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Bundesanzeiger
Name
Bereich
Information
V.-Datum
KfW
Bankengruppe
Frankfurt am Main
Rechnungslegung/
Finanzberichte
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum
31.12.2009
24.06.2010
KfW Bankengruppe
Frankfurt am Main
Finanzbericht 2009
Die Zukunftsförderer
Kennzahlen des KfW-Konzerns
Erfolgskennzahlen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Zinsüberschuss
2.654
1.919
hierin enthaltene Zinsverbilligungsleistungen
-571
-606
Provisionsüberschuss
286
218
Verwaltungsaufwand
742
646
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.198
1.492
Kreditrisikovorsorge
-972
-2.139
Ergebnisse aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
55
-1.747
Ergebnis aus Finanzanlagen
-120
-1.974
Betriebsergebnis nach Bewertungen
1.161
-4.368
Sonstiges betriebliches Ergebnis
23
1.536
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.184
-2.832
Ertragsteueraufwand
57
-89
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
Konzerngewinn/-verlust vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen
1.432
-2.179
Ergebnisneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklagen
261
-460
Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen
2)
21,1 %
23,5 %
Bilanzkennzahlen
2009
Mrd. EUR
2008
Mrd. EUR
Bilanzsumme
400
395
Kreditvolumen
384
365
Eventualverpflichtungen
8
6
Unwiderrufliche Kreditzusagen
50
35
Treuhandvermögen
17
18
Geschäftsvolumen
475
454
Bilanzielles Eigenkapital
13
12
Bilanzielle Eigenkapitalquote
3,3 %
3,0 %
1)
Anpassung der Vorjahreszahlen aufgrund geänderter Bilanzierungsmethodik wird im Konzernabschluss in der Note 2 dargestellt.
2)
Verwaltungsaufwand in Relation zum bereinigten Ertrag. Der bereinigte Ertrag berechnet sich aus der Größe des Zins- und Provisionsüberschusses
zuzüglich Zinsverbilligungsleistungen.
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
2009
Mrd. EUR
2008
Mrd. EUR
Risikoposition
129
140
Kernkapital
12
11
Anrechenbare Eigenmittel
15
14
Kernkapitalquote
9,4 %
7,8 %
Gesamtkennziffer
11,7 %
10,1%
Beschäftigte der KfW Bankengruppe
2009
2008
4.265
4.228
Die Zahlen in den Tabellen wurden exakt gerechnet und summiert. Die Darstellung erfolgt gerundet. Hierdurch können sich in der
Summenbildung Rundungsdifferenzen ergeben.

Vorstand, Direktoren und Geschäftsführer der KfW Bankengruppe
Vorstand
Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender), Dr. Günther Bräunig, Dr. Norbert Kloppenburg, Wolfgang Kroh (bis 30.09.2009), Bernd
Loewen (seit 01.07.2009), Dr. Axel Nawrath (seit 01.04.2009)
Direktorinnen und Direktoren
Dr. Stefan Breuer
Dr. Volker Groß
Werner Oerter
Wolfgang Roßmeißl
Dr. Frank Czichowski
Klaus Klüber
Uwe Ohls
Dr. Jürgen Schneider
Dr. Lutz-Christian Funke
Doris Köhn
Christiane Orlowski
Dietrich Suhlrie
Helmut Gauges
Cherifa Larabi
Dr. Stefan Peiß
Klaus Weirich
Werner Genter
Klaus Neumann
Joachim Rastert
Dr. Christian Zacherl
Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der KfW IPEX-Bank GmbH
Michael Ebert
Heinrich Heims (Sprecher)
Christiane Laibach
Christian Murach
Markus Scheer
Die KfW IPEX-Bank verantwortet das Geschäftsfeld der internationalen Export- und Projektfinanzierung. Seit Beginn des Jahres 2008
ist sie ein rechtlich selbstständiges Tochterunternehmen der KfW Bankengruppe, das dem KWG und der Bankenaufsicht unterliegt.
Geschäftsführer der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
Dr. Michael Bornmann
Philipp Kreutz
Bruno Wenn (Sprecher)
Die 1962 gegründete DEG ist seit 2001 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der KfW Bankengruppe. Die DEG ist einer der größten
europäischen Entwicklungsfinanzierer für langfristige Projekt- und Unternehmensfinanzierungen. Sie finanziert und strukturiert seit
mehr als 40 Jahren Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Reformländern.
Brief des Vorstands
Liebe Leserinnen und Leser,
2009 - das war das Jahr der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1932. Die KfW war in diesem Jahr ganz besonders gefordert,
die Bundesregierung im Kampf gegen die Folgen der Krise zu unterstützen -und ist dieser Aufgabe mit Erfolg nachgekommen.
Wie nie zuvor hat die KfW Unternehmen, Kommunen und Privathaushalte gefördert und das höchste inländische Fördervolumen in
ihrer Geschichte erreicht. Dabei hat sich die Investitionsförderung in Deutschland seit 2000 mehr als verdoppelt. Allein das
Fördervolumen des Geschäftsbereichs KfW Mittelstandsbank ist mit 23,8 Mrd. EUR mittlerweile so hoch wie das gesamte inländische
Fördervolumen des Jahres 2000. Dabei stellte die Umsetzung des "KfW-Sonderprogramms" aus dem Konjunkturprogramm der
Bundesregierung das Haus vor eine besondere Herausforderung.
Nachdem auch die KfW in den vergangenen beiden Jahren von den Verwerfungen auf den Finanzmärkten nicht unberührt blieb und
durch die Rettung der in Existenznöte geratenen IKB deutliche Verluste hinnehmen musste, hat die KfW im Jahr 2009 einen
grundlegenden Turnaround geschafft. Sie hat nicht nur die Förderung auf höchstem Niveau halten, sondern zugleich einen deutlichen
Gewinn in Höhe von 1,1 Mrd. EUR erzielen können, der wiederum zum einen der Stabilisierung der Risikotragfähigkeit und zum
anderen der nachhaltigen Stärkung der Förderung zugutekommt.
Im Laufe des Jahres wurde der Vorstand der KfW durch die neuen Mitglieder Dr. Axel Nawrath und Bernd Loewen komplettiert.
Gleichzeitig hat die KfW zielgerichtet ihre interne Umstrukturierung umgesetzt und einen intensiven Strategieprozess abgeschlossen.
2009 war aber auch in anderer Hinsicht ein historisches Jahr. Vor 20 Jahren fiel die Mauer, die Deutschland trennte. Die KfW
engagierte sich stark bei der Modernisierung der ostdeutschen Volkswirtschaft und zieht heute eine positive Bilanz ihrer
Fördertätigkeit: Kredite über 161,5 Mrd. EUR hat die KfW über ihre Förderprogramme für den Aufbau einer mittelständischen
Wirtschaft, die Verbesserung der Wohnsituation und die Sanierung der kommunalen Infrastruktur in Ostdeutschland bereitgestellt.
Heute gibt es in den neuen Ländern wieder attraktive Innenstädte, gesunde mittelständische Strukturen und eine moderne
Infrastruktur.
Die KfW geht gestärkt in das Jahr 2010 und wird die deutsche Wirtschaft auch in diesem Jahr intensiv bei der Bewältigung der
Auswirkungen durch die schwere Rezession unterstützen.
Entwicklung der KfW-Förderung
Die KfW Bankengruppe hat im Jahr 2009 in Deutschland Investitionen und Projekte in Höhe von 50,9 Mrd. EUR gefördert. Allein im
Bereich der gewerblichen Wirtschaft hat die KfW 23,8 Mrd. EUR aufgebracht, den weit überwiegenden Teil für kleine und
mittelständische Unternehmen. Einen wesentlichen Beitrag leistete hierzu das zu Beginn des Jahres 2009 gestartete "KfW-
Sonderprogramm" mit Kreditzusagen von insgesamt 7,2 Mrd. EUR bis zum Jahresende.
"Im Jahr der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1932 war die KfW in besonderer Weise gefordert. Dabei bildete das "KfW-
Sonderprogramm" den Schwerpunkt bei der Unterstützung der Bundesregierung im Kampf gegen die Folgen der Krise. Wir sind sehr
stolz, dass wir mit dem höchsten inländischen Fördervolumen unserer Aufgabe als Förderbank so umfangreich nachkommen konnten."
Neben der Unterstützung des Mittelstands und dem Kampf gegen die Folgen der Rezession bildete der Klima- und Umweltschutz den
wichtigsten Förderschwerpunkt. Für entsprechende Investitionen vergab die KfW insgesamt 19,8 Mrd. EUR. Dies entspricht nahezu
einem Drittel des gesamten Fördervolumens der KfW Bankengruppe. Allein in Deutschland hat sich hier dieser Anteil gegenüber dem
Jahr 2008 um 31 % auf 16,5 Mrd. EUR erhöht und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der
Bundesregierung.

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Während das inländische Fördergeschäft gegenüber dem Jahr 2008 um 12,1 % gestiegen ist, hat die globale Finanz- und
Wirtschaftskrise Auswirkungen auf das Ergebnis der weiteren Geschäftsbereiche. Das gesamte Geschäftsvolumen der KfW
Bankengruppe für das Jahr 2009 liegt mit 63,9 Mrd. EUR gleichwohl in Sichtweite des Vorjahresergebnisses.
Gesamtgeschäft der KfW Bankengruppe
Angaben in Mrd. EUR
Ergebnisse der Förderaktivitäten der Geschäftsbereiche im Einzelnen
Der Geschäftsbereich KfW Mittelstandsbank hat im Jahr 2009 ein Fördervolumen von 23,8 Mrd. EUR und damit eine Steigerung um 40
% erzielt. Getrieben wurde dieses deutliche Wachstum vor allem durch die stark gestiegenen Finanzierungen von Gründungen und
allgemeinen Investitionen einschließlich des "KfW-Sonderprogramms". Auch die Finanzierungen von gewerblichen Investitionen in
Energieeffizienz und Umweltschutz sind deutlich gestiegen. Mit einem Zusagevolumen von 7,2 Mrd. EUR im Jahr 2009 hat das "KfW-
Sonderprogramm" einen elementaren Beitrag zur Sicherung der Finanzierung des Mittelstands geleistet. Rund 94 % aller Zusagen
gingen an mittelständische Unternehmen. Den Schwerpunkt bildete dabei die Förderung von Betriebsmittelfinanzierungen als
Liquiditätsunterstützung in der Krise.
Im Geschäftsbereich KfW Privatkundenbank ist das gesamte Fördervolumen um 8,1 % auf 16,1 Mrd. EUR gestiegen. Die Programme
für Energieeffizientes Bauen und Sanieren verzeichneten eine deutlich gestiegene Nachfrage, was zu einem Rekordzusagevolumen von
8,9 Mrd. EUR führte. Das Zusagevolumen des Vorjahres wurde damit um 41,3 % übertroffen. Auch in der Bildungsfinanzierung konnte
das Zusagevolumen gesteigert werden. Dies ist auf verbesserte Rahmenbedingungen in der beruflichen Bildungsförderung sowie auf
eine höhere Nachfrage nach individuellen Bildungsfinanzierungen wie dem KfW-Studienkredit zurückzuführen.
Im Geschäftsbereich KfW Kommunalbank konnte das Direktgeschäft der Kommunalfinanzierung nicht zuletzt durch die
"Investitionsoffensive Infrastruktur" (Konjunkturpaket I) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Nachdem die
Nachfrage im ersten Halbjahr zurückhaltend war, zog sie in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich an. Demgegenüber ist das
Volumen der allgemeinen Refinanzierung der Landesförderinstitute (LFI) spürbar zurückgegangen, sodass das Gesamtvolumen des
Geschäftsbereichs bei 9,4 Mrd. EUR liegt.
In einer schwierigen Verfassung befindet sich weiterhin der Verbriefungsmarkt. Insbesondere aufgrund des nach wie vor fehlenden
Vertrauens der Investoren, aber auch infolge regulatorischer Änderungen beträgt das Zusagevolumen bei der Kreditverbriefung 1,5
Mrd. EUR.
Der Geschäftsbereich Entwicklungs- und Transformationsländer hat im Jahr 2009 Finanzierungen in einem Umfang von insgesamt 4,5
Mrd. EUR zugesagt und damit das hohe Niveau des Vorjahres leicht unterschritten. Auf die KfW Entwicklungsbank entfiel dabei ein
Zusagevolumen von 3,5 Mrd. EUR. Neben den Mitteln aus dem Bundeshaushalt hat die KfW mehr als 50 % eigene Mittel für Projekte
eingesetzt und leistet hiermit einen bedeutenden Beitrag zur Steigerung des als "Official Development Assistance" (ODA) anerkannten
Zusagevolumens.
Die Zusagetätigkeit des KfW-Tochterunternehmens DEG hat sich nach einem infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise schwachen
ersten Halbjahr deutlich belebt. Dennoch liegen die Zusagen zum Jahresende mit 1,0 Mrd. EUR unter dem entsprechenden
Vorjahreswert. Mit 266 Mio. EUR stellte die DEG das größte Volumen in ihrer Geschichte für Investitionen in Afrika bereit.
Mit einem Neuzusagevolumen von 8,9 Mrd. EUR im Geschäftsbereich Export- und Projektfinanzierung hat sich die KfW IPEX-Bank in
einem sehr schwierigen Marktumfeld als verlässlicher Finanzierungspartner der deutschen wie auch der europäischen Wirtschaft
bewährt. Im Vergleich zum Ausnahmejahr 2008 ist das Zusagevolumen 2009 wie erwartet deutlich geringer ausgefallen. Bedingt
durch die Wirtschaftskrise sind Investitionspläne der Unternehmen im In- und Ausland in erheblichem Umfang zurückgestellt worden
und die Kreditnachfrage hat sich signifikant vermindert. Die KfW IPEX-Bank hat darüber hinaus in vielen Fällen Unternehmen bei der
Umstrukturierung und Stundung ihrer Fälligkeiten unterstützt und damit vielfach den Unternehmens- und Arbeitsplatzerhalt gesichert.
Zur Refinanzierung ihres Geschäfts hat die KfW im Jahr 2009 Mittel in Höhe von 74,7 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten
aufgenommen. Sie hat damit trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihr angekündigtes Emissionsvolumen realisiert und den Stresstest
"Refinanzierung in der Finanzmarktkrise" bestanden.
Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009
Die Ertragslage ist - unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - zum einen durch ein herausragendes operatives
Ergebnis sowie positive Ergebniseffekte aus dem Wertpapierportfolio und zum anderen von gestiegenen Belastungen aus der
Kreditrisikovorsorge im Zuge der sich verschärfenden Finanzmarktkrise geprägt.
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen liegt trotz der im Förderkreditgeschäft gewährten hohen Zinsverbilligungsleistungen von 0,6
Mrd. EUR mit 2,2 Mrd. EUR deutlich um 47 % über dem Vorjahr. Der Konzern profitiert hier insbesondere von den im kurzfristigen
Bereich sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten nach den stabilisierenden geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken.

Die im Jahresverlauf gestiegenen Kreditrisiken spiegeln das sukzessive Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft wider.
In Fortsetzung der vorsichtigen Risikopolitik wurde die Kreditrisikovorsorge um 1,0 Mrd. EUR aufgestockt. Diese betraf insbesondere
Engagements im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung. Auf der anderen Seite ergaben sich mit der Rückkehr des Vertrauens
der Investoren und der zurückkehrenden Marktliquidität positive Beiträge von 0,6 Mrd. EUR aus unserem Wertpapierportfolio, die etwa
zur Hälfte ergebniswirksam waren.
Trotz rein IFRS-bedingter und wirtschaftlich nicht begründeter negativer Bewertungseffekte in Höhe von 0,3 Mrd. EUR schließt die KfW
das Geschäftsjahr 2009 mit einem Konzerngewinn von 1,1 Mrd. EUR ab. Sie ist damit nach zwei durch die Rettung der IKB
verursachten Verlustjahren wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Ausblick
Auch das Jahr 2010 bleibt geprägt von der Wirtschafts- und Finanzkrise. Noch ist die Wirtschaft nicht über den Berg. Es entsteht
jedoch die Gefahr einer sich vergrößernden Schere zwischen einer konjunkturell bedingt wachsenden Kreditnachfrage auf der einen
Seite und einer restriktiveren Kreditpolitik der Banken auf der anderen Seite. Unternehmen werden auf Banken mit erhöhter
Risikosensitivität und geringerer Risikotragfähigkeit treffen. Dies könnte dazu führen, dass in einem beginnenden Aufschwung eine
erhöhte Kreditnachfrage nicht ausreichend gedeckt werden kann. Die KfW bleibt vor diesem Hintergrund als Förderbank im Jahr 2010
weiterhin stark gefragt. Bis zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise wird die KfW mit antizyklischem Verhalten und
entsprechend hohen Fördervolumina ihren Beitrag zur Unterstützung der Wirtschaft leisten. Das "KfW-Sonderprogramm" hat daher
auch im Jahr 2010 Priorität, um die Kreditwirtschaft bei der Kreditversorgung der Unternehmen zu unterstützen. Denn für eine
nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft sind zukunfts- und wettbewerbsfähige Unternehmen besonders wichtig.
"Gerade weil sich die Konjunktur allmählich erholt, ist zu erwarten, dass im Jahr 2010 auf viele Unternehmen noch einmal große
Herausforderungen bei der Finanzierung zukommen. Deshalb wird die KfW auch in diesem Jahr den Fokus auf die Stärkung des
Mittelstands legen."
Die Krise hat eindrücklich ins Bewusstsein gerufen, dass eine Orientierung an kurzfristigen Zielen nicht immer zum gewünschten
Erfolg führt. Nachhaltiges Verhalten geht weit über eine Investmentstrategie hinaus und dient der Erhaltung der ökonomischen und
ökologischen Grundlagen. Als Förderbank ist die KfW dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet und sieht daher neben der
Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland ihre Hauptaufgabe darin, Lösungen und geeignete Ansätze zu
entwickeln, um die Megatrends unserer Zeit - nämlich Klimawandel, Energie- und Ressourcenverknappung sowie den demografischen
Wandel - bewältigen zu können.
Daher wird auch zukünftig der Umwelt- und Klimaschutz einen zentralen Schwerpunkt in allen nationalen und internationalen
Geschäftsaktivitäten der KfW bilden. Durchaus erwünschte Nebenwirkung unserer Förderung von Umweltschutzmaßnahmen ist, dass
deutsche Unternehmen bei Umweltschutztechnologien ihre Marktführerschaft bewahren und ausbauen können.
Um den Problemen des demografischen Wandels zu begegnen, engagiert sich die KfW auch in Zukunft in der Bildungsförderung bis hin
zur Förderung der erforderlichen Investitionen in Wohnungen und kommunale Infrastruktur, um diese den besonderen Anforderungen
einer alternden Gesellschaft anzupassen.
Gleichzeitig wollen wir aber auch weiterhin an uns selbst arbeiten. Die KfW hat sich 2009 mit den Förderbereichen für ihre wichtigsten
inländischen Kundengruppen neu aufgestellt. Hier wollen wir noch besser werden und unsere Angebote kundenorientierter ausrichten,
um den Ansprüchen an eine moderne Förderbank gerecht zu werden.
Die KfW hat im vergangenen Jahr bewiesen, dass sie als moderne Förderbank gerade in Krisenzeiten unverzichtbar ist. Sie hat mit
geeigneten Finanzierungsmaßnahmen dazu beigetragen, die Wirtschaft vor einem noch schlimmeren Einbruch zu bewahren. Auch in
Zukunft steht die Wirtschaftspolitik vor großen Herausforderungen. Wir werden weiterhin unseren Beitrag dazu leisten, diese zu
bewältigen.
Dr. Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender
Dr. Günther Bräunig
Bernd Loewen
Dr. Norbert Kloppenburg
Dr. Axel Nawrath
Vorstand der KfW Bankengruppe
Der Vorstand der KfW Bankengruppe im historischen Foyer der KfW-Niederlassung in Berlin Mitte. Von links nach rechts: Dr. Norbert
Kloppenburg, Dr. Günther Bräunig, Dr. Ulrich Schröder (Vorstandsvorsitzender), Dr. Axel Nawrath (seit 01.04.2009), Bernd Loewen
(seit 01.07.2009).
Mit ihren Förderinstrumenten legte die KfW den Grundstein für eine gute Entwicklung in den neuen Ländern. Bis Ende 2009 flossen
Kredite über mehr als 161 Mrd. EUR, davon gut die Hälfte in den Aufbau gesunder mittelständischer Strukturen und weitere 60 Mrd.
EUR in die Sanierung von Häusern und Wohnungen. Beim Aufbau Ost setzte die KfW von Anfang an auf Kundennähe. Ein wichtiger
Brückenkopf war und ist die denkmalgeschützte KfW-Niederlassung am Berliner Gendarmenmarkt, wo auch das Bild entstand.
Bericht des Verwaltungsrats
Rainer Brüderle
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
Sitzungen des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat mit seinen Ausschüssen hat die Geschäftsführung und die Vermögensverwaltung der KfW laufend überwacht und
die dazu erforderlichen Beschlüsse über die Gewährung von Finanzierungen und die Durchführung sonstiger Geschäfte nach KfW-
Gesetz und -Satzung gefasst. Zu diesem Zweck tagten der Verwaltungsrat und der Präsidialausschuss im Jahr 2009 jeweils viermal,
der Kreditbewilligungsausschuss tagte dreimal und der Prüfungsausschuss zweimal.
In diesen Sitzungen informierte der Vorstand den Verwaltungsrat über:
die Geschäftstätigkeit und aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern,
die Vermögens-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns,
die Entwicklung der verbleibenden Risikopositionen aus der Risikoabschirmung und Veräußerung der IKB-Beteiligung,
das Wertpapiermanagement im Konzern sowie
die strategische Neuausrichtung der KfW.
Bei der Berichterstattung über die Geschäftstätigkeit der einzelnen Geschäftsfelder standen insbesondere folgende Entwicklungen im
Vordergrund:
Hinsichtlich der Aktivitäten in der Inlandsförderung berichtete der Vorstand über deren organisatorische Neugliederung in die
KfW Mittelstandsbank, die KfW Privatkundenbank und die KfW Kommunalbank sowie die Bündelung der Vertriebsfunktion in
einem eigenständigen Bereich. Darüber hinaus unterrichtete der Vorstand den Verwaltungsrat über den Umsetzungsstand
und die Wirkungen des "KfW-Sonderprogramms" sowie die weiteren Maßnahmen, mit denen die KfW die Bundesregierung bei
der Umsetzung der beschlossenen Konjunkturmaßnahmen unterstützt.
Mit Blick auf die KfW Entwicklungsbank informierte der Vorstand über den Beitrag aus KfW-Mitteln zur Erreichung der ODA-
Ziele der Bundesregierung sowie über die internationale Klimafinanzierung als zentrales Zukunftsthema.
Hinsichtlich der KfW IPEX-Bank GmbH bzw. des Geschäftsfeldes Export- und Projektfinanzierung erfolgte die
Berichterstattung insbesondere über die Finanzierungsaktivitäten im Interesse der deutschen und europäischen Wirtschaft
vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Vorstand unterstrich, dass die Angebote in der
Exportfinanzierung zukünftig stärker an den Bedürfnissen des Mittelstands ausgerichtet werden.
Darüber hinaus wurde der Nachhaltigkeitsbericht der KfW Bankengruppe vorgestellt.
Der Verwaltungsrat wurde quartalsweise über die Vermögens-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns sowie die
Fördergeschäftsentwicklung informiert. Im Verwaltungsrat und im Prüfungsausschuss wurden in diesem Zusammenhang insbesondere
die finanziellen Belastungen aus der Finanzmarktkrise erörtert. Hierzu wurde dem Verwaltungsrat und dem Prüfungsausschuss ferner
die Entwicklung des Wertpapierportfolios der KfW vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise dargelegt.
Der Vorstand informierte den Verwaltungsrat zudem detailliert über den aktuellen Stand der organisatorischen Neuausrichtung der
KfW im Rahmen des Projekts "Perspektive", das Mitte des Jahres 2009 abgeschlossen wurde. Darüber hinaus wurde die
Neuaufstellung des Risikomanagements dargelegt.
Der Vorstand erörterte mit dem Verwaltungsrat außerdem die strategische Ausrichtung der KfW. Als wesentlich wurden dabei die
positive Entwicklung der Ertragskraft und die damit verbundene Verbesserung der Risikotragfähigkeit hervorgehoben, die eine
Steigerung der Förderfähigkeit und der Eigenkapitalausstattung der KfW ermöglichen. Die Geschäftsstrategie und die damit
verbundene Planung für das Jahr 2010 wurden vom Verwaltungsrat genehmigt.
Der Vorstand unterrichtete den Verwaltungsrat darüber hinaus über die im Auftrag des Verwaltungsratsvorsitzenden neu geschaffenen
Leitlinien der KfW Bankengruppe zum Umgang mit Finanzierungstransaktionen in intransparenten Ländern und Gebieten (sog.
"Steueroasen").
Rechtsstreitigkeiten
Der Verwaltungsrat wurde über den aktuellen Verfahrensstand der Klagen der im Vorjahr als Konsequenz aus dem Lehman-Vorfall
abberufenen und gekündigten Vorstandsmitglieder informiert.
Corporate Governance
Der Verwaltungsrat und der Vorstand der KfW haben eine Absichtserklärung zum Public Corporate Governance Kodex (PCGK)
abgegeben, in der sie die Grundsätze des PCGK anerkennen und die schnellstmögliche Umsetzung für die KfW anstreben. Erstmals für
das Geschäftsjahr 2010 werden Vorstand und Verwaltungsrat eine jährlich zu erneuernde Entsprechenserklärung zur Einhaltung der
Empfehlungen abgeben sowie in einem Corporate Governance Bericht eventuelle Abweichungen von den Grundsätzen des PCGK
offenlegen und erläutern.
Im Mai 2009 - nach Durchführung eines europaweiten Vergabeverfahrens - hat der Verwaltungsrat ferner beschlossen, der
Aufsichtsbehörde die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG) als neuen Abschlussprüfer für die KfW vorzuschlagen. Das
Bundesministerium der Finanzen als Aufsichtsbehörde ist diesem Vorschlag gefolgt und hat die KPMG im Einvernehmen mit dem
Bundesrechnungshof zum neuen Abschlussprüfer bestellt.
Ausschüsse des Verwaltungsrats

Neben den Vorstandsangelegenheiten befasste der Präsidialausschuss sich insbesondere mit den Liegenschaftsangelegenheiten der
KfW. Der Kreditbewilligungsausschuss behandelte die nach KfW-Gesetz und -Satzung vorlagepflichtigen Kreditengagements und
wurde über die Kreditrisiken informiert. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Quartals- und Risikoberichten sowie dem
Jahresabschluss der KfW Bankengruppe. Zur Feststellung des Jahresabschlusses sowie zur Bestellung des Abschlussprüfers sprach er
entsprechende Empfehlungen an den Verwaltungsrat aus.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Verwaltungsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.
Personalien
Der Verwaltungsrat hat - jeweils auf Vorschlag des Präsidialausschusses - im Berichtszeitraum folgende Vorstände neu bestellt: am
22.01.2009 Herrn Dr. Axel Nawrath mit Wirkung zum 01.04.2009 und am 26.03.2009 Herrn Bernd Loewen mit Wirkung zum
01.07.2009. Herr Wolfgang Kroh ist zum 30.09.2009 in den Ruhestand getreten und damit aus dem Vorstand ausgeschieden. Der
Verwaltungsrat dankt Herrn Kroh für die 38-jährige engagierte Tätigkeit für die KfW.
Vereinbarungsgemäß habe ich als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie im Januar den Vorsitz im Verwaltungsrat für das
Jahr 2010 von meinem Kollegen Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, übernommen.
Im Berichtszeitraum schieden Dr. Günter Baumann, Dr. Uwe Brandl, Prof. Dr. Ingolf Deubel, Sigmar Gabriel, Michael Glos, Dr. Karl-
Theodor Freiherr zu Guttenberg, Peter Jacoby, Dr. Siegfried Jaschinski, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, Waltraud Lehn, Klaus-Peter
Müller, Matthias Platzeck, Peer Steinbrück, Dr. Frank-Walter Steinmeier, Ludwig Stiegler, Wolfgang Tiefensee und Heidemarie
Wieczorek-Zeul aus dem Verwaltungsrat aus. Der Verwaltungsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre Mitarbeit in diesem
Gremium. Neu eingetreten sind neben meiner Person Christian Brand, Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann, Axel Gedaschko, Hubertus
Heil, Monika Kuban, Karoline Linnert, Dirk Niebel, Dr. Peter Ramsauer, Dr. Norbert Röttgen, Dr. Wolfgang Schäuble, Andreas Schmitz,
Dr. Werner Schnappauf, Carsten Schneider, Marion Walsmann und Dr. Guido Westerwelle.
Jahresabschluss
Die für das Geschäftsjahr 2009 bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss
und Lagebericht der KfW sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht des KfW-Konzerns zum 31.12.2009 geprüft und mit
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den Vorschriften des
HGB, der Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gemäß § 9 Absatz 2 des KfW-Gesetzes in der Sitzung am
25.03.2010 nach Empfehlung durch den Prüfungsausschuss genehmigt sowie den Konzernabschluss gebilligt.
Frankfurt am Main, 25.03.2010
DER VERWALTUNGSRAT
Vorsitzender
Mitglieder und Aufgaben des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung und Vermögensverwaltung der KfW. Er genehmigt die größeren Kreditobligos und
den Jahresabschluss. Der Verwaltungsrat besteht aus 37 Mitgliedern. Vorsitzender ist der Bundesminister für Wirtschaft und
Technologie, stellvertretender Vorsitzender der Bundesminister der Finanzen.
Rainer Brüderle
Bundesminister für Wirtschaft
und Technologie (seit
28.10.2009) Stellvertretender
Vorsitzender (28.10.2009 bis
31.12.2009) Vorsitzender
(seit 01.01.2010)
Dr. Günter Baumann Mitglied des
Vorstands des Deutschen Industrie
- und Handelskammertages (DIHK)
e.V. Vertreter der Industrie (bis
01.04.2009)
Prof. Dr. Kurt Faltlhauser
Staatsminister a. D. im
Bayerischen
Staatsministerium der
Finanzen Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied
Dr. Siegfried Jaschinski
Vorsitzender des Vorstands
Landesbank Baden-
Württemberg a. D. Vertreter
der Realkreditinstitute (bis
19.05.2009)
Dr. Wolfgang Schäuble
Bundesminister der Finanzen
(seit 28.10.2009)
Vorsitzender (28.10.2009 bis
31.12.2009) Stellvertretender
Vorsitzender (seit
01.01.2010)
Anton F. Börner Präsident des
Bundesverbandes des Deutschen
Groß- und Außenhandels e. V.
Vertreter des Handels
Axel Gedaschko Senator
Behörde für Wirtschaft und
Arbeit Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied (seit
01.01.2010)
Bartholomäus Kalb Mitglied
des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes
Mitglied
Peer Steinbrück
Bundesminister der Finanzen
a. D. Vorsitzender (bis
27.10.2009)
Christian Brand Vorsitzender des
Vorstands L-Bank,
Landeskreditbank Baden-
Württemberg Vertreter der
Realkreditinstitute (seit
05.08.2009)
Sigmar Gabriel
Bundesminister für Umwelt,
Naturschutz und
Reaktorsicherheit a. D. (bis
27.10.2009)
Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter
Keitel Präsident des
Bundesverbandes der
Deutschen Industrie e. V.
Vertreter der Industrie (bis
22.05.2009)
Dr. Karl-Theodor Freiherr zu
Guttenberg Bundesminister
für Wirtschaft und
Technologie a. D. (seit
12.02.2009) Stellvertretender
Vorsitzender (12.02.2009 bis
27.10.2009)
Dr. Uwe Brandl Präsident des
Bayerischen Gemeindetages
Vertreter der Gemeinden (bis
31.12.2009)
Heinrich Haasis Präsident des
Deutschen Sparkassen- und
Giroverbandes Vertreter der
Sparkassen
Roland Koch
Ministerpräsident des Landes
Hessen Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied

Michael Glos Bundesminister
für Wirtschaft und
Technologie a. D. (bis
10.02.2009) Stellvertretender
Vorsitzender (01.01.2009 bis
10.02.2009)
Frank Bsirske Vorsitzender der
ver.di - Vereinigte
Dienstleistungsgewerkschaft
Vertreter der Gewerkschaften
Hubertus Heil Mitglied des
Deutschen Bundestages Vom
Bundestag bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2010)
Dr. h. c. Jürgen Koppelin
Mitglied des Deutschen
Bundestages Vom Bundestag
bestelltes Mitglied
Ilse Aigner Bundesministerin
für Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Prof. Dr. Ingolf Deubel Minister der
Finanzen des Landes Rheinland-
Pfalz a. D. Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied (bis 31.12.2009)
Gerhard P. Hofmann Mitglied
des Vorstands des
Bundesverbandes der
Deutschen Volks- und
Raiffeisenbanken e. V. (BVR)
Vertreter der
genossenschaftlichen
Kreditinstitute
Monika Kuban Ständige
Vertreterin des
Hauptgeschäftsführers des
Deutschen Städtetages
Vertreterin der Gemeinden
(seit 01.01.2010)
Karoline Linnert
Bürgermeisterin Senatorin für
Finanzen der Freien
Hansestadt Bremen Vom
Bundesrat bestelltes Mitglied
(seit 01.01.2010)
Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann
Präsident des Deutschen Industrie-
und Handelskammertages (DIHK)
e. V. Vertreter der Industrie (seit
27.05.2009
Peter Jacoby Minister der
Finanzen des Saarlandes Vom
Bundesrat bestelltes Mitglied
(bis 31.12.2009)
Waltraud Lehn Mitglied des
Deutschen Bundestages a.
D. Vom Bundestag bestelltes
Mitglied (bis 31.12.2009)
Dr. Helmut Linssen Minister
der Finanzen des Landes
Nordrhein-Westfalen Vom
Bundesrat bestelltes Mitglied
Klaus-Peter Müller Präsident des
Bundesverbandes deutscher
Banken e. V. Vertreter der
Kreditbanken (bis 23.03.2009)
Hanns-Eberhard Schleyer
Generalsekretär des
Zentralverbandes des
Deutschen Handwerks
Vertreter des Handwerks
Dr. Frank-Walter Steinmeier
Bundesminister des
Auswärtigen a. D. (bis
27.10.2009)
Dr. Gesine Lötzsch Mitglied
des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes
Mitglied
Dirk Niebel Bundesminister für
wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (seit 28.10.2009)
Andreas Schmitz Präsident
des Bundesverbandes
deutscher Banken e. V.
Vertreter der Kreditbanken
(seit 25.03.2009)
Ludwig Stiegler Mitglied des
Deutschen Bundestages a.
D. Vom Bundestag bestelltes
Mitglied (bis 31.12.2009)
Claus Matecki Mitglied des
Geschäftsführenden
Bundesvorstands des
Deutschen
Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Matthias Platzeck Ministerpräsident
des Landes Brandenburg Vom
Bundesrat bestelltes Mitglied (bis
31.12.2009)
Dr. Werner Schnappauf
Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes der
Deutschen Industrie e. V.
Vertreter der Industrie (seit
05.08.2009)
Wolfgang Tiefensee
Bundesminister für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung a.
D. (bis 27.10.2009)
Dr. Michael Meister Mitglied
des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes
Mitglied
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung (seit
28.10.2009)
Carsten Schneider Mitglied
des Deutschen Bundestages
Vom Bundestag bestelltes
Mitglied (seit 01.01.2010)
Marion Walsmann Ministerin
der Finanzen des Freistaats
Thüringen Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied (seit
01.01.2010)
Franz-Josef Möllenberg
Vorsitzender der
Gewerkschaft Nahrung-
Genuss-Gaststätten Vertreter
der Gewerkschaften
Dr. Norbert Röttgen
Bundesminister für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit
(seit 28.10.2009)
Michael Sommer Vorsitzender
des Deutschen
Gewerkschaftsbundes
Vertreter der Gewerkschaften
Dr. Guido Westerwelle
Bundesminister des
Auswärtigen (seit
28.10.2009)
Hartmut Möllring Minister der
Finanzen des Landes
Niedersachsen Vom Bundesrat
bestelltes Mitglied
Alexander Rychter Sprecher des
Vorstands Verband der
Wohnungswirtschaft Rheinland-
Westfalen e. V. Vertreter der
Wohnungswirtschaft
Gerd Sonnleitner Präsident
des Deutschen
Bauernverbandes e. V.
Vertreter der Landwirtschaft
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Bundesministerin für
wirtschaftliche
Zusammenarbeit und
Entwicklung a. D. (bis
27.10.2009)
Christine Scheel Mitglied des
Deutschen Bundestages Vom
Bundestag bestelltes Mitglied
Konzernlagebericht
Wirtschaftsbericht
KfW-Konzern im Überblick
Der KfW-Konzern besteht neben der KfW aus sechs einbezogenen Tochtergesellschaften. Die KfW ist die Förderbank der
Bundesrepublik Deutschland und unterstützt die nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen
Bedingungen insbesondere in den Bereichen Mittelstand, Existenzgründung, Umweltschutz, Wohnungswirtschaft, Infrastruktur,
Bildungsförderung, Projekt- und Exportfinanzierung sowie Entwicklungszusammenarbeit. Im Konzern sind neben der KfW im
Wesentlichen die KfW IPEX-Bank in der Projekt- und Exportfinanzierung sowie die DEG in der Förderung der Privatwirtschaft in
Entwicklungs- und Schwellenländern operativ tätig. Die KfW-Finance hat ihre Refinanzierungsaktivitäten für die KfW im Geschäftsjahr
2008 beendet und wird daher nicht mehr in den Konzern einbezogen.
Mit der 2009 erfolgten Neuausrichtung der Wertpapierstrategie im Konzern hat sich die Anzahl der mit dem strategischen
Assetmanagement betrauten und nach den Regelungen des SIC-12 in den Konzernabschluss einbezogenen Spezialfonds von fünf auf
drei verringert. Der mit dem IKB-Verkauf zur Übernahme von Portfolioinvestments im Jahr 2008 aufgesetzte Spezialfonds wird
weiterhin in den Konzern einbezogen.
Die operative Ergebnisentwicklung des Konzerns ist maßgeblich von der KfW geprägt.

Zusammensetzung des KfW-Konzerns
Bilanzsumme (vor Konsolidierung)
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
KfW
400.305
395.486
Tochtergesellschaften
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt (KfW IPEX-Bank)
25.787
28.338
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln (DEG)
3.710
3.825
KfW IPEX-Beteiligungsholding GmbH, Frankfurt
1.873
1.887
KfW Beteiligungsholding GmbH, Bonn
1.043
747
tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Bonn (tbg)
397
431
Finanzierungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Berlin (FuB)
44
49
KfW International Finance Inc., Delaware, USA (KfW-Finance)
-
0
Konsolidierungspflichtige Zweckgesellschaften
Spezialfonds
3.323
5.912
Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
Movesta Lease and Finance GmbH, Düsseldorf (50 %)
-
141
Railpool Holding GmbH & Co. KG, München (50 %)
283
106
Railpool GmbH, München (50 %)
3
-
Microfinance Enhancement Facility S.A., Luxemburg (16,7 %)
86
-
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die weltwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2009 stand im Zeichen der Finanzmarktkrise und ihrer realwirtschaftlichen
Folgewirkungen. Nachdem die globale Wirtschaftsaktivität bereits im Schlussquartal 2008 deutlich nachgegeben hatte, folgte im 1.
Quartal 2009 ein weiterer starker Wachstumseinbruch. Dies ging mit anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten einher. Die
Aktienmarktnotierungen sanken im März weltweit auf mehrjährige Tiefstände, während die Risikoprämien auf Unternehmensanleihen
aufgrund stark zunehmender Kreditausfallerwartungen deutlich anstiegen.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2009 zeigten die von Regierungen und Zentralbanken eingeleiteten Maßnahmen zur Bekämpfung der
Finanzmarktkrise und der Rezession aber zunehmend ihre stabilisierende Wirkung. An den Finanzmärkten trat in der Folge eine
deutliche Beruhigung ein, was sich u. a. an sinkenden Risikoprämien auf den Interbankenmärkten und bei Unternehmensanleihen
sowie steigenden Notierungen an den Aktien- und Rohstoffmärkten ablesen ließ.
Auch bei den realwirtschaftlichen Indikatoren setzte weltweit eine Erholung ein und der Welthandel nahm ab dem Sommer wieder
deutlich Fahrt auf. Neben den umfangreichen geld- und fiskalpolitischen Stimuli wurde die Konjunktur auch dadurch gestützt, dass
sich der zuvor erkennbare starke Lagerabbau verlangsamte. Die ab dem 2. Quartal verbuchten Zuwächse des weltwirtschaftlichen
Wachstums reichten jedoch nicht aus, um den starken Einbruch zu Jahresbeginn zu kompensieren. Im Jahresdurchschnitt 2009 ging
deshalb das globale Bruttoinlandsprodukt, das 2008 preisbereinigt noch um 3 % gewachsen war, um gut 1% zurück. Trotz des
schwierigen globalen Umfelds konnten einige asiatische Schwellenländer, allen voran China und Indien, auch im Jahr 2009 mit
stattlichen Wachstumsraten aufwarten. Demgegenüber verzeichneten die führenden Industrieländer den stärksten Rückgang ihrer
Wirtschaftsleistung seit der Großen Depression der 30er-Jahre. Besonders stark betroffen waren überdies einige mittel- und
osteuropäische Länder, bei denen die Abnahme des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr zum Teil zweistellige Raten
erreichte.
Auch in Deutschland, das seit der Jahrtausendwende einen Großteil seines Realwachstums über die Nettoexporte realisiert hat und
deshalb konjunkturell besonders anfällig auf Schwankungen der Auslandsnachfrage reagiert, hinterließ die globale Rezession tiefe
Spuren. Als auf dem Höhepunkt der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise im Winterhalbjahr 2008/2009 die Nachfrage bei praktisch allen
Außenhandelspartnern synchron wegbrach, kulminierte der bereits seit einem halben Jahr schwelende Abschwung in einem rasant
beschleunigten Absturz der Wirtschaftsleistung, dessen Ausmaß in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Beispiel ist. Im
Startvierteljahr 2009 hatte das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt schließlich fast 7 % gegenüber dem Hoch
im 1. Quartal 2008 verloren und fiel so auf das Niveau von Ende 2005 zurück. Der vorangegangene dreijährige - und durchaus
kräftige - Aufschwung wurde dadurch vollständig nivelliert. Seither hat sich die Wirtschaftsleistung zwar insbesondere aufgrund der
geld- und fiskalpolitischen Impulse, mit denen sich die Zentralbanken und Regierungen in Deutschland und weltweit gegen die
Rezession stemmen, etwas erholt. Die ab dem 2. Quartal erzielten Zuwächse reichten aber bei Weitem nicht aus, um den historischen
Einbruch zu kompensieren. Im Gesamtjahr schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt vielmehr trotz Besserung im Jahresverlauf um
5 %. Dies ist das schlechteste Realwachstumsergebnis seit 1932 - sieht man von der Kriegs- und Nachkriegszeit ab, für die es keine
Datenbasis gibt. Sowohl die Nettoexporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen, welche angesichts der enormen Unterauslastung der
Produktionskapazitäten stark zurückgefahren wurden, belasteten das Wirtschaftswachstum massiv. Demgegenüber milderten der
private und der staatliche Konsum sowie, als wichtiges Element der Konjunkturprogramme, die öffentlichen Baumaßnahmen den
Rückgang. Der private Konsum profitierte dabei nicht nur von der sogenannten Abwrackprämie für Altfahrzeuge, sondern auch von
der sehr niedrigen Inflationsrate sowie der überraschend stabilen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Nicht zuletzt dank der
ausgeweiteten Möglichkeiten zur Kurzarbeit erhöhte sich die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lediglich von 7,8 % im Jahr
2008 auf 8,2 % im Jahr 2009. Vor dem Hintergrund der sehr schlechten konjunkturellen Lage ist dieser Zuwachs ausgesprochen
moderat. Demgegenüber stieg das Staatsdefizit infolge von Rekordrezession, Konjunkturprogrammen und Rettungspaketen für den
Finanzsektor deutlich an: Nach geringfügigen Überschüssen in den Jahren 2007 und 2008 summierten sich die Haushaltsfehlbeträge
der Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen 2009 auf 3,3 % des Bruttoinlandsprodukts.
Entwicklung des KfW-Konzerns

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist der KfW-Konzern nach zwei - durch die Rettung der IKB verursachten -
Verlustjahren mit einem Konzernüberschuss von 1,1 Mrd. EUR wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die
Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 wurde im Wesentlichen von folgenden Entwicklungen geprägt:
A. weiterhin sehr hohes Fördervolumen mit einem auf Rekordniveau liegenden inländischen Finanzierungsvolumen
einschließlich der intensiven Unterstützung der Bundesregierung im Kampf gegen die Folgen der Rezession in Deutschland
mit dem KfW-Sonderprogramm,
B. herausragendes operatives Ergebnis, das im Gesamtjahr durch eine sehr günstige Refinanzierungssituation der KfW
insbesondere im kurzfristigen Bereich begünstigt wurde,
C. deutlich steigender Kreditrisikovorsorgebedarf insbesondere in den von der weltweiten Wirtschaftskrise besonders
betroffenen Geschäftssegmenten des KfW-Konzerns,
D. Erholung des Wertpapierportfolios. Im Zuge der wiederkehrenden Liquidität an den Finanzmärkten stiegen die Marktwerte
der Wertpapiere wieder deutlich und trugen positiv zum Ergebnis bei.
A. Hohes Fördervolumen
Der Konzern hat die inländische Förderung für Wirtschaft, Umwelt, Wohnungswirtschaft und Bildung im Jahr 2009 um 5,5 Mrd. EUR
auf ein Rekordvolumen von 50,9 Mrd. EUR ausgebaut und damit einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Wirtschaftskrise in
Deutschland geleistet. Das Gesamtfördervolumen hingegen ist krisenbedingt rückläufig, erreicht aber mit 63,9 Mrd. EUR ein weiterhin
hohes Niveau. Insbesondere das Neugeschäftsvolumen in der Export-und Projektfinanzierung ist mit 8,9 Mrd. EUR in einem
schwierigen Marktumfeld mit signifikant geringerer Kreditnachfrage wie erwartet nach dem Ausnahmejahr 2008 (17,6 Mrd. EUR)
deutlich geringer ausgefallen.
Das inländische Fördervolumen umfasst Zusagen der KfW aus konjunkturstützenden Sonderprogrammen in Höhe von 7,2 Mrd. EUR,
die weit überwiegend mittelständischen Unternehmen gewährt wurden und so einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der
konjunkturellen Lage und zur Sicherung der Arbeitsplätze leisten. Diese im Rahmen der Konjunkturpakete der Bundesregierung
gestarteten Kreditprogramme sind mit einer Risikoübernahme der Bundesrepublik Deutschland ausgestaltet.
2009
Mrd. EUR
2008
Mrd. EUR
KfW Mittelstandsbank
23,8
17,0
KfW Privatkundenbank
16,1
14,9
KfW Kommunalbank
9,4
11,6
Beratungszuschüsse
0,1
0,0
Verbriefungen
1,5
1,9
Export- und Projektfinanzierung
8,9
17,6
Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer
4,5
4,9
Gesamtfördervolumen
2)
63,9
67,8
1)
Angepasst aufgrund im Geschäftsjahr 2009 rückwirkend geänderter Methodik.
2)
Bereinigt um Export- und Projektfinanzierungen mit Refinanzierung über KfW-Programmkredite.
B. Herausragendes operatives Ergebnis
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen hat sich mit einem außerordentlich hohen Wachstum von 706 Mio. EUR bzw. 47 % auf 2.198
Mio. EUR sehr erfreulich entwickelt.
Wachstumsträger ist vor allem der Zinsüberschuss im Konzern, der trotz weiterhin hoher Zinsverbilligungsleistungen der KfW von 571
Mio. EUR deutlich angestiegen ist.
Der Konzern hat hier insbesondere von den im kurzfristigen Bereich sehr günstigen Refinanzierungsbedingungen nach den
stabilisierenden geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken in Verbindung mit der erstklassigen Bonität der KfW profitiert. Die Cost
-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen im Konzern verbesserte sich von 23,5 % auf 21,1%.
C. Steigender Kreditrisikovorsorgebedarf
Die Kreditrisiken im Konzern sind im Jahresverlauf mit wachsender Dynamik angestiegen und spiegeln damit das sukzessive
Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft wider. Vor diesem Hintergrund wurde die Kreditrisikovorsorge im Jahr 2009
deutlich um 972 Mio. EUR aufgestockt und damit in Fortsetzung der vorsichtigen Risikopolitik der KfW weiterhin konservativ dotiert.
Gebildet wurde insbesondere Vorsorge für die akuten Kreditrisiken, die schwerpunktmäßig das Geschäftsfeld Export- und
Projektfinanzierung betreffen. Allerdings resultiert auch aus der inländischen Förderung des Mittelstands sowie der Förderung der
Entwicklungs- und Transformationsländer maßgeblicher Risikovorsorgeaufwand. Die pauschale Vorsorge für Risiken im Kreditportfolio
wurde angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage substanziell aufgestockt und berücksichtigt die Branchen und Länder, die
besonders stark von der Rezession betroffen sind.
D. Stabilisierung der Lage an den Finanzmärkten
Einhergehend mit den stabilisierenden Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken hat sich die Lage an den Finanzmärkten im
Verlauf des Jahres 2009 deutlich entspannt. Während im Vorjahr die Märkte für nahezu alle Anlageklassen weitgehend ausgetrocknet
und hohe Risiko- und Liquiditätsaufschläge selbst für gute Adressen üblich waren, haben sich die Kurse mit der Rückkehr des

Vertrauens der Investoren sukzessive erholt. Die Marktbewertung der Wertpapierbestände des Konzerns erfolgt daher seit Jahresmitte
nicht mehr auf Basis von Modellen.
Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus der Finanzmarktkrise wurde die Wertpapierstrategie im Konzern überprüft und im Jahr
2009 neu ausgerichtet. Neben einer klaren konzerninternen Verantwortlichkeit für einzelne Anlageklassen steht als Anlageziel
zunächst die Liquiditätssicherung im Vordergrund. Dies ist verbunden mit einer Reduzierung des Portfolios.
Darüber hinaus erfolgte Anfang 2009 die Umwidmung von der Liquiditätssicherung - durch Verwendung im Rahmen von
Pensionsgeschäften bzw. Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank - dienenden Wertpapieren der Kategorie zur
Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen mit einem beizulegenden Zeitwert von
18,2 Mrd. EUR.
Insgesamt ergaben sich im Jahr 2009 aus dem Konzernwertpapierbestand, der im Rahmen der Umsetzung der neuen Strategie bereits
um 7,6 Mrd. EUR auf 35,4 Mrd. EUR zurückgeführt wurde, positive Effekte in Höhe von 296 Mio. EUR in der Gewinn- und
Verlustrechnung; zudem wurden Wertaufholungen in Höhe von 285 Mio. EUR erfolgsneutral erfasst und die Neubewertungsrücklagen
damit deutlich verbessert.
Unabhängig von der Normalisierung an den Finanzmärkten wurde das Ergebnis im Jahresverlauf allerdings mit 305 Mio. EUR rein IFRS
-bedingten Effekten im Rahmen der Bewertung von Derivaten belastet. Die KfW nutzt als Nichthandelsbuchinstitut Derivate
ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die insbesondere im Rahmen der Refinanzierung entstehen. Vor diesem Hintergrund sind
die entstandenen Ergebniseffekte ökonomisch nicht sinnvoll, da sie sich zukünftig wieder gegenläufig auflösen.
Die folgenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2009:
Finanzkennzahlen des KfW-Konzerns
Bilanzkennzahlen
2009
Mrd. EUR
2008
Mrd. EUR
Bilanzsumme
400
395
Kreditvolumen
384
365
Eventualverpflichtungen
8
6
Unwiderrufliche Kreditzusagen
50
35
Treuhandvermögen
17
18
Geschäftsvolumen
475
454
Bilanzielles Eigenkapital
13
12
Bilanzielle Eigenkapitalquote
3,3 %
3,0 %
Erfolgskennzahlen
Mio. EUR
Mio. EUR
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.198
1.492
Betriebsergebnis nach Bewertungen
1.161
-2.838
2)
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen
3)
21,1 %
23,5 %
Ökonomische Kennzahlen
Mio. EUR
Mio. EUR
Konzerngewinn/-verlust vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen
1.432
-2.179
Ergebnisneutrale Veränderung der Neubewertungsrücklagen
261
-460
1)
Anpassung der Vorjahreszahlen aufgrund geänderter Bilanzierungsmethodik wird im Konzernabschluss in der Note 2 dargestellt.
2)
Inkl. der Beteiligung des Bundes und des deutschen Kreditgewerbes an den IKB-Maßnahmen.
3)
Verwaltungsaufwand in Relation zum bereinigten Ertrag. Der bereinigte Ertrag berechnet sich aus der Größe des Zins- und Provisionsüberschusses
zuzüglich Zinsverbilligungsleistungen.
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2009 um 5,3 Mrd. EUR auf 400,1 Mrd. EUR erhöht. Positiv entwickelt haben
sich die Kreditforderungen (317,7 Mrd. EUR) mit einem um 4,0 Mrd. EUR höheren Volumen. Zugenommen haben außerdem die
kurzfristigen Geldanlagen, während die Finanzanlagen reduziert wurden. Das Bilanzwachstum wurde insbesondere durch verstärkte
Emissionsaktivitäten refinanziert. Das Volumen der Verbrieften Verbindlichkeiten lag mit 321,4 Mrd. EUR um 18,9 Mrd. EUR höher als
im Vorjahr.
Betriebsergebnis vor Bewertungen, Konzerngewinn/-verlust, Konzerngewinn/-verlust vor IFRS-Effekten aus
Sicherungszusammenhängen
Angaben in Mio. EUR

image
image
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen hat sich insbesondere aufgrund des stark gestiegenen Zinsüberschusses um 706 Mio. EUR
bzw. 47 % auf 2.198 Mio. EUR sehr erfreulich entwickelt.
Trotz hoher Kreditrisikovorsorge im Kerngeschäft des Konzerns in Höhe von nahezu 1 Mrd. EUR ergab sich ein Konzerngewinn von
1.127 Mio. EUR, nachdem in den beiden Vorjahren - ausgelöst durch die Belastungen aus der IKB-Rettung - noch ein hoher
Konzernverlust ausgewiesen worden war. Der Konzerngewinn wird thesauriert und verbessert damit die Risikotragfähigkeit sowie die
zukünftigen Fördermöglichkeiten des KfW-Konzerns.
Das Konzernergebnis einschließlich der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital - vor allem aus Wertpapierbewertungen - erfassten
Sachverhalte in Höhe von 261 Mio. EUR belief sich auf 1.388 Mio. EUR.
Der Konzerngewinn umfasst wirtschaftlich nicht sachgerechte IFRS-Belastungen in Höhe von 305 Mio. EUR (Vorjahr: 565 Mio. EUR).
Der um diese Effekte bereinigte Konzerngewinn beläuft sich auf 1.432 Mio. EUR.
Entwicklung der Vermögenslage
Das Kreditgeschäft mit Kreditinstituten und Kunden ist unverändert das Kerngeschäft des Konzerns. 78 % des Konzernvermögens
betrafen 2009 das Kreditgeschäft.
Vermögenslage
2009
Das Kreditvolumen hat sich dabei um 18,5 Mrd. EUR bzw. 5 % auf 383,5 Mrd. EUR erhöht.
Kreditvolumen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Forderungen aus Krediten und Darlehen
317.696
313.725
3.971
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
-6.904
-7.604
700
Nettokreditforderungen
310.793
306.122
4.671
Eventualverpflichtungen aus Avalkrediten
5.637
5.996
-359
Unwiderrufliche Kreditzusagen
50.360
35.390
14.970
Treuhänderisch ausgereichte Kredite und Darlehen
16.757
17.533
-776
Gesamt
383.546
365.040
18.506
Die Forderungen aus Krediten und Darlehen sind im Jahr 2009 um 4,0 Mrd. EUR auf 317,7 Mrd. EUR gestiegen. Der
Risikovorsorgebestand ist in erster Linie aufgrund von Ausfällen der bereits 2008 wertberichtigten Liquiditätslinien aus den IKB-
Rettungsmaßnahmen zurückgegangen. Insgesamt stellten die Nettokreditforderungen mit 310,8 Mrd. EUR 81% des Kreditvolumens
dar.
Die Eventualverpflichtungen aus dem Avalkreditgeschäft bewegten sich mit einem Bestand von 5,6 Mrd. EUR leicht unter
Vorjahresniveau. Die Unwiderruflichen Kreditzusagen sind im Jahr 2009 insbesondere aufgrund der hohen Neuzusagen im
inländischen Förderkreditgeschäft um 15,0 Mrd. EUR auf 50,4 Mrd. EUR gestiegen. Im Treuhandvermögen bewegte sich das Volumen
der treuhänderisch ausgereichten Kredite und Darlehen, die vor allem die Kredite zur Förderung der Entwicklungsländer mit
Refinanzierung aus Haushaltsmitteln der Bundesrepublik Deutschland umfassen, mit 16,8 Mrd. EUR um 4 % unter dem
Vorjahresniveau.
Die anderen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden lagen mit 23,2 Mrd. EUR um 9,0 Mrd. EUR über dem Vorjahresniveau von
14,2 Mrd. EUR. Der Anstieg betrifft insbesondere kurzfristige Geldanlagen, die aufgrund bereits refinanzierter deutlich höherer
Kreditzusagen sowie zwecks der allgemeinen Liquiditätshaltung ausgedehnt wurden.

image
Der Gesamtbestand der Finanzanlagen lag mit 36,7 Mrd. EUR um 17 % unter dem Niveau des Vorjahres.
Finanzanlagen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
35.292
42.555
-7.263
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
67
433
-366
Beteiligungen
1.333
1.230
103
Anteile an nicht einbezogenen Tochterunternehmen
2
2
0
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
15
8
7
Gesamt
36.709
44.228
-7.519
Im Zuge der Umsetzung der neuen Wertpapierstrategie im Konzern mit der derzeitigen Fokussierung auf die Liquiditätssicherung hat
sich der Wertpapierbestand bereits um 7,6 Mrd. EUR auf 35,4 Mrd. EUR reduziert. Die gehaltenen Anleihen und
Schuldverschreibungen sind hierbei um 5,0 Mrd. EUR auf 35,1 Mrd. EUR zurückgegangen, das Volumen der Geldmarktpapiere
verringerte sich um 2,3 Mrd. EUR auf 0,2 Mrd. EUR. In diesem Zusammenhang wurden auch die in den Spezialfonds zur strategischen
Anlage enthaltenen Papiere deutlich reduziert. Der Bestand belief sich zum 31. Dezember 2009 noch auf 3,0 Mrd. EUR.
Der Bestand von der KfW direkt gehaltener strukturierter Wertpapiere verringerte sich um 0,9 Mrd. EUR auf 4,5 Mrd. EUR.
Der Bestand der Derivate mit positiven Marktwerten hat sich um 2,1 Mrd. EUR auf 19,6 Mrd. EUR verringert. Die Wertanpassungen
aus dem Macro Hedging für Grundgeschäftsportfolios aus Bilanzaktiva sind um 1,3 Mrd. EUR auf 6,8 Mrd. EUR gestiegen.
Die weiteren Bilanzposten haben sich nur in geringem Umfang verändert.
Entwicklung der Finanzlage
Die Refinanzierung des Konzerns an den internationalen Kapitalmärkten erfolgt insbesondere durch Benchmark-Anleihen in Euro und
US-Dollar, andere öffentliche Anleihen und Privatplatzierungen. Mit einem gestiegenen Anteil von 80 % der Bilanzsumme waren die
Mittelaufnahmen in Form von Verbrieften Verbindlichkeiten weiterhin prägend.
Finanzlage
2009
Das Volumen der aufgenommenen fremden Mittel hat sich um 8,1 Mrd. EUR (2 %) auf 355,6 Mrd. EUR erhöht und damit die
Ausweitung des Geschäftsvolumens weitgehend refinanziert.
Fremde Mittel
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Geldmarktaufnahmen
33.121
38.206
-5.084
Anleihen und Schuldverschreibungen
288.950
271.612
17.338
Andere Mittelaufnahmen
30.273
34.386
-4.112
Nachrangkapital
3.247
3.247
0
Gesamt
355.591
347.451
8.141
Mittelaufnahmen in Form von emittierten mittel- und langfristigen Anleihen und Schuldverschreibungen der KfW stellten die
Hauptrefinanzierungsquelle im Konzern dar. Sie deckten 2009 mit 289,0 Mrd. EUR (Zunahme 17,3 Mrd. EUR) 81% der
aufgenommenen fremden Mittel ab. Kurzfristige Emissionen in Form von Commercial Papers sind um 1,5 Mrd. EUR angestiegen und
beliefen sich auf 32,5 Mrd. EUR. Die kurzfristigen Mittelaufnahmen betrugen, nachdem Tages- und Termingelder zurückgeführt
worden waren, damit insgesamt 33,1 Mrd. EUR. Die anderen Mittelaufnahmen umfassen bei der KfW neben Schuldscheindarlehen von
Kreditinstituten und Kunden, die mit 14,4 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Mrd. EUR rückläufig sind, vor allem
Verbindlichkeiten gegenüber dem Bund.
Unter dem Nachrangkapital wird unverändert ein vom ERP-Sondervermögen im Rahmen der Neustrukturierung der ERP-
Wirtschaftsförderung 2007 gewährtes Nachrangdarlehen in Höhe von 3,25 Mrd. EUR ausgewiesen.
Der Bestand der Derivate mit negativen Marktwerten hat sich um 3,8 Mrd. EUR verringert und belief sich zum Jahresende auf 26,3
Mrd. EUR.
Die weiteren Bilanzposten haben sich nur in geringem Umfang verändert.
Das bilanzielle Eigenkapital liegt um 1,4 Mrd. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt 3,3 %
nach 3,0 % im Vorjahr.
Eigenkapital

2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Eingezahltes gezeichnetes Kapital
3.300
3.300
0
Kapitalrücklage
5.947
6.254
-307
darunter Förderrücklage des ERP-Sondervermögens
4.650
4.650
0
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
893
848
45
Gewinnrücklagen
4.725
5.269
-544
Fonds für allgemeine Bankrisiken
46
50
-4
Neubewertungsrücklagen
-290
-551
261
Bilanzverlust
-1.499
-3.436
1.937
Gesamt
13.121
11.733
1.388
Ergebnisneutral zu erfassende Wertaufholungen bei Finanzanlagen der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte führten zu einer Erhöhung der Neubewertungsrücklagen in Höhe von 0,3 Mrd. EUR.
Der Bilanzverlust wurde in Höhe des Jahresüberschusses der KfW (1,7 Mrd. EUR) reduziert, der verbleibende Ergebnisteil von -0,6
Mrd. EUR verringert die Gewinnrücklagen. Aus der Kapitalrücklage wurden 0,3 Mrd. EUR mit dem Verlustvortrag verrechnet bzw. den
Gewinnrücklagen zugeführt.
Entwicklung der Ertragslage
Die Ertragslage ist insbesondere durch die äußerst erfreuliche Entwicklung des Zinsüberschusses aus dem operativen Geschäft des
Konzerns gekennzeichnet. Gegenläufig wirkt der hohe Aufwand aus der Kreditrisikovorsorge, während aus dem Wertpapierportfolio
nach Belastungen im Vorjahr insgesamt ein positiver Ergebnisbeitrag resultiert. Aus den Maßnahmen zur IKB-Rettung ergeben sich im
laufenden Jahr insgesamt keine wesentlichen Ergebniseffekte, diese belasteten im Vorjahr noch mit 1,3 Mrd. EUR.
Ertragslage
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinsüberschuss
2.654
1.919
735
hierin enthaltene Zinsverbilligungsleistungen
-571
-606
35
Provisionsüberschuss
286
218
68
Verwaltungsaufwand
742
646
97
Betriebsergebnis vor Bewertungen
2.198
1.492
706
Kreditrisikovorsorge
-972
-2.139
1.167
Ergebnisse aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente
55
-1.747
1.802
Ergebnis aus Finanzanlagen
-120
-1.974
1.854
Betriebsergebnis nach Bewertungen
1.161
-4.368
5.529
Sonstiges betriebliches Ergebnis
23
1.536
-1.513
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.184
-2.832
4.016
Ertragsteueraufwand
57
-89
146
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
3.870
Konzerngewinn/-verlust vor IFRS-Effekten aus
Sicherungszusammenhängen
1.432
-2.179
3.611
Das Betriebsergebnis vor Bewertungen lag mit 2.198 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 1.492 Mio. EUR.
Der Zinsüberschuss ist weiterhin die wichtigste Ertragsquelle des Konzerns und liegt mit 2.654 Mio. EUR um 735 Mio. EUR bzw. 38 %
über dem Vorjahreswert, obwohl sich die im Förderkreditgeschäft gewährten Zinsverbilligungsleistungen mit 571 Mio. EUR auf einem
weiterhin hohen Niveau bewegen. Haupttreiber der positiven Entwicklung sind die im Jahresverlauf für die KfW äußerst günstigen
Refinanzierungsmöglichkeiten insbesondere im kurzfristigen Bereich. Hier profitiert der Konzern von den stabilisierenden
geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken (hohe Liquiditätsbereitstellung sowie niedrige Leitzinssätze) in Verbindung mit der
erstklassigen Bonität der KfW. Die Ertragskraft im Kreditgeschäft hat sich als stabil erwiesen.
Der Provisionsüberschuss stieg deutlich um 31% auf 286 Mio. EUR (Vorjahr: 218 Mio. EUR). Positiv entwickelt haben sich neben den
Kreditbearbeitungsgebühren insbesondere die Erträge aus der Abwicklung der Finanziellen Zusammenarbeit für die Bundesrepublik
Deutschland im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer, denen ein höherer Verwaltungsaufwand der
KfW gegenübersteht. Das geringe Neugeschäft in den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE, das aus der allgemein
schwierigen Verfassung des Verbriefungsmarktes resultiert, führt zu weiter rückläufigen Erträgen in diesem Bereich.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 742 Mio. EUR zwar über dem Vergleichswert des Vorjahres von 646 Mio. EUR, bewegt sich unter
Berücksichtigung enthaltener Sondereffekte aber im Rahmen der Erwartungen. Der Personalaufwand hat sich mit 404 Mio. EUR um 38
Mio. EUR aufgrund tariflicher und leistungsbezogener Gehaltserhöhungen bei gestiegener Mitarbeiterzahl sowie steigenden
Altersvorsorgeaufwendungen erhöht.
Der Anstieg des Sachaufwands um 59 Mio. EUR auf 339 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus Sonderbelastungen durch eigen- und
fremdgenutzte Immobilien. Darüber hinaus wurde die Nutzungsdauer bei selbst erstellten Immateriellen Vermögenswerten mit Blick
auf eine neue IT-Strategie niedriger angesetzt als ursprünglich vorgesehen. Ohne diese Sondereffekte wäre der Sachaufwand
aufgrund niedrigerer Aufwendungen für Dienstleistungen Dritter zurückgegangen.
Die Cost-Income-Ratio vor Zinsverbilligungsleistungen hat sich durch die stärker wachsenden operativen Erträge mit 21,1% (Vorjahr:
23,5 %) weiter verbessert.

Der hohe Kreditrisikovorsorgebedarf im Konzern resultiert aus den im Jahresverlauf angestiegenen Kreditrisiken. Diese spiegeln das
verstärkt erkennbare Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die Realwirtschaft wider. Vor diesem Hintergrund wurden die Einzel- und
Portfoliowertberichtigungen im Jahr 2009 - unter Berücksichtigung von Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen - deutlich
um 972 Mio. EUR aufgestockt.
Gebildet wurde insbesondere Vorsorge für die akuten Kreditrisiken einschließlich der Direktabschreibungen, die per saldo um 877 Mio.
EUR erhöht wurde und schwerpunktmäßig das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung betrifft. Dort ist u. a. die Finanzierung
der Handelsschifffahrt enthalten, die derzeit in besonders starkem Maße von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen ist, was zu
erhöhtem Vorsorgebedarf führt. Allerdings resultiert auch aus der inländischen Förderung des Mittelstands sowie der Förderung der
Entwicklungs- und Transformationsländer maßgeblicher Risikovorsorgeaufwand; dieser ist auch auf die Geschäftsaktivitäten der DEG
zurückzuführen.
Darüber hinaus wurden der Vorsorge für einzeln noch nicht zuordenbare Risiken im Kreditportfolio angesichts der wirtschaftlichen
Entwicklung netto 163 Mio. EUR zugeführt - sie beläuft sich damit auf insgesamt 1,3 Mrd. EUR. Bei der Bemessung dieser Vorsorge
wurde basierend auf historischen Erfahrungswerten berücksichtigt, dass einzelne Branchen und Länder besonders stark von der
derzeitigen Wirtschaftskrise betroffen sind und hieraus in der Folge weiter erhöhter Einzelwertberichtigungsbedarf zu erwarten ist.
Die bestehende Kreditrisikovorsorge deckt alle akuten und latenten Risiken in konsequenter Fortsetzung der vorsichtigen Risikopolitik
im KfW-Konzern ab.
Als erfreulich ist festzuhalten, dass die Sonderbelastungen der KfW aus den in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführten
verschiedenen Maßnahmen zur Rettung der IKB gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert sind und damit weiterhin insgesamt 8,4
Mrd. EUR betragen.
Das Ergebnis aus Hedge Accounting und Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente war im Geschäftsjahr 2009 geprägt durch
die Stabilisierung an den Finanzmärkten mit positiven Auswirkungen auf das Wertpapierportfolio sowie nach wie vor hohen
Ergebniseffekten aus der Abbildung von wirtschaftlich geschlossenen Sicherungsbeziehungen unter IFRS.
Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Wertpapiere einschließlich des Fair-Value-Ergebnisses aus den
Spezialfonds des strategischen Assetmanagements führten zu Erträgen in Höhe von 368 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr noch sehr
hohe - teilweise als temporär eingeschätzte - Belastungen ausgewiesen worden waren.
Die per saldo negativen Ergebniseffekte aus dem Hedge Accounting und den zum Fair Value bilanzierten Mittelaufnahmen
einschließlich Sicherungsderivaten, die rein IFRS-induziert sind, belaufen sich auf 305 Mio. EUR. Die marktbewerteten Derivate sind
jeweils Bestandteil von wirtschaftlich geschlossenen Positionen. Soweit jedoch der andere Teil der jeweils geschlossenen Position nicht
zum Marktwert ausgewiesen werden darf bzw. unterschiedliche Bewertungslogiken anzuwenden sind, kommt es zwangsläufig zu
temporären Ergebnisschwankungen, die sich bis zur Endfälligkeit der Geschäfte vollständig ausgleichen. Obwohl im Geschäftsjahr
2009 weitere Maßnahmen zur dauerhaft verbesserten bilanziellen Abbildung von wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen umgesetzt
wurden, fallen diese Effekte aufgrund der erheblichen Veränderungen der relevanten Bewertungsfaktoren weiterhin hoch aus.
Während im Vorjahr aus dem erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Beteiligungsgeschäft noch ein zufrieden
stellender Ertrag erzielt werden konnte, wurde die Erfolgsrechnung im Berichtsjahr mit 42 Mio. EUR belastet. Ursächlich für diese
Entwicklung ist die schlechte Entwicklung der weltweiten Wirtschaftslage, die neben dem Kreditportfolio in ähnlichem Maße auch das
Beteiligungsportfolio im Konzern erreicht.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von -120 Mio. EUR wird von Abschreibungen auf Wertpapiere geprägt. Im Vorjahr wurden
hier noch sehr hohe Belastungen aus der IKB-Rettung verzeichnet.
Aus Bewertungen und Abgängen von strukturierten Wertpapieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, sind gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Nettoaufwendungen in Höhe von 74 Mio. EUR entstanden. Aus dem
Beteiligungsportfolio resultierte eine Nettobelastung von 31 Mio. EUR.
Die nicht erfolgswirksamen Wertaufholungen aus Finanzanlagen in Höhe von 285 Mio. EUR wurden in den Neubewertungsrücklagen im
Eigenkapital erfasst.
Unter Berücksichtigung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses sowie der Ertragsteuerbelastungen ergab sich ein Konzerngewinn von
1.127 Mio. EUR, nachdem das Vorjahr noch mit einem hohen Konzernverlust von 2.743 Mio. EUR abgeschlossen worden war.
Der Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen ist eine auf dem nach IFRS ermittelten Konzerngewinn
aufsetzende weiterführende Ergebnisrechnung des Konzerns. Derivative Finanzinstrumente werden zu Sicherungszwecken
abgeschlossen. Aus den Vorgaben zur Bilanzierung und Bewertung von Derivaten und Sicherungsbeziehungen ergeben sich unter IFRS
trotzdem temporäre Ergebniseffekte. Diese sind aufgrund der wirtschaftlich effektiven Sicherungswirkung nach unserer Auffassung
nicht sachgerecht.
Es werden deshalb folgende Überleitungen durch Eliminierung temporärer Ergebniskomponenten in Höhe von 305 Mio. EUR
vorgenommen:
Bewertungsergebnisse aus dem Micro und Macro Hedge Accounting. Alle Sicherungsbeziehungen sind wirtschaftlich effektiv
und erzielen über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.
Bewertungsergebnisse aus der Nutzung der Fair-Value-Option zur Vermeidung eines accounting mismatch bei
Mittelaufnahmen einschließlich zugehöriger Sicherungsderivate. Die wirtschaftlich effektiven Sicherungsbeziehungen erzielen
über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.
Bewertungsergebnisse aus der Marktwertbilanzierung nicht abgebildeter Sicherungszusammenhänge mit hoher
wirtschaftlicher Effektivität. Sie erzielen über die Gesamtlaufzeit keinen Ergebnisbeitrag.
Die übergeleitete Ertragslage schließt mit einem Gewinn von 1.432 Mio. EUR.

Insgesamt kann der KfW-Konzern für das Geschäftsjahr 2009 mit der Rückkehr in die Gewinnzone eine sehr erfreuliche
Ergebnisentwicklung vorweisen. Diese basiert auf einem - begünstigt durch gute Refinanzierungsmöglichkeiten der KfW insbesondere
im kurzfristigen Bereich - starken operativen Ergebnis, positiven Effekten aus dem Wertpapierportfolio sowie dem Wegfall der
Sonderbelastungen aus der Rettung der IKB. Steigender Kreditrisikovorsorgebedarf sowie weiterhin hohe rein IFRS-bedingte
Belastungen wurden damit überkompensiert.
Nachtragsbericht (Stichtag 12. März 2010)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Nachhaltigkeitsbericht
Die nachhaltige Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen ist ein zentraler Wert des KfW-
Konzernleitbildes. Darüber hinaus legt auch das KfW-Gesetz Umweltschutzmaßnahmen, Maßnahmen mit rein sozialen Zielen sowie
Maßnahmen zur Bildungsförderung als eigenständige Förderaufgaben fest. Als Bank des Bundes und der Länder orientiert sich die KfW
bei ihren Entscheidungen an der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und nutzt sie als roten Faden.
Das umfassende Finanzierungs- und Förderangebot des KfW-Konzerns in Deutschland und weltweit verfolgt einen Kanon von Zielen,
der weitgehend deckungsgleich ist mit den Anliegen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Blick in unsere Förderbilanz: Am
gesamten Finanzierungsvolumen schlägt allein der Umwelt- und Klimaschutz regelmäßig mit rund einem Drittel zu Buche. Die KfW ist
heute weltweit der größte Förderer von erneuerbaren Energien.
Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der KfW stellt für die Jahre 2006 bis 2008 nicht nur unser Engagement für Umwelt- und
Klimaschutz vor, sondern informiert über alle Aktivitäten der Bank, die unter dem Begriff "Nachhaltiges Handeln" zusammengefasst
werden.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wesentliche Voraussetzung für den aktuellen und zukünftigen Erfolg des KfW-Konzerns.
Gerechte Entlohnung, Teilzeitarbeit, Chancengleichheit und eine Vielzahl von beruflichen und gesundheitlichen Förderungen sind dabei
wichtige Bausteine der Personalpolitik. Die Kennzahlen hierzu haben sich im Jahr 2009 positiv entwickelt. So konnte der Anteil
schwerbehinderter Beschäftigter auf dem hohen Niveau von 6 % gehalten werden, während sowohl der Anteil der Mitarbeiter in
Teilzeit als auch der Frauenanteil bei Führungskräften weiter auf 18 % bzw. 26 % (von 17 % bzw. 24 % im Vorjahr) anstieg.
Nachhaltige Produkte
Neben der Unterstützung des Mittelstands und dem Kampf gegen die Folgen der Rezession bildete der Klima- und Umweltschutz den
wichtigsten Förderschwerpunkt der KfW im Jahr 2009. So förderte die KfW im Rahmen ihrer Programme für Energieeffizientes Bauen
und Sanieren die Verbesserung der Energiebilanz von Wohngebäuden und die Reduktion von CO
2
-Emissionen mit insgesamt 8,9 Mrd.
EUR und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung. Für Investitionen in den Klima-
und Umweltschutz im In- und Ausland vergab die KfW insgesamt 19,8 Mrd. EUR. Allein in Deutschland hat sich hier das
Fördervolumen gegenüber dem Jahr 2008 von 12,6 Mrd. EUR auf 16,5 Mrd. EUR erhöht (31%).
Bewertung von Umwelt- und Sozialrisiken im Kerngeschäft
Eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung ist fester Bestandteil jeder Prüfung von Vorhaben im Rahmen der Förderung von
Entwicklungs- und Transformationsländern sowie im Rahmen der Export- und Projektfinanzierung in Ländern außerhalb der EU bzw.
der OECD. Dabei werden die finanzierten Vorhaben systematisch auf mögliche negative Auswirkungen überprüft. Die Umwelt- und
Sozialverträglichkeitsprüfung definiert Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen, die mit einem Monitoring-Programm überwacht werden.
Mehr als 40 eigene naturwissenschaftlich-technische Sachverständige unterschiedlicher Disziplinen können bei Bedarf zur Begleitung
der Projekte durch alle Entwicklungsstadien eingesetzt werden. Für alle Geschäftsbereiche wurden deshalb verbindliche
Nachhaltigkeitsrichtlinien entwickelt, die geschäftsbereichsspezifische Anforderungen an die Umwelt- und
Sozialverträglichkeitsprüfungen definieren und die Arbeitsprozesse zu deren Umsetzung festlegen. Alle Richtlinien sind seit 2007
überarbeitet worden, die Richtlinien für das inländische Fördergeschäft und die Finanzielle Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern
jüngst 2009.
Finanz- und Fördercontrolling
Die KfW steuert ihre Geschäftstätigkeit auf Grundlage einer zeitnahen Berichterstattung über die Entwicklung relevanter Finanz- und
Förderkennzahlen. Die Kennzahlenermittlung liegt seit dem 1. Dezember 2008 beim "Finanz- und Fördercontrolling" und wurde im
abgelaufenen Berichtsjahr umfassend weiterentwickelt. Der Vorstand und die Verantwortlichen für das operative Geschäft erhalten
nun auch entsprechende Controllingkennzahlen für die verantworteten Geschäftsfelder und Bereiche sowie ausgewählte Produkte. Auf
diese Weise werden Informationen zielgruppengerecht und handlungsorientiert bereitgestellt.
Nachhaltiger Geschäftsbetrieb
Principles for Responsible Investment (PRI)
Seit 2006 verpflichtet sich die KfW als einer der ersten deutschen Unterzeichner der "Principles for Responsible Investment"-Initiative
der Vereinten Nationen, ihre eigenen Geldanlagen in fest- und variabel verzinsliche Wertpapiere auch unter dem Gesichtspunkt des
gesellschaftlich verantwortlichen Handelns durchzuführen. Ein Großteil von unserem Liquiditätsportfolio wird nachhaltig gemanagt. PRI
ist ein wichtiger Beitrag zum Nachhaltigkeitsengagement und somit zum ausgezeichneten Corporate Social Responsibility (CSR)-
Rating der KfW.
Betrieblicher Umweltschutz
Auch beim betrieblichen Umweltschutz wollen wir den hohen Erwartungen unserer Eigentümer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gerecht werden, u. a. durch neue oder sanierte Verwaltungsgebäude mit beispielhaft geringem Primärenergiebedarf. Die DEG hat im
Jahr 2009 z. B. ihren neuen Hauptsitz einer Zertifizierung nach dem neuen Deutschen Gütesiegel Nachhaltiges Bauen unterzogen und
ein Siegel in "Gold" erhalten. Beim Papierverbrauch wird bis 2010 eine Recyclingpapierquote von 80 % angestrebt. Umweltschutz und

Effizienzgewinne gehen oft einher: Als Ergebnis eines Effizienzprojektes werden im Jahr 2009 Farbdrucke in den Hausdruckereien
reduziert.
CO2-Neutralstellung
Alle noch verbleibenden Treibhausgasemissionen der KfW, insbesondere auch aus Dienstreisen, werden seit 2006 durch die Stilllegung
von Emissionsminderungsgutschriften CO
2
-neutral gestellt, für 2009 wird dies im Umfang von rund 20.000 t CO
2
erfolgen. Dieser
Neutralstellungsbedarf ist im Laufe der Jahre gesunken, z. B. durch die Umstellung auf Ökostrom seit 2008. Die Kosten hierfür setzen
dauerhaft und effizient Anreize zu weiteren kostensenkenden Energiesparmaßnahmen.
Nachhaltigkeitsrating
Auf das nachhaltige Anlagensegment spezialisierte, unabhängige Ratingagenturen analysieren und bewerten für institutionelle
Investoren die Corporate Social Responsibility von Aktien- und Rentenemittenten. Solche CSR-Ratings beurteilen neben dem
Umweltmanagement und den angebotenen Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens eine Vielzahl weiterer Aspekte, wie z.
B. Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiter, organisatorische Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung oder implementierte Wertpapier-
Investitionsstrategien. Die KfW wird schon seit mehreren Jahren von den beiden CSR-Ratingagenturen "Oekom Research" und
"Sustainalytics" bewertet und nimmt in deren internationalem Branchenvergleich jeweils einen Spitzenplatz ein. Sämtliche KfW-
Anleihen bieten deshalb für Socially Responsible Investors (SRI) attraktive Investitionsmöglichkeiten. "Sustainalytics" führt in einem
zehn "Development Agencies" umfassenden Segment die KfW 2009 auf dem ersten Platz. "Oekom Research" gibt der KfW 2009 die
zweitbeste vergebene Ratingnote innerhalb des Segments "Development Banks", es umfasst 20 Finanzinstitute bzw.
Entwicklungsbanken. Dies bedeutet eine Einstufung als "Prime-Investment".
Risikobericht
Aktuelle Entwicklungen
Das Geschäftsjahr 2009 war wesentlich durch ein deutlich eingetrübtes Weltwirtschaftsklima geprägt, wobei insbesondere zum
Jahresende erste Anzeichen einer konjunkturellen Erholung beobachtet werden konnten. Wie erwartet zeigten sich die Auswirkungen
der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 mit zeitlichen Verzögerungen auch im realwirtschaftlichen Sektor. In diesem Zusammenhang sind
insbesondere die krisenhaften Entwicklungen in der Handelsschifffahrt und im Automobilbau zu nennen, begleitet von ebenfalls
deutlich gestiegenen Risiken in anderen zyklischen Branchen und einzelnen Ländern und Regionen. Verglichen mit 2008 haben sich im
Geschäftsjahr 2009 weite Teile der Finanzindustrie - nicht zuletzt dank substanzieller staatlicher Unterstützung - stabilisiert. Dennoch
sind in einigen Regionen weiterhin deutlich erhöhte Risiken erkennbar.
Die KfW Bankengruppe ist aufgrund ihres auch international ausgerichteten Förderauftrags von den oben beschriebenen
Entwicklungen berührt und betreibt ein unverändert intensives Monitoring und Management ihrer Risiken. Alle erkennbaren Risiken
werden nach konservativen Maßstäben bewertet. Die regelmäßig durchgeführten Risikotragfähigkeitsberechnungen zeigen, dass die
KfW Bankengruppe die im Zusammenhang mit ihrem Geschäftsauftrag eingegangenen Risiken tragen kann.
Die KfW entwickelt ihre Prozesse im Risikomanagement und -controlling systematisch weiter. Im Fokus stehen dabei die
konzernweiten Steuerungsprozesse (z. B. bei Wertpapieren, im Limitmanagement sowie bei Operationellen Risiken), der Ausbau und
die verstärkte Integration von Stress- und Szenariorechnungen in die Risikosteuerung und der Ausbau eines zeitnahen,
entscheidungsorientierten Reportings. Darüber hinaus sollen die Risikofrüherkennung im Beteiligungsrisikocontrolling sowie das
Branchenmonitoring weiter ausgebaut werden. Basis dafür sind stabile und effiziente Prozesse und Instrumente. 2010 liegt daher ein
Schwerpunkt in der Reduzierung von Komplexität und der Erhöhung der Stabilität der Instrumente sowie in der Vereinheitlichung der
Prozesse zur Validierung und Weiterentwicklung. Daneben werden u. a. die Bewertungsverfahren für das Corporate- und Bankenrating
sowie für die Sicherheitenanrechnung im Durchleitungsgeschäft überprüft bzw. weiterentwickelt.
Grundlagen und Ziele der Risikosteuerung
Der Konzern hat einen gesetzlich verankerten Förderauftrag, der seine besondere Stellung und seine institutionelle Ausgestaltung
begründet. Nachhaltige Förderung ist der übergeordnete Unternehmenszweck des Konzerns. Um die vorhandenen Ressourcen optimal
für die Realisierung des Förderauftrags einzusetzen, ist die Messung und Steuerung der eingegangenen Risiken von großer Bedeutung.
Im Rahmen der Risikosteuerung strebt der Konzern an, Risiken nur in dem Umfang einzugehen, wie sie im Hinblick auf die aktuelle
und zu erwartende Ertragslage sowie die wahrscheinlichen Risikoverläufe tragfähig erscheinen. Bei der Ertrags-/ Risikosteuerung wird
den Besonderheiten einer Förderbank Rechnung getragen. Bankaufsichtsrechtliche Anforderungen, wie sie die Mindestanforderungen
an das Risikomanagement (MaRisk) formulieren, stellen für die Risikomanagementstrukturen und -prozesse des Konzerns wichtige
Nebenbedingungen dar.
Um das Risikomanagement- und -controllingwissen in der Organisation der Bank zu verankern, schult der Konzern u. a. mit einem
modulartig aufgebauten Programm zu Risikothemen. Dieses ermöglicht es Mitarbeitern und Führungskräften aus der gesamten KfW
Bankengruppe, gezielt Orientierungswissen zu erwerben oder Spezialkenntnisse zu vertiefen.
Organisation der Risikosteuerung und -überwachung
Gremienarchitektur und funktionelle Aspekte der Risikosteuerung
Der Vorstand der KfW bestimmt im Rahmen seiner Gesamtverantwortung die risikopolitischen Richtlinien und Grundsätze im Konzern.
In einem mindestens vierteljährlichen Turnus werden die Aufsichtsorgane - Verwaltungsrat und Bundesministerium der Finanzen bzw.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, welche alternierend den Verwaltungsratsvorsitzenden bzw. dessen Stellvertreter
stellen - über die Risikosituation des Konzerns informiert. Für besonders eilbedürftige Entscheidungen ist der Präsidialausschuss des
Verwaltungsrats zuständig. Ob eine dringende Angelegenheit vorliegt, entscheidet der Vorsitzende des Verwaltungsrats.
Die Risikosteuerung im Konzern erfolgt durch eng miteinander verzahnte Entscheidungsgremien. Um die Aufbauorganisation weiter zu
verbessern, wurde im Jahr 2009 die Gremienarchitektur neu strukturiert. An der Spitze der neuen Gremienarchitektur steht der
Gesamtvorstand, der die zentralen risikopolitischen Entscheidungen trifft. Darüber hinaus erfolgt quartalsweise eine um Bereichsleiter
erweiterte Vorstandssitzung, in der der Schwerpunkt auf Fragestellungen des Risikomanagements und der Rechnungslegung gelegt
wird. Hierunter fallen insbesondere die Berichte zum Quartalsultimo, aber auch wesentliche Änderungen an dem konzernweit gültigen
Risikohandbuch. Unterhalb des Gesamtvorstands wurden drei Risikokomitees (Kredit-Risiko-Komitee, Marktpreis-Risiko-Komitee und

image
Komitee für Operationelle Risiken) eingerichtet, die Vorstandsentscheidungen vorbereiten und darüber hinaus im Rahmen festgelegter
Kompetenzgrenzen eigenständig entscheiden. Weitere Arbeitsgruppen arbeiten den Komitees zu. In den Komitees hat die Marktfolge
generell ein Vetorecht. Sofern keine einstimmige Entscheidung vorliegt, erfolgt ggf. eine Eskalation auf Gesamtvorstandsebene.
Kredit-Risiko-Komitee
Die Leitung des Kredit-Risiko-Komitees liegt beim Risikovorstand. Weitere Mitglieder des wöchentlich tagenden Kredit-Risiko-Komitees
sind der Bereichsleiter Risikomanagement und -controlling sowie zwei Marktvorstände. Dem Kredit-Risiko-Komitee arbeiten die
Arbeitsgruppe (AG) Länderrisiken, die AG Sicherheiten und die AG Ratingsysteme zu. In den wöchentlichen Sitzungen werden
insbesondere Kredit- und Limitentscheidungen getroffen. Quartalsweise erfolgt darüber hinaus eine um Vertreter der Geschäftsfelder,
einiger Zentralbereiche und der Konzerntöchter erweiterte Sitzung. Die Interne Revision hat einen Gaststatus. In dieser
quartalsweisen Sitzung werden wesentliche Änderungen und Neuentwürfe von Risikogrundsätzen und Kreditrisikomethoden
verabschiedet. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring des konzernweiten Kreditportfolios.
Marktpreis-Risiko-Komitee
Die Leitung des monatlich tagenden Marktpreis-RisikoKomitees liegt beim Risikovorstand. Daneben ist das Komitee mit dem
Fachvorstand für Kapitalmarktaktivitäten sowie u. a. mit den Bereichsleitern Finanzdisposition und Mittelbeschaffung,
Kreditverbriefung, Risikomanagement und -controlling und Rechnungswesen besetzt. Das Marktpreis-Risiko-Komitee entscheidet über
das Eingehen von Marktpreisrisiken, Bewertungsfragen zu Wertpapieren und Änderungen an den Marktpreisrisikomethoden, über
Fragen zum Liquiditätsmanagement sowie über Risikogrundsätze zur Marktpreis- und Liquiditätsrisikosteuerung. Darüber hinaus
erfolgt eine Entscheidungsvorbereitung für Gesamtvorstandsbeschlüsse zu Zinsrisikopositionen, Transferpricing und der
Fundingstrategie. Dem Marktpreis-Risiko-Komitee unterstehen das Surveillance Committee, in dem die Bewertung von Wertpapieren
behandelt wird, sowie das Hedge Committee, in dem hauptsächlich die Ergebnisauswirkungen aus der IFRS-Bilanzierung von
Hedgegeschäften und deren Optimierung behandelt werden.
Komitee für Operationelle Risiken
Das quartalsweise tagende Komitee für Operationelle Risiken ist mit Bereichsleitern besetzt. Die Leitung liegt beim Bereichsleiter
Risikomanagement und -controlling. Darüber hinaus sind zentrale Bereiche sowie Tochterunternehmen in dem Komitee vertreten. In
diesem Komitee sollen Themen rund um Operationelle Risiken behandelt werden. Hierzu gehören neben dem Betrieblichen
Kontinuitätsmanagement insbesondere die Messung und Auswertung von Operationellen Risiken inklusive Rechtsrisiken sowie
entsprechende Regelungen im Risikohandbuch. Monatlich bzw. bei Bedarf ad hoc wird der Vorstand über Ereignisse im Bereich
Operationeller Risiken informiert.
Unterhalb dieser Gremien existieren fünf Arbeitsgruppen bzw. Komitees, die an das Kredit-Risiko-Komitee oder das Marktpreis-Risiko-
Komitee berichten und Entscheidungen vorbereiten:
AG Länderrisiken
Die AG Länderrisiken ist die zentrale Instanz für die Beurteilung von Länderrisiken. Der Arbeitsgruppe gehören die Volkswirte aus den
Länderabteilungen der KfW Entwicklungsbank sowie Vertreter aus KfW IPEX-Bank, DEG und Transaktionsmanagement unter Vorsitz
und Federführung des Risikomanagements an. Die Arbeitsgruppe tagt regelmäßig einmal im Quartal und bei Bedarf auch außerhalb
der turnusmäßigen Termine. Aufgabe der AG Länderrisiken ist die Identifizierung, Analyse und Bewertung von politischen und
wirtschaftlichen Risiken (und Chancen) in der Weltwirtschaft und insbesondere in den Ländern, in denen die KfW Bankengruppe
geschäftlich aktiv ist oder Geschäftsaktivitäten plant. Vorschläge zur Risikoeinstufung für die Entwicklungs-, Transformations- sowie
Schwellenländer werden von den Volkswirten und für die Industrieländer vom Risikomanagement gemacht. Als Ergebnis der
Diskussionen in der AG Länderrisiken werden die Länder schließlich in Bonitätsklassen eingestuft. Bei Dissens entscheidet das Votum
des Risikomanagements. Das Risikomanagement berichtet über die Ergebnisse der Sitzungen an das Kredit-Risiko-Komitee.

AG Sicherheiten
Die AG Sicherheiten stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochtergesellschaften ein hinreichendes
Verständnis und eine konzernweit einheitliche Vorgehensweise bzgl. aller wesentlichen Aspekte der Sicherheitenanrechnung und -
bewertung sowie der Sicherheitenmanagementprozesse für Kredit- und Handelsgeschäfte und strukturierte Produkte sicher. Darüber
hinaus werden Handlungsempfehlungen für (Weiter-)Entwicklungsmaßnahmen zur Billigung/Entscheidung durch das Management
gegeben bzw. diese im Rahmen des definierten Kompetenzbereichs der AG Sicherheiten selbstständig getroffen. Sie setzt sich aus
Vertretern diverser Gechäftsfelder und -bereiche zusammen. Zu den zentralen Funktionen der AG Sicherheiten gehören: Neu-
/Weiterentwicklung und Überprüfung von Sicherheitenbewertungsverfahren, Überprüfung und Erweiterung der akzeptierten und
anrechenbaren Sicherheiten und der zugehörigen Anrechnungskriterien, Festlegung und Überprüfung von Mindestanforderungen an
die Sicherheitenmanagementprozesse sowie die Sicherheitenanrechnung und die Vorgabe der Rahmenbedingungen für die Einhaltung
der aufsichtsrechtlichen Vorgaben an Kreditrisikominderungstechniken.
AG Ratingsysteme
Die AG Ratingsysteme stellt als zentrales, konzernweites Gremium der KfW und ihrer Tochterunternehmen ein hinreichendes
Verständnis aller wesentlichen Aspekte der Kreditrisikomessinstrumente sicher. Dazu gehören insbesondere Ratingsysteme,
Kreditportfoliomodelle, Risikokennzahlen (RKZ) und Limitmanagementsysteme (LMS). Zum Aufgabenspektrum der AG gehören die
Beurteilung und Abnahme von Validierungs- und Weiterentwicklungsberichten sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die
(Weiter-)Entwicklung der Kreditrisikomessinstrumente.
Surveillance Committee
Das Surveillance Committee ist integraler Bestandteil des Surveillance- und Impairmentprozesses für Wertpapiere und strukturierte
Kreditprodukte und untersteht dem Marktpreis-Risiko-Komitee. Eine wesentliche Aufgabe des Surveillance Committees ist die
Empfehlung von bilanziellen Wertansätzen für die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Wertpapiere
und strukturierten Kreditprodukte, d. h. für Positionen der Bewertungskategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit
gehaltene finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (gemäß IFRS) sowie Positionen
des Anlagevermögens (gemäß HGB). Die Wertansatzempfehlungen werden dem Marktpreis-Risiko-Komitee zur Entscheidung
vorgelegt.
Dem Surveillance Committee gehören Vertreter der Marktfolgeabteilungen (Risikomanagement und -controlling,
Transaktionsmanagement sowie Rechnungswesen) sowie Vertreter der zuständigen Marktabteilungen an.
Hedge Committee
Die ökonomische Steuerung der Marktpreisrisiken der KfW erfolgt durch das Marktpreis-Risiko-Komitee. Aus diesbezüglichen
Steuerungsmaßnahmen können sich rein bilanziell bedingte Bewertungs-/Ergebnisschwankungen ergeben, soweit Instrumente
eingesetzt werden, die nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Dies gilt bei der KfW insbesondere für den Einsatz
von Derivaten. Ziel des Hedge Committees ist es, die bilanzielle Abbildung dieser nach IFRS zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Instrumente entsprechend der ökonomischen Zielsetzung des Einsatzes von Derivaten in der KfW zu analysieren und unter Beachtung
der einschlägigen IFRS-Vorschriften zu verbessern.
In der gruppenweit angelegten Risikosteuerung nehmen Konzernunternehmen und Organisationseinheiten darüber hinaus eigene
Steuerungsfunktionen wahr. Konzernweite Projekte und Arbeitsgruppen stellen jedoch auch in diesen Fällen ein aufeinander
abgestimmtes Verhalten sicher, z. B. beim Roll-out von Ratinginstrumenten auf Tochterunternehmen oder beim Management und bei
der Bewertung von Sicherheiten.
Die Verantwortung für die Entwicklung und Qualität der Risikosteuerung und -überwachung ist außerhalb der Marktbereiche
angesiedelt und liegt im Bereich Risikomanagement und -controlling. Hierfür wurde ein umfangreiches Risikohandbuch aufgebaut, das
beständig weiterentwickelt wird. Die im Risikohandbuch aufgeführten Regelungen haben konzernweit verbindlichen Charakter und sind
für alle Mitarbeiter zugänglich. Im Zentrum stehen dabei die zu beachtenden Risikogrundsätze (normative Regeln für Kreditprozesse
und Risikomanagementprozesse) und Portfoliorichtlinien (z. B. Geschäftsrestriktionen, Besicherungsanforderungen). Im Jahr 2009
konnte eine grundlegende Überarbeitung der Anforderungen an das Beteiligungscontrolling sowie der internen
Sicherungsmechanismen im Zahlungsverkehr abgeschlossen werden. Daneben ergaben sich wesentliche Änderungen bei den
Anforderungen zur Steuerung von Bankenrisiken. Die Risikogrundsätze und Portfoliorichtlinien bilden den Rahmen für die operative
Geschäftstätigkeit aller Geschäftsfelder. Das Risikohandbuch sorgt dafür, dass einheitliche Verfahren zur Identifikation, Messung,
Steuerung und Überwachung von Risiken zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden konzernweite Regelungen durch
geschäftsfeldspezifische Ausgestaltungen ergänzt. Diese werden durch den Bereich Risikomanagement und -controlling auf
Konformität mit den konzernweiten Regelungen überprüft.
Risikomanagement
Zentrale Aufgabe des Risikomanagements ist die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit unter Berücksichtigung der definierten
Risikobereitschaft der Bank. Hierfür formuliert das Risikomanagement die Risikostrategie des Konzerns unter Einbeziehung des
Risikomanagements der maßgeblichen Tochtergesellschaften und verantwortet auch deren regelmäßige Überprüfung. Die
Risikostrategie legt - aufbauend auf der geschäftspolitischen Ausgangssituation - allgemeine risikopolitische Grundsätze und konkrete
risikopolitische Maßnahmen im Einklang mit der Geschäftsstrategie fest. Der Umsetzung der Risikostrategie dienen dabei verschiedene
Instrumente zur Steuerung von Kredit-, Marktpreis- und Operationellen Risiken. Darüber hinaus werden einzeladress- bzw.
portfoliobezogene Instrumente zur Risikosteuerung eingesetzt: Risikoleitplanken für Gefährdungspotenziale, Kapitalallokation,
Zweitvotierung für Kreditentscheidungen, ein Limitmanagementsystem, Portfoliorichtlinien und Frühwarnsysteme. Zur Verhinderung
großer Einzelverluste und zur Beschränkung von Risikokonzentrationen im Kreditportfolio werden Konzentrationslimite auf
verschiedenen Portfolioschnitten (u. a. Kreditnehmereinheiten, Länder, Branchen) eingesetzt. Bei Bedarf kann in Abhängigkeit von der
Marktsituation auch ein Risikotransfer an den Kapitalmarkt erfolgen (z. B. durch Kreditderivate).
In der KfW wird die Zweitvotierung im Sinne von Marktfolgeentscheidungen auf Einzelengagementebene durch das Konzern-
Risikomanagement erstellt. Die KfW IPEX-Bank und DEG verfügen über ein eigenes, marktunabhängiges Zweitvotum. Die relevanten
Geschäftsentscheidungsprozesse sind risikoorientiert ausgestaltet. Die Notwendigkeit einer Zweitvotierung ergibt sich aus der Art,
dem Umfang (materieller Risikogehalt und Wirkung auf die Gesamtrisikoposition) sowie der Komplexität einer Transaktion.

Organisatorisch wurde das Risikomanagement 2009 neu aufgestellt und personell verstärkt. Zur Fokussierung des spezifischen Know-
hows wurde das Risikomanagement für die beiden Kundengruppen "Finanzinstitute" sowie "Unternehmen und Beteiligungen" separiert
und in parallele Risikomanagement-Abteilungen gegliedert.
Risikomanagement Kreditbetreuung
Zum 1. April 2009 wurde die Abteilung Risikomanagement Kreditbetreuung als eigenständige Abteilung im Risikomanagement
angesiedelt.
Die Abteilung ist für leistungsgestörte Kredite und die Intensivbetreuung von Banken und großen Unternehmen aus dem KfW-Portfolio
zuständig. Eine Einschaltung mit Übernahme der Gesamtverantwortung und weitgehender Kompetenzen erfolgt bei ersten
Krisenanzeichen. Zielsetzung ist die Gesundung des Engagements durch Restrukturierung, Reorganisation und Kreditanpassung.
Erweist sich der Geschäftspartner als nicht sanierungsfähig oder -würdig, steht die optimale Verwertung des Engagements und seiner
Sicherheiten im Vordergrund. Für eine klare Regelung der Kompetenz und Zuordnung bestehen interne Schnittstellenregelungen mit
den relevanten Bereichen sowie eine enge Kooperation mit den Marktbereichen und der Rechtsabteilung.
Bei Auftreten eines Krisenfalls im Bereich Banken gilt es, intern und extern sofort handlungsfähig zu sein, hierfür wurde der Krisenplan
Banken weiterentwickelt. Er sieht im Wesentlichen vor, dass unter Leitung des Risikomanagements eine Arbeitsgruppe eingerichtet
wird, eine sofortige Schadensanalyse vorgenommen wird und die nächsten notwendigen Schritte einleitet werden.
Risikocontrolling
Aufgabe der Abteilung Risikocontrolling sind die zentrale Messung und das Reporting aller Risiken/Risikogruppen sowie die Analyse der
Risikotragfähigkeit des Konzerns. Dabei werden konzernweit einheitliche Methoden und Modelle operativ eingesetzt. Zur Beurteilung
der Risikotragfähigkeit des Konzerns werden auch Stresstests und Szenariorechnungen eingesetzt. Diese Rechnungen quantifizieren
den in einzelnen Szenarien steigenden Kapitalbedarf und mögliche Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung und damit
auch auf die Risikodeckungsmasse bzw. auf die Eigenkapitalausstattung der Bank.
Die Abteilung ist in den Qualitätsmanagementprozess der für das Risikomanagement und -controlling verwendeten Risikokennzahlen
eingebunden und betreut die für das Reporting eingesetzten Informationssysteme aus fachlicher Sicht. Im Bereich des Operationellen
Risikos und des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements ist die Abteilung für die Ausgestaltung von hausweit gültigen Rahmenwerken
und Richtlinien verantwortlich und unterstützt die Bereiche bei der Umsetzung dieser Vorgaben.
Das Risikoreporting erfolgt entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben (MaRisk). Der Vorstand wird monatlich über die Risikolage
des Konzerns informiert. Die Aufsichtsgremien des Konzerns erhalten quartalsweise einen Risikobericht.
Risikomethoden, Instrumente und Prozessmanagement
Die Abteilung "Risikomethoden, Instrumente und Prozessmanagement" ist für die Bereitstellung geeigneter Methoden und
Instrumente zur konzernweiten Risikoanalyse und -steuerung verantwortlich. Die Gestaltung einer langfristig tragfähigen und
konsistenten Methoden- und Instrumentenstrategie für das Risikomanagement und -controlling wird durch regelmäßige Validierungen
und (Weiter-)Entwicklungen der Modelle und Methoden vervollständigt. Dabei stehen insbesondere Modelle zur Messung, Steuerung
und Bepreisung von Kreditrisiken im Fokus. Daneben übernimmt die Abteilung auch die Koordination und das Projektmanagement für
die fachliche Umsetzung der Anforderungen an Instrumente und DV-Systeme des Risikomanagements und -controllings. Außerdem
koordiniert sie die Formulierung und Entwicklung konzernweiter Risikogrundsätze sowie des Prozesshandbuchs im Bereich
Risikomanagement und -controlling.
Interne Revision
Als Instrument des Vorstands arbeitet die Interne Revision weisungsfrei als prozessunabhängige Instanz. Sie prüft risikoorientiert
grundsätzlich alle Prozesse und Aktivitäten der KfW und berichtet direkt an den Vorstand.
Den Prüfungsturnus für die einzelnen Prüfungsfelder leitet die Interne Revision aus einer jährlichen Risikobeurteilung der
Prüfungsfelder ab. Dabei wird auch der Ökonomische Kapitalbedarf der zu prüfenden Geschäfte berücksichtigt.
Neben dem Fördergeschäft (einschließlich des KfW-Sonderprogramms) waren auch 2009 die Verfahren und Methoden zum
Risikomanagement Prüfungsschwerpunkte. Bei der Prüfung des Risikomanagements standen insbesondere die Weiterentwicklung der
Risikomanagementprozesse und die Validierungen der internen Ratingsysteme im Fokus.
Wesentliche Projekte hat die Interne Revision unter Wahrung der Unabhängigkeit begleitet, insbesondere die Vorhaben zur
Weiterentwicklung der DV-Systeme. Wie in den Vorjahren hat die Interne Revision auch im Geschäftsjahr 2009 durch Teilnahme
(Gaststatus) an Sitzungen von Entscheidungsgremien die Weiterentwicklung von Risikomessverfahren verfolgt.
Die Interne Revision der KfW ist gleichzeitig Konzernrevision in der KfW Bankengruppe. Sie bezieht die Internen Revisionen der
Tochtergesellschaften in die konzernweite Revisionsberichterstattung ein.
Internes Kontrollsystem
Unter prozessualen Gesichtspunkten wird eine Minimierung des Fehlerrisikos im Einzel- und Konzernabschluss durch ein
rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem gewährleistet. Die Jahresabschlussaussagen bezüglich der Existenz, der
Vollständigkeit, der Richtigkeit sowie der Bewertung und des Ausweises werden durch interne Kontrollbestätigungen belegt. Die
Aufstellung und Strukturierung der einzelnen Kontrollpunkte in den Prozessen Markt, Abwicklung und Bilanzierung richten sich nach
fest definierten Themengebieten, die von der Geschäftserfassung bis hin zur externen Berichterstattung eine vollständige Kette der
rechnungslegungsbezogenen Schritte aufweisen. Der Kontrollprozess von der Kontrolldurchführung über die Kontrollbestätigung bis
hin zum täglichen Tracking verläuft in einem automatisierten Verfahren. Im Zeitraum der Jahresabschlusserstellung erfolgt ein
zeitnahes und entscheidungsorientiertes Reporting. Die etablierten Prozesse bieten genügend Handlungsspielraum, um Neuerungen
sowohl fachlicher als auch technisch-prozessualer Art adäquat begegnen und so weiterhin die hohe Qualität des Jahresabschlusses
gewährleisten zu können. Der Prüfungsausschuss wurde über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und die Einhaltung der
gesetzlichen Vorgaben unterrichtet.

image
Der Risikosteuerungsansatz des Konzerns
Die Grafik oben veranschaulicht den Risikosteuerungsprozess in der KfW Bankengruppe. Die Risikosteuerung im Konzern dient einem
zentralen Ziel: dem Erhalt der Risikotragfähigkeit.
Regulatorische Risikotragfähigkeit
Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Risikoposition
129.386
139.712
Kernkapital
12.223
10.860
Anrechenbare Eigenmittel
15.195
14.141
Kernkapitalquote
9,4 %
7,8 %
Gesamtkennziffer
11,7 %
10,1 %
Die Kennziffer "Risikoposition" ergibt sich aus der mit dem Faktor 12,5 multiplizierten Summe der Anrechnungsbeträge für
Adressrisiken, Marktrisiken sowie Operationelle Risiken.
Die KfW unterliegt nicht den Vorschriften der §§ 10 bzw. 10 a KWG. Für interne Zwecke erfolgt eine freiwillige Ermittlung der
aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten auf Basis der wesentlichen rechtlichen Vorschriften. Für große Teile des Kreditportfolios
werden zur Berechnung der Risikoposition eigene Ratingverfahren verwendet (fortgeschrittener IRB-Ansatz).
Die aufsichtsrechtliche Gesamtkennziffer der KfW Bankengruppe per 31. Dezember 2009 beträgt unter Berücksichtigung des
Konzernergebnisses 11,7 % (Vorjahr: 10,1 %). Die Kernkapitalquote beläuft sich auf 9,4 % (Vorjahr: 7,8 %). Der signifikante Anstieg
der regulatorischen Kennziffern ist sowohl auf die erhöhten Eigenmittel als auch die gesunkene Risikoposition zurückzuführen.
Während sich bei den Eigenmitteln das gute Jahresergebnis niederschlägt, führt die erstmalige Berücksichtigung der Ausgleichspflicht
des Bundes bei den Platzhaltergeschäften zu einer deutlichen Entlastung auf Seiten der Risikoposition.
Ökonomische Risikotragfähigkeit
Für die Risikotragfähigkeitsanalyse im Rahmen der Internen Steuerung müssen die Risiken gemessen und der Risikodeckungsmasse
gegenübergestellt werden. Verlustrisiken werden mit Hilfe zweier zentraler Risikogrößen - des Erwarteten Verlusts und des
Ökonomischen Kapitalbedarfs zur Abdeckung Unerwarteter Verluste - gemessen.
Der Erwartete Verlust bezeichnet Verluste, die im langjährigen statistischen Durchschnitt erwartet werden. Sie werden u. a. für das
Pricing kalkuliert. Erwartete Verluste sind definiert als das Produkt aus
der Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kreditnehmers (Probability of Default, PD),
der erwarteten Höhe des ausstehenden Darlehens zum Zeitpunkt eines potenziellen Ausfalls (Exposure at Default, EAD) und
der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD).
Die Ausfallwahrscheinlichkeit wird für jeden Kreditnehmer mit Hilfe von Ratingverfahren geschätzt. Das zentrale Ergebnis der
Ratingverfahren ist eine Aussage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Geschäftspartner in den nächsten zwölf Monaten seinen
Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann. Für die Schätzung der Verlustquote sind insbesondere Sicherheiten zu bewerten. Erwartete
Verluste werden nicht mit Kapital unterlegt, da sie im Mittel (Versicherungsprinzip) durch die Risikomargen ausgeglichen werden.
Das mit Kapital zu unterlegende Risikopotenzial wird durch das Risikocontrolling mit Hilfe statistischer Modelle quantifiziert. Für
Kreditrisiken wird das Verlustpotenzial unter Verwendung eines Kreditportfoliomodells und des Risikomaßes Credit-Value-at-Risk
berechnet. Die Differenz zwischen Credit-Value-at-Risk und Erwartetem Verlust wird als Ökonomischer Kapitalbedarf bezeichnet.
In Bezug auf die Marktpreisrisiken geht der Konzern ähnlich vor. Auch hier wird unter Verwendung statistischer Modelle ein Value-at-
Risk berechnet. Für Marktpreisrisiken stellt der Value-at-Risk gleichzeitig den Ökonomischen Kapitalbedarf dar.
Für beide Risikoarten beträgt der dabei verwendete Prognosezeitraum ein Jahr. Der Kapitalbedarf für Kredit- und Marktpreisrisiken
wird unter Beachtung von Diversifikationseffekten aggregiert. Der Kapitalbedarf für Operationelle Risiken wird unter Verwendung des
aufsichtsrechtlichen Standardansatzes gemäß der Solvabilitätsverordnung berechnet.
Zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit wird der erforderlichen Kapitalunterlegung
1)
(Ökonomischer Kapitalbedarf) die ökonomische
Risikodeckungsmasse (Verfügbare finanzielle Ressourcen, VfR) gegenübergestellt. Die Definition der Verfügbaren finanziellen

image
Ressourcen weicht von der bilanziellen und regulatorischen Eigenmitteldefinition ab, da in den Verfügbaren finanziellen Ressourcen
Teile der Rücklagen nicht angerechnet werden. Im Unterschied zur bilanziellen Eigenmitteldefinition werden zudem keine
Portfoliowertberichtigungen in Abzug gebracht.
Auf dieser Grundlage ist zum 31. Dezember 2009 die ökonomische Risikotragfähigkeit zu einem Solvenzniveau von 99,96 % gegeben.
Dies bedeutet, dass der Gesamtkapitalbedarf durch die Verfügbaren finanziellen Ressourcen gedeckt ist. Die Überdeckung der
Verfügbaren finanziellen Ressourcen über den Gesamtkapitalbedarf (per 31. Dezember 2009: 461 Mio. EUR) hat sich gegenüber dem
Vorjahr (286 Mio. EUR) verbessert.
Der Konzern berücksichtigt bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit einen nach konservativen Maßstäben ermittelten potenziellen
Kapitalmehrbedarf für Stressszenarien. Dazu wird auf mehrere alternative Sensitivitäts- und Szenarioanalysen zurückgegriffen. Für die
Kreditrisiken wird ein den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entsprechender pauschaler Stresstest durchgeführt, der einer
portfolioübergreifend wirkenden weiteren graduellen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage entspricht.
Daneben wurden mit einem dem aktuellen Umfeld angepassten Szenario-Stresstest mögliche Nachwirkungen der Rezession des
Jahres 2009 auf die Risikotragfähigkeit und die Ertragslage analysiert. Hierzu wurden Branchen und Regionen identifiziert, in denen
Kreditnehmer besonders von den Folgen der Rezession betroffen sind. Für diese wurden eine weitere erhebliche Verschlechterung der
Kreditqualität sowie ein deutlicher Anstieg der Kreditausfälle angenommen und es wurde der zusätzliche Ökonomische Kapitalbedarf
sowie die zusätzlichen Wertberichtigungen simuliert. Zusätzlich wurde in verschiedenen Szenarien die Wirkung von Stress auf die
Marktpreisrisiken untersucht. Diese Risiken, wie z. B. ein Szenario eines starken Zinssatzanstiegs, wirken primär ergebnismindernd.
Auf Grundlage der durchgeführten Analysen geht die KfW unter Stressannahmen von einem zusätzlichen Kapitalbedarf in Höhe von
3,1 Mrd. EUR aus. Dieser wird durch den ungebundenen Teil der Verfügbaren finanziellen Ressourcen sowie durch weitere
Eigenkapitalbestandteile und Nachrangkapital abgedeckt. Unter Einbezug dieser Mittel ist selbst unter ungünstigen
gesamtwirtschaftlichen Bedingungen die Risikotragfähigkeit auch auf einem Solvenzniveau von 99,99 % gewährleistet.
1)
Der Konzern unterlegt das Liquiditätsrisiko derzeit nicht mit Risikokapital, da es sich nicht um ein passivisch abzudeckendes Verlustrisiko, sondern
um ein aktivisch abzudeckendes Zahlungsrisiko handelt.
Ökonomische Risikotragfähigkeit zum 31.12.2009 in Mio. EUR
Den Liquiditäts- und sonstigen Risiken begegnet der Konzern durch das Monitoring geeigneter Kennzahlen sowie durch regelmäßige
Kontrollschritte in den bankbetrieblichen Prozessabläufen.
Die Risikomessung basiert auf State-of-the-Art-Modellen der Bankenpraxis. Jedes Modell stellt jedoch eine Vereinfachung der
komplexen Realität dar und baut auf der Annahme auf, dass die in der Vergangenheit beobachteten Risikoparameter auch
repräsentativ für die Zukunft geschätzt sind. Nicht alle möglichen Einflussfaktoren und deren komplexe Interaktionen können
hinsichtlich der Risikoentwicklung eines Portfolios erfasst und modelliert werden. Unter anderem auch deshalb führt der Konzern
sowohl in den Kredit - als auch den Marktrisikomodellen Stresstests durch. Der Konzern arbeitet kontinuierlich an der
Weiterentwicklung seiner Risikomodelle und -prozesse.
Risikoarten
Adressenausfallrisiko
Der Konzern geht Adressenausfallrisiken
2)
im Rahmen seines Förderauftrages ein. Im inländischen Förderkreditgeschäft liegen die
Risikoschwerpunkte im Bereich der Finanzierung von Gründern von mittelständischen Unternehmen und von Beteiligungen. Darüber
hinaus übernimmt der Konzern Risiken im Rahmen seiner Export- und Projektfinanzierung sowie in der Förderung der Entwicklungs-
und Transformationsländer.
2)
Als Adressenausfallrisiko ist die Gefahr von finanziellen Verlusten definiert, die eintreten, wenn der Kreditnehmer bzw. Kontrahent seinen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallrisiko enthält auch das Länderrisiko, bestehend aus Transfer-, Konvertierungs- und politischen
Risiken.

image
Die Bewertung des Adressenausfallrisikos erfolgt über die Schätzung von Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default, PD), dem
Forderungswert bei Ausfall (Exposure at Default, EAD) und der (erwarteten) Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD).
Zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet der Konzern interne Ratingverfahren für Banken, Unternehmen
(Corporates), kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), Beteiligungsgeber, Beteiligungsnehmer, Existenzgründer und Länder.
Diese Verfahren basieren auf Scorecards und folgen einer einheitlichen, konsistenten Modellarchitektur. Für Projektfinanzierungen wird
ein Cashflow-basiertes Ratingverfahren herangezogen. Die Ratingverfahren haben die Prognose von Ein-Jahres-
Ausfallwahrscheinlichkeiten zum Ziel. Die Verantwortung für die Ratingerstellung im risikorelevanten Geschäft liegt grundsätzlich in
den Marktfolgebereichen. Das Rating wird mindestens einmal jährlich aktualisiert, außer bei Geschäftspartnern, mit denen
ausschließlich ein Retailgeschäft besteht.
Durch die Abbildung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf eine konzernweit einheitliche Masterskala ist die Vergleichbarkeit von Ratings
verschiedener Verfahren und Geschäftsfelder gegeben. Die Masterskala besteht aus 20 unterschiedlichen Klassen, die sich in die vier
Gruppen Investment Grade, Non-Investment Grade, Watch-List und Default zusammenfassen lassen. Für jede Masterskala-Klasse sind
die Bandbreite der Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie die mittlere Ausfallwahrscheinlichkeit festgelegt.
Zu jedem Ratingverfahren existieren Organisationsanweisungen, die insbesondere die Zuständigkeiten, Kompetenzen sowie die
Kontrollmechanismen regeln. Eine Vergleichbarkeit von internen Ratings des Konzerns und externen Ratings von Ratingagenturen wird
durch ein Mapping der externen Ratings auf die KfW-Masterskala gewährleistet. Durch eine turnusgemäße Validierung und
Weiterentwicklung der Ratingverfahren wird sichergestellt, dass auf veränderte Rahmenbedingungen zeitnah reagiert werden kann.
Ziel ist es, bei allen Ratingverfahren kontinuierlich die Trennschärfe zu optimieren. Ratinginstrumente und Prozesse entsprechen
weitgehend den Mindestanforderungen der geltenden Aufsichtsstandards (MaRisk/Basel II).
Wesentlichen Einfluss auf die Ausfallhöhe nimmt neben dem Forderungswert bei Ausfall die Bewertung der Sicherheiten, die
risikomindernd in der Verlustquote bei Ausfall angerechnet werden. Im Rahmen der Sicherheitenbewertung für anrechenbare
Sicherheiten wird der zu erwartende Nettoerlös einer Sicherheitenverwertung im Schadensfall über die gesamte Kreditlaufzeit
geschätzt. Hierbei werden Sicherheitsabschläge berücksichtigt, die bei persönlichen Sicherheiten auf der Ausfallwahrscheinlichkeit und
der Verlustquote des Sicherheitengebers basieren. Bei dinglichen Sicherheiten sind neben Marktpreisschwankungen vor allem
abschreibungsbedingte Wertverluste für die Abschläge verantwortlich. Der ermittelte Wert ist wichtiger Bestandteil der
konzerninternen Verlustschätzung (LGD). Die unterschiedlichen Bewertungsverfahren für einzelne Sicherheitentypen basieren je nach
Datenverfügbarkeit auf internen und externen historischen Daten sowie auf Expertenschätzungen. Die Bewertungsparameter werden
regelmäßig überprüft. Auf Ebene der einzelnen Sicherheiten ist damit eine verlässliche Bewertung der Sicherheitenlage gewährleistet.
Ein Risikogrundsatz für Kreditsicherheiten regelt deren gruppenweit einheitliches Management, deren Bewertung und Anrechnung.
Zur Begrenzung von Risiken aus dem Neugeschäft verfügt der Konzern über verschiedene Portfoliorichtlinien. Sie bilden sowohl eine
Grundlage für die Zweitvotierung von Kreditgeschäften als auch eine Orientierungshilfe für die Kreditvergabe und haben die Aufgabe,
eine angemessene Qualität bzw. Risikostruktur des Konzernportfolios sicherzustellen
3)
. Differenziert nach Adresstypen und
Produktvarianten definieren sie Bedingungen, unter denen Geschäfte im Regelfall eingegangen werden dürfen.
Im Kreditbestand werden Engagements mit höheren Risiken unterteilt in eine "Watch-List" und eine Liste für Kredite mit akuten
Ausfallrisiken (Non-Performing Loans). Die Watch-List dient dazu, potenzielle Problemkredite frühzeitig zu identifizieren und ggf. die
Problemkreditbearbeitung vorzubereiten. Hierfür steht das Umfeld des jeweiligen Kreditnehmers unter besonderer Beobachtung. Dabei
werden die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die überlassenen Sicherheiten regelmäßig überprüft und dokumentiert sowie
Handlungsvorschläge formuliert. Für Non-Performing Loans liegt die Prozessverantwortung in den für Restrukturierungen zuständigen
Einheiten. Dies garantiert ein frühzeitiges Einschalten von Spezialisten, um ein professionelles Problemkreditmanagement zu
gewährleisten.
3)
Dabei wird den Besonderheiten unseres Fördergeschäfts Rechnung getragen.
Risikovorsorge
Allen erkennbaren Ausfallrisiken des Kreditgeschäfts - dazu gehören auch politische Risiken bei Finanzierungen im Ausland - trägt der
Konzern durch Bildung von Risikovorsorge in angemessenem Ausmaß Rechnung. Für Engagements mit akuten Ausfallrisiken (Non-
Performing Loans) werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen für noch nicht ausgezahlte Teilbeträge gebildet. Basis für die
Identifikation dieser Ereignisse sind Kriterien, die sowohl den Anforderungen nach Basel II als auch IFRS genügen. Hierzu gehören u.
a. die Identifizierung erheblicher finanzieller Schwierigkeiten des Schuldners, Zahlungsrückstände, Zugeständnisse an den Schuldner
aufgrund dessen wirtschaftlicher Situation, z. B. im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen, auffällige Maßnahmen des Schuldners
zur Liquiditätssteigerung sowie die maßgebliche Verschlechterung der Werthaltigkeit von Sicherheiten. Diese Kriterien werden im
Risikohandbuch des Konzerns noch weiter konkretisiert. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen erfolgt mit Hilfe eines
Impairment-Verfahrens. In die Berechnung der Einzelwertberichtigungen fließt die individuelle Beurteilung des Kreditnehmers
hinsichtlich zukünftiger Zahlungen ein. Dabei wird neben dem Umfang und der Werthaltigkeit der Sicherheiten auch das politische
Risiko berücksichtigt. Für kleinere und standardisierte Kredite erfolgt eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Basis homogener
Teilportfolios.

Die Risikovorsorge für latente Risiken (Portfoliowertberichtigung) wird abgeleitet aus der Bewertung der Kreditforderungen im Rahmen
der jährlich stattfindenden Ratingprozesse und Sicherheitenbewertungen. Die Portfoliowertberichtigung wird sowohl für wirtschaftliche
als auch für politische Risiken gebildet. Basis ist hierfür das oben beschriebene Erwarteter-Verlust-Modell, das für IFRS-Zwecke
bereinigt wird. Für Unwiderrufliche Kreditzusagen und Avale werden nach demselben Berechnungsschema Rückstellungen gebildet.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise hat die KfW besonders kritische Branchen und Länder identifiziert und die
Auswirkungen auf das Kreditportfolio analysiert. Vorsorge für diese Risiken wurde in Form von weiteren Portfoliowertberichtigungen
getroffen.
Maximales Ausfallrisiko
Das maximale Ausfallrisiko aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.36 besteht für den Konzern im Totalausfall der jeweiligen
Risikopositionen. Hierbei sind ebenfalls die Eventualverbindlichkeiten und die Unwiderruflichen Kreditzusagen zu berücksichtigen. Die
Buchwerte sind bereits um die Risikovorsorge gekürzt.
Zahlungsrückstände ergaben sich zum Bilanzstichtag nur bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie Finanzanlagen,
individuelle Wertminderungen darüber hinaus noch bei den Eventualverbindlichkeiten und Unwiderruflichen Kreditzusagen.
Maximales Ausfallrisiko
Angaben in Mio. EUR
Forderungen an
Kreditinstitute
Forderungen an
Kunden
Wertanpassungen aus Macro
Hedging
2009
2008
2009
2008
2009
2008
Buchwert als Äquivalent für das maximale
Ausfallrisiko
241.139
222.935
92.892
97.366
6.751
5.451
Risikovorsorge
420
526
6.484
7.077
0
0
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
240.823
222.454
90.551
94.797
6.751
5.451
Davon mit (im Berichtsjahr) nachverhandelten
Konditionen
1)
0
0
2.165
0
0
0
Derivate im Hedge Accounting,
Sonstige Derivate
Finanzanlagen
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
2009
2008
2009
2008
2009
2008
Buchwert als Äquivalent für das
maximale Ausfallrisiko
19.645
21.737 36.709 44.228
57.889
41.673
Risikovorsorge
0
0
4
2
355
255
Buchwert weder überfällig noch
wertgemindert
19.645
21.737 36.469 43.826
57.848
41.612
Davon mit (im Berichtsjahr)
nachverhandelten Konditionen
1)
0
0
2
0
0
0
1)
Betrifft Finanzinstrumente, die ohne Konditionsnachverhandlungen überfällig oder wertgemindert wären.
Überfällige und nicht individuell wertgeminderte Finanzinstrumente
Angaben in Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen
2009
2008
2009
2008
2009
2008
Buchwert weniger als 90 Tage überfällig
115
274
439
810
1
0
Buchwert 90 Tage und mehr überfällig
21
25
318
261
0
0
Individuell wertgeminderte Finanzinstrumente
Angaben in Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Finanzanlagen
2009
2008
2009
2008
2009
2008
Buchwert
172
183
1.584
1.497
239
402
Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen
282
393
5.421
6.151
0
0
Eventualverbindlichkeiten;
Unwiderrufliche Kreditzusagen
2009
2008
Buchwert
41
60
Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen
278
180
Im Geschäftsjahr 2009 sind von 455 Mrd. EUR (Vorjahr: 433 Mrd. EUR) ausstehenden Finanzinstrumenten des Konzerns 2,0 Mrd. EUR
(netto, nach Abzug der Risikovorsorge, Vorjahr: 2,1 Mrd. EUR) als individuell wertgemindert eingestuft. Die potenziellen Ausfälle sind
vorsichtig bewertet und insgesamt mit 6,0 Mrd. EUR (Vorjahr: 6,7 Mrd. EUR) wertmindernd berücksichtigt. Darin enthalten ist die
Vorsorge für die Risiken aus den verschiedenen Maßnahmen zur Rettung der IKB i. H. v. 4,2 Mrd. EUR (Vorjahr: 5,2 Mrd. EUR).
Neben der Vorsorge für akute Ausfallrisiken trifft der Konzern auch für latente Ausfallrisiken (wirtschaftliche und politische Risiken)
Vorsorge. Per 31. Dezember 2009 ergibt sich für das nicht individuell wertgeminderte Geschäft eine Risikovorsorge von insgesamt 1,3
Mrd. EUR (Vorjahr: 1,1 Mrd. EUR). Die Kredite aus dem Konzernportfolio sind im Durchschnitt zu 47,5 % (Vorjahr: 46,9 %)

image
besichert
4)
. Dabei entfällt der weitaus größte Teil der Besicherung (32 %, bezogen auf die Gesamtposition) auf abgetretene
Endkreditnehmerforderungen im Rahmen des bankdurchgeleiteten Geschäfts. Rund 8 % (Vorjahr: 6 %) der ausstehenden
Finanzinstrumente sind mit Garantien der Bundesrepublik Deutschland bzw. einzelner Bundesländer besichert.
Das hohe Exposure der Derivate mit positiven Marktwerten relativiert sich durch die mit den Kontrahenten getroffenen
Nettingabreden. Diese umfassen auch Derivate mit negativen Marktwerten sowie Besicherungsvereinbarungen und verringern das
Kontrahentenrisiko substanziell.
Der starke Rückgang bei den Finanzanlagen resultiert aus der Umsetzung der neuen Wertpapierstrategie der KfW. Hierbei steht der
Erwerb von Wertpapieren zur Liquiditätssicherung im Vordergrund. In diesem Zusammenhang wurde der für diesen Zweck nicht
passende Wertpapierbestand abgebaut und stattdessen wurden vermehrt Pensionsgeschäfte (Reverse-Repos) eingegangen.
Im Berichtsjahr ist ein Anstieg der Unwiderruflichen Kreditzusagen um rund 15 Mrd. EUR zu verzeichnen. Dieser resultiert vor allem
aus dem starken Neugeschäft im inländischen Fördergeschäft.
Im Berichtsjahr hat der Konzern im Rahmen einer Konsortialfinanzierung einen zuvor als Sicherheit gehaltenen Vermögenswert im
Gegenwert von anteilig 2,7 Mio. EUR in Besitz genommen. Dieser Vermögenswert soll im ersten Halbjahr 2010 veräußert werden.
4)
Hier werden die Sicherheiten so dargestellt, wie sie auch für die Interne Steuerung angerechnet werden. Dies bedeutet, dass vom beizulegenden
Zeitwert der einzelnen Sicherheiten noch weitere Wertabschläge sowie Partizipationswirkungen der Sicherheiten untereinander Berücksichtigung
finden, um den Ausweis von Doppelbesicherungen zu vermeiden.
Portfoliostruktur
Das Zusammenwirken der Risikoeigenschaften der Einzelengagements im Konzern-Kreditportfolio wird mit Hilfe eines internen
Portfoliomodells beurteilt. Die Bündelung großer Portfolioanteile auf einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen birgt das Risiko
existenzgefährdender Großausfälle. Das Risikocontrolling bewertet - basierend auf dem ökonomischen Kapitalkonzept - Einzel-,
Branchen- und Länderrisikokonzentrationen. Die Konzentrationen werden primär über die Bindung des Ökonomischen Kapitals
gemessen. So ist sichergestellt, dass hohe Volumina, ungünstige Ausfallwahrscheinlichkeiten und unvorteilhafte Korrelationen der
Risiken untereinander Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Steuerung des Kreditportfolios und fließen
in ein Limitmanagementsystem zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken ein. Basierend auf dem Limitmanagementsystem werden
Konzentrationslimite festgelegt, die bestandsgefährdende Verluste vermeiden. Die jeweilige Limithöhe wird daher aus der
Risikotragfähigkeit des Konzerns abgeleitet. Die Konzentrationslimite stellen für die Adressrisikosteuerung einen Rahmen dar.
Regionen
Das Kreditportfolio
5)
des Konzerns entfällt per 31. Dezember 2009 gemessen am Ökonomischen Kapitalbedarf zu 72 % (Vorjahr: 74
%) auf die Eurozone. Der leichte Rückgang innerhalb der Eurozone ist im Wesentlichen auf die geringere Kapitalbindung der
deutschen Finanzindustrie zurückzuführen.
5)
Das Kreditportfolio enthält hier den Bestand an Krediten und Finanzanlagen.
Ökonomischer Kapitalbedarf, verteilt auf Regionen
2009
Branchen
Der hohe Anteil der Finanzindustrie am Gesamtkapitalbedarf für Kreditrisiken ist auf den Förderauftrag des Konzerns zurückzuführen.
Der weit überwiegende Teil unserer inländischen Förderung erfolgt über bankdurchgeleitete Kredite. Die Kapitalbindung der
Finanzindustrie hat sich im Berichtsjahr deutlich reduziert und bindet zum 31. Dezember 2009 noch 49 % des gesamten Kapitals für
das Kreditportfolio (Vorjahr: 63 %). Der Rückgang in der Finanzindustrie ist vor allem auf ein verringertes Geldhandelsportfolio
zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurde die Branchenzuordnung aktualisiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Daten zum
Vergleichsstichtag entsprechend angepasst.
Ökonomischer Kapitalbedarf, verteilt auf Branchen
2009

image
image
Bonität
Da die Bonität die Höhe des Ökonomischen Kapitalbedarfs stark beeinflusst, ist es bei der Analyse der Bonitätsstruktur sinnvoll, die
Verteilung des Netto-Exposures nach Bonitätsklassen zu betrachten. Gemessen am Netto-Exposure entfallen 68 % (Vorjahr: 70 %)
unseres Portfolios auf Kontrahenten aus dem Investment-Grade-Bereich (nach interner Bewertung).
Dieser leichte Rückgang ist zu großen Teilen auf das verringerte Wertpapierportfolio zurückzuführen. 3 % des Netto-Exposures
(Vorjahr: 2 %) sind als schadensfällig/schadensverdächtig eingestuft. Dieser Anstieg resultiert zu großen Teilen aus den
Entwicklungen in der Schifffahrtsindustrie. Das Konzern-Kreditportfolio verfügt trotz der negativen Ratingentwicklungen über eine gute
Bonitätsstruktur.
Bonitätsstruktur nach Netto-Exposure
2009
Strukturierte Produkte im Konzern-Portfolio
Gemäß den Empfehlungen des Financial Stability Boards (FSB) stellt der Konzern in diesem Abschnitt sein Portfolio an strukturierten
Produkten, unterschieden nach Asset Backed Securities (ABS) und Plattformverbriefungen (PROMISE, PROVIDE), gesondert dar.
Asset Backed Securities
Neben den ABS-Papieren im Eigenbestand besitzt der Konzern weitere ABS-Investments in Spezialfonds, die jedoch sukzessive
zurückgefahren werden. Der Nominalwert der Wertpapiere beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2009 5,9 Mrd. EUR. Unter
Berücksichtigung der Mark-to-Market-Bewertung für zum beizulegenden Zeitwert bewertete Papiere sowie gebildete
Wertberichtigungen beläuft sich der Bilanzwert des Portfolios auf 5,2 Mrd. EUR. In den nachfolgenden Übersichten ist die
Zusammensetzung des ABS-Portfolios nach Asset-Klassen, Ratingeinstufung und geografischer Verteilung der Forderungen in den
Verbriefungsportfolios dargestellt.
Darstellung des Exposures auf Basis von Nominalwerten
31.12.2009
CLO
Mio. EUR
RMBS
Mio. EUR
CDO
Mio. EUR
CMBS
Mio. EUR
ABS & Sonstige
Mio. EUR
Gesamt 2009
Mio. EUR
Investment Grade
2.016
1.463
81
486
469
4.515
Non-Investment Grade
419
23
114
2
2
560
Watch-List
66
58
259
55
-
439
Default
96
28
242
-
16
382
2.597
1.571
697
544
487
5.896
Gesamt 2008
Mio. EUR
Investment Grade
5.528
Non-Investment Grade
379
Watch-List
1.552
Default
746
8.205
Geografische Verteilung des Assetpools (gemessen am Nominalwert)
2009

image
Das Portfoliovolumen ist gegenüber dem 31. Dezember 2008 aufgrund zahlreicher Verkäufe sowie Tilgungen deutlich zurückgegangen
(-2,3 Mrd. EUR nominal). Infolge der Verkäufe verändert sich auch die Ratingstruktur des Portfolios positiv. Die Reduktion des Watch-
List-Bestandes resultiert aus den Verkäufen und Ratingmigrationen. Der Anteil der Wertpapiere mit Default-Status sinkt durch
Verkäufe und Abwicklungen von Transaktionen. Der regionale Schwerpunkt des ABS-Portfolios liegt weiterhin in Europa.
Der Konzern trägt außerdem über die Risikoabschirmungsmaßnahmen zugunsten der IKB indirekt weitere Risiken aus strukturierten
Wertpapieren. Zum einen ist die KfW in Liquiditätslinien der IKB zur Refinanzierung der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland
Funding Capital Corporation eingetreten. Unter Berücksichtigung von Tilgungen und Verlustrealisierungen verbleiben zum 31.
Dezember 2009 Forderungen in Höhe von 4,5 Mrd. EUR gegenüber den Ankaufsgesellschaften, die zu 91% wertberichtigt sind. Zum
anderen wurde eine Beteiligung der KfW an der Refinanzierung eines Portfolios weiterer strukturierter Wertpapiere der IKB, die in eine
Zweckgesellschaft eingebracht wurden, in Form von Darlehen vereinbart, deren Rückzahlung vorrangig erfolgt.
Die Forderung aus den Darlehen beläuft sich zum 31. Dezember 2009 unter Berücksichtigung von Tilgungen auf 0,3 Mrd. EUR.
Plattformverbriefungen
Über die Verbriefungsplattform PROMISE können Kreditinstitute synthetisch Kreditrisiken aus Mittelstandskreditportfolios in den
Kapitalmarkt transferieren. Mit dem Verbriefungsprogramm PROVIDE, das auf die Verbriefung von privaten Wohnungsbaukrediten
abzielt, ergänzt die KfW ihr Förderinstrumentarium. Die Verbriefung von Wohnungsbaukrediten und die Verbriefung von
Mittelstandskrediten machen zum Stichtag 31. Dezember 2009 jeweils die Hälfte des Engagementbestandes aus. Per 31. Dezember
2009 belief sich das Verbriefungsvolumen über die Plattformen auf insgesamt 27,5 Mrd. EUR. Davon sind 26,4 Mrd. EUR über Credit
Default Swaps bzw. Credit Linked-Schuldscheine besichert. Mit den verbleibenden 1,1 Mrd. EUR hat der Konzern Risiken aus Senior-
Tranchen einbehalten. Der Rückgang des Verbriefungsvolumens (-16,8 Mrd. EUR) resultiert vornehmlich aus der Nutzung der
Kündigungsoptionen der Originatoren-Banken. Aufgrund der schwierigen Verhältnisse auf dem Verbriefungsmarkt wurde im
vergangenen Jahr 2009 zudem kaum Neugeschäft getätigt.
Das Risiko im Plattformgeschäft wird maßgeblich durch die Qualität der verbrieften Portfolios beeinflusst. Die Risikostruktur ist in den
zugrunde liegenden Kreditportfolios weiterhin stabil. Für alle Senior-Tranchen ist die planmäßige Absicherung gegeben. Unmittelbare
Verlusterwartungen ergeben sich für die KfW derzeit nicht.
Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken resultieren primär aus potenziellen Verlusten, die aufgrund von Änderungen
der Zinsstruktur (Zinsänderungsrisiken),
der Wechselkurse (Währungsrisiken) und
der sonstigen Marktpreise (z. B. Aktienkurse, Rohwarenpreise)
entstehen können. Die KfW und ihre Tochtergesellschaften sind keine Handelsbuchinstitute; ihre Marktpreisrisiken beschränken sich
daher auf das Anlagebuch.
Zinsänderungsrisiken
Die wesentliche Marktrisikokomponente im KfW-Konzern ist das Zinsänderungsrisiko. Der Konzern geht begrenzte
Zinsänderungsrisiken unter Nutzung von Ertragschancen ein. Zinsänderungsrisiken ergeben sich auch durch die besondere
Ausgestaltung des inländischen Förderkreditgeschäfts mit den Möglichkeiten zur außerplanmäßigen Kreditrückzahlung. Der Konzern
berücksichtigt dies in der Risikosteuerung, indem er das geschätzte Volumen künftig zufließender außerplanmäßiger Tilgungen in seine
Refinanzierungsstrategie einbezieht.
Im Rahmen der Erfassung von Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs verwendet der Konzern eine Standardsoftware, an die alle
bewertungsrelevanten Datenbestände angebunden sind. Mit Hilfe der Standardsoftware werden jeweils aktuelle Zinsbindungsbilanzen
(EUR, USD und GBP) ermittelt. Auf dieser Grundlage führt der Konzern zur Bewertung seiner Zinsrisikoposition regelmäßig Value-at-
Risk-Berechnungen durch. Das angewandte simulationsbasierte Verfahren - welches zum Stichtag 31. Dezember 2009 wesentlich
überarbeitet worden ist - beruht auf einem Zwei-Faktor-Cox-Ingersoll-Ross-Modell, mit dem die Verlustverteilung der
Zinsrisikoposition im Konzern bei möglichen eintretenden Marktzinsänderungen und einer angenommenen Haltedauer von drei
Monaten geschätzt wird. Beide im Modell verwendeten Faktoren sind nicht direkt beobachtbar und repräsentieren die zwei
Haupteinflussgrößen auf Zinsbewegungen. Die Modellparameter bestimmen die Form der simulierten Zinskurven in Abhängigkeit von
den Werten der zwei Faktoren, die Volatilität der zwei Faktoren und deren "Rückzugskraft" zum längerfristigen Durchschnitt ("Mean
Reversion"). Die Schätzung der Parameter erfolgt auf historischen Zeitreihen täglicher Zinskurven seit 1990. Die Risikoberechnung
erfolgt anhand einer Monte-Carlo-Simulation. Wesentlich optionale Bestandteile des Geschäfts (z. B. Darlehen mit Kündigungsrechten)
werden im Cashflow der KfW berücksichtigt.
Der Ökonomische Kapitalbedarf wird - analog zum Kreditrisiko - für einen Zeitraum von einem Jahr ermittelt. Ergänzt wird diese
Berechnung durch regelmäßige Stresstests, durch die mögliche Verluste bei extremen standardisierten Marktbedingungen geschätzt
werden. Hierbei werden neben einer aufsichtsrechtlich vorgegebenen parallelen Verschiebung der Zinsstrukturkurve Szenarien wie die
Drehung der Zinsstrukturkurve und die Verlängerung der Haltedauer einbezogen.

Währungsrisiken
Fremdwährungskredite werden grundsätzlich in gleicher Währung refinanziert oder über entsprechende
Währungssicherungsinstrumente abgesichert. Dies gilt auch für gebildete Einzelwertberichtigungen, für die entsprechende
Ersatzaktiva beschafft werden. Offene Währungspositionen, die durch den Zufluss von Margen oder durch Wertberichtigungen
entstehen, werden hierbei grundsätzlich zeitnah geschlossen.
Risiken aus zum Bilanzierungsstichtag bestehenden offenen Währungspositionen werden über einen Varianz-Kovarianz-Ansatz in Form
eines Value-at-Risk mit einer Haltedauer von drei Monaten gemessen. Die benötigten Parameter (Volatilität der Wechselkurse sowie
der Erwartungswert der Veränderungen der Wechselkurse) werden aus Vergangenheitsdaten geschätzt.
Sonstige Marktpreisrisiken
Die sonstigen Marktpreisrisiken umfassen zum einen Aktienkursrisiken aus Beteiligungen. Zum anderen umfassen sie
Rohwarenpreisrisiken aus CO
2
-Zertifikaten, die der Konzern im eigenen Bestand hält. Risiken aus CO
2
-Zertifikaten entstehen, da der
Konzern sich entschlossen hat, als Intermediär zwischen Verkäufern und Käufern von CO
2
-Zertifikaten aufzutreten. Hierbei werden
Zertifikate auch im eigenen Bestand gehalten. Die sonstigen Marktpreisrisiken werden über Varianz-Kovarianz-Ansätze gemessen.
Auf Basis der Bewertung und Analyse der Zins- und Währungsposition, der sonstigen Marktpreisrisiken sowie der Stresstests für
Zinsänderungsrisiken steuert das Marktpreis-Risiko-Komitee die Marktpreisrisiken. Ziel hierbei ist die langfristig ausgerichtete
Steuerung einer angemessenen Marktrisikoposition der Bank. Die hierbei verfolgte Strategie wird jährlich im Rahmen der
Konzerngeschäftsfeldplanung festgelegt. Diese Strategie wird mit Hilfe eines Limitsystems für alle Marktpreisrisiken überwacht.
Die angenommene Haltedauer bei der Risikomessung beträgt wie bei allen anderen Marktpreisrisikoarten drei Monate, der
Kapitalisierungszeitraum ein Jahr. Alle benötigten Parameter (Volatilität der Kurse sowie der Erwartungswert der Veränderungen der
Kurse) werden aus historischen Daten ermittelt. Die Historien zur Schätzung der Modellparameter für CO
2
-Zertifikate bestehen aus
täglichen Kursen seit Anfang 2005 und die für Aktienkursrisiken aus monatlichen Kursen seit 2001.
Für den Abschluss, die Abwicklung und die Abrechnung von Handelsgeschäften im Sinne der MaRisk gelten vom Vorstand erlassene
Rahmenbedingungen, die dem Marktstandard entsprechen.
Insgesamt binden die Marktpreisrisiken im Konzern per 31. Dezember 2009 Ökonomisches Kapital in Höhe von 1.678 Mio. EUR. Diese
Position setzt sich zusammen aus folgenden Einzelrisiken:
Ökonomischer Kapitalbedarf für Marktpreisrisiken
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Zinsänderungsrisiken
1.048
919
Währungsrisiken
44
26
Sonstige Marktpreisrisiken
142
141
Barwertschwankung der Eigenkapitalanlage
444
316
Marktpreisrisiko
1.678
1.402
Die Zinsänderungsrisiken sind zum Stichtag 31. Dezember 2009 angestiegen. Hauptursache hierfür sind durchgeführte methodische
Veränderungen des Zinsstrukturmodells. Diese führen tendenziell zu konservativeren Risikoeinschätzungen.
Zum 31. Dezember 2009 bestand eine offene bilanzielle Währungsposition, die jedoch kurz nach dem Bilanzstichtag geschlossen
worden ist. Bedeutendste Währung hierbei ist wie in den Vorjahren der USD. Das Ökonomische Kapital für Währungsrisiken liegt zum
Stichtag bei 44 Mio. EUR.
Bei den sonstigen Marktpreisrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr das Ökonomische Kapital mit 142 Mio. EUR nahezu unverändert.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, fällige Zahlungen nicht zeitgerecht leisten zu können. Es wird
zwischen dem Instituts-Liquiditätsrisiko (Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können) und dem Markt-
Liquiditätsrisiko (Risiko, benötigte Zahlungsmittel nur zu höheren Kosten als dem risikoadäquaten Zinssatz besorgen zu können)
unterschieden.
Primäres Ziel des Liquiditätsmanagements ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns, d. h. der KfW
einschließlich ihrer Tochtergesellschaften. Zwar sind die Töchter für ihre Liquiditätssicherung, -steuerung und die Einhaltung
bestehender aufsichtsrechtlicher Vorgaben selbst verantwortlich. Jedoch steht die KfW als Abschlusspartner für sämtliche
Handelsgeschäfte ihrer Tochtergesellschaften und insbesondere deren Refinanzierung zur Verfügung. Aus diesem Grund sind die
Liquiditätserfordernisse der Töchter sowohl in der Refinanzierungsplanung des Konzerns als auch im Liquiditätssicherungskonzept
enthalten.
Die Liquiditätsrisikomessung erfolgt auf Basis der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsrisikokennzahl, des Ausnutzungsgrads gemäß KfW-
Gesetz sowie ökonomischer Szenarioanalysen.
Die Liquiditätsrisikosteuerung basiert auf Szenariorechnungen. In diesem Ansatz werden zunächst die erwarteten Zahlungseingänge
und Zahlungsausgänge für die nächsten zwölf Monate auf Basis des bereits kontrahierten Geschäfts als Ausgangspunkt betrachtet.
Dieser Basis-Cashflow wird um geplante und geschätzte Zahlungen (z. B. Kapitalmarktaufnahmen, liquiditätswirksame erwartete
Kreditausfälle oder geplantes Neugeschäft) erweitert. Das Resultat stellt eine Übersicht über die benötigte Liquidität der KfW in den
nächsten zwölf Monaten dar. Die benötigte Liquidität wird für insgesamt drei Szenarien berechnet: "Normal Case", "Stress Case" und
"Worst Case", wobei schwerpunktmäßig die geplanten und geschätzten Zahlungen variiert werden.

Parallel wird die vorhandene Liquidität bestimmt. Diese besteht im Wesentlichen aus dem EZB-Sicherheiten-Konto der KfW,
aktivischen Repos, Liquiditätsportfolios und dem am Markt regelmäßig platzierbaren Volumen an Commercial Papers. Die vorhandene
Liquidität wird analog den anderen Cashflow-Komponenten in den Szenarien "Stress Case" und "Worst Case" gestresst.
Für jedes Szenario wird das Verhältnis von der kumulierten benötigten Liquidität zu der kumulierten vorhandenen Liquidität
berechnet. Diese Kennzahl darf den Wert 1 in allen Szenarien für unterschiedliche Zeiträume nicht überschreiten. Im "Normal Case"
beträgt der vorgegebene Zeithorizont zwölf Monate, im "Stress Case" sechs Monate und im "Worst Case" drei Monate.
Die Ermittlung der Kennzahlen sowie das Reporting an das Marktpreis-Risiko-Komitee erfolgen monatlich. Folgende Tabelle zeigt die
Risikokennzahlen für die unterschiedlichen Szenarien per 31. Dezember 2009:
Liquiditätsrisikokennzahlen der KfW per 31.12.2009
Kennzahl
Normal Case
0,20
Stress Case
0,43
Worst Case
0,55
Da die Kennzahl in allen drei Szenarien einschließlich des extrem konservativen "Worst Case" deutlich unter 1 liegt, stellt sich die
Liquiditätsposition der KfW aktuell als komfortabel dar.
Die nachfolgende Tabelle stellt die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen (Kapitalrückzahlungen und Zinsverpflichtungen) des KfW-
Konzerns aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern dar.
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern
31.12.2009
1)
Bis 1
Monat
Mio. EUR
1-3
Monate
Mio. EUR
3-12
Monate
Mio. EUR
1-5
Jahre
Mio. EUR
Über 5
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
7.893
2.924
2.006
15.672
21.026
49.521
Verpflichtungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
8.559
7.605
40.138
178.190
132.984 367.476
Nettoverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten
-225
-519
942
-9
-12.051
-11.863
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
25.409
26.881
69.370
347.303
282.940 751.903
Verpflichtungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten
0
0
146
494
3.415
4.055
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
16.227
10.009
43.231
194.347
145.374 409.109
Eventualverbindlichkeiten
7.529
0
0
0
0
7.529
Unwiderrufliche Kreditzusagen
50.360
0
0
0
0
50.360
Verpflichtungen aus nicht bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
57.889
0
0
0
0
57.889
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
74.116
10.009
43.231
194.347
145.374 467.079
Zahlungsverpflichtungen aus Finanzinstrumenten nach Laufzeitbändern
31.12.2008
1)
Bis 1
Monat
Mio. EUR
1-3
Monate
Mio. EUR
3-12
Monate
Mio. EUR
1-5
Jahre
Mio. EUR
Über 5
Jahre
Mio. EUR
Summe
Mio.
EUR
Verpflichtungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und Kunden
6.505
4.126
4.230
19.097
22.764
56.723
Verpflichtungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
9.006
5.187
39.136
159.613
128.218 341.160
Nettoverpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten
-390
969
3.140
4.273
-20.313
-12.321
darunter: Verpflichtungen aus derivativen
Finanzinstrumenten
25.598
26.688
82.662
310.885
274.133 719.967
Verpflichtungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten
0
0
146
539
3.516
4.201
Verpflichtungen aus bilanzwirksamen Finanzinstrumenten
15.120
10.283
46.652
183.522
134.185 389.763
Eventualverbindlichkeiten
6.283
0
0
0
0
6.283
Unwiderrufliche Kreditzusagen
35.390
0
0
0
0
35.390
Verpflichtungen aus nicht bilanzwirksamen
Finanzinstrumenten
41.673
0
0
0
0
41.673
Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten
56.794
10.283
46.652
183.522
134.185 431.436
1)
Die Nettoverpflichtungen aus Derivaten umfassen Zahlungsverpflichtungen, saldiert mit den gegenläufigen Zahlungsansprüchen aus den
Kontrakten; die Bruttozahlungsverpflichtungen sind als Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Für die Unwiderruflichen
Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten erfolgt eine pauschale Zuordnung zum ersten Laufzeitband.
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Finanzmarktkrise waren die Rahmenbedingungen für die Refinanzierungsaktivitäten der KfW im
Jahr 2009 herausfordernd. Auch große Emittenten mit bester Bonität wie die KfW konnten sich den zum Teil turbulenten
Marktentwicklungen nicht entziehen. In der hochvolatilen Phase im ersten Halbjahr 2009 musste die KfW deshalb deutlich schlechtere
Refinanzierungskonditionen für langfristige Mittel in Kauf nehmen. Im weiteren Jahresverlauf beruhigten sich die Märkte, wovon auch
die KfW profitierte. Zum Jahresende 2009 konnte die KfW langfristige Refinanzierungskonditionen erzielen, die wieder deutlich näher

an ihrem historischen Durchschnittswert lagen. Unter diesen herausfordernden Marktbedingungen hat die KfW 2009 rund 420
Anleihen begeben und damit wie geplant langfristige Mittel im Gegenwert von knapp 75 Mrd. EUR aufgenommen. Dies entspricht
nahezu dem Vorjahreswert. In der kurzfristigen Refinanzierung, d. h. am Geldmarkt, konnte die KfW von der verhaltenen
Risikobereitschaft vieler Investoren profitieren. Das hat die Nachfrage nach sicheren Geldanlagen auf hohem Niveau gehalten.
Dadurch gelang es der KfW, 2009 über den Geldmarkt sehr attraktive Refinanzierungskonditionen zu erzielen und das Volumen in
ihren Commercial-Paper-Programmen leicht unter dem Rekordvolumen des Vorjahres zu stabilisieren. Für das kommende Jahr geht
die KfW von einem unveränderten langfristigen Refinanzierungsbedarf in Höhe von 70 bis 75 Mrd. EUR aus.
Operationelle und sonstige Risiken
Im KfW-Konzern sind die Operationellen Risiken als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens
von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten, definiert. Diese Definition schließt
Rechtsrisiken ein, beinhaltet aber nicht strategische Risiken.
Das Controlling Operationeller Risiken sowie das Betriebliche Kontinuitätsmanagement sind zentral im Bereich Risikomanagement und
-controlling angesiedelt und unterstützen die Risikosteuerung. Das Management Operationeller Risiken erfolgt dezentral in den
Bereichen und Tochtergesellschaften.
Im Konzern werden Operationelle Risiken gemäß der Definition der Solvabilitätsverordnung im Rahmen eines ganzheitlichen
Steuerungsansatzes in die ökonomische Steuerung integriert. Die Steuerung basiert auf einer Schadensfallsammlung, OpRisk-
Assessments sowie einer Maßnahmenerhebung und -überwachung.
Die Quantifizierung Operationeller Risiken sowie die Ermittlung der Kapitalbindung erfolgen gemäß dem regulatorischen
Standardansatz nach der Solvabilitätsverordnung. Die qualitativen aufsichtsrechtlichen Anforderungen der Solvabilitätsverordnung und
der MaRisk werden durch die implementierten Methoden im Risikomanagementprozess erfüllt. Im Rahmen der Schadensfallsammlung
wurden die Definitionen zur Sammlung von Ereignissen erweitert und präzisiert. Darüber hinaus wurden die OpRisk-Assessments
prototypisch entlang von Prozessketten durchgeführt und werden 2010 quantitativ ausgestaltet. Die aus diesen OpRisk-Instrumenten
resultierenden Maßnahmen werden erfasst und überwacht. Zur Unterstützung der Risikobewertung werden erste Indikatoren
gesammelt und analysiert.
Den Kern des Managementreportings bildet eine aktuell monatliche Berichterstattung an den Vorstand der KfW. Auf der operativen
Ebene werden die Betriebsrisiken im Konzern durch ein Internes Kontrollsystem begrenzt. Das EDV-Instrumentarium wird permanent
weiterentwickelt, die Geschäftsprozesse werden analysiert und optimiert. Für Risiken, die aufgrund nicht vorhersehbarer Ereignisse
eintreten können, existieren angemessene Notfallkonzepte (Ausfall EDV-Systeme, Gebäude und Personal) sowie ein ausreichender
Versicherungsschutz (Feuer- und Wasserschäden u. Ä.).
Dem Rechtsrisiko begegnet der Konzern durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie durch die enge
Zusammenarbeit mit externen in- und ausländischen Rechtsberatern. Verträge dürfen nur auf Grundlage eindeutiger und korrekt
dokumentierter Vereinbarungen abgeschlossen werden. Für die gängigen Geschäfte gibt es überdies Standardverträge (z. B. ISDA-
Verträge).
Im Rahmen des Betrieblichen Kontinuitätsmanagements hat die KfW eine zentrale sowie eine dezentrale Notfallorganisation
implementiert. Diese setzt sich aus dem Notfall- sowie dem Krisenstab zusammen. Für alle kritischen Prozesse des Konzerns
existieren Notfallpläne, die entsprechend getestet werden. Darüber hinaus sind weitere Notfallarbeitsplätze für die hochprioritären
Prozesse in ausreichender Entfernung geschaffen worden. Zusätzlich wurden Krisen-, Notfall- und Alarmierungsprozesse definiert. Für
den Alarmierungsprozess wurde bereits eine EDV-technische Umsetzung implementiert.
Prognosebericht
Die Lage der Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des Jahres 2009 stabilisiert. Die fiskalpolitischen Stimuli und die expansive Ausrichtung
der Geldpolitik werden die weltwirtschaftliche Erholung bis weit in das Jahr 2010 hinein stützen. Insbesondere in den asiatischen
Schwellenländern ist mit einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung zu rechnen. In den Industrieländern dürften die
gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten ebenfalls weiter anziehen, das Vorkrisenniveau aber vorerst nicht erreichen. Das
Refinanzierungsumfeld bleibt durch die anhaltend schwierige Lage der Banken belastet. Diese dürften sich nicht zuletzt aufgrund
steigender Kreditausfälle einem weiterhin hohen Kapital- und Abschreibungsbedarf gegenübersehen. Hinzu kommen gestiegene
regulatorische Anforderungen an die Struktur und Höhe der Kapitalisierung von Banken infolge der Erfahrungen aus der
Finanzmarktkrise. Auch in anderen Bereichen besteht erheblicher struktureller Anpassungsbedarf. In einigen Ländern müssen nach
dem Platzen der Immobilienblase die Kapazitäten in der Bauindustrie und die hohen Verschuldungsquoten im Privatsektor
zurückgeführt werden, wodurch das Wachstumspotenzial gedämpft wird. Die in vielen Industrieländern vorerst wohl weiter merklich
steigenden Arbeitslosenquoten sind ein zusätzlicher konjunktureller Hemmschuh. Weitere Rückschläge sind durch die anhaltend hohe
Unsicherheit an den Finanzmärkten und mögliche Verzögerungen beim Abbau der weltwirtschaftlichen Ungleichgewichte zu erwarten.
Die Fiskalpolitik der westlichen Industrieländer - insbesondere der europäischen - ist infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise von
massiven Defiziten der Staatshaushalte geprägt. In der Konsequenz ist in zahlreichen Ländern die Staatsverschuldung massiv
gestiegen. Alles in allem erwartet die KfW, dass sich die seit dem Frühsommer 2009 in Gang gekommene weltwirtschaftliche Erholung
fortsetzen, das Expansionstempo aber verhalten bleiben wird und die Risiken für eine nachhaltige Erholung immer noch sehr groß
sind.
Auch die deutsche Wirtschaftsentwicklung dürfte 2010 und 2011 aufwärtsgerichtet sein, das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 wird
das reale Bruttoinlandsprodukt aber innerhalb dieses Zeitraums noch nicht wieder erreichen. Die konjunkturelle Grunddynamik ist
dabei voraussichtlich eher schwach, da mittelfristig zahlreiche dämpfende Faktoren wohl dominieren. So verhindert insbesondere die
weiterhin sehr hohe Unterauslastung der Produktionskapazitäten eine dynamische Investitionstätigkeit der Unternehmen und lässt
zugleich einen spürbaren Zuwachs der bisher nur moderat gestiegenen Arbeitslosigkeit befürchten. Dies dürfte den privaten Konsum
gerade in einem Zeitraum belasten, in dem die bislang noch starken geldpolitischen und fiskalischen Impulse allmählich abzuebben
beginnen. Besonders ab 2011 steigt der Druck, die krisenbedingt deutlich gestiegenen Staatsdefizite zurückzuführen. Außerdem fehlt
mit dem US-amerikanischen Konsum ein wesentlicher globaler Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, da die hoch verschuldeten
privaten Haushalte in den USA dem Schuldenabbau noch auf Jahre hinaus eine sehr hohe Priorität beimessen dürften. Hierdurch
entsteht anhaltender Druck auf die noch auf absehbare Zeit unterausgelasteten globalen Produktionskapazitäten und damit auch -
direkt und indirekt - auf den deutschen Export, der neben hochwertigen Konsumgütern schwerpunktmäßig Investitionsgüter für den
Aufbau des weltweiten Kapitalstocks umfasst. Deshalb steht infrage, ob Deutschland künftig in vergleichbarem Ausmaß wie vor der
Krise auf starke Wachstumsbeiträge aus dem Außenhandel bauen kann. Zudem sind mögliche Friktionen im Kreditangebot aufgrund

der wirtschaftlichen Belastungen inländischer Banken, der regulatorischen Anforderungen an das Bankensystem sowie der
Konsolidierung des Bankensystems als potenzieller konjunktureller Belastungsfaktor zu beachten.
Die Konjunkturprognosen stehen nach Einschätzung der KfW aufgrund der noch nicht vollständig ausgestandenen Finanzmarktkrise
und der Unsicherheit über das künftige globale Wachstumsmodell weiterhin unter einem stark erhöhten Risiko.
Risikoseitig ist insgesamt weiterhin von spürbaren Auswirkungen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf das KfW-Kreditportfolio
auszugehen. Trotz des verhaltenen Wirtschaftsaufschwungs ist mit weiteren Ratingverschlechterungen und Ausfällen im
Unternehmenssektor zu rechnen. Insbesondere in den einzelnen von der Krise besonders betroffenen Branchen, wie z. B. Schifffahrt
und Luftfahrt, geht die KfW von erhöhten Risiken aus. Die KfW hat auf die erhöhten Gefährdungspotenziale mit entsprechenden
Neugeschäftsrestriktionen bzw. erhöhten Besicherungsanforderungen für risikoseitig kritische Länder bzw. Branchen reagiert. Weiter
hat die KfW bei der Dotierung ihrer Vorsorge im Kreditgeschäft die Risiken aus der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise für die kritischen
Segmente berücksichtigt.
Die Finanzindustrie wird 2010 weiterhin mit den Folgen der Finanzmarktkrise zu kämpfen haben. Dabei verlagert sich der
Problemfokus zunehmend auf das Kreditgeschäft der Banken. Infolge der wirtschaftlichen Rezession ist hier von steigenden
Abschreibungen und damit von signifikanten Belastungen für die Ertragslage auszugehen. Während die systemrelevanten Großbanken
der Industrienationen in Westeuropa und Nordamerika diese Belastungen weitestgehend verkraften können und im Zweifel auch von
staatlichen Stützungsmaßnahmen profitieren, werden die ausschließlich regional agierenden Banken und die Spezialbanken (vor allem
Hypothekenbanken) wahrscheinlich stärker unter den steigenden Ausfallproblemen leiden. Auch 2010 könnten in einzelnen
Segmenten krisenhafte Szenarien entstehen. Außerdem sind weitere Insolvenzen im Finanzsektor nicht ausgeschlossen.
Ein wesentlicher Faktor für die schwerste Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise seit 80 Jahren war das Platzen der Immobilienblasen in
einigen Industrieländern. Vor allem die Immobilienmärkte in den USA, Großbritannien und Spanien, aber inzwischen auch in den
Vereinigten Arabischen Emiraten sind hiervon betroffen. Sehr wahrscheinlich wird sich die bereits 2009 sichtbare Verschlechterung im
gewerblichen Immobiliensektor 2010 fortsetzen. Die Auswirkungen auf die Finanzindustrie in diesen Ländern werden weiterhin
deutlich spürbar sein. Insbesondere in Spanien steht der Sparkassensektor deshalb vor einer stärkeren Konsolidierung.
Die osteuropäischen Bankensysteme bleiben 2010 krisenanfällig, allerdings haben sich die Befürchtungen über ein Zusammenbrechen
osteuropäischer Finanzmärkte bisher nicht bewahrheitet. Die Auswirkungen ungelöster struktureller Probleme, aber auch die teilweise
begrenzte staatliche Unterstützungsbereitschaft und -fähigkeit stellen dabei ein erhöhtes Risiko für die Banken dar.
Die diskutierten höheren Eigenkapitalanforderungen für Banken könnten zu einer stärkeren Geschäftsselektion bzw. zu einem
sensibleren Umgang mit dieser Ressource führen und weitere Kapitalerhöhungen notwendig machen. Der durch die EU-Kommission
bereits bei einigen Landesbanken vorgegebene Veränderungsprozess wird auch 2010 den deutschen Finanzsektor prägen.
Die Risikokonzentrationen im Finanzsektor werden durch Fusionen in der Finanzindustrie voraussichtlich zunehmen. Diese können für
die ökonomische Risikotragfähigkeit der KfW steigende Eigenkapitalanforderungen zur Folge haben. Die KfW setzt zur Abschätzung
der Auswirkungen solcher Szenarien Stresstests ein.
In ihrer operativen Tätigkeit wird die KfW den in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg weiterverfolgen. Zentrale
Herausforderungen sind neben der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise und der Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Unternehmen der
Klimawandel, die Energie- und Ressourcenverknappung, der demografische Wandel und die fortschreitende Globalisierung. Dabei gilt
es, die inländische Wirtschaft zu stabilisieren, aber auch die Auswirkungen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf die Entwicklungs
- und Schwellenländer abzufedern.
Im Inlandsgeschäft wird die KfW in den kommenden Jahren die Wirtschaft in Deutschland mit den Förderprogrammen der Mittelstands
-, Privatkunden- und Kommunalbank weiterhin nachhaltig unterstützen. In der Mittelstandsbank fördert die KfW mit einem breit
gefächerten Angebot Freiberufler und mittelständische Unternehmen bei der Finanzierung von Gründungen, Investitionen und
Innovationen. Entsprechend ihrem Finanzierungsbedarf kann diese Zielgruppe Kredite, Mezzanine- oder Beteiligungskapital in
Anspruch nehmen. Im gewerblichen Umweltschutz stellen die Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkte Einsatz erneuerbarer
Energien weiterhin besondere Schwerpunkte dar.
Im Rahmen des "KfW-Sonderprogramms", das auf Mittelständler sowie größere Unternehmen ausgerichtet ist, werden strukturell
gesunde Unternehmen, die durch die aktuelle Krise negativ betroffen sind, aber als zukunftsfähig eingeschätzt werden, finanziert.
Bei der KfW Privatkundenbank liegt der Fokus der Förderung weiterhin auf dem energieeffizienten Bauen und Sanieren im
Wohnungsbereich. Neben der nachhaltigen Reduzierung von CO
2
-Emissionen und der Einsparung fossiler Brennstoffe werden auch
2010 kräftige Wachstumsimpulse erwartet, die insbesondere dem Mittelstand und kleinen Handwerksunternehmen zugutekommen.
Die 2009 eingeführte Programmvariante zur Förderung von Maßnahmen zur Barrierereduzierung im Wohnungsbestand ("Altersgerecht
Umbauen") will die KfW nachhaltig im Markt etablieren und weiterentwickeln.
Mit den Programmen im Förderfeld Bildung ermöglicht die KfW insbesondere die einkommensunabhängige kreditbasierte Finanzierung
des Erststudiums sowie der beruflichen Weiterbildung zum Meister. Damit unterstützt die KfW den von der Bundesregierung im
Koalitionsvertrag vereinbarten Ausbau der "Bildungsrepublik Deutschland".
Um auch in Zeiten der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise dringend notwendige Wachstumsimpulse zu setzen, soll die
Förderung von Infrastrukturvorhaben im Rahmen des Kommunalkreditgeschäfts der KfW im Jahr 2010 zum Teil mit Unterstützung
durch den Bund fortgeführt werden. Auch im Geschäftssegment Globaldarlehen Inland und Europa und in der Zusammenarbeit mit
den Landesförderinstituten wird die KfW weiterhin ein zuverlässiger Finanzierungspartner sein.
Wegen der vielfältigen Einflussfaktoren lässt sich das Fördervolumen nur grob abschätzen; für das Inlandsgeschäft geht die KfW für
das Jahr 2010 von einem Zusagevolumen in der Größenordnung von 50 Mrd. EUR aus.
Für den Verbriefungsmarkt rechnet die KfW im Jahr 2010 nur dann mit einer Wiederbelebung, wenn es gelingt, das Vertrauen der
Investoren nachhaltig zurückzugewinnen. Dies ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Banken mittels der Kreditverbriefung
Kreditrisiken an den Kapitalmarkt transferieren können und so Spielraum für die Neukreditvergabe gewinnen.
Ein wichtiger Baustein für die Rückgewinnung des Investorenvertrauens könnte die Etablierung eines Premiummarktsegments für
deutsche Qualitätsverbriefungen darstellen. Diese Premiumverbriefungen müssen zahlreiche Qualitätsstandards erfüllen, die sich
gerade in der Finanzmarktkrise bewährt haben. Hierzu zählen u. a. Verbriefungen nur aus der Bilanz der Banken, ein angemessener

Risikoeinbehalt der verbriefenden Bank, einfache und überschaubare Strukturen (Verbot sogenannter Wiederverbriefungen) und ein
öffentlich zugängliches und weitgehend standardisiertes Reporting. Für die Umsetzung des Premiummarktsegments setzt sich die KfW
zusammen mit anderen Banken und der True Sale International (TSI) ein.
Verbriefungen erfüllen aus Sicht der KfW eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Mit ihren qualitativ hochwertigen
Verbriefungsprodukten möchte die KfW im Jahr 2010 die Kreditvergabe für den deutschen Mittelstand und den deutschen
Wohnungsbau weiter unterstützen; angesiedelt sind diese Kreditverbriefungen im Geschäftsbereich Finanzmärkte.
Vor dem Hintergrund der prognostizierten weltweiten Konjunkturentwicklung rechnet die KfW IPEX-Bank für die Export- und
Projektfinanzierung in ihren Kernmärkten mit einer anhaltend verhaltenen Finanzierungsnachfrage, weil ihre Kunden geplante
Investitionen und Infrastrukturprojekte verschieben werden. Das betrifft u. a. die Handelsschifffahrt und den Automobilbau. In den
Sektoren Energie und Umwelt erwartet die KfW IPEX-Bank jedoch eine stabile oder sogar steigende Finanzierungsnachfrage. Hier
werden die Selbstverpflichtungen vieler Länder zum Klimaschutz und damit zur Erhöhung der Energieeffizienz und zum Einsatz
erneuerbarer Energien eine zunehmende Investitionsbereitschaft bedingen.
Das insgesamt zur Verfügung stehende Finanzierungsangebot der Kreditbanken wird auch angebotsseitig Restriktionen unterliegen,
denn krisenbedingt hat sich die Risikobewertung des Kreditbestandes im Durchschnitt verschlechtert. Dadurch ergeben sich für diese
Banken auch 2010 erhöhte Eigenkapitalanforderungen im gesamten Kreditportfolio. Als Konsequenz erwartet die KfW IPEX-Bank, dass
weniger Banken als vor der Finanzmarktkrise für größere mittel- und langfristige Finanzierungsprojekte als Co-Finanzierer oder
Syndizierungspartner zur Verfügung stehen und der Wettbewerb um gut besicherte Strukturen anhalten wird. Vorstehende
Restriktionen betreffen auch die KfW IPEX-Bank und erfordern eine gezielte Neugeschäftssteuerung. Aufgrund des gesetzlichen
Auftrags der KfW steht die KfW IPEX-Bank als Arrangeur mittel-und langfristiger Finanzierungen im Interesse der deutschen und
europäischen Wirtschaft zur Verfügung.
Unter Berücksichtigung obiger Rahmenbedingungen wird sie sich in ihrem Neugeschäft weiterhin auf gut besicherte
Finanzierungsstrukturen konzentrieren und rechnet für 2010 mit einem gegenüber dem Vorjahr vergleichbaren Neugeschäftsvolumen
von etwa 8 Mrd. EUR.
Im Geschäftsfeld Förderung Entwicklungs- und Transformationsländer sind die Geschäftsaktivitäten der KfW Entwicklungsbank, des
KfW-Klimaschutzfonds und der DEG zusammengefasst. Die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hat auch in vielen Entwicklungs- und
Schwellenländern deutliche Spuren hinterlassen und droht bislang erreichte Fortschritte bei der Armutsbekämpfung
zunichtezumachen. Unvermindert hoch ist daher die Nachfrage der Partnerländer nach Finanzierungs- und Beratungsangeboten der
KfW Entwicklungsbank, die aufgrund ihres langfristigen Engagements für die Partnerländer ein wichtiger Stabilitätsfaktor bei der
Bewältigung der krisenbedingten Auswirkungen ist. Die KfW Entwicklungsbank wird daher 2010 ihre Förderung der Entwicklungsländer
auf dem hohen Niveau der Vorjahre fortsetzen und die Bundesregierung weiterhin durch den Einsatz eigener Mittel für die
Entwicklungsfinanzierung bei der Erfüllung ihrer internationalen Hilfszusagen (Official Development Assistance) unterstützen.
Gleichzeitig wird der Einsatz KfW-eigener Mittel für Finanzierungen in Schwellen- und Transformationsländern der Bundesregierung
auch künftig erlauben, ihre knappen Haushaltsmittel gezielt für die direkte Armutsbekämpfung in den bedürftigsten
Entwicklungsländern einzusetzen. Der Auf- und Ausbau des Finanzsektors, die Förderung des Wassersektors und der Klima- und
Umweltschutz zählen zu den Kernkompetenzen und Schwerpunktbereichen, in denen sich die KfW Entwicklungsbank auch künftig
engagieren wird. Die internationale Klimafinanzarchitektur ist zentrales Zukunftsthema der KfW Entwicklungsbank. Als Umwelt- und
Klimabank des Bundes wird sie ihr Profil in diesem Bereich weiter schärfen, ihr Förderangebot entsprechend ausbauen und die in den
Vorjahren gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dem Bundesministerium
für Umwelt aufgesetzten Initiativen fortführen. Auch mit dem Auswärtigen Amt wird die KfW Entwicklungsbank ihre Zusammenarbeit
intensivieren. Zur Bewältigung der globalen Herausforderungen kommt es heute mehr denn je darauf an, Kompetenzen zu bündeln
und Synergien zu heben. Die KfW Entwicklungsbank hat und wird sich auch weiterhin sowohl innerhalb der deutschen wie auch der
europäischen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit aktiv für eine sinnvolle und effiziente Verknüpfung ihres Engagements
mit dem anderer Geberinstitutionen im Sinne der Paris und Accra Agenda einsetzen.
Vor dem Hintergrund der hohen Nachfrage der Partnerländer erwartet die KfW Entwicklungsbank für 2010 eine Steigerung ihrer
Neuzusagen um gut 20 % auf 4,3 Mrd. EUR.
Das Umfeld des KfW-Klimaschutzfonds wird 2010 stark durch den weiteren Fortgang der internationalen Klimaschutzverhandlungen
geprägt sein. Die Klimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember des vergangenen Jahres hat hier nicht die von den Marktteilnehmern
gewünschten klaren Weichenstellungen für die internationalen Zertifikatemärkte gebracht. Viel wird vom weiteren Fortgang der
internationalen Verhandlungen abhängen, aber auch von den bilateralen Bemühungen der wichtigsten Länder und Regionen. Mit der
Europäischen Investitionsbank hat die KfW 2009 ein weiteres Kaufprogramm für Emissionsgutschriften aus Projekten aufgelegt.
Dieses Programm hat insbesondere zum Ziel, Klimaschutzprojekte in ärmeren Entwicklungsländern und innovative Programmansätze
zu fördern. In diesem Rahmen ist ein moderater Ausbau der Kaufaktivitäten für Emissionsgutschriften aus Projekten und Programmen
geplant.
Die Bedeutung der Förderung unternehmerischer Entwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern ist durch die Finanzmarkt- und
Wirtschaftskrise sowie durch die Kreditverknappung weiter gestiegen. Nachdem die DEG 2009 ihrer besonderen Rolle als verlässlicher
Partner ihrer Kunden in der Krise gerecht geworden ist, geht sie 2010 von einer konjunkturellen Erholung der Märkte in ihren
Partnerländern und einer steigenden Nachfrage nach ihren langfristigen Risikokapitalfinanzierungen aus. So plant die DEG für 2010
eine Steigerung ihres Neugeschäftsvolumens um 10 % auf 1,1 Mrd. EUR. Dabei wird die DEG die quantitative und qualitative
Förderung der Privatwirtschaft in ihren Partnerländern zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen weiter ausbauen,
insbesondere durch die Förderung mittelständischer Unternehmen und des Klimaschutzes, die Zusammenarbeit mit deutschen
Unternehmen (vor allem in Afrika) und durch die Bereitstellung von Risikokapitalfinanzierungen für unternehmerische Investitionen.
Die KfW hält im Zuge der Privatisierungsgeschäfte mit dem Bund weiterhin Anteile an der Deutschen Telekom AG, Bonn, (2009: 16,9
%) und der Deutschen Post AG, Bonn, (2009: 30,5 %). Die Durchführung weiterer Privatisierungstransaktionen erfolgt unter
Berücksichtigung der jeweiligen Marktbedingungen und strategischer Vorgaben des Bundes.
Für die beiden kommenden Jahre rechnet die KfW weiter mit einem hohen Refinanzierungsvolumen. Für das Geschäftsjahr 2010 sind
70 bis 75 Mrd. EUR geplant. Haupttreiber ist das erwartete hohe Fördervolumen, auch durch den Beitrag der KfW im Rahmen der
verschiedenen konjunkturfördernden Maßnahmenpakete der Bundesregierung.
Die KfW geht davon aus, dass die Normalisierung des Kapitalmarktumfeldes im Prognosezeitraum weiter voranschreitet. Gleichwohl ist
ein Rückschlagspotenzial durch mögliche realwirtschaftliche Auswirkungen der Finanzkrise nicht auszuschließen. Aufgrund der

anhaltend hohen Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten sowie eines erwarteten großen Angebots insbesondere an
europäischen Staatsanleihen rechnet die KfW im Bereich der Refinanzierung mit einem anhaltend herausfordernden
Wettbewerbsumfeld im Jahr 2010.
Die KfW wird zur Mittelaufnahme auf ihre bewährte Mischung aus Benchmark-Anleihen, anderen öffentlichen Anleihen sowie
Privatplatzierungen zurückgreifen; die Bedeutung der Benchmark-Programme wird weiterhin hoch bleiben. Es ist zu erwarten, dass bei
einer weiteren Entspannung an den internationalen Kapitalmärkten die Nachfrage der Investoren nach den globalen
Reservewährungen Euro und US-Dollar anhält und die Nachfrage nach anderen Währungen sich wieder belebt. Auch strukturierte
Anleihen dürften in ihrer Bedeutung für die Refinanzierung der KfW wieder zunehmen.
Die Handlungsmaximen für die KfW werden unverändert sein: Beständigkeit und Verlässlichkeit beim Agieren auf den Finanzmärkten
sowie größtmögliche Transparenz in der Kommunikation mit den Marktteilnehmern.
Für das Jahr 2010 geht die KfW in ihrer aktuellen Ergebnisplanung für den Konzern von einem Gesamtergebnis von rund 1 Mrd. EUR
aus. Maßgebliche Grundannahmen der Ergebnisprognose sind eine erwartete leichte konjunkturelle Erholung mit bestenfalls leicht
steigenden Zinssätzen bei weiterhin steiler Zinsstruktur. Im kurzfristigen Laufzeitenbereich wird mit einer Normalisierung der 2009
gesehenen besonders günstigen Einstandskonditionen gerechnet. Insgesamt geht die KfW von Rahmenbedingungen aus, die zwar zu
Rückgängen im Zinsüberschuss führen. Diese Schlüsselgröße des operativen Ergebnisses des KfW-Konzerns wird aber auch für 2010
auf hohem Niveau erwartet. Der Entwicklung im Zinsergebnis stehen ein voraussichtlich etwas geringerer Kreditrisikovorsorgebedarf
und Verbesserungen im Bewertungsergebnis gegenüber. Die Verwaltungskosten werden im Jahr 2010 auf dem Niveau von 2009
erwartet.
In einem Szenario, in dem die Wirtschaft entgegen den Erwartungen erneut in eine Rezession abgleitet, geht die KfW gegenüber dem
erwarteten Szenario von stabilen niedrigen Zinsen aus. Der rezessionsbedingte Anstieg des Wertberichtigungsbedarfs im
Kreditgeschäft würde somit voraussichtlich durch ein höheres Zinsergebnis kompensiert werden. Dagegen würde in einem Szenario
mit einer unerwartet dynamischen Konjunkturerholung und steigenden Zinsen das Zinsergebnis niedriger ausfallen. In diesem Fall
werden aber auch deutlich sinkende Kreditausfälle erwartet, die stabilisierend auf die Ertragslage wirken.
Aufgrund der aktuell noch anhaltenden Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise ist die Prognose nach wie vor durch ein hohes Maß an
Unsicherheit geprägt. Diese besteht insbesondere in der Entwicklung der Zins- und Wechselkurse, die maßgeblich den Ergebnisbeitrag
des Zinsüberschusses beeinflusst, und im Bewertungsergebnis. Für Letzteres ist aufgrund der Unsicherheit über die
Marktpreisentwicklung für Wertpapiere auch weiterhin mit höheren Ergebnisvolatilitäten zu rechnen. Daneben können sich auch
künftig wirtschaftlich nicht begründete Ergebnisschwankungen aus der IFRS-konformen Abbildung von Sicherungsbeziehungen
ergeben, die unter ökonomischen Gesichtspunkten jedoch unbegründet sind.
2010 und voraussichtlich auch im Folgejahr rechnet die KfW nicht mit einem nennenswerten Personalwachstum. Die KfW wird aber
weiterhin im bisherigen Umfang Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, um damit der Verantwortung gegenüber der jungen
Generation in besonderer Weise nachzukommen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Verwaltungsrat und der Vorstand erkennen die Grundsätze des Public Corporate Governance Kodex des Bundes (PCGK) an und
streben die schnellstmögliche Umsetzung für die KfW an. Hierzu werden beide Gremien - soweit noch nicht geschehen - zeitnah die in
ihrer Kompetenz liegenden erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Der Verwaltungsrat und der Vorstand erklären, erstmals für das
Geschäftsjahr 2010 eine jährlich zu erneuernde Entsprechungserklärung zur Einhaltung der Empfehlung abzugeben und eventuelle
Abweichungen in einem Corporate-Governance-Bericht offenzulegen und zu erläutern.
Konzernabschluss
Gesamtergebnisrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinserträge
(27)
18.017
28.590
-10.573
Zinsaufwendungen
(27)
15.363
26.671
-11.308
Zinsüberschuss
2.654
1.919
735
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(11), (14), (28)
-972
-2.139
1.167
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
1.682
-220
1.902
Provisionserträge
(29)
430
406
24
Provisionsaufwendungen
(29)
144
188
-44
Provisionsüberschuss
286
218
68
Ergebnis aus dem Hedge Accounting
(8), (30)
-313
-309
-4
Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente
(11), (31)
368
-1.438
1.806
Ergebnis aus Finanzanlagen
(15), (32)
-120
-1.974
1.854
Verwaltungsaufwand
(33)
742
646
97
Sonstiges betriebliches Ergebnis
(11), (34)
23
1.536
-1.513
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
1.184
-2.832
4.016
Ertragsteueraufwand
(35)
57
-89
146
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
3.870
Gesamtergebnisrechnung

Anhang
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
3.870
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
(15), (36)
285
-463
748
Sonstiges Ergebnis aus latenten Steuern auf
Finanzinstrumente
(19), (36)
-17
4
-20
Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
(4), (15), (36)
-7
0
-7
Sonstiges Ergebnis gesamt
261
-460
721
Konzernergebnis
1.388
-3.203
4.591
Das Sonstige Ergebnis umfasst die in den Neubewertungsrücklagen erfassten Erträge und Aufwendungen.
Darstellung der enthaltenen Umgliederungen in der Gewinn- und Verlustrechnung
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Umgliederungen aus Finanzinstrumenten
135
327
-191
Umgliederungen aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
-1
0
-1
Gesamt
134
327
-193
Die dargestellten Umgliederungen resultieren aus Erträgen und Aufwendungen, die in der Berichtsperiode erfolgswirksam in der
Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt wurden und die zuvor erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfasst waren.
Darunter fällt auch die Amortisierung von Neubewertungsrücklagen aus der Umgliederung von Finanzanlagen aus der
Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Kredite und Darlehen. In
der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmte Erträge sind mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, Aufwendungen weisen ein
positives Vorzeichen auf.
Bilanz
Aktiva
Anhang
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Barreserve
(39)
337
99
238
Forderungen an Kreditinstitute
(10), (13), (40)
241.559
223.462
18.097
Forderungen an Kunden
(10), (11), (13),
(41)
99.376
104.444
-5.068
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(11), (14), (42)
-6.904
-7.604
700
Wertanpassungen aus dem Macro Fair Value Hedge
Accounting
(8), (43)
6.751
5.451
1.300
Derivate im Hedge Accounting
(8), (44)
14.622
13.028
1.594
Sonstige Derivate
(9), (10), (45)
5.023
8.709
-3.685
Finanzanlagen
(15), (16), (46)
36.709
44.228
-7.519
Sachanlagen
(17), (47)
876
871
4
Immaterielle Vermögenswerte
(18), (48)
44
62
-17
Sonstige Aktiva
(19), (49)
1.691
2.077
-386
Gesamt
400.084
394.826
5.258
Passiva
Anhang
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(10), (20), (50)
8.095
11.788
-3.693
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(10), (20), (51)
23.734
31.306
-7.572
Verbriefte Verbindlichkeiten
(20), (52)
321.429
302.559
18.870
Wertanpassungen aus dem Macro Fair Value Hedge
Accounting
(8), (53)
27
13
14
Derivate im Hedge Accounting
(8), (54)
19.476
10.997
8.479
Sonstige Derivate
(9), (10), (55)
6.838
19.104
-12.266
Rückstellungen
(14), (21), (56)
2.065
1.728
336
Sonstige Passiva
(19), (57)
2.052
2.351
-299
Nachrangkapital
(22), (58)
3.247
3.247
0
Eigenkapital
(23), (59)
13.121
11.733
1.388
Eingezahltes gezeichnetes Kapital
3.300
3.300
0
Kapitalrücklage
5.947
6.254
-307
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
893
848
45
Gewinnrücklagen
4.725
5.269
-544
Fonds für allgemeine Bankrisiken
46
50
-4
Neubewertungsrücklagen
(15)
-290
-551
261
Bilanzverlust
-1.499
-3.436
1.937
Gesamt
400.084
394.826
5.258

Entwicklung des Eigenkapitals
Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2009
Stand 01.01.2009
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2009
Mio. EUR
Stand 31.12.2009
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital
3.750
0
0
3.750
abzüglich ausstehender nicht eingeforderter
Einlagen
-450
0
0
-450
Kapitalrücklage
6.254
-307
0
5.947
darunter Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.650
0
0
4.650
Rücklage aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
848
0
45
893
Gewinnrücklagen
5.269
34
-578
4.725
Gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.574
0
0
1.574
Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
1.893
34
0
1.928
Sonderrücklage abzüglich Sonderverlustkonto
aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4
des D-Mark-Bilanz-Gesetzes
21
0
0
21
Andere Gewinnrücklagen
1.780
0
-578
1.202
Fonds für allgemeine Bankrisiken
50
0
-4
46
Neubewertungsrücklagen
-551
261
-290
Bilanzverlust
-3.436
272
1.664
-1.499
Eigenkapital
11.733
0
1.388
13.121
Die Stärkung der Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens der KfW erfolgt auf Basis vertraglicher Vereinbarungen. Der
Jahresüberschuss der KfW in Höhe von 1.664 Mio. EUR verringert den aus dem Geschäftsjahr 2008 vorgetragenen Bilanzverlust; in
diesem Zusammenhang wurde zudem der Fonds für allgemeine Bankrisiken um 4 Mio. EUR reduziert. Darüber hinaus werden
Kapitalrücklagen der KfW in Höhe von 307 Mio. EUR mit dem Bilanzverlust bzw. der Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
verrechnet.
Der Unterschiedsbetrag zum Konzernergebnis wird den Anderen Gewinnrücklagen bzw. - soweit erfolgsneutral abzubilden - den
Neubewertungsrücklagen zugeordnet.
Entwicklung der Neubewertungsrücklagen im Geschäftsjahr 2009
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Effekte aus
latenten Steuern
Mio. EUR
Nach der Equity-
Methode
bilanzierte
Unternehmen
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Stand 01.01.2009
-557
2
4
0
-551
A. Erfolgswirksame
Veränderung
Minderung wegen
Abgängen
0
0
0
0
0
Erhöhung wegen
Abgängen
10
0
-1
0
9
Entnahmen wegen
Wertminderungen
(Impairment)
0
0
0
0
0
Amortisierung nach
Umwidmungen
125
0
0
0
125
Summe erfolgswirksame
Veränderung
136
0
-1
0
134
B. Erfolgsneutrale
Veränderung
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
wegen Zuschreibungen
(Impairment Reversal)
nur für
Eigenkapitalinstrumente
0
20
0
0
20
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
aufgrund von
Veränderungen
beizulegender Zeitwerte
129
0
-15
-7
107

Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Effekte aus
latenten Steuern
Mio. EUR
Nach der Equity-
Methode
bilanzierte
Unternehmen
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Summe erfolgsneutrale
Veränderungen
129
19
-15
-7
126
Wechselkursänderungen
1
0
0
0
1
Stand 31.12.2009
-291
21
-13
-7
-290
Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2008
1)
Stand 01.01.2008
Mio. EUR
Eigentümerbezogene
Kapitalveränderungen
Mio. EUR
Verwendung
Konzernergebnis
2008
Mio. EUR
Stand 31.12.2008
Mio. EUR
Gezeichnetes Kapital
3.750
0
0
3.750
abzüglich ausstehender nicht eingeforderter
Einlagen
-450
0
0
-450
Kapitalrücklage
6.254
0
0
6.254
darunter Förderrücklage des ERP-
Sondervermögens
4.650
0
0
4.650
Rücklage aus Mitteln des ERP-
Sondervermögens
804
0
43
848
Gewinnrücklagen
5.862
0
-594
5.269
Gesetzliche Rücklage gemäß § 10 Abs. 2 KfW-
Gesetz
1.574
0
0
1.574
Sonderrücklage gemäß § 10 Abs. 3 KfW-Gesetz
1.893
0
0
1.893
Sonderrücklage abzüglich Sonderverlustkonto
aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4
des D-Mark-Bilanz-Gesetzes
21
0
0
21
Andere Gewinnrücklagen
2.374
0
-594
1.780
Fonds für allgemeine Bankrisiken
200
0
-150
50
Neubewertungsrücklagen
-92
-460
-551
Bilanzverlust
-1.393
0
-2.043
-3.436
Eigenkapital
14.936
0
-3.203
11.733
Entwicklung der Neubewertungsrücklagen im Geschäftsjahr 2008
Schuldverschreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
Mio. EUR
Beteiligungen
Mio. EUR
Effekte aus
latenten Steuern
Mio. EUR
Summe
Mio. EUR
Stand 01.01.2008
-125
34
-1
0
-92
A. Erfolgswirksame
Veränderung
Minderung wegen
Abgängen
0
-2
0
0
-3
Erhöhung wegen
Abgängen
33
0
0
0
33
Entnahmen wegen
Wertminderungen
(Impairment)
244
29
1
0
274
Amortisierung nach
Umwidmungen
23
0
0
0
23
Summe erfolgswirksame
Veränderung
299
27
1
0
327
B. Erfolgsneutrale
Veränderung
Veränderungen der
Neubewertungsrücklagen
aufgrund von
Veränderungen
beizulegender Zeitwerte
-731
-62
0
4
-789
Summe erfolgsneutrale
Veränderungen
-731
-62
0
4
-789
Wechselkursänderungen
1
2
0
0
2
Stand 31.12.2008
-557
2
0
4
-551
Kapitalflussrechnung

2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Konzerngewinn/-verlust
1.127
-2.743
Im Konzerngewinn/-verlust enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf
den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Forderungen, Sach- und
Finanzanlagen sowie Veränderungen der Rückstellungen im Kreditgeschäft
1.169
2.730
Veränderung der sonstigen Rückstellungen
305
534
Gewinn und Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen
-3
-17
Sonstige Anpassungen
-3.374
623
Zwischensumme
-775
1.127
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit
nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute
-18.098
-17.722
Forderungen an Kunden
3.654
-6.984
Wertpapiere
7.854
863
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit
1.775
-22.384
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
-3.693
4.331
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-7.572
-11.725
Verbriefte Verbindlichkeiten
18.870
42.244
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit
-4.152
9.377
Erhaltene Zinsen und Dividenden
18.017
28.590
Gezahlte Zinsen
-15.363
-26.671
Ertragsteuerzahlungen
-10
-58
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
507
988
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Sachanlagevermögen
24
9
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen (Beteiligungen)
-197
-307
Sachanlagevermögen
-96
-117
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-269
-416
Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit
0
-500
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
0
-500
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
99
26
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
507
988
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-269
-416
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
0
-500
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
337
99
1)
Anpassung der Vorjahreszahlen aufgrund geänderter Bilanzierungsmethodik wird in der Note 2 dargestellt.
Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand bei der Darstellung der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 entspricht dem Bilanzposten
Barreserve und umfasst somit den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Zentralnotenbanken.
In der Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes des Geschäftsjahres durch die Zahlungsströme aus
der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit dargestellt.
Der Posten Sonstige Anpassungen enthält im Wesentlichen die Bereinigung um den Zinsüberschuss in Höhe von -2.654 Mio. EUR
sowie um Ergebnisse aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente in Höhe von -582 Mio. EUR. Darüber hinaus sind
Wechselkursänderungen in Höhe von -144 Mio. EUR enthalten.
Hinsichtlich des Liquiditätsrisikomanagements des KfW-Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen zum Liquiditätsrisiko im
Konzernlagebericht.
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(1) Grundlagen der Konzernrechnungslegung
Die KfW ist die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland und wurde 1948 als eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in
Frankfurt am Main gegründet.
Die KfW bildet zum Abschlussstichtag zusammen mit sechs Tochtergesellschaften und vier Spezialfonds (Wertpapiersondervermögen),
die vollkonsolidiert werden, den Konzern. Zwei Gemeinschaftsunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen werden nach der Equity
-Methode einbezogen.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 ist gemäß § 315 a Abs. 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) als verpflichtender Konzernabschluss gemäß Art. 4 der Verordnung (EG) Nr.
1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 sowie weiterer Verordnungen zur

Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Maßgeblich sind diejenigen Standards und
Interpretationen, die zum Abschlussstichtag veröffentlicht und von der EU übernommen wurden.
Die ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, die auch für den IFRS-Konzernabschluss gelten, werden
berücksichtigt. Der Konzernlagebericht gemäß § 315 HGB beinhaltet den Risikobericht mit den risikoorientierten Angaben zu
Finanzinstrumenten nach IFRS 7, die Angabe wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 sowie die Angaben zum
Kapital und Kapitalmanagement nach IAS 1.124.
Der Konzernabschluss wird nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und basiert auf dem
Grundsatz der Unternehmensfortführung.
Alle einbezogenen Unternehmen haben ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember 2009 aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen wesentlichen Änderungen stetig
angewandt:
Nutzung der Möglichkeiten zur prospektiven Umwidmung von finanziellen Vermögenswerten gemäß IAS 39 in der Fassung
vom 13. Oktober 2008 mit Beschluss vom 17. Februar 2009 bei einem Teil von den im Konzern der Liquiditätssicherung
dienenden Wertpapieren.
Die ertragswirksame Abgrenzung der im ERP-Wirtschaftsplangesetz festgelegten Förderzuschüsse - die der KfW
zweckbezogen zur Durchführung der ERP-Förderung gewährt werden - erfolgt, sobald die Förderlasten über die Laufzeit der
gewährten Kredite aufwandswirksam werden; bei Entstehen des Anspruchs auf einen Förderzuschuss erfolgt zunächst eine
Passivierung als Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Berichtswährung und funktionale Währung ist der Euro. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in
Millionen Euro (Mio. EUR) angegeben.
Die Bewertung erfolgt grundsätzlich auf Basis der (fortgeführten) Anschaffungskosten mit Ausnahme der folgenden
Finanzinstrumente:
derivative Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;
designierte Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden;
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der Konzernabschluss enthält Werte unter Verwendung von Ermessensentscheidungen bzw. Schätzungen und Annahmen, die im
Einklang mit dem jeweiligen Standard bestmöglich ermittelt werden. Die zukünftig tatsächlich realisierten Beträge können von diesen
Schätzungen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich bei der Ermittlung der Risikovorsorge, dem
Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen inkl. Pensionsverpflichtungen, bei der auf Bewertungsmodellen basierenden Bewertung
von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, der Beurteilung und der Bemessung von außerplanmäßigen Abschreibungen von
Vermögenswerten sowie der Beurteilung der Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern. Die Schätzungen und deren zugrunde
liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft und basieren u. a. auf Erfahrungswerten, einschließlich Erwartungen hinsichtlich
zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen als wahrscheinlich erscheinen. Sofern Schätzungen und deren zugrunde
liegenden Annahmen erforderlich waren, sind die getroffenen Annahmen bei der Erläuterung der entsprechenden Posten dargestellt.
Die KfW geht davon aus, dass es grundsätzlich zu keinen Abweichungen bzw. Schätzunsicherheiten kommt, aus denen wesentliche
Anpassungen der betreffenden Vermögenswerte bzw. Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres resultieren. Im Hinblick auf
die allgemeinen Unsicherheiten an den Finanzmärkten sowie die aktuell schwierige Weltwirtschaftslage kann dies allerdings nicht
vollständig ausgeschlossen werden. Da aber Bewertungsmodelle bei der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden
Zeitwert im Vergleich zum Vorjahr in deutlich reduziertem Umfang genutzt werden, sind diese Risiken geringer als im Vorjahr
einzuschätzen. Aufgrund der zunehmenden Marktliquidität werden Wertpapiere des Konzerns von der KfW nicht mehr mit
Bewertungsmodellen bewertet.
(2) Anpassung von Vorjahresvergleichszahlen aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß IAS
8.14 ff.
Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte die Erfassung des im ERP-Wirtschaftsplangesetz festgelegten Förderzuschusses, der der KfW
zweckbezogen zur Durchführung der ERP-Förderung erstmals gewährt wurde, ertragswirksam im Zinsertrag. Dieser wird nunmehr
bilanziell zunächst als passiver Rechnungsabgrenzungsposten - im Posten Sonstige Passiva - erfasst und erst mit dem
erfolgswirksamen Entstehen der zugrunde liegenden Förderlasten aus den gewährten Krediten im Zinsertrag abgegrenzt. Aufgrund
dieser methodischen Änderung wurden gemäß IAS 8.15 die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.
In den folgenden Tabellen sind die Auswirkungen der geänderten Methodik dargestellt:
Zinsüberschuss gemäß Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2008
Vor Anpassung
Mio. EUR
Anpassung
Mio. EUR
Nach Anpassung
Mio. EUR
Zinserträge
28.677
-87
28.590
Zinsaufwendungen
26.671
0
26.671
Zinsüberschuss
2.006
-87
1.919
Sonstige Passiva und Eigenkapital gemäß Bilanz für das Geschäftsjahr 2008

Vor Anpassung
Mio. EUR
Anpassung
Mio. EUR
Nach Anpassung
Mio. EUR
Sonstige Passiva
2.264
87
2.351
Eigenkapital
11.820
-87
11.733
Eingezahltes gezeichnetes Kapital
3.300
-
3.300
Kapitalrücklage
6.254
-
6.254
Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens
848
-
848
Gewinnrücklagen
5.356
-87
5.269
Fonds für allgemeine Bankrisiken
50
-
50
Neubewertungsrücklagen
-551
-
-551
Bilanzverlust
-3.436
-
-3.436
(3) Beurteilung der Auswirkungen von zukünftig anzuwendenden IFRS/IFRIC
Aus den im Geschäftsjahr 2009 erstmals anzuwendenden Regelungen des geänderten IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" in der
Fassung vom 6. September 2007 und des IFRS 8 "Geschäftssegmente" ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die 2009 seitens der EU neu verabschiedeten und bereits für das Geschäftsjahr 2009 anzuwendenden Standards und Interpretationen
haben keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. für den Konzern keine
Relevanz.
Die bereits von der EU verabschiedeten und mit Wirkung vom Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwendenden Änderungen der
Standards IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (November 2008), IFRS 3
"Unternehmenszusammenschlüsse" (Januar 2008), IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (Januar 2008) und IAS 39
"Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" (Juli 2008) wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet. Materielle Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus diesen Änderungen sind nicht zu erwarten bzw. sie haben für den Konzern
keine Relevanz.
Die bereits von der EU verabschiedeten und mit Wirkung vom Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden Änderungen des IAS
32 "Finanzinstrumente: Darstellung" (Oktober 2009) wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet. Die Änderungen haben für den
Konzern keine Relevanz.
IFRIC 17 "Unbare Ausschüttungen an Anteilseigner" und IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden", die bereits von
der EU verabschiedet wurden und mit Wirkung vom Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzern keine
Relevanz.
(4) Konsolidierungskreis
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss
einbezogen.
Tochterunternehmen werden nach IAS 27 vollkonsolidiert, wenn die KfW direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss auf das
Unternehmen ausüben kann. Die Erstkonsolidierung erfolgt, sobald die Beherrschung ausgeübt werden kann. Die Entkonsolidierung
eines Tochterunternehmens wird vorgenommen, wenn die Beherrschung nicht mehr ausgeübt werden kann.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß IAS 28/IAS 31 einbezogen, sofern ein maßgeblicher Einfluss
oder eine gemeinschaftliche Führung besteht.
Als Zweckgesellschaft wird ein Unternehmen verstanden, das gegründet wird, um ein enges, genau definiertes Ziel zu erreichen. Eine
Zweckgesellschaft wird nach IAS 27/SIC-12 konsolidiert, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung eine Beherrschung vorliegt.
Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist im Anhang unter den Angaben zum Anteilsbesitz dargestellt.
(5) Konsolidierungsgrundsätze
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochterunternehmen unabhängig von der
Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs neu bewertet und in die Konzernbilanz übernommen. Die aufgedeckten stillen Reserven und
Lasten werden entsprechend den anzuwendenden Standards bilanziert. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer
Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Derzeit besteht kein Geschäfts- oder Firmenwert.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge aus Geschäften zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Ebenso werden
Zwischenergebnisse, die zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen angefallen sind, herausgerechnet.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Minderheitenanteile bestehen nicht.
(6) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen
Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die nachfolgenden Erläuterungen geben
eine Übersicht darüber, wie die Vorschriften des IAS 39 umgesetzt werden:
Der erstmalige Ansatz erfolgt bei originären Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag, bei Derivaten zum Handelstag.

Finanzinstrumente sind im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes einer der nachstehend aufgeführten Kategorien zuzuordnen. Die
Folgebewertung ist abhängig von dieser Kategorisierung vorzunehmen:
A. Kredite und Forderungen (loans and receivables),
B. bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte (held to maturity),
C. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (at fair value
through profit or loss),
a. designierte finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (designated at fair value through profit or loss, Fair-Value-
Option),
b. zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (held for trading),
D. zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) oder
E. andere Verbindlichkeiten (other liabilities).
Unter die Kategorie Kredite und Forderungen fallen nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen, sofern für diese kein aktiver Markt besteht. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung
der Effektivzinsmethode. Im Konzern fällt hierunter vor allem das unter den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ausgewiesene
Kreditgeschäft. Der Konzern greift im Kreditgeschäft bei der Selektion der Ausfallkriterien auf die Baseler Definition zurück und
verwendet eine konzernweit einheitliche Ausfalldefinition. Ausfallkriterien sind insbesondere Zahlungsverzug um mehr als 90 Tage
(unter Beachtung einer Marginalitätsgrenze) sowie drohende Nichterfüllung der Zahlungsverpflichtungen bei Indikationen wie Antrag
auf Insolvenz, Material Adverse Change, Distressed Loan Indication, Konvertierungs- und Transferereignis, Debt to Equity Swap,
Stundung/Restrukturierung und Verkauf einer Forderung mit einem erheblichen Verlust.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen sowie einer festen Fälligkeit, die mit der Absicht und Fähigkeit erworben werden, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Diese
Bewertungskategorie wird im Wertpapierportfolio des Konzerns einzelfallbezogen bei Erwerb genutzt. Der Ausweis erfolgt unter den
Finanzanlagen, zu erfassende Wertminderungen und Wertaufholungen sind im Finanzanlageergebnis erfasst. Die Amortisierung von
Agien und Disagien nach der Effektivzinsmethode wird erfolgswirksam im Zinsergebnis ausgewiesen.
Bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann unwiderruflich die Fair-Value-Option genutzt werden, wenn
durch die Einstufung Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz (accounting mismatch) beseitigt oder erheblich
verringert werden können, die sich aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten
oder der Erfassung von Gewinnen oder Verlusten nach unterschiedlichen Bewertungsmethoden ergeben, oder
eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten und/oder finanziellen Verbindlichkeiten gemäß der dokumentierten
Risikomanagement- oder Anlagestrategie gesteuert und ihre Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts
beurteilt wird und die Informationen an Personen in Schlüsselpositionen weitergereicht werden, oder
ein Vertrag ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält, die die Zahlungsströme des Vertrags erheblich ändern, oder
wenn nicht ohne Analyseaufwand ersichtlich ist, dass eine Trennung des eingebetteten Derivats bzw. der eingebetteten
Derivate unzulässig ist.
Die designierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Der Konzern wendet die Fair-Value-Option zur Darstellung von wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen, zur Bilanzierung strukturierter
Produkte, zur bilanziellen Abbildung von Verbriefungstransaktionen, im Beteiligungsgeschäft sowie zur Bilanzierung der
Finanzinstrumente aus Spezialfonds an. Diese Finanzinstrumente werden insbesondere unter den Posten Finanzanlagen,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst, Zinserträge bzw. -
aufwendungen sind im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Die Finanzinstrumente der Kategorie zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben originären Finanzinstrumenten, die mit kurzfristiger
Gewinnerzielungsabsicht kontrahiert werden, auch Derivate. Der Konzern betreibt keine Geschäfte mit kurzfristiger
Gewinnerzielungsabsicht. Die ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossenen Derivate werden dieser Kategorie zugeordnet,
sofern sie nicht im Hedge Accounting nach IAS 39 verwendet werden. Der Ausweis erfolgt unter dem Posten Sonstige Derivate.
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Derivate
im Hedge Accounting werden im gleichnamigen Posten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis
aus dem Hedge Accounting erfasst. Zinserträge bzw. -aufwendungen aus Derivaten werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Alle übrigen finanziellen Vermögenswerte fallen unter die Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Der
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und (fortgeführten) Anschaffungskosten wird so lange erfolgsneutral in einem
gesonderten Posten des Eigenkapitals ausgewiesen, bis der Vermögenswert veräußert wird oder eine erfolgswirksam zu erfassende
Wertminderung eingetreten ist. Dies ist bei Fremdkapitaltiteln der Fall, sofern objektive Hinweise ("Trigger") für eine Wertminderung
vorliegen und diese sich auf die erwarteten künftigen Cashflows auswirken. In Abhängigkeit von der Art des Finanzinstruments sind
spezifische Trigger definiert worden. Beispielsweise können Ereignisse wie Zahlungsverzug ab 30 Tagen, ein Absinken des internen
Ratings auf die Klasse für Non-Performing Loans oder ein deutliches Absinken des Kurswerts als objektive Hinweise auf eine mögliche

Wertminderung gelten. Darüber hinaus ist bei Eigenkapitalinstrumenten bei einem dauerhaften oder signifikanten Unterschreiten der
Anschaffungskosten eine Wertminderung erfolgswirksam zu erfassen. Die Wertminderung eines in diese Kategorie eingestuften
Fremdkapitalinstruments wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, wenn die objektiven Hinweise für eine Wertminderung nicht mehr
vorliegen. Wertminderungen von in diese Kategorie eingestuften Eigenkapitalinstrumenten dürfen nur erfolgsneutral rückgängig
gemacht werden. Eigenkapitalinstrumente, für die eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht möglich ist, werden
zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen werden in diesem Fall nicht
berücksichtigt. Im Konzern werden die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Posten Finanzanlagen
ausgewiesen. Veräußerungserfolge, erfolgswirksam zu erfassende Wertminderungen und Wertaufholungen aus Fremdkapitaltiteln sind
im Finanzanlageergebnis erfasst. Die Amortisierung von Agien und Disagien erfolgt nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam im
Zinsergebnis.
Sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten, für die nicht die Fair-Value-Option genutzt wird, sind als andere Verbindlichkeiten
kategorisiert. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Im Konzern
fallen hierunter Mittelaufnahmen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, den Verbrieften
Verbindlichkeiten und dem Nachrangkapital ausgewiesen werden.
Der bilanzielle Abgang erfolgt bei finanziellen Vermögenswerten mit der Ausnahme von Derivaten zum Erfüllungstag. Eine Ausbuchung
erfolgt dann, wenn die vertraglichen Rechte aus dem Vermögenswert erloschen sind, die Verfügungsmacht bzw. die Kontrolle
übertragen wurde oder die Chancen und Risiken im Wesentlichen auf einen konzernfremden Dritten übergegangen sind.
Finanzielle Verpflichtungen werden ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder
ausgelaufen sind.
Mit der Ergänzung des IAS 39 in der Fassung vom 13. Oktober 2008 wurden die Möglichkeiten zur Umwidmung von finanziellen
Vermögenswerten ausgeweitet. Es war demnach möglich, bis zum 31. Oktober 2008 rückwirkend zum 1. Juli 2008 und danach
prospektiv ab dem Zeitpunkt des Beschlusses Vermögenswerte der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
in die Kategorie Kredite und Forderungen umzuwidmen, sofern die Absicht und Fähigkeit bestand, die betreffenden Finanzinstrumente
in vorhersehbarer Zukunft bzw. bis zur Endfälligkeit zu halten, und sofern die allgemeinen Kategorisierungskriterien der Kategorie
Kredite und Forderungen zum Umwidmungszeitpunkt erfüllt waren.
Der Konzern hat die Nutzung dieser Möglichkeit am 31. Oktober 2008 rückwirkend zum 1. Juli 2008 für die forderungsbesicherten
Wertpapiere beschlossen, für die im Zuge der allgemeinen Vertrauenskrise an den Finanzmärkten zum Zeitpunkt des Beschlusses kein
aktiver Markt mehr bestand - also keine aktuellen und regelmäßig auftretenden Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten
beobachtbar waren - und die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollten.
Mit Beschluss vom 17. Februar 2009 wurden Teile von den im Konzern der Liquiditätssicherung - durch Verwendung im Rahmen von
Pensionsgeschäften bzw. Offenmarktgeschäften der Europäischen Zentralbank - dienenden Wertpapieren unter Nutzung dieser
Möglichkeit mit prospektiver Wirkung umgewidmet. Für diese Wertpapiere, die in vorhersehbarer Zukunft gehalten werden sollen,
bestand im Zuge der allgemeinen Vertrauenskrise an den Finanzmärkten zum Zeitpunkt des Beschlusses kein aktiver Markt mehr.
Der zum Zeitpunkt der Umwidmung beizulegende Zeitwert stellt die neuen Anschaffungskosten des umgegliederten finanziellen
Vermögenswerts dar, die Amortisierung erfolgt nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam im Zinsertrag. Der bis zum Zeitpunkt der
Umwidmung erfolgsneutral erfasste Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und (fortgeführten) Anschaffungskosten
wird weiterhin erfolgsneutral in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Amortisierung nach der
Effektivzinsmethode wird erfolgswirksam im Zinsertrag ausgewiesen.
Die Klassenbildung für die Anhangangaben erfolgt in Übereinstimmung mit dem vor allem auf das - zu (fortgeführten)
Anschaffungskosten bewertete - Kreditgeschäft ausgerichteten Geschäftsmodell des Konzerns auf Basis von Produkten bzw. den diese
zusammenfassenden Bilanzposten.
(7) Finanzinstrumente: Bewertungsverfahren
Der erstmalige Ansatz eines Finanzinstruments im Konzern erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten basiert im Konzern auf dem beizulegenden Zeitwert bei Erstbewertung unter
Berücksichtigung von Tilgungen und etwaigen Wertminderungen. Die Amortisierung von Agien und Disagien, Transaktionskosten und
Entgelten erfolgt unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf Basis der vertraglichen Zahlungsströme. Im Förderkreditgeschäft sind
ausschließlich Disagien zu amortisieren; dies erfolgt bis zum Ablauf der ersten Zinsbindung (i. d. R. fünf oder zehn Jahre).
Die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert richtet sich im Konzern nach folgender Hierarchie:
1. Aktiver Markt
Auf einem aktiven Markt notierte Preise sind der bestmögliche objektive Hinweis für den beizulegenden Zeitwert. Ein Finanzinstrument
gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle - d. h. am
Abschlussstichtag oder kurz davor gehandelte - und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten
darstellen. Berücksichtigt werden bei dieser Beurteilung neben den gehandelten Nominalvolumina, den Kontraktgrößen und der
Kontraktanzahl vor allem auch die beobachteten Geld-Brief-Spannen, die bei einer deutlichen Ausweitung auf einen inaktiven Markt
hindeuten.
2. Kein aktiver Markt - Bewertungsverfahren
Wird das Finanzinstrument nicht an einem aktiven Markt notiert, werden Bewertungsverfahren verwendet. Genutzte
Bewertungsverfahren sind insbesondere die Discounted-Cashflow-Methode und Optionspreismodelle sowie der Vergleich mit dem
beizulegenden Zeitwert eines Finanzinstruments mit fast identischen Charakteristika (beispielsweise Multiplikatorenmodelle). Die
Bewertungsverfahren berücksichtigen alle Parameter, die die Marktteilnehmer bei der Preisbildung einbeziehen würden, beispielsweise
Marktzinssätze, risikolose Zinssätze, Bonitätsspreads oder Swapkurven. Da diese Daten grundsätzlich am Markt beobachtbar und
größtenteils auch ausschließlich maßgeblich sind bei der Bewertung der mittels Bewertungsverfahren zu bewertenden
Finanzinstrumente, erfolgt bei den Angaben zu genutzten Bewertungsverfahren bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten

Finanzinstrumenten daher im Regelfall eine Zuordnung in die Klasse "Bewertungsverfahren auf Basis beobachtbarer Marktdaten
(modellhaft)".
3. Kein aktiver Markt - Eigenkapitalinstrumente
Ist eine zuverlässige Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht auf einem aktiven Markt notiert
sind, mit Bewertungsmodellen in Ausnahmefällen nicht möglich, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Der beizulegende
Zeitwert ist nicht zuverlässig ermittelbar, wenn die Bandbreite der vernünftigen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts für dieses
Instrument erheblich ist und die Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht auf angemessene Weise beurteilt werden können.
Die Untersuchung, ob ein Finanzinstrument an einem aktiven Markt notiert wird, erfolgt bei den Wertpapieren des Konzerns auf Basis
homogener Portfolios. Bei der Prüfung der Kriterien eines aktiven Marktes ist insbesondere auch zu berücksichtigen, ob die
Markttransaktionen und Preisstellungen durch sehr hohe Illiquiditätsabschläge geprägt sind, da das Kriterium regelmäßig auftretender
Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten damit nicht mehr als erfüllt angesehen werden kann.
Folgerichtig werden in diesen Fällen nach der Bewertungshierarchie des IAS 39 daher stattdessen Bewertungsverfahren zur
Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts genutzt, die die am Markt beobachtbaren Parameter berücksichtigen. Die genutzten
Bewertungsmethoden preisen dabei insbesondere die Veränderungen von Bonitäten und risikolosen Zinssätzen ein, berücksichtigen
aber auch die allgemeine und die für das jeweilige, spezifische Finanzinstrument resultierende Markteinengung aufgrund geringerer
Liquidität.
Dies war zum Abschlussstichtag - im Gegensatz zu dem durch die Zuspitzung der allgemeinen Vertrauenskrise an den Finanzmärkten
geprägten Vorjahr -insbesondere bei Anleihen von Banken, Versicherungen und Unternehmen sowie auch Pfandbriefen nicht mehr der
Fall, sodass dort wieder die Preise der liquiden Märkte zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen werden konnten.
Beizulegende Zeitwerte werden in Abhängigkeit von der Bewertungskategorie für den bilanziellen Ansatz und für Angaben zu
Finanzinstrumenten im Anhang ermittelt. Beizulegende Zeitwerte aus aktiven Märkten finden insbesondere Anwendung bei
Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren - soweit keine inaktiven Märkte vorliegen und daher
Bewertungsverfahren zum Einsatz kommen - sowie bei Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Bewertungsverfahren
für originäre Finanzinstrumente werden allerdings vor allem bei den in den Posten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden,
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden und Verbriefte Verbindlichkeiten ausgewiesenen Produkten angewendet.
Darüber hinaus werden bei den OTC-Derivaten Bewertungsverfahren verwendet. Eine Bewertung zu Anschaffungskosten erfolgt bei
Beteiligungen und Aktien, bei denen eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht möglich ist.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für Darlehen an Kreditinstitute und Kunden erfolgt anhand der Discounted-Cashflow-
Methode basierend auf der Abzinsung der risikoadjustierten Cashflows mit der Swapkurve. Hierbei wird der zum jeweiligen
Bewertungsstichtag ermittelte Erwartete Verlust als Korrektiv zu den vertragsgemäßen Zahlungsströmen berücksichtigt. Der
beizulegende Zeitwert zum Zugangszeitpunkt entspricht den Anschaffungskosten. Die Kundengebühr beinhaltet Betriebskosten,
Marge, Eigenkapital- und Fremdkapitalrisikoprämie sowie einen eventuell vorgesehenen Förderbeitrag. Die Kundengebühr bleibt bei
der Folgebewertung unverändert (konstanter Spread).
Der beizulegende Zeitwert täglich fälliger Finanzinstrumente wie der Barreserve und von täglich fälligen Forderungen und
Verbindlichkeiten entspricht dem Buchwert.
In Fällen, in denen keine Preise liquider Märkte verfügbar sind, wird auf anerkannte Modelle und Methoden zur Bewertung
zurückgegriffen. Im Fall von Wertpapieren, Swaps, Devisen- und Geldmarktgeschäften ohne eingebettete Optionen sowie ohne
komplexe Kupons handelt es sich um die Discounted-Cashflow-Methode. Eigenständige Optionen sowie Derivate mit eingebetteten
Optionen, Triggern, Zinsgarantien und/oder komplexen Kuponvereinbarungen werden, soweit sie nicht börsennotiert sind, mittels
anerkannter Modelle (beispielsweise Hull & White) bewertet. Selbiges gilt für Credit Default Swaps.
Die Kalibrierung vorgenannter Modelle erfolgt - soweit möglich - an beobachtbaren Marktdaten von in Geschäftstyp, Restlaufzeit und
Bonität vergleichbaren Instrumenten.
(8) Abbildung von Sicherungsbeziehungen
Im Rahmen der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken werden im Konzern Derivate eingesetzt. Die
bilanzielle Abbildung der wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen erfolgt im Rahmen des Hedge Accounting sowie durch die Nutzung
der Fair-Value-Option. Auch durch die Abspaltung trennungspflichtiger eingebetteter Derivate mit erfolgswirksamer Bewertung werden
wirtschaftliche Sicherungsbeziehungen bilanziell wirksam. Allerdings werden damit nicht sämtliche wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehungen erfasst, sodass bilanzierte Sicherungsderivate verbleiben, deren risikomindernde Wirkung sich nicht im
Abschluss niederschlägt, da die Grundgeschäfte nach IFRS nicht hinsichtlich des gesicherten Risikos erfolgswirksam bewertet werden.
Für die bilanzielle Abbildung von wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accounting, d. h. der Bilanzierung
von Sicherungsinstrumenten (Derivate) und den durch sie abgesicherten Grundgeschäften nach besonderen Vorschriften, gelten
strikte Voraussetzungen.
Im Konzern erfolgt Hedge Accounting zur Darstellung wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen zwischen Derivaten und
Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten ausschließlich in Form von Fair Value Hedges. Die Abbildung der Absicherung erfolgt auf
Einzelgeschäftsebene in Form von Micro Fair Value Hedge Accounting und auf Portfoliobasis im Rahmen des Macro Fair Value Hedge
Accounting. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird durch die Dollar-Offset-Methode und die Regressionsanalyse
nachgewiesen.
Im Micro Fair Value Hedge Accounting werden Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus Schuldverschreibungen des
Finanzanlagebestandes (der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)
sowie aus Mittelaufnahmen (der Kategorie andere Verbindlichkeiten) abgesichert. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken
in den abgesicherten Grundgeschäften werden bilanziell bei den Grundgeschäften ausgewiesen und deren Veränderungen im Ergebnis
aus dem Hedge Accounting erfasst. Die Sicherungsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert unter dem Posten Derivate im
Hedge Accounting ausgewiesen. Auch ihre Wertänderungen werden im Posten Ergebnis aus dem Hedge Accounting gezeigt und
kompensieren somit weitestgehend die Ergebniseffekte aus den Bewertungen der Grundgeschäfte. Die Amortisierung der

beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken aus Sicherungsbeziehungen, die die strikten Voraussetzungen des Hedge Accounting
nicht mehr erfüllen, erfolgt über die Restlaufzeit der ursprünglichen Sicherungsbeziehung im Ergebnis aus dem Hedge Accounting.
Im Macro Fair Value Hedge Accounting werden Zinsänderungsrisiken aus Kreditforderungen (der Kategorie Kredite und Forderungen)
und Mittelaufnahmen (der Kategorie andere Verbindlichkeiten) abgesichert. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in
den abgesicherten Grundgeschäftsportfolios der Kategorie Kredite und Forderungen werden aktivisch im Posten Wertanpassungen aus
dem Macro Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in den abgesicherten
Grundgeschäftsportfolios der Kategorie andere Verbindlichkeiten werden passivisch im Posten Wertanpassungen aus dem Macro Fair
Value Hedge Accounting erfasst. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken aus den abgesicherten
Grundgeschäftsportfolios werden im Ergebnis aus dem Hedge Accounting ausgewiesen. Die Sicherungsinstrumente werden zum
beizulegenden Zeitwert im Posten Derivate im Hedge Accounting bilanziell erfasst. Auch ihre Wertänderungen werden im Posten
Ergebnis aus dem Hedge Accounting gezeigt und kompensieren somit weitestgehend die Ergebniseffekte aus den Bewertungen der
Grundgeschäftsportfolios. Die Grundgeschäftsportfolios werden monatlich im Rahmen eines dynamischen Hedgedesignations- und -
auflösungsprozesses bestimmt. Die Amortisierung der daraus jeweils resultierenden Wertanpassungsposten erfolgt über die
Restlaufzeit des Laufzeitbandes im Ergebnis aus dem Hedge Accounting. Bei Abgängen von Grundgeschäften aus den gesicherten
Portfolios erfolgt eine anteilige Auflösung der zugehörigen Wertanpassung im Ergebnis aus dem Hedge Accounting.
Sind im Konzern für die Darstellung wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen zwischen Derivaten und finanziellen Vermögenswerten
bzw. Verbindlichkeiten die strikten Vorschriften des Hedge Accounting nicht erfüllt, wird unter bestimmten Voraussetzungen -
insbesondere bei strukturierten Produkten - für die originären Finanzinstrumente die Fair-Value-Option genutzt. Produktorientiert wird
bei bestimmten strukturierten finanziellen Verbindlichkeiten statt der Nutzung der Fair-Value-Option eine eigenständige Bilanzierung
der trennungspflichtigen eingebetteten Derivate vorgenommen.
Darüber hinaus werden zur Absicherung von Risiken weitere derivative Finanzinstrumente eingesetzt, deren wirtschaftliche
Sicherungswirkung bilanziell nicht abgebildet wird.
Die beizulegenden Zeitwerte aller nicht im Hedge Accounting verwendeten Derivate werden in dem Posten Sonstige Derivate
ausgewiesen. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer
Finanzinstrumente ausgewiesen.
(9) Behandlung von eingebetteten Derivaten
Derivative Finanzinstrumente können als eingebettete Derivate Bestandteil eines zusammengesetzten Finanzinstruments sein. Unter
bestimmten Voraussetzungen sind diese getrennt vom Basisvertrag wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Die Trennungspflicht
besteht, wenn u. a. die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen
Merkmalen und Risiken des Basisvertrages verbunden sind. Der Basisvertrag ist in Abhängigkeit von der Kategorisierung zu
bilanzieren.
Der Konzern schließt Verträge mit trennungspflichtigen eingebetteten Derivaten insbesondere bei Mittelaufnahmen ab. Aufgrund der
Nutzung der Fair-Value-Option bilanziert die KfW diese zusammengesetzten Finanzinstrumente insgesamt zum beizulegenden
Zeitwert. Bei bestimmten Produkten erfolgt eine Abspaltung und eigenständige Bilanzierung der trennungspflichtigen eingebetteten
Derivate. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden dabei im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
unter dem Ergebnis aus Finanzderivaten (die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren) erfasst und wirken dort kompensatorisch
zur Bewertung der Sicherungsderivate.
Im Beteiligungsfinanzierungsgeschäft des Konzerns vereinbarte Nebenabreden werden als trennungspflichtige eingebettete Derivate
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den Sonstigen Derivaten ausgewiesen. Die Kreditforderungen werden
unter den Forderungen an Kunden bilanziert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung
anderer Finanzinstrumente unter dem Ergebnis aus Finanzderivaten (die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren) erfasst.
Im Förderkreditgeschäft regelmäßig gewährte außerplanmäßige Kündigungsrechte sind keine trennungspflichtigen eingebetteten
Derivate, da die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken der Kündigungsrechte eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken der
Darlehen verbunden sind und eine vorzeitige Rückzahlung annähernd zu den fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt.
(10) Kreditderivate
Der Konzern schließt Kreditderivate als Sicherungsgeber und -nehmer ab.
Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements werden Single Name CDS (Credit Default Swaps) zur Absicherung von
Einzeladressrisiken eingesetzt. Der Ausweis zum beizulegenden Zeitwert erfolgt in dem Posten Sonstige Derivate. Die Wertänderungen
werden erfolgswirksam im Posten Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden Risikoprämien
werden im Provisionsaufwand ausgewiesen.
Im Rahmen der Risikodiversifikation werden Single Name CDS auch zur Übernahme von Einzeladressrisiken kontrahiert. Der Ausweis
zum beizulegenden Zeitwert erfolgt in dem Posten Sonstige Derivate. Die Wertänderungen werden erfolgswirksam im Posten Ergebnis
aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden Risikoprämien werden im Provisionsertrag ausgewiesen.
Der Konzern bietet im Rahmen seines Förderkreditgeschäfts über die beiden standardisierten Plattformen PROMISE (Programm für
Verbriefung von Mittelstandskrediten) bzw. PROVIDE (Programm für die Verbriefung von Wohnungsbaukrediten) Geschäftsbanken die
Möglichkeit, ihre Kreditrisiken im Rahmen einer synthetischen Verbriefung am Kapitalmarkt zu platzieren. In einem ersten Schritt
werden die Ausfallrisiken des Referenzportfolios über Portfolio-CDS durch den Konzern übernommen, gleichzeitig werden die Risiken
über Portfolio-CDS bzw. Credit Linked-Schuldscheine an Dritte weitergegeben. Zur bilanziellen Abbildung wird die Fair-Value-Option
genutzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen der
beizulegenden Zeitwerte werden im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Die laufenden
Risikoprämien werden im Provisionsüberschuss ausgewiesen.
Bei den Transaktionen, für die in Übereinstimmung mit den einzelvertraglichen Regelungen die Fair-Value-Option zur Vermeidung
eines Accounting Mismatch nicht genutzt wird, werden die Portfolio-CDS als begebene bzw. erhaltene Finanzgarantien bilanziell nach
der für diese Finanzinstrumente allgemein gültigen Vorgehensweise abgebildet. Die Credit Linked-Schuldscheine mit nicht

trennungspflichtiger eingebetteter Finanzgarantie werden entsprechend den Grundsätzen zur Abbildung von Mittelaufnahmen der
Kategorie andere Verbindlichkeiten bilanziert.
(11) Risikoabschirmung, Kapitalmaßnahmen und Veräußerung der IKB
Die IKB, bis zur Veräußerung im Geschäftsjahr 2008 ein Beteiligungsunternehmen der KfW, wurde in den Jahren 2007 und 2008 unter
Beteiligung des deutschen Kreditgewerbes und der Bundesrepublik Deutschland durch eine Abschirmung von im Rahmen der US-
Subprimekrise eingetretenen Risiken, verschiedene Kapitalmaßnahmen sowie weitere im Rahmen der Veräußerung getroffene
Vereinbarungen unterstützt.
Im Rahmen der im Jahr 2007 vereinbarten Risikoabschirmungsmaßnahmen ist die KfW in Liquiditätslinien der IKB zur Refinanzierung
der Ankaufsgesellschaften des Conduits Rhineland Funding Capital Corporation, New York, USA, eingetreten. Die darüber hinaus zur
Risikoabschirmung genutzten Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2008 abgerechnet.
Das Conduit Rhineland Funding Capital Corporation, New York, USA, wurde im Berichtsjahr durch die KfW nicht konsolidiert. Durch die
Bereitstellung der Liquiditätslinien ist keine Konsolidierungspflicht der Zweckgesellschaften bei der KfW entstanden, da die KfW kein
"Control" im Sinne des SIC-12 über die SPVs hatte. Durch die Bereitstellung der Liquiditätslinien hat die KfW nicht die
Verfügungsgewalt über die SPVs und auch nicht über die Vermögenswerte in den SPVs erlangt. Die KfW war im Rahmen des Conduits
ausschließlich als Fremdkapitalgeber tätig und hatte keine eigenen Entscheidungsrechte hinsichtlich der Assets in den
Ankaufsgesellschaften bzw. über die Ankaufsgesellschaften als solche. Die vollständig in Anspruch genommenen Liquiditätslinien
werden unter den Forderungen an Kunden ausgewiesen. Den Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen
Rechnung getragen.
Für die Bewertung der Forderungen aus dem Eintritt in die Liquiditätslinien wurden die zugrunde liegenden Vermögenswerte
analysiert. Dabei wurde der Bewertungshierarchie des IAS 39.48A Rechnung getragen. Sofern Marktwerte für die abgeschirmten
Instrumente vorlagen, wurden diese herangezogen. Ansonsten erfolgte die Bewertung auf Basis von Modellen, die jedoch am Markt
direkt oder indirekt beobachtete Marktpreise für ähnliche bzw. im Wesentlichen identische Finanzinstrumente berücksichtigt haben.
Nur wenn keine Preise bzw. Marktparameter für die abgeschirmten bzw. für ähnliche im Wesentlichen identische Finanzinstrumente
vorlagen, erfolgte die Bewertung auf Basis von Modellen. Hierbei wurde für die Ermittlung der Kapitalverlusthöhe aus den
abgeschirmten Finanzinstrumenten eine Cashflow-basierte Verlustschätzung zugrunde gelegt. Dabei wird nach Assetklasse, Rating
und teilweise nach Jahrgängen unterschieden. Durch Abgleich mit Quotierungen von Arrangern bzw. durch unabhängige Schätzungen
von Spezialisten wurden die Wertansätze verifiziert.
Für die Forderungen aus dem Eintritt in die Liquiditätslinien hat die KfW auf dieser Basis Einzelwertberichtigungen gebildet.
Neben verschiedenen im Geschäftsjahr 2008 durchgeführten Kapitalmaßnahmen zugunsten der IKB hat die KfW der IKB marktüblich
ausgestattete Liquiditätszusagen erteilt, die nach den für diese Produkte (Kredite und Darlehen) maßgeblichen konzerneinheitlichen
Methoden bilanziert und bewertet werden. Das Zusageobligo beträgt zum Abschlussstichtag 2,75 Mrd. EUR (ursprünglich 3,0 Mrd.
EUR).
Im Rahmen der Veräußerung im Geschäftsjahr 2008 hat die KfW von der IKB zudem risikobehaftete Finanzinstrumente in Form von
strukturierten Wertpapieren und Kreditderivaten zu einem Kaufpreis von 1,0 Mrd. EUR erworben, die nach den im Konzern
maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen für diese Instrumente bilanziert werden. Das Risiko der KfW ist zunächst auf
ein Erstverlustrisiko von 150 Mio. EUR begrenzt, darüber hinaus trägt die Bundesrepublik Deutschland weitere Risiken im Volumen von
bis zu 600 Mio. EUR. Die zu diesem Zweck abgeschlossene Garantievereinbarung wird dem Wesenscharakter der abgesicherten
Risiken folgend als Kreditderivat mit positivem Marktwert unter den Sonstigen Derivaten ausgewiesen. Die Wertänderungen werden
erfolgswirksam im Posten Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst.
Darüber hinaus wurde eine Beteiligung der KfW an der Refinanzierung eines Portfolios weiterer strukturierter Wertpapiere der IKB, die
in eine Zweckgesellschaft eingebracht wurden, in Form von Darlehen in Höhe von ursprünglich 0,6 Mrd. EUR zu marktüblichen
Konditionen vereinbart, deren Rückzahlung vorrangig erfolgen wird. Die Bilanzierung im Konzern erfolgt nach den für diese Produkte
(Kredite und Darlehen) maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Durch die Bereitstellung der Refinanzierung ist
keine Konsolidierungspflicht der Zweckgesellschaft bei der KfW entstanden, da die KfW kein "Control" im Sinne des SIC-12 über das
SPV hatte. Durch die Bereitstellung der Refinanzierung hat die KfW nicht die Verfügungsgewalt über das SPV und auch nicht über die
Vermögenswerte in dem SPV erlangt. Die KfW war im Rahmen der Zweckgesellschaft ausschließlich als Fremdkapitalgeber tätig und
hatte keine eigenen Entscheidungsrechte hinsichtlich der Assets bzw. über die Zweckgesellschaft als solche.
Zudem hat die KfW sich zur Freistellung der IKB von bestimmten Rechtsrisiken in bestimmter Höhe bereiterklärt. Zum Ende des
Berichtszeitraums sind in diesem Zusammenhang mehrere relevante Verfahren gegen die IKB anhängig. Aus den Klageverfahren
resultierende wesentliche Inanspruchnahmen unter der Freistellungserklärung ergaben sich für die KfW im Geschäftsjahr 2009 nicht.
(12) Währungsumrechnung
Die funktionale Währung der KfW sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften und konsolidierten
Spezialfonds ist der Euro.
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, werden zum Kassakurs umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt
mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank zum Bilanzstichtag. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich zum
Monatsdurchschnittskurs umgerechnet.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung wird erfolgswirksam im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
erfasst.
(13) Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
Unter dem Posten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden ist das zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Kreditgeschäft
des Konzerns ausgewiesen. Inhalt dieses Postens ist im Wesentlichen das Förderkreditgeschäft, das zum überwiegenden Teil über
akkreditierte Geschäftsbanken an die Endkreditnehmer ausgereicht wird. Diese Forderungen werden unter den Forderungen an
Kreditinstitute ausgewiesen, sofern die Geschäftsbanken einen Teil der Haftung übernehmen. Bankdurchgeleitetes
Förderkreditgeschäft ohne Haftung der Geschäftsbanken wird unter dem Posten Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Laufende Zinsen und zinsähnliche Erträge werden im Zinsertrag erfasst. Die Amortisierung von Agien, Disagien,
Bearbeitungsgebühren und Entgelten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode im Zinsertrag. Nicht nach der Effektivzinsmethode zu
amortisierende Bearbeitungsgebühren werden im Provisionsertrag vereinnahmt.
Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden umfassen von der KfW im Rahmen der ERP-Wirtschaftsförderung gewährte Kredite mit
einem Förderbeitrag (Zinsverbilligungsleistung). Die der KfW durch das ERP-Sondervermögen auf Basis des ERP-
Wirtschaftsplangesetzes jährlich zweckgebunden zur Durchführung der ERP-Wirtschaftsförderung gewährten Förderzuschüsse werden
bilanziell als passiver Rechnungsabgrenzungsposten - im Posten Sonstige Passiva - erfasst und mit dem über die Laufzeit
erfolgswirksamen Entstehen der zugrunde liegenden Förderlasten aus den gewährten Krediten im Zinsertrag abgegrenzt.
(14) Risikovorsorge
Der Gesamtbestand der Risikovorsorge im Kreditgeschäft setzt sich zusammen aus der in einem gesonderten Aktivposten
ausgewiesenen Risikovorsorge für Kreditforderungen und Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos) sowie der unter den
Rückstellungen ausgewiesenen Risikovorsorge für Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche Kreditzusagen.
Den Risiken aus dem bilanziellen Kreditgeschäft wird durch die erfolgswirksame Bildung von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen
Rechnung getragen.
Einzelwertberichtigungen werden für festgestellte Adressenausfallrisiken aus individuell auf Werthaltigkeit geprüften Kreditforderungen
gebildet. Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredits und dem Barwert der
erwarteten Rückflüsse aus Zins- und Tilgungsleistungen sowie Zahlungsströmen aus der Verwertung von Sicherheiten. Die
periodengerechte Vereinnahmung der Zinserträge gemäß den ursprünglichen Vertragsbedingungen wird ab dem Stichtag der
erstmaligen Bildung einer Einzelwertberichtigung beendet. In der Folgebewertung wird der Effekt aus der Aufzinsung des Barwerts
erwarteter Rückflüsse unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelt und als Zinsertrag erfasst (Unwinding). Um
diesen Betrag reduziert sich der Risikovorsorgebestand. Bei Verringerung des Wertberichtigungsbedarfs werden die
Einzelwertberichtigungen erfolgswirksam aufgelöst.
Kleinere und standardisierte Kredite werden zu homogenen Teilportfolios zusammengefasst und auf Basis des festgestellten
Ausfallrisikos pauschaliert einzelwertberichtigt. Bei Verringerung des Wertberichtigungsbedarfs werden die Wertberichtigungen
erfolgswirksam aufgelöst.
Bei nicht einzelwertberichtigten Kreditforderungen (Performing Loans) wird dem Risiko bereits eingetretener, jedoch individuell noch
nicht identifizierter Wertminderungen durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen. Für die Berechnung
werden hierbei das wirtschaftliche Risiko und das Transferrisiko betrachtet. Wesentliche Parameter sind insbesondere das ausstehende
Kreditvolumen (der Buchwert) zum Stichtag, die Erwartete Verlustquote sowie Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten (bei einem LIP-
Faktor [Loss Identification Period] von 1). Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden aus der Kreditrisikosteuerung übernommen, ebenso
die Verlustquoten, Letztere allerdings um die kalkulatorischen Kosten bereinigt. Die zugrunde liegenden Annahmen zu den Erwarteten
Verlusten werden regelmäßig mit den tatsächlich eintretenden Ausfällen abgeglichen (Backtesting).
Darüber hinaus werden Portfoliowertberichtigungen für bereits eingetretene, jedoch individuell noch nicht identifizierte
Wertminderungen gebildet, die sich insbesondere in starken konjunkturellen Abschwungphasen aus dem Kreditportfolio ergeben. Die
Identifizierung basiert auf Erfahrungswerten der Vergangenheit aus vergleichbaren Wirtschaftsszenarien auf Ebene von Sektoren (u.
a. Branchen, Regionen).
Den individuell festgestellten Risiken aus Eventualverpflichtungen und Unwiderruflichen Kreditzusagen wird durch die erfolgswirksame
Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Den individuell noch nicht identifizierten Wertminderungen bei Unwiderruflichen
Kreditzusagen wird durch die Bildung mittels Portfoliomodellen bestimmter Rückstellungen Rechnung getragen.
Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigung bestand, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf bereits
abgeschriebene Forderungen werden im Risikovorsorgeergebnis erfolgswirksam vereinnahmt.
(15) Finanzanlagen
Unter den Finanzanlagen werden insbesondere Wertpapierportfolios ausgewiesen. Diese dienen überwiegend der Liquiditätssicherung
bzw. werden mit dem Ziel der langfristigen Optimierung und Stabilisierung der Förderfähigkeit des Konzerns eingesetzt.
Der Posten Finanzanlagen umfasst von der KfW und ihren Tochtergesellschaften sowie über konsolidierte Spezialfonds gehaltene
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen
sowie Anteile an nicht konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen.
Zur einheitlichen Bilanzierung von Beteiligungen mit und ohne maßgeblichen Einfluss werden einzelne Geschäftsbereiche des
Konzerns, die im Rahmen ihres Förderauftrags die Beteiligungsfinanzierung betreiben und die Voraussetzungen hierfür erfüllen, für
bilanzielle Zwecke als Venture-Capital-Organisationen eingestuft. Diese Beteiligungen werden wie auch die übrigen Beteiligungen
unter dem Posten Finanzanlagen ausgewiesen.
Die Finanzanlagen werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folgebewertung abhängig von ihrer Einstufung in die
Kategorien erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte bilanziert. Die Kategorisierung als Kredite und Forderungen erfolgt bei Finanzinstrumenten mit festen oder
bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Die Kategorisierung als bis zur Endfälligkeit gehaltene
finanzielle Vermögenswerte erfolgt einzelfallbezogen, sofern die Zugangskriterien bei Erwerb erfüllt sind.
Bei der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von nicht börsennotierten Beteiligungen wird der Illiquidität angemessen Rechnung
getragen. So werden bei Verwendung von Discounted-Cashflow-Modellen Fungibilitätszuschläge im Diskontierungszinssatz
berücksichtigt. Sofern der beizulegende Zeitwert von nicht börsennotierten Beteiligungen nicht zuverlässig ermittelt werden kann,
erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Wertminderungen.
Die Wertänderungen aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden im Ergebnis
aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente ausgewiesen. Realisierte Erfolge und Wertminderungen aus Beständen der
Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Kredite und Forderungen sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene

finanzielle Vermögenswerte werden im Finanzanlageergebnis erfasst; bei Beständen der Kategorien Kredite und Forderungen sowie bis
zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte ist die Vorsorge für das Risiko bereits eingetretener, jedoch individuell noch
nicht identifizierter Wertminderungen enthalten, die auf dem einjährigen Erwarteten Verlust basiert. Unrealisierte Erfolge aus
Beständen der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital als
Neubewertungsrücklagen bilanziert. Laufende Zinszahlungen und Dividenden werden im Zinsertrag erfasst.
Ebenfalls unter den Finanzanlagen werden die im Konzern einbezogenen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
ausgewiesen. Die Einbeziehung erfolgt nach der Equity-Methode, sofern ein maßgeblicher Einfluss oder eine gemeinschaftliche
Führung besteht. Wertänderungen werden im Finanzanlageergebnis gezeigt.
(16) Pensionsgeschäfte
Im Konzern werden Pensionsgeschäfte in Form von standardisierten Repos bzw. Reverse-Repos abgeschlossen. Hierbei handelt es sich
um Kombinationen aus gleichzeitigen Kassa- und Termingeschäften über Wertpapiere mit demselben Kontrahenten. Die Bedingungen
und Modalitäten der Besicherung bzw. der Verwendung von Sicherheiten folgen den marktüblichen Usancen. Für Offenmarktgeschäfte
können außerdem hinterlegte Kreditforderungen genutzt werden.
Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und
bewertet. In Höhe der zugeflossenen Liquidität wird die Rückzahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder
Kunden ausgewiesen. Zinsen werden laufzeitgerecht im Zinsaufwand erfasst.
In Höhe der bei Reverse-Repos abgeflossenen Liquidität wird ein Rückzahlungsanspruch als Forderungen an Kreditinstitute oder
Kunden bilanziert und bewertet. Die in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht bilanziert und bewertet. Zinsen
werden laufzeitgerecht im Zinsertrag erfasst.
(17) Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um die - im Verwaltungsaufwand ausgewiesenen - planmäßigen linearen Abschreibungen und
Wertminderungen, angesetzt. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, wenn der Buchwert des Vermögenswertes den
sogenannten erzielbaren Betrag, d. h. den Nettoveräußerungspreis bzw. den Nutzungswert, übersteigt. Die Bestimmung der
wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfolgt unter der Beachtung der voraussichtlichen Abnutzung. Der Konzern geht von einer geschätzten
Nutzungsdauer von 40 bis 50 Jahren für Gebäude, von vier Jahren für EDV-Arbeitsplatzausstattungen bzw. von fünf Jahren für andere
Sachanlagen aus. Ergebnisse aus der Veräußerung von Sachanlagen werden im Sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.
Die im Konzern vorhandenen Grundstücke und Gebäude werden überwiegend selbst genutzt. In geringem Umfang erfolgt eine
Fremdvermietung. Das betreffende Objekt wird als eine als Finanzinvestition gehaltene Immobilie unter den Sachanlagen ausgewiesen
und wie diese bewertet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für die Angabe im Anhang wird alle fünf Jahre ein Gutachten
basierend auf dem Ertragswertverfahren erstellt, sofern nicht bereits vorher Anzeichen für eine wesentliche Veränderung des
Immobilienmarktes erkennbar sind.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden unter den Sonstigen Sachanlagen ausgewiesen; planmäßige Abschreibungen
werden nicht vorgenommen.
(18) Immaterielle Vermögenswerte
Unter den Immateriellen Vermögenswerten bilanziert der Konzern erworbene und selbst erstellte Software zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um die - im Verwaltungsaufwand ausgewiesenen - planmäßigen linearen Abschreibungen und
Wertminderungen. Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfolgt unter der Beachtung der voraussichtlichen Abnutzung.
Der Konzern geht von einer Nutzungsdauer von fünf Jahren aus.
Eine Wertminderung liegt vor, wenn der Buchwert des Vermögenswerts den sogenannten erzielbaren Betrag übersteigt. Sofern
Anzeichen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, werden außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen.
In Entwicklung befindliche selbst erstellte Software wird unter den Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.
(19) Ertragsteuern
Die KfW ist subjektiv steuerbefreit. Für die steuerpflichtigen Tochtergesellschaften und deren steuerliche Betriebsstätten erfolgt die
Ermittlung der Ertragsteuern gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen im Sitzland. Die tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen
sowie die Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung latenter Steuern werden in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden
Sachverhalt als Steuern vom Einkommen und Ertrag erfolgswirksam oder erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen im
Eigenkapital ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt für tatsächliche sowie latente Steueransprüche und -verpflichtungen unter
den Posten Sonstige Aktiva und Sonstige Passiva. Die latenten Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden saldiert, sofern die
Voraussetzungen dafür vorliegen.
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag werden mit den aktuell gültigen Steuersätzen berechnet.
Latente Steueransprüche und -verpflichtungen berechnen sich aus unterschiedlichen Wertansätzen eines Vermögenswerts oder einer
Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz, wenn hieraus in der Zukunft voraussichtliche Ertragsteuerbelastungs- oder
-entlastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede). Aktive latente Steuern auf steuerlich noch nicht genutzte Verlustvorträge
werden nur angesetzt, wenn mit hinreichender Sicherheit angenommen werden kann, dass das betreffende Steuersubjekt in den
Folgeperioden ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Nutzung des Verlustvortrags erzielen wird. Die Bildung und Auflösung
latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Sachverhalt - entweder erfolgswirksam als Steuern vom
Einkommen und Ertrag oder erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen im Eigenkapital.
(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten

Unter dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind im Wesentlichen die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten längerfristigen Mittelaufnahmen und Geldmarktgeschäfte des Konzerns ausgewiesen. Unter den
Verbrieften Verbindlichkeiten sind emittierte Anleihen, Schuldverschreibungen und Geldmarktpapiere erfasst. Im Rahmen der
Marktpflege zurückgenommene eigene Emissionen werden zum Zeitpunkt des Rückkaufs passivisch abgesetzt.
Bei strukturierten Verbindlichkeiten wird die Fair-Value-Option genutzt. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts aufgrund von
Änderungen des Bonitätsrisikos ergeben sich dabei nicht, da die KfW bei stabilem Ausblick mit den höchsten Bonitätseinstufungen der
international anerkannten Agenturen geratet ist. Die durch die Entwicklung der Nachfrage nach den unterschiedlichen KfW-
Refinanzierungsinstrumenten ausgelösten Bewertungseffekte aus den marktbedingten Veränderungen der Einstandskonditionen
(einschließlich Liquiditätsspreads) sind im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente enthalten. Bei bestimmten
Produkten erfolgt eine Abspaltung der eingebetteten trennungspflichtigen Derivate mit deren eigenständiger Bilanzierung. Der Ausweis
der unterschiedlichen Mittelaufnahmeformen erfolgt unabhängig von deren Kategorisierung bzw. einer Einbeziehung in das Hedge
Accounting. Die Bewertung der Posten ergibt sich aus der jeweiligen Kategorisierung.
Laufende Zinsen werden im Zinsaufwand erfasst, die Amortisierung von Agien und Disagien erfolgt mittels der Effektivzinsmethode
über die Laufzeit im Zinsaufwand. Die Wertänderungen der zum beizulegenden Zeitwert kategorisierten Verbindlichkeiten werden
erfolgswirksam im Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente erfasst. Ergebnisse aus der Rücknahme eigener
Emissionen der Kategorie andere Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Rückkaufs im Sonstigen betrieblichen Ergebnis
vereinnahmt.
(21) Rückstellungen
Rückstellungen werden für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Kreditrisiken sowie andere bezüglich ihrer Höhe oder Fälligkeit
ungewisse Verpflichtungen mit wahrscheinlicher Inanspruchnahme gebildet.
Die Mitarbeiter des KfW-Konzerns sind in eine betriebliche Altersversorgung eingebunden, die in Form von Alters-,
Erwerbsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrenten gezahlt wird. Konzernweit existieren ausschließlich leistungsorientierte
Pensionspläne. Die Höhe der Ansprüche ist abhängig von der Dienstzugehörigkeit und der Höhe der Gehaltszahlungen. Neben den
arbeitgeberfinanzierten Pensionsplänen gibt es auch Regelungen mit Eigenbeiträgen der Mitarbeiter.
Die Pensionsverpflichtungen werden von einem unabhängigen qualifizierten Gutachter nach dem Anwartschaftsansammlungsverfahren
(Projected Unit Credit Method) auf Grundlage konzerneinheitlicher Parameter wie Alter, Dienstzugehörigkeit oder Gehalt ermittelt. Der
Ansatz der Pensionsverpflichtungen erfolgt zum Barwert der zum Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche (Defined Benefit
Obligation) unter Berücksichtigung zu amortisierender versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Hierbei orientiert sich der
Abzinsungsfaktor an aktuellen Marktkonditionen für Industrieanleihen mit einer der Fristigkeit der Verpflichtung vergleichbaren
Laufzeit. Weitere demografische Faktoren (u. a. Heubeck-Richttafeln 2005 G) und versicherungsmathematische Annahmen (u. a.
Anwartschaftsdynamik, Rentendynamik, Fluktuationsrate) werden berücksichtigt. Für die Pensionsverpflichtungen des KfW-Konzerns
wurde kein Planvermögen (Plan Assets) definiert, sodass die speziellen Regelungen hierzu keine Berücksichtigung finden.
Im KfW-Konzern werden die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ausgewiesen, wenn sie 10 % des
Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen übersteigen (Corridor Approach). Die die 10%-Grenze übersteigenden Beträge
werden linear über die durchschnittliche erwartete Restarbeitszeit amortisiert und über den Posten Verwaltungsaufwand
erfolgswirksam den Pensionsrückstellungen zugeführt.
Sämtliche Pensionsverpflichtungen werden über die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen finanziert; fondsfinanzierte
Pensionsverpflichtungen bestehen nicht. Bei den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen wird nach Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand
und sonstigen Zuführungen (u. a. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) unterschieden. Der Zinsaufwand für
Pensionsverpflichtungen wird unter dem sonstigen Zinsaufwand ausgewiesen, die übrigen Zuführungen werden in dem Posten
Verwaltungsaufwand erfasst.
Zu den pensionsähnlichen Verpflichtungen zählen Zusagen für Deferred Compensation, Vorruhestand und Altersteilzeit. Für diese
Verpflichtungen werden ebenfalls versicherungsmathematische Gutachten erstellt und wird eine entsprechende Rückstellung gebildet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen nicht, sodass die ausgewiesene Rückstellung dem Barwert der
Verpflichtung entspricht.
Andere Rückstellungen werden vor allem für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und für Prüfungs- und Beratungsleistungen in
Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen gebildet.
(22) Nachrangkapital
Unter diesem Posten werden nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber dem ERP-Sondervermögen ausgewiesen.
Die Mittel werden in die Kategorie andere Verbindlichkeiten eingestuft und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Zinsabgrenzungen sowie Wertanpassungen aus der Berücksichtigung im Micro Fair Value Hedge Accounting werden unter dem Posten
Sonstige Passiva ausgewiesen.
Laufende Zinsaufwendungen werden im Zinsaufwand ausgewiesen.
(23) Eigenkapital
Die Struktur des Eigenkapitals wird insbesondere durch das Gesetz über die KfW und die Regelungen der IFRS geprägt.
Der nach den Regeln des HGB ermittelte Jahresüberschuss der KfW wird nach § 10 Abs. 2 und 3 Gesetz über die KfW in die Rücklagen
eingestellt und unter IFRS in das Konzerneigenkapital übernommen. Im Konzern ist unter IFRS die vertraglich festgelegte Stärkung
der Rücklage aus Mitteln des ERP-Sondervermögens im Eigenkapital der KfW als Ergebnisverwendung auszuweisen.
Der Konzern führt einen Fonds für allgemeine Bankrisiken. Zuführungen zu bzw. Entnahmen aus dem Fonds erfolgen unter IFRS im
Rahmen der Ergebnisverwendung.

Ein verbleibender Konzernüberschuss wird unter IFRS periodengleich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Neubewertungsrücklagen enthalten die Bewertungsergebnisse der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte sowie in Abhängigkeit vom zugrunde liegenden Sachverhalt erfolgsneutral gebildete latente Steuern.
(24) Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche Kreditzusagen
Der Konzern geht Eventualverpflichtungen vor allem in Form von Bürgschaften (Finanzgarantien) ein. Alle Eventualverpflichtungen des
Konzerns werden im Anhang in Höhe der Nominalwerte, verringert um gebildete Rückstellungen, aufgeführt.
Unwiderrufliche Kreditzusagen sind feste Zusagen des Konzerns zur Gewährung eines Kredits unter vertraglich fixierten Bedingungen.
Diese werden im Anhang in Höhe der Nominalwerte, verringert um gebildete Rückstellungen, aufgeführt.
(25) Treuhandgeschäfte
Vermögenswerte und Schulden, die im Konzern im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung gehalten werden, sind nicht zu
bilanzieren. Dies betrifft insbesondere Kredite im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit zur Förderung der Entwicklungsländer, die
aus Mitteln und unter Haftung des Bundeshaushalts gewährt werden. Die im Rahmen dieser Geschäfte angefallenen Vergütungen
werden im Provisionsertrag vereinnahmt.
(26) Leasinggeschäfte
Leasingverhältnisse werden in Abhängigkeit von mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken als
Operating-Leasing oder Finanzierungsleasing eingestuft. Aus dieser Klassifizierung resultiert die bilanzielle Abbildung.
Der Konzern kontrahiert beide Arten von Leasingverhältnissen ausschließlich als Leasingnehmer. Immobilien-Leasingverträge werden
dabei als Operating-Leasing klassifiziert, die entsprechenden Mietzahlungen sind im Verwaltungsaufwand enthalten.
Finanzierungsleasingverträge werden nur in geringem Umfang abgeschlossen. Die angemieteten Vermögenswerte werden aktiviert
und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit im Verwaltungsaufwand abgeschrieben. Die
Verbindlichkeiten aus den künftigen Leasingzahlungen sind im Posten Sonstige Passiva enthalten.
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
(27) Zinsüberschuss
Aufgliederung des Zinsüberschusses nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zins- und zinsähnliche Erträge aus Forderungen an
Kreditinstitute/Kunden
11.613
14.017
-2.404
Zinsähnliche Erträge aus Avalen und Bürgschaften
44
50
-7
Zinserträge aus Finanzanlagen
1.305
2.267
-962
Zinserträge aus Derivaten
5.011
12.203
-7.192
Sonstige Zinserträge
45
52
-8
Zinserträge
18.017
28.590
-10.573
Zins- und zinsähnliche Aufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
1.041
1.807
-765
Zinsaufwendungen aus Verbrieften Verbindlichkeiten
11.524
11.939
-415
Zinsaufwendungen aus Nachrangkapital
146
163
-17
Zinsaufwendungen aus Derivaten
2.433
12.570
-10.137
Sonstiger Zinsaufwand
219
193
26
Zinsaufwendungen
15.363
26.671
-11.308
Gesamt
2.654
1.919
735
Die Erträge aus dem Unwinding in Höhe von 55 Mio. EUR (Vorjahr: 84 Mio. EUR) werden unter Zins- und zinsähnlichen Erträgen aus
Forderungen an Kreditinstitute/Kunden ausgewiesen.
Das Zinsergebnis aus Derivaten umfasst unabhängig von einer Berücksichtigung im Hedge Accounting die Zinserträge und -
aufwendungen aller Derivate.
Aufgliederung der Zinserträge aus Finanzanlagen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinserträge aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
1.271
2.204
-933
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen
Wertpapieren
3
32
-29
Laufende Erträge aus Beteiligungen
31
26
5
Laufende Erträge aus Anteilen an nicht konsolidierungspflichtigen
Tochterunternehmen
0
5
-5
Gesamt
1.305
2.267
-962

(28) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Aufgliederung der Risikovorsorge nach Geschäftsvorgängen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Aufwendungen aus Zuführungen zur Risikovorsorge
1.352
1.303
49
Direktabschreibungen
123
1.087
-964
Aufwendungen für Risikovorsorge
1.475
2.391
-916
Erträge aus der Auflösung von Risikovorsorge
443
184
259
Erträge aus Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen
60
68
-8
Erträge aus der Risikovorsorge
503
252
251
Gesamt
-972
-2.139
1.167
Im Vorjahr resultierten die Direktabschreibungen nahezu vollständig aus den Maßnahmen zur Rettung der IKB (1,0 Mrd. EUR), für die
darüber hinaus Zuführungen zur Risikovorsorge in Höhe von 0,3 Mrd. EUR erforderlich waren.
(29) Provisionsüberschuss
Aufgliederung des Provisionsüberschusses nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Provisionserträge aus dem Kreditgeschäft
286
274
12
Provisionserträge aus Kreditderivaten
6
12
-6
Sonstige Provisionserträge
136
118
18
Erträge aus dem Treuhandgeschäft
1
1
0
Provisionserträge
430
406
24
Provisionsaufwendungen aus dem Kreditgeschäft
129
166
-37
Provisionsaufwendungen aus Kreditderivaten
3
4
-1
Sonstige Provisionsaufwendungen
12
18
-6
Provisionsaufwendungen
144
188
-44
Gesamt
286
218
68
Das Provisionsergebnis aus dem Kreditgeschäft beinhaltet auch die laufenden Prämien und Gebühren aus den Verbriefungsplattformen
PROMISE und PROVIDE.
Die Sonstigen Provisionserträge beinhalten das Entgelt für die Abwicklung der Finanziellen Zusammenarbeit zur Förderung der
Entwicklungsländer in Höhe von 107 Mio. EUR (Vorjahr: 84 Mio. EUR).
(30) Ergebnis aus dem Hedge Accounting
Aufteilung des Ergebnisses aus dem Hedge Accounting nach Art der Sicherungsbeziehung
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Micro Fair Value Hedge Accounting
389
-450
839
Ergebnis aus Macro Fair Value Hedge Accounting
-702
141
-843
Gesamt
-313
-309
-4
Das Ergebnis aus dem Macro Fair Value Hedge Accounting umfasst die Bewertung der Sicherungsgeschäfte in Höhe von -1.746 Mio.
EUR (Vorjahr: -6.079 Mio. EUR) sowie die Bewertung der gesicherten Risiken aus den abgesicherten Grundgeschäftsportfolios. Hinzu
kommt neben der Amortisierung der Wertanpassungsposten aus dem dynamischen Hedgedesignations- und -auflösungsprozesses und
der anteiligen Auflösung von Wertanpassungen bei Abgängen aus den Grundgeschäftsportfolios auch der Restlaufzeiteneffekt der
Sicherungsderivate.
Nettodarstellung des Gesamtergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting nach gesicherten Produkten
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
-17
51
-68
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
7
-8
15
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
314
-434
748
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
4
-5
9
Zwischensumme: Ergebniseffektivität der Sicherungsbeziehungen
308
-396
704
Ergebnis aus der Amortisierung von Wertanpassungen
81
-54
135
Gesamt
389
-450
839
Bruttodarstellung des Bewertungsergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2009

Grundgeschäfte
Mio. EUR
Sicherungsgeschäfte
Mio. EUR
Ergebniseffektivität
der
Sicherungsbeziehung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
-1
-16
-17
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
27
-20
7
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
2.864
-2.550
314
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
-49
53
4
Gesamt
2.841
-2.533
308
Bruttodarstellung des Bewertungsergebnisses aus dem Micro Fair Value Hedge Accounting: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte im Geschäftsjahr 2008
Grundgeschäfte
Mio. EUR
Sicherungsgeschäfte
Mio. EUR
Ergebniseffektivität
der
Sicherungsbeziehung
Mio. EUR
Ergebnis aus der Sicherung von Finanzanlagen
731
-680
51
Ergebnis aus der Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten/Kunden
-73
65
-8
Ergebnis aus der Sicherung von Verbrieften Verbindlichkeiten
-11.294
10.860
-434
Ergebnis aus der Sicherung von Nachrangkapital
-224
219
-5
Gesamt
-10.859
10.464
-396
(31) Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente
Aufgliederung des Ergebnisses aus Fair-Value-Bewertung anderer Finanzinstrumente nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Finanzanlagen
582
-1.446
2.028
Ergebnis aus Vermögenswerten
582
-1.446
2.028
Ergebnis aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Kunden
-592
751
-1.343
Ergebnis aus Verbrieften Verbindlichkeiten
1.596
-1.838
3.435
Ergebnis aus Verbindlichkeiten
1.004
-1.088
2.092
Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting
qualifizieren
-1.553
1.622
-3.176
Ergebnis aus Kreditderivaten
386
-584
970
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
-1.167
1.038
-2.205
Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung
-51
57
-108
Gesamt
368
-1.438
1.806
Das Ergebnis aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Kunden enthält das Ergebnis aus im Rahmen der
Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE emittierten Credit Linked-Schuldscheinen. Das Ergebnis aus Kreditderivaten enthält
das Ergebnis aus den hierunter abgeschlossenen Portfolio-CDS.
Das Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, resultiert insbesondere aus Derivaten in
wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen, die durch die Nutzung der Fair-Value-Option zur Kategorisierung der abgesicherten
Grundgeschäfte bilanziell abgebildet werden. Zu den gesicherten Grundgeschäften gehören vor allem Mittelaufnahmen in Form von
Verbrieften Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Finanzanlagen.
Darüber hinaus enthält das Ergebnis aus Finanzderivaten, die nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, Wertveränderungen von
trennungspflichtigen eingebetteten Derivaten aus dem Beteiligungsfinanzierungsgeschäft. Des Weiteren werden hierunter die
Ergebnisse aus getrennt bilanzierten eingebetteten Derivaten, die im Zusammenhang mit finanziellen Verbindlichkeiten stehen,
ausgewiesen; die Ergebnisse aus der Bewertung der zugehörigen Sicherungsderivate werden somit kompensiert.
Aufgliederung des Ergebnisses aus Fair-Value-Bewertung von Finanzanlagen nach Produkten
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
601
-1.121
1.721
Ergebnis aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
1
-323
325
Ergebnis aus Beteiligungen
-20
-2
-18
Gesamt
582
-1.446
2.028
Aufgliederung des Ergebnisses aus Fair-Value-Bewertung von Kreditderivaten und im Rahmen der Verbriefungsplattformen
PROMISE und PROVIDE emittierten Credit Linked-Schuldscheinen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Single Name CDS
98
-64
162

2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Portfolio-CDS
-286
286
-572
Ergebnis aus PROMISE/PROVIDE
-27
-3
-25
davon Ergebnis aus CDS
574
-806
1.380
davon Ergebnis aus emittierten Credit Linked-Schuldscheinen
-601
804
-1.405
Gesamt
-215
219
-435
Bruttodarstellung des Ergebnisses aus wirtschaftlich gesicherten Mittelaufnahmen: Gegenüberstellung der Grund- und
Sicherungsgeschäfte
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Mittelaufnahmen
1.605
-1.891
3.496
Ergebnis aus Sicherungsgeschäften
-1.686
2.313
-3.999
Gesamt (Ergebniseffektivität der wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehungen)
-81
422
-503
(32) Ergebnis aus Finanzanlagen
Aufgliederung des Ergebnisses aus Finanzanlagen nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis aus Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren
-83
-436
353
Ergebnis aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
1
-25
26
Ergebnis aus Beteiligungen
-35
-95
59
Ergebnis aus Finanzinstrumenten
-117
-555
438
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
-3
3
-6
Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
0
-1.421
1.421
Gesamt
-120
-1.974
1.854
Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten enthält realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Finanzanlagen sowie
Wertberichtigungen bei Finanzanlagen der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Kredite und
Forderungen bzw. bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte. Das Ergebnis aus Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren sowie das Ergebnis aus Beteiligungen enthalten Erfolge aus dem Abgang von Finanzinstrumenten, die
zu Anschaffungskosten bilanziert wurden.
Im Vorjahr wurden im Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht,
ausschließlich Aufwendungen aus dem Verkaufsprozess der IKB bilanziert.
Angaben zu Wertminderungen aus Finanzanlagen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Finanzanlagen
142
562
-420
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
100
405
-304
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
32
-32
davon Beteiligungen
41
125
-84
Gesamt
142
562
-420
Angaben zu Wertaufholungen nach Wertminderungen aus Finanzanlagen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Finanzanlagen
34
1
33
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
34
1
33
(33) Verwaltungsaufwand
Aufgliederung der Verwaltungsaufwendungen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Löhne und Gehälter
333
305
28
Soziale Abgaben
44
41
3
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
27
20
7
Personalaufwand
404
366
38
Andere Verwaltungsaufwendungen
256
233
22
Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und
Immaterielle Vermögenswerte
83
46
37

2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sachaufwand
339
280
59
Gesamt
742
646
97
Im Sachaufwand enthalten sind Abschreibungen und Wertminderungen aus dem Finanzierungsleasing in Höhe von 5 Mio. EUR
(Vorjahr: 6 Mio. EUR).
Die Anderen Verwaltungsaufwendungen umfassen Mietaufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 16 Mio. EUR
(Vorjahr: 14 Mio. EUR).
(34) Sonstiges betriebliches Ergebnis
Aufgliederung des Sonstigen betrieblichen Ergebnisses
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sonstiger betrieblicher Ertrag
51
1.592
-1.540
Sonstiger betrieblicher Aufwand
29
56
-28
Gesamt
23
1.536
-1.513
Im Sonstigen betrieblichen Ertrag bilanziert werden Ergebnisse aus dem Rückkauf von Eigenemissionen, einschließlich Mieterträgen
aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien in Höhe von 3 Mio. EUR (Vorjahr: 4 Mio. EUR) sowie Erträge aus der Auflösung
sonstiger Rückstellungen.
Im Vorjahr enthielt das Ergebnis vor allem den Beitrag des Bundes und des deutschen Kreditgewerbes für die IKB-Kapitalmaßnahmen
und für die Risikoabschirmung der IKB.
(35) Ertragsteueraufwand
Aufgliederung des Ertragsteueraufwands nach Verpflichtungscharakter
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag
35
12
24
Latente Steuern
22
-100
122
Gesamt
57
-89
146
Im Berichtsjahr ergab sich im Zusammenhang mit Steuerlatenzen ein Steueraufwand in Höhe von 22 Mio. EUR (Vorjahr: Steuerertrag
100 Mio. EUR - insbesondere aus der erstmaligen Berücksichtigung der KfW IPEX-Bank). Dieser resultiert überwiegend aus der
Veränderung des Ansatzes temporärer Differenzen.
Die Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem rechnerischen Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr und den
Steuern vom Einkommen und Ertrag.
Überleitung der Ertragsteuern
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern)
1.184
-2.832
4.016
Konzernertragsteuersatz
0 %
0 %
0 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr
0
0
0
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze ggü. dem
Konzernertragsteuersatz
-116
-180
64
Auswirkungen von Steuersatzänderungen
0
-62
62
Auswirkungen von im Geschäftsjahr erfassten Steuern aus Vorjahren
9
-7
16
Auswirkungen nicht anrechenbarer Ertragsteuern
14
3
11
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben
6
2
4
Auswirkungen steuerfreier Erträge
-2
-1
-1
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen/Kürzungen
2
4
-2
Auswirkungen permanenter Differenzen
0
-1
1
Auswirkungen von Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern
144
152
-8
Sonstige Auswirkungen
0
-2
2
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand
57
-89
146
Der für die Überleitungsrechnung zugrunde liegende Konzernertragsteuersatz von 0 % trägt dem Steuerstatus der KfW als persönlich
steuerbefreite Anstalt des öffentlichen Rechts und ihrem bestimmenden Anteil am Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Rechnung.
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze ergeben sich durch die subjektive Steuerpflicht und damit verbundene
unterschiedliche Steuersätze einzelner Konzerngesellschaften. Die Steuersätze betragen unverändert zum Vorjahr zwischen 0 % und
32 %.
Auswirkungen von Ansatzkorrekturen aktiver latenter Steuern beinhalten insbesondere die Nichtberücksichtigung von im Berichtsjahr
erzielten steuerlichen Verlusten sowie von Aktivüberhängen bei abzugsfähigen temporären Differenzen. Dies trägt dem konservativen
Ansatz der KfW bei der Bewertung von aktiven latenten Steuern Rechnung.

(36) Erläuterungen zum Sonstigen Ergebnis
Aufgliederung des Sonstigen Ergebnisses nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten
285
-463
748
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
266
-431
697
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
19
-33
52
davon Beteiligungen
0
1
-1
Sonstiges Ergebnis aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
-17
4
-20
Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen
-7
0
-7
Gesamt
261
-460
721
Das Sonstige Ergebnis umfasst die erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfassten Erträge und Aufwendungen.
Aufgliederung der Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung nach Klassen
2009
Mio. EUR
2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Umgliederungen aus Finanzinstrumenten
135
327
-191
davon Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
136
299
-163
davon Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
27
-27
davon Beteiligungen
0
1
-1
Umgliederungen aus latenten Steuern auf Finanzinstrumente
-1
0
-1
Gesamt
134
327
-193
Die dargestellten Umgliederungen resultieren aus Erträgen und Aufwendungen, die in der Berichtsperiode erfolgswirksam in der
Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt wurden und die zuvor erfolgsneutral in den Neubewertungsrücklagen erfasst waren.
Darunter fällt auch die Amortisierung von Neubewertungsrücklagen aus der Umgliederung von Finanzanlagen aus der
Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Bewertungskategorie Kredite und Darlehen. In
der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmte Erträge sind mit negativem Vorzeichen ausgewiesen, Aufwendungen weisen ein
positives Vorzeichen auf.
Segmentberichterstattung
(37) Segmentbericht nach Geschäftsfeldern
Die Segmentberichterstattung folgt gemäß den Bestimmungen des IFRS 8 dem internen Managementberichtssystem, das von den
Hauptentscheidungsträgern des Konzerns zur Beurteilung der Performance der Segmente und zur Zuweisung von Ressourcen zu
Segmenten herangezogen wird.
Gemäß der seit 1. Januar 2009 wirksamen internen Geschäftsfeldstruktur gliedern sich die Segmente mit ihren Produkten und
Dienstleistungen wie folgt:
KfW Mittelstandsbank
-Finanzierung Unternehmensinvestitionen und gewerbliche Umweltschutzinvestitionen -
Eigenkapitalfinanzierung (inkl. tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH)
KfW Privatkundenbank
-Finanzierung Wohnungsbau und -modernisierung -Bildungsfinanzierung
KfW Kommunalbank
-Infrastruktur- und Sozialfinanzierung -Globaldarlehen -Auftragsgeschäfte für den Bund
Export- und
Projektfinanzierung
-Finanzierung deutscher und europäischer Exporte -Finanzierung von Projekten und Investitionen
im deutschen und europäischen Interesse
Förderung Entwicklungs- und
Transformationsländer
-Förderung der Entwicklungs- und Transformationsländer mit Haushaltsmitteln des Bundes sowie
ergänzend mit Marktmitteln der KfW -Finanzierungen der DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH (Förderung der Privatwirtschaft)
Finanzmärkte
-Wertpapier- und Geldmarktanlagen -Kreditverbriefung -Platzhaltergeschäfte für den Bund -
Refinanzierung
Zentrale
-Zentrale Zins- und Währungssteuerung -Strategische Beteiligungen -Beratungsförderung
Mit Neuordnung der Geschäftsfeldstruktur zum 1. Januar 2009 wurde das bisherige Geschäftsfeld "Investitionsfinanzierung
Deutschland und Europa" in die drei neuen Geschäftsfelder KfW Mittelstandsbank, KfW Privatkundenbank und KfW Kommunalbank
geteilt. Das neu geschaffene Geschäftsfeld "Finanzmärkte" umfasst neben den Wertpapier- und Geldmarktanlagen, der Refinanzierung
und den Platzhaltergeschäften (alle bisher im aufgelösten Segment "Beteiligungen, Treasury und Dienstleistungen") die
Kreditverbriefung, die vorher der "Investitionsfinanzierung Deutschland und Europa" zugeordnet war. Die Zentrale nimmt aus den
aufgelösten Geschäftsfeldern die Beratungsförderung (vorher in "Investitionsfinanzierung Deutschland und Europa") und die
Strategischen Beteiligungen (vorher in "Beteiligungen, Treasury und Dienstleistungen") auf. Die neue Geschäftsfeldstruktur wurde
rückwirkend bei der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2008 zugrunde gelegt.
Die Geschäftsfelder werden anhand ihres Beitrags zum Konzerngewinn gemessen. Den einzelnen Positionen liegen folgende Methoden
zugrunde:
Der Zinsüberschuss (vor Zinsverbilligungsleistungen) umfasst die auf Basis der Marktzinsmethode
1)
ermittelten Zinsmargen
aus dem Aktivgeschäft. Die Position beinhaltet ebenfalls die kalkulatorisch zugeordnete Eigenmittelverzinsung, deren
Aufteilung auf Basis des in Anspruch genommenen Ökonomischen Kapitals erfolgte. In der Zentrale ist daneben das

Dispositionsergebnis erfasst, das im Wesentlichen das Ergebnis aus der Fristentransformation und Erfolgsbeiträge aus der
KfW-Refinanzierung
2)
beinhaltet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsüberschuss enthaltenen Zinsverbilligungsleistungen werden wegen der
besonderen Bedeutung als Steuerungsgröße entsprechend dem internen Managementbericht separat ausgewiesen.
Zinsverbilligungsleistungen sind eine Förderkomponente der Geschäftsfelder KfW Mittelstandsbank, KfW Privatkundenbank
und KfW Kommunalbank. Förderkredite mit einem KfW-Ertragszins unterhalb des KfW-Einstands gelten als zinsverbilligt.
Die verursachungsgerechte Verteilung des Verwaltungsaufwands auf die einzelnen Segmente erfolgt auf Basis einer
Produktvollkostenrechnung
3)
. Der Verwaltungsaufwand umfasst die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen.
Abweichend von der bisherigen Berichterstattung erfolgt die Zuordnung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft zu den
Segmenten nicht mehr auf Basis des Konzepts der Erwarteten Verluste (Standardrisikokosten). Entsprechend der geänderten
internen Berichterstattung werden als Risikovorsorge nunmehr die Nettozuführungen zu Wertberichtigungen,
Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen verursachungsgerecht auf die Geschäftsfelder verteilt.
In der Position Bewertungsergebnis sind das Ergebnis aus dem Hedge Accounting, das Ergebnis aus Fair-Value-Bewertung
anderer Finanzinstrumente, das Ergebnis aus Finanzanlagen und das Sonstige betriebliche Ergebnis zusammengefasst.
Bei der Zuordnung des Ertragsteueraufwands zu den Geschäftsfelder (außer Zentrale) sind nur die tatsächlichen Steuern vom
Einkommen und Ertrag berücksichtigt. Latente Steuern sind der Zentrale zugerechnet.
Der ausgewiesene Ökonomische Kapitalbedarf zur Abdeckung des Risikopotenzials aus Kredit-, Marktpreis- und
Operationellen Risiken ist für ein Solvenzniveau von 99,96 % quantifiziert
4)
.
Auf den Ausweis der Größe Segmentvermögen wird verzichtet, da sie gemäß dem internen Managementberichtssystem keine
Größe ist, die für die Beurteilung der Performance der Segmente und für die Zuweisung von Ressourcen zu Segmenten
herangezogen wird.
Die in der bisherigen internen Managementberichterstattung in geringem Umfang vorgenommenen ergebnisneutralen
Umsetzungen zwischen den Ergebnispositionen erfolgen entsprechend der geänderten internen Berichterstattung nicht mehr.
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.
Die Darstellung der Segmenterträge und -aufwendungen basiert auf konsolidierten Zahlen. Aus Leistungsbeziehungen
zwischen den Segmenten resultierende konzerninterne Verwaltungs- und Provisionsaufwendungen sowie Provisions- und
sonstige betriebliche Erträge werden im Rahmen der Segmentergebnisrechnung bereinigt. Verbleibende geringe
Konsolidierungseffekte sind der Spalte Überleitung/Konsolidierung zugewiesen.
1)
Bei dieser Methode wird für die Berechnung der Zinsmargen eine fristenkongruente Refinanzierung zur internen KfW-Refinanzierungszinskurve
unterstellt.
2)
Vorteil der realisierten Refinanzierungssätze und Fristigkeitsstruktur im Vergleich zu den intern verrechneten Refinanzierungszinsen. Dieser
Erfolgsbeitrag ist derzeit nur indikativ ermittelbar. Daher unterbleibt eine Zuordnung zum Geschäftsfeld Finanzmärkte.
3)
Die in den Organisationseinheiten anfallenden Kosten werden mit Hilfe von Kernleistungen auf die Produkte weiterverrechnet.
4)
Die zugrunde gelegten statistischen Modelle und Methoden sind im Risikoberichtsteil des Konzernlageberichts erläutert.
Segmentbericht nach Geschäftsfeldern für das Geschäftsjahr 2009
KfW
Mittelstands
-bank
Mio. EUR
KfW
Privatkunden
-bank
Mio. EUR
KfW
Kommunal
-bank
Mio. EUR
Export-und
Projektfinanzierung
Mio. EUR
Förderung
Entwicklungs- u.
Transformationsländer
Mio. EUR
Finanzmärkte
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
23.766
16.094
9.358
8.910
4.497
1.537
Zinsüberschuss vor
Zinsverbilligungsleistungen
264
155
55
627
201
287
Provisionsüberschuss
25
8
5
84
131
37
Verwaltungsaufwand
115
99
27
136
191
64
Betriebsergebnis vor
Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
174
64
34
575
141
261
Kreditrisikovorsorge
-248
-2
14
-499
-232
-27
Bewertungsergebnis
-43
0
2
-53
-10
363
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
-117
62
50
23
-101
597
Zinsverbilligungsleistungen
-262
-234
-75
-
-
-
Ertragsteueraufwand
-1
-
0
22
3
0
Konzerngewinn
-379
-172
-25
1
-104
597

KfW
Mittelstands
-bank
Mio. EUR
KfW
Privatkunden
-bank
Mio. EUR
KfW
Kommunal
-bank
Mio. EUR
Export-und
Projektfinanzierung
Mio. EUR
Förderung
Entwicklungs- u.
Transformationsländer
Mio. EUR
Finanzmärkte
Mio. EUR
Ökonomischer Kapitalbedarf
2.013
1.116
415
1.844
888
1.805
Zentrale
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
98
-394
63.867
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
1.633
2
3.224
Provisionsüberschuss
-4
0
286
Verwaltungsaufwand
110
0
742
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Zinsverbilligungsleistungen)
1.519
2
2.769
Kreditrisikovorsorge
21
0
-972
Bewertungsergebnis
-300
-2
-42
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
1.241
0
1.755
Zinsverbilligungsleistungen
-
-
-571
Ertragsteueraufwand
33
-
57
Konzerngewinn
1.208
0
1.127
Ökonomischer Kapitalbedarf
1.761
-
9.842
1)
Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung ist im Bewertungsergebnis ein Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
in Höhe von -3 Mio. EUR enthalten.
Segmentbericht nach Geschäftsfeldern für das Geschäftsjahr 2008
KfW
Mittelstands
-bank
Mio. EUR
KfW
Privatkunden
-bank
Mio. EUR
KfW
Kommunal
-bank
Mio. EUR
Export-und
Projektfinanzierung
Mio. EUR
Förderung
Entwicklungs- u.
Transformationsländer
Mio. EUR
Finanzmärkte
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
17.027
14.856
11.561
17.552
4.873
1.938
Zinsüberschuss vor
Zinsverbilligungsleistungen
237
140
56
548
130
239
Provisionsüberschuss
15
4
13
28
101
54
Verwaltungsaufwand
112
85
25
129
173
59
Betriebsergebnis vor
Bewertungen (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
139
59
44
446
59
234
Kreditrisikovorsorge
-190
-26
-162
-203
-55
-13
Bewertungsergebnis
34
0
1
-74
-10
-1.599
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
-17
33
-117
169
-6
-1.377
Zinsverbilligungsleistungen
-248
-244
-114
-
-
-
Ertragsteueraufwand
-
-
0
5
6
1
Konzerngewinn
-265
-211
-231
165
-12
-1.378
Ökonomischer Kapitalbedarf
1.588
900
499
1.567
664
1.609
Zentrale
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Volumen Neuzusagen
37
-52
67.791
Zinsüberschuss vor Zinsverbilligungsleistungen
983
192
2.525
Provisionsüberschuss
-6
9
218
Verwaltungsaufwand
55
7
646
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Zinsverbilligungsleistungen)
922
195
2.098
Kreditrisikovorsorge
-264
-1.226
-2.139
Bewertungsergebnis
-789
251
-2.185
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor
Zinsverbilligungsleistungen)
-131
-781
-2.226
Zinsverbilligungsleistungen
0
-
-606
Ertragsteueraufwand
-101
-
-89
Konzerngewinn
-30
-781
-2.743
Ökonomischer Kapitalbedarf
1.493
236
8.556
1)
Im Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung ist im Bewertungsergebnis ein Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
in Höhe von 3 Mio. EUR enthalten.
Die Überleitungs-/Konsolidierungsspalte beinhaltet alle Anpassungsmaßnahmen, die für die Überleitung der Segmentinformationen auf
die zusammengefassten Informationen für den KfW-Konzern notwendig sind. Als Konsolidierungseffekt der Größe "Volumen
Neuzusagen" sind die Zusagen von Programmkrediten der KfW Mittelstandsbank durch die KfW IPEX-Bank in ihrer Funktion als

Durchleitungsbank ausgewiesen. Die übrigen im Segmentbericht 2009 in dieser Spalte ausgewiesenen Beträge resultieren aus
geringen Konsolidierungseffekten. Die Vergleichswerte für das Geschäftsjahr 2008 umfassen neben geringen Konsolidierungseffekten
die Ergebnisauswirkungen aus der Risikoabschirmung und dem Verkauf der IKB.
(38) Segmentbericht nach Regionen
Die Zuordnung des Zins- und Provisionsüberschusses erfolgt grundsätzlich auf Basis des geografischen Standortes der Kunden. Die im
Zinsüberschuss enthaltene kalkulatorische Eigenmittelverzinsung sowie das Dispositionsergebnis werden Deutschland zugeordnet. Für
die Förderung der Entwicklungsländer mit Haushaltsmitteln des Bundes erhält die KfW vom Bund einen Provisionsertrag. Dieser ist der
Region des jeweiligen Investitionslandes zugeordnet. Der aus den Kreditverbriefungsplattformen resultierende Provisionsaufwand
gegenüber Zweckgesellschaften wird gemäß dem geografischen Standort der Originator-Banken verteilt.
Auf den Ausweis der Sachanlagen und der Immateriellen Vermögenswerte nach Regionen wird verzichtet, da diese Vermögenswerte
bis auf unwesentliche Beträge in Deutschland gebunden sind.
Segmentbericht nach Regionen für das Geschäftsjahr 2009
Deutschland
Mio. EUR
Europa (ohne
Deutschland)
Mio. EUR
Übrige Welt
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Zinsüberschuss
1.829
402
422
2
2.654
Provisionsüberschuss
105
40
142
0
286
Segmenterträge
1.934
441
564
2
2.940
Segmentbericht nach Regionen für das Geschäftsjahr 2008
Deutschland
Mio. EUR
Europa (ohne
Deutschland)
Mio. EUR
Übrige Welt
Mio. EUR
Überleitung/
Konsolidierung
Mio. EUR
KfW-Konzern
Mio. EUR
Zinsüberschuss
1.110
327
290
192
1.919
Provisionsüberschuss
89
20
99
9
218
Segmenterträge
1.200
347
390
201
2.137
Die Überleitungs-/Konsolidierungsspalte beinhaltet alle Anpassungsmaßnahmen, die für die Überleitung der Segmentinformationen auf
die zusammengefassten Informationen für den KfW-Konzern notwendig sind. Im Segmentbericht für das Geschäftsjahr 2009
resultieren die Beträge in dieser Spalte ausschließlich aus geringen Konsolidierungseffekten. Die Vergleichswerte für das Geschäftsjahr
2008 umfassen neben geringen Konsolidierungseffekten die Ergebnisauswirkungen aus der Risikoabschirmung und dem Verkauf der
IKB.
Erläuterungen zur Bilanz
(39) Barreserve
Aufgliederung der Barreserve nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Guthaben bei Zentralnotenbanken
337
99
238
(40) Forderungen an Kreditinstitute
Aufgliederung der Forderungen an Kreditinstitute nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Geldmarktgeschäfte
4.004
5.065
-1.060
Kredite und Darlehen
218.870
210.357
8.513
Andere Forderungen
18.685
8.040
10.644
Gesamt
241.559
223.462
18.097
Die Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos) und den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE sind in den
anderen Forderungen enthalten.
Aufgliederung der Kredite und Darlehen an Kreditinstitute nach Haftungscharakter
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Direktkredite an Kreditinstitute
82.084
78.002
4.082
Bankdurchgeleitete Kundenkredite mit vollständiger Haftung der
Durchleitungsbank
132.422
129.627
2.795
Bankdurchgeleitete Kundenkredite mit teilweiser Haftung der
Durchleitungsbank
4.011
2.406
1.605
Direkte und bankdurchgeleitete nachrangige Kredite
353
321
31
Gesamt
218.870
210.357
8.513
(41) Forderungen an Kunden

Aufgliederung der Forderungen an Kunden nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Geldmarktgeschäfte
0
100
-100
Kredite und Darlehen
98.826
103.368
-4.542
Schuldscheindarlehen
3
19
-15
Andere Forderungen
546
957
-410
Gesamt
99.376
104.444
-5.068
Die Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos) und den Verbriefungsplattformen PROMISE und PROVIDE sind in den
anderen Forderungen enthalten.
Aufgliederung der Kredite und Darlehen an Kunden nach Haftungscharakter
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Direktkredite an Kunden
91.507
95.673
-4.166
Bankdurchgeleitete Kundenkredite ohne Haftung der
Durchleitungsbank
679
690
-11
Direkte und bankdurchgeleitete nachrangige Kredite
6.641
7.006
-365
Gesamt
98.826
103.368
-4.542
(42) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Aufgliederung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Forderungen an Kreditinstitute
420
526
-106
Forderungen an Kunden
6.484
7.077
-594
Risikovorsorge für Forderungen
6.904
7.604
-700
Rückstellungen für Eventualverpflichtungen und Unwiderrufliche
Kreditzusagen
355
255
99
Gesamt
7.258
7.859
-601
Die Risikovorsorge für Forderungen umfasst auch die Vorsorge für Forderungen aus Pensionsgeschäften (Reverse-Repos).
Entwicklung der Kreditrisikovorsorge nach Risikoarten im Geschäftsjahr 2009
Einzelrisiken
Mio. EUR
Portfoliorisiken
Mio. EUR
Risikovorsorge für
Forderungen
Mio. EUR
Rückstellungen
(Einzelrisiken)
Mio. EUR
Rückstellungen
(Portfoliorisiken)
Mio. EUR
Gesamt
Mio.
EUR
Stand 01.01.2009
6.544
1.059
7.604
180
75
7.859
Zuführungen
865
322
1.187
260
29
1.475
Verbräuche
-1.410
0
-1.410
0
0
-1.410
Auflösungen
-107
-160
-267
-149
-28
-443
Unwinding
-55
0
-55
0
0
-55
Wechselkursänderungen
-146
-7
-153
-11
1
-163
Umbuchungen
11
-13
-2
-2
0
-4
Stand 31.12.2009
5.702
1.201
6.904
278
76
7.258
Die Vorsorge für Portfoliorisiken umfasst neben der bonitätsinduzierten Risikovorsorge auch die Vorsorge für Länderrisiken.
Für wertberichtigte Kredite und Darlehen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinserträge in Höhe von 175 Mio. EUR (Vorjahr: 183
Mio. EUR) nicht vereinnahmt.
Entwicklung der Kreditrisikovorsorge nach Risikoarten im Geschäftsjahr 2008
Einzelrisiken
Mio. EUR
Portfoliorisiken
Mio. EUR
Risikovorsorge für
Forderungen
Mio. EUR
Rückstellungen
(Einzelrisiken)
Mio. EUR
Rückstellungen
(Portfoliorisiken)
Mio. EUR
Gesamt
Mio.
EUR
Stand 01.01.2008
6.929
742
7.671
530
0
8.201
Zuführungen
1.953
276
2.230
128
33
2.391
Verbräuche
-2.407
0
-2.407
-400
0
-2.807
Auflösungen
-76
-73
-149
-32
-3
-184
Unwinding
-84
0
-84
0
0
-84
Wechselkursänderungen
347
-3
343
-1
0
342
Umbuchungen
-118
118
0
-46
46
0
Stand 31.12.2008
6.544
1.059
7.604
180
75
7.859
(43) Wertanpassungen aus dem Macro Fair Value Hedge Accounting

31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Wertanpassungen zu Aktivposten im Macro Fair Value Hedge
Accounting
6.751
5.451
1.300
In diesem Posten sind die beizulegenden Zeitwerte der gesicherten Risiken in den abgesicherten Grundgeschäftsportfolios der
Kategorie Kredite und Forderungen abgebildet.
(44) Derivate im Hedge Accounting
Aufgliederung der Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwerten im Hedge Accounting nach Art der Sicherungsbeziehung
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Micro Fair Value Hedge Accounting
13.979
12.391
1.587
Macro Fair Value Hedge Accounting
643
637
6
Gesamt
14.622
13.028
1.594
Aufgliederung der Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwerten im Hedge Accounting nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinsbezogene Derivate
10.747
11.132
-385
Währungsbezogene Derivate
3.875
1.896
1.979
Gesamt
14.622
13.028
1.594
Im Macro Fair Value Hedge Accounting werden ausschließlich zinsbezogene Derivate berücksichtigt.
Zinswährungsswaps werden unter den währungsbezogenen Derivaten ausgewiesen.
(45) Sonstige Derivate
Aufgliederung der Sonstigen Derivate mit positiven beizulegenden Zeitwerten nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Zinsbezogene Derivate
2.636
4.265
-1.629
Währungsbezogene Derivate
2.320
4.034
-1.715
Aktien/-indexorientierte Derivate
27
5
21
Kreditderivate
10
342
-331
Andere Derivate
31
62
-31
Gesamt
5.023
8.709
-3.685
Zinswährungsswaps werden unter den währungsbezogenen Derivaten ausgewiesen.
(46) Finanzanlagen
Aufgliederung der Finanzanlagen nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
35.292
42.555
-7.263
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
67
433
-366
Beteiligungen
1.333
1.230
103
Anteile an nicht einbezogenen Tochterunternehmen
2
2
0
Finanzinstrumente gesamt
36.694
44.220
-7.526
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
15
8
7
Gesamt
36.709
44.228
-7.519
Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere werden, vermindert um die Vorsorge für das Risiko bereits
eingetretener, jedoch individuell noch nicht identifizierter Wertminderungen, bilanziert.
(47) Sachanlagen
Aufgliederung der Sachanlagen nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Grundstücke und Gebäude
585
605
-20
Betriebs- und Geschäftsausstattung
42
48
-7
Sonstige Sachanlagen
231
189
42
Eigengenutzte Sachanlagen
857
842
16
Finanzinvestitionen
18
29
-11
Gesamt
876
871
4
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhaltet die aktivierungspflichtigen Vermögenswerte aus dem Finanzierungsleasing.

Unter den Sonstigen Sachanlagen werden geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert des unter Finanzinvestitionen ausgewiesenen Objekts entspricht dem Buchwert.
Entwicklung des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2009
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Mio. EUR
Kumulierte Ab-
und
Zuschreibungen
Mio. EUR
Nettobuchwert
Mio. EUR
Buchwert 01.01.2009
1.098
-226
871
Zugänge/Zuschreibungen
80
0
80
Abgänge
-92
68
-24
Planmäßige Abschreibungen
--
-30
-30
Außerplanmäßige Abschreibungen
--
-23
-23
Buchwert 31.12.2009
1.086
-210
876
Entwicklung des Sachanlagevermögens im Geschäftsjahr 2008
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Mio. EUR
Kumulierte Ab-
und
Zuschreibungen
Mio. EUR
Nettobuchwert
Mio. EUR
Buchwert 01.01.2008
1.007
-206
801
Zugänge/Zuschreibungen
105
0
105
Abgänge
-14
9
-5
Planmäßige Abschreibungen
--
-29
-29
Außerplanmäßige Abschreibungen
--
-1
-1
Buchwert 31.12.2008
1.098
-226
871
(48) Immaterielle Vermögenswerte
Aufgliederung der Immateriellen Vermögenswerte nach Klassen
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Software
36
55
-20
davon erworbene Software
12
7
5
davon selbst erstellte Software
23
48
-25
Andere Immaterielle Vermögenswerte
9
6
2
Gesamt
44
62
-17
Unter den Anderen Immateriellen Vermögenswerten wird insbesondere die sich in Entwicklung befindende Software ausgewiesen.
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2009
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Mio. EUR
Kumulierte Ab-
und
Zuschreibungen
Mio. EUR
Nettobuchwert
Mio. EUR
Buchwert 01.01.2009
126
-64
62
Zugänge/Zuschreibungen
16
0
16
Abgänge
-39
38
0
Planmäßige Abschreibungen
--
-18
-18
Außerplanmäßige Abschreibungen
--
-15
-15
Buchwert 31.12.2009
103
-59
44
Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2008
Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Mio. EUR
Kumulierte Ab-
und
Zuschreibungen
Mio. EUR
Nettobuchwert
Mio. EUR
Buchwert 01.01.2008
119
-50
69
Zugänge/Zuschreibungen
13
0
13
Abgänge
-6
2
-4
Planmäßige Abschreibungen
--
-16
-16
Buchwert 31.12.2008
126
-64
62
(49) Sonstige Aktiva
Aufgliederung der Sonstigen Aktiva nach Klassen

31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Sonstige Vermögenswerte und Forderungen
826
704
122
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
676
1.125
-450
Ertragsteueransprüche
189
247
-58
Gesamt
1.691
2.077
-386
Aufgliederung der Ertragsteueransprüche nach Arten
31.12.2009
Mio. EUR
31.12.2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Tatsächliche Ertragsteueransprüche
33
59
-26
Latente Ertragsteueransprüche
156