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Kultur und Interkulturalität
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Eine für alle Menschen
offene Bildungs- und Be-
gegnungsstätte mit einem
breiten Bildungs angebot,
die geprägt ist vom christ-
lichen Menschen- und
Weltbild und finanziell
unabhängig ist
Prima Klima
Seminarreihe‚ ökologische Weiterbildung für junge Erwachsene
1. Preis 2002
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Zielgruppen
Erwachsene
Jugendliche
Senioren
Familien
Teilnehmende aus Deutschland,
Polen und Tschechien
Projektziele
Sensibilisierung und Motivierung
junger Erwachsener für
den Klima- und Waldschutz
Förderung sprachlicher
und sozialer Kompetenzen
Aufbau eines deutsch-polnisch-
tschechischen Kooperations-
netzes mit weiteren Partner-
vereinen, Forstbetrieben und
anderen Firmen
Vermittlung von theoretischem
Wissen
Förderung der Medienkompetenz
(Internetrecherche)
Förderung regionaler Lernkultur
Einbeziehung einkommens-
schwacher junger Erwachsener
Kontakt
Internationales Begegnungszentrum
St. Marienthal
Öffentliche Stiftung
bürgerlichen Rechts
St. Marienthal 10
02899 Ostritz
Telefon 035823 77230
(Zentrale)
info@ibz-marienthal.de
www.ibz-marienthal.de

Projektbeschreibung
Prima Klima – Seminarreihe‚
Ökologische Weiterbildung für junge Erwachsene
Gemäß dem Motto »learning by doing« verläuft das Pro-
jekt »Prima Klima« stark handlungsorientiert und setzt
am eigenen Alltag der Teilnehmenden sowie an lokalen
und regionalen Praxisproblemen an. Zur Vorbereitung der
Semi nare führen die Teilnehmenden eine Internet-Recher-
che zum Zustand des Waldes in Deutschland, Polen und
Tschechien durch. Im Seminar erheben sie die Situation
vor Ort durch Interviews mit Bewohnern und Förstern.
Eine zentrale Aktivität besteht darin, dass sie Bäume
pflanzen und in diesem Handeln die Zusammenhänge
von Umweltschutz und eigener Person elementar be-
greifen. Durch »klimafreundliche Abendessen« erfahren
und erfassen sie außerdem die Wechselwirkungen von
individuellen Gewohnheiten, Nahrungsmittelproduktion
und Klimaschutz.
Das Seminar wurde seit 1997 ca. 20 Mal durchgeführt.
Ca. 500 junge Erwachsene haben bislang daran teilge-
nommen. Es wurden 34 ha Wald angepflanzt und in den
folgenden Jahren gepflegt – je etwa ein Drittel auf deut-
scher, polnischer und tschechischer Seite der Euroregion
Neiße. Auch künftig werden zwei »Prima-Klima-Seminare«
pro Jahr realisiert. Die Seminarreihe trägt zur Lösung
mehrerer Probleme bei, die auf ganz unterschiedlichen
Ebenen liegen.
Bildungskonzeption
Es werden unterschiedliche Bildungsbereiche miteinander
verbunden, und dies in einem deutsch-polnisch-tsche-
chischen Netzwerk von Bildungseinrichtungen, Forstbe-
trieben und anderen Unternehmen.
Inhalte
Es geht um zwei bedrängende Zukunftssorgen: um den
Klima- und den Waldschutz.
Finanzierung
Es wird eine neue Art der Finanzierung von Weiterbil-
dungsveranstaltungen verwirklicht, und zwar in folgender
Logik: Jedes Unternehmen, jede Stiftung etc. verbraucht
Energie (Strom, Wärme) und schädigt dadurch das Klima
und den Wald. Eine Kompensation des CO
2
–Ausstoßes
ist möglich durch die Aufforstung von Wald. Dies ge-
schieht im Rahmen der Seminarreihe »Prima Klima« zum
einen preisgünstig (Aufforstung in Polen und Tschechien
ist preiswerter als in Deutschland und bringt den gleichen
Klimaeffekt, knappes Geld wird also dort investiert, wo
es für das Gemeinwohl den größten Nutzen stiftet); zum
anderen wird die Völkerverständigung gefördert. Im Rah-
men dieses Finanzierungssystems erfolgte bisher für die
Seminare fast keine finanzielle Förderung durch die öf-
fentliche Hand (weniger als 5 Prozent der Gesamtkosten).
Didaktik und Methodik
Lernen geschieht im Handeln. Es setzt am eigenen Alltag
an sowie an lokalen und regionalen Praxisproblemen. Es
geschieht in engem Zusammenhang mit »individuellen,
soziologischen und ökologischen Er fahrungen in der ei-
genen Region«. Im Verlauf der Seminarreihe »Prima Klima«
entstand ein deutsch-polnisch-tschechisches Koopera-
tionsnetzwerk in Sachsen und auf der polnischen und
tschechischen Seite der Euroregion Neiße. Kooperations-
partner sind u. a. die Stiftung für Ökologie und Kultur
(Czarne), das Ökogut (Mirsk), die Gesellschaft Suchopyr
(Liberec), der Verein ökologisches Leben und Wirken in der
Euroregion Neiße e.V. (Görlitz), außerdem Forstbetriebe
und andere Firmen.
Beteiligt waren bzw. sind außerdem die Deutsche
Bundes stiftung Umwelt, die Stiftung Wald in Not sowie
die Sächsische Landessstiftung Natur und Umwelt.
Die Seminarreihe zeichnet sich aus durch die Verbindung
zwischen Alltag, Lebenssituation und Lernen sowie die
vielfältigen Übergänge zwischen dem Teilsystem »Bil-
dung« und anderen gesellschaftlichen Bereichen (Wirt-
schaft, Regionalentwicklung, Umweltpolitik usw.) – eben,
wie es das Motto ausdrückt: »Am Leben Lernen«.
Prima Klima
1. Preis 2002
Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis

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Naturwissenschaft und Ökologie
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Das Konzept für das
Modell projekt »GaraGe«
wird weiter ausgebaut und
den Erfordernissen poten-
zieller Nutzer angepasst.
Dabei gilt es verstärkt, die
einzelnen Angebote metho-
disch-didaktisch professio-
nell abzusichern, damit die
GaraGe im Wettbewerb
der Bildungseinrichtungen
bestehen kann und als
»Lernort« bundesweit
transferierbar wird.
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Institutionelle Nutzergruppen
Wirtschaftsunternehmen ver-
schiedener Branchen, Unter-
nehmen, die Nachwuchs suchen
Projektziele
Junge Menschen werden für die
Zusammenhänge zwischen Technik,
Naturwissenschaft und Wirtschaft
interessiert und sensibilisiert. Sie
können sich beruflich besser orien-
tieren und sich auf eine mögliche
Existenzgründung vorbereiten.
Langfristig strebt das Projekt an,
den Fachkräfte- und Unternehmens-
nachwuchs von morgen zu rekru-
tieren und das Konzept »GaraGe«
zum Exportartikel Leipzigs und
Sachsens zu entwickeln.
Kontakt
VDI – GaraGe gemeinnützige GmbH
(vormals: Technologiecentrum
für Jugendliche gGmbH GaraGe)
Karl-Heine-Straße 97
04229 Leipzig
Telefon 0341 870860
kontakt@g-a-r-a-g-e.biz
www.g-a-r-a-g-e.biz
Der neue Lernort
Technologiecentrum für Jugendliche mit Lehrangeboten,
Beratung etc. zur Vermittlung zwischen Schule und Wirtschaft
3. Preis 2003
Technologiecentrum
für Jugendliche gGmbH GaraGe

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Erstes Technologiecentrum für Kinder
und Jugendliche in Sachsen
Das Technologiecentrum bietet mit seinen über 80 Lehr-
angeboten/-programmen für schulische und außerschu-
l
ische Beschäftigung mit Technik, Naturwissenschaft und
Wirtschaft, seiner Praktikumsbörse, der Beratung und
Betreuung von Schülerunternehmen usw. ein fächerüber-
greifendes Lehr- und Ausbildungsangebot für Kinder und
Jugendliche, Lehrer und Eltern sowie Multiplikatoren.
Vermittlung zwischen Schule und Wirtschaft
Die GaraGe ist ein Kompetenzzentrum für die Themen
Jugend und Technik
sowie Jugend und Wirtschaft. Die Ein-
maligkeit des Konzeptes besteht in seiner Vermittlung
zwischen Schule und Wirtschaft. Die so entstehende Dy-
namik von Partnern und Ressourcen garantiert die Qua-
lität der Angebote auf hohem professionellem Niveau.
Die GaraGe versteht sich auch als Kommunikationszen-
trum zwischen den genannten Zielgruppen, um Leistungs-
anforderungen und Leistungsfähigkeiten zu definieren.
Die Mitarbeiter der GaraGe verfügen über das Know-How
und die Erfahrungen, alle Beteiligten für diesen Dialog
zu aktivieren, ihn zu organisieren und letztlich ergebnis-
orientiert zu steuern.
Die Weiterentwicklung des Projekts
Im Jahr 2002 besuchten insgesamt 58.000 Kinder und
Jugendliche das Technologiecentrum.
Die Tatsache, dass
die GaraGe als Non-Profit-Unternehmen bereits jetzt in
ein komplexes Marktsystem eingebunden ist, das sich
durch einen hohen Vernetzungsgrad auszeichnet, bewirkt
außerdem eine stetige Ausdehnung des nationalen Ein-
zugsbereiches. Besucherklassen aus den westlichen Bun-
des ländern sind keine Ausnahme mehr, gegenwärtig wird
der Transfer des Konzeptes in einige andere deutsche
Städte vorbereitet. Hier wird die GaraGe als Service den
Transfer sowie die Beratung und Betreuung der zukünf-
tigen Partner anbieten.
Der neue Lernort
3. Preis 2003
VDI – GaraGe gemeinnützige GmbH

image
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Studierende
Mitarbeiter und Führungskräfte
aus Unternehmen und öffent-
lichen Einrichtungen
Jugendliche
Erwachsene und Ältere
Projektziele
Beitrag zum generationenüber-
greifenden lebenslangen Lernen
und zur gezielten beruflichen
Weiterbildung von Multiplikato-
ren der Nachwuchsentwicklung
Kinder und Jugendliche erleben
Technik und Naturwissenschaften
auf neue, anregende Weise und
entwickeln Neugier, Engagement
und Interesse für technische
und naturwissenschaftliche
Aufgabenstellungen sowie
innovatives und unternehmeri-
sches Denken und Handeln
Kontakt
Technische Universität Chemnitz
Institut für Pädagogik und Philo-
sophie (Professur Erwachsenen-
bildung und Weiterbildung)
Reichenhainer Straße 41
09126 Chemnitz
Telefon 0371 5314532
jana.voigt@phil.tu-chemnitz.de
www.tu-chemnitz.de/phil/ipp/ebwb
Unsere Vision
Bildung steht künftig als
gesamtgesellschaftliche
Aufgabe im Vordergrund.
Angebote muss es auch
dort geben, wo sich
Bildung im rein marktwirt-
schaftlichen Sinne kurz-
fristig »nicht rechnet«.
Unser langfristiges Ziel ist
der Aufbau eines Kreativi-
tätszentrums in der Region
Südwestsachsen.
Heurekia! Forum für
Kreativität und Technik
Technik und Naturwissenschaften einmal ganz anders präsentieren
Preisträger 2004
Technische
Universität Chemnitz, Institut für allgemeine, berufliche und mediale
Bildung, Professur Erwachsenenbildung und betriebliche Weiterbildung
Medien und Technik

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Heurekia! Forum für Kreativität und Technik
Preisträger 2004
Technische Universität Chemnitz, Institut für allgemeine, berufliche und mediale Bildung
Forum für Kreativität und Technik
Vor dem Hintergrund des raschen technischen Wandels,
der fortwährenden Änderung gesellschaftlicher und wirt-
schaftlicher Strukturen sowie der Bevölkerungs- und
Fachkräfteentwicklung entstand das sachsen- und bun-
desweit einmalige »Heurekia! Forum für Kreativität und
Technik«. Es fand vom 8. bis zum 22. November 2003 im
Industriemuseum Chemnitz statt und wurde von der da-
maligen Professur Erwachsenenbildung und betriebliche
Weiterbildung der Technischen Universität Chemnitz aus-
gerichtet.
Interaktive Weiterbildungsangebote
Durch Experimente, Tests und Simulationen wurde in vier
Themenbereichen ein handlungsorientiertes und inter-
aktives Lernen angeregt, das Erleben und Entdecken,
Lernen und Verstehen, Erfahren und Erkennen, Experi-
mentieren und Forschen in den Vordergrund stellte. Im
Bereich Wahrnehmung standen interaktive Weiterbil-
dungsmöglichkeiten zur Verfügung, die die Sinne Sehen
und Hören, aber auch Riechen und Tasten ansprachen.
Im Rahmen des Bereiches Naturwissenschaften wurden
Experimente der Mathematik und der Physik durchge-
führt. Im Bereich Technik/Wirtschaft sollte der kreative,
erfinderische und unternehmerische Schaffensprozess
von der Idee bis zur Markteinführung anhand regionaler
Beispiele vermittelt werden. Im Heurekia!-Erfinderkabinett
standen Erfindergeist und logisches Denken im Mittel-
punkt.
Ganzheitliches Konzept
Zusätzliche Lernmöglichkeiten im Rahmen des Projektes,
das unterschiedliche Organisationsformen und didakti-
sche Ansätze miteinander verband, waren Technikwork-
shops, Fortbildungsangebote für Lehrende, Fachtagungen
und Diskussionsrunden. Auch künstlerische Abendver-
anstaltungen wie z. B. Lesungen und Vorträge, Filmabende,
eine Tanzperformance-Show oder eine Finissage trugen
auf spezifische Weise zur Kreativitätsentwicklung bei und
rundeten das Forum ab.
Resonanz
Das vierzehntägige interaktive »Heurekia!-Forum« wur-
de von über 3500 Gästen besucht. Die täglichen Besu-
cherzahlen lagen zwischen 150 und 450. 18 Mittelschulen
und Gymnasien des Regionalschulamtsbereiches Chem-
nitz suchten die interaktive Ausstellung mit insgesamt
1053 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis
10 auf.

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Naturwissenschaft und Ökologie
Beruf und Arbeitswelt
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Projektziele
flexible Fachkräfte für die Wirt-
schaft in den verschiedenen
Be reichen der Biotechnologie
zur Verfügung stellen, die in
der Lage sein sollten, englisch-
sprachige Fachliteratur zu
bewältigen oder in Unternehmen
zu arbeiten, in denen Englisch
Unternehmenssprache ist
Teilnehmern mit unterschied-
lichsten Vorkenntnissen den
Einstieg in die Branche der
Biotechnologie ermöglichen
Zielgruppen
kleine und mittelständische
Unternehmen
Fachkräfte
Arbeitssuchende
Berufsfachschulabsolventinnen
und -absolventen
Realschülerinnen und -schüler
Abiturientinnen und Abiturienten
Jugendliche an der Schwelle
zur Arbeitswelt
Kontakt
Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH
Reichenbacher Straße 39
08485 Lengenfeld
Telefon 037606 39-0
info@pscherer-online.de
www.pscherer-online.de
Unsere Vision
Als Bildungsinstitut ver-
stehen wir uns als regio-
naler Moderator, der die
Fäden zwischen den Part-
nern, die an verschiedenen
Bildungs-, Beratungs- und
Entwicklungsprozessen
beteiligt sind, in effektiver
und konstruktiver Weise
verknüpft.
Fachkraft für Biotechnologie
Weiterbildung mit englischsprachiger Ausrichtung
3. Preis 2005
Bildungsinstitut
PSCHERER gGmbH

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Besonderer Wert wurde auf labortechnische Grundfer-
tigkeiten in folgenden Einzelpraktika gelegt: Methoden-
praktikum Chemie, Zytologisches Praktikum, Zell- und
Gewebekultur-Praktikum, Biotechnologisches Praktikum,
Biochemiepraktikum.
Der 2. Durchgang konnte bereits 2002 beginnen. Im
gleichen Jahr wurde das Projekt »Fach kraft für Biotech-
nologie« im Rahmen des europäischen Forschungspro-
jekts »Local actions for employment« (Ge neraldirektion
der EU-Kommission – Beschäftigung und lokale Entwick-
lung) als »European best practice« – Beispiel benannt
und im Mai 2003 in Maastricht auf dem »International
meeting exchange ideas, experiences and instruments«
vorgestellt.
Orientierung auf das Auslandspraktikum
in Großbritannien
Ausgerüstet mit dem »Europass Berufsbildung«, den Zer-
tifikaten der Universitäten Cambridge und Leicester,
den
Bescheinigungen der deutschen Praktikumbetriebe so-
wie den Zeugnissen der Ausbildung im Bildungsinstitut
PSCHERER gGmbH konnten die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer des Jahrgangs 2002/03 Arbeitsplätze in renom-
mierten Firmen und Ins tituten akquirieren. Keiner der
Teil nehmerinnen und Teilnehmer dieses Jahrgangs wur-
de aus der Maßnahme in die Arbeitslosigkeit entlassen.
Der dritte Durchgang der »Fachkraft für Biotechnologie«
begann mit 16 Teilnehmern am 1. September 2004. Dazu
war der Lehrplan weiterentwickelt worden.
Unter Beach tung der Erfordernisse der BIOTEC-Unter-
nehmen wurde der Laborausbildungsteil um mehrere
Praktika erweitert. Auch das Sprachmodul Englisch wurde
noch konsequenter auf biotechnologisches Laboreng-
lisch ausgerichtet, was sich auch in Deutschland be währ-
te, wo Englisch in einigen Unternehmen die Ar beits-
sprache ist.
Sieben mal wurde das EU-Projekt bisher durchgeführt.
Insgesamt 90 junge Menschen konnten mit der Ausbil-
dung Fachkraft für Biotechnologie ihre Chancen und Ein-
satzmöglichkeiten am Arbeitsmarkt deutlich erhöhen.
Gefördert wurden die Maßnahmen durch den europäi-
schen Sozialfonds und den Freistaat Sachsen.
Ausbildung zur Fachkraft für Biotechnologie
Seit 1991 führt das Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH
(Lengenfeld/Vogtland)
an seiner staatlich anerkannten
Berufsfachschule laborbezogene Ausbildungen mit
staatlichem Abschluss durch. In Erwartung des Ausbaus
der Biotechnologie in Sachsen begannen ab 1997 die Vor-
bereitungen zur Aufnahme einer diesbezüglichen Erst-
ausbildung. So startete im Jahre 1999 die Ausbildung
von »Technischen Assistenten/Assistentinnen für chemi-
sche und biologische Laboratorien« an der Berufsfach-
schule für Technik Lengenfeld. Im Jahr 2000 wurde im
Rahmen des Vogtländischen Energie- und Umweltpar-
kes Lengenfeld ein neues chemisch-biologisches Labo-
ratorium in Betrieb genommen. Ausgehend von der Er-
kenntnis, dass die Inhalte der zweijährigen Ausbildung
zum Beruf »Technische/r Assistent/in für chemische und
biologische Laboratorien« in Bezug auf die Anforderungen
der Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen
der Biotechnologie-Sparte noch ausbaubar ist, entwi-
ckelte das Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH in Ab-
stimmung mit Unternehmen der Region im selben Jahr
die Weiterbildungsmaßnahme »Fachkraft für Biotech-
nologie«.
In Sachsen zum ersten Mal »Fachkräfte für
Biotechnologie« ausgebildet
Den Teilnehmern, die aus ganz Sachsen kamen, wurde
eine moderne Ausbildung zuteil, die einen Theorie- und
einen Laborteil umfasst und in den Betriebspraktika in
Sachsen sowie besonders in England ihren Höhepunkt
hatte.
Der Qualifizierung lag ein Stoffverteilungsplan mit fol-
genden inhaltlichen Schwerpunkten zugrunde: Grund-
lagen der Biotechnologie, Biochemie, Molekularbiologie
und Molekulargenetik, angewandte Biotechnologie, Bio-
ethik, Information und Kommunikation, Rechtskunde
und Biotechnologie, Europäische Union, Qualitäts- und
Umweltmanagement, Laborpraktische Ausbildung in fünf
thematischen Praktika, zwei 6-wöchige Betriebspraktika
in Deutschland und England, Englisch in Umgangssprache
und Labor.
Fachkraft für Biotechnologie
3. Preis 2005
Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH

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Kultur und Interkulturalität
Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder und Jugendliche
Behinderte
Frauen
Senioren
Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren
Projektziele
durch ehrenamtliches Engage-
ment eine denkmalgeschützte
Häuserzeile – die 500 Jahre
alten Weberhäuser – in ihrer
originären Form erhalten und
zu einem innovativen Kunst-
und Kommunikationszentrum
weiterentwickeln
in den historischen Häusern
Werkstätten einrichten, in denen
Kinder und Jugendliche zum
selbstständigen Handeln ange-
leitet werden
Kontakt
UNIKAT e.V. in den Weberhäusern
Bleichstraße 9–15
08523 Plauen
Telefon 03741 300931
plauenerhexe@gmx.de
www.weberhäuser.de
Unsere Vision
Gesamtgesellschaftliches
Engagement für die Ent-
wicklung von Kindern
und Jugendlichen, kosten-
freie Bildungsangebote
und Zugang zu Kunst und
Kultur, finanzierte Einbin-
dung in Ganztagsschul-
angebote, dauerhafte
Finanzierung von Arbeits-
Werkstätten in den Weberhäusern
als Ort des Lernens für Kinder und Jugendliche
3. Preis 2007
UNIKAT
e.V.
ange boten für Kinder und
Jugendliche, Chancen-
gleichheit für alle Heran-
wachsenden.
Unser Traum: Aufbau der
alten Walkmühle zur Erzeu-
gung regenerativer Energie
(Selbstversorgung) und
Wiederaufbau des abge-
brannten Hauses Nr. 17

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Werkstätten in den Weberhäusern
3. Preis 2007
UNIKAT e.V.
Ein originäres Plauener Wohnquartier erhalten
Das im Jahr 2000 initiierte Projekt vermittelt auf unkon-
ventionelle Art ideelle Werte,
ökologisches Denken und
Wissen zur historischen Entwicklung der Stadt Plauen.
Durch ehrenamtliches Engagement, das im Rahmen des
Projektes Selbstverantwortung vor staatliches Handeln
stellt, konnten wir die 500 Jahre alten Weberhäuser in
ihrer ursprünglichen Form erhalten. Die historische Häu-
ser zeile ist keine künstlich aufgebaute Welt, wie sie bis-
weilen in Museumsdörfern geboten wird. Sie vermittelt
eine Authentizität, die Kinder und Jugendliche in beson-
derer Weise anspricht. In den Häusern richtete der Ver-
ein Unikat e.V. traditionelle Werkstätten ein, in denen
vorwiegend junge Menschen zu kreativem und selbst-
ständigem Handeln angeleitet werden.
Historischen Kontext absichtsvoll
in die Lernumwelt einbeziehen
Im Einzelnen betreibt der Verein ein Museum, eine Töpfer-
werkstatt, eine Holzwerkstatt, eine Filzwerkstatt und eine
Schneiderwerkstatt. Mit dem Projekt wird die denk
mal-
geschützte Bausubstanz eines originären Wohnquartiers
erhalten und eine innovative ökologische Lebensform
demonstriert. Es entsteht ein Kunst- und Kommunika-
tionszentrum, in dem Kinder, Jugendliche, aber auch Be-
hinderte, Frauen sowie Seniorinnen und Senioren Lern-
und Freizeitange bote erhalten, die von Schulen und
anderen Einrichtungen nicht geboten werden. Den Kin-
dern wird ganz bewusst das »Begreifen« mit den Hän-
den und Entfalten eigener Phantasie und Kreativität
vermittelt, um ihr handwerkliches Können auszubilden.
Alle angebotenen Werkstätten schulen daher die Grob-
und Feinmotorik und die Koordination zwischen Hirn
und Hand. Das Gefühl für Mate rialien und deren unter-
schiedliche Oberflächenstrukturen wird trainiert und für
Naturressourcen sensibilisiert. Im Rahmen ihrer »Arbeit«
gewinnen die Kinder Einblick in Organisation und Pla-
nung, entwickeln ein Bewusstsein und eine Verantwor-
tung für historische Lebenswelten und werden zu selbst-
ständigem und unternehmerischem Denken und Handeln
angeregt.
Finanzielle Unterstützung von der Stadt Plauen,
dem Kulturraum Vogtland,
dem Vogtlandkreis,
der Gemeinde Jößnitz und vielen Sponsoren
Die Realisierung unseres Projekts zeigt, dass nicht nur
detailliert durchgeplante und durchfinanzierte Ideen zum
Erfolg führen. Auch mit ehrenamtlichem Engagement,
Ideenreichtum, Beharrlichkeit, Überzeugungskraft und
Unterstützung – vor allem durch die Stadt – kommt man
zum Ziel. Die Arbeitsangebote der Werkstätten inspirieren
zu selbstständigem Handeln, unabhängig von Verwal-
tungs- oder staatlichen Strukturen. In dieser Hinsicht
unterscheidet sich das Projekt deutlich von Angeboten
staatlicher Einrichtungen und fördert in besonderer Wei-
se Selbstdisziplin und Selbstverantwortung von Kindern
und Jugendlichen.
Weiterentwicklung des Projekts
Die Besucherzahlen konnten auf ca. 3.000 Jugendliche
und Kinder gesteigert werden. Projekte wie »Waschtag
zu
Omas Zeiten«, »Hexenfest« u. ä. erfreuen sich zunehmen-
der Beliebtheit.
Des Weiteren konnte ein neues Museum, die Werkstatt
des »Holzpantoffelmaa's« Max Reinhardt, nachgestaltet
werden. Geplant ist außerdem der Ausbau der Dächer
und eventuell der Anbau eines neuen Hauses.

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Naturwissenschaft und Ökologie
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Zielgruppen
Kinder- und Jugendliche,
die Probleme in den mathema-
tisch-naturwissenschaftlichen
Schulfächern haben,
nicht über effektive Lernstrate-
gien verfügen oder
Defizite in den Bereichen
Aufmerksamkeit/Konzentration
und Lernmotivation auf weisen.
Projektziel
Das Hauptziel des Projekts besteht
in der Förderung dieser Jugend-
lichen durch die Entwicklung ihrer
individuellen Lern- und Leistungs-
potenziale im mathematisch-
naturwissenschaftlichen Bereich.
Übergreifend geht es um die
Erweiterung der Sach-, Selbst-
und Sozialkompetenz sowie die
Verbesserung der Lernmotivation.
Kontakt
Billardakademie Leipzig e.V. (BAL e.V.)
Naturwissenschaftliches
Begabten- und Förderzentrum
Nonnenstraße 19
04229 Leipzig
Telefon 0341 6044565
h.hagelgans@ba-leipzig.org
www.ba-leipzig.org
Unsere Vision
Wir wünschen uns, dass
Lernende ganzheitlich und
stärkenorientiert indivi -
duell wahrgenommen und
ge fördert
werden.
Im mathematisch-natur-
wissenschaftlichen Bereich
sollen verständnis- und
handlungsorientierte
Lernprozesse initiiert
werden, die mit Spaß und
Spiel verbunden sind.
»Billardakademie«
Förderung individueller Lern- und Leistungspotenziale im
mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld
1. Preis 2009
Billardakademie
Leipzig e.V.

Projektbeschreibung
Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Sächsisches Bildungsinstitut | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon 0351 8324-397
info@sbi.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
»Billardakademie«
1. Preis 2009
Billardakademie Leipzig e.V.
Faszination Billard-Sport
Innovativer Grundansatz ist die Nutzung der zahlreichen
Potenzen
des Billards für die Verbesserung schulischer
Leistungen – vor allem in den Fächern Physik, Mathe-
matik, Biologie, Deutsch und Englisch. Der Billard-Sport
ist besonders geeignet, motorische und koordinative Fäh-
igkeiten zu fördern sowie Aufmerksamkeit, Konzentration
und Wahrnehmung zu schulen. Einerseits können Jugend-
liche mit besonderen Begabungen gefördert, anderer-
seits Hilfen für die Förderung bei Lernstörungen ange-
boten werden. Das Projekt wurde für den Altersrahmen
vom Kindergarten bis zum Ende der gymnasialen Ober-
stufe konzipiert.
Vielfältige Ansätze
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Kursen der
Billardakademie beschäftigen sich auf unterschiedlichste
Weise
mit dem Thema Billard: ganz praktisch beim Spie-
len, experimentell bei Untersuchungen des Verhaltens
der Billardkugel in verschiedenen Situationen. Es werden
Stellungen und Diagramme gezeichnet, Winkel gemessen
und berechnet, es wird protokolliert und recherchiert.
Lernmethodik und Teamarbeit werden geübt und – im-
mer im Zusam men hang mit dem Thema Billard – Kennt-
nisse zu unterschiedlichsten Sachgebieten erworben.
Ablauf und Organisationsformen
Zu Beginn eines Projektkurses werden die Ziele benannt
und die Vorgehensweise
mit den Jugendlichen diskutiert
und festgesetzt. Darin eingeschlossen ist auch eine Po-
tenzialanalyse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die-
se entwickeln neben einer generellen Zielsetzung und
Zeitplanung individuelle Ziele und einen Zeitplan. Der
gesamte Lernprozess wird in einem Lerntagebuch doku-
mentiert. Ein Betreuer ist jeweils für bis zu zehn Teil-
nehmer zuständig. Bei Förder- und Integrationsschüle-
rinnen und- schülern betreut eine Lehrkraft sechs
Teilnehmer.
In einem Rahmenthemenplan sind die einzelnen Lern-
bereiche festgelegt. Die zu vermittelnden Inhalte beziehen
sich auf eine Fülle von Problemen – von Bewegungen
beim Billard über stochastische Betrachtungen bis zum
Billard in Literatur, Film und bildender Kunst. Es gibt Fe-
rienakademien, die in den sächsischen Schulferien als in
sich abgeschlossene Veranstaltungen angeboten werden.
An mehreren Wochenenden im Jahr finden Wochenend-
akademien statt. In den Schulwochen werden nachmit-
tags kumulative Akademien mit Kurscharakter angeboten.
Darüber hinaus steht die Billardakademie den Kindern
und Jugendlichen wochentags an allen Nachmittagen
zur individuellen Weiterarbeit offen.
Förderer und Sponsoren
Das Projekt wurden zu 95 % mit Mitteln des Europäi-
schen Sozialfonds gefördert. Zusätzlich erhielt der ge-
mein nützige
Trägerverein eine Förderung von der Robert
Bosch Stiftung und von der Sparkasse Leipzig. Micro soft
übergab eine Softwarespende.

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Naturwissenschaft und Ökologie
Kultur und Interkulturalität
Herausgeber:
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1, 01097 Dresden
Redaktion:
Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB),
Standort Radebeul
Dresdner Straße 78 c, 01445 Radebeul
Redaktionsschluss:
12/2017
Auflagenhöhe:
1.000
Gestaltung:
Ö GRAFIK agentur für marketing und design
Druck:
reprogress GmbH
Veröffentlichung:
Diese Ausschreibung wird auch
im Ministerialblatt veröffentlicht.
Das Informationsblatt steht unter
www.weiterbildung.sachsen.de/innovationspreis
zum Download bereit.
Verteilerhinweis:
Diese Informationsschrift wird von der Sächsischen
Staatsregierung im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen
Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit
herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch
von deren Kandidaten oder Helfern im Zeit raum
von sechs Monaten vor einer Wahl zum Zwecke der
Wahlwerbung verwendet werden.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»Kunststoffschmiede«
Entwicklungslabor und offene Werkstatt
für nachbarschaftliches Plastikrecycling
1. Preis 2018
Konglomerat e.V. Dresden
Unsere Vision
Mittels Methoden der of-
fenen Werkstatt erlangen
Nachbarn und Nachbarinnen
Praxisbewusstsein für Recy-
cling, Prozessenergie und
lokale Kreislaufwirtschaft.
Das Ziel: Nachhaltiger Um-
gang mit Ressourcen, speziell
Kunststoff. Gearbeitet wird
dabei aus der Sicht der Kon-
sumenten, der Entsorger und
der Produzenten – in Perso-
nalunion verkörpert durch
die Bürger/-innen selbst.
Zielgruppen
Das Projekt richtet sich sowohl an
Verbraucher als auch Hersteller von
Kunststoffprodukten. Ziel der prakti-
schen Arbeit mit Plastik ist es, jedem
Bürger/jeder Bürgerin aufzuzeigen,
welche Handlungsmöglichkeiten
zum bewussten Umgang mit Plastik
für den Einzelnen im Alltag bestehen,
sowie darüber hinaus Ideengeber für
innovative Recyclingansätze für die
Industrie zu sein.
Projektziele
Bewusstsein für Plastik als wer-
tigen und vielfältigen Rohstoff
wecken
lokale Recycling-Kreisläufe
schaffen
innovative und nützliche
Recycling-Produkte mit der und
für die Nachbarschaft herstellen
Recycling-Werkstatt als Teil der
Nachbarschaft etablieren
das Erkennen der Selbstwirksam-
keit im Umgang mit der Umwelt
anregen und fördern
Kontakt
Konglomerat e.V.
Herr Matthias Röder
Jagdweg 1 – 3
01159 Dresden
Mobil +49 172 1407156
kuss@konglomerat.org
www.konglo.org/kuss

Kontakt | Antragsberatung | Informationen
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
kontakt@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung
Plastikrecycling als Manufaktur!
Die Kunststoffschmiede ist Entwicklungslabor und offene
Werkstatt für lokales Plastikrecycling. Jeder kann hier den
eigenen Plastikmüll wieder in einen Rohstoff zurückver-
wandeln und unmittelbar zu neuen Dingen weiterverar-
beiten. Schon die inspirierende Werkstattumgebung ist ein
Erlebnis für sich: Die vielen Kisten voller bunter Plastiksor-
ten und einfach zu verstehende Selbstbaumaschinen regen
die Entdeckerfreude und den Schöpfergeist in uns an.
#Recycling #Sammeln #Schreddern #DIT
Im Handumdrehen lässt sich in verschiedenen Bereichen
aktiv und kreativ werden. Angefangen bei der Rohstoff-
gewinnung und -verarbeitung über die Produktgestaltung
und -entwicklung bis hin zum Formen- und Maschinen-
bau hält der gesamte Recyclingprozess für jedes Interes-
sengebiet entsprechende Möglichkeiten zum Mitmachen
bereit. Die handwerkliche Arbeit mit Plastikabfällen als
Ausgangsmaterial macht Spaß und beinhaltet gleicher-
maßen eine direkte Auseinandersetzung mit den Poten-
tialen von Kunststoffen wie auch den Risiken für Umwelt
und Klima. Die Teilnehmenden bekommen Einblicke in
gemeinhin unbekannte Produktions- sowie Entsorgungs-
prozesse von Kunststoffen und erkennen, dass Kunst-
stoffmüll nicht nur ein lästiges Problem, sondern auch ein
nützlicher Werkstoff sein kann. En passant werden die nö-
tigen Fähigkeiten vermittelt, die es dem Einzelnen erlau-
ben, selbstbewusst mit dem Plastikproblem umzugehen.
Es werden Erfahrungen gesammelt, die dazu ermutigen,
sich selbst wieder als Teil der Lösung zu verstehen und Zu-
kunft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aktiv und
eigenverantwortlich mitzugestalten.
#Umwelt #Precious-Plastic/kostbares Plastik #Lernen
Die Wirkungslogik des Projektes basiert auf dem Ansatz,
dass sich die Recyclingwerkstatt nicht nur als Produkti-
onsort nutzen lässt, sondern auch als Erfahrungsraum für
eine Praxis nachhaltiger Entwicklung fungieren kann. Sie
bietet die perfekte Umgebung, um lokale Antworten auf
globale Fragen zur nachhaltigen Verwendung von Kunst-
stoffen zu entwickeln und in der Nachbarschaft auszu-
probieren. Die involvierten Personen erfahren dabei, dass
sie ihre Welt erfolgreich verändern können und gewinnen
Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.
Lernen passiert in der Werkstatt durch Versuch und Irrtum.
Hier lässt sich mit Plastik experimentieren und gleichzei-
tig kritisch über den Arbeitsprozess nachdenken. Diese
besondere Eigenschaft des Handwerks etabliert einen Ge-
brauchszusammenhang für abstraktes Wissen, wodurch
es erst im Alltag wirksam wird. In dieser Weise schlägt die
Kunststoffschmiede eine Brücke über die vielfach beklag-
te Kluft zwischen Wissen und Handeln im Umwelt- und
Klimaschutz.
#Selbermachen #Nachbarschaft
Seit 2015 werden am Standort Rosenwerk immer mehr
Werkbereiche unter einem Dach vereint: Vom hochtech-
nologischen FabLab mit digitalen Produktionsmethoden
wie 3D-Drucker und Laser-Cutter über die Näh-, Druck-,
Elektronik-, Holz- bis hin zur Fahrrad- und Metallwerkstatt
stellt der Verein eine offene Infrastruktur zur Verfügung.
Im gemeinsamen Selbermachen ist großes Potential, um
die Geschicke der Welt in die eigenen Hände zu nehmen,
wichtige Impulse für zukünftige Entwicklungen zu setzen
und voneinander – miteinander zu lernen. Von dieser In-
tention angetrieben, fördern wir auf vielfältige Weise eine
›Kultur der Marke Eigenbau‹.