Stand:
15. Juli 2021
Rahmenbedingungen zum
Länderübergreifenden Ringversuch B12 – Fischeitest in Abwasser – Oktober 2021
Parameter
Toxizität (G
EI
-Wert)
Matrix
Kommunales Abwasser
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird für alle Bundesländer von der
AQS Baden-Württemberg
Bandtäle 2
70569 Stuttgart
durchgeführt.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Herrn Dr. Frank Baumeister, Herrn Dr. Michael Koch, Frau Kordić
Tel.: 0711 685 65446
Fax: 0711 685 53769
info@aqsbw.de
Termine
Anmeldung bis:
13. August 2021
Bitte nutzen Sie zur Anmeldung ausschließlich die online-Anmeldung auf der Internet-
seite der AQS Baden-Württemberg unter
www.aqsbw.de.
Nach der Anmeldung erhalten Sie eine E-Mail zur Bestätigung des Einganges Ihrer Regist-
rierung. Mit einer zweiten E-Mail wird Ihnen dann die verbindliche Anmeldung zum Ringver-
such bestätigt. Sollten Sie die E-Mails nicht erhalten, ist Ihre Anmeldung nicht eingegangen.
Achtung:
Laboratorien, deren Anmeldung nicht fristgerecht eingeht, erhalten ggf. keine Pro-
ben. Falls eine Teilnahme noch möglich ist, wird eine 50% höhere Ringversuchsgebühr von
457,50 € (ggf. zzgl. Umsatzsteuer) in Rechnung gestellt.
Probenverteilung:
11. Oktober 2021
Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft:
12. Oktober 2021
Eintreffen der Proben im Labor spätestens
10:00 Uhr
Analytik bis:
innerhalb 24 Stunden nach Erhalt der Proben
Sonst sofort Einfrieren und Analytik bis 15. November 2021
Ergebnisabgabe: bis 22. November 2021, 24:00 Uhr, schriftlich bevorzugt per E-Mail
als pdf-Dokument, per Fax oder Post beim Veranstalter, Achtung! Ausschlussfrist,
Eingangsdatum entscheidet!
Später eingehende Werte werden nicht akzeptiert!

 
Stand:
15. Juli 2021
Probendetails
Jeder Teilnehmer erhält 3 Proben in jeweils zwei 250-ml-PE-Flaschen für eine Doppelbe-
stimmung der Toxizität. Die Proben werden gekühlt versendet.
Zugelassene Analysenverfahren
Parameter
Verfahren
Toxizität (G
EI
-Wert)
DIN EN ISO 15088 – T6: 2009-06: Fischeitest
Andere Analysenverfahren sind nicht zugelassen und ihre Anwendung führt zu einer negati-
ven Bewertung.
Hinweis:
Die Merkblätter der LAWA werden nicht mehr durch den Erich Schmid-Verlag ver-
breitet. Sie werden zukünftig auf der Homepage der LAWA veröffentlicht und können von
dort kostenlos heruntergeladen werden. Eine automatische Benachrichtigung der Laboratori-
en über die Veröffentlichung eines neuen/aktualisierten Merkblattes erfolgt nicht.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu untersuchen
(im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Untervergabe der Ana-
lytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhalten.
Die Proben sind in der Zeit vom 12.10.2021 bis zum 15.11.2021 zu untersuchen.
Angabe der Ergebnisse
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen, deren ermittelte ganz-
zahlige G
EI
-Stufen anzugeben sind. Zur Auswertung werden diese Einzelwerte je Probe loga-
rithmiert und der geometrische Mittelwert gebildet. Bei der Angabe der Ergebnisse ist mit
anzugeben, ob die Proben frisch oder eingefroren analysiert wurden.
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 - A 45
„Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinierten Schätzver-
fahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Diese wird mit logarithmierten geometrischen Mittelwerten durchgeführt. Anschließend wer-
den die ermittelten Ringversuchskennwerte (Hampel-Schätzer als zugewiesener Wert x
pt
, mit
der Q-Methode berechnete Vergleichsstandardabweichung s
R
) wieder entlogarithmiert.
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
wird
für jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
(
)
pt
x
z Score
σ
x
pt
=
Limitierung der Toleranzgrenze: ± 2 G
EI
-Stufen
Bewertung der Parameter
Die Überprüfung des Verfahrens gilt als erfolgreich, wenn mindestens 2 von 3 Werten inner-
halb der Toleranzgrenze liegen.
Als nicht erfolgreich analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „G
EI
-Wert kleiner (<) 1 “ angegeben werden,

 
Stand:
15. Juli 2021
4) Werte, die aus Untervergabe an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von dem vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden Ver-
fahren ermittelt werden,
6) Werte, die nicht innerhalb des vorgegebenen Analysenzeitraumes ermittelt werden
und
7) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Ausfall von Proben oder dem Parameter
Bei Ausfällen von Proben oder dem Parameter durch einen Fehler des Veranstalters muss
der Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt werden, sofern fol-
gende Bedingungen eingehalten werden:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer
der Parameter muss noch auswertbar sein (also noch mindestens 2 von 3 Niveaus
auswertbar)
Kein Nachteil für einzelne Teilnehmer durch reduzierten Proben-Parameter-Satz.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und beträgt
€ 305
(ggf. zzgl. Umsatzsteuer)
.
Für Nachmeldungen und Abmeldungen können abweichende Gebühren anfallen.
Beim Versenden der Proben in das Ausland, sind wir auf Grund der hohen Kosten gezwun-
gen, die Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in Rechnung zu stellen.

Stand:
15. Juli 2021
Länderspezifische Hinweise zum Länderübergreifenden Ringversuch B12
– Fischeitest in Abwasser –
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit entfällt für die
Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversuchen in mehreren
Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifischen Regelungen zu beach-
ten.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über sach-
verständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind zur Teilnahme an
diesem Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang verpflichtet. Es sind die in der Anlage
zum Bescheid aufgeführten Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer entsprechenden Zulassung nach LaborV sind verpflichtet an diesem
Ringversuch teilzunehmen.
Berlin
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen nach der Berliner
IndV und für Abwasseruntersuchungen nach § 68 Abs. 1 BWG.
Bremen
Keine
Brandenburg:
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung für Parameter dieses Ringversuches nach der Untersu-
chungsstellen-Zulassungsverordnung (UstZulV) vom 17.12.1997 (zuletzt geändert durch Gesetz vom
19.12. 2011) zur Untersuchung von Abwasser gemäß § 73 Abs. 1 des Brandenburgischen Wasserge-
setzes (BbgWG), zur Untersuchung von Indirekteinleitungen gemäß § 74 Satz 1 letzter Halbsatz
BbgWG oder zur Untersuchung für die amtlichen Überwachung von Abwassereinleitungen gemäß §
110 des BbgWG besitzen, sind zur Teilnahme an diesem Ringversuch verpflichtet. Untersuchungs-
stellen, die eine solche Zulassung beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.
Hamburg:
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und
deren Zulassung" vom 14.08.2001, zuletzt geändert am 14.07.2015, werden alle Untersuchungsstel-
len, die eine Zulassung für den Teilbereich 9 besitzen, verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzuneh-
men (gilt auch für Labore, die PAK in der Matrix Abwasser untersuchen).
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1. EKVO (vom
23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. November
2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-Anerkennungsverfahrens in
Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der HLNUG veranlassten Ringversuchen
bzw. Vergleichsmessungen zwischen den Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht
besteht bei diesem Ringversuch für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine
freiwillige Teilnahme mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerken-
nungsverfahren gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahege-
legt. Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zuge-
lassen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht berücksichtigt werden.

Stand:
15. Juli 2021
Mecklenburg-Vorpommern:
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen beauftragt
sind, sollen an dem Länderübergreifenden Ringversuch teilnehmen, sofern sie hierfür Parameter die-
ses Ringversuches bestimmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die eine Zulassung aufgrund der
Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle für Abwasseruntersuchungen (AsSA-
VO) vom 25. Mai 1994 (GVOBl. M-V S. 645), geändert durch Verordnung vom 11. Februar 2002
(GVOBl. M-V S. 114) besitzen oder beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen. Der erfolgrei-
che Abschluss wird als Nachweis der externen Qualitätssicherung gemäß § 8 Abs. 3 der Verordnung
anerkannt.
Niedersachsen
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung nach
§ 125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen, sofern sie für den
in diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind. Staatlich anerkannte Untersuchungsstel-
len müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das die Anerkennung erteilt wurde. Das Bestehen
des Ringversuchs ist für Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hin-
reichende Voraussetzung für die Erlangung der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 25 LAbfG NRW für den Teilbereich D1 sind ver-
pflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen. Untersuchungsstellen, die Abwasser nach Abwasser-
verordnung bzw. im Rahmen der Selbstüberwachung nach § 60 Landeswassergesetz NRW untersu-
chen, wird empfohlen, an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Rheinland-Pfalz:
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung vom
14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 63 „Selbstüberwachung bei Abwassereinleitung und
Abwasseranlagen“ keine besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angele-
genheit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich
notifizieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluß diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen analytischen Qualitätssicherung für Laboratorien,
die nach §5 der Eigenkontrollverordnung (EKVO) des Saarlandes zugelassen sind. Für Laboratorien
mit einer entsprechenden Zulassung (Teilbereich 9.1 FM Wasser) besteht laut Zulassungsbestimmun-
gen die Pflicht zur Teilnahme am Ringversuch.
Sachsen
- Im Rahmen der behördlichen Abwasseruntersuchung der Landesdirektion Sachsen sind ausschließ-
lich die in der aktuell gültigen Abwasserverordnung-AbwV (Anlage zu § 4) aufgeführten Analysen- und
Messverfahren anzuwenden.
- Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl.
S. 503), das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (SächsGVBl. S. 287) geändert wor-
den ist, setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag benannten Parameter voraus.
Sachsen-Anhalt:
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung
über die Zulassung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden
Teilbereich bzw. für die entsprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem
Ringversuch zu beteiligen. Die Ergebnisse des Länderübergreifenden Ringversuchs
werden als wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulassung nach ZWVO verwendet.

Stand:
15. Juli 2021
Thüringen:
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung für fol-
gende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004, zuletzt
geändert durch die Verordnung vom 28. Mai 2019 (GVBl. S. 74, 122)
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994, zuletzt
geändert durch Artikel 19 der Verordnung vom 18. Dezember 2018, GVBl. S. 731, 746)
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien verpflichtet, die
Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für das Thüringer Landesamt für Umwelt,
Bergbau und Naturschutz durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor eine An-
erkennung (Zulassung) hat.