B 54
2000 – 2015
Effiziente Nährstoffverwertung
Prüfung von N-Düngerformen
Düngerformen und -mengen
1. Versuchsfrage:
In einem Dauerversuch wird die Wirkung stabilisierter und konventioneller N-Dünger bei optimalem und
reduziertem N-Düngungsniveau auf die Ertrags- und Qualitätsbildung, die N-Verwertung und die
Wirtschaftlichkeit in einer Fruchtfolge untersucht (WW – WG – Raps – WW + Zwfr. – Mais).
2. Prüffaktoren:
Versuchsorte Landkreis Prod.gebiet
Faktor A:
Düngerform
Stufe:
4
Faktor B:
N-Düngungsniveau
Stufe:
2
Pommritz
Spröda
Forchheim
Nossen
Bautzen
Nordsachsen
Erzgebirgskreis
Meißen
D
V
3. Versuchsanlage:
Blockanlage mit 4 Wiederholungen
4. Auswertbarkeit/Präzision:
Die Präzision der Versuche lässt eine Auswertung zu.
5. Versuchsergebnisse:
Forchheim (V8, sL, AZ: 33) 2000 – 2011
Spröda (D3, Sl, AZ: 30) 2000 – 2004
Gesamtpflanze
Gesamtpflanze
GE
N-Entzug
N-Bilanz-
saldo
N
min
n. Ernte
GE
N-Entzug N-Bilanz-
saldo
N
min
n. Ernte
PG
N-Form
N-Düngung
dt/ha
kg/ha
kg/ha
kg/ha
dt/ha
kg/ha
kg/ha
kg/ha
1
ohne
ohne
52,6
70
-70
32
40,0
61
-61
22
2
KAS
reduziert
79,9
133
-29
38
54,3
98
6
53
3
KAS
optimal
82,8
146
-18
46
56,4
113
18
52
4
HS
reduziert
79,8
132
-28
39
51,2
97
7
66
5
HS
optimal
84,6
145
-17
46
54,2
106
25
52
6
ASS/KAS
reduziert
80,8
130
-26
39
54,3
99
5
59
7
ASS/KAS
optimal
84,6
150
-21
43
54,7
103
27
53
8
ENTEC
reduziert
81,0
135
-30
37
52,4
99
5
57
9
ENTEC
optimal
84,7
150
-21
47
55,4
107
23
54
GD
5 %
1,4
2,3
2,1
3,8
Nossen (Lö4, L, AZ: 65) 2000 – 2011
Pommritz (Lö4, L, AZ: 69) 2000 – 2011
Gesamtpflanze
Gesamtpflanze
GE
N-Entzug
N-Bilanz-
saldo
N
min
n. Ernte
GE
N-Entzug N-Bilanz-
saldo
N
min
n. Ernte
PG
N-Form
N-Düngung
dt/ha
kg/ha
kg/ha
kg/ha
dt/ha
kg/ha
kg/ha
kg/ha
1
ohne
ohne
56,9
71
-71
33
83,1
93
-93
31
2
KAS
reduziert
95,4
155
-49
32
119,3
180
-74
38
3
KAS
optimal
98,2
174
-41
33
123,4
200
-67
46
4
HS
reduziert
92,5
144
-38
30
118,9
180
-74
37
5
HS
optimal
100,1
170
-36
31
121,0
190
-57
42
6
ASS/KAS
reduziert
93,4
151
-44
29
118,0
181
-75
39
7
ASS/KAS
optimal
97,7
168
-35
32
125,5
204
-71
45
8
ENTEC
reduziert
94,1
148
-42
29
118,4
174
-69
31
9
ENTEC
optimal
100,6
170
-36
33
122,3
194
-64
41
GD
5 %
1,7
2,6
1,4
2,2
6. Schlussfolgerungen/Handlungsbedarf:
Die geprüften N-Düngerformen zeigten im Mittel von 12 Versuchsjahren (Spröda 5 Jahre) leichte standort-
abhängige Wirkungsunterschiede.
Harnstoff wirkte auf dem anlehmigen Sand in Spröda und dem Lehm in Pommritz bei optimalem N-Auf-
wand im Vergleich zu KAS etwas schlechter, auf dem Verwitterungsboden in Forchheim dagegen
überraschend gut.
Der stabilisierte N-Dünger ENTEC, mit dem durch Zusammenfassen von N-Teilgaben eine Überfahrt
eingespart wurde, erwies sich vor allem in Nossen und Forchheim als leistungsstark.
Ein Vorteil des S-haltigen N-Düngers ASS ist bisher nicht zu erkennen.
Der reduzierte N-Aufwand ließ die Erträge und N-Entzüge leicht abfallen. Die N
min
-Gehalte nach der Ernte
nahmen mit steigendem N-Aufwand außer in Spröda leicht zu.
Die N-Bilanzsalden waren auf den ertragsstarken Standorten Pommritz, Nossen und Forchheim durchweg
negativ. Die Ergebnisse weisen vor allem für Pommritz auf ein hohes N-Nachlieferungspotenzial hin. Auf
dem ertragsschwächeren Standort Spröda übertraf die N-Düngung die entsprechenden N-Entzüge, was zu
höheren N
min
-Gehalten nach der Ernte im Boden führte.
Erst nach langjähriger Versuchsdauer sind eindeutige Effekte der geprüften N-Dünger zu erwarten.
Versuchsdurchführung: LfULG
Themenverantw.: Abt. 7 – Pflanzliche Erzeugung
Erntejahr
ArGr Feldversuche
Referat:
71 Pflanzenbau, Nachwachsende Rohstoffe
Ref. 76, Frau Trapp
Bearbeiter:
Herr Dr. habil. Albert
2000 – 2011