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Aktualisierte Umwelterklärung 2013

 
2 |
Inhalt
1.
Vorwort
3
2.
Aktuelle Veränderungen
4
2.1 Neue Aufgaben
4
2.2 Neue Standorte
5
3.
Umweltleistung
6
3.1 Maßnahmen
6
A Erweiterung der gerätetechnischen Ausrüstung zur Datenerhebung
6
B Erweiterung der Technik zur Datenbearbeitung und -übertragung
10
C Einführung neuer Methoden und Optimierung bestehender Methoden
12
D Optimierung des Arbeitsmitteleinsatzes / Ressourcenschonung
16
3.2 Kennzahlen
19
K Datenverfügbarkeit
19
K Berichterstattung
20
K Weitere
20
4.
Termin für die nächste Umwelterklärung
21
5.
Gültigkeitserklärung
22

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Umwelterklärung 2013
| 3
1.
Vorwort
In dieser Erklärung berichten wir über unsere
Umweltleistung des Jahres 2012 und unsere
Ziele im laufenden Jahr.
Die in der Erklärung 2012 gestellten Ziele konn-
ten zum Großteil erreicht und durch zusätzliche
Maßnahmen ergänzt werden.
Das ist erwähnenswert, angesichts der vielfälti-
gen Inanspruchnahme der Mitarbeiterschaft
hinsichtlich Vorbereitung, Durchführung und
Etablierung der Aufgaben und Methoden im
Zusammenhang mit den umfangreichen Stand-
ortverlagerungen unter Aufrechterhaltung des
Betriebes.
Im Prozess der Standortkonzentration konnte
damit ein weiterer wichtiger Schritt gegangen
werden.
Am Standort Radebeul (Wahnsdorf) sind nun-
mehr die Geschäftsführung, die Verwaltung und
drei weitere Geschäftsbereiche vereint.
Am Standort „Landwirtschafts- und Umwelt-
zentrum (LUZ) Nossen“ ist seit dem Umzug aller
Teilbereiche der Labore Landwirtschaft im No-
vember/Dezember die volle Mitarbeiterstärke
erreicht. Die Komplexität der Baumaßnahme
erfordert aber weiterhin von allen Beteiligten,
insbesondere dem Gebäudemanagement sowie
den SIB- und BfUL-Mitarbeiter/innen große
Anstrengungen.
Weitere Beispiele für bedeutende Entwicklun-
gen und fachliche Besonderheiten sind:
Im Luftmessnetz stand eine umfassende
Erweiterung der Messnetz-Luftgütesoftware
ADVis an. Dazu wurden umfassende Anpas-
sungen der Software der Messnetzzentrale
sowie der Soft- und Hardware der Messsta-
tionsrechner vorgenommen.
Im Geschäftsbereich Umweltradioaktivität
wurden auch 2012 die Untersuchungen zum
Radiocäsiumgehalt von sächsischem Wild-
fleisch fortgeführt und auf die Privatjagd
ausgedehnt.
Ein Schwerpunkt des Messnetzbetriebes
Wasser im Jahr 2012 war wiederum die Um-
setzung des umfangreichen Pegelbaupro-
gramms mit insgesamt 17 Bauvorhaben.
Vollzogen wurde die Übernahme der Analytik
für die Pflanzendiagnose (Phytopathologie)
sowie der Bodendauerbeobachtungsflächen
II (BDF II) vom Landesamt für Umwelt, Land-
wirtschaft und Geologie (LfULG) per
01.01.2013.
Ulrich Langer
Geschäftsführer

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Umwelterklärung 2013
4 |
Geschäftsbereich 1
Verwaltung
Radebeul
Geschäftsbereich 6
Labore Landwirtschaft
Nossen
Geschäftsbereich 2
Umweltradioaktivität
Radebeul
Geschäftsbereich 3
Messnetzbetrieb Wasser
und Meteorologie
Radebeul
Geschäftsbereich 4
Messnetzbetrieb Luft
Radebeul
Geschäftsbereich 5
Labore Umwelt
Nossen
Fachbereich 11
Allg. Verwaltung / Bau
und Liegenschaften
Fachbereich 61
Produktionsmittel
Fachbereich 20
Zentrale Fachaufgaben
Fachbereich 31
Lysimeterstation
Brandis
Fachbereich 41
Immissionsmessungen
Sachgebiet
Qualitätsmanagement
Fachbereich 12
Personal / I. u. K.
Fachbereich 62
Pflanzen, Futtermittel
Fachbereich 21
1. Landesmessstelle
Radebeul
Fachbereich 32
Messnetzbetrieb OW/GW
Radebeul
Fachbereich 42
Emissionsmessungen
Fachbereich 51
Bodenanalytik
Fachbereich 13
Kaufmännischer Bereich
Fachbereich 63
Landwirtschaftl Erzeugnisse,
Veredlungsprodukte
Fachbereich 22
2. Landesmessstelle
Chemnitz
Fachbereich 33
Messnetzbetrieb OW/GW
Chemnitz
Fachbereich 52
Spezielle Wasseranalytik
Geschäftsführer
Radebeul
Stabsstellen
- Controlling / NSM
- IMS
- Arbeitssicherheit
- Justitiariat/Innenrevision/Datenschutz
Staatliche Betriebsgesell-
schaft für Umwelt und
Landwirtschaft (BfUL)
Fachbereich 34
Messnetzbetrieb OW/GW
Leipzig
Fachbereich 53
Allgem. Wasseranalytik
Fachbereich 64
Fachbereich 54
Saatgut
Gewässerökologie
Fachbereich 65
Phytopathologie
Fachbereich 55
Messnetz Naturschutz
2.
Aktuelle Veränderungen
2.1.
neue Aufgaben
Zum 01.01.2013 wurde der BfUL ein neuer
Fachbereich 65 Phytopathologie mit folgenden
Aufgaben zugeordnet:
Untersuchung von pflanzlichen Warensen-
dungen (Export, Import, innergemeinschaft-
liches Verbringen) auf Quarantäneschador-
ganismen. Dazu zählen alle Pflanzenkrank-
heiten und tierische Schaderreger, die im In-
ternationalen Pflanzenschutzübereinkom-
men (IPPC) sowie in weiteren Richtlinien ge-
listet sind und amtlichen Überwachungs-
und Bekämpfungsmaßnahmen unterliegen.
Mitwirkung bei der Schaderregerüberwa-
chung, insbesondere durch labortechnische
Untersuchungen und Analysen. Bearbeitung
von Einsendungen der Betriebe und Einrich-
tungen.
Bereitstellung von Expertisen bei der Bewer-
tung von Schadorganismen sowie Mitwir-
kung bei Kontroll- und Überwachungsauf-
gaben.
Dementsprechend wurde das Organigramm wie
folgt ergänzt:

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Umwelterklärung 2013
| 5
2.2.
neue Standorte
Die für 2012 vorgesehen Umzüge fanden plan-
mäßig statt. Insgesamt
271
Mitarbeiter sind an
nunmehr
10
Standorten tätig:
1)
Radebeul
: Geschäftsführung, GB 1, GB 2,
GB 3 und GB 4 mit
68
Mitarbeitern
(Altwahnsdorf 12, 01445)
2)
Chemnitz
: GB 2, GB 3 und GB 5 mit
28
Mit-
arbeitern an
drei
Standorten
(Dresdner Str. 183, 09131,
Pornitzstr. 3 a und Stephanplatz 3, 09112)
3)
Görlitz
: GB 3 und GB 5 mit
14
Mitarbeitern
(Sattigstr. 9, 02826)
4)
Leipzig
: GB 3 mit
8
Mitarbeitern
(Bautzner Str., 04347)
5)
Brandis
: GB 3 mit
6
Mitarbeitern
(Kleinsteinberger Str. 13, 04821)
6)
Bad Düben
: GB 5 mit
14
Mitarbeitern
(Bitterfelder Str. 25, 04849)
7)
Nossen
: GB 5 und GB 6 mit
129
Mitarbeitern
(Waldheimer Str. 219, 01683)
8)
Neschwitz
: GB 5 mit
4
Mitarbeitern
(Park 2, 02699)
Am 29.09.2012 wurde die offizielle Übergabe
des neuen Standortes Radebeul mit einem Tag
der offenen Tür verbunden. Ca. 300 interessierte
Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus der
Nachbarschaft, nahmen die Gelegenheit wahr,
sich über unsere Aufgaben und die dabei einge-
setzte Technik zu informieren.
Abbildung 1: Eröffnungsreden
Abb. 2: Interessierte an der Arbeit des FB 32
Abb. 3: Blick vom Turm auf Werkstattgarage (links), 1. Landesmessstelle
(rechts vorn) und Bürogebäude (rechts hinten)

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Umwelterklärung 2013
6 |
3.
Unsere Umweltleistung
Die in der Umwelterklärung 2012 beschriebenen
Umweltaspekte haben Gültigkeit. Die positive
Entwicklung der damit verbundenen Auswirkun-
gen ist in der Umsetzung der Einzelzielstellungen
und Kennzahlen ablesbar.
Die Darstellung der Umweltleistung erfolgt aus
Platzgründen und Erhaltung der Lesbarkeit min-
destens für das aktuelle Abrechnungsjahr, das
Vorjahr und das der Einführung bzw. der ersten
Darstellung innerhalb der Umwelterklärung.
3.1
Maßnahmen
A
Erweiterung der gerätetechnischen
Ausrüstung zur Datenerhebung
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Beginn von 3 neuen Vor-
haben, das heißt 1 Vorhaben zusätzlich und
Fortsetzung der 17 laufenden Pegelbaumaß-
nahmen, wovon 2 in die Maßnahmen der Jesch-
ke-Kommission
(siehe Ziel 2013) zugeordnet wur-
den, das heißt: 15 Maßnahmen wurden im lau-
fenden Pegelbauprogramm fortgeführt.
4 Pegelbaumaßnahmen wurden fertig gestellt, 4
weitere Maßnahmen sind wegen Verzögerung
der Genehmigungsverfahren noch im Bau.
Von den 13 Baumaßnahmen zur Beseitigung der
baulichen Schäden in Folge der Hochwässer
2010 wurden 4 fertig. Darüber hinaus wurden 2
Pegel rückgebaut.
Oberflächenwasser:
verbesserte Ausrüstung
des Pegelmessnetzes durch:
Nachrüstung von 20 Pegeln mit Blitzschutz
Elektroanschlüsse an 17 Pegeln erneuert
automatische Messtechnik und Datenfern-
übertragung (DFÜ) an 13 Pegeln neu instal-
liert bzw. modernisiert
Datenfernübertragung (DFÜ) mit Schwer-
punkt Teststellung für zukünftige Technolo-
gie am Pegel Hartau (Neiße) installiert
1 neue Seilkrananlage errichtet.
Abb. 4:
Redundante Datenfernübertragung
am Pegel Elbersdorf (Wesenitz),
im Vordergrund Winkelkodierer
Erhöhung der Untersuchungskapazität, d.h.
mehr Parameter und mehr Daten/Parameter;
Verbesserung der Zuverlässigkeit der Daten,
d. h. der Genauigkeit
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Fortsetzung von 14 laufen-
den Pegelbaumaßnahmen, Beginn von 9 neuen
Vorhaben und Fertigstellung von 11 Pegelbau-
maßnahmen. Fertigstellung der 9 Hochwasser-
maßnahmen und Standortuntersuchungen für
24 zusätzliche Pegel nach Empfehlungen der
„Jeschke-Kommission“
(nach dem Augusthochwasser
2010 erfolgte Untersuchung der meteorologischen und
hydrologischen Situation durch die zuständigen Behörden).
Weitere Nachrüstung im Pegelmessnetz:
Elektroanschlüsse, Wasserstands- und Durch-
flussmesstechnik und DFÜ mit Teststellung für
zukünftige Technologie
auch zu B

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Umwelterklärung 2013
| 7
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
Grundwasser:
Realisierung des Neubaus von 4
von 5 geplanten Messstellen (Grundwasser-
stand), deren Planung in 2011 fertig gestellt
war.
Zusätzlich
wurden 2 Grundwassermessstellen
(GWM) und 3 Quellen saniert.
Grundwasser:
Schaffung der Planungsvor-
aussetzungen für den Neubau von
60
Messstel-
len: in 2012 erfolgten die Grundstücksklärungen
für 17 Messstellen, davon wurde für 5 die Auf-
gabenstellung erarbeitet und mit dem Bau von 4
Messstellen begonnen.
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit automatischer Messtechnik
verschiedener Messnetze, u.a. Messnetz „Hoch-
wasser im Grundwasser“
Datensammler und DFÜ für 12 GWM
zusätzlich
5 GWM mit GPRS-DFÜ ausgestat-
tet
(deutsch für GPRS: „Allgemeiner paketorientierter
Funkdienst“).
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Zusätzlich:
Das Messprogramm „Wildschwein“
führte zu einer Untersuchungspflicht im wald-
reichen Süden des Vogtlandkreises und zur Ein-
richtung einer einfachen Messstelle im Lebens-
mittelüberwachungs- und Veterinäramt in Oels-
nitz. Erhöhte Anzahl von Wildfleischproben
wurde gammaspektrometrisch untersucht. Die
Messstelle wurde vom GB 2 bei der Ausführung
der neuen Aufgabe unterstützt.
Bodenradonmessung:
Beschaffung neuer
Sondentechnik zur Verbesserung im Betrieb der
stationären Bodenradonmessung. Die bisher
genutzte Technik saugt die Bodenluft aus 1
Meter Tiefe über einen PVC-Schlauch an, der
Bodenverschiebungen aber nicht standhält. Die
Sonden sollen durch Edelstahlsonden ersetzt
werden. Die Funktionstüchtigkeit wurde in 2012
überprüft und bestätigt. Der Austausch der Son-
den erfolgt schrittweise.
Veranschaulichung & Zielstellung für 2013:
Abb. 5: Messung an der sanierten Quelle Jägersgrün
Grundwasser:
Neubau von 7 Grundwassermess-
stellen.
Die Zielstellung für die Planung der 60 Mess-
stellen wird entsprechend der Aufgabenstellun-
gen des Landesamtes für Umwelt, Landwirt-
schaft und Geologie im bisherigen Umfang fort-
gesetzt. Bisher wurde erreicht:
23 GWM fertig gebaut, davon 1 Fehlbohrung
Aufgabenstellung für 2 weitere GWM fertig
Standorte fixiert für 13 GWM.
Grundwasser:
zusätzliche Nachrüstung von
Messstellen mit Datensammler und DFÜ.
Abb. 6: Bodenradonmessung
Abb. 7: alte Sondentechnik mit PVC-Schlauch

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Umwelterklärung 2013
8 |
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
Im Messnetzbetrieb Luft
Messstationen:
Ersatzbeschaffung nach 15
Einsatzjahren für alle Analysatoren von:
Stickoxiden (NOx) wurde realisiert
Der Wechsel der Analysatoren gewährleistet die
hohe Datenverfügbarkeit
siehe K und ermög-
licht zusätzlich eine umfangreichere Fernabfra-
ge und Steuerung der Analysatoren
siehe B
Geruchsemission:
Die Messungen geruchsin-
tensiver Stoffe im Erzgebirge mit dem automati-
schem ferngesteuerten Luftprobenahmegerät
„Mikro-PNS“ an Station Schwartenberg wurden
realisiert und ausgewertet. Die Daten stehen für
weitere Entscheidungen und Maßnahmen auf
politischer Ebene zur Verfügung.
In den Umweltlaboren
Für 2012 waren keine Erweiterungen der Analy-
sentechnik geplant, sondern gleichwertige Er-
satzbeschaffungen. Mit folgenden Geräten wur-
den
zusätzliche
Verbesserungen erreicht:
allgemeine Wasseranalytik:
die Anschaffung
Automatischer Titrationssysteme für die Be-
stimmung der Säure/Basekapazität an allen
4 Laborstandorten führt zur Zeitersparnis.
Gewässerökologie:
mit dem neuen Gerät für
die „Kritische Punkt Trocknung“ zur organis-
menschonenden Probenvorbereitung für die
Rasterelektronenmikroskopie können die Un-
tersuchungen auf Organismen ohne starre
Außenhülle erweitert werden. (
C
, Seite 13)
Feststoffanalytik:
die Beschaffung des Ro-
boter Clean up Systems inklusive GPC
(Gel-
Permeations-Chromatographie -eine Art der Flüs-
sigchromatographie)
für die Probenaufbereitung
in der organischen Feststoffanalytik führt zur
Zeitersparnis bei der Aufbereitung, zur Ver-
besserung des Arbeitsschutzes, da geringere
Exposition des Mitarbeiters und ermöglicht
die Aufbereitung von Biota (weiter mit
C
,
Seite 13).
Messnetz Naturschutz:
GPS-Gerät als Dauer-
leihgabe des LfULG zur Einmessung der Dauer-
beobachtungsflächen-Messpunkte
ermöglicht
schnelles Wiederauffinden (Zeitersparnis) und
Minimierung von Trittschäden (Biotopschutz).
Test,
Einweisung und Anschaffung spezieller
Auswertungssoftware erfolgen in 2013.
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
Im Messnetzbetrieb Luft
Messstationen:
Ersatzbeschaffung nach 15
Einsatzjahren für alle Analysatoren von:
Ozon (O3)
Schwefeldioxid (SO2).
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Beschaffung eines
LC-MS/MS
(Kombination aus Hochdruckflüssigkeits-
chromatographie und Massenspektrometrie gekoppelt mit
Tandemmassenspektrometern)
zur Verbesserung in
der organischen Analytik durch niedrigere Be-
stimmungsgrenzen und Erweiterung des Para-
meterspektrums.
Allgemeine Wasseranalytik
Beschaffung von
TOC/TNb Analysatoren
(Gesamter organischer Kohlen-
stoff/Gesamter gebundener Stickstoff) für Bad Düben
und Nossen als Ersatzbeschaffung.
Abb. 8: REM-Bild von Rhodomonas minuta
Abb. 8 zeigt den Nutzen der „Kritische Punkt
Trocknung“ für die Beobachtung weichhäutiger
Algen im Rasterelektronenmikroskop (REM). Mit
normaler Lufttrocknung wäre nur eine zusam-
mengeknüllte Hülle zu sehen, wie ein leerer
Kissenbezug.
Abb. 9: Clean up System Freestyle

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Umwelterklärung 2013
| 9
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
Neuer Laborstandort:
Nach Umzug des GB
von Leipzig und Dresden-Pillnitz nach Nossen
wurden Wiederinbetriebnahme der Geräte und
Aufnahme des Routinebetriebs weitestgehend
erreicht.
Folgende Anschaffungen wurden wie geplant
realisiert, sodass die entsprechende Analytik in
2013 etabliert werden kann:
Autosampler für ein ICP/MS
(Massenspektrome-
ter mit induktiv gekoppeltem Plasma), der die
Kopplung mit einem HPLC
(Hochdruckflüs-
sigchromatograph)
ermöglicht, zur Erfassung
verschiedener Bindungsformen der Schwer-
metalle. Das von dem jeweiligen Schwerme-
tall ausgehende Gefährdungspotential kann
damit bezüglich des Transfers Boden-Pflanze
besser bewertet werden.
TOC- Gerät zur Aufnahme weiterer Untersu-
chungsaufgaben für die Bestimmung von
löslichem organischem Kohlenstoff.
Ionenchromatograph zur Bestimmung von
bestimmten Inhaltsstoffen in Böden und
Wässern vereinfacht die Bestimmung von
Anionen bzw. ermöglicht diese überhaupt.
Zusätzlich:
Für die Bestimmung des Rohpro-
teingehaltes wurde im November 2012 ein neu-
es, modernes Aufschluss-, Destillations- und
Titriergerätesystem mit Autosampler ange-
schafft (Ersatzbeschaffung für altes Gerätesys-
tem). Durch den Einsatz wurde der Umfang
manueller Tätigkeiten erheblich reduziert.
Folgende Beschaffung wurde im Januar 2013
ausgelöst:
Mikrowaage und eine Dosiereinrichtung zur
Herstellung von Standardlösungen ermög-
licht weitere Minimierung zufälliger und
auch systematischer Fehler in der Spuren-
analytik.
Die Ersatzbeschaffung des CN-Analysators
sollte mit einem zusätzlichen Modul ergänzt
werden
(Bestimmung des Nährstoffs Gesamtschwefel zur
Bewertung des Versorgungsgrades der Böden direkt an der
Probe, d.h. ohne Aufschluss). Die Beschaffung des S-
Moduls wurde aber zurückgestellt, da wider
Erwarten keine Nachfrage seitens des LfULG als
Auftraggeber nach dem Parameter bestand.
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
In den Landwirtschaftslaboren
Produktionsmittel:
Einbindung der Ersatzbe-
schaffungen im Bereich
Düngemittel
(BÜCHI)
und
Anorganik
(Flammen-, Graphitrohr_AAS) in
den Routinebetrieb. Von diesen Neuanschaffun-
gen wird eine Erhöhung der Qualitätsfähigkeit,
eine Verringerung der Störanfälligkeit und eine
Erhöhung der Effektivität erwartet.
Abb. 10: ICP-MS zur Multielementbestimmung in Böden und pflanzlichem
Material
Rückstandsanalytik:
Ersatzbeschaffung
GC-
MSD
(Gaschromatograph/Mass Selective Detector). Die-
ses Gerät bildet die Grundlage für eine Vielzahl
von Analysenverfahren im Bereich Organische
Rückstandsanalytik.
Saatgut:
Einbindung neuer Klimaschränke in
den Routinebetrieb führt zur Verringerung des
Arbeitsaufwandes und erhöht die Qualität von
Analysenergebnissen.
der neue Fachbereich…
Phytopathologie:
Inbetriebnahme einer Anlage
für die "Thermische Inaktivierung von Abwas-
ser", das in Folge der Untersuchung von Quaran-
täneschaderregern anfällt. Die Anlage wurde im
Rahmen des Laborneubaus geplant, ist aber
noch nicht voll funktionsfähig.

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Umwelterklärung 2013
10 |
B
Erweiterung der Technik zur Daten-
bearbeitung und -übertragung
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Für die Verwal-
tung der Probenentnahmestellen im Datenbank-
system „DURAS“ wurde ein neues Konzept ent-
wickelt, das die Entnahmestellen anonymisiert.
Rückfragen und Datenanforderung können ohne
den aufwändigen Zwischenschritt der Kontrolle
schneller beantwortet werden. Die Arbeitsan-
weisung zur Registrierung wurde überarbeitet
und beschreibt das neue Konzept für die Infor-
mationsverwaltung von Adressinformationen.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Projektbearbeitung „Zukünftige Datenüber-
tragungslösung im GB 3“; Teststellung für
neue Technik wurde an 6 Messstellen erfolg-
reich getestet (Fortsetzung zu
A
, siehe S.7)
Schaffung einer internen Betriebsdatenbank
„Grundwasser-Management-Studio“
ist we-
gen Serverumstellung und Einführung Office
2010 stagniert und wird auf 2013 verscho-
ben.
Im Messnetzbetrieb Luft
Datenbanken wurden umgestellt:
Umstellung Serverplattform von Windows
Server 2003 auf Windows Server 2008, Um-
stellung Oracle-Server (AdVis), ist im Rah-
men der Gesamt-IT-Konzeption erforderlich
Neukonzeption
der AdVis-Datenbank auf 1-
Stunden-Mittelwerte und Erweiterung der
Stations- und Komponentennummern, Um-
stellung von bisher 30-min-Mittelwerte auf
1-Stunden-Mittelwerte ist Vorgabe der EU
Erprobung einer Erweiterung der Abfrage-
möglichkeiten über TCPIP – MSR (TCPIP steht
für
T
ransmission
C
ontrol
P
rotocol /
I
nternet Suit of
P
rotocols (Netzwerkprotokoll);
MSR steht für
M
ess-,
S
teuer- und
R
egelungstechnik, Prozess- und Gebäude-
automation)
ermöglicht umfangreichere Fern-
abfrage und Steuerung der Analysatoren in
Messstationen, das heißt weniger Anfahrten
und Fernanalyse bei Gerätestörungen.
Verbesserung von Arbeitsprozessen;
Verbesserung der Datenzuverlässigkeit, d. h.
Sicherung des Datenflusses, somit Vermei-
dung manueller Fehler; Verbesserung des
Datenzugriffs durch die Nutzer
Zielstellung für 2013:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Anwendung der Datenbank:
Die Umsetzung der
Adressinformationen in den Proben, die in den
Adressinformationen keinen Adresscode besit-
zen, ist sehr zeitaufwendig und muss deshalb in
2013 fortgesetzt werden.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Datenbearbeitung Oberflächen-/Grundwasser:
Fortführung Teststellung für neue Technik
und Beginn Projektbearbeitung „Zukünftige
Datenübertragungslösung im GB 3“;
Schaffung einer internen Betriebsdatenbank
„Grundwasser-Management-Studio“
Umstellung der WISKI Datenbank auf die
Version 7.
Im Messnetzbetrieb Luft
Fortsetzung der Datenbankenumstellung:
die AdVis-Datenbank wird zusätzlich auf
10-min.-Mittelwerte erweitert
Erprobung läuft seit November 2012 und
wird in 2013 fortgeführt.

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Umwelterklärung 2013
| 11
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
Alle Messstatio-
nen wurden auf die neue Datenbank ENMO-
Hydro umgestellt. Die neue Software entspricht
dem aktuellen Stand der Technik und führt be-
reits deshalb zu einer Verbesserung der Arbeits-
prozesse. Darüber hinaus bietet sie eine neue
Struktur und eine komfortablere Oberfläche.
Biodatenbank:
Erarbeitung einer Aufgaben-
stellung für grundsätzlich neue Programmversi-
on zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit:
Anpassung für Zooplankton erfolgreich ab-
geschlossen
Biodatenbank wurde auf NET Framework 4.0
zur Anpassung an die neue Server/ Pro-
grammumgebung umgestellt
das Konzept für die Restrukturierung des
Datenbankmodells in den Jahren 2013/14
wurde erstellt.
zusätzlich:
Allgemeine Wasseranalytik:
Vorbereitung tou-
renweises Probenanlegen im Laborinformations-
und Managementsystem (LIMS) führt zu Zeiter-
sparnis für die vier Laborleiter des FB 53.
Naturschutzmonitoring:
Beschaffung eines
geländetauglichen Tablet-PC für ein IT-
gestütztes Naturschutzmonitoring ist erfolgt.
Der Tablet-PC wird als mobiles Informationssys-
tem im Gelände fungieren und die Erstellung
und den umfangreichen Ausdruck von Gelände-
karten ersetzen. Gleichzeitig wird damit ein Teil
der Dateneingabe unmittelbar im Gelände erfol-
gen (Geodaten; Artvorkommen); die Dokumen-
tation auf Papier wird deutlich verringert, d. h.
Zeitersparnis und Fehlervermeidung.
In den Landwirtschaftslaboren
zusätzlich:
Die Ankopplung von DV-Technik an Waagen
wurde erweitert.
Dadurch reduziert sich der
Arbeitsaufwand. Eine direkte Übernahme der
Daten in die Messgeräte und Berechnungssoft-
ware ist möglich, was mögliche Fehler mini-
miert.
Zielstellung für 2013:
In den Umweltlaboren
Allgemeine Wasseranalytik:
2013 müssen im
Zusammenhang mit der Datenbankumstellung
stehende Fehler bearbeitet werden.
Biodatenbank:
Restrukturierung der Datenbank
entsprechend dem Konzept von 2012 soll bis
2014 umgesetzt werden.
Bodenwasseranalytik:
Integration der Boden-
wässeranalytik ins LIMS
verbessern:
die Abläufe zwischen FB 51 und 53,
Datenarchivierung und Qualitätssicherung
dadurch Fehlerminimierung.
Naturschutzmonitoring:
Die Kartierung 2013 wird derzeit vorbereitet.
Der Geländeeinsatz des Tablet-PC muss noch
erprobt werden. Wenn sich dabei der effektive
Einsatz bestätigt, werden weitere Geräte ange-
schafft, um den parallelen Einsatz im Gelände
abzusichern und die Möglichkeit zum digitalen
Einsatz konsequent zu erweitern.
In den Landwirtschaftslaboren
Erneuerung der DV-Technik:
Einführung von Windows 7 im gesamten GB
Austausch veralteter Computer nach Bedarf
im FB 62.
Phytopathologie
: Anschaffung von Datenlog-
gern zur Überwachung der Temperatur über den
gesamten Analysengang als Qualitätssicherung.

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Umwelterklärung 2013
12 |
C
Einführung neuer Methoden und
Optimierung bestehender Methoden
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Evaluierung einer Sr89/90-Bestimmung:
Das Konzept zur Strontium 89/90-Bestimmung
im Routine- und Intensivbetrieb (das heißt im
Ereignisfall) mit möglichst identischer Vorge-
hensweise wurde in 2011 erstellt und die
grundsätzliche Anwendbarkeit aufgezeigt. In
2012 konnte nachgewiesen werden, dass das
Verfahren im Intensivfall einsetzbar ist. Für den
Einsatz im Routinebetrieb sind weitere Untersu-
chungsschritte erforderlich, die aus Kapazitäts-
gründen zurückgestellt werden.
Zusätzlich:
Erhebung von in-situ Daten (Vorort)
und Messwerten von Böden aus Sachsens Wäl-
dern. In-situ Messungen wurden durchgeführt
und Bodenproben gewonnen, die im Labor fach-
gerecht aufbereitet und analysiert wurden.
Zusätzlich:
Als Folge der Nationalen Radon-
schutzkonferenz wurde mit Fallstudien zu Ra-
don in Schulen begonnen. Radonmessungen in
Schulen und deren Auswertung wurden durch-
geführt.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Abschließende Bearbeitung der Verfahren für:
„Agrarmeteorologisches Messnetz“
„Durchführung von Flügelmessungen“
„Durchführung von ADCP-Messungen“
„Q-Liner“ (mobiles Durchflussmessgerät auf
Ultraschallbasis (ADCP))
außer für „Nivellement an Pegelanlagen“.
erfolgreiche Erstbegutachtung nach DIN
ISO/IEC 17025 für:
„Durchführung von Flügelmessungen“
„Durchführung von ADCP-Messungen“
„Q-Liner“ (mobiles Durchflussmessgerät auf
Ultraschallbasis (ADCP))
„Grundwasserstandsmessung“
„Oberflächenwasser: Messung Wasserstand
und Menge“.
Erweiterung des Untersuchungsspektrums,
d. h. bessere Kapazitätsauslastung und
qualitätsgerechte Ermittlung neuer Daten;
Verbesserung von Arbeitsprozessen
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
In Johanngeorgenstadt sind zwei Messnetze zu
Radon vom Bundesamt für Strahlenschutz zu
übernehmen.
Das Programm zur Erhebung von in-situ Daten
und Messwerten von Böden aus Sachsens Wäl-
dern ist in 2013 abzuschließen.
Abb. 11 in-situ-Messung im Wald
Abb. 12: gewonnene Bodenprobe
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Übernahme der Betreuung von 5 Intensiv-
Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF II) vom
LfULG.
Begutachtung von Verfahren gemäß DIN
ISO/IEC 17025:
folgende Verfahren/Standorte
sollen im Rahmen der Reakkreditierung ab 2012
zusätzlich überprüft und bewertet werden:
für das Umweltlabor Nossen:
Erstbegutachtung am Standort Nossen vom
Dezember 2012 bis Mai 2013.
Pilot-Verfahren Naturschutzmonitoring
für das Landwirtschaftslabor Nossen:
Erstbegutachtung am Standort Nossen vom
Februar 2013 bis Mai 2013.
Erweiterung durch Verfahren des FB 65
für die Umweltradioaktivität:
Die Bodenprobenentnahme (bereits in 2010
vorbereitet)
für den Messnetzbetrieb Luft:
BTX (Benzol, Toluol, Xylol)
PM2,5 (Feinstaub PM2,5-Fraktion).

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Umwelterklärung 2013
| 13
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Erarbeitung einer Konzeption
zur Berücksichtigung des Blindwertverhaltens in
der Gravimetrie zur Steigerung der Datenquali-
tät bis 2013, in 2012 konkret:
die Validierung einer automatischen Mess-
methode für PM2,5 (Teom-FDMS) ist für
Glasfaserfilter abgeschlossen. Ergebnis: der
Blindwert muss nicht berücksichtigt werden
Konzeption einer PM2,5/ PM10 –Prüfstrecke
wurde erarbeitet.
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Möglichkeit der
Analytik neuer Parameter mittels Methodenop-
timierung und Einsatz moderner Analysentech-
nik (LC-MS/MS) wurde für die Analytik der
Gruppe der Hormone getestet. Die Methoden-
entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.
Zusätzlich:
konnte die Bestimmung von Phar-
mawirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln derart
optimiert werden, dass das Messprogramm 2013
erweitert werden kann um 9 neue Stoffe Phar-
ma-Methode und 2 neue Stoffe bei Pflanzen-
schutzmittel-Methode. Während die Belastung
der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln oder
giftigen Schwermetallen meist zurückgeht,
steigt die Belastung durch Medizinprodukte.
Abb.13: LC-MS/MS
Gewässerökologie:
Methodeneinführung:
genetischer Fingerabdruck von Grundwasserbak-
terien mittels PCR-DGGE-Verfahren. (Mit der
molekularbiologischen Untersuchung von
Grundwasserbakterien sollen neue Erkenntnisse
über die Zusammensetzung der Bakterienge-
meinschaften in unterschiedlich belasteten
Grundwasserkörpern gewonnen werden.) Das
Angebot neuer Methoden wurde dem LfULG
übergeben, es erfolgt jedoch zurzeit noch keine
Übernahme in die Routine.
Zielstellung für 2013:
Im Messnetzbetrieb Luft
Gravimetrie:
Erarbeitung einer Konzeption
zur Berücksichtigung des Blindwertverhaltens in
der Gravimetrie zur Steigerung der Datenquali-
tät bis 2013, offen ist noch:
Validierung einer automatischen Messme-
thode für PM2,5 (Teom-FDMS) für Quarzfa-
serfilter bis 10/2013
Realisierung der PM2,5/ PM10 –Prüfstrecke
in Zusammenarbeit mit dem SIB mit folgen-
den Schwerpunkten:
Vorabnahme vom Hersteller 06/2013,
Einbau 07/2013,
voraussichtliche Inbetriebnahme 12/2013.
In den Umweltlaboren
Spezielle Wasseranalytik:
Fortsetzung der Me-
thodenentwicklung für die Gruppe der Hormone
mit dem Ziel, 2014 zwei neue Stoffe in das
Messprogramm aufzunehmen sowie Erweite-
rung des Parameterspektrums um 12 neue orga-
nische Stoffe in 2013.
Bodenanalytik:
Einführung neuer Methoden:
zwei Methoden in der organischen Feststoff-
analytik mit jeweils 5 Parametern:
Alkylphenole und
ausgewählte Pflanzenschutzmittel in
Sedimenten/Böden
Schadstoffe in Biota durch Einsatz des au-
tomatischen Probenvorbereitungssystems
(siehe
A
, Seite 8)
Phosphor in Standgewässern mit ICP-MS
Ziel: Bestimmungsgrenze < 5 μg/l für die
biologische Bewertung von Standgewässern
ohne spezielle, aufwendige Probenvorberei-
tung und Sondermessung zu erreichen.
Gewässerökologie:
Methodenentwicklung bei
der Probenvorbereitung für die Rasterelektro-
nenmikroskopie durch Einsatz des 2012 be-
schafften Gerätes für die „Kritische Punkt
Trocknung“ (siehe
A
, Seite 8).

image
Umwelterklärung 2013
14 |
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
anorganische Analytik:
Im Ergebnis des For-
schungsvorhabens „ Untersuchungen zur Pflan-
zenverfügbarkeit ausgewählter Schwermetalle
in Böden“ (ermöglicht eine verbesserte Prognose
des Schadstoffübergangs Boden – Pflanze) wur-
den neue Verfahren erfolgreich angewendet. Für
den Aufbau der neuen Verfahren zur Bestim-
mung der Bodenatmung, mikrobiellen Biomasse
und der Enzymaktivität wurde die erforderliche
Technik zur Bestimmung der Bodenatmung (Re-
spirometer) im Januar 2013 beschafft. Die Inbe-
triebnahme erfolgt im 1. Halbjahr 2013. Erste
Messungen zur Bestimmung der mikrobiellen
Biomasse und der Nitrogenase- und Phosphata-
se-Aktivität wurden durchgeführt.
Düngemittelverkehrskontrolle (DVK):
Schwerpunkte der Düngemittelverkehrskontrolle
waren entsprechend des abgestimmten Probe-
nahmeplans für Sachsen die Kontrolle
der Kennzeichnung mit einem realisierten
Umfang von 491 Proben (vgl. 2011: 544)
2009
2010
2011
2012
Beanstandun-
gen in %
10,1
17,2
1
15,2
1
15,9
1
Die Gründe für die hohe Quote liegen in der Globalisie-
rung des Marktes und der unzureichenden Berücksichti-
gung der Anforderungen der novellierten Düngemittelver-
ordnung.
und der Deklaration mit einem Umfang von
389 Proben (vgl. 2011: 417) mit durch-
schnittlich 15 Parametern je Probe.
2009
2010
2011
2012
Beanstandun-
gen in %
11,2
9,2
9,6
9,3
In 2012 wurde die höchste Beanstandungs-
quote bei organisch-mineralischen Düngemit-
teln aus Kleinverpackungen (Baumarktpro-
dukte) festgestellt (17,4 %). Die mineralischen
Düngemittel, die am Markt die größte Bedeu-
tung haben, zeigten eine Beanstandungsquote
von nur 5,5 %.
Anorganik:
Die Analytik für das Projekt „Er-
stellung eines Statusberichtes zur Versorgung
der Böden mit Mikronährstoffen“ wurde in der
Arbeitsgruppe Anorganik begonnen.
Zielstellung für 2013:
In den Landwirtschaftslaboren
Als neue Verfahren wird die Bestimmung der
Bodenatmung
mikrobiellen Biomasse und
Enzymaktivität aufgebaut.
Die Einführung dieser Verfahren beruht auf den
geänderten Anforderungen des LfULG im Be-
reich Bodenmonitoring.
DVK:
Der Probenahmeplan für die DVK wird auf
Grundlage der Beanstandungsquote (Risikopo-
tential) des jeweiligen Vorjahres festgelegt. Das
führt zu einem bestmöglichen Erkennen von
Verletzungen des Düngemittelrechts, was letzt-
endlich zum Schutz der Ressourcen Boden und
Wasser beiträgt.
Anorganik:
Die Analytik für das Projekt soll in
2013 abgeschlossen werden. Dieser Statusbe-
richt ermöglicht eine sachbezogene Düngebera-
tung.

image
Umwelterklärung 2013
| 15
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
Pflanzen:
NIRS als Schnellmethode: 2012
wurde eine Kalibrierung zur Analyse von
Sorghum (Zuckerhirse und Sudangras) für 10
Parameter (TS, RA, RP, Rfa, Rfe; E-LOS, Zucker;
ADFom, aNDFom und ADL) entwickelt, damit
kann die nasschemische Analyse dieser Parame-
ter wesentlich reduziert werden. Dadurch wer-
den der Einsatz von Chemikalien und die Bear-
beitungszeit reduziert.
Organik:
Im Rahmen des geplanten Fischmo-
nitorings wurde die Bestimmung von Polybro-
miertem Diphenylether (PBDE) in Fischen einge-
führt.
Futtermittel, Saatgut:
Für den Nachweis
gentechnischer Veränderungen in Futtermitteln
und Saatgut wurden 2012 alle klassischen PCR-
Methoden auf
real-time PCR
-Methoden umge-
stellt
Zusätzlich: Pflanzgut:
Für den Nachweis der
beiden Quarantäneschaderreger Ralstonia und
Clavibacter in Pflanzkartoffeln wurden in 2011
Real-Time PCR-Methoden etabliert und im
Ringversuch erfolgreich getestet. In 2012 wurde
im FB 63 eine
Duplex-PCR
-Methode eingear-
beitet, mit der sich beide Erreger in einem
PCR-
Ansatz nachweisen lassen. Dadurch werden der
Einsatz von Chemikalien und die Bearbeitungs-
zeit für Proben weiter reduziert.
Die Duplex-PCR-Methode soll 2013 im Ring-
versuch getestet werden.
Zielstellung für 2013:
Pflanzen:
Nach Vorliegen von entsprechendem
Datenmaterial wird die
NIRS
zur Analyse weite-
rer pflanzlicher Materialien angewendet, für
2013:
Erweiterung der Kalibrierung zur Analyse von
Sorghum und Validierung der Ergebnisse;
Validierung von NIRS-online Analysenergeb-
nissen bei Grünland (Projekt des LfULG, das
durch Analytik begleitet wird).
Futtermittel, Saatgut:
Für die GVO-Analytik soll
ein DNA-Reinigungssystem Maxwell® 16 System
beschafft werden. Eine Testung im Jahr 2012 im
FB 63 ergab, dass die Bearbeitungszeit mit die-
sem System im Vergleich zur klassischen CTAB-
Methode
(manuelle Extraktionsmethode für DNA aus
pflanzlichen Proben) um ca. die Hälfte reduziert
wird (ca. 3 Stunden). Im Vergleich zur CTAB-
Methode sind deutlich weniger Verbrauchsmit-
tel nötig. Außerdem wird der Einsatz von Chlo-
roform, das in Verdacht steht, Krebs zu erzeu-
gen, umgangen.
Futtermittel, Saatgut:
Die Einarbeitung von
Methoden für neu zugelassene
gentechnisch
veränderte Pflanzen erfolgt auf Basis der
Real-
time PCR
-Methoden.
Pflanzendiagnose:
Die Anwendung der Real-
Time
PCR
würde die Leistungsfähigkeit deutlich
erhöhen. Um die Methode zu einem späteren
Zeitpunkt einführen zu können, werden vorbe-
reitende Arbeiten vorgenommen.
Pflanzgut:
Sollte sich die
Duplex-PCR
-Methode
im Ringversuch 2013 bewähren, könnte sie zur
routinemäßigen Untersuchung von Pflanzkartof-
feln eingesetzt werden.
Pflanzen/Futtermittel:
Einarbeitung einer
HPLC-Methode zur Bestimmung des Gesamtzu-
ckergehaltes in Futtermitteln und Pflanzen.
Methodenentwicklung zur Kopplung Thermo-
desorption-GC-MS zur Bestimmung von Spu-
renstoffen in der Außenluft. Die Methode ver-
spricht vor allem kürzere Analysezeiten und
damit Entlastung der angespannten Personalsi-
tuation in der Arbeitsgruppe.
Das erfolgt in Zusammenarbeit mit dem GB 4.

image
image
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Umwelterklärung 2013
16 |
D
Optimierung des Arbeitsmittel-
einsatzes
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Verfahrensanpassungen:
Die Verfahren in den
beiden Landesmessstellen sollen weiter ange-
passt werden, um die Auslastung und den Wis-
sens- und Erfahrungstransfer zu verbessern. Mit
Zusammenführung der Methodenvorgaben in
2012 sind folgende Arbeitsanweisungen an
beiden Messstellen gültig:
zur Alphaspektrometrie und
zur Bestimmung von Radium-226 mit LSC
(„Liquid Scintillation Counting“)
Bei der Ersterstellung der Arbeitsanweisung
zur Bestimmung von gefälltem Radium-226
und Radium-228 mit Gammaspektrometrie
wurde sofort darauf geachtet, dass die Anwei-
sung für beide Messstellen gilt.
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Ersatzbeschaffung für ein
Probenahmefahrzeug (Rußpartikelfilter)
Messfahrzeug (Rußpartikelfilter, gelände-
gängig zur Verbesserung der Einsatzfähig-
keit)
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Die Genehmigung für den Stand-
ort Leipzig-Mitte liegt noch nicht vor. Die Verle-
gung des Betriebsraumes im Rahmen des Pro-
jektes „Minimierung des Stromverbrauchs der
Messcontainer“ konnte nicht erfolgen.
Papier:
Das Ziel für 2012, den Papierver-
brauch unter 1.500 Blatt pro Mitarbeiter zu
halten, wurde mit 1.548 Blatt nur knapp ver-
fehlt.
2004 2005 2010
2011
2012
Papier-
verbrauch
pro MA
3750
3188
1133
1447
1548
Ressourcenschonung,
Verminderung von Emission und Lärm
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Verfahrensanpassungen:
Die Verteilung der
Verfahren auf die Messstellen ist weiter zu hin-
terfragen mit dem Ziel, die Auslastung und den
Ressourcenverbrauch zu optimieren.
Abb. 14: die Gammaspektrometrie in der ersten Landesmessstelle
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Beschaffung für ein
Messfahrzeug (Rußpartikelfilter) als Ersatz
neues Einsatzfahrzeug (effizienter Betriebs-
dienst zur Umsetzung von Empfehlungen der
Jeschke-Kommission).
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Die Zielstellung bleibt bestehen,
die Standortklärung wird fortgesetzt.
Papier:
Ziel für 2013 ist der Papierverbrauch
von unter 1.500 Blatt pro Mitarbeiter.

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Umwelterklärung 2013
| 17
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Umweltlaboren
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien. In 2012 gab
es keine signifikanten Änderungen bei Flüssig-
keiten und Feststoffen, bezogen auf die Anzahl
der Analysen.
2005
2006
2010
2011
2012
Feststoffe in kg
87
79
44
93
95
Flüssigkeiten in l
1.804
1.850
1.449
1.730
1.603
Anzahl Analysen
170.618 198.035 202.978 198.529 198.111
fest in g/Analyse
0,51
0,40
0,22
0,47
0,48
flüssig in ml/Anal.
10,57
9,34
7,14
8,70
8,10
zu den Prüfvorhaben in der
Gewässerökologie:
Prüfung des Ersatzes von Kaliumdichromat
(krebserregend) für die Toxizitätstests ist noch
nicht abgeschlossen,
für Brachionustest ist der Ersatz durch Kup-
fersulfat 2013 geplant,
bei Leuchtbakterientest und Daphnientest
gibt die Norm die Verwendung vor. Die Test-
ergebnisse werden dem DIN mitgeteilt.
Verringerung des Probenvolumens für die
Bestimmung von Picoplankton ist umgesetzt.
Dadurch wird der Einsatz von Konservierungs-
mittel (Formaldehydlösung) auf 40 % verringert.
Umprogrammierung des Geschirrspülers auf
Verwendung von phosphatfreien, also umwelt-
verträglicheren, Spülmitteln ist erfolgt.
in der
Allgemeine Wasseranalytik:
Einsatz selbsthergestellter Aufschlussreagenz
für den Aufschluss Gesamt-Stickstoff und Ge-
samt-Phosphor ermöglicht eine Einsparung von
Verpackungen (ca. 300 Stück/Jahr) und Kosten
um 2/3 (ca. 4000 €). Die kommerzielle Auf-
schlussreagenz ist aufgrund des geringeren Zeit-
aufwands weiterhin als Alternative zugelassen.
Zusätzlich:
Verringerung des Sauerstoffver-
brauchs in Druckgasflaschen durch neues TOC-
Gerät 2011 (2010: 40 Flaschen, 2011 und 2012
je 12 Flaschen) führt zu einer Kosteneinsparung
von 1800 €.
Labore des FB 53 befinden sich seit Umzug
nach Nossen auf einer Etage, sodass die doppel-
te Filtration von Proben entfällt. Das führt zu
einer Einsparung von ca. 1000 Filtern pro Jahr.
Veranschaulichung & Zielstellung für 2013:
In den Umweltlaboren
Zum Gefahrstoffeinsatz:
Der Einsatz wird weiterhin überwacht und soll
durch konkrete Prüfvorhaben verbessert werden,
in der
Gewässerökologie
:
Fortsetzung der Prüfung von Ersatzstoffen
für die Toxizitätstest für (Leuchtbakterien-
und Daphinien-Test mit dem Ziel, auf die
Überarbeitung der Normung Einfluss zu
nehmen.
in der
Allgemeine Wasseranalytik:
Verringerung der Analytik des Chemischen
Sauerstoffbedarfs (CSB) von 405 auf 126
Analysen gegenüber 2012 führt zu einer Ein-
sparung von 2,8 l quecksilberhaltiger Kali-
umchromatlösung und 8,3 l silbersulfathalti-
ger Schwefelsäure gegenüber 2012.
Verbesserung durch Standortwechsel Nossen:
Die Passivhausbauweise der Häuser 4 und 5
bezweckt eine Verringerung des Energiever-
brauchs. Nach Vorliegen der Daten zum Techni-
schen Gebäudemanagement kann der Effekt
betrachtet werden.
für die Büros des GB 5 in Nossen:
gilt zwi-
schen 19 und 6 Uhr Nachtabsenkung der Lüf-
tung auf Null zur Energieeinsparung.

image
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Umwelterklärung 2013
18 |
mit folgenden Maßnahmen in 2012:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysen in Möckern:
Durch gezielte Abfrage
bei den Kunden wurde zum Jahresanfang der zu
erwartende Analysenbedarf angemeldet.
Die Planung ist termingerecht erfolgt. Der Un-
tersuchungszeitraum für die geplanten Analysen
war dann wegen des Umzugs auf 9 Monate
eingeengt.
Mit der Erweiterung des CN-Analysators soll-
te eine Methode zur Bestimmung des Schwefels
in verschiedenen Matrices erarbeitet werden.
Dies wurde nicht realisiert, da keine Nachfrage
nach dem Parameter bestand.
Pflanzen/Futtermittel:
Die Anwendung der
Stickstoffbestimmung nach DUMAS wurde ge-
genüber 2011 auf Grund des geringeren Pro-
benaufkommens nicht weiter verstärkt.
Produktqualität NIRS
: Geplant war, den An-
teil der Schweinefleischproben aus der Leis-
tungsprüfanstalt des LVG, die mit der NIR-
Spektroskopie auf ihren intramuskulären Fett-
gehalt untersucht werden, bis einschließlich
2012 auf 75 % zu erhöhen. Im Jahr 2011 wur-
den 61,6 % der Proben mit der NIR- Spektro-
skopie untersucht. Die weitere Annäherung an
die Zielstellung war wegen Personalengpass und
zeitlicher Überschneidung der Arbeitsaufgaben
in der Arbeitsgruppe NIRS (Priorität bei Ter-
mineinhaltung zur Sortenprüfung) nicht mög-
lich.
Gefahrstoffeinsatz:
Grundlage für die Fest-
stellung des Gefahrstoffeinsatzes ist die jährli-
che Bestellmenge an Chemikalien.
2010
2011
2012
kg Gefahrstoff fest
51
40
19,6
kg Gefahrstoff flüssig
1.319
1.650
549,2
Parameter
308.320
283.679
276.379
fest in g/Parameter
0,17
0,14
0,07
Flüssig in g/Parameter
4,28
5,82
1,99
Zielstellung für 2013 & Veranschaulichung:
In den Landwirtschaftslaboren
Analysenplanung:
Die Optimierung wird am
Standort Nossen fortgesetzt.
Pflanzen/Futtermittel und Produktqualität:
Die
Anwendung der Stickstoffbestimmung nach
DUMAS wird weiter verstärkt geführt.
Produktqualität NIRS:
Diese Zielstellung, die
Anwendung von NIRS auf 75% Schweine-
fleischproben zu erhöhen, wird in 2013 verfolgt.

image
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Umwelterklärung 2013
| 19
gesamt
2012
Stationen
33
Ausfalltage
594
Verfügbarkeit
95,1
3.2
Kennzahlen
K
Kennzahlen zur Datenverfügbarkeit
Im Messnetzbetrieb Wasser & Meteorologie
Oberflächenwasser:
Verfügbarkeit der Daten-
fernübertragungsdaten über 95 % erreicht. Da-
tengrundlage:
gesamt
2006
2011
2012
Pegelanzahl
173
181
179
Ausfalltage
371,0
73,0
113,0
Maximalverfügbarkeit in Tagen
63.145 66.065 65.335
Tage mit verfügbaren Daten
62.774 65.992 65.222
Verfügbarkeit in %
99,4
99,9
99,8
Grundwasser:
Erfüllungsquote der Grundwas-
serprobenahme gemäß Messprogramm über
95 % erreicht. Datengrundlage:
gesamt
2006
2011
2012
beauftragte GWPN
907
716
775
durchgeführte GWPN
890
672
763
Erfüllung GWPN in %
98,1
93,9
98,5
Datenverfügbarkeit Messnetz „Hochwasser im
Grundwasser“ über 95 % erreicht. Datengrund-
lage:
gesamt
2011
2012
Messstellen HW im GW
66
115
Maximalverfügbarkeit in Tagen
24.090 41.975
erreichte Verfügbarkeit in Tagen
23.545 40.647
Verfügbarkeit in %
97,7
96,8
Die Zielstellungen bleiben für 2013 bestehen.
neue Kennzahlen zur Verfügbarkeit ab 2012:
Agrarmeteorologi-
sches Messnetz über
95 % erreicht. Daten-
grundlage:
Für das Ombrometermessnetz ist die Daten-
grundlage noch nicht vollständig.
Messung und Überwachung der definierten
Zielgrößen zur Absicherung des erforderli-
chen Datenbestandes
Im Messnetzbetrieb Luft
Immission:
Verfügbarkeit der Daten des stati-
onären Immissionsmessnetzes mit den Kennzah-
len zur Gesamtverfügbarkeit, der differenzieren-
de Teilgröße und den Kontrollgrößen wurde
erreicht. Datengrundlage:
Ziel
2006 2011 2012
Gesamtverfügbarkeit
95%
97,3
97,8
97,2
Meteorologiedaten
95%
96,6
99,3
99,2
HVS-Daten
95%
97,9
98,6
98,9
Temperaturüberwachung
98%
98,3
98,5
98,7
4 von 6 neuen Kennzahlen wurden erreicht.
Datengrundlage:
Ziel
2011
2012
Ausfallquote Gravimetrie <0,1 % <0,1% <0,1%
Schwefeldioxid
98%
98,3
97,5
Ozon
98%
98,8
98,3
Stickoxide
98%
98,7
98,8
Benzol / Toluol / Xylol
95%
95,3
92,0
TEOM
95%
97,3
99,0
Die Zielstellungen werden für 2013 in Folge der
Umstellung von 30 min Mittelwerte auf 1-
Stunden-Mittelwerte gemäß Vorgabe der EU
angepasst:
Ziel
Gesamtverfügbarkeit
90%
Meteorologie/HVS
92,8%
Temperaturüberwachung
98%
Ausfallquote Gravimetrie
<0,1 %
Schwefeldioxid, Ozon, Stickoxide, BTX
92,8%
TEOM
90%

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Umwelterklärung 2013
20 |
K
Kennzahlen zur Berichterstattung
In den Landesmessstellen für Umweltradioak-
tivität
Termintreue
für Berichte, Gutachten und Vor-
träge mit monatlicher bzw. jährlicher Termin-
stellung und die
Überwachung
der Analysen für
die Landesuntersuchungsanstalt bleiben stabil.
Eine weitere Überwachung dieser Kennzahlen
führt zu keinem anderen Ergebnis.
Ab 2012 wurde mittels Kennzahl die Terminein-
haltung für die „Überwachung der Durchlaufzei-
ten beim Wildfleischmonitoring“ geprüft. Die
Überwachung ergab keine Überschreitungen bei
den vorgeschriebenen Durchlaufzeiten. Die pos-
tive Kundenrückmeldung unterstützt diese Aus-
sage. Eine Weiterführung ist nicht erforderlich.
K
Weitere Kennzahlen
Die Energieeffizienz des eigenen Fahrzeugver-
kehrs wird an Hand des Kraftstoffverbrauchs der
Dienst-KFZ verdeutlicht.
Die in der Umwelterklärung 2008 formulierte
Zielstellung, einen durchschnittlichen Verbrauch
von weniger als 9 l auf 100 km zu erreichen,
war nicht umsetzbar. Als realistische Obergrenze
wurde daher der Verbrauch von 9,5 l auf 100 km
festgelegt. Um dies zu unterstützen, wurde in
2012 für 24 neue Mitarbeiter/Innen ein Fahrsi-
cherheits- und Ecotraining organisiert.
Die freiwillige Selbstverpflichtung zur Beach-
tung einer Richtgeschwindigkeit von 130 km/h
auf Autobahnen wird weiterhin aufrechterhal-
ten.
Überwachung der Datenbereitstellung in
Berichtsform
Im Messnetzbetrieb Luft
Emission:
Ziel
2006
2011 2012
Übergabe schriftlicher
Messberichte in Tagen
< 21
20,5
X
14
Anzahl reklamierter
Messberichte pro Jahr
< 4
0
0
0
x:
ein Messbericht war krankheitsbedingt verzögert und
konnte nicht innerhalb von 21 Tagen übergeben werden.
Beide Kennzahlen bleiben für 2013 bestehen.
Immission:
Zur Datenverfügbarkeit im Immis-
sionsmessnetz wird ab 2012 die Berichterstat-
tung an den Auftraggeber mittels Kennzahl
erfolgreich überwacht:
Übermittlung der Wochenmail in
50 von 52
Wochen
am jeweiligen Freitag
Wochenmail beinhaltet: Aktivitäten / Maß-
nahmen zur Erreichung der Verfügbarkeiten;
Übermittlung der Monatsmail jeweils am
Freitag der nachfolgenden Kalenderwoche
in
10 von 12 Monaten
Monatsmail beinhaltet: Auswertung zur
Verfügbarkeit
Mit dieser Zielstellung soll das in 2011 erreichte
Niveau weiterhin sichergestellt werden.
Zur Verringerung negativer Umweltaus-
wirkungen
Auf folgender Datengrundlage:
2003
2007
2008
2010
2011
2012
Fahrtstrecke in Tkm
795,9 854,5 886,9 904,0 947,7 976,0
Kraftstoffmenge in Tl
75,7
77,1
80,8
84,4
88,6
91,4
Verbrauch in l/100 km
9,51
9,02
9,11
9,33
9,34
9,36

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Umwelterklärung 2013
| 23
Impressum
Herausgeber:
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft
Altwahnsdorf 12, 01445 Radebeul
Telefon: +49 351 8312-501
Telefax: +49 351 8312-509
E-Mail: poststelle.bful@smul.sachsen.de
(Kein Zugang für elektronisch signierte sowie für verschlüsselte elektronische Dokumente)
Internet:
www.smul.sachsen.de/bful
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zur
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gen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbe-mittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte
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Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht so verwendet werden, dass
dies als Parteinahme des Herausgebers zugunsten einzelner politischer Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem Wege und in welcher Anzahl
diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt ist jedoch den Parteien, diese Informationsschrift zur Unter-
richtung ihrer Mitglieder zu verwenden.