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Klimawandel in Sachsen
Grundlagen
Herkunft verwendeter Beobachtungsdaten:
Deutscher Wetterdienst, Tschechischer Hydro-
Meteorologischer Dienst
Mittelungszeiträume: Klimanormalperioden
1961-1990 (Referenz), 1981-2010; Dekaden
1961-1970, …, 2001-2010
Einordnung
Der Klimawandel findet global statt und hat
regional unterschiedliche Auswirkungen.
Der anthropogene Einfluss (insbesondere der
Treibhausgasausstoß) ist mit einer
Wahrscheinlichkeit von mehr als 95 % die
Hauptursache für die Erwärmung seit Mitte des
20. Jahrhunderts. (IPCC, 2013)
Sachsen ordnet sich in diese Entwicklung ein.
Die Dekade 2001-2010 war die wärmste seit
Beginn der Aufzeichnungen (Abb. 1).
Abb. 1: Anomalien in (K) im Jahresmittel der Luft-
temperatur vs. 1961-1990
Lufttemperatur
Kontinuierliche Erwärmung mit
erhöhter
Hitzebelastung in den Sommermonaten
Zunahme der Jahresmitteltemperatur um 1 °C,
Abb. 2
Anzahl der Sommertage (Tmax > 25 °C) im Jahr
erheblich angestiegen, insbesondere außerhalb
der Mittelgebirge: von 28 (1961-1990) auf 35
Tage (1981-2010, + 25 %), Abb. 2
Anzahl der Frosttage (Tmin < 0 °C) im Jahr sank
von 95 (1961-1990) auf 92 Tage (1981-2010, -
3 %).
Ausprägung der Winter: tendenzielle Zunahme
dekadischer und von-Jahr-zu-Jahr-
Schwankungen
Abb. 2: Jahresmittel der Lufttemperatur in (°C) und
Anzahl der Sommertage pro Jahr
Relative Sonnenscheindauer
Relative Sonnenscheindauer (Anteil gemesse-
ner an maximal möglicher Sonnenscheindauer)
stieg von 32 % (1961-1990) auf 34 % (1981-
2010), Abb. 3.
Ursache dafür ist auch eine verbesserte Luft-
qualität (verminderter Aerosolgehalt in der Luft).
Abb. 3: Jahresmittel der relativen Sonnenschein-
dauer in (%)
Niederschlag
Die Schwankungen der jährlichen
Nieder-
schlagssummen
sind stärker ausgeprägt als ihr
Trend.
Im Sommerhalbjahr: Abnahme in der
Vegeta-
tionsperiode I
(April bis Juni)
- erhöhtes Tro-
ckenheitsrisiko
- Zunahme in der Vegetations-
periode II (Juli bis September), Abb. 4.
Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten – Daten und Fakten

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Abb. 4: Mittlere Niederschlagssummen in (mm) im
meteorologischen Sommerhalbjahr
weitgehende Zunahmen insbesondere der
Häufigkeit
(besonders in Vegetationsperiode II,
im Flächenmittel um
18 %
, Abb. 6) und
Intensität
von
Starkregen
-Ereignissen R90p
und R95p (Einbeziehen der größten 10 % bzw.
5 % der vorhandenen Messwerte einer
Zeitreihe) im Jahr, Abb. 5.
Abb. 5: Kerngebiete der Änderungen für
Starkregenereignisse (R90p, R95p) 1981-2010 vs.
1961-1990, oben:
Häufigkeit (Verhältnis Zu-/
Abnahme: 12:1)
, unten:
Intensität (Verhältnis Zu-/
Abnahme: 6:1)
Zunahme des Starkregen-Anteils an den Nieder-
schlagssummen in der
Vegetationsperiode II,
d .h. trockene Abschnitte werden von Stark-
regen-Ereignissen unterbrochen, dadurch
erhöhtes Erosionsrisiko
Abb. 6: Änderung der Auftretenswahrscheinlichkeit in
(%) von Starkregen-Ereignissen R95p, 1981-2010 vs.
1961-1990, Vegetationsperiode II
Klimatische Wasserbilanz
Differenz aus (korrigiertem) Niederschlag (Kor-
rektur des durch Wind bedingten Messfehlers)
und potentieller Verdunstung weist ausgepräg-
ten Jahresgang auf (Abb. 7)
Abb. 7: Mittlerer Jahresgang der klimatischen
Wasserbilanz (mm), Dresden-Klotzsche (1981-2010)
Im Sommerhalbjahr: Verschlechterung in der
Vegetationsperiode I, Verbesserung in der
Vegetationsperiode II
Quellen und Links:
HadCRUT4 (Abb. 1):
www.cru.uea.ac.uk
IPCC (2013): Climate Change 2013 - The
Physical Science
Basis,
www.climatechange2013.org
LfULG (2014): Analyse der Klimaentwicklung in
Sachsen, Schriftenreihe (in Bearb.).
Regionales Klimainformationssystem Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen:
www.rekis.org
Abteilung: 5
Telefon: 0351/2612 5116
E-Mail: johannes.franke@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Stand: 09.12.2015