image
image
image
image
Å,t;rf
¡"'**lq
STAÀTSMINIsTËRIUM
nün
uuwtlr
u¡w
LANDWIRTSCHAFî
1$3trëiisur'¡
SACHSISCHÊS
STAAÍSMINISTERIUTv'
FI]R UMWELT UND LANDW,RTSoHAFT
Postfæh l0
05 10
|
01076 Drssd€n
Herrn Pråsidenten
Norbert Eichkorn
Sächsisches
Landesamt
für Umwelt,
Landwirtschaft
und
Geologie
Postfach
54 A1 37
01311
Dresden
Umsetzung
der
EU-Wasserrahmenrichtlinie
(WRRLI
im
Bereich
La ndwirtschaft -
A
ufga benwah rne
hmu n
g
des Lf
U LG
SMUl-Schreiben
zur Umsetzung
WRRL
vom L
Januar
2015
(Az.:
33-8912.10¡40)
SMUl-Schreiben
zur
Aufgabenwahmehmung
im
Bereich
Beratung
vom
5. November
201 4
(Þø.:
31
-M20.00/3/1
3)
Anlagen:2
Sehr
geehrter
Hen
Präsident,
bei
der
umsetzung
der WRRL im
Bereich
Landwirtschafr
sind
vom
LfULG
die mit
diesem
schreiben
äbergebenen
Hinweise
zu beachten.
sie
ersetzen
die
Hinweise
nach dem im
Bezug
genannten
schreiben
des
SMUL
vom
9.
Januar 2015. Die
Neuregelung
ist
erforderlich,
da
künftíg
Dienstleistungen
Dritter
zum wissenstransfer
von
Maßnahmen
zui
stoffeintragsminderung
in die umsetzung
der WRRL
einzubeziehen
sind
und die
FinanzÍerung
dieser
Leistungen
aus
Mitteln
der
wasserentnahmeabgabe
erfolgen
soll
(Kapitel
0903
Titel s4z
97
-
neu
ab
2017: Titel
534 97). Hierbei
ist die
gesetzliche
Zweckbindung
nach
g
91
Abs,
2 såchsisches
wassergesetz zu
bEachten.
Dies
erfordert
auch
eine
s_orgfältþe
Maßnahmenevaluíerung
und
-zuordnung
zu
den
jeweiligen
wasserkörpern
mit
prioritårem
Handlungsbedarf
nach
WRRL.
tiabeí sind
nicht nur
die
jeweiligen
wissenstransfermaßnahmen
umzusetzen
und
zu
dokumentieren,
sondern auch
r
die
stoffeintragsmíndernden
Wirkungen
der
jeweiligen
demonstrierten
und in landwírtschaftlichen
Betrieþen
umgesetzten
Maßnahmen
zu bewerten,
o
der
flächenmåßige Anwendungsumfang
der
umgesetzten
Maßnahmen
zu erfassen
und
.
die Maßnahmen
und Umsetzungsflåchen
den
jeweiligen
Wasserkörpern
mit
prioritärem
Handlungsbedarf
nach WRRL
zuzuordnen.
Vor díesem
Hintergrund
wird das
LfULG
gebeten,
die in
Anlage
1
genannten
Hinweise
bei
der
wahrnehmung
von
Aufgaben
zur
umsetzung
der wRRL
im
Bereich Landwirtschaft
zu
beachten
und
bis
spätesteni
10. Mai
2016
dazustellen, wie
die
Steuerung
und
Evaluíerung
der
Jetzt
g
schalten
lhr Ansprechpartner
Dr. Ulrich
Henk
DurchwahI
ïelefon
+49
35't 554-2331
Telefax
+49
351 564-2309
ulrich.h€nk@
smul.sachsen,de'
lhr
Zo¡ch9n
lhre
Nachricht vom
Akt€nzeichon
(bitte
bel Antwort
angeben)
33-8912.101196
Dresden,
16. F€bruar2016
Hru¡¡n¡chrlfr:
Såchslschas
St¡¡Bmlnlsbrlum
für
Umw.lt
und Landutrbeñtft
Wlhelm-Buc*-Strafþ
2
01007
orcaden
www.gmul.sachsen.de
Verkehlrverblndung:
Zu ât¡elchen
mlt dên
Strâ߀nbahnlinien
3,
€, 7, S,
l3
F0r Besuoher
mit Bshlnd€rungen
bstlndsn
sích
gêkennzê¡chnete
Parkplåtse
am
Könlgsuter,
Fflr
all€
Eesucherperkplålzê
gllt:
Bine bêlm Pbrtendlenst
metden.
'
Kej¡
Zugang
for
eleklron¡sch signiÊrte
sowie
fûr'/€r$ohlûs$llð
etsktronischs
Dokumffl€
Energieeffizienz
in
Sachsen
Seite 1 von 2

image
image
SlAATSMINlSTERIUM
FUR
UMWELT
UND
LANDWIRTSCHAFT
l$iffËiisnir
Wissenstransfermaßnahmen
künftig
personell,
organÍsatorisch
und
-
bezogen
auf
die
Evaluierung
-
auch fachlich (síehe
Anlage
1
Nr. ll.
7.1)
umgeseEtwerden
sol¡en.
7y 9",
UmseEung
der WRRL
im
Bereích
Landwirtschaft
und der
diesbezüglichen
künftigen
Aufgabenwahrnehmung
des
LfULG
gemäß
der beigefügten
Anlage i
gebe
ich lhnen
folgende
Hintergrundínformationen
und
Erläuterungeñ:
Aus
der
aktuellen
Bestandsaufnahme
der
sächsischen
Gewässer nach
WRRL ergibt
sich weiterhin
ein
erheblicher
Handlungsbedarf
für
die
Landwirtschaft.
Sie
muss
-vor
allem
ihre
Nitrat-,
Phosphat-
und sedimentausträge
vermindern
und
Gewãsserbelastungen
mit
PSM
vermeiden,
Dazu
sind sowohl
grundlegendel
als auch
ergänzende'
Maßnahmen
umeuseÞen.
Bei
der
Umsetzung
ergänzender
Maßnahmen
setzt
das SMUL
weiterhin auf
eine kooperative
Strategie.
tle¡en
flächenbezogenen
Agrarumweltmaßnahrnen
sowie ergänzenden
ínvestiven
Maßnahmen
und
einer
gezielten
Greening-Umsetzung
kommt
dabei
den
Maßnahmen
zur
Förderung
des
Wissenstransfers
in
prioritåren
Gebieten
nach
WRRL
eine hohe Bedeutung
zul
H¡er
bestehen
erhebliche
Potenziale
zur
Reduzierung
der Nibatauswaschung
Ëowie
zur
Minderung
erosionsbedingrter
Stoffeinträge.
Durch
díe
uorgesehene
Einbeãíehung
von
Dienstleístungen
Dritter sollen
die Angebote
zum Wissenstransfer
mit
dern- Ziel
ausgeweitet
und
fachlich
vertieft
werden,
möglichst
viele
Landwirte in
den
prioritåren
Gebieten
für
die dauerhafre
Anwendung
wirksamer
stofreintragsmÍndernder
lvlaßlqhmen
zu
gewinnen.
Durch
den Abschluss
von
Zielvereinbãrungen
mit
Landwirten
ín
den
Arbeitskreisen
solldie
Maßnahrnenanwendung
künftíg verb¡ñdlicher-
ynd
i1 verbindung
mit
Datenerhebungen,
Messungen
und
-Ausweñungen
in den
Betrieben
-
auch
besser
evaluierbar
gestaltet
werden.
Die Berichterstattung
zur UmseÞung
der
WRRL
im Bereich
Landwirtschafr
ist
terminlich
auf
den
jährlichen
Beratungsbericht
abgestimmt
(siehe
Bezug
-
SMUL-
Schreiben
vom 5.
November
?o14) und
kann
diesem
als Anlage
beigeftigt ùerden.
Der
lJmflng
der,bisherigen
Berichterstaftung
zur Umsetzung
der Wnnl
im
Bereich
Landwirtschaft
wird
durch
den Vezicht
auf die Vorlage
eínes
Berichts,
der dem
SMUL
jährlich
Überdie
vorgesehenen
Maßnahmen
zur
Bestätigung
vozulegen
war,
halbiert.
Mit freundlichen
Grüßen
I
Grundlegende
Maßnahmen
sínd nach der WRRL (Art.
11
Abs.
3 RL 2000/60/EG)
zu
Erfütfende
Mindestanforderungen
und
umfassen fúr
den
Berelch
Landwirtschaft
¡n
Deutschland insþesondere
die
,
UmseEung
der
Otingeverordnung
sowia
des
pñanzenschutzgpsêErß
'
Ergänzende
Maßnehrnen
nacn WRnl
(Art
11
Ab*.
4
RL
200'0/60i
ËO)
sind
Maßnahmen,
die
zusälzlich
zu
den
grundlegenden
Maßnahmen geplant
und
ergriffen
werden, um
die Ziele der
WRRL
zu
erreichen.
Seite
2 von
2

image
image
Anlage I
Aufgabenwahrnehmung
des
LfULG
und zu
beachtende
Hinweise zur
Umsetzung
der EU-
Wasserrahmenrichtlin
ie
(WRRL)
im
Bere ich
Landwirtschaft
l.
GrundlegendeMaßnahmen
Umsetzung
der Düngeverordnung (ÐüV)
Seít dem
Jahr
2010
werden
bei
Betrieben
mít Flächenbewírtschaftung
in Gebíeten mit
prioritärem
Handlungsbedart
zur Minderung
von
N-Einträgen
in
Gewässer
(N-
prioritäre
Gebiete) im Hínblick
auf
die
Eneichung
der Ziele
der WRRL
über die
CC-
Kontrollen
hinaus vertiefte
düngerechtliche
Fachrechtskontrollen
durchgeführt Diese
Betriebe
sind
nach dem
prozentualen
Anteil ihrer
Ackerfläche
in diesen
Gebieten
durch Zufallsauswahl
in
die Kontrollen
einzubelehen- ln
der
beigefügten Anlage 2
sind die N-prioritåren
Gebiete
dargestellt.
Wesentlicher Kontrollgegenstand
ist bisher
die
inhaltlich-fachliche
Prufung
der betrieblichen
Nährstoffuergleiche
nach DüV.
Diese
Kontrollen
sollen
unter Berücksichtigung
der Neuabgrenzung
der
prioritären
Gebiete
im
bísherigen
Umfang
(ca.
50
Betriebe/Jahr)
fortgesetzt werden.
Mit lnkrafttreten der
novellierten
DüV können
sich Änderungen
hínsichtlich
der inhaltlichen
Schwerpunkte
der Kontrollen
ergeben.
2-
Umsetzung
des Pflanzenschutzgesetzes
Liegen
im Ergebnis
des Monitoríngs
nach
WRRL
gesicherte
Ergebnisse
über Gewäs-
serbelastungen
durch Pflanzenschutzmittelvor,
sind
gezielte
pflanzenschutzrechtliche
Kontrollen
bei
den
potenziell
betroffenen
Anwendern
durchzuführen
und
ggf.
entspre-
chende
Anordnungen
zu treffen.
ll. ErgänzendeMaßnahmen
1.
Arbeitskreise
(AK)
1.'l
Einrichtung,
Anpassung
und Leitung
der
AK
ln den in
der Anlage 2
gekennzeichneten
Gebieten
mÍt
prioritärem
Handlungsbedarf
zur Minderung
landwirtschaftlícher
Stoffeinträge
in
Gewässer
(nachfolgend
,,prioritäre
Gebiete")
sind
insgesamt
zehn Arbeitskreise
(AK)
einzurichten.
Die
bereits seit 2010
bestehenden
AK sind hierbei
möglichst
beizubehalten
und
ggf.
an
die erfolgte Neuab-
grenzung
der
prioritären
Gebiete
anzupassen,
z.B.durch
die Einbezíehung weiterer
Betriebe
und/oder
Standorte für Demonstrationen.
Die
Einrichtung
und
Leitung der
AK
solf durch
einen
Mitarbeiter
des LfULG
erfolgen. Dabei ist
sichezustellen,
dass der
AK-Leiter
nicht
gleichzeitig
Kontroll- und Vollzugsaufgaben
in
dem
priorítären
Gebiet
und insbesondere
nicht
gegenüber
den AK-Mitgliedsbetrieben
(AK-Betrieben)
wahr-
nímmt.
1.2
Zielsetzungen
ln den AK
sollen
geeignete
Maßnahmen
und neue
technologische
Lösungen zur Re-
duzíerung landwirtschaftlicher
Stoffeínträge
und damit zur Belastungsminderung
von
Gewässern unter Berücksichtigung
des Klimawandels
demonstriert,
erprobt, ange-
passt
und
in
den landwirtschaftlichen
Betrieben
umgesetzt werden.
I

image
image
2
1.2.1
Arbeitskreíse
I
bis
4
sowie
g
ln
den
Arbeitskreisen
I
bis 4
sowie 9
{siehe
Anlage 2) stellt die
Erhöhung der
Stick-
stoffeffizienz
zur Minderung
von Stickstoffeinträgen in
Gewässer
die Hauptzielstellung
und damit
den Arbeitsschwerpunkt
dar. Zusätzlich
sollen
erosionsgedingte
Phosphor-
und
Sedimenteintrãge von
potenziell
hoch
erosionsgefährdeten
Flächen vermindert
werden.
1.2.2
ArbeÌtskreise 5
bís
I sowie 10
ln
den
Arbeitskreísen
5 bis I sowie 10
(siehe
Anlage 2) ist aufgrund der
hohen
poten-
ziellen
Erosionsgefährdung
gleichrangig
mit
der Stickstoffeintragsminderung eine
Re-
duzierung erosionsgedingter Phosphor-
und Sedimenteinträgen in Oberflächenge-
wässer zu
erreichen.
1.3
1.3.1
Art
und
Umfang
der durchzuführenden Maßnahmen
Workshops, Ðemonstratíonen, Feldbegehungen
ln
jedem
AK
sind
jeweils
rnindestens
eine
Praxisdemonstration
einer erprobten
und
einer
innovativen Maßnahme
anzulegen und durch begleitende Untersuchungen
hin-
sichtlich Wirksamkeit
und
Praxistauglichkeit
zu bewerten-
ln
mindestens drei
Veran-
stallungen
(Workshops
/
Feldbegehungen)
pro
Jahr sind die
Ergebnisse und
Erfah-
rungen aus den
Praxisdemonstrationen
sowie
weitere
bewährte
und innovative
Maß-
nahmen in Theorie und Praxis zur
Umsetzung der
unter ll-
1.2
genannten
Zielstellun-
gen
zu vermitteln-
1.3.2
Transfer der Maßnahmen ín
AK8etriebe
Die
demonstrierten
Maßnahmen
und die dabeierzielten Ergebnisse und
Erfahrungen
sollen
in mindestens fünf Betriebe
je
AK
(Demonstrationsbetriebe)
überführt
werden.
Die Demonstrationsbetriebe
sÍnd während der
Erprobungs-/Einführungsphase mit
dem
Ziel
der Optimierung, Ausweitung und
dauerhaften
Beibehaltung der stoffein-
tragsmindernden Verfahren
fachlich
zu begleiten. Die dabei erzielten Ergebnisse
(ero-
sionsbedingte Stoffausträge, Herbst-Nitrat-Bodengehalte, N-Bilanzen,
Erträge
etc.)
sind
in künftigen
Workshops
zu vermitteln
und für die Evaluierung zu
nutzen.
1.3.3
Zíelvereinbarungen
Mit
den
AK-Betrieben
-
krinfrig
auch
mit weiteren
Landwirten in den
prioritären
Gebíe-
ten
-
sínd
schriftliche
Zielvereinbarungen zur Anwendung bestimmter
stoffaustrags-
mindernden Maßnahmen im
eigenen
Betrieb
anzustreben. Dazu
ist
in einem ersten
Schritt mit den fünf
Demonstrationsbetrieben
je
AK zu
beginnen
(siehe
,1. 1.3.2).
1.3.4
Erfassung der Wirksamkeìt
Es íst eíne
Bewertung
der Wirksamkeit der
demonstrierten und
in Praxisbetrieben
umgesetzten
Maßnahmen
vozunehmen. Dazu sind
vor
allem die
Ergebnisse der
Be-
gleituntersuchungen
zu
den Demonstrationen
(ll.
1.3.1)
und zu
den
Demonstrations-
betrieben
(ll.
1.3.2) auszuwerten. Darüber
hinaus sind die
flächenmäßigen Anwen-
dungsumfånge der
in
den AK-Betrieben
umgesetzten
Maßnahmen
zu erfassen
und
den
jeweiligen
Wasserkörpern mit
prioritärem
Handlungsbedarf zuzuordnen.
Um
die
Fortschritte
bei der Maßnahmenumsetzung
zu erfassen, sind diese
Erhebungen
min-
destens zu Beginn und zum Ende
des
zweiten und des dritten
Bewirtschaftungszeit-
raums nach
WRRL durchzuführen. Bei Ausweitung der Maßnahmenanwendung über
die AK-Betriebe hinaus,
sind die Erhebungen
in
den
prioritären
Gebieten
entspre-
chend auszudehnen.

image
image
3
1.3.5
1.4
Transfer
der Ergebnisse
und
Erfahrungen
aus den
AK
zu weiteren
Landwírten in
den
prioritären
Gebíeten
Durch
Fachinformationsveranstaltungen
(ll.
3), Rundschreiben
und über
das
lnternet
sollen
weitere
Landwirte
in
den
prioritären
Gebieten
gezielt
zur
Anwendung
stoffein-
tragsmindernder
Maßnahmen
gewonnen
werden.
Dazu
sollte
auch eine
gezielte
Kon-
taktaufnahme
mit
Betrieben,
denen aufgrund
ihrer
Größe,
Lage,
Betriebsstruktur
oder
Bewirtschaftung
eine besondere
Bedeutung
für
die
Verbesserung
der Gewässerbe-
schaffenheit
zukommt,
erfolgen.
E i n
b i nd u n
g
D ritte
r al s A n
b
i
eter vo
n Wi sse
n
stra
n
sferl
e i stu ng e n
Die Leitung
der AK
sowie
die
Moderatíon
und
Einladung
zu den Veranstaltungen
ob-
fiegt
dem
LruLG
(AK-Leiter).
Die übrigen
unter ll.
1.3
genannten
Maßnahmen
sollen
von
Anbietern
von Wissenstransferleistungen,
die aus Mitteln
der Wasserentnahme-
abgabe
(Kapitel
0903
Titel
547
gT
-
neu
ab 2A17:
Ttel
534 97)
finanziert werden
(im
Folgenden:,,Wissenstransfer-Anbietef'),
in Abstimmung
mit
dem AK-Leiter
durchge-
führt
werden.
Zu berücksichtígende
lnhalte
und Aspekte
Berücksichtigung
des Klimawandel
s
Zur
wirksamen
Minderung
landwirtschaftlicher
Stoffeínträge
bedarf
es
einer Anpas-
sung
der Bewirtschaftung
an
den Klimawandel (HiÞe-/Trockenperioden,
Starkregen
etc.). Beíder
Planung, Demonstration
und Vennittlung
der Maßnahmen
ist
dies zu
be-
rücksichtigen.
U
mfassender
An
satz
zur
M índeru ng
erosíonsbed
ingter
Stoffeinträge
Es ist
ein umfassender
Ansatz
zur Minderung
erosionsbedingter
Stoffeínträge
erfor-
derlich. Ergãnqend
zur
Optimierung
und Ausweitung
der
Anwendung
pflugloser
Ver-
fahren sind
weitere effektive
Maßnahme
mit
dem Ziel
der Etablierung
in landwirt-
schafrlichen
Betrieben
zu vermitteln,
wie
z- B-
praktikable
Maßnahmen
zur
erosions-
mindernden
Schlag- und Flurgestaltung
einschließlich
der
Begrunung von
besonders
erosionsgefährdeter
Abflussbahnen.
Hier
sollten
auch
die MöglichkeÍien
der
gezielten
Umsetzung
von
Greening-Maßnahmen genutzt
werden.
Maßnahmen
zur
Vermeidung
von PSM-Einträgen
PSM-Gebíete
ln
Einzugsgebieten
von
Oberflächenwasserkörpem,
die keinen
guten
chemischen
oder
ökologischen Zustand
nach
WRRL
auftveisen
und
die
erhöhte und
wiederholte
PSM-Einträge
aufrveisen
(ím
Folgenden
,,PSM-Gebiete"),
sind Maßnahmen
durchzu-
ftlhren.
Die PSM-Gebíete
sind
vom LfULG
festzulegen.
Da
diese Einzugsgebiete
nur
zum
Ïeil in
den
prioritären
Gebieten
nach
Anlage
2
liegen,
werden
die
Anforderungen
zur
Umsetzung
dieser Maßnahme
hier
gesondert
geregelt.
Zielsetzung
Die
Maßnahme
dient der Vermeídung
von
PSM-Einträgen
in
den
pSM-Gebieten.
Art
und Umfang
der durchzuführenden
Maßnahmen
Es
sind vier
Workshops
pro
Jahr zur
intensiven
Schulung
von
Anwendern von
Pflan-
zenschutzmitteln (Gerätefahrer)
in
PSM-Gebieten
mit
praktischen
Übungen
an
den
Pfl
anzensch
ulzgeräten
d
urchzufü h
ren.
1.5
1.5.1
1.5.2
2.
2.1
2.2
2.3

image
image
4
Dabei sind
neben
geeigneten
Maßnahmen
auch neue
technologische Lösungen
zur
Vermeidung
von PSM-Einträgen
zu
demonstríeren
und einzuüben. Das LfULG
lädt
zu
den Veranstaltungen
eín und
übernimmt die Leitung.
Die Schulungen sollen
von eí-
nem Wissenstransfer-Anbieter, in
Abstimmung
mit dem
LfULG
inhaltlich und organisa-
torísch
vorbereitet
und
durchgeführt
werden.
3.
DurchführungvonFachinformationsveranstaltungen(FIV)
3.1
Zielsetzungen:
Mít den Veranstaltungen
soll über die AK
hinaus eine verstärkte
Anwendung
stoffaus-
tragsmindernder
Bewirtschaftungsmaßnahmen
und
damít eine
Belastungsminderung
von Gewässern
eneicht werden,
3.2 DurchzuführendeVeranstaltungen
ZusäElich
zu den unter ll. 1-
und
2.
genannten
Maßnahmen sind
jährlich je
Förder-
und
Fachbildungszentrum (FBZ)
des LfULG
mindestens
zwei Veranstaltungen
(FlV
und/oder Feldbegehungen)
mit der o.
g.
Zielsetzung durchzuführen. Hier sollen
insbe-
sondere
die
beispielgebenden
Ergebnisse
und Erfahrungen
der
AK
(=>
Vorreiterfunk-
tion) einschließlich
der Gerätefahrerschulungen (ll.
2.) vermittelt werden. Die inhaltli-
che
Vorbereitung
und Durchführung
der Veranstaltung kann
von einem
Wissenstrans-
fer-Anbieter
übernommen
werden, sofern eine
gezíelte
EinÍadung
der Landwirte
aus
den
prioritären
Gebieten
zu den
Veranstaltungen
erfolgt.
Darüber hinaus
sind
díe
Themenbereiche
dieser Hinweise
in
bestehende Fachveran-
staltungen
wie
z- B- die Pflanzenbautagung,
den Getreidetag, die regionalen Grün-
landseminare,
die Veranstaltungen
zur konservierenden
BodenbearbeitunglDirektsaat
etc- einzubeziehen.
4.
Offentlîchkeitsarbeit
Zu den Themenbereichen
dieser Hinweise
ist
eine
angemessene
Öffentlichkeítsarbeít
durchzuffihren.
Dazu
gehören
Artikel in
Fachzeitschrifien
(2.
B. Bauernzeitung), eine
entsprechende Präsentation im lnternet
mit
entsprechender Verlinkung der Themen
sowie die
unter
ll. 1.3.5
genannten
Maßnahmen-
5.
Ausbildung
(Fachschulen,
Meísterkurse)
5.1
Fach
sch u I u nterri c ht
u
nd
Me
i
steruorbere itu ng
sku
rse
Die Themenbereiche
dieser Hinweise
sind in den Unterricht
an den
Fachschulen
so-
wie
in
die
Vorbereitungskurse
zur Meisterausbildung
einzubeziehen. An mindestens
drei Tagen
pro
Jahr sollen die Ergebnisse
und Erfahrungen aus
den
AK einschließlich
der Demonstrationen in den Fachschulen vermittelt
werden.
5.2
Arbe
itsprojekte,
Projektarbeiten,
Sch u ltage
Zu
den Themenbereichen
sind Arbeitsprojekte
(Meisterausbildung)
sowie
Projektar-
beiten
(Wirtschafter)
anzubieten. Dabei
sollten auch
spezielle
Fragestellungen
aus
den
AK aufgegriffen
werden. Die Ergebnisse
dieser
Arbeiten
sollten wiederum in den
AK und den
Schulungsveranstaltungen
und
ggf.
auch im
Rahmen
von Feldtage vor
Ort
vorgestellt
werden.
Vorgesehene
Feldtage
sollten als Schultage
genutzt
werden.
6.
Schulung von Multiplikatoren
Es
sind
regelmäßige
Schulungen von
Multiplikatoren wie den Fachschullehrern,
Pri-
vatberatern
und berufsständíschen Vertretern
sowie von
sächsíschen
Wasserversor-
gungsunternehmen
durchzuführen.

image
image
5
7.
Evaluation
7.1
7.2
E i n bez ieh
u ng
i n
mode I lg
e stützte
Wi
rku
n
g
sa
n
a
Iy
se n
Künftig
sind
stoffeintragsmindernde
Maßnahmen,
die in
prioritären
Gebíeten
demons-
triert
und in
Praxisbetrieben
umgesetzt
werden,
in
die
Wirkungsanalyse
der
Maßnah-
men
zur
Umsetzung
der WRRL
in Sachsen
einzubeziehen.
Díès
giltinsbesondere
für
die Berücksichtígung
in
modellgestützten
Wirkungsanalysen
eiñschließlich
Szena-
rioberechnungen
mít
STOFFBILANZ.
Vom
LfULG ist
dazu
ein
Konzept
zu erstellen
mít
Aussagen
zu
den
D.atenanforderungen,
den
Grundlagen
für
die
Datengewinnung,
den
Nutzungsmöglíchkeiten
bestehender
Datenquellen
(Aroeitskreise,
Dãuertestfläîhen,
FuE-Projekt
140313
etc.)
sowie
einer
genauen
Bestimmung
der
Zuständigkeíten
und
Schnittstellen
auf
den verschiedenen
Ebenen
der
Datenerhebung
und
iuswertung
bis hin zurzusammenfassenden
Datenbereítstelfung
für
die
Modell-
anwendung.
Einbezieh
ung
von Dauertestflâchen
(DTF)
und
Dauermonitoríngftächen
(DMF)
Zur Abs-chätzung
des Anwendungsumfanges
wichtíger
stoffeintragsmìnderñder
Be-
wirtschaftungsmaßnahmen
sind
bei
den Bewirtschafiern
von
DTF
und DMF
jährlich
folgende
Angaben
fúr
den
Gesamtbetrieb
zu
erheben:
r
bewirtschaftete
Gesamtackerfläche(ha)
r
umfang
des
Anbaus
von
Zwischenfrüchten
und
untersaaten (ha)
o
Umfang
konservierend
bestellter
Ackerfläche
einschließlich
Streifensaat (ha),
davon dauerhaft
konservierend
oder
dauerhaft
in Direktsaat
besteflt
(ha)
r
Umfang
der Anwendung
des
Verfahrens
der biomasseabhängigen
Ñ-Dingung
zu
Winterraps (ha)
Diese
Erhebung ist
vom
LfULG
ggf-
um die
Anwendungsumfänge
weiterer
Schwer-
punktmaßnahmen
zur
Stoffeintragsminderung
zu
ergänzen.
Es ist
zu
prtifen,
ob das
bestehende
Messnetz
an Dauertestflächen
(DTF)
in
den
N-
prioritären
Gebieten
nach Anlage
2
ausreichend
ist,
um künftig
für
dièse
éebiete
auf
der
Grundlage
von
Bewirtschaftungs-
und Bodenuntersuchungédaten
erforderliche
re-
präsentative
Aussagen
zu Trendentwícklungen
hinsíchtlich
Nãuswaschungspotenzial
und
N-Bilanzsaldo
und
daraus
abgeleiteten
N-Austrägen
-uho
N-
Síckerwasserkonzentrationen
bestimmen
zu
können.
Berichterstattung
Dem
SMUL
ist
jährlich
bis
zum
31.03.
ein
Bericht
über
die im
Vorjahr
durchgeführten
Maßnahmen
zur Wahrnehmung
der unter
l.
und ll.
genannten
Aúfgaben
vozulegen.
Der
Bericht
kann
dem
jährlichen
Beratungsbericht
des LfULG
alJAnhge
beigeiügt
werden.
8.

image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
image
Anlage
2
Arbeitskreise
in
prioritären
Gebieten
oest-sr
gw
æi "
!,
o¡s¡ ¡r
{{\
Brandenburg
Bearb€ltung:
LÍULG,
Ref€rðt 72,
pflânz€nbau
Fachdaten:
LfULG
Bearþeltungsstand
:
Dez, 2014
Geobaslsdaten:
@ 201 0, Staatsbetrieb
G€oÞasl€-
informstion
und
Vermegsung
$âchsen
(GêoSN)
Tschechische
Republ¡k
-
Fließgewåsser
|
ruitrat
und
phosphor
ìm
owK
-
-j:.
PhosÞhor
¡m
OWK
Nitrat
¡m
O\ /K
f
ruitrat im
cwK
keine
prioritäre
GWK
I b¡s
4 und
g:
Arbe¡tskro¡se
m¡t Schwerpünkt
NitEtaurtra gr
m inderung
5 bls I
und 10:
Arbeltskreise
mit
Schwerpunkten
Phosphat-
und
Nltratau8tregeminderung
ffiKilometer
o
510
20
30
40 50
þelr..s(4"r
Republik
Polen
Sachsen
Anhalt
Thür¡t1gen
EAY_SE-6
r
Bayenl
iJ
pÊ5N'$F
3.3
oesLNÉ2
r.11,
.
2-2
ç'
OESN-AP
-!
)'
!-1,
oÉsN_NE
1¡.
i
qËf,!.:M
\,æ6ñ-ÊL
r,0
'
clqtrêL