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STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN
STATISTISCHES AMT IN WROCŁAW
TSCHECHISCHES STATISTISCHES AMT, BEREICH LIBEREC
LEXIKON STATISTIK
DEFINITION DER GRUNDBEGRIFFE
UND METHODISCHE ERLÄUTERUNGEN
DER DEUTSCHEN,
POLNISCHEN
UND TSCHECHISCHEN
Kamenz – Wrocław – Liberec 2014
STATISTIK

STATISTISCHES LANDESAMT DES FREISTAATES SACHSEN
STATISTISCHES AMT IN WROCŁAW
TSCHECHISCHES STATISTISCHES AMT, BEREICH LIBEREC
LEXIKON STATISTIK
DEFINITION
DER GRUNDBEGRIFFE
UND METHODISCHE ERLÄUTERUNGEN
DER DEUTSCHEN, POLNISCHEN
UND TSCHECHISCHEN STATISTIK
KAMENZ – WROCŁAW – LIBEREC
2014

 
BEARBEITUNG
Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen:
Regine Fiedler, Birgit Scheibe
Statistisches Amt in Wrocław:
Sławomir Banaszak, Dorota Smoczyńska
Redaktionskollegium des Tschechischen Statistischen Amtes, Bereich Liberec
Übersetzungen:
aus dem Polnischen –
Piotr Jankiewicz
aus dem Tschechischen
– Jan Hanzl
PC-Bearbeitung und Umschlaggestaltung:
Joanna Zielińska
Auszugsweise Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet
Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung und dem Staatshaushalt
durch die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa kofinanziert
ISBN
978-83-89593-53-5
Druck:
Statistisches Amt in Wrocław, Abteilung in Legnica
59-220 Legnica, ul. Jaworzyńska 65

 
Vorwort
Wir überreichen Ihnen eine methodische Publikation, die zur einfacheren Auslegung von
statistischen Daten zu den grenzübergreifenden Teilen des polnisch-tschechisch-deutschen
Grenzgebiets erarbeitet wurde. Sie umfasst eine breite Aufstellung von Definitionen
ausgewählter Begriffsbestimmungen, die für die statistischen Erhebungen der zuständigen
Behörden in Polen, in der Tschechischen Republik und im Freistaat Sachsen zum Einsatz
kommen.
Die Publikation wurde von den Statistikern des Tschechischen Statistischen Amtes
Vertretung Liberec, des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen und des
Statistischen Amtes in Wrocław erarbeitet, die im Rahmen der EUREX Statistik der Euroregion
Neisse-Nisa-Nysa zusammengearbeitet haben.
Während der 20 Jahre dauernden Zusammenarbeit der Statistiker mit dem Ziel, das
statistische Bild von sozialen und wirtschaftlichen Erscheinungen auf dem polnisch-
tschechisch-sächsischen Grenzgebiet zu präsentieren, stieß man auf zahlreiche Beispiele
verschiedener Definitionen von identisch oder ähnlich lautenden Begriffsbestimmungen. Die
Differenzierung ist grundsätzlich auf eine andere Organisationsstruktur in diesen Staaten und
ihrer Institutionen in den einzelnen Bereichen des sozialen oder wirtschaftlichen Lebens
zurückzuführen, zum Beispiel auf die unterschiedlichen Strukturen der Bildungssysteme, des
Gesundheitswesens oder der Wirtschaft. Die Unterschiede in den Definitionen mancher
Begriffe sowie die verschiedene Methodik zur Durchführung von statistischen Erhebungen
waren Ansporn für die Autoren, diese Publikation zu erarbeiten.
Das Lexikon besteht aus 15 Hauptabschnitten mit der Aufstellung von polnischen,
tschechischen und deutschen Definitionen (entsprechend mit: DE, CZ und PL gekennzeichnet),
mit methodischen Erläuterungen sowie Informationen über die Verfügbarkeit der Daten
hinsichtlich der Periodizität und regionalen Ebene. In den meisten Hauptabschnitten wurden
die Definitionen von Begriffen mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung zusammengestellt, um
eine Analyse ihrer Vergleichbarkeit zu erleichtern. Bei gravierenden Unterschieden in den
Definitionen wurden die Inhalte aus den jeweiligen Ländern separat präsentiert. Die Auswahl
der Begriffsbestimmungen wurde hauptsächlich durch die Verfügbarkeit der Daten auf
regionaler oder lokaler Ebene determiniert, aber auch durch das Vorhandensein von
Definitionen in mindestens zwei Staaten (in einem solchem Fall stehen bei einem Begriff nur
zwei Definitionen).
Die Publikation kann eine Informationsquelle über die erfassten statistischen Daten nicht
nur im Grenzgebiet Polen-Tschechien-Sachsen darstellen, sondern auch in den Grenzgebieten
der übrigen Bundesländer, weil die Methodik zur Durchführung von statistischen Erhebungen
in den meisten Bundesländern identisch ist.

4
Ein besonderer Dank gilt der tschechischen Regionalen Gemeinschaft der Euroregion
Neisse-Nisa-Nysa als offiziellem Projektpartner, sowie den Landessekretariaten der Euroregion
Neisse-Nisa-Nysa. Ohne ihre Unterstützung und entgegenkommende Zusammenarbeit wäre
die Erarbeitung der Publikation unmöglich gewesen.
Wir hoffen, das Lexikon liefert Ihnen viele interessante und nützliche Informationen über
Differenzen und Ähnlichkeiten in der Methodik der statistischen Erhebungen der Länder im
polnischen/tschechischen/deutschen Grenzgebiet, erleichtert Ihnen die Auswertung und
Interpretation von statistischen Daten aus öffentlichen Statistiken und trägt somit zur
Entwicklung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in dieser Region bei.
Christa Bahrmann
Stellv. Behördenleiterin
des Statistischen
Landesamtes des Freistaates
Sachsen in Kamenz
Małgorzata
Wojtkowiak-Jakacka
Direktorin des Statistischen
Amtes in Wrocław
Stanislava Riegerova
Direktorin des Tschechischen
Statistischen Amtes,
Bereich Liberec
Kamenz-Wrocław-Liberec, Dezember 2014

 
Inhalt
Vorwort ............................................................................................................... 3
1. Territoriale Gliederung ................................................................................... 6
2. Bevölkerung .................................................................................................... 12
3. Arbeitsmarkt ................................................................................................... 23
4. Verdienste und Renten ................................................................................... 37
5. Budget der privaten Haushalte ....................................................................... 45
6. Wohnungen .................................................................................................... 49
7. Bildung und Erziehung .................................................................................... 56
8. Gesundheitswesen .......................................................................................... 65
9. Tourismus ....................................................................................................... 69
10. Preise ............................................................................................................ 80
11. Land- und Forstwirtschaft ............................................................................. 85
12. Umwelt ......................................................................................................... 92
13. Verkehrswesen ............................................................................................. 104
14. Öffentliche Finanzen ..................................................................................... 112
15. Wirtschaftsunternehmen ............................................................................. 115

 
1. Territoriale Gliederung
Die
Klassifikation der Gebietseinheiten für die Statistik (NUTS),
die in der
Europäischen Union gültig ist, erfolgt in Übereinstimmung mit der Verordnung (EG)
Nr. 1059/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Mai 2003
(Amtsblatt EU L 154 vom 21.06.2003). Diese gemeinsame Klassifikation wurde zum
Zweck der Erhebung, Erstellung und Verbreitung vergleichbarer Daten für spezifische
regionale Statistiken (z.B. regionale Gesamtrechnungen, Demographie, Arbeitsmarkt
und die Informationsgesellschaft) gegründet. Die NUTS-Klassifikation dient auch für
die Gestaltung der Regionalpolitik der EU und ist wichtig für die Analyse des Grades
der sozio-ökonomischen Entwicklung der Regionen.
Die NUTS-Klassifikation unterteilt das Wirtschaftsgebiet der EU-Mitgliedstaaten
auf drei grundlegenden Ebenen: NUTS 1 – NUTS3, die in Anhang I der Verordnung
aufgeführt werden. Darüber hinaus werden zwei weitere Ebenen der lokalen
Verwaltung benannt: LAU 1 und LAU 2. Diese werden nicht ausdrücklich im Anhang III
der Verordnung aufgeführt.
Nach der Gründung der NUTS-Klassifikation im Jahr 2003 und der Aufnahme neuer
Mitgliedsstaaten im Jahr 2004 (10 Mitgliedstaaten) und 2008 (2 Mitgliedstaaten), gab
es zwei Aktualisierungen: die erste im Jahr 2006 und die zweite im Jahr 2010. Ab
1. Januar 2012 (auf der Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 31/2011 vom 17. Januar
2011 Coll. Gazette EU L 13, 18.01.2011) gibt es 97 Regionen der NUTS Ebene 1, 270
Regionen der NUTS Ebene 2 und 1 294 Regionen auf der NUTS-Ebene 3.
NUTS-Regeln
Grundlagen der NUTS-Klassifikation sind:
1. Hierarchie
Die NUTS-Klassifikation ist hierarchisch aufgebaut. Sie unterteilt jeden
Mitgliedsstaat in Gebietseinheiten der NUTS Ebene 1, von denen jede in
Gebietseinheiten der NUTS-Ebene 2 unterteilt ist und diese wiederum in
Gebietseinheiten der NUTS-Ebene 3. Eine bestimmte Gebietseinheit kann jedoch auf
mehreren NUTS-Ebenen eingeordnet werden.
2. Administrative Gliederung
Die in den Mitgliedsstaaten bestehenden Verwaltungseinheiten bilden das erste
Kriterium zur Festlegung der Gebietseinheiten. „Verwaltungseinheit“ bezeichnet
dabei ein geografisches Gebiet mit einer Verwaltungsbehörde, die befugt ist,
innerhalb des gesetzlichen und institutionellen Rahmens des Mitgliedsstaats

 
Territoriale Gliederung
7
Verwaltungsentscheidungen oder politische Entscheidungen für dieses Gebiet zu
treffen.
3. Das Kriterium der Bevölkerung
Um die relevante NUTS-Ebene zu bestimmen, auf der eine bestimmte Klasse von
Verwaltungseinheiten in einem Mitgliedsstaat einzuordnen ist, muss die
durchschnittliche Größe dieser Klasse von Verwaltungseinheiten in dem
Mitgliedsstaat innerhalb folgender Bevölkerungsgrenzen liegen: Die für die NUTS-
Klassifikation verwendeten bestehenden Verwaltungseinheiten sind in Anhang II der
Verordnung aufgeführt. Wenn in einem Mitgliedsstaat für eine bestimmte NUTS-
Ebene keine den Kriterien entsprechenden Verwaltungseinheiten angemessener
Größe bestehen, wird diese NUTS-Ebene durch Aggregation einer angemessenen Zahl
bestehender kleinerer benachbarter Verwaltungseinheiten gebildet. Bei dieser
Aggregation
sind relevante Kriterien wie geographische, sozioökonomische,
historische, kulturelle oder Umweltkriterien zu berücksichtigen. Die Größe der
nichtadministrativen Einheiten in einem Mitgliedstaat muss für eine bestimmte NUTS-
Ebene innerhalb der Bevölkerungsgrenzen liegen (siehe Tabelle).
Ebene
Untergrenze
Obergrenze
NUTS 1
3 000 000
7 000 000
NUTS 2
800 000
3 000 000
NUTS 3
150 000
800 000
Sachsen
Am 1. August 2008 traten im Freistaat Sachsen das Gesetz zur Neugliederung des
Gebietes der Landkreise des Freistaates Sachsen und zur Änderung anderer Gesetze
(Sächsisches Kreisgebietsneugliederungsgesetz – SächsKrGebNG) vom 29. Januar 2008
und das Gesetz zur Neuordnung der Sächsischen Verwaltung (Sächsisches
Verwaltungsneuordnungsgesetz SächsVwNG) vom 29. Januar 2008 in Kraft.
Durch die damit verbundene Neugliederung des Freistaates Sachsen verringerte
sich die Anzahl der Landkreise von 22 auf 10 und die Kreisfreien Städte vom 7 auf 3.
Die neuen Landkreise wurden durch Zusammenlegung bestehender Landkreise und
Kreisfreier Städte gebildet. 4 Kreisfreie Städte wurden in die neuen Landkreise
eingegliedert. Die Neubildung des Landkreises Mittelsachsen hatte Auswirkungen auf
den Zuschnitt der Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz. Der Freistaat Sachsen
besteht nach dem Sächsischen Kreisgebietsneugliederungsgesetz ab 1. August 2008

 
8
Territoriale Gliederung
aus den Kreisfreien Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie den Landkreisen
Bautzen, Erzgebirgskreis, Görlitz, Leipzig, Meißen, Mittelsachsen, Nordsachsen,
Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Vogtlandkreis und Zwickau.
Entsprechend dem Sächsischen Verwaltungsneuordnungsgesetz wurde das Gebiet
des Freistaates Sachsen in die drei Direktionsbezirke (früher: Regierungsbezirke)
Chemnitz, Dresden und Leipzig eingeteilt.
Mit dem Inkrafttreten des Sächsischen Standortegesetzes am 1. März 2012 wird
diese Verordnung außer Kraft gesetzt und es entfällt die Ebene der Direktionsbezirke
als räumliche Gliederung. In statistischen Datenbanken, Veröffentlichungen und
Nutzeranfragen werden die ehemaligen Direktionsbezirke als „NUTS 2-Region“
weiterhin ausgewiesen.
Durch weitere freiwillige Gemeindeeingliederungen und -zusammenschlüsse
verringerte sich die Zahl der selbständigen Gemeinden auf 432 am 1. Januar 2014.
Zum 1. Oktober 2014 besteht der Freistaat Sachsen aus drei Kreisfreien Städten und
10 Landkreisen mit 428 kreisangehörigen Gemeinden.
Polen
In Polen gilt die Klassifikation der Gebietseinheiten für die Statistik (NTS), die auf
Basis der Gemeinsamen Klassifikation der Gebietseinheiten für die Erstellung der
Regionalstatistiken in der Union (NUTS) erarbeitet und die in der EU durch die
Verordnung (EG) Nr. 1059/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
26. Mai 2003 (ABl. 1 54 vom 21.06.2003), geändert, eingeführt wurde. Die seit
1.1.2008 geltende NTS-Klassifikation wurde durch die Verordnung des Ministerrates
vom 14.11.2007 (GBl. Dz. U. Nr. 214, Pos. 1573) für die bis zum 31.12.2007 geltende
Klassifikation laut Verordnung des Ministerrates vom 13.07.2000 r. (GBl. Dz. U. Nr. 58,
Pos. 685) geändert, eingeführt. Das Ziel der Klassifikation ist die Sicherstellung der
Erhebung, Aufbereitung, Verarbeitung und Übermittlung von vergleichbaren Daten
für bestimmte Regionalstatistiken der Mitgliedsstaaten.
Die NTS-Klassifikation wurde anhand der dreistufigen Gliederung des Staates in
Woiwodschaften, Kreise und Gemeinden erarbeitet, mit Hilfe derer zusätzlich 2
verwaltungsfremde Ebenen, d. h. Regionen und Unterregionen, ausgegliedert
wurden.
Nach der NTS-Klassifikation ist Polen in hierarchisch miteinander verbundene
Gebietseinheiten auf 5 Ebenen gegliedert, von denen 3 regional und 2 lokal sind.
Regionale Ebenen umfassen:
Ebene 1 – Regionen (Ebene mit 6 Einheiten),

 
Territoriale Gliederung
9
Ebene 2 – Woiwodschaften (Ebene mit 16 Einheiten),
Ebene 3 – Unterregionen (Ebene mit 66 Einheiten),
Lokale Ebenen umfassen:
Ebene 4 – Kreise (314 Einheiten) und kreisfreie Städte (66 Einheiten),
Ebene 5 – Gemeinden (2 479 Einheiten), einschließlich der Stadtgemeinden, die
kreisfreie Städte sind (66 Einheiten).
Stand am 1. Januar 2014.
Die Struktur der Gruppierungen von NTS-Einheiten, ihre Kennzeichnung und
Schreibung, basieren auf dem System der Identifizierungen und Namen der
Gebietseinheiten. Das System ist ein Teil des Nationalregisters der amtlichen
Verwaltungsgliederung des Landes – TERYT.
Tschechische Republik
Basierend auf dem Verfassungsgesetz Gbl. Nr. 347/1997 vom 3. Dezember 1997
über die Schaffung höherer selbstverwaltender Gebietseinheiten wurde die
Tschechische Republik am 1. Januar 2000 in 14 Regionen untergliedert. Laut diesem
Gesetz und dem Beschluss der Regierung der Tschechischen Republik Nr. 707/1998
führte das Tschechische statistische Amt gemäß § 19 Abs. 1 des Gesetzes Gbl.
Nr. 89/1995 über den Dienst für staatliche Statistik und nach einem Abkommen mit
dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) die
Klassifikation der Gebietseinheiten für die Statistik – CZ-NUTS
“ ein.
Mit Wirksamkeit vom 1. Januar 2008 wurde die Klassifikation der Gebietseinheiten
für die Statistik CZ-NUTS durch die Bekanntmachung des Tschechischen statistischen
Amts ČSÚ Gbl. Nr. 201/2007 aktualisiert. Gegenwärtig umfasst die Klassifikation
4 NUTS-Ebenen, die Abgrenzung der einzelnen NUTS-Ebenen wird durch die
Einwohnerzahl und die Fläche charakterisiert. Auf den niedrigeren Ebenen werden
dann sog. „lokale administrative Einheiten“ (LAU) genutzt. Das System der LAU ist in
der EU jedoch nicht mit legislativen Instrumenten eingeführt.
NUTS 0 kennzeichnet den Staat Tschechische Republik
NUTS 1 kennzeichnet das Gebiet der Tschechischen Republik
NUTS 2 kennzeichnet die Kohäsionsregionen, d. h. insgesamt 8
Kohäsionsregionen

10
Territoriale Gliederung
NUTS 3 kennzeichnet insgesamt 14 Regionen, d. h. höhere selbstverwaltende
Gebietseinheiten
LAU 1 kennzeichnet die Bezirke, d. h. insgesamt 76 Bezirke und die
Hauptstadt Prag
LAU 2 kennzeichnet die Gemeinden, d. h. insgesamt 6 251 Gemeinden (die
Hauptstadt Prag wird als eine Einheit angeführt)
Übersicht der Kohäsionsregionen NUTS 2 und der Bezirke NUTS 3:
Praha (Prag)
– Hlavní město Praha (Hauptstadt Prag)
Střední Čechy (Mittelböhmen)
– Středočeský kraj (Mittelböhmische
Region)
Jihozápad (Südwesten)
– Jihočeský kraj (Südböhmische Region)
und Plzeňský kraj (Pilsner Region)
Severozápad (Nordwesten)
– Karlovarský kraj (Karlsbader Region)
und Ústecký kraj (Aussiger Region)
Severovýchod (Nordosten)
– Liberecký kraj (Reichenberger Region),
Královéhradecký kraj (Königgrätzer
Region)
und
Pardubický
kraj
(Pardubitzer Region)
Jihovýchod (Südosten)
– Kraj Vysočina (Region Hochland) und
Jihomoravský kraj (Südmährische
Region)
Střední Morava (Mittelmähren)
– Olomoucký kraj (Olmützer Region) und
Zlínský kraj (Zliner Region)
Moravskoslezsko (Mährisch-Schlesien)
– Moravskoslezský
kraj
(Mährisch-
Schlesische Region).
Zum 1.1.2003 trat die bisher letzte Reform der Staatsverwaltung in Kraft, durch die im
Rahmen der Tschechischen Republik die Gebiete beauftragter Gemeinden II. Grades
(393 Gebiete) und die Verwaltungsbezirke von Gemeinden mit erweitertem
Wirkungsbereich III. Grades (205 Bezirke) festgelegt wurden.

Territoriale Gliederung
11
Territoriale Gliederung von Polen, der Tschechischen Republik und des
Freistaates Sachsen nach Klassifikation der Gebietseinheiten für die Statistik
NUTS
Stand am 31.12.2013
Freistaat Sachsen
Polen
Tschechische Republik
NUTS 0
X
Polen
Bevölkerung – 38 495 659
Fläche (km
2
) – 312 679
Tschechische Republik
Bevölkerung – 10 512 419
Fläche (km
2
) – 78 867
NUTS 1
Sachsen
Bevölkerung – 4 046 385
Fläche (km
2
) – 18 420
6 Regionen (region – NTS 1)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 6,4 Mio.
Tschechische Republik
Bevölkerung – 10 512 419
Fläche (km
2
) – 78 867
NUTS 2
3 ehemalige
Direktionsbezirke
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung: 1,3 Mio.
16 Wojewodschaften
(województwo – NTS 2)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 2,4 Mio.
8 Kohäsionsregionen
(region soudržnosti)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 1,3 Mio.
NUTS 3
10 Landkreise und 3
Kreisfreie Städte
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 311,3 Tsd.
66 Unterregionen
(podregion – NTS 3)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 583,3 Tsd.
14 Regionen (kraj)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 750,9 Tsd.
LAU 1
X
314 Kreise i 66 kreisfreie
Städte (powiat, miasto na
prawach powiatu – NTS 4)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 101,3 Tsd.
77 Kreise(
okres
),
darunter Hauptstadt Prag
(Hlavní město Praha)
Durchschnittliche Anzahl der
Bevölkerung – 136,5 Tsd.
LAU 2
438 Gemeinden
Bevölkerung:
Maximum – 531 562 (Leipzig, Stadt)
Minimum – 355 (Rathen, Kurort)
Durchschnitt – 9 238
2 479 Gemeinden (gmina,
(darunter kreisfreie Städte
– NTS 5)
Bevölkerung:
Maximum – 1 724 404 (Warszawa)
Minimum – 1351 (Krynica Morska)
Durchschnitt – 15,5 Tsd.
6 253 Gemeinden (
obec),
darunter Hauptstadt Prag
(H Praha)
Bevölkerung:
Maximum – 1 243 201 ( Prag)
Minimum – 2 (Březina)
Durchschnitt – 1 681

 
2. Bevölkerung
Bevölkerung
DE
Bevölkerung –
die Bevölkerung einer Gemeinde umfasste bis Anfang der 80er Jahre alle
Personen, die in dieser Gemeinde die alleinige oder die vorwiegend benutzte Wohnung
hatten (Wohnbevölkerung). Seither erfolgt die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes
nach der Hauptwohnung der Einwohner (§ 12 Melderechtsrahmengesetz – MRRG, i.d.F.
der Bek vom 19. April 2002 (BGBl. I S. 1342)).
Die jährliche Fortschreibung der Bevölkerung erfolgt mit Hilfe der Ergebnisse der
Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung über die Geburten und Sterbefälle,
Eheschließungen und Ehelösungen, der Wanderungsstatistik über die Zu- und
Fortzüge sowie von Bestandskorrekturen aufgrund von nachgereichten Meldungen
der Standes- und Einwohnermeldeämter.
Bei den Bevölkerungsdaten ab 31. Dezember 1987 in den alten Bundesländern
handelt es sich um Fortschreibungszahlen, die auf Ergebnissen der Volkszählung vom
25. Mai 1987 basieren, in den neuen Bundesländern ist die am 3. Oktober 1990
festgestellte amtliche Einwohnerzahl die Grundlage. Ab dem Berichtsjahr 2011
werden die Ergebnisse auf der Grundlage des am 9. Mai 2011 durchgeführten Zensus
dargestellt. Zur Bevölkerung zählen auch die im Bundesgebiet gemeldeten Ausländer
(einschließlich Staatenloser). Nicht zur Bevölkerung gehören hingegen die
Angehörigen der Stationierungsstreitkräfte sowie der ausländischen diplomatischen
und konsularischen Vertretungen mit ihren Familienangehörigen.
PL
Bevölkerung
(Ludność)
1
– Gesamtbevölkerung (allgemein oder nach bestimmten
Merkmalen), die in einer jeweiligen Gebietseinheit für den ständigen Wohnsitz
angemeldet ist und dort tatsächlich wohnt und die Anzahl der sich dort
vorübergehend aufhaltenden und in der Gebietseinheit für den vorübergehenden
Wohnsitz (3 und bis 2005 2 Monate) angemeldeten Personen.
Daten zur
Bevölkerung
werden auf folgender Basis erstellt:
1) Fortschreibung von Bestand und Struktur der Bevölkerung, die ein jeweiliges
Gemeindegebiet tatsächlich bewohnt. Die Bevölkerungsfortschreibung wird für
Perioden zwischen den Volkszählungen auf Grundlage der Daten der letzten
Volkszählung unter Berücksichtigung folgender Prämissen erstellt:
1
Bis 2010 so genannte tatsächlich wohnende Bevölkerung.

Bevölkerung
13
a) Änderungen im Berichtszeitraum aus der natürlichen Bewegung
(Lebendgeburten, Sterbefälle) und aus Zuzügen und Fortzügen (An- und
Abmeldungen für/vom ständigen Wohnsitz von anderen Gemeinden und aus
dem Ausland), sowie aus verwaltungsbedingten Adressenveränderungen der
Bevölkerung,
b) Differenz zwischen der Zahl der für den vorübergehenden Wohnsitz (3 und bis
2005 2 Monate) angemeldeten Einwohner im Gemeindegebiet und der Zahl der
vorübergehend Abwesenden, die anhand von wiederholenden Erhebungen
ermittelt wird, und gleichzeitig eine Differenz zwischen der Zahl der in der
Gemeinde für den ständigen Wohnsitz angemeldeten und der Zahl der
tatsächlich im Gemeindegebiet lebenden Personen ist;
2) Verzeichnisse des Innenministeriums – über Binnenwanderungen und Zuzüge aus
dem Ausland für den ständigen Wohnsitz (seit 2006 gilt das Register PESEL –
Allgemeines elektronisches System der Bevölkerungsevidenz) als Datenquelle;
3) Berichterstattungen der Standesämter – zu eingetragenen Ehen, Geburten und
Sterbefällen;
4) Berichterstattungen der Gerichte – zu rechtskräftig geschlossenen Trennungen und
Scheidungen.
Die Kennzahlen zu natürlichen Bewegungen und Zu- und Fortzügen der
Bevölkerung nach Gebietseinheiten wurden als Quotient der Zahl der jeweiligen
Bewegungen und der Bevölkerungszahl ermittelt (nach dem Stand per 30.Juni): bis
2009 – mit dem ständigen Wohnsitz, ab 2010 – tatsächlich wohnend.
CZ
Zahl der Einwohner mit gewöhnlichem Aufenthalt
(Počet obvykle bydlících obywatel)
– der Ort des gewöhnlichen Aufenthalts wird als der Ort definiert, wo eine Person
gewöhnlich ihre täglichen Ruhephasen verbringt, ungeachtet vorübergehender
Abwesenheit aufgrund von Erholung, Besuchen, Geschäftsreisen, Aufenthalt in einer
medizinischen Einrichtung u. ä., und wo sie Mitglied eines konkreten Haushalts ist.
Ausschlagegebend dafür, ob eine Person zur Bevölkerung mit gewöhnlichem
Aufenthalt in der Tschechischen Republik gezählt wird, ist das Kriterium von
12 Monaten Aufenthalt auf dem Gebiet der Tschechischen Republik bzw. die Absicht
eines langfristigen Aufenthalts. Für die Ableitung des Ortes des gewöhnlichen
Aufenthalts einer Person war bei der Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung 2011
die Deklaration auf dem Zählungsformular ausschlaggebend, die den tatsächlichen
Wohnort der Person betraf (ungeachtet des Ortes des Daueraufenthalts bzw.
genehmigten vorübergehenden Aufenthalts); ausgewertet wurden auch weitere

14
Bevölkerung
Informationen über den tatsächlichen Wohnsitz vor einem Jahr, die Angaben über
den Ort des Daueraufenthalts bzw. des genehmigten vorübergehenden Aufenthalts
und über den Ort der Zählung.
Als durchschnittliche Bevölkerungszahl im Jahr, die für Berechnungen
demographischer Kennzahlen verwendet wird, definiert man den Stand am 1. Juli.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Bevölkerung, die für den ständigen Wohnsitz angemeldet ist
PL
Ludność zameldowana na pobyt stały
– (dieses Merkmal wird seit 2010 nicht mehr
erfasst). Gesamtbevölkerung (allgemein oder nach bestimmten Merkmalen), die in
einer Gebietseinheit (Gemeinde, Woiwodschaft) für den ständigen Wohnsitz
angemeldet ist.
CZ
Obyvatelstvo přihlášené k trvalému pobytu
Zum Daueraufenthalt angemeldete
Bevölkerung – Der Daueraufenthalt ist der Aufenthalt am Ort des ständigen
Wohnsitzes des Bürgers. Ihren Daueraufenthalt können Bürger nur in Objekten
haben, die mit einer Zahl gemäß den Sondervorschriften gekennzeichnet sind. Jeder
Bürger der Tschechischen Republik muss zum Daueraufenthalt gemeldet sein, und
zwar zur selben Zeit nur an einem Ort. Den Daueraufenthalt können neben den
Bürgern der Tschechischen Republik auch ausländische Staatsangehörige und
Personen
ohne
Staatsangehörigkeit
haben,
sofern
sie
eine
Daueraufenthaltsberechtigung besitzen. Den sog. „langfristigen Aufenthalt“ können
lediglich Ausländer haben, die auf Basis einer Berechtigung zum „vorübergehenden
Aufenthalt mit Visum über 90 Tage“ auf dem Gebiet der Tschechischen Republik
verweilen. Grund eines solchen Aufenthalts kann Folgendes sein: Berufstätigkeit,
Studium, Heilbehandlung, Lektorenpraxis, Unternehmen, Zusammenführung der
Familie. Zu dieser Gruppe gehören auch Ausländer, die in Flüchtlingslagern verweilen
und den Status eines Flüchtlings mit vorübergehendem Asyl beantragen.

Bevölkerung
15
Bevölkerungsbilanz – Bevölkerungsstand zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. B.
zum 1.1. des gegebenen Jahres) + Zahl der Lebendgeborenen – Zahl der Gestorbenen
+ Zahl der Zuwanderer – Zahl der Abwanderer.
Der Bevölkerungsstand gibt die Zahl der Einwohner zu einem bestimmten
Zeitpunkt an (nach Geschlecht, Altersgruppe, Gebiet u. ä.). Die Zahl der Einwohner
umfasst alle Personen mit Dauer- und langfristigem Aufenthalt auf dem gegebenen
Gebiet und zwar ungeachtet der Staatsbürgerschaft. Die Zahl der Einwohner umfasst
gemäß Aufenthaltsgesetz (Gbl. Nr. 326/1999) auch Ausländer mit Daueraufenthalt,
Ausländer mit vorübergehendem Aufenthalt auf Basis eines Visums über 90 Tage
sowie Ausländer, denen Asyl zuerkannt wurde. Die definitiven Angaben über die
Einwohnerzahl für die demographische Statistik stehen in vorläufiger und definitiver
Form zur Verfügung, d. h. sie werden immer rückwirkend bilanziert und es handelt
sich nie um eine Schätzung.
Durchschnittsalter
DE
Durchschnittsalter
– Das Durchschnittsalter beschreibt das durchschnittliche
Lebensalter eines definierten Personenkreises als arithmetisches Mittel des Alters
aller Personen dieser Population zu einem bestimmten Zeitpunkt.
PL
Średni wiek
– Das Durchschnittsalter einer bestimmten Population wird als
arithmetisches Mittel gerechnet.
CZ
Průměrný věk
– Der um eine Konstante von 0,5 Jahr erhöhte arithmetische
Durchschnitt des Alters aller Einzelpersonen (eines bestimmten Geschlechts oder
insgesamt) die zum gegebenen Zeitpunkt auf dem gegebenen Gebiet leben.
Eheschließung
DE
Eheschließung
Eheschließungen sind alle standesamtlichen Trauungen, auch die von
Ausländern. Ausgenommen sind nur die Fälle, in denen beide Ehegatten zu den im
Bundesgebiet stationierten ausländischen Streitkräften bzw. zu den ausländischen
diplomatischen und konsularischen Vertretungen und ihren Familienangehörigen

16
Bevölkerung
gehören. Die regionale Zuordnung der Eheschließungen erfolgt nach dem Ort ihrer
Registrierung.
PL
Małżeństwo
– Verbindung zweier Menschen verschiedenen Geschlechts mit
bestimmten, gegenseitigen gesetzlich und traditionell geregelten Rechten und
Pflichten.
In Polen wird nur die Problematik der monogamen Ehen erhoben, was bedeutet, dass
eine Person in vielen ehelichen Beziehungen gleichzeitig nicht bleiben darf. Die
laufende statistische Berichterstattung umfasst ausschließlich die offiziell und
gesetzmäßig geschlossenen Ehen. Seit dem 15.12.98 sind kraft der Konkordatgesetze
die sog. konfessionellen Eheschließungen mit zivilrechtlichen, bis dahin für
standesamtlich geschlossene Ehen vorbehaltenen, Folgen möglich. Bei den
Volkszählungen wird der Familienstand gemäß der freiwilligen Erklärungen der
Befragten ermittelt. Bis 1988 wurde der tatsächliche und nicht der formell-rechtliche
Familienstand erhoben, in der Volkszählung 2002 wurden Angaben zu beiden Arten
erhoben. Es werden auch nichteheliche Lebensgemeinschaften erfasst. Der Indikator
wird nach dem Wohnsitz des Bräutigams erfasst.
CZ
Sňatky
Dieser Indikator gibt die Zahl der gesetzlich geschlossenen Ehen an, für die
das Tschechische statistische Amt vom Berichtspflichtigen (Personenstandsregister)
eine statistische Meldung über die Eheschließung erhalten hat. Der Indikator wird
nach dem Wohnsitz des Bräutigams verfolgt.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Ehescheidung
DE
Ehescheidung
Als Ehescheidungen gelten die durch rechtskräftiges Urteil in einem
Scheidungsverfahren aufgelösten Ehen.

Bevölkerung
17
PL
Rozwód
Auflösung einer Ehe durch ein zuständiges Gericht in gesetzlich
vorgeschriebener Form. Scheidungen werden dem Wohnort des Klägers zugeordnet.
CZ
Rozvod
Der Indikator gibt die Zahl der Ehelösungen an, über die der
Berichtspflichtige (das Gericht) dem Tschechischen statistischen Amt eine Meldung
über die Scheidung mittels des zuständigen Kreisgerichts geschickt hat und von denen
in der statistischen Meldung konstatiert wird, das die Ehe geschieden wurde.
Ehescheidungen werden nach dem letzten gemeinsamen Wohnsitz der Eheleute
gebietlich getrennt. Datenquelle ist das Informationssystem des Justizministeriums
der Tschechischen Republik.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Säugling
DE
Säugling
– Kind bis zum vollendeten 1. Lebensjahr.
PL
Niemowlę
– Kind bis zum vollendeten 1. Lebensjahr.
CZ
Kojenec
Kind bis zum vollendeten 1. Lebensjahr.
Überschuss der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen (+/-)
DE
Überschuss der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen (+/-) bzw.
– Die Differenz
zwischen der Anzahl der Lebendgeborenen und der Gestorbenen wird als Überschuss
der Lebendgeborenen bzw. Gestorbenen bzw. als Saldo der natürlichen
Bevölkerungsbewegung bezeichnet.

18
Bevölkerung
PL
Przyrost naturalny ludności
– Differenz zwischen den Lebendgeborenen und den
Gestorbenen im Berichtszeitraum.
CZ
Přirozený přírůstek obyvatelstva
Differenz zwischen der Zahl der Lebendgeborenen
und der Zahl der Gestorbenen im gegebenen Zeitraum.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Altenquotient
DE
Altenquotient
– Im Altenquotienten wird die ältere (nicht mehr erwerbsfähige)
Bevölkerung auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bezogen. Es gibt dazu keine
vorgeschriebenen Altersgrenzen, am gebräuchlichsten sind Abgrenzungen bei 15 bzw.
20 Jahren nach unten und 60 bzw. 65 Jahren nach oben, also:
Die Bevölkerungszahl im Alter ab 60 bzw. 65 Jahre wird dividiert durch die
Bevölkerungszahl zwischen 15 bzw. 20 und 60 bzw. 65 Jahren und mit 1 000
multipliziert.
PL
Wskaźnik starości
– Verhältnis der Anzahl von Personen im Alter ab 60 oder ab 65 zur
Anzahl von Kindern und Jugendlichen im Alter bis unter 19.
CZ
Index stáří
– Zahl der Personen im Alter von 65 und mehr Jahren um Verhältnis zu
100 Kindern im Alter von 0 – 14 Jahren zum gegebenen Zeitpunkt.
Soziallastquotient
DE
Soziallastquotient
– Der Soziallastquotient ist definiert als das Verhältnis der Anzahl
der Personen einer Bevölkerung im nichterwerbsfähigen Alter zu 1 000 Personen
derselben Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (von 15 bis unter 65 Jahren).

Bevölkerung
19
PL
Współczynnik obciążenia demograficznego
–Verhältnis der Anzahl der Personen, die
im nicht erwerbstätigen Alter sich befinden, also beruflich inaktiv oder passiv sind
(Anzahl von Kindern im Alter von 0 bis 17 Jahren und die Anzahl der Personen im Alter
von 60 oder 65 Jahren und mehr) zur Anzahl von Personen, die noch im
erwerbstätigen Alter sind (Anzahl von Personen im Alter von 15 bis unter 60 oder 65
Jahren).
CZ
Index ekonomického zatížení
Zahl der Personen im nichterwerbsfähigen Alter (im
Alter von 65 und mehr Jahren sowie Kinder im Alter von 0 – 14 Jahren), die auf
100 Personen im erwerbsfähigen Alter von 15 – 64 Jahren fallen, zum gegebenen
Zeitpunkt.
Säuglingssterblichkeit
DE
Säuglingssterblichkeit
– Die Säuglingssterblichkeit ist das Verhältnis der im ersten
Lebensjahr gestorbenen Kinder je 1 000 Lebendgeborene.
PL
Współczynnik zgonów niemowląt
– Verhältnis der Anzahl der im ersten Lebensjahr
Gestorbenen zur Anzahl der Lebendgeborenen im Berichtszeitraum.
CZ
Kojenecká úmrtnost
Zahl der vor dem Erreichen des vollendeten 1. Lebensjahres
verstorbenen Kinder auf 1 000 lebendgeborene Kinder.
Wanderungen
DE
Wanderungsstatistik
– die Statistik der räumlichen Bevölkerungsbewegung erfasst
die Zuzüge (behördliche Anmeldungen) und Fortzüge (behördliche Abmeldungen)
über Gemeindegrenzen innerhalb des Freistaates Sachsen (Wanderungen innerhalb
Sachsens) sowie über die Grenze des Freistaates Sachsen (Wanderungen über die
Landesgrenze). Wohnungswechsel innerhalb einer Gemeinde werden statistisch nicht
erfasst. Einbezogen werden nur Personen, die zur Bevölkerung im Sinne der
Fortschreibung gehören. Die Differenz zwischen der Anzahl der Zuzüge und Fortzüge

20
Bevölkerung
ist
der
Wanderungssaldo
(Überschuss
der
Zu-
bzw.
Fortzüge).
Wohnungsstatuswechsel zählen beim neuen Ort der alleinigen Wohnung oder
Hauptwohnung als Zuzüge, beim entsprechenden bisherigen Ort als Fortzüge.
Zu- und Fortzüge
werden überwiegend mittels der Anmeldescheine festgestellt.
Innerhalb des Bundesgebiets wird jeder Bezug einer Hauptwohnung in einer neuen
Gemeinde gleichzeitig als Fortzug aus der bisherigen Wohngemeinde gezählt. Nur
Fortzüge in Gebiete außerhalb des Bundesgebiets werden mittels der
Abmeldescheine festgestellt. Als Zuzug gilt, wenn jemand in einer Gemeinde, in der er
nicht bereits mit einer Hauptwohnung angemeldet ist, eine Hauptwohnung bezieht
und sich dort anmeldet. Als Fortzug gilt, wenn jemand innerhalb des Bundesgebiets
umzieht und dieser Umzug in der Gemeinde, in der er sich anmeldet, als Zuzug gilt
oder wenn sich jemand aus einer Gemeinde im Bundesgebiet ins Ausland abmeldet,
ohne noch mit einer weiteren Wohnung in der Bundesrepublik angemeldet zu sein.
Gäste in Beherbergungsstätten, Anstaltsinsassen und Besucher bei Verwandten oder
Bekannten werden dementsprechend nur erfasst, wenn ihr Aufenthalt gemäß der
Meldepflicht von längerer Dauer ist. Die Einberufungen und Entlassungen von
Wehrpflichtigen gelten nicht als Wanderungen. Ebenfalls findet bei Vollzug von Straf-
oder Untersuchungshaft und Sicherungsverwahrung keine An- oder Abmeldung statt,
soweit eine weitere Wohnung im Bereich des Melderechtsrahmengesetzes (MRRG)
vorhanden ist, wie dies auch für Personen in Polizeigewahrsam der Fall ist. Mit
berücksichtigt werden bei den Zu- und Fortzügen auch die im Hinblick auf das
Herkunfts- bzw. Zielgebiet ungeklärten Fälle und Fälle ohne Angabe.
Als
Binnenwanderung
bezeichnet man alle Zu- und Fortzüge innerhalb des Freistaates
Sachsen, die über die Gemeindegrenzen erfolgen. Zuzüge aus einer anderen
Gemeinde heißen Binnenzuzüge, Fortzüge in eine andere Gemeinde des Freistaates
Sachsen heißen Binnenfortzüge.
PL
Binnenwanderungen
(Migracje wewnętrzne) –
Alle Zu- und Fortzüge (Änderungen
des ständigen und vorübergehenden Wohnsitzes) innerhalb des Staates, die über die
Gemeindegrenzen – darunter bei den städtisch-ländlichen Gemeinden die
Änderungen der gewöhnlichen Wohnorte innerhalb der Gemeinde vom Land- auf
Stadtgebiet und umgekehrt – erfolgen.
Die Tatsache des Zuzuges (d. h. Anmeldung) in einer Verwaltungseinheit zu
Wohnzwecken wird als Migrationszuzug (Einwanderung), und die des Fortzuges in
eine andere Gebietseinheit zu Wohnzwecken als Migrationsfortzug (Auswanderung)
bezeichnet.

Bevölkerung
21
Innerhalb der Binnenwanderungen werden folgende Migrationen unterschieden:
zwischen den Woiwodschaften – Ummeldung der Bevölkerung aus einer in eine
andere Woiwodschaft,
innerhalb der Woiwodschaften – Wechsel des Wohnortes innerhalb einer
Woiwodschaft,
zwischen den Landkreisen – Ummeldung der Bevölkerung aus einem in einen
anderen Landkreis,
innerhalb der Landkreise – Wechsel des Wohnortes innerhalb eines
Landkreises.
Bei der Klassifizierung der Binnenwanderungen nach dem administrativen Charakter
der betroffenen Gebiete sind folgende Migrationsrichtungen zu unterscheiden: vom
Land in die Stadt, aus der Stadt aufs Land, aus der Stadt in die Stadt, vom Land aufs
Land (auf Gebiete der Landgemeinde bezogen und nicht namentlich in die ländlichen
Ortschaften).
Hinsichtlich der Aufenthaltsart sind zu unterscheiden:
Zuzüge mit ständigen Wohnsitz (in Folge der erfolgten Anmeldung zum
ständigen Wohnsitz),
Zuzüge für den vorübergehenden Wohnsitz (über 3, bis 2005 über 2 Monate).
Auslandswanderungen
(Migracje zagraniczne)
Bevölkerungsbewegungen, mit dem
Wechsel des Staates als Wohnsitz verbunden sind. Die Verordnung (EG) Nr. 862/2007
des europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Juli 2007 definiert die Ab- bzw.
Zuwanderung mit voraussichtlicher Verlegung des üblichen Aufenthaltsortes für einen
Zeitraum von mindestens 12 Monaten. Im Sinne der Definition ist:
"Zuwanderung“ Ankunft einer Person in einem Staat, die zuvor
aufenthaltsberechtigt in einem anderen Staat war, für einen voraussichtlichen
Aufenthalt von mindestens 12 Monaten;
Abwanderung ist Verlassen eines Staates durch den Aufenthaltsberechtigten
zwecks voraussichtlichen Aufenthalts im Ausland für mindestens 12 Monate.
Aufenthaltsberechtigt ist eine Person, die sich im jeweiligen Staat entweder bereits
seit 12 Monaten aufhält oder sich aufzuhalten beabsichtigt. Solche Ab- und
Zuwanderungen (d. h. Verlegungen des Aufenthaltsstaates für mindestens 12
Monate, auch für den ständigen Aufenthalt) werden als langfristige Auslandszu- und
abwanderungen bezeichnet.

22
Bevölkerung
CZ
Zuzüge
(Přistěhovalí)
– der Indikator weist die absolute Zahl der Fälle von Zuzügen in
das gegebene Gebiet auf. Als Zuzug versteht sich die Änderung der Gemeinde des
ständigen oder langfristigen Wohnsitzes einer Person auf das Gebiet der
Tschechischen Republik (Binnenwanderung) oder über die Grenzen der Tschechischen
Republik hinweg (Zuzug aus dem Ausland). Bei Personen, die ihren ständigen
Wohnsitz nicht auf dem Gebiet der Tschechischen Republik haben (z. B. bei
Ausländern mit vorübergehendem Aufenthalt) wird die Wanderung nicht verfolgt.
Die Daten über die Wanderung übernimmt das Tschechische Statistikamt ČSÚ aus den
Informationssystemen des Innenministeriums der Tschechischen Republik und der
Ausländerpolizeidirektion.
Fortzüge
(Vystěhovalí)
– d
er Indikator weist die absolute Zahl der Fälle von Fortzügen
aus dem gegebenen Gebiet auf. Als Fortzug versteht sich die Änderung der Gemeinde
des ständigen oder langfristigen Wohnsitzes einer Person auf dem Gebiet der
Tschechischen Republik (Binnenwanderung) oder über die Grenzen der Tschechischen
Republik hinweg (Fortzug ins Ausland). Bei Personen, die ihren ständigen Wohnsitz
nicht auf dem Gebiet der Tschechischen Republik haben (z. B. bei Ausländern mit
vorübergehendem Aufenthalt) wird die Wanderung nicht verfolgt.
Die Daten über die Wanderung übernimmt das Tschechische Statistikamt ČSÚ aus den
Informationssystemen des Innenministeriums der Tschechischen Republik und der
Ausländerpolizeidirektion.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

 
3. Arbeitsmarkt
Erwerbspersonen nach ILO
2
DE
Erwerbspersonen nach ILO
– Erwerbspersonen sind Personen, die eine unmittelbar
oder mittelbar auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen (als
Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, abhängig Beschäftigte), unabhängig
von der Bedeutung des Ertrages dieser Tätigkeit für ihren Lebensunterhalt und ohne
Rücksicht auf die von ihnen tatsächlich geleistete oder vertragsmäßig zu leistende
Arbeitszeit. Die Erwerbspersonen setzen sich zusammen aus den Erwerbstätigen und
den Erwerbslosen.
PL
Erwerbspersonen nach EU-AKE
(Ludność aktywna zawodowo według BAEL)
Personen ab 15 Jahren („Erwerbstätige nach EU-AKE”) oder Erwerbslose
(„Erwerbslose nach EU-AKE”). Die Erwerbstätigen und die Erwerbslosen bilden
zusammen die Gruppe der Erwerbspersonen.
CZ
Erwerbspersonen (laut AKE)
(Ekonomicky aktivní obyvatelstvo podle VŠPS)
Erwerbspersonen (Personen ab 15 Jahren) stellen die Arbeitskraft dar, die
Erwerbstätige (in Hauptbeschäftigung) und Erwerbslose bilden.
VŠPS – Výběrové šetření pracovních sil
2
Arbeitskräfteerhebung (AKE) / Labour Force Sample Survey (LFSS)
Die Arbeitskräfteerhebung (AKE) wird kontinuierlich anhand von Stichproben von Privathaushalten
durchgeführt und zielt auf die Ermittlung der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung auf dem Gebiet des
gesamten Landes ab. Das Hauptziel der AKE ist der Erhalt regelmäßiger Informationen über die
Situation auf dem Arbeitsmarkt, die deren Analyse in verschiedener Hinsicht, insbesondere
wirtschaftlicher, sozialer und demografischer, ermöglichen. Der Umfang der Erhebung und die
Indikatoren der Erwerbstätigkeit und Erwerbslosigkeit entsprechen den Definitionen der
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und den methodischen Empfehlungen von Eurostat.
Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO)
/
International Labour Organisation (ILO)
ist eine
Sonderorganisation, deren Hauptziel das Durchsetzen sozialer Gerechtigkeit und international
anerkannter Menschen- und Arbeitsrechte ist. Die IAO formuliert internationale politische Ansätze und
Programme zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen, schafft internationale
Arbeitsstandards, organisiert ein umfassendes Programm technischer Zusammenarbeit und betreibt
Schulungs-, Bildungs- und Forschungsprogramme. Eine wichtige Charakteristik der IAO ist der Fakt, dass
die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter bei der Formulierung der Politiken und Programme die
gleiche Stimmstärke wie die Regierungsvertreter haben.

24
Arbeitsmarkt
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Erwerbstätige nach ILO
DE
Erwerbstätige nach ILO
– Erwerbstätige sind Personen im Alter von 15 und mehr
Jahren, die im Berichtszeitraum wenigstens 1 Stunde für Lohn oder sonstiges Entgelt
irgendeiner beruflichen Tätigkeit nachgehen bzw. in einem Arbeitsverhältnis stehen
(einschl. Soldaten und Soldatinnen sowie mithelfender Familienangehöriger),
selbstständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben oder einen Freien
Beruf ausüben.
Personen, die zwar in der Berichtswoche nicht gearbeitet haben, jedoch in einem
Arbeitsverhältnis stehen, gelten ebenfalls als Erwerbstätige, wenn sie nicht länger als
drei Monate von der Arbeit abwesend sind.
PL
Erwerbstätige nach EU-AKE
(
Pracujący według BAEL)
– Personen ab 15 Jahren, die in
der Bezugswoche:
mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt, zur Gewinnerzielung, im eigenen
(oder gepachteten) Landwirtschaftsbetrieb gearbeitet haben oder ein eigenes
Gewerbe außerhalb der Landwirtschaft betrieben haben, der Familie bei der
Führung des landwirtschaftlichen Betriebes oder eines anderen
Familienbetriebes außerhalb der Landwirtschaft (ohne Entgelt) geholfen haben,
nicht gearbeitet haben, aber einen Arbeitsplatz hatten:
a) aufgrund von Krankheit, Mutterschafts- oder Erholungsurlaub,
b) aus sonstigen Gründen, mit Dauer der Abwesenheit vom Arbeitsplatz von:
bis zu 3 Monaten,
über 3 Monate, wenn die Personen Lohnarbeiter waren und in dieser Zeit
mindestens 50% ihrer bisherigen Vergütung bekommen haben.
Zu den Erwerbstätigen – nach internationalen Standards – zählen auch Lehrlinge, mit
denen die Ausbildungsbetriebe einen Berufsausbildungsvertrag oder einen
Anlernvertrag abgeschlossen haben, wenn diese Lohn bekommen.

Arbeitsmarkt
25
CZ
Erwerbstätige (laut AKE)
(Zaměstnaní v národním hospodářství podle VŠPS)
– als
Erwerbstätige werden alle gewöhnlich im betrachteten Gebiet wohnenden Personen
im Alter von fünfzehn und mehr Jahren betrachtet, die im Laufe der Bezugswoche
mindestens eine Stunde für einen Lohn, ein Gehalt oder ein anderes Entgelt
gearbeitet haben oder zwar nicht auf Arbeit waren, aber sich in einem formalen
Arbeitsverhältnis befanden; Hauptkriterium für die Zuordnung zu den Erwerbstätigen
ist also die Entfaltung irgendeiner entlohnten Arbeitsaktivität. Es ist deshalb nicht
entscheidend, ob die Arbeitsaktivität dieser Personen von dauerhaftem,
vorübergehendem, saisonalem oder Gelegenheitscharakter war und ob sie nur eine
oder mehrere parallellaufende Beschäftigungen hatten oder ob sie gleichzeitig
studiert haben, eine Rente bezogen haben u. Ä. Zur Kategorie der Erwerbstätigen
gehören alle bezahlten Beschäftigten (Arbeitnehmer und Mitglieder von
Produktionsgenossenschaften) und alle Beschäftigten im eigenen Unternehmen
(Unternehmer und mithelfende Familienangehörige). Die Kategorie der Unternehmer
in Hauptbeschäftigung muss von der Kategorie der Selbständigen unterschieden
werden, die durch das Rentenversicherungsgesetz Gbl. Nr. 155/1995 in der Fassung
späterer Vorschriften definiert werden. Die Zahl der Selbständigen umfasst neben der
sog. selbständigen Haupterwerbstätigkeit auch die sog. selbständige
Nebenerwerbstätigkeit. Diese selbständige Nebenerwerbstätigkeit ist anders zu
verstehen als die zweite oder weitere Beschäftigung des Befragten in der
Stichprobenerhebung. Laut dem oben genannten Gesetz bezieht sich die selbständige
Nebentätigkeit auf das System der sozialen Sicherheit, wo z. B.
Altersrentenempfänger bzw. unterhaltsberechtigte Kinder lediglich eine selbständige
Nebenerwerbstätigkeit ausüben können. Die Arbeitsaktivität des Befragten in der
Stichprobenerhebung bezieht sich immer auf die entsprechende Bezugswoche.
Demgegenüber veröffentlicht die Tschechische Sozialversicherungsverwaltung
Angaben über die registrierte Zahl der Selbständigen zum letzten Tag des
Kalendermonats. Die Gesamtzahl der Selbständigen ist darüber hinaus von der
regelmäßig veröffentlichten Zahl der Vorausprämien zahlenden Selbständigen zu
unterscheiden.
Laut internationaler Methodik gehören zu den Erwerbstätigen auch folgende
Personengruppen:
Berufssoldaten und
Personen im Mutterschaftsurlaub (jedoch nicht Erziehungsurlaub), die vor
dessen Antritt gearbeitet haben.

26
Arbeitsmarkt
Nicht zu den Erwerbstätigen gehören laut internationaler Methodik:
Personen im Mutterschaftsurlaub, die vor dessen Antritt nicht gearbeitet
haben, und Personen im Erziehungsurlaub – diese werden je nachdem, ob sie
die Bedingungen der IAO für die Zuordnung zu den Erwerbslosen erfüllen oder
nicht, als Nichterwerbspersonen oder Erwerbslose klassifiziert.
Der Indikator ist gemäß der basierend auf der Empfehlung der Internationalen
Arbeitsorganisation (IAO) erarbeiteten Eurostat-Methodik konstruiert und ist
international vergleichbar.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS3)
Erwerbslose nach ILO
DE
Erwerbslose nach ILO
– Erwerbslose sind Personen ohne Erwerbstätigkeit, die sich in
den letzten vier Wochen aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht haben und sofort, d. h.
innerhalb von zwei Wochen, für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bei einer Arbeitsagentur als Arbeitslose gemeldet
sind. Zu den Erwerbslosen werden auch sofort verfügbare Nichterwerbstätige gezählt,
die ihre Arbeitsuche abgeschlossen haben, die Tätigkeit aber erst innerhalb der
nächsten drei Monate aufnehmen werden.
Die Unterschiede zwischen den Erwerbslosen und den Arbeitslosen der
Bundesagentur für Arbeit (BA) sind erheblich. Einerseits können nicht bei den
Arbeitsagenturen registrierte Arbeitsuchende erwerbslos sein. Andererseits zählen
Arbeitslose, die eine geringfügige Tätigkeit ausüben, nach ILO-Definition nicht als
Erwerbslose, sondern als Erwerbstätige.
PL
Erwerbslose nach EU-AKE
(Bezrobotni według BAEL
)
Personen zwischen 15 und 74
Jahren, die alle folgenden drei Voraussetzungen erfüllen:
in der Bezugswoche ohne Arbeit waren (nach der Definition „Erwerbstätig nach
EU-AKE”),

Arbeitsmarkt
27
in den vergangenen vier Wochen zeitweise aktiv auf Arbeitssuche waren, d. h.
konkrete Handlungen unternommen haben (einschl. der letzten Woche als
Bezugswoche),
die innerhalb der folgenden beiden Wochen (nach der Bezugswoche) zur
Aufnahme einer Arbeit verfügbar sind.
Als Arbeitslose definiert sind auch Personen, die nicht auf Arbeitssuche waren, wenn
sie bereits eine Beschäftigung gefunden haben, die sie innerhalb der nächsten drei
Monate aufnehmen werden.
CZ
Erwerbslose (laut AKE)
(Nezaměstnaní podle VŠPS)
– als Erwerbslose werden gemäß
der international vergleichbaren Methodik alle gewöhnlich im betrachteten Gebiet
wohnenden Personen im Alter von fünfzehn und mehr Jahren betrachtet, die im Laufe
der Bezugswoche alle folgenden drei Bedingungen der IAO erfüllt haben:
sie waren nicht beschäftigt,
sie standen zur Arbeitsaufnahme bereit, d. h. sie waren während des
Berichtszeitraums sofort oder spätestens innerhalb von 14 Tagen zur Ausübung
einer bezahlten Beschäftigung oder Selbständigkeit verfügbar,
sie haben im Laufe der letzten vier Wochen aktiv Arbeit gesucht (mittels
Arbeitsamt oder privater Arbeitsvermittlung, direkt in Unternehmen, unter
Nutzung von Inseraten, durch Schritte zur Gründung einer eigenen Firma, durch
das Einreichen eines Antrags auf Arbeitsgenehmigung oder -lizenz oder auf
andere Art).
Zu den Erwerbslosen gehören auch Personen, die keine Arbeit suchen, weil sie sie
bereits gefunden haben, und die diese spätestens innerhalb von 14 Tagen aufnehmen
können. Der Indikator ist gemäß der basierend auf der Empfehlung der
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) erarbeiteten Eurostat-Methodik konstruiert
und ist international vergleichbar. Die Zuordnung zu dieser Kategorie steht nicht mit
der Kategorie der registrierten Arbeitsuchenden auf den Arbeitsämtern und auch
nicht mit der Tatsache in Zusammenhang, ob diese Personen Arbeitslosengeld oder
andere Sozialleistungen und -beiträge beziehen oder nicht beziehen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS3)

28
Arbeitsmarkt
Erwerbslosenquote nach ILO
DE
Erwerbslosenquote nach ILO
Erwerbslose je 100 Erwerbspersonen
PL
Erwerbslosenquote nach EU-AKE
(Stopa bezrobocia według BAEL)
– Prozentanteil der
Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung (d. h. an Erwerbstätigen und Arbeitslosen).
Bei der AKE bezieht sich die Definition auf Arbeitslose (gemäß dem Begriff -
„Erwerbslose nach EU-AKE”) und Erwerbspersonen (als Summe der Arbeitenden
„Erwerbstätigen nach EU-AKE” und der Arbeitslosen (gemäß dem Begriff „Erwerbslose
nach EU-AKE”).
CZ
Erwerbslosenquote (laut IAO)
(Obecná míra nezaměstnanosti podle ILO)
– die
Erwerbslosenquote drückt den Anteil der Erwerbslosenzahl an den Erwerbspersonen
aus (in Prozent), wobei der Zähler und der Nenner Indikatoren sind, die nach den
internationalen in der AKE angewandten Definitionen und Empfehlungen konstruiert
sind. Der Indikator ist gemäß der basierend auf der Empfehlung der Internationalen
Arbeitsorganisation (IAO) erarbeiteten Eurostat-Methodik konstruiert und ist
international vergleichbar.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS3)
Erwerbstätige
DE
Erwerbstätige am Arbeitsort
– Erwerbstätige sind alle Personen, die als Arbeitnehmer
in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeiter, Angestellte, Beamte, Soldaten und
Auszubildende), auch marginal Beschäftigte und Heimarbeiter, bzw. die als
Selbstständige (einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen) ein Gewerbe
bzw. eine Landwirtschaft betreiben oder einen freien Beruf ausüben. Erwerbstätige
Personen, die gleichzeitig mehrere Tätigkeiten ausüben, werden nur einmal gezählt.
Nicht zu den Erwerbstätigen rechnen Personen als Verwalter ihres Privatvermögens
(z.B. Immobilien, Geldvermögen, Wertpapiere).

Arbeitsmarkt
29
Die Darstellung der Ergebnisse erfolgt als jahresdurchschnittliche Größe nach dem
Arbeitsortkonzept (Inlandskonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im
jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses
Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort
erreichen.
PL
Erwerbstätige
(Pracujący)
– Personen, die arbeiten und dafür Einkommen oder
Gewinn erhalten:
1) im Arbeitsverhältnis (Arbeitsvertrag, Bestellung, Ernennung, Wahl oder
Dienstverhältnis);
2) Selbständige, und zwar:
a) alleinige Eigentümer oder Miteigentümer der landwirtschaftlichen Einzelbetriebe
(einschl. mithelfende Familienangehörige), mit gewissen Ausnahmen in den
Jahren 2002-2009;
b) alleinige
Eigentümer
und
Miteigentümer
(einschl.
mithelfende
Familienangehörige; mit Ausnahme von Gesellschaftern, die in der Gesellschaft
nicht arbeiten) von Unternehmen außerhalb der landwirtschaftlichen
Einzelbetriebe,
c) andere Selbständige, die z. B. in ihrer freiberuflichen Praxis arbeiten;
3) Heimarbeiter;
4) Vertreter (einschl. mithelfende Familienangehörige und die bei den Vertretern
Beschäftigten);
5) Mitglieder von landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (von
landwirtschaftlichen Produktions- und auf Basis von Maschinenringen
gegründeten Genossenschaften);
6) Geistliche, die seelsorgerische Pflichten ausüben.
Die Daten zu den Arbeitskräften bei den landwirtschaftlichen Einzelbetrieben nach
dem Stand per 31. Dezember 2002 bis 2009 wurden nach den Daten der Allgemeinen
Volks- und Wohnungszählung sowie der Allgemeinen Landwirtschaftszählung 2002
und ab 2010 nach den Daten der Landwirtschaftszählung 2010 geschätzt.
Zu den Arbeitskräften in den landwirtschaftlichen Einzelbetrieben wurden die
Arbeitskräfte der landwirtschaftlichen Betriebe mitgezählt, wobei:
1) in den Jahren 2002-2009 nicht erfasst wurden:
a) Arbeitskräfte in den Betrieben mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF)
von mindestens 1 Hektar, die nur für den Eigenverbrauch produzieren,

30
Arbeitsmarkt
b) Arbeitskräfte in den Betrieben mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von
mindestens 1 Hektar (einschl. mit Besitzern von Vieh, die keine LF haben), die
nur für den Eigenverbrauch produzieren;
2) seit 2010 wurden alle Arbeitskräfte in diesen Betrieben erfasst, unabhängig von der
LF und vom Zweck der landwirtschaftlichen Produktion (einschließlich der
Produktion nur oder hauptsächlich für den Eigenverbrauch).
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Beschäftigte
DE
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
– Hierzu zählen alle Arbeitnehmer, die
kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig nach dem
Recht der Arbeitsförderung sind oder für die Beitragsanteile zur gesetzlichen
Rentenversicherung nach dem Recht der Arbeitsförderung zu zahlen sind. Dazu
gehören insbesondere auch Auszubildende, Altersteilzeitbeschäftigte, Praktikanten,
Werkstudenten und Personen, die aus einem sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigungsverhältnis zur Ableistung von gesetzlichen Dienstpflichten (z. B.
Wehrübung) einberufen werden.
Nicht zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zählen dagegen Beamte,
Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, Berufs- und Zeitsoldaten sowie
Wehr- und Zivildienstleistende (siehe o. g. Ausnahme).
Ab Stichtag 1. April 1999 sind Arbeitgeber verpflichtet, auch für Personen, die
ausschließlich sogenannte geringfügig entlohnte Tätigkeiten ausüben, pauschalierte
Beiträge zu Kranken- und Rentenversicherung zu entrichten. Personen, die nur wegen
dieser gesetzlichen Neuregelung in den Kreis der sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten gelangt sind, sind in den Ergebnissen in den Veröffentlichungen der
Statistischen Ämter nicht enthalten. Personen, die als einzige Tätigkeit eine
kurzzeitige Beschäftigung im Sinne des § 8 Abs.1 SGB IV ausüben, bleiben auch nach
den neuen rechtlichen Regelungen frei von der Versicherungspflicht.
PL
Beschäftigte
(Zatrudnieni)
– im befristeten Arbeits- oder Dienstverhältnis (auch
Saisonarbeiter und für die Erledigung eines bestimmten Auftrags) und im

Arbeitsmarkt
31
unbefristeten Arbeitsverhältnis, mit Voll- und Teilzeitbeschäftigung stehende
Personen (anders: Arbeitnehmer). Bei der Ermittlung der Beschäftigungsquote von
Arbeitskräften am Stichtag werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte gezählt, die das
jeweilige Unternehmen als Stelle der Haupterwerbstätigkeit bezeichnen.
Zu den Beschäftigten (Arbeitnehmern) zählen:
1) Personen mit Arbeitsvertrag, auch:
die bei vom Arbeitsfonds finanzierten Interventionsarbeiten und öffentlichen
Arbeiten beschäftigt sind,
Heranwachsende mit Arbeitsvertrag,
im Ausland beschäftigte Personen, die für die im Inland ansässigen
Organisationseinheiten arbeiten,
Personen, die sich wegen dienstlicher Entsendung im Ausland aufhalten ,
Personen, die mit der finanziellen Tätigkeit des betrieblichen Sozialfonds
verbunden sind,
2) Personen, die aufgrund von Bestellung, Wahl oder Ernennung beschäftigt sind,
3) Personen, die in Betrieben in organisierten Arbeitsgruppen arbeiten
(Militäreinheiten, Mitglieder der Corps für freiwillige Arbeit, mit Ausnahme von
solchen, die mit dem Betrieb einen Berufsausbildungsvertrag abgeschlossen
haben, Mitglieder der Jungzivilverteidigung, der Jungbetriebswache und der
Jungfeuerwehr, Zivildienstleister, Verurteilte.
Zu den Beschäftigten (Arbeitnehmern) zählen nicht, u.a.:
1) Heimarbeiter,
2) Lehrlinge, die mit dem Betrieb einen Vertrag über Berufsvorbereitung
abgeschlossen haben,
3) Personen, die sich im Erziehungsurlaub zwecks Kinderbetreuung (einschl.
Mutterschaftsgeldempfänger wegen Geburt eines nächsten Kindes) befinden,
obwohl sie im Personenbestand ihres Betriebes erfasst sind,
4) Schüler der Schulen für Nichtarbeitende und Studenten in Ferien- oder
postgradualen Praktika,
5) Personen, die ihre Arbeit aufgrund eines Auftrags oder Werkvertrags ausüben. Je
nach Zweck der Erhebung sind Abweichungen von den obigen Regeln zulässig
(diese werden jeweils in den Erläuterungen zu den einzelnen Berichten benannt).
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
halbjährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)

32
Arbeitsmarkt
Registrierte Arbeitslose
DE
Registrierte Arbeitslose
– Arbeitslose sind Arbeitsuchende bis zur Vollendung des 65.
Lebensjahres, die beschäftigungslos sind bzw. lediglich eine geringfügige
Beschäftigung (unter 15 Stunden in der Woche) ausüben, die nicht Schüler, Studenten
oder Teilnehmer an beruflichen Bildungsmaßnahmen sind, nicht arbeitsunfähig
erkrankt sind, nicht Empfänger von Altersrente sind und eine versicherungspflichtige,
mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen. Sie müssen
für eine Arbeitsaufnahme sofort zur Verfügung stehen. Arbeitslose müssen sich
persönlich bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder einem Träger der
Grundsicherung als arbeitslos gemeldet haben.
PL
Bezrobotni zarejestrowani
– Personen, die nicht im Beschäftigungsverhältnis stehen
und keine sonstige Erwerbstätigkeit ausüben, fähig und bereit sind, eine
Vollzeitbeschäftigung (oder bei Behinderten mindestens Halbzeitbeschäftigung)
aufzunehmen, die nicht mehr schulpflichtig sind, mit Ausnahme von Schulen für
Erwachsene oder Abend- oder Fernschulen, bei dem für ihren (ständigen oder
vorübergehenden) Wohnsitz zuständigen Kreisarbeitsamt beschäftigungssuchend
oder erwerbssuchend gemeldet haben, wenn sie, u.a.:
ab 18 Jahre alt sind,
Personen, die das Rentenalter noch nicht erreicht haben,
keinen Anspruch haben auf: Altersrente oder Rente wegen Erwerbsunfähigkeit,
Familienrente, Schulungsrente, Sozialrente, und keine Empfänger sind von:
Vorruheleistung
oder
–sgeld,
Rehabilitationsleistung,
Krankengeld,
Mutterschaftsgeld oder eine Leistung in der Höhe des Mutterschaftsgelds,
keine Eigentümer oder (Eigen- oder unmittelbare Fremd-) Besitzer einer
landwirtschaftlichen Immobilie mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ab
2 Verrechnungshektar sind,
nicht sozial- und rentenversicherungspflichtige Familienarbeitskräfte auf dem
landwirtschaftlichen Betrieb mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche ab 2
Verrechnungshektar sind,
über keine Gewerbeanmeldung verfügen oder - gemäß separaten Vorschriften
– nicht sozialversicherungspflichtig sind, mit Ausnahme der Sozialversicherung
der Landwirte,
nicht in Untersuchungshaft sind und keine Freiheitsstrafe verbüßen,

Arbeitsmarkt
33
wenn ihre monatlichen Einkünfte nicht höher sind als die Hälfte des
Mindestlohnes, mit Ausschluss von Renditen oder anderen Erträgen aus
Geldanlagen bei Banken,
gemäß Sozialhilfevorschriften keine feste Beihilfe empfangen,
gemäß Vorschriften zu Familienleistungen kein Pflegegeld oder
Kindergeldzulage
für
Alleinerziehende
wegen
Verlustes
des
Arbeitslosengeldanspruchs nach Ablauf der gesetzlichen Empfangsfrist
empfangen;
nach Ablauf der Beschäftigung keine Schulungsleistung empfangen.
CZ
Registrovaní nezaměstnaní
– als nicht vermittelte Arbeitsuchende können laut den
geltenden Gesetzen in den Registern der Arbeitsämter dauerhaft im gegebenen
Gebiet wohnende Bürger geführt werden, die sich nicht in einem Arbeits- oder
ähnlichen Verhältnis zu einem Arbeitgeber befinden und auch keine selbständige
Erwerbstätigkeit ausüben und die beim Arbeitsamt die Vermittlung einer geeigneten
Beschäftigung beantragt haben.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
monatlich
monatlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreise
(NUTS 3)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Langzeitarbeitslose
DE
Langzeitarbeitslose
– Als Langzeitarbeitslose gelten alle Personen, die am jeweiligen
Stichtag der Zählung 1 Jahr und länger bei den Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldet
waren.
PL
Angemeldete Langzeitarbeitslose
(Długotrwale bezrobotny według rejestru)
Personen, die beim Kreisarbeitsamt für insgesamt 12 Monate innerhalb der letzten 2
Jahre arbeitslos gemeldet waren, mit Ausnahme von Zeiträumen der Praktika und der
Berufsvorbereitung am Arbeitsplatz.
CZ
Langzeitarbeitslose
(Dlouhodobě nezaměstnaní)
– Arbeitsuchende, die sich länger als
ein Jahr im Register des Arbeitsamtes befinden.

34
Arbeitsmarkt
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)
Arbeitslosenquote
DE
Arbeitslosenquote
– Arbeitslosenquoten zeigen die relative Unterauslastung des
Arbeitskräfteangebots an, indem sie die Arbeitslosen zu den Erwerbspersonen in
Beziehung setzen (Erwerbspersonen = Erwerbstätige + Arbeitslose).
Der Kreis der Erwerbspersonen bzw. der Erwerbstätigen kann unterschiedlich
abgegrenzt werden:
1. Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen:
Alle zivilen Erwerbstätigen sind die Summe aus den abhängigen zivilen
Erwerbstätigen sowie Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen.
2. Arbeitslosenquote bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen: Der
Nenner enthält nur die abhängigen zivilen Erwerbstätigen, d. h. die Summe aus
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (einschließlich Auszubildende),
geringfügig Beschäftigten und Beamten (ohne Soldaten).
PL
Registrierte Arbeitslosenquote
(Stopa bezrobocia rejestrowanego)
– Anteil der
registrierten Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, d. h. ohne Personen im
Militärdienst und Mitarbeiter der Haushaltseinheiten im Sektor der
Staatsverteidigung und öffentlichen Sicherheit.
Die Arbeitslosenquote wird mit Berücksichtigung der Arbeitenden bei den
landwirtschaftlichen Einzelbetrieben angegeben (als Teil der zivilen
Erwerbspersonen), die auf Basis der Zählungen geschätzt wurden.
Die Daten zur Errechnung der Arbeitslosenquote kommen aus hinsichtlich der
Erhebungsmethodik unterschiedlichen Quellen, was zu gewissen Abweichungen
insbesondere bei der Errechnung der Arbeitslosenquote in den jeweiligen Landkreisen
führen kann. Als Standort für Arbeitslose gilt ihr Wohn- oder Aufenthaltsort, für die
Erwerbstätigen dagegen – der Standort des Arbeitsplatzes.
CZ
Anteil der Arbeitslosen an der Bevölkerung
(Podíl nezaměstnaných na obyvatelstvu)
der Anteil der Arbeitslosen drückt den Anteil der verfügbaren Arbeitsuchenden im

Arbeitsmarkt
35
Alter von 15 – 64 Jahren an allen Einwohnern im selben Alter aus. Im Zähler ist
lediglich die Zahl der sog. verfügbaren nicht vermittelten Arbeitsuchenden im Alter
von 15 – 64 Jahren angegeben. Das sind alle Arbeitsuchenden laut Arbeitsgesetz Nr.
435/2004 §24, die sofort eine Beschäftigung aufnehmen können. Im Nenner steht die
Gesamtzahl aller Bürger im Alter von 15 – 64 Jahren. Der Indikator ersetzt seit
Januar 2013 die veröffentlichte registrierte Arbeitslosenquote, die alle verfügbaren
Arbeitsuchenden nur den Erwerbspersonen gegenüberstellte.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
(Quelle: Bundesagentur
für Arbeit)
monatlich
monatlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Gemeinde
(LAU 2)
Nichterwerbsfähiges Alter
DE
Nichterwerbsfähiges Alter
– Personen im Alter 65 Jahre und älter und Kinder im Alter
unter 15 Jahren.
PL
Wiek nieprodukcyjny
– diese Altersgruppe besteht aus dem Alter, in dem die
Einwohner noch nicht erwerbsfähig sind, d. h. von 0 bis unter 18 Jahren und dem
Alter, in dem die Einwohner im allgemeinen ihre Erwerbstätigkeit beenden, d. h. bei
Männern ab 65 und bei Frauen ab 60 Jahren.
3
CZ
Neproduktivní věk
– Personen im Alter 65 Jahre und älter und Kinder im Alter unter
15 Jahren.
Alter vor der Erwerbsfähigkeit
PL
Wiek przedprodukcyjny
– Alter, in dem die Einwohner noch nicht erwerbsfähig sind,
d. h. von 0 bis unter 18 Jahren.
3
Infolge der Reform des Rentenversicherungssystems wird die gesetzliche Regelaltersgrenze um einen
Monat pro Quartal angehoben. Die geplante Regelaltersgrenze für beide Geschlechter ist das
vollendete 67. Lebensjahr. Männer werden diese Grenze 2020 und Frauen 2040 erreichen.

36
Arbeitsmarkt
CZ
Předproduktivní věk
– Personen im Alter von 0 bis 14 Jahren.
Erwerbsfähiges Alter
DE
Erwerbsfähiges Alter
Personen im Alter 15-64 Jahre.
PL
Wiek produkcyjny
– Zeitspanne der Erwerbsfähigkeit, d. h. bei Männern von 18 bis
unter 65 Jahren, bei Frauen von 18 bis unter 60 Jahren.
4
CZ
Produktivní věk
Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren.
Alter nach der Erwerbsfähigkeit
PL
Wiek poprodukcyjny
– Alter, in dem die Einwohner allgemeinen ihre Erwerbstätigkeit
beenden, d. h. für Männer ab 65 und für Frauen ab 60 Jahre.
4
CZ
Postproduktivní věk
– Personen im Alter 65 Jahre und älter.
4
Infolge der Reform des Rentenversicherungssystems wird die gesetzliche Regelaltersgrenze um einen
Monat pro Quartal angehoben. Die geplante Regelaltersgrenze für beide Geschlechter ist das
vollendete 67. Lebensjahr. Männer werden diese Grenze 2020 und Frauen 2040 erreichen.

 
4. Verdienste und Renten
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst
DE
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst
– Umfasst den (regelmäßig gezahlten)
steuerpflichtigen Arbeitslohn gemäß den Lohnsteuerrichtlinien zuzüglich
sonstiger Bezüge (= Sonderzahlungen),
steuerfreier Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- oder
Nachtarbeit,
steuerfreier Beiträge des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer/-innen im
Rahmen der Entgeltumwandlung (z. B. an Pensionskassen oder –fonds nach § 3
Nr. 63 des EStG) und steuerfreie Essenszuschüsse.
PL
Przeciętne miesięczne wynagrodzenie brutto
– Gesamtheit der durchschnittlichen
Bruttoverdienste, der Sonderzahlungen und Zuschläge für bestimmte Beschäftigte der
Gewinnausschüttungen/-Beteiligungen
an
Genossenschafter
sowie
der
Sonderzahlungen an Beschäftigte im Öffentlichen Dienst; jedoch ohne Verdienste von
Heimarbeitern und Beschäftigten im Ausland.
CZ
Průměrná hrubá měsíční mzda
Bei der Beobachtung des durchschnittlichen
Bruttomonatsverdienstes stehen dem Tschechischen statistischen Amt zwei
Datenquellen zur Verfügung:
1. Daten aus der Unternehmensbilanzierung:
Im Gegensatz zu den vorhergehenden Jahren wird die räumliche Untergliederung
seit 2011 durch die sog. Arbeitsortmethode nach dem Ort des tatsächlichen
Arbeitsplatzes der Beschäftigten vorgenommen. Diese Methode liefert einen
wahrheitsgetreueren regionalen Überblick über den Arbeitsmarkt als die früher
veröffentlichte Unternehmensmethode (die Einordnung des gesamten bilanzierenden
Wirtschaftsunternehmens in das Gebiet, in dem die Firmenzentrale ihren Sitz hat).
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst stellt den Anteil der Löhne ohne die
übrigen Personalkosten dar, der auf einen Beschäftigten der erfassten
Beschäftigtenzahl je Monat fällt. Die Verdienste umfassen die Grundlöhne und -
gehälter, Zuschläge und Nachzahlungen zum Lohn oder Gehalt, Prämien,
Lohnfortzahlungen, Bereitschaftsdienst- und Journaldienstzulagen sowie andere
Lohn- und Gehaltsposten, die den Beschäftigten im gegebenen Zeitraum zur

Verdienste und Renten
38
Lohnauszahlung abgerechnet wurden. Nicht enthalten sind vom Arbeitgeber gezahlte
Lohn- oder Gehaltsfortzahlungen für die Dauer einer vorübergehenden
Arbeitsunfähigkeit oder Quarantäne.
Es handelt sich um Bruttolöhne, d. h. um Löhne vor Abzug des
Krankenversicherungsbeitrags
und
der
Sozialversicherungsbeiträge,
der
Einkommenssteuervorauszahlungen und weiterer gesetzlicher oder mit dem
Arbeitnehmer vereinbarter Abzüge.
Die umgerechnete durchschnittliche Beschäftigtenzahl bringt die Umrechnung in
Vollzeitbeschäftigte zum Ausdruck. Die erfasste Beschäftigtenzahl umfasst das
Stammpersonal sowie Zeitarbeitskräfte, die in einem Arbeits-, Dienst- oder
Mitgliedsverhältnis (wobei ein Arbeitsverhältnis Bestandteil der Mitgliedschaft ist)
zum Berichtpflichtigen stehen. Nicht enthalten sind z. B. Frauen im
Mutterschaftsurlaub, Personen im Erziehungsurlaub (sofern sie nicht gleichzeitig in
einem Arbeitsverhältnis arbeiten), Lehrlinge, Personen die basierend auf
Vereinbarungen über außerhalb des Arbeitsverhältnisses ausgeführte Arbeiten für die
Firma arbeiten, Personen, die öffentliche Funktionen ausüben (z. B. Abgeordnete,
Senatoren, hauptamtliche Mitglieder von Vertretungen auf allen Ebenen, Richter
u. a.).
2. Daten aus der strukturellen Statistik
Im Rahmen der strukturellen Statistik werden die Löhne der einzelnen
Beschäftigten, keineswegs die Gesamtvolumina auf Ebene der Unternehmen bzw.
Organisationen, beobachtet. Alle Komponenten des Bruttoverdienstes und auch
wichtige Personaldaten über den Beschäftigten, wie z. B. Geschlecht, Bildungsstand
und Alter, werden detailliert ermittelt.
Seit 2011 decken die Ergebnisse selektiv die gesamte Beschäftigtenpopulation in
der Tschechischen Republik ab, da neuerdings auch die früher nicht beobachteten
Beschäftigten aus Unternehmen mit weniger als 10 Angestellten und auch
Beschäftigte gemeinnütziger Institutionen und von Unternehmern – natürlichen
Personen mit einbegriffen sind.
In die Bruttoverdienste werden in der strukturellen Statistik alle Arbeitslöhne,
einschließlich Prämien, Bonusse und weiterer Zahlungen, des weiteren sämtliche
Lohnfortzahlungen für nicht abgeleistete Arbeitszeit (Urlaub, Feiertage,
Arbeitshindernisse u. ä.) und Bereitschafts- und Journaldienstzulagen für das ganze
Jahr einberechnet. Der Durchschnittsverdienst eines Beschäftigten im gegebenen Jahr
wird durch den Vergleich mit seiner bezahlten Zeit berechnet, also der Zahl der
Monate, für die er tatsächlich Lohn bzw. Lohnfortzahlungen erhalten hat; abgezogen

Verdienste und Renten
39
wird die Dauer von Krankheiten und von weiterer unbezahlter Abwesenheit vom
Arbeitsplatz für das gegebene Jahr. Der berechnete durchschnittliche
Bruttomonatsverdienst (in CZK) gibt so möglichst genau Auskunft über vergleichbare
Lohnniveaus in verschiedenen Berufen (Arbeitsorten) bei genau ermitteltem Volumen
bezahlter Zeit.
Neben dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst wird hier ebenfalls auch
das sog. Medianeinkommen ermittelt. Der Median stellt den Lohnbetrag eines
Beschäftigten in der Mitte der Lohnverteilung dar. Das heißt, dass die eine Hälfte der
Lohnbeträge geringer und die andere Hälfte höher ist, als der Median.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
vierteljährlich
jährlich
vierteljährlich, jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Land
(NUTS 1)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Regionen (kraj) (NUTS 3),
Kohäsionsregionen
(NUTS 2)
Hinterbliebenenrente
DE
Hinterbliebenenrente
Renten, deren Anspruch aus der Versicherung der/des
Verstorbenen abzuleiten ist, werden als Hinterbliebenenrenten bezeichnet. Dies sind
die Witwenrenten, Witwerrenten und die Waisenrenten.
Renten wegen Todes sind die kleine Witwenrente oder Witwerrente, die große
Witwenrente oder Witwerrente, die Erziehungsrente sowie die Waisenrente (§ 33
Abs. 4 SGB).
Sie heißen Renten wegen Todes, weil Voraussetzung für ihre Gewährung der Tod des
versicherten Ehegatten bzw. Elternteils oder der Tod des geschiedenen Ehegatten
eines Versicherten ist. Der Tod ist hierbei der
Versicherungsfall.
Die Renten wegen
Todes sollen den Unterhalt ersetzen, den bislang der Verstorbene erbracht hat
(Unterhaltsersatzfunktion). Während Witwen- und Waisenrenten Renten aus der
Versicherung des Verstorbenen sind, ist die Erziehungsrente eine Rente aus der
Versicherung der überlebenden Person.
Witwenrente
– Anspruch auf Witwenrente haben Witwen bzw. überlebende
Lebenspartnerinnen, die nicht wieder geheiratet bzw. eine eingetragene
Lebenspartnerschaft begründet haben, nach dem Tod des versicherten Ehemannes
bzw. der Lebenspartnerin, wenn der versicherte Ehemann bzw. die versicherte

Verdienste und Renten
40
Lebenspartnerin die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Dabei wird zwischen kleiner und
großer Witwenrente unterschieden (§ 46 Abs. 1 und Abs. 2 SGB VI).
Der Anspruch auf kleine Witwenrente besteht für längstens 24 Kalendermonate nach
Ablauf des Monats, in dem der/die Versicherte verstorben ist (§ 46 Abs. 1 Satz 2 SGB
VI). Anspruch auf kleine Witwenrente besteht jedoch ohne Beschränkung auf 24
Kalendermonate, wenn der Ehegatte bzw. die Lebenspartnerin vor dem 1.1.2002
gestorben ist. Dies gilt auch, wenn mindestens ein Ehegatte bzw. Lebenspartner vor
dem 2.1.1962 geboren ist und die Ehe bzw. Lebenspartnerschaft vor dem 1.1.2002
geschlossen wurde (§ 242a Abs. 1 SGB VI). Anspruch auf große Witwenrente besteht,
wenn die Witwe bzw. die überlebende Lebenspartnerin
ein eigenes Kind oder ein Kind des versicherten Ehegatten bzw. der
Lebenspartnerin, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erzieht,
das 47. Lebensjahr vollendet hat oder
erwerbsgemindert ist.
Witwerrente
– Anspruch auf Witwerrente haben Witwer bzw. überlebende
Lebenspartner, die nicht wieder geheiratet bzw. eine eingetragene
Lebenspartnerschaft begründet haben, nach dem Tod der versicherten Ehefrau bzw.
des Lebenspartners, wenn die versicherte Ehefrau bzw. der versicherte Lebenspartner
die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Dabei wird zwischen kleiner und großer
Witwerrente unterschieden (§ 46 Abs. 1 und Abs. 2 SGB VI), vgl. hierzu die
Ausführungen zur Witwenrente.
Waisenrente
– Eine Waisenrente ist eine Dauerzahlung der gesetzlichen
Sozialversicherung (gesetzliche Rentenversicherung, Unfallversicherung) oder im
Versorgungsrecht (nach den §§ 38 ff. Bundesversorgungsgesetz), die im Falle des
Todes des Rentenberechtigten an dessen Kinder – und unter Umständen auch an
andere Angehörige – gezahlt wird. Sie dient dem Ausgleich der nicht mehr zu
leistenden Unterhaltsbeiträge des Verstorbenen. Ist nur ein Elternteil verstorben,
spricht man von einer Halbwaisenrente, sind beide Elternteile verstorben, von einer
Vollwaisenrente.
Erziehungsrenten
Die Erziehungsrente ist eine Rentenart im System der deutschen
gesetzlichen Rentenversicherung. Erziehungsrente erhalten nach dem 30. Juni 1977
Geschiedene,
wenn ihr geschiedener Ehegatte verstorben ist, solange ein eigenes
Kind oder ein Kind des Verstorbenen erzogen wird und die Bezieher der Rente die
Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben.

Verdienste und Renten
41
PL
Familienrente
(Renta rodzinna)
– Geldleistung für anspruchsberechtigte
Hinterbliebene einer Person, die zum Zeitpunkt des Todes einen festgesetzten
Anspruch auf Altersrente oder Rente wegen Erwerbsunfähigkeit hatte oder die
Voraussetzungen für den Bezug einer dieser Leistungen erfüllte, und auch eine
Beihilfe oder Vorruhestandleistung bezog. Allen Hinterbliebenen steht eine gesamte
Hinterbliebenenrente zu.
CZ
Die Rentenversicherung bietet Alters-, Invaliden-, Witwen- und Witwer- sowie
Waisenrenten.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Kreis
(LAU 1)
Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
DE
Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit
Rente wegen teilweiser
Erwerbsminderung erhält bei Beginn der Rente nach dem 31.12.2000 nach §43 Abs. 1
SGB VI der Versicherte bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze, der teilweise
erwerbsgemindert ist (§ 43 Abs. 1 Satz 2 SGB VI), in den letzten fünf Jahren vor Eintritt
der teilweisen Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge und die allgemeine
Wartezeit vor Eintritt der teilweisen Erwerbsminderung erfüllt hat.
Renten wegen voller Erwerbsminderung – Rente wegen voller Erwerbsminderung
erhält bei Beginn der Rente nach dem 31.12.2000 nach § 43 Abs. 2 SGB VI der
Versicherte bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze, der voll erwerbsgemindert ist
(§ 43 Abs. 2 Satz 2 SGB VI), in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der vollen
Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge und die allgemeine Wartezeit vor Eintritt
der vollen Erwerbsminderung erfüllt hat. Im Übrigen gelten die Ausführungen zur
Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.
PL
Rente wegen Erwerbsunfähigkeit
(Renta z tytułu niezdolności do pracy)
– eine dem
Versicherten zustehende Geldleistung, wenn er folgende Voraussetzungen erfüllt hat:

Verdienste und Renten
42
er ist erwerbsunfähig,
er verfügt über die erforderlichen Beitragszeiten und beitragslose Zeiten,
die Erwerbsunfähigkeit kam zu Stande in den gesetzlichen Fristen, aber nicht
später als innerhalb von 18 Monaten nach Ablauf dieser Fristen.
Der Bescheid über Erwerbsunfähigkeit oder über verminderte Erwerbsfähigkeit ist
vom begutachtenden Arzt ggf. des Sozialversicherungsfonds oder des
Sozialversicherungsfonds für Landwirtschaft zu erlassen.
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Rente wegen Alters
DE
Rente wegen Alters
– die Rente wegen Alters (Altersrente) ist neben der
Rente
wegen
verminderter
Erwerbsfähigkeit
und der
Rente
wegen
Todes
eine Rentenleistung der
deutschen
gesetzlichen
Rentenversicherung.
Anspruchsvoraussetzung für eine
Altersrente ist das Erreichen der maßgeblichen Altersgrenze, der Ablauf einer
bestimmten
Mindestversicherungszeit
(Wartezeit) und die Erfüllung der
unterschiedlich ausgestalteten versicherungsrechtlichen und persönlichen
Voraussetzungen.
Bei Erreichen bestimmter Altersgrenzen können Versicherte auf Antrag Altersrenten
erhalten. Es gibt folgende Altersrenten:
Regelaltersrente; sie erhält, wer die Regelaltersgrenze erreicht und die
allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat (§ 35 SGB VI). Die
Regelaltersgrenze wird für Versicherte, die nach dem 31.12.1946 geboren sind,
stufenweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben (§ 235SGB VI).
Altersrente für besonders langjährig Versicherte; sie erhält, wer das 65.
Lebensjahr vollendet und die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt hat (§ 38 SGB VI).
Altersrente für langjährig Versicherte; sie erhält ohne Abschlag wer die
Altersgrenze erreicht und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat. Die
Altersgrenze wurde bereits 2000 bis 2001 stufenweise vom 63. auf das 65.
Lebensjahr angehoben. Derzeit erfolgt eine weitere stufenweise Anhebung der

Verdienste und Renten
43
Altersgrenze vom 65. auf das 67. Lebensjahr für Versicherte, die nach dem
31.12.1948 geboren sind (§§ 36, 236 SGB VI).
Altersrente für schwerbehinderte Menschen; sie erhält ohne Abschlag, wer die
Altersgrenze erreicht hat, bei Beginn der Rente als schwerbehinderter Mensch
anerkannt ist oder berufsunfähig bzw. erwerbsunfähig nach dem am
31.12.2000 geltenden Recht ist und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat. Die
Altersgrenze wurde bereits 2001 bis 2003 stufenweise vom 60. auf das 63.
Lebensjahr angehoben. Derzeit erfolgt eine weitere stufenweise Anhebung der
Altersgrenze vom 63. auf das 65. Lebensjahr für Versicherte, die nach dem
31.12.1951 geboren sind (§§ 37, 236a SGB VI).
Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit; sie erhält
ohne Abschlag, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat, entweder bei Beginn der
Rente arbeitslos ist und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und
6 Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos war oder Anpassungsgeld für
entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen hat, oder 24 Kalendermonate
Altersteilzeitarbeit ausgeübt hat, in den letzten zehn Jahren für acht Jahre
Pflichtbeiträge gezahlt hat und die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt hat. Die
Altersgrenze wurde 1997 bis 2001 stufenweise vom 60. auf das 65. Lebensjahr
angehoben. Diese Altersrente kann nur noch von Versicherten bezogen
werden, die vor dem 1.1.1952 geboren sind (§ 237 SGB VI).
Altersrente für Frauen; sie erhält ohne Abschlag, wer das 65. Lebensjahr
vollendet, nach Vollendung des 40. Lebensjahres für mehr als zehn Jahre
(mindestens 121 Monate) Pflichtbeiträge gezahlt hat und die Wartezeit von 15
Jahren erfüllt hat. Die Altersgrenze wurde 2000 bis 2004 stufenweise vom 60.
auf das 65. Lebensjahr angehoben. Diese Altersrente kann nur noch von
versicherten Frauen bezogen werden, die vor dem 1.1.1952 geboren sind (§
237 SGB VI).
Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute; sie erhält, wer die
Altersgrenze erreicht und die Wartezeit von 25 Jahren erfüllt hat. Die Altersgrenze
wird für Versicherte, die nach dem 31.12.1951 geboren sind, stufenweise vom 60. auf
das 62. Lebensjahr angehoben (§§ 40, 238 SGB VI).
PL
Altersrente
(Emerytura)
– eine dem Versicherten zustehende Geldleistung, der
folgende Voraussetzungen für Anspruch auf Altersrente erfüllt hat:
1) die Regelaltersgrenze erreicht hat – differenziert bei Männern und Frauen,
Beschäftigung unter besonderen Bedingungen oder im besonderen Charakter,

Verdienste und Renten
44
2) verfügt über erforderliche Beitragszeiten und beitragslose Zeiten.
Die Höhe der Altersrente für Personen, die vor 1949 geboren sind, wird anhand der
Dauer der Berufstätigkeit und der Höhe der Arbeitsverdienste in ausgewählten
Zeiträumen der Beschäftigung festgesetzt. Bei nach 31.12.1948 geborenen Personen,
die einem offenen Pensionsfond beigetreten sind oder die keine Mitglieder eines
offenen Pensionsfonds sind und die Voraussetzungen für Anspruch auf Altersrente
nach den bisherigen Grundsätzen nicht erfüllt haben, ist die Höhe der Altersrente
vom gesammelten Kapital auf dem individuellen Konto des Versicherten abhängig. Die
Voraussetzungen für den Anspruch auf (Alters)Rentenversorgung und ihrer Höhe aus
Verteidigungsministerium, Ministerium des Inneren und Justizministerium sind
separat (im Änderungsgesetz vom 23. Juli 2003 des Sozialversicherungsgesetzes)
geregelt.
CZ
Altersrente
(Starobní důchod)
– Die Daten werden von der Tschechischen
Sozialversicherungsanstalt und dem Ministerium für Arbeit und Soziales
übernommen.
Die aus der Rentenversicherung ausgezahlte Altersrente ist eine Rentenleistungsart
im Rahmen des Rentensystems, auf die eine Person gemäß dem
Rentenversicherungsgesetz Anspruch hat. Bedingung für den Anspruch auf
Altersrente sind das Erlangen der erforderlichen Versicherungsdauer und das
Erreichen des festgelegten Alters (d. h. des Rentenalters bzw. des von ihm
abgeleiteten Alters oder des Alters von 65 Jahren).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Kreis
(LAU 1)

 
5. Budget der privaten Haushalte
Private Haushalte
DE
Private Haushalte
– Haushalte sind Personengemeinschaften, die zusammen
wohnen, eine gemeinsame Hauswirtschaft führen und sowohl hinsichtlich der
Einnahmen als auch des Konsums zusammengehören. Nicht dazu rechnen nur
vorübergehend anwesende Besucher und Gäste sowie häusliches Personal, das nicht
in der Wohnung übernachtet. Auch eine allein wohnende und wirtschaftende Person
mit eigenem Einkommen kann einen eigenen Haushalt bilden. Gemeinschafts- und
Anstaltsunterkünfte gelten nicht als Haushalte, können aber Privathaushalte
beherbergen (z. B. Haushalt des Anstaltsleiters).
PL
Gospodarstwo domowe
– Verwandte oder nicht verwandte Personengemeinschaften,
die zusammen wohnen und einen gemeinsamen Haushalt führen.
Bei der Auswahl der Haushalte wird nur die in Wohnungen lebende Bevölkerung
berücksichtigt (ohne Gemeinschafts- und Anstaltsunterkünfte). Es sind Ein- und
Mehrpersonenhaushalte (ab 2 Personen) sowie Familien- und Nichtfamilienhaushalte
zu unterscheiden.
CZ
Hospodařící domácnost
– ein Privathaushalt wird von Personen gebildet, die
zusammen haushalten, d. h. gemeinsam die Haushaltskosten, wie Nahrung,
Wohnkosten u. a., tragen. Das gemeinsame Haushalten bezieht sich auch auf die
Kinder, die zu dem entsprechenden Haushalt gehören, auch wenn sie selbst nichts zur
Deckung der Haushaltskosten beisteuern. Bestandteil familiärer Haushalte, die aus
einer Familie bestehen, können auch weitere Einzelpersonen sein, sofern sie
zusammen mit der Familie haushalten.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
(Mikrozensus)
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
5 Jahre (EVS)
Kreise (NUTS 3)
(Mikrozensus)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Gemeinde
(LAU 2)

Budget der privaten Haushalte
46
Haushaltsnettoeinkommen
DE
Haushaltsnettoeinkommen
(Definition
EVS)
das
monatliche
Haushaltsnettoeinkommen ergibt sich aus der Summe der einzelnen monatlichen
Nettoeinkommen aller Haushaltsmitglieder. Das monatliche Nettoeinkommen einer
Person ist jeweils der Betrag, der sich durch die Summe aller erzielten Einkünfte,
inklusive Weihnachtsgeld, 13./14. Monatsgehalt, Urlaubsgeld, Einkünften aus
Vermietung, Verpachtung, Vermögen, Sonderzahlungen und öffentlichen Zahlungen
(Bruttoeinkommen) ergibt, abzüglich Steuern, Solidaritätszuschlag und
Pflichtbeiträgen zur Sozialversicherung.
Haushalte mit einem monatlichem Haushaltsnettoeinkommen von über 18 000 €
wurden nicht in die Erhebung einbezogen.
PL
Haushaltsnettoeinkommen
(Dochód rozporządzalny gospodarstwa domowego) –
Summe der laufenden Einkommen aus den einzelnen Quellen, abzüglich der vom
Arbeitgeber
im
Namen
des
Arbeitnehmers
abgezogenen
Einkommenssteuervorauszahlungen (vom Einkommen aus Erwerbstätigkeit und von
manchen Leistungen aus der Sozialversicherung und sonstigen Leistungen), der
Einkommenssteuer aus Eigentum, der Einkommenssteuer der Selbständigen
(darunter Freiberufler und privaten Landwirte) und abzüglich Sozial- und
Krankenversicherungsbeiträgen. Das verfügbare Einkommen umfasst Geldeinkommen
und Nichtgeldeinkommen, darunter den natürlichen Konsum (Konsumwaren –
Dienstleistungen, die für den Haushalt aus der Einzelbauernwirtschaft oder aus dem
selbständigen auf eigene Rechnung betreibenden Gewerbe – innerhalb oder
außerhalb der Landwirtschaft) genommen wurden, sowie kostenlos erhaltene Waren
und bezogene Dienstleistungen. Das Verfügbare Einkommen ist bestimmt für
Ausgaben und für Ersparnisse.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Land (NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Gemeinde
(LAU 2)

Budget der privaten Haushalte
47
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte
DE
Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte einschließlich privater
Organisationen ohne Erwerbszweck
– das Verfügbare Einkommen ist als der Betrag
zu verstehen, der den privaten Haushalten für Konsumzwecke oder zur
Ersparnisbildung zur Verfügung steht. Es ergibt sich dadurch, dass dem
Primäreinkommen die monetären Sozialleistungen (Rente, Arbeitslosenhilfe,
Kindergeld etc.) sowie die sonstigen laufenden Transfers hinzugefügt werden und die
Sozialbeiträge und die sonstigen laufenden Transfers sowie Einkommensteuern und
andere Steuern, die von den privaten Haushalten zu leisten sind, abgezogen werden.
Das Primäreinkommen der privaten Haushalte enthält die Einkommen aus
Erwerbstätigkeit und Vermögen, die den inländischen privaten Haushalten
zugeflossen sind (z.B. Selbstständigeneinkommen, Arbeitnehmerentgelt).
Bei den privaten Organisationen ohne Erwerbszweck handelt es sich um
Organisationen, Verbände, Vereine, Institute usw., die nicht zum staatlichen Sektor
gehören, ihre Leistungen aber ebenfalls unentgeltlich oder zu nicht voll die Kosten
deckenden Preisen abgeben. Sie bestreiten ihre Aufwendungen - abgesehen von
speziellen Entgelten – zu einem wesentlichen Teil aus Beiträgen und Zuwendungen
privater Haushalte.
PL
Verfügbares Einkommen
(
Dochód do dyspozycji
) – das verfügbare Einkommen
abzüglich der sonstigen Ausgaben. Das verfügbare Einkommen ist bestimmt für
Ausgaben für Waren und Dienstleistungen und für Ersparnisse.
Die sonstigen Ausgaben umfassen u.a. Beträge für andere Haushalte und nicht-
kommerzielle Einrichtungen, einschließlich Geschenken, Unterkunftskosten von
Jugendlichen und Studierenden, die sich nicht in ihrem Wohnort ausbilden lassen,
Unterhaltsleistungen von Privatpersonen, manche Steuern, z. B. Grundsteuer,
Erbschafts- und Schenkungssteuer, Einkommenssteuer vom Eigentum, Steuer aus
Vermietung/Verpachtung und Veräußerung von Immobilen sowie Geldverluste.
CZ
Verfügbares Einkommen
(Čistý disponibilní důchod domácností
) – das verfügbare
Nettoeinkommen privater Haushalte stellt den Betrag dar, den die Haushalte für den
Konsum, für Ersparnisse in Form finanzieller Anlagen und für die Anhäufung
materieller und immaterieller Vermögenswerte nutzen können. Das verfügbare

Budget der privaten Haushalte
48
Einkommen ist das Ergebnis der Schaffung und Verteilung der Einkommen und ist
eine Bilanzposition der sekundären Einkommensverteilungsrechnung.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen
(kraje)
(NUTS 3)

 
6. Wohnungen
5
Wohngebäude
DE
Wohngebäude
sind Gebäude, die mindestens zur Hälfte (gemessen an der
Gesamtnutzfläche) Wohnzwecken dienen.
Der Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestandes liegen als Ausgangsdaten
die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung vom 30. September 1995
zugrunde, die jährlich mit Hilfe der Daten der Bautätigkeitsstatistik fortgeschrieben
werden. Ab dem Berichtsjahr 2011 erfolgt die Fortschreibung auf der Grundlage der
Gebäude- und Wohnungszählung vom 9. Mai 2011. Dabei werden ab dem
Berichtsjahr 2011 auch Wohnheime in die Fortschreibung einbezogen.
Diese sind bei den „Wohngebäuden insgesamt“ sowie bei den „Mehrfamilienhäusern“
(Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen) enthalten.
Ferien-, Sommer- und Wochenendhäuser mit einer Mindestgröße von 50 m²
Wohnfläche rechnen ebenfalls zum Wohngebäudebestand.
Alle Angaben beinhalten auch leer stehende Wohngebäude.
PL
Budynek mieszkalny
– ein für Wohnzwecke bestimmtes Gebäude, das ausschließlich
oder mindestens zur Hälfte Wohnräume enthält, wobei die übrigen Räume für andere
Zwecke beansprucht werden können, ausgenommen der Stall- oder
Wirtschaftsgebäude.
CZ
Domy
– die Zahl der Häuser umfasst alle für Wohnzwecke bestimmten Häuser
(bewohnt oder leer stehend), Objekte mit Wohnungen (einer Wohnung) und
Unterbringungseinrichtungen ohne Wohnung, sofern sie für Wohnzwecke bestimmt
sind. Zur Zahl der Häuser gehören neben Familien- und Mehrfamilienhäusern auch
verschiedene zu Wohnzwecken bestimmte Einrichtungen, z. B. Jugendwohnheime,
Internate, Kinderheime, Fürsorgeheime, Altenheime, Seniorenpensionen, Klöster und
Konvente, Asylheime für Ausländer, Betriebsgebäude mit Wohnung (z. B. Schule mit
Wohnung) u. ä.
5
In der tschechischen Statistik ist die Quelle aller Definitionen die Volks-, Gebäude- und
Wohnungszählung 2011.

Wohnungen
50
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Nichtwohngebäude
DE
Nichtwohngebäude
sind Gebäude, die überwiegend (zu mehr als der Hälfte der
Gesamtnutzfläche) Nichtwohnzwecken dienen. Dazu zählen z.B. Anstaltsgebäude,
Büro- und Verwaltungsgebäude, landwirtschaftliche und nichtlandwirtschaftliche
Betriebsgebäude (z.B. Fabrikgebäude, Hotels).
PL
Budynek niemieszkalny
– Gebäude, das mehr als zur Hälfte für Nichtwohnzwecke
beansprucht wird (z. B. für Schule, Büro, Laden, Magazin, Arztpraxen), in dem aber
mindestens noch eine Wohnung vorhanden ist.
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Wohnungsbestand
DE
Wohnungsbestand
– ist die Anzahl der Wohnungen in einer Gebietseinheit.
Der Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestandes liegen als Ausgangsdaten
die Ergebnisse der Gebäude- und Wohnungszählung vom 30. September 1995
zugrunde, die jährlich mit Hilfe der Daten der Bautätigkeitsstatistik fortgeschrieben
werden. Ab dem Berichtsjahr 2011 erfolgt die Fortschreibung auf der Grundlage der
Gebäude- und Wohnungszählung vom 9. Mai 2011. Dabei werden ab dem
Berichtsjahr 2011 auch Wohnheime in die Fortschreibung einbezogen.
Diese sind bei den „Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt“ sowie bei den
“Wohnungen in Mehrfamilienhäusern“ (Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen)
enthalten.

Wohnungen
51
Wohnungen in Ferien-, Sommer- und Wochenendhäusern rechnen ebenfalls zum
Wohnungsbestand, wenn diese Häuser eine Mindestgröße von 50 m² Wohnfläche
haben.
Alle Angaben beinhalten auch leer stehende Wohnungen.
PL
Zasoby mieszkaniowe
– die Gesamtheit der bewohnten und nicht bewohnten
Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Zum Wohngebäudebestand zählen
keine Beherbergungseinrichtungen (Arbeiterhotels, Studentenheime, Wohnheime
und Internate, Pflegeheime), provisorische und mobile Objekte (Baustellenwagen,
Eisenbahnwagen, Kähne und Schiffe).
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Wohnung
DE
Wohnung
– eine Wohnung ist die Gesamtheit der Räume, die die Führung eines
eigenen Haushalts ermöglichen, darunter stets eine Küche oder ein Raum mit fest
installierter Kochgelegenheit (Kochnische/-schrank). Eine Wohnung hat grundsätzlich
einen eigenen abschließbaren Zugang unmittelbar vom Freien, von einem
Treppenhaus oder einem Vorraum, ferner Wasserversorgung, Ausguss und Toilette.
Zu den Wohnräumen zählen alle Zimmer (Wohn- und Schlafräume mit 6 oder mehr
m² Wohnfläche) und Küchen. Nicht als Zimmer gelten Nebenräume wie Abstellräume,
Speisekammern, Flure, Badezimmer und Toiletten.
Wohnungen in Wohnheimen werden ab dem Berichtsjahr 2011 in die Fortschreibung
einbezogen.
Beginnend mit dem Berichtsjahr 2012 gelten auch „sonstige Wohneinheiten“, d.h.
Wohneinheiten ohne Küche oder fest installierte Kochgelegenheit als „Wohnung“.
Eine Wohnung ist somit die Gesamtheit der Räume, die die Führung eines eigenen
Haushalts ermöglichen.
PL
Mieszkanie
– Eine Wohnung besteht aus mehreren Kammern und Nebenräumen,
welche für den Wohnsitz von Personen bestimmt sind und für Wohnzwecke auf-

Wohnungen
52
oder umgebaut sind. Die Räume sind innerhalb eines Gebäudes mit festen Wänden
umschlossen und haben einen eigenen abschließbaren Zugang vom gemeinsamen
Flur oder vom Freien, entweder von der Straße, vom Hof oder vom Garten.
Zu den Nebenräumen zählen: Vorzimmer (Flur), Vorhalle, Bad, Toilette,
Speisekammer, Garderobe, Veranda, Diele und sonstige Räume innerhalb der
Wohnung, die den Einwohnern für Wohn- und Wirtschaftszwecke dienen.
CZ
Byt
– Gesamtheit von Räumen (ggf. ein Raum), dessen technischer Zustand und
Ausstattung dauerhaftes Bewohnen nach baubehördlichen Vorgaben möglich macht.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Leerstehende Wohnungen
DE
Leerstehende Wohnungen
– die Wohnung ist am Erhebungsstichtag weder vermietet,
noch vom Eigentümer selbst genutzt und auch keine Ferien- und Freizeitwohnung.
Wenn der Eigentümer/Mieter wegen Umbau/Modernisierung kurzzeitig - bei
Weiterbestehen des Mietverhältnisses - vorübergehend eine Ersatzwohnung
beziehen muss, so ist die Wohnung nicht leer stehend.
PL
Mieszkanie niezamieszkane
– Wohnung, in der zum Zeitpunkt der Erhebung keine
Person (für den ständigen Wohnsitz oder vorübergehend) angemeldet war und
gewohnt hat, auch nicht ohne Anmeldung. Dies betrifft weiterhin zugewiesene
Wohnungen in neu errichteten Gebäuden, in zur Nutzung von übergebenen
Gebäuden, Wohnungen, die gerade saniert werden oder aus denen wegen
anstehender Renovierung ausgezogen werden musste, Wohnungen, die wegen
laufenden Gerichts- oder Vollzugsverfahren nicht bewohnt sind, Wohnungen, die
wegen schlechten Zustands zum Bezug nicht genehmigt wurden, Wohnungen als
Reserve des Berichterstatters oder solche, die aus anderen Gründen nicht bewohnt
sind.

Wohnungen
53
CZ
Neobydlený byt
– eine leer stehende Wohnung ist eine Wohnung, in der keine Person
ihren ständigen Wohnsitz hat.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Wohnfläche
DE
Wohnfläche
– Die Wohnfläche entspricht der Wohnfläche gemäß
Wohnflächenverordnung. Diese umfasst die Grundflächen der Räume, die
ausschließlich zu dieser Wohnung gehören, wie z.B. Wohn- und Schlafräume, Küchen
und Nebenräume (z.B. Dielen, Abstellräume, Bad). Die Wohnfläche eines Wohnheims
umfasst die Grundflächen der Räume, die zur alleinigen und gemeinschaftlichen
Nutzung durch die Bewohner bestimmt sind. Zur Wohnfläche gehören auch die
Grundflächen von Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten
geschlossenen Räumen sowie von Balkonen, Loggien, Dachgärten und Terrassen,
wenn sie ausschließlich zu der Wohnung oder dem Wohnheim gehören. Nicht zur
Wohnfläche (und somit zur Nutzfläche) zählen die Grundflächen von Zubehörräumen
(z.B. Kellerräumen, Abstellräumen und Kellerersatzräumen außerhalb der Wohnung,
Waschküchen, Bodenräumen, Trockenräumen und Garagen) und Geschäftsräumen. –
Voll angerechnet werden die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer
lichten Höhe von mind. 2 m. Die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer
lichten Höhe von mind. 1 m und weniger als 2 m und von unbeheizbaren
Wintergärten, Schwimmbädern und ähnlichen nach allen Seiten geschlossenen
Räumen sind zur Hälfte, die Grundflächen von Balkonen, Loggien, Dachgärten und
Terrassen sind i.d.R. zu einem Viertel, höchstens jedoch zur Hälfte anzurechnen.
PL
Powierzchnia użytkowa mieszkania
(Nutzfläche einer Wohnung)
– Die Gesamtfläche
aller Räume der Wohnung oder des Wohngebäudes, in dem nur eine Wohnung
vorhanden ist, d. h. alle Räume, Küchen, Speisekammern, Vorzimmer, Alkoven,
Vorhallen, Flure, Badezimmer, Toiletten, Veranda, Lauben, Garderoben und anderen
Räumen, die den Einwohnern (ungeachtet der Zweckbestimmung und der

Wohnungen
54
Nutzungsart) für Wohn- und Wirtschaftszwecke (u.a. Atelier, Erholungsräume usw.)
dienen.
1. Zur Nutzfläche einer Wohnung zählen keine: Balkone, Terrassen, Loggien,
Zwischengeschosse, Wasch-, Trocken- und Kinderwagenräume, Dachböden, Keller
und Brennstoffkammern, Garagen, Technikräume, Kesselräume.
2. In einem Gebäude ländlicher Art wird zur Nutzfläche einer Wohnung nicht die
Flurfläche angerechnet. Der Flur gilt nicht als Bestandteil einer Wohnung.
Ausnahmen sind folgende Fälle:
wenn der Flur den Wohnteil mit dem Inventar- oder Wirtschaftsteil des
Gebäudes verbindet,
wenn neben dem Flur im demselben Geschoss noch ein Vorzimmer vorhanden
ist,
im Gebäude mehrere Wohnungen vorhanden sind und der Flur
gemeinschaftlich als frei zugänglicher Gang benutzt wird.
3. Die Treppenfläche in einem individuellen Gebäude gilt als Nutzfläche, wenn im
Gebäude nur eine Wohnung vorhanden ist, sonst gelten Treppen und darunter
gelegene Flächen als Kommunikationsteil.
4. In Gebäuden, welche sich im Bau befinden und nur zu einem Teil bewohnt sind,
werden bei Berechnung der Nutzfläche nur die bewohnten Zimmer und
Nebenräume berücksichtigt.
CZ
Obytná plocha
– Die Wohnfläche einer Wohnung ist die Summe der Flächen aller
Wohnräume und der Küche, sofern sie eine Fläche von 8 m² und mehr hat. Eine
Kochnische bzw. eine Küche mit einer Fläche von weniger als 8 m² werden nicht als
Wohnraum betrachtet.
Die Gesamtfläche der Wohnung ist die Summe der Flächen aller Wohnräume, der
Küche, der Kochnische sowie der sonstigen Räume der Wohnung (Zubehör, Flur u. ä.).
Es handelt sich hierbei um die innerhalb der Umfassungswände der Wohnung
gemessene Fläche; Keller, Balkon, Loggien (auch verglaste) sind nicht inbegriffen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

Wohnungen
55
Wohnraum
DE
Wohnräume
– sind alle zu Wohnzwecken bestimmte Zimmer mit einer Wohnfläche
von mindestens 6 m² sowie alle Küchen.
Räume
– die Zahl der Räume umfasst alle Wohn-, Ess- und Schlafzimmer und andere
separate Räume (z. B. bewohnbare Keller- und Bodenräume) von mindestens 6 m²
Größe sowie abgeschlossene Küchen, unabhängig von deren Größe. Bad, Toilette, Flur
und Wirtschaftsräume werden grundsätzlich nicht mitgezählt. Ein Wohnzimmer mit
einer Essecke, Schlafnische oder Kochnische ist als ein Raum zu zählen.
Dementsprechend bestehen Wohnungen, in denen es keine bauliche Trennung der
einzelnen Wohnbereiche gibt (z. B. so genannte „Loftwohnungen“), aus nur einem
Raum.
PL
Izba
Räume einer Wohnung müssen von anderen Räumen mit festen Wänden vom
Boden bis zur Decke getrennt sein, eine Mindestfläche von 4 m² besitzen und
Tagesbeleuchtung, d. h. ein Glasfenster oder eine Glastür in der Außenwand des
Gebäudes haben. Als Kammer gelten nicht nur Zimmer, sondern auch die Küche wenn
sie diese Kriterien erfüllt. Ungeachtet ihrer Größe und Beleuchtungsart gelten nicht
als Kammern: Vorzimmer, Vorhallen, Badezimmer, Toiletten, Speisekammern,
Veranden, Lauben, Dielen u. ä.
CZ
Obytná místnost
– ein Wohnraum ist ein Teil einer Wohnung (insbesondere
Wohnzimmer, Schlafzimmer, Esszimmer, Küche), der für Wohnzwecke bestimmt ist
und eine Bodenfläche von mindestens 8 m
2
hat.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Volkszählung
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

 
7. Bildung und Erziehung
Sachsen
Zur Erleichterung der Schuleingangsphase arbeitet die Grundschule mit den
Kindergärten und Horten zusammen. Für schulpflichtige aber noch nicht schulfähige
Kinder können Vorbereitungsklassen eingerichtet werden. In der Regel werden die
Kinder mit Vollendung des sechsten Lebensjahres schulpflichtig. Die
Vollzeitschulpflicht (Grundschule und weiterführende Schularten) dauert 9 Schuljahre,
die Berufsschulpflicht 3 Schuljahre. Nach einer 4-jährigen Grundschulzeit setzen die
Schüler/innen ihre Schullaufbahn je nach Leistungsfähigkeit an einer Ober-
/Mittelschule oder einem Gymnasium fort. Die Ober-/Mittelschule umfasst die
Klassenstufen 5 bis 9 bzw.10 und vermittelt eine allgemeine und berufsvorbereitende
Bildung. Die Schüler der Ober-/Mittelschulen erwerben nach erfolgreichem Abschluss
den Hauptschulabschluss (9. Klasse) bzw. den Realschulabschluss (10. Klasse). Das
Gymnasium führt in 8 Jahren von Klassenstufe 5 bis 12 zum Abitur (allgemeine
Hochschulreife).
Die Förderschule nimmt Schüler auf, die in ihrer Entwicklung zeitweilig oder auf
Dauer so beeinträchtigt sind, dass sie an den allgemein bildenden Schulen auch mit
besonderen Hilfen nicht ausreichend gefördert werden können.
Nach Beendigung der allgemein bildenden Schule können die Jugendlichen an
einer Berufsschule einen der 330 anerkannten Ausbildungsberufe im dualen System
erlernen oder an einer Berufsfachschule in der Regel in 3 Jahren im Vollzeitunterricht
einen deutschlandweit anerkannten Berufsabschluss erreichen. Die Fachoberschule
baut auf einen mittleren Bildungsabschluss auf und führt zur Fachhochschulreife. Die
Wahl unter den 5 angebotenen Fachrichtungen (Agrarwirtschaft, Gestaltung,
Sozialwesen, Technik, Wirtschaft und Verwaltung) ist nicht bindend für die spätere
Studienrichtung. Außerdem können Absolventen der Ober-/Mittelschule an einem
beruflichen Gymnasium die allgemeine Hochschulreife erlangen. Sie erhalten neben
allgemein bildenden auch berufsbezogenen Unterricht, der sie an die Berufswelt
heranführt. Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung und bieten
Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung und beruflichen Erfahrungen
Abschlüsse, die sie für Tätigkeiten im mittleren Funktionsbereich zwischen
Facharbeitern/Fachangestellten und Hochschulabsolventen befähigen
6
.
6
Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Bildungswege in Sachsen, Ausgabe 2003.

Bildung und Erziehung
57
Grundschule
– die Grundschule hat die Aufgabe, alle Schüler in einem gemeinsamen
Bildungsgang
ausgehend
von
den
individuellen
Lern-
und
Entwicklungsvoraussetzungen unter Einbeziehung von Elementen des spielerischen
und kreativen Lernens zu weiterführenden Bildungsgängen zu führen. Damit schafft
sie die Voraussetzungen für die Entwicklung sicherer Grundlagen für selbstständiges
Denken, Lernen und Arbeiten und die Beherrschung des Lesens, Schreibens und
Rechnens (Kulturtechniken).
Die Grundschule umfasst die Klassenstufen 1 bis 4. Der Unterricht wird in der Regel
getrennt nach Klassenstufen erteilt. Jahrgangsübergreifender Unterricht ist nur
zulässig, wenn ein entsprechendes pädagogisches Konzept und entsprechend
qualifiziertes Lehrpersonal vorhanden sind.
Mittel-/Oberschule
– die Mittel-/Oberschule vermittelt eine allgemeine und
berufsvorbereitende Bildung und schafft Voraussetzungen für eine berufliche
Qualifizierung. Sie ist eine differenzierte Schulart und gliedert sich in einen
Hauptschulbildungsgang und einen Realschulbildungsgang. Die Schüler erwerben mit
dem erfolgreichen Besuch der Klassenstufe 9 den Hauptschulabschluss. Ab dem
Schuljahr 2005/2006 nehmen alle Schüler im Hauptschulbildungsgang an einer
besonderen Leistungsfeststellung teil und erwerben durch die erfolgreiche Teilnahme
an dieser den qualifizierenden Hauptschulabschluss. Mit erfolgreichem Besuch der
Klassenstufe 10 und bestandener Abschlussprüfung erwerben die Schüler im
Realschulbildungsgang den Realschulabschluss.
Gymnasium
– das Gymnasium vermittelt Schülern mit entsprechenden Begabungen
und Bildungsabsichten eine vertiefte allgemeine Bildung, die für ein
Hochschulstudium vorausgesetzt wird; es schafft auch Voraussetzungen für eine
berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule.
Das Gymnasium umfasst die Klassenstufen 5 bis 10 sowie die Jahrgangsstufen 11 und
12, schließt mit der Abiturprüfung ab und verleiht die allgemeine Hochschulreife.
Berufsschule
– die Berufsschule hat die Aufgabe, im Rahmen der Berufsvorbereitung,
der Berufsausbildung oder Berufsausübung vor allem berufsbezogene Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln und die allgemeine Bildung zu vertiefen
und zu erweitern. Sie führt als gleichberechtigter Partner gemeinsam mit den
Ausbildungsbetrieben und anderen an der Berufsausbildung Beteiligten zu
berufsqualifizierenden Abschlüssen.

Bildung und Erziehung
58
Berufsfachschule
– in der Berufsfachschule werden die Schüler in einen oder mehrere
Berufe eingeführt oder für einen Beruf ausgebildet. Außerdem wird die allgemeine
Bildung gefördert.
Die Berufsfachschule ist in der Regel Vollzeitschule und dauert mindestens ein Jahr.
Fachschule
– die Fachschule hat die Aufgabe, nach abgeschlossener Berufsausbildung
und in der Regel praktischer Bewährung oder einer ausreichenden einschlägigen
beruflichen Tätigkeit eine berufliche Weiterbildung mit entsprechendem
berufsqualifizierendem Abschluss zu vermitteln.
Die Fachschule dauert bei Vollzeitunterricht mindestens ein Jahr, bei
Teilzeitunterricht entsprechend länger.
Fachoberschule
– die Fachoberschule vermittelt eine allgemeine, fachtheoretische
und fachpraktische Bildung.
Die Fachoberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf, dauert zwei
Schuljahre und verleiht nach bestandener Abschlussprüfung die Fachhochschulreife.
Berufliches Gymnasium
– das Berufliche Gymnasium vermittelt durch allgemein
bildende und berufsbezogene Unterrichtsinhalte eine Bildung, die zur Aufnahme
eines Hochschulstudiums oder einer qualifizierten Berufsausbildung befähigt.
Das Berufliche Gymnasium baut auf einem mittleren Schulabschluss auf, dauert drei
Schuljahre und verleiht die allgemeine Hochschulreife. Es umfasst eine
Einführungsphase und die Jahrgangsstufen 12 und 13.
Allgemeinbildende Förderschulen
– Schüler, die wegen der Beeinträchtigung einer
oder mehrerer physischer oder psychischer Funktionen auch durch besondere Hilfen
in den anderen allgemein bildenden Schulen nicht oder nicht hinreichend integriert
werden können und deshalb über einen längeren Zeitraum einer
sonderpädagogischen Förderung bedürfen, werden in den Förderschulen
unterrichtet.
Förderschultypen sind:
1. Schulen für Blinde und Sehbehinderte,
2. Schulen für Hörgeschädigte,
3. Schulen für geistig Behinderte,
4. Schulen für Körperbehinderte,
5. Schulen zur Lernförderung,
6. Sprachheilschulen,
7. Schulen für Erziehungshilfe,
8. Klinik- und Krankenhausschulen.

 
Bildung und Erziehung
59
An den Förderschulen können Abschlüsse der übrigen Schularten erworben werden.
An Schulen zur Lernförderung wird der Hauptschulabschluss ohne Teilnahme an einer
besonderen Leistungsfeststellung erworben.
Schulen des zweiten Bildungsweges:
Die Abendmittel-/Abendoberschule
– ist eine differenzierte Schulart, an der nicht
mehr schulpflichtige Jugendliche und Erwachsene überwiegend in Form von
Abendunterricht den Hauptschulabschluss, den qualifizierenden Hauptschulabschluss
oder den Realschulabschluss erwerben können.
Das Abendgymnasium
ist eine Schulart, an der nicht mehr schulpflichtige Jugendliche
und Erwachsene überwiegend in Form von Abendunterricht die allgemeine
Hochschulreife erwerben können.
Das Kolleg
ist ein Gymnasium besonderer Art, an dem Erwachsene, die bereits im
Berufsleben gestanden haben, in dreijährigem Vollzeitunterricht die allgemeine
Hochschulreife erwerben können.
Polen
Zum 1.09.2011 wurde für 5-jährige und in den Schuljahren 2004/05 – 2010/11 für
6-jährige Kinder eine einjährige Vorschulpflicht in den Vorschuleinrichtungen
eingeführt, d. h. in vorschulischen Sektionen an Grundschulen und Kindergärten
(einschließlich der Förderschulen) und seit dem Schuljahr 2008/09 – in den Zentren
für vorschulische Erziehung und Kindertagestätten. Seit dem Schuljahr 2009/10
können 6-jährige Kinder auf Antrag der Eltern eingeschult werden.
Schultypen im polnischen Bildungssystem:
seit dem Schuljahr 1999/2000 6-jährige Grundschulen und 3-jährige Gymnasien
(die die 8-jährigen Grundschulen ersetzt haben), in denen die Schulpflicht
besteht,
seit dem Schuljahr 2002/03 obergymnasiale Schulen, d.h.: 2– oder 3-jährige
Berufsgrundschulen, 3-jährige allgemein bildende und beruflich profilierte
Lyzeen, 4-jährige Technika und seit dem Schuljahr 2004/05 Schulen für
Absolventen der Berufsgrundschulen (d. h. 2-jährige ergänzende allgemein
bildende Lyzeen und 3-jährige Technika) und 3-jährige arbeitsvorbereitende
Förderschulen; zu den obergymnasialen Schulen zählen auch die Kunstschulen
mit einer beruflichen Qualifikation und Berufskollegs; dazu Oberschulen für die
Absolventen der 8-jährigen Grundschulen, die bis Beendigung des

Bildung und Erziehung
60
Ausbildungszyklus als obergymnasiale Schulen (Berufsgrundschulen, allgemein
bildende Lyzeen und Technika) erfasst wurden.
In Folge der allmählichen Einführung der Reform der Schulordnung parallel zu den
obergymnasialen Schulen (für die Absolventen von Gymnasien) existierten noch - bis
zur Beendigung ihres Ausbildungszyklusses – die Oberschulen (für die Absolventen
der 8-jährigen Grundschule) und ihre Sektionen in der Struktur der obergymnasialen
Schulen, d. h. 4-jährige allgemein bildende Lyzeen und 4- oder 5-jährige mittlere
berufliche Technika sowie berufliche und technische Lyzeen; ein Teil der Oberschulen
wurde in obergymnasiale Schulen umgewandelt.
Daten zur vorschulischen Erziehung, zu Schulen (ausgenommen zu Hochschulen)
sowie Daten ab dem Schuljahr 2008/09 – zu speziellen Schul- und Erziehungszentren,
Erziehungszentren für Jugendliche, soziotherapeutischen Zentren für Jugendliche,
Vergesellschaftungs-Erziehungszentren und Internaten und Wohnheimen werden
nach dem Stand per Schuljahresanfang, die Daten zu den Absolventen per
Schuljahresende erhoben.
Förderschule
(Szkoła specjalna)
– Bildungseinrichtung für Schüler mit Befund über die
Notwendigkeit sonderpädagogischer Maßnahmen. Die Sonderbildung (auf der
Grundschul-, gymnasialen und obergymnasialen Stufe) findet entweder in separaten
Förderschulen oder in allgemein zugänglichen Schulen mit folgenden Sektionen statt:
Fördersektionen, integrative Sektionen, allgemein zugängliche Sektionen sowie in
speziellen Bildungs- und Erziehungszentren, in anderen Bildungs- und
Erziehungseinrichtungen oder Gesundheitsanstalten (einschl. der Kuranstalten) oder
individuell.
Grundschule
(Szkoła podstawowa)
– mit einer Bildungsdauer von 6 Jahren, im letzten
Jahr wird ein Test durchgeführt. Ein positives Ergebnis berechtigt zum Zugang zum
Gymnasium. Die Organisationsstruktur der obligatorischen Grundschule umfasst die
Klassen I-VI.
Gymnasium
(Gimnazjum) –
dreijährige Schule für Jugendliche im Alter von 13 bis 16
Jahren. Gymnasium gilt als Schulpflicht. Eine formelle Zugangsbeschränkung zum
Gymnasium ist die Absolvierung der Grundschule. Im letzten Jahr der Gymnasialzeit
wird eine externe Prüfung abgelegt. Ein positives Ergebnis der Prüfung berechtigt zur
Bewerbung um die Aufnahme in eine obergymnasiale Schule.
Berufsgrundschule
(Zasadnicza szkoła zawodowa) –
die Schule gibt eine
Erstausbildung auf dem Niveau eines qualifizierten Facharbeiters. Nach Bestehen
einer Prüfung wird ein Abschluss zum Nachweis der beruflichen Qualifikation

Bildung und Erziehung
61
erworben, ein ergänzender Bildungsweg an allgemein bildenden Lyzeen oder an
ergänzenden Technika kann eingeschlagen werden. Die Schule darf von Absolventen
des Gymnasiums besucht werden. Der Bildungsweg dauert 2 oder 3 Jahre.
Technikum
(Technikum)
– 4-jährige Schule, nach Bestehen der Abschlussprüfung
erwirbt man die mittlere berufliche Qualifikation. Die berufliche Bildung wird in
Berufen laut Verordnung des Ministers für nationale Bildung vom 26.06.07 über die
Klassifizierung der für die berufliche Bildung bestimmten Berufe realisiert. Die
Absolventen eines Technikums bekommen nach bestandener Reifeprüfung ein
Reifezeugnis.
Ergänzende Technika
(Technikum uzupełniające)
– 3-jährige Bildungseinrichtungen
auf Programmbasis der Berufsgrundschule. Der Bildungsweg dauert 3 Jahre. Nach
Absolvierung dieser Schule erhält man Oberschulbildung. Diese macht es möglich,
einen Abschluss zum Nachweis der beruflichen Qualifikation und nach Bestehen der
Reifeprüfung das Reifezeugnis zu erlangen.
Allgemein bildendes Lyzeum
(Liceum ogólnokształcące)
– Obergymnasiale Schule,
nach Abschluss derer das Abitur gemacht sowie das Reifezeugnis erworben werden
kann. Der Bildungsweg dauert 3 Jahre, in bilingualen Schulen (in bilingualen
Sektionen) einschließlich des Vorbereitungskurses – 4 Jahre. Die Absolventen des
allgemein bildenden Lyzeums erhalten eine mittlere Ausbildung. Sie haben die
Möglichkeit in die Berufskollegs aufgenommen zu werden. Nach bestandener
Reifeprüfung können sie sich um die Aufnahme eines Studiums bewerben.
Ergänzendes allgemein bildendes Lyzeum
(Uzupełniające liceum ogólnokształcące)
Ersteinschulungen erfolgten im Schuljahr 2004/05. Bildungseinrichtungen auf
Programmbasis der Berufsgrundschule. Der Bildungsweg dauert 2 Jahre. Die
Absolventen des ergänzenden allgemein bildenden Lyzeums erhalten eine mittlere
Ausbildung. Sie haben die Möglichkeit in Berufskollegs aufgenommen zu werden.
Nach bestandener Reifeprüfung können sie sich um die Aufnahme eines Studiums
bewerben.
Beruflich profiliertes Lyzeum
(Liceum profilowane)
– Obergymnasiale Schule mit
beruflich orientierender Grundbildung. Die Profile der beruflich orientierenden
Bildung für die entsprechenden Wirtschaftszweige werden durch Verordnung des
zuständigen Bildungsministers bestimmt. Der Bildungsweg dauert 3 Jahre. Die
Beendigung der Schule sowie die bestandene Reifeprüfung gelten als
Zugangsberechtigung zur Bewerbung um die Aufnahme eines Studiums.

 
Bildung und Erziehung
62
Kunstschule
(Szkoła artystyczna)
– Bildungseinrichtung in der Trägerschaft des
zuständigen Ministers für Kultur und Nationalerbe. Juristische Personen, die keine
Gebietskörperschaften sind und natürliche Personen dürfen Kunstschulen in freier
Trägerschaft nach Eintragung in ein vom zuständigen Minister für Kultur und
Nationalerbe geführtes Verzeichnis besuchen. Es wird unter Schulen, die parallel die
allgemein bildende als auch eine Kunstbildung und solchen, die ausschließlich eine
Kunstbildung realisieren, unterschieden. Zu den Kunstschulen zählen die für
Bibliothekswesen als auch für Kulturanimation. Die Absolventen der Kunstschulen
zweiten Grades dürfen die Reifeprüfung ablegen, nach Bestehen derer sie die
Zugangsberechtigung zum Studium erlangen. Nach Absolvierung der Schule mit einem
beruflichen Abschluss bekommt der Schüler ein Zeugnis zum Nachweis über die
Erlangung eines beruflichen Titels.
Arbeitsvorbereitende Förderschulen
(Specjalne szkoły przysposabiające do pracy)
s
eit dem Schuljahr 2004/2005 existierende Bildungseinrichtungen auf der
Programmbasis des Gymnasiums. Sie sind bestimmt für Schüler mit mäßiger oder
schwerer geistiger Behinderung sowie für Schüler mit gekoppelten Behinderungen.
Die Absolvierung einer solchen Schule macht es möglich, ein Zeugnis über die
Arbeitsvorbereitung zu erlangen. Nach dieser Schulart ist keine weiterführende
Bildung vorgesehen.
Berufskolleg
(Szkoła policealna)
– Eine Bildungseinrichtung auf Programmbasis einer
obergymnasialen Schule. Dort können Personen mit abgeschlossener allgemeiner
Oberschulbildung, nach bestandener Prüfung einen Abschluss zum Nachweis der
beruflichen Qualifikationen erlangen. Der Bildungsweg dauert bis zu 2,5 Jahre. Die
Absolventen erhalten nach einer externen Prüfung einen Abschluss als qualifizierter
Facharbeiter. In der Statistik werden zu solchen Schulen folgende dreijährige
Lehrerkollegs erfasst: Lehrer- und Fremdsprachenlehrerkollegs und Kollegs für
Sozialarbeiter.
Tschechische Republik
Laut Schulgesetz wird das Schulsystem der Tschechischen Republik durch Schulen
und schulische Einrichtungen gebildet. Die Bildung wird von der Schule gemäß der
Bildungsprogramme realisiert. Die Schularten sind Kindergarten, Grundschule, höhere
Schule (Gymnasium, Fachoberschule und Berufsschule), Konservatorium,
Fachhochschule, Kunstgrundschule und Sprachschule mit Recht auf ein staatlich
anerkanntes Sprachzertifikat.

Bildung und Erziehung
63
Die Sekundarbildung II entfaltet im Anschluss an die Grundbildung und
Sekundarbildung I das Wissen, die Fähigkeiten und Kompetenzen des Schülers und
bereitet ihn auf das weitere Studium an Hochschulen und Fachhochschulen oder auf
die qualifizierte Ausübung von Beruf und Arbeitstätigkeiten vor. Sie ermöglicht
sowohl Schülern bis 18/19 Jahre als auch Erwachsenen den Erhalt eines
Bildungsgrades sowie eine fachliche Vorbereitung. Die Sekundarbildung II ist von
allgemeinem oder fachlichem Charakter und wird mit einer Abiturprüfung, einem
Lehrbrief oder einer Abschlussprüfung abgeschlossen.
Der Sekundarbildung II dienen höhere Schulen. Sie kann an Schulen erreicht
werden, die in den gymnasialen Fachgebieten und den Fachgebieten der
berufsbezogenen Bildung an höheren Schulen lehren (inbegriffen sind die Fachgebiete
der Fachoberschulen, Berufsschulen, beruflichen Förderschulen und Sekundarschulen
mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt). Bestandteile der Fachgebiete der
berufsbezogenen Bildung sind auch die Aufbaulehrgangs-Fachgebiete, die einzeln
angeführt werden.
Als Förderschulbildung wird in der Tschechischen Republik die Bildung von
Kindern, Schülern und Studenten mit speziellen Bildungsbedürfnissen bezeichnet –
das heißt von Schülern mit einer Behinderung (mit einer geistigen Behinderung,
körperlichen Behinderung, Sehbehinderung, Hörbehinderung, Sprachstörungen,
Autismus, gleichzeitigem Auftreten mehrerer Behinderungen, Verhaltens-
Entwicklungsstörungen) und gesundheitlicher oder sozialer Benachteiligung. Laut dem
Gesetz Gbl. Nr. 561/2004 in der Fassung späterer Vorschriften haben diese Schüler ein
Recht auf Bildung entsprechend ihren Bildungsbedürfnissen und -möglichkeiten.
Förderschulbildung wird den Schülern geboten, bei denen diese Bedürfnisse durch
eine Schulberatungseinrichtung festgestellt wurden, und sie wird ihnen auf allen
Stufen des Bildungssystems gewährt. (Staatliches Bildungsinstitut)
Die Bildung von Personen mit speziellen Erziehungsbedürfnissen wird in
Tschechien einerseits im System der Schulen und Anstalten, teilweise auch in
spezialisierten Institutionen durchgeführt. Die Eltern (als gesetzliche Vertreter) des
Kindes müssen sich entscheiden, welchen Bildungsweg sie für ihr Kind wählen –
Bildung in einer gewöhnlichen Grundschule – d. h. Integration, oder im System der für
behinderte Schüler eingerichteten Schulen – d. h. in einer Förderschule.
Grundschule
(Základní škola)
– Schulpflicht besteht laut Schulgesetz neun Schuljahre
lang, höchstens jedoch bis zum Ende des Schuljahres, in dem der Schüler sein
siebzehntes Lebensjahr erreicht.
Der Schüler erfüllt seine Schulpflicht in einer von der Gemeinde oder einem
Gemeindeverband gegründeten Grundschule am Ort.

Bildung und Erziehung
64
Die Primarbildung und Sekundarbildung I an der Grundschule hat 9 Jahrgangsstufen
und gliedert sich in die Grundschulstufen I und II. Die Grundschulstufe I wird von der
ersten bis fünften Jahrgangsstufe und Grundschulstufe II von der sechsten bis
neunten Jahrgangsstufe gebildet. An Orten, wo nicht die Bedingungen für die
Einrichtung aller 9 Jahrgangsstufen gegeben sind, kann eine Grundschule gegründet
werden, die nicht alle Jahrgangsstufen hat.
Die mittlere Reife erreicht der Schüler durch den erfolgreichen Abschluss des
Bildungsprogramms der Primarbildung und Sekundarbildung I an der Grundschule,
der Unterstufe des sechs- oder achtjährigen Gymnasiums oder im entsprechenden
Teil des achtjährigen Bildungsprogramms am Konservatorium.
Berufsfachschule (Berufsschule
) (Střední odborné učiliště)
– die Berufsschule bietet
vor allem höhere berufsbezogene Bildung, die mit der Lehrlingsabschlussprüfung
abgeschlossen wird. Die Ausbildung beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre. Die
Absolventen erhalten einen Lehrbrief und sind für die Ausübung von Arbeiter- und
ähnlichen Berufen qualifiziert. Neben dem Übergang in die Praxis ermöglicht das
tschechische Bildungssystem jedoch Schülern, die ein dreijähriges Fach abgeschlossen
haben, auch die Fortsetzung in einem zweijährigen Aufbaulehrgang, der mit der
Abiturprüfung abgeschlossen wird.
Fachoberschule
(
Střední odborná škola)
– bietet vor allem die höhere Fachbildung mit
Abitur. Die Dauer des Studiums beträgt in der Regel vier Jahre. Außerdem kann sie in
Fächern, die die höhere Fachbildung (ohne Abitur) erteilen, auch ein zweijähriges
oder dreijähriges Studium anbieten. Die Absolventen sind insbesondere für die
Ausübung von Fachtätigkeiten in technisch-wirtschaftlichen, ökonomischen,
pädagogischen Bereichen, im Bereich des Gesundheitswesens und weiteren
Fachgebieten bestimmt, sie können jedoch auch an einer Fachhochschule oder
Hochschule studieren.
Gymnasium
(Gymnázium)
– Das Gymnasium ist eine der drei in der Tschechischen
Republik existierenden Hauptarten von höheren Schulen. Es vermittelt
Allgemeinbildung und wird mit der Abiturprüfung abgeschlossen. Aufgabe der
Gymnasien ist in erster Linie die Vorbereitung der Schüler auf das Studium an
Hochschulen oder Fachhochschulen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Kreis
(LAU 1)

 
8. Gesundheitswesen
Arzt
DE
Ärzte in Krankenhäusern
– zu den Ärzten/-innen mit hauptamtlicher
Krankenhaustätigkeit zählen die in Krankenhäusern hauptamtlich beschäftigten
leitenden Ärzte sowie die nachgeordneten Ärzte (Oberärzte und Assistenzärzte).
Hierzu rechnen zum Beispiel auch ärztliche Direktoren, Inhaber konzessionierter
Privatkliniken, Chefärzte und Oberärzte. Nicht erfasst werden die
Medizinalassistenten und sonstige in Krankenhäusern beschäftigte Ärzte (zum Beispiel
Gastärzte, hospitierende Ärzte); Belegärzte zählen zu den Ärzten in freier Praxis.
Die in Bundeswehrkrankenhäusern tätigen Ärzte/-innen rechnen teilweise zu den
Ärzten mit hauptamtlicher Krankenhaustätigkeit, teilweise zu den sonstigen Ärzten.
Ärzte in Niederlassungen
– Ärzte in freier Praxis (in Niederlassungen) sind frei
praktizierende
Ärzte
einschließlich
der
Ärzte
mit
nebenamtlicher
Krankenhaustätigkeit (z.B. Belegärzte) und der Assistenzärzte bei frei praktizierenden
Ärzten. Dazu gehören auch Ärzte in Einrichtungen gemäß § 311 Absatz 2 SGB V, d. h.
in ärztlich geleiteten kommunalen, staatlichen und freigemeinnützigen
Gesundheitseinrichtungen
einschließlich
den
Einrichtungen
des
Betriebsgesundheitswesen, z. B. Polikliniken und Ambulatorien, und Angestellte,
Teilzeitangestellte und Praxisassistenten.
PL
Lekarz
– medizinischer Beruf, dessen Ausübung die Erbringung von Leistungen durch
qualifizierte und zertifizierte Person umfasst, insbesondere: Untersuchung des
Gesundheitszustands,
Krankheitsdiagnostizierung
und
–vorbeugung,
Krankenrehabilitation, Konsultationen, aber auch Verfassung von ärztlichen
Gutachten und Arztberichten. Als Ausübung des Arztberufes gelten auch
medizinwissenschaftliche
oder
gesundheitsförderungsbezogene
Forschungstätigkeiten sowie Ausbildungstätigkeiten. Der Bezirksarztrat verleiht das
Recht auf ärztliche Berufsausübung den Personen, die die erforderlichen
Qualifikationen erworben, das postgraduale Praktikum abgeleistet und mit Erfolg die
staatliche Arztprüfung abgelegt haben.
Die medizinische Versorgung kann durch berufliche Einzel- oder Gemeinschaftspraxen
– von Ärzten, Zahnärzten, Krankenschwestern und Hebammen (seit 2011 mit
separaten Gesetzen geregelt) realisiert werden. Arztpraxen: Einzelpraxen,

Gesundheitswesen
66
Einzelfachpraxen und Gemeinschaftspraxen sind Organisationsformen z. B. der
ambulanten medizinischen Versorgung. Das Wesen solch einer Form besteht in der
Realisierung von Gesundheitsleistungen für die Bevölkerung durch Privatärzte auch
aus öffentlichen Mitteln. Die Daten zu den Arztpraxen betreffen solche Praxen, die
Gesundheitsdienstleistungen ausschließlich aus öffentlichen Mitteln erbringen.
CZ
Ošetřující lékař
(Behandelnder Arzt)
– als behandelnder Arzt versteht sich für Zwecke
der Krankenversicherung ein registrierter Arzt der medizinischen Primärversorgung,
ein Arzt, der spezialisierte ambulante Versorgung leistet, ein Arzt eines Anbieters
tagesklinischer Versorgung und ein Arzt, der die medizinische Versorgung in einer
Betreuungseinrichtung gewährleistet. (Quelle: Gesetz Gbl. Nr. 48/1997 über die
öffentliche Krankenversicherung und die Änderung und Ergänzung einiger
maßgeblicher Rechtsvorschriften).
Ist die Zahl der Ärzte, die in einem Arbeitsverhältnis zu der angegebenen Einrichtung
oder Arbeitsstätte stehen, (in natürlichen Personen zum letzten Tag des
Berichtzeitraums).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Zahnarzt
DE
Zahnärzte
– Berufstätige Zahnärzte im Besitz einer Approbation oder Bestallung,
sofern die Approbation beziehungsweise Bestallung nicht ruht, sowie Zahnärzte mit
Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des zahnärztlichen Berufs. Zu Einzelheiten
siehe Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde. Hierzu rechnen auch die
Fachzahnärzte für Kieferorthopädie.
Nicht einbezogen sind die Zahnpraktiker und Dentisten.
PL
Lekarz dentysta
– Medizinischer Beruf, dessen Ausübung die Erbringung von
Gesundheitsleistungen durch qualifizierte und zertifizierte Personen im Bereich der
Zahnkrankheiten, des Mundraumes, des Gesichtsschädels und der anliegenden Teile

Gesundheitswesen
67
umfasst. Der Bezirksarztrat verleiht das Recht auf ärztliche Berufsausübung den
Personen, die die erforderlichen Qualifikationen erworben, das postgraduale
Praktikum abgeleistet und mit Erfolg die staatliche Zahnarztprüfung abgelegt haben.
CZ
Zubní lékař
– e
r bietet die Grundversorgung im Bereich der Zahnheilkunde an.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Krankenhausbetten
DE
Krankenhausbetten
– Die in den Krankenhäusern tatsächlich betriebenen Betten, das
sind die planmäßigen Betten und die zusätzlich aufgestellten Betten.
Als planmäßig gelten solche Betten, die bestimmte, in den Richtlinien der
Bundesländer für den Bau und die Einrichtung von Krankenhäusern festgelegten
Anforderungen erfüllen, z.B. hinsichtlich der Raumgröße, der Ausstattung mit
Installationen usw.
Die Betten für Neugeborene bei Anstaltsentbindungen werden nicht einbezogen.
PL
Łóżka w szpitalu
– sich in Krankenzimmern ständig befindliche Betten (mit
Vollausstattung), die von den Kranken entweder belegt sind oder auf ihre Aufnahme
vorbereitet worden. Seit 2008 erfasst die Statistik die Betten in Krankenhäusern
gemeinsam mit den Betten für Neugeborene und mit Inkubatoren, ohne
Tagesaufenthaltsstätten.
CZ
Lůžka v nemocnici
Zahl der Betten (einschl. Säuglingsbetten) in Krankenhäusern
zum 31.12. des betreffenden Jahres. Aufgezeigt wird die tatsächliche Bettenzahl zum
Ende des Berichtzeitraumes. Nicht zur Zahl der Betten gezählt werden provisorische
und Notbetten, Betten für Begleiter (sofern sie eingerichtet sind), Geburtsbetten,
Betten, die nicht für den 24-stündigen Betrieb bestimmt sind (stationäre Betten) und
Dialysebetten.

Gesundheitswesen
68
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Kinderkrippen
DE
Kinderkrippen
Betreuung von Kindern unter 3 Jahren.
PL
Żłobek, klub dziecięcy
– Durch Gemeindevorsteher, Bürgermeister oder
Stadtpräsidenten in einRegister eingetragene Einrichtung zur Betreuung der Kinder
bis zu 3 Jahren, in der Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsfunktionen realisiert
werden.
CZ
Jesle
– Einrichtungen für Kinder im Alter von 6 Monaten bis 3 Jahren.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)

 
9. Tourismus
Beherbergungsbetriebe
DE
Beherbergungsbetriebe
– Örtliche Einheiten, die dazu dienen Gäste im privaten oder
geschäftlichen Reiseverkehr eine Übernachtungsmöglichkeit bereitzustellen. Man
unterscheidet dabei zwischen einem Angebot an Schlafgelegenheiten in
Beherbergungsstätten (z. B. Hotels und Pensionen) und auf Campingplätzen. Zu den
Beherbergungsbetrieben zählen auch Unterkünfte, die die Gästebeherbergung nur als
Nebentätigkeit betreiben.
Beherbergungsstätten
– Betriebe der Hotellerie, Ferienunterkünfte, Vorsorge- und
Rehabilitationskliniken sowie Schulungsheime. Zusammen mit den Campingplätzen
bilden sie die Gesamtheit der Beherbergungsbetriebe.
Ab Berichtsjahr 2012 werden Beherbergungsbetriebe mit 10 oder mehr Gästebetten
bzw. Stellplätzen ausgewiesen.
PL
Turystyczny obiekt noclegowy
– jede Unterkunft in der Touristen regelmäßig oder
gelegentlich
übernachten.
Die
Übernachtungsbasis
betrifft
die
Beherbergungsbetriebe, d. h. umfasst Hotels, Gasthöfe und Pensionen sowie sonstige
Objekte (bis 2010 ohne Gästezimmer und Unterkünfte am Bauernhof). Zu den
Hotelobjekten zählen Hotels, Motels und andere Hotelobjekte (bspw. Pensionen und
Gasthöfe).
Sonstige Objekte
umfassen:
Exkursionshäuser,
Herbergen,
Jugendherbergen, Schuljugendherbergen, Ferienzentren, Jugendferienzentren,
Trainings- und Erholungszentren, schöpferische Zentren, Campingplätze, Zeltplätze,
Hostel, Kuranstalten und sonstige, die anderweitig nicht angegeben sind (z. B.
Studentenheime, Internate, Sport- und Erholungszentren usw.).
Die Daten zu Beherbergungsbetrieben und Betten werden nach dem Stand per 31.
Juli erfasst und sie betreffen saisonale und ganzjährige Schlafgelegenheiten.
CZ
Hromadná ubytovací zařízení
– Einrichtungen mit mindestens 5 Zimmern und
10 Betten, die Gästen (einschließlich Kindern) regelmäßig (oder unregelmäßig) zum
Zwecke eines Urlaubs, einer Gruppenreise, eines Kuraufenthalts, einer Dienstreise,
einer Schulung, eines Kurses, Kongresses, Symposiums, eines Aufenthalts von Kindern
im Landschulheim, in Sommer- oder Winterferienlagern vorübergehende Unterkunft
bieten. Sie werden nach Kategorien gegliedert, die die Art sowie die Klasse des

Tourismus
70
Beherbergungsbetriebs bestimmen. Diese legen die Anforderungen an Ausstattung,
Niveau und Umfang der mit der Unterkunft in Verbindung stehenden
Dienstleistungen fest. Zu den Beherbergungsbetrieben gehören Hotels (einschl.
Motels und Botels), Pensionen, Touristenwohnheime, Hüttensiedlungen,
Campingplätze und sonstige Beherbergungsbetriebe.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Hotel
DE
Hotels
– Beherbergungsstätten, die jedermann zugänglich sind und in denen auch für
Passanten ein Restaurant vorhanden ist. Außerdem stehen in der Regel weitere
Einrichtungen oder Räume für unterschiedliche Zwecke (Konferenzen, Seminare,
Sport, Freizeit, Erholung) zur Verfügung.
PL
Hotel
– ein Objekt, welches hauptsächlich in der Stadt gelegen ist, über mindestens
10 Zimmer verfügt, von denen die meisten Einzelzimmer und Doppelzimmer sind,
welches den Gästen ein breites Spektrum an aufenthaltsbezogenen Dienstleistungen
anbietet. Jedes Hotel muss Frühstück anbieten. Je nach Ausstattung und
Dienstleistungsspektrum sind Hotels in fünf Kategorien untergliedert: Die höchste – 5
Sterne (*****), die niedrigste – 1 Stern (*). Fünf- bis einschl. Drei-Sterne-Hotels haben
nur Zimmer mit Sanitäreinrichtungen sowie ein Restaurant aufzuweisen. In einem
Drei-Sterne-Hotel muss nicht unbedingt ein Restaurant vorhanden sein, wenn max.
200 m vom Hotel entfernt ein Restaurant gelegen ist.
CZ
Hotel
– Beherbergungsstätte mit mindestens 10 Gästezimmern, die für die
Gewährleistung einer vorübergehenden Unterkunft sowie der damit verbundenen
Dienstleistungen (insbesondere Verpflegung) eingerichtet ist. Hotels werden in fünf
Klassen unterteilt. Hotels garnis sind lediglich für einen begrenzten
Verpflegungsumfang (mindestens Frühstück) ausgestattet und werden in vier Klassen
untergliedert.

Tourismus
71
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Gasthof (Motel)
DE
Gasthöfe
– Beherbergungsstätten, die jedermann zugänglich sind und in denen außer
einem auch für Passanten zugänglichen Gastraum in der Regel keine weiteren
Aufenthaltsräume zur Verfügung stehen.
PL
Motel
– an Verkehrsstraßen liegende Objekte mit Parkmöglichkeiten und
Dienstleistungen für Autoreisende. Ein Motel muss über mindestens 10 Zimmer
verfügten, von denen die meisten Einzelzimmer und Doppelzimmer sind. Jedes Motel
muss Frühstück anbieten. Je nach Ausstattung des Objektes und je nach Standard der
Dienstleistungen sind Motels in fünf Kategorien untergliedert: Die höchste – 5 Sterne,
die niedrigste – 1 Stern. Fünf- bis einschl. Drei-Sterne-Motels haben nur Zimmer mit
Sanitäreinrichtungen sowie ein Restaurant aufzuweisen. In einem Drei-Sterne-Motel
muss nicht unbedingt ein Restaurant vorhanden sein, wenn max. 200 m vom Motel
entfernt ein Restaurant gelegen ist.
CZ
Motel
– Beherbergungsstätte mit mindestens 10 Gästezimmern, die insbesondere
Kraftfahrern vorübergehende Unterkunft sowie die damit verbundenen
Dienstleistungen bietet und in vier Klassen unterteilt wird. Der Beherbergungsberieb
befindet sich in der Nähe von Straßen mit Parkmöglichkeit. Rezeption und Restaurant
können sich außerhalb des Unterbringungsteils befinden. Ansonsten erfüllt die
Beherbergungsstätte sämtliche Anforderungen für die Kategorie Hotel 1* – 4*.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

Tourismus
72
Pension
DE
Pensionen
– Beherbergungsstätten, die jedermann zugänglich sind und in denen
Speisen und Getränke nur an Hausgäste abgegeben werden.
PL
P
ensjonat
– ein Objekt mit mindestens 7 Zimmern, in dem Beherbergungsleistungen
einschl.
Halbpension erbracht werden. Je nach Ausstattung und
Dienstleistungsspektrum sind Pensionen in fünf Kategorien untergliedert: Die höchste
– 5 Sterne, die niedrigste – 1 Stern. Fünf- bis einschl. Vier-Sterne-Pensionen haben nur
Zimmer mit Sanitäreinrichtungen aufzuweisen.
CZ
Penzion
– Beherbergungsstätte mit mindestens fünf und höchstens 20 Gästezimmern
mit einem begrenzten Umfang an Gesellschafts- und Zusatzdienstleistungen. Wird in
vier Klassen untergliedert. Die begrenzten Verpflegungsdienstleistungen beruhen auf
dem Fehlen eines Restaurants. Eine Pension muss jedoch mindestens über einen
Speiseraum verfügen, der tagsüber gleichzeitig der Erholung der Gäste dienen kann.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Campingplatz
DE
Campingplätze
– Abgegrenzte Gelände, die jedermann zum vorübergehenden
Aufstellen von mitgebrachten Wohnwagen, Reise- bzw. Wohnmobilen oder Zelten
zugänglich sind. Im Rahmen der Monatserhebung im Tourismus werden nur
Campingplätze berücksichtigt, die Urlaubscamping anbieten, nicht aber sogenannte
Dauercampingplätze. Die Unterscheidung zwischen Urlaubs- oder Dauercamping
knüpft an die vertraglich vereinbarte Dauer der Campingplatzbenutzung an. Im
Urlaubscamping wird der Stellplatz in der Regel für die Dauer von Tagen oder Wochen
gemietet, im Dauercamping dagegen zumeist auf Monats- oder Jahresbasis.

Tourismus
73
Bis einschließlich Berichtsjahr 2011 wurden Campingplätze mit 3 oder mehr
Stellplätzen, ab Berichtsjahr 2012 Campingplätze mit 10 oder mehr Stellplätzen
ausgewiesen.
PL
Kemping
– Bewachte, gewöhnlich mit Bäumen umgebene, beleuchtete Gebiete mit
24-Stunden-Rezeption
und
mit
sanitären
und
gastronomischen
Erholungseinrichtungen ausgestattet, die den Touristen die Übernachtung in Zelten,
Wohnwagen, Wohnmobilen sowie die Zubereitung von Speisen und das Parken von
Fahrzeugen möglich machen. Je nach Objektausstattung und Leistungsumfang sind
die Campingplätze in vier Kategorien untergliedert: Die höchste – 4 Sterne, die
niedrigste – 1 Stern.
CZ
Kemp
– Touristenobjekt für die vorübergehende Unterkunft von Touristen in
mitgebrachten Aufenthaltseinrichtungen (Zelt, Wohnwagen), ggf. in Objekten, die
dem Campingplatz gehören (Datschen, Hütten, Bungalows).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Sonstige Beherbergungsstätten
DE
Sonstige Beherbergungsstätten
Erholungs- und Ferienheime
– Beherbergungsstätten, die nur bestimmten
Personenkreisen, zum Beispiel Mitgliedern eines Vereins oder einer Organisation,
Beschäftigten eines Unternehmens, Kindern, Müttern, Betreuten sozialer
Einrichtungen, zugänglich sind, und in denen Speisen und Getränke nur an Hausgäste
abgegeben werden.
Ferienhäuser, -wohnungen
– Beherbergungsstätten, die jedermann zugänglich sind
und in denen Speisen und Getränke nicht abgegeben werden, aber eine
Kochgelegenheit vorhanden ist.

Tourismus
74
Ferienzentren
Beherbergungsstätten, die jedermann zugänglich sind und dazu
dienen, wahlweise unterschiedliche Wohn- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie
gleichzeitig Freizeiteinrichtungen in Verbindung mit Einkaufsmöglichkeiten und
persönlichen Dienstleistungen zum vorübergehenden Aufenthalt anzubieten. Als
Mindestausstattung gilt das Vorhandensein einer Hotelunterkunft und anderen
Wohngelegenheiten (auch mit Kochgelegenheit), einer Gaststätte, von
Einkaufsmöglichkeiten zur Deckung des täglichen Bedarfs und des Freizeitbedarfs
sowie von Einrichtungen für persönliche Dienstleistungen, zum Beispiel
Massageeinrichtungen, Solarium, Sauna, Friseur, und zur aktiven Freizeitgestaltung,
wie beispielsweise Schwimmbad, Tennis-, Tischtennis-, Minigolf- oder Trimm-Dich-
Anlagen.
Jugendherbergen und Hütten
Beherbergungsstätten, die in der Regel eine einfache
Ausstattung aufweisen und vorzugsweise Jugendlichen und Familien oder
Angehörigen der sie tragenden Organisation, zum Beispiel einem Wanderverein, zur
Verfügung stehen. Speisen und Getränke werden im Allgemeinen nur an Hausgäste
abgegeben.
Schulungsheime
Einrichtungen der allgemeinen oder beruflichen (Erwachsenen-)
Bildung mit zeitlich begrenztem Unterricht oder Lehreinrichtungen von Unternehmen,
Organisationen usw. verbunden mit Unterkunft und z.T. Verpflegung.
Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
dies sind Beherbergungsstätten, die unter
ärztlicher Leitung stehen und ausschließlich oder überwiegend Kurgästen zur
Verfügung stehen. Als Kurgäste gelten Personen, die sich aufgrund einer ärztlichen
Verordnung in der Klinik vorübergehend aufhalten. Das Ziel des Aufenthalts ist die
Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Gesundheit oder der Berufs- oder
Arbeitsfähigkeit sowie die Inanspruchnahme der allgemein angebotenen
Kureinrichtungen außerhalb des Beherbergungsbetriebs. Zu den Vorsorge- und
Rehabilitationskliniken zählen auch Kinderheilstätten, Sanatorien, Kur- und ähnliche
Krankenhäuser (Fachabteilungen anderer Krankenhäuser). Im Unterschied zur
Krankenhausstatistik werden Vorsorge- und Rehabilitationskliniken in der
Beherbergungsstatistik nur dann erfasst, wenn die dort untergebrachten Personen
überwiegend in der Lage sind, während des vorübergehenden Aufenthaltes die Klinik
zu verlassen und die Tourismusangebote der Gemeinde in Anspruch zu nehmen.
Gästezimmer
Einheit, die aus einem Raum oder einer Gruppe von Räumen besteht,
die eine unteilbare Mieteinheit in einer Beherbergungsstätte bilden. Bei den
Gästezimmern kann es sich um Einzel-, Doppel- oder Mehrbettzimmer handeln, je

Tourismus
75
nachdem, ob sie zur dauerhaften Beherbergung von einer, zwei oder mehr Personen
eingerichtet sind. Die Zahl der Gästezimmer wird einmal im Jahr zum Stichtag 31. Juli
erhoben. Gezählt werden die an diesem Stichtag tatsächlich zur Beherbergung von
Gästen zur Verfügung stehenden Gästezimmer. Zimmer, die von Mitarbeitern des
Betriebes genutzt werden, zählen nicht als Gästezimmer. Ein Appartement ist eine
spezielle Art von Gästezimmer. Es besteht aus einem oder mehreren Räumen mit
Küche, separatem Bad und/oder Toilette
PL
Sonstige Beherbergungsstätten
Sonstige Hotelobjekte
(Inny obiekt hotelowy)
– ein Beherbergungsbetrieb, in Zimmer
geteilt, unter einer Führung, mit bestimmten Dienstleistungen, darunter mindestens
tägliche Zimmerreinigung, Betten machen und Reinigung der Sanitäreinrichtungen
(z. B. Objekt mit Aufgaben eines Hotels, Motels, einer Pension, dem keine Kategorie
vergeben wurde).
Exkursionshaus
(Dom wycieczkowy)
– ein innerorts oder ortsnah gelegenes Objekt,
mit mindestens 30 Schlafgelegenheiten, der Selbstbedienung angepasst, wo
aufenthaltsbezogene Mindestleistungen für die Gäste erbracht werden. Jedes
Exkursionshaus muss die Möglichkeit anbieten, Bewirtschaftung oder Zubereitung von
Speisen wahrzunehmen. Je nach Ausstattung und Dienstleistungsspektrum sind
Exkursionshäuser in drei Kategorien untergliedert: Die höchste – Kat. I, die niedrigste
– Kat. III. Im Exkursionshaus der Kategorien I und II muss mindestens eine
Gastronomieeinrichtung vorhanden sein.
Herberge
(Schronisko)
– ein außerorts gelegenes Objekt, an Wanderwegen, wo
Mindestleistungen für die Gäste erbracht werden. Eine Herberge soll die Möglichkeit
anbieten, Bewirtschaftung oder Zubereitung von Speisen wahrzunehmen. Der Begriff
„Herberge” umfasst keine Jugendherbergen.
Jugendherberge
(Schronisko młodzieżowe)
– ein Objekt für Gruppen- oder
individuelle Reisen von Jugendlichen, der Selbstbedienung angepasst. Eine
Jugendherberge ist immer in einem separaten Gebäude oder Gebäudeteil
eingerichtet. Je nach Ausstattung und Dienstleistungsspektrum sind Jugendherbergen
in drei Kategorien untergliedert: Die höchste – Kat. I, die niedrigste – Kat. III.
Schuljugendherberge
(Szkolne schronisko młodzieżowe)
– Bildungs- und
Erziehungseinrichtung, in der Möglichkeiten zur Interessens-, Begabungsentwicklung,
Beanspruchung verschiedener Erholungsformen und Freizeitbeschäftigungen
angeboten werden.

Tourismus
76
Ferienzentrum
(Ośrodek wczasowy)
– eine oder mehrere Beherbergungsstätten, die
ausschließlich oder hauptsächlich für ferienbezogene Dienstleistungen bestimmt und
angepasst sind.
Jugendferienzentrum
(Ośrodek kolonijny)
– eine oder mehrere Beherbergungsstätten,
die ausschließlich oder hauptsächlich für jugendferienbezogene Dienstleistungen
bestimmt und angepasst sind.
Trainings- und Erholungszentrum
(Ośrodek szkoleniowo-wypoczynkowy)
– eine oder
mehrere Beherbergungsstätten, die dauerhaft für die Durchführung von Trainings,
Konferenzen, Schulungen, Begegnungen usw. bestimmt und angepasst sind. Es kann
auch Urlaubsaufenthalte anbieten.
Schöpferisches Zentrum
(Dom pracy twórczej)
– ein Beherbergungsbetrieb mit
angemessenen Bedingungen für schöpferische Arbeit und Erholung der Schöpfer, der
auch (hauptsächlich von ihren Angehörigen) als Ferienzentrum beansprucht wird.
Ferienhauskomplex
(Zespół domków turystycznych)
– ein Ferienhaus – ohne
Kellergeschoss, mit bis zu vier Zimmern, wo Beherbergungsleistungen erbracht
werden. Ferienhäuser können Ferienhauskomplexe bilden oder Bestandteil anderer
Beherbergungsbetriebe sein.
Zeltplatz
(Pole biwakowe)
– Abgegrenztes Gelände, auf dem Touristen in Zelten
übernachten können. Auf den Zeltplätzen gibt es Trinkwasserstellen sowie einfachste
sanitäre Einrichtungen.
Hostel
(Hostel)
– ein Übernachtungsbetrieb, der sich von Hotelobjekten hauptsächlich
im Standard durch Mehrbettzimmer mit Etagenbetten, gemeinsame Benutzung von
Raumausstattung sowie der Gemeinschaftsräume für Gäste (z. B. Küche/Bad)
unterscheidet. In Hostel werden Betten und keine Zimmer reserviert. Die Zimmer im
Hostel sind Schlafsäle, also Mehrbettzimmer, aber auch individuelle Zimmer: Einzel-,
Doppel- und Dreibettzimmer.
Kuranstalt
(Zakład uzdrowiskowy)
– erbringt Dienstleistungen im Bereich der
Gesundheitsvorsorge, ist in einem Kurort gelegen und verwendet bei der Erbringung
der Gesundheitsleistungen die natürlichen Heilressourcen eines Kurorts. Bei den
Kuranstalten werden alle den (Kur-)Gästen zur Verfügung stehenden
Übernachtungsplätze erfasst.
Gästezimmer
(Pokoje gościnne/kwatery prywatne)
– Unterkünfte mit möblierten
Zimmern und Räumen (ausgenommen Unterkünfte auf dem Bauernhof) in
Wohnungen, Häusern, sonstigen Wohngebäuden im Besitz von natürlichen oder

Tourismus
77
juristischen Personen (ausgenommen Landwirte), die gegen Entgelt an Touristen
vermietet werden.
Unterkunft am Bauernhof
(Kwatera agroturystyczna)
– Unterkünfte mit Zimmern und
Wohnhäusern sowie angepassten Wirtschaftsgebäuden an landwirtschaftlichen
(Zucht-, Gartenbau-, Fischzucht-)Betrieben im Besitz von Landwirten. Die Unterkünfte
werden gegen Entgelt an Touristen vermietet.
Sonstige Beherbergungsbetriebe
(Inny turystyczny obiekt noclegowy)
– Ein Objekt,
welches in der Zeit seiner unvollständigen zweckgebundenen Belegung ganz oder
teilweise zu einem Beherbergungsbetrieb umgenutzt wird. Es sind u.a. Internate,
Studentenheime, und seit Juli 2009 sind hier auch Objekte der Wochenend- und
Feiertagserholung zu berücksichtigen.
CZ
Sonstige Beherbergungsstätten
es handelt sich z. B. um Heilbäder,
Erholungseinrichtungen
von
Unternehmen
(Gewerkschaftsverbänden),
Schulungszentren von Unternehmen (Gewerkschaftsverbänden) und sonstige
Beherbergungsbetriebe, die eine Bettenkapazität für den Tourismus bereitstellen
(z. B. Jugendheime, Hochschulwohnheime, Unternehmenswohnheime u. ä.).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Ankünfte
DE
Ankünfte
– Zahl der Anmeldungen von Gästen in einem Beherbergungsbetrieb
innerhalb des Berichtszeitraums, die zum vorübergehenden Aufenthalt eine
Schlafgelegenheit belegten.
PL
Ankünfte in Beherbergungsstätten
– Zahl der Meldungen von Gästen in einer
Beherbergungsstätte im jeweiligen Monat. Personen, deren Aufenthalt durch einen
Monatsumbruch geteilt wird, sind nur einmal zu erfassen.

Tourismus
78
CZ
Besucher, Gast
– ein Besucher in einem Beherbergungsbetrieb ist jede Person
(einschließlich Kinder und ausschließlich des Personals und der Besitzer des
Beherbergungsbetriebs), die die Dienstleistungen des Beherbergungsbetriebs zur
vorübergehenden Unterkunft genutzt hat. Nicht zu den Gästen gezählt werden
Personen, die die Dienstleistungen des Beherbergungsbetriebs zur vorübergehenden
Unterkunft zum Zwecke ihrer beruflichen Tätigkeit oder Vollzeitausbildung nutzen.
Die Dauer für die vorübergehende Unterkunft, bei der ein Gast als
Tourismusteilnehmer betrachtet werden kann, darf ein Jahr nicht überschreiten.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Durchschnittliche Auslastung der Schlafgelegenheiten/Gästezimmer
DE
Durchschnittliche Auslastung der Gästebetten
– Rechnerischer Wert, der die
Inanspruchnahme der Gästebetten in einem Berichtszeitraum ausdrückt. Diese
prozentuale Angabe wird ermittelt, indem die Zahl der Übernachtungen durch die
sogenannten „Bettentage“ geteilt wird. Letztere sind das Produkt aus angebotenen
Gästebetten und der Zahl der Tage, an denen ein Betrieb im Berichtszeitraum
tatsächlich geöffnet hatte. Berechnung der durchschnittlichen Auslastung der
Gästebetten: (Übernachtungen/angebotene Bettentage) * 100.
Durchschnittliche Auslastung der Gästezimme
r
– Rechnerischer Wert, der die
Auslastung der Gästezimmer des jeweiligen Berichtsmonats prozentual darstellt.
Berechnung der durchschnittlichen Auslastung der Gästezimmer: Belegte
Gästezimmertage/angebotene Gästezimmertage x 100. Zum Beispiel hat ein
Beherbergungsbetrieb mit 50 Gästezimmern im April an 30 Tagen alle Gästezimmer
im Angebot (50 Gästezimmer x 30 Tage = 1500 angebotene Gästezimmertage) und
davon 30 Gästezimmer an jeweils 10 Tagen belegt (30 Gästezimmer x 10 Tage = 300
belegte Gästezimmertage). Damit ergibt sich eine Auslastung von 20% in diesem
Monat. Die Berechnung erfolgt nur in der Hotellerie mit 25 und mehr Gästezimmern.

Tourismus
79
PL
Stopień wykorzystania miejsc noclegowych lub pokoi
– Verhältnis der erteilten
Übernachtungen oder Zimmer im Berichtsjahr zur Nennzahl der Schlafgelegenheiten
oder Zimmer im Berichtsjahr. Die Nennzahl der Schlafgelegenheiten oder Zimmer ist
die Summe der Schlafgelegenheiten, die den Touristen an jedem Tag der
Objekttätigkeit angeboten wird.
CZ
Čisté využití lůžek
Quotient aus der Übernachtungszahl im Berichtzeitraum und dem
Produkt von der Durchschnittszahl der zur Verfügung stehenden Betten und der Zahl
der Betriebstage. Der Ergebniswert wird in Prozent angegeben (d. h. mit
100 multipliziert).
Vužití pokojů
Quotient aus der Zahl der realisierten Zimmertage (d. h. der Zahl der
belegten Zimmer während der einzelnen Tage des Berichtzeitraums) und dem
Produkt von der Durchschnittszahl der zur Verfügung stehenden Zimmer und der Zahl
der Betriebstage. Der Ergebniswert wird in Prozent angegeben (d. h. mit
100 multipliziert).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Kreis
(LAU, NTS 4)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)

 
10. Preise
Sachsen
Die Statistik der
Verbraucherpreise
ist eine repräsentative Primärstatistik. Die
Erhebung der ca. 45 000 sächsischen Einzelpreise des bundeseinheitlich definierten
Warenkorbes findet monatlich durch direkte Begehung der Berichtsstellen, einen
schriftlichen oder telefonischen Kontakt mit den Auskunft gebenden oder mittels
Internetrecherche statt. Daneben gibt es eine Reihe von Positionen, für die das
Statistische Bundesamt zentral die Preisbeobachtung übernimmt. Darunter fallen
Produkte, die einer bundeseinheitlichen Preisgestaltung unterliegen und somit keine
regionalen Unterschiede aufweisen. Zu nennen wären beispielsweise Bahntarife,
Versandhandelspreise, Tabakwaren oder Telekommunikationsdienstleistungen.
Rund 80 Prozent der im Freistaat Sachsen befragten Preise werden von geschulten
Preisermittlern, die verteilt über drei Wochen in 20 Berichtsgemeinden unterwegs
sind, zusammengetragen.
Die Berichtsstellen in den jeweiligen Gemeinden werden repräsentativ unter der
Prämisse ausgewählt, dass sie die verschiedenen Formen des Einzelhandels
widerspiegeln.
Warenkorb und Wägungsschema
Grundlage für die Ermittlung des Verbraucherpreisindex ist ein Warenkorb, der rund
600 Güterarten umfasst, die sogenannten Preisrepräsentanten. Diese Auswahl steht
stellvertretend für die Verbrauchsgewohnheiten der privaten Haushalte und wird
turnusmäßig alle fünf Jahre hinsichtlich ihrer Aktualität geprüft. Während es nicht
erforderlich ist kurzfristige Änderungen im Konsumverhalten sofort einzuarbeiten,
müssen längerfristige Veränderungen bei der Überarbeitung des Warenkorbes
berücksichtigt werden. Dabei rücken ggf. auch Produktneuheiten oder technische
Weiterentwicklungen ins Blickfeld der Preisbeobachtung.
Die Verbrauchsbedeutung der einzelnen Positionen des Warenkorbes wird über das
Wägungsschema bei der Indexberechnung beachtet. Dabei greift man auf die
Ausgabenanteile der jeweiligen Positionen an den gesamten Verbrauchsausgaben der
privaten Haushalte im Basisjahr zurück. Als Grundlage für die Definierung der
Wägungsanteile dienen die Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe,
der jährlichen Statistik der laufenden Wirtschaftsrechnungen sowie anderer amtlicher
und nichtamtlicher Datenquellen. Die so ermittelten Wägungsanteile bewirken, dass
Preisveränderungen der im Warenkorb befindlichen Waren und Dienstleistungen
unterschiedlich stark in die Ermittlung des Verbraucherpreisindex eingehen.

 
Preise
81
Der Verbraucherpreisindex
wird nach der Laspeyres-Formel berechnet, das heißt, die
Wägungsanteile der einzelnen Positionen des Warenkorbes bleiben bis zur nächsten
Basisumstellung (in der Regel alle fünf Jahre) konstant. Somit lässt sich die
Preisentwicklung unter der Annahme gleichbleibender Verbrauchsverhältnisse im
Berichtszeitraum gegenüber dem Basiszeitraum feststellen.
Der Verbraucherpreisindex bildet die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren
und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten zu Konsumzwecken erworben
werden, ab. Er zeigt somit an, in welchem Maß sich die Preise für Güter des täglichen
Bedarfs (z. B. Nahrungsmittel, Kosmetik, Bekleidung), für Gebrauchsgüter (z. B.
Haushaltsgeräte) sowie für Dienstleistungen (z. B. Versicherungen, Theaterbesuch,
Reparaturleistungen) verteuert oder verbilligt haben. Mietausgaben finden bei diesen
Betrachtungen ebenso Beachtung.
Polen
Die Daten zu den Verkaufspreisen werden in den folgenden Bereichen ermittelt:
Verbrauchswaren,
Gebrauchsgüter und Dienstleistungen, die durch die Bevölkerung zu
Produktions- und Investitionszwecken, hauptsächlich in Bezug auf
Landwirtschaft, erworben werden.
Die Erhebung wurde anhand einer Repräsentantenliste durchgeführt, die in der
Zufallsstichprobe gewählt wurde. Die Preiserhebungen für Waren und
Dienstleistungen werden durch Interviewer der statistischen Ämter an gewählten
Verkaufsstellen in den jeweiligen Erhebungsgebieten durchgeführt (209 im Jahre
2013). Die Preiserhebungsgebiete, die Verkaufsstellen und die repräsentativen Waren
und Dienstleistungen wurden unter Berücksichtigung der Veränderungen der
Verbrauchsgewohnheiten gewählt. Als Erhebungsgebiet kann eine Stadt, ein
Großstadtteil, eine Gemeinde oder ein Stadtviertel gelten. Die Einteilung in die
Preiserhebungsgebiete wurde durch das Statistische Hauptamt GUS in Abstimmung
mit den statistischen Ämtern festgelegt. Die Auswahl der Erhebungsstellen wird den
Interviewern und dem statistischen Amt überlassen. Die zur Preiserhebung gewählten
Verkaufsstellen sollen einen repräsentativen Querschnitt durch das Handelsnetz im
betroffenen Gebiet darstellen. Es ist ratsam, Preise an denselben Verkaufsstellen über
mindestens ein Jahr zu erheben. Die zentral festgelegte Liste der repräsentativen
Waren und Dienstleistungen bleibt über das ganze Jahr konstant und gilt in allen
Preiserhebungsgebieten. Von der Beschreibungsgenauigkeit her ist die Liste in zwei
Repräsentantenarten gegliedert:

Preise
82
sehr genau beschriebene Produkte, unter Angabe konkreter Parameter zur
Festlegung der Produkteigenschaften,
Produkte in schmalen Sortimentsgruppen, z. B. Kleidung, Wäsche, Schuhe usw.,
die in Kleinserien in den Verkehr gebracht werden. Innerhalb dieser Gruppe
entscheidet der Interviewer über die Auswahl einer konkreten Ware oder
Dienstleistung.
Die Erhebung umfasst ca. 1700 Preisrepräsentanten von Waren- und
Dienstleistungspositionen.
Es gibt folgende Datenquellen zu den Verkaufspreisen von Waren und
Dienstleistungen:
die Preiserhebungen, die die Interviewer durchführen,
Preislisten, Anordnungen und Bescheide über einheitliche Preise in ganz Polen
oder in einem Teil Polens, die durch Regierungsstellen und Behörden der
kommunalen Selbstverwaltung sowie durch Wirtschaftsunternehmen erlassen
werden,
Preiserhebungen für Waren und Dienstleistungen im Internethandel.
Die Preiserhebungen für Waren und Dienstleistungen werden einmal, für Obst und
Gemüse dagegen zweimal, im Monat durchgeführt. Bei einheitlichen Preisen und
Tarifen werden die Durchschnittsverkaufspreise als gewichtete arithmetische Mittel
mit der Dauer des jeweiligen Preisspiegels gewichtet errechnet. Jeden Monat werden
ca. 260.000 Einzeldaten zu Preisen von Waren und Dienstleistungen erhoben. Anhand
der Erhebungsmenge und der Daten zu den einheitlichen Preisen werden die
Monatsdurchschnittspreise als arithmetisches Mittel unter Einbeziehung der Anzahl
der Erhebungen errechnet.
Verbrauchswaren
(Towary konsumpcyjne)
– Waren, die der Befriedigung der
Bedürfnisse der Verbraucher hinsichtlich Ernährung und sonstiger Lebensbedürfnisse
im breiten Sinne dienen.
Verbrauchswaren sind:
Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke;
Alkohol und Tabakwaren;
Gebrauchsgüter.
Verbraucherpreisindex
(Wskaźnik cen towarów i usług konsumpcyjnych)
– seine
Berechnungsgrundlagen sind:
Erhebungen von Verbrauchspreisen von Waren und Dienstleistungen,

 
Preise
83
Erhebungen von privaten Haushalten, die Daten liefern zu durchschnittlichen
Ausgaben für Verbrauchswaren; die Daten stellen die Grundlage für die
Berechnung der Wägungsanteile dar.
Bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes wird die Klassifikation des
individuellen Verbrauchs nach Verwendungszwecken, angepasst an die
Anforderungen der harmonisierten Verbraucherpreisindexe (COICOP/HVPI),
verwendet. Der Preisindex des Repräsentanten im Erhebungsgebiet resultiert aus
dem Verhältnis seines Monatsdurchschnittspreises zum Jahresdurchschnittspreis aus
dem Vorjahr. Der Preisindex für den erhobenen Repräsentanten wird als
geometrisches Mittel der Preisindexe aus allen Regionen ermittelt. Auf der Grundlage
der Preisindexe der erhobenen Preisrepräsentanten in der jeweiligen Gruppe werden
bei Anwendung des geometrischen Mittels die Verbraucherpreisindexe auf der
obersten Aggregationsebene des Wägungsschemas erarbeitet. Anschließend werden
sie mit dem Wägungsschema zur Berechnung der Indexe der oberen
Aggregationsebenen gebraucht, bis hin zum Verbraucherpreisindex allgemein. Der
Preisindex wird nach dem Grundsatz von Laspeyres bei Verwendung der
Wägungsanteile aus dem Vorjahr berechnet.
Tschechische Republik
Verbraucherpreisindex
(Index spotřebitelských cen) –
er wird auf Grundlage der
ermittelten Preise von Waren und Dienstleistungen für ausgewählte Berichtspflichtige
mit Hilfe der Laspeyres-Formel berechnet. Die Entwicklung der Verbraucherpreise
(Lebenshaltungskosten) wird anhand von Warenkörben einer Sammlung
ausgewählter, von der Bevölkerung bezahlter Waren und Dienstleistungen verfolgt.
Die Verbraucherpreisindizes werden im Umfang von 12 Abteilungen der Klassifikation
des Endverbrauchs der Haushalte CZ-COICOP (Classification of Individual
Consumption by Purpose) angegeben.
In den Jahren 2010-2011 erfolgte eine umfassende Revision des Wägungsschemas.
Die Gewichte ab 2012 wurden basierend auf den Ausgaben der Haushalte aus der
Statistik der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung von 2010 festgelegt. Die Gewichte
für die detaillierten Preisrepräsentanten wurden gemäß den Angaben aus der Statistik
der Wirtschaftsrechnungen der privaten Haushalte von 2010 berechnet. Seit
Januar 2014 werden die veröffentlichten Preisindizes auf der Basis des revidierten
Indexschemas berechnet. Die Gewichte werden auf Grundlage der Ausgaben der
Haushalte von der Statistik der Wirtschaftsrechnungen der privaten Haushalte von
2012 aktualisiert. Für die detaillierten Preisrepräsentanten wird die Struktur der

Preise
84
Statistik der Wirtschaftsrechnungen der privaten Haushalte von 2010 beibehalten. Bei
den Preisindizes kam es zu einer Änderung des Preises des Basiszeitraums von
Dezember 2011 auf Dezember 2013. Die auf dieser neuen Grundlage heraus
berechneten Indizes sind auf allen Ebenen des Warenkorbes an das Basisjahr
Grundlage Jahr 2005 = 100 gekettet.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
monatlich
monatlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Tschechische
Republik
(NUTS 1)

 
11. Land- und Forstwirtschaft
Landwirtschaftlicher Betrieb
DE
Landwirtschaftlicher Betrieb
– ein landwirtschaftlicher Betrieb ist eine technisch-
wirtschaftliche Einheit mit einer einheitlichen Betriebsführung, die landwirtschaftliche
Tätigkeiten im Wirtschaftsgebiet der Europäischen Union entweder im Haupt- oder im
Nebenerwerb ausübt. Die Absicht, Gewinn zu erzielen, ist nicht erforderlich.
PL
Gospodarstwo rolne
– Technisch-wirtschaftliche Einheit mit einer einheitlichen
Betriebsführung (Nutzer oder Verwalter), die landwirtschaftliche Tätigkeiten ausübt.
Einzelbäuerliche Wirtschaften – von einer natürlichen Person genutzter
landwirtschaftlicher Betrieb. Einzelbäuerliche Wirtschaften verfügen über:
eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von mindestens 1 Hektar;
weniger als 1 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche (einschl. Betriebe ohne
landwirtschaftlich genutzte Fläche), wenn sie Sonderzweige der
landwirtschaftlichen Produktion oder Produktion in relevanten (mit
entsprechenden Schwellenwerten bestimmten) Größen führen: Obstbaum,
Obststräucher, Obstbaum- und Zierpflanzenschulen, Gemüse und Erdbeeren im
Freiland, Hopfen, Tabak, Ziegen und Wildtiere (z. B. Wildschweine, Rehe,
Damhirsche), die in dem Betrieb zwecks Fleischproduktion gehalten werden.
DE
PL
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Direktionsbezirke (NUTS 2);
in Jahren mit allgemeinen Erhebungen
bis Gemeindeebene (LAU 2)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Landwirtschaftlich genutzte Fläche
DE
Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)
– ist die Fläche, die zur Erzeugung pflanzlicher
landwirtschaftlicher Produkte genutzt wird. Zur LF zählen Acker- und Dauergrünland,
Obstanlagen, Rebflächen, Baumschulen sowie Dauerkulturen unter hohen
begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern, Nüsse, Haus- und

Land- und Forstwirtschaft
86
Nutzgärten, Korbweiden-, Pappelanlagen und Weihnachtsbaumkulturen außerhalb
des Waldes.
Nicht hierzu gehören dauerhaft aus der landwirtschaftlichen Produktion genommene
Flächen ohne Prämienanspruch, Waldflächen, Kurzumtriebsplantagen sowie
Gebäude- und Hofflächen und andere nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen wie
z. B. Öd- oder Unland.
PL
Powierzchnia użytków rolnych
– sie umfasst landwirtschaftliche Nutzflächen in guter
Kultur und übrige landwirtschaftliche Nutzflächen.
In guter Kultur erhaltene LF bedeutet solche, die gemäß Mindestnormen laut
Verordnung des Ministers für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung vom 11.
3.2010 (GBl. Dz. U. Nr. 39, Pos. 2011, geändert) erhalten werden, sie werden mit
folgender Einstufung dargestellt: Ackerland, Dauergrünland, Dauerkulturen
(Obstanlagen), Hausgärten, Dauerwiesen und Dauerweiden. Zu den übrigen LF zählen
ungenutzte und nicht in guter Kultur erhaltene Flächen.
CZ
Zemědělská půda
– ist die Gesamtheit der Grundstücksarten, die dem
landwirtschaftlichen Produktionsprozess dienen und wird von folgenden Kulturen
gebildet: Acker, Hopfengarten, Weingarten, Gärten, Obstgärten, Dauergrünland.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Direktionsbezirke (NUTS 2);
in Jahren mit allgemeinen
Erhebungen bis
Gemeindeebene (LAU 2)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen
(kraje)
(NUTS 3)
Anbaufläche
PL
Powierzchnia zasiewów
– Fläche aller Pflanz- und Saatkulturen im
landwirtschaftlichen Betrieb, mit Ausnahme der 2010 als Daueranbau eingestuften
Kulturen, sowie Flächen der Hausgärten und der mit Gründung bepflanzten
brachliegenden Flächen.

Land- und Forstwirtschaft
87
CZ
Osevní plocha
– als Anbauflächen, die zum 31. Mai ermittelt werden, verstehen sich
produktive Sommerernte-Flächen, von denen im Bezugszeitraum eine Ernte erwartet
wird, d. h. Flächen von im Herbst des Vorjahres gesäten Winterpflanzen, die bis zum
Termin der Flächen-Bestandsaufnahme im Frühjahr des Bezugsjahres erhalten
bleiben, Flächen von mehrjährigen in den vorherigen Jahren angebauten Pflanzen und
Flächen von im Bezugsjahr gesäten Sommerpflanzen. Bei der Anbaufläche werden die
Flächen von Pflanzen ermittelt, die im gegebenen Jahr als Hauptpflanze angebaut
werden, nicht ermittelt werden die Flächen von Vor- und Zwischenpflanzen, und auch
besäte Pflanzenflächen, die umgeackert wurden. Angeführt wird aber die Fläche der
Pflanzen, die auf umgeackerten Flächen neu angebaut wurden. Als
Gesamtanbaufläche versteht sich, neben dem Anbau auf dem Acker auch der
eventuelle Anbau in Obstgärten, Gärten, Hopfengärten und auf vorübergehend
aufgeackertem Dauergrünland.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Brachfläche
PL
Grunty ugorowane
– nicht für die landwirtschaftliche Produktion genutzte
Ackerfläche, aber nach dem Grundsatz der guten Agrarkultur, bei Einhaltung der
Umweltanforderungen erhaltene Ackerfläche, gemeinsam mit den einzuarbeitenden
Hauptkulturen.
CZ
Úhor
brachliegendes Land, das Flächen bildet, die gewöhnlich ein Vegetationsjahr
zur Regeneration belassen werden. Es kann entweder pflanzenlos sein oder mit
spontaner natürlicher Vegetation oder es kann ausschließlich zum Zweck der
Gründüngung bebaut sein. Das brachliegende Land wird ins Fruchtwechselsystem
einbezogen, es wird deshalb als genutzter Landwirtschaftsboden betrachtet.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)

Land- und Forstwirtschaft
88
Dauerkulturen
DE
Dauerkulturen
– zu den Dauerkulturen gehören Rebflächen, Obstanlagen,
Baumschulen, Nüsse, Weihnachtsbaumkulturen außerhalb des Waldes und andere
Dauerkulturen wie z. B. Korbweiden- und Pappelanlagen.
PL
Uprawy trwałe
– Baumobst- und Beerenobstanlagen sowie ihre Baumschulen,
Baumschulen mit Zierpflanzen, Waldbaumschulen für Handelszwecke, andere
Dauerkulturen, z. B. Korbweidenanlagen, außerhalb der Plantagen wachsenden
Obststräucher sowie Dauerkulturen unter Schutzabdeckungen.
CZ
Trvalé kultury
– Dauerkulturen werden in Weinberge, Hopfengärten, Obstgärten,
Baumschulen, schnell wachsende Bäume und andere Dauerkulturen unterteilt.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Ehem.
Direktionsbezirk
(NUTS 2)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Obstanlagen
PL
Sady
– mit Obstbäumen und –sträuchern bepflanzte Flächen sowie ihre Baumschulen
von mindestens 0,1 Hektar.
CZ
Ovocné sady
– sind Grundstücke, die zusammenhängend mit Obstbäumen oder –
sträuchern bepflanzt sind, die zum Zweck der Ernte von frischen Obst- oder
Beerenfrüchten gezüchtet werden.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)

Land- und Forstwirtschaft
89
Handelsgewächse
DE
Handelsgewächse
– Ölfrüchte, Hopfen, Tabak, Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen, Hanf,
ausschließlich zur Energieerzeugung genutzte Handelsgewächse (z. B. Miscanthus)
und alle anderen Handelsgewächse (z. B. Kenaf, Zichorie und Rollrasen).
PL
Uprawy przemysłowe
– zu den Industriepflanzen zählen: Zuckerrüben, Ölpflanzen
(Raps, Odermennig, Mohn, Sonnenblumen, Soja, Senf und seit 2003 Öllein),
Faserpflanzen (Lein, Hanf) und andere Industriepflanzen (z. B. Tabak, Hopfen,
Zichorie).
CZ
Technické plodiny
– Raps und Rübsen, Sonnenblume, Sojabohne, Öllein, sonstige
Ölpflanzen (Senf, Mohn, Färberdistel, Meerkohl u. ä.), Faserlein, Heil-, Aroma- und
Wurzelpflanzen, sonstige technische Pflanzen (Wegwarte Wurzel, Ampfer,
Gewöhnlicher Hanf, Tabak), Chinaschilf.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Ehem. Direktionsbezirk
(NUTS 2);
in Jahren mit allgemeinen
Erhebungen bis
Gemeindeebene (LAU 2)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen
(kraje)
(NUTS 3)
Futterpflanzen (Futteranbau)
PL
Uprawy pastewne
– zum Futteranbau zählen: Futterhülsenfrüchte, kleinsamige
Schmetterlingsblütler (auch mehrjährig ausdauernde, z. B. Klee, Schneckenklee und
Esparsette) mit anderen Futterpflanzen und Gräsern, auch Futterhackfrüchte
(Futterrübe, Steckrübe, Futtermöhre, Futterkohl, Speiserübe usw.) sowie Futtermais.
CZ
Pícniny
– zur Herstellung von Grünfutter grün geerntete Früchte.

Land- und Forstwirtschaft
90
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Wiesen und Weiden
PL
Łąki i pastwiska
– es sind Dauerwiesen und Dauerweiden, ohne Feldgras und
Grasanbau auf dem Ackerland.
CZ
Trvalé louky a pastviny
– mit Gräsern bewachsenes Grundstück, umfasst
Dauerwiesen und Dauerweiden.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Waldfläche
DE
Waldfläche
– Unbebaute Flächen, die mit Bäumen oder Sträuchern bewachsen sind,
Hierzu gehören auch Waldblößen, Pflanzschulen, Wildäsungsflächen u. dgl. bis zu ca.
0,1 ha sowie in der Regel auch Waldwege, sofern sie nicht als Flurstück ausgewiesen
sind.
PL
Powierzchnia gruntów leśnych
– es ist Wald- und Bodenfläche in Verbindung mit
Forstwirtschaft.
Waldfläche – Grundflächen von mindestens 0,1 Hektar, die:
mit Forstpflanzen bestockt sind (waldbedeckte Fläche),
vorübergehend ohne Forstpflanzen (Schlagflächen, Waldblößen, Räumden,
Weihnachtsbaumkulturen und Sträucherplantagen sowie Jagdparzellen).

Land- und Forstwirtschaft
91
Es sind für die forstwirtschaftliche Produktion bestimmte oder zu den Schutzgebieten
und Nationalparks gehörende oder ins Denkmalverzeichnis eingetragene
Grundflächen.
Mit der Forstwirtschaft in Verbindung stehende Flächen – Forstwirtschaftlich genutzte
Flächen: Gebäude und Bauten, Waldeinteilungsstreifen, Waldwege, Baumschulen,
Holzlagerplätze, usw.
CZ
Lesní půda
– von Bäumen oder Waldgesträuch bedeckte Bodenfläche, einschließlich
Waldbaumschulen, bei denen die Bäume auf bewaldeten Gebieten für
nichtkommerzielle Zwecke gezüchtet werden (für den Eigenbedarf des
Landwirtschaftsunternehmens).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Gemeinde
(LAU 2)

 
12. Umwelt
Emission
DE
Emission
unter Emission wird jede einen Produktionsbetrieb, privaten Haushalt usw.
verlassende Abgabe von Schadstoffen, Geräuschen, Strahlung usw. verstanden, auch
ohne dass mit ihr direkt Schadenseinwirkungen verbunden sein müssen. Statistische
Daten lassen sich flächendeckend nur durch Berechnungen gewinnen. Die Zahlen sind
also nicht das Ergebnis laufender Messungen sondern wurden durch Anbringen
spezifischer Emissionsfaktoren an den Energieeinsatz ermittelt.
PL
Emisja zanieczyszczeń powietrza
– die Daten zu Emissionsquellen und –größen der
Luftverschmutzung aus den die Luftreinheit besonders belastenden Betrieben sowie
zum Ausstattungsniveau und Effekten des Anlagenbetriebs zur Reduzierung dieser
Verunreinigungen betreffen die Organisationseinheiten, die vom Umweltminister
anhand der 1986 errichteten Gebühren für die Jahresemission der verunreinigenden
Stoffe in die Luft nach den Sätzen laut Verordnung des Ministerrates vom 13.1.1986
zu Gebühren für wirtschaftliche Umweltnutzung und –belastung (GBl. Dz. U. Nr. 7,
Pos. 40, geändert) festgelegt wurden. Die festgelegte Gesamtheit der geprüften
Einheiten wird jährlich aufrecht erhalten, was z. B. die Vergleichbarkeit der Ergebnisse
gewährleistet und darf nur in besonderen Fällen bei Neuinbetriebnahmen oder bei
Einheiten mit hohen Schwellenwerten der Verunreinigungen erweitert werden.
Die Daten zur Staubemission werden für folgende Staubarten erfasst: aus
Verbrennung von Brennstoffen, Zement-Kalk-Staub und feuerfeste Stoffe, Silikat-
Staub, Mineraldünger, Kohlen-Graphit-Staub, Ruß und andere staubartige
Verunreinigungen.
Die Daten zur Abgasemission betreffen: Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Stickoxide,
Kohlenwasserstoffe sowie andere gasartige Verunreinigungen (mit Ausnahme von
Kohlendioxid).
Die Daten zur Staub- und Abgasemissionen betreffen die organisierte Emission (aus
technischen und Heizungsanlagen) sowie die sog. unorganisierte Emission (aus
Halden, Lageranlagen, beim Umschlag von losen oder flüchtigen Stoffen, aus
Produktionshallen usw.).

Umwelt
93
CZ
Emise znečišťujících látek
– die Emission ist ein Vorgang, bei dem Fremdstoffe
verschiedener Zustandsformen in die Luft gebracht werden. Sie werden in Kilogramm
je Stunde oder in Tonnen je Jahr angegeben. Die Menge der angeführten in die Luft
abgeleiteten Schadstoffe wird im Register der Emissionen und Quellen von
Luftverschmutzung (REZZO) erfasst, das in Abhängigkeit von der Art der Quellen und
ihrer Wärmeleistungen in REZZO 1 (große stationäre Verschmutzungsquellen),
REZZO 2 (mittlere stationäre Verschmutzungsquellen), REZZO 3 (kleine stationäre
Verschmutzungsquellen) und REZZO 4 mobile Verschmutzungsquellen (insbesondere
Straßen- und Kraftfahrzeuge, Eisenbahnfahrzeuge, Wasserfahrzeuge und Flugzeuge)
untergliedert wird.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Land
(NUTS 1)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Abfälle
DE
Abfälle
– sind alle beweglichen Sachen, die unter die in Anhang I des
Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes (KrW-/AbfG) aufgeführten Gruppen fallen
und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Dabei wird
zwischen Abfällen zur Verwertung und Abfällen zur Beseitigung unterschieden. Erfasst
werden Art, Menge, Herkunft und Verbleib der entsorgten Abfälle.
PL
Odpady
– Abfälle - alle Stoffe oder Gegenstande, die unter in Anhang 1 des
Abfallgesetzes vom 27. April 2001 (GBl. Dz.U. 2007 Nr. 39, Pos. 251, geändert)
aufgeführten Gruppen fallen und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will
oder entledigen muss.
Die Daten zu Abfällen werden gemäß dem Abfallverzeichnis in Anlehnung an den am
1.1.2002 in Kraft getretenen Europäischen Abfallkatalog bearbeitet.

Umwelt
94
CZ
Odpad
– Abfall ist jede bewegliche Sache, derer sich eine Person entledigt, entledigen
will oder entledigen muss, und die einer der im Abfallgesetz Gbl. Nr. 185/2001
angeführten Abfallgruppen zugehört.
Hausmüll
DE
Hausmüll
– u
nter Hausmüll werden Abfälle verstanden, die hauptsächlich aus
privaten
Haushalten
stammen. Sie werden von den Entsorgungspflichtigen selbst oder
von beauftragten Dritten in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen
Behältern transportiert und der weiteren Entsorgung zugeführt.
PL
Odpady komunalne
– Haushaltsabfälle und Abfälle anderer Abfallerzeuger ohne
Anteil an gefährlichen Abfällen, die hinsichtlich der Art und Zusammensetzung den
Haushaltsabfällen ähnlich sind.
CZ
Komunální odpad
als kommunaler Abfall versteht sich jedweder bei der Tätigkeit
natürlicher Personen auf dem Gebiet der Gemeinde entstehender Abfall, der der
Gruppe 20 des Abfallkatalogs zugeordnet wird, unter Ausnahme von Abfällen, die bei
rechtlichen oder natürlichen Personen entstehen, die zum Betreiben eines
Unternehmens berechtigt sind.
Ebenfalls kommunaler Abfall ist Abfall aus privaten Haushalten und ähnlicher Abfall
(gemäß Artikel 1 Abs. 3, Beschluss der EU-Kommission 2001/753/EU).
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Organische Abfälle
DE
Organische Abfälle (Getrennt erfasste)
– organische Abfälle sind Abfälle aus der
Biotonne und biologisch abbaubare Abfälle (Garten- und Parkabfälle).

Umwelt
95
Abfälle aus der Biotonne – Bioabfälle (Abfallschlüssel nach AVV: 20 03 01) sind gemäß
§ 2 Nr. 1 Bioabfallverordnung (BioAbfV) Abfälle tierischer oder pflanzlicher Herkunft
zur Verwertung, die durch Mikroorganismen, bodenlebende Lebewesen oder Enzyme
abgebaut werden können (z.B. organische Küchenabfälle, Gartenabfälle, Speisereste),
die getrennt von den Restabfällen in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgegebenen
Behältern gesammelt, transportiert und der Verwertung zugeführt werden.
Biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle (Abfälle) – zu Grünabfällen
(Abfallschlüssel nach AVV. 20 02 01) zählen biologisch abbaubare Pflanzenabfälle, die
getrennt von den Bioabfällen und Restabfällen gesammelt, transportiert und der
Verwertung zugeführt werden.
PL
Biologisch abbaubare Abfälle
(Odpady biodegradowalne)
– Abfälle, die unter
aeroben und anaeroben Bedingungen zersetzt werden.
CZ
Biologisch abbaubarer Abfall
(Biologicky odbouratelný odpad) –
jedweder Abfall, der
einer aeroben oder anaeroben Zersetzung unterliegt.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Getrennt erfasste Wertstoffe
DE
Getrennt erfasste Wertstoffe
Getrennt erfasste Wertstoffe sind zur Verwertung
geeignete Abfälle, die getrennt vom Hausmüll (Restmüll) und Sperrmüll in eigens
dafür vorgesehenen Sammelbehältern (z.B. gelbe Tonnen/Säcke) eingesammelt oder
an entsprechende Sammelstellen (z.B. Wertstoffhöfe) angeliefert werden. Zu den
getrennt erfassten Wertstoffen gehören gemischte Verpackungen, Glas, Papier,
Pappe, Karton, Metalle, Holz, Kunststoffe und Textilien.
PL
Odpady komunalne zebrane selektywnie
– Abgenommene kommunale Abfälle, die
"an der Quelle” getrennt und in separaten Säcken und Behältern gesammelt werden.

Umwelt
96
CZ
Tříděný odpad
– Getrenntsammlung = Sammlung, bei der zwecks Erleichterung der
spezifischen Abfallverarbeitung der Abfallfluss je nach Art und Charakter des Abfalls
getrennt wird (gemäß Artikel 3, Abs. 11, Richtlinie 98/2008/ES)
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Land
(NUTS 1)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Gefährliche Abfälle
DE
Gefährliche Abfälle
– Abfälle, die nach Art, Beschaffenheit oder Menge in
besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder
brennbar sind bzw. Erreger übertragbarer Krankheiten enthalten oder hervorbringen
und an deren Überwachung und Beseitigung nach dem Kreislaufwirtschafts-und
Abfallgesetz besondere Anforderungen zu stellen sind. Im Einzelnen handelt es sich
um die im Europäischen Abfallverzeichnis mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten
Abfälle.
PL
Odpady niebezpieczne
– Abfälle, die wegen ihrer Herkunft, chemischer, biologischer
Zusammensetzung, sonstigen Eigenschaften und Umständen lebens- oder
gesundheitsgefährlich für Menschen oder Umwelt sind.
CZ
Nebezpečný odpad
– Gefährlicher Abfall ist der Abfall, der im Verzeichnis der
gefährlichen Abfälle angeführt ist, sowie jedweder weiterer Abfall, der eine oder
mehrere der im Abfallgesetz genannten gefährlichen Eigenschaften aufweist.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)

Umwelt
97
Abwasserbehandlungsanlagen
DE
Abwasserbehandlungsanlagen
dienen der Reinigung des Abwassers. Einbezogen
wurden mechanische sowie biologische Anlagen. Rechen- und Siebanlagen,
Abscheider und Hauskläranlagen wurden nicht erfasst.
PL
Oczyszczalnia ścieków
– Anlage mit den nötigen technischen Objekten, die direkt der
Abwasserreinigung dienen, auf einem Gelände mit erforderlichen weiteren Objekten,
die für den Betrieb und die Bedienung der Kläranlage erforderlich sind (Strom- und
Wasserversorgung). Je nach Art der Abwasserreinigung und der eingesetzten
Verfahren werden Kläranlagen wie folgt eingeteilt:
mechanische Kläranlagen,
chemische Kläranlagen,
biologische Kläranlagen,
mit erhöhter Entfernung von biogenen Stoffen.
Die Daten zu kommunalen Kläranlagen betreffen solche Kläranlagen, in denen das zu
behandelnde Abwasser über das Kanalisationsnetz zugeführt wird, abgesehen vom
Kläranlage- und Kanalisationsnetzbetreiber. Daten zu den Hauskläranlagen oder zu
solchen, in denen ausschließlich das gebrauchte Abwasser behandelt wird
(Kläranlagen, die dem Netz nicht angeschlossen sind), werden nicht erfasst. Die Daten
zu der (Stadt- und Land) -Bevölkerung aus dem Einzugsgebiet der Kläranlagen wird als
Schätzwert der vom Kanalisationsnetz versorgten Einwohnerzahl ermittelt.
CZ
Čistička odpadních vod
– Als Abwasserbehandlungsanlage (ABA) werden Objekte und
Einrichtungen betrachtet, die zur Reinigung des Abwassers mit einer mechanischen,
biologischen, ggf. weiteren Reinigungsstufe dienen. Nicht als ABA betrachtet werden
Anlagen zur groben Vorreinigung des Abwassers (Rechen, Sandfänger, Ölfänger, u. ä.),
Klärgruben, abflusslose Gruben und einfache Anlagen mit mechanischer Funktion, die
nicht regelmäßig beobachtet und bedient werden.
Die Kapazität der ABA wird als ausgelegte Kapazität der Reinigungsanlagen in m³/Tag
angegeben. Eine höhere Kapazität als die ausgelegte wird dann angegeben, wenn die
durchgeführten Intensivierungsmaßnahmen vom Wasserrechtsamt genehmigt
wurden.

Umwelt
98
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
aller 3 Jahre
jährlich
jährlich
Niedrigste Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis (NUTS 3),
Wassereinzugsgebiet
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen (kraje)
(NUTS 3)
Abwasser
DE
Abwasseraufkommen
– u
nter Abwasseraufkommen versteht man die
in der
öffentlichen Kanalisation
gesammelte Abwassermenge
insgesamt
, also die Summe
aus Schmutzwasser sowie Fremd- und Regenwasser.
PL
Ścieki
– in Gewässer oder Boden eingeleitet:
a) durch häuslichen oder gewerblichen Gebrauch verunreinigtes Nutzwasser,
b) flüssige, tierische Exkremente, mit Ausnahme von Jauche und Gülle, die für die
landwirtschaftliche Nutzung gemäß einschlägigen Vorschriften über
Düngemittel und Düngung bestimmt sind,
c) in Kanalisationssysteme abgeleitetes Niederschlags- oder Schmelzwasser von
verunreinigten Flächen, davon von Stadtzentren, Industrie- und Lagerflächen,
Transportplätzen sowie Straßen und Parkplätzen mit festen Fahrbahndecken,
d) Deponiesickerwasser, gebrauchte Sohlen, Behandlungs- und Thermalwasser,
e) Wasserhaltungswasser mit Ausnahme vom ins Gebirge eingeleiteten Wasser,
wenn das Eingangswasser mengen- und inhaltsmäßig dem Ausgangswasser
gleich ist,
f) aus den Objekten der Fischerwirtschaft abgeleitetes Wasser, wenn es neue Stoffe
enthält oder wenn die Menge der Stoffe im Vergleich zum Eingangswasser
erhöht sind.
CZ
Odpadní vody
– Abwasser ist in Wohn-, Industrie-, Landwirtschafts-, Gesundheits-
und anderen Bauten, Einrichtungen oder Verkehrsmitteln verwendetes Wasser,
sofern es nach der Nutzung eine veränderte Qualität (Zusammensetzung oder
Temperatur) hat, sowie anderes aus diesen Bauten, Einrichtungen und
Verkehrsmitteln abfließendes Wasser, sofern es die Qualität des Oberflächen- und
Grundwassers gefährden kann. Zum Abwasser gehört auch Sickerwasser aus
Schlammteichen, unter Ausnahme von Wasser, das nachträglich für den Eigenbedarf

Umwelt
99
der Organisation genutzt wird, sowie von Wasser, das ins Grubenwasser abfließt,
Abwasser ist des Weiteren auch das Sickerwasser aus Abfalldeponien.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
aller 3 Jahre
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis (NUTS 3),
Wassereinzugsgebiet
Wojewodschaft
(NUTS 2, NTS 2)
Regionen
(kraje)
(NUTS 3)
Schmutzwasser
DE
Schmutzwasser
– Schmutzwasser ist das durch häuslichen oder gewerblichen
Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte (verunreinigte) Wasser – ohne
Regenwasser, aber gegebenenfalls mit Fremdwasser. Zum Fremdwasser zählen das in
die Kanalisation eindringende Grundwasser (z. B. durch Undichten), unerlaubt über
Fehlanschlüsse eingeleitetes Wasser (z. B. Dränwasser) sowie das einem
Schmutzwasserkanal
zufließende
Oberflächenwasser
(z. B.
über
Schachtabdeckungen). Das Fremdwasser beinhaltet kein Regenwasser.
PL
Kommunalabwasser
(Ścieki komunalne)
– Hausabwasser selbst oder mit
Industrieabwasser gemischt, oder Hausabwasser mit Niederschlagswasser gemischt,
oder Hausabwasser mit Industrieabwasser und Niederschlagswasser gemischt.
CZ
Schmutzwasser
(Splaškové vody)
– als Schmutzwasser versteht sich das Abwasser aus
Wohn- und Dienstleistungsgebäuden, das überwiegend als Produkt des menschlichen
Metabolismus und bei Haushaltstätigkeiten entsteht.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
aller 3 Jahre
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis (NUTS 3),
Wassereinzugsgebiet
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Regionen
(kraje) (NUTS 3)

Umwelt
100
Behandeltes Abwasser
DE
Behandeltes Abwasser
- Gesamtmenge des in (betrieblichen bzw. öffentlichen)
Abwasserbehandlungsanlagen gereinigten Abwassers. Einbezogen wurden
mechanische sowie biologische Anlagen
PL
Ścieki oczyszczane
– Abwasser, welches mit dem Zweck behandelt wird,
Umweltstandards oder sonstige Qualitätsanforderungen zu erreichen. Es gibt drei
Reinigungsverfahren: mechanisch, biologisch und mit erhöhter Reinigungsstufe
(darunter chemisch). Zur Errechnung des Gesamtvolumens am geklärten Abwasser
werden nur die Mengen des in der jeweils höchsten Reinigungsstufe behandelten
Abwassers dargestellt. Dementsprechend soll das mechanisch und biologisch
behandelte Abwasser nur als biologisch behandeltes Abwasser erfasst und in allen
Stufen behandeltes Abwasser als das in der erhöhten Reinigungsstufe behandelte
Abwasser erfasst werden.
CZ
Čištěné odpadní vody
– Gesamtmenge des in Abwasserbehandlungsanlagen
gereinigten Abwassers. Es ist nicht entscheidend, ob die gesamte Abwassermenge alle
Reinigungsstufen durchlaufen hat.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
aller 3 Jahre
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis (NUTS 3),
Wassereinzugsgebiet
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Regionen
(kraje)
(NUTS 3)
Schutzgebiete
DE
Landschaftsschutzgebiet
– Landschaftsschutzgebiete sind rechtsverbindlich
festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft - zur
Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit
des Naturhaushalts oder der Regenerationsfähigkeit und nachhaltigen
Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,

Umwelt
101
wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit oder der besonderen
kulturhistorischen Bedeutung der Landschaft oder
wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung erforderlich ist (§ 26
Bundesnaturschutzgesetz, BNatSchG 2009).
Gegenüber den
Naturschutzgebieten
handelt es sich hierbei in der Regel um
großflächige Gebiete mit geringeren Einschränkungen für andere Nutzungen.
Naturschutzgebiet
– Naturschutzgebiete sind rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete,
in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in
einzelnen Teilen
zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen oder
Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen
oder
wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit
erforderlich ist (§ 23 Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG 2009).
PL
Nationalpark
(
Park narodowy) –
ein Gebiet mit besonderen natürlichen,
wissenschaftlichen, sozialen und Bildungseigenschaften, mit der Mindestfläche von
1 000 ha, in dem die ganze Natur sowie die Landschaft geschützt werden. Ein
Nationalpark wird geschaffen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt, der
Ressourcen, der Naturgebilde, -elemente und Landschaftselemente, zur
Wiederherstellung des angemessenen Bestands an Naturelementen und -
bestandteilen sowie zur Wiederherstellung von beeinträchtigten Habitaten von
Pflanzen-, Tier- oder Pilzarten.
Landschaftspark
(Park krajobrazowy)
– ein Schutzgebiet wegen seines natürlichen,
historischen, kulturellen und Landschaftseigenschaften mit dem Zweck geschützt,
diese Eigenschaften in der nachhaltigen Entwicklung aufrecht zu erhalten und zu
fördern. Die Ausweisung eines Landschaftsparks sowie Ausdehnung seiner Grenzen
erfolgt durch einen Beschluss des Woiwodschafts-Parlaments.
Naturpark
(
Obszar chronionego krajobrazu)
– Geschützte Gebiete wegen ihrer
einzigartigen Landschaft mit vielfältigen Ökosystemen, touristisch und
erholungsmäßig relevant oder weil sie einen Biotopverbund ausmachen. Die
Ausweisung eines Naturparks erfolgt durch einen Beschluss des Woiwodschafts-
Parlaments.

Umwelt
102
Naturreservat
(Rezerwat przyrody)
– im natürlichen oder gering beeinflussten
Zustand erhaltene Gebiete, Ökosysteme, Refugien und Naturhabitate, sowie Habitate
von Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, auch Gebilde und Elemente der unbelebten Natur
mit
besonderen
natürlichen,
wissenschaftlichen,
kulturellen
oder
Landschaftseigenschaften. Je nach dem Schutzzweck sind folgende Arten der
Reservate zu unterscheiden: Tier-, Pflanzen-, Wald-, Landschafts-, Moor-, Wiesen-,
Wasserschutzgebiete, Schutzgebiete der unbelebten Natur, für salzverträgliche
Pflanzen. Ein Tierschutzgebiet umfasst Standorte von besonderen Tierarten oder ihrer
Gruppen: Säugetiere (Wisent, Elch, Biber), Vögel (Brut-, Nist- und Rastorte diverser
Gattungen), Reptilien (z. B. Sumpfschildkröte), Weichtiere (selten vorkommende
Schneckengattungen), Insekten. Ein Pflanzenschutzgebiet umfasst Standorte von
Pflanzenarten oder ihrer Gruppen: Sträucher und Grünpflanzen, Standorte von
Endemiten und Reliktpflanzen. Ein Naturschutzgebiet der unbelebten Natur umfasst
geologische Aufschlüsse, Karst, Bodenprofile, Erosionsstellen, Spuren alten Bergbaus.
Landschaftsschutzgebiete
umfassen
charakteristische,
dominierende
Erscheinungsbilder der Landschaften einzelner Regionen mit natürlichen
Eigenschaften, oft mit historischen Denkmälern.
Naturmonument
(
Pomnik przyrody)
– Einzeln vorkommendes Gebilde belebter oder
unbelebter Natur oder ein Gebiet von besonderen natürlichen, wissenschaftlichen,
kulturellen und historischen oder Landschaftseigenschaften, und solche, die sich
durch individuelle Merkmale von den anderen Gebilden unterscheiden, insbesondere:
große Bäume und Sträucher hiesiger und fremder Herkunft, Quellen, Wasserfälle,
Karstquellen, Felsen, Naturdenkmäler, Findlinge und Höhlen. Die Ausweisung eines
Naturdenkmals erfolgt durch einen Beschluss des Gemeinderates.
CZ
Schutzgebiete
– Laut dem Gesetz des Tschechischen Nationalrates Gbl. Nr. 114/1992
über den Umwelt- und Landschaftsschutz werden sechs Kategorien besonders
geschützter Gebiete unterschieden.
Großflächige Schutzgebiete
(Velkoplošná chráněná území)
:
Nationalparks
(Národní park)
– im nationalen oder internationalen Maßstab
einzigartige großräumige Gebiete, deren Großteil natürliche oder von menschlicher
Tätigkeit wenig beeinflusste Ökosysteme einnehmen, in denen Pflanzen, Tiere und
unbelebte Natur von außergewöhnlicher wissenschaftlicher und erzieherischer
Bedeutung sind.

Umwelt
103
Landschaftsschutzgebiete
(Chráněná krajinná oblast)
– großflächige Gebiete mit
harmonisch gebildeter Landschaft, einem charakteristisch entwickeltem Relief, einem
bedeutenden Anteil natürlicher Ökosysteme von Waldbewüchsen und
Dauergrünland, mit großer Vielfalt an Gehölzen, gegebenenfalls mit erhaltenen
Denkmälern einer historischen Besiedlung
Kleinflächige Schutzgebiete:
Nationale Naturdenkmäler
(Národní přírodní památka)
– Naturgebilde (auch solche,
die neben der Natur auch der Mensch durch seine Tätigkeit geformt hat) von
geringerer Fläche, Fundorte von Mineralen oder bedrohten Arten in Teilen von
Ökosystemen mit nationaler oder internationaler ökologischer, wissenschaftlicher
oder ästhetischer Bedeutung.
Nationale Naturreservate
(Národní přírodní rezervace)
– kleinere Gebiete von
außerordentlichen natürlichen Werten, in denen im nationalen oder internationalen
Maßstab bedeutende Ökosysteme an das natürliche Relief mit typischem
geologischem Bau gebunden sind.
Naturdenkmäler
(Přírodní památka)
– ähnlich wie nationale Naturdenkmäler, aber
lediglich von regionaler Bedeutung.
Naturreservate
(Přírodní rezervace)
– kleinere Gebiete von konzentrierten natürlichen
Werten mit Vorkommen von Ökosystemen, die für das entsprechende geografische
Gebiet typisch und bedeutend sind.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
keine amtliche
Statistik
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Kreis
(LAU 1)

 
13. Verkehrswesen
Öffentliche Straßen
PL
Drogi publiczne
– Straßen, die von jedem bestimmungsgemäß befahren werden
dürfen und eine gemäß dem Straßengesetz festgelegte Kategorie haben. Je nach ihrer
Funktionen im Straßennetz gibt es folgende Straßenkategorien:
1) Staatsstraßen
2) Woiwodschaftsstraßen
3) Kreisstraßen
4) Gemeindestraßen
Zu den
Staatsstraßen
zählen:
Autobahnen und Kraftfahrstraßen sowie in ihrem Verlauf führende Straßen, bis
zur Eröffnung von Autobahnen und Kraftfahrstraßen,
Europastraßen,
andere Verbindungsstraßen im Kraftfahrstraßennetz,
Zufahrtsstraßen zu allgemein zugänglichen Grenzübergängen für den
internationalen Pkw- und Lkw-Verkehr,
Alternativstraßen gegen gebührenpflichtige Autobahnen,
Ortsumgehungen in Ballungsgebieten,
verteidigungsrelevante Straßen. Eine Zuweisung der Kategorie Staatsstraße
erfolgt in Form einer Verordnung des Ministerrates.
Zu den
Woiwodschaftsstraßen
zählen sonstige Straßen, als die oben genannten, die
Verbindungen zwischen Städten ausmachen, für die jeweilige Woiwodschaft von
Bedeutung sind und die verteidigungsrelevanten Straßen, die keine Staatsstraßen
sind. Eine Zuweisung der Kategorie Woiwodschaftsstraße erfolgt in Form eines
Beschlusses des Woiwodschafts-Parlaments.
Zu den
Kreisstraßen
zählen sonstige Straßen, als die oben genannten, die
Verbindungen zwischen den Kreisstädten und den zum Kreis gehörenden Städten und
den Städten miteinander ausmachen. Eine Zuweisung der Kategorie Kreisstraße
erfolgt in Form eines Beschlusses des Kreisparlaments.
Zu den
Gemeindestraßen
zählen lokale Straßen, die unter keine andere Kategorie
fallen und als Ergänzung des Straßennetzes dem lokalen Bedarf dienen, mit
Ausnahme von internen Straßen. Eine Zuweisung der Kategorie Gemeindestraße
erfolgt in Form eines Beschlusses des Gemeinderates.

Verkehrswesen
105
Einteilung der Straßen hinsichtlich der Zugänglichkeitsstufen und des Anschlusses der
anliegenden Gebiete:
1) allgemein zugängliche Straßen
2) Kraftfahrstraßen,
3) Autobahnen.
Hinsichtlich der Fahrbahndecke gibt es befestigte Straßen und unbefestigte Straßen.
Zu den befestigten Straßen zählen Straßen mit verbesserter Deckschicht (aus
Pflastersteinen, Klinker, Beton, Steinbetonplatten, Asphalt) und Straßen mit
unverbesserter Deckschicht (Schotterdecke und Pflasterdecke). Zu den unbefestigten
Straßen zählen die mit der Deckschicht aus Mutterboden sowie mit besonderer
Oberflächenbehandlung durch spezielle Verfahren und Behandlung des
Mutterbodens mit Lehm-, Kies-, Schlackengemischen o. ä. Hinsichtlich des Verlaufs
gibt es Straßen innerhalb und außerhalb der Verwaltungsgrenzen der Städte. Die
Straßen innerhalb der Verwaltungsgrenzen der Städte sind als Straßenabschnitte zu
verstehen, die durch die Städte und Gemeinden in den jeweiligen
Verwaltungsgrenzen verlaufen. Die Straßen außerhalb der Verwaltungsgrenzen der
Städte sind als Straßenabschnitte zu verstehen, die zwischen den Städten und
Gemeinden in den ländlichen Gebieten verlaufen. Die internen Straßen zählen zu
keiner Kategorie der öffentlichen Straßen, es sind hauptsächlich siedlungsinterne
Straßen, Zufahrtswege zu land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen,
Zufahrtswege zu gewerblich benutzten Objekten, Plätze vor Bahnhöfen,
Omnibusbahnhöfen und Häfen.
CZ
Veřejné silnice
– das Verkehrswegenetz in der Tschechischen Republik bilden
Autobahnen, Straßen und Gemeindestraßen.
Eine
Autobahn
ist ein Verkehrsweg, der für den schnellen Fern- und
zwischenstaatlichen Verkehr mit Straßenkraftfahrzeugen bestimmt ist, ohne
niveaugleiche Kreuzungen und mit getrennten Anschlussstellen für die Auf- und
Ausfahrt und der nach Richtungen getrennte Fahrbahnen hat.
Eine
Straße
ist ein öffentlich zugänglicher Verkehrsweg, der zur Nutzung durch
Straßen- und andere Fahrzeuge sowie Fußgänger bestimmt ist. Die Straßen bilden ein
Straßennetz. Entsprechend ihrer Bestimmung und Verkehrsbedeutung werden
Straßen in folgende Klassen untergliedert: Straße I. Klasse, die insbesondere für den
schnellen Fern- und zwischenstaatlichen Verkehr bestimmt ist, Straße II. Klasse, die
für den Verkehr zwischen den Kreisen bestimmt ist, Straße III. Klasse, die für die

Verkehrswesen
106
Verbindung von Gemeinden miteinander oder deren Anschluss an andere
Verkehrswege bestimmt ist.
Eine Gemeinde
straße
ist ein öffentlich zugänglicher Verkehrsweg, der überwiegend
dem lokalen Verkehr auf dem Gemeindegebiet dient. Gemeindestraßen werden nach
ihrer Verkehrsbedeutung, ihrer Bestimmung und ihrer bautechnischen Ausstattung in
folgende Klassen unterteilt:
Gemeindestraße I. Klasse, was insbesondere eine lokale Schnellstraße ist,
Gemeindestraße II. Klasse, bei der es sich um eine verkehrsbedeutende Sammelstraße
mit Einschränkung des direkten Anschlusses anliegender Immobilien handelt,
Gemeindestraße III. Klasse, das ist eine Zubringerstraße einer Gemeindestraße, und
IV. Klasse, ist eine Straße, die für Straßenkraftfahrzeuge gesperrt ist oder auf der
gemischter Verkehr ermöglicht wird.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Kreis
(LAU 1)
Kraftfahrzeug
DE
Kraftfahrzeug
– Maschinell angetriebenes Straßenfahrzeug. Es kann auch zum Führen
von Anhängern geeignet sein.
Zahl der Kraftfahrzeuge, die zum Zeitpunkt der Zählung am 1. Januar eines jeden
Jahres mit einem amtlichen Kennzeichen zum Verkehr zugelassen (bis 1.1.2007
einschließlich der vorübergehend abgemeldeten Fahrzeuge) und im Zentralen
Fahrzeugregister (ZFZR) des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) gespeichert sind.
Mit einbezogen sind Fahrzeuge, die ein Versicherungskennzeichen führen, sowie
Fahrzeuge der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerkes (THW). Dagegen sind
nicht einbezogen die Fahrzeuge der Bundeswehr sowie Fahrzeuge mit rotem bzw.
Kurzzeitkennzeichen und mit Ausfuhrkennzeichen.
PL
Pojazd samochodowy zarejestrowany
– durch einen Motor angetriebenes
Straßenfahrzeug, dessen Bauart das Befahren von Straßen mit der
Mindestgeschwindigkeit von 25 km/h ermöglicht.

Verkehrswesen
107
Als Kraftfahrzeuge gelten: Krafträder, Personenkraftwagen, Autobusse,
Sonderfahrzeuge
(z. B.
Sanitätswagen,
Feuerwehreinsatzfahrzeuge,
Fäkalienabfuhrwagen)
sowie
Zugmaschinen
(Sattelzugmaschinen
und
Ballastzugmaschinen).
Der Begriff schließt Kleinkrafträder, Schienenfahrzeuge, Traktoren und motorlose
Fahrzeuge, d. h. Anhänger und Auflieger, aus.
CZ
Registrované vozidlo
– Fahrzeug, das im Kraftfahrzeug-, Anhängerfahrzeug- und
Sonderkraftfahrzeugregister geführt wird.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Bestand: jährlich Gemeinde
(LAU 2)
Neuzulassungen: monatlich
für Land (NUTS 1),
jährlich für Kreise (NUTS 3)
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)
Personenkraftwagen
DE
Personenkraftwagen
Kraftfahrzeuge zur Personenbeförderung mit mindestens vier
Rädern und mit höchstens acht Sitzplätzen außer dem Fahrersitz. Wohnmobile,
Krankenwagen, Bestattungswagen und beschussgeschützte Fahrzeuge zählten bis 30.
September 2005 nicht zu den Personenkraftwagen. Mit der EU-weiten
Harmonisierung werden diese Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung ab dem
1. Oktober 2005 den Pkw zugeordnet.
PL
Samochód osobowy zarejestrowany
– Kraftfahrzeug, das nach seiner Bauart dazu
bestimmt ist, bis zu 9 Personen einschl. des Fahrers sowie ihr Gepäck zu befördern.
CZ
Osobní automobil
– Vierrädriges Kraftfahrzeug, das außer dem Fahrersitz höchstens
acht Sitzplätze hat und dessen momentanes Gewicht 3 500 kg nicht überschreitet.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Bestand: jährlich Gemeinde
(LAU 2)
Neuzulassungen: monatlich
für Land (NUTS 1),
jährlich für Kreise (NUTS 3)
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)

Verkehrswesen
108
Lastkraftwagen
DE
Lastkraftwagen
– Nutzkraftwagen, die nach ihrer Bauart und Einrichtung zum
Transport von Gütern bestimmt sind.
PL
Samochód ciężarowy zarejestrowany
– Kraftfahrzeug, das nach seiner Bauart zum
Transport von Gütern bestimmt ist, dazu zählen Kleinlastkraftwagen mit dem
zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t (z. B. Kleintransporter, Pickups, Vans) sowie
schwere Lastkraftwagen mit starrem Rahmen und dem zulässigen Gesamtgewicht
über 3,5 t.
Unter die Definition fallen auch Mehrzweck-Lkw (Fahrzeuge mit Kastenbau mit oder
ohne Planke), aber auch Spezialnutzfahrzeuge, die nach ihrer Bauart zum Transport
bestimmter Güter gedacht sind.
Zu den Lastkraftwagen mit Sonderaufbau zählen vor allem:
1) Kipper,
2) Kastenwagen, also Kraftfahrzeuge mit einem nach allen Seiten hin
umschlossenen Laderaum (Wände mit Türen und Dach), z.B.:
Mehrzweckkastenwagen,
Kühlwagen,
Eiswagen,
beheizte
Wagen,
Umzugswagen, Kleidungstransportfahrzeug usw.,
3) Tankwagen, z. B.: Kraftstofftransporter, Milchsammelwagen, Wassertransporter,
Flüssiggastankwagen usw.,
4) Behälter, z. B.: zum Transport von Beton, losem Zement, losen Lebensmitteln,
lebenden Fischen usw.,
5) andere, z. B.: zum Transport von lebendem Geflügel, lebenden Tieren,
Gasflaschen, Kabeln.
Kleintransporter – Kraftfahrzeug, das nach seiner Bauart dazu bestimmt ist, Frachten
und von 4 bis zu 9 Personen einschl. des Fahrers zu befördern.
CZ
Nákladní automobil
zum Lastentransport bestimmtes Kraftfahrzeug.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Bestand: jährlich Gemeinde
(LAU 2)
Neuzulassungen: monatlich
für Land (NUTS 1),
jährlich für Kreise (NUTS 3)
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)

Verkehrswesen
109
Kraftfahrzeuganhänger
DE
Kraftfahrzeuganhänger
nicht selbstfahrendes Straßenfahrzeug, das nach seiner
Bauart dazu bestimmt ist, von einem Kraftfahrzeug mitgeführt zu werden.
PL
Przyczepa ciężarowa zarejestrowana
– zu Güterbeförderung bestimmtes
Straßenfahrzeug, das nach seiner Bauart dazu bestimmt ist, von einem Kraftfahrzeug
mitgeführt zu werden.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Bestand: jährlich Gemeinde
(LAU 2)
Neuzulassungen: monatlich
für Land (NUTS 1),
jährlich für Kreise (NUTS 3)
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)
Krafträder
DE
Krafträder
– Einspurige Kraftfahrzeuge mit oder ohne Beiwagen. Zweirädrige
Krafträder mit oder ohne Leistungsbeschränkung und zweirädrige Leichtkrafträder. Ab
Berichtsjahr 2001 einschließlich dreirädriger sowie leichter vierrädriger
Kraftfahrzeuge.
PL
Motocykl zarejestrowany
Einspuriges Kraftfahrzeug mit oder ohne Beiwagen -
mehrspurig, einschließlich des Motorrollers mit dem Gesamtgewicht bis zu 400 kg
und Hubraum bis zu 50 cm³.
CZ
Motorrad
– Kraftfahrzeug zur Beförderung einer oder zwei hintereinander sitzender
Personen, mit Knieabstützung, ohne Pedale, mit zwei Rädern und festen Trittbrettern.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
Bestand: jährlich Gemeinde
(LAU 2)
Neuzulassungen: monatlich
für Land (NUTS 1),
jährlich für Kreise (NUTS 3)
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)

Verkehrswesen
110
Straßenverkehrsunfall
DE
Straßenverkehrsunfall
Unfall, bei denen infolge des Fahrverkehrs auf öffentlichen
Wegen und Plätzen Personen getötet oder verletzt worden sind oder Sachschaden
verursacht worden ist . Erfasst werden alle Unfälle, zu denen die Polizei hinzugezogen
wurde.
Unfälle mit Personenschaden: Unfälle, bei denen Personen getötet bzw. schwer oder
leicht verletzt wurden.
Schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden:
im engeren Sinne: Unfälle, bei denen ein Straftatbestand oder eine
Ordnungswidrigkeit (Bußgeld) vorlag und bei denen gleichzeitig mindestens ein
Kfz aufgrund eines Unfallschadens von der Unfallstelle abgeschleppt werden
musste (nicht fahrbereit); dies betrifft auch Fälle mit Alkoholeinwirkung,
sonstige Sachschadensunfälle unter Alkoholeinwirkung: Unfälle, bei denen
mindestens ein Unfallbeteiligter unter Alkoholeinwirkung stand und alle
beteiligten Kfz noch fahrbereit waren.
Sonstige Sachschadensunfälle ohne Alkoholeinwirkung (sog. Bagatellunfälle):
darunter fallen alle übrigen Sachschadensunfälle. Diese sind in den Unfällen
insgesamt nach Gemeinden nicht enthalten, da sie nicht nach Gemeinden
erfasst werden.
Als Verunglückte zählen alle Personen (auch Mitfahrer), die bei einem
Straßenverkehrsunfall verletzt oder getötet wurden.
Als getötet bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, die auf der Stelle getötet
wurden oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall an den Unfallfolgen starben.
Als Schwerletzte bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, die unmittelbar in
Krankenanstalten für mindestens 24 Stunden zur stationären Behandlung eingeliefert
werden.
Als Leichtverletzte bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, deren Verletzungen
keinen bzw. einen Krankenhausaufenthalt von weniger als 24 Stunden erforderten.
PL
Wypadek drogowy
– Ereignis, bei dem im Zusammenhang mit dem Fahrverkehr auf
öffentlichen Wegen Personen getötet oder verletzt wurden.
Als getötet bei Straßenverkehrsunfällen gelten Personen, die auf der Stelle getötet
wurden oder innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen starben.

Verkehrswesen
111
Als Straßenverkehrsunfallopfer gelten Personen, die Körperverletzungen erlitten und
denen ärztliche Hilfe geleistet wurde.
CZ
Dopravní nehoda
– Ist ein Vorfall im Straßenverkehr, z. B. ein Unfall oder ein
Zusammenstoß, der auf einem Straßenverkehrsweg passiert ist oder verursacht
wurde und bei dem es in direktem Zusammenhang mit dem Fahrzeugverkehr zum
Tod oder zur Verletzung einer Person oder zu einem Vermögensschaden kommt.
Erfasst werden alle der Polizei der Tschechischen Republik gemeldeten Unfälle. Die
Zahl der Toten, Schwerverletzten und Leichtverletzten entspricht dem Stand bis
24 Stunden nach dem Unfall. Der Sachschaden umfasst den Schaden an Fahrzeugen,
ihren Lasten oder den Straßenanlagen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
monatlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Kreis
(NUTS 3)
Kreis
(LAU 1, NTS 4)
Kreis
(LAU 1)

 
14. Öffentliche Finanzen
Einnahmen und Ausgaben der öffentlichen Kommunalhaushalte
DE
Einnahmen/Ausgaben der laufenden Rechnung
– Summe aller Einnahmen bzw.
Ausgaben (ohne haushaltstechnische Verrechnungen), die im Rahmen des
Verwaltungsvollzuges sowie des Betriebes von Einrichtungen und Anstalten meistens
regelmäßig anfallen und nicht vermögenswirksam sind, bereinigt um Zahlungen von
gleicher Ebene, d. h. zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden (siehe dazu Zah-
lungen von gleicher Ebene).
Zu den Einnahmen der laufenden Rechnung zählen zum Beispiel: Steuern,
Schlüsselzuweisungen von Bund und Land, Gebühren.
Zu den Ausgaben der laufenden Rechnung zählen zum Beispiel: Personalausgaben,
laufender Sachaufwand, soziale Leistungen.
Einnahmen/Ausgaben der Kapitalrechnung
– Summe aller Einnahmen bzw.
Ausgaben
(ohne
haushaltstechnische
Verrechnungen
und
besondere
Finanzierungsvorgänge), die eine Vermögensänderung herbeiführen oder der
Finanzierung von Investitionen anderer Träger dienen und keine besonderen
Finanzierungsvorgänge darstellen, bereinigt um Zahlungen von gleicher Ebene, d. h.
zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden (siehe dazu Zahlungen von gleicher
Ebene).
Zu den Einnahmen der Kapitalrechnung zählen zum Beispiel Zuweisungen für
Investitionen vom Land.
Zu den Ausgaben der Kapitalrechnung zählen zum Beispiel Baumaßnahmen.
Bereinigte Einnahmen/Ausgaben der öffentlichen Kommunalhaushalte
– Zahlungen
von gleicher Ebene (finanzstatistische Bereinigung) Durch die Zahlungen zwischen den
einzelnen öffentlichen Haushalten ergeben sich bei der Zusammenfassung der
Ergebnisse mehrerer Körperschaften oder Körperschaftsgruppen zu einer
Darstellungsebene Doppelzählungen.
Die finanzstatistische Bereinigung dieser Doppelzählungen kann dabei nicht bei
einzelnen Einnahme- oder Ausgabearten, sondern nur global erfolgen, indem die
darin enthaltenen Zahlungen zwischen den einzelnen Körperschaften oder
Körperschaftsgruppen – in Höhe der Zahlungseingänge – als Gesamtbetrag sowohl
von der Einnahmesumme als auch von der Ausgabensumme abgesetzt werden.
Finanzierungssaldo
– Saldo der bereinigten Einnahmen und Ausgaben.

Öffentliche Finanzen
113
PL
Einnahmen der öffentlichen Kommunalhaushalte (Gebietskörperschaften)
(Dochody
jednostek samorządu terytorialnego):
1)
Eigeneinnahmen
(dochody własne)
, und zwar:
Einnahmen aus Körperschafts- und Einkommenssteuerbeteiligungen,
Einnahmen aus gemäß separaten Gesetzen festgesetzten und erhobenen
Auflagen und Gebühren, darunter Grundsteuer, Landwirtschaftssteuer, Kfz-
Steuer, Steuer auf zivilrechtliche Geschäfte, Stempelsteuer, Grubensteuer,
Reisegewerbegebühr,
vermögensbezogene Einnahmen, z. B. Miet- und Zinseinnahmen,
Mittel für Subventionierung von Eigenaufgaben, aus anderen Quellen.
2)
Subventionen
(dotacje)
:
zweckgebunden aus dem polnischen Staatshaushalt für Aufgaben: im Bereich
Regierungsverwaltung, eigene Aufgaben, die laut Vereinbarungen mit
Regierungsbehörden realisiert werden,
übergeben im Rahmen von Finanzprogrammen mit Beteiligung der
europäischen oder sonstigen nicht erstattungsfähigen Mittel sowie Zahlungen
aus dem Haushalt der europäischen Mittel,
aus Spezialfonds,
sonstige Subventionen;
3)
allgemeine Subvention aus dem Staatshaushalt
(subwencja ogólna z budżetu
państwa)
hat folgende Teile: Ergänzungs-, Bildungs-, Kompensierungs-, Ausgleich-
und Regionalteil.
Ausgaben der öffentlichen Kommunalhaushalte (Gebietskörperschaften)
(Wydatki
jednostek samorządu terytorialnego)
– es sind Ausgaben auf Vermögen (darunter
Investitionsausgaben) und laufende Ausgaben, zu denen u.a. zählen:
Personalausgaben,
Kauf von Betriebsstoffen und Dienstleistungen,
Subventionen u.a. für organisations-rechtliche Einrichtungen, die im Haushalt
der Gebietskörperschaften wirken,
Ausgaben für den Schuldendienst,
Ausgaben aus gewährten Bürgschaften und Garantien.

Öffentliche Finanzen
114
CZ
Gemeindeeinnahmen
(Příjmy obcí)
– Volumen von Steuereinnahmen,
nichtsteuerlichen Einnahmen und Kapitaleinnahmen sowie erhaltenen Dotationen auf
Gemeindeebene.
Einnahmen aus Eigentätigkeit der Gemeinde
(Příjmy z vlastní činnosti obce)
umfassen einen ausgewählten Teil der Einnahmen aus der Erbringung von
Dienstleistungen bzw. Produkten, Einnahmen aus Schulgeld sowie Einnahmen aus
anderswo nicht angeführter Eigentätigkeit (Haushaltsgliederungsposten 2119) bei
Haushaltsbehörden. Nicht einbegriffen sind die Einnahmen aus dem Verkauf von zu
Verkaufszwecken erworbener Ware.
Zweckgebundene Dotationen
(Účelové dotace) –
Gelder des Staatshaushalts, der
staatlichen finanziellen Vermögenswerte oder des Nationalfonds, die juristischen oder
natürlichen Personen zu einem festgelegten Zweck gewährt werden.
Laufende Ausgaben der Gemeinden
(Běžné výdaje obcí)
– Abnahme der Geldmittel
für nichtinvestive Einkäufe und damit verbundene Ausgaben (Löhne der
Arbeitnehmer und sonstige Löhne für durchgeführte Arbeiten; vom Arbeitgeber
gezahlte Pflichtversicherungsbeiträge; sonstige nichtinvestive Einkäufe und damit
verbundene Ausgaben), Zinsen, Dotationen und sonstige laufende Überweisungen.
Kapitalausgaben
(
Kapitálové výdaje)
– Abnahme der Geldmittel für Investitionen und
Investitionstransferierungen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von
Daten
jährlich
jährlich
jährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von
Daten
Gemeinde
(LAU 2)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

 
15. Wirtschaftsunternehmen
Unternehmen
DE
Unternehmen
– ein Unternehmen wird in der amtlichen Statistik als kleinste rechtlich
selbständige Einheit definiert, die aus handels- bzw. steuerrechtlichen Gründen
Bücher führt und eine jährliche Feststellung des Vermögensbestandes bzw. des
Erfolgs der wirtschaftlichen Tätigkeit vornehmen muss. Das Unternehmen umfasst
alle Betriebe und schließt freiberuflich Tätige mit ein.
PL
Subjekt der Volkswirtschaft
– Juristische Person, Organisationseinheit ohne
Rechtspersönlichkeit sowie Einzelunternehmer. Im System REGON ist der Begriff
Subjekt der Volkswirtschaft mit dem einer Rechtsperson gleich. Das Merkmal der
Rechtspersönlichkeit lässt ein Subjekt als Rechtsperson bestimmen.
CZ
Podnik
eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübende Einheit unabhängig von ihrer
Rechtsform, z. B. Selbstständige, Personengesellschaften oder Vereinigungen, die
regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von
Daten
jährlich
jährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation
von Daten
Gemeinde (LAU 2)
(unter Wahrung der
Datenschutzbelange)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Einzelunternehmer (Natürliche Person unternehmerisch tätig)
PL
Einzelunternehmer
(Osoba fizyczna prowadząca działalność gospodarczą) –
nach dem
Register REGON ist dies eine natürliche Person, die im Sinne der Gewerbeordnung (GBl.
Dz. U. 2010, Nr. 220, Pos. 1447, geändert) ein Unternehmer ist, sowie andere natürliche
Personen, die, um Gewinn zu erzielen, Geschäfte oder eine Einzelbäuerliche Wirtschaft
auf eigene Rechnung führen. Nicht eintragungspflichtig ist eine natürliche Person im

Wirtschaftsunternehmen
116
Umfang der Bildungstätigkeit in Form der Führung von Kindergärten, Schulen, anderer
Einrichtungen oder Organisationseinheiten, von der im Bildungsgesetz vom 7.9.1991 (GBl.
Dz. U. 2004, Nr. 256, Pos. 2572, geändert) die Rede ist.
CZ
Natürliche Person, die unternehmerisch tätig ist
(Fyzická osoba)
– Umfasst
Privatunternehmer, die gemäß Gewerbegesetz unternehmerisch tätig sind, natürliche
Personen, die eine andere unternehmerische Tätigkeit gemäß Sondervorschriften
betreiben, und Landwirtschaftsunternehmer – natürliche Personen.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Staatliches Unternehmen
PL
Przedsiębiorstwo państwowe
– selbständiger, selbstverwaltender und sich selbst
finanzierender Unternehmer mit Rechtspersönlichkeit, der durch ein Gründungsorgan
(Haupt- oder zentrale Behörden der Staatsverwaltung, Polnische Nationalbank oder
staatliche Banken) errichtet wird. Die rechtliche Tätigkeitsgrundlage ist das Gesetz
über staatliche Unternehmen vom 25.09.1981 oder ein separates Gesetz, kraft dessen
einem Unternehmen die Rechtspersönlichkeit zuerkannt wird. Solche Unternehmen
sind eintragungspflichtig in das Nationale Gerichtsregister.
CZ
Státní podnik
– ist eine juristische Person, die in eigenem Namen und auf eigene
Verantwortung eine unternehmerische Tätigkeit mit Staatsbesitz betreibt.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von Daten
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

Wirtschaftsunternehmen
117
Handelsgesellschaft
DE
Handelsgesellschaften
Handelsgesellschaften
sind
insbesondere
Personengesellschaften
(Offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften,
Kommanditgesellschaften auf Aktien) und Kapitalgesellschaften (Gesellschaften mit
beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften).
PL
Spółka handlowa
– eine Gesellschaft, deren Errichtung, Organisation,
Funktionsweise, Auflösung, Zusammenschluss, Teilung oder Umwandlung das
Handelsgesellschaftsgesetzbuch regelt. Die Handelsgesellschaften trennen sich in:
Personengesellschaften
(offene
Handelsgesellschaft,
Personengesellschaft,
Kommanditgesellschaft
und
Kommanditgesellschaft
auf
Aktien)
und
Kapitalgesellschaften (Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Kapitalgesellschaft).
Sie sind verpflichtet, einen Eintrag ins Nationale Gerichtsregister zu erlangen.
CZ
Obchodní společnost
– umfasst offene Handelsgesellschaften, Gesellschaften mit
beschränkter Haftung, Kommanditgesellschaften, Aktiengesellschaften, Europäische
wirtschaftliche Interessenvereinigungen und Europäische Gesellschaften.
DE
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung
von Daten
jährlich
vierteljährlich vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der
Präsentation von Daten
Gemeinde LAU 2
(unter Wahrung der
Datenschutzbelange)
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)
Genossenschaft
PL
Spółdzielnia
– Freiwilliger Zusammenschluss mit offener Mitgliederzahl, mit variablem
Personenbestand und variablen Anteilfonds, der im Interesse seiner Mitglieder einen
gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb führt und auch kulturelle, Bildungs- und soziale
Belange einschließen kann. Die rechtliche Tätigkeitsgrundlage ist das Gesetz
„Genossenschaftsrecht” vom 16.09.1982, andere einschlägige Vorschriften sowie
eigene eingetragene Satzung. Eine Genossenschaft erlangt Rechtspersönlichkeit mit
dem Eintrag in das Gerichtsregister.

Wirtschaftsunternehmen
118
CZ
Družstvo
– Eine Genossenschaft ist die Gemeinschaft einer offenen Zahl von
Personen, die zum Zwecke der gegenseitigen Unterstützung seiner Mitglieder oder
Dritter gegebenenfalls zu Unternehmenszwecken gegründet wird. Es gibt
verschiedene Arten von Genossenschaften (Wohnungs-, Landwirtschafts-, Bau-,
Konsumgenossenschaften usw.). Zu den Genossenschaften gehören die
Genossenschaft
und
die
Europäische
Genossenschaft.
Auch
Genossenschaftsunternehmen sind einbegriffen.
PL
CZ
Häufigkeit der Veröffentlichung von Daten
vierteljährlich
vierteljährlich
Niedrigstes Niveau der Präsentation von
Daten
Gemeinde
(LAU 2, NTS 5)
Gemeinde
(LAU 2)

ISBN 978-83-89593-53-5