Bundesanzeiger
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Information
V.-Datum
Leipziger Messe Gesellschaft
mbH
Leipzig
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum
31.12.2009
22.09.2010
Leipziger Messe Gesellschaft mbH
Leipzig
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009
1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Nach Aussage des AUMA – Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. – sei das Geschäftsjahr 2009 das
schwierigste Jahr für die Messebranche seit dem Ende des New-Economy-Booms im Jahr 2002 gewesen. Vorläufige Berechnungen des
AUMA weisen Rückgänge der Ausstellerzahlen von 3 % bis 4 % gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen aus, wobei die
Beteiligungen deutscher Aussteller mit einem Rückgang von 2 % noch stabilisierend wirken würden, während die Beteiligungen aus
dem Ausland rund 5 % nachgegeben hätten. Die vermietete Fläche sei nach Angaben des AUMA – etwas stärker als die Entwicklung
der Ausstellerzahlen – um ca. 5 % zurückgegangen. Hier würden Sparmaßnahmen, etwa durch verkleinerte Standgrößen, deutlich
werden. Die Rückgänge der Besucherzahlen würden sich nach Aussage des AUMA sogar auf ca. 8 % bis 9 % belaufen, wofür u. a. die
Entwicklung der Publikumsmessen, etwa im Automobilsektor, ursächlich sei.
Vor dem Hintergrund der während der Wirtschaftskrise insgesamt dennoch heterogenen Entwicklung der einzelnen Veranstaltungen
im deutschen Messemarkt konstatiert der AUMA, dass es „die“ Messekonjunktur nicht mehr gäbe und diejenigen Messeveranstalter
am besten dastünden, deren Veranstaltungsportfolio einen breiten Branchen-Mix aufweist.
2. Geschäftsgang der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
Auch die Geschäftstätigkeit der Leipziger Messe GmbH blieb im Jahr 2009 von der krisenbedingten Zurückhaltung der ausstellenden
Industrie nicht unbeeinflusst. Dennoch entwickelte sich die Teilnahme an vielen Veranstaltungen positiv. Insgesamt stabilisierend
wirkte sich aus, dass die Leipziger Messe als ganzheitlicher Dienstleister mit einem gut diversifizierten Veranstaltungsportfolio am
Markt positioniert ist und sehr flexibel auf individuelle Anforderungen zu reagieren in der Lage ist.
Im Rahmen von 30 Messeveranstaltungen (Vorjahr: 26) wurden 436.126 qm Nettofläche (Vorjahr: 393.780 qm) an 10.842 Aussteller
(Vorjahr: 10.175) vermietet. Zu diesen Veranstaltungen wurden 1.118.398 Besucher (Vorjahr: 1.151.337) auf dem Messegelände
gezählt. Die Umschlagshäufigkeit der Bruttoausstellungsfläche lag bei 8,5 (Vorjahr: 8,1), die der Nettoausstellungsfläche bei 6,9
(Vorjahr: 6,3). Zusätzlich fanden 81 eigenständige externe Kongresse und Tagungen (Vorjahr: 85) sowie 17 messebegleitende
Kongresse (Vorjahr: 18) auf dem Messegelände statt. Die Gesamtbesucherzahl zu den Messe- und Kongressveranstaltungen der
Leipziger Messe Gesellschaft mbH einschließlich der durch eine Tochtergesellschaft organisierten Events und Corporate-Business-
Veranstaltungen belief sich damit auf 1.446.481 Personen (Vorjahr: 1.456.627).
Insgesamt erwirtschaftete die Leipziger Messe GmbH im turnusbedingt veranstaltungsstärkeren Jahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR
39,6 Mio., womit das Umsatzniveau des Vorjahres (EUR 46,7 Mio.) um rund 15 % unterschritten wurde.
Die Umsatzminderung im Vergleich zum Vorjahr ist durch die Entwicklung des Segments der Publikumsveranstaltungen geprägt, auf
welche rund 47 % der Gesamtumsätze der Gesellschaft im Jahr 2009 entfallen. Die rückläufige Entwicklung dieses Geschäftsbereiches
wurde entscheidend durch die GC - Games Convention beeinflusst, welche im Vorjahr, jedoch nicht mehr im Geschäftsjahr 2009,
stattfand. Der angespannten wirtschaftlichen Lage in der KfZ-Branche geschuldet, ist es uns auch mit der AMI im Verbund mit der
AMITEC nicht gelungen, das hohe Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres zu halten. Demgegenüber konnten mit anderen
Publikumsmessen die Umsatz- und Ergebniswerte der Vorveranstaltungen übertroffen werden, was u. a. die PARTNER PFERD, die
Leipziger Buchmesse oder die HAUS-GARTEN-FREIZEIT betrifft. Als Neuveranstaltungen stärkten im Geschäftsjahr 2009 die
Wassersportmesse Beach & Boat sowie die GAMES CONVENTION ONLINE das Portfolio des Publikumssegments.
Die Fremdveranstaltung Touristik & Caravaning wird seit 2009 auf Rechnung der Tochtergesellschaft Leipziger Messe
Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig, durchgeführt und insofern dort bilanziell abgebildet.
Im Bereich der Industrie- und Fachmessen wurden im Jahr 2009 turnusbedingt mehr Veranstaltungen als im Vorjahr durchgeführt. In
der Folge lagen die Umsatzerlöse sowie der kumulierte Deckungsbeitrag dieses Segments über dem Niveau des vorangegangenen
Geschäftsjahres. Das Veranstaltungsportfolio war geprägt von den im Zweijahresrhythmus stattfindenden Veranstaltungen
TerraTec/enertec, SHKG und efa, den Medizinmessen therapie Leipzig und Pflegemesse Leipzig/homecare Leipzig sowie der GÄSTE.
Premiere feierte im Jahr 2009 die FleiFood - die Messe für Fleischerhandwerk und Verbraucher, welche parallel zur GÄSTE stattfand.
Das Thema „Bauen“ – zuletzt im Jahr 2007 im Rahmen der baufach Leipzig abgebildet – wurde im Jahr 2009 durch die bauenleipzig
unter verändertem Konzept erfasst. Mit dem Industriemessenverbund intec/Z 2009 konnte weiteres Umsatz- und
Deckungsbeitragswachstum im Vergleich zu den Vorjahresveranstaltungen realisiert werden. Bei der mitteldeutschen handwerksmesse
ist es uns gelungen, das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres zu halten.
Vor dem Hintergrund eines beeinträchtigten Konsumklimas lag das Umsatz- und Ergebnisniveau unserer Ordermessen CADEAUX -
Frühjahr und Herbst, COMFORTEX sowie MIDORA insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau. Stärkeren Korrekturen konnte jedoch
erfolgreich entgegengewirkt werden.
Insgesamt 98 Kongresse - 81 externe und 17 messebegleitende - bestimmten im Geschäftsjahr 2009 das Geschehen im CCL -
Congress Center Leipzig. Mit einem Umsatz von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.) erzielte das CCL dabei das beste Ergebnis seiner
13-jährigen Geschichte. Insgesamt besuchten 96.130 Teilnehmer (Vorjahr: 77.500) die externen Kongresse und Tagungen.

Einschließlich der Besucher der Fachprogramme der Leipziger Messen kamen im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 117.230 Personen
(Vorjahr: 117.000) in das CCL.
Zu den hochkarätigen Veranstaltungen gehörten u. a. das jährlich stattfindende International Transport Forum, an dem sich
Verkehrsminister aus 52 Ländern und tausende Mobilitätsexperten beteiligten. Eine besondere Kompetenz des CCL liegt auf
medizinischen Themen, wie die Jahrestagungen der deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, der Deutschen Gesellschaft für
Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin, der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung
und Schlafmedizin sowie der Deutsche Anästhesiecongress unterstreichen.
3. Geschäftsgang der Tochtergesellschaften
3.1 FAIRNET Gesellschaft für Messe-, Ausstellungs- und Veranstaltungsservice mbH, Leipzig
Die FAIRNET hat das Geschäftsjahr mit stabilen Ergebnissen abgeschlossen. Die Gesellschaft erwirtschaftete 2009 Umsatzerlöse in
Höhe von EUR 20,4 Mio. Diese liegen um EUR 1,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau (EUR 21,5 Mio.). Damit konnte die FAIRNET auch
unter deutlich verschlechterten konjunkturellen Rahmenbedingungen ihre Marktposition in ihren Geschäftsfeldern
Messekommunikation, Messeservice, Kongress- und Veranstaltungsservice, Events und Werbeflächen in allen Märkten behaupten. Die
Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Beitrag zum Konzernergebnis in Höhe von TEUR 516 ab (Vorjahr: TEUR 759).
An ihrem Standort Leipzig war der Geschäftsverlauf in den Geschäftsfeldern Messe-, Kongress- und Veranstaltungsservice
weitestgehend stabil. Während durch die Eigenveranstaltungen insgesamt geringere Erlöse als im Vorjahr generiert wurden, konnten
in den Bereichen Kongressgeschäft und Gastveranstaltungen deutliche Zuwächse erzielt werden.
Im Bereich des Messe-, Kongress- und Veranstaltungsservice bei nationalen und internationalen Veranstaltungen konnte die FAIRNET
erneut ihr Leistungsvermögen unter Beweis stellen. So war die FAIRNET 2009 wiederum der Servicepartner für die führende
bundesweite Messe zur Studien- und Berufsorientierung Einstieg Abi, die deutschlandweit an mehreren Standorten stattfindet. Auch
auf der Messeveranstaltung Venus in Berlin wurde bewiesen, dass sich das Leistungsvermögen im Kerngeschäft des Unternehmens
nicht auf den Messeplatz Leipzig beschränkt.
Auch im Geschäftsfeld Messekommunikation waren die Umsatzerlöse weitestgehend stabil. Dies konnte durch die zunehmende
Ausrichtung der personellen und materiellen Kapazitäten der Gesellschaft auf die Absicherung des Stammkundengeschäftes auf
nationalen und internationalen Messeplätzen erreicht werden. Zu den Kunden zählen namhafte, international tätige Unternehmen wie
die Fraunhofer Gesellschaft, die Otto Bock Healthcare GmbH, Weltmarkführer auf dem Gebiet der Orthopädietechnik, oder das
Unternehmen CONVOTHERM, ein führender Hersteller von Heißluftdämpfern. Darüber hinaus ist es der Gesellschaft auch im
vergangenen Jahr gelungen, Neukunden für dieses Geschäftsfeld zu akquirieren.
Im Jahr 2009 wurde in der Gesellschaft ein eigener Event-Bereich geschaffen, um dieses Geschäft zielgerichtet auszubauen. Die damit
verbundenen Zielstellungen konnten bereits im ersten Jahr durch Projekte wie die Classic Open im August und das Lichtfest am 9.
Oktober 2009 erreicht werden. Damit ist es der FAIRNET gelungen, sich in 2009 auf mehreren Geschäftsfeldern weiter zu entwickeln
und Schwankungen im Kerngeschäft auszugleichen.
3.2 fairgourmet GmbH, Leipzig
Die fairgourmet GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 6,5 Mio., welche um rund EUR 2,3 Mio.
unter dem Vorjahreswert liegen. Der Beitrag zum Konzernergebnis beläuft sich auf TEUR 812 (Vorjahr: TEUR 1.368).
Während sich im Bereich der Industrie- und Fachmessen die Umsatzgrößen bei den durchgeführten Veranstaltungen behaupten
konnten, war bei den Publikumsveranstaltungen ein deutlicher Konsumverzicht zu verspüren. Auch im Congress Center Leipzig wurde
das Umsatzniveau des Vorjahres trotz guter Belegung nicht erreicht, da deutliche Reduzierungen bei der Buchung gastronomischer
Leistungen zu verzeichnen waren. Obwohl im Bereich Catering annähernd gleich viele Veranstaltungen wie im Vorjahr durchgeführt
wurden, fanden doch einzelne Großcaterings nicht statt, womit auch dieser Bereich unter dem Vorjahresniveau abschloss.
3.3 LMI – Leipziger Messe International GmbH, Leipzig
Mit Umsatzerlösen in Höhe von EUR 4,5 Mio. ist es der LMI GmbH im Geschäftsjahr 2009 erwartungsgemäß nicht gelungen, an den
Rekordumsatz des Vorjahres (EUR 5,4 Mio.) anzuschließen.
Im Kerngeschäftsbereich der Gesellschaft wurden mit der Organisation und Betreuung von 14 (Vorjahr: 22) amtlichen deutschen
Beteiligungen an internationalen Messen und Ausstellungen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
(BMWi) sowie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) Umsatzerlöse in Höhe von EUR
3,4 Mio. (Vorjahr: EUR 4,1 Mio.) und damit rund 75 % (Vorjahr: rund 76 %) des Gesamtumsatzes der Gesellschaft erzielt. Im
Rahmen der Organisation von vier (Vorjahr: sechs) Beteiligungen deutscher Bundesländer an ausländischen Veranstaltungen wurden
weitere Umsatzpotenziale erschlossen, die aber ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Insgesamt konnten mit der
Unternehmenssparte der Durchführung von Veranstaltungsbeteiligungen EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.) und damit rund 87 %
(Vorjahr: rund 89 %) der Gesamtumsatzerlöse generiert werden.
Der gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr geminderte Geschäftsumfang dieser Unternehmenssparte wurde insbesondere
turnusbedingt beeinflusst. Zudem verschärfte sich der Wettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen unter den Messegesellschaften
erneut, da die Vergabe ausschließlich über den Durchführungspreis für die Erbringung der Dienstleistungen bestimmt wird. Viele
Mitbewerber versuchen, den Preisverfall über eine geringere Qualität aufzufangen. Dennoch ist es der LMI GmbH gelungen, sich in der
Sparte im Wettbewerb zu behaupten. Darüber hinaus wurden über eine Ausweitung der Lobbyarbeit sowie die Stärkung der
Branchennetzwerke in den Bundesländern Aufträge für 2010 und 2011 in Aussicht gestellt.
Das umsatzstärkste Projekt innerhalb unseres Geschäftsbereiches der Durchführung von Veranstaltungsbeteiligungen und insofern
besonderer Höhepunkt war im Jahr 2009 der nunmehr bereits zum vierten Mal betreute deutsche Gemeinschaftsstand auf der Gulfood
in Dubai. Verstärkter Fokus wurde im Geschäftsjahr 2009 zudem auf die Entwicklung neuer Branchen gelegt. So zeichnete die LMI
GmbH für die erste Beteiligung eines offiziellen deutschen Gemeinschaftsstandes für die Windpower in Chicago verantwortlich. Das
Architektur- & Bauforum Süd in Krasnodar konnte sich weiterhin behaupten und die LMI GmbH mit den Aktivitäten im Vorfeld der
Olympischen Spiele 2014 in der Region um Krasnodar für eine positive Entwicklung der Veranstaltung sorgen.

Die im Rahmen unserer Kooperationsveranstaltungen in der Zielregion Russland/Mittel- und Südosteuropa generierten Umsatzerlöse
liegen ebenfalls leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres, was maßgeblich durch die eingetrübten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen in den Zielregionen beeinflusst wurde. Dennoch ist es mit den aus diesen Engagements realisierten
Deckungsbeiträgen wiederholt gelungen, sämtliche Personalaufwendungen und weitere Fixkosten dieses Geschäftsbereiches
vollständig zu finanzieren. Die größten Umsatzbeiträge wurden im Zusammenhang mit den Baufachmessen in Kiew und Krasnodar
sowie der Medizinfachmesse People & Health in Sankt Petersburg erwirtschaftet. Alle weiteren Veranstaltungen befinden sich in der
Produktentwicklungsphase und müssen dahingehend bewertet werden, ob und in welchem Zeitrahmen diese unter der aktuellen
Konjunkturprognose tragfähig am Markt etabliert werden können.
In der Zielregion China/Asien hat sich die LMI GmbH wiederholt an der Ausrichtung der BIESEPE - Beijing International Energy Saving
and Environmental Protection Exhibition in Peking beteiligt. Zusätzlich hat die LMI GmbH – ausgehend vom Konzept der denkmal
Leipzig – zusammen mit einem Kooperationspartner eine Veranstaltung entwickelt, die 2009 erstmalig als spin-off der denkmal Leipzig
unter dem Namen Heritage Preservation China 2009 - Internationale Fachmesse für Denkmalschutz, Restaurierung und
Museumstechnik in Xi'an (Shaanxi Provinz), China, stattfand. Diese Veranstaltung wurde überaus positiv von Industrie und
Öffentlichkeit angenommen, was zur betriebswirtschaftlich positiven Entwicklung der Veranstaltung beitragen wird. Insgesamt weist
der Geschäftsbereich der Kooperationsveranstaltungen in der Zielregion China/Asien im Geschäftsjahr 2009 ein im Vorjahresvergleich
gestiegenes Umsatzniveau aus. Der Deckungsbeitrag des Geschäftsfeldes im Jahr 2009 ist gleichwohl noch unausgeglichen. Er liegt
allerdings deutlich über dem Vorjahresergebnis, welches durch Kosten beeinflusst war, die im Zusammenhang mit der Durchführung
der GCA Games Convention Asia/Games Convention Asia Conference bis zum Zeitpunkt der vollständigen Handlungsfähigkeit der LMI
Asia Pte Ltd in Singapur bereits bei der LMI GmbH angefallen waren.
Im Inland beschränkte sich die Geschäftstätigkeit der LMI GmbH im Jahr 2009 auf die Landes-Bau-Ausstellung Sachsen-Anhalt, die
unverändert durch einen Dritten im Auftrag der LMI GmbH durchgeführt wurde. Umsatz und Ergebnis lagen leicht unter dem
Vorjahresniveau.
Die drittmalig durchgeführte GCA Games Convention Asia - International Exhibition for Interactive Entertainment, Infotainment,
Edutainment, Hardware & Technology in Singapur einschließlich der begleitenden Konferenz Games Convention Asia Conference
wurde – wie bereits im Vorjahr – über die Tochtergesellschaft der LMI GmbH, die LMI Asia Pte Ltd, Singapur, abgewickelt.
Per Saldo schließt die LMI GmbH das Jahr 2009 mit einem Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR -1,8 Mio. vor Konsolidierung ab (Vorjahr:
EUR -0,6 Mio.). Dieses Ergebnis ist durch Aufwendungen aus der Wertberichtigung der Forderungen der Gesellschaft gegen die LMI
Asia Pte Ltd, Singapur, beeinflusst, da aus gegenwärtiger Sicht nicht damit zu rechnen ist, dass die LMI Asia Pte Ltd mittelfristig in der
Lage sein wird, die Begleichung dieser Verbindlichkeiten wirtschaftlich zu leisten. Nach Verrechnung dieser Aufrechnungsdifferenz im
Rahmen der Schuldenkonsolidierung beläuft sich der Ergebnisbeitrag der LMI GmbH auf EUR -0,5 Mio.
3.4 LMI Asia Pte Ltd, Singapur
Die LMI Asia Pte Ltd mit Sitz in Singapur wurde zum 15. April 2008 als Tochtergesellschaft der LMI – Leipziger Messe International
GmbH, Leipzig, gegründet. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 175 (Vorjahr:
TEUR 140), welche ausschließlich aus der Durchführung der GCA Games Convention Asia/Games Convention Asia Conference
resultieren. Das Jahresergebnis der Gesellschaft ist wie im Vorjahr unausgeglichen.
3.5 Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig
Die Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Es wurden insgesamt 44
(Vorjahr: 51) Einzelveranstaltungen im Sport-, Show- und Eventbereich betreut, welche zu einem Besucheraufkommen von 311.853
Personen führten. Damit ist es gelungen, die Vorjahreskennziffer (227.790 Besucher) deutlich zu übertreffen. Die von der Gesellschaft
realisierten Umsatzerlöse in Höhe von EUR 3,4 Mio. liegen um EUR 0,7 Mio. über dem Wert des Vorjahres (EUR 2,7 Mio.). Die Umsätze
des turnusstarken Vergleichsjahres 2007 (EUR 3,2 Mio.) wurden um EUR 0,2 Mio. übertroffen.
Die positive Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beruht in erster Linie auf dem Geschäftsbereich der Gast- und Hausmessen,
welcher stark von der erstmals im Namen und auf Rechnung der Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH durchgeführten Touristik
& Caravaning International Leipzig geprägt ist; in vorangegangenen Jahren wurde diese Gastveranstaltung im Portfolio der
Muttergesellschaft erfasst. Ein weiterer wesentlicher Umsatzbeitrag wurde im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung des DVGW – der
Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. – einschließlich Festabend, Fachkongress sowie begleitender Ausstellung
erzielt.
Mit der zweijährig stattfindenden Landwirtschaftsausstellung agra ist es gelungen, das Umsatz- und Ergebnisniveau der
Vorveranstaltung deutlich zu übertreffen, während u. a. die MOTORRAD MESSE LEIPZIG, die Leipziger Versicherungs- und
Fondsmesse, der FRISEUR+KOSMETIK EVENT, die KOMCOM OST - Die Fachmesse für den Public Sector, die FloraSax sowie die
FACHDENTAL LEIPZIG eine stabile Geschäftsentwicklung aufweisen. Mit der Floriga hingegen wurden die Umsätze und
Ergebnisbeiträge der jeweiligen Vorveranstaltungen nicht vollständig erreicht, da der Veranstalter seine Mietfläche reduzierte.
Ihre Premiere im Veranstaltungsportfolio der Gesellschaft feierten im Jahr 2009 eine Hausmesse der Firma JOMO-CITTI, eine
Fachveranstaltung der Amway GmbH, das Herbstforum der EURONICS Deutschland e.G. sowie die Bildungsmesse Chancen in
Mitteldeutschland.
Höhepunkte im Geschäftsbereich Event der Gesellschaft waren u. a. der Auftritt der Rockband „AC/DC“ in der Messehalle 1 im März
2009 im Rahmen ihrer „Black Ice Tour 2009“, der Ball des Sports der Stadt Leipzig, der Mitteldeutsche Olympiaball 2009 sowie die im
Dezember zum fünfzehnten Mal in Leipzig live ausgestrahlte Benefizsendung „José Carreras Gala“ zu Gunsten der Deutschen José
Carreras Leukämie-Stiftung.
Insgesamt trug die Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 1.570 (Vorjahr: TEUR
1.283) zum Konzernergebnis bei.
3.6 MaxicoM GmbH Euro-Asia Business Center Leipzig, Leipzig
Die MaxicoM GmbH Euro-Asia Business Center Leipzig, Leipzig, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR
1.236, womit der Umsatz des Vorjahreszeitraumes (TEUR 1.300) leicht unterschritten wurde. Innerhalb des Erlösbereiches stehen im
Wesentlichen im Vorjahresvergleich geminderte Umsätze aus der Vermietung von Büroräumen sowie aus erbrachten Dienstleistungen

moderat erhöhten Umsätzen aus der Weiterbelastung von Betriebskosten, aus Telekommunikationsleistungen, aus der Vermietung
von Parkflächen sowie aus Sondervermietungen gegenüber.
Das Gesamtkostenniveau der Gesellschaft liegt im Geschäftsjahr 2009 über dem des Vorjahres, was insbesondere darauf
zurückzuführen ist, dass Kosten der Geschäftsführung – anders als im Vorjahr – ab dem zweiten Quartal nicht mehr bei der
Muttergesellschaft, sondern bei der MaxicoM GmbH erfasst wurden. Insgesamt wurde ein Ergebnisbeitrag in Höhe von TEUR 347
(Vorjahr: TEUR 501) realisiert.
Der durchschnittliche Auslastungsgrad des MaxicoM-Gebäudes lag im Geschäftsjahr 2009 mit 76,3 % leicht unter dem des
vorangegangenen Jahres (79,2 %). Zum Bilanzstichtag betrug die Auslastungsquote 73,7 % (Stichtagswert des Vorjahres: 79,4 %).
Zu diesem Zeitpunkt waren 78 Unternehmen auf insgesamt 9.069 m
2
vermieteter Fläche angesiedelt (Stichtagswert des Vorjahres: 91
Mieter auf 9.771 m
2
).
Die im 1. Quartal erfolgte Kündigung eines Großmieters zum Jahresende 2009 ließ zunächst die Befürchtung aufkommen, dass die
Gesellschaft ein erhebliches Auslastungsproblem zu erwarten hätte.
Durch intensive Verhandlungen konnte erreicht werden, dass der besagte Großmieter stattdessen langfristig gebunden wurde. Die
MaxicoM GmbH und die Leipziger Messe GmbH führen für den Mieter bestimmte Investitionen und Renovierungen durch, die über
einen Mietzuschlag während der Vertragslaufzeit refinanziert werden.
Sieben neuen Vertragsabschlüssen und 18 Vertragsverlängerungen standen im Geschäftsjahr 21 beendete Mietverhältnisse
gegenüber. Bei der Neuakquisition zeigen sich die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Unternehmer aus dem
asiatischen und osteuropäischen Bereich zögern, den Schritt nach Deutschland zu gehen und warten auf eine Verbesserung der
Situation. Ursachen für die Beendigung von Mietverhältnissen sind neben üblicher Fluktuation auch Insolvenzen von Mietern sowie
durch die Gesellschaft wegen andauernder Mietrückstände gekündigte Verträge.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen wurden auch 2009 die Akquisitionsbemühungen in den Zielgebieten China und Osteuropa,
insbesondere Russland, fortgeführt. Es besteht Anlass zur Hoffnung, dass diese Aktivitäten in den Folgejahren Früchte tragen.
Beziehungen zu regionalen und internationalen Institutionen wurden neu geknüpft bzw. intensiviert.
Von den o. g. Insolvenzen von Mietern ist u. a. auch ein Entwickler von Computerspielen betroffen. Die Bemühungen, gemeinsam mit
der Muttergesellschaft ein Kompetenzcluster für diese Branche zu bilden, sind damit zurückgeworfen worden.
Aufgrund terminlicher Schwierigkeiten wurde die für den Herbst vorgesehene Sitzung des Beirates der Gesellschaft erst im Januar
2010 durchgeführt.
4. Ertragslage
Insgesamt erwirtschaftete der Unternehmensverbund Leipziger Messe im Geschäftsjahr 2009 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 69,3
Mio., die um EUR 10,9 Mio. bzw. um 14 % unter dem Vorjahreswert liegen. Die Gesamtleistung einschließlich der sonstigen
betrieblichen Erträge sowie der Bestandsveränderungen beläuft sich im Geschäftsjahr 2009 auf EUR 85,4 Mio. (Vorjahr: EUR 86,3
Mio.).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ertragswirksam vereinnahmte Gesellschafterzahlungen in Höhe von EUR 11,4 Mio.
(Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) enthalten. Demgegenüber waren die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres in Höhe von EUR 1,8 Mio.
durch Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen geprägt.
Den Umsatzerlösen steht Materialaufwand in Höhe von EUR 46,3 Mio. gegenüber, der um EUR 5,4 Mio. bzw. um 10 % unter dem
Vorjahreswert liegt. Der unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen ermittelte Rohertrag geht im Vorjahresvergleich in der Folge
um EUR 4,8 Mio. auf EUR 23,5 Mio. zurück.
Infolge des unter der relativen Umsatzminderung liegenden Rückganges des Materialaufwandes reduziert sich die Rohertragsquote
(Rohertrag im Verhältnis zum Umsatzerlös) von 35,2 % im Vorjahr auf 33,9 % im aktuellen Geschäftsjahr. Die Veränderung ist unter
anderem beeinflusst durch die in erhöhtem Maße durchgeführten Maßnahmen im Neuproduktbereich und den hieraus entsprechend
resultierenden Kosten.
Die Personalaufwendungen liegen mit EUR 20,5 Mio. auf dem Vorjahresniveau, während die Abschreibungen mit EUR 12,1 Mio. den
Vorjahreswert (EUR 12,2 Mio.) leicht unterschreiten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 15,7 Mio. und unterschreiten damit den Vorjahresaufwand um EUR 1,9 Mio.
bzw. um knapp 11 %. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie der damit einhergehenden Auswirkungen
auf die Messebranche im Allgemeinen und auf die Leipziger Messe im Besonderen wurden in sämtlichen Bereichen des
Unternehmensverbundes kurzfristige Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten eingeleitet, was per Saldo zu dieser Einsparung
führte. Diese betrifft insbesondere die Positionen Reparaturen/Instandhaltung, Werbung sowie die Betriebskosten für das Gelände.
Unter den Erträgen aus Beteiligungen werden die der Leipziger Messe Gesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2009 zuzurechnenden
Gewinnanteile und Zinserträge im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2009 veräußerten Kommanditbeteiligung an der AMD Fab
36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, ausgewiesen. Die auf das Geschäftsjahr 2009 entfallenden Gewinnanteile und
Zinserträge im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2009 veräußerten stillen Beteiligung an der AMD Fab 36 Limited Liability
Company & Co. KG, Dresden, sind in den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten. Den Erträgen stehen
Aufwendungen für Zinsen und Kreditauftragsvergütungen aus den die Beteiligungen finanzierenden Darlehen einschließlich der
Vorfälligkeitsentschädigung für die vorzeitige Darlehensrückführung sowie eine Ausgleichszahlung gegenüber, welche unter der
Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen sind. Zusätzlich ist dieser Posten im Wesentlichen durch Zinsen für eine
Gesellschafterverbindlichkeit sowie Zinsen auf Steuernachzahlungen geprägt.
Die Zinsen und ähnlichen Erträge liegen – beeinflusst durch das gesunkene Zinsniveau am Geldmarkt – um EUR 2,0 Mio. unter dem
Vorjahreswert.
Der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe weist für das Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in
Höhe von EUR -2,7 Mio. aus. Bereinigt um die ergebniswirksamen Einflüsse im Zusammenhang mit dem Engagement an der AMD Fab

36 Limited Liability Company & Co. KG (saldiert EUR 5,7 Mio.) sowie die im Geschäftsjahr ertragswirksam vereinnahmten
Gesellschafterzahlungen (EUR 11,4 Mio.) ermittelt sich ein Ergebnis von EUR -19,8 Mio. Das Vorjahresergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EUR 2,4 Mio.) - bereinigt um die ergebniswirksamen Einflüsse im Zusammenhang mit dem AMD-Engagement
unserer Gesellschaft (saldiert EUR 15,4 Mio.) - belief sich auf EUR -13,0 Mio.
Nach Berücksichtigung der Positionen „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ und „Sonstige Steuern“ schließt die
Unternehmensgruppe das Geschäftsjahr 2009 mit einem Konzernergebnis in Höhe von EUR -3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) ab.
5. Vermögenslage
Mit notariellem Vertrag vom 25. Februar 2009 und Wirkung zum 2. März 2009 ist die Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig,
sowohl als stille Gesellschafterin als auch als Kommanditistin aus der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden,
ausgeschieden. Zum vorangegangenen Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2008, betrug die Höhe der stillen Beteiligungen an dieser
Gesellschaft noch EUR 70,0 Mio., welche bilanziell unter der Position „Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht“ erfasst waren. Der Anteil der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, am Gesellschaftskapital der
AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, belief sich zu diesem Zeitpunkt noch auf EUR 70,0 Mio., was bilanziell unter
der Position „Beteiligungen“ abgebildet war.
Die zur Finanzierung der veräußerten Finanzanlagen aufgenommenen Darlehen wurden vollständig zurückgeführt. Aus den ebenfalls
vollständig zur Auszahlung gelangten Gewinn- und Zinsansprüchen wurden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber dem
Darlehensgeber aus Zinsen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter aus der Kreditauftragsvergütung
getilgt.
In Zusammenhang mit der Beendigung des Engagements an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, wurde
ebenfalls die 100%ige Beteiligung an der bislang ausschließlich als Komplementärin der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co.
KG fungierenden Tochtergesellschaft LM Beteiligungsgesellschaft mbH veräußert.
Insgesamt hat sich das Konzernvermögen gegenüber dem Vorjahr um EUR 147,4 Mio. auf EUR 375,3 Mio. vermindert.
Wesentlich beeinflusst durch die Veräußerung der stillen Beteiligungen (EUR 70,0 Mio.) sowie der Kommanditanteile (EUR 70,0 Mio.)
an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, weist das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag einen gegenüber dem
Vorjahresbetrag um EUR 150,4 Mio. geringeren Wert aus. Die verbleibende Minderung des Anlagevermögens entfällt auf die
immateriellen Vermögensgegenstände (EUR -0,4 Mio.) sowie das Sachanlagevermögen (EUR -10,0 Mio.). Zugängen zum
Sachanlagevermögen von zusammen rund EUR 1,7 Mio. stehen hierbei Abschreibungen von EUR 11,6 Mio. gegenüber.
Das Umlaufvermögen stellt sich gegenüber dem Stichtag des vorangegangenen Geschäftsjahres um EUR 2,5 Mio. erhöht dar.
Während sich der Stichtagsbestand der flüssigen Mittel um EUR 59,4 Mio. erhöhte, weisen die sonstigen Vermögensgegenstände einen
um EUR 56,5 Mio. geminderten Stichtagsbestand auf. Diese wesentlichen Veränderungen sind maßgeblich durch die Beendigung des
Finanzengagements an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, beeinflusst.
Leicht geringere Stichtagssalden weisen zudem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte aus.
Für die Konzernbilanz ermittelt sich zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 84,3 % (Vorjahr: 60,9 %) sowie ein
Anlagendeckungsgrad von 130,1 % (Vorjahr: 80,9 %).
6. Finanzlage
Die Liquidität war auch im Geschäftsjahr 2009 uneingeschränkt sichergestellt. Der Finanzmittelbestand des Konzerns erhöhte sich im
Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag um EUR 59,4 Mio. auf EUR 127,7 Mio.
Diese Veränderung ist maßgeblich durch die Beendigung der Finanzengagements an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co.
KG, Dresden, beeinflusst, da die Mittelzuflüsse aus den zur Auszahlung gelangten Zins- und Gewinnansprüchen die Mittelabflüsse
überstiegen, die der Leipziger Messe GmbH aus der Begleichung von Verbindlichkeiten für Zinsen, Kreditauftragsvergütung sowie aus
weiteren im Zusammenhang mit der Beendigung des Finanzengagements stehenden Verpflichtungen entstanden.
Über die Liquiditätsentwicklung im Geschäftsjahr gibt die nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 2
(DRS 2) erstellte Kapitalflussrechnung im Detail Aufschluss.
7. Nachtragsbericht
Nach dem Abschlussstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.
8. Risikobericht
Das Risikomanagementsystem im Unternehmensverbund der Leipziger Messe umfasst neben dem internen Überwachungssystem
sowie dem Controllingsystem auch ein Risikofrüherkennungssystem mit folgenden wesentlichen Bestandteilen:
Risikoidentifikation (Erfassung, Klassifizierung und Beschreibung von Risiken)
Risikoanalyse und -bewertung
Risikosteuerung und -bewältigung
Festlegung von Schwellenwerten für Frühwarnidikatoren hinsichtlich der als wesentlich identifizierten Risiken sowie
Sicherstellung des Risikoreportings an die Geschäftsführung.

Ziel des Früherkennungssystems ist es, mit einer möglichst geringen Zeitverzögerung (insbesondere bestandsgefährdende) interne
oder externe Entwicklungen mit Einfluss auf die Schlüsselfaktoren des Unternehmens zu erfassen und die möglichst frühzeitige
Meldung dieser Entwicklungen an die Geschäftsführung sicherzustellen, um angemessene Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.
Das im Konzern verankerte Risikomanagementsystem wird jährlich an ggf. geänderte unternehmensexterne und -interne
Bedingungen sowie Veränderungen der Prozesse und Funktionen im Unternehmensverbund angepasst bzw. entsprechend ergänzt. Im
Geschäftsjahr 2009 wurde die Dokumentation des Risikomanagementsystems unter Einbeziehung der gesamten Bereichsleiterebene
grundlegend aktualisiert.
Für den Unternehmensverbund schwerwiegende Risiken, die mit einer wesentlichen Wahrscheinlichkeit dessen Fortbestand gefährden,
bestanden für das Geschäftsjahr 2009 nicht und sind auch für das Geschäftsjahr 2010 nicht erkennbar. Andere Risiken, die im
unmittelbaren Zusammenhang mit der Kerngeschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe stehen oder außerhalb des Kerngeschäftes
einzuordnen sind, können auf Basis der verankerten Überwachungs-, Controlling- und Früherkennungssysteme bewältigt werden.
Im Zusammenhang mit einer gesellschaftsrechtlichen Fragestellung in Bezug auf eine ehemalige Kommanditbeteiligung der Leipziger
Messe GmbH ist eine Klage über einen Anspruch von bis zu EUR 118 Mio. anhängig. Zwei von voneinander unabhängigen
Rechtsanwaltsgesellschaften eingeholte Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass das Risiko einer tatsächlichen Inanspruchnahme
als gering einzuschätzen ist. Vor dem Hintergrund dieser Einschätzungen wurde im vorliegenden Konzernabschluss von der
bilanziellen Berücksichtigung dieses Risikos abgesehen.
Preisänderungsrisiken werden nach Möglichkeit und Bedarf durch längerfristige Rahmenverträge begrenzt.
Ausfallrisiken beim Forderungsbestand werden durch ein etabliertes Forderungsmanagement und Mahnwesen reduziert.
Weiterführende gerichtliche Mahnverfahren erfolgen durch die Rechtsabteilung. Ausstellermieten werden zudem grundsätzlich im
Vorfeld der Leistungserbringung in Rechnung gestellt und sind vor dem Leistungszeitpunkt zu begleichen.
Im Unternehmensverbund wurden keine Sicherungsgeschäfte getätigt.
9. Prognosebericht
9.1 Erwartungen zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Nach Information des AUMA – Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. – vom November 2009 würden die
deutschen Aussteller im Rahmen ihrer Messeplanungen den Jahren 2010/2011 vorsichtig optimistisch entgegensehen.
Vor diesem Hintergrund rechnet der AUMA zwar mit einer Stabilisierung der Messekonjunktur, wobei im Jahr 2010 allerdings noch
kein Wachstum zu erwarten sei, da die zahlreichen Sparmaßnahmen der ausstellenden Unternehmen erst jetzt wirksam würden.
Laut Ergebnis des AUMA Messe Trend 2010, der jährlichen repräsentativen Befragung von 500 deutschen Ausstellern durch das TNS
Emnid Institut, wollen sich 20 % der befragten Firmen in den Jahren 2010/2011 an mehr Inlandsmessen beteiligen als in den beiden
vorangegangenen Jahren. Ebenfalls 20 % planen hingegen weniger Beteiligungen. Im Durchschnitt würden für die Jahre 2010/2011
5,5 Inlandsbeteiligungen je Unternehmen geplant und damit lediglich marginal weniger als in den Vorjahren 2008/2009 (5,7
Inlandsbeteiligungen).
Die geplanten Gesamtaufwendungen für Messebeteiligungen der befragten Unternehmen würden laut AUMA für die Jahre 2010/2011
auf dem Niveau der Jahre 2008/2009 liegen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden kurzfristigen
Kürzung der Budgets seien allerdings die Messeetats für die folgenden beiden Geschäftsjahre im Vergleich zum Ergebnis der
Befragung im letzten Jahr deutlich zurückgenommen worden. Dennoch schlussfolgert der AUMA, dass die Talsohle in der
Messebranche offensichtlich erreicht sei, da immerhin 27 % der befragten Aussteller zukünftig mehr für ihre Messeauftritte ausgeben
wollen, während lediglich 19 % eine Minderung ihres Ausgabenniveaus beabsichtigen.
Hinsichtlich der Ausstellerzahlen prognostiziert der AUMA auf Basis der Ausstellerbefragung ein im Vergleich zu den
Vorveranstaltungen stabiles Niveau in Bezug auf die Beteiligungen inländischer Aussteller, während für die Beteiligungen
ausländischer Aussteller von einem Rückgang in einer Größenordnung von 5 % ausgegangen wird.
Weiterhin stark seien Messen im Vergleich zu anderen Kommunikationsinstrumenten – derzeit erachten 83 % der befragten Aussteller
Messen als sehr wichtig oder wichtig in ihrem Kommunikationsmix (Befragung des vorangegangenen Jahres: 81 %).
Der insgesamt leicht aufgehellte Ausblick des AUMA wird durch die Indexentwicklungen des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung e.V.
gestützt. Der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist ausgehend von seinem seit über 25 Jahren
markierten Tiefstwert von 82,2 Punkten im März 2009 kontinuierlich auf einen Wert von 95,8 Punkten im Januar 2010 gestiegen. Ein
vergleichbares Bild liefert der Index des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung e.V. hinsichtlich der künftigen Erwartungen für die
folgenden sechs Monate – ausgehend vom Tiefstwert von 76,6 Punkten im Dezember 2008 ist bis zum Januar 2010 eine gleichmäßige
Verbesserung auf 100,6 Punkte festzustellen.
9.2 Prognose zum Geschäftsgang im Unternehmensverbund
Die Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, rechnet – ausgehend vom aktuellen Veranstaltungsportfolio sowie der gegenwärtigen
Anmeldestände – im Geschäftsjahr 2010 mit großen Herausforderungen.
Es werden im turnusbedingt veranstaltungsschwächeren Jahr insgesamt 27 Messeveranstaltungen (Jahr 2009: 30
Messeveranstaltungen) durchgeführt werden. Das Gesamtumsatzniveau der Gesellschaft wird voraussichtlich unter dem Vorjahreswert
liegen.
Im stärksten Geschäftsbereich, dem Segment der Publikumsveranstaltungen, erwarten wir im Jahr 2010 einen insgesamt stabilen bis
leicht verbesserten Geschäftsverlauf und rechnen mit einem im Vorjahresvergleich erhöhten Umsatz- und Deckungsbeitragsniveau.
Premiere wird die AMICOM feiern, die Branchenmesse für Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationstechnik im Fahrzeug, die
erstmals die AMI - AUTO MOBIL INTERNATIONAL im Verbund mit der AMITEC flankieren wird. Nach Abstimmung mit dem Verband der
Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) als ideellem Träger der Messe und dem Messebeirat wird die AMI künftig im

Zweijahresturnus stattfinden. Damit verbunden ist die Neupositionierung der AMI als wichtigste Automobilmesse in den geraden
Jahren.
Neben unserem Automobil-Themenverbund werden die größten Umsatzbeiträge innerhalb des Segments der
Publikumsveranstaltungen im Jahre 2010 im Rahmen der Durchführung der Leipziger Buchmesse, der HAUS-GARTEN-FREIZEIT, der
modell-hobby-spiel sowie der PARTNER PFERD erwirtschaftet werden. Für unsere im Geschäftsjahr 2009 neu aufgelegten Produkte
GAMES CONVENTION ONLINE sowie Beach & Boat streben wir deutliche Verbesserungen sämtlicher Leistungskennziffern an.
Turnusbedingt werden im Jahr 2010 auf der Leipziger Messe wieder deutlich weniger Industrie- und Fachmessen als im Vorjahr
durchgeführt. In der Folge werden die Umsatzerlöse und der Deckungsbeitrag dieses Segments unter dem Niveau des Geschäftsjahres
2009 liegen. Besonderer Höhepunkt im Messekalender werden die internationale Weltleitmesse ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK sowie
der 13. ISPO Weltkongress sein, auf welche im Mai 2010 die Fachwelt blicken wird. Zusätzlich ist das Portfolio unter anderem geprägt
von der jährlich stattfindenden mitteldeutschen handwerksmesse sowie den im Zweijahresturnus im Messekalender verankerten
Veranstaltungen denkmal, Tierärztekongress, Bibliothekskongress sowie euregia. Die homeCare Leipzig – im Jahr 2009 thematisch
noch innerhalb der Pflegemesse abgebildet – findet 2010 erstmals als eigenständige nationale Kongressmesse für vernetzte und
intersektorale Patientenversorgung statt. Neu im Programm ist ebenfalls die MUTEC als internationaler Branchentreff für Museums-
und Ausstellungstechnik.
Hinsichtlich des Segments der Ordermessen CADEAUX - Frühjahr und Herbst, COMFORTEX und MIDORA sollte es unter nicht
wesentlich gestörten konjunkturellen Entwicklungen gelingen, das Umsatz- und Deckungsbeitragsniveau des Vorjahres zu halten.
Im CCL - Congress Center Leipzig werden auch 2010 wieder eine Reihe hochkarätige, teils internationale Kongresse stattfinden.
Höhepunkte werden das dann zum dritten Mal in Leipzig stattfindende Internationale Transportforum sowie die GPEC 2010, 6.
Internationale Fachmesse & Konferenz für Polizei- und Spezialausrüstung, sein. Letztere kehrt nach einmaliger Unterbrechung nach
Leipzig zurück.
Dennoch werden per Saldo das Umsatz- und Rohertragsniveau des Kongressgeschäftes unter dem Rekordniveau des
vorangegangenen Geschäftsjahres liegen.
Die FAIRNET Gesellschaft für Messe-, Ausstellungs- und Veranstaltungsservice mbH, Leipzig, wird ihre Geschäftsfelder
Messekommunikation, Messeservice, Kongress- und Veranstaltungsservice, Events und Werbeflächen weiter ausbauen und offensiv
am Markt kommunizieren. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist dabei die Umsetzung des neuen Vertriebskonzeptes. Wesentlich stärker
als in den Vorjahren werden Synergien mit der Muttergesellschaft am Messeplatz Leipzig zu nutzen sein.
Von der Umsetzung des neuen Markenauftrittes in 2010 wird eine klarere Positionierung am Markt erwartet, wobei die FAIRNET sich in
der Wahrnehmung bei den Zielgruppen stärker als bisher als ausgewiesener Experte in den jeweiligen Geschäftsfeldern etabliert.
Für die Geschäftstätigkeit am Messeplatz Leipzig erwartet die Gesellschaft einen dem Veranstaltungskalender der Leipziger Messe
angepassten Geschäftsverlauf.
Insgesamt rechnet die FAIRNET GmbH für das Geschäftsjahr 2010 mit Umsätzen in Höhe von EUR 18,5 Mio. sowie einem positiven
Ergebnisbeitrag.
Der Umsatz der fairgourmet GmbH, Leipzig, ist maßgeblich vom Umsatz der Muttergesellschaft beeinflusst. Die Gesellschaft geht von
einer vorsichtig optimistischen Einschätzung der Entwicklung des Messe- und Kongressgeschäftes aus, insbesondere wird bei den
Publikumsveranstaltungen eine Steigerung der Pro-Kopf-Umsätze erwartet. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2010 von einer
Umsatzerwartung in Höhe von EUR 6,9 Mio. bei einem Ergebnisbeitrag von rund EUR 0,7 Mio. ausgegangen.
Aus der gastronomischen Versorgung der Leipziger Messen wird hierbei per Saldo ein Umsatz über dem Niveau des Jahres 2009
erwartet. Ein besonders positiver Effekt wird von der im Juni stattfindenden INTERSCHUTZ ausgehen.
Auch aus der Bewirtschaftung des Congress Center Leipzig ist mit einer Umsatzsteigerung im Vorjahresvergleich zu rechnen, wobei
die wiederkehrenden Kongresse zur Sicherung eines Sockelumsatzes beitragen werden.
An der Festigung und dem mittelfristigen Ausbau des Bereiches Catering wird weiter gearbeitet. Insgesamt werden auch für diesen
Bereich Umsatzsteigerungen angestrebt. Ziel ist es, außerhalb des Kerngeschäftes weitere Umsatzquellen zu erschließen, den
Diversifikationsgrad zu erhöhen und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Geschäftsverlauf der Muttergesellschaft tendenziell zu
verringern.
Die LMI – Leipziger Messe International GmbH, Leipzig, rechnet in ihrem Kerngeschäftsfeld, der Durchführung von
Veranstaltungsbeteiligungen, für das Geschäftsjahr 2010 damit, mindestens 17 amtliche deutsche Beteiligungen an internationalen
Messen und Ausstellungen im Auftrag des BMWi sowie des BMELV organisieren zu können.
Einschließlich der 11 erwarteten Länderbeteiligungen sollte es gelingen, das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres in diesem
Geschäftsbereich zu übertreffen. Das Auslandsmesseprogramm entwickelt sich zwar nicht progressiv, dennoch hat die LMI GmbH für
das Jahr 2010 einige umsatzstarke Veranstaltungen – insbesondere in den USA – binden können, um die Umsatzprognose erfüllen zu
können. So ist beispielsweise die Weltleitmesse der Biotechnologie, die „Bio Technology Exhibition“ in Chicago nach drei Jahren Pause
wieder in der Verantwortung der LMI GmbH. Ein weiteres Highlight stellt die „Singapore Air Show“ dar, die erstmals durch die
Gesellschaft betreut wird und potenzielle Folgeaufträge generieren kann.
Hinsichtlich der Inlandsaktivitäten wird auch im Jahr 2010 an der Durchführung der „Landes-Bau-Ausstellung“ Sachsen-Anhalt in
Magdeburg durch einen Dritten im Auftrag der LMI GmbH festgehalten. Gemeinsam mit der Durchführungsgesellschaft wird eine
möglichst stabile Geschäftsentwicklung angestrebt.
Im Geschäftsbereich der Kooperationsveranstaltungen in der Zielregion Russland/Mittel- und Südosteuropa werden 2010 die
wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge erneut im Rahmen unserer Engagements an den Baufachmessen in Kiew und Krasnodar
sowie dem Ausbau der Branchenkompetenz „Gesundheit“ erzielt werden. Insbesondere das Thema Gesundheit soll mittelfristig über
die bisherigen Regionen hinaus weiter forciert werden, um in erster Linie weitere Zielmärkte an die Gesundheitsmessen in Leipzig, vor
allem die „ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK“, zu binden. Insgesamt strebt die LMI GmbH an, mit den positiven Deckungsbeiträgen der
einzelnen Projekte die Fixkosten des Geschäftsbereiches vollständig decken zu können. Neben den bestehenden Themen wird
angestrebt, weitere Themen wie erneuerbare Energien/Energieeffizienz, Maschinenbau, Restaurierung und Games zu lancieren.

Hinsichtlich ihrer Engagements in der Zielregion China/Asien wird die LMI GmbH das Geschäft auf eigenes Risiko neu evaluieren. Im
Jahr 2010 wird sich die LMI GmbH auf die Etablierung wirtschaftlich sinnvoller Kooperationen und Vertriebspartnerschaften
konzentrieren. Diese sind in den Bereichen Energie/Umwelt sowie Games bereits weitestgehend abgeschlossen. Mittelfristig stehen
zusätzlich die Themen Maschinenbau sowie Gesundheit im Focus. Insgesamt ist mittels dieser Maßnahmen zukünftig von einer
deutlichen Reduzierung des Risikos sowie einer Verbesserung der Rentabilität im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 auszugehen.
Die „Heritage Preservation China“ wird im Jahr 2010 nicht stattfinden und ab dem Jahr 2011 als Messe der LMI GmbH in einem Zwei-
Jahres-Turnus veranstaltet.
Die Durchführung der „GCA Games Convention Asia - International Exhibition for Interactive Entertainment, Infotainment,
Edutainment, Hardware & Technology“ in Singapur einschließlich der begleitenden Konferenz „Games Convention Asia Conference“
wird nach derzeitigem Kenntnisstand voraussichtlich nicht erfolgen. Vor diesem Hintergrund werden Überlegungen zur
Unternehmensfortführung der Tochtergesellschaft LMI Asia Pte Ltd angestellt.
Für das Geschäftsjahr 2010 geht die LMI GmbH insgesamt von einem gegenüber dem Jahr 2009 erhöhten Umsatzniveau von rund
EUR 5,0 Mio. aus. Es wird ein erneut unausgeglichener Ergebnisbeitrag erwartet, der sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009
allerdings signifikant verbessert darstellen sollte.
Die Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig, blickt einem außerordentlichen Geschäftsjahr 2010 entgegen, welches
wesentlich durch die „INTERSCHUTZ 2010“, die Internationale Leitmesse für Rettung, Brand-/Katastrophenschutz und Sicherheit,
geprägt sein wird. Erstmals werden sämtliche Hallen und beide Freigelände durch eine einzige Veranstaltung genutzt. Es werden mehr
als 1.000 Aussteller – davon die Hälfte aus dem Ausland – sowie rund 130.000 Fachbesucher zu dieser Veranstaltung erwartet.
Darüber hinaus konnte für das Jahr 2010 die Fachmesse „Arbeitsschutz Aktuell - Das Präventionsforum“ – wichtigster
Branchentreffpunkt für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz für Deutschland, Dänemark, Schweden und Osteuropa – gewonnen
werden.
Neben diesen Veranstaltungen werden die größten Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Geschäftsbereich der Gast- und Hausmessen
voraussichtlich aus der Touristik & Caravaning International Leipzig, der MOTORRAD MESSE LEIPZIG, dem Kongress der EURONICS
Deutschland e. G., dem Jubiläums-Branchentreff der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH („E/D/E“), der FACHDENTAL Leipzig
2009, der Hausmesse der Firma JOMO-CITTI und der Leipziger Versicherungs- und Fondsmesse resultieren. Mit der erstmals
stattfindenden Hund und Heimtier Leipzig konnte eine weitere im Jahresturnus platzierte Gastveranstaltung akquiriert werden.
Im Eventbereich der Gesellschaft werden u. a. TV-Sendungen, z. B. „José Carreras Gala“ sowie „Willkommen bei Carmen Nebel“, der
Mitteldeutsche Olympiaball 2010, der Ball des Sports der Stadt Leipzig sowie erstmals das Freestyle Motocross Event „Kings of
Extreme“ stattfinden. Deutschlandweit wird das „Firmenauto 2010“ in der Glashalle gekrönt.
Insgesamt geht die Leipziger Messe Gastveranstaltungen GmbH für das Geschäftsjahr 2010 von Umsatzerlösen in Höhe von EUR 5,3
Mio. und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 3,1 Mio. aus. Unter nicht wesentlich gestörten Bedingungen
sollte es der Gesellschaft gelingen, dieses Niveau zu erreichen.
Die MaxicoM GmbH Euro-Asia Business Center Leipzig, Leipzig, rechnet in ihrem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2010 mit
Umsatzerlösen in Höhe von rund EUR 1,4 Mio. sowie einem positiven Beitrag zum Konzernergebnis.
Die Gesellschaft erwartet im Laufe des Jahres eine signifikante Verbesserung der Auslastung des Gebäudes wegen der Anmietung
zusätzlicher Flächen durch einen Großmieter. In Abhängigkeit von der zeitlichen Realisierung dieses Vorhabens ist mit entsprechenden
Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Geschäftsjahr sowie den Folgejahren zu rechnen.
Die Entwicklung des Ansiedlungsgeschäftes mit ausländischen Kunden wird wesentlich vom Verlauf der weltweiten
Wirtschaftsentwicklung abhängen. Von entscheidender strategischer Bedeutung ist, auch in schwierigen Zeiten die Marktbearbeitung
intensiv fortzusetzen.
Gemeinsam mit der Muttergesellschaft und anderen im Ausland tätigen Unternehmen der Gruppe Leipziger Messe werden Konzepte
zur Verzahnung der jeweiligen Tätigkeiten entwickelt, um so Synergien zu heben.
Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen der Region wird fortgeführt und intensiviert. Neben der Kooperation mit
Ämtern, Ministerien und Kammern wird ein besonderer Schwerpunkt im Bereich gemeinnütziger Organisationen wie etwa dem
Deutsch-Chinesischen Zentrum Leipzig e. V. und dem Konfuzius-Institut Leipzig liegen.
Für den Unternehmensverbund der Leipziger Messe gehen wir bezogen auf das Geschäftsjahr 2010 insgesamt von Umsatzerlösen und
einem Rohertrag leicht unter dem Niveau des vorangegangenen Jahres 2009 aus.
Im Fixkostenbereich werden wir kurz- und mittelfristig an den bereits eingeleiteten Einsparungsmaßnahmen festhalten. Gleiches gilt
für den Investitionsbereich.
Zusätzlich haben wir uns strategisch die gezielte Entwicklung ausgewählter Neuprodukte, die Gewinnung zusätzlicher
Gastveranstaltungen, die Ausweitung des Kongressgeschäftes sowie die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Aufgabe gesetzt.
Erfolgreiches Beispiel hierfür ist die internationale Berufsweltmeisterschaft WorldSkills, die 2013 in Leipzig unter Mitorganisation der
Leipziger Messe GmbH durchgeführt werden wird. In der finalen Präsentation um den Austragungsstandort ist es gelungen, sich gegen
den Mitwettbewerber Paris durchzusetzen. Dieser spektakuläre Erfolg war möglich, da die beiden Partner SkillsGermany e. V. und die
Leipziger Messe GmbH eng miteinander kooperiert haben.
Ziel ist es zudem, das Bestandsgeschäft zu stärken bzw. zu erweitern, indem bestehende Veranstaltungen thematisch ergänzt sowie
zusätzliche Dienstleistungsangebote geschaffen werden. Die Maßnahmen werden flankiert durch den gezielten Ausbau der externen
Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften.
Insgesamt wird somit die mittelfristige Unternehmensstrategie der Gruppe Leipziger Messe durch eine Kombination aus
Kostenoptimierungs- und Wachstumspolitik in angepasster Verhältnismäßigkeit geprägt sein.
Leipzig, den 13. April 2010

Leipziger Messe Gesellschaft mbH
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
Aktiva
31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten und Werten
856.309,00
1.263.267,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert
0,00
0,00
3. Geleistete Anzahlungen
52.480,00
2.400,00
908.789,00 1.265.667,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
236.989.645,92
246.856.677,80
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
4.545.626,04
5.316.604,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
806.463,64
162.293,66
242.341.735,60
252.335.576,13
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen
0,51
70.000.000,51
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0,00
70.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen
15.951,24
15.951,75
20.583,40
140.020.583,91
243.266.476,35 393.621.827,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
54.463,05
68.276,58
2. Unfertige Leistungen abzüglich Erhaltene Anzahlungen
782.267,30
356.452,67
-770.772,58
-340.543,54
11.494,72
15.909,13
3. Waren
291.994,89
304.780,91
357.952,66 388.966,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2.239.560,97
2.530.469,88
2. Sonstige Vermögensgegenstände
1.057.904,00
57.589.058,90
3.297.464,97
60.119.528,78
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
127.659.160,43
68.270.992,78
131.314.578,06 128.779.488,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten
752.360,92
353.411,18
375.333.415,33 522.754.727,28
Passiva
31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
51.129.200,00
51.129.200,00
II. Kapitalrücklage
81.278.015,03
79.578.015,03
III. Gewinnvortrag
187.855.504,87
186.656.883,05
IV. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-)
-3.764.897,29
1.198.621,82
V. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
36.627,09
19.929,80
316.534.449,70 318.582.649,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2.789.193,00
2.671.999,00
2. Steuerrückstellungen
4.270.527,50
4.836.112,50
3. Sonstige Rückstellungen
4.993.882,58
5.431.915,78
12.053.603,08 12.940.027,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
0,00
140.256.392,85
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
1.017.053,01
457.531,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.130.443,49
2.846.946,11

31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
4. Sonstige Verbindlichkeiten
12.984.471,17
14.110.457,39
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 12.353.175,80 (Vorjahr: EUR 12.929.721,40)
davon aus Steuern: EUR 214.415,37 (Vorjahr: EUR 274.958,05)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.088,79 (Vorjahr: EUR 16.657,17)
16.131.967,67
157.671.327,75
D. Rechnungsabgrenzungsposten
30.613.394,88
33.560.722,55
375.333.415,33 522.754.727,28
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
2009
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse
69.284.031,11 80.157.930,19
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen
425.814,63
-298.051,17
3. Sonstige betriebliche Erträge
15.738.890,77
6.392.072,31
85.448.736,51
86.251.951,33
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
4.002.503,42
5.019.684,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
42.248.606,27
46.612.608,23
46.251.109,69
51.632.292,30
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
16.893.708,25
17.107.871,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
3.604.216,24
3.454.340,01
davon für Altersversorgung: EUR 507.614,43 (Vorjahr: EUR 425.837,01)
20.497.924,49
20.562.211,70
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
12.085.357,76
12.242.667,17
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
15.680.018,47
17.568.800,50
-9.065.673,90
-15.754.020,34
8. Erträge aus Beteiligungen
7.697.574,61
10.944.559,82
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
4.012.897,95
12.402.062,60
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.368.539,10
3.452.653,92
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
6.743.782,54
8.666.916,38
6.335.229,12
18.132.359,96
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-2.730.444,78
2.378.339,62
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
38.995,24
233.419,07
14. Sonstige Steuern
995.457,27
946.298,73
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-)
-3.764.897,29
1.198.621,82
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
I. Grundlagen
Der Konzernabschluss der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, zum 31. Dezember 2009 wurde nach den Vorschriften des § 290
ff. HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.
II. Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben dem Mutterunternehmen, der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, sechs
Konzernunternehmen. Die Liste der einbezogenen Unternehmen ergibt sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes. Einbezogen
wurden hierbei die verbundenen Unternehmen.
Ihre Geschäftsanteile an der LM Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, hat die Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, mit Wirkung
zum 26. Februar 2009 an die AMD Management Services LLC & Co. KG, Dresden, veräußert und abgetreten. Insofern verminderte sich
der Konsolidierungskreis im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag um ein Unternehmen.
Bei der zum 31. Dezember 2009 vorgenommenen Konsolidierung handelt es sich um eine Folgekonsolidierung. Konzernabschluss-
Stichtag ist der Abschluss-Stichtag des Mutterunternehmens.
III. Konsolidierungsgrundsätze
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Vorschriften über die Kapitalkonsolidierung (§ 301 HGB), die
Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB), die Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB), die Behandlung von
Unterschiedsbeträgen (§ 309 HGB) sowie – sofern für die Leipziger Messe als nicht kapitalmarktorientiertes Unternehmen zutreffend –
der Deutsche Rechnungslegungs-Standard Nr. 4 (DRS 4) zur Behandlung von Unternehmenserwerben im Konzernabschluss beachtet.

Im Zusammenhang mit der Einbeziehung des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses der LMI Asia Pte Ltd, Singapur, in den
Konzernabschluss wurden die Bestimmungen des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 14 (DRS 14) zur Währungsumrechnung
zugrunde gelegt. Hiernach wurde das gezeichnete Kapital mit dem historischen Kurs, die weiteren Bilanzposten mit dem Stichtagskurs
zum 31. Dezember 2009 umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte mit einem
Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2009. Die aus der Währungsumrechnung resultierende Differenz wurde erfolgsneutral als
Ausgleichsposten in das Eigenkapital eingestellt.
Im Rahmen der Erstellung der Kapitalflussrechnung fanden die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 2 (DRS 2)
Beachtung. Auf eine gesonderte Darstellung der Effekte aus dem Verkauf der LM Beteiligungsgesellschaft mbH gemäß DRS 2.44 und
2.55e wurde dabei aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Bei der Erstellung des Eigenkapitalspiegels wurden die Grundsätze des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 7 (DRS 7)
berücksichtigt.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurden die Buchwerte der Anteile der Muttergesellschaft mit dem Eigenkapital der verbundenen
Unternehmen verrechnet. Den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bildete dabei der Zeitpunkt, zu dem das einzubeziehende
Unternehmen Tochtergesellschaft geworden ist.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der
Schuldenkonsolidierung eliminiert.
Umsatzerlöse, Erträge und Aufwendungen des Mutterunternehmens aus Gewinnabführungen bzw. Verlustübernahmen von
verbundenen Unternehmen und sonstige Verrechnungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Aufwands-
und Ertragskonsolidierung eliminiert.
IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Abweichend vom sowie unter Änderung des Vorjahresausweises werden geleistete Beiträge an Unterstützungskassen in Höhe von
TEUR 144 (Vj.: TEUR 147) unter „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung“ und als Davon-
Ausweis (Vj.: „Löhne und Gehälter“) ausgewiesen. Im Übrigen wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum
Vorjahr beibehalten.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen, mit Ausnahme der Bewertung des Sachanlagevermögens sowie des im
Konzernabschluss nicht gebildeten Sonderpostens mit Rücklageanteil, denen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, als
Mutterunternehmen.
Das vom Einzelabschluss der Muttergesellschaft abweichend bewertete Sachanlagevermögen sowie die unterlassene Bildung des
Sonderpostens mit Rücklageanteil resultieren aus der Aufhebung des § 308 Abs. 3 HGB (alte Fassung) im Rahmen des „Gesetzes zur
weiteren Reform des Aktien- und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizität (Transparenz- und Publizitätsgesetz)“ (im Folgenden
„TransPuG“). Infolge dessen sind steuerlich bedingte Wertansätze im Konzernabschluss nicht mehr möglich.
Die in der Vergangenheit im Einzelabschluss der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, vorgenommenen Sonderabschreibungen
und Übertragungen von stillen Reserven gemäß § 6b EStG sowie deren Auswirkungen wurden deshalb erstmals im Rahmen der
Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2003 eliminiert und der sich aus der erstmaligen Anwendung der neuen
Vorschrift ergebende Unterschiedsbetrag mit dem Gewinnvortrag verrechnet.
Aufgrund der im Konzernabschluss höheren Wertansätze des Sachanlagevermögens ergeben sich im vorliegenden Abschluss sowie in
den Konzernabschlüssen der Folgejahre entsprechend höhere Aufwendungen aus Abschreibungen als im Einzelabschluss der
Muttergesellschaft.
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, und, soweit erforderlich, auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden
im Wesentlichen unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Bereich des unbeweglichen
Anlagevermögens wird die unter technischen Gesichtspunkten jeweils zu erwartende Nutzungsdauer zugrunde gelegt.
Die Zugänge von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen im Geschäftsjahr werden zeitanteilig
abgeschrieben. Hinsichtlich der Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird den steuerlichen Regelungen gefolgt. Zugänge von
Wirtschaftsgütern mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 150 bis maximal EUR 1.000 werden in einen
Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Die sonstigen Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Es werden, soweit es sich um voraussichtlich dauernde
Wertminderungen handelt, Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die unfertigen Leistungen und die Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Leistungen
wurden offen von diesen abgesetzt. Die die unfertigen Leistungen übersteigenden Beträge von erhaltenen Anzahlungen sind
gemeinsam mit weiteren erhaltenen Anzahlungen passivisch als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko
durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Die Fremdwährungsguthaben werden mit dem Geldkurs des Abschluss-Stichtages
bewertet.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.
Die Pensionsrückstellungen sind versicherungsmathematisch nach dem Teilwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 5,5 % p.
a. ermittelt.

Der Ansatz der Steuerrückstellungen erfolgte in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme.
Bei der Dotierung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt worden.
Ihre Bewertung ist unter Beachtung des Grundsatzes der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung in Höhe ihrer voraussichtlichen
Inanspruchnahme erfolgt.
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Für Ausgaben bzw. Einnahmen wurden Rechnungsabgrenzungsposten angesetzt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte
Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währungen lauten oder auf fremde
Währungen lauteten, erfolgt die Umrechnung in Euro auf Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt bzw. mit dem jeweils
niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge sind in die Gewinn- und Verlustrechnung zum jeweiligen
Kurs der Zahlung bzw. mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Verbuchung eingegangen.
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz sowie zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens geht aus der als „Anlage zum Anhang“ beigefügten Darstellung hervor.
siehe Anlagespiegel
Der Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 HGB ergibt sich aus folgender Übersicht:
Sitz
Stammkapital
31.12.2009
EUR
Anteil am Kapital
%
Positives
(negatives)
Eigenkapital
31.12.2009
EUR
Positives
(negatives)
Ergebnis 2009
EUR
Verbundene Unternehmen
Leipziger Messe Gastveranstaltungen
GmbH
Leipzig
2.582.100,00
100,00
3.604.607,76
1.569.714,91
1
FAIRNET Gesellschaft für Messe-,
Ausstellungs- und Veranstaltungsservice
mbH
Leipzig
1.022.650,00
100,00
1.198.314,26
515.609,22
1
LMI – Leipziger Messe International
GmbH
Leipzig
153.400,00
100,00
153.400,00
(1.833.616,39)
2
MaxicoM GmbH Euro-Asia Business
Center Leipzig
Leipzig
50.000,00
100,00
134.581,95
347.099,54
1
fairgourmet GmbH
Leipzig
1.022.650,00
100,00
1.370.829,27
811.711,06
1
LMI Asia Pte Ltd
Singapur
100.000 SGD
100,00
3
(2.775.783,31
SGD)
4
(1.927.775,87
SGD)
4
1
Die Jahresergebnisse sind im Rahmen der bestehenden Ergebnisabführungsverträge von der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig,
vereinnahmt worden.
2
Die negativen Jahresergebnisse sind von der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, in voller Höhe ausgeglichen worden.
3
Die Anteile werden von der LMI – Leipziger Messe International GmbH, Leipzig, gehalten.
4
1 EUR = 2,0145 SGD (Kurs zum 31. Dezember 2009)
Mit notariellem Vertrag vom 25. Februar 2009 und Wirkung zum 2. März 2009 ist die Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig,
vollständig sowohl als stille Gesellschafterin als auch als Kommanditistin aus der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG,
Dresden, ausgeschieden.
Ihre Geschäftsanteile an der LM Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, hat die Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, mit Wirkung
zum 26. Februar 2009 an die AMD Management Services LLC & Co. KG, Dresden, veräußert und abgetreten. Der Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag vom 6. Juli 2004 zwischen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, und der LM
Beteiligungsgesellschaft mbH, Leipzig, wurde durch die Leipziger Messe Gesellschaft mbH gekündigt.
Vorräte
Die unfertigen Leistungen resultieren aus Aufwendungen im Zusammenhang mit Veranstaltungen im Folgejahr (TEUR 588) sowie aus
noch ausstehenden Betriebskostenabrechnungen für das Geschäftsjahr 2008 (TEUR 194). Den unfertigen Leistungen
gegenüberstehende erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 771 wurden offen von diesen abgesetzt. Sofern erhaltene Anzahlungen
die unfertigen Leistungen übersteigen, wurden diese zusammen mit weiteren erhaltenen Anzahlungen als erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen (TEUR 1.017).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 112 haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Liquide Mittel
Zum 31. Dezember 2009 sind Bankguthaben mit TEUR 361 zur Absicherung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen an
Arbeitnehmer verpfändet.
Eigenkapital
Die Geschäftsanteile der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, werden zu je 50,0 % vom Freistaat Sachsen und von der Stadt
Leipzig gehalten.

Das satzungsmäßige Stammkapital der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, beträgt TEUR 51.129.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Oktober 2009 und 23. November 2009 hat die Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.700
Einstellungen in die Kapitalrücklage vorgenommen. Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag EUR 81.278.015,03.
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2009 wurden gemäß versicherungsmathematischem Gutachten auf der Grundlage der
Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.
Die Pensionsrückstellungen enthalten ausschließlich Pensionszusagen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen (TEUR 4.271) betreffen die zu erwartende Ertragsteuerbelastung für die Geschäftsjahre 2004 (TEUR 4.187)
sowie vorläufige Auswirkungen der Betriebsprüfung die Jahre 2003 bis 2006 betreffend (TEUR 84). Bei der Berechnung sind geleistete
Vorauszahlungen entsprechend berücksichtigt worden.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen TEUR 1.981 für personal- und geschäftsführungsbezogene Kosten, TEUR
1.948 für sonstige ausstehende Rechnungen, TEUR 893 für Zinsen auf Steuernachzahlungen, TEUR 124 für Rechts-, Prüfungs-,
Beratungs- und Veröffentlichungskosten sowie TEUR 27 für unterlassene Instandhaltung.
Verbindlichkeitenspiegel
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2009
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
über ein bis zu
fünf Jahren
TEUR
über fünf Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
0
0
0
0
(140.256) (140.256) (0) (0)
aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen
1.017
1.017
0
0
(458)
(458)
(0)
(0)
aus Lieferungen und Leistungen
2.130
2.130
0
0
(2.847)
(2.847)
(0)
(0)
Sonstige Verbindlichkeiten
12.985
12.846
135
4
(14.110) (2.158) (11.948) (4)
16.132
15.993
135
4
(157.671) (145.719) (11.948) (4)
Erhaltene Anzahlungen
771
771
0
0
- offen von den Vorräten abgesetzt -
(Vorjahreswerte)
(341)
(341)
(0)
(0)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 140,3 Mio, die aus der Finanzierung des Erwerbs von
Kommanditanteilen und stillen Beteiligungen an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden resultierten, wurden im
Berichtszeitraum vollständig getilgt.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter aus einem im
Geschäftsjahr 2006 aufgenommenen Gesellschafterdarlehen sowie aus hierauf entfallenden Zinsen (TEUR 12.353), Verbindlichkeiten
aus Steuern (TEUR 215), Verbindlichkeiten aus erhaltenen Kautionen (TEUR 188), Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern (TEUR
48) sowie kreditorische Debitoren (TEUR 32).
Passive Rechnungsabgrenzung
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Wesentlichen für Sonderfinanzierungsgeschäfte gebildet und wird ratierlich über
die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge aufgelöst.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen:
2009
TEUR
2008
TEUR
Standmieten Messen
20.738
24.059
Standbau
14.341
16.737
Miete Sonderveranstaltungen und Kongresse
6.444
5.635
Verkauf von Speisen und Getränken
5.559
7.600
Eintrittskarten
5.351
7.556

2009
TEUR
2008
TEUR
Erlöse aus der Durchführung von Veranstaltungsbeteiligungen im Ausland (ohne
Standmieten)
3.399
3.918
Dauermieten
1.182
1.221
Übrige
12.270
13.432
69.284
80.158
Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Ausgleichszahlungen durch die Gesellschafter (TEUR
11.400), Erträge aus der Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens (TEUR 2.820), Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (TEUR 535), Erträge aus sonstigen Zulagen und Zuschüssen (TEUR 239) sowie Erträge aus Schadenersatz (TEUR
119).
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
2009
TEUR
2008
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
535
671
Erträge aus der Auflösung und Herabsetzung von Wertberichtigungen und aus
Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen
84
192
Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagevermögen
10
1.792
Sonstige periodenfremde Erträge
141
327
770
2.982
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Abgang von
Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 13) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 22
(Vorjahr: TEUR 45).
In der Position „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ ist ein periodenfremder Ertrag aus der Auflösung einer Rückstellung für
Körperschaftsteuer das Jahr 2008 betreffend in Höhe von TEUR 16 enthalten.
Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 7.698) betreffen die auf das Geschäftsjahr 2009 entfallenden Gewinnanteile aus der
Kommanditbeteiligung an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, sowie die Verzinsung von noch nicht
entnommenen Gewinnanteilen aus der Kommanditbeteiligung früherer Geschäftsjahre.
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Position enthält nahezu ausschließlich die auf das Geschäftsjahr 2009 entfallenden Gewinnanteile aus der stillen Beteiligung an der
AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, sowie die Verzinsung von noch nicht entnommenen Gewinnanteilen aus der
stillen Beteiligung früherer Geschäftsjahre (TEUR 4.012).
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 1.368 enthalten im Wesentlichen Erträge aus Festgeldguthaben (TEUR
1.062) und Tagesgeldanlagen (TEUR 280). Zusätzlich sind Erträge aus Guthaben auf Girokonten (TEUR 7) sowie sonstige Zinserträge
(TEUR 19) enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen stehen mit TEUR 6.051 im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2009 beendeten
Finanzengagement der Leipziger Messe Gesellschaft mbH an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden. Diese
entfallen im Wesentlichen auf Zahlungen für Zinsen und Kreditauftragsvergütungen für Darlehen im Zusammenhang mit der
Beteiligung an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG, Dresden, einschließlich der Vorfälligkeitsentschädigung für die
vorzeitige Darlehensrückführung.
Ferner sind in der Aufwandsposition im Wesentlichen Zinsen für Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 453 sowie Zinsen
auf Steuernachzahlungen (TEUR 238) enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Position enthält Aufwendungen aus der Rückstellungsbildung für Steuerrisiken im Zusammenhang mit der Betriebsprüfung für die
Geschäftsjahre 2003 bis 2006 (TEUR 39) sowie Aufwendungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr
2007 (TEUR 16). In Höhe von TEUR 16 steht demgegenüber die Auflösung einer Rückstellung für die Körperschaftsteuer das Jahr
2008 betreffend.
VI. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 2 (DRS 2) erstellt. Der
Finanzmittelfonds erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 um rund Mio. EUR 59,4 und setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Flüssige Mittel
127.659
68.271
Innerhalb der Darstellung des Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden die Erträge aus der Kommanditbeteiligung und
der stillen Beteiligung an der AMD Fab 36 Limited Liability Company & Co. KG sowie die Aufwendungen für Zinsen und
Kreditauftragsvergütungen aus den die Beteiligungen finanzierenden Darlehen einschließlich der Vorfälligkeitsentschädigung für die
vorzeitige Darlehensrückführung sowie eine Ausgleichszahlung unter der Position „Außerordentliche Aufwendungen/Erträge“ erfasst.
Die entsprechenden Zahlungsflüsse im Geschäftsjahr wurden den Positionen „Einzahlungen aus außerordentlichen Posten“ sowie
„Auszahlungen aus außerordentlichen Posten“ zugeordnet.
Die Position „Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge“ beinhaltet die Erträge aus der Auflösung des für
Sonderfinanzierungsgeschäfte gebildeten passiven Rechnungsabgrenzungspostens (TEUR 2.820). Den Erträgen stehen
Zinsaufwendungen für Gesellschafterverbindlichkeiten gegenüber, welche im Folgejahr zur Auszahlung gelangen (TEUR 453).
VII. Sonstige Angaben
Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus grenzüberschreitenden Leasingverträgen bestehen bei der Muttergesellschaft latente finanzielle Verpflichtungen aus
Mietverhältnissen sowie aus der Ausübung von Optionen zur Beendigung von Mietverträgen bis zum Jahr 2021 in Höhe von insgesamt
Mio. EUR 818,1 (Mio. USD 1.172,7), denen Ansprüche gegen Dritte mit hoher Bonität bzw. öffentlicher Gewährträgerhaftung in
gleicher Höhe gegenüber stehen. Es wird daher davon ausgegangen, dass insoweit keine wirtschaftliche Belastung für den Konzern
aus diesen Mietverhältnissen zu erwarten ist. Die aus dem Abschluss dieser Verträge resultierenden Liquiditätseffekte wurden im
Wesentlichen in 1997 realisiert; sie wurden als Passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und werden über die Vertragslaufzeiten
aufgelöst.
Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bestellobligo (Mio. EUR 5,8) sowie aus anderen Mietverträgen (Mio. EUR
1,1).
Aus einer im Geschäftsjahr 2009 eingegangenen Klage könnten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von bis zu Mio. EUR 118
entstehen. Ausgehend von den Ergebnissen zweier Rechtsgutachten wird das Risiko einer tatsächlichen Inanspruchnahme derzeit
allerdings als gering eingeschätzt. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter Gliederungspunkt 8
"Risikobericht".
Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer für die Prüfung aller im Konzernabschluss konsolidierten Unternehmen sowie des
Konzernabschlusses selbst beläuft sich auf TEUR 74.
Davon entfallen auf andere Abschlussprüfer TEUR 4. Für sonstige Leistungen des Konzernabschlussprüfers wurden TEUR 2 im Aufwand
erfasst.
Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die Herren:
Dipl.-Kfm. Wolfgang P. Marzin, Leipzig,
Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 13. November 2009)
Dipl.-Ing. Martin Buhl-Wagner, Leipzig,
Geschäftsführer.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 11./13. November 2009 wurde Herr Wolfgang P. Marzin als Geschäftsführer der Gesellschaft mit
sofortiger Wirkung abberufen.
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 651. Für die Tantiemezahlungen für das Geschäftsjahr 2009
wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 45 gebildet.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 197.
Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der im Konzernabschluss voll konsolidierten Unternehmen (ohne Geschäftsführung und
Auszubildende) belief sich auf 411 Mitarbeiter. Hiervon befanden sich durchschnittlich sieben Arbeitnehmer im Erziehungsurlaub und
neun Arbeitnehmer in der Freistellungsphase der Altersteilzeit.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, setzte sich im Geschäftsjahr 2009 (einschließlich Veränderungen bis
zur Aufstellung des Konzernabschlusses) aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Thomas Jurk
Staatsminister
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft und Arbeit
Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 30. September 2009)

Sven Morlok
Staatsminister
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Vorsitzender des Aufsichtsrates (ab 1. Oktober 2009)
Burkhard Jung
Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Joachim Dirschka
Präsident des Sächsischen Handwerkstages
Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig
Geschäftsführer
Hartmut Fiedler
Staatssekretär
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (ab 6. Oktober 2009)
Gerd Heinrich
Stadtrat der CDU-Fraktion der Stadt Leipzig
Geschäftsführender Gesellschafter der Heinrich Elektronik GmbH
(ab 16. Dezember 2009)
Dr. Hartmut Mangold
Staatssekretär
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit
(bis 30. September 2009)
Jochen Müller-Berndorff
Vorstandsmitglied der CDU-Fraktion im Stadtrat der Stadt Leipzig
Stadtrat für Kultur der Stadt Leipzig Notar
(bis 16. Dezember 2009)
Dr. Arend Oetker
Geschäftsführender Gesellschafter
der Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co. KG
Dr. Lothar Tippach
Vorsitzender des Fachausschusses
Allgemeine Verwaltung der Stadt Leipzig im Ruhestand
(bis 16. Dezember 2009)
Frank-Peter Arndt
Mitglied des Vorstands der BMW AG
Axel Dyck
Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat der Stadt Leipzig
Geschäftsführer
(ab 8. Januar 2010)
Dr. Joachim Fischer
Stadtrat der SPD-Fraktion der Stadt Leipzig im Ruhestand
(bis 8. Januar 2010)
Dr. Ilse Lauter
Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat der Stadt Leipzig
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
(ab 16. Dezember 2009)
Prof. Dr. Klaus Mangold
Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft
Vorsitzender des Aufsichtsrates
der Rothschild GmbH
Prof. Hans Georg Näder
Geschäftsführender Gesellschafter

der Otto Bock HealthCare GmbH
(ab 24. März 2009)
Dr. Gunter Thielen
Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung
Aufsichtsratsvorsitzender der Bertelsmann AG
Prof. Dr. Georg Unland
Staatsminister
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen
Prof. Dr. Gerhardt Wolff
Vorsitzender des Finanzausschusses des Aufsichtsrates
der Leipziger Messe GmbH,
Freiberuflicher Berater, ehemaliges Vorstandsmitglied der
VNG - Verbundnetz Gas AG
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
Lutz Schmidt, Kongresstechniker,
Jeannette Singer, Assistentin der Geschäftsbereichsleitung,
Günter Wrick, freigestellter Betriebsrat, Controller.
Ehrenmitglied des Aufsichtsrates
Kurt Schoop.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr Aufwandsentschädigungen von TEUR 14.
Leipzig, den 13. April 2010
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am
01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
8.108.774,88
40.860,40
2.400,00
0,00
8.152.035,28
2. Geschäfts- oder Firmenwert
99.201,69
0,00
0,00
1.501,69
97.700,00
3. Geleistete Anzahlungen
2.400,00
52.480,00
-2.400,00
0,00
52.480,00
8.210.376,57 93.340,40 0,00 1.501,69 8.302.215,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
396.143.182,24
110.915,01
159.918,46
0,00
396.414.015,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
47.562.142,71
741.280,76
2.375,20
162.870,11
48.142.928,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im
Bau
162.293,66
806.463,64
-162.293,66
0,00
806.463,64
443.867.618,611.658.659,410,00162.870,11445.363.407,91
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Beteiligungen
70.003.840,00
0,00
0,00
70.000.000,00
3.840,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
70.000.000,00
0,00
0,00
70.000.000,00
0,00
3. Sonstige Ausleihungen
20.583,40
0,00
0,00
4.632,16
15.951,24
140.024.423,40
0,00
0,00 140.004.632,16
19.791,24
592.102.418,58 1.751.999,81
0,00 140.169.003,96 453.685.414,43

kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2009
EUR
6.845.507,00
450.219,28
0,00
7.295.726,28
99.201,69
0,00
1.501,69
97.700,00
0,00
0,00
0,00
0,00
6.944.708,69
450.219,28
1.501,69
7.393.426,28
149.286.504,44
10.137.865,35
0,00
159.424.369,79
42.245.538,04
1.497.273,13
145.508,65
43.597.302,52
0,00
0,00
0,00
0,00
191.532.042,48
11.635.138,48
145.508,65
203.021.672,31
3.839,49
0,00
0,00
3.839,49
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.839,49
0,00
0,00
3.839,49
198.480.590,66 12.085.357,76 147.010,34 210.418.938,08
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
856.309,00
1.263.267,88
0,00
0,00
52.480,00
2.400,00
908.789,00
1.265.667,88
236.989.645,92
246.856.677,80
4.545.626,04
5.316.604,67
806.463,64
162.293,66
242.341.735,60
252.335.576,13
0,51
70.000.000,51
0,00
70.000.000,00
15.951,24 20.583,40
15.951,75
140.020.583,91
243.266.476,35 393.621.827,92
Konzern-Kapitalflussrechnung nach DRS 2 des DRSC für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
2009
EUR
Vorjahr
EUR
Jahresergebnis (vor Ausgleichszahlungen durch die Gesellschafter)
-15.164.897,29
1.198.621,82
Außerordentliche Aufwendungen/Erträge (-) aus AMD-Geschäft
-5.658.751,76
-15.456.296,92
Abschreibungen auf Anlagevermögen
12.085.357,76
12.242.667,17
Zunahme/Abnahme (-) der Rückstellungen
-886.424,20
-567.444,18
Zunahme/Abnahme (-) des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung
16.697,29
19.929,80
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (-)
-2.366.909,18
-2.366.909,18
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen
-9.596,88
-1.778.962,49
Zunahme (-)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind
897.749,67
365.614,07
Zunahme/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-403.435,28
242.858,31
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten
64.285.795,10
10.443.121,21
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten
-6.883.832,47
-8.350.341,67
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
45.911.752,76
-4.007.142,06
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen
2.576.958,34
201.260,50
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
-1.658.659,41
-7.183.613,24
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen
-93.340,40
-91.313,02
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
140.004.632,16
20.012.267,62
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen
0,00
-12.845,24
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
140.829.590,69 12.925.756,62

2009
EUR
Vorjahr
EUR
Verlustausgleich durch Gesellschafter und Einzahlungen in die Kapitalrücklage
13.100.000,00
0,00
Auszahlungen an Gesellschafter
-453.175,80
-453.175,80
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten
-140.000.000,00
-20.000.000,00
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
-127.353.175,80
-20.453.175,80
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
59.388.167,65
-11.534.561,24
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
68.270.992,78
79.805.554,02
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
127.659.160,43
68.270.992,78
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2009
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig
Gezeichnetes
Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Gewinnvortrag
EUR
Jahresergebnis
EUR
Ausgleichs-
posten aus
der
Währungs-
umrechnung
EUR
Konzern-
eigenkapital
EUR
Stand 1. Januar 2008
51.129.200,00 79.578.015,03 186.055.806,73
601.076,32
0,00 317.364.098,08
Kapitaleinzahlungen und -
einlagen der Gesellschafter
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
601.076,32
-601.076,32
0,00
0,00
Konzernergebnis
0,00
0,00
0,00
1.198.621,82
0,00
1.198.621,82
Ausschüttungen an
Gesellschafter
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Differenzen aus der
Umrechnung von
Fremdwährungsabschlüssen
0,00
0,00
0,00
0,00
19.929,80
19.929,80
Stand 31. Dezember 2008
51.129.200,00 79.578.015,03 186.656.883,05
1.198.621,82
19.929,80 318.582.649,70
Kapitaleinzahlungen und -
einlagen der Gesellschafter
0,00
1.700.000,00
0,00
0,00
0,00
1.700.000,00
Ergebnisverwendung
0,00
0,00
1.198.621,82 -1.198.621,82
0,00
0,00
Konzernergebnis
0,00
0,00
0,00 -3.764.897,29
0,00
-3.764.897,29
Ausschüttungen an
Gesellschafter
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Differenzen aus der
Umrechnung von
Fremdwährungsabschlüssen
0,00
0,00
0,00
0,00
16.697,29
16.697,29
Stand 31. Dezember 2009
51.129.200,00 81.278.015,03 187.855.504,87 -3.764.897,29
36.627,09 316.534.449,70
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über
mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von
Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Leipziger
Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der
Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns
und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, den 13. April 2010

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Otter, Wirtschaftsprüfer
gez. Frische, Wirtschaftsprüfer
Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009
Bericht des Aufsichtsrates
der Leipziger Messe GmbH
Der Aufsichtsrat der Leipziger Messe GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2009 von der Geschäftsführung regelmäßig in mündlichen und
schriftlichen Berichten über die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Prognosen
zum weiteren Geschäftsverlauf, Fragen der Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle sowie die wirtschaftliche Situation
und Entwicklung der Tochtergesellschaften der Leipziger Messe GmbH unterrichten lassen.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden eine ordentliche und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates, zwei ordentliche und zwei
außerordentliche Sitzungen des Finanzausschusses des Aufsichtsrates sowie eine ordentliche Sitzung des Präsidialausschusses des
Aufsichtsrates statt. Damit war die satzungsmäßig vorgeschriebene Mindestanzahl der je Kalenderhalbjahr einzuberufenden
Aufsichtsratssitzungen eingehalten.
Die ursprünglich für den 25. September 2009 vorgesehene zweite ordentliche Sitzung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2009
wurde mit Blick auf die dort zu erörternden Fragen der strategischen Unternehmensausrichtung und dem Ziel gerade bei der
Behandlung dieses Themas die Teilnahme möglichst vieler Aufsichtsratsmitglieder zu ermöglichen kurzfristig abgesagt und am 11.
Januar 2010 nachgeholt, da es im 2. Halbjahr 2009 eine (außerordentliche) Aufsichtsratssitzung gab.
Über die in den Sitzungen routinemäßig behandelten Tagesordnungspunkte - insbesondere zum Jahres- und Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2008, zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie zu veranstaltungsbezogenen
Entwicklungen - hinaus sind insbesondere folgende Themen hervorzuheben:
In einer außerordentlichen Sitzung beriet der Aufsichtsrat am 7. Oktober 2009 die Aufhebung des Geschäftsführeranstellungsvertrages
mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Wolfgang P. Marzin, nachdem sich dieser entschieden hatte, die Geschäftsführung
der Messe Frankfurt zu übernehmen. Der Aufsichtsrat verständigte sich auf eine Freistellung von der Geschäftsführertätigkeit und
erteilte dem Vorsitzenden ein Mandat zur Verhandlung eines Aufhebungsvertrages. Auf dieser Grundlage wurde das
Geschäftsführeranstellungsverhältnis im Ergebnis einvernehmlich beendet. Bis zur Neubesetzung der Geschäftsführerstelle wurde Herr
Martin Buhl-Wagner mit der alleinigen Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH betraut.
In inhaltlicher Hinsicht wurden im Geschäftsjahr 2009 beabsichtigte neue Engagements diskutiert und insbesondere die hierfür
erstellten Planrechnungen und Prognosekalkulationen geprüft.
In seiner außerordentlichen Sitzung A-2009 am 15. Januar 2009 befasste sich der Finanzausschuss zur Vorbereitung eines
entsprechenden Gesellschafterbeschlusses mit der Strategie zum Themengebiet „Garnes Convention Global" inklusive der
Bereitstellung der erforderlichen Anschubinvestitionen. Gegenstand der Diskussion waren vor allem Fragen zur Bewertung der
regionalwirtschaftlichen Effekte sowie eine szenarienabhängige Einschätzung der Erlösprognose.
Im Rahmen der Diskussion zur Einschätzung der Geschäftsentwicklung für das Planjahr 2009 beriet der Finanzausschuss zudem
verschiedene wirtschaftliche Szenarien, die der Aufsichtsrat im Dezember 2008 im Zuge der Beschlussfassung über den
Wirtschaftsplan 2009 von der Geschäftsführung ergänzend erbeten hatte. Im Ergebnis dieser Diskussion beschloss der Aufsichtsrat in
seiner Sitzung 1-2009, die dort vorgelegte Planung als Wirtschaftsplan 2009 zu verabschieden und der Gesellschafterversammlung zu
empfehlen, diese als Ersatz für eine bis zu diesem Zeitpunkt lediglich vorläufig genehmigte Wirtschaftsplanung 2009 zu beschließen.
Der Aufsichtsrat verständigte sich in seiner Sitzung 1-2009 zudem darauf, die strategische Ausrichtung der Leipziger Messe zu
analysieren. Die Geschäftsführung wurde mit der Vorbereitung dieser Strategiediskussion beauftragt. In seiner Sitzung 2-2009 am 11.
Januar 2010 stimmte der Aufsichtsrat daraufhin verschiedenen von der Geschäftsführung vorgeschlagenen strategischen
Einzelmaßnahmen zu und empfahl der Gesellschafterversammlung, soweit erforderlich, die entsprechenden Finanzierungsmittel aus
der strategischen Finanzreserve zu genehmigen. Gleichzeitig wurde die Geschäftsführung beauftragt, eine eingehende
Potenzialanalyse für die Leipziger Messe Gruppe zu erarbeiten und dem Aufsichtsrat nach Vorlage und Diskussion im Finanzausschuss
vorzulegen.
Nach wiederholter und umfassender Erörterung im Finanzausschuss empfahl der Aufsichtsrat in seiner Sitzung 2-2009 am 11. Januar
2010, den vorgelegten Wirtschaftsplan 2010 zunächst auf vorläufiger Grundlage für das erste Halbjahr 2010 zu verabschieden. Die
Geschäftsführung wurde beauftragt, eine überarbeitete Planung für das zweite Halbjahr 2010 mit dem Ziel einer weiteren
Ergebnisverbesserung vorzulegen. Mit einem entsprechenden Auftrag nahm der Aufsichtsrat die mittel- und langfristige Zielplanung
für den Zeitraum 2011 — 2013 zur Kenntnis.
Hinsichtlich der Prüfung des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Leipziger Messe GmbH für das Geschäftsjahr 2009 hat der
Aufsichtsrat den Gesellschaftern die Bestellung der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, empfohlen.
Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Leipziger Messe GmbH für das
Geschäftsjahr 2009 sind unter Einbeziehung der Buchführung, des Lageberichtes der Gesellschaft sowie des Konzernlageberichtes von
der durch Beschluss der Gesellschafter vom 3./15. September 2009 als Abschlussprüfer gewählten Deloitte & Touche GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Anlässlich eines außerhalb der Leipziger Messe GmbH liegenden Sachverhalts wurde aus Vorsorgegründen ein Prüfungsschwerpunkt
auf eventuelle grenzüberschreitende Finanzierungsgeschäfte sowie auf Geschäfte gelegt, die die entgeltliche oder unentgeltliche
Übernahme von Kredit- oder anderen Risiken von Dritten zum Gegenstand haben.
Die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat zur Einsicht und Prüfung ausgehändigt. Zuvor wurden der
Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Leipziger Messe GmbH im Finanzausschuss intensiv beraten. Der Finanzausschuss

hat dem Aufsichtsrat die Empfehlung ausgesprochen, der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die
Billigung des Konzernabschlusses der Leipziger Messe zu empfehlen.
Der Wirtschaftsprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 10. Juni 2010 teilgenommen und über die wesentlichen
Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmt der Aufsichtsrat zu.
Die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lageberichtes der Gesellschaft und des Konzernlageberichtes sowie des
Vorschlages über die Verwendung des Jahresergebnisses der Leipziger Messe GmbH durch den Aufsichtsrat hat keinen Anlass zu
Einwendungen gegeben. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Ergebnisverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat schlägt deshalb der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss der Leipziger Messe GmbH zum 31.
Dezember 2009 festzustellen, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zu billigen und die Geschäftsführung zu entlasten.
Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH sowie allen Mitarbeitern im Unternehmensverbund der
Leipziger Messe für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2009.
Leipzig, 10. Juni 2010
Sven Morlok, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Leipziger Messe GmbH, Staatsminister Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr