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LUA-Mitteilungen 04/2019
LANDESUNTERSUCHUNGS-
ANSTALT FÜR DAS GESUNDHEITS-
UND VETERINÄRWESEN

│1
Inhaltsverzeichnis
Humanmedizin
Epidemiologische Information für den Freistaat Sachsen ......................................................................................................................................... 2
HIV-Infektionen im Freistaat Sachsen – 1. Halbjahr 2019 ....................................................................................................................................... 7
Virale Gastroenteritis ........................................................................................................................................................................................................15
Lebensmitteluntersuchungen
Alle Jahre wieder– wie ist es um Acrylamid in unseren Adventsleckereien bestellt? .....................................................................................22
Neue Rechtsbestimmungen im Bereich des LFGB – 3. Quartal 2019 ..................................................................................................................24
Beschwerdeproben-Report für Lebensmittel und Bedarfsgegenstände sowie Tabakerzeugnisse .............................................................26
BSE-Untersuchungen 3. Quartal 2019..........................................................................................................................................................................26
Tollwutuntersuchungen 3. Quartal 2019 .....................................................................................................................................................................26
Salmonellenberichterstattung im Freistaat Sachsen 3. Quartal 2019 .................................................................................................................27

2 │
Epidemiologische Information für den Freistaat
Sachsen
3. Quartal 2019 (vom 01.07. – 29.09.2019)
Adenovirus-Enteritis
Eine 80 Jahre alte Frau sowie ein 75-Jähriger aus unterschied-
lichen Landkreisen erkrankten mit Durchfall. Trotz stationärer
Behandlung verstarben die Patienten an den Folgen der Infek-
tion.
Borreliose
Die Anzahl der gemeldeten Erkrankungsfälle (n = 1.181) lag
über dem Niveau des 5-Jahres-Mittelwertes (n = 892). Im Ver-
gleich zum 3. Quartal des Vorjahres gab es 5 % mehr Neuer-
krankungen.
In den meisten Fällen wurde symptomatisch ein Erythem ange-
geben. 70-mal wurde eine neurologische Symptomatik diagnos-
tiziert, darunter 38-mal Hirnnervenlähmung, 22-mal Radikulo-
neuritis sowie 10-mal eine Meningitis. Bei einigen Patienten lag
eine Mehrfachsymptomatik vor. Zusätzlich kamen 18 arthriti-
sche Verläufe zur Meldung.
Clostridioides difficile-Infektion, schwerer Verlauf
Im dritten Quartal des Jahres 2019 wurden 39 schwere Verläufe
einer
Clostridioides difficile-Infektion
übermittelt. Es verstarben
insgesamt 7 Patienten (4 Männer und 3 Frauen) im Alter zwi-
schen 66 und 84 Jahren an den Folgen der Infektion.
Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK)
Im Berichtzeitraum kam die klinische Erkrankung einer 74 Jahre
alten Frau zur Meldung.
Denguefieber
Es erkrankten 6 Frauen und 5 Männer im Alter zwischen 22 und
59 Jahren nach Aufenthalten in Kenia, Kuba, Laos, Malaysia,
Mexiko, Singapur, Thailand und auf den Malediven.
Diphtherie (Hautdiphtherie)
Wegen einer seit etwa einem halben Jahr bestehenden Wunde
am Schienbein begab sich ein 64 Jahre alter Mann in stationä-
re Behandlung. Aus dem Wundabstrich erfolgte der Nachweis
von
Corynebacterium ulcerans
, der Toxin-Nachweis erfolgte aus
dem Isolat. Im Haushalt des Betroffenen leben 2 Katzen. In-
wieweit diese als mögliche Infektionsquelle angesehen werden
können, wurde nicht bekannt.
Echinokokkose
Bei einem 40-jährigen Mann zeigte sich das klinische Bild einer
Echinokokkose. Serologisch gelang der Nachweis von
Echino-
coccus granulosus
. Der Patient gab an, sich vor längerer Zeit in
Rumänien aufgehalten zu haben.
Enterovirus-Infektion
Mit 329 Fällen lag die Zahl der im Berichtszeitraum übermit-
telten Infektionen im Vergleich zum 5-Jahres-Mittelwert (n =
252) um etwa 30 % höher. 159 betroffene Patienten wiesen
eine respiratorische, 112 eine gastroenteritische und 15 eine
meningitische Symptomatik (Erregernachweis im Liquor) auf.
Weitere 43 Erregernachweise wurden ohne bekanntes klinisches
Bild erfasst.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Bei den 12 im Berichtsquartal übermittelten labordiagnostisch
bestätigten Erkrankungen handelte es sich um bisher nicht
gegen FSME geimpfte Erwachsene im Alter zwischen 19 und
60 Jahren sowie um einen 10-jährigen Jungen. Alle Patienten
mussten stationär therapiert werden. In 6 Fällen lag ein me-
ningitischer Verlauf vor. Bis auf zwei Betroffene aus der Stadt
Dresden bzw. dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge,
die sich während der Inkubationszeit im Landkreis Bautzen auf-
gehalten hatten, gaben alle anderen ihr Wohnumfeld als wahr-
scheinlichen Infektionsort an. Die Infektionen wurden durch
verschiedene Antikörpernachweismethoden bestätigt.
Haemophilus influenzae-Erkrankung, invasiv
Es kamen im Berichtszeitraum 6 Fälle nach Referenzdefinition
zur Meldung, die bis auf ein einjähriges Mädchen, Erwachsene
im Alter zwischen 51 und 98 Jahren betrafen. Der Nachweis von
Haemophilus influenzae
gelang aus der Blutkultur bzw. bei ei-
ner mit meningitischer Symptomatik erkrankten Frau aus Liquor.
Todesfälle wurden nicht registriert.
Hantavirus
Im Berichtszeitraum kamen zwei Hantavirus-Fälle zur Meldung.
Betroffen waren eine 32-jährige Frau sowie ein 54 Jahre alter
Mann, die mit Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen bzw. Nie-
renfunktionsstörungen und Thrombozytopenie erkrankten. Die
Infektionen konnten serologisch bestätigt werden. Im Fall der
32-Jährigen konnte ein Aufenthalt (Zweitwohnung) während
der Inkubationszeit im Raum Stuttgart (Hantavirus-Endemiege-
biet) eruiert werden. Die mögliche Infektionsquelle des zweiten
Betroffenen blieb unbekannt.
Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS), enteropathisch
Ein 9 Monate alter Junge erkrankte mit blutigem Durchfall, An-
ämie und Thrombozytopenie, was eine stationäre Behandlung
nötig werden ließ. Aus Stuhl gelang der Nachweis von EHEC
O157, Shigatoxin 2-bildend. Bei den symptomlosen Geschwis-
tern (männlich, 4 und weiblich, 2 Jahre alt) konnte mittels PCR
Shigatoxin 2 nachgewiesen werden. Die Stuhluntersuchungen
der Eltern verliefen mit negativem Ergebnis. Die Familie hatte
sich während der Inkubationszeit im Urlaub auf einem Reiterhof
an der Ostsee aufgehalten.
Der zweite Fall betraf einen 6-Jährigen, der während eines Ägyp-
tenurlaubs mit blutigem Durchfall erkrankte. Zurück in Deutsch-
land musste der Junge aufgrund der zunehmenden Schwere der
Symptomatik zunächst stationär, später intensivmedizinisch
(Dialyse) behandelt werden. Ein Erregernachweis gelang nicht.
Stuhluntersuchungen bei der (leicht) mit Durchfall erkrankten
mitgereisten Mutter und Schwester des Betroffenen erbrachten
den Nachweis von EHEC-Shigatoxin 1.

│3
Hepatitis E
Unter den 79 im 3. Berichtsquartal übermittelten Infektionen
(Inzidenz: 2 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner) wurde der
krankheitsbedingte Tod eines 55 Jahre alten Mannes erfasst.
Weitere Angaben zu diesem Fall lagen nicht vor.
Keuchhusten
Im Berichtszeitraum errechnete sich aus den übermittelten 204
Erkrankungen eine Neuerkrankungsrate von 5 Erkrankungen pro
100.000 Einwohner, was der Inzidenz des Vorquartals entsprach.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (n = 187) wurden rund 9 %
mehr Erkrankungen registriert.
Zusätzlich kamen 151 Keimträger zur Meldung, bei denen das
klinische Bild fehlte bzw. nicht vollständig ausgeprägt war.
Von den 169 erkrankten Betroffenen mit dem Nachweis von
Bordetella pertussis
waren 70 % nicht bzw. nur unvollständig
gegen Pertussis geimpft.
Die meisten im Berichtszeitraum registrierten Infektionen konn-
ten verschiedenen Erkrankungshäufungen zugeordnet werden.
Betroffen waren unter anderem Kindertagesstätten, Grundschu-
len sowie Familien mit zwischen 3 und 14 Fällen. Auch hier wa-
ren die meisten der Betroffenen nicht bzw. unvollständig gegen
Pertussis geimpft.
Legionellose
Die übermittelten Fälle betrafen 11 männliche Patienten und 4
Frauen im Alter zwischen 40 und 92 Jahren, die mit Pneumo-
nie erkrankten. Die Erregernachweise wurden mittels Antigen-
Nachweis aus Urin bzw. mittels PCR aus Trachealsekret oder
Bronchiallavage geführt.
In einem Fall erfolgte die Exposition mit hoher Wahrscheinlich-
keit in einem Hotel in Russland und bei einem weiteren Pati-
enten konnte ein Aufenthalt in einer Pension im Erzgebirge als
mögliche Infektionsquelle eruiert werden. Alle anderen Betrof-
fenen hatten sich während der Inkubationszeit in ihrem häusli-
chen Umfeld aufgehalten.
An den Folgen der Infektion verstarben zwei Männer im Alter
von 91 bzw. 92 Jahren sowie eine 75-jährige Frau.
Leptospirose
Ein 80 Jahre alter Mann erkrankte mit Fieber und allgemeinen
Krankheitszeichen und wurde stationär behandelt. Mittels An-
tikörper-Nachweis konnte eine Infektion mit
Leptospira interro-
gans
diagnostiziert werden. Die mögliche Infektionsquelle blieb
unklar.
Listeriose
Bei den 12 an Listeriose erkrankten Patienten handelte es sich
bis auf ein weibliches Neugeborenes um Erwachsene im Alter
zwischen 29 und 80 Jahren.
Ein 61-jähriger Mann mit meningitischem Verlauf kam als an
der Erkrankung verstorben zur Meldung.
Listeriose, angeborene Infektion
Ein weibliches Neugeborenes entwickelte kurz nach der Geburt
ein septisches Krankheitsbild. Aus Abstrichmaterial vom Neu-
geborenen gelang der Nachweis von
Listeria monocytogens
. Die
40-jährige Mutter zeigte kurz vor der Geburt allgemeine Krank-
heitszeichen. Der Erregernachweis erfolgte aus mütterlichem
Gewebe. Hinweise auf die Infektionsquelle ergaben sich nicht.
Malaria
Eine 29-Jährige sowie ein 24-Jähriger erkrankten nach Urlaub-
saufenthalten in Ghana und Tansania an einer Malaria tropica.
Eine Malaria ohne Differenzierung betraf einen 30 Jahre alten
Mann nach einem Aufenthalt in Uganda. Die Patienten hatten
im Zusammenhang mit den Reisen keine Chemoprophylaxe
durchgeführt. Eine 35 Jahre alte deutsche Frau, die bereits seit
längerer Zeit in Uganda lebt, hielt sich besuchsweise in Deutsch-
land auf und musste aufgrund einer bestehenden Symptomatik
behandelt werden. Es wurde eine Malaria tropica diagnostiziert.
Meningitiden
Im Quartal wurden 59 Erkrankungen, darunter eine mit Todes-
folge übermittelt. Durch welche Erreger diese verursacht waren,
ist aus Tabelle 1 ersichtlich. Berücksichtigt sind hier nur die Fäl-
le, bei denen der Erregernachweis aus dem Liquor der Patienten
erfolgte.
Tabelle 1: Erkrankungen mit dem klinischen Bild Meningi-
tis/Enzephalitis in Sachsen (Vergleich 3. Quartal
2019 zum 3. Quartal 2018)
Erreger
3. Quartal 2019
3. Quartal 2019
Erkran-
kung
Tod Inzi-
denz
Erkran-
kung
Tod Inzi-
denz
bakt. Erreger gesamt
16
1
0,39
20
-
0,49
Borrelien
10
-
0,25
12
-
0,29
Haemophilus influenzae
1
-
0,02
-
-
-
Listerien
1
1
0,02
5
-
0,12
Meningokokken
1
-
0,02
-
-
-
Pneumokokken
3
-
0,07
3
-
0,07
virale Erreger gesamt
43
-
1,0
55
-
1,4
Enterovirus
15
-
0,4
35
-
0,86
FSME-Virus
6
-
0,12
1
-
0,02
Herpesvirus
4
-
0,10
1
-
0,02
Varizella-Zoster-Virus
18
-
0,44
18
-
0,44
Gesamtzahl
59
1
1,4
75
-
1,8
Meningokokken-Erkrankung, invasiv
Bei einem 14 Monate alten Jungen zeigten sich eine meningi-
tische Symptomatik, Erbrechen sowie Petechien und er wurde
daraufhin stationär behandelt. Aus Liquor des Patienten gelang
der Nachweis von Meningokokken der Gruppe B. Das Kind hatte
im Alter von 6 Monaten eine einzige Impfung gegen Meningo-
kokken B erhalten.
MRSA-Infektion (invasive Erkrankung)
Im Berichtszeitraum wurden 26 Infektionen übermittelt. Mit ei-
nem Anteil von 58 % war die Altersgruppe der über 65-Jährigen
am häufigsten betroffen. Die MRSA-Nachweise wurden aus Blut
geführt. 3 Männer im Alter zwischen 61 und 88 Jahren verstar-
ben an den Folgen der Infektion.
CA-MRSA-Nachweis
Im 3. Quartal 2019 kamen 32 Nachweise (15 Infektionen und
17 Kolonisationen) zur Übermittlung. Es handelte sich um einen
Säugling, 8 Kinder im Alter zwischen 1 und 12 Jahren, einen
14-jährigen Jugendlichen und um Erwachsene zwischen 18 und
75 Jahren.
11 Fälle waren vermutlich auslandsassoziiert. Die Nachweise bei
den Patienten erfolgten anhand von unterschiedlichen Abstri-
chen.

4 │
Multiresistente Erreger (MRE) mit Carbapenem-Resistenz
Im Berichtszeitraum wurden 138 Nachweise (Erregeraufschlüs-
selung in Tabelle 2) erfasst. Den größten Anteil (38 %) stellten
Pseudomonas aeruginosa
, gefolgt von
Klebsiella spp.
mit 23 %.
Es wurde der Tod einer 85 Jahre alten Frau durch
Escherichia
coli
übermittelt.
Kumulativ lag die Zahl der erfassten Nachweise 12 % unter dem
Niveau des Vorjahres (344 versus 389 Nachweise).
Tabelle 2: Gramnegative Bakterien mit erworbener Carba-
penemase/Carbapenem-Resistenz im 3. Quartal
2019
Erreger
Infektion
Koloni-
sation
Gesamt-
Fallzahl
dav. Tod
Acinetobacter spp.
7
8
15
-
Enterobacterales
13
57
70
1
Citrobacter spp.
-
3
3
-
Enterobacter spp.
2
15
17
-
Escherichia coli
2
8
10
1
Klebsiella spp.
6
26
32
-
Morganella spp.
2
-
2
-
Proteus spp.
-
1
1
-
Serratia spp.
1
1
2
-
sonstige
-
3
3
-
Pseudomonas aeruginosa
13
40
53
-
Gesamtzahl
33
105
138
1
Norovirus-Gastroenteritis
Gegenüber dem vorherigen Quartal wurde ein Rückgang (- 5 %)
der Norovirus-Infektionen registriert. Die Inzidenz lag mit 30
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner jedoch über dem 5-Jah-
resmittelwert von 25 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Es
kamen im Berichtszeitraum 46 Erkrankungshäufungen zur Mel-
dung. Betroffen waren hauptsächlich Kindertagesstätten (27),
Seniorenheime (8) und medizinische Einrichtungen (7). Krank-
heitsbedingte Todesfälle wurden nicht übermittelt.
Rotavirus-Erkrankung
Unter den 352 im Berichtszeitraum erfassten Infektionen (Inzi-
denz: 9 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner) wurde der krank-
heitsbedingte Tod eines 75 Jahre alten Mannes übermittelt.
Salmonellose
Es wurde eine höhere Neuerkrankungsrate (6,4 Erkrankungen
pro 100.000 Einwohner) erreicht als im Vorquartal. Die Inzidenz
lag deutlich unter dem Niveau des 5-Jahresmittelwertes (9 Er-
krankungen pro 100.000 Einwohner). Mit 28 % dominierte der
Serovar
Salmonella Enteritidis
, gefolgt von
Salmonella Typhi-
murium
mit einem Anteil von 22 % am Gesamtvorkommen. Es
wurden keine Todesfälle übermittelt.
Shigellose
Während eines „Festivals für Darstellende Künste“ in Laucha
(Sachsen-Anhalt) erkrankten ca. 50 von insgesamt 500 Teil-
nehmern aus verschiedenen Bundesländern an Erbrechen und
zum Teil blutigem Durchfall. Einige Patienten wurden stationär
behandelt.
Diesem Ausbruch konnten 4 Patienten aus der Stadt Dresden
sowie 3 aus der Stadt Leipzig im Alter zwischen 24 und 31 Jah-
ren zugeordnet werden. Stuhluntersuchungen der Betroffenen
erbrachten den Nachweis von Shigella sonnei.
Die Ermittlungen des zuständigen Gesundheitsamtes ergaben,
dass auf dem Festival ein Löschwasserteich zum Baden zur Ver-
fügung stand, welcher jedoch inzwischen leergepumpt wurde.
Eine Wasserprobe konnte daher nicht entnommen werden. Als
Sanitäranlagen standen den Teilnehmern selbstgebaute „Bio-
Trocken-Aborte“ zur Verfügung, die nach dem Festival von der
Abfallentsorgung beräumt wurden. Eine ursächliche Infektions-
quelle konnte letztendlich nicht eruiert werden.
Weitere Erkrankungen (5-mal
S. sonnei
, 2-mal
Shigella dysente-
riae
) betrafen Patienten nach Aufenthalten in Kolumbien, Ägyp-
ten, der Türkei und Sansibar; bei zwei Infektionen konnten keine
möglichen Expositionen ermittelt werden.
Tuberkulose
Unter den 40 im Berichtsquartal erfassten Tuberkulosen wurde
der krankheitsbedingte Tod (Lungentuberkulose) eines 48-jähri-
gen Mosambikaners, der seit 1988 in Deutschland lebte, über-
mittelt.
Tularämie
Ein 60 Jahre alter Mann erkrankte mit Konjunktivitis und
Lymphknotenschwellung und wurde stationär behandelt. Eine
mögliche Infektionsquelle konnte nicht eruiert werden; aller-
dings besitzt der Patient einen Hund. Die Infektion wurde sero-
logisch bestätigt.
West-Nil-Virus-Infektion
Im Berichtsmonat wurde in Sachsen erstmals in Deutschland
das West-Nil-Virus (WNV) als Auslöser einer autochthon er-
worbenen Meningoenzephalitis beim Menschen nachgewiesen.
Der betroffene Patient ist ein 69-jähriger Mann mit ländlichem
Wohnort, ohne vorherige Reise ins Ausland und ohne wesent-
liche Vorerkrankung. Der Erkrankungsbeginn des Patienten war
Anfang September. Er wurde am Klinikum St. Georg in Leipzig
behandelt und ist nach 3 Wochen genesen entlassen worden.
Der virologische Nachweis erfolgte am Nationalen Referenz-
zentrum für tropische Infektionserreger am Bernhard Nocht-
Institut für Tropenmedizin (BNITM) sowohl serologisch, als auch
durch direkten Nachweis des Virusgenoms mit einer WNV-spe-
zifischen PCR.
Zytomegalievirus-Infektion, angeborene Infektion
Bei einem männlichen Neugeborenen (Spontangeburt 40. SSW)
gelang der Nachweis von Zytomegalievirus aus Urin. Sympto-
matisch zeigte sich bei dem Kind eine Wachstumsretardierung,
woraufhin eine entsprechende Diagnostik eingeleitet wurde.
Angaben zur Mutter wurden nicht übermittelt.
Ein in der 36. SSW entbundener Junge litt unter einer auffälli-
gen Atmung und zeigte erhöhte Temperaturen. Die Schwanger-
schaft der Mutter verlief bis zur Geburt des Kindes unauffällig.
Der dritte Fall betraf ein weibliches Neugeborenes, welches auf-
grund der bereits bekannten ZMV-Infektion der Mutter in der
Schwangerschaft einer Diagnostik zugeführt wurde. Bei dem
symptomlosen Kind gelang der Nachweis aus Nabelschnurblut.
Tod an sonstiger Infektionskrankheit
Die im 3. Quartal des Jahres übermittelten Fälle betrafen Er-
wachsene im Alter zwischen 56 und 92 Jahren (Median: 74
Jahre).

│5
3. Quartal
27. - 39. MW 2019
kumulativ (1. – 13. MW)
1. - 39. MW 2019
1. - 39. MW 2018
Fälle
T
Fälle
T
Fälle
T
Adenovirus-Enteritis
352
2
1.062
2
1.556
Adenovirus-Infektion, respiratorisch
125
948
860
Adenovirus-Konjunktivitis
13
51
52
Amöbenruhr
3
9
17
Astrovirus-Enteritis
120
1.447
1.295
Borreliose
1.181
1.740
1.715
Brucellose
2
Campylobacter-Enteritis
1.695
3.763
1
4.108
Chlamydia trachomatis-Infektion
1.092
3.126
3.050
Clostridioides difficile-Enteritis
697
2.332
3.069
Clostridioides difficile-Infektion - schwerer
Verlauf
39
7
140
34
122
49
Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
1
4
8
6
Denguefieber
11
34
14
Diphtherie
1
1
2
Echinokokkose
1
3
1
EHEC-Erkrankung
33
97
168
Enterovirus-Infektion
329
714
1
533
1
Escherichia coli-Enteritis
367
714
695
FSME
12
19
9
Gasbrand
2
7
2
Giardiasis
76
198
199
Gonorrhoe
260
630
532
Gruppe B-Streptokokken-Infektion
645
1.843
2.144
Haemophilus influenzae-Erkrankung, invasiv
6
32
43
3
Hantavirus-Erkrankung
2
6
1
Hepatitis A
12
23
13
1
Hepatitis B
39
108
186
Hepatitis C
43
156
157
Hepatitis D
1
Hepatitis E
79
1
237
2
201
2
Tabelle 3: Todesfälle gemäß IfSGMeldeVO § 1 (2) im
3. Quartal 2019
Erreger
Anzahl
Klinisches Bild
Clostridium spp.
2
Abszess, Sepsis
Enterococcus spp.
3
akutes Nierenversagen, Sepsis
Escherichia coli
3
Multiorganversagen, Sepsis
gramnegative Stäbchen
1
septisches Multiorganversagen
Proteus spp.
1
Pneumonie, Sepsis
Serratia spp.
1
Sepsis
Staphylococcus spp.
6
Pneumonie, Endokarditis, Sepsis
Streptococcus spp.
1
Sepsis
Vibrio vulnificus
1
Multiorganversagen
Verantwortlich:
Dr. med. Sophie-Susann Merbecks
und Mitarbeiter des FG Infektionsepidemiologie
LUA Chemnitz
Übermittelte Infektionskrankheiten im Freistaat Sachsen
3. Quartal 2019 und kumulativer Stand 2018 und 2019

6 │
3. Quartal
27. - 39. MW 2019
kumulativ (1. – 13. MW)
1. - 39. MW 2019
1. - 39. MW 2018
Fälle
T
Fälle
T
Fälle
T
Herpes zoster
606
1.701
1
1.293
3
HUS1), enteropathisch
2
3
3
Influenza
37
22.552
73
47.470
176
Keuchhusten
204
645
639
Kryptosporidiose
54
108
141
Legionellose
15
3
46
5
39
2
Leptospirose
1
5
5
Listeriose
12
1
36
5
46
1
Malaria
4
5
9
1
Masern
16
6
Meningokokken-Erkrankung, invasiv
1
9
2
12
1
MRE2)-Nachweis mit Carbapenem-Resistenz
138
1
344
5
389
3
MRSA3)-Infektion, invasiv
26
3
102
12
161
19
CA4)-MRSA-Nachweis
32
84
69
Mumps
3
8
7
Mycoplasma hominis-Infektion
215
678
806
Mycoplasma-Infektion, respiratorisch
161
577
1.290
1
Norovirus-Enteritis
1.203
5.661
9
5.369
3
Ornithose
1
Parainfluenza-Infektion, respiratorisch
71
655
2
426
Paratyphus
2
Parvovirus B19-Infektion
25
81
104
Pneumokokken-Erkrankung, invasiv
32
240
12
291
17
Respiratory-Syncytial-Virus-Infektion
7
5.323
23
3.566
2
Rotavirus-Erkrankung
352
1
4.356
11
4.620
6
Röteln
1
Salmonellose
263
629
2
637
1
Scharlach
350
2.004
1.752
Shigellose
14
35
53
Syphilis
62
175
156
Toxoplasmose
7
22
31
Tuberkulose
40
1
114
2
140
3
Tularämie
1
2
Typhus abdominalis
3
1
West-Nil-Infektion
1
1
Windpocken
218
1.395
1.308
Yersiniose
57
210
292
Zikavirus-Infektion
1
1
Zytomegalievirus-Infektion
129
334
337
angeborene Infektion
4
6
9
Tod an sonstiger Infektionskrankheit
19
125
131
T
Todesfälle
MW Meldewoche
1) Hämolytisch-urämisches Syndrom
2) multiresistente Erreger
3) Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus
4) Community-Acquired
Veröffentlicht werden Fälle nach den Kriterien der RKI-Referenzdefinition (soweit vorhanden).

│7
HIV-Infektionen im Freistaat Sachsen – 1. Halbjahr
2019
Ergebnisse der Untersuchungen auf HIV-Antikörper an
der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen im 1. Halbjahr
2019
Die Tabellen 1 und 2 in der Anlage enthalten die Zahlenberich-
te über die Ergebnisse der Untersuchungen auf HIV-Antikörper
in der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und
Veterinärwesen (LUA) Sachsen in der Zeit vom 01.01.2019 bis
30.06.2019.
Im 1. Halbjahr 2019 wurden 4.194 Seren auf HIV-Antikörper un-
tersucht. 35 waren im Bestätigungstest positiv. Dies entspricht
einer Positivenrate von 0,83 % (Jahr 2018 gesamt: 0,71 %,
57/8.011).
Die 35 HIV-positiven Seren waren 25 Personen zuzuordnen. Be-
zogen auf die Zahl der untersuchten Personen betrug die Positi-
venrate 0,60 % (25/4.184; Jahr 2018 gesamt: 0,51 %, 41/7.995).
Unter den 25 als HIV-positiv diagnostizierten Personen waren
21 Personen männlichen und vier Personen weiblichen Ge-
schlechts.
Für 23 der 25 Patienten mit einer HIV-Erstdiagnose wurde ein
Herkunftsland genannt. Aus Deutschland stammten 39,1 %
(9/23) der HIV-Infizierten. Für 60,9 % (14/23) der
HIV-Infizier-
ten wurde eine ausländische Herkunftsregion angegeben. Dar-
unter waren sechs HIV-positiv getestete Personen, deren Unter-
suchungen im Rahmen der Asylbewerbergesundheitsbetreuung
durchgeführt wurden (26,1 %, 6/23). Bezogen auf die Gesamt-
zahl der im 1. Halbjahr 2019 auf HIV untersuchten Asylsuchen-
den (83) ergab sich für diese Personengruppe eine Positivenrate
von 7,2 %.
Als Herkunftsländer aller ausländischen HIV-Infizierten
wur-
den Eritrea, Pakistan, Polen und Venezuela angegeben. Dabei
stammten von den sechs Asylsuchenden mit einer HIV-Erstdi-
agnose vier aus Venezuela und jeweils eine Person aus Eritrea
bzw. Pakistan.
Bei allen positiv bestätigten HIV-Infektionen handelte es sich
um HIV-1-Infektionen. Bei keinem der HIV-Positiven wurden
eindeutig Antikörper gegen das HI-Virus Typ 2 detektiert.
Bei allen 25 nachgewiesenen HIV-1-Infektionen konnte das re-
aktive Ergebnis des HIV-Antigen-/Antikörper-Screening-Tests
(HIV-ELISA-Test) in einem Antikörper-basierten Bestätigungs-
test (Immunoblot) bestätigt werden. Bei zwei Personen wurde
die HIV-1-Infektion sowohl im Immunoblot als auch durch den
direkten Nachweis viraler Nukleinsäure mittels NAT (Nuklein-
säureamplifikationstest, HIV-1-RNS:
1.000 Kopien/ml)
verifi-
ziert.
Gemeldete HIV-Daten aus Sachsen im 1. Halbjahr 2019
Einzelheiten zu den gemeldeten HIV-Erstdiagnosen aus dem ge-
samten Freistaat Sachsen sind den Tabellen 3-10 in der Anlage
zu entnehmen. Die Angaben entstammen dem Surv-Stat des
Robert Koch-Instituts (RKI), Datenstand: 01.09.2019. Sie um-
fassen den Zeitraum Januar bis Ende Juni 2019.
Die Anzahl der berichteten AIDS-Fälle in Sachsen wurden aus
dem Epidemiologischen Bulletin 39/2017 übernommen (Tabelle
13). Die Angaben haben einen Datenstand bis 2016. Weitere
Daten standen aktuell nicht zur Verfügung.
In den Monaten Januar bis Juni 2019 wurden aus Sachsen 64
HIV-Erstdiagnosen gemeldet. Im Jahr 2018 lag die Gesamtzahl
der HIV-Erstdiagnosen aus Sachsen bei 120. Seit 2001 sind aus
dem Freistaat Sachsen insgesamt 1.782 HIV-Neudiagnosen re-
gistriert worden (Tabelle 3).
Für die ersten 6 Monate in 2019 gibt das RKI für Sachsen eine
Inzidenz der HIV-Erstdiagnosen von 1,6 und für Deutschland von
1,9 pro 100.000 Einwohner an. Damit bleibt diese - wie auch
im Jahr 2018 - unter dem bundesweiten Durchschnitt (Sach-
sen 2018 gesamt: 2,9 pro 100.000; Deutschland 2018 gesamt:
3,5 pro 100.000). Seit 2001 betrug die durchschnittliche HIV-
Neudiagnosen-Inzidenz in Sachsen 2,3 pro 100.000 (Tabelle 9).
Im Zeitraum von Anfang 2001 bis Ende Juni 2019 stammten
35,4 % der HIV-Erstdiagnosen Sachsens aus dem Stadtraum
Leipzig. Aus den Stadträumen Dresden und Chemnitz wurden
23,7 % und 12,3 % der Neudiagnosen gemeldet, das übrige
Land hatte einen Anteil von 28,6 % (Tabelle 4).
Ca. 60 % (59,4 %) der HIV-Erstdiagnosen des Zeitraumes Januar
bis Juni 2019 aus Sachsen wurden bei MSM (Männer, die Sex
mit Männern haben) gestellt. Dieser Anteil entspricht nahezu
dem sächsischen Durchschnittswert: Seit 2001 gaben 62,1 %
der Neudiagnostizierten homosexuelle Kontakte als Infektions-
risiko an; heterosexuelle Kontakte wurden mit 15,0 % als zweit-
häufigster Transmissionsweg registriert (Tabellen 5 und 6).
Am häufigsten war in Sachsen seit 2001 die Altersgruppe 30-39
Jahre von HIV-Neudiagnosen betroffen (31,8 % aller Erstdiag-
nosen), gefolgt von den 25- bis 29-Jährigen (22,0 %) und den
40- bis 49-Jährigen (19,5 %).
Bei Betrachtung der altersspezifischen Inzidenzen der Gesamt-
HIV-Erstdiagnosen (gemeldete Erstdiagnosen pro 100.000 der
jeweiligen Altersgruppe) in Sachsen fanden sich in den ersten
sechs Monaten 2019 bei den Altersgruppen der 20- bis 24-Jäh-
rigen, 25- bis 29-Jährigen bzw. 30- bis 39-Jährigen nahezu ana-
loge Werte zwischen 4,3 und 4,5 pro 100.000. Im Jahr 2018 war
die Inzidenz bei den 25- bis 29-Jährigen mit 13,0 pro 100.000
vergleichsweise am höchsten und lag deutlich über den Werten,
die für die Altersgruppen der 20- bis 24-Jährigen (5,1) bzw. der
30- bis 39-Jährigen (6,2) angegeben wurden (Tabellen 7 und 8).
Bearbeiter: Dr. Ingrid Ehrhard
LUA Dresden
DB Ursula Reif
LUA Dresden
Anlagen: Tabelle 1-10

8 │
Tabelle 1: Ergebnisse der in der LUA Sachsen durchgeführten HIV-Antikörperteste im 1. Halbjahr 2019
(bezogen auf positive Seren)
Chemnitz
Dresden
Leipzig
Gesamt
absolut
%
absolut
%
absolut
%
absolut
%
1.
HIV-Antigen/ Antikörper-Screening-
Untersuchungen insgesamt
658
100,00
1.953
100,00
1.583
100,00
4.194
100,00
davon Frauen
209
31,76
575
29,44
569
35,94
1.353
32,26
1.1 davon im Bestätigungstest positiv
6
0,91
6
0,31
23
1,45
35
0,83
davon Frauen
1
0,15
0,00
3
0,19
4
0,10
2.
anonyme Untersuchungen insgesamt
253
38,45
1.765
90,37
1.190
75,17
3.208
76,49
2.1 davon im Bestäti gungstest positiv
5
0,76
6
0,31
10
0,63
21
0,50
3.
Differenzierung nach Einsendern
3.1 Gesundheitsämter
527
80,09
1.739
89,04
1.499
94,69
3.765
89,77
3.2
Justizvollzugs anstalten/Polizei
105
15,96
124
6,35
79
4,99
308
7,34
3.3 Krankenhäuser
0
0,00
4
0,20
0
0,00
4
0,10
3.4 sonstige
26
3,95
86
4,40
5
0,32
117
2,79
4.
Differenzierung nach Personengruppen
4.1 Personen mit häufig wechselnden Partnern
21
3,19
48
2,46
2
0,13
71
1,69
4.2 intravenöse Drogenabhängige
0
0,00
0
0,00
0
0,00
0
0,00
4.3 Asylbewerber
18
2,74
60
3,07
5
0,32
83
1,98
4.4 Hämophile/nach Bluttransfusion/Dialyse
0
0,00
0
0,00
0
0,00
0
0,00
4.5 medizinisches Personal
0
0,00
4
0,20
0
0,00
4
0,10
4.6 ohne Angaben
619
94,07
1.841
94,27
1.576
99,56
4.036
96,23
Tabelle 2: In der LUA Sachsen durchgeführte HIV-Antikörperteste für Sächsische Justizvollzugsanstalten im 1. Halbjahr 2019
Anzahl der Untersuchungen
davon positiv im Bestätigungstest
Region Chemnitz
99
1
davon:
Chemnitz
26
Zwickau
2
Waldheim
71
1
Region Dresden
66
davon:
Bautzen
10
Dresden
10
Görlitz
25
Zeithain
21
Region Leipzig
79
davon:
Leipzig JV-Krankenhaus
31
Regis-Breitingen
35
Torgau
13
Gesamt
244
1

│9
Tabelle 3: HIV-Erstdiagnosen in Sachsen nach Diagnosejahr und Geschlecht
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Jahr
Geschlecht
Gesamt
männlich
weiblich
unbekannt
absolut
%
absolut
%
absolut
%
absolut
%
2001
21
63,6
11
33,3
1
3,0
33
100,0
2002
35
89,7
4
10,3
0
0,0
39
100,0
2003
19
63,3
10
33,3
1
3,3
30
100,0
2004
43
79,6
10
18,5
1
1,9
54
100,0
2005
55
83,3
11
16,7
0
0,0
66
100,0
2006
56
86,2
9
13,8
0
1,5
65
100,0
2007
79
92,9
5
5,9
1
1,2
85
100,0
2008
70
88,6
8
10,1
1
1,3
79
100,0
2009
78
89,7
9
10,3
0
0,0
87
100,0
2010
92
83,6
18
16,4
0
0,0
110
100,0
2011
101
91,0
10
9,0
0
0,0
111
100,0
2012
107
90,7
11
9,3
0
0,0
118
100,0
2013
124
90,5
13
9,5
0
0,0
137
100,0
2014
152
91,0
15
9,0
0
0,0
167
100,0
2015
152
84,4
28
15,6
0
0,0
180
100,0
2016
117
87,3
17
12,7
0
0,0
134
100,0
2017
98
95,1
4
3,9
1
1,0
103
100,0
2018
104
86,7
16
13,3
0
0,0
120
100,0
01-06/2019
55
85,9
9
14,1
0
0,0
64
100,0
Gesamt
1.558
87,4
218
12,2
6
0,3
1.782
100,0

10 │
Tabelle 4: HIV-Erstdiagnosen in Sachsen nach Diagnosejahr und Stadtkreis
(RKI SurvStat Stand: 01.05.19, bis Ende Februar 2019)
Jahr
Stadtkreis
Dresden
Leipzig
Chemnitz
übriges Land
Gesamt
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
2001
7
21,2
12
36,4
7
21,2
7
21,2
33
100
2002
12
30,8
12
30,8
4
10,3
11
28,2
39
100
2003
1
3,3
12
40,0
2
6,7
15
50,0
30
100
2004
13
24,1
27
50,0
4
7,4
10
18,5
54
100
2005
13
19,7
26
39,4
6
9,1
21
31,8
66
100
2006
16
24,6
18
27,7
7
10,8
24
36,9
65
100
2007
19
22,4
23
27,1
10
11,8
33
38,8
85
100
2008
21
26,6
32
40,5
3
3,8
23
29,1
79
100
2009
18
20,7
31
35,6
10
11,5
28
32,2
87
100
2010
29
26,4
45
40,9
7
6,4
29
26,4
110
100
2011
37
33,3
29
26,1
11
9,9
34
30,6
111
100
2012
22
18,6
45
38,1
15
12,7
36
30,5
118
100
2013
36
26,3
39
28,5
27
19,7
35
25,5
137
100
2014
35
20,9
59
35,3
31
18,6
42
25,1
167
100
2015
47
26,1
59
32,8
27
15,0
47
26,1
180
100
2016
36
26,9
41
30,6
23
17,2
34
25,4
134
100
2017
24
23,3
42
40,8
9
8,7
28
27,2
103
100
2018
30
25,0
48
40,0
6
5,0
36
30,0
120
100
01-06/2019
7
10,9
30
46,9
10
15,6
17
26,6
64
100
Gesamt
423
23,7
630
35,4
219
12,3
510
28,6
1.782
100
*seit 2008 nicht mehr separat ausgewiesen im SurvStat
Tabelle 5: HIV-Erstdiagnosen in Sachsen nach Diagnosejahr und Übertragungsweg
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Jahr
Übertragungsweg
Gesamt
MSM
IVDA
Blut
Hetero
PPI
k. A.
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
abs.
%
2001
8
24,2
1
3,0
0
0,0
17
51,5
1
3,0
6
18,2
33
100
2002
19
48,7
2
5,1
0
0,0
8
20,5
0
0,0
10
25,6
39
100
2003
12
40,0
0
0,0
0
0,0
13
43,3
0
0,0
5
16,7
30
100
2004
34
63,0
2
3,7
0
0,0
9
16,7
1
1,9
8
14,8
54
100
2005
44
66,7
1
1,5
0
0,0
13
19,7
0
0,0
8
12,1
66
100
2006
33
50,8
3
4,6
0
0,0
8
12,3
0
0,0
21
32,3
65
100
2007
55
64,7
4
4,7
0
0,0
8
9,4
1
1,2
17
20,0
85
100
2008
52
65,8
0
0,0
0
0,0
9
11,4
0
0,0
18
22,8
79
100
2009
64
73,6
2
2,3
0
0,0
10
11,5
0
0,0
11
12,6
87
100
2010
62
56,4
3
2,7
0
0,0
16
14,5
0
0,0
29
26,4
110
100
2011
77
69,4
2
1,8
0
0,0
15
13,5
0
0,0
17
15,3
111
100
2012
71
60,2
5
4,2
0
0,0
12
10,2
1
0,8
29
24,6
118
100
2013
87
63,5
2
1,5
0
0,0
15
10,9
1
0,7
32
23,4
137
100
2014
105
62,9
8
4,8
0
0,0
21
12,6
0
0,0
33
19,8
167
100
2015
105
58,3
9
5,0
0
0,0
30
16,7
1
0,6
35
19,4
180
100
2016
84
62,7
4
3,0
0
0,0
24
17,9
1
0,7
21
15,7
134
100
2017
84
81,6
0
0,0
0
0,0
9
8,7
0
0,0
10
9,7
103
100
2018
72
60,0
4
3,3
0
0,0
20
16,7
1
0,8
23
19,2
120
100
01-06/2019
38
59,4
0
0,0
0
0,0
11
17,2
0
0,0
15
23,4
64
100
Gesamt
1.106
62,1
52
2,9
0
0,0
268
15,0
8
0,4
348
19,5
1.782
100
Legende: MSM
=
Männer, die Sex mit Männern haben
IVDA
=
intravenöse Drogengebrauch
Blut
=
Bluttransfusion/Blutprodukte
Hetero
=
heterosexuelle Kontakte
PPI
=
Mutter-Kind-Infektion
k. A.
=
keine Angabe

│11
Tabelle 6: HIV-Erstdiagnosen in Sachsen nach Diagnosejahr, Geschlecht und Übertragungsweg
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Jahr
Geschlecht
Infektionsrisiko
Gesamt
MSM
IVDA
Blut
Hetero
PPI
k. A.
2001
männlich
8
1
0
6
1
5
21
weiblich
0
0
0
10
0
1
11
unbekannt
0
0
0
1
0
0
1
2002
männlich
19
2
0
4
0
10
35
weiblich
0
0
0
4
0
0
4
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2003
männlich
12
0
0
3
0
4
19
weiblich
0
0
0
9
0
1
10
unbekannt
0
0
0
1
0
0
1
2004
männlich
34
2
0
1
0
6
43
weiblich
0
0
0
7
1
2
10
unbekannt
0
0
0
1
0
0
1
2005
männlich
44
1
0
3
0
7
55
weiblich
0
0
0
10
0
1
11
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2006
männlich
33
2
0
2
0
19
56
weiblich
0
1
0
6
0
2
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2007
männlich
55
3
0
3
1
17
79
weiblich
0
0
0
5
0
0
5
unbekannt
0
1
0
0
0
0
1
2008
männlich
52
0
0
5
0
13
70
weiblich
0
0
0
4
0
4
8
unbekannt
0
0
0
0
0
1
1
2009
männlich
64
2
0
3
0
9
78
weiblich
0
0
0
7
0
2
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2010
männlich
62
2
0
2
0
26
92
weiblich
0
1
0
14
0
3
18
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2011
männlich
77
2
0
5
0
17
101
weiblich
0
0
0
10
0
0
10
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2012
männlich
71
3
0
6
1
26
107
weiblich
0
2
0
6
0
3
11
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2013
männlich
87
2
0
7
0
28
124
weiblich
0
0
0
8
1
4
13
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2014
männlich
105
8
0
9
0
30
152
weiblich
0
0
0
12
0
3
15
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2015
männlich
105
6
0
10
1
30
152
weiblich
0
3
0
20
0
5
28
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2016
männlich
84
4
0
8
1
20
117
weiblich
0
0
0
16
0
1
17
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
2017
männlich
84
0
0
6
0
8
98
weiblich
0
0
0
3
0
1
4
unbekannt
0
0
0
0
0
1
1
2018
männlich
72
4
0
7
0
21
104
weiblich
0
0
0
13
1
2
16
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
01-06/2019
männlich
38
0
0
3
0
14
55
weiblich
0
0
0
8
0
1
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
Gesamt
1.106
52
0
268
8
348
1.782
Legende s. Tabelle 5

12 │
Tabelle 7: HIV-Erstdiagnosen in Sachsen nach Diagnosejahr, Geschlecht und Altersgruppe
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Jahr
Geschlecht
Altersgruppe
Gesamt
0-14
15-19
20-24
25-29
30-39
40-49
50-59
60-74
75-99
k. A.
2001
männlich
1
2
2
6
4
3
2
1
0
0
21
weiblich
0
0
2
2
5
1
0
0
0
1
11
unbekannt
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
1
2002
männlich
0
0
4
6
14
10
1
0
0
0
35
weiblich
0
0
1
1
1
1
0
0
0
0
4
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2003
männlich
0
0
1
4
9
4
0
1
0
0
19
weiblich
0
0
0
4
4
1
0
1
0
0
10
unbekannt
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
1
2004
männlich
0
1
6
8
13
8
6
0
0
1
43
weiblich
1
0
2
2
3
1
1
0
0
0
10
unbekannt
0
0
0
0
1
0
0
0
0
0
1
2005
männlich
0
0
6
10
24
13
1
1
0
0
55
weiblich
0
1
2
2
4
1
0
1
0
0
11
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2006
männlich
2
1
3
15
17
14
3
0
0
1
56
weiblich
0
0
4
4
0
1
0
0
0
0
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2007
männlich
1
1
10
14
26
18
7
1
0
1
79
weiblich
0
1
1
1
1
1
0
0
0
0
5
unbekannt
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
1
2008
männlich
0
1
8
11
26
18
3
3
0
0
70
weiblich
0
0
1
2
2
2
1
0
0
0
8
unbekannt
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
1
2009
männlich
0
0
8
14
28
22
1
4
0
1
78
weiblich
0
0
3
3
0
3
0
0
0
0
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2010
männlich
0
4
22
17
30
11
8
0
0
0
92
weiblich
0
1
3
5
3
3
1
2
0
0
18
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2011
männlich
0
3
12
27
24
27
8
0
0
0
101
weiblich
0
0
1
3
2
3
1
0
0
0
10
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2012
männlich
1
3
19
28
27
12
12
4
0
1
107
weiblich
0
0
0
5
3
2
1
0
0
0
11
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2013
männlich
0
3
18
21
40
26
13
3
0
0
124
weiblich
1
0
1
5
4
2
0
0
0
0
13
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2014
männlich
0
1
19
41
47
28
15
1
0
0
152
weiblich
0
0
1
3
5
3
1
1
1
0
15
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2015
männlich
1
2
18
31
52
23
21
4
0
0
152
weiblich
0
2
2
4
15
5
0
0
0
0
28
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2016
männlich
1
1
11
19
39
23
12
10
1
0
117
weiblich
0
1
2
5
1
5
1
2
0
0
17
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
2017
männlich
0
0
5
28
34
18
8
5
0
0
98
weiblich
0
1
0
1
0
0
1
1
0
0
4
unbekannt
0
0
0
0
0
1
0
0
0
0
1
2018
männlich
0
2
7
25
28
21
17
3
1
0
104
weiblich
1
0
1
5
5
3
0
1
0
0
16
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
01-06/
2019
männlich
2
7
8
18
8
10
2
0
0
55
weiblich
0
0
0
2
6
0
0
1
0
0
9
unbekannt
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Gesamt
10
34
213
392
567
348
156
53
3
6
1.782

│13
Tabelle 8: Altersspezifische Inzidenz der HIV-Erstdiagnosen pro 100.000 in Sachsen nach Diagnosejahr und Geschlecht
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Jahr
Geschlecht
Altersgruppe
Gesamt
0-14
15-19
20-24
25-29
30-39
40-49
50-59
60-74
75-99
k. A.
2001
männlich
0,4
1,3
1,3
4,8
1,2
0,9
0,7
0,7
0,0
1,0
weiblich
0,0
0,0
1,5
1,9
1,6
0,3
0,0
0,0
0,0
0,5
Gesamt
0,2
0,7
1,4
3,5
1,5
0,6
0,4
0,0
0,3
0,8
2002
männlich
0,0
0,0
2,6
4,8
4,3
2,9
0,4
0,0
0,0
1,7
weiblich
0,0
0,0
0,8
0,9
0,3
0,3
0,0
0,0
0,0
0,2
Gesamt
0,0
0,0
1,8
3,0
2,4
1,6
0,2
0,0
0,0
0,9
2003
männlich
0,0
0,0
0,7
3,1
2,9
1,2
0,0
0,3
0,0
0,9
weiblich
0,0
0,0
0,0
3,6
1,4
0,3
0,0
0,3
0,0
0,5
Gesamt
0,0
0,0
0,4
3,3
2,4
0,7
0,0
0,3
0,0
0,7
2004
männlich
0,0
0,7
4,0
5,9
4,4
2,3
2,2
0,0
0,0
2,1
weiblich
0,5
0,0
1,5
1,7
1,1
0,3
0,4
0,0
0,0
0,5
Gesamt
0,2
0,4
2,8
4,0
3,0
1,3
1,3
0,0
0,0
1,3
2005
männlich
0,0
0,0
4,0
7,1
8,5
3,8
0,4
0,4
0,0
2,6
weiblich
0,0
0,8
1,5
1,7
1,6
0,3
0,0
0,3
0,0
0,5
Gesamt
0,0
0,4
2,8
4,6
5,2
2,1
0,2
0,3
0,0
1,5
2006
männlich
1,0
0,8
2,0
10,3
6,2
4,1
1,0
0,0
0,0
2,7
weiblich
0,0
0,0
3,0
3,2
0,0
0,3
0,0
0,0
0,0
0,4
Gesamt
0,5
0,4
2,5
7,0
3,3
2,2
0,5
0,0
0,0
1,5
2007
männlich
0,4
0,9
6,9
9,7
9,7
5,2
2,3
0,4
0,0
3,8
weiblich
0,0
1,0
0,8
0,8
0,4
0,3
0,0
0,0
0,0
0,2
Gesamt
0,2
1,0
4,0
5,5
5,4
3,4
3,0
1,1
0,2
2,0
2008
männlich
0,0
1,1
5,6
7,7
9,9
5,3
1,0
1,2
0,0
3,4
weiblich
0,0
0,0
0,8
1,6
0,9
0,6
0,3
0,0
0,0
0,4
Gesamt
0,0
0,6
3,3
4,8
5,7
3,2
0,6
0,6
0,0
1,9
2009
männlich
0,0
0,0
5,7
9,8
10,8
6,5
0,3
1,2
0,5
3,8
weiblich
0,0
0,0
2,3
2,4
0,0
1,0
0,0
0,0
0,0
0,4
Gesamt
0,0
0,0
4,1
6,3
5,8
3,9
0,2
0,6
0,2
2,1
2010
männlich
0,0
6,1
16,0
12,0
11,7
3,3
2,5
0,0
0,0
4,5
weiblich
0,0
1,6
2,4
4,0
1,3
1,0
0,3
0,4
0,4
0,9
Gesamt
0,0
3,9
9,5
8,2
6,9
2,2
1,4
0,2
0,2
2,7
2011
männlich
0,0
4,7
9,4
19,1
9,5
8,3
2,5
0,0
0,0
5,0
weiblich
0,0
0,0
0,9
2,4
0,9
1,0
0,3
0,0
0,0
0,5
Gesamt
0,0
2,4
5,3
11,2
5,5
4,8
1,4
0,0
0,0
2,7
2012
männlich
0,4
4,7
17,1
20,2
10,8
4,0
3,9
1,7
0,0
5,4
weiblich
0,0
0,0
0,0
4,0
1,4
0,7
0,3
0,0
0,0
0,5
Gesamt
0,2
2,4
8,8
12,6
6,4
2,4
2,1
0,8
0,0
2,9
2013
männlich
0,0
4,4
18,3
15,1
15,6
9,0
4,2
0,0
1,3
6,3
weiblich
0,4
0,0
1,1
4,0
1,8
0,8
0,0
0,0
0,0
0,6
Gesamt
0,2
2,3
10,0
9,8
9,1
5,1
2,1
0,0
0,6
3,4
2014
männlich
0,0
1,4
21,5
29,0
17,9
10,1
4,8
0,4
0,0
7,7
weiblich
0,0
0,0
1,2
2,4
2,2
1,2
0,3
0,4
0,3
0,7
Gesamt
0,0
0,7
11,7
16,4
10,5
5,9
2,6
0,4
0,2
4,1
2015
männlich
0,4
2,5
21,7
21,5
19,0
8,6
6,6
1,6
0,0
7,6
weiblich
0,0
2,7
2,7
3,1
6,2
2,1
0,0
0,0
0,0
1,4
Gesamt
0,2
2,6
12,8
12,9
13,0
5,5
3,3
0,8
0,0
4,4
2016
männlich
0,4
1,2
13,6
14,1
14,1
8,9
3,8
2,8
0,5
5,8
weiblich
0,0
1,3
2,8
4,2
0,4
2,2
0,3
0,7
0,0
0,8
Gesamt
0,2
1,3
8,5
9,4
7,6
5,7
2,1
2,2
0,2
3,3
2017
männlich
0,0
0,0
6,0
22,9
12,1
7,0
2,5
1,8
0,0
4,9
weiblich
0,0
1,3
0,0
0,9
0,0
0,0
0,3
0,0
0,3
0,2
Gesamt
0,0
0,6
3,2
12,5
6,4
3,9
1,4
1,1
0,0
2,5
2018
männlich
0,0
2,3
8,4
20,4
10,0
8,2
5,4
0,7
1,0
5,2
weiblich
0,4
0,0
1,3
4,6
2,0
1,3
0,0
0,3
0,0
0,8
Gesamt
0,2
1,2
5,1
13,0
6,2
4,9
2,7
0,5
0,4
2,9
01-06/
2019
männlich
0,0
2,3
8,4
6,5
6,4
3,1
3,2
0,7
0,0
2,7
weiblich
0,0
0,0
0,0
1,8
2,4
0,0
0,0
0,3
0,0
0,4
Gesamt
0,0
1,2
4,4
4,3
4,5
1,7
1,6
0,5
0,0
1,6

14 │
Tabelle 9: Bestätigte HIV-Antikörperteste in der BRD und den NBL
(RKI SurvStat, Stand: 01.09.2019, bis Ende Juni 2019)
Bundesland
Anzahl der positiven HIV-Bestäti-
gungsteste
01.01.2001-30.06.2019
Anzahl der positiven HIV-Bestäti-
gungsteste
01.01.2019-30.06.2019
Inzidenz der HIV-Erstdiagnosen pro
100.000 Einwohner
01.01.2001-30.06.2019
Brandenburg
868
25
1,9
Mecklenburg-Vorpommern
694
19
2,3
Sachsen
1.782
64
2,3
Sachsen-Anhalt
885
33
2,0
Thüringen
481
17
1,2
NBL gesamt
4.710
158
1,9
Deutschland
51.931
1.531
3,4
Tabelle 10: Berichtete AIDS-Fälle in Sachsen nach Diagnosejahr (aktuell verfügbarer Datenstand vom 01.03 2017/
Quelle: Epidemiologisches Bulletin 39/2017)
Jahr der Diagnose
Anzahl der berichteten AIDS-Fälle
< 2007
102
2007
9
2008
3
2009
4
2010
4
2011
13
2012
13
2013
13
2014
17
2015
13
2016
9
Gesamt
200

│15
Virale Gastroenteritis
Virale Gastroenteritiden werden insbesondere von Noro-, Rota-,
Adeno- und Astroviren ausgelöst. Diese Viren kommen weltweit
vor und verursachen jährlich hohe Kosten für das Gesundheits-
wesen und die Wirtschaft (1; 2; 3; 4; 5; 6).
Erreger
Noroviren
, früher als Norwalk-like-Viren bezeichnet, wurden
1972 durch elektronenmikroskopische Untersuchungen ent-
deckt (3). Zum ersten nachgewiesenen Gastroenteritis-Ausbruch
mit dem Erreger kam es 1968 in einer Grundschule in Norwalk
(Ohio) (7). Die Viren gehören zur Familie der
Caliciviridae
und
sind unbehüllte Viren mit einem Capsid von 38-40 nm Durch-
messer. Das einzelsträngige RNA-Genom mit einer Größe von
7,3 bis 8,3 Kilobasen besitzt eine positive Polarität (3; 8). Auf-
grund ihrer genetischen Unterschiede werden Noroviren in fünf
Genogruppen untergliedert, wobei nur drei Genogruppen GGI,
GGII und GGIV humanpathogen sind. GGI wird in 9 und GGII in
22 Genotypen aufgeschlüsselt. Der weltweit dominante Genotyp
GII.4 verursacht zwischen 70-80 % der durch Noroviren ausge-
lösten Gastroenteritiden.
Noroviren besitzen eine ausgeprägte Genomvariabilität (3; 9). Es
findet eine ständige Veränderung der Antigenität der Viren
auf-
grund von Antigendrift und Antigenshift statt. Durch diese Ver-
änderungen im Genom können sogenannte Escape-Varianten
entstehen, die der Herdenimmunität entkommen. Antigendrift
bezeichnet die Veränderung des Genoms aufgrund von Mutati-
onen durch eine fehlende Korrekturlesefunktion (proof reading)
bei der Virusreplikation. Eine hypervariable Region stellt insbe-
sondere die P2-Domäne des VP1-Proteins dar, welche als Bin-
destelle für Antikörper dient. Im Vergleich dazu kommt es beim
Antigenshift zu einer Rekombination, sprich einem Austausch
von Gensegmenten. Dieser Austausch ist intragenotypisch, so-
mit zwischen Viren mit dem gleichen Genotyp, oder intergeno-
typisch, zwischen Viren unterschiedlichen Genotyps, möglich.
Rekombination bei Noroviren findet hauptsächlich in der
über-
lappenden Region des ORF1/2 und gelegentlich an der Grenze
zwischen ORF2/3 statt (9; 10; 11). Die sechs Norovirus-asso-
ziierten Gastroenteritis-Pandemien von 1995 bis 2014 wurden
durch das Auftreten einer neuen GII.4-Variante hervorgerufen
(Pandemie im Jahr 1996: GII.4-Variante US 1995/96; Pandemie
im Jahr 2002: GII.4-Variante Farmington Hills 2002; Pandemie
im Jahr 2004: GII.4-Variante Hunter 2004; Pandemie im Jahr
2007-2009: GII.4-Variante Den Haag 2006b; Pandemie im Jahr
2009-2012: GII.4-Variante New Orleans 2009; Pandemie im Jahr
2012: GII.4-Variante Sydney 2012) (11)). Diese neuen Genvari-
anten führten ebenfalls zu einer erhöhten Fallzahl von Norovi-
rus-Erkrankungen in den Wintermonaten der Jahre 2002/2003,
2004/2005, 2006/2007 und 2007/2008 in Deutschland und
den europäischen Nachbarländern (3). Zusätzlich zu den Gen-
varianten zirkulierte in Deutschland ebenfalls die GII.4 2006a-
Variante, welche Epidemien auslöste (12). Eine starke Zunahme
an Norovirus-Infektionen war im Herbst 2016 in Deutschland
zu verzeichnen. Molekularbiologische Untersuchungen im Kon-
siliarlabor wiesen die zuvor nur in einigen Ländern sporadisch
auftretende Norovirus-Rekombinante GII.P16-GII.4 2012 nach
(9). Im Jahr 2018 war GII.P16-GII.4 Sydney die häufigste
Noro-
virus-Variante und konnte bei 34 % aller Norovirus-assoziierten
Ausbrüche detektiert werden (13). In anderen Teilen der Welt,
insbesondere in einigen asiatischen Ländern, haben seltene Ty-
pen, wie GII.17 oder GII.2, den Typ GII.4 verdrängt (1).
Rotaviren
sind ebenfalls unbehüllte Viren und gehören der
Familie der
Reoviridae
an. Die im Durchmesser 75 nm großen
Viren besitzen ein äußeres und ein inneres Kapsid und eine
Core-Schale. Das Genom besteht aus 11 doppelsträngigen RNA-
Segmenten und hat eine Größe von ~ 18,5 Kilobasen. Von sieben
Serogruppen (A-G) sind die Gruppen A, B und C humanpatho-
gen, wobei die Gruppe A die weltweit größte epidemiologische
Bedeutung besitzt. Unterschiedliche Genotypen werden auf-
grund des VP7 Glycoproteins (mindestens 16) und des Protease-
sensitiven Proteins VP4 (mindestens 27) differenziert (4; 14; 15).
Humane
Adenoviren
(HAdV) der Gattung Mastadenoviren ge-
hören der Familie der
Adenoviridae
an und wurden 1953 bei der
Entwicklung von Tonsillenzellkulturen entdeckt. Sie sind eben-
falls unbehüllt und besitzen ein ikosaedrisches Kapsid mit einem
Durchmesser von 65-110 nm. Im Vergleich zu Noro-, Rota- und
Astroviren sind Adenoviren doppelsträngige DNA-Viren mit ei-
ner Größe von 34-38 Kilobasenpaaren. Die sieben Adenovirus-
spezies A-G sind humanpathogen und werden in insgesamt 52
Serotypen untergliedert. Abhängig vom Serotyp lösen Adeno-
viren unterschiedliche Krankheitsbilder aus. Insbesondere die
Spezies F (Typ 40 und 41) sowie die Spezies A (Typ 31) führen
zu Magen-Darm-Infektionen. Weitere Typen der Spezies A (Typ
12, 18, 61) und Spezies G (Typ 52) wurden bereits mit Magen-
Darm-Infektionen in Verbindung gebracht (5; 17).
Die
Astroviren
gehören zur Familie der
Astroviridae
und sind
wie auch die Noro-, Rota- und Adenoviren unbehüllte Viren. Ihr
Capsid hat einen Durchmesser von 28-35 nm. Astroviren sind
wie Noroviren einzelsträngige RNA-Viren mit einer positiven
Polarität und einer Genomgröße von 7-8 Kilobasen. Insgesamt
gibt es acht Serotypen, wobei Serotyp 1 eine dominante Bedeu-
tung zu haben scheint (6; 16).
Klinik und Therapie
Die Übertragung der Viren erfolgt fäkal-oral, durch Kontaktin-
fektion (Schmierinfektion) bzw. durch die Aufnahme von kon-
taminierten Lebensmitteln bzw. Wasser. Bei Noroviren ist die
orale Aufnahme virushaltiger Tröpfchen von Erbrochenem be-
schrieben. Bereits eine geringe Anzahl an Viruspartikeln ist z. B.
bei Noro- und Rotaviren als Infektionsdosis ausreichend, um Er-
krankungen hervorzurufen (10-100 Norovirus-Partikel, 10 Ro-
tavirus-Partikel). Die Inkubationszeit ist unter anderem abhän-
gig von der jeweiligen Infektionsdosis. Je nach Virus wurden
unterschiedliche Spannen beschrieben (6 Stunden bis 2 Tage
für Noroviren, 1-3 Tage für Rotaviren, 3-4 Tage für Astroviren
und 2-8 Tage für Adenoviren). Die virale Gastroenteritis beginnt
meist akut und kann mit Erbrechen, Übelkeit, wässriger Diarrhoe
bzw. Stuhl mit Schleimbeimengungen, abdominalen Schmerzen
und leichtem Fieber einhergehen. Ebenso können Symptome wie
beispielsweise Kopfschmerzen, Myalgien und Mattigkeit auftre-
ten. Aufgrund der Symptomatik kann keine Unterscheidung zwi-
schen den viralen Infektionserregern stattfinden. Insbesondere
bei Astro- und Adenoviren verlaufen die meisten Infektionen
mild bis asymptomatisch. Bei schweren viralen Krankheitsver-
läufen können Dehydrationen mit Störungen des Elektrolyt-

16 │
haushaltes und metabolische Azidose auftreten. Die Symptome
klingen meist nach relativ kurzer Zeit von 2-6 Tagen (Noroviren
0,5-2 Tage, Rotaviren 2-6 Tage, Astroviren 2-3 Tage) wieder ab.
Bei symptomatisch verlaufenden gastrointestinalen Adenovirus-
Infektionen dauert die Erkrankung in der Regel länger als eine
Woche an. Die Viruslast ist ebenfalls bei allen viralen Gastro-
enteritiden sehr hoch (105-1011 Noroviren/g Stuhl, 109-1011
Rotaviren/g Stuhl, 108-1010 Astroviren/g Stuhl). Eine hohe An-
steckungsgefahr besteht meist während des akuten Krankheits-
stadiums und zum Teil beispielsweise bei Noroviren inklusive der
ersten 48 Stunden nach Sistieren der Symptome. Das Virus kann
jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum (7-14 Tage bei
Noroviren und 8 Tage bei Rotaviren, zum Teilauch über mehrere
Wochen möglich) ausgeschieden und nachgewiesen werden. Bei
Immunsupprimierten können Adenoviren im Stuhl zum Teil über
mehrere Monate nach der Infektion detektiert werden (3; 4; 5;
6; 12; 17).
Eine kausale antivirale Therapie steht für die Behandlung der
viralen Gastroenteritis nicht zur Verfügung. Die Infektionskrank-
heit wird symptomatisch durch orale Substitution von Flüssig-
keiten und Elektrolyten oder bei starker Dehydration mit paren-
teraler Rehydration behandelt.
Prävention
Ein Impfstoff steht nur gegen Rotaviren zur Verfügung. Des-
halb ist die Einhaltung von Hygienemaßnahmen insbesondere
in Gemeinschaftseinrichtungen, Kinderkliniken aber auch in Al-
ten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Küchen zur
Ein-
dämmung der Ausbreitung viraler Infektionserreger besonders
wichtig. Da die Viren eine hohe Umweltstabilität aufweisen,
müssen viruzid wirksame Desinfektionsmittel Anwendung
fin-
den (3; 4; 5; 6; 17).
In medizinischen Einrichtungen müssen Patienten mit gastro-
enteritischen Symptomen isoliert mit eigener Nasszelle unter-
gebracht werden. In Gemeinschaftseinrichtungen gilt nach §34
IfSG ein Tätigkeits- und Besuchsverbot bis 48 Stunden nach Sis-
tieren der Symptome. Auch für Personen, die im Lebensmittel-
bereich im Sinne des §42 IfSG tätig sind, gilt ein Tätigkeits- und
Beschäftigungsverbot bis 48 Stunden nach Genesung. Nachkon-
trollen sind nicht erforderlich.
In Europa wurden Impfstoffe gegen
Rotaviren
im Jahr 2006 zu-
gelassen (13). Die Zulassungsstudien belegen eine hohe Wirk-
samkeit der Rotavirus-Impfstoffe. In einem Zeitraum von 2 Jah-
ren nach der Impfung besteht zu 92 % ein Schutz vor einer
Rotavirus-bedingten Hospitalisierung, eine schwere Rotavirus-
Gastroenteritis kann in 91 % der Fälle verhindert werden. Seit
Juli 2013 empfiehlt die STIKO eine routinemäßige Impfung von
Säuglingen unter sechs Monaten. In einigen Bundesländern, wie
Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen
und Schleswig-Holstein gab es bereits vor 2013 Impfempfeh-
lungen für Rotaviren. Die Sächsische Impfkommission (SIKO)
empfiehlt die Rotavirus-Impfung bereits seit 01.01.2008.
Der-
zeit stehen in Deutschland 2 orale Lebendimpfstoffe zur Ver-
fügung, RotaTeq® und Rotarix®. RotaTeq®, ein Impfstoff beste-
hend aus 5 Rotavirus-Reassortanten (humane und bovine Viren)
sollte ab der 6. Lebenswoche bis zur 22. Woche (maximal bis
zur 32. Woche) dreifach geimpft werden. Im Vergleich zu Ro-
taTeq® enthält Rotarix® einen attenuierten humanen G1[P8]-
Virus-Stamm. Die beiden Impfdosen von Rotarix® sollten ab der
6. Lebenswoche bis zur 16. Woche (maximal bis zur 24. Woche)
verabreicht werden. Um das Risiko für Darminvaginationen (cir-
ca 1-2 Fälle pro 100.000 geimpfter Kinder) zu minimieren, sollte
der Zeitraum der Impfung strikt eingehalten werden. Ein Schutz
gegen Rotavirus-Infektionen besteht circa 14 Tage nach der
abgeschlossenen Impfung für eine Dauer von 2-3 Saisons (13;
18; 19; 20). Die Impfquote des Geburtsjahrgangs 2015 lag für
Deutschland bei 66,0 %, wobei die Impfquote der neuen Bun-
desländer mit 76,8 % höher als die der alten Bundesländer mit
60,1 % war (21).
Ebenfalls bestehen starke Bemühungen eine Vakzine zur Re-
duktion der hohen Anzahl an Norovirus-Infektionen für die Be-
völkerung zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der sehr großen
Diversität von Noroviren und ihren ständigen Veränderungen
mittels Antigendrift und Antigenshift gestaltet sich die Ent-
wicklung eines polyvalenten Impfstoffes jedoch sehr schwierig.
Impfstoffe werden voraussichtlich immer eine Anpassung bei
dem Auftreten eines neuen pandemischen Norovirus-Stamms
benötigen (22).
Diagnostik
Die Standardverfahren für den diagnostischen Nachweis von
Adeno-, Astro-, Rota- und Noroviren sind Antigennachweise
(EIA, ELISA) und Nukleinsäure-Amplifikationsverfahren (PCR,
NAAT) (2; 3; 4; 5; 6).
Bei
Noroviren
gilt aufgrund einer hohen Spezifität und
Sensi-
tivität weiterhin die real-time PCR als Goldstandard. Die An-
tigen-EIAs stehen häufig wegen der geringeren Spezifität und
der sehr viel geringeren Sensitivität in der Kritik und sollten
nur in Kombination mit anderen Verfahren Anwendung finden.
Zur Aufklärung von Ausbrüchen, Übertragungswegen oder zur
Bestimmung der Bedeutung spezifischer Genotypen können
Se-
quenzierungen zur molekularen Differenzierung durchgeführt
werden (2; 3).
Zur Detektion von
Rota-
und
Astroviren
wird in der Routinedi-
agnostik meist der EIA eingesetzt. Aufgrund einer vorliegenden
hohen Viruslast sind entsprechende EIAs sehr sensitiv, die Spe-
zifität liegt jedoch unter der eines molekularen Verfahrens. Alle
humanpathogenen Rotaviren werden von einem monoklonalen
Antikörper, der gegen das gruppenspezifische Antigen des
inne-
ren Kaspids (VP6-Protein) gerichtet ist, erkannt. Es stehen kom-
merzielle EIAs zur Verfügung, die zur Detektion von Astroviren
Antikörper gegen alle bekannten Astrovirus-Serotypen enthal-
ten. Ebenfalls sind teurere und zeitaufwendigere Nachweisver-
fahren wie die RT-PCR und die Sequenzierung als diagnostische
Verfahren einsetzbar (2; 4; 6).
Zur Diagnostik von
Adenoviren
existieren auch kommerzielle
EIAs, die beispielsweise mit monoklonalen Antikörpern gegen
das Hexon-Antigen von Adenoviren beschichtet sind. Damit
können sowohl die enteralen Typen 40/41 als auch die meisten
anderen Typen, die für Infektionen des Auges oder des Respi-
rationstraktes verantwortlich sind, detektiert werden. Auch bei
Adenoviren ist beschrieben, dass der EIA aufgrund der geringen
Sensitivität mit anderen Verfahren, wie beispielsweise mit der
PCR oder der Elektronenmikroskopie kombiniert werden sollte
(2; 5).
Vorkommen
Im Jahr 2018 wurden in Deutschland insgesamt 77.583 Fälle
von Norovirus-Gastroenteritis gemeldet, was einer Inzidenz von

│17
94 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner entspricht (Abbildung
1 A). Damit liegen Noroviren als zweithäufigste Erreger von
meldepflichtigen Infektionskrankheiten direkt hinter den
Influ-
enzaviren (13). Da Patienten mit einer Gastroenteritis oftmals
keinen Arzt aufsuchen und im ambulanten Bereich meist keine
mikrobiologische Diagnostik veranlasst wird, ist von einer deut-
lichen Untererfassung auszugehen. In den letzten fünf Jahren
gab es nur geringfügige Schwankungen in den Norovirus-Inzi-
denzen (minimal 89 bis maximal 110 Erkrankungen pro 100.000
Einwohner (Abbildung 1 A) (13; 23; 24; 25; 26). Das Auftreten
der Norovirus-Rekombinante GII.P16-GII.4 2012 Sydney führte
zwar im Herbst 2016 zu einem starken Anstieg der Norovirus-
Erkrankungen in Deutschland (9), dies führte jedoch nicht zu ei-
nem Anstieg der Jahresinzidenzen in den Jahren 2016 und 2017.
Auch im weltweiten Vergleich sind Noroviren mit 685 Millionen
Fällen die häufigste Ursache für eine akute Gastroenteritis. Sie
führen insbesondere in den Entwicklungsländern zu jährlich cir-
ca 50.000 Todesfällen (1).
Mit 23.603 gemeldeten Fällen und einer Inzidenz von 29 Erkran-
kungen pro 100.000 Einwohner liegt die
Rotavirus
-Gastroente-
ritis in Deutschland 2018 hinter der Norovirus-Gastroenteritis
(13). In den Jahren 2014 bis 2018 schwankten hier die Inzi-
denzen zwischen 28 bis 47 Erkrankungen pro 100.000 Einwoh-
ner (Abbildung 1 B) (13; 23; 24; 25; 26). Seit 2008 sanken die
Fallzahlen von Rotavirus-Gastroenteritis stetig, außer im Jahr
2017, um ein Drittel. Grund dafür ist die Verfügbarkeit von
Impfstoffen in Europa seit dem Jahr 2006. Dennoch gehört die
Rotavirus-Gastroenteritis neben der Norovirus-Gastroenteritis,
Campylobacter-Enteritis und den impfpräventablen Krankheiten
Influenza und Windpocken zu den 5 häufigsten
meldepflichti-
gen Infektionskrankheiten (13).
Ein direkter Vergleich der Inzidenzen der vier häufigsten viralen
Gastroenteritis-Erreger kann in Deutschland nicht stattfinden,
da Astro- und Adenoviren nach Infektionsschutzgesetz nicht
meldepflichtig sind.
Laut Sächsischer IfSGMeldeVO (Verordnung des Sächsischen
Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz über
die Erweiterung der Meldepflicht für übertragbare Krankheiten
und Krankheitserreger nach dem Infektionsschutzgesetz) sind
bei einer akuten Infektion der direkte oder indirekte Nachweis
von Adenoviren aus allen Körpermaterialien sowie der Nachweis
von Astroviren meldepflichtig (§2 und §4). Für Sachsen liegen
für das Jahr 2018 7.840 Meldungen für Noroviren (186 Erkran-
kungen pro 100.000 Einwohner), 5.090 Meldungen für Rotavi-
ren (121 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner) und 2.053 bzw.
1.670 Meldungen für Adeno- bzw. Astroviren vor (Abbildung 1
A, B, C, D). Somit ist die gemeldete Inzidenz der Norovirus- und
Rotavirus-Fälle in Sachsen höher als in Gesamtdeutschland (Ab-
bildung 1 A, B), was auf ein unterschiedliches regionales Melde-
verhalten zurückzuführen sein dürfte (13).
Die Altersgruppe der unter 5-Jährigen, insbesondere der 1-Jäh-
rigen, zeigen für Noro- und für Rotaviren die höchsten Inziden-
zen. Ein Anstieg der Inzidenzen ist erneut bei Personen über 70
Jahren zu verzeichnen. Dabei scheint insbesondere die noch
fehlende Immunität bei Säuglingen und Kleinkindern der Grund
für die hohen Fallzahlen zu sein (3; 4; 13). In den Entwicklungs-
ländern tragen Rotavirus-Infektionen maßgeblich zur Mortali-
tät im Kindesalter bei. Schätzungen zu Folge versterben jährlich
zwischen 350.000-600.000 Kinder im Alter von <5 Jahren an
einer Rotavirus-Infektion (4). Astroviren und Adenoviren vom
Typ 40, 41 und 31 können auch bei Kleinkindern zu Gastroente-
ritis führen. Diese zeigen meist einen milden Verlauf bzw. viele
der Infektionen verlaufen asymptomatisch. Insgesamt 70 % der
5-jährigen Kinder zeigen eine Serokonversion für Astroviren.
Eine Aussage über die Serokonversion für Adenoviren zu tref-
fen, gestaltet sich aufgrund der Typenvielfalt und den multiplen
klinischen Manifestationen der Adenovirus-Infektionen, welche
beim Menschen auftreten, schwierig (5; 6; 17).
Ausbrüche
Die viralen Gastroenteritis-Ausbruchsgeschehen miteinander zu
vergleichen, gestaltet sich schwierig. Zum einen sind virale Gas-
troenteritiden ausgelöst von Adeno- und Astroviren nach IfSG
bundesweit nicht meldepflichtig. Zum anderen unterscheiden
sich die Referenzdefinitionen zur Meldung von Noro- und
Ro-
taviren. Bei Noroviren werden ausschließlich klinisch-labordia-
gnostisch bestätigte Fälle gemeldet. Im Vergleich dazu werden
bei Rotaviren zusätzlich zu den klinisch-labordiagnostischen
auch die klinisch-epidemiologisch bestätigten Fälle gezählt
(13). Da bei viral bedingten Gastroenteritis-Ausbrüchen in der
Regel lediglich bei einer Stichprobe von Betroffenen eine Di-
agnostik durchgeführt wird, kommt es bei Noroviren zu einer
Unterschätzung der Ausbuchsgeschehen sowie der Fallzahlen
eines Ausbruchs.
Insgesamt 14.148 (18 %) der per IfSG auf Bundesebene im Jahr
2018 gemeldeten
Norovirus
-Erkrankungen wurden im Rahmen
von Ausbrüchen übermittelt (Abbildung 1 E) (13). Der Anteil an
Erkrankungen, die Ausbrüchen zugeordnet werden können, lag
in Sachsen mit 11 % niedriger. Dieser Unterschied zwischen
Deutschland und Sachsen präsentiert sich ebenfalls in den vier
Jahren zuvor. Die Referenzdefinition zur Meldung und das sehr
unterschiedliche regionale Meldeverhalten geben mögliche Er-
klärungen für die relativ geringe Anzahl an Erkrankungen, die
Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden können.
Angaben zum Ort und dem Umfeld des Ausbruchsgeschehens
lagen 2018 in 87 % der Norovirus-Ausbrüche in Deutschland
vor, wobei sich folgende Aufteilung ergab: 35 % Krankenhäu-
ser, 21 % Alten- und Pflegeheime, 18 %
Kinderbetreuungs-
einrichtungen, 12 % private Haushalte (14 % ohne Angaben)
(Abbildung 2) (13). Auch in den Jahren 2014-2017 zeigt sich in
Deutschland die gleiche Tendenz, der größte Anteil der Norovi-
rus-Ausbrüche tritt in Krankenhäusern auf, gefolgt von den Al-
ten- und Pflegeheimen und den Kinderbetreuungseinrichtungen.
In Sachsen unterscheidet sich die Verteilung der Lokalisation der
Norovirus-Ausbrüche von Deutschland. So nehmen im Freistaat
die Ausbrüche in medizinischen Einrichtungen neben den „sons-
tigen“ - außer im Jahr 2016 - den geringsten Anteil ein. Die
meisten Norovirus-Ausbrüche fanden im Jahr 2015 und 2017
in Alten- und Pflegeheimen statt. In den Jahren 2014 und 2018
waren dagegen Kinderbetreuungseinrichtungen anteilsmäßig
am häufigsten von den Ausbrüchen betroffen (Abbildung 2).
Für
Rotavirus
-Gastroenteritis wurden 734 Ausbrüche mit insge-
samt 6.226 Fällen (26 % aller übermittelten Rotavirus-Erkran-
kungen) in Deutschland für das Jahr 2018 gemeldet (Abbildung
1 F). Damit verursachen sie nach Influenza und Windpocken die
meisten Ausbrüche (ohne die Betrachtung der Noroviren). Die
mittlere Anzahl der Fälle pro Geschehen war bei Rotavirus-Gas-
troenteritis-Ausbrüchen mit 8 Fällen, im Vergleich zu den ande-

18 │
ren Krankheiten am höchsten (13). Im Vergleich zu Deutschland
wurden in Sachsen im Jahr 2018 etwas mehr Erkrankungsfälle
(30 %) einem Ausbruchsgeschehen zugeordnet (Abbildung 1 F).
In den Jahren von 2014 bis 2017 lag in Sachsen der Anteil der
Rotavirus-Erkrankungen, die im Rahmen eines Ausbruchs auf-
traten, immer leicht unter dem Prozentsatz für Deutschland.
Die Anzahl der Rotavirus-Ausbrüche in Deutschland in den ver-
gangenen 5 Jahren (2014-2018) schwankt zwischen 734-1.470
(6.042-10.820 Fälle) (13; 23; 24; 25; 26). Diese starken Schwan-
kungen sind auch in Sachsen zwischen 2014 und 2018 zu ver-
zeichnen. Die geringste Anzahl an Rotavirus-Ausbrüchen gab es
im Freistaat 2014 mit 33 Ausbrüchen und 457 Erkrankungsfäl-
len. Im Jahr 2018 war die Anzahl der Ausbrüche in Sachsen fast
dreimal so hoch (90 Ausbrüche, 1.522 Fälle) (Tabelle 1).
Bei 82 % der gemeldeten Rotavirus-Ausbrüche mit 5 oder mehr
Erkrankten in Deutschland im Jahr 2018 lagen Informationen
zum Ort und dem Umfeld des Ausbruchsgeschehens vor. Die
prozentuale Zusammensetzung der Ausbrüche (15 % Kranken-
häuser, 29 % Alten- und Pflegeheime, 44 %
Kinderbetreuungs-
einrichtungen) zeigt deutliche Unterschiede zu den Norovirus-
assoziierten Ausbrüchen (13) (Abbildung 2). Für Deutschland
und Sachsen ergab sich im Zeitraum von 2014-2018 eine
weitgehend übereinstimmende und im Wesentlichen konstante
Verteilung, in der die Kindergärten den Hauptanteil einnehmen,
gefolgt von den Alten- und Pflegeheimen und an dritter Stelle
von den medizinischen Einrichtungen (Abbildung 2).
Eine Betrachtung von Lebensmittel-assoziierten Ausbrüchen ist
oftmals schwierig, da ein Nachweis des viralen Erregers im Le-
bensmittel häufig nicht gelingt bzw. das Lebensmittel nur selten
den Ausbrüchen zugeordnet werden kann. Von September bis
Oktober 2012 fand der größte bisher bekannte lebensmittelbe-
dingte Ausbruch von Norovirus-Gastroenteritis in Deutschland
mit circa 11.000 Erkrankten statt. Betroffen waren die Bundes-
länder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thü-
ringen. Durch eine enge Zusammenarbeit der Behörden konnten
Tiefkühlerdbeeren als Ausbruchsursache (Vehikel) ermittelt wer-
den (27).
Tabelle 1: Ausbruchsgeschehen von Rotaviren in Deutschland und Sachsen
Deutschland
Sachsen
Anzahl der Ausbrüche
Anzahl Fälle in den
Ausbrüchen
Maximale Anzahl
der Fälle in einem
Ausbruch
Anzahl der Ausbrüche
Anzahl Fälle n den
Ausbrüchen
Maximale Anzahl
der Fälle in einem
Ausbruch
2014
1.054
6.381
k.A.
33
457
42
2015
1.066
7.245
k.A.
79
837
38
2016
789
6.042
k.A.
47
494
28
2017
1.470
10.820
107
82
899
45
2018
734
6.226
83
90
1.522
48
Anzahl der Ausbrüche, Anzahl der Fälle in den Ausbrüchen und maximale Anzahl der Fälle in einem Ausbruch für Rotaviren für einen
Betrachtungszeitraum von 5 Jahren (2014-2018) für Deutschland und Sachsen

│19
0
50
100
150
200
250
0
50
100
150
200
250
0
50
100
0
50
100
0
10
20
30
0
10
20
30
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
2014
2015
2016
2017
2018
Anteil der Fälle (%), die
Ausbrüchen zugeordnet werden
können
Inzidenzen
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner
%
Norovirus
Rotavirus
Rotavirus
Adenovirus
Adenovirus
Norovirus
Astrovirus
Astrovirus
Deutschland
Sachsen
A
B
C
D
E
F
G
H
0
10
20
30
0
10
20
30
Abbildung1:
Inzidenzen und Ausbrüche viraler Gastroenteritis
Erkrankungen pro 100.000 Einwohner von Noroviren (A), Rotaviren (B), Adenoviren (C) und Astroviren (D), die gemäß IfSG und Säch-
sischer IfSGMeldeVO in den Jahren 2014-2018 gemeldet wurden (13; 23; 24; 25; 26). Prozentuale Anteile der Fälle, die Ausbrü-
chen mit Noro- (E), Rota- (F), Adeno- (G) und Astroviren (H) für den Betrachtungszeitraum von 2014-2018 zugeordnet werden konnten.
Epidemiologische Daten von Deutschland sind in den schwarzen Balken und von Sachsen in den grünen Balken dargestellt.

20 │
Rotaviren
2014
2015
2016
2017
2018
Noroviren
12%
24%
36%
28%
40%
33%
21%
6%
50%
23%
9%
18%
43%
36%
9%
12%
13%
21%
38%
28%
31%
40%
21%
8%
47%
29%
8%
16%
63%
27%
4%
6%
21%
21%
28%
30%
18%
36%
40%
6%
46%
21%
11%
22%
41%
36%
17%
6%
15%
20%
39%
26%
29%
42%
23%
6%
47%
26%
11%
16%
48%
30%
6%
16%
18%
21%
35%
26%
42%
29%
21%
8%
44%
29%
15%
12%
40%
40%
11%
9%
Deutschland
Sachsen
Deutschland
Sachsen
Kindergärten
Alten- und Pflegeheim
Med. Einrichtungen/ Krankenhäuser
sonstige
Abbildung 2:
Ort oder Umfeld der Ausbruchsgeschehen
Ort oder Umfeld der Ausbruchsgeschehen für Ausbrüche von Noro- und Rotaviren in Deutschland und Sachsen (13; 23; 24; 25; 26).
Alten- und Pflegeheime wurden in dunkelgrüner Farbe, medizinische Einrichtungen/Krankenhäuser in gelber Farbe, Kindergärten in schwarzer Farbe
und sonstige Anteile in hellgrüner Farbe dargestellt.

│21
Quellen
1. Centers of Disease Control and Prevention.
„https://www.
cdc.gov/norovirus/trends-outbreaks/worldwide.html“ (ab-
gerufen am 01.11.2019)
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Kleines, M. Das Who is Who der Gastroenteritisviren. Kran-
kenhaushygiene up2date 2018; 13 (2): 143–158
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„https://www.rki.de/DE/Content/In-
fekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Noroviren.html“ (ab-
gerufen am 01.11.2019)
4. Robert Koch-Institut.
„https://www.rki.de/DE/Content/In-
fekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Rotaviren.html“ (ab-
gerufen am 01.11.2019)
5.
Heim, A. Humane Adenoviren. In: Neumeister, B. et al. Mik-
robiologische Diagnostik. Thieme Verlag, 2009. S. 758-793
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Streckert, H.-J. Astroviren. In: Neumeister, B. et al. Mikro-
biologische Diagnostik. Thieme Verlag, 2009. S. 854–855
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Niendorf S., Jacobsen S., Faber M. Vermehrter Anstieg der
Norovirus-Infektionen in der Winter-Saison 2016/2017 –
Nachweis einer neuen Norovirus-Variante. Epid Bull 2017;
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10. Bischoff, H. et al. Norovirusinfektionen. Bayerisches Lan-
desamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 2007
11. Eden, J.-S. et al. The emergence and evolution of the no-
vel epidemic norovirus GII.4 variant Sydney 2012. Virology
2014; 450-451: 106–113
12. „https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/noro-und-rotavirusin-
fektionen-die-aktuelle-situation-in-deutschland.pdf“ (ab-
gerufen am 01.11.2019)
13. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahr-
buch meldepflichtiger Krankheiten für 2018, 2019
14. „https://viralzone.expasy.org/107?outline=all_by_species“
(abgerufen am 01.11.2019)
15. Streckert, H.-J. Reoviren (Reoviren, Rotaviren, Coltiviren).
In: Neumeister, B. et al. Mikrobiologische Diagnostik. Thie-
me Verlag, 2009. S. 831-836
16. „https://viralzone.expasy.org/27?outline=all_by_species“
(abgerufen am 01.11.2019)
17. Heim A., Durrwald R. Infektionen mit humanen Adenoviren.
Epid Bull 2019; 22: 187–189
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„https://www.rki.de/SharedDocs/
FAQ/Impfen/Rota/FAQ-Liste_Rotavirus_Impfen.html“ (ab-
gerufen am 01.11.2019)
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zation/diseases/rotavirus/en/“ (abgerufen am 01.11.2019)
20. Dennehy, P. H. Rotavirus Vaccines: an Overview. Clinical
Microbiology Review 2008; 21: 198–208
21. Rieck T., Feig M., Wichmann O., Siedler A. Aktuelles aus
der KV-Impfsurveillance – Impfquoten der Rotavirus-, Ma-
sern-, HPV- und Influenza-Impfung in Deutschland. Epid
Bull 2017; 1: 1–12
22. Lopman, B. et al. Global Burden of Norovirus and Prospects
for Vaccine. Development Centers of Disease Control and
Prevention, 2015
23. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahr-
buch meldepflichtiger Krankheiten für 2014, 2015
24. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahr-
buch meldepflichtiger Krankheiten für 2015, 2016
25. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahr-
buch meldepflichtiger Krankheiten für 2016, 2017
26. Robert Koch-Institut. Infektionsepidemiologisches Jahr-
buch meldepflichtiger Krankheiten für 2017, 2018
27. Robert Koch-Institut. Darstellung und Bewertung der epi-
demiologischen Erkenntnisse im Ausbruch von Norovirus-
Gastroenteritis in Einrichtungen mit Gemeinschaftsver-
pflegung, Ostdeutschland, September-Oktober 2012, 2012
Bearbeiter: Dr. Julia Hoffmann
LUA Dresden
Dr. Sophie-Susann Merbecks
LUA Chemnitz

image
image
image
22 │
Alle Jahre wieder–
wie ist es um Acrylamid in unseren Adventsleckerei-
en bestellt?
Die Weihnachtszeit steht bevor und bringt uns mit Lebkuchen,
Pfeffernüssen, Zimtsternen, Spekulatius und auch Stollen viele
Leckereien einher. Doch wie steht es um diese Backwaren? Hat
sich in den letzten Jahren die Problematik um das nach dem Ba-
cken enthaltene Acrylamid geändert? Auf welcher Basis erfolgt
die rechtliche Beurteilung diesbezüglich?
Acrylamid ist eine niedermolekulare, sehr gut wasserlösliche or-
ganische Verbindung, die sich aus den natürlich vorkommenden
Bestandteilen Asparagin (einer Aminosäure) und Zucker in vor-
zugsweise stärkehaltigen Lebensmitteln bildet, wenn diese auf
Temperaturen von über 120 °C bei geringer Feuchtigkeit erhitzt
werden und bräunen. Es entsteht hauptsächlich in gebackenen,
gebratenen oder frittierten kohlenhydratreichen Lebensmitteln,
deren Rohstoffe die genannten Vorstufen enthalten, wie bei-
spielsweise Getreide, Kartoffeln/Erdäpfel und Kaffeebohnen. Es
handelt sich um ein Nebenprodukt, eine unerwünschte Konta-
minante in Lebensmitteln.
Im Tierversuch wirkt Acrylamid krebserregend und schädigt das
Erbgut. Dieser Sachverhalt ist seit Jahren bekannt. Die schädi-
gende Wirkung für den Menschen ist dahingegen noch nicht
abschließend sicher belegt, dennoch sollte es im Interesse ei-
nes jeden Lebensmittelunternehmers liegen, die Gehalte an Ac-
rylamid im Sinne des ALARA-Prinzips („As Low As Reasonably
Achievable“) so niedrig wie möglich zu halten.
Das Bundesministerium für Risikobewertung konstatierte aus
diesem Grund, dass Anstrengungen unternommen werden soll-
ten, die Acrylamidgehalte in industriell hergestellten Lebensmit-
teln zu minimieren. Für Verbraucher und Gastronomiebetriebe
gilt nach wie vor die Regel „Vergolden statt Verkohlen“, da der
Acrylamidgehalt mit zunehmendem Bräunungsgrad ansteigt.
Die Zubereitungsempfehlungen auf den Verpackungen sollten
daher unbedingt beachtet werden [1]. Angesichts der Schluss-
folgerungen der EFSA in Bezug auf die karzinogene Wirkung von
Acrylamid und fehlender kohärenter, verbindlicher Maßnahmen
für Lebensmittelunternehmer zur Senkung des Acrylamidge-
halts, ist es zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit not-
wendig, geeignete Minimierungsmaßnahmen zur Senkung des
Acrylamidgehalts in Lebensmitteln, deren Rohstoffe Acrylamid-
Vorstufen enthalten, festzulegen. Der Acrylamidgehalt kann
durch ein Minimierungskonzept, etwa durch die Umsetzung
einer guten Hygienepraxis sowie die Anwendung der Grundsät-
ze des HACCP-Konzepts (Hazard Analysis and Critical Control
Point), gesenkt werden.
Acrylamid und dessen Entstehung im Lebensmittel wird seit be-
kannt werden der Kontaminationen 2002 stark erforscht und
der Entstehungsprozess ist nahezu vollständig belegt, so dass
eine Minimierung in den verschiedenen relevanten Lebensmit-
telkategorien bereits viele Erfolge verzeichnen konnte.
Vor diesem Hintergrund ist es nur konsequent, dass die Euro-
päische Kommission 2017 die Verordnung zur Festlegung von
Minimierungsmaßnahmen und Richtwerten für die Senkung des
Acrylamidgehalts in Lebensmitteln erlassen hat und damit erst-
mals europaweit Richtwerte festsetzte. [2]
Die seit 11.04.18 geltende EU-Verordnung regelt nun verbind-
lich, dass alle Unternehmen für Lebensmittel, in denen Acryl-
amid bekanntermaßen gebildet wird, spezifische
Minimierungs-
maßnahmen einrichten müssen, so z. B. für die Herstellung von
Pommes Frites, Chips, Brot, Feinen Backwaren, Kaffee und Säug-
lingsnahrung. Zudem sind sie verpflichtet, die Durchführung der
Maßnahmen den Überwachungsbehörden gegenüber nachzu-
weisen. Neu ist auch, dass für jede Lebensmittelkategorie Richt-
werte gelten. Beispielsweise liegt der Richtwert für Brot auf
Weizenbasis bei 50 µg/kg, alle weiteren Brote bedürfen eines
Richtwertes von 100 µg/kg, der für Kekse liegt bei 350 µg/kg,
für Röstkaffee bei 400 µg/kg und für Lebkuchen bei 800 µg/kg.
Die Richtwerte dienen zur Überprüfung der Wirksamkeit der
eingerichteten Minimierungsmaßnahmen. Sie stützen sich auf
jahrelang gesammelte Erfahrungswerte und Erkenntnisse über
das Auftreten von Acrylamid in bestimmten Lebensmittelkate-
gorien wie z. B. frittierten Kartoffelprodukten, feinen Backwaren
oder auch Kaffee. Der Lebensmittelunternehmer muss mit eige-
nen Kontrollen die Wirksamkeit der Minimierungsmaßnahmen
prüfen. Dies wird im Rahmen der Verordnung je nach Unter-
nehmensgröße über entsprechende Probenahme- und Untersu-
chungspflichten geregelt.
Im vergangenen Jahr wurden 19 Lebkuchen- und Spekulatius-
proben untersucht, wobei drei Proben Braune Lebkuchen mit
Gehalten bis zu 1453 µg/kg den Richtwert von 800 µg/kg Acry-
lamid deutlich überschritten. Im Median zeigte sich jedoch mit
463 µg/kg, dass solche Produkte in der Regel die vorgegebenen
Abbildung 1 bis 3: Rosinenstollen; Weihnachtslebkuchen und Dominostein

image
image
image
│23
Richtwerte unterschreiten und diese Produkte unbedenklich
konsumiert werden können.
Die Überschreitung eines Richtwertes führt dabei nicht automa-
tisch dazu, dass das betroffene Lebensmittel nicht mehr verkauft
werden darf. Allerdings ist in solchen Fällen eine Bewertung
des Risikos für die Gesundheit erforderlich und im Rahmen von
Betriebskontrollen ist im Detail zu prüfen, inwieweit die Mini-
mierungsmaßnahmen als ausreichend bewertet werden bzw. an
welchen Stellen Nachbesserungen vom Unternehmen zu fordern
sind. So ist dies auch im Falle der Richtwertüberschreitungen
oben genannten Lebkuchen erfolgt.
So gilt es besonders im Bereich der Lebkuchen unter anderem
folgende Aspekte zu berücksichtigen:
]
eine mögliche Reduzierung bzw. der Ersatz des Backtriebmit-
tels Ammoniumbicarbonat (Hirschhornsalz) und gegebenen-
falls den Ersatz von Fructose oder fructosehaltiger Zutaten
wie Sirupe und Honig durch Glucose oder nichtreduzierende
Zucker wie Saccharose;
]
die Verwendung von Asparaginase zur Senkung des Aspara-
gingehaltes und zur Verringerung des Acrylamidbildungspo-
tenzials;
]
Sicherstellung, dass die Zulieferer hitzebehandelter Zutaten,
die leicht Acrylamid bilden, eine Risikobewertung im Hinblick
auf Acrylamid durchführen und geeignete Minimierungs-
maßnahmen ergreifen;
]
ein möglicher Zusatz organischer Säuren im Produktionspro-
zess oder die Senkung des pH-Wertes;
]
eine Hitzezufuhr (das heißt die Kombination aus Dauer und
Temperatur), die am wirksamsten einer übermäßigen Acryl-
amidbildung vorbeugt;
]
Erhöhung des Feuchtigkeitsgehalts des Enderzeugnisses;
]
bei Verwendung von Zutaten, die mehrmals hitzebehandelt
werden könnten (z. B. vorbehandelte Getreidestücke, Nüsse,
Kerne oder Trockenfrüchte) und damit einen höheren Acry-
lamidgehalt des Enderzeugnisses zur Folge haben, hat eine
Anpassung des Produkt- und Prozessdesign zu erfolgen.
Zu beachten ist bei all diesen Maßnahmen, dass natürlich die
organoleptischen Qualitäten der Backwaren gleich bleiben und
entsprechend die Verbrauchererwartung weiterhin im vollsten
Maße erfüllt wird.
Neben den Feinen Backwaren galt es in diesem Jahr zudem den
Bereich Brot und Kleingebäck, sowie Kaffee und Kaffeeersatz-
produkte hinsichtlich ihres Acrylamidgehaltes zu untersuchen.
Dabei wiesen die 25 Kaffee- bzw. Kaffeeersatzproduktproben
keinerlei Auffälligkeiten auf. Hier konnten die untersuchten
Röstereien mittels angepasster Röstdauer und entsprechend ex-
pliziter Rohstoffauswahl die Richtwerte einhalten.
Im Bereich Brot und Kleingebäcke wurden 16 Proben untersucht,
wobei 5 Proben die Richtwerte der Verordnung (EU) 2017/2158
überschritten. Die betroffenen Bäcker wurden angehalten, Mi-
nimierungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Verordnung schlägt
dabei unter anderem die folgenden Maßnahmen vor:
]
Backen eines helleren Brotes;
]
Verlängerung der Hefegärungszeit;
]
Reduktion der thermischen Zufuhr, durch Optimierung von
Backtemperatur und –zeit;
]
Ersatz von Zutaten, die möglicherweise den Acrylamidgehalt
des Enderzeugnisses erhöhen bzw. dessen Bildung fördern.
Was die Acrylamiduntersuchungen der in diesem Jahr her-
gestellten Lebkuchen ergeben, steht noch aus. Auch in den
kommenden Jahren wird diese Analytik fortgeführt und einen
wichtigen Schwerpunkt bei der Gewährleistung der Lebensmit-
telsicherheit im Bereich Backwaren bilden.
Allerdings kann anhand der bisherigen Ergebnisse an dieser Stel-
le für den Großteil der Produkte bestätigt werden, dass durch die
Sensibilisierung der sächsischen Bäcker die Acrylamidproblema-
tik die notwendige Aufmerksamkeit findet,
Minimierungsmaß-
nahmen getroffen werden und die Richtwerte weitestgehend
eingehalten werden.
Es kann folglich unbedenklich in der Weihnachtszeit zur gelieb-
ten Adventsleckerei gegriffen werden.
Quellen:
[1] Homepage: Bundesverband der Lebensmittelchemiker/-
innen im öffentlichen Dienst e.V.; Monatsartikel Septem-
ber 2019; https://lebensmittel.org/blc/monatsartikel/839-
monatsartikel92.html
[2] Verordnung (EU) 2017/2158 der Kommission vom
20.11.2017 zur Festlegung von Minimierungsmaßnahmen
und Richtwerten für die Senkung des Acrylamidgehalts in
Lebensmitteln (ABl. L 304, S. 24)
Bearbeiter: DLC Linda Zeippert
LUA Chemnitz
Abbildung 4 bis 6: Toastbrot; Röstkaffee und Vollkornknäckebrot

24 │
Neue Rechtsbestimmungen im Bereich des LFGB –
3. Quartal 2019
1.8 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1288 der Kommissi-
on vom 25. Juli 2019 zur Eintragung eines Namens in das
Register der garantiert traditionellen Spezialitäten „Rögös
túró“ (g. t. S.) (ABl Nr. L 203/1)
1.9 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1301 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Änderung des Durchführungsbe-
schlusses 2013/327/EU bezüglich der Erneuerung der Ge-
nehmigung für das Inverkehrbringen von Futtermitteln, die
genetisch veränderten Raps der Linien Ms8, Rf3 und Ms8
× Rf3 enthalten oder daraus bestehen, gemäß der Verord-
nung (EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments und
des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2019)
5499) (ABl. Nr. L 204/50)
1.10 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1302 der Kommission
vom 26. Juli 2019 über die Zulassung des Inverkehrbrin-
gens von Erzeugnissen, die genetisch veränderte Baum-
wolle der Sorte GHB614 × LLCotton25 × MON 15985 ent-
halten, aus ihr bestehen oder aus ihr gewonnen werden,
gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 des Europäi-
schen Parlaments und des Rates (Bekannt gegeben unter
Aktenzeichen C(2019) 5501) (ABl Nr. L 204/54)
1.11 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1303 der Kommission
vom 26. Juli 2019 über die Zulassung des Inverkehrbrin-
gens von Erzeugnissen, die genetisch veränderten Mais der
Sorte 5307 (SYN-Ø53Ø7-1) enthalten, aus ihm bestehen
oder aus ihm gewonnen werden, gemäß der Verordnung
(EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments und des
Rates über genetisch veränderte Lebensmittel und Fut-
termittel (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2019)
5493) (ABl Nr. L 204/60)
1.12 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1304 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Zulassung des Inverkehrbringens von
Erzeugnissen, die genetisch veränderten Mais der Sorte
4114 (DP-ØØ4114-3) enthalten, aus ihm bestehen oder
aus ihm gewonnen werden, gemäß der Verordnung (EG)
Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2019) 5491) (ABl.
Nr. L 204/65)
1.13 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1305 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Zulassung des Inverkehrbringens von
Erzeugnissen, die genetisch veränderten Mais der Sorte
Bt11 × MIR162 × 1507 × GA21 sowie der Unterkombi-
nationen Bt11 × MIR162 × 1507, MIR162 × 1507 × GA21
und MIR162 × 1507 enthalten, daraus bestehen oder da-
raus gewonnen werden, gemäß der Verordnung (EG) Nr.
1829/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates
(Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2019) 5502) (ABl
Nr. L 204/69)
1.14 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1306 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Erneuerung der Zulassung für das In-
1. Europäisches Recht
1.1 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1139 der Kommis-
sion vom 3. Juli 2019 zur Änderung der Verordnung (EG)
Nr. 2074/2005 in Bezug auf amtliche Kontrollen von Le-
bensmitteln tierischen Ursprungs hinsichtlich der Anforde-
rungen an die Informationen zur Lebensmittelkette und an
Fischereierzeugnisse sowie hinsichtlich der Bezugnahme
auf anerkannte Testmethoden zum Nachweis mariner Bio-
toxine und auf Testmethoden für Rohmilch und wärmebe-
handelte Kuhmilch (ABl Nr. L 180/12)
1.2 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1173 der Kommissi-
on vom 2. Juli 2019 zur Eintragung einer Bezeichnung in
das Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen und
der geschützten geografischen Angaben („Ayrshire New
Potatoes“/„Ayrshire Earlies“ (g. g. A.)) (ABl Nr. L 184/11)
1.3 Verordnung (EU) 2019/1176 der Kommission vom 10. Juli
2019 zur Änderung der Anhänge II, III und V der Verord-
nung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments und
des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen
von 2,5- Dichlorbenzoesäuremethylester, Mandipropamid
und Profoxydim in oder auf bestimmten Erzeugnissen (ABl
Nr. L 185/1)
1.4 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1294 der Kommissi-
on vom 1. August 2019 zur Genehmigung des Inverkehr-
bringens von Betain als neuartiges Lebensmittel gemäß
der Verordnung (EU) 2015/2283 des Europäischen Parla-
ments und des Rates sowie zur Änderung der Durchfüh-
rungsverordnung (EU) 2017/2470 der Kommission (ABl Nr.
L 204/16)
1.5 urchführungsverordnung (EU) 2019/1209 der Kommission
vom 9. Juli 2019 zur Genehmigung einer nicht geringfügi-
gen Änderung der Spezifikation eines im Register der
ge-
schützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten
geografischen Angaben eingetragenen Namens
(„Anteque-
ra“ (g.U.)) (ABl Nr. L 191/7)
1.6 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1249 der Kommissi-
on vom 22. Juli 2019 zur Änderung von Anhang I der Ver-
ordnung (EG) Nr. 669/2009 zur Durchführung der Verord-
nung (EG) Nr. 882/2004 des Europäischen Parlaments und
des Rates im Hinblick auf verstärkte amtliche Kontrollen
bei der Einfuhr bestimmter Futtermittel und Lebensmittel
nicht tierischen Ursprungs (ABl Nr. L 195/5)
1.7 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1256 der Kommissi-
on vom 23. Juli 2019 zur Änderung der Durchführungs-
verordnung (EU) 2015/943 über Sofortmaßnahmen zur
Aussetzung der Einfuhr getrockneter Bohnen aus Nigeria
hinsichtlich der Verlängerung ihrer Geltungsdauer (Abl Nr.
L 196/3)

│25
verkehrbringen von Erzeugnissen, die genetisch veränder-
ten Mais 1507 × NK603 (DAS-Ø15Ø7-1 × MON-ØØ6Ø3-6)
enthalten, aus ihm bestehen oder aus ihm hergestellt wer-
den, gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 des Eu-
ropäischen Parlaments und des Rates (Bekannt gegeben
unter Aktenzeichen C(2019) 5503) (ABl Nr. L 204/75)
1.15 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1307 der Kommission
vom 26. Juli 2019 über die Zulassung des Inverkehrbrin-
gens von aus der genetisch veränderten Maissorte MON
87403 (MON-874Ø3-1) bestehenden, diese enthaltenden
oder aus dieser gewonnenen Erzeugnissen gemäß der Ver-
ordnung (EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments
und des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen
C(2019) 5481) (ABl Nr. L 204/81)
1.16 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1308 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Zulassung des Inverkehrbringens von
Erzeugnissen, die genetisch veränderten Mais der Sorte
MON 87411 (MON-87411-9) enthalten, aus ihm bestehen
oder aus ihm gewonnen werden, gemäß der Verordnung
(EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parlaments und des
Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen C(2019) 5487)
(ABl Nr. L 204/85)
1.17 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1309 der Kommission
vom 26. Juli 2019 zur Zulassung des Inverkehrbringens von
Erzeugnissen, die genetisch veränderte Sojabohnen der
Sorte MON 87751 (MON-87751-7) enthalten, aus ihnen
bestehen oder aus ihnen gewonnen werden, gemäß der
Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 des Europäischen Parla-
ments und des Rates (Bekannt gegeben unter Aktenzei-
chen C(2019) 5489) (ABl Nr. L 204/90)
1.18 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1322 der Kommissi-
on vom 26. Juli 2019 über die Gewährung des Schutzes
gemäß Artikel 99 der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des
Europäischen Parlaments und des Rates für den Namen „El
Vicario“ (g.U.) (ABl Nr. L 206/11)
1.19 Verordnung (EU) 2019/1338 der Kommission vom 8. Au-
gust 2019 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 10/2011
über Materialien und Gegenstände aus Kunststoff, die dazu
bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen
(ABl Nr. L 209/5)
1.20 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1339 der Kommissi-
on vom 8. August 2019 zur Gewährung eines Übergangs-
zeitraums für die Verwendung der geschützten Ursprungs-
bezeichnung „Cidre Cotentin“/„Cotentin“ (g. U.) (ABl Nr. L
209/8)
1.21 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1346 der Kommis-
sion vom 8. August 2019 zur Genehmigung einer nicht
geringfügigen Änderung der Spezifikation eines im
Regis-
ter der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der ge-
schützten geografischen Angaben eingetragenen Namens
(„Pomodoro S. Marzano dell‘Agro Sarnese-Nocerino“ (g.
U.)) (ABl Nr. L 213/1)
1.22 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1347 der Kommis-
sion vom 8. August 2019 zur Genehmigung einer nicht
geringfügigen Änderung der Spezifikation eines im
Regis-
ter der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der ge-
schützten geografischen Angaben eingetragenen Namens
„Roquefort“ (g. U.) (ABl Nr. L 214/1)
1.23 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1350 der Kommission
vom 12. August 2019 zur Eintragung einer geografischen
Angabe für eine Spirituose gemäß Artikel 30 Absatz 2 der
Verordnung (EU) 2019/787 des Europäischen Parlaments
und des Rates („Absinthe de Pontarlier“) (ABl Nr. L 215/1)
1.24 Verordnung (EU) 2019/1381 DES EUROPÄISCHEN PARLA-
MENTS UND DES RATES vom 20. Juni 2019 über die Trans-
parenz und Nachhaltigkeit der EU-Risikobewertung im
Bereich der Lebensmittelkette und zur Änderung der Ver-
ordnungen (EG) Nr. 178/2002, (EG) Nr. 1829/2003, (EG) Nr.
1831/2003, (EG) Nr. 2065/2003, (EG) Nr. 1935/2004, (EG)
Nr. 1331/2008, (EG) Nr. 1107/2009, (EU) 2015/2283 und
der Richtlinie 2001/18/EG (ABl Nr. L 231/1)
1.25 Verordnung (EU) 2019/1559 der Kommission vom 16. Sep-
tember 2019 zur Änderung der Anhänge II und III der Ver-
ordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments
und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückstän-
den von Cyflufenamid, Fenbuconazol, Fluquinconazol und
Tembotrion in oder auf bestimmten Erzeugnissen (ABl Nr.
L 239/1)
1.26 Verordnung (EU) 2019/1561 der Kommission vom 17. Sep-
tember 2019 zur Änderung der Anhänge II und III der Ver-
ordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments
und des Rates über Höchstgehalte an Rückständen von
Chlormequat in Kulturpilzen (ABl Nr. L 240/1)
1.27 Durchführungsbeschluss (EU) 2019/1562 der Kommission
vom 16. September 2019 zur Änderung der Entscheidun-
gen 2007/305/EG, 2007/306/EG und 2007/307/EG hin-
sichtlich des Toleranzzeitraums für Spuren von Ms1×Rf1
(ACS-BNØØ4-7×ACS-BNØØ1-4)-Hybrid-Raps, Ms1×Rf2
(ACS-BNØØ4-7×ACS-BNØØ2-5)-Hybrid-Raps und Topas
19/2 (ACS-BNØØ7-1)-Raps sowie von daraus gewonne-
nen Erzeugnissen (Bekannt gegeben unter Aktenzeichen
C(2019) 6524) (ABl Nr. L 240/13)
1.28 Verordnung (EU) 2019/1582 der Kommission vom 25. Sep-
tember 2019 zur Änderung der Anhänge II und III der Ver-
ordnung (EG) Nr. 396/2005 des Europäischen Parlaments
und des Rates hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückstän-
den von Imazalil in oder auf bestimmten Erzeugnissen (ABl
Nr. L 246/1)
1.29 Durchführungsverordnung (EU) 2019/1604 der Kommissi-
on vom 27. September 2019 zur Änderung der Verordnung
(EWG) Nr. 2568/91 über die Merkmale von Olivenölen und
Oliventresterölen sowie die Verfahren zu ihrer Bestimmung
(ABl Nr. L 250/14)
2. Nationales Recht
keine Eintragungen
Bearbeiter: Dr. Thomas Frenzel
LUA Dresden

26 │
Beschwerdeproben-Report für Lebensmittel und
Bedarfsgegenstände sowie Tabakerzeugnisse
3. Quartal 2019
Zahl der bearbeiteten Beschwerdeproben: 32
davon beanstandet: 4
Probenbezeichnung
Beschwerdegrund
Beurteilung
Mirabellen und Pflaumen
weiße und braune Rückstände/Ab-
lagerungen
deutlich erweichte, faulige Mirabellen mit weißem Schimmelbelag und fast
vollständig erweichte, faulige Zwetschgen, teilweise mit einem deutlichen
weißgrauen Schimmelbelag;
Geruch: stark abweichend faulig, gärig, verdorben;
Beurteilung als nicht sicher nach Art. 14 Abs. 2b der VO (EG) Nr. 178/2002
Vollkornbrötchen
Fremdkörper im belegten Brötchen
Rest eines belegten Brötchens mit drei kleinen weißen, kristallinen, festen
Fremdkörpern;
Beurteilung als nicht sicher nach Art. 14 Abs. 2b der VO (EG) Nr. 178/2002
Eiscreme mit Sahne mit Honigsauce
und karamellisierten Walnussstück-
chen
Plastikstück im Eis
kunststoffähnliches Stück der Probe beigelegt;
Beurteilung als nicht sicher nach Art. 14 Abs. 2b der VO (EG) Nr. 178/2002
Ileburger Sachsen Quelle fruit &
water Grapefruit
braune Flocken in der Flasche
braune Flocken im Getränk, Schimmelpilze nachgewiesen;
Beurteilung als nicht sicher nach Art. 14 Abs. 2b der VO (EG) Nr. 178/2002
Bearbeiter: Abteilung 5
LUA Chemnitz
BSE-Untersuchungen 3. Quartal 2019
Tierart
TKBA / ZNS / Kohorte *
Lebensmittel
Notschlachtung
Gesamt
Rind
3.017
0
17
3.034
Schaf
18
110
0
128
Ziege
6
7
0
13
Gesamt
3.041
117
17
3.175
* Tierkörperbeseitigung, ZNS-Störungen, Kohortenschlachtungen
Tollwutuntersuchungen 3. Quartal 2019
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige
LD Dresden
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige
LD Leipzig
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige
LD Chemnitz
Landesdirektion Sachsen
Fuchs
5
4
4
13
Marderhund
0
0
0
0
Waschbär
0
1
0
1
Gesamtzahl der Proben
5
5
4
14
Untersuchungsergebnisse
negativ
5
4
3
12
ungeeignet
0
1
1
2
positiv
0
0
0
0
Die Aufstellung der positiven Tollwutbefunde entfällt.
Bearbeiter: Reinhard Seiler
LUA Dresden

│27
Salmonellenberichterstattung im Freistaat Sachsen
3. Quartal 2019
Tabelle 1: Untersuchungen und Nachweise im Überblick
Untersuchungen
untersuchte Anzahl
Salmonellennachweise
Serotypen
(geordnet nach Nachweishäufigkeit)
Kotproben
13.336
294
S. Kottbus, S. Dublin, S. sp., S. Bovismorbificans,
S. Typhimurium var. Cop., S. Typhimurium,
S. Serogr. C1, S. Newport, S. Typhimurium Impfstamm,
S. enterica ssp. II, S. Enteritidis, S. Colorado, S. Derby,
S. enterica ssp. IIIa, S. Brandenburg, S. Infantis,
S. enterica ssp. I, S. Mbandaka, S. Goldcoast
Sektionsmaterial
881
83
S. Dublin, S. Typhimurium var. Cop., S. Typhimurium,
S. Serogr. B, S. enterica ssp. IIIb, S. Enteritidis, S. sp.,
S. Infantis, S. enterica ssp. IIIa, S. Derby,
S. Choleraesuis, S. Thompson, S. Kottbus, S. Colorado,
S. Ohio, S. Montevideo, S. Tennessee
Untersuchung nach Hühner-Salmonellen-VO
0
0
Umgebungstupfer
9
0
Futtermittel
49
5
S. Montevideo, S. Anatum
Bakteriologische Fleischuntersuchungen
18
0
Lebensmittel tierischer Herkunft
1.581
6
S. sp., S. Serogruppe B, S. Infantis, S. Bonn,
S. Livingstone
Lebensmittel nichttierischer Herkunft
1.027
1
S. Serogruppe C1
Hygienekontrolltupfer - Lebensmittel
3.121
1
Salmonella
Kosmetische Mittel
0
0
Bedarfsgegenstände
0
0
Tabelle 2: Salmonellennachweise aus Kotproben und Sektionen
Tierart
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige LD Chemnitz
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige LD Dresden
Landesdirektion Sachsen,
Bereich ehemalige LD Leipzig
Kot
Sektionen
Kot
Sektionen
Kot
Sektionen
Proben
1
Salm.-
Nw
2
Proben
Salm.-
Nw
Proben
Salm.-
Nw
Proben
Salm.-
Nw
Proben
Salm.-
Nw
Proben
Salm.-
Nw
Rind
96
0
34
0
2.955
230
58
3
9.341
33
101
25
Schwein
6
0
51
5
10
0
86
3
8
2
56
9
Schaf
0
0
12
2
8
0
16
0
0
0
4
1
Ziege
2
0
2
0
7
0
8
0
5
0
0
0
Pferd
34
0
4
0
18
1
3
0
63
0
1
0
Huhn
1
0
20
1
26
1
20
1
0
0
12
0
Taube
0
0
4
2
11
0
5
2
1
0
0
0
Gans
0
0
8
3
0
0
10
5
0
0
3
2
Ente
0
0
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Pute
0
0
1
0
0
0
7
0
0
0
29
0
Hund/Katze
92
3
11
0
282
6
19
0
223
4
7
1
sonstige Tierarten
12
0
104
13
65
6
129
3
70
8
55
2
Summe
243
3
252
26
3.382
244
361
17
9.711
47
268
40
1
= Anzahl der untersuchten Proben
2
= Anzahl der Salmonellennachweise

28 │
Tabelle 3: Regionale Zuordnung der Salmonellenfunde
Sektionen und Kotproben
Landesdirektion/Kreis
Tier-/Probenart
Nachgewiesene Serotypen
Anzahl
Serotyp
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Chemnitz
Chemnitz, Stadt
Hund/Katze/Kot
1
S. Mbandaka
Chemnitz, Stadt
Hund/Katze/Kot
1
S. Typhimurium var. Cop.
Erzgebirgskreis
Gans/Sektion
2
S. Typhimurium
Erzgebirgskreis
Huhn/Sektion
1
S. Infantis
Erzgebirgskreis
Hund/Katze/Kot
1
S. Typhimurium var. Cop.
Erzgebirgskreis
Schaf/Sektion
1
S. Derby
Erzgebirgskreis
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. enterica ssp. IIIa
Erzgebirgskreis
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. enterica ssp. IIIb
Erzgebirgskreis
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Serogr. B
Erzgebirgskreis
Taube/Sektion
1
S. Typhimurium var. Cop.
Mittelsachsen
Gans/Sektion
1
S. sp.
Mittelsachsen
Gans/Sektion
1
S. Typhimurium var. Cop.
Mittelsachsen
Schwein/Sektion
1
S. Serogr. B
Mittelsachsen
Schwein/Sektion
1
S. Thompson
Mittelsachsen
Schwein/Sektion
2
S. Typhimurium var. Cop.
Mittelsachsen
sonstige Tierarten/Sektion
2
S. Choleraesuis
Mittelsachsen
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Colorado
Mittelsachsen
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. enterica ssp. IIIa
Mittelsachsen
sonstige Tierarten/Sektion
3
S. Typhimurium var. Cop.
Vogtlandkreis
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Colorado
Vogtlandkreis
sonstige Tierarten/Sektion
2
S. Infantis
Vogtlandkreis
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Thompson
Vogtlandkreis
Taube/Sektion
1
S. Typhimurium var. Cop.
Zwickau
Schaf/Sektion
2
S. enterica ssp. IIIb
Zwickau
Schwein/Sektion
1
S. Typhimurium var. Cop.
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Dresden
Bautzen
Gans/Sektion
1
S. Typhimurium
Bautzen
Rind/Kot
5
S. Dublin
Bautzen
Rind/Sektion
2
S. Kottbus
Bautzen
Rind/Kot
212
S. Kottbus
Bautzen
Rind/Sektion
1
S. sp.
Bautzen
sonstige Tierarten/Kot
1
S. enterica ssp. II
Dresden, Stadt
Hund/Katze/Kot
1
S. Infantis
Dresden, Stadt
Pferd/Kot
1
S. Typhimurium
Dresden, Stadt
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Enteritidis
Görlitz
Gans/Sektion
4
S. Typhimurium var. Cop.
Görlitz
Hund/Katze/Kot
1
S. Typhimurium
Görlitz
sonstige Tierarten/Kot
1
S. enterica ssp. I
Görlitz
sonstige Tierarten/Kot
1
S. enterica ssp. II
Görlitz
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. sp.
Görlitz
sonstige Tierarten/Sektion
1
S. Tennessee
Görlitz
Taube/Sektion
2
S. Typhimurium
Meißen
Hund/Katze/Kot
1
S. Bovismorbificans
Meißen
Hund/Katze/Kot
1
S. Derby
Meißen
Rind/Kot
9
S. Bovismorbificans
Meißen
Rind/Kot
2
S. Dublin
Meißen
Rind/Kot
2
S. Typhimurium Impfstamm
Meißen
Schwein/Sektion
1
S. Derby
Meißen
Schwein/Sektion
1
S. Montevideo
Meißen
Schwein/Sektion
1
S. Typhimurium
Meißen
sonstige Tierarten/Kot
2
S. Typhimurium
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Huhn/Kot
1
S. Kottbus
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Huhn/Sektion
1
S. Typhimurium

│29
Landesdirektion/Kreis
Tier-/Probenart
Nachgewiesene Serotypen
Anzahl
Serotyp
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Hund/Katze/Kot
1
S. Goldcoast
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Hund/Katze/Kot
1
S. Typhimurium var. Cop.
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
sonstige Tierarten/Kot
1
S. Typhimurium
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Leipzig
Leipzig Land
Gans/Sektion
1
S. Enteritidis
Leipzig Land
Gans/Sektion
2
S. Typhimurium
Leipzig Land
Hund/Katze/Kot
1
S. Colorado
Leipzig Land
Hund/Katze/Kot
1
S. Serogr. C1
Leipzig Land
Rind/Kot
19
S. Dublin
Leipzig Land
Rind/Sektion
26
S. Dublin
Leipzig Land
Schaf/Sektion
2
S. enterica ssp. IIIb
Leipzig Land
sonstige Tierarten/Kot
1
S. Enteritidis
Leipzig, Stadt
Hund/Katze/Kot
1
S. Brandenburg
Leipzig, Stadt
Hund/Katze/Kot
1
S. Enteritidis
Leipzig, Stadt
sonstige Tierarten/Kot
1
S. enterica ssp. IIIa
Leipzig, Stadt
sonstige Tierarten/Sektion
2
S. Enteritidis
Leipzig, Stadt
sonstige Tierarten/Kot
3
S. Newport
Leipzig, Stadt
sonstige Tierarten/Kot
2
S. Serogr. C1
Leipzig, Stadt
sonstige Tierarten/Kot
1
S. Typhimurium var. Cop.
Nordsachsen
Hund/Katze/Sektion
1
S. Enteritidis
Nordsachsen
Rind/Kot
14
S. sp.
Nordsachsen
Schwein/Sektion
1
S. Ohio
Nordsachsen
Schwein/Sektion
4
S. Serogr. B
Nordsachsen
Schwein/Sektion
1
S. sp.
Nordsachsen
Schwein/Sektion
1
S. Typhimurium
Nordsachsen
Schwein/Kot
2
S. Typhimurium var. Cop.
Nordsachsen
Schwein/Sektion
2
S. Typhimurium var. Cop.

30 │
Tabelle 4: Salmonellennachweise
Warengruppe
Gesamtproben
davon Planproben
davon Verdachtsproben
davon Beschwerdeproben
Anzahl
Salm.-Nw.*
Anzahl
Salm.-Nw.
Anzahl
Salm.-Nw.
Anzahl
Salm.-Nw.
Milch, Milchprodukte, Käse und Butter
296
0
290
0
5
0
1
0
Eier und Eiprodukte
102
0
102
0
0
0
0
0
Fleisch warmblütiger Tiere, auch tiefgefroren
321
4
292
4
1
0
0
0
Fleischerzeugnisse warmblütiger Tiere
(außer Wurstwaren)
404
1
390
1
8
0
5
0
Wurstwaren
298
1
294
1
3
0
1
0
Fisch- und Erzeugnisse
137
0
123
0
1
0
0
0
Krusten-, Schalen-, Weichtiere, sonst. Tiere
und Erzeugnisse daraus
23
0
23
0
0
0
0
0
Fette, Öle, Margarine
1
0
0
0
0
0
0
0
Getreide, -produkte, Brot, Teig- und Backwaren
222
0
220
0
2
0
0
0
Mayonnaisen, emul. Soßen, kalte Fertigsoßen
und Feinkostsalate
188
0
182
0
6
0
0
0
Puddinge, Desserts und Cremespeisen
4
0
4
0
0
0
0
0
Speiseeis und -halberzeugnisse
331
0
309
0
22
0
0
0
Säuglings- und Kleinkindernahrung
0
0
0
0
0
0
0
0
Diätetische Lebensmittel, Nährstoffkonzentrate
und Ergänzungsnahrung
0
0
0
0
0
0
0
0
Obst, Gemüse und -zubereitungen
53
0
38
0
2
0
1
0
Getränke, inkl. Tafel- und Trinkwasser,
Spirituosen und Bier
11
0
8
0
2
0
1
0
Gewürze, Würzmittel und Zusatzstoffe
18
0
16
0
1
0
1
0
Zucker, Süß- und Schokoladenwaren, Honig,
Konfitüre, Kaffee, Kakao, Tee
7
0
7
0
0
0
0
0
Fertiggerichte, zubereitete Speisen, Suppen
und Soßen
192
1
166
1
21
0
5
0
Kosmetika
0
0
0
0
0
0
0
0
Bedarfsgegenstände ohne Kosmetika
0
0
0
0
0
0
0
0
Gesamt
2.624
7
2.480
7
74
0
15
0
* Salmonellennachweis
Tabelle 5: Regionale Zuordnung der Salmonellenfunde
Landesdirektion/Kreis
Eingangsdatum
Probenart
Nachgewiesene Serotypen
Anzahl
Serotyp
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Chemnitz
Vogtlandkreis
02.07.2019
Hähnchen Filetstreifen
1
S. Infantis
Mittelsachsen
10.07.2019
Ziegenknacker
1
S. Bonn
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Dresden
Bautzen
24.09.2019
Schlemmer-Filet Bordelaise aus Alaska-
Seelachs
2
S. Serogruppe C1
Dresden, Stadt
22.08.2019
Aspropa Schweine-Gebärmutter
1
S. sp.
Dresden, Stadt
03.09.2019
Gulasch vom Weiderind
1
S. Livingstone
Landesdirektion Sachsen, Bereich ehemalige LD Leipzig
Nordsachsen
07.08.2019
Halshaut von Masthähnchen
2
S. Serogruppe B
Leipzig, Stadt
26.09.2019
Hähnchen Herzen
1
S. sp.
Leipzig, Stadt
18.09.2019
Hackepeter
2
S. Serogruppe B

│31
Tabelle 6: Häufigkeit der nachgewiesenen Salmonellenserotypen (Anzahl)
Serotypen
Veterinärmedizinische
Diagnostik
Futtermittel
Lebensmittel/
Bedarfsgegenstände
BU
Hygienekontrolltupfer
(Lebensmittel)
S. Kottbus
215
S. Dublin
52
S. sp.
18
4
S. Typhimurium var. Cop.
21
S. Typhimurium
15
S. Bovismorbificans
10
S. Enteritidis
7
S. Infantis
4
2
S. Serogr. B
6
S. Serogruppe B
6
S. enterica ssp. IIIb
5
S. Montevideo
1
2
S. Anatum
3
S. Newport
3
S. Serogr. C1
3
S. Colorado
3
S. enterica ssp. IIIa
3
S. Derby
3
S. Serogruppe C1
3
S. enterica ssp. II
2
S. Livingstone
2
S. Typhimurium Impfstamm
2
S. Bonn
2
S. Choleraesuis
2
S. Thompson
2
S. Ohio
1
S. Mbandaka
1
S. enterica ssp. I
1
S. Tennessee
1
S. Goldcoast
1
S.
1
S. Brandenburg
1
Bearbeiter: Reinhard Seiler
LUA Dresden

32 │

image
Herausgeber:
Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen
Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden
Redaktion:
Dr. Hermann Nieper, LUA Sachsen, Standort Dresden, Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden,
Tel.: 0351/8144 1400
Gestaltung und Satz:
SG IT, LUA Sachsen, Standort Dresden, Jägerstr. 8/10, 01099 Dresden,
Tel.: 0351/8144 1712 Fax: 0351/8144 1710
Druck:
alinea Digitaldruck, Chemnitz |
www.alinea24.de
Redaktionsschluss:
15. November 2019
Bezug:
Dieses offizielle Mitteilungsblatt der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und
Veterinärwe-
sen des Freistaates Sachsen kann kostenfrei im Internet abgerufen werden:
www.lua.sachsen.de
und unter
www.publikationen.sachsen.de