Stand: 28.05.2021
Rahmenbedingungen zum
61. Länderübergreifenden Ringversuch
Tri- bis Hexachlorbenzole in Abwasser – Sept. 2021
Parameter
1,2,3-Trichlorbenzol
1,2,4-Trichlorbenzol
1,3,5-Trichlorbenzol
1,2,3,4-Tetrachlorbenzol
Pentachlorbenzol
Hexachlorbenzol
Summe der Trichlorbenzole
Matrix
Kommunales Abwasser, abgesetzt, filtriert, mit UV-Licht bestrahlt
Zuständiger Ringversuchsveranstalter
Der Ringversuch wird für alle Bundesländer vom Landesamt für Natur, Umwelt und
Verbraucherschutz – LANUV NRW – durchgeführt.
Ansprechpartner:
Sibylle Fütterer – Tel. 02361-305 2333
Christiane Lange – Tel. 02361-305 2334
Termine
Anmeldung bis:
07.07.2021 (später eingehende Anmeldungen werden nicht
berücksichtigt)
Anmeldeformular an:
ringversuche@lanuv.nrw.de
Für eine Eingangsbestätigung versenden Sie Ihre Anmeldung mit einer Lesebestäti-
gung. Anmeldebestätigungen werden in der 28. KW versandt. Sollten Sie bis zum
16.07. (bitte vormerken) keine Anmeldebestätigung erhalten haben, wenden Sie sich
bitte umgehend an das LANUV NRW (Ansprechpartner und Email siehe oben).
Probenversand:
14.09.2021
Versand per Paketdienst/Expressdienst
Probenankunft:
15.09.2021
Eintreffen der Proben im Labor bis spätestens 12:00 Uhr
Analytik bis:
01.10.2021
Ergebnisabgabe bis:
06.10.2021, 24:00 Uhr,
schriftlich per Mail beim Veranstalter
Ausschlussfrist!
Später eingehende Werte werden nicht akzeptiert!
Probendetails
Jeder Teilnehmer erhält 3 unterschiedliche Proben, je 2 x 1000-ml-Braunglasflaschen
mit Schliffstopfen. Die Konservierung erfolgt durch Kühlung und Zugabe von
Natriumazid.

Stand: 28.05.2021
Zugelassene Analysenverfahren
DIN EN ISO 6468: 1997-02 (F1)*
DIN 38407-F 2: 1993-02
DIN 38407-F37: 2013-11
DIN 38407-F43: 2014-10**
DIN EN ISO 15680 (F19): 2004-04**
* eine massenspektrometrische Detektion ist zugelassen
** nur für die Trichlorbenzole anwendbar
Die Wahl der Analysenverfahren kann ggf. durch länderspezifische Regelungen
weiter eingeschränkt sein (s. u.).
Andere Analysenverfahren sind nicht zugelassen und ihre Anwendung führt zu einer
negativen Bewertung.
Arbeitsbereich
Die untere Grenze des Arbeitsbereichs für alle Parameter beträgt
5 ng/l
.
Konzentrationen
In den Ringversuchsproben können Konzentrationen enthalten sein, die deutlich über
den Konzentrationen in Routineproben liegen. Gemäß DIN EN ISO/IEC 17043 muss
der Ringversuchsveranstalter angemessene Vorsichtsmaßnahmen zu Verhinderung
der Fälschung von Ergebnissen treffen. Dazu muss das Verhältnis aus gesamtem
Konzentrationsbereich und den Toleranzbereichen ausreichend groß sein.
Durchführung der Analytik
Die Proben sind vom Teilnehmerlabor vollständig selbst wie Routineproben zu unter-
suchen (im eigenen Labor mit eigenem Personal und eigenen Geräten). Eine Unter-
vergabe der Analytik ist nicht zulässig. Die Dokumentation der Rohdaten ist vorzuhal-
ten.
Angabe des Ergebnisses
Es sind je Probe zwei unabhängige Untersuchungen durchzuführen. Anzugeben ist
der Mittelwert aus beiden Bestimmungen in ng/l mit drei signifikanten Stellen.
Auswertemethodik
Die statistische Auswertung der Daten dieses Ringversuchs erfolgt nach DIN 38402 -
A 45 „Ringversuche zur Eignungsprüfung von Laboratorien“ mit Hilfe des kombinierten
Schätzverfahrens Hampel/Q-Methode, ein Verfahren der robusten Statistik.
Als zugewiesener Wert x
pt
wird der robuste Gesamtmittelwert mittels Hampel-Schätzer
aus den Teilnehmerdaten zugrunde gelegt.
Die Vergleichsstandardabweichung s
R
wird mit der Q-Methode berechnet. Diese
kann als Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
und damit zur Bewer-
tung der Einzelwerte festgelegt werden.
Alternativ kann zur Festlegung der Standardabweichung σ
pt
die in Abschnitt 10.3 der
DIN 38402 - A45:2014-06 beschriebene Varianzfunktion verwendet werden. Die Ent-
scheidung über die Anwendung erfolgt nach Vorlage aller Daten durch den Ringver-
suchsveranstalter.

Stand: 28.05.2021
Für die Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
werden folgende Ober-
und Untergrenzen festgelegt:
Parameter
Untere Grenze
Obere Grenze
Tri- bis Hexachlorbenzole
10%
30%
Aus zugewiesenem Wert x
pt
und Standardabweichung für die Eignungsbeurteilung σ
pt
wird für jeden Messwert x nach folgender Formel ein z-Score berechnet:
pt
x
z Score
x
pt
Dieser z-Score wird gemäß den Vorgaben des LAWA-Merkblatts A-3 mittels Korrek-
turfaktoren zu z
U
-Scores modifiziert.
Als Toleranzgrenze wird |z
U
|=2,0 festgelegt.
Bewertung der Parameter
Ein Parameter ist dann erfolgreich bestimmt, wenn mindestens 2 von 3 Werten eines
Parameters innerhalb der Toleranzgrenzen liegen.
Als nicht erfolgreich analysiert gelten:
1) Werte, die nicht im Toleranzbereich liegen,
2) Nicht bestimmte Werte,
3) Werte, die mit „kleiner (<) untere Grenze des Arbeitsbereichs“ angegeben
werden,
4) Werte, die aus Untervergaben an ein Fremdlabor resultieren,
5) Werte, die mit einem von den vorgegebenen Analysenverfahren abweichenden
Verfahren ermittelt werden und
6) Werte, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist beim Veranstalter eintreffen.
Falls Ihr Labor eine Notifizierung besitzt, kann sich Ihre für Sie zuständige notifizie-
rende Stelle eine zusätzliche Gesamtbewertung des Ringversuchs vorbehalten.
Ausfall von Proben oder Parametern
Bei Ausfällen von Proben oder Parametern durch einen Fehler des Veranstalters
muss der Ringversuch seitens des Ringversuchsveranstalters nicht wiederholt wer-
den, sofern die Gleichbehandlung der Teilnehmer gewährleistet ist und der entspre-
chende Parameter insgesamt bewertbar ist.
Kosten
Die Gebühr für diesen Ringversuch richtet sich nach dem LAWA-Merkblatt A-3 und
beträgt (unabhängig von der Zahl der bestimmten Parameter):
417,50 €
.
Beim Versenden der Proben in das Ausland wird auf Grund der höheren Kosten die
Lieferung mit einem Expressdienst zusätzlich in Rechnung gestellt.
Für Abmeldungen nach dem 30.08.2021 sind 50% der Gebühr zu entrichten. Ab dem
Tag des Probenversandes am 14.09.2021 ist eine Abmeldung nicht mehr möglich
und die volle Gebühr ist zu entrichten.

Stand: 28.05.2021
Länderspezifische Hinweise zum 61. Länderübergreifenden Ringversuch
Tri- bis Hexachlorbenzole in Abwasser –
Die Ergebnisse dieses Ringversuchs werden in allen Bundesländern anerkannt. Somit entfällt für die
Untersuchungsstellen eine unnötige Mehrfachbeteiligung an gleichen Ringversuchen in mehreren
Bundesländern. Hierzu sind jedoch die ggf. vorhandenen länderspezifischen Regelungen zu beach-
ten.
Baden-Württemberg
Untersuchungsstellen, die nach der "Verordnung des Ministeriums für Umwelt und Verkehr über sach-
verständige Stellen in der Wasserwirtschaft" vom 2. Mai 2001 anerkannt sind, sind zur Teilnahme an
diesem Ringversuch entsprechend ihrem Anerkennungsumfang verpflichtet. Es sind die in der Anlage
zum Bescheid aufgeführten Analysenverfahren anzuwenden.
Bayern
Untersuchungsstellen mit einer entsprechenden Zulassung nach LaborV und VSU (Untersuchungsbe-
reich 2, Teilbereich 2.3) sind verpflichtet, an diesem Ringversuch teilzunehmen.
Berlin
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Akkreditierungen/Zulassungen nach der Berliner
IndV und für Abwasseruntersuchungen nach § 68 Abs. 1 BWG.
Brandenburg
Untersuchungsstellen, die eine Zulassung nach der Untersuchungsstellen-Zulassungsverordnung
(UstZulV) vom 17.12.1997 zur Untersuchung von Abwasser gemäß § 73 Abs. 1 des Brandenburgi-
schen Wassergesetzes (BbgWG), zur Untersuchung von Indirekteinleitungen gemäß § 74 Satz 1
BbgWG oder Untersuchungen gemäß § 110 BbgWG besitzen, sind zur Teilnahme an diesem Ringver-
such entsprechend Ihres Zulassungsumfanges verpflichtet. Untersuchungsstellen, die eine solche Zu-
lassung beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen.
Bremen
- keine -
Hamburg
Gemäß der "Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und de-
ren Zulassung" vom 14.08.2001, zuletzt geändert am 14.07.2015, werden alle Untersuchungsstellen,
die eine Zulassung für den Teilbereich 6 besitzen bzw. anstreben, aufgefordert, an diesem Ringver-
such teilzunehmen. Es sind die im "Merkblatt zur Zulassung von Messstellen im Wasser- und Abwas-
serbereich im Bundesland Hamburg" angegebenen Analysenverfahren anzuwenden.
Hessen
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der Eignung für Laboratorien, die nach § 10(1) 1. EKVO (vom
23. Juli 2010 (GVBl. I S. 257), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. November
2017 (GVBl. S. 383) in Hessen zugelassen sind. Im Rahmen des EKVO-Anerkennungsverfahrens in
Hessen haben Sie sich verpflichtet: "Regelmäßig an den von der HLNUG veranlassten Ringversuchen
bzw. Vergleichsmessungen zwischen den Untersuchungsstellen teilzunehmen". Eine Teilnahmepflicht
besteht bei diesem Ringversuch für alle Parameter, für die Sie anerkannt sind. Darüber hinaus ist eine
freiwillige Teilnahme mit nicht anerkannten Parametern möglich. Laboratorien, die sich im Anerken-
nungsverfahren gem. EKVO befinden, wird die Teilnahme an diesem Ringversuch dringend nahe ge-
legt. Nach EKVO staatlich anerkannte Laboratorien müssen die Analysenverfahren, für die sie zuge-
lassen sind anwenden. Die Teilnahme mit abweichenden Verfahren kann nicht berücksichtigt werden.
Mecklenburg-Vorpommern
Untersuchungsstellen, die mit der behördlichen Überwachung von Abwassereinleitungen beauftragt
sind, sollen, sofern sie hierfür Parameter dieses Ringversuches bestimmen, an dem Länderübergrei-
fenden Ringversuch teilnehmen. Den übrigen Untersuchungsstellen, die eine Zulassung aufgrund der
Verordnung über die Anerkennung als sachverständige Stelle für Abwasseruntersuchungen
(AsSAVO) besitzen oder beantragen wollen, wird die Teilnahme empfohlen. Der erfolgreiche Ab-
schluss wird als Nachweis der externen Qualitätssicherung anerkannt.

Stand: 28.05.2021
Niedersachsen
Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen der wasser- und abfallrechtlichen Überwachung nach
§ 125 NWG und § 44 NAbfG sind verpflichtet an diesem Ringversuch teilzunehmen, sofern sie
für die
in diesem Ringversuch geprüften Parameter anerkannt sind.
Staatlich anerkannte Untersuchungsstel-
len müssen hierbei das Verfahren anwenden, für das die Anerkennung erteilt wurde.
Das Bestehen
des Ringversuchs ist f
ür Laboratorien, die sich im Anerkennungsverfahren befinden, noch keine hinrei-
chende Voraussetzung für die Erlangung der Anerkennung.
Nordrhein-Westfalen
Untersuchungsstellen mit einer Zulassung nach § 18 Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG) / § 17
Landesbodenschutzgesetz (LBodSchG) für den Untersuchungsbereich 4 werden verpflichtet, an die-
sem Ringversuch teilzunehmen. Dabei ist das im jeweiligen Zulassungsbescheid angegebene Analy-
senverfahren anzuwenden.
Rheinland-Pfalz
Laut Wassergesetz für das Land Rheinland-Pfalz (Landeswassergesetz - LWG) in der Fassung vom
14.Juli 2015 benötigt der Beauftragte nach § 63 „Selbstüberwachung bei Abwassereinleitung und Ab-
wasseranlagen“ keine besondere Zulassung. Die Eignungsprüfung ist eine zivilrechtliche Angelegen-
heit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Daher bietet sich an, dass die Laboratorien sich notifi-
zieren / akkreditieren lassen, um beim Vertragsabschluss diese Unterlagen vorzuweisen.
Eine Notifizierung ist in Rheinland-Pfalz nicht vorgesehen.
Saarland
Dieser Ringversuch gilt als Nachweis der externen analytischen Qualitätssicherung für Laboratorien,
die nach § 5 der Eigenkontrollverordnung - EKVO des Saarlandes zugelassen sind. Für Laboratorien
mit einer entsprechenden Zulassung besteht laut Zulassungsbestimmungen die Pflicht zur Teilnahme
am Ringversuch. Die Teilnahme wird nur berücksichtigt, wenn der gesamte Parameterumfang analy-
siert wird bzw. alle mit dem Zulassungsbescheid übereinstimmenden Parameter analysiert werden.
Sachsen
Auftragsanalytik der Wasserbehörden nach § 112 Sächs. Wassergesetz
Auftragsanalytik für behördliche Stellen nach § 112 SächsWG vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl. S. 503),
das zuletzt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. Juli 2016 (SächsGVBl. S. 287) geändert worden ist,
setzt die erfolgreiche Ringversuchsteilnahme für die im Auftrag benannten Parameter voraus.
Sachsen-Anhalt
Die Teilnahme am Ringversuch bewirkt keinerlei Zulassung oder Auftrag für Wasseruntersuchungen
zur behördlichen Überwachung in Sachsen-Anhalt.
Schleswig-Holstein
Untersuchungsstellen (Laboratorien) mit einer Zulassung nach der Landesverordnung über die Zulas-
sung von Wasseruntersuchungsstellen (ZWVO) für den entsprechenden Teilbereich bzw. für die ent-
sprechenden Parameter, sind verpflichtet, sich an diesem Ringversuch zu beteiligen. Die Ergebnisse
des Länderübergreifenden Ringversuchs werden als wiederkehrende AQS-Maßnahme für die Zulas-
sung nach ZWVO verwendet.
Thüringen
Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Länderübergreifenden Ringversuch ist Voraussetzung für fol-
gende Zulassungen:
1. Thüringer Abwassereigenkontrollverordnung – ThürAbwEKVO vom 23.August 2004, zuletzt geän-
dert durch die Verordnung vom 28. Mai 2019 (GVBl. S. 74, 122)
2. Thüringer Deponieeigenkontrollverordnung – ThürDepEKVO vom 08. August 1994, zuletzt geändert
Artikel 19 der Verordnung vom 18. Dezember 2018 (GVBl. S. 731, 746)
Zur erfolgreichen Teilnahme an diesem Ringversuch sind weiterhin alle Laboratorien verpflichtet, die
Auftragsanalytik im zu bewertenden Parameterspektrum für das Thüringer Landesamt für Umwelt,
Bergbau und Naturschutz durchführen bzw. sich dafür bewerben.
Für Sie gelten die länderspezifischen Regelungen des Bundeslandes, in dem Ihr Labor eine An-
erkennung (Zulassung) hat.