image
 
Geschäftsbericht 2014

 
Inhalt:
Vorwort
03
Landesvermessung
04
Jahresrückblick im Referat Landschaftsmodell/Grundmaßstab
04
Das 3D-Gebäudemodell des GeoSN
04
Kooperationsvereinbarung mit der TU
05
Liegenschaftskataster
06
Das Liegenschaftskataster wird umgestellt - der Schritt ins Moderne
06
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Gemeinden erstellen amtliche Auszüge
08
Zusammenarbeit mit den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren
10
Zusammenarbeit mit den unteren Vermessungsbehörden (uVB)
10
Dokumenten- und Managementsystem für Risse, Karten und Buchwerk
10
Bodenschätzung
11
Aufsicht über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
12
Widersprüche gegen Verwaltungsakte der Vermessungsbehörden und der
Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
13
Staats- und Landesgrenzen
14
Geodateninfrastruktur
15
Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss
15
Projektabschluss zum Aufbau der GDI Sachsen
16
Aufgaben des GeoSN im Rahmen des Sächsischen E-Government-Gesetzes
19
GDI-Servicezentrum und Koordinierung der GDI Sachsen
19
Bereitstellung von Geodatendiensten
21
Auskunfts- und Präsentationskomponente für ALKIS (APK-ALKIS)
22
Systemverwaltung
22
Zentrale Aufgaben
23
Organisation
23
Rechnungswesen
23
Personal
24
Laufbahnausbildung
26
Aus- und Fortbildung
27
Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
27
Geodatenvertrieb
29
GeoSN in der Öffentlichkeit
30
Organigramm
33
Auszug aus dem Lagebericht und Jahresabschluss 2014
34

image
image
02 |
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
zu Jahresbeginn 2015 habe ich in der Nachfolge von Herrn Dr. Frank Pfeil die Leitung
der Abteilung „Landesentwicklung, Vermessung, Sport“ im Sächsischen Staatsministe-
rium des Innern übernommen. Damit gehört auch der Staatsbetrieb Geobasisinforma-
tion und Vermessung Sachsen (GeoSN) mit seinen anspruchsvollen und innovativen
Aufgaben zu meinem Verantwortungsbereich. Schon sehr schnell habe ich mich von
der hervorragenden Qualität der hier geleisteten Arbeit überzeugen können und freue
mich über das hohe fachliche Können und das bemerkenswerte Engagement der Mit-
arbeiterinnen und Mitarbeiter des GeoSN.
Mit dem Geschäftsbericht 2014 blickt der GeoSN erneut auf ein an Aufgaben reiches
und erfolgreiches Jahr zurück. Durch das vom GeoSN auf der sächsischen E-Govern-
ment-Plattform betriebene Geoportal Sachsenatlas ist der Freistaat für die Anforde-
rungen der europäischen INSPIRE-Richtlinie und für künftige Entwicklungen im Be-
reich der Geodateninfrastruktur bestens aufgestellt. Die Nachfrage nach Leistungen
des GeoSN nimmt hier stetig zu. Im Bereich des Liegenschaftskatasters steht das
ALKIS-Projekt vor dem Abschluss. Die Neuvermessung der Staatsgrenze zwischen der
Bundesrepublik Deutschland und der Tschechischen Republik wurde im Teil des Frei-
staats Sachsen abgeschlossen. Seit Sommer 2014 hat Sachsen einen Oberen Gutach-
terausschuss für die Aufgaben der Grundstückswertermittlung, dessen Geschäftsstelle
beim GeoSN angesiedelt ist. Seine Leistungsfähigkeit erweist der GeoSN auch bei der
Berufs- und Laufbahnausbildung. Dabei kann er mit berechtigtem Stolz auf die guten
Leistungen seiner Absolventinnen und Absolventen verweisen.
Stillstand ist einer technischen Verwaltung wesensfremd. Neue Entwicklungen kom-
men auf die Vermessungs- und Geoinformationsverwaltung zu und werden von ihr
gestaltet. Es gilt, die Möglichkeiten der Nutzung von Geodaten und Geodatendiensten
mit dem Instrumentarium des Geoportals in eine breite Anwendung in der Staats- und
Kommunalverwaltung zu bringen und damit Arbeitsprozesse zu vereinfachen und zu
beschleunigen. 3D-Gebäudedaten des GeoSN werden zusätzliche neue Anwendungen
erschließen. Fernerkundungsdaten in einer bisher nicht gekannten Menge und Genau-
igkeit werden künftig ihrerseits Arbeitsprozesse im Bereich des Vermessungs- und Geo-
informationswesens verändern. Die zunehmend internetbasierte Bereitstellung von
Daten des amtlichen Vermessungswesens dient einer politisch gewollten Erleichterung
des Zugangs zu Verwaltungsinformationen für Bürger und Unternehmen, zugleich aber
auch der Gewinnung neuer Erkenntnisse und der Entwicklung neuer Lösungen durch
Verknüpfung der zugänglichen Datenbestände. Mit dem Begriff „Open Data“ ist um-
schrieben, dass auch im Vermessungs- und Geoinformationswesen die klassische ver-
waltungsrechtliche Nutzungserlaubnis und die Abgabe der Daten als kostenpflichtige
Verwaltungsleistung auf den Prüfstand gehören. Durch Leistungserlöse kann der
GeoSN ohnehin nur geringfügig zur Deckung seiner Aufwendungen beitragen und ist
auf Zuschüsse des Freistaats angewiesen. Bei allen dem GeoSN bevorstehenden Verän-
derungen seiner Struktur und seines Personalbestandes wird darauf zu achten sein,
dass seine Fachkompetenz und seine anforderungsgerechte Ausstattung erhalten und
gestärkt werden.
Max Winter
Abteilungsleiter Landesentwicklung, Vermessungswesen, Sport
im Sächsischen Staatsministerium des Innern

image
image
|
03
Unser GeoSN
Der nunmehr schon 6. Geschäftsbericht des Staatsbetriebes Geobasisinformation und
Vermessung Sachsen vermittelt Ihnen in bewährter Weise einen Überblick über die
wichtigsten Aktivitäten im Jahr 2014. Gleichwohl wenden wir uns wieder schwer-
punktmäßig einem für den Berichtszeitraum wichtigen Thema zu. Diesmal ist es das
Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem – kurz ALKIS. Über Jahre hat die-
ses Verfahren zur bundeseinheitlichen Führung der Bestandteile des Liegenschaftska-
tasters die Entwicklungsarbeit im Hause maßgeblich geprägt. 2014 war schließlich das
Jahr, in dem ALKIS im Großteil der Landkreise nach intensiver Schulung der dortigen
Mitarbeiter eingeführt werden konnte.
Bereits abgeschlossen ist hingegen das Projekt zum Aufbau der Basiskomponente Geo-
daten (GeoBAK 2.0) als Teil des E-Government Sachsen. In einem feierlichen Rahmen
wurde im Beisein aller Projektbeteiligten nochmals die Bedeutung der GeoBAK - auch
über Sachsen hinaus - gewürdigt. Allerdings ist allen Beteiligten sehr wohl bewußt, daß
damit zwar ein Meilenstein erreicht ist, die Entwicklung aber weitergehen muß. Insbe-
sondere vor dem Hintergrund des schon im letzten Bericht problematisierten massiven
Stellenabbaus sieht sich der GeoSN in den nächsten Jahren nicht nur an dieser Stelle
vor große Herausforderungen gestellt. Dies umso mehr, als wir - um nur zwei Beispiele
zu nennen - unseren Beitrag zur Ausbildung des Berufsnachwuchses weiterhin leisten
wollen und mit der Bildung des Oberen Gutachterausschusses neue Aufgaben auf uns
zukommen.
Eingedenk dessen wie auch angesichts der überaus erfolgreichen Arbeit in zweieinhalb
Jahrzehnten Vermessungsverwaltung Sachsen nutze ich die Gelegenheit und danke
allen Mitarbeitern unseres Hauses für die über diesen langen Zeitraum kontinuierlich
gezeigten vorbildlichen Leistungen, ohne die das vorhandene Niveau nicht hätte er-
reicht werden können.
Dr. Werner Haupt
Geschäftsführer GeoSN

04 |
Jahresrückblick im Referat Landschaftsmodell/Grundmaßstab
Das Referat Landschaftsmodell/Grundmaßstab befand sich 2014 noch mitten in der Technolo-
gieumstellung zum AAA-Datenmodell. Die Nachmigration der Daten des Basis-DLM als letzter
Schritt der Umstellung konnte Ende Januar 2014 abgeschlossen werden. Bis zum Sommer lag der
Fokus auf der Turnusaktualisierung des Basis-DLM, ohne die Spitzenaktualität zu vernachlässi-
gen. Dadurch wurde ein Bearbeitungsvorlauf für das Referat Landschaftsmodell/Folgemaßstab
geschaffen und der Aktualitätsrückstand, der sich aus dem Umstellungsprozess ergab, aufgeholt.
Von August bis Dezember 2014 wurden die Mitarbeiter in die integrierte Bearbeitung eingewie-
sen - Basis-DLM, DTK10 und DTK25 werden in einem Zug fortgeführt. Seither wird grundsätzlich
integriert bearbeitet. Sachsen übernimmt dabei eine Führungsrolle im Ländervergleich. Dies wäre
ohne eine vorbildliche Lerneinstellung der Mitarbeiter und die Bereitschaft, Lernpatenschaften
zu übernehmen, nicht möglich gewesen.
Bis Ende 2014 wurde ca. ein Viertel der Landesfläche im Rahmen der Turnusaktualisierung des
Basis-DLM im neuen Datenmodell bearbeitet. Für ca. 10% der Landesfläche konnten DTK10 und
DTK25 abgeleitet werden. Die Rasterdatenbank des Geodatenvertriebs wurde entsprechend an-
gepasst und wird jetzt kontinuierlich mit aktuellen Rasterdaten befüllt.
Darüber hinaus wurden noch spezielle Arbeiten, wie die Dachflächenerfassung für die Produktion
des 3D-Gebäudemodells und Testarbeiten für Softwareumstellungen im Referat ausgeführt.
In Vorbereitung des Geschäftsprozesses Layoutbearbeitung für die Erstellung der Topographi-
schen Karten TK25 wurden in einer viermonatigen Praktikantenarbeit flächendeckend für Sach-
sen die Übersichten erstellt.
Am Jahresende haben die Arbeiten zur Abstimmung der Landesgrenze mit dem Land Branden-
burg im Basis-DLM begonnen.
Das 3D-Stadtmodell des GeoSN im Level of Detail 2
In den letzten Jahren wurde damit begonnen, flächendeckend ein 3D-Stadtmodell für den Frei-
staat Sachsen zu erzeugen. Dazu wird für ca. 2,1 Mio. Gebäude aus dem Gebäudegrundriss des
Basis-DLM und den Ergebnissen der Laserscanner-Messaufnahmen eine Gebäudeform berech-
net.
Im 3D-Stadtmodell stehen die 3D-Gebäudemodelle künftig als Flachdachgebäude (Klötzchen-
modelle) im Level of Detail 1 (LoD 1) oder für eine realitätsnähere Darstellung als Gebäude mit
vordefinierten Standarddachformen (LoD2) zur Verfügung.
Im Oktober 2014 wurde die bisher genutzte Software abgelöst und mit einer kompletten Neuge-
nerierung des 3D-Stadtmodells begonnen. Die neue Softwarelösung ermöglicht eine wesentlich
verbesserte Erkennung der Standarddachformen - ca. 95 % werden richtig erkannt. Damit konn-
te der Aufwand für die manuelle Nachbearbeitung am 3D-Stadtmodell um fast 20 % reduziert
werden. Bis Ende des Jahres 2014 konnte bereits für 80 % der Fläche des Freistaates Sachsen ein
3D-Stadtmodell berechnet werden.
Nach Abschluss der automatisierten Generierung der Standarddachformen im Jahr 2015 wer-
den sich Arbeiten zur Qualitätsverbesserung des Produktes anschließen. Außerdem ist geplant,
besonderen Gebäuden (sogenannte „Landmarken“), welche das jeweilige Ortsbild prägen, in
einem manuellen Verfahren ihre markanten Dachformen zu geben. Auch die Laufendhaltung
des 3D-Stadtmodells auf der Basis aktualisierter Ausgangsdaten wird in der Zukunft eine große
Rolle spielen.
Landesvermessung

image
Das Nutzungspotential dieses Produktes für Wirtschaft und Verwaltung ist erheblich. Als Bei-
spiele seien hier der Hochwasserschutz, die Immobilienwirtschaft und der Emissionsschutz ge-
nannt. Die Bedeutung des 3D-Stadtmodells für die städtebauliche Planung nimmt schon jetzt
immer mehr zu.
Kooperationsvereinbarung mit der TU Dresden
Der Geschäftsführer des GeoSN, Herr Dr. Werner Haupt, und der Inhaber der Professur Geodäsie
(Grundlagen) des geodätischen Institutes der TU Dresden, Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Lambert
Wanninger, unterzeichneten am 25. März eine Kooperationsvereinbarung zur langfristigen Un-
terstützung der praktischen Ausbildung an der TU Dresden.
Die TU Dresden ist eine der elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Als Volluniversität mit brei-
tem Fächerspektrum zählt sie zu den forschungsstärksten Hochschulen. Grundlage dafür sind
Austausch und Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung.
Das Geodätische Institut ist eines der ältesten seiner Art in Deutschland. Dort wird seit mehr
als 150 Jahren der geodätische Berufsnachwuchs ausgebildet - heute mit den Abschlüssen
Bachelor und Master in den Fachrichtungen Geodäsie und Geoinformation. Der Lehrstuhl für
Geodätische Grundlagen vermittelt die Prinzipien der geodätischen Sensorik, Messtechnik und
Modellbildung sowie den Einsatz dieser Techniken in der Praxis.
Um den Praxisbezug herzustellen, bearbeiten die Studierenden reale Aufgaben des geodäti-
schen Raumbezugs in der Landesvermessung. Der GeoSN stellt dafür seit Jahren komplexe Auf-
gaben für das einwöchige Vermessungspraktikum.
Die studentischen Messtrupps bestimmen Lagekoordinaten und Höhen von Raumbezugsfest-
punkten durch klassische terrestrische sowie GNSS-Messungen. Die Studierenden festigen
dadurch ihre Kenntnisse über das geodätische Handwerk. Und so mancher Student wird zum
ersten Mal mit den Sachverhalten und damit den Problemen im Zusammenhang mit Über-
nachtungsaußendienst, Arbeitsvorbereitung, Teamarbeit, Abstimmung mehrerer operierender
Messtrupps, Eigentümerwünschen oder Unwetter konfrontiert.
Ein Ansporn für alle Teilnehmer ist das Wissen, dass bisher alle Ergebnisse, die von den Stu-
denten erarbeitet wurden, in den amtlichen Nachweis der Festpunktverwaltung übernommen
werden konnten.
Mit der im Frühjahr unterzeichneten Kooperationsvereinbarung bekräftigten beide Institutionen
ihren Willen, weiterhin die praktische Ausbildung des Berufsnachwuchses an der TU Dresden
aktiv und langfristig zu unterstützen.
Darüber hinaus unterstützen Mitarbeiter des GeoSN regelmäßig die Lehre am Geodätischen
Institut der TU Dresden durch Übernahme von Vorlesungen zu praxisrelevanten Themen wie
Geodätischer Raumbezug, Bezugssystemwechsel oder SAPOS.
| 05
Herr Dr. Werner Haupt und Herr Prof. Dr.-Ing. habil.
Lambert Wanninger (links) nach der Unterzeichnung
der Kooperationsvereinbarung

image
Das Liegenschaftskataster wird umgestellt – der Schritt ins Moderne
Nach mehrjähriger Entwicklungs- und Erprobungszeit waren die Voraussetzungen gegeben, das
Liegenschaftskataster des Freistaates Sachsen auf das neue, bundesweit einheitliche Amtliche
Liegenschaftskatasterinformationssystem „ALKIS“ umzustellen. Der Plan sah vor, innerhalb von
anderthalb Jahren landkreisweise alle bislang unabhängig voneinander geführten Datenbestän-
de des Liegenschaftskatasters in das neue, amtliche Lagereferenzsystem ETRS89_UTM33 zu
transformieren, zu einem neuen einheitlichen Datenbestand zusammenzuführen und in das
neue Datenmodell zu migrieren.
Die Umsetzung dieses Planes war nur möglich auf der Grundlage einer detailierten Planung aller
technischen Prozesse und der hierfür erforderlichen personellen Ressourcen.
Masterplan war das Konzept zur Umstellung der Daten nach ALKIS.
In jedem Landkreis müssen die acht Hauptarbeitsschritte bestehend aus 76 Teilarbeitsschritten
mit genau definierten Aufgaben in einer festgelegten Reihenfolge abgearbeitet, nach Abschluss
geprüft und freigegeben werden. Da das GeoSN-Team in allen Arbeitsprozessen auch vor Ort
tätig sein muss, dürfen die zeitlichen Lücken bei der Umstellung zwischen den einzelnen Land-
kreisen nicht zu eng gewählt werden. Andererseits gilt es, einen straffen Zeitplan umzusetzen,
um möglichst schnell den Nutzern die neuen ALKIS-Daten bereitstellen zu können. Dies ist auch
vor dem Hintergrund notwendig, dass die in den Landkreisen vorhandene Hardware nach mehr
als 10 Jahren ununterbrochenen Betriebes zunehmend störanfällig wird und ein Ausfall eines
solchen Systems das Gesamtprojekt in seiner zeitlichen Abarbeitung erheblich beeinträchtigen
würde.
Letztlich enthält die Zeitplanung aufeinander abgestimmte und sich überschneidende Umstel-
lungszeiträume, aber auch mehrerer Pufferzeiten, so genannte Reviews sind eingeschaltet. Die
Umstellung der Datenbanken der Automatisierten Liegenschaftskarte, des Liegenschaftsbuches
und aller Katasterpunkte – ausgeführt mit separaten Migrationsrechnern, die von Amt zu Amt
transportiert wurden – nahm je Landkreis mehr als drei Wochen in Anspruch. Im Verlaufe des
Jahres wurden daneben 43 Programmaktualisierungen jeweils vor der Übernahme getestet,
geprüft und eingespielt.
06 |
Liegenschaftskataster
KW
uVB
Oktober
2013
November
Dezember
Januar
2014
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
Görlitz
Görlitz
08.01.
12.02.
Bautzen
Bautzen
Meißen
Meißen
1. Review
Nordsachsen
Nordsachsen
Sächs. Schweiz-Osterzgebirge
Sächs. Schweiz-Osterzgebirge
Leipzig
Leipzig
1. Review / Urlaub
Mittelsachsen
Mittelsachsen
Erzgebirgskreis
Erzgebirgskreis
Zw ickau
Vogtlandkreis
Landeshauptstadt Dresden
Stadt Leipzig
Stadt Chemnitz
Vorbereitungsarbeiten
Fortführungsstopp
Datenbereitstellungung, Transformation
FF-Schulung incl. Auskunft (3 Wochen) beim GeoSN
Datensicherung, Migration und Ersteinrichtung
Auskunftsschulung (2 Tage) vor Ort
Nachmigration
Produktionsstart
Start durch LR / GF
9
10 11 12
13
1. Review
40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52
1
2
3
4
5
6
7
8
14 15 16 17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39
2. Review / Urlaub
40
Ablaufplan ALKIS-Umstellung
1. Vorbereitung
2. Fortführung
3. Datenprüfung und -berichtigung
4. Datenbereitstellung und
Transformation
5. Datensicherung
6. Migration und Ersteinrichtung
7. Nachmigration
8. Abschluss

image
image
image
| 07
Eine außerordentlich wichtige und für den Erfolg des gesamten Projektes entscheidende Kompo-
nente im Projektmanagement war, das Personal in den 13 unteren Vermessungsbehörden sachge-
recht zu schulen. Die Bediensteten sollten am Ende der Ausbildung alle erforderlichen Handlungs-
abläufe zur Fortführung der Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters sicher und fehlerfrei
beherrschen können, um dem hohen Anspruch hinsichtlich der Sicherung des Eigentums, der Wah-
rung der Rechte an Grundstücken und Gebäuden und des Grundstücksverkehrs gerecht zu werden.
Eigens für diesen Zweck war ein Schulungsraum im GeoSN eingerichtet und mit der erforderlichen
Hardware sowie einer speziellen Testsoftware ausgestattet worden. Diese Voraussetzungen mach-
ten es möglich, alle Prozesse von der fachtechnischen Qualifizierung der von den Öffentlich be-
stellten Vermessungsingenieuren beigebrachten Vermessungsschriften bis hin zur Freigabe der
neuen Daten und Fertigung der Fortführungsnachweise zu üben.
In Abhängigkeit von der künftigen Rollenvergabe fanden die umfangreichsten Schulungen für den
Teil „Fortführung“ statt. Dennoch war – wie die nebenstehende Übersicht verdeutlicht – auch eine
Reihe von weiteren Rollen zu schulen, die von Bediensteten zu übernehmen waren; u.a. für die
Bereitstellung von Informationen aus den Datenbeständen des Liegenschaftskatasters für die Nut-
zer aus Wirtschaft und Verwaltung, für die Zusammenstellung von Vorbereitungsdaten für die
Katastervermessungen und Abmarkungen der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure und
für die Datenübertragung an das Grundbuchamt.
Die besondere Herausforderung bestand darin, all diese Schulungsmaßnahmen in einem einzigen
Schulungsraum und zeitgleich mit der Umstellung des Liegenschaftskatasters im jeweiligen Land-
kreis durchzuführen und dies personell mit einem mehrstufigen Vertretungskonzept für Urlaub
und Krankheit abzusichern.
Schulungsinhalte für eine untere Vermessungsbehörde (uVB)
Belegungs- und Schulungsplan
des GeoSN
Schulung für eine uVB
1 | 26. Februar 2015 |
NBA – Verfahren
Betreuung ADB
1 Tag
3 PC im GeoSN
im Umstellungszeitraum
Bodenordnung
Gebietsänderung
Landesgrenze
1-2 Tage in uVB
bei Bedarf
Fortführung
15 Tage
12 PC
im GeoSN
Inhalte Modul Auskunft
(ohne Replikationen)
Übernahme Vermessungsdokumentationen
- Import
- Homogenisierung
- Objektbildung
- Simulation und Fortführung
Übernahme aus Luftbilderzeugnissen
Daten anderer Stellen
Übernahme von Mitteilungen
Auskunft
2 Tage
uVB (GeoSN)
Grundlagen ALKIS
(Theorieteil)
Präsentations-
ausgaben
Replikationen
ohne NBA und
ohne Messungs-
vorbereitung
vor Produktionsbeginn
Messungs-
vorbereitung
Reservierungen
Antragsverwaltung
Vorbereitungsdaten
bereitstellen
1 Tag
uVB (GeoSN)
nach Einführung
Bodenschätzung
3 Tage
uVB (GeoSN)
Datenaustausch
Grundbuchamt
1 Tag
3 PC im GeoSN

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
08 |
Nach entsprechenden Vorarbeiten und der Datenmigration konnte zu Beginn des Jahres 2014
als erste untere Vermessungsbehörde der Landkreis Görlitz umgestellt werden.
Zum Jahresende 2014 war ALKIS in 8 Landkreisen eingeführt, der 9. Landkreis in Bearbeitung.
Es wurde damit die Vorarbeit geleistet, dass die noch ausstehenden Städte Dresden, Leipzig und
Chemnitz planmäßig übernommen werden und am Ende des ersten Halbjahres 2015 im gesam-
ten Freistaat Sachsen ALKIS eingeführt sein wird. Grundlage für diesen Erfolg ist die strategisch
durchdachte Planung und ein Projektmanagement, das von allen Beteiligten mit viel persönli-
chem Engagement und Leidenschaft getragen wird.
Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Gemeinden erstellen amtliche Auszüge
Seit Beginn des Jahres 2014 erteilt der GeoSN Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren
und Gemeinden nach entsprechendem Antrag und der Versicherung, dass die ordnungsgemäße
Übermittlung von Informationen aus den Datenbeständen des Liegenschaftskatasters gemäß
den Vorgaben des § 19 Abs. 2 der Durchführungsverordnung zum Sächsischen Vermessungs-
und Katastergesetz (SächsVermKatGDVO) sichergestellt ist, die Befugnis zur Übermittlung von
Informationen aus den Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters für das Gebiet des Freistaates
Sachsen. Im Jahr 2014 wurde 52 (von 106) Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und
einer Gemeinde die Befugnis erteilt.
Möglich ist dies geworden mit der Einführung von ALKIS im Freistaat Sachsen. Im Zusammen-
hang mit der Erteilung der entsprechenden Befugnis wird für den Berechtigten ein webbasier-
tes Abrufverfahren auf die Datenbestände der oberen Vermessungsbehörde eingerichtet. Damit
erhält ein Öffentlich bestellter Vermessungsingenieur oder ein Bediensteter einer Gemeinde ei-
nen personengebundenen Zugang zur Auskunfts- und Präsentationskomponente des Amtlichen
Liegenschaftskatasterinformationssystems ALKIS-APK.
Die Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters sind personenbezogene Daten i.S.d. § 3 Abs. 1
SächsDSG. Die ordnungsgemäße Übermittlung von Informationen aus denselben setzt zwingend
die Einhaltung der Bestimmungen des Sächsischen Datenschutzgesetzes voraus. Deshalb werden
die Personen, die Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters verarbeiten, über das Datengeheim-
nis sowie die sonstigen bei ihrer Tätigkeit zu beachtenden Vorschriften über den Datenschutz
unterrichtet und auf deren Einhaltung schriftlich verpflichtet (§ 6 Abs. 2 SächsDSG).
Alle wichtigen Informationen zur Beantragung des Zugangs zur ALKIS-APK, insbesondere auch
die entsprechenden Online-Formulare, sind auf der Homepage des GeoSN unter „Mein GeoSN“
verfügbar. Das Handling für die Auszugserstellung ist in einem Handbuch beschrieben, das in das
Verfahren der ALKIS-APK integriert ist. Als ergänzende Hilfen zum schnelleren Lernen oder auch
zum Auffrischen wurden Tutorials (Videoanleitungen) erarbeitet und im Internet bereitgestellt.
Abteilungsleiter Lothar Otte (mitte) hält den Startknopf
für ALKIS im Landkreis Nordsachsen bereit. Amtsleiterin
Grit Pahlitzsch und Landrat Michael Czupalla vollziehen
den Start
Auskunfts- und Präsentationskomponente
(ALKIS-APK): Einführung zum Video
Übersichtskarte zur ALKIS-Einführung
Görlitz
Bautzen
Meißen
Nordsachsen
Mittelsachsen
Landkreis Leipzig
Erzgebirgskreis
Zwickau
Vogtlandkreis
Sächsische Schweiz-
Osterzgebirge
Leipzig
Dresden
Chemnitz
2
7
1
4
8
5
6
3
9
10
11
12
13
2.-7. KW
2015
47.-52. KW
2014
6.-11. KW
2015
10.-15. KW
2015
14.-20. KW
2015
Übersichtskarte zur ALKIS Einführung
Reihenfolge der Einführung
Zeitraum der Einführung
Legende
4
ALKIS eingeführt
ALKIS-Einführung in Bearbeitung
ALKIS-Einführung geplant
Identitätserhalt Amtsgrenze
Stand: 15.12.2014
2.-7. KW
2014
ALKIS-APK: Suche Flurstück über Flurstückskennzei-
chen zum Video
ALKIS-APK: Auszug aus dem Liegenschaftskataster
–Liegenschaftskarte zum Video

Die Einrichtung und Sicherstellung des Zugangs zu den Datenbeständen der oberen Vermes-
sungsbehörde ist gebührenpflichtig.
Die Gebühren für die Erstellung der amtlichen Auszüge sind auf der Grundlage der Zweiten
Sächsischen Vermessungskostenverordnung zu erheben und in Höhe von 50 Prozent an den
GeoSN abzuführen. Sie unterliegen seit der Einführung des ALKIS® im ersten Landkreis des
Freistaats Sachsen zu Beginn des Jahres 2014 und der gleichzeitigen Erteilung der Befugnis zur
Erstellung amtlicher Auszüge an Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Gemeinden
der gesetzlichen Umsatzsteuer i.H.v. 19 Prozent.
Die Übermittlung von Eigentümerdaten (Flurstücks- und Eigentumsnachweis, Grundstücks-
nachweis und Bestandsnachweis) ist von dem Inhaber der Befugnis nach § 12 Abs. 1 Satz 1
SächsVermKatG zu dokumentieren. Parallel hierzu werden die Abrufe seitens des GeoSN aufge-
zeichnet. Dies sind nach § 9 Abs. 2 Nr. 5 SächsDSG erforderliche Maßnahmen, die u.a. gewähr-
leisten, dass festgestellt werden kann, welche personenbezogenen Daten durch wen, wann und
in welcher Weise übermittelt wurden.
Außerdem unterliegen die Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure und Gemeinden bei der
Wahrnehmung ihrer Befugnis der Fachaufsicht der oberen Vermessungsbehörde. Diese kann
sich in geeigneter Weise über die ordnungsgemäße Übermittlung von Informationen aus den
Bestandsdaten des Liegenschaftskatasters informieren. Dabei ist den hierfür zuständigen Per-
sonen Zutritt zu den Diensträumen sowie Einsicht in die entsprechenden analogen und digitalen
Nachweise zu gewähren.
| 09
Tarifstelle
Gegenstand
Gebühr [EUR] (zzgl. gesetzl. MwSt.) (1)
10.2.1
Liegenschaftskarte
10.2.1.1
bis DIN A4
18 je Blatt
(2)(3) (4)
10.2.1.2
größer als DIN A4 bis DIN A3
25 je Blatt
(2)(3) (4)
10.2.1.3
größer als DIN A3 bis DIN A0
Anmerkung:
Die Übermittlung von Präsentationsausgaben
größer als DIN A3 erfolgt nach technischer
Verfügbarkeit.
40 je Blatt
(2)(3) (4)
10.2.2
Flurstücksnachweis
10 je Flurstück, mindestens 15
10.2.3
Flurstücks- und Eigentumsnachweis
10 je Flurstück, mindestens 15
10.2.4
Grundstücksnachweis
10 je Grundstück, mindestens 15
10.2.5
Bestandsnachweis
20 je Bestand
10.2.6
Flurstücks- und Eigentumsnachweis
mit Angaben zu benachbarten Flurstücken
20 je Flurstück, auf das sich der Antrag bezieht
(5)
(1)
(Schreiben des BMF vom 28. Januar 2008 (GZ: IV A 5 – S 7106/07/0009, Dok. 2008/0035190): “Die entgeltliche
Erteilung von Auszügen aus dem Liegenschaftskataster durch Vermessungs- und Katasterbehörden gilt nach § 2 Abs.
3 Satz 2 Nr. 4 UstG als unternehmerische Tätigkeit, soweit in dem betreffenden Bundesland nach den jeweiligen
landesrechtlichen Gegebenheiten eine entgeltliche Erteilung von Auszügen aus dem Liegenschaftskataster auch
durch öffentlich bestellte Vermessungsingenieure rechtlich und technisch möglich ist.“)
(2)
auch mit Ergebnissen der Bodenschätzung
(3)
auch mit Katasternachweis nach § 12 Abs. 2 SächsVermKatDVO
(4
) wahlweise farbig oder in schwarz/weiß
(5)
Bis zur Realisierung der Präsentationsausgabe werden die betreffenden Informationen aus Flurstücks- und Eigen-
tumsnachweisen zusammengestellt und als Flurstücks- und Eigentumsnachweis mit Angaben zu benachbarten Flur-
stücken übermittelt

image
Zusammenarbeit mit den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren
Die Einführung des ALKIS zum Jahresbeginn erfordert auch von den für die Katastervermessung
und Abmarkung im Freistaat Sachsen zuständigen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieu-
ren hohe Aufwendungen bei der Umstellung auf vollkommen neue technische Verfahren. Um die
einheitliche und sachgerechte Erstellung der Vermessungsdokumentationen zu gewährleisten,
hat der GeoSN alle Berufskollegen in Workshops mit den neuen Anforderungen vertraut ge-
macht. So wurden im Januar in sechs Veranstaltungen jeweils in kleinen Gruppen alle Öffentlich
bestellten Vermessungsingenieure in den GeoSN zu ganztägigen Fachvorträgen und anschlie-
ßender Diskussion eingeladen.
Themen waren u.a. die veränderte Form der Bereitstellung von Vorbereitungsdaten zur Durch-
führung von Katastervermessungen und Abmarkungen, die veränderte Form der Führung der
Punktdaten, das neue europaweit einheitliche Lagereferenzsystem ETRS89_UTM33 und die nun
in digitaler Form vorliegende Antragsübersicht unter ALKIS, mit der über eine Weblösung alle
im Umkreis der beantragten Katastervermessung und Abmarkung ebenfalls beantragten, sich in
konkreter Bearbeitung befindlichen und auch die bereits zur Übernahme in das Liegenschafts-
kataster bereitstehenden Vermessungen mit ihrem jeweiligen Bearbeitungsstatus angezeigt
werden können.
Neben den rein vermessungstechnischen Themen wurde in diesem Jahr besonders die Grenzver-
handlung thematisiert. Die Juristin des GeoSN erläuterte die Anforderungen an die von einem
Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur vor Ort durchzuführende Grenzverhandlung und
Erfordernisse an die katastertechnische Umsetzbarkeit der von den Grundstückseigentümern
getroffenen Vereinbarungen. Herausgearbeitet wurde insbesondere die Verantwortung des Ver-
handlungsleiters, durch sachkundige Aufklärung und Beratung in der Grenzverhandlung dafür
Sorge zu tragen, dass die Grundstückseigentümer in ihre privatrechtliche Vereinbarung keine
rechtswidrigen Grenzverläufe aufnehmen, sondern nur solche, die in dem durch gesicherte
Erkenntnisse vorgegebenen Bereich liegen.
Zusammenarbeit mit den unteren Vermessungsbehörden
Im März und im Oktober hat der GeoSN Vertreter der Landkreise, die nach § 2 SächsVermKatG
die Aufgaben der unteren Vermessungsbehörde wahrnehmen, zu Fachgesprächen eingeladen.
Auch hier stand der Gedanke im Vordergrund, die Veränderungen und neuen Anforderungen, die
mit der Einführung des ALKIS im Freistaat Sachsen auf die unteren Vermessungsbehörden zu-
kommen, zu erläutern, um eine einheitliche Fortführung der Daten des Liegenschaftskatasters
und die Bereitstellung von Informationen aus diesen Datenbeständen zu gewährleisten.
Hierbei wurden die gleichen Themen wie bei den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren,
aber auch deren Zusammenarbeit mit den unteren Vermessungsbehörden erörtert. Gemein-
sames Ziel war die einheitliche Anwendung von Fachvorschriften. Nur so kann die anforde-
rungsgerechte Führung des Liegenschaftskatasters als amtliches Verzeichnis der Grundstücke
im Sinne des § 2 Abs. 2 der Grundbuchordnung gewährleistet werden.
Dokumenten-Managementsystem für Risse, Karten und Buchwerk
Die unteren Vermessungsbehörden erfassen alle Unterlagen des Liegenschaftskatasters, welche
die Abgrenzung und Entwicklung der Flurstücke dokumentieren. Zu diesem Zweck werden alle
Zahlennachweise (z.B. Fortführungsrisse) und graphischen Nachweise (z.B. Karten) gescannt,
georeferenziert, durch Sachdaten beschrieben und in ein Dokumenten-Managementsystem
eingerichtet. Großformatige Karten werden auf den DIN-A0-Scannern im GeoSN gescannt.
Der Erfassungsstand beträgt derzeit knapp 70%; das entspricht 4,5 Mio. Einzelnachweisen.
Diese Unterlagen sind erforderlich als Vorbereitungsdaten zur Durchführung von Katasterver-
messungen und Abmarkungen durch die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (Erste
Ausbaustufe des Dokumenten-Managementsystems).
10 |
Antragsübersicht unter ALKIS (Statusangaben zur
Katastervermessung und Abmarkung
Antragsübersicht
Antragsstatus
Antrag erfasst
Vorbereitung abgeschlossen
Vermessungsergebnisse eingereicht
Fachtechnische Qualifizierung
Fortführungsentscheidung steht an
Liegenschaftskataster fortgeführt

image
image
image
Das aktuelle Verfahren beruht auf einem dezentralen Ansatz. Um den gesetzlichen Auftrag zu
realisieren, die Liegenschaftskatasterakten – das sind insbesondere Risse, Karten und das Buch-
werk – in digitaler Form bei der oberen Vermessungsbehörde für die Bereitstellung vorhalten zu
können, hat der GeoSN ein zentrales Verfahren beschafft. Mit diesem Verfahren werden Daten
zentral geführt. Die unteren Vermessungsbehörden haben über eine Webanwendung Zugang
zum Dokumenten-Managementsystem und können Unterlagen aus diesem Verfahren als Vor-
bereitungsunterlagen den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren zur Durchführung von
Katastervermessungen und Abmarkungen zur Verfügung stellen.
Im Jahre 2014 wurde mit den Arbeiten zur Erfassung des Buchwerkes (Zweite Ausbaustufe des
Dokumenten-Managementsystems) begonnen. Der hierzu notwendige Buchscanner wurde ge-
testet und beschafft. 2015 erfolgt der Praxiseinsatz.
Bodenschätzung
Zweck der Bodenschätzung ist es, für die Besteuerung der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen
des Bundesgebietes einheitliche Bewertungsgrundlagen zu schaffen. Die Bodenschätzung dient
auch nichtsteuerlichen Zwecken, insbesondere der Agrarordnung, dem Bodenschutz und den
Bodeninformationssystemen.
Für das Gebiet des Freistaates Sachsen liegen die Bodenschätzungsergebnisse auf ca. 33.000
Schätzungskarten vor. Darin sind die für die Bodenschätzung maßgeblichen Nutzungsarten
Ackerland und Grünland mit ihren Klassen-, Klassenabschnitts- und Sonderflächen räumlich
abgegrenzt und mit Klassenzeichen, Wertzahlen, Bodenprofilen, Muster- und Vergleichsstücken
sowie sonstigen Angaben beschrieben.
Seit der Einführung von ALKIS im Freistaat Sachsen ist der gesetzlich vorgegebene Auftrag
erfüllbar, die auf den analogen Karten erfassten Bodenschätzungsergebnisse in digitaler Form
in das Liegenschaftskataster zu übernehmen.
In Vorbereitung der Übernahme waren zunächst alle Schätzungskarten zu scannen. Wöchent-
lich wurden zu diesem Zweck ca. 300 Bodenschätzungskarten auf den DIN A 0 – Scannern des
GeoSN gescannt und in eine Datenbank zur weiteren Bearbeitung gespeichert. Zum Jahresende
2014 waren diese Vorarbeiten nahezu abgeschlossen.
Nun begann die Schulungsarbeit: Jeweils im Nachgang zur ALKIS-Einführung wurden in den
einzelnen Landkreisen Mitarbeiter geschult. Durch die vom GeoSN vor Ort durchgeführten Un-
terweisungen und Übungen wurden die für die Übernahme der Bodenschätzung vorgesehenen
Mitarbeiter in die Lage versetzt, die gescannten Karten zu georeferenzieren, die Klassenab-
schnitts- und Sonderflächen Punkt für Punkt zu digitalisieren und Sachinformationen korrekt
in ALKIS zu übernehmen. Für Fragen zum Handling und zur Klärung von Problemen standen
sowohl die Mitarbeiter der Anwenderbetreuung des GeoSN als auch des Referates Grundsatz-
fragen des Liegenschaftskatasters zur Verfügung.
| 11
Buchscanner

image
image
Die Bodenschätzungsergebnisse werden Karte für Karte in das Liegenschaftskataster übernom-
men und gemeindeweise freigegeben. Ist für eine Gemeinde die Bodenschätzung vollständig
erfasst, können die Stellen, die amtliche Auszüge aus dem Liegenschaftskataster (Liegenschafts-
karte, Flurstücks- und Eigentumsnachweis) erteilen, diese Auszüge auch mit Ergebnissen der
Bodenschätzung abgeben.
Bis zum Jahresende 2014 konnte noch keine Gemeinde freigegeben werden. Zu den Ursachen
zählt unter anderem, dass Unklarheiten bei der Digitalisierung und Unstimmigkeiten in der Da-
tengrundlage auch nach Einbeziehung der zuständigen Finanzämter bislang nicht geklärt wer-
den konnten.
Die mit Start des ALKIS-Projektes ins Leben gerufene Arbeitsgruppe Bodenschätzung – besetzt
mit Vertretern der Landesamtes für Finanzen, des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und
Geologie und des GeoSN – hat sich jedoch der Klärung von Unstimmigkeiten oder sonstigen
grundsätzlichen Fragen zugewandt und bereits eine Reihe von Lösungen erarbeitet.
Aufsicht über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
Der GeoSN ist sowohl für die Fachaufsicht über die Öffentlich bestellten Vermessungsinge-
nieure als auch über die unteren Vermessungsbehörden zuständig. Außerdem obliegt ihm die
Bearbeitung von Widersprüchen gegen eigene Verwaltungsakte sowie gegen Verwaltungsakte
der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure und der unteren Vermessungsbehörden. Die
Widersprüche richteten sich im Berichtsjahr in der Regel gegen Ergebnisse der Durchführung
von Katastervermessungen und Abmarkungen, Übernahmen in das Liegenschaftskataster, Kos-
tenerhebungen und die Ablehnung von Anträgen auf Bestellung zum Öffentlich bestellten Ver-
messungsingenieur.
Im Rahmen der Fach- und Dienstaufsicht wurden 39 Amtsprüfungen und 35 Revisionsvermes-
sungen bei den Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren durchgeführt. Es lagen 14 Be-
schwerden vor, die Anlass gaben, die Amtsausübung der Öffentlich bestellten Vermessungs-
ingenieure auf deren Rechtmäßigkeit hin zu untersuchen. In zwei Fällen mussten auf Grund
schuldhaft begangener Amtspflichtverletzungen Disziplinarverfahren eingeleitet werden.
12 |
Aufsicht über die
Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure 2014
20
10
30
40
Revision
Prüfung der ÖbVI am Amtssitz
Beschwerden
laufende Disziplinarverfahren
Anzahl
Schätzungsurkarte
Arbeitsgruppe Bodenschätzung

image
image
image
image
image
Bei der Ausübung der Fachaufsicht gegenüber den Landkreisen und Kreisfreien Städten als un-
teren Vermessungsbehörden lag im Berichtsjahr 2014 - wie bereits 2013 - ein Schwerpunkt
auf der Kontrolle der durchzuführenden Vorbereitungsarbeiten für die Überführung vorhandener
Daten in das künftige Verfahren zur Führung des Liegenschaftskatasters - ALKIS®.
Widersprüche gegen Verwaltungsakte der Vermessungsbehörden und der Öffentlich bestell-
ten Vermessungsingenieure
Innerhalb der Widerspruchsbearbeitung wurden im Berichtsjahr insgesamt drei Widerspruchs-
verfahren zu Verwaltungsakten des GeoSN sowie 65 Widerspruchsverfahren zu Entscheidungen
der unteren Vermessungsbehörden oder der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure ab-
geschlossen. Schwerpunkte waren katastertechnische Widersprüche und Kostenwidersprüche.
| 13
Bescheidung Kostenwidersprüche im Jahr 2014
Einstellung
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
10
5
20
25
15
30
35
%
Abhilfe Ausgangsbehörde
10
20
30
40
50
60
70
Stattgabe
teilweise Stattgabe
Zurückweisung
Einstellung
%
Abhilfe Ausgangsbehörde
Bescheidung katastertechnischer Widersprüche 2014
Mitarbeiter des GeoSN bei der Revisionsvermessung
Im Zuge von Revisionsvermessungen aufgefundene historische Grenzsteine

image
image
image
image
14 |
Staats- und Landesgrenzen
Zu den gesetzlichen Aufgaben des GeoSN gehört die Vermessung, Abmarkung und Dokumenta-
tion der Grenzen des Freistaates Sachsen. Dies betrifft sowohl die Grenzen zur Tschechischen
Republik und zur Republik Polen als auch die Grenzen zu den benachbarten Ländern Branden-
burg und Sachsen-Anhalt sowie den Freistaaten Thüringen und Bayern.
Die 2013 begonnenen Außendienstarbeiten an der Grenze zur Tschechischen Republik zur zwei-
ten Überprüfung der Grenzmarken im Grenzabschnitt XXIII (Vogtland) wurden planmäßig been-
det. Feierlicher Abschluss der Neuvermessung an der Staatsgrenze zur Tschechischen Republik
war am 2. Juni 2014 die Einbringung des Grenzzeichens 12 in der Nähe des Ortes Ebmath im
Beisein des tschechischen Vorsitzenden der deutsch-tschechischen Grenzkommission, Herrn
Ladislav Heythum, dem tschechischen Koordinator, Herrn Jan Zv
ěř
ina, aus dem Ministerium des
Innern der Tschechischen Republik und des sächsischen Koordinators, Herrn Dr. Werner Haupt,
sowie Herrn Jens Näser vom GeoSN.
Im Jahr 2014 begann die dritte Überprüfung der Grenzmarken in den Grenzabschnitten I bis IV
zwischen Zittau und Steinigtwolmsdorf. Auf einer Länge von ca. 83 km wurden Vermarkungs-
mängel beseitigt. Zuständig hierfür waren in den Grenzabschnitten I und II die Kollegen der
tschechischen Landesvermessung und für die Abschnitte III und IV die des Freistaates Sachsen.
Koordiniert und begleitet werden die Arbeiten von der Ständigen deutsch-tschechischen Grenz-
kommission, deren Tagung 2014 in Budweis stattfand. Vertreter des GeoSN sind für die deut-
sche Seite in allen Gremien der Kommission vertreten.
Die Ständige Deutsch-Polnische Grenzkommission beschloss auf ihrer 3. Sitzung im März 2014
in Zoppot eine Richtlinie zur Überprüfung des Verlaufs und des Zustands der Vermarkung der
Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen. Im Bereich des Frei-
staates Sachsen wird seit 2014 die deutsch-polnische Grenze durch Digitalisierung der Uferlinie
aus Luftbildern ermittelt. In Vorbereitung dafür wurden im April 2014 das Gebiet der Lausitzer
Neiße beflogen und Orthophotos mit einer Bodenauflösung von 10 cm erstellt.
Ende 2014 waren für die 41 km lange Landesgrenze zum Freistaat Bayern alle Arbeiten zur
Vermessung, Markierung und Dokumentation im Außen- und Innendienst vollständig abge-
schlossen. An der Landesgrenze zu Brandenburg wurden die Außendienstarbeiten fast auf der
gesamten Länge von 243 km abgeschlossen, an den Landesgrenzen zu Thüringen (273 km)
waren dies rund 40% und zu Sachsen-Anhalt (206 km) ca. 50%.
Die tschechische Delegation Milan
Plaček
, Ladislav
Heythum, Jitka Kalkušová und Jan
Zvěřina
(v.l.)
Die beiden Koordinatoren Dr. Werner Haupt und Jan
Zvěřina
am Grenzzeichen 12 bei Ebmath
Wiederherstellung einer beschädigten Grenzmarke im Straßenbereich

image
image
image
image
| 15
Geschäftsstelle Oberer Gutachterausschuss
Mit einer Ergänzung der Sächsischen Bauordnung hat der Sächsische Landtag die rechtliche
Grundlage für die Bildung des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Freistaat
Sachsen (OGA) geschaffen. Die Mitglieder des OGA erhielten am 23.07.2014 im Staatsministe-
rium des Innern ihre Bestellungsurkunden. Ein Mitglied und stellvertretender Vorsitzender ist
der Leiter der Abteilung Geodateninfrastruktur des GeoSN, Herr Dr. Katerbaum.
Die Geschäftsstelle des OGA ist im Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sach-
sen, Referat 41, eingerichtet. Sie wird zu einem Anlaufpunkt für alle Fragen um die landesweiten
Grundstücksmarktdaten, wodurch dem GeoSN ein neuer Aufgabenbereich zukommt.
Von der Geschäftsstelle werden Sitzungen der verschiedenen Arbeitsgruppen des OGA vorbe-
reitet, die Verwaltungsaufgaben und Arbeiten zu Beschlüssen des OGA erledigt, auf Anforde-
rung Umfragen durchgeführt und Informationen bereitgestellt. Eine weitere Aufgabe besteht in
der Festsetzung der Entschädigung für die Mitglieder des OGA für ihre Tätigkeit.
Im Rahmen der fachlichen Zuarbeit für den Oberen Gutachterausschuss wurden von der Ge-
schäftsstelle u. a. Entwürfe für die Geschäftsordnung, für Abrechnungsmodalitäten und die
Struktur des Grundstücksmarktberichtes erarbeitet.
Die Entwicklung des Bodenrichtwertinformationssystems für den Freistaat Sachsen (BORIS SN)
bildete einen Schwerpunkt in Abteilung Geodateninfrastruktur. In enger Zusammenarbeit der
Referate 41 und 43 sowie mit Vertretern der Gutachterausschüsse wurden die Anforderungen
an das webbasierte Auskunftssystem zu Bodenrichtwerten nach den Richtlinien der Arbeitsge-
meinschaft der Ver-messungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV)
zu BORIS 2.0 an die sächsischen Gegebenheiten angepasst und die erforderliche Software ent-
wickelt.
Im eingerichteten Themenportal Grundstückswertermittlung werden neben den Bodenricht-
werten allgemeine Informationen zur Wertermittlung und zu den Aufgaben der Gutachteraus-
schüsse sowie des Oberen Gutachterausschusses bereitgestellt. Zur Darstellung der Bodenricht-
werte nutzt der GeoSN die E-Government-Basiskomponente Geodaten des Freistaats Sachsen.
Damit können Bodenrichtwerte über die Grenzen der Landkreise und Kreisfreien Städte hinweg
erstmals in einem einheitlichen Erscheinungsbild visualisiert und mit Detailinformationen be-
schrieben werden.
Im Dezember erfolgte die Freischaltung des Themenportals. Unter
www.boris.sachsen.de
kann
jedermann kostenfrei in die Bodenrichtwerte von bisher 10 Landkreisen/Kreisfreien Städten Ein-
sicht nehmen sowie Informationen zu Ansprechpartnern für amtliche Grundstückswertermitt-
lung erhalten.
In Abstimmung mit den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen werden die noch nicht im
System vorliegenden Bodenrichtwerte nach deren Beschlussfassung mit Stichtag 31.12.2014 im
Jahr 2015 ergänzt. Bis zur vollständigen Inbetriebnahme des Bodenrichtwertinformationssys-
tems nach der Sächsischen Gutachterausschussverordnung bedarf es noch abschließender in-
haltlicher Festlegungen durch den Oberen Gutachterausschuss.
Anfragen zum Portal Grundstückswertermittlung werden durch den Servicedesk des GeoSN
beantwortet. Auskünfte zu den Richtwerten sind wie bisher nur bei den örtlich zuständigen
Gutachterausschüssen erhältlich.
Geodateninfrastruktur
Staatssekretär Dr. Michael Wilhelm bestellte die Mit-
glieder des Oberen Gutachterausschusses
Themenportal Grundstückswertermittlung
Darstellung von Bodenrichtwerten und Legende zur
Karte

16 |
Projektabschluss zum Aufbau der GDI Sachsen
Mit der vollständigen Inbetriebnahme der E-Government-Basiskomponente Geodaten (GeoBAK)
und einer feierlichen Abschlussveranstaltung mit allen Projektbeteiligten wurde der letzte Mei-
lenstein im Projekt GeoBAK 2.0 erreicht. Damit konnte die Phase des Aufbaus der Geodateninf-
rastruktur Sachsen (GDI Sachsen) beendet und zum operativen Betrieb übergegangen werden.
Die Aufbauphase war maßgeblich von folgenden Aktivitäten geprägt:
Schaffung der rechtlichen, organisatorischen und konzeptionellen Grundlagen sowie
Implementierung der technischen Komponenten.
Damit ist die Entwicklung der GDI Sachsen jedoch keinesfalls abgeschlossen. Es liegt in der Natur
hochtechnisierter Verfahren, dass sie maßgeblich vom jeweiligen Stand der Wissenschaft und
Technik in der Gesellschaft abhängen. Einerseits entwickeln sich die technischen Möglichkeiten
für die Bereitstellung von Geodaten immer weiter, andererseits ändern sich die Anforderungen
und Erwartungen stetig. Dies verlangt auch künftig eine permanente Anpassung der GDI Sach-
sen.
Mit dem Abschluss der Aufbauphase ist der GeoSN seiner Rolle, die ihm im Zuge des Auftrags der
Sächsischen Staatsregierung am 18. September 2007 übertragen wurde, in vollem Umfang ge-
recht geworden. So hat der GeoSN in den zurückliegenden sieben Jahren mit der E-Government-
Basiskomponente (GeoBAK) ein Geoportal aufgebaut, das
als Austausch-, Kommunikations- und Informationsplattform dient,
einen zentralen Zugang zu allen im Freistaat Sachsen verfügbaren Geoinformationen von
Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft bietet sowie
die zentrale Schnittstelle zu den Geoportalen der Europäischen Union und des Bundes
bildet
und damit eine breite und unkomplizierte Nutzung von Geoinformationen im Freistaat Sachsen
ermöglicht.
Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht alle Meilensteine, von der Bildung der GDI-Koordi-
nierungsstelle beim damaligen Landesvermessungsamt (LV) Sachsen bis zur vollständigen Inbe-
triebnahme der neuen GeoBAK.
Meilensteine beim Aufbau der GDI Sachsen:
Datum
Meilenstein
15.02.2007
Bildung der Koordinierungsstelle beim LV Sachsen
15.05.2007
Inkrafttreten der INSPIRE-Richtlinie
05.06.2007
Gründung der gdi.initiative.sachsen
06.06.2007
Freischaltung der E-Government-Basiskomponente (GeoBAK 1.0)
18.09.2007
Beschluss der Staatsregierung zum Aufbau der GDI Sachsen
27.11.2008
Veröffentlichung der Vorstudie zum Betriebskonzept der GDI Sachsen
27.07.2009
Veröffentlichung des Architekturkonzepts der GDI Sachsen
24.03.2010
Verabschiedung des Projektplans für die Weiterentwicklung der E-Govern-
ment-Basiskomponente (GeoBAK 2.0)
05.06.2010
Inkrafttreten des Sächsischen Geodateninfrastrukturgesetzes
13.12.2010
Vorkonzept für die GeoBAK 2.0
23.11.2011
Entwicklungsbeginn für die GeoBAK 2.0
14.06.2013
Freischaltung des neuen Geoportals Sachsenatlas
23.05.2014
Vollständige Inbetriebnahme der GeoBAK 2.0

image
| 17
Die wichtigste Aufgabe des GeoSN in der Aufbauphase bestand in der Entwicklung und Inbe-
triebnahme der GeoBAK. Die Neuentwicklung der GeoBAK unterteilte sich in eine Konzept- und
eine Realisierungsphase. Mit der Entwicklung des Vorkonzepts war eine interdisziplinäre Pro-
jektgruppe betraut, der neben Vertretern des SMJ und des SMI sowohl Vertreter nachgeordne-
ter Behörden (GeoSN, LfULG, Autobahnamt, LISt GmbH) als auch Vertreter der Kommunen
(SAKD, Landkreis Bautzen und Landeshauptstadt Dresden) angehörten. Unterstützung erhielt
die Projektgruppe von einem externen Beraterteam sowie der TU Dresden und der HTW Dres-
den. Das Vorkonzept bestimmte ein Gesamtsystem, das aus neun einzelnen und miteinander
verknüpften IT-Komponenten bestehen sollte. Nach Maßgabe des Vorkonzepts sollten acht
Komponenten kurzfristig und der Geoshop später realisiert werden.
Die Entwicklung des Gesamtsystems sowie sämtliche damit im Zusammenhang stehenden Auf-
gaben wurden in einem Projekt „GeoBAK 2.0“ gebündelt, das in Kooperation mit dem Sächsi-
schen Staatsministerium der Justiz und für Europa umgesetzt wurde. Die Softwareentwicklung
erfolgte in drei aufeinander aufbauenden Entwicklungsabschnitten, die jeweils Softwareent-
wicklung, Tests und Fachadministration umfassten. Die Gesamtprojektverantwortung lag beim
GeoSN. Der Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID) war für die Implementierung des
Gesamtsystems auf der E-Government-Plattform zuständig. Mit der Realisierung beauftragte
der GeoSN ein Konsortium von externen Softwareentwicklungsunternehmen mit der Firma con
terra GmbH aus Münster als Hauptauftragnehmer.
Das Projekt wurde am 23. Mai 2014 mit allen Beteiligten im Rahmen einer Feierstunde abge-
schlossen. In der von Geschäftsführer Dr. Haupt eröffneten Veranstaltung ließen die Vortragen-
den die Entwicklung des Projekts Revue passieren und hoben den Leitcharakter für Sachsen und
Deutschland hervor. Dabei wurde die Rolle der GeoBAK unter den verschiedenen Blickwinkeln
der Projektbeteiligten gewürdigt. Zu den Vortragenden gehörten Vertreter des Staatsministeri-
ums des Innern, des Staatsministerium der Justiz und für Europa, der TU Dresden und der Säch-
sischen Anstalt für kommunale Datenverarbeitung sowie der projektbeteiligten Firmen.
Das Projektteam „GeoBAK 2.0“ beim feierlichen Projektabschluss am 23. Mai 2014

18|
Mit der GeoBAK 2.0 stehen folgende Module für die Verwaltungen des Freistaates und seiner
Kommunen zur Verfügung:
Komponente
Funktion
Geoportal
Das Geoportal ist der zentrale Zugangspunkt
für Bürger, Unternehmen und Verwaltungen
zu den Geoinformationen des Freistaates
Sachsen im Internet. Es bietet neben einer
Einstiegsseite und allgemeinen Informatio-
nen rund um das Thema Geoinformationen
und Geodateninfrastruktur zahlreiche
Funktionen zur Recherche und Nutzung von
Geoinformationen.
Geoviewer
Die Komponente Geoviewer ist der wesentli-
che Bestandteil des Geoportals und bietet
vielseitige Möglichkeiten zur Darstellung von
Geoinformationen in Form von interaktiven,
dynamischen Karten sowie zum Druck und
Export dieser Karten. Der Geoviewer kann
von den sächsischen Behörden nachgenutzt
und in eigene Webauftritte und Verwal-
tungsverfahren integriert werden.
Metadatenkatalog
Über die Komponente Metadatenkatalog
(GeoMIS.Sachsen) werden die im Freistaat
Sachsen verfügbaren Geoinformationen auf
der Grundlage von Metadaten erfasst,
katalogisiert und recherchierbar gemacht.
Die Nutzung kann sowohl über das Geopor-
tal als auch über einen im Internet publizier-
ten Katalogdienst erfolgen.
Geodiensteserver
Die Komponente Geodiensteserver ermög-
licht die Publikation von Geodaten im
Internet über Geodatendienste.
Geodienstesecurity
Die Komponente Geodienstesecurity
ermöglicht es, Geodienste vor unberechtig-
tem Zugriff zu schützen.
Geodienstemonitoring
Auf Basis der Komponente Geodienstemoni-
toring erfolgt die Überwachung der
bereitgestellten Dienste und Komponenten,
insbesondere hinsichtlich Verfügbarkeit,
Antwortzeit und Kapazität. Zudem ermög-
licht sie die automatisierte Bereitstellung
von anonymisierten Nutzungs- und
Qualitätsstatistiken.
Geodatenaufbereitung
Die Komponente Geodatenaufbereitung
ermöglicht die Modellierung und Transfor-
mation von Geodaten als Grundlage für die
Bereitstellung von Geodatendiensten im
Internet.
Geodatenspeicherung
Die Komponente Geodatenspeicherung dient
dem Management und der Speicherung von
Raster- und Vektordaten sowie der Übertra-
gung dieser Daten von Anbietern auf die
E-Government-Plattform.
Das Gesamtsystem GeoBAK 2.0 setzt weitgehend auf am Markt verfügbare Standardprodukte.
Nur im unbedingt erforderlichen Umfang wurden diese durch Individualentwicklungsanteile er-
gänzt.

image
image
image
image
image
| 19
Aufgaben des GeoSN im Rahmen des Sächsischen E-Government-Gesetzes
Am 18. Juni 2014 hat der Sächsische Landtag das Gesetz zur Förderung der elektronischen
Verwaltung im Freistaat Sachsen beschlossen. Damit schuf der Freistaat Sachsen die Rechts-
grundlage für den Einsatz elektronischer Verfahren in der sächsischen Verwaltung. Mit dem
Gesetz erfolgt die Aufgabenzuweisung für den Betrieb der Basiskomponenten sowie die Ermög-
lichung einer datenschutzrechtlichen Ausgestaltung, um eine rechtssichere Nutzung der Basis-
komponenten zu realisieren. Neben diesen allgemeinen Vorschriften ist die GDI Sachsen insbe-
sondere von den Regelungen zu den E-Government-Basiskomponenten betroffen. Hier wird
ausdrücklich auch die GeoBAK genannt und deren Pflege und Weiterentwicklung dem Sächsi-
schen Staatsministerium des Innern zugewiesen. Demgegenüber obliegt der Betrieb der GeoBAK
dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Europa, seit Ende 2014 dem SMI. Die
GeoBAK ist damit eine bedeutende Säule der am 29. April 2014 vom Sächsischen Kabinett be-
schlossenen Strategie für IT und E-Government des Freistaates Sachsen. So steht den sächsi-
schen Behörden und Kommunen ein umfassendes Instrument zur Verfügung, um die Geodaten
effizient und erfolgreich in die Verwaltungsprozesse einzubinden sowie ihre Verwaltungsaufga-
ben transparent und plastisch in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Das Sächsische E-Government-Gesetz verpflichtet die Staatsbehörden, bei der Einführung neu-
er bzw. bei wesentlicher Änderung eingesetzter informationstechnischer Systeme die hierfür
einsetzbaren Basiskomponenten zu nutzen. Ausnahmen von dieser Verpflichtung können auf
Antrag zugelassen werden. Darüber hinaus wird bestimmt, dass den Trägern der kommunalen
Selbstverwaltung die Basiskomponenten zur Verfügung gestellt werden dürfen.
GDI-Servicezentrum und Koordinierung der GDI Sachsen
Das im GeoSN eingerichtete GDI-Servicezentrum (GSZ) hat die ihm obliegenden Aufgaben auch
im Jahr 2014 erfolgreich wahrgenommen. Dabei erbringt das GSZ entsprechend dem Leistungs-
katalog u. a. Leistungen für Jedermann, indem es über die Frontend-Komponenten Geoportal,
Geosuche und Geoviewer den zentralen Zugang zu den sächsischen Geodaten sicherstellt.
Die nebenstehende Abbildung veranschaulicht eine stetig steigende Nutzung des Geoportals im
Laufe des Jahres 2014.
Eine weitere Aufgabe des GeoSN besteht in der Bereitstellung von Dienstleistungen für geodaten-
haltende Stellen. Auch hier verzeichnet das GSZ eine wachsende Nachfrage. So konnten beispiels-
weise für
das Sächsische Oberbergamt ein Portal zur Darstellung von Hohlräumen,
für den Staatsbetrieb Sachsenforst eine Anwendung zur Waldbiotopkartierung und
für den Landkreis Bautzen eine Karte der Forstreviere
entwickelt und bereitgestellt werden.
Beispiele für Leistungen des GSZ für Behörden und Kommunen
Nutzungsstatistiken für das Geoportal
0
500
1000
1500
2000
2500
Anzahl
Besucher
Nutzungsstatistik Geoportal 2014
Tagesdurchschnitt
0
10.000
20.000
30.000
40.000
50.000
60.000
70.000
Anzahl
Besucher
Nutzungsstatistik Geoportal 2014
Monatssumme (normiert auf 30 Tage/Monat)
Anzahl der Besucher
Anzahl der Seitenaufrufe
Anzahl der Besucher
Anzahl der Seitenaufrufe

image
image
image
20 |
Im Rahmen der Koordinierung der GDI Sachsen wurde vom GeoSN die Zusammenarbeit mit
zahlreichen geodatenhaltenden Stellen vertieft. Bei mehreren Veranstaltungen und in bilate-
ralen Beratungen mit geodatenhaltenden Stellen verdeutlichte der GeoSN insbesondere die
Aufgaben bei der weiteren Umsetzung der INSPIRE-Verpflichtungen.
Beim 11. Sächsischen GIS-Forum des GDI Sachsen e.V. am 29. Januar 2014 im Internationalen
Congress Center Dresden unterstrich der Staatsminister des Innern, Herr Markus Ulbig, in sei-
nem Einführungsvortrag die Bedeutung von Geoinformationen für die Gesellschaft und würdig-
te die Leistungen beim Aufbau einer Geodateninfrastruktur im Freistaat Sachsen. Der GeoSN
stellte in der Fachausstellung Möglichkeiten zur Nachnutzung der E-Government-Basiskompo-
nente Geodaten vor. Bereits für den Vortag organisierte der GeoSN die 7. Mitgliederversamm-
lung der gdi.initiative.sachsen.
Den Kongress Staatsmodernisierung Sachsen 2014 (ITOF) am 17./18. März 2014 im Hörsaalzen-
trum der TU Dresden nutzte der GeoSN zur Präsentation der GeoBAK. Die Teilnehmer informier-
ten sich am Ausstellungsstand über das Geoportal Sachsenatlas und das Leistungsangebot des
GDI-Servicezentrums. Zu den Besuchern zählte u. a. der Staatsminister der Justiz und für Euro-
pa, Herr Dr. Martens.
Über 70 Vertreter von Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft folgten am 3. April
2014 der Einladung zu einem Workshop „Geodaten der Ver- und Entsorger in der GDI Sachsen“.
Anliegen und Ziel war es, speziell geodatenhaltende Stellen zum INSPIRE-Thema Versorgungs-
wirtschaft und staatliche Dienste über ihre Verpflichtungen bei der Umsetzung des Sächsischen
Geodateninfrastrukturgesetzes zu informieren.
Am 23. September 2014 organisierte der GeoSN bereits zum vierten Mal den Workshop der GDI
Sachsen. Über 100 sächsische Vertreter der staatlichen und kommunalen Verwaltung sowie der
Wirtschaft tauschten sich in zwei Vortragsblöcken sowie erstmals zwei parallel angebotenen
praktischen Teilen über aktuelle Fragen der GDI Sachsen aus. Mit großem Interesse verfolgten die
Teilnehmer u. a. die Vorstellung der Ergebnisse eines von der TU Dresden durchgeführten Projek-
tes „Weboptimiertes Datenmodell“. Daran anschließend erhielten Nutzer der über Webdienste
angebotenen Geobasisdaten Einblicke in das Verfahren der Bereitstellung von Geodatendiensten.
Vom sächsischen Datenschutzbeauftragten wurde der gesetzliche Rahmen für die Publikation
von Geodaten dargelegt. Ein Vortrag zur IT-Sicherheit demonstrierte anhand praktischer Beispie-
le die Brisanz dieses Themas. Regelungen des Sächsischen Geodateninfrastrukturgesetzes zum
Zugang zu Geodaten sowie die künftige Einbettung von Geodaten in das sächsische Open-
Government Data-Projekt rundeten diesen Vortragsblock ab.
Vom 7. bis 9. Oktober 2014 präsentierte der GeoSN das Geoportal Sachsenatlas am Gemein-
schaftsstand der GDI-DE auf der INTERGEO, der international führenden Kongressmesse für
Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement in Berlin. An allen drei Tagen konnten mit
vielen deutschen und auch internationalen Besuchern sowie Firmenvertretern breit gefächerte
Fragen zum sächsischen Geoportal und zu Geodaten der sächsischen Verwaltung, aber auch zu
anderen Themen wie der Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie in Sachsen fachkundig erörtert
werden.
Die grenzüberschreitende Nutzung von Geoinformationen ist ein wesentliches Ziel für die Geo-
dateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft. Um unseren polnischen und tschechi-
schen Nachbarn einen Überblick zum Leistungsangebot des Geoportals zu vermitteln, wurde
entsprechendes Informationsmaterial erarbeitet. Das Faltblatt „Geoportal Sachsenatlas“ wurde
in polnischer und tschechischer Sprache, die Broschüre „Angebote des GDI-Servicezentrums“
zunächst in polnischer Sprache aufgelegt.
Staatsminister Dr. Martens im Gespräch mit Herrn
Müller (GeoSN)
Blick ins Auditorium beim Workshop Geodaten der
Ver- und Entsorger in der GDI Sachsen
Gemeinschaftsstand der GDI-DE auf der INTERGEO
2014

image
image
image
| 21
Bereitstellung von Geodatendiensten
Nach Maßgabe von § 11 Abs. 1 Satz 2 SächsVermKatG stellt der GeoSN Informationen des
amtlichen Vermessungswesens im Freistaat Sachsen über Geodatendienste bereit. Schrittweise
erfolgt deren Portierung auf die E-Government-Plattform, um die moderne Technologie der
GeoBAK vollumfänglich zu nutzen. Darüber hinaus wurden auch neue Geodatendienste entwi-
ckelt, so z. B. Darstellungsdienste für Höheninformationen und für Bodenrichtwerte.
Mit dem Höheninformationsdienst werden auf der Grundlage des Digitalen Geländemodells
(DGM) Höheninformationen zur Geländeoberfläche dargestellt. Der Bodenrichtwertdienst visu-
alisiert Bodenrichtwerte im Freistaat Sachsen, die von den örtlich zuständigen Gutachteraus-
schüssen ermittelt und bereitgestellt werden. Der Dienst bildet die Kernkomponente des vom
GeoSN eingerichteten Themenportals zur Grundstückswertermittlung.
Die Nutzung der Geodatendienste des GeoSN ist von 2013 bis 2014 angestiegen. Seit Januar
2014 liegen die Zugriffszahlen kontinuierlich über denen des Jahres 2013. Im November stiegen
die monatlichen Zugriffe sogar auf deutlich über 5 Millionen. Über das gesamte Jahr 2014 be-
trachtet, ergibt sich ein Tagesmittel von rund 130.000 Zugriffen (gegenüber 96.000 im Jahr
2013)
Die höchste Nachfrage (mit bis zu über 140.000 monatlichen Zugriffen) erreichte der WMS
INSPIRE Flurstücke.
Beispiele für neue Geodatendienste des GeoSN

image
22 |
Auskunfts- und Präsentationskomponente für ALKIS (APK-ALKIS)
Die APK-ALKIS ist Bestandteil des Gesamtsystems ALKIS und dient der Bereitstellung von Prä-
sentationsausgaben und digitalen Daten aus dem Liegenschaftskataster. Bis zum Ende des Jah-
res 2014 wurde dieses neue System in acht unteren Vermessungsbehörden als neues zentrales
Fachverfahren eingeführt. In diesen Landkreisen erhalten nun auch Gemeinden und Öffentlich
bestellte Vermessungsingenieure auf Antrag die Befugnis, Präsentationsausgaben in der festge-
legten Form aus dem Liegenschaftskataster abzugeben.
Systemverwaltung
Die Anforderungen an die Bereitstellung von IT-Diensten wachsen kontinuierlich. Der GeoSN
tritt zunehmend auch als Dienstleister für die Bereitstellung von zentralen Verfahren für nach-
geordnete Vermessungsbehörden, Wirtschaft und Bürger in Erscheinung. Zur Unterstützung
dieser Entwicklung sind auch in der Systemverwaltung strategische Planung und die Einführung
neuer Technologien notwendig. Eine weitere strategische Zielrichtung ist die weitgehende Au-
tomatisierung der Systemadministration.
Die Umstellung der Verbindungen zwischen den Servern und den Speichersystemen auf die
Technologie „Fibre Channel over Ethernet“ (FCoE) ist ein Beispiel für ein Technologieupdate, das
sowohl einen sofortigen Effektivitätsgewinn, Zukunftssicherheit der Netzwerkinfrastruktur und
auch Senkung des Administrationsaufwandes bedeutet.
Weiterhin wurde mit der Inbetriebnahme eines neuen SAN-Systems („Storage-Area-Network“
bzw. Speichernetzwerk) im Kernbereich der Datenspeicherung ein modernes Werkzeug bereit-
gestellt. Nach der Installation des Systems und der Integration in die Infrastruktur des GeoSN
wurden die Daten im laufenden Betrieb vom alten auf das neue System migriert. Die Verfügbar-
keit der Fachverfahren war dabei so umfassend wie möglich sichergestellt, und die Ausfallzeiten
konnten im Interesse der Wahrnehmung der Fachaufgaben auf ein Minimum beschränkt wer-
den.
Die zwingend notwendige enge Zusammenarbeit mit den Fachreferaten zeigt sich auch an wei-
teren Beispielen. So wurde die Einführung des Verfahrens ALKIS bei den unteren Vermessungs-
behörden mit Statusinformationen zur Infrastruktur und Beratungen zu Optimierungspotentia-
len unterstützt. Diese Potentiale wurden gemeinsam bewertet und Änderungen an der
Infrastruktur initiiert.
Auch die Bereitstellung von IT-Diensten innerhalb des GeoSN erfordert nicht nur den techni-
schen Betrieb der IT-Infrastruktur. Ein wesentlicher Bestandteil der Systemverwaltung ist die
Organisation der Zusammenarbeit mit den Nutzern der IT-Dienstleistungen. So konnte diese
durch organisatorische Maßnahmen effektiver gestaltet werden.
Die im GeoSN eingerichtete zentrale Nutzerbetreuung hat sich außerordentlich bewährt. Sie
bietet einen einfachen Zugang zur IT-Unterstützung und hat zu einer Verbesserung bei der
Abarbeitung von Störungen, Problemen und Standard-Anforderungen bei der Nutzung von IT-
Dienstleistungen beigetragen. Zur Strukturierung der Arbeit setzt die Nutzerbetreuung das in-
tegrierte System „Identity Management“ ein. Dieses System ermöglicht neben der Ticketverwal-
tung auch Softwareverteilung und Management der Zugriffsrechte. Das „Identity Management“
wurde im Berichtszeitraum auf die neueste Version aktualisiert. Damit werden auch neue Soft-
waretechnologien unterstützt und die Nutzung für die nächsten Jahre gesichert.
Ebenfalls bewährt hat sich das neue Druckerkonzept. Mit den zentralen Multifunktionsgeräten
stehen jedem Bediensteten die Funktionen Drucken (bis A3, Farbe, doppelseitig), Scannen und
Kopieren zur Verfügung. Die „FollowMe“-Funktionalität wurde von den Bediensteten sehr gut
angenommen.
Storage Aesthetics EMC-Speichersystem

Zentrale Aufgaben
| 23
Organisation
Die Große Baumaßnahme (GBM) des GeoSN, die im Jahr 2013 abgeschlossen worden ist, war
auch im Jahr 2014 noch ein bestimmendes Thema im Arbeitsbereich Organisation. Vor allem die
Koordination der Beseitigung von Restmängeln stand dabei im Vordergrund. Daneben war eine
Konsolidierung der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen erforderlich. So
wurde aufgrund des Einzugs in ein saniertes Dienstgebäude und der hier bestehenden modernen
Standards eine neue Haus- und Brandschutzordnung erstellt und in Kraft gesetzt.
Im Hinblick auf die Vorbeugung und Bekämpfung von Bränden wurden Brandschutz- und Evaku-
ierungshelfer ausgebildet und in die jeweiligen Aufgaben eingewiesen. Ebenso wurde ein Brand-
schutzbeauftragter ausgebildet. Die Beschaffung eines AED (Automatisierter Externer Defibril-
lator), zweier Evakuierungsstühle und die Durchführung einer Lautstärkemessung der
Alarmierungseinrichtung trugen zur Erhöhung des Sicherheitsstandards im GeoSN bei. Dies wur-
de durch die erfolgreich durchgeführte Evakuierungsübung am 08.10.2014 eindrucksvoll unter
Beweis gestellt.
Zu den weiteren Aktivitäten im Bereich Arbeitsschutz/Betriebliches Gesundheitsmanagement
zählen die großzügige Beschaffung und Aufstellung höhenverstellbarer Schreibtische sowie die
Bereitstellung von zwei Fahrrädern, um eine etwas sportlichere Fortbewegungsmöglichkeit bei
Dienstfahrten im Stadtgebiet zu ermöglichen.
Ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt des Bereiches Organisation lag - wie praktisch jedes Jahr
- auch 2014 bei der zentralen Vergabestelle. Sie führte in diesem Jahr rund 300 Vergabeverfahren
mit einem finanziellen Volumen in Höhe von insgesamt ca. 2,6 Mio. € durch. Darunter waren fünf
öffentliche, eine beschränkte sowie eine EU-weite Ausschreibung. Etwa die Hälfte der Aufträge
mit einem Gesamtwert von ca. 1,2 Mio. € wurde an sächsische Unternehmen vergeben. Inhaltlich
dienten die vergebenen Aufträge neben der Sicherstellung des laufenden Geschäftsbetriebes des
GeoSN schwerpunktmäßig insbesondere der Fortsetzung der Einführung des AAA-Modells, der
Umstellung von DMS-Lika nach DMS-Web sowie der Weiterentwicklung der GeoBAK 2.0.
Rechnungswesen
Im Geschäftsjahr 2014 wurde durch den Bereich Rechnungswesen im Rahmen der Einführung
des Neuen Steuerungsmodells (NSM) die Umsetzung des dienststellenspezifischen NSM-Hand-
buches hinsichtlich der IST-Fachkonzepte abgeschlossen. Die Evaluation der Umsetzung wurde
durch Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt. Damit konnte in
2014 ein wichtiger Meilenstein im Rahmen der NSM-Einführung erreicht werden.
Nachdem im Vorjahr eine neue Inventurrichtlinie im Bereich Bestands- und Anlagenbuchhal-
tung erarbeitet worden war, wurde im IV. Quartal 2014 eine Inventur des gesamten Anlage-
vermögens erfolgreich durchgeführt.
Im Ergebnis aller Arbeiten konnte wiederum ein ausgeglichener Haushalt ausgewiesen werden.
Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2014 wurde durch den Wirtschaftsprüfer uneinge-
schränkt bestätigt.
Ausgaben
Sachkosten
Personalkosten
67 %
33 %

24 |
Personal
Der GeoSN beschäftigte zum Stichtag 31.12.2014 insgesamt 281 Bedienstete, davon 159 Tarif-
beschäftigte und 122 Beamte. Hinzu kommen 2 Auszubildende sowie 3 Vermessungsreferenda-
re und 2 Vermessungsoberinspektorenanwärter im Vorbereitungsdienst für die zweite bzw. ers-
te Einstiegsebene der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Naturwissenschaft und Technik.
Im Geschäftsjahr wurden insgesamt fünf Neueinstellungen vorgenommen, keine davon unbe-
fristet.
Einstellungen
2013
2014
befristet
8
5
unbefristet
1
0
Auszubildende/
Anwärter
0
4
Diesen Personalzugängen standen im Geschäftsjahr 2014 wiederum Personalabgänge gegen-
über. Ein Arbeitsverhältnis wurde im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig beendet, zwei be-
fristete Arbeitsverhältnisse liefen aus, eines davon vorzeitig, und insgesamt sechs Bedienstete
wurden in den Ruhestand entlassen. Hinzu kommt die Versetzung einer Beamtin zum Staatsmi-
nisterium des Innern.
Die Gesamtzahl der Bediensteten nicht beeinflussende Personalmaßnahmen waren die Ver-
setzung eines bereits vom Staatsministerium des Innern zum GeoSN abgeordneten Beamten
sowie zwei Tauschabordnungen mit dem Staatsministerium des Innern. Darüber hinaus wech-
selten drei Bedienstete in die Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit (ein Referatsleiter, ein Sach-
bearbeiter und eine Mitarbeiterin) und stehen dem GeoSN somit nicht mehr zur Verfügung.
Übersicht Neueinstellungen 2014 im Vergleich zu 2013
EUR/Mio
13,69
6,80
20,49
Ausgaben
Personalkosten
Sachkosten
Summe Ausgaben
Haushaltsjahr 2014 - Einnahmen und Ausgaben gerundet:
EUR/Mio
1,51
16,37
2,75
20,63
Einnahmen
Gebühren und Leistungsentgelt sowie Sonstiges
Zuschüsse für laufende Zwecke
Zuschüsse für investive Zwecke
Summe Einnahmen
Vollzeit
Teilzeit
Freizeitphase
der Altersteilzeit
Azubi/Anwärter
Elternzeit/Mutterschutz
abgeordnet
Bedienstete zum Stichtag 31.12.2014
19
9
72
47
204

| 25
Die im Geschäftsjahr ermöglichten befristeten Einstellungen können somit nur in einzelnen
Bereichen die Personalabgänge vorübergehend kompensieren. Aufgrund der politischen Vorga-
be, fast jede altersbedingt frei werdende Stelle im Rahmen des Stellenabbaus bis zum Jahr 2020
wegfallen zu lassen, wird sich die Personalsituation damit weiter verschärfen.
Das Durchschnittsalter der beim GeoSN unbefristet tätigen Bediensteten liegt im Geschäfts-
jahr 2014 bei 49,8 Jahren und damit wiederum über dem Vorjahresniveau (2013: 49,1 Jahre,
2012: 48,4 Jahre, 2011: 47,9 Jahre).
Im Zeitraum 01.01.2014 bis 31.12.2014 waren 16% der Bediensteten an 30 oder mehr Arbeits-
tagen arbeits- bzw. dienstunfähig. Diesen Bediensteten wurde entsprechend dem § 84 Abs. 2
des Neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) und der Dienstvereinbarung zum Betrieblichen Ein-
gliederungsmanagement aufgrund ihrer Langzeiterkrankung ein Betriebliches Eingliederungs-
management angeboten. Acht Bedienstete haben im Berichtszeitraum der Durchführung eines
Verfahrens nach der Dienstvereinbarung zugestimmt, mit zwei Bediensteten wurde ein Maß-
nahmenplan ausgearbeitet. Die Zahl der Langzeiterkrankten ist nach wie vor als sehr hoch ein-
zuschätzen und im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen.
Befristete Neueinstellungen 2014 getrennt nach Fachrichtung/Funktion
80
60
40
20
eine Referats-
leiterstelle
13
15
21
eine Referenten-
stelle
1
4
eine Mitarbei-
terstelle
27
52
18
16
zwei SB-Stellen
Vermessungs-
wesen
vier Stellen
Laufbahnaus-
bildung
männliche
Bewerber
weibliche
Bewerber
Anzahl der
Bewerber
Altersstruktur der Bediensteten im GeoSN
40
30
20
10
0
10
20
30
40
über 60
55-59
50-54
45-49
40-44
35-39
30-34
25-29
Frauen
Männer
Laufbahn
m
w
Gesamt
LG1 E1 (bisher ED)
56,60
0
56,60
LG1 E2 (bisher mD)
47,78
52,03
50,40
LG2 E1 (bisher gD)
48,25
48,17
48,21
LG2 E2 (bisher hD)
50,94
49,89
50,55
Gesamtergebnis
49,52
50,13
49,80
Altersdurchschnitt im GeoSN zum Stichtag 31.12.2014
Bedienstete im GeoSN mit Langzeiterkran-
kungen, Stichtag 31.12.2014
nicht langzeiter-
krankt
langzeiterkrankt
84%
16%

image
image
image
26 |
Elf Bedienstete waren im Berichtszeitraum länger als drei Monate arbeits- bzw. dienstunfähig.
Mit der Betreuung von insgesamt acht Praktikanten (1 Praxissemester, 3 Vor- und Zwischen-
praktika, 1 Auslandspraktikum, 3 Praktika im Rahmen der Anfertigung der Bachelor-/Masterar-
beit) hat sich der GeoSN auch im Geschäftsjahr 2014 im Bereich der Hochschulbildung enga-
giert.
Der GeoSN wirkt auch weiterhin aktiv an der beruflichen Ausbildung unseres Nachwuchses im
Ausbildungsberuf Vermessungstechniker mit. Die im Jahr 2012 begonnene Berufsausbildung
mit zwei Ausbildungsverhältnissen im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker wurde fortge-
setzt.
Laufbahnausbildung
Für die Laufbahnausbildung war 2014 sowohl ein Jahr des Abschiedes als auch ein Jahr des
Neubeginns. Nach Wiederaufnahme der Laufbahnausbildung im Jahr 2012 konnten in diesem
Jahr die ersten Oberinspektoranwärter und Referendare nach dem erfolgreichen Ablegen der
Staatsprüfungen verabschiedet werden.
Für die nächsten vier Laufbahnbewerber begann am 1. November die Ausbildung.
Trotz der zwischenzeitlichen Aussetzung der Laufbahnausbildung und des mit Umsetzung der
neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung verbundenen Neustarts konnte die Laufbahnausbil-
dung dank des Engagements der Laufbahnbewerber, der Dozenten und der Ausbildungsstellen
mit hoher Qualität durchgeführt werden. Die Oberinspektoranwärter erreichten bei der Staats-
prüfung im Mai zwei Mal die Gesamtnote „gut“ und zwei Mal die Gesamtnote „befriedigend“.
Die Referendare standen dem bei ihrer Großen Staatsprüfung im Oktober beim Oberprüfungs-
amt in Bonn in nichts nach: Zwei Mal konnte hier das Prädikat „gut“, ein Mal das Prädikat „be-
friedigend“ vergeben werden. Ein sächsischer Referendar ging als Jahrgangsbester der Fachrich-
tung „Vermessungs- und Liegenschaftswesen“ durchs Ziel.
An dieser Stelle sollen die Absolventen selbst zu Wort kommen:
„18 Monate, viele verschiedene Ämter, ein zu Hause im GeoSN. Es war eine spannende Zeit, in
der ich viele neue Menschen kennenlernen durfte und durch die ich letztendlich meine jetzige
Arbeit antreten konnte.“
„Das Referendariat war ein aufregender und spannender Abschnitt meines Lebens. Womög-
lich jener, in dem die Beschaffung von Informationen am leichtesten überhaupt und das Prio-
risieren dieser am schwersten war. Ich danke allen, die mir so selbstverständlich ihr umfangrei-
ches Spezialwissen anvertrauten. Ein Wissensschatz, von dem ich noch lange Zeit zehren
werde.“
„Umfassend! Detailliert! Aktuell! – Mit diesen Schlagwörtern kann die Laufbahnausbildung
kurz beschrieben werden. Der breit aufgestellte Ausbildungsinhalt wurde durch gute Organi-
sation und mit persönlichem Engagement detailliert vermittelt. Das Wissen und die Erfahrun-
gen aus der Laufbahnausbildung werden dabei nicht nur die Anwärter und Referendare, son-
dern auch künftige Arbeitgeber beruflich weiter voranbringen.“
„Das Referendariat war informativer und ausfüllender, als ich es mir je hätte erdenken und
erhoffen können.“
Ein besonderer Dank gilt allen Ausbildungsstellen und Ausbildern, die sich mit viel Zeit und En-
gagement eingebracht haben – und dies neben ihrem täglichen Arbeitspensum. Ohne diese Ko-
operationen ließe sich die Laufbahnausbildung nicht durchführen. Dieser Dank schließt auch alle
ein, die in sonstiger Weise an der Laufbahnausbildung mitwirkten: die Mitglieder des Prüfungs-
ausschusses, die Prüfer und Aufgabensteller, die Mitarbeiter in den Personalverwaltungen, ...
Laufbahnbewerber Ausbildungsbeginn 1. November
2014: Sebastian Kunze, Arne Püschel, Falco Rogalla, Erik
Sefkow (v. I.)
Absolventen der Staatsprüfung 2014 (Anwärter): Henry
Kießling, Johannes Hönicke, Antje Schieritz, Jan Born-
mann (v. l.)
Absolventen der Großen Staatsprüfung 2014 (Referenda-
re): Holger Hering, Markus Schüler, Felix Raderecht (v. l.)

| 27
Bereichert wurde die Laufbahnausbildung durch die Teilnahme von Gasthörern aus den Land-
kreisen an den zentralen Lehrgängen. Die Verzahnung von Theorie und Praxis sowie der Aus-
tausch von Erfahrungen waren für beide Seiten äußerst nutzbringend. Dieses Angebot wird auf
jeden Fall weitergeführt.
Im Rückblick auf das Jahr 2014 darf nicht unerwähnt bleiben, dass an dem Ausbildungsab-
schnitt „Ländliche Neuordnung“ eine Referendarin der Freien und Hansestadt Hamburg teil-
nahm und der GeoSN an der Ausbildung eines Bergvermessungsreferendars mitwirkte.
Aus- und Fortbildung
Wie in den vorangegangenen Geschäftsjahren hat der GeoSN auch im Geschäftsjahr 2014 an
seinen Bestrebungen zur kontinuierlichen Fortbildung festgehalten. So nahmen die Bedienste-
ten im Jahr 2014 an insgesamt 346 Fortbildungsveranstaltungen teil. Die Teilnehmerplätze ver-
teilten sich auf 162 Seminare, wovon 114 Seminare an der Akademie für öffentliche Verwaltung
des Freistaates Sachsen (AVS) und 48 Seminare bei externen Fortbildungsträgern durchgeführt
wurden. Die in Anspruch genommenen Fortbildungsangebote an der AVS umfassten die Schwer-
punkte Führungskräfteentwicklung/Mitarbeiterführung, Kommunikation, EU/Internationales
Recht und IT/Wirtschaft. Mit der fachspezifischen Fortbildung, die nicht durch die AVS abge-
deckt werden konnte, wurden externe Anbieter beauftragt.
Für die beim GeoSN bestellten Brandschutz- und Evakuierungshelfer sowie Sicherheitsbeauf-
tragten hat der GeoSN die erstmaligen bzw. turnusmäßigen Schulungen organisiert.
Darüber hinaus hat der GeoSN neun Seminare als Inhouse-Schulungen organisiert und durch-
geführt. Fortbildungsschwerpunkte für unsere Bediensteten bildeten dabei vor allem Themen
für fachliche Verfahren oder Anwendungen wie beispielsweise das AAA-Modell, ArcGIS, Enter-
price Architekt, Laserscanning sowie allgemeine Themen wie EVB-IT-Verträge, MS Office Excel
und PowerPoint.
Am 16.12.2014 wurde im GeoSN eine verwaltungseigene Prüfung der Messgehilfen durchge-
führt. Der teilnehmende Bedienstete legte diese Prüfung mit Erfolg ab.
Zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz
Der GeoSN ist zuständige Stelle im Sinne des Berufsbildungsgesetzes für die Ausbildungsberufe
in der Geoinformationstechnologie im Freistaat Sachsen. Elementare Aufgaben der zuständigen
Stelle sind dabei die Eignungsfeststellung von Ausbildungsstätten, die Beratung insbesondere
von Ausbildern, Ausbildungsstellen und Auszubildenden in allen Fragen der Berufsbildung, die
Begleitung der Ausbildung in Betrieb und Berufsschule sowie die Organisation und Durchfüh-
rung von Prüfungen. In diesem Zusammenhang wurden im Jahr 2014 unter anderem drei zent-
rale Veranstaltungen mit allen aktiven Ausbildungsstätten aus allen Ausbildungsbereichen zur
aktuellen Situation der Berufsausbildung sowie zu allgemeinen Fragen und Problemen der Be-
rufsausbildung durchgeführt.
Im Jahr 2014 wurden in Sachsen 27 Berufsausbildungsverträge zum Vermessungstechniker neu
abgeschlossen. Die zuständige Stelle betreute weiterhin 27 Ausbildungsverhältnisse im zweiten
(eines davon im Ausbildungsberuf Geomatiker) und 25 Ausbildungsverhältnisse im dritten Aus-
bildungsjahr (drei davon im Ausbildungsberuf Geomatiker). In insgesamt 49 verschiedenen Aus-
bildungsstätten bei den Kommunen, bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und bei
Vermessungs- und Ingenieurbüros wurden im Jahr 2014 Vermessungstechniker und Geomatiker
ausgebildet.

image
28 |
An den Abschlussprüfungen im Ausbildungsberuf Vermessungstechniker nahmen 23 Prüflinge,
davon 21 mit Erfolg teil. Die Absolventen stellten ihr Fachwissen an mehreren Tagen in unter-
schiedlichen Prüfungsbereichen vor dem zuständigen Prüfungsausschuss beim GeoSN unter
Beweis. Im Ausbildungsberuf Geomatiker wurde erstmals in Sachsen eine Abschlussprüfung
durchgeführt, der Auszubildende hat diese erfolgreich bestanden. Wie auch in den vergangenen
Jahren wurden die Prüfungszeugnisse am 17.07.2014 in einem feierlichen Rahmen übergeben.
Der Geschäftsführer des GeoSN, Herr Dr. Werner Haupt, der Vorsitzende der Landesgruppe
Sachsen des Bundes der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure e.V., Herr Peter Boxberger,
der Vorsitzende des Landesvereins Sachsen des Deutschen Vereins für Vermessungswesen e.V.,
Herr Axel Pohlmann, sowie der Fachbereichsleiter des BSZ Bau und Technik Dresden, Herr An-
dreas Engler, sprachen zu den Absolventen und gratulierten ihnen zum erfolgreichen Abschluss.
Am 17. und 18. September 2014 nahm der GeoSN am gemeinsamen Erfahrungsaustausch der
zuständigen Stellen in den Ausbildungsberufen der Geoinformationstechnologie aller Bundes-
länder zu aktuellen Themen und Problemen der beruflichen Bildung an der Landessportschule
Frankfurt/Main teil. Diese Veranstaltung wurde von der Hessischen Verwaltung für Bodenma-
nagement und Geoinformation organisiert.
Im Rahmen des Ausbildungsmodells „Kooperative Berufsausbildung“ führte der GeoSN zwei zen-
trale einwöchige Lehrgänge für alle Auszubildenden in den Ausbildungsberufen Vermessungs-
techniker und Geomatiker des 1. und 2. Ausbildungsjahres durch. Die fast vollzählige Teilnahme
aller Auszubildenden verdeutlicht die überaus positive Resonanz der Ausbildungsstätten auf
diese Bildungsangebote. Insbesondere die inhaltliche Ausgestaltung und die Organisation der
Lehrgänge wurden von allen Auszubildenden positiv bewertet. Die fachliche Kompetenz der Do-
zenten sowie deren hohes Engagement bei der praktischen Untersetzung der Ausbildungsinhalte
wurden von den Beteiligten dabei besonders hervorgehoben.
Die zuständige Stelle hat 2014 einen Antrag auf Feststellung der Eignung als Ausbildungsstätte
gem. § 32 BBiG bearbeitet. Dabei konnte dem Antragsteller, einem ÖbVI, die Eignungszusage für
die Berufsausbildung in den Berufen der Geoinformationstechnologie erteilt werden.
Im Berichtszeitraum wurden mehrere Ausbildungsstätten im Zusammenhang mit der Überwa-
chung und Beratung zu Fragen der Berufsausbildung und der Berufsschulausbildung besucht.
Außerdem wirkte die zuständige Stelle an den Sprechtagen des Beruflichen Schulzentrums Bau
und Technik Dresden zur individuellen Beratung der Auszubildenden mit.
Ebenso wie in den vergangenen Jahren wurde mit den Ausbildern des Ausbildungsbereiches des
öffentlichen Dienstes eine Beratung zur aktuellen Situation der Berufsausbildung sowie zu all-
gemeinen Fragen und Problemen der Berufsausbildung durchgeführt.
Veranstaltung zur feierlichen Übergabe der Prüfungs-
zeugnisse

| 29
Geodatenvertrieb
Die Hauptaufgabe des Sachgebietes Geodatenvertrieb war wie in den vergangenen Jahren die
Bereitstellung der Daten des amtlichen Vermessungswesens und die hierfür erforderliche per-
sönliche, telefonische oder schriftliche Kundenberatung hinsichtlich Verfügbarkeit, Aktualität,
Genauigkeit, Abgabe- und Bereitstellungsform der Daten sowie zu den Nutzungsrechten und
Gebühren.
Als besondere Schwerpunkte erwiesen sich im vergangenen Jahr die schrittweise Einführung
des Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystems (ALKIS) sowie die Umstellung auf
das Lagereferenzsystem ETRS89_UTM33 mit dem daraus resultierenden erhöhten Informati-
onsbedarf der Kunden. Die Komplexität der Umstellung auf ALKIS und die damit verbundenen
zeitweiligen technischen und organisatorischen Einschränkungen hatten zur Folge, dass Kun-
denanträge nicht immer zeitnah bearbeitet werden konnten.
Mit der Einführung von ALKIS ist nun auch die Erteilung von Befugnissen nach § 12 SächsVerm-
KatG an ÖbVI und Gemeinden zur Übermittlung von Informationen aus den Bestandsdaten des
Liegenschaftskatasters möglich. Durch den Geodatenvertrieb werden die Befugnisse erteilt, die
Zugänge eingerichtet und die erzielten Einnahmen abgerechnet.
Die durch die Erteilung dieser Befugnis erhoffte Entlastung des Geodatenvertriebs bei der Be-
reitstellung von Präsentationsausgaben aus dem Liegenschaftskataster konnte jedoch nicht
beobachtet werden. Die Anzahl der Anträge hat sich gegenüber 2013 um über 300 Anträge er-
höht (2013: 1663, 2014: 1987), wobei in diesen Zahlen noch nicht die Anträge enthalten sind,
die an die Städte Dresden, Leipzig und Chemnitz weitergeleitet wurden.
Ebenfalls mit der Einführung von ALKIS im Zusammenhang steht die schrittweise Ablösung des
bisherigen Geodatendienstes ALK-WMS durch einen ALKIS-WMS im Sommer 2014. Hier wurden
durch den Geodatenvertrieb alle bisherigen Nutzer über das Vorgehen informiert und beraten.
Für das Jahr 2014 zeigt ein Vergleich der einzelnen Produktgruppen, dass bei den Präsentations-
ausgaben der Landesvermessung eine Umsatzsteigerung zu verzeichnen ist. Bei den digitalen
Produkten ist ein deutlicher Umsatzrückgang festzustellen. Hier wurde verstärkt von der kosten-
freien Bereitstellung der Geobasisdaten an geodatenhaltende Stellen nach § 3 Abs. 3 SächsGDIG
Gebrauch gemacht, wie sich dies auch im Anstieg der fiktiven Einnahmen gegenüber dem Vor-
jahr für die Daten der Landesvermessung um ca. 3 Millionen Euro auf ca. 7,2 Millionen Euro
zeigt. Dazu beigetragen haben aber auch wiederholte Datenabgaben infolge der Umstellungen
auf ETRS89_UTM33 und der Einführung von ALKIS, so dass auch für die Daten des Liegenschafts-
katasters die fiktiven Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um ca. 4 Millionen Euro auf ca. 9 Mil-
lionen Euro stiegen.
Unverändert hoch sind wie bereits in den vergangenen Jahren die Lizenzeinnahmen und die
Einnahmen aus der Erteilung der Erlaubnis zur Nutzung der Daten. Sie betragen über 30 % der
Gesamteinnahmen im Geodatenvertrieb.
Wirtschaft
Privat
Bund und Länder
Landkreise und Gemeinden
Unmittelbare Landesbehörden
des Freistaates Sachsen
Verteilung der Gesamteinnahmen 2014
Gesamteinnahmen nach Nutzergruppen
digitale
Datenbereitstellung
Erteilung der Erlaubnis
zur Nutzung
Präsentationsausgaben
48 %
17 %
35 %
74 %
16 %
6 %
2 %
2 %
Online-Abrufe von Festpunkten der Grundlagen-
vermessung 2014
1
2
3
4
5
6
7
8
9
101112
500
400
300
200
100
0

image
image
image
image
image
image
30 |
GeoSN in der Öffentlichkeit
2014 war für den GeoSN in der öffentlichen Wahrnehmung maßgeblich geprägt von dem Thema
„Referenzpunkt“. Es begann mit der Einweihung des ersten amtlichen geodätischen Referenz-
punktes in Sachsen. Ob Geocacher, Wanderer, Radfahrer oder Touristen: Wer sich unterwegs mit
einem Satelliten-Empfänger orientiert, kann dessen Genauigkeit jetzt kostenlos in Dresden
beim GeoSN überprüfen.
Innenminister Markus Ulbig enthüllte im Juli diesen sogenannten GPS-Referenzpunkt für Navi-
gationsgeräte, Smartphones und andere GPS-Empfänger auf dem Gelände des GeoSN. Unsere
Vermessungsexperten hatten den Punkt zuvor genau eingemessen. Die Granitsäule ist auch
nachts und am Wochenende frei zugänglich. Jeder kann hier selbst überprüfen, wie exakt sein
Gerät funktioniert.
Um Position und Höhe im Raum berechnen zu können, werden zeitgleich mindestens vier Satel-
liten benötigt. Unter optimalen Bedingungen können heutzutage mehr als acht Satelliten emp-
fangen werden. Je mehr Satelliten bei der Messung ausgewertet werden können, desto genauer
ist die Positionsberechnung. Einzeln genutzte Navigationsempfänger erreichen eine Genauigkeit
von fünf bis zehn Metern.
Dieses Ereignis rief prompt die Netzgemeinde auf den Plan und fand enormen Zuspruch: Über
500 Anhänger der elektronischen Schatzsuche „Geocaching“ trafen sich im August vor dem
Gebäude des GeoSN am Olbrichtplatz. Anlass war ein sogenannter „Event-Geocache“, bei dem
die Schatzsucher die Genauigkeit ihres GPS-Gerätes an unserem Referenzpunkt überprüfen
konnten. Antworten auf alle Fachfragen bekamen die Besucher dabei von den GeoSN-Experten
für Satellitenpositionierung. Geduldig warteten sie dafür in einer langen Schlange, die sich
durch den gesamten Park an der Stauffenbergallee zog.
Auch beim Tag der offenen Albertstadt im Oktober war der Punkt bei den Gästen gefragt. Der
GeoSN hatte ihn zusätzlich in einen Albertstadt-Geocache eingebaut, der seitdem regelmäßig
von Geocachern frequentiert wird.
Eventgeocache am Referenzpunkt beim GeoSN
Einweihung des GPS-Referenzpunktes durch den
Innenminister Markus Ulbig
Die Cachergemeinde beim Eventgeocache am
Referenzpunkt beim GeoSN
Historische Messinstrumente beim Tag der offenen
Albertstadt 2014 im GeoSN
Tag der offenen Albertstadt 2014 im GeoSN

image
image
| 31
Eine Woche später wurde im Zentrum Dresdens ein weiterer geodätischer Referenzpunkt einge-
weiht, den der GeoSN eingemessen hatte. Er befindet sich auf der Langgalerie des Zwingers,
oberhalb des Mathematisch-Physikalischen Salons.
Der Deutsche Verein für Vermessungswesen e.V. (DVW), Landesgruppe Sachsen, ließ dazu eine
gravierte Platte auf dem hier erhalten gebliebenen historischen Beobachtungspfeiler errichten.
Der Pfeiler gehört zum 1862 bis 1890 geschaffenen Königlich-Sächsischen Triangulationsnetz,
das von dem in den Geschäftsberichten der vergangenen Jahre bereits mehrfach erwähnten
Vermesser Professor August Nagel geschaffen und vermessen wurde. Neben den im Jahr 1864
im Rahmen der Europäischen Gradmessung durch Professor Nagel bestimmten Koordinaten
sind auf dieser Platte auch die heute gültigen amtlichen Koordinaten verzeichnet.
Solche „Nagelschen Säulen“ befinden sich auch heute noch in ganz Sachsen verteilt. Der GeoSN
bestückt sie nach und nach mit Informationstafeln und hat auch 2014 wieder zehn dieser Tafeln
erstellen lassen.
Natürlich gab es auch Veranstaltungen ohne Referenzpunkt. So präsentierte sich unser Haus
auf der Leipziger Buchmesse, dem Tag der Sachsen in Großenhain, dem Schulgeografentag in
Radebeul, öffnete seine Türen für den Tag der offenen Alberstadt in Dresden und organisierte
die Beratung der Vermessungsverwaltung und der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure
in Meißen.
Der MDR berichtete in diesem Jahr in einer Radioreportage über das 10jährige Jubiläum unseres
Satellitenpositionierungsdienstes SAPOS. Die Antennen der 19 über ganz Sachsen verteilten
SAPOS-Stationen befinden sich auf Dächern freistehender Gebäude. Mit ihrer Hilfe können Ver-
messer in wenigen Sekunden ihre Position zuverlässig und zentimetergenau bestimmen. Die
MDR-Journalistin kletterte dafür vom Serverraum im Keller bis zu den Antennen oben auf dem
Dach. Dort interviewte sie unsere Experten unter anderem mit spektakulärem Blick auf den Keil
des Militärhistorischen Museums.
GPS-Referenzpunkt im Zwinger
Frank Strugale (SAPOS - GeoSN) während des Interviews mit der Reporterin des MDR

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
32 |
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/bodenrichtwertefuer-sachsen-online-2999287.html
19.12.2014
Der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) hat ein Themenportal zur Grundstückswertermittlung
eingerichtet, in dem Bodenrichtwerte für den Freistaat Sachsen einheitlich präsentiert werden. Es ist jetzt unter
www.boris.sachsen.de
für alle Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet. Die Einsichtnahme in die Bodenrichtwerte ist kostenfrei.
Bodenrichtwerte sind durchschnittliche Wertangaben für unbebaute Grundstücke. Sie sind für Käufer und Verkäufer von
Grundstücken sowie für Immobiliensachverständige eine wichtige Informationsquelle. Mindestens alle zwei Jahre ermitteln
Gutachterausschüsse für Grundstückswerte die Richtwerte und übergeben sie an den GeoSN. Zur Darstellung der
Bodenrichtwerte setzt der GeoSN eine E-Government-Lösung des Freistaates Sachsen ein. In dem Themenportal findet der
Nutzer neben den Bodenrichtwerten auch allgemeine Informationen zur Wertermittlung sowie zu den Aufgaben der
Gutachterausschüsse und des oberen Gutachterausschusses. Auskünfte erteilen wie bisher die Geschäftsstellen der 13 örtlich
zuständigen Gutachterausschüsse. (SZ)
http://www.sz-online.de/nachrichten/bodenrichtwertefuer-sachsen-onli...
1 von 1
05.01.2015 12:05
Sachsen
Geoportal für Jedermann
[23.5.2014] Im digitalen Sachsenatlas bietet der Freistaat Bürgern und
Unternehmen Geo-Informationen an. Auf der Internet-Plattform können die
Nutzer jetzt Daten suchen und in einer eigenen Karte zusammenstellen.
Eine neue, themenübergreifende Informationsplattform stellt der Freistaat
Sachsen im Internet zur Verfügung. Laut eigenen Angaben schließt der
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) am 25.
Mai 2014 das E-Government-Projekt Geodaten ab. Jetzt biete das Geodatenportal
Sachsenatlas (#link+16280+wir berichteten#link-) einen zentralen Zugang zu
umfangreichen Geo-Informationen der Verwaltung. Hier können Bürger und
Unternehmen erstmals Daten aus ganz unterschiedlichen Bereichen der
Verwaltung suchen und dann nach Wunsch in einer Karte zusammenstellen ?
beispielsweise eine Karte mit Gemeindegrenzen, Lärmausbreitung an der
Autobahn, Überschwemmungsgebieten oder Bebauungsplänen. Diese Darstellung
kann der Nutzer dann ausdrucken, als Link verschicken oder in die eigene
Internet-Seite einbinden. Zahlreiche Verwaltungsdaten stehen bereits zur
Verfügung, weitere sollen hinzukommen. Auch eine mobile Version mit
ausgewählten Themen für Smartphones habe der Staatsbetrieb entwickelt. ?Das
Geoportal bietet eine breite Auswahl an Daten?, sagt GeoSN-Geschäftsführer
Werner Haupt. ?Jeder Nutzer kann sich die Daten zusammenstellen, die er
braucht. Und das sieben Tage die Woche rund um die Uhr.? Das Geoportal bildet
laut der Meldung nur den äußeren Projektrahmen. Weitgehend im Verborgenen
liegen die IT-Komponenten. Diese bieten den Verwaltungseinrichtungen im
Freistaat die technische Möglichkeit, ihre Geo-Informationen auch in anderen
Internet-Anwendungen zugänglich zu machen. ?Damit kann die Verwaltung in
Sachsen in einigen Bereichen künftig deutlich effizienter arbeiten?, erklärt
Geschäftsführer Haupt. Mit dem Projekt erfüllt GeoSN laut eigenen Angaben
rechtliche Vorgaben der EU und des Freistaats Sachsen.
Weitere Informationen:
www.geoportal.sachsen.de
Quelle:
www.move-online.de
Seite 1/1
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/sachsen/web-artikel-2843490.html
20.05.2014
Sachsen ist spitze
bei Anbau von Aroniabeeren
Wiesbaden. Gut die Hälfte der im vergangenen Jahr in Deutschland geernteten Aroniabeeren kam aus Sachsen. Wie das
Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mitteilte, wurden 220 der bundesweit knapp 400 Tonnen Aroniabeeren im Freistaat
gepflückt. Sachsen ist damit weiter das mit Abstand wichtigste Erzeugerland. Knapp die Hälfte der bundesweit rund 200 Hektar
Anbaufläche für die Strauchbeerenart befindet sich im Freistaat. Die fast vergessene Obstsorte erfreut sich seit einiger Zeit
wieder zunehmender Beliebtheit. Ihr werden gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben, vergleichbar mit Holunder oder
Johannisbeeren. (dpa)
Neue Ferienanlage
am Störmthaler See
Leipzig. Nach der offiziellen Freigabe des Störmthaler Sees im Leipziger Neuseenland wird dort Ende Juni die erste Ferienanlage
eröffnet. Wie die Betreiber gestern mitteilten, ist die Inbetriebnahme des Hotels und der Ferienhäuser für den 27. Juni geplant.
Vor einem Jahr wurde der Grundstein für die insgesamt 13,5 Millionen Euro teure Anlage gelegt. Davon stammen 4,5 Millionen
Euro aus einer Förderung des Freistaates Sachsen. Der Störmthaler See wurde im April zur Nutzung freigegeben. Er ist ein
gefluteter ehemaliger Braunkohletagebau. (dpa)
Geoportal „Sachsenatlas“ für Bürger und Verwaltung
Dresden. Eine neue, themenübergreifende Informationsplattform stellt der Freistaat ab Freitag allen Nutzern im Internet zur
Verfügung: Das Geoportal „Sachsenatlas“ bietet einen zentralen Zugang zu umfangreichen Geoinformationen der Verwaltung.
Hier können Bürger, Unternehmen und Verwaltungen erstmals Daten suchen und in einer Karte zusammenstellen – zum Beispiel
mit Gemeindegrenzen, Lärmausbreitung an der Autobahn, Überschwemmungsgebieten
oder Bebauungsplänen. Diese Darstellung
kann der Nutzer dann ausdrucken, als Link verschicken oder in seine Internetseite einbinden. (SZ)
www.geoportal.sachsen.de
Bundeswehr ehrt Soldaten für Fluteinsatz 2013
Dresden. Rund 50 sächsische Soldaten erhalten morgen die „Einsatzmedaille Fluthilfe 2013“. Sie waren während des
Junihochwassers im Einsatz und hatten schnell und professionell die zivilen Helfer unterstützt. Zeitweise waren während des
Hochwassers vor einem Jahr über 4000 Soldaten sachsenweit im Katastropheneinsatz. Sie hatten Sicherungsmaßnahmen an den
Deichen unterstützt, Sandsackwälle errichtet und der Bevölkerung bei Evakuierungsmaßnahmen geholfen. Die Auszeichnung
wurde vom Bundesministerium der Verteidigung gestiftet. (SZ)
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/sachsen/web-artikel-2843490.html?bPrint=true
22.05.2014
Sachsen
Bodenrichtwerte online
[23.12.2014] Ein Online-Portal zur Grundstückwertermittlung steht jetzt in
Sachsen zur Verfügung. Die Einsichtnahme in die Bodenrichtwerte ist
kostenfrei.
Der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) hat ein
Themenportal zur Grundstückwertermittlung eingerichtet. In diesem können
Bodenrichtwerte für den Freistaat einheitlich präsentiert werden. Außerdem
werden allgemeine Informationen zur Wertermittlung sowie zu den Aufgaben der
Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses beschrieben. Laut
GeoSN ist das Portal für alle Bürger freigeschaltet. Die Einsichtnahme in die
Bodenrichtwerte sei kostenfrei. Zur Darstellung der Werte setze der GeoSN eine
E-Government-Lösung des Freistaats ein. Damit können Bodenrichtwerte über
die Grenzen der Kreise und kreisfreien Städte hinweg erstmals in einem
einheitlichen Erscheinungsbild dargestellt und mit Detailinformationen
beschrieben werden. Laut der Meldung ermitteln mindestens alle zwei Jahre
Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in den Kreisen und kreisfreien Städten
die Richtwerte und übergeben sie an den GeoSN.
Weitere Informationen:
www.boris.sachsen.de
www.landesvermessung.sachsen.de
Quelle:
www.move-online.de
Seite 1/1
Bautzen
Chemnitz
Dresden
Meißen
Sächsische Schweiz -
Osterzgebirge
Aktuelles
Kinder & Jugend Sport Wirtschaft Ausbildung Stellenanzeigen Branchenbuch Veranstaltungen
Dresden
Fläche: 32.831 ha
Bevölkerung: 517.168 Einwohner
Bürgermeister/-in: Helma Orosz
© wetter.net
Dresden
Vorhersage für Fr, 25.07.14
Regenschauer
Temp.:
15/24°C
Regen:
30%
Wind:
5km/h (SSW)
» weitere Aussichten
Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium des Innern
OBERER GUTACHTERAUSSCHUSS FÜR GRUNDSTÜCKSWERTE IM FREISTAAT
SACHSEN BESTELLT
Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte gibt Hinweise und Empfehlungen für die Tätigkeit der
Gutachterausschüsse der Landkreise und Kreisfreien Städte und ermöglicht landesweite Auswertungen.
Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm: „Für private als auch politische Entscheidungen und ihre Umsetzung bedarf es
vielfältiger Informationen, beispielsweise über Entwicklungen auf dem Grundstücksmarkt und Bodenrichtwertinformationen. Der
Obere Gutachterausschuss bündelt Expertenwissen landesweit und wird damit einen wesentlichen Beitrag für überregionale
Analysen und Präsentationen der bei den regionalen Gutachterausschüssen gesammelten Daten leisten.“
So wird der Obere Gutachterausschuss einen regelmäßigen Grundstücksmarktbericht für den Freistaat erstellen. Insgesamt
werden dem neuen Gremium 21 Personen aus allen Teilen Sachsens angehören, die über langjährige Erfahrungen in der
Grundstückwertermittlung verfügen. Zu ihnen gehören u.a. Vertreter der Vermessungsbehörden bei den Landkreisen und
Kreisfreien Städten, öffentlich bestellte und vereidigte sowie zertifizierte Sachverständige, auch für land- und forstwirtschaftliche
Grundstücke. Vorsitzender des Oberen Gutachterausschusses ist Matthias Kredt, der das Amt für Geoinformation und
Bodenordnung der Stadt Leipzig leitet.
Der Obere Gutachterausschuss wird in seiner Tätigkeit durch eine Geschäftsstelle unterstützt, die ihren Sitz beim Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen hat. Damit wird die Geschäftsstelle künftig erster Anlaufpunkt für alle Fragen
um die landesweiten Grundstücksmarktdaten sein, wodurch der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung einen
weiteren wichtigen Beitrag für die Verfügbarkeit digitaler Geodaten liefert.
Dr. Wilhelm: „Expertenwissen landesweit gebündelt“
Innenstaatssekretär Dr. Michael Wilhelm hat heute den Mitgliedern des neu errichteten Oberen Gutachterausschusses für
Grundstückswerte ihre Bestellungsurkunden überreicht. Im Frühjahr hatte der Sächsische Landtag mit einer Ergänzung der
Sächsischen Bauordnung die rechtliche Grundlage für dieses Gremium geschaffen und damit eine Verpflichtung aus dem
Baugesetzbuch des Bundes umgesetzt.
KONTAKTDATEN
REGIONALE NACHRICHTEN
Medienservice der Sächsischen Staatskanzlei
Archivstraße 1
01097 Dresden
Tel.: 0351 5640
Fax: 0351 5641025
E-Mail
Internet
Baum für den Dresdner Striezelmarkt gesucht
Erneuter Drogeneinsatz im Stadtzentrum
Sparkassenstiftung und Landeshauptstadt
Dresden suchen den/die 20. Stadtschreiber/-in
16. Dampfschiff-Fest vom 15. - 17. August 2014
Erster Bürgermeister Dirk Hilbert würdigt
langjährige Kooperation mit dem Lebenshilfe
Dresden e. V.
Genießer-Golfturnier in Dresden
Ab 1. August gilt die Erlaubnispflicht für
Hundeschulen
Dresdner verhindert Suizid
Schwerverletzte Frau gefunden - Polizei sucht
Zeugen
Dresdner Stadtfest - Oberbürgermeisterin lädt zu
Anz
Oberer Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Freistaat Sachsen bestellt
Seite 1 von 2
Themen:
Die Letzten ihrer Art
Wanderroute Kammweg
Wanderführer Erzgebirge
Wirtschaft im Erzgebirge
Home Lokales Erzgebirge Aue
Tourismus - Staatsbetrieb druckt neue Wanderkarten
Aue/Schwarzenberg/Marienberg. Fünf neue Wanderkarten für das Erzgebirge, die Sächsische Schweiz und
das Lausitzer Bergland hat der Sächsische Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung veröffentlicht.
In einer aktualisierten Neuauflage liegt unter anderem die Wanderkarte "Mittleres Erzgebirge - Marienberg,
Olbernhau" vor. Im Maßstab 1:25.000 enthält diese Übersicht neben den markierten Wander- sowie Reit-
beziehungsweise Skiwegen auch Höhenlinien und ein sogenanntes UTM-Koordinatengitter, mit dem sie GPS-
tauglich ist. Auf der Rückseite der Wanderkarte werden außerdem diverse Freizeit- und
Touristikeinrichtungen vorgestellt. (bag)
Die Karten
mit Wanderroutenim Erzgebirge, in der Sächsischen Schweiz und im Lausitzer Bergland sind zum
Preis von je
5,50 Euro
im Buchhandel oder direkt beim Staatsbetrieb erhältlich. Sie haben die ISBN-Nummer
978-3-86170-3181.
erschienen am 25.01.2014
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
DIESEN ARTIKEL ...
KOMMENTARE
0
Kommentieren
-
Diskussion abonnieren
WEITERE ARTIKEL
Aue/Schwarzenberg/Thum: Regionale Wirtschaft fordert wettbewerbsfähige Infrastruktur
27.01.2014
Sosa: Madame de Sade verleiht Dinner-Abend kriminelle Würze
27.01.2014
Schwarzenberg: Perle des Erzgebirges sagt weiter Ja zur Hochzeitsmesse
27.01.2014
WETTERAUSSICHTEN FÜR AUE
präsentiert von
Mo
2 °C
Di
1 °C
Mi
-1 °C
Do
0 °C
Fr
2 °C
NEU
Nachrichten aus dem
Erzgebirge bei Facebook
Die "Freie Presse" Erzgebirge ist
nun auch auf Facebook mit einer
eigenen Seite vertreten. Dort
finden Sie Neuigkeiten aus den
"Freie Presse"-Lokalredakionen
Annaberg-Buchholz, Aue,
Schwarzenberg, Stollberg, Marienberg und
Zschopau und sind somit stets auf dem Laufenden.
Zum Facebook-Auftritt
ÄRZTLICHE NOTDIENSTE
Immo Stellen Auto Trauer Anzeigen Shop & Ticket Abo & Service
E-Paper
1770839
Montag, 27.01.2014
2 °C
Chemnitz
präsentiert von:
Suche
LOKALES
SACHSEN
POLITIK
WIRTSCHAFT
PANORAMA
KULTUR
SPORT
RATGEBER
WOHIN
MITMACHEN
FOTO & VIDEO
Tourismus - Staatsbetrieb druckt neue Wanderkarten - Freie Presse
Seite 1 von 2
Der Valentinstag ist
am 14. Februar
nicht nur der Tag der Verliebten,
sondern wird allerorts auch als die
Gelegenheit beschrieben, einem lie-
ben Menschen einfach Dankeschön
zu sagen. Neben bekannten Angebo-
ten wie dem romantischen Essen bei
Kerzenschein und einem Entspan-
nungstag mit Massage rühren na-
türlich auch die Floristen kräftig die
Werbetrommel. Inzwischen wittern
die Supermärkte auch das große Ge-
schäft und bieten so ziemlich alles
unter der Überschrift „Zum Valen-
tinstag“ an. Ein Discounter hat be-
reits am Donnerstag das nach seiner
Meinung absolut passende Ge-
schenk, um jemanden zu sagen, wie
gern man ihn doch hat: Das Kilo
Mett für nur 2,99 Euro. Der Anbieter
muss Lebensmittel ja wirklich lie-
ben, zumindest aber Mett-weida. (fa)
MOMENT MAL
Mett-weida
AUSSCHUSS
Überplanmäßige
Ausgaben als Thema
FREIBERG
Mit überplanmäßigen
Aufwendungen im Haushaltsjahr
2013 beschäftigen sich die Mitglie-
der des Verwaltungs- und Finanz-
ausschusses des Kreistages während
ihrer heutigen Sitzung. Dies betrifft
Auszahlungen für Asylbewerber-
leistungen, für den sozialen Bereich
sowie die Jugendhilfe. Die Sitzung
ist öffentlich und beginnt 16.30 Uhr
im Landratsamt, Frauensteiner Stra-
ße 43, Zimmer 003. (bk)
UNFALL
Polizei sucht
Geschädigten
FRANKENBERG
Zur Klärung eines
Verkehrsunfalls, der sich bereits am
vergangenen Dienstag in Franken-
berg ereignet hat, sucht die Polizei
jetzt sowohl Zeugen als auch den
Geschädigten. Beim Rechtsabbiegen
von der August-Bebel- in die Freiber-
ger Straße war am 4. Februar gegen
15 Uhr ein Fiat Punto nach links von
der Straße abgekommen und gegen
einen parkenden blauen Dacia ge-
fahren. Am Punto entstand Sach-
schaden in Höhe von etwa 1000 Eu-
ro. Es werden Zeugen gesucht, die
Angaben zum Unfallhergang bzw.
zum unbekannten Halter des be-
schädigten Dacia Logan machen
können. (ps)
ZEUGENHINWEISE
zum Unfall am 4. Febru-
ar an der Freiberger Straße nimmt das Poli-
zeirevier Mittweida unter
Ruf 03727 9800
entgegen. Außerdem wird der Halter gesucht,
dessen blauer Dacia dort geparkt war und
nun beschädigt ist.
NACHRICHTEN
MITTWEIDA/FRANKENBERG
Die Idee
der Stadt Frankenberg, für die Ent-
wicklung eines Gesundheitszent-
rums im Ort einen neuen Partner ins
Boot zu holen, hat einen Dämpfer
erlitten. Laut übereinstimmenden
Informationen von „Freie Presse“
halten zumindest die Mitglieder der
Gesellschafterversammlung
der
kreiseigenen Krankenhausgesell-
schaft LMK am Kreistagsbeschluss
vom September 2013 fest. Demnach
soll die stationäre Versorgung in
dem Zentrum von der Mittweidaer
Krankenhausgesellschaft geleistet
werden. Dieses Engagement der
LMK stehe aber nach wie vor unter
Finanzierungsvorbehalt, hieß es
nach der Versammlung am Montag.
Der Chef der Gesellschafterver-
sammlung, Landrat Volker Uhlig
(CDU), äußerte sich auf Anfrage ges-
tern nicht zum Ausgang der Sitzung.
Der Klinikbetrieb in Franken-
berg war zum Jahreswechsel einge-
stellt und die medizinischen Abtei-
lungen nach Mittweida und Roch-
litz verlegt worden. Die Stadt Fran-
kenberg will die Immobilie vom
Landkreis kaufen, um sie zu sanie-
ren und darin ein Gesundheitszent-
rum einzurichten. Mittlerweile liegt
dazu ein Kaufvertragsentwurf vor.
Bisher wurde aber noch keine Ent-
scheidung der LMK zum künftigen
Betrieb einer Station in dem Zent-
rum bekannt. So hatte die Stadt
Frankenberg in Erwägung gezogen,
einen anderen Partner für die statio-
näre Versorgung zu gewinnen, soll-
te die kreiseigene Krankenhausge-
sellschaft dies nicht leisten. Bis Frei-
tag erwartet das sächsische Sozial-
ministerium ein Konzept vom Kreis
für alle Standorte der Krankenhaus-
gesellschaft. (fp)
Dämpfer für
Idee aus
Frankenberg
Klinik-Gesellschaft hält
an früheren Plänen fest
FRANKENBERG
Die Frankenberger
Stadträte sollen sich heute Abend
über das weitere Vorgehen zum Er-
werb der Krankenhaus-Immobilie
verständigen. Die Klinik-Gesell-
schaft LMK hatte der Stadtverwal-
tung vorige Woche den Entwurf des
Kaufvertrages vorgelegt. Die Stadt
beabsichtigt, das seit Ende 2013 leer-
stehende Haus in ein Gesundheits-
zentrum umzubauen. (ule)
DIE STADTRATSSITZUNG
beginnt
heute,
19 Uhr
im Frankenberger „Stadtpark“. Zu Be-
ginn gibt es eine Einwohnerfragestunde.
KRANKENHAUS
Abgeordnete beraten
weiteres Vorgehen
FRANKENBERG
Mit kleinen Projek-
ten gegen Gewalt und Extremismus
– dafür gibt es auch 2014 wieder För-
dermittel aus dem Lokalen Aktions-
plan des Landkreises Mittelsachsen.
Knapp 90.000 Euro stehen in diesem
Jahr für Vereine und Institutionen
zur Verfügung, die mit ihren Ideen
zur Förderung der Demokratie bei-
tragen. Bis zum 26. Februar können
sich die Vereine mit ihren Projekten
um Fördermittel bewerben.
Das Frankenberger Bündnis für
Toleranz und Demokratie gehört
seit Jahren zu den Aktivposten im
Kampf gegen Extremismus. Die
Gruppe, die unter dem Dach des Ge-
meinschaftswerkes arbeitet, setzt
auf Nachhaltigkeit und plant für
2014 sechs Aktivitäten:
Interkulturelles Kochen:
Men-
schen verschiedener Herkunft ler-
nen einander am Kochtopf kennen.
Jugendtheaterarbeit:
Bei der Erar-
beitung eines eigenen Stücks lernen
Jugendliche einander mit ihren Stär-
ken und Schwächen zu akzeptieren
und erfahren Interessantes über
historische Begebenheiten.
Ausstellung „Hass vernichtet“:
Irmela Mensah-Schramm entfernt
gesprühte und geklebte Hassparo-
len. Seit 15 Jahren zeugt ihre Aus-
stellung von den Schmierereien. Die
Aktivistin soll auch in Frankenberg
aufklären und mit jungen Leuten
diskutieren.
Gedenkstättenarbeit:
Junge Leute
aus Frankenberg und die Lagerar-
beitsgemeinschaft
Sachsenburg
wollen gemeinsam die Erinnerung
an die Opfer des Nationalsozialis-
mus wachhalten.
Abenteuercamp:
In der Natur Al-
ternativen zum Extremismus fin-
den – darum geht es bei diesem Feri-
enprojekt.
Buchlesung:
Autor Andreas Speit
diskutiert das Thema rechte Gewalt
mit seinen Zuhörern. (kat)
Bündnis setzt auf Nachhaltigkeit und Vielfalt
Bis 26. Februar können Vereine Geld über den Lokalen Aktionsplan beantragen – Sechs Projekte in Frankenberg
FREIBERG/MITTWEIDA
Der ärztliche
Bereitschaftsdienst im Landkreis
entwickelt sich offenbar zum Brenn-
punktthema. Nach Berichten über
lange Wartezeiten auf einen Arzt,
weil die Zuständigkeitsbereiche der
diensthabenden Mediziner vergrö-
ßert wurden, und Probleme mit der
Rufnummer 116117 schildert eine
weitere „Freie Presse“-Leserin ihre
negativen Erfahrungen. Ina Glöck-
ner aus dem erzgebirgischen Holz-
hau zeigt sich verärgert über die zen-
trale Leitstelle, die alle Einsätze der
kassenärztlichen Bereitschaft in
Mittelsachsen vermittelt. „Der An-
ruf bei der 116117 war enttäu-
schend“, sagt die 47-Jährige.
Arzt erst auf Nachfrage erfahren
Am Samstag, den 11. Januar 2014,
hatte Ina Glöckner eigenen Anga-
ben eine Blasenentzündung bekom-
men, die binnen kurzer Zeit zu star-
ken Schmerzen führte. Deshalb ha-
be sie nachmittags die 116117 ange-
rufen und kam in der Leitstelle Plau-
en heraus. Der dortigen Mitarbeite-
rin habe sie ihre Beschwerden be-
schrieben. „Daraufhin sagte sie mir,
ich solle ins 35 Kilometer entfernte
Freiberger Krankenhaus fahren –
und damit war sie fertig. Wenn sie
das mit jedem Anrufer so macht, ist
die Notaufnahme im Krankenhaus
überlastet“, sagt Ina Glöckner. Erst
auf ihre hartnäckigen Nachfragen
hin, wer und wo der Bereitschafts-
arzt ist, sei sie an den zuständigen
Mediziner in Mulda weitergeleitet
worden. „So konnte ich mit dem
Arzt sprechen und hatte nur eine
,kurze‘ Anfahrt von 17 Kilometern“,
berichtet Ina Glöckner.
Der zuständigen Kassenärztli-
chen Vereinigung Sachsen (KVS)
war Glöckners Beschwerde laut Ge-
schäftsführerin Carmen Baumgart
nicht bekannt. „Wir haben aber die
Rettungsleitstelle Plauen darüber
informiert“, ergänzt die KVS-Chefin.
Der Leiter der Leitstelle habe zugesi-
chert, dass der Vorfall ausgewertet
wird. Die Leitstelle gehört zum Ret-
tungszweckverband „Südwestsach-
sen“ und wird von der Berufsfeuer-
wehr Zwickau betrieben. Zweckver-
bandschef Jens Leistner äußert sich
zu Ina Glöckners Beschwerde nicht.
Er sagt, dass Patienten „in seltenen
Fällen“ an eine Klinik verwiesen
werden. Jede Beschwerde werde aus-
gewertet. Das bekräftigt auch Jörg
Zäh, Chef der Leitstelle: „Berechtigte
Beschwerden werden in die Richtli-
nie zum Vermitteln der Bereit-
schaftsdienste aufgenommen, so-
dass sich die Fehler nicht wiederho-
len sollten“, sagt Zäh.
Dass eine Patientin mit einer Bla-
senentzündung von der Leitstelle
ins Freiberger Krankenhauses ge-
schickt worden sein soll, quittiert
Dr. Hans Bödeker, Chefarzt der dorti-
gen Klinik für Innere Medizin, mit
einem Kopfschütteln: „Das ist un-
glaublich.“
Notaufnahme stark frequentiert
Wie viele Kranke über die Leitstelle
in die Notaufnahme kommen, dazu
liegen keine Angaben vor. „Aber et-
wa die Hälfte der Patienten sind ei-
gentlich ein Fall für den ärztlichen
Bereitschaftsdienst. Sie binden Ka-
pazität, die wir für die wahren Not-
fälle brauchen“, erläutert Chefarzt
Bödeker. In Mittweida und Rochlitz
ist die Lage ähnlich. Und laut Klinik-
sprecherin Ines Schreiber ist der
Durchlauf in der Mittweidaer Not-
ambulanz nach Schließung des
Frankenberger
Krankenhauses
nochmals stark gestiegen.
Die Beschwerden in Mit-
telsachsen lassen nicht
nach. Statt zu einem Me-
diziner vermittelt zu wer-
den, sollte eine Holzhaue-
rin in die Notaufnahme –
wegen Blasenentzündung.
Ärztebereitschaft: Kummer
mit der Nummer 116117 hält an
VON HEIKE HUBRICHT
Ina Glöckner aus Holzhau beschwert sich: „Der Anruf bei der 116117 war enttäuschend“.
FOTO: ECKARDT MILDNER
MITTWEIDA/WALDHEIM
Sie
sind
klein, weiß und selten: die pilzför-
migen Antennen des Staatsbetriebes
für Geobasisinformation und Ver-
messung. Im Freistaat gibt es 18 die-
ser Sender – einer davon steht auf
dem Dach der Waldheimer Justiz-
vollzugsanstalt (JVA). Zehn Jahre
gibt es die Technik. Nun lüftet die
Behörde das Geheimnis.
Sie sehen zwar unscheinbar aus.
Doch sie vernetzen ganz Sachsen.
„Diese Stationen können Positionen
mit einer Genauigkeit von weniger
als einem Zentimeter bestimmen“,
betont Barbara Wolters vom Staats-
betrieb. Davon profitieren Ingenieu-
re, Vermesser und Baufirmen, wenn
Flächen für den Haus- und Straßen-
bau abgesteckt werden.
Die kleinen Pilze funktionieren
ähnlich wie ein Navigationssystem
– nur viel genauer. Sie empfangen
rund um die Uhr Satelliten-Signale,
die beispielsweise an einen Vermes-
sungstechniker weitergeleitet wer-
den. Viele kennen das Bild: Ein
Mann steht mit einem etwa zwei
Meter hohen Stab am Straßenrand,
oben ist eine halbrunde Antenne an-
gebracht. „Die Kollegen können sich
über das Internet einloggen und
werden dann über ein kleinen mobi-
len Computer zum gewünschten
Punkt geleitet“, erklärt Anja Hessel-
bart vom Staatsbetrieb. So können
beispielsweise Grundstücksgrenzen
festgelegt werden.
Trotz der großen Ortungsgenau-
igkeit: Echtzeitüberwachungen via
Satellit wie im Actionfilm „Der
Staatsfeind Nummer 1“ mit Will
Smith müsse keiner fürchten. „In
Tunneln kann man damit nicht
messen. Und auch in Waldgebieten
wird der Empfang schwierig“, sagt
Anja Hesselbart.
Laut Datenschützer und Wissen-
schaftlern sind die Pilze ungefähr-
lich. „Es werden keine Personenda-
ten übermittelt“, sagt Andreas
Schneider, Sprecher des sächsischen
Datenschutzbeauftragten.
Der
Nachrichtentechniker Robin Strei-
ter beruhigt: „Zur Spionage sind die-
se Geräte nicht geeignet.“ Die Tech-
nik werde auch an Flughäfen und in
Schifffahrtshäfen eingesetzt, wenn
es beim Landen und Rangieren um
Zentimeter geht. „Diese Systeme er-
möglichen eine präzise Ortung.
Wenn man 100 Handys in der Wüs-
te verteilen würde, wäre der Effekt
ähnlich“, sagt der Lokalisierungsex-
perte der TU Chemnitz.
Weißer Pilz auf Gefängnisdach navigiert zentimetergenau
Die Super-Navis gibt es im
Freistaat an 18 Stellen. Ein
Sender steht in Waldheim
auf der JVA. Spioniert
wird damit laut Experten
nicht, nur vermessen.
VON ANDY SCHARF
Empfängt Satellitensignale: der weiße Pilz auf dem Dach der Waldheimer
JVA.
FOTO: LANDESAMT
Die Stationen
des Satellitenpositio-
nierungsdienstes sind in Sachsen seit
zehn Jahren aktiv. Sie vermessen in
wenigen Sekunden und zentimeterge-
nau Positionen.
Dieser Echtzeit-Dienst
startete mit
zehn Nutzern und 1952 Nutzungsmi-
nuten. Seither ist die Technik aus dem
Arbeitsalltag von Ingenieuren und
Vermessern kaum wegzudenken.
15 Millionen Nutzungsminuten stehen
zu Buche.
Der Freistaat
hat ein Netz aus 18 Re-
ferenzstationen. Um auch an Landes-
grenzen Koordinaten zuverlässig zu
erhalten, werden zusätzlich 17 weite-
re Stationen umliegender Staaten
und Bundesländer genutzt. Laut
Staatsbetrieb profitiert sogar der
Steuerzahler: Bisher genutzte Lage-
festpunkte konnten stark ausgedünnt
werden. Das sei günstiger. (scf)
Steuerzahler profitiert
MITTWEIDAER
ZEITUNG
Freie Presse
Mittwoch, 12. Februar 2014
Seite 9
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
SEBASTIAN
SIEBERTZ
03731 37614144
sebastian.siebertz@freiepresse.de
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/tausende-beim-tag-der-offenen-albertstadt-2948428.html
Tausende beim Tag der offenen Albertstadt
12.10.2014
Wie sieht der Alltag im Gefängnis aus? Was passiert bei einer Gerichtsverhandlung? Wie entsteht eine Radiosendung? Tausende
Besucher gingen diesen Fragen am Sonnabend beim Tag der offenen Albertstadt auf den Grund. Insgesamt 16 Behörden und
Insitutionen nahmen daran teil, darunter das Militärhistorische Museum, das Hauptzollamt Dresden und die St. Martin-Kirche.
Allein der MDR hatte fast Zehntausend Besucher, die sich von Mitarbeitern erklären ließen, wie beispielsweise Videos geschnitten
werden.
Nicht weniger spannend ging es beim Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen, dem ehemaligen
Landesvermessungsamt, zu. „Wir sind sehr zufrieden. Wir konnten etwa 1000 Gäste begrüßen“, sagte Sprecherin Barbara
Wolters. Diese nutzten dabei die Möglichkeit, ihr Auto-Navigationsgerät oder GPS-fähiges Smartphone überprüfen und sich selbst
amtlich vermessen zu lassen. (uki)
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/nachrichten/tausende-beim-tag-der-offenen-albertstadt-29484...
14.10.2014
Für Laien ist das ein ganz normales Luftbild vom Zittauer Markt und
seiner Umgebung.
Wer sich dagegen beruflich mit Liegenschaften und
Vermessung beschäftigt, sieht hier lauter einzelne Flurstücke.Foto:
Wolfgang
Wittchen
©- keine angabe im hugo-archivsys
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/revolution-im-vermessungsamt-2777977.html
Revolution im Vermessungsamt
Als erster Kreis in ganz Sachsen führt Görlitz eine einheitliche Datenbank für alle Grundstücke ein. Das hilft
Häuslebauern, Bürgermeistern und Firmenchefs.
18.02.2014 Von Tilo Berger
Landkreis. Wer schon einmal ein Grundstück kaufen, ein Haus, eine
neue Straße oder eine zusätzliche Werkhalle errichten wollte, kennt
die Prozedur: Ohne Liegenschaftskataster geht da nichts. Seit mehr
als 150 Jahren ist es in Deutschland üblich, praktisch jeden
Quadratmeter Land amtlich zu erfassen. Dafür gab es lange Zeit zwei
verschiedene Papiere: das Flurbuch und die Flurkarte. Im Buch
stand, wem das jeweilige Grundstück seit wann gehört, wie groß es
ist und ob Gebäude darauf stehen. Und auf der Karte war das Ganze
dann mit exakten Linien und Punkten zu sehen.
Im Laufe der Zeit nahmen Flurbuch und -karte verschiedene Formen
an, Sachsens Katasterverwaltungen nahmen schon seit 1982
schrittweise Abschied vom Papier. Ihre CoLiDo – computergesteuerte
Liegenschafts-Dokumentation – kam damals einer Revolution gleich.
Nach 1990 wurde alles schrittweise noch digitaler, aber es blieb
immer bei zwei Datenbanken: eine mit Namen und Zahlen, eine mit
Karten.
Ein längst überfälliger Schritt
Aber das war nicht nur in Sachsen so, sondern in ganz Deutschland. Bis die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen
in Deutschland im Jahr 2000 beschloss, schrittweise im ganzen Bundesgebiet ein neues, einheitliches Verfahren namens Alkis
einzuführen. Die Abkürzung steht für Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem. Das geht nicht von heute auf morgen.
Allein im Kreis Görlitz dauerte es sieben Jahre, sämtliche Fakten, Karten und Informationen aus den bisher zwei Datenbanken in
das einheitliche System im Internet zu übertragen, berichtete jetzt Landrat Bernd Lange (CDU). Nach seinem Lob an alle daran
Beteiligten im Amt für Vermessungswesen und Flurneuordnung drückte Lange auf den obligatorischen roten Knopf, mit dem Alkis
für den Kreis Görlitz in Betrieb ging. Sachsens östlichster Landkreis wurde damit zum ersten im ganzen Freistaat, der das neue
System einführte.
Für die mehr als 40 Mitarbeiter des Amtes, das in der ehemaligen Löbauer Kaserne untergebracht ist, soll jetzt alles etwas
einfacher und schneller gehen, hofft Amtsleiterin Birgit Trenkler. Wenn sich nämlich jetzt an irgendeiner Liegenschaft etwas
ändert – zum Beispiel durch Verkauf des Grundstückes –, dann muss das nur noch in einer statt zwei Datenbanken eingetragen
werden. Das alles passiert auf einer Internetseite, die aber nicht für jedermann zur Verfügung steht. „Adressen, Namen und
ähnliche Informationen unterliegen dem Datenschutz“, erklärt Birgit Trenkler, warum Auskunftswillige nach wie vor bei den
zuständigen Ämtern persönlich vorstellig werden müssen. „Für die Verwaltung aber ist das ein gewaltiger Schritt.“ Landrat Lange
bezeichnet ihn als „längst überfällig“.
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/nachrichten/revolution-im-vermessungsamt-2777977.html?b...
06.03.2014
©dpa
Freie Sicht an der Grenze: Der Sächsische Staatsbetrieb
Geobasisinformation befreit jetzt die Grenzen vom Wildwuchs,
überprüft
die Markierungen und bessern nach, wo es nötig ist.
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/sachsen-macht-die-grenze-sauber-2828068.html
Sachsen macht die Grenze sauber
In den nächsten Monaten werden Messtrupps an der deutsch-tschechischen Grenze unterwegs sein. Sie haben
einen ganz besonderen Auftrag.
29.04.2014 Von Romy Kühr
Wildwuchs ist einer der schlimmsten Feinde des Vermessers. Damit
an der deutsch-tschechischen Grenze alles deutlich zu sehen ist und
klare Verhältnisse herrschen, räumt der sächsischen Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung (GeoSN) demnächst an der
Grenze auf. „Das ist reine Routine und wird von unseren Mitarbeitern
regelmäßig gemacht“, gibt Barbara Wolters Auskunft, die bei GeoSN
für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Überall entlang der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien
werden Grenzzeichen überprüft, Bäume und Sträucher, die die freie
Sicht auf die Grenze versperren, werden verschnitten und
Markierungen erneuert, teilt GeoSN mit. „Das ist wichtig, weil sonst
der Satellitenempfang nicht gegeben ist, wenn Bäume und Sträucher
im Weg sind“, so Frau Wolters. Der Staatsbetrieb GeoSN liefert zum
Beispiel Karten, stellt aber auch Vermessungsdaten zur Verfügung,
etwa sogenannte Festpunkte. Solche Punkte werden immer dann
wichtig, wenn etwas neu geplant oder gebaut wird. Auch per Satellit
wird gemessen und Daten internationaler Satellitendienste
verarbeitet.
Anwohner sollten sich deshalb nicht wundern, wenn in den nächsten Monaten Arbeiter entlang der Grenze unterwegs sind. „Die
Mitarbeiter der Messtrupps können sich ausweisen“, heißt es von GeoSN. Sie haben einen Dienstauftrag bei sich, der sowohl von
der deutschen als auch der tschechischen Seite der deutsch-tschechischen Grenzkommission unterzeichnet ist. Zusätzlich sollten
sie ihren Ausweis vorlegen können. Denn die Messtrupps arbeiten zusammen mit tschechischen Kollegen vom
Landesvermessungsamt Prag und vom tschechischen Innenministerium.
Dabei kann es auch vorkommen, dass die Mitarbeiter auf private Grundstücke müssen. Auch wer fremde Autos in Wald und Flur
im Grenzgebiet entdeckt, muss nicht misstrauisch werden – solange sie das offizielle sächsische Wappen an beiden Seiten tragen.
Mit einem Mercedes, mehreren Autos der Marken Nissan und Landrover sowie einem VW-Bus werden die deutschen Vermesser in
der Region unterwegs sein, kündigt GeoSN an. Die Arbeiten an der Grenze sollen laut Angaben des Staatsbetriebes bis zum Ende
des Jahres dauern. Immerhin teilen sich Sachsen und Tschechien über 450 Kilometer Grenze.
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/nachrichten/sachsen-macht-die-grenze-sauber-2828068.html?...
29.04.2014
Drucken
Geografie
Sachsen hat ersten GPS-Referenzpunkt
Mittwoch, 09.07.2014, 17:39
Ab kommendem Montag gibt es auch einen GPS-Referenzpunkt in Sachsen - im Norden von Dresden. Damit
können Autofahrer, Wanderer oder Radfahrer erstmals an einem festen Standort im Freistaat die Genauigkeit
ihrer Navigationsgeräte, Smartphones und anderer GPS-Empfänger überprüfen, wie das Innenministerium am
Mittwoch in Dresden mitteilte.
Die Markierung auf dem Gelände des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung (GeoSN) beim
Militärhistorischen Museum soll Innenminister Markus Ulbig (CDU) am 14. Juli einweihen - gemeinsam mit
Geocachern und Wanderwegewarten.
Referenzpunkte dienen der Ortsbestimmung auch bei GPS-Schatzsuchen, dem sogenannten Geocaching. Dazu
werden an verschiedenen Orten „Schätze“ deponiert, die mit Hilfe von GPS-Koordinaten gefunden werden
müssen.
dpa/O. Killig Ulbig nimmt an der Einweihung des GPS-Referenzpunktes teil.
Geografie: Sachsen hat ersten GPS-Referenzpunkt - Dresden - FOCUS Online - Nac... Seite 1 von 1
http://www.focus.de/regional/dresden/geografie-sachsen-hat-ersten-gps-referenzpunkt...
10.07.2014
Am neuen Auszug aus dem Liegenschaftskataster habe sich nicht nur
die Farbe geändert, wie Pia Weißenberg, Referatsleiterin für ländliche
Entwicklung
und Geoinformation, sagt.Foto: André Braun
Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/katasterauszug-ist-jetzt-farbig-2980399.html
Katasterauszug ist jetzt farbig
Das Liegenschaftskataster ist auf den Bundesstandard gebracht worden. Zwei Monate wurden keine Anträge
bearbeitet.
25.11.2014 Von Maria Lotze
Auf den ersten Blick hat sich nur die Farbe geändert. Statt der
schwarz-weißen Pläne verschickt die untere Vermessungsbehörde
des Landratsamtes Mittelsachsen jetzt bunte Auszüge aus dem
Liegenschaftskataster. Die entsprechen seit dem 10. November dem
bundesweit einheitlichen amtlichen
Liegenschaftskatasterinformationssystem, kurz Alkis.
In diesem sind Daten, die bisher getrennt gespeichert und
verarbeitet wurden, vereint. In der Liegenschaftskarte war die Lage
des Flurstücks dargestellt, im dazugehörigen Buch alle relevanten
Informationen wie die Nummer des Flurstücks, die Größe, die
Nutzung und die Eigentümer verzeichnet. „Das alte System war sehr
umständlich“, so Hendrik Kautzner, Fachbereichsleiter
Katasterfortführung. Nicht nur in überregionaler Hinsicht soll sich mit dem neuen System einiges vereinfachen. Auch für die
regional tätigen öffentlich bestellten Vermesser (ÖbV) wird die Arbeit leichter. „Es gibt mehr Informationen, wir können als ÖbV
selber auf die Karten zugreifen und die Eigentümer der Grundstücke einsehen“, schildert Vermesser Gerhard Klinkhard, der sein
Büro in Rochlitz hat. Etwa 1 000 Anträge auf Katastervermessung reichen die Vermesser aus Mittelsachsen pro Jahr bei der
zuständigen Behörde ein. Notwendig sind die Daten zum Beispiel, um die Grenze zum Nachbarn genau festzustellen. Genutzt
werden die Daten des Liegenschaftskatasters zudem von Kommunen, Versorgungsunternehmen, Wohnungsgesellschaften oder
Agrargenossenschaften. „Diese erstellen auf der Basis der Karten ihre eigenen Geo-Informationssysteme“, so Kautzner.
Vom 5. September bis zum 10. November hat die Behörde auf das neue System umgestellt. Während dieser Zeit seien nach
Angaben von Pia Weißenberg, der Referatsleiterin für ländliche Entwicklung und Geoinformation, keine Anfragen bearbeitet
worden. „Jetzt sind wir daran, aufzuarbeiten. Die Flut ist aber nicht so groß.“ An den Kosten für die Auszüge aus dem Kataster
ändert sich nichts. Ein einfacher kostet nach wie vor 18 Euro.
Bis 2005 wurden einige Karten noch per Hand aktualisiert. Erst ab 2000 sind die Daten digital erfasst worden. Die ältesten
Karten, die im Vermessungsamt zu finden sind, stammen aus dem Jahr 1842.
Seite 1von 1
http://www.sz-online.de/nachrichten/katasterauszug-ist-jetzt-farbig-2980399.html?bPr...
27.11.2014

image
| 33
www.landesvermessung.sachsen.de
Geschäftsführer
Dr. Werner Haupt
Büro
Yvonne Böhm
Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Wolters
Rechnungswesen,
Organisation
Harald Wendt
Landschaftsmodell-
Grundmaßstab
Kerstin Langhans
Geodatenservice
Dietmar Schenk
Grundsätze
Liegenschaftskataster
Jens Riedel
Geschäftsstelle Oberer
Gutachterausschuss
N.N.
Koordinierung
Geodateninfrastruktur
komm. Jörg Taggeselle
Administration
Geodateninfrastruktur
Jörg Taggeselle
Systemverwaltung
Peter Schmädicke
Landschaftsmodell-
Folgemaßstab
komm. Annelie Prendel
Informationssysteme
Liegenschaftskataster
Uwe Zechendorf
Geodätischer
Raumbezug
Ria Liebscher
Technologie
Landesvermessung
Annelie Prendel
Personal/Recht
Matthias Hloucal
Luftbildservice
Andreas Klenner
Katasteraufsicht
komm. Hans-Jürgen
Roßburg
Landesgrenzen
Jens Näser
Liegenschaftskataster
Lothar Otte
Geodateninfrastruktur
Dr. Gunnar Katerbaum
Landesvermessung
Ottmar Berndt-Wiele
Zentrale Aufgaben
Dr. Olaf Vahrenhold
Stand 01.11.2014

image
image
34 |
Auszug aus dem Lagebericht und Jahresabschluss 2014

image
| 35

image
36 |

| 37
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Zuarbeit Geschäftsbericht
alle Angaben in TEUR
2010
2011
2012
2013
2014
AKTIVA
12.592
13.921
14.645
14.109
12.292
davon Anlagevermögen
8.351
9.430
10.125
10.235
9.743
davon Immaterielle Vermögensgegenstände
3.886
5.431
6.260
6.881
7.100
davon Sachanlagen
4.465
3.999
3.865
3.354
2.643
davon Umlaufvermögen
4.070
4.349
4.356
3.801
2.342
davon ARAP
171
142
164
73
207
PASSIVA
12.592
13.921
14.645
14.109
12.292
davon Eigenkapital
239
299
386
150
237
davon Sonderposten
8.352
9.429
10.078
10.199
9.720
davon Rückstellungen
3.377
3.487
3.207
2.791
2.103
davon Verbindlichkeiten
591
664
947
956
213
davon PRAP
33
42
27
13
19
Ertragslage
Personalaufwand
11.524
12.301
12.238
12.878
12.963
Abschreibungen
1.835
1.951
2.169
2.227
2.632
sonstiger Betriebsaufwand
5.437
4.364
4.979
5.138
5.418
Betriebsaufwand
18.796
18.616
19.386
20.243
21.013
Transfererträge
15.826
15.322
15.884
16.594
17.050
Leistungserlöse
1.360
1.333
1.267
1.166
1.178
sonstige Betriebsleistung
1.903
2.036
2.318
2.251
2.735
Betriebsleistung
19.089
18.691
19.469
20.011
20.963
Neutrales Ergebnis
-284
-15
4
-4
138
Gesamt
9
60
87
-236
88
Deckung der Gesamtaufwendungen
7%
7%
7%
6%
6%
* incl. Zinsergebnis aufgrund BilMoG

38 |
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Leistungserlöse
alle Angaben in TEUR
2010 2011 2012 2013 2014
Gebühren und Leistungsentgelt steuerfrei
1.286
1.246
1.196
1.092
1.052
Gebühren und Leistungsentgelt 7%
61
64
59
52
64
Gebühren und Leistungsentgelt 19%
6
9
8
13
59
Geldstrafen
1
10
0
6
0
Mahngebühren
2
2
2
2
2
Verzugs- und Stundungszinsen
4
1
2
1
1
Gesamt
1.360
1.333
1.267
1.166
1.178
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Sonstiger Betriebsaufwand
alle Angaben in TEUR
2010 2011 2012 2013 2014
Materialaufwand
3.474
1.269
1.987
1.804
2.151
Unterbringungskosten der Liegenschaften
des GeoSN
793
912
1.108
928
914
Sonstiges
1.170
2.183
1.884
2.406
2.353
Gesamt
5.437
4.364
4.979
5.138
5.418
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Rückstellungen
alle Angaben in TEUR
2010
2011
2012
2013
2014
Altersteilzeit
2.656
2.697
2.330
1.901
1.117
Urlaub und Mehrarbeitszeit
601
633
739
742
749
Jubiläumsverpflichtung
78
79
77
77
84
Rechts-, Beratungs- und Prozesskosten
42
79
61
71
153
Sonstige
Gesamt
3.377 3.487 3.207 2.791 2.103

Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Anlagevermögen
alle Angaben in TEUR
2010
2011
2012
2013
2014
Immaterielle Vermögensgegenstände
3.886
5.431
6.260
6.881
7.100
Lizenzen an Rechten und Werten
260
1.339
1.087
883
683
Erworbene Software
1.831
1.486
1.349
2.176
5.334
Erworbene Software für Ziel 3
16
0
Anlagen im Bau
1.779
2.606
3.824
3.822
1.083
AFIS
680
845
869
886
892
ALKIS
1.071
1.549
1.830
2.188
0
ATKIS
28
58
144
0
0
GeoBAK 2.0
963
712
0
Sonstige (SAP, DMS-Lika)
154
18
35
191
Sachanlagen
4.465
3.999
3.865
3.354
2.643
Technische Anlagen und Maschinen (überwiegend IT)
2.863
2.454
2.613
2.237
1.744
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.602
1.545
1.252
1.117
899
Gesamt
8.351
9.430
10.125
10.235
9.743
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Abkürzungsverzeichnis
ARAP
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
ATKIS
Amtliches Topographisch-Kartographisches Informationssystem
AFIS
Amtliches Festpunktinformationssystem
ALKIS
Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem
BilMoG
Bilanzmodernisierungsgesetz
DMS-Lika
Dokumentenmanagementsystem für die Unterlagen des Liegenschaftskatasters
GeoBAK
E-Government Basiskomponente Geodaten
PRAP
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
| 39

image
 
GeoSN
Herausgeber:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktion:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Gestaltung und Satz:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Druck:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Redaktionsschluss:
Juli 2015
Bezug:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Diese Druckschrift kann kostenfrei bezogen werden bei:
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen
Olbrichtplatz 3, 01099 Dresden
Telefon: +49 351 8283-8400
Telefax: +49 351 8283-6130
E-Mail: Poststelle@geosn.sachsen.de
www.landesvermessung.sachsen.de
Verteilerhinweis
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungs-
mäßigen Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit herausgegeben. Sie darf weder von
Parteien noch von deren Kandidaten oder Helfern im Zeitraum von sechs Monaten vor einer Wahl
zum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für alle Wahlen.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen
der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben parteipolitischer Informationen
oder Werbemittel. Untersagt ist auch die Weitergabe an Dritte zur Verwendung bei der Wahlwerbung.
Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die vorliegende Druckschrift nicht
so verwendet werden, dass dies als Parteinahme des Herausgebers zu Gunsten einzelner politischer
Gruppen verstanden werden könnte.
Diese Beschränkungen gelten unabhängig vom Vertriebsweg, also unabhängig davon, auf welchem
Wege und in welcher Anzahl diese Informationsschrift dem Empfänger zugegangen ist. Erlaubt
ist jedoch den Parteien, diese Informationschrift zur Unterrichtung ihrer Mitglieder zu verwenden.
Copyright
Diese Veröffentlichung ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch die des Nachdruckes von
Auszügen und der fotomechanischen Wiedergabe, sind dem Herausgeber vorbehalten.
GeoSN