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Statistisches Bundesamt
Verdiensterhebung
Fachliche Spezifikation zur Liefervereinbarung für die
Datenlieferungen im XML-Format DatML/RAW
Statistik:
0689 (EVAS-Nr.
62361)
Gültig ab:
April 2021
Version:
2
Status:
endgültig
Stand:
25.05.22
Kontakt:
Telefon:
+49 (0) 611 / 75 - 3542
Mail:
klaus.schuessler@destatis.de
© Statistisches Bundesamt Wiesbaden

 
Seite 2
Statistisches Bundesamt
Wiesbaden, 25.05.2022
Referat E 17
eSTATISTIK.core: Übernahme von Daten aus dem Rechnungswesen für die Verdiensterhebung
1 Verdiensterhebung .............................................................................................................................................................................. 2
1.1 Merkmale der Verdiensterhebung ................................................................................................................................................................ 3
Abkürzungen
Lfd. Nr.
Laufende Nummer
Nr.
Nummer
Verdiensterhebung
Befragte Einheit: Betriebe
Periodizität: einmalig für April 2021;
monatlich ab Januar 2022
Datenübermittlung: Spätestens bis zum 10ten des Folgemonats (bei Sams-, Sonn- bzw. Feiertagen der
nächstfolgende Werktag)
Regionaler Bereich: Bundesgebiet
Bezugszeitraum: Monat

 
Seite 3
1.1 Merkmale der Verdiensterhebung
Die im Rahmen der Verdiensterhebung zu übermittelnden Merkmale wurden im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung (AWV) im Team 5
„Datenaustausch mit der amtlichen Statistik“ des Arbeitskreis 2.18 „Vereinheitlichung der Bescheinigungen in der Lohn- und Gehaltsabrechnung“ unter Beteiligung von
Statistischen Ämtern, Software-Herstellern und privatwirtschaftlichen Unternehmen so gestaltet, dass eine weitgehend automatisierte Gewinnung aus dem betrieblichen
Rechnungswesen insb. der Lohn- und Gehaltsabrechnung möglich wird. Die Mehrheit der Merkmale kann nun automatisiert über die betriebliche Entgeltabrechnungs-Software an
die Statistischen Landesämter übermittelt werden. Ein Teil der Merkmale liegt bei vielen Software-Herstellern nicht in der Entgeltabrechnung vor. Sie sind über eine manuelle
Vorgabe der Benutzer den automatisiert gewonnenen Merkmalen hinzuzufügen.
Der für die meisten Software-Hersteller vermutlich zutreffende Grad der Automatisierbarkeit ist in der folgenden Tabelle in der Spalte „Daten im Entgeltabrechnungs-System
verfügbar?“ eingetragen. Die Spalte „Bemerkungen“ enthält Hinweise zur Programmierung von eSTATISTIK.core-Modulen und zu möglichen Fundstellen, wenn die Daten nicht im
Entgeltabrechnungs-System verfügbar sind sowie auf Beispiele, die die Vorgaben veranschaulichen sollen.
Allgemeine Bemerkungen:
(1) Berichtsmonat = Abrechnungsmonat
Es gilt der Grundsatz: Die Angaben (insb. über Verdienste und Arbeitsstunden) sind in dem Berichtsmonat zu melden, in dem sie abgerechnet werden (Berichtsmonat =
Abrechnungsmonat). (Siehe dazu auch die Beispiele im Anhang ab S. 13)
(2) zu meldender Personenkreis
Es sind nur Personen zu melden, denen im ganzen Berichtsmonat ein Verdienst von der Arbeitgeberin / von dem Arbeitgeber gezahlt wurde und die auch bezahlte Stunden
vorweisen können: Keine Meldung von Arbeitnehmer*innen z. B. bei Einstellungen und Entlassung innerhalb des Monats, unbezahltem Urlaub, Erziehungsurlaub, abgelaufener
Verdienstfortzahlung im Krankheitsfall, Elternzeit, Betreuungserfordernis, Quarantäne, Tätigkeitsverbot, im Sabbatjahr bzw. im Mutterschutz. Nur so lassen sich durch diese
Erhebung repräsentative Durchschnittsverdienste bzw. Verdienstmöglichkeiten der Beschäftigten in Deutschland abbilden.
Ausnahmen Kurzarbeit bzw. Streik
Beschäftigte sollten auch dann weiterhin in die Meldung einbezogen werden, wenn die Tatsache, dass sie unbezahlte Zeiten innerhalb eines Monats hatten, auf eine
gesamtwirtschaftliche Ursache zurückzuführen ist, deren Auswirkungen sich in den Verdienstniveaus einer Branche widerspiegeln sollen, also insbesondere bei Kurzarbeit (es sei
denn Kurzarbeit Null im gesamten Monat) oder Streik.
Informationen zur Behandlung von Beschäftigten in Kurzarbeit:
Das Kurzarbeitergeld ist eine Sozialleistung, die nicht bei den Bruttoverdiensten anzugeben ist.
Ebenfalls nicht anzugeben sind die bezahlten Stunden, die durch das Kurzarbeitergeld abgegolten werden.
Der Zuschuss der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers zu Kurzarbeitergeld ist hingegen bei den Sonderzahlungen (sonstige Bezüge lt. EBV) zu berücksichtigen, wenn
tatsächlich von der Arbeitgeberin / von dem Arbeitgeber Stunden bezahlt wurden.
Erhält eine Person ausschließlich Kurzarbeitergeld, d. h. werden keine Stunden von der Arbeitgeberin/von dem Arbeitgeber bezahlt (Kurzarbeit Null), ist die Person nicht
zu melden.

Seite 4
Bemerkungen zum Datensatzaufbau bzw. zur Satzart:
In der Tabelle sind alle Merkmale aufgeführt, die für den Betrieb und die dort beschäftigten Arbeitnehmer zu melden sind. Die Merkmale, die sich auf den Betrieb
beziehen, sind grau unterlegt
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
1
Satzart
Satzart
B = Betrieb
P = Person
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
2
BerichtseinheitID
Statistik-
Betriebsnummer des
berichtspflichtigen
Betriebes
(Identnummer)
9-stellige Identifikationsnummer aus der amtlichen
Statistik
9
Nein, manueller Eintrag
notwendig
Wird dem Betrieb vom
zuständigen Statistischen
Landesamt mitgeteilt
3
Tarifbindung
Tarifbindung des Betriebs
1 = Branchentarifvertrag
2 = Firmentarifvertrag
3 = Kein Tarifvertrag, Orientierung an einem
Branchentarifvertrag
4 = Kein Tarifvertrag, freie Verdienstvereinbarung
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
Es ist zu unterscheiden
zwischen:
– Branchentarifverträgen,
die zwischen
Arbeitgebervereinigung
und Gewerkschaft vereinbart
wurden und an
die der Betrieb durch
Mitgliedschaft in der
Arbeitgebervereinigung
gebunden ist,
– Firmentarifverträgen, an
die der Betrieb durch
Vereinbarung
zwischen dem Arbeitgeber
und einer oder mehreren
Gewerkschaften gebunden
ist,
– Betriebsvereinbarungen
bzw.
Anerkennungstarifverträgen
zwischen Arbeitgeber und
Betriebsrat über die
Orientierung
oder Anlehnung an einen
Branchentarifvertrag
hinsichtlich der Verdienste.

Seite 5
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
Ist der Betrieb durch
Mitgliedschaft in der
Arbeitgebervereinigung
an einen
Branchentarifvertrag
gebunden, nutzt
aber eine darin geregelte
Öffnungsklausel, so ist der
Branchentarifvertrag
einzutragen.
Wird im Betrieb hinsichtlich
der Verdienste ein
Branchentarifvertrag
angewandt, ohne dass der
Betrieb durch Mitgliedschaft
in der
Arbeitgebervereinigung
daran gebunden
ist, so ist im Fragebogen
„Kein Tarifvertrag,
Orientierung
an einem
Branchentarifvertrag“
anzugeben
4
Fusion_Aufspaltung
Beschäftigten- und/oder
Verdienstentwicklung
wurde durch eine Fusion
oder eine Aufspaltung des
Betriebes beeinflusst.
0 = Nein
1 = Ja
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
5
KonjunkturellKurz
Beschäftigten- und/oder
Verdienstentwicklung
wurde durch konjunkturelle
Kurzarbeit beeinflusst.
0 = Nein
1 = Ja
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
6
SaisonalKurz
Beschäftigten- und/oder
Verdienstentwicklung
wurde durch saisonale
Kurzarbeit beeinflusst.
0 = Nein
1 = Ja
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
7
Streik
Beschäftigten- und/oder
Verdienstentwicklung
0 = Nein
1 = Ja
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig

Seite 6
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
wurde durch Streik
beeinflusst.
8
SonstigeGruende
Beschäftigten- und/oder
Verdienstentwicklung
wurde durch sonstige
Gründe beeinflusst.
Bei Vorliegen sonstiger
Gründe, geben Sie bitte
Hinweise auf diese Gründe
unter „Bemerkungen“ an.
0 = Nein
1 = Ja
1
Nein, manueller Eintrag
notwendig
9
Bemerkungen
Bemerkungen zu
außergewöhnlichen
Ereignissen oder
Umständen, die Einfluss
auf die aktuellen Angaben
haben.
Zur Vermeidung von Rückfragen unsererseits
kann an dieser Stelle auf besondere Ereignisse
und Umstände hingewiesen werden, die Einfluss
auf die aktuellen Angaben haben.
250
Nein, manueller Eintrag
notwendig
10
Personalnummer
Personalnummer der
beschäftigten Person
Hier ist die Personalnummer der/des
Beschäftigten anzugeben. Sollte keine
Personalnummer vorliegen, ist eine eindeutige, im
Zeitverlauf gleichbleibende Ordnungsnummer für
die Beschäftigte oder den Beschäftigten
anzugeben.
20
Ja
Beachten Sie bitte den zu
meldenden Personenkreis,
der in den „Allgemeinen
Bemerkungen“ unter (2) auf
Seite 3 definiert wurde.
11
Geschlecht
Geschlecht
1 = Männlich
2 = Weiblich
3 = Divers
4 = Ohne Angabe (nach Geburtenregister)
1
In der Regel in den
Stammdaten.
12
Geburtsdatum
Geburtsmonat und
Geburtsjahr
Muster = MMJJJJ
6
In der Regel in den
Stammdaten.
13
Eintrittsdatum
Monat und Jahr des
Beschäftigungsbeginns
Anzugeben sind der Monat und das Jahr des
Beschäftigungsbeginns laut § 1 Absatz 1 Nummer
4 Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV). Es
entspricht i.d.R. dem Eintrittsdatum in das
Unternehmen. Bitte folgendes Format verwenden
MMJJJJ.
6
In der Regel in den
Stammdaten.
14
Personengruppe
Personengruppen in den
Meldungen nach der DEÜV
Es gelten die Definitionen und Abgrenzungen der
Datenerfassungs- und übermittlungsverordnung
(DEÜV), z. B.:
3
Ja
Einschränkung: Für
Beschäftigte, die nicht
der Sozialversicherung
Beachten Sie bitte den zu
meldenden Personenkreis,
der in den „Allgemeinen

Seite 7
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
101 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
ohne besondere Merkmale
102 Auszubildende
103 Beschäftigte in Altersteilzeit
109 Geringfügig entlohnte Beschäftigte
Sonderfälle
Für Beschäftigte, die nicht der Sozialversicherung
gemeldet werden, z. B. Beamte/Beamtinnen,
verwenden Sie bitte folgende Schlüsselzahlen:
800 Beamtinnen/Beamte
900 Leitende Angestellte (auch Geschäftsführer
oder Geschäftsführerinnen einer GmbH und
Vorstände einer AG) mit einem Arbeitsvertrag, die
zumindest teilweise feste, d. h.
gewinnunabhängige Verdienstbestandteile für die
geleistete Arbeit erhalten, sowie Saison- und
Gelegenheitsarbeiterinnen/Saison- und
Gelegenheitsarbeiter, auch wenn sie nicht in der
deutschen Sozialversicherung gemeldet sind.
gemeldet werden,
liegen keine
entsprechenden Daten
im
Entgeltabrechnungssys
tem vor. Die Eintragung
muss hier manuell
erfolgen.
Bemerkungen“ unter (2) auf
Seite 3 definiert wurde.
Bei der Zusammenstellung
der Angaben über die
Beschäftigten und folglich
für das Merkmal
Personengruppe müssen
nachfolgende Schlüssel
nicht berücksichtigt werden,
da diese Personengruppen
in dieser Erhebung nicht
erfasst werden. Im Rahmen
einer automatisierten
Datenzusammenstellung
können die nachfolgend
genannten
Personengruppen gemeldet
werden, sie müssen aber
nicht gemeldet werden.
Nachfolgende Schlüssel
müssen nicht berücksichtigt
werden:
104 Hausgewerbetreibende
107 Behinderte Menschen in
anerkannten Werkstätten
oder gleichartigen
Einrichtungen
108 Bezieher von
Vorruhestandsgeld
111 Personen in
Einrichtungen der
Jugendhilfe,
Berufsbildungswerken oder
ähnlichen Einrichtungen für
behinderte Menschen
112 Mitarbeitende
Familienangehörige in der
Landwirtschaft

Seite 8
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
123 Personen, die ein
freiwilliges soziales, ein
freiwilliges ökologisches
Jahr oder einen
Bundesfreiwilligendienst
leisten
127 Behinderte Menschen,
die im Anschluss an eine
Beschäftigung in einer
anerkannten Werkstatt in
einem Integrationsprojekt
beschäftigt sind
15
Taetigkeitsschluessel
Tätigkeitsschlüssel in den
Meldungen zur
Sozialversicherung
Bitte tragen Sie hier den seit 01.12.2011 gültigen
9-stelligen Tätigkeitsschlüssel der Bundesagentur
für Arbeit für „Angaben zur Tätigkeit“ in den
Meldungen zur Sozialversicherung ein.
Bitte überprüfen Sie vor der Eintragung, ob die
vorliegenden Schlüsselzahlen dem aktuellen
Stand entsprechen.
Beispiel: 121422211
Aufbau des 9-stelligen Tätigkeitschlüssels
(Beispiel):
Stelle 1-5: ausgeübte Tätigkeit
- Beispiel „12142“ für Gärtner
Stelle 6: höchster allgemeinbildender
Schulabschluss
– Beispiel „2“ für Haupt-/Volksschulabschluss
Stelle 7: höchster beruflicher
Ausbildungsabschluss
– Beispiel „2“ für Abschluss einer anerkannten
Berufsausbildung
Stelle 8: Arbeitnehmerüberlassung
– Beispiel „1“ für nein
Stelle 9: Vertragsform
– Beispiel „1“ für unbefristeter Arbeitsvertrag
in Vollzeit
9
In der Regel in den
Stammdaten.
Einschränkung: Für
Beschäftigte, die nicht
der Sozialversicherung
gemeldet werden,
liegen keine
entsprechenden Daten
vor. Die Eintragung
muss hier manuell
erfolgen.

Seite 9
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
Den 9-stelligen Tätigkeitsschlüssel der
Bundesagentur für Arbeit finden Sie z. B. auf der
Jahresmeldung zur Sozialversicherung.
Hinweise zur Überprüfung des aktuellen 9-
stelligen Tätigkeitsschlüssel erhalten Sie auf der
Internetseite der Bundesagentur für Arbeit
(https://www.arbeitsagentur.de)
im
„Interessenbereich Unternehmen“ unter der Rubrik
„Betriebsnummern-Service“.
Nach der Auswahl „Tätigkeitsschlüssel ermitteln“
können Sie den Tätigkeitsschlüssel direkt online
überprüfen, ermitteln oder im
„Schlüsselverzeichnis 2010“ nachschlagen.
16
Berufsschluessel
Tätigkeitsschlüssel für die
Personengruppen 800 und
900.
Bitte den Berufsschlüssel analog zum
Tätigkeitsschlüssel der Bundesagentur für Arbeit
bilden.
https://www.arbeitsagentur.de/betriebsnummernse
rvice/taetigkeitsschlüssel
Wenn keine Angaben möglich, bitte 999999999
(9x9) eintragen.
9
Nein, manueller Eintrag
notwendig
17
Staatsangehörigkeit
Schlüssel der
Staatsangehörigkeit laut
Meldung zur
Sozialversicherung
Anzugeben ist der Schlüssel der
Staatsangehörigkeit laut Meldung zur
Sozialversicherung. Grundlage ist das Verzeichnis
der Staatsangehörigkeiten des Statistischen
Bundesamtes.
https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikatio
nen/Staat-Gebietsystematik/staatsangehoerigkeit-
gebietsschluessel.html
3
In der Regel in den
Stammdaten
18
Arbeitsstundenbezahlt
Bezahlte Stunden (ohne
Überstunden) im Monat
(mit zwei
Nachkommastellen)
Bezahlte Stunden ohne Überstunden sind für alle
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwingend
anzugeben, unabhängig davon, ob die Entlohnung
anhand der Stunden berechnet wird oder ob
Monatsgehälter gezahlt werden.
Für Beschäftigte, die nicht nach Stunden bezahlt
werden, tragen Sie hier bitte die vertraglich
vereinbarte Arbeitszeit im Monat ein. In Fällen von
5
In der Regel in den
Stammdaten und/oder
im
Zeitwirtschaftssystem
und/oder im
Entgeltabrechnungssys
tem.
Besonderheiten in Bezug
auf Beschäftigte in
Kurzarbeit sind in den
„Allgemeinen Bemerkungen“
unter (2) auf Seite 3
dargestellt.
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!

Seite 10
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
Kurzarbeit sind die von der Arbeitgeberin / vom
Arbeitgeber bezahlten Stunden anzugeben.
Bitte geben Sie die bezahlten Stunden ohne
Überstunden mit 2 Nachkommastellen an.
Wurden z. B. 173 Stunden und 45 Minuten
bezahlt, sind diese als 173,75 einzutragen.
Bitte achten Sie darauf, dass die bezahlten
Stunden passend zum Bruttomonatsverdienst
gemeldet werden.
19
Ueberstundenbezahlt
Bezahlte Überstunden im
Monat (mit zwei
Nachkommastellen)
Bitte tragen Sie hier die im bezahlten Überstunden
ein.
Einzutragen sind immer die Stunden, die im Monat
bezahlt wurden, auch wenn sie in anderen
Monaten geleistet wurden.
Nicht entscheidend ist, ob für diese Stunden ein
Zuschlag bezahlt wird.
Bitte geben Sie die bezahlten Überstunden mit 2
Nachkommastellen ein.
Wurden z. B. 6 Stunden und 45 Minuten bezahlt,
sind diese als 6,75 einzutragen.
Bitte achten Sie darauf, dass die bezahlten
Überstunden passend zum Bruttomonatsverdienst
für bezahlte Überstunden gemeldet werden.
Werden ausschließlich die Überstundenzuschläge
ausgezahlt, sind in diesem Fall keine bezahlten
Überstunden zu melden. Die
Überstundenzuschläge sind dann nicht unter
Bruttomonatsverdienst für bezahlte Überstunden,
sondern („hilfsweise“) unter Bruttomonatsverdienst
für Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-,
Feiertags- oder Nachtarbeit anzugeben.
5
Ja
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!
20
MverdienstGesamt
Bruttomonatsverdienst
insgesamt bzw.
Gesamtbruttoentgelt (mit
zwei Nachkommastellen)
Als Bruttomonatsverdienst ist das
Gesamtbruttoentgelt gemäß § 1 Absatz 2 Nummer
2c Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV)
anzugeben.
11
Ja
Verdienstbestandteile, bei
denen der Arbeitgeber in
Vorleistung tritt, sich aber
anschließend diese
Zahlungen erstatten lässt,

Seite 11
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
Bitte achten Sie darauf, dass der
Bruttomonatsverdienst passend zu den bezahlten
Stunden gemeldet wird.
sind bei den
Verdienstangaben nicht zu
berücksichtigen.
Besonderheiten in Bezug
auf Beschäftigte in
Kurzarbeit sind in den
„Allgemeinen Bemerkungen“
unter (2) auf Seite 3
dargestellt.
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!
21
MverdienstDavonSon
stBez
Sonstige Bezüge;
Darunterbetrag des
Bruttomonatsverdienstes
insgesamt (mit zwei
Nachkommastellen)
Hier sind die sonstigen Bezüge laut § 1 Absatz 2
Nummer 2a Entgeltbescheinigungsverordnung
(EBV) anzugeben.
11
Ja
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!
22
MverdienstDavonUeb
erstd
Bruttomonatsverdienst für
bezahlte Überstunden;
Darunterbetrag des
Bruttomonatsverdienstes
insgesamt (mit zwei
Nachkommastellen)
Hier ist die Gesamtvergütung für in diesem Monat
bezahlte Überstunden einzutragen, nicht nur die
Zuschläge für Überstunden.
Bitte achten Sie darauf, dass der
Bruttomonatsverdienst für bezahlte Überstunden
passend zu den bezahlten Überstunden gemeldet
wird.
Werden ausschließlich die Überstundenzuschläge
ausgezahlt, sind diese nicht hier, sondern
(„hilfsweise“) unter Bruttomonatsverdienst für
Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-,
Feiertags- oder Nachtarbeit anzugeben.
Die der Summe der Überstundenzuschläge
zugrunde liegenden Überstunden sind nicht unter
bezahlte Überstunden zu melden.
11
Ja
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!
23
MverdienstDavonZusc
hlaege
Bruttomonatsverdienst für
Zuschläge für Schicht-,
Samstags-, Sonntags-,
Hier sind nur die in diesem Monat bezahlten
Zuschläge für Schicht-, Samstags-, Sonntags-,
Feiertags- und/oder Nachtarbeit und nicht der
11
Ja
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!

Seite 12
Nr.
Name
Statistische Größe
Definitionen und Abgrenzungen der
amtlichen Statistik
Stellen
Daten im Entgelt-
abrechnungs-
system verfügbar?
Bemerkungen
Feiertags- oder
Nachtarbeit;
Darunterbetrag des
Bruttomonatsverdienstes
insgesamt (mit zwei
Nachkommastellen)
Gesamtverdienst der mit Zulagen vergüteten
Stunden eingetragen. Bereits im
Überstundenverdienst gemeldete Zulagen bitte
nicht nochmals angeben.
Werden geleistete Mehrarbeitsstunden auf ein
Gleitzeitkonto gutgeschrieben und nur die
Zuschläge für die Überstunden ausgezahlt, so
sind die in diesem Monat ausbezahlten Zuschläge
(„hilfsweise“) hier anzugeben.
24
MverdienstDavonEntg
eltumwandlung
Bruttomonatsverdienst für
Zwecke der
Entgeltumwandlung;
Darunterbetrag des
Bruttomonatsverdienstes
insgesamt (mit zwei
Nachkommastellen)
Bitte geben Sie den Gesamtbetrag an
Entgeltumwandlung im Berichtsmonat an. Zu
melden ist nur der arbeitnehmerfinanzierte
Beitrag.
Einzubeziehen sind alle Durchführungswege
(Pensionskasse, Pensionsfonds,
Direktversicherung, auch Direktzusage und
Unterstützungskasse) und Besteuerungsformen
(steuerfrei, pauschal, individuell versteuert).
Bei der Entgeltumwandlung (Gehaltsverzicht) wird
zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten
vereinbart, Teile des Bruttoverdienstes zu
Gunsten einer betrieblichen Altersversorgung
einzusetzen. Dieser Bestandteil wird in einen
Vertag eingezahlt, aufgrund dessen im
Rentenalter eine einmalige Leistung oder eine
laufende Rente geleistet wird. Finanziert werden
können die Beiträge aus dem laufenden
Arbeitsentgelt, vermögenswirksamen Leistungen
oder Einmal- und Sonderzahlungen wie Urlaubs-
oder Weihnachtsgeld oder einem 13.
Monatsgehalt.
11
Ja
Bitte Beispiele im Anhang
(S.13 ff.) beachten!

Seite 13
Anhang 1: Beispiele von Meldungen zur Verdiensterhebung
1.
Beschäftigte in Kurzarbeit: Verdienste und bezahlte Stunden müssen zueinander passen
Beispiel 1:
Januar: Beschäftigte Person erhält 4 000 Euro für 173,8 bezahlte Stunden
Februar: Beschäftigte Person ist zu 50 % in Kurzarbeit (keine Aufstockungsbeitrage des Arbeitgebers)
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 2 000 Euro für 86,9 bezahlte Stunden
Bruttostundenverdienste (laufende Bezüge) für Januar und Februar sind identisch.
Beispiel 2:
Januar: Beschäftigte Person erhält 4 000 Euro für 173,8 bezahlte Stunden
Februar: Beschäftigte Person ist zu 50 % in Kurzarbeit (300 Euro Aufstockungsbeitrage des Arbeitgebers)
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 2 300 Euro für 86,9 bezahlte Stunden, 300 Euro sonstige Bezüge
Bruttostundenverdienste (laufende Bezüge) für Januar und Februar sind identisch.
2.
Grundsatz Arbeitszeit: Es sind die bezahlten Stunden zu melden, d.h. die Stunden, die der Bezahlung zugrunde liegen
Keine schwankenden Stunden bei konstanten Verdienstangaben
Für Gehaltsempfänger: vertraglich vereinbarte Arbeitszeit im Monat
Beispiel für Vollzeitkraft mit „40 Stundenwoche“: 40 Stunden * 4,345 Wochen pro Monat = 173,8 bezahlte Stunden im Monat
Für Stundenlohnempfänger: tatsächlich bezahlte Stunden im Monat
Für geringfügig Beschäftigte: die in diesem Abrechnungsmonat entlohnte Arbeitszeit
Für bezahlte Überstunden gilt:
a) Wenn bezahlte Überstunden > 0, dann auch Überstundenvergütung > 0
b) Wenn Überstundenvergütung > 0, dann auch bezahlte Überstunden > 0
Für bezahlte Überstunden ohne Entgeltausgleich gilt:
a) Werden diese unbezahlt auf ein Zeitkonto gebucht, so sind sie nicht zu melden.
b) Werden hierfür ausschließlich die Überstundenzuschläge ausgezahlt, so sind diese Zuschläge bei den „Zuschlägen für Schicht-, Nacht-, Sonntags-
und/oder Feiertagsarbeit“ zu melden. In diesem Fall sind keine bezahlten Überstunden zu melden.
3.
Grundsatz Verdienstangaben: Verdienstangaben sind in dem Berichtsmonat zu melden, in dem sie abgerechnet werden
Beispiel 1: Korrektur zu viel gezahlter Verdienstbestandteile
Februar: Bruttomonatsverdienst 4 000 Euro und 173,8 bezahlte Stunden
Außerdem wird mit der Februar-Abrechnung eine Korrektur für Januar vorgenommen: 500 Euro zu viel gezahlter Bruttomonatsverdienst
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 3 500 Euro und 173,8 bezahlte Stunden

Seite 14
keine Änderung bei bezahlten Stunden, da diese grundsätzlich bereits im Januar abgerechnet worden sind; im Februar erfolgt ausschließlich eine Korrektur des
Gesamtbruttoentgelts
Beispiel 2: Nachzahlung von Verdienstbestandteilen z.B. aufgrund von Tariferhöhungen
Februar: Bruttomonatsverdienst 4 000 Euro und 173,8 bezahlte Stunden
Außerdem wird mit der Februar-Abrechnung eine Nachzahlung für Januar vorgenommen: Bruttomonatsverdienst 500 Euro
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 4 500 Euro und 173,8 bezahlte Stunden
keine Änderung bei bezahlten Stunden, da diese grundsätzlich bereits im Januar abgerechnet worden sind; im Februar erfolgt ausschließlich eine Korrektur des
Gesamtbruttoentgelts
Beispiel 3: Nachzahlung von komplettem Gehalt („Aufrolldifferenz“)
Februar: Bruttomonatsverdienst 4 000 Euro und 173,8 bezahlte Stunden
Außerdem wird mit der Februar-Abrechnung das komplette Januar-Gehalt nachgezahlt: 4 000 und 173,8 bezahlte Stunden
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 8 000 Euro und 347,6 bezahlte Stunden
Änderung bei Arbeitszeit und Verdienst, da beide Angaben im Februar erstmals abgerechnet werden
Beispiel 4: Nachzahlung bislang noch nicht abgerechneter Stunden
Februar: Bruttomonatsverdienst 4 000 Euro und 173,8 bezahlte Stunden
Außerdem werden im Februar 10 im Januar geleistete, aber noch nicht bezahlte Stunden mit einem Stundenlohn von 15 Euro abgerechnet
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 4 150 Euro und 183,8 bezahlte Stunden
Änderung bei Arbeitszeit und Verdienst, da beide Angaben im Februar erstmals abgerechnet werden
Beispiel 5: Negative Korrektur führt zu negativen Angaben
Februar: Bruttomonatsverdienst 4 000 Euro und 500 Euro Sonderzahlungen / Sonstige Bezüge
Außerdem werden mit der Februar-Abrechnung 1 000 Euro zu viel gezahlte Sonderzahlungen / Sonstige Bezüge zurückgefordert
Meldung für Februar: Bruttomonatsverdienst 3 000 Euro und – 500 Euro Sonderzahlungen / Sonstige Bezüge
4.
Entgeltumwandlung
Entgeltumwandlung ist eine „Darunter-Position“ des Gesamtbruttoentgelts
Zu melden ist nur der arbeitnehmerfinanzierte Beitrag
Arbeitgeber-Zuschüsse sind kein Bestandteil des Gesamtbruttoentgelts und dementsprechend auch nicht bei der Entgeltumwandlung anzugeben
Sonderfall: Entgeltumwandlung aus einer Sonderzahlung / einem Sonstigen Bezug (z.B. Urlaubs-, Weihnachtsgeld)
Betrag bei Gesamtbruttoentgelt
UND
bei Sonderzahlung / Sonstigen Bezügen
UND
bei Entgeltumwandlung angeben