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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Checklisten
Baumaßnahmen im Straßen- und Wegebau, bei denen
radioaktive Rückstände angetroffen werden
Teil 1: Voruntersuchung und radiologischer Bericht
Ziel: Recherche, Zusammenfassung und Bewertung relevanter Informationen zum
möglichen Auftreten radioaktiver Rückstände
Auswertung von Verkehrswegeplanung, Planungsverfahren, Bauleitplanungen und
Planfeststellungsverfahren
Hinweise von Bauämtern der Landkreise, Städte und Gemeinden:
Verdacht auf radioaktive Kontaminationen im geplanten Bebauungsbereich
Art, Herkunft des Materials
Nuklidvektor
Auswertung von Baugrundgutachten und Altlastenuntersuchungen
historische Nutzung Baugebiet und Umgebung:
o
Nutzung von bergbaulichen Rückständen und Aufbereitungsrückständen im Be-
reich des Unterbaus und als Zuschlagstoffe für Asphalt und Beton im Bereich
von Verkehrsflächen
o
Anlagen und Verfahren
gegenwärtiger Zustand und Nutzung von Baugebiet und Umgebung:
o
Verdachtsflächen, kontaminierte Bereiche
o
Schadstoffinventar
o
Ausbreitungspfade, betroffene Schutzgüter
regionale und lokale geologische Situation
stratigrafischer Aufbau des Untergrundes:
o
Auswertung von Schichtenverzeichnissen (Bohrungen, Bohrsondierungen,
Grundwassermessstellen, Schürfen)
geotechnische Charakterisierung der Baugrundverhältnisse:
o
Bodenarten
o
Korngrößenverteilung
o
Lagerungsdichte
o
Konsistenz
o
Wasserdurchlässigkeit

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Hinweise auf radioaktiv kontaminierte Bereiche durch Ausweisung von Auffüllungen
und der organoleptischen Charakterisierung (Farbe, Geruch) der erkundeten
Schichten:
o
Tragschicht, Frostschutzschicht (Haldenmaterial, Tailings)
o
Bettung von Leitungen, Verfüllung von Gräben (Tailings, Asche, Schlacke)
o Verwendung in Dämmen, Sicht- und Lärmschutzbauwerken, Verfüllung von
Einschnitten, Hinterfüllung von Bauwerken z. B. Brückenwiderlager
o
Verlauf von Medien, Abwasserleitungen etc. (Rückverfüllungsmaterial)
o
andere
Untersuchungen zur chemischen Zusammensetzung von Böden und Auffüllungen
Ableitung von Hinweisen auf Kontaminationen durch bergbauliche Hinterlassen-
schaften, insbesondere infolge erhöhter Konzentrationen von:
o
Arsen
o
Schwermetallen
o
Eisen
o
niedrige pH-Werte (Oxidation von Sulfiden, Arseniden)
hydrologische, hydrogeologische Verhältnisse:
o
Grundwasserstände mit Schwankungsbreiten
o potentielle Ausbreitungsrichtung mobiler Kontaminationen (Grundwasserfließ-
richtung, Flurabstand, Abstandsgeschwindigkeit)
o
u. U. chemische Zusammensetzung von Grund- und Sickerwässern
Durchführung einfacher orientierender radiologischer Untersuchungen
Messung der Gamma-Ortsdosisleistung:
o
unversiegelte Flächen – Wege, Straßen geringer Breite: z. B. auf beiden Seiten
der versiegelten Trasse, versetzt im 10 m Abstand in 1 m über dem Untergrund
o unversiegelte Flächen – größere Flächen: im 10 m x 10 m-Raster in 1 m über
dem Untergrund
o versiegelter Bereich – in Abhängigkeit der Flächengröße s. o.: Feststellung ra-
dioaktiver Zuschlagsstoffe zu Asphalt, Beton des Oberbaus
Messung der Zählrate oder der Gamma-Ortsdosisleistung vorhandener Proben, ins-
besondere von Auffüllungen aus Tiefenaufschlüssen:
o erkundungsbegleitende Gamma-Bohrlochmessungen bei Baugrundgutachten,
Altlastuntersuchungen
o
Bestimmung der spezifischen Aktivität durch Gammaspektrometrie an wenigen
ausgewählten Proben
Radiologischer Bericht: Zusammenfassung und Bewertung der recherchierten Anga-
ben und radiologischen Messungen
Zusammenfassung der Informationen innerhalb des Begutachtungsgebietes
Darstellung der Lokalisierung potentieller radioaktiver Rückstände:
o
Lagepläne (Lage, Ausdehnung)
o
Schnitte (Tiefenerstreckung, Mächtigkeit)

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Entscheidung über die weitere Vorgehensweise: Sind radioaktive Rückstände mit
spezifischen Aktivitäten C >0,2 Bq/g zu erwarten bzw. nicht auszuschließen?
o
ja: radiologisches Gutachten erforderlich,
o nein: keine strahlenschutzfachliche Untersuchung, kein strahlenschutzrechtli-
cher Antrag erforderlich.
Teil 2: Radiologisches Gutachten
Ziele: -
Charakterisierung der radiologischen Eigenschaften und der Menge der
radioaktiven Rückstände im Bereich der Baumaßnahme
-
Ermittlung der von Rückständen verursachten Expositionen
Darstellung und Bewertung der Ergebnisse des radiologischen Berichtes
Zusammenfassung aller radiologisch relevanten Informationen zu Radioaktivität,
Altlasten- und Baugrunduntersuchungen sowie sonstigen Erkundungen (vgl. Teil 1)
Ergänzende radiologische Untersuchungen
Messung der Gamma-Ortdosisleistung:
o
unversiegelte Flächen: Bankette, Randstreifen, offene Entwässerungsbereiche
etc.
o versiegelte Flächen: Verkehrsflächen mit Verdacht auf Verwendung radioakti-
ver Rückstände als Zuschlagstoffe für Asphalt, Beton etc.
tiefenorientierte Probenahme im Rand- und Trassenbereich bis unterhalb des Ein-
griffsbereichs des Unterbaus (z. B. Aushubsohle eines geplanten Bodenaustau-
sches im natürlichen Untergrund)
Aufschlussdichte: mindestens 2-5 Aufschlüsse pro 100 m Trassenlänge bei Tras-
senbreiten bis 12 m
Erhöhung der Aufschlussdichte bei inhomogenen Verhältnissen
gammaspektrometrische Untersuchung von Bodenproben oder Schnellbestimmun-
gen
Mindestprobenzahl pro Charge - volumenproportionaler Stichprobenumfang in An-
lehnung an LAGA PN 98:
o
für <100 m³: mindestens 4 Laborproben aus 4-5 Einzelproben
o
für jede weitere 100 m³ bis 600 m³: mindestens eine weitere Laborprobe aus 4-
5 Einzelproben
o >600 m³ für jedes weitere Volumen bis 300 m³: mindestens 1 Laborprobe aus
4-5 Einzelproben pro 100 m³ (12-15 Einzelproben pro 300 m³)
Erhöhung der Probenzahl bei stark inhomogenen Verhältnissen
Charakterisierung der radioaktiven Kontaminationen hinsichtlich:
o
Nuklidvektor
o
Leitnuklid
o repräsentativer Ermittlung der spezifischen Aktivitäten (bevorzugt durch Gam-
maspektrometrie)

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Feststellung flächenhafter Verbreitung und Tiefenerstreckung von radioaktiven
Rückständen im Baugebiet
Abgrenzung von Chargen auf Grundlage von unterschiedlichen Nuklidvektoren
und/oder Aktivitätsniveaus zur Optimierung der Entsorgungswege für radioaktive
Rückstände
Darstellung und Bewertung der Ergebnisse
Darstellung der Ergebnisse in maßstabsgerechten Lageplänen und Schnitten mit
Kennzeichnung von:
o
Baugebiet
o
Lage, Ausbreitung, Tiefe und Mächtigkeit der radioaktiven Kontaminationen
Beurteilung der Überschreitung von Freigrenze und Überwachungsgrenzen
Ermittlung/Abschätzung der zu erwartenden Mengen für die Chargen
Ermittlung und Bewertung der von Rückständen verursachten Expositionen nach
Anl. 6 StrlSchV (§ 28 StrlSchV) i. V. m. § 136 StrlSchG und §§ 160-161 StrlSchV
Benennung/Empfehlung möglicher Entsorgungswege für jede Charge und damit
ggf. verbundene strahlenschutzrechtliche Anzeige-/Antragsverfahren
Teil 3: Entsorgung oder Wiedereinbau von radioaktiven Rück-
ständen
Teil 3 a: Anzeige zum Wiedereinbau von Rückständen im Baustel-
lenbereich nach § 63 Abs. 1 StrlSchG
Hinweis: Jeder erneute Eingriff in wiedereingebaute Rückstände ≥1 Bq/g erfordert
eine erneute Anzeige nach § 63 Abs. 1 StrlSchG
Inhalte der Anzeige (4 Wochen vor Baubeginn):
Angaben zum Verpflichteten
Verpflichteter (i. d. R. Bauherr):
o
Namen (juristische Person: Gemeinde, Zweckverband etc., natürliche Person:
Herr/Frau, Titel, Vor-/Zuname)
o
Adresse (Straße, Haus-Nr., PLZ, Ort)
o
Telefon-Nr.
o
E-Mail
Ergibt sich aus der Bewertung der von Rückständen verursachten
Expositionen, dass eine radioaktive Altlast vorliegt, sind die Re-
gelungen der §§ 136-150 StrlSchG und §§ 160-165 StrlSchV zu
beachten.

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
o
rechtsgültige Unterschrift
o Sind Bauherr und Grundstückseigentümer nicht identisch, stellt und unter-
schreibt der Bauherr den Antrag und fügt eine schriftliche Einverständniserklä-
rung des Grundstückeigentümers bei.
Beauftragte Firmen
mit den Bauarbeiten beauftragte Firmen, sofern zum Zeitpunkt der Antragstellung
bereits bekannt (Namen, Adressen, Telefon-Nr., E-Mail):
o
Planer
o
Bauleitung/Oberbauleitung
o Ingenieurbüros für die strahlenschutzfachliche Baubegleitung und Durchfüh-
rung der radiologischen Messungen
o
ausführende Baufirmen
Beschreibung des Bauvorhabens
Kurzbeschreibung von Ziel und beabsichtigtem Umfang der Bauarbeiten:
o
Ziel des Bauvorhabens
o beabsichtigter Umfang der Bauarbeiten (Neubau, Verlegung, Ertüchtigung,
grundhafte Erneuerung der Verkehrsflächen etc.)
betroffene Flächen:
o
Gemarkungen
o
Flurstücksnummern
o
Koordinaten (Hochwert, Rechtswert)
Lagepläne mit Kennzeichnung von:
o
Grundstücks-, Baufeldgrenzen
o
Bauwerken, Medientrassen
o
Eingriffsbereichen und Teilmaßnahmen (Flächen, Tiefen)
Angaben zu Rückständen:
o
Art
o
Masse
o
spezifische Aktivität
o
geplanter Wiedereinbau im Bereich der Baumaßnahme
o
Seiten-/Zwischenlagerung
Angaben zum mit Eingriff in Rückstände:
o
Eingriffsbereiche mit Lage und Tiefe sowie Verlauf der Verkehrswegetrassen
o
Einschnitte
o Bauwerke (Brückenwiderlager o. ä.) und Nebeneinrichtungen einschließlich
Verlauf von Medientrassen
o
Bereiche mit Geländeregulierungen
Lage- und Aufschlussplan mit:
o
Probenahmeorte
o
Bebauungsbereiche
o
Schnittverläufe

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Bodenprofile, Schichtenverzeichnisse der Aufschlüsse:
o
organoleptische Ansprache
o
Beschreibung der radioaktiven Rückstände
spezifische Aktivitäten entsprechend radiologischem Gutachten zur Abgrenzung
von Bereichen mit unterschiedlichen Aktivitäten:
o
Daten zu ODL-Messungen
o
repräsentative spezifische Aktivitäten
o
Identifikation der Leitnuklide
o
Angaben zur Flächen- und Tiefenverteilung der Kontamination
o
Unterteilung in Chargen, falls erforderlich
Massenarten/Chargen mit Mengen (Massen/Volumina) entsprechend radiologi-
schem Gutachten und Abfall- und Verwertungskonzepten:
o
Charakterisierung der Kontaminationen
o Abgrenzung von Bereichen mit unterschiedlichen Aktivitäten entsprechend ra-
diologischem Gutachten und Abfall- und Verwertungskonzepten
Wiedereinbau im Baustellenbereich
Charakterisierung des beabsichtigten Wiedereinbaus:
o
Flächen (Lageplan)
o
Tiefenbereiche (Schnitte)
o
Mächtigkeiten (Schnitte)
o
Volumina (Massenbilanz)
o
Überdeckung (Material, Mächtigkeit)
o
weitere Nutzung
Seiten-/Zwischenlagerung von radioaktiven Rückständen:
o
Ausweisung der Fläche (Lageplan)
o
Zugangssicherung
o
Schutzmaßnahmen gegen Versickerung
o
Schutzmaßnahmen gegen Austrag, Verbreitung
Teil 3 b: Antrag zur Entlassung aus der strahlenschutzrechtlichen
Überwachung (Entsorgung)
Voraussetzung für die Erteilung eines Bescheides zur Entlassung von Rückständen
aus der strahlenschutzrechtlichen Überwachung für einen beantragten Entsorgungs-
weg durch das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie ist
ein schriftlicher Antrag des Bauherrn mit nachfolgend aufgeführten Inhalten:
Antragsteller
Bauherr, Grundstückseigentümer (Ansprechpartner, Beauftragte, Vertreter des
Bauherrn):
o
Namen (juristische Person: Gemeinde, Zweckverband etc., natürliche Person:
Herr/Frau, Titel, Vor-/Zuname)

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
o
Adresse (Straße, Haus-Nr., PLZ, Ort)
o
Telefon-Nr.
o
E-Mail
o
rechtsgültige Unterschrift des Bauherrn, Grundstückseigentümers
o
Sind Bauherr und Grundstückseigentümer nicht identisch, stellt und unter-
schreibt der Bauherr den Antrag und fügt eine schriftliche Einverständniserklä-
rung des Grundstückeigentümers bei.
Beauftragte Firmen
mit den Bauarbeiten beauftragte Firmen, sofern zum Zeitpunkt der Antragstellung
bereits bekannt (Namen, Adressen, Telefon-Nr., E-Mail):
o
Planer
o
Bauleitung/Oberbauleitung
o Ingenieurbüros für die strahlenschutzfachliche Baubegleitung und Durchfüh-
rung der radiologischen Messungen
o
ausführende Baufirmen
A
Gegenstand des Entlassungsantrags bei Verwertung des Rückstands auf Halde
371/I der Wismut GmbH
Download Formblatt EA-R, Formblatt AE-R:
https://www.strahlenschutz.sach-
sen.de/gesetzliche-entlassungen-10487.html
)
-> Formulare/Merkblätter für die Ent-
lassung von Rückständen
Formblatt EA-R (§ 29 Abs. 1 Ziff. 1. StrlSchV): Erklärung des Bauherrn über den
Verbleib
Formblatt AE-R (§ 29 Abs. 2 Ziff. 2. StrlSchV): Annahmeerklärung der Wismut
GmbH (Verwerter)
Nachweis, dass eine Kopie der Annahmeerklärung der für die Verwertungsanlage
zuständigen Behörde (Sächsisches Oberbergamt, Ref. 31,
marco.lange@oba.sachsen.de
)
zugeleitet wurde (§ 29 Abs. 1 Ziff. 3. StrlSchV)
Nachweis des Einvernehmens des Sächsischen Oberbergamts, Ref. 31, hinsicht-
lich des beim LfULG beantragten Verwertungsweges (§ 29 Abs. 2 StrlSchV)
B
Gegenstand des Entlassungsantrags bei Beseitigung des Rückstands auf einer
Deponie
Download Formblatt EA-R, Formblatt AE-R:
https://www.strahlenschutz.sach-
sen.de/gesetzliche-entlassungen-10487.html
)
-> Formulare/Merkblätter für die Ent-
lassung von Rückständen
Formblatt EA-R (§ 29 Abs. 1 Ziff. 1. StrlSchV): Erklärung des Bauherrn über den
Verbleib
Formblatt AE-R (§ 29 Abs. 2 Ziff. 2. StrlSchV): Annahmeerklärung des Deponiebe-
treibers (Beseitiger)
Nachweis, dass eine Kopie der Annahmeerklärung der für die Beseitigungsanlage
zuständigen Behörde (Landesdirektion Sachsen, Ref. 43) zugeleitet wurde (§ 29
Abs. 1 Ziff. 3. StrlSchV)

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Nachweis des Einvernehmens der Landesdirektion Sachsen, Ref. 43, hinsichtlich
des beim LfULG beantragten Beseitigungsweges (§ 29 Abs. 2 StrlSchV)
Beschreibung des Bauvorhabens
Vorzulegen sind Baugrundgutachten und radiologisches Gutachten mit den in Check-
liste Teil 1, 2 (Voruntersuchung und radiologisches Gutachten) dargestellten Inhalten
sowie:
Kurzbeschreibung des Ziels und Umfangs des Bauvorhabens:
o
Ziel: Neubau, Verlegung, Ertüchtigung, grundhafte Erneuerung der Verkehrsflä-
che etc.
o
komplette Sanierung mit Rückbau bis zur Sohle der Kontamination
o
Abtrag von Kontaminationen nur im notwendigen Eingriffsbereich
betroffene Flächen:
o
Gemarkungen
o
Flurstücksnummern
o
Koordinaten (Hochwert, Rechtswert)
Lagepläne mit Kennzeichnung von:
o
Grundstücks-, Baufeldgrenzen
o
Bauwerken, Medientrassen
o
Eingriffsbereichen und Teilmaßnahmen
Massenarten/Chargen mit Mengen (Massen/Volumina) und spezifische Aktivitäten:
o
Charakterisierung der Kontaminationen
o Abgrenzung von Bereichen mit unterschiedlichen spezifischen Aktivitäten ent-
sprechend radiologischem Gutachten und Abfall- und Verwertungskonzepten
Hinweis
: Zusätzlich zu den Annahmekriterien für Radioaktivität und Strahlenschutz
sind auch alle abfallrechtlichen und sonstigen gültigen Regularien und An-
nahmebedingungen einzuhalten.
Teil 4:
Überwachung und Berichterstattung
Teil 4 a:
Messtechnische Überwachung und Abschlussbericht bei
einem Wiedereinbau von Rückständen im Baustellenbe-
reich
Die Strahlenschutzbehörde wird i. d. R. Festlegungen zur Baumaßnahme treffen und
einen Abschlussbericht mit folgenden Angaben fordern:
Ablauf der Bauarbeiten
unverzügliche Anzeige des Beginns und des Abschlusses der Bauarbeiten bei der
zuständigen Strahlenschutzbehörde

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
messtechnische Überwachung
unverzügliche Information der Strahlenschutzbehörde über während der Bauaus-
führung auftretende, im Vergleich zum erteilten Bescheid veränderte radiologische
Sachverhalte (Auffinden weiterer radioaktiver Rückstände, veränderte betroffene
Flächen bzw. erhöhte Mengen zum Wiedereinbau, erhöhte spezifische Aktivitäten,
gravierende Veränderung des Nuklidvektors usw.)
Übergabe eines Abschlussberichtes bis spätestens 3 Monate nach Abschluss der
Baumaßnahme
Messtechnische Überwachung der Bauarbeiten und ihre Dokumentation in einem Ab-
schlussbericht in Abhängigkeit von der jeweiligen Baumaßnahme
Ziel: Nachweis der anordnungskonformen Durchführung der Bauarbeiten und des
ordnungsgemäßen Wiedereinbaus der radioaktiven Rückstände
ODL-Messung des Aushubplanums im Bereich der rückgebauten Kontaminationen
zum Nachweis von Ort und Aktivität zurückgelassener radioaktiver Rückstände:
o
Datum der Messung, Lage des Messortes, Höhe ODL-Werte
Nachweise zu wiedereingebauten radioaktiven Rückständen:
o
Lageplan mit Angaben zum Wiedereinbau
o
Volumen (Vermessung der Lage, Höhe und Mächtigkeit)
o
Koordinaten (Hochwert, Rechtswert) und Höhen der Umgrenzung des „Wie-
dereinbaukörpers“ als
digitale
Daten
ODL-Messung auf der Oberfläche der wiedereingebauten radioaktiven Rückstände
(Tragschicht, Frostschutzschicht, Hinterfüllung) vor der Überdeckung:
o
Datum der Messung, Lage des Messortes, Höhe ODL-Werte
ODL-Messung im betroffenen Bereich nach Fertigstellung der Baumaßnahme:
o
Datum der Messung, Lage des Messortes, Höhe ODL-Werte
Freigabemessung der Fläche einer genehmigten Seitenlagerung bzw. eines Zwi-
schenlagers nach Entfernung der radioaktiven Rückstände, je nach Nebenbestim-
mung durch:
o
ODL-Messung
o
Gammaspektrometrie von Bodenproben
o
andere
Übergabe der ODL-Messdaten an das LfULG entsprechend
Vorlage ODL
down-
load:
o
https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/48947.htm
weitere Anforderungen zum Strahlenschutz in Abhängigkeit von der jeweiligen Bau-
maßnahme
Nachweis der Strahlenschutzbelehrung der Beschäftigten der ausführenden Firmen
einschließlich Nachauftragnehmer (Dritte):
o
Belehrungsinhalte
o
von den Teilnehmern unterschriebene Belehrungsnachweise

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Expositionsminimierung (Aufenthaltsminimierung)
Staubschutz (bei Bedarf Befeuchtung)
Verhinderung des Austrags von radioaktiv kontaminiertem Material aus dem
Baustellenbereich in die Umwelt bzw. umgehende Beseitigung von Austrägen (öf-
fentlicher Verkehrsraum, Baustellenausfahrt)
Teil 4 b: Messtechnische Überwachung und Abschlussbericht bei
einer Entlassung aus der strahlenschutzrechtlichen Über-
wachung
Ablauf der Bauarbeiten
unverzügliche Anzeige des Beginns und des Abschlusses der strahlenschutzrecht-
lich genehmigten Bauarbeiten bei der zuständigen Strahlenschutzbehörde
messtechnische Überwachung
unverzügliche Information der Strahlenschutzbehörde über während der Bauaus-
führung auftretende, im Vergleich zum erteilten Bescheid veränderte radiologische
Sachverhalte (Auffinden weiterer Rückstände, veränderte betroffene Flächen, er-
höhte Mengen, erhöhte spezifische Aktivitäten, gravierende Veränderung des Nuk-
lidvektors usw.)
Übergabe des Abschlussberichts bis spätesten 3 Monate nach Abschluss der Bau-
maßnahme
Messtechnische Überwachung der Bauarbeiten und ihre Dokumentation in einem Ab-
schlussbericht in Abhängigkeit von der jeweiligen Baumaßnahme
Ziel: Nachweis der Bescheid konformen Durchführung der Bauarbeiten und der ord-
nungsgemäßen Beseitigung/Verwertung der Rückstände
Überwachung und Begleitung des Bauablaufs durch ein fachkundiges Ingenieur-
büro:
o
Abgrenzung, Selektion der Rückstände von nicht kontaminierten Bereichen (un-
terhalb der Freigrenze von 0,2 Bq/g) z. B. durch organoleptische Ansprache und
ODL-Messungen oder Beta-Gamma-Kontaminationsmessungen
ODL-Messung zum Nachweis von Ort und Aktivität ggf. zurückgelassener Rück-
stände in einem kleineren Raster als 10 m x 10 m in 1 m Höhe im Bereich der
rückgebauten Kontaminationen: Datum und Lage der Messung, Messort, Höhe
ODL-Werte
ODL-Messung im betroffenen Bereich nach Fertigstellung der Baumaßnahme: Da-
tum und Lage der Messung, Messort, Höhe ODL-Werte
Übergabe der Messdaten zu unterhalb der Eingriffstiefe verbliebenen Rückstän-
den an das LfULG entsprechend
Vorlage ODL
download:
https://www.um-
welt.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/48947.htm
)

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
Freimessung der Fläche einer ggf. genehmigten Seitenlagerung bzw. eines Zwi-
schenlagers nach der Entfernung des radioaktiv kontaminierten Materials je nach
Nebenbestimmung:
Nachweis der Einhaltung der Annahmekriterien des verwerteten Materials für Radi-
onuklidvektor und spezifische Aktivität der verwerteten Massen pro Charge durch
gammaspektrometrische Bestimmung von Mischproben oder gleichwertige Verfah-
ren: Probenzahl in Abhängigkeit von der Menge (Masse/Volumen) und der Inhomo-
genität entsprechend volumenproportionalem Stichprobenumfang in Anlehnung an
LAGA PN 98
bei niedriger Heterogenität:
o
für <100 m³: mindestens 6 Einzelproben
o für jede weitere 100 m³ bis 600 m³: mindestens zwei weitere Laborproben aus
4-5 Einzelproben,
o >600 m³ für jedes weitere Volumen bis 300 m³: mindestens 1 Laborprobe aus
4-5 Einzelproben pro 100 m³ (12-15 Einzelproben pro 300 m³)
Erhöhung der Probenzahl bei stark inhomogenen Verhältnissen:
o Aufteilung der Rückstände in Chargen mit geringerer Heterogenität, falls erfor-
derlich
repräsentative Ermittlung der spezifischen Aktivität der Radionuklide der Uran-238-
Zerfallsreihe und der Thorium-232-Zerfallsreihe pro Charge der verwerteten Mas-
sen durch Bestimmung des Radionuklidvektors durch Gammaspektrometrie oder
gleichwertige Verfahren
Dabei entsprechen die Werte C
U- 238max
, C
Th-232max
in Bq/g den jeweils größten spe-
zifischen Aktivitäten der Uran-238-Zerfallsreihe und der Thorium-232-Zerfallsreihe.
Aktivitäten ≤0,2 Bq/g sind nicht zu berücksichtigen.
repräsentative Ermittlung der Gesamtaktivität Ages der zur Entsorgung vorgesehe-
nen Rückstände pro Rückstand (Charge i) aus den repräsentativ ermittelten Werten
der spezifischen Aktivität C
U- 238max.
, C
Th-232max.
(siehe vorheriger Anstrich) und der
Masse der zur Entsorgung vorgesehenen Rückstände A
ges,i
mit:
A
ges,i
in MBq
i = Nummer der Rückstandsart/Charge
m
i
: Masse der Charge
Nachweis der Menge der verwerteten bzw. beseitigten Rückstände und deren Ge-
samtaktivität auf der Grundlage der Wiegescheine der Wismut GmbH bzw. des De-
poniebetreibers
C = C
U- 238max
+ C
Th-232max
A
ges,i
= C
i
[MBq/t]
·
m
i
[t]

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Checkliste Straßen- u. Wegebau
weitere Anforderungen zum Strahlenschutz in Abhängigkeit von der jeweiligen Bau-
maßnahme
Nachweis der Strahlenschutzbelehrung der Beschäftigten der ausführenden Firmen
einschließlich Nachauftragnehmer (Dritte):
o
Belehrungsinhalte
o
von den Teilnehmern unterschriebene Belehrungsnachweise
Expositionsminimierung (Aufenthaltsminimierung)
Staubschutz (bei Bedarf Befeuchtung)
Verhinderung des Austrags überwachungsbedürftiger Rückstände aus dem
Baustellenbereich in die Umwelt bzw. umgehende Beseitigung von Austrägen (öf-
fentlicher Verkehrsraum, Baustellenausfahrt)
Gewährleistung des sicheren Transports (äußerliche Sauberkeit, Abdeckung der
Fahrzeuge)