0
0
0
11.823
0
8
0
11.831
38.523
-12
5.438
62
43.887
Nettobuchwerte
31.12.2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werte
678
575
2. Geschäfts- und Firmenwerte
280
898
3. Entwicklungskosten
7.174
7.711
8.132
9.184
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen
509
648
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.007
5.758
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
7
289
5.523
6.695
III. Finanzanlagen
1. at equity-bewertete Beteiligungen
0
0
2. Ausleihungen an Gesellschafter
35.153 29.383
3. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
31
32
4. sonstige Wertpapiere
57
102
35.241 29.517
48.896 45.396

Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
TEUR
TEUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse
43.265 55.872
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
und Leistungen
-3.557 -1.502
3. andere aktivierte Eigenleistungen
2.447
4.278
4. sonstige betriebliche Erträge
3.040
3.105
5. Materialaufwand
a) Aufwand für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.545
-16.208
b) Aufwand für bezogene Leistungen
-3.219
-6.330
-15.764 -22.538
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
-15.257
-16.542
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung
-2.550 -2.348
-17.807 -18.890
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-5.430 -4.463
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
-10.667
-11.423
9. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
-4.473
4.439
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögen und
Wertpapieren
2.002 1.773
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
841
684
12. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
168
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen
-8
0
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-1.585
-2.057
15. Ergebnis vor Steuern
-3.223 5.007
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-1.994
-1.862
17. Konzernjahresüberschuss
-5.217
3.145
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernjahresüberschuss
-5.217
3.145
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn aus der Neubewertung von finanziellen
Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“
-18
0
Gesamtergebnis der Berichtsperiode
-5.235
3.145
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapitalrücklagen
TEUR
Gewinnrücklagen
und
Bilanzverlust
TEUR
Beträge aus zur
Veräußerung
gehaltenen
Vermögenswerten
TEUR
Translations
anpassung
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand 1.1.2008
11.800
48.655
-9.534
0
2.849
53.770
Konzernjahresüberschuss
0
0
3.145
0
0
3.145
Vollständiges
Gesamtergebnis für das
Geschäftsjahr
0
0
3.145
0
0
0
Umrechnungsdifferenzen
aus der
Währungsumrechnung
0
0
0
0
-308
-308
Änderung der
Kapitalrücklage aus der
Ausgabe von
Aktienoptionen
0 -187 0 0 0 -187
Stand am
31.12.2008/1.1.2009
11.800
48.468
-6.389
0
2.541
56.420
Konzernjahresüberschuss
0
0
-5.217
0
0
-5.217
Direkt im Eigenkapital
erfasster Nettoertrag
0
0
0
-18
0
-18

Gezeichnetes
Kapital
TEUR
Kapitalrücklagen
TEUR
Gewinnrücklagen
und
Bilanzverlust
TEUR
Beträge aus zur
Veräußerung
gehaltenen
Vermögenswerten
TEUR
Translations
anpassung
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Vollständiges
Gesamtergebnis für das
Geschäftsjahr
0
0
-5.217
-18
0
-5.235
Umrechnungsdifferenzen
aus der
Währungsumrechnung
0
0
0
0
98
98
Änderung durch
Rückkauf eigener Anteile
0
-2.400
0
0
0
-2.400
Änderung der
Kapitalrücklage aus der
Ausgabe von
Aktienoptionen
0 -666 0 0 0 -666
Verrechnung der
Kapitalrücklage mit
Verlusten
0
-1.199
1.199
0
0
0
Stand am 31.12.2009
11.800
44.203
-10.407
-18
2.639
48.217
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Konzern-Kapitalflussrechnung 2009
2009
TEUR
Vorjahr
TEUR
Konzernergebnis vor Ertragsteuern
-3.223
5.007
Einnahmen Ertragsteuern (Vorjahr: Ausgaben)
309
-671
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens nach Verrechnung mit
Zuschreibungen
5.430
4.463
Gewinn aus Abgängen aus dem Konzernkreis
0
-371
Gewinn (Vorjahr: Verlust) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
-1
5
Finanzergebnis
-1.250
-568
Abnahme der Vorräte
3.603
1.357
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
4.996
-2.993
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
-2.592
-2.172
Veränderungen des übrigen Nettoumlaufvermögens/sonstige nicht zahlungswirksame
Vorgänge
-4.562
1.136
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
2.710
5.193
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
-2.635
-4.610
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
3.007
1.008
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-460
-1.132
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
45
900
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen
-3.800
-1.314
Erhaltene Investitionszulage
229
41
Erhaltene Zinsen
446
415
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-3.168
-4.692
Auszahlung für den Erwerb eigener Anteile
-1.208
0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
283
0
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
-625
-488
Zinsausgaben
-1.693
-1.905
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-3.243
-2.393
Zahlungswirksame Veränderung aus der Geschäftstätigkeit
-3.701
-1.892
Wechselkurs-, Konsolidierungskreis und bewertungsbedingte Änderungen des
Finanzmittelfonds
105
22
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
11.358
13.228
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
7.762
11.358
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Konzernanhang (nach IFRS) für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009
I. Allgemeine Erläuterungen
1. Allgemeine Angaben zum Konzern
Die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG (ZMD AG) als Obergesellschaft hat ihren Sitz in 01109 Dresden/Deutschland, Grenzstraße 28.
Sie ist unter HRB Nr. 19166 im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden eingetragen. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns umfasst die

Entwicklung, Produktion und den Vertrieb mikroelektronischer Bauelemente und Baugruppen sowie Sensoren, Mikroelektronikmodule
und Mikrosysteme.
Die ZMD AG hat von dem in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und ihren Konzernabschluss nach
international anerkannten Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften wurde daher verzichtet.
Der Konzern umfasst neben der ZMD AG folgende Tochtergesellschaften:
ZMD America Inc.
Die Haupttätigkeit der ZMD America, Inc., Santa Clara/USA, umfasst die Vermittlung von Umsätzen, für welche sie Provisionen von der
Zentrum Mikroelektronik Dresden AG erhält, sowie Aufgaben im Bereich des Kundenservice und Design. Das Unternehmen verfügt über
Vertriebsbüros in Melville (New York) und Pocatello (Idaho) sowie ein Design-Center in Madison (Wisconsin).
ZMD Eastern Europe EOOD
Die ZMD AG hat im Februar 2008 eine Tochtergesellschaft in Varna/Bulgarien gegründet mit dem Ziel, ihre Entwicklungskapazitäten
weiter auszubauen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Micro Chip Design Akademie GmbH
Die Micro Chip Design Akademie GmbH, Dresden (MCDA), ist 2000 gegründet worden, um den steigenden Bedarf an Chip-Design-
Ingenieuren zu decken. Die rezessiven Tendenzen des Vorjahres im Markt und Umfeld der Micro Chip Design Akademie haben sich im
Laufe des Geschäftsjahres 2009 nicht verändert. Somit ruht die Geschäftstätigkeit weiterhin.
ZMD Fareast Limited
Die ZMD Fareast Limited, Hongkong, wurde im I. Quartal 2007 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und das Halten
von Geschäftsanteilen. Die ZMD AG ist zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
Senterra Limited
Die ZMD Fareast Ltd. gründete im I. Quartal 2007 gemeinsam mit der Vapor Technologies Limited ein Joint Venture. Die ZMD Fareast
Ltd. ist zu 50 % an dem Unternehmen beteiligt.
Mit den Standorten in Hongkong stärkt die ZMD AG ihre internationalen Vertriebstätigkeiten. Durch größere Kundennähe ist eine
intensivere Marktbearbeitung im asiatischen Raum möglich.
2. Rechnungslegung
IFRS-Regelungen
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den verpflichtend
anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den ergänzend nach § 315a
Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Da weder Aktien noch schuldrechtliche Wertpapiere der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG öffentlich gehandelt werden bzw. deren
Handel in die Wege geleitet worden ist, wurde auf die Angaben zur Segmentberichterstattung und zum Ergebnis je Aktie verzichtet.
Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend EURO (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist.
Der Konzernabschluss der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards
Folgende Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmalig im Geschäftsjahr 2009 anzuwenden:
Die Änderungen des IFRS 1 und IAS 27 (Anschaffungskosten einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen, gemeinschaftlich
geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen) sind prospektiv für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2009
anzuwenden. Die Änderungen erlauben Erstanwendern der IFRS im Einzelabschluss Investitionen in eine Beteiligung an einem
Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen entweder mit dem beizulegenden
Zeitwert oder mit dem Wert nach den bisher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS als
Ersatz für Anschaffungs- oder Herstellungskosten (deemed cost) zu bewerten. Die Änderungen verlangen Ausschüttungen von
Gewinnen aus der Zeit vor Erwerb des Tochterunternehmens erfolgswirksam im Einzelabschluss des Mutterunternehmens zu erfassen
und nicht erfolgsneutral mit dem Beteiligungsbuchwert zu verrechnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den
Gruppenabschluss der ZMD AG.
Die geänderte Fassung des Standards IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“ ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem
1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass ausschließlich Dienst- oder Leistungsbedingungen („service or performance
conditions “) Ausübungsbedingungen („vesting conditions“) sind. Andere Eigenschaften einer aktienbasierten Zahlung sind keine
Ausübungsbedingungen. Eine Annullierung des Plans wird bilanziell unabhängig davon gleich behandelt, ob die Annullierung vom
Unternehmen selbst oder von einer anderen Partei ausgegangen ist. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den
Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRS 8 „Geschäftssegmente“ ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Der Standard
ersetzt den bisherigen IAS 14 „Segmentberichterstattung“. Der Standard folgt dem „Management Approach“ was die Berichterstattung
über die Geschäftssegmente eines Unternehmens und damit verbundene Informationen betrifft. Grundsätzlich werden demnach die
Informationen verwendet, die intern vom Management zur Messung der Performance der Geschäftssegmente und zur Entscheidung im
Hinblick auf die Aufteilung der Ressourcen, herangezogen werden. Da kein Segmentbericht erstellt wird, haben die Änderungen keine
Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.

Der geänderte IAS 1 „Darstellung von Abschlüssen“ ist auf Abschlüsse, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden.
Die wesentliche Änderung an IAS 1 ist der Ersatz der Gewinn und Verlustrechnung durch eine Gesamtergebnisrechnung (statement of
comprehensive income), die sämtliche Bewegungen im Eigenkapital beinhaltet, welche nicht durch Anteilseigner verursacht sind, wie
z.B. die Neubewertung von available-for-sale Finanzinstrumenten. Der geänderte IAS 1 schreibt als weitere Bedingung die Aufstellung
einer dritten Bilanz zu Beginn der frühesten Vergleichsperiode vor, sofern das Unternehmen Vergleichsinformationen aufgrund von
Umgliederungen, Änderungen von Rechnungslegungsmethoden oder Korrekturen von Fehlern anpasst. Die Änderungen haben keine
weiteren Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Der geänderte IAS 23 „Fremdkapitalkosten“ ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Die
Änderung an IAS 23 entfernt das Wahlrecht einer aufwandswirksamen Erfassung aller Fremdkapitalkosten bei deren Entstehen, die dem
Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zugeordnet werden können. Hieraus haben sich für
den ZMDI-Konzern die in den Positionen „Aktivierte Entwicklungsleistungen” und „Vorräte” beschriebenen Auswirkungen ergeben.
Die überarbeiteten Fassungen der Standards IAS 32 und IAS 1 „Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende
Verpflichtungen“ sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderung verlangt
die Klassifizierung von kündbaren Finanzinstrumenten und solchen Instrumenten (oder Komponenten davon), die eine Gesellschaft der
Verpflichtung aussetzen, nur im Falle einer Liquidation einen proportionalen Anteil an deren Nettovermögenswerten abzugeben, als
Eigenkapital. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 12 „Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen” ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2008
beginnen, anzuwenden. Allerdings wurde die Interpretation erst im Jahre 2009 im Rahmen des Endorsement-Verfahrens von der EU
übernommen, sodass das Datum der erstmaligen Anwendung innerhalb der EU der 29. März 2009 ist. Dienstleistungskonzessionen sind
Vereinbarungen, bei denen eine Regierung, Gebietskörperschaft oder eine andere öffentliche Institution Verträge zur Erbringung
öffentlicher Dienstleistungen, wie Straßenbau, Flughäfen und anderer Einrichtungen, für Privatunternehmer zur Verfügung stellt. Die
Interpretation behandelt die Bilanzierung nach den existierenden IFRSs bei Unternehmen, die diese Dienstleistungen zur Verfügung
stellen, im Hinblick auf die Verpflichtungen, die die Unternehmen eingehen, und die Rechte, die diese erhalten. IFRIC 12 hat keine
Bedeutung für den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme” ist verpflichtend auf Geschäftsjahre, die ab dem 1. Juli 2008 beginnen, anzuwenden. Allerdings
hat die Übernahme der Interpretation in europäisches Recht das Datum der verpflichtenden Anwendung auf den 1. Januar 2009
verschoben. IFRIC 13 regelt die Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften an Kunden vergeben. Solche
Transaktionen werden als Mehrkomponenten-Umsatzgeschäfte abgebildet und die erhaltene Gegenleistung wird anhand des Fair Values
auf die Komponenten allokiert. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der
ZMD AG ergeben.
IFRS 7 „Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten“ ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2009 beginnen, anzuwenden. Die Änderung wurde in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben die Angaben
zu Finanzinstrumenten im Hinblick auf Angaben zum beizulegenden Zeitwert sowie zum Liquiditätsrisiko erweitert. Das Unternehmen
hat eine Analyse der Finanzinstrumente auf Basis einer dreistufigen Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts durchzuführen. Die
Änderung stellt klar, dass die Fälligkeitsanalyse von Verbindlichkeiten auch herausgegebene Finanzgarantien mit dem maximalen Betrag
der Garantie zum frühestmöglichen Zeitpunkt, zu dem diese genutzt werden kann, beinhalten soll. Ferner wird die Angabe der
verbleibenden vertraglichen Laufzeiten von Derivaten verlangt, sofern diese entscheidend für das Verstehen des zeitlichen Anfalls der
Zahlungsströme sind. Ein Unternehmen hat außerdem eine Laufzeitanalyse der finanziellen Vermögenswerte, die im Rahmen des
Managements des Liquiditätsrisikos gehalten werden, aufzustellen, wenn diese Information notwendig ist, damit die Adressaten der
Abschlüsse das Liquiditätsrisiko einschätzen können. Aus der Anwendung dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf den
Gruppenabschluss der ZMD AG ergeben.
Änderungen an IFRIC 9 und IAS 39 „Eingebettete Derivate“ sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009
enden. Die Änderungen wurden in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen stellen die Bilanzierung eingebetteter Derivate
klar, wenn eine Reklassifizierung finanzieller Vermögenswerte aus der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“
vorgenommen wird. Alle eingebetteten Derivate müssen beurteilt und falls notwendig separat bilanziert werden. Aus der Anwendung
dieser Interpretation haben sich keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG ergeben.
Verschiedene jährliche Verbesserungen an den IFRSs (herausgegeben im Mai 2008 und anzuwenden für das Geschäftsjahr 2009)
wurden in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Folgende Standards und Interpretationen sind noch nicht im Geschäftsjahr 2009 anzuwenden, sondern werden erst in späteren
Geschäftsjahren, sofern einschlägig, verbindlich anzuwenden sein:
Die Zielsetzung der im November 2008 veröffentlichten Überarbeitung an IFRS 1 lag in der Verbesserung der Struktur des Standards;
der fachliche Inhalt wurde nicht verändert oder ergänzt. Die Überarbeitungen sollen den Standard klarer und leichter nachvollziehbar
machen, indem die zahlreichen Ausnahme- und Erleichterungstatbestände zusammengeführt und in die Anhänge zu IFRS 1 verschoben
wurden.
Der Board hat außerdem die Gelegenheit ergriffen, überholte Übergangsvorschriften zu entfernen und kleinere Änderungen in den
Formulierungen vorzunehmen.
Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist gestattet.
Die Änderung wurde von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Änderungen haben keine Auswirkung auf
den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Der IASB veröffentlichte Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender (Änderungen an IFRS 1), um einem Erstanwender zu
gestatten, seine Öl- und Gasvermögenswerte zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS auf Basis der bisherigen Rechnungslegung zu
bewerten. Dabei finden unterschiedliche Regelungen Anwendung für Vermögenswerte, welche der Erkundung oder Auswertung dienen,
und für Vermögenswerte, welche der Entwic klung der Produktion dienen.
Eine weitere Ausnahme kann von Erstanwendern in Anspruch genommen werden, wenn unter ihrer bisherigen Rechnungslegung bereits
eine Beurteilung dazu stattgefunden hat, ob in Verträgen ein eingebettetes Leasingverhältnis enthalten ist. Die Erleichterung greift,
wenn die Beurteilungskriterien im Wesentlichen mit IFRIC 4 übereinstimmen, die Beurteilung aber zu einem anderen Zeitpunkt als nach
IFRIC 4 erforderlich stattgefunden hat.

Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist
gestattet. Die Änderungen wurden noch nicht von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Änderungen haben
keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Am 28. Januar 2010 hat der IASB den Standard IFRS 1 geändert, um Erstanwender der IFRS von der Pflicht auszunehmen, die
zusätzlichen Angaben zu veröffentlichen, welche sich aus der Änderung an IFRS 7 „Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten“ vom
März 2009 ergeben. Die Änderung räumt Erstanwendern dieselben Übergangserleichterungen ein wie bestehenden Anwendern der IFRS.
Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist gestattet.
Die Änderung wurde noch nicht von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Änderung hat keine Auswirkung
auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Änderungen an IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“ sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden und wurden noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen bieten eine Basis
zur Bestimmung der Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungszusagen in konsolidierten Abschlüssen. Die Änderungen
berücksichtigen im Standard die Leitlinien aus IFRIC 8 und IFRIC 11, die zurückgezogen wurden. Die Änderungen erstrecken sich
darüber hinaus auf Pläne, die ursprünglich nicht von IFRIC 11 berücksichtigt wurden. Die Änderungen stellen außerdem die definierten
Begriffe im Anhang des Standards klar. Die Änderungen haben voraussichtlich keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD
AG.
Die Änderung an IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ ist erstmalig prospektiv (mit Ausnahme einiger Sachverhalte) auf
Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, für die der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem Beginn von Geschäftsja hren liegt, die
am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderung wurde in europäisches Recht übernommen. Der überarbeitete IFRS 3 sieht ein
Wahlrecht für die Bewertung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter vor, diese entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum
Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens des erworbenen
Unternehmens zu bewerten, wie dies unter der bisherigen Fassung von IFRS 3 vorgesehen war. Die Bewertung der Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt hat einen entsprechenden Effekt auf den
konsolidierten Geschäfts- oder Firmenwert (Geschäfts- oder Firmenwert, der den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar ist, wird
erfasst). Der geänderte IFRS 3 bietet detailliertere Leitlinien im Hinblick auf die Anwendung der Erwerbsmethode bei
Unternehmenszusammenschlüssen. Die Regelung, jeden Vermögenswert und jede Schuld zu jedem Zeitpunkt bei einem sukzessiven
Unternehmenserwerb („step acquisition“) zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, damit eine Berechnung eines Teils des Geschäfts-
oder Firmenwerts möglich ist, wurde abgeschafft. Stattdessen wird der Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Akquisition als
Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert jeder gehaltenen Investition vor der Akquisition, der geleisteten Gegenleistung, dem
Betrag, der für die nicht beherrschenden Anteile erfasst wurde, und dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Nettovermögenswerte.
Transaktionskosten werden separat vom Unternehmenszusammenschluss aufwandswirksam erfasst und sind daher nicht Teil des
Geschäfts- oder Firmenwerts. Zum Erwerbszeitpunkt hat ein Erwerber für jede bedingte Kaufpreiskomponente eine Verbindlichkeit zu
erfassen. Änderungen im Wert dieser Verbindlichkeit nach dem Erwerbszeitpunkt werden, soweit erforderlich, in Übereinstimmung mit
anderen IFRS und nicht durch Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfasst. Der geänderte IFRS 3 behandelt zudem
Unternehmenszusammenschlüsse, die nur Gegenseitigkeitsunternehmen betreffen, und Unternehmenszusammenschlüsse, die einzig
und allein durch einen Vertrag zustande kommen. ZMD AG wird den geänderten Standard prospektiv für
Unternehmenszusammenschlüsse, die am oder nach dem 1. Januar 2010 stattfinden, anwenden. Die Änderungen können zu einer
größeren Ergebnisvolatilität der ZMD AG auch in den Perioden nach möglichen Unternehmenserwerben führen.
Der Standard IFRS 9 „Finanzinstrumente : Klassifizierung und Bewertung“ beinhaltet neue Vorschriften für die Klassifizierung und
Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Die Regelungen treten ab dem 1. Januar 2013 in Kraft; eine vorzeitige Anwendung ist
gestattet.
Sämtliche bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden danach entweder
zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein Schuldinstrument (z.B. eine Darlehensforderung),
welches (1) innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten wird, das auf die Erzielung der vertraglichen Zahlungsströme ausgerichtet ist,
und (2) vertragliche Zahlungsströme besitzt, die lediglich die Zahlung von Zinsen auf das ausstehende Nominal sowie die Tilgung
vorsehen, werden regelmäßig zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle anderen Instrumente werden grundsätzlich
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Es ist zu erwarten, dass neue Anforderungen für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten, für die Ausbuchung
von Finanzinstrumenten, für die Erfassung von Wertminderungen sowie für die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen im Laufe
des Jahres 2010 IFRS 9 ergänzen werden. Dies kann im Ergebnis dazu führen, dass die bisherigen Regelungen des IAS 39 und IFRS 7
vollständig ersetzt werden.
Der Endorsement-Prozess durch die EU wurde verschoben, bis Klarheit über diese zusätzlichen Neuerungen besteht. Die Auswirkungen
der Änderung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG werden noch untersucht.
Die Änderungen an IAS 24 vereinfachen die Angabepflichten für Unternehmen, die von einer Regierung kontrolliert, gemeinschaftlich
geleitet oder maßgeblich beeinflusst werden (die se werden als regierungsnahe Unternehmen bezeichnet). Zusätzlich wird die Definition
einer nahestehenden Person klargestellt. Im Ergebnis führt die Änderung an IAS 24 zu einer teilweisen Ausnahme von Angabepflichten
des IAS 24 für regierungsnahe Unternehmen.
Der überarbeitete Standard tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen; eine vorzeitige
Anwendung ist gestattet. Der überarbeitete Standard wurde noch nicht von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses
übernommen. Die Änderungen haben keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Die Änderung an IAS 27 „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS” ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Juli 2009 beginnen. Die Änderung wurde in europäisches Recht übernommen. Der geänderte IAS 27 verlangt, dass ein Unternehmen
das Gesamtergebnis auf die Eigner des Mutterunternehmens und die nicht beherrschenden Anteile (vormals „Minderheitenanteile“)
verteilt, auch wenn das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile einen negativen Betrag aufweist (der aktuelle Standard verlangt,
dass in den meisten Fällen übersteigende Verluste den Eigentümern des Mutterunternehmens belastet werden). Der geänderte Standard
legt fest, dass Veränderungen am Anteil des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, der nicht zum Verlust der Kontrolle
führt, als Eigenkapitaltransaktion zu bilanzieren ist. Außerdem behandelt der Standard, wie ein Unternehmen Gewinne oder Verluste
durch den Verlust der Kontrolle über ein Tochterunternehmen zu bewerten hat. Zum Zeitpunkt des Verlustes der Kontrolle über ein
Tochterunternehmen muss jedes einbehaltene Investment zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Änderungen haben
voraussichtlich keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.

Die Änderung an IAS 32 betrifft Rechte, Optionen und Optionsscheine, welche ansonsten die Definition von Eigenkapitalinstrumenten
aus IAS 32.11 erfüllen würden und emittiert wurden, um eine feste Anzahl eigener originärer Eigenkapitalinstrumente des
Unternehmens im Austausch gegen einen in irgendeiner Währung festgelegten Betrag zu erwerben. Derartige Instrumente können als
Eigenkapitalinstrumente klassifiziert werden, vorausgesetzt, dass die Emission proportional an alle bestehenden Gesellschafter
derselben Kapitalklasse originärer Instrumente stattgefunden hat.
Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist
gestattet. Die Änderung wurde von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Änderungen haben voraussichtlich
keine Auswirkung auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Die Ergänzungen zu IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von
Sicherungsbeziehungen“ stellen die Prinzipien klar, nach denen bestimmt wird, was ein abgesichertes Risiko darstellt sowie welche
(Teile von) Zahlungsströme(n) für eine Designation unter bestimmten Umständen in Frage kommen. Die Änderungen sind für
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden und wurden von der EU im Rahmen des Endorsement-
Verfahrens übernommen. Die Änderungen haben voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 14 und IAS 19 „Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre
Wechselwirkung” wurde geändert, um eine unbeabsichtigte Folge von IFRIC 14 zu beseitigen. Diese führte dazu, dass Unternehmen in
bestimmten Fällen keine vorausgezahlten Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften als Vermögenswert ansetzen
dürfen.
Die Änderung tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist gestattet.
Die Änderung wurde noch nicht von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Änderungen haben
voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 15 „Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien” behandelt, wie Gesellschaften bestimmen, ob eine Vereinbarung über
die Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 „Fertigungsaufträge” oder IAS 18 „Erlöse” fällt und zu welchem
Zeitpunkt Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien erfasst werden. Die Anwendung dieser Interpretation hat keine
Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 16 „Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb” ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Oktober 2008 beginnen, anzuwenden. Allerdings wurde im Rahmen der Übernahme in europäisches Recht das Datum der erstmaligen
Anwendung innerhalb der EU auf den 1. Juli 2009 verschoben. Die Interpretation beinhaltet Leitlinien zu den detaillierten
Voraussetzungen der Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb für bestimmte Fälle von
Designationen in Zusammenhang mit IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“. Die Ausweitung der Anwendung dieser
Interpretation auf den Gruppenabschluss der ZMD AG wird derzeit untersucht.
IFRIC 17 „Sachausschüttungen an Eigentümer” ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden. Die
Interpretation wurde in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation beinhaltet Leitlinien zur angemessenen bilanziellen
Behandlung für Fälle, in denen eine Gesellschaft unbare Sachausschüttungen an Eigentümer vornimmt. Außerdem werden Situationen
erläutert, in denen Unternehmen ihre Eigentümer vor die Wahl stellen, entweder unbare Sachausschüttungen oder einen Barausgleich
zu erhalten. Die Anwendung dieser Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
IFRIC 18 „Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden” ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen,
anzuwenden. Die Interpretation wurde in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation stellt die Bilanzierung von Übertragungen
von Vermögenswerten durch Kunden klar. Insbesondere werden die Umstände, unter denen die Definition eines Vermögenswertes
erfüllt ist, geklärt. Spezifiziert wird zudem, wie die separat identifizierbaren Dienstleistungen (eine oder mehrere Dienstleistungen im
Austausch für einen übertragenen Vermögenswert) zu identifizieren sind, und die Erfassung von Umsatzerlösen sowie die Bilanzierung
von Barübertragungen durch Kunden. Die Anwendung dieser Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD
AG.
IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente” betrifft die bisher unterschiedliche bilanzielle Abbildung
durch Unternehmen, die Eigenkapitalinstrumente herausgeben, um damit teilweise oder vollständig bestehende finanzielle
Verbindlichkeiten zu tilgen (oftmals als „debt to equity swaps“ bezeichnet). Die Interpretation kommt zu dem Schluss, dass die darauf
gerichtete Emission der Eigenkapitalinstrumente als gezahlte Gegenleistung anzusehen ist.
Falls die Emission der Eigenkapitalinstrumente dazu dient, nur einen Anteil der Verbindlichkeit zu tilgen, sollte das Unternehmen
beurteilen, inwieweit ein Teil der gezahlten Gegenleistung auf die Neuverhandlung des Teils der Verbindlichkeit entfällt, der nicht getilgt
wird.
IFRIC 19 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist gestattet. Die
Interpretation wurde noch nicht von der EU im Rahmen des Endorsement-Prozesses übernommen. Die Anwendung dieser Interpretation
hat keine Auswirkungen auf den Gruppenabschluss der ZMD AG.
Die Verbesserungen an den IFRSs (2009), die im April 2009 verabschiedet wurden und für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli
2009 oder 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden sind, wurden noch nicht in europäisches Recht übernommen. Die Verbesserungen
führen zu verschiedenen Änderungen von Details der Bilanzierungsmethoden der Gruppe. Davon führen manche lediglich zu einer
veränderten Terminologie, andere hingegen führen zu Änderungen, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die dargestellten
Werte haben.
3. Angaben zur Konsolidierung
a) Konsolidierungskreis
Alle Unternehmen, bei denen die ZMD AG mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt, sind in den
Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines
Unternehmens zu bestimmen.
Im Geschäftsjahr 2009 veränderte sich der Konsolidierungskreis nicht gegenüber dem Vorjahr.
Der Konzernabschluss umfasst somit zum Bilanzstichtag die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, sowie ein inländisches und
drei ausländische Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung erfasst werden.

Gesellschaften, bei denen die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG direkt oder indirekt die Möglic hkeit hat, die finanz- und
geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich zu beeinflussen (assoziierte Unternehmen), und Gemeinschaftsunternehmen (Joint
Ventures) werden nach der Equity-Methode bewertet.
Zum 31. Dezember 2009 wird gemäß IAS 28 eine ausländische Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss
unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen.
Eine Übersicht zum Konsolidierungskreis ist der Aufstellung des Anteilsbesitzes der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
Land
Name und Sitz der
Gesellschaft
Konsolidierungsstatus
Anteil am Kapital
%
Eigenkapital laut
Jahresabschluss
zum 31.12.2009
TEUR
anteiliger
Gewinn/ Verlust
TEUR
Konsolidierungskreis
a) Inland
Zentrum Mikroelektronik
Dresden AG, Dresden
(Muttergesellschaft)
71.109 -4.227
Micro Chip Design
Akademie GmbH,
Dresden
V
100,0
0
0
b) Ausland
USA
ZMD America, Inc. Santa
Clara
V
100,0
-6.928
-1.544
Hongkong
ZMD Fareast, Ltd.
V
100,0
-34
-14
Bulgarien
ZMD Eastern Europe
EOOD
V
100,0
68
42
Hongkong
Senterra, Ltd.
A
50,0
-65
*
-18
*
V:
Die mit V gekennzeichneten Gesellschaften wurden vollkonsolidiert.
A:
Die mit A gekennzeichneten Gesellschaften wurden im Wege der At-Equity-Bewertung einbezogen.
*:
Verlust bzw. Eigenkapital 2008, Ergebnis 2009 lag noch nicht vor.
Das Eigenkapital der ausländischen Gesellschaften wurde zum US-Dollar-Stichtagskurs (1,4405 bzw. 1,3976 im Vorjahr), zum Lew-
Stichtagskurs (jeweils 1,95583) bzw. zum HK-Dollar-Stichtagskurs (11,1652 bzw. 10,9759 im Vorjahr) in EUR umgerechnet. Das
Jahresergebnis wurde zum US-Dollar-Durchschnittskurs (1,3948 bzw. 1,4708 im Vorjahr), zum Lew-Durchschnittskurs (jeweils 1,95583)
und zum HK-Dollar-Durchschnittskurs (10,8114 bzw. 11,4541 im Vorjahr) umgerechnet.
b) Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag der ZMD AG (Mutterunternehmen),
d.h. den 31. Dezember 2009 aufgestellt.
Die Ergebnisse der im Laufe des Geschäftsjahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom
Zeitpunkt des Inkrafttretens des Erwerbs oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
einbezogen.
Bei Unternehmenserwerben bzw. Unternehmensneugründungen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode zum
Erwerbszeitpunkt. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Firmenwert ausgewiesen. Die Abschreibung
der Firmenwerte erfolgt nicht planmäßig, sondern wird jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Die Ermittlung der Unterschiedsbeträge im Rahmen der erstmaligen at equity-Bewertung erfolgt in gleicher Weise wie bei der
erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angepasst.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander
aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame
Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern. Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsgrundsätze sowie
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden.
c) Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder
Währung mit dem Kurs im Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs
umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen
erfasst.
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden nach dem Konzept der
funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden
erfolgsneutral im Eigenkapital unter einem gesonderten Posten erfasst. Aufwendungen und Erträge werden mit Durchschnittskursen
umgerechnet.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt entwickelt:
Währung
Stichtagskurs am
31.12.2009
Stichtagskurs am
31.12.2008
Durchschnittskurs
2009
Durchschnittskurs
2008
US-Dollar
1,4405
1,3976
1,3948
1,4708

Währung
Stichtagskurs am
31.12.2009
Stichtagskurs am
31.12.2008
Durchschnittskurs
2009
Durchschnittskurs
2008
HK-Dollar
11,1652
10,9759
10,8114
11,4541
Lew
1,95583
1,95583
1,95583
1,95583
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme der Neubewertung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten und Finanzinstrumenten
auf Grundlage der historischen Anschaffungs-oder Herstellungskosten aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
im ZMD-Konzern einheitlich angewendet und grundsätzlich beibeha lten.
1. Bilanz
Immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte sind gemäß IAS 38 zu den um planmäßige
Abschreibungen geminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten, welche linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer
von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben werden.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die
Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Aktivierte
Entwicklungskosten werden planmäßig über eine erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 Jahren abgeschrieben.
Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als Aufwand erfasst.
Durch die Anwendung von IFRS 3, IAS 36 und IAS 38 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht länger planmäßig abgeschrieben. Sie
werden zum Bilanzstichtag mittels eines Impairmenttests auf Werthaltigkeit überprüft. Die Ermittlung der Werthaltigkeit erfolgt mit Hilfe
der aktuellen Planungsdokumente und überprüft den bereits realisierten Profit mit der Planung. Der ermittelte Nutzungswert wird für
den Planungszeitraum mit einem Kapitalisierungszinssatz abdiskontiert. Eine eventuelle Wertminderung wird als Aufwand in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, bei zeitlich begrenzter Nutzung vermindert um planmäßige Abschreibungen
angesetzt. Sofern erforderlich, verringern Wertminderungen die (fortgeführten) Anschaffungs- und Herstellungskosten. Zuwendungen
der öffentlichen Hand werden grundsätzlich nach IAS 20 von den Anschaffungs- und Herstellkosten abgesetzt.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens entsprechend dem nach IAS 16 bestehenden Wahlrecht erfolgte nicht.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen
wirtschaftlichen Nutzens.
Eine Übersicht über die Nutzungsdauer der einzelnen Gruppen des Sachanlagevermögens liefert nachfolgende Tabelle:
Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
7–10
Andere Anlagen
7–10
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–10
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird entsprechend IAS 36 eine Wertminderung auf diesen
Wert vorgenommen.
Die Herstellungskosten der Sachanlagen umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Gemäß IAS 23 gehören Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau und der Herstellung eines Vermögenswertes zugeordnet
werden können, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes. Andere Fremdkapitalkosten werden als
Aufwand erfasst.
Leasingverhältnisse
Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen für ein Finanzierungsleasing erfüllt, wenn alle wesentlichen
Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Konzern übertragen werden.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu
ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der
Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ist innerhalb der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen zu zeigen.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung
der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, außer sie
lassen sich eindeutig einem qualifizierenden Vermögenswert zuordnen. In diesem Fall werden die Zinsaufwendungen in
Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien zu Fremdkapitalkosten aktiviert. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode, in der
sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei
denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte
Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die dazu führen, einen finanziellen Vermögenswert und eine finanzielle Verbindlichkeit der
Gesellschaft oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft zu erfassen.
Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden grundsätzlich getrennt
ausgewiesen. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald ZMD Vertragspartei des Finanzinstruments wird.

Finanzielle Vermögenswerte
Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Finanzinvestitionen, Forderungen gegenüber
Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, marktgängige Wertpapiere, Zahlungsmittel sowie
Zahlungsmitteläquivalente.
Finanzielle Vermögenswerte werden folgendermaßen klassifiziert:
a) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte,
b) zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
c) Kredite und Forderungen.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert zu
Handelszwecken gehalten wird.
Als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, die hauptsächlich
erworben wurden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Preis-bzw. Kursschwankungen zu erzielen.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Vom Konzern gehaltene Vermögenswerte, welche in einem aktiven Markt gehandelt werden und als zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte kategorisiert sind werden, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus
Marktwertänderungen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an
einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert.
Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger
Wertminderungen bewertet. Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden
Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst.
Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der
Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. Der Fair Value entspricht daher dem Bilanzwert zum
Stichtag.
Effektivzinsmethode
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes und
der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten
zukünftigen Einzahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstrumentes auf den Buchwert abgezinst werden.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte,
werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte
sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein
objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
kategorisiert, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder freiwillig als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
designiert wurden.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
Transaktionskosten erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden
gegenüber.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und
Genussrechtsvereinbarungen. Der Fair Value dieser Verbindlichkeiten entspricht nach Vergleich mit den aktuellen Marktzinsen zum 31.
Dezember 2009 dem Buchwert der Verbindlichkeiten.

Finanzinstrumente Buchwerte
31. Dezember 2009
Finanzielle
Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/-
äqui valente
Kredite und
Forderungen
Derivative
Finanzinstrumente
zur Veräußerung
verfügbare
Vermögenswerte
Flüssige Mittel
7.778
7.778
0
0
0
Kurzfristige Wertpapiere
1.982
0
0
0
485
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
2.586
0
2.586
0
0
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
1.126
0
1.126
0
0
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
35.241
0
35.184
0
57
Gesamt
48.713
7.778
38.896
0
542
31. Dezember 2009
Finanzielle Vermögenswerte
Handelsbestand
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Flüssige Mittel
0 7.778
Kurzfristige Wertpapiere
1.497
1.982
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0
2.586
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
0
1.126
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
0
35.241
Gesamt
1.497
48.713
Finanzinstrumente Buchwerte
31. Dezember 2009
Finanzielle Schulden
Fair Value sonstige Verbindlichkeiten Hedging Derivate Derivative Finanzinstrumente
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
769
769
0
0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen Übrige kurzfristige
2.951
2.951
0
0
Verbindlichkeiten
1.413
1.413
0
0
Finanzverbindlichkeiten langfristig
22.566
22.566
0
0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
600
600
0
0
Gesamt
28.299
28.299
0
0
31. Dezember 2009
Finanzielle Schulden
außerhalb des IAS 39
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
0
769
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen Übrige kurzfristige
0
2.951
Verbindlichkeiten
0
1.413
Finanzverbindlichkeiten langfristig
0
22.566
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
0
600
Gesamt
0
28.299
Finanzinstrumente Buchwerte
31. Dezember 2008
Finanzielle Vermögenswerte
Fair
Value
Zahlungsmittel/-
äquivalente
Kredite und
Forderungen
Derivative Finanz
instrumente
zur Veräußerung verfügbare
Vermögenswerte
Flüssige Mittel
11.358
11.358
0
0
0
Kurzfristige Wertpapiere
503
0
0
0
503
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
7.582
0
7.582
0
0
Übrige kurzfristige
Vermögenswerte
4.079
0
4.079
0
0
langfristige finanzielle
Vermögenswerte
29.517
0
29.415
0
102
Gesamt
53.039
11.358
41.076
0
605
31. Dezember 2008
Finanzielle Vermögenswerte
Handelsbestand
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Flüssige Mittel
0
11.358
Kurzfristige Wertpapiere
0
503
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0
7.582
Übrige kurzfristige Vermögenswerte
0
4.079
langfristige finanzielle Vermögenswerte
0
29.517
Gesamt
0
53.039
Finanzinstrumente Buchwerte
31. Dezember 2008
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige Verbindlich
keiten
Hedging
Derivate
Derivative Finanz
instrumente
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
643
643
0
0

Finanzinstrumente Buchwerte
31. Dezember 2008
Finanzielle Schulden
Fair
Value
sonstige Verbindlich
keiten
Hedging
Derivate
Derivative Finanz
instrumente
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
5.550
5.550
0
0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
1.335
1.225
0
110
Finanzverbindlichkeiten langfristig
22.728
22.728
0
0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
643
0
0
643
Gesamt
30.899
30.146
0
753
31. Dezember 2008
Finanzielle Schulden
außerhalb des IAS 39
Bilanzwerte
Gesamtbuchwerte
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
0
643
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0
5.550
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
0
1.335
Finanzverbindlichkeiten langfristig
0
22.728
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
0
643
Gesamt
0
30.899
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen Steuerbilanz
und der Konzernbilanz gebildet. Daneben sind latente Steuern aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen zu erfassen, sofern damit
zu rechnen ist, dass diese mit hinreichender Wahrscheinlichkeit genutzt werden können. Die Abgrenzungen werden in Höhe der
voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Realisation
gültigen Steuersatzes vorgenommen. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung in einem überschaubaren Zeitraum nicht zu
erwarten ist, werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird
vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswerten bewertet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich der
geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. Die Herstellungskosten enthalten
Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nach Maßgabe des IAS 23 bei der Bewertung von
Fertigungsaufträgen einbezogen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen.
Aus kundenspezifischen Auftragsentwicklungen (Fertigungsaufträge ) resultierende Entwicklungsaufwendungen sind, soweit die
Entwicklungsarbeiten am Bilanzstic htag noch nicht abgeschlossen sind, als unfertige Leistungen aktiviert.
Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten
Nettoveräußerungswerten liegen.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden gebildet, wenn ihnen
faktische oder rechtliche Verpflichtungen gegenüber Dritten zugrunde liegen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Der langfristige Anteil der Rückstellungen wird mit dem abgezinsten voraussichtlichen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
2. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden erfasst, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist, der Betrag der Umsatzerlöse
verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich Skonti, Preisnachlässen
und Rabatten ausgewiesen. Sie verteilen sich wie folgt auf die Business Lines und Absatzmärkte:
2009
2008
TEUR
%
TEUR
%
Automotive SoC
23.172
53,6
25.606
45,8
Standard Components
6.357
14,7
8.157
14,6
Medical
13.186
30,5
17.752
31,8
Wireless Sensing Net
1
0,0
3.237
5,8
Testhouse
549
1,2
1.120
2,0
43.265
100,0
55.872
100,0
Entgegen dem Vorjahresausweis wurden im Jahr 2009 die Business Lines Bus Interface und Consumer & Memory zur Business Line
Standard Components und die Business Lines Medical und Standard SSC Global zur Business Line Medical zusammengefasst.
2009
2008
TEUR
%
TEUR
%
Absatzmärkte
Inland
8.947
20,7
14.978
26,8
Ausland
34.479
79,7
41.142
73,6
./. Erlösschmälerungen
-161
-0,4
-248
-0,4
43.265
100,0
55.872
100,0
Der Umsatz aus Fertigungsaufträgen im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:

2009
2008
TEUR
%
TEUR
%
Standardproduktumsatz
6.864
15,9
8.200
14,7
Umsatz aus Fertigungsaufträgen
36.401
84,1
47.672
85,3
43.265
100,0
55.872
100,0
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
2009
TEUR
2008
TEUR
Fertige Erzeugnisse
-829
-2.009
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen
-2.728
507
-3.557
-1.502
In den Bestandsveränderungen sind Wertminderungen für unfertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 306) und für
Fertigerzeugnisse in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 151) enthalten.
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
2009
TEUR
2008
TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten
2.447
4.267
Aktivierte Nebenleistungen zum Sachanlagevermögen
0
11
2.447
4.278
In Summe wurden im Jahr 2009 Mio. EUR 13,3 (Vorjahr: Mio. EUR 14,3) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR
2.447 (Vorjahr: TEUR 4.267) die Aktivierungskriterien der IAS 38.10 ff. erfüllen.
4. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Auflösung von Rückstellungen
1.006
787
Fördermittel für Forschung und Entwicklung
869
378
Periodenfremde Erträge
592
131
Ertrag aus Schadenersatz
146
395
Erträge aus Geschäftsbesorgung
139
237
Ertrag aus Aktienverkäufen
14
0
Ertrag aus Kostenrückerstattung
12
22
Ertrag aus Anlagenabgang
4
31
Erträge aus Mieten einschließlich Nebenkosten
0
30
Erträge aus der Entkonsolidierung
0
372
Erträge aus Kursbewertungen
0
338
Übrige
258
384
3.040
3105
Die Fördermittel für Forschung und Entwicklung werden ertragswirksam erfasst, sobald die Voraussetzungen für eine Zahlung erfüllt
sind und eine entsprechende Zahlungsanforderung gestellt worden ist. Der im Vorjahr ausgewiesene Ertrag aus der Entkonsolidierung,
betrifft den Verkauf der FELIS GmbH & Co. Objekt Dresden KG mit einem Verlust von TEUR 93 sowie die IEE Vision Sensing GmbH mit
einem Gewinn von TEUR 465. Im Geschäftsjahr 2009 entstanden keine Erträge aus Entkonsolidierung.
5. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
12.545
16.208
Aufwendungen für bezogene Leistungen
3.219
6.330
15.764
22.538
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs-und Betriebsstoffe ist keine Wertminderung der Vorräte (Vorjahr: TEUR 6 Wertminderung)
enthalten.
6. Personalaufwand
2009
TEUR
2008
TEUR
Löhne und Gehälter
15.923
16.729
Personalaufwand aus Aktienoptionen
-666
-187
Soziale Abgaben
2.550
2.348
Personalaufwand
17.807
18.890
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

2009
TEUR
2008
TEUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
5.430
4.463
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Betriebsaufwand
5.323
5.792
Verwaltungsaufwand
2.356
2.998
Vertriebsaufwand
1.416
1.915
Übrige Aufwendungen
1.572
718
10.667
11.423
Die übrigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Zuführungen zu Rückstellungen
200
100
Kursverluste/Währungsbewertung
148
118
Schadenersatz
11
50
Periodenfremde Aufwendungen
0
2
Sonstiges
1.213
448
1.572
718
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens und Wertpapieren
2009
TEUR
2008
TEUR
2.002
1.773
Bei den ausgewiesenen Erträgen des Geschäftsjahres 2009 handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Darlehen an die
Aktionärin Global ASIC GmbH.
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2009
TEUR
2008
TEUR
841
684
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 141
(Vorjahr: TEUR 505), einem Ertrag aus der Stundung einer Kaufpreisforderung in Höhe von TEUR 184, sowie einem Ertrag aus der
Bewertung eines Finanzderivates (Zins-Swap) in Höhe von TEUR 516 (Vorjahr: TEUR 179).
11. Gewinne und Verluste aus assoziierten Unternehmen
2009
TEUR
2008
TEUR
FELIS GmbH & Co. KG
0 169
Senterra Limited
0
*)
-1
**)
0 168
*)
Abschluss 2009 liegt noch nicht vor
**)
Abschluss 2008 lag noch nicht vor
Die Beteiligung an der FELIS GmbH & Co. Objekt Dresden KG wurde im Jahr 2008 verkauft.
Der Abschluss der Senterra Ltd. lag zum Bilanzstichtag noch nicht vor. Die zuzurechnenden Verluste der Senterra Ltd. aus Vorjahren
haben bereits in Vorjahren den Beteiligungsansatz entsprechend der At-Equity-Bewertung im Konzernabschluss gemindert.
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen
2009
TEUR
2008
TEUR
Abschreibungen auf Finanzanlagen
8
0
Die Abschreibung auf Finanzanlagen resultiert aus der Bewertung von Darlehen nach der Effektivzinsmethode in Höhe von TEUR 8.
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Zinsen auf langfristige Verbindlichkeiten
1.396
1.618
Zinsen auf kurzfristige Verbindlichkeiten
59
0
Zinsaufwand aus Finanzderivaten
0
311
Sonstige
130
128
1.585
2.057

Das Finanzergebnis des ZMDI-Konzerns untergliedert nach Finanzinstrumenten entsprechend der Bewertungskategorien gemäß IAS 39
stellt sich wie folgt dar:
Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten betragen:
TEUR
Zinserträge
Zinsaufwand
aus übrigem Aufwand Ertrag
Ausgereichte Kredite und Forderungen
2.168
0
0
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
22
0
0
Zu Handelszwecken gehaltenen finanzielle Vermögenswerte
4
0
-10
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.641
0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
516
0
0
Summe Nettoergebnis
2.710
-1.641
-10
davon erfasst:
– erfolgswirksam
2.710
-1.641
-10
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
aus Folgebewertung
TEUR
Fair
Value
Währungs
umrechnung
Wertberich
tigung
Nettoergebnis
2009
Ausgereichte Kredite und Forderungen
-8
0
0
2.160
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
-18
0
0
4
Zu Handelszwecken gehaltenen finanzielle
Vermögenswerte
67
0
0
61
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
0
0
-1.641
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
0
0
0
516
Summe Nettoergebnis
41
0
0
1.100
davon erfasst:
– erfolgswirksam
59
0
0
1.118
– direkt im Eigenkapital
-18
0
0
-18
TEUR
Zinserträge
Zinsaufwand
aus übrigem Aufwand Ertrag
Ausgereichte Kredite und Forderungen
1.760
0
0
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
12
0
0
Zu Handelszwecken gehaltenen finanzielle Vermögenswerte
0
0
0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten
0
-1.618
0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
0
-311
0
Summe Nettoergebnis
1.772
-1.929
0
davon erfasst:
– erfolgswirksam
1.772
-1.929
0
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
aus Folgebewertung
TEUR
Fair
Value
Währungs
umrechnung
Wertberich
tigung
Nettoergebnis
2008
Ausgereichte Kredite und Forderungen
0
0
0
1.760
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente
21
0
0
33
Zu Handelszwecken gehaltenen finanzielle
Vermögenswerte
0000
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte
Verbindlichkeiten
0
0
0
-1.618
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
179
0
0
-132
Summe Nettoergebnis
200
0
0
43
davon erfasst:
– erfolgswirksam
200
0
0
43
– direkt im Eigenkapital
0
0
0
0
14. Ertragsteuern
2009
TEUR
2008
TEUR
Tatsächlicher Steuerertrag /-aufwand (-) Inland
73
-39
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland
-19
-162
Latenter Steueraufwand Inland
-2.035
-1.678
Latenter Steueraufwand (-)/-ertrag Ausland
-13
17
-1.994
-1.862
Im tatsächlichen Steuerertrag sind periodenfremde Steuererträge von in- und ausländischen Unternehmen in Höhe von TEUR 73
enthalten (Vorjahr: TEUR 0).
Der latente Steueraufwand des Berichtsjahres ergibt sich wie folgt:

2009
TEUR
2008
TEUR
Steuereffekt des
Berichtsjahres
TEUR
Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten aus
Verlustvorträgen
7.626
9.155
-1.529
Temporären Differenzen
– aus Entwicklungskosten
-2.278
-2.442
164
– anderen immateriellen Vermögensgegenständen
-1.129
-720
-409
– aus Rückstellungen
0 23 -23
Übrige
77
326
-249
4.296
6.342
-2.046
Aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge der ZMD AG entstand im Geschäftsjahr 2009 ein latenter Steueraufwand i.H.v. TEUR
1.529 (Vorjahr: TEUR 473 Steueraufwand).
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres kann wie folgt auf den Periodenerfolg übergeleitet werden:
2009
TEUR
2008
TEUR
Ergebnis vor Steuern
-3.223
5.007
Ertragsteuersatz (inkl. Gewerbesteuer) der ZMD AG (in %)
31,58 %
31,58 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand
-1.018
1.581
Steuersatzunterschiede Ausland
-137
-40
Effekt aus assoziierten Unternehmen
0
-32
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge
-217
-67
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen
120
150
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge
-73
0
Auswirkung von ungenutzten und nicht als latente Steueransprüche
erfassten steuerlichen Verlusten und Aufrechnungsmöglichkeiten
3.501
300
Sonstige Abweichungen
-182
-30
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand
1.994
1,862
Effektive Steuerbelastung
-61,87 %
37,19 %
Der für die oben dargestellte Überleitungsrechnung der Jahre 2009 und 2008 angewendete Steuersatz entspricht dem von der ZMD AG
in Deutschland zu leistenden Unternehmensteuersatz von 31,58 % auf steuerbare Gewinne gemäß dem Steuersatz dieser Jurisdiktion.
Bei der Ermittlung wurden bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 81.235 (Vorjahr: TEUR
81.179) und zur Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 21.162 (Vorjahr: TEUR 21.028) zugrunde gelegt. Durch die beschlossene
Mindestbesteuerung wird die Realisierbarkeit der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verluste ab dem
Veranlagungszeitraum 2004 zeitlich verzögert.
Aufgrund der vorliegenden Planungsrechnungen ist davon auszugehen, dass körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR
27.128 (Vorjahr: TEUR 36.926) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 21.162 (Vorjahr: TEUR 21.028) mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit durch zukünftige zu versteuernde Ergebnisse innerhalb eines Planungshorizonts von fünf Jahren
(Vorjahr: von sechs Jahren) genutzt werden können. Die Verwertung der verbleibenden Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer ist
aufgrund der vorliegenden Planung noch nicht einschätzbar.
Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge der MCDA GmbH, der ZMD Fareast Ltd. sowie der ZMD America, Inc. wurden keine aktiven
latenten Steuern abgegrenzt.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte zum erwarteten kombinierten Ertragsteuersatz der jeweiligen Gesellschaft. Dabei wurde für
latente Steuerabgrenzungen auf Ebene der ZMD AG die Definitivbesteuerung mit dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15 %
(Vorjahr: 15 %) zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag sowie einem Gewerbesteuersatz von 15,75 % (Vorjahr: 15,75 %) zugrunde gelegt.
IV. Einzelangaben zur Bilanz
Als (a) kurzfristig bzw. (b) langfristig werden Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen, wenn erwartet wird, dass sie (a) innerhalb
von zwölf Monaten bzw. (b) nach mehr als zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im
Anlagenspiegel dargestellt.
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
678
575
Die aktivierten Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten werden linear über die Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.
2. Geschäfts- und Firmenwerte
Die im Konzernabschluss bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren ausschließlich aus der Kapitalkonsolidierung zum
Zeitpunkt des Erwerbs von Tochtergesellschaften.
Der am Bilanzstichtag durchgeführte Impairmenttest zum Nachweis der Werthaltigkeit des Firmen

wertes der ZMD Reining Inc. führte zu einer Wertberichtigung.
Die Firmenwerte beziehen sich auf die folgenden Gesellschaften:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
ZMD Reining, Inc.
Anschaffungskosten (nach Umrechnung in TEUR)
1.252
1.291
Wertminderungsaufwand des Berichtsjahres
-610
0
./. bereits berücksichtigte Abschreibungen (nach Umrechnung in TEUR)
-362
-393
Buchwert
280
898
ZMD Fareast Limited
Anschaffungskosten
1
1
./. bereits berücksichtigte Abschreibungen
-1
-1
Buchwert
0 0
ZMD Eastern Europe EOOD
Anschaffungskosten
3
3
./. bereits berücksichtigte Abschreibungen
-3
-3
Buchwert
0 0
MCDA GmbH
Anschaffungskosten
45
44
./. bereits berücksichtigte Abschreibungen
-45
-44
Buchwert
0 0
280
898
3. Entwicklungsleistungen
Im Berichtsjahr wurden Mio. EUR 13,3 (Vorjahr: Mio. EUR 14,3) in die Forschung und Entwicklung investiert, von denen TEUR 2.447
(Vorjahr: TEUR 4.267) die Aktivierungskriterien der IAS 38 erfüllen.
Soweit die Aktivierung vorgenommen wurde, erfolgt ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit die planmäßige
Abschreibung des Vermögenswertes über die geschätzte Nutzungsdauer.
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Entwicklungsprojekte abgeschlossen
2.159
1.265
Entwicklungsprojekte nicht abgeschlossen
5.015
6.446
7.174
7.711
Von den zum Berichtszeitpunkt aktivierten Projekten im Wert von TEUR 6.924 unterliegen Projekte mit einem Restbuchwert von TEUR
2.159 bereits einer planmäßigen Abschreibung. Die Abschreibung für diese Projekte betrug in 2009 TEUR 1.280 (Vorjahr: TEUR 2.471),
davon außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 1.059) aufgrund fehlender Absatzmöglichkeiten. Die
Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen” enthalten.
Die restlichen Projekte i.H.v. TEUR 5.015 (Vorjahr: TEUR 6.446) sind noch im Entwicklungsstadium. Für nicht abgeschlossene
Entwicklungsprojekte wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.705 (Vorjahr: TEUR 304) vorgenommen.
Mit den Entwicklungsleistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2009 erstmalig Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 114 aktiviert. Als
Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 % angesetzt.
4. Sachanlagevermögen
Es bestehen Verfügungsbeschränkungen durch Sicherungsübereignungen in Höhe von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.734).
Die Kürzung der Anschaffungskosten des Sachanlagevermögens aufgrund der Investitionszulage beträgt im Berichtsjahr TEUR 54
(Vorjahr: TEUR 229).
a. Technische Anlagen und Maschinen
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
509
648
b. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
5.007
5.758
c. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
7 289
5. a. Finanzanlagen
At equity-bewertete Beteiligungen

Die at equity-bewerteten Beteiligungen sind am Stichtag vollständig wertberichtigt.
b. Ausleihungen an Gesellschafter
Im Jahr 2009 wurden an die Hauptaktionärin Global ASIC GmbH drei neue Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 3.800 ausgereicht. Ein
in den Vorjahren ausgegebenes Darlehen, dessen Laufzeit im März 2009 endete, wurde prolongiert. Alle Darlehen werden marktüblich
verzinst. Die Effektivzinssätze dieser Darlehen liegen zwischen 4,14 % und 7,28 %. Die Zinsen für bestehende Darlehen werden
aktiviert und sind endfällig. Der Nominalwert der Ausleihungen beträgt TEUR 32.598. Die bis zum Bilanzstichtag aktivierten Zinsen
betragen TEUR 2.555, davon entfallen auf das Berichtsjahr TEUR 1.978.
c. Ausleihungen an at equity-bewertete Unternehmen
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
31
32
Bei den Ausleihungen handelt es sich um Darlehen an die Senterra Limited. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember
2011 und werden marktüblich verzinst.
d. Sonstige Wertpapiere
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Wertpapiere ATZ
57
44
Übrige Wertpapiere
0
58
57
102
Die Wertpapiere dienen teilweise zur Sicherung der Wertguthaben, welche die Arbeitnehmer im Rahmen ihrer Teilnahme an dem
Blockmodell zur Altersteilzeit bereits erworben haben.
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Geldmarktfonds, die im Morning Star Rating aktuell drei Sterne erhalten.
6. Latente Steueransprüche
Der Posten ist bei der Darstellung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erläutert.
7. Vorräte
Die Positionen setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
337
356
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen
10.558
13.286
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
2.169
3.025
13.064
16.667
Mit den unfertigen Leistungen wurden gemäß IAS 23 im Jahr 2009 erstmalig Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 132 aktiviert. Als
Finanzierungskostensatz wurde der gewichtete Durchschnittszins für Fremdkapitalpositionen in Höhe von 7,01 % angesetzt.
8. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Aufteilung der kurzfristigen Forderungen ist wie folgt:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.586
7.582
Sonstige Vermögenswerte
722
3.219
Steuerforderungen
511
889
3.819
11.690
Erkennbaren Risiken wurde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Genüge getan. Die entsprechenden Forderungen wurden
vollständig wertberichtigt. Die Wertberichtigungen betrugen TEUR 475 (Vorjahr: TEUR 503). Für Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 1.435 (Vorjahr: TEUR 2.822), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine
Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit der Schuldner festgestellt wurde und mit einer
Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
In den Sonstigen Vermögenswerten des Vorjahres ist eine Forderung gegen die Nanoelektronik-ZentrumDresden GmbH in Höhe von
TEUR 3.000 aus dem Verkauf eines Grundstücks mit 4 Büro und Produktionsgebäuden enthalten. Diese Forderung wurde im
Geschäftsjahr 2009 ausgeglichen.
Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
bis 30 Tage
897
2.325
30 bis 60 Tage
23
200
60 bis 90 Tage
0 99
über 90 Tage
515
198
1.435
2.822

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 333) Positionen, die den
Entwicklungsaufträgen zuzurechnen sind.
Veränderung der Wertminderungen
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Stand zum Beginn des Jahres
503
213
Wertminderung von Forderungen
475
415
Aufgrund von Uneinbringlichkeit abgeschriebene Beträge
-382
-125
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen
0
0
Wertaufholungen
-122
0
Abzinsung
0 0
Stand zum Ende des Jahres
474
503
9. Sonstige Wertpapiere
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Anleihen
1.222
0
Aktien
226
0
Aktien- bzw. Rentenfonds
49
0
Geldmarktfonds
485
503
1.982
503
Die sonstigen Wertpapiere sind gemäß IFRS 7.8 (d) als zum beizulegenden Zeitwert bewertete zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte sowie für zu Handelszwecken gehaltene Schuldverschreibungen einzustufen. Die vom Konzern gehaltenen
Schuldverschreibungen sind am Kapitalmarkt notiert. Die Anleihen verbriefen Verzinsungen zwischen 3,5 % und 9,5 % p.a. Die
Gegenparteien besitzen mindestens ein Rating der Klasse BBB+. Keiner dieser Vermögenswerte ist überfällig oder wertgemindert.
Die Analyse der Finanzinstrumente auf Basis der dreistufigen Hierarchie entsprechend IFRS 7 ergab, dass die sonstigen Wertpapiere in
Stufe 1 einzuordnen sind. Stufe 1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sic h aus notierten Preisen auf aktiven
Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben.
10. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Die Bankbestände setzen sich wie folgt zusammen:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Laufende Konten und Kassenbestände
4.605
4.104
Laufende USD -Konten
627
200
Laufende HKD-Konten
6
9
Tagesgelder und Festgelder
2.524
7.045
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen
16
36
7.778
11.394
Das Ausfallrisiko bei liquiden Mitteln wird als gering eingeschätzt.
Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen als Mietkautionskonto, welches aufgrund des Mietvertrages für das Münchner
Büro zugunsten des Vermieters verpfändet ist.
11. Eigenkapital
Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität sowie der Kreditwürdigkeit des ZMDI-Konzerns
sind die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements. Die Reduzierung der Kapitalkosten und die Verbesserung des Cashflows aus der
Finanzierungstätigkeit tragen hierzu ebenso bei wie die Optimierung der Kapitalstruktur und ein effektives Risikomanagement.
In Bezug auf die Kreditwürdigkeit zielt die Finanzstrategie des ZMDI-Konzerns auf eine gute Bonitätseinstufung ab, die den Zugang zu
einer breiten Basis für die Finanzierung gewährleistet.
a. Grundkapital
Das Grundkapital von TEUR 11.800 ist voll eingezahlt und setzt sich aus 11.800.000 nennwertlosen Stückaktien zusammen.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 5. Dezember 2007 die Anpassung der Beschlüsse vom 9. Juli 2001, 4.
September 2002, 20. Januar 2003 sowie 29. März 2004 über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals beschlossen.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 449.750,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen,
bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Erhöhung dient der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen des ZMD Stock Option
Plans 2001.
Weiterhin beschloss die Hauptversammlung am 5. Dezember 2007 die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 730.250,00
durch Ausgabe von neuen Stückaktien, lautend auf den Namen (Bedingtes Kapital II).
Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte.
b. Kapitalrücklage

Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert zum einen aus der Bilanzierung eines Ertrages in Höhe von TEUR 666 aus dem Stock
Option-Programm der ZMD AG gemäß IFRS 2. Durch das Ausscheiden von Mitarbeitern fielen Aktienoptionen, für die in den Vorjahren
eine Kapitalrücklage gebildet wurde, an die ZMD AG zurück.
In der außerordentlichen Hauptversammlung der ZMD AG vom 9. November 2009 wurde der Beschluss über die Ermächtigung der
Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien gefasst. Mit Notarvertrag vom 23. November 2009 verkaufte die IKB Equity Capital Fund I
GmbH & Co. KG ihre bis zu diesem Zeitpunkt gehaltenen 750.000 Aktien an die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG. Die
Kapitalrücklage wurde in Höhe des Kaufpreises vermindert. Die eigenen Anteile können als Akquisitionswährung verwendet werden.
Aufgrund eines Vorstandsbeschlusses der ZMD AG vom 31. März 2010 wurde die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.199 mit Verlusten
verrechnet.
TEUR
31.12.2008
48.468
Verwendung für Aktienrückkauf
-2.400
Rückgabe von Aktienoptionen
-666
Verrechnung mit Verlusten
-1.199
31.12.2009
44.203
12. Langfristige Schulden
a. Sonstige Rückstellungen
Stand 1.1.2009
TEUR
Verbrauch
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand 31.12.2009
TEUR
Rückstellung für Altersteilzeit
21
0
17
38
21 0 17 38
Seit 2004 haben die Mitarbeiter der ZMD AG, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, aufgrund einer Betriebsvereinbarung
einen Anspruch auf eine Altersteilzeitbeschäftigung. Die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung durch anspruchsberechtigte
Mitarbeiter ist dabei zum Bilanzstichtag grundsätzlich ungewiss. Für diejenigen Mitarbeiter, für die eine Inanspruchnahme der
Altersteilzeitregelung zum Bilanzstichtag wahrscheinlich zu erwarten ist, wurde eine Rückstellung in Höhe von insgesamt TEUR 85 für
die zukünftigen finanziellen Belastungen durch die zu gewährenden Aufstockungsbeträge sowie den Erfüllungsrückstand der zu
zahlenden Löhne und Gehälter gebildet.
b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen am Bilanzstichtag nicht.
c. Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Nominalbetrag
22.000
22.000
Zinsabgrenzung
129
246
Transaktionskosten
-365
-609
21.764
21.637
Die ZMD AG konnte sich im Jahr 2005 erfolgreich an zwei neu aufgelegten Kapitalmarktprogrammen beteiligen. Die Nominalbeträge
belaufen sich auf TEUR 12.000 bzw. TEUR 10.000. Beide Vereinbarungen haben eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Garantiegewinn beträgt
6,80 % p.a. des ausgereichten Nominalbetrages bzw. 7,27 % p.a. Bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ergeben sich Aufschläge
zwischen 1,0 % und 2,0 % auf die Nominalbeträge.
d. Erhaltene Anzahlungen
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
0 264
e. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Unter dem Posten werden die Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen für Equipment ausgewiesen. Die geschlossenen Verträge haben
eine Laufzeit von 36 bzw. 60 Monaten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden von der Gesellschaft als kurz- bzw. langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Kurzfristiger Anteil (Fälligkeit innerhalb 1 Jahres)
448
605
Langfristiger Anteil (Fälligkeit> 1 Jahr)
802
1.091
1.250
1.696
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag zu deren Barwert.
Künftige Mindestleasingzahlungen
31.12.2009
TEUR
Fällig innerhalb eines Jahres
516
Fällig zwischen einem und fünf Jahren
869

31.12.2009
TEUR
1.385
Zukünftige Zinsanteile der Finanzierungsleasingverträge
135
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.250
davon fällig innerhalb eines Jahres
448
davon fällig zwischen einem und fünf Jahren
804
f. Sonstige Verbindlichkeiten
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
600
643
13. Kurzfristige Schulden
a. Rückstellungen
Die kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
1.1.2009
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2009
TEUR
Steuern
25
0
17
8
10
10
Personal
2.834
1
1.798
939
1.311
1.409
Gewährleistung
110
0
24
0
198
284
Sonstiges
1.311
1
332
68
252
1.164
Summe
4.280
2
2.171
1.015
1.771
2.867
Personalbereich
Im Personalbereich sind Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Ausgleichsabgabe nach Schwerbehindertengesetz,
Altersteilzeit, Tantieme und sonstige Einmalzahlungen enthalten.
Gewährleistungen
Die Rückstellung berücksichtigt mögliche Regressansprüche von Kunden im Rahmen der allgemeinen Liefer- und Leistungsbedingungen.
Sie wurde pauschal auf Grundlage von Vergangenheitserfahrungen gebildet. Außerdem wurde für einen eventuell auftretenden
Garantiefall eine Einzelgewährleistungsrückstellung gebildet.
Sonstiges
Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Prozesskosten, Prüfungs-, Beratungs- und Abschlusskosten sowie Grundsteuer.
b. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
321
38
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 315 durch Forderungsabtretung besichert.
c. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
435
133
Die von der ZMD AG abgeschlossenen Verträge über NRE Leistungen enthalten in der Regel „Milestones”, die meistens zeitgleich die
Teilvergütungen bestimmen.
d. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie
laufende Kosten. Das durchschnittlich in Anspruch genommene Zahlungsziel für Warenlieferungen und Leistungen beträgt 42 Tage.
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
2.951
5.550
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 486) Positionen enthalten, die den
Entwicklungsaufträgen zuzuordnen sind. In der Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt
überfällige Verbindlichkeiten von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 1.890) enthalten.
e. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
448
605
f. Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten untergliedern sich wie folgt:

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Beiträge zur Sozialversicherung
54
40
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
12
6
Übrige
1.340
1.056
1.406
1.102
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer
7
233
7 233
1.413
1.335
14. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 11.432. Im Einzelnen
betreffen diese Verpflichtungen Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge sowie Lizenzgebühren und weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
bis zu 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeiten
zwischen 1 und 5
Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Leasing technischer Anlagen und Maschinen/EDV
28
4
0
Wartungsvertrag/Lizenzen
730
2.300
0
Geschäftsraummietverträge
1.244
3.636
2.837
Sonstige
329
324
0
2.331
6.264
2.837
Die Wartungs- und Lizenzgebühren betreffen im Wesentlichen den Lizenz- und Wartungsvertrag mit der Cadence Design System GmbH.
Mit der X-FAB Dresden GmbH & Co. KG wurde im Jahr 2007 ein Immobilienmietvertrag für den „Campus” und den Geschäftsbereich
Testhouse geschlossen. Der Vertrag für den Bereich Testhouse hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Dieser Mietvertrag verlängert sich
jeweils um zwei Jahre, wenn keine Seite mit einer Frist von 12 Monaten zum jeweiligen Vertragsende schriftlich kündigt. Die gleichen
Konditionen beinhaltet der Mietvertrag mit der NanoelektronikZentrumDresden GmbH.
Der Immobilienmietvertrag für den „Campus” ZMD hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2019.
15. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Finanzinstrumente werden in originäre und derivative Finanzinstrumente unterschieden.
Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die flüssigen Mittel, die Forderungen und die
Wertpapiere. Auf der Passivseite entsprechen die originären Finanzinstrumente weitgehend den Verbindlichkeiten. Soweit bei
finanziellen Vermögenswerten erhöhte Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
16. Finanzmarktrisiken
Der ZMDI-Konzern ist als weltweit operierendes Unternehmen Finanzmarktrisiken ausgesetzt, die aus einer Änderung von Zinssätzen,
Fremdwährungskursen und Veränderungen der Bankenlandschaft resultieren können. Diese Risiken werden im Rahmen unserer üblichen
Geschäfts- und Finanzaktivitäten gehandhabt.
Zur Darstellung der Finanzmarktrisiken verwendet der ZMDI-Konzern grundsätzlich die Sensitivitätsanalyse. Diese ist ein weit
verbreitetes Instrument zur Messung von Finanzmarktrisiken und ermöglicht die Beurteilung derartiger Risikopositionen.
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn sich
bestimmte Parameter im definierten Umfang ändern. Der Risikoabschätzung liegen folgende Annahmen zugrunde:
die Auf- und Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar um 5 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurven aller Währungen um 50 Basispunkte (0,50 Prozentpunkte).
Die in der Sensitivitätsanalyse ermittelten potentiellen wirtschaftlichen Auswirkungen basieren auf dem Eintritt der unterstellten
ungünstigsten Marktveränderungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der
tatsächlich eingetretenen Marktentwicklungen deutlich abweichen.
a) Wechselkursrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des ZMDI-Konzerns sind das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse und
Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Diese bestehen vor allem zwischen dem Euro und dem US-Dollar.
Die Währungskursrisiken resultieren aus operativen Tätigkeiten, Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen. So werden beispielsweise
Assembly- und Testleistungen aus Südostasien in US-Dollar bezogen oder Investitionsgüter erworben, die auf dem weltweiten
Halbleitermarkt üblicherweise in US-Dollar angeboten werden. Zudem bestehen konzerninterne Finanzierungen in Fremdwährung.
Die Untersuchung am Bilanzstichtag ergab, dass US-Dollarzahlungseingängen zeitnah entsprechende US-Dollarzahlungsausgänge
gegenüberstehen. Aufgrund dieses sog. Natural Hedging sind Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben im Planjahr 2010 ausgeglichen
und bedürfen somit keiner Sicherung.
Die in einer Sensitivitätsanalyse untersuchten Auswirkungen einer Wechselkursveränderung auf die in Fremdwährung gewährten
Darlehen an die ZMD America Inc. weisen folgende Ergebnisse auf. Bei einer Euro-Aufwertung um 5 Prozentpunkte hätte dies für den

Konzern einen negativen Effekt durch die Verringerung der Darlehensforderung in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 327). Bei einer
USD-Aufwertung um 5 Prozentpunkte würde sich ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 361) ergeben.
Die beschriebenen Auswirkungen würden das Periodenergebnis verändern. Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben sich nicht.
b) Zinsänderungsrisiko
Die gegenwärtig bestehenden langfristigen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns weisen grundsätzlich eine feste Zinsbindung aus.
Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich am Marktzinsniveau.
Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Somit ergeben sich keine Auswirkungen auf das
Periodenergebnis oder auf das Eigenkapital.
17. Bonitäts - und Kreditrisiken
Am Abschlussstichtag bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei Krediten und Forderungen. Das maximale
theoretische Ausfallrisiko besteht für alle finanziellen Vermögenswerte in Höhe des Buchwertes. Ein Liquiditätsrisiko besteht gegenwärtig
nicht.
Der zu sichernde Forderungsbestand des ZMDI-Konzerns wurde durch die Hermes Warenkreditversicherung zu durchschnittlich 62 %
abgedeckt. Damit wurde die mögliche Belastung aus Forderungsausfällen für die ZMD AG minimiert.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen
Verbindlichkeiten der ZMD AG ersichtlich:
Buchwert
31.12.2009
TEUR
Cashflow bis 1
Jahr
TEUR
Cashflow>1 Jahr
bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow>5 Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Genussrechtsdarlehen
21.764
1.543
24.443
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
321
321
0
0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
1.251
516
869
0
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
1.748
1.748
0
0
V. Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ZMDI-Konzerns im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse
verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.762 (Vorjahr: TEUR 11.358). Eine im
Vorjahr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesene Einzahlung aus dem Verkauf von Immobilien in Höhe von TEUR
1.000 wurde in den Cashflow aus Investitionstätigkeit umgegliedert. Der Ausweis des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit für das
Vorjahr änderte sich in der Folge von TEUR 6.193 auf TEUR 5.193. Der Ausweis des Vorjahres Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde
im Zuge dieser Anpassung von TEUR -5.692 auf TEUR -4.692 verändert.
Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu berichten.
VII. Mitarbeiter
Die Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
2009
2008
Gewerbliche Arbeitnehmer
40
43
Angestellte
245
220
285 263
Auszubildende
3
5
288
268
VIII. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und nahe stehenden Personen
1. Nahestehende Unternehmen
Global ASIC GmbH:
Größte Aktionärin zum Ende des Geschäftsjahres 2009 war mit 83,64 % die Global ASIC GmbH, Dresden.
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Darlehen einschl. Zinsen
35.153
29.383
Die Global ASIC GmbH ist Gesellschafter der ZMD AG und hält 83,64 % des Grundkapitals.
Im Jahr 2009 erfolgte die Verlängerung eines bereits im Jahr 2006 ausgereichten Darlehens, einschließlich der darauf angefallenen
Zinsen. Des Weiteren wurden am 30. Juni 2009 und am 30. Dezember 2009 zwei weitere Darlehen über jeweils TEUR 650 sowie am 30.
April 2009 ein Darlehen über TEUR 2.500 ausgereicht. Die Darlehen an die Global ASIC GmbH werden marktüblich verzinst. Die Zinsen
für alle gewährten Darlehen werden bis zur Endfälligkeit gestundet und betragen im Berichtsjahr TEUR 1.978. Die Zinserträge sind unter
der Position „Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens” ausgewiesen.
2. Nahestehende natürliche Personen

Die Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats entwickelten sich wie folgt:
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Bezüge des Vorstandes (aktive Vorstände)
1.212
1.115
Bezüge des Aufsichtsrates
71
71
1.283
1.186
In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind auch Sachbezüge enthalten, die im Wesentlichen in der Überlassung von Dienstfahrzeugen
bestehen. Die Höhe der Sachbezüge der Vorstände betrug im Geschäftsjahr 2009 TEUR 55.
Die Bezüge des Vorstands werden unabhängig vom Zahlungszeitpunkt und inkl. der Bezüge von Tochtergesellschaften in Höhe des
erfassten Aufwandes angegeben. Die Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter der Tochtergesellschaften betrugen in 2009 TEUR 264.
Der Ausweis der Bezüge des Aufsichtsrates erfolgte entsprechend zum Vorjahr brutto, d.h. inklusive Umsatzsteuer.
Die Mitglieder des Vorstandes der ZMD AG sind berechtigt, 400.000 Aktienoptionen oder max. 33,9 % des Gesamtpaketes von
1.180.000 Aktienoptionen zu erwerben. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Optionsrechte in Höhe von 20,7 % gewährt. Die
Reduzierung des Bedingten Kapitals I/2001 auf EUR 449.750 führt nicht zu einer anderen Beurteilung. Unter dem von der
Hauptversammlung am
5. Dezember 2007 beschlossenen Stock Option Plan 2007–2014 sind die Vorstandsmitglieder berechtigt, bis zu 20 % oder 146.050
Aktienoptionen zu erwerben. Auch insoweit bleiben bereits unter dem Stock Option Plan 2001–2014 erworbene Aktienoptionen außer
Betracht.
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen gegenüber Organen
Mitglieder des Vorstands (aktive Vorstände)
258
400
Mitglieder des Aufsichtsrates
0
0
258
400
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes betreffen Bezüge, deren Auszahlungstermin im Folgejahr liegt.
IX. Angaben zu Prüferhonoraren
31.12.2009
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen
72
Andere Bestätigungsleistungen
3
Steuerberatungsleistungen
39
Sonstige Leistungen
8
Gesamthonorar
122
X. Sonstige Angaben/Erläuterungen
Mitarbeiterbeteiligung – Stock Option-Programm
Um eigenverantwortliches, unternehmerisches Handeln zu fördern und gleichzeitig unsere Mitarbeiter am Wertzuwachs des
Unternehmens teilhaben zu lassen, wurden Aktienoptionsprogramme für Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der ZMD AG,
Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der gegenwärtig oder zukünftig im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen
beschlossen und eingeführt.
Die Hauptversammlung der Zentrum Mikroelektronik AG hat am 9. Juli 2001 (mit Änderungen von 4. September 2002, 20. Januar 2003
und 29. März 2004) zum Zwecke der Ausgabe von Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft die Schaffung eines bedingten Kapitals
beschlossen („Bedingtes Kapital I/2001”). Per Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 wurde das bestehende Bedingte
Kapital I/2001 auf EUR 449.750,00 in dem Umfang reduziert, wie keine Rechte zum Bezug von Aktien mehr bestanden. Gleichzeitig
wurde das Grundkapital bedingt um EUR 730.250,00 auf EUR 1.180.000,00 erhöht (Bedingtes Kapital II/2007).
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 5. Dezember 2007 hat beschlossen, ein neues Stock Option-Programm (Stock Option-
Plan 2007–2014) aufzulegen, sowie die Laufzeit des bereits bestehenden Programms bis 2014 zu verlängern und die
Optionsbedingungen weitestgehend an das neue Programm (Stock Option-Plan 2001–2014) anzupassen. Das Bedingte Kapital I/2001
sowie das Bedingte Kapital II/2007 dienen der Einlösung von Optionsrechten im Rahmen der ZMD Stock Option-Pläne 2001–2014 und
2007–2014.
Jedes einzelne Optionsrecht berechtigt den Berechtigten gegen Zahlung des Ausübungspreises nach Maßgabe der Optionsbedingungen
a)
zum Bezug je einer, auf den Namen lautenden, vinkulierten Stückaktie der Gesellschaft, oder
b)
zum Erhalt eines Barausgleichs.
Die Ausgestaltung der Stock Option-Programme stellt sich wie folgt dar:
Stock Option-Programm 2001–2014:
Deutschland/USA Kalifornien
Beschluss der
Hauptversammlung
9. Juli 2001 4. September 2002
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)

Deutschland/USA Kalifornien
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004
20. Januar 2003 (Änderungsbeschluss)
(Änderungsbeschluss)
29. März 2004 (Änderungsbeschluss)
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital I EUR 449.750,00
max. Anzahl der Optionen
449.750 Stück
Ausübungspreis
EUR 10,85 (9. Juli 2001)
EUR 5,00
EUR 5,50
(Änderung des Ausübungspreises zum 4.
September 2002)
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit,
die letzten 4 % somit nach Ablauf von zwei
Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je einem
Monat nach Ablauf der Grundwartezeit, die
letzten 2 % somit nach Ablauf von zwei
Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 33,9 %
– Management
bis zu 33,9 %
– Arbeitnehmer
bis zu 32,2 %
Die Ausübung der Optionen ist an folgende Erfolgsziele gebunden:
a)
Aufnahme der Erstnotiz der Aktien der Gesellschaft an einer deutschen Börse („IPO”);
b)
Verkauf der Gesellschaft (mehr als 75 % der Aktien der Gesellschaft) an einen Dritten („Trade Sale”) oder
c)
Verschmelzung der Gesellschaft als übertragende Gesellschaft auf eine nicht mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene andere Gesellschaft nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes („Merger”).
Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „IPO” hat die Gesellschaft das Recht, den Optionsberechtigten anstelle von
Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Im Falle des Erreichens des Erfolgszieles „Merger” oder „Trade Sale ” hat
die Gesellschaft die Pflicht, den Optionsberechtigten anstelle von Stückaktien einen Barausgleich zu gewähren. Der
Barausgleich berechnet sich dabei aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen XETRA-
Schlusskurs für eine Aktie der Gesellschaft an den 20 Börsenhandelstagen vor Ausübung des Optionsrechts, sofern der
Basispreis niedriger als der maßgebliche durchschnittliche Schlusskurs ist. Ist dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich
zu zahlen. Wird die Aktie im Ausübungszeitraum noch nicht an einer deutschen Börse gehandelt, so entspricht der
Barausgleich für jedes ausgeübte Optionsrecht der Differenz zwischen dem Basispreis und dem nach Maßgabe der
folgenden Bestimmungen festgelegten Wert der Aktie, sofern der Basispreis niedriger als der maßgebliche Wert ist. Ist
dies nicht der Fall, ist kein Barausgleich zu zahlen. Maßgeblich ist allein der nach Maßgabe der folgenden
Bestimmungen berechnete Wert:
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Trade Sale” gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im
Rahmen des Trade Sales für eine Aktie der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis.
Im Falle des Eintritts des Erfolgszieles „Merger” gilt als Wert einer Aktie der Gesellschaft ausschließlich der im Rahmen
des „Mergers” für die Bemessung des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses zugrunde
gelegte Wert für eine Aktie der Gesellschaft.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2001–2014 zum 31. Dezember 2009:
2009 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
443.750
448.750
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
0
0
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
163.500
5.000
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
280.250
443.750
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
449.750
449.750
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
169.500
6.000
Stock Option-Programm 2007–20141
Deutschland/USA Kalifornien
Beschluss der

Hauptversammlung
5. Dezember 2007 (Änderungsbeschluss)
Bedingtes Kapital
unbefristetes Bedingtes Kapital II EUR 730.250,00
max. Anzahl der Optionen
730.250 Stück
Basispreis
5,00 Euro
5,00 Euro
Wartezeit
48 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
50 % der gewährten Optionsrechte
frühestens zwei Jahre nach ihrer Ausgabe
(Grundwartezeit)
weitere je 6 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je drei
Monaten nach Ablauf der Grundwartezeit,
die letzten 4 % somit nach Ablauf von zwei
Jahren und drei Monaten nach Ablauf der
Grundwartezeit
weitere je 2 % der jeweils gewährten
Optionsrechte nach Ablauf von je einem
Monat nach Ablauf der Grundwartezeit, die
letzten 2 % somit nach Ablauf von zwei
Jahren und einem Monat nach Ablauf der
Grundwartezeit
Verteilung der Optionen
– Vorstand
bis zu 20,0 %
– Management
bis zu 5,0 %
– Arbeitnehmer
bis zu 75,0 %
Für das Optionsprogramm gelten die gleichen Erfolgsziele wie im Options-Programm 2001/2007.
Stand der Aktienoptionsrechte des Stock Option-Programms 2007–2014 zum 31. Dezember 2009:
2009 Anzahl der
Bezugsrechte
Vorjahr Anzahl
der Bezugsrechte
Ausstehende Optionen per 1. Januar
348.950
0
Unverfallbare Optionen per 1. Januar
0
0
Zugänge
0 0
Gewährte Optionen
166.300
348.950
Ausgeübte Optionen
0
0
Verfallene Optionen
81.900
0
Ausübbare Optionen
0
0
Ausstehende Optionen per 31. Dezember
433.350
348.950
Gesamtvolumen des Optionsprogramms
730.250
730.250
Noch verfügbare Optionen per 31. Dezember
296.900
381.300
Berechnungsgrundlagen für den Personalaufwand aus dem Stock Option Programm
Die von der ZMD AG an Mitarbeiter gegebenen Aktienoptionen wurden erstmals im Konzernabschluss 2005 als Personalaufwand
dargestellt.
Der beizulegende Wert am Tag der Gewährung der Optionsrechte wurde unter Anwendung des Black-Scholes-Modells zur
Optionspreisberechnung auf Grundlage der folgenden Annahmen ermittelt:
Ausgabejahr
2002
2003
2004
2005
Risikofreier Zins (%)
4,41
3,45
3,25
2,63
Erwartete Volatilität (%)
66,5
50,5
37,0
37,0
Erwartete Laufzeit in Jahren
6
5,5
4,5
4
Durchschnittlicher Aktienkurs (EUR)
12,60
12,60
11,00
9,96
Die erwartete Volatilität wurde durch Berechnung des Durchschnittes der früheren Volatilitäten der Aktienkurse von vergleichbaren Peer
-Group-Unternehmen des ZMDI-Konzerns ermittelt. Die im Modell zur Anwendung gekommene erwartete Laufzeit wurde aufgrund
fehlender Ausübungshistorien im Unternehmen nach der bestmöglichen Einschätzung von Verhaltensgesichtspunkten angesetzt.
Im Jahr 2007 ergaben sich bilanzielle Folgen des bestehenden Aktionsoptionsprogramms aufgrund der vorgenommen „modification”. Die
bilanziellen Folgen einer modification des als „equity-settled” eingeordneten Aktienoptionsplanes richten sich danach, ob diese für
Optionsinhaber vorteilhaft oder nachteilhaft ist. Die Vorteilhaftigkeit führte zu einer Erhöhung des fair value der Optionenmodification
und teilweise wieder zu einer vesting period.
Der beizulegende Wert wurde erneut unter Anwendung des Black Scholes-Modells ermittelt. Folgende Annahmen wurden der
Optionspreisberechnung zugrunde gelegt.
Modification Ausgabejahr
2007
Risikofreier Zins (%)
4,0
Erwartete Volatilität (%)
34,4
Erwartete Laufzeit in Jahren
5,5
Aktienkurs (EUR)
7,20
Der Konzern hat in 2009 keinen Personalaufwand aus Aktienoptionen erfasst, da aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation
die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines der erforderlichen Erfolgsziele als sehr gering eingeschätzt wird.
X. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Thilo von Selchow, (Dipl.-Kaufmann)
Vorsitzender des Vorstandes der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
Herr Thomas Hötzel (Dipl.-Ingenieur)
Vorstand für Produktentwicklung der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
bis 31. Dezember 2009
Herr Steffen Wollek (Dipl.-Kaufmann)
Stellv. Vorstand für Finanzen der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden
seit 1. Juni 2009
Herr Thilo von Selchow vertritt die Gesellschaft allein. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Alle anderen
Vorstandsmitglieder vertreten die Gesellschaft entweder zusammen mit einem zweiten Vorstandsmitglied oder zusammen mit einem
Prokuristen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Herr Carl-Peter Forster, (Dipl.-Volkswirt, Dipl.-Ing.)
Group CEO der TATA Motors Group, Mumbai
Herr Michael Fraedrich, (Rechtsanwalt)
Herr Prof. Dr. Ing. Gerhard Fettweis, (Dr.-Ing.)
Leiter des Vodafone-Stiftungslehrstuhls Mobile Nachrichtensysteme an der TU Dresden
Dresden, den 31. März 2010
Thilo von Selchow
Steffen Wollek
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Zentrum Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie
den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und
Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den
Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche
Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des
Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des
Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung,
dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Zentrum
Mikroelektronik Dresden AG, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 den IFRS, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des
Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 12. April 2010
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer

Rietz, Wirtschaftsprüfer