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Webkonferenz Abschlussveranstaltung ResiBil
Résumé zur Abschlusspräsentation im EU-Projekt ResiBil
Datum:
06.11.2020
10:00 – 16:00 Uhr
Plattform:
WebEx Meetings
ResiBil
Wasserressourcenbilanzierung und –resilienzbewertung im Ostteil des
Sächsisch-Tschechischen Grenzraumes
Unter Planung und Leitung des Leadpartners LfULG veranstalteten die Partner von ResiBil am
06.11.2020 die Abschlusskonferenz zum Projekt. Aus Gründen der Pandemie-Vorsorge wurde das
Konzept kurzfristig von einer Präsenzveranstaltung in eine web-basierte Veranstaltung um geplant.
Insgesamt ca. 30 Teilnehmer aus behördlichem Umfeld, Wasserwirtschaft und Wissenschaft hatten
sich zusammengefunden, um sich über das Projektgeschehen zu informieren und gemeinsam die ge-
wonnenen Erkenntnisse zu diskutieren.
Eingeleitet von Grußworten durch Herrn Dr. Müller sowie Herrn Dr. Börke (in Vertretung für das
SMEKUL), startete die Veranstaltung mit einem Überblick über das Projektgeschehen sowie einer
Retrospektive zum Vorgängerprojekt GRACE. Frau Dr. Böhm stellte übersichtlich die Erkenntnisse
zum Rückgang des Grundwasserstandes in Südostsachsen dar, sowie die offenen gebliebenen Fragen,
aus welchen sich das Projekt ResiBil entwickelte. In der anschließenden Vortragsreihe zeichneten die
Projektpartner und externe Referenten ein umfängliches Bild zum Projektgeschehen, den gewonne-
nen Erkenntnissen sowie den Projektresultaten und Produkten.
Unterstützt von im Projekt umgesetzten Tiefenbohrungen konnten im Bereich Geologie wichtige
neue Erkenntnisse gewonnen werden, mit deren Hilfe eine aktualisierte grenzübergreifende Korrela-
tion der Gesteinsschichten erarbeitet wurde. Auf Grundlage von Geophysikalischen Untersuchungen
der Bohrlöcher realisierten die Partner aktualisierte hydrogeologische Kennwerte und Schichtgrenzen
und verwendeten dieses Wissen für die Aufbereitung neuer Leiter-Stauer-Modelle im Untersu-
chungsgebiet. Auf Basis von bestehenden Modellszenarien und Wasserhaushaltsbetrachtungen (Pro-
jekt KLiWES) konnten potentielle Entwicklungen des Klimas und des damit verknüpften Wasserhaus-
haltes abgeleitet und interpretiert werden.

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In Zusammenführung dieser im Projekt erarbeiteten Erkenntnisse war es den Partnern letztlich mög-
lich, das Strömungsverhalten, Grundwasserstände und nutzbare Grundwasserdargebote bis in das
Jahr 2048 zu projizieren. Die eigens dafür erstellten numerischen Strömungsmodelle konzentrieren
sich dabei explizit auf den wasserwirtschaftlich genutzten Übergangsbereich beider Länder.
Im Anschluss an den Präsentationsteil blieb ausreichend Zeit für eingehende Diskussionen zu den
Methoden und Resultaten des Projektes. Die Teilnehmer waren interessiert und nutzen die Chance
für Rückfragen zu verwendeten Modell-Ansätzen und Ergebnisse. Im Austausch mit den Experten der
Runde wurde erörtert, wie sich zukünftig die Ableitung des nutzbaren Dargebotes gerade auch unter
Berücksichtigung des Klimawandels effektiv gestalten lässt und welche Bedingungen es dafür zu be-
trachten gilt. Zur Beantwortung dieser essentiellen Frage konnte das Projekt durch seine Untersu-
chungen einen wichtigen Teil beitragen.
Die Veranstaltung wurde seitens der Teilnehmer positiv beurteilt. Neben der umfänglichen Darstel-
lung der methodischen Umsetzung stieß die Bereitstellung erster Resultate zum aktuell nutzbaren
Grundwasserdargebot auf positive Resonanz. Des Weiteren fand bereits ein erster Austausch der er-
stellten Modellansätze statt, wodurch die Versorger die modelltechnische Umsetzung besser nach-
vollziehen und nach Bedarf eigene Untersuchungen anstellen können.
Als Fazit der Veranstaltung bleibt, dass ResiBil einen guten Beitrag zur Thematik „Ermittlung des nutz-
baren Grundwasserdargebotes“ liefert, es aber weiterhin viel Diskussionsbedarf gibt. Insbesondere
der Austausch zwischen den Akteuren aus Wasserwirtschaft und behördlichem Umfeld sollte nach
Meinung der Projektpartner ausgebaut werden. Die Schaffung einer qualifizierten und gut zugängli-
chen Datenbasis zur Erarbeitung eigener Umsetzungen ist essentiell.
Die Erkenntnisse aus ResiBil wurden bereits während der Projektlaufzeit bei vielen Gelegenheiten der
Öffentlichkeit präsentiert. In Form von umfänglichem Kartenmaterial, zweisprachigen Untersu-
chungsberichten (Booklets), verfügbaren Modellansätzen samt Modellierhandbuch sowie einer Wan-
derausstellung sind die Erkenntnisse des Projektes für eine weitere Nutzung verfügbar.
Alle Informationen und Materialien lassen sich auch über die Projektlaufzeit hinaus über die Projekt-
webseite
www.resibil.sachsen.de
beziehen.