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Medien und Technik
»grillMOOC - Ernährungsbildung online«
Vier Themenwochen zum Grillen – online und
live an den beteiligten Volkshochschulen
1. Preis 2020
Volkshochschule Leipzig
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Unsere Vision ist, möglichst
viele Menschen mit den Mög-
lichkeiten digitaler Bildung
vertraut zu machen und
damit erweiterte Möglich-
keiten zur Teilhabe an
Bildung zu schaffen.
Zielgruppen
- Menschen die bisher wenig
digitale Lernangebote
genutzt haben
- Frauen, die sich bisher nicht
für das (männerdominierte)
Thema Grillen interessieren
- Männer die sich bisher nicht
für die Lernangebote der
vhs interessieren (vhs-Kurse
werden zu 75% von Frauen
besucht)
Projektziele
- Förderung der
digitalen Bildung
- Bekanntmachung der
Lernplattform „vhs.cloud“
- Förderung der
gesunden Ernährung
Kontakt
Volkshochschule Leipzig
Löhrstr. 3 – 7
04105 Leipzig
Frau Heike Richter
(Leiterin)
Herr Peter Kabitzsch
(Pädagogischer Mitarbeiter)
0341 / 123 6069
vhs@leipzig.de
www.vhs-leipzig.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»

»grillMOOC - Ernährungsbildung online«
1. Preis 2020
Volkshochschule Leipzig
Die Volkshochschule Leipzig verfolgt das Ziel, Menschen
mit den Möglichkeiten digitaler Bildung vertraut zu ma-
chen und damit erweiterte Möglichkeiten zur Teilhabe an
Bildung zu schaffen. Dafür haben die Volkshochschulen
mit der vhs.cloud eine Lernplattform entwickelt, die die
technische Basis für digitale Lernangebote bildet. Die
meisten Teilnehmer*innen der Volkshochschulkurse haben
bisher wenig Erfahrungen mit digitalen Lernangeboten
gemacht. Mit dem ubiquitären Thema „Grillen“ sollte diese
Zielgruppe mit der vhs.cloud und der Möglichkeit, Volks-
hochschule digital zu erleben, vertraut gemacht werden.
Der grillMOOC war von seiner Konzeption darauf angelegt,
deutschlandweit von Teilnehmer*innen der Volkshoch-
schulen bearbeitet werden zu können.
Im Mai 2019 wurde das Thema Grillen innerhalb von vier
Wochen als Massive Open Online Course sowohl in digi-
talen Lernbausteinen in der vhs.cloud als auch analog in
drei großen Veranstaltungen in den Volkshochschulen vor
Ort, bearbeitet.
Dafür wurden vier Themenwochen geplant. Die erste Wo-
che stand unter dem Gesichtspunkt von Ökologie und
Nachhaltigkeit. Es wurden die Themen energieeffizien-
tes Grillen, nachhaltiges (Einweg-)Geschirr und Grillgut,
Plastikvermeidung beim Einkauf sowie verschiedene Al-
ternativen zur Holzkohle aus Bambus, Olivenabfällen und
Kokosnussschalen behandelt. In der zweiten Themenwo-
che wurde der Fokus auf die gesundheitlichen Aspekte
des Grillens gelegt. In der dritten Themenwoche standen
Grillmethoden, Grillgeräte und Zubehör im Mittelpunkt.
Es wurden viele verschiedene Grillgeräte mit unterschied-
lichen Brennmaterialen vorgestellt und getestet und das
Thema „Grillen in der Stadt“ mittels indoor-tauglichen
Grillgeräten den Lernenden näher gebracht. Zum Ab-
schluss des grillMOOCs wurde das für die Volkshoch-
schulen, die in ihren Kursen Teilnehmer*innen aus vielen
Kulturen unterrichten, naheliegende Thema des interkul-
turellen Grillens gewählt und korrespondierende Getränke
vorgestellt.
In den MOOCbars anderer Volkshochschulen konnte ge-
meinsam mit den Teilnehmenden der Livestream über
Edudip (Software für online durchgeführte Seminare) ver-
folgt werden. Unter dem Begriff einer MOOCbar wurden in
anderen MOOCs lokale Veranstaltungen der begleitenden
Bildungseinrichtungen verstanden, in denen sich vor Ort
über die Inhalte des MOOCs ausgetauscht werden konnte.
Diese MOOCbars dienen dazu, die Teilnehmer*innen aus
der (gefühlten) Anonymität digitaler Lernangebote zurück
in bekannte Präsenzformen zu holen und einen direkten
Austausch zu ermöglichen
Die Lerninhalte des grillMOOC wurden online als Lernbau-
steine im Kursraum der vhs.cloud bereitgestellt, welche
wochenweise freigeschaltet wurden. In den Lernbaustei-
nen wurden verschiedene Darstellungsformen und inter-
aktive Lernüberprüfungen in Form von Quizzen, Zuord-
nungsaufgaben oder Multiple Choice Tests durchgeführt.
Für die zweite und dritte Themenwoche wurden Lernvi-
deos angefertigt. Die Entscheidung, diese Themen in Form
von Lernvideos und darauf aufbauendem Wissenstest zu
erstellen, liegt darin begründet, dass sich Handlungsabläu-
fe filmisch besser darstellen lassen als in reiner Textform.
Die Vermittlung durch (bewegtes) Bild und Ton spricht
verschiedene Sinneskanäle an. Die Videos sind strukturell
gleich aufgebaut, um den Zuschauer*innen eine Orientie-
rung zu geben. Die Dauer der Videos liegt zwischen zwei
und sechs Minuten, um die Aufmerksamkeitsspanne der
Zuschauenden nicht zu überreizen. Des Weiteren standen
in dem Kursraum die Rezepte der Kursleitenden als Down-
load zur Verfügung, konnten Bilder der MOOCbars hoch-
geladen werden und es erfolgte ein Austausch mit den
Teilnehmer*innen über das Forum. Einige Tage nach den
Grillevents wurde die Aufzeichnung der Liveshows zum
Nachschauen zur Verfügung gestellt.
Die Lernbausteine, Lernmaterialien und Videos stehen
unter
www.grillmooc.de
auf einer offenen Seite der vhs.
cloud zur Verfügung.
Kontakt | Antragsberatung | Information
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung

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Beruf und Arbeitswelt
»QuaBIS – Sachsen«
Qualifizierung von Bildungs- und Inklusionsreferent*innen
für inklusive Hochschulentwicklung in Sachsen.
1. Preis 2020
Universität Leipzig und Technische Universität Dresden
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Bildungs- und Inklusionsrefe-
rent*innen sind Forscher*innen
und Expert*innen zu Fragen
gesellschaftlicher Veränderungs-
prozesse auf dem Weg zur vollen
und wirksamen Teilhabe für alle
Menschen. Aus dieser Position
heraus, legen sie Beurteilungs-
kriterien an und hinterfragen
hartnäckig benachteilgende
Strukturen. Sie konkretisieren
durch ihre Bildungsarbeit die
Forderungen der UN-BRK und
setzen diese um.
Zielgruppen
- Akteur*innen an Bildungseinrichtun-
gen, insbesondere an der
Hochschule
- Teilnehmende an inklusionsorientier-
ten Aus-, Fort- und Weiterbildungsan-
geboten
- Fach- und Führungskräfte
- Stadtverwaltung, Behörden
und Kultureinrichtungen
Projektziele
- Die persönliche Expertise und
erworbenes Wissen werden in der
Qualifizierung professionalisiert,
sodass die Bildungs- und Inklusionsre-
ferent*innen befähigt werden auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt Bildungsar-
beit anzubieten.
Kontakt
QuaBIS
Universität Leipzig
Prof.in Dr.in Saskia Schuppener
Marschnerstraße 29 e,
04109 Leipzig
Tel.: 0341/9731511
E-Mail: quabis@uni-leipzig.de
TU Dresden
Prof.in Dr.in Anke Langner
August-Bebel Straße 30,
01027 Dresden
Tel.: 0351/46332
quabis@mailbox.tu-dresden.de
www.quabis.info
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»
Soziales und Gesundheit

»QuaBIS – Sachsen«
1. Preis 2020
Universität Leipzig und Technische Universität Dresden
Das Projekt „Qualifizierung von Bildungs- und Inklusi-
onsreferent*innen in Sachsen (QuaBIS)“ lässt sich als ein
Vorhaben kennzeichnen, welches sich einer geforderten
strukturellen Veränderung im Sinne einer „Hochschule
für Alle“ widmet. Durch die Qualifizierung und Einbin-
dung von zwölf Menschen, die bisher in Systemen der
sogenannten Behindertenhilfe (WfbM, Tagesstruktur)
beschäftigt waren, soll inklusionsorientierte Weiterbil-
dung in den Bereichen Lehre und Forschung entwickelt
und ausgebaut werden. Menschen mit Behinderungser-
fahrungen werden so partizipativ in bestehende Prozes-
se eingebunden und entwickeln diese gemeinsam weiter.
Damit soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, im
Anschluss an die Qualifizierung im Rahmen einer Anstel-
lung auf dem ersten Arbeitsmarkt im universitären Kon-
text und in individuell gewählten Arbeitsfeldern selbst
mitzugestalten, sich weiterzubilden, mit ihrem Wissen
die Ausbildung angehender Fach- und Lehrpersonen
zu verbessern und sich an Forschung und Wissenspro-
duktion zu beteiligen. Es gilt, die von den Bildungs- und
Inklusionsreferent*innen durch die Qualifizierung er-
worbenen Kompetenzen und die in diesem Kontext neu
entwickelten Bildungsangebote dauerhaft in verschie-
dene reguläre Studiengänge der Universität Leipzig und
Technischen Universität Dresden sowie darüber hinaus
sachsenweit in verschiedene Weiterbildungsformate zu
überführen. Dabei geht es unter Rückbezug auf die Er-
fahrungs- und Lebenswelten um eine Integration und
Reflexion von subjektiven Theorien der angehenden Bil-
dungs- und Inklusionsreferent*innen in die bisher exklu-
siv geführten Fachdiskussionen. Sie sind Forscher*innen
und Expert*innen zu Fragen gesellschaftlicher Verände-
rungsprozesse auf dem Weg zur vollen und wirksamen
Teilhabe für alle Menschen und in allen Bereichen des
Lebens. Sie hinterfragen benachteiligende Strukturen
aus der Haupt(betroffenen)perspektive und können so-
mit erfahrungsbasiert zur Reflexion und Veränderung
von Benachteiligung und Diskriminierung beitragen. Da-
mit liefert eine Verschränkung von „Alltagswissen“ und
akademischem Wissen (Citizen Science) die nachhaltige
Chance zur Entwicklung einer diversitätssensiblen Pro-
fessionalität. Die angehenden Bildungs- und Inklusi-
onsreferent*innen vermitteln Studierenden sowie Lehr-,
Fach- und Führungskräften beispielhaft, wie Inklusion
praktisch funktionieren kann. In Seminaren, Workshops,
Vorlesungssitzungen und Konferenzbeiträgen thema-
tisieren sie die Lebenswelten, spezifischen Bedarfe und
Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungserfahrun-
gen und vermitteln Inhalte gemäß dem Grundsatz “Nicht
über uns ohne uns”, indem die Personengruppe direkt zu
Wort kommt. Die thematische Palette der verschiedenen
Bildungsformate ist bewusst breit aufgestellt, umfasst
viele Aspekte des menschlichen Lebens und wird flexi-
bel an die jeweiligen Anforderungen eines Studiengangs
oder einer beruflichen Weiterbildung angepasst (Bei-
spiele: Bildung, schulische Sozialisationen, Übergänge
Schule-Beruf, Lebenslanges Lernen, Anforderungen an
einen inklusiven Arbeitsmarkt, Wohnen in allen Facet-
ten der Wohnformen und ihrer sozialräumlichen Einbin-
dung, Freizeit, Gesundheit, Barrierefreiheit, Teilhabe und
Partizipation, Gesellschaft und Macht, Diskriminierung,
Leichte Sprache, u.v.m.). Das Tätigkeitsfeld erstreckt sich
auf Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonal, inklusi-
onssensible Organisationsentwicklung sowie auf partizi-
pative Forschung, und soll zukünftig in unterschiedlichs-
ten Institutionen angeboten werden: Fachhochschulen
und Universitäten, aber auch Städten und Kommunen
sowieUnternehmen und Verwaltungsstrukturen. Das
Projekt wird vom Sächsischen Staatsministerium für
Wissenschaft und Kunst gefördert.
Kontakt | Antragsberatung | Information
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung

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Medien und Technik
»VSZ.digital«
Digitale Weiterbildungsangebote für Vereine und Stiftungen
2. Preis 2020
Vereins- und Stiftungszentrum e. V., Dresden
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Das Projekt „VSZ.digital“ soll die Nachteile und Zugangsbarrieren
der klassischen Weiterbildungsformate überwinden und internetba-
sierte, mobil verfügbare Formate der Bildung etablieren. Dabei soll
die damit verbundene höhere Reichweite bewusst genutzt werden.
Unsere Vision ist, ein Weiterbildungsangebot zu schaffen, dessen
Zugang jedem Menschen, zu jeder Zeit, an jedem Ort über eine
Vielzahl von Kanälen auf die jeweils vom Teilnehmer/-innen
bevorzugte Weise zu einem erschwinglichen Preis möglich ist.
Weiterbildung soll dann stattfinden können, wenn der Nutzer/-in-
nen nach dieser verlangt und in einer für ihn effektiven und nutz-
bringenden Form. Der Fokus liegt auf der Unabhängigkeit,
da wir dadurch auch einem gewissen Ausgleich bestehender
regionaler Disparitäten schaffen können.
Zielgruppen
- ehren- und hauptamtliche Mitarbei-
ter/-innen steuerbegünstigter Organi-
sationen, Initiativen und Projekte
- Privatpersonen mit Bezug zu ge-
meinnütziger, mildtätiger oder kirchli-
cher Tätigkeit
- die nachwachsende Generation der
sog. „Digital Natives“
- die ältere Generation und Lehrperso-
nal, die jeweils im Umgang mit digita-
len Medien geschult werden sollen
Projektziele
Zentrale Herausforderung und Strategie
des Projekts sind zum einen die Transfor-
mation der klassischen Weiterbildungsfor-
mate in digitale Formate (Live-Online-se-
minare/Video on Demand (VoD)) sowie die
Schaffung und Etablierung völlig neuer
digitaler Weiterbildungsangebote und -ka-
näle (Vodcast, Podcast, VSZ-App, Training:
Fit fürs E-Teaching!)
Zudem gehört zur Strategie des Projektes
stets, die Weiterbildungsangebote immer
so nah wie möglich an die Zielgruppe he-
ran zu tragen, keine Bevölkerungsschicht
auszuschließen und zugleich stets eine
hohe Reichweite zu erzeugen.
Kontakt
Vereins- und Stiftungszentrum e. V.
Vorstand:
Jens Trocha, Jan Graupner
Erna-Berger-Straße 5
01097 Dresden
Tel.: 0351 – 20 6700 0
Fax: 0351 – 20 6700 19
mail@vereine-stiftungen.de
www.vereine-stiftungen.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»

»VSZ.digital«
2. Preis 2020
Vereins- und Stiftungszentrum e. V., Dresden
Nach anfänglich ersten kleineren Testausflügen in die di-
gitale Onlinewelt und der daraus resultierenden positiven
Resonanz der Nutzer unseres Digitalangebotes, wurde das
Projekt „VSZ.digital“ im Herbst 2019 ins Leben gerufen
und in der Folgezeit umgesetzt.
Unser Projekt „VSZ.digital“ beinhaltet derzeit die Umset-
zung von drei verschiedenen digitalen Formaten über zwei
Kanäle sowie ein Kompetenztraining für Referent/-innen
zur Anwendung digitaler Bildungsformate. Zum Beispiel
folgende:
Digitales Weiterbildungsformat:
Live-Onlineseminare
Hierbei handelt es sich um Vorträge in Echtzeit, welche
live über das Internet gestreamt werden.
Mit diesem Format schafft das VSZ generell die Möglich-
keit, die Vortragsinhalte allen Interessierten via Livestream
zeitgleich an alle gewünschten Orte mit Internetverbin-
dung (z. B. Wohnung, Büro, Verkehrsmittel, externe Veran-
staltungsräume etc.) zu übertragen. Durch die öffentliche
Ausstrahlung des Livestreams in den Vereins-Zentren und
Freiwilligenagenturen können Personen erreicht werden,
die z.B. aufgrund fehlender Mobilität nicht persönlich am
Seminar teilnehmen können.
Digitales Weiterbildungsformat:
Video on Demand (VoD)
Bei den VoD handelt es sich um aufgezeichnete Seminare
zum Onlinestreaming, weshalb dieses Format in Bezug auf
die flexible Verfügbarkeit des Weiterbildungsangebotes
noch einen Schritt weiter geht: es überwindet nicht nur
die Ortsgebundenheit, sondern ermöglicht eine auch in
zeitlicher Hinsicht unabhängige Nutzung. Werden dann
hierfür mobile Geräte eingesetzt (z. B. Smartphones, Ta-
blets), wird hieraus sogar eine „Weiterbildung zwischen-
durch“ bzw. eine „Weiterbildung-to-go“ möglich. Durch
diese Möglichkeiten kann die persönliche Lerngeschwin-
digkeit selbst festgelegt werden und das Gehörte indivi-
duell noch einmal gefestigt.
Digitales Weiterbildungsformat:
Vodcast/Podcast
Die eigens durch das VSZ produzierten Vodcasts (= digi-
tale Videobeiträge) und Podcasts (= digitale Audiobeiträ-
ge), geben kurze Fachbeiträge zu ausgewählten Themen
wieder. Hierbei handelt es sich bei uns nicht um Seminare
oder Vorträge, sondern um Experten/-innen-Interviews
mit einer Länge von ca. 5 – 10 min. Dieses Angebot stellt
eine sinnvolle Ergänzung zu den obig beschriebenen For-
maten dar. Zudem gibt es eine eigene VSZ-APP für die mo-
bil optimierte Nutzung der Formate.
Die oben genannten Weiterbildungsangebote können
jederzeit wahrgenommen werden. Dies ist vor allem vor
dem Hintergrund wichtig, da der Bedarf an einer Wei-
terbildung erfahrungsgemäß meist situativ entsteht und
ein Aufschub nur selten sinnvoll ist. Wenn sich Mitglie-
der und Mitarbeiter/-innen in Vereinen und Stiftungen
zu bestimmten Themen zu einem konkreten Zeitpunkt
informieren wollen, ist es nur bedingt hilfreich, auf ein
möglicherweise in der Zukunft irgendwann stattfinden-
des Seminar angewiesen zu sein. Die einzigen Alternativen
hierzu bilden die eigene zeitaufwendige Recherche in der
Fachliteratur und/oder Internet oder konkrete Beratungs-
termine bei Fachleuten, welche durch die 1:1-Beratung
meist sehr kostenintensiv sind.
Weitere strategische Ansätze
Wir legen im Rahmen des Projektes Wert auf die Bereit-
stellung qualitativ hochwertiger Inhalte bei gleichzeitig
möglichst geringen technischen Anforderungen für die
Nutzer/-innen, damit eine uneingeschränkte Nutzung
durch Jedermann möglich ist. So vermeiden wir bei der
Auswahl und Nutzung der Formate und Kanäle, das Nut-
zer/-innen erst komplexe Softwareprogramme installie-
ren, zusätzliche Datenübertragungsvolumen buchen oder
Hardwarekomponenten erneuern müssen, um unsere
Weiterbildungsangebote wahrnehmen zu können.
Wir haben uns das Ziel gesetzt, das E-Learning, Vod- und
Podcast, VoD, Online-Seminare & Co. im Bereich des bür-
gerschaftlichen Engagements hierzulande aus den Kin-
derschuhen erwachsen zu lassen.
Durch die Umsetzung unseres Projekts „VSZ.digital“ ha-
ben wir es geschafft, eine breit gefächerte digitale Ange-
botspalette zu entwickeln, die konsequenter Weise über
verschiedene digitale Kanäle stationär, aber auch prob-
lemlos mobil nutzbar ist. Damit wird die digitale Transfor-
mation nicht nur punktuell durchgeführt, sondern durch-
dringt folgerichtig den gesamten Produktlebenszyklus der
Weiterbildungsangebote.
Kontakt | Antragsberatung | Information
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
Projektbeschreibung

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Medien und Technik
»WOHN-Meisterei«
Beratung auf Augenhöhe mit Experten in eigener Sache – Weiterbildung
von Menschen mit Behinderung zu Beratern und Beraterinnen.
3. Preis 2020
Lebenshilfe Dresden e. V.
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
Unsere Vision
Beratung auf Augenhöhe!
Menschen mit geistiger Be-
hinderung beraten Menschen
mit geistiger Behinderung und
deren Angehörige, teilen
Erfahrungen und Gedanken,
nehmen Ängste. Man kann ei-
nander besser verstehen, wenn
man Ähnliches erlebt hat.
Menschen mit Behinderung
bekommen eine Stimme! Wer-
den stark! Werden gehört! Sind
Expert/innen in eigener Sache!
Zielgruppen
- Menschen mit geistiger
Behinderung
- Angehörige
- Berufsbetreuer/innen
- Interessierte
Projektziele
Tandem-Beratung:
- Fragen zu Finanzen, Anträgen etc.
werden von Berater/innen ohne
Behinderung beantwortet
- Fragen zu Abläufen, Inhalten,
Gedanken, Ängsten etc. werden von
Berater/innen mit Behinderung be-
antwortet, die ähnliche Erfahrungen
gemacht haben
Kontakt
Lebenshilfe Dresden e.V.
Cornelia Weber
Josephinenstr. 31
01069 Dresden
0351-32027747
c.weber@lebenshilfe-dresden.de
www.lebenshilfe-dresden.de
Innovationspreis
Weiterbildung
des Freistaates Sachsen
»

»WOHN-Meistere«
3. Preis 2020
Lebenshilfe Dresden e. V.
Beratung von Betroffenen für Betroffene
Menschen mit Einschränkungen sind oftmals auf Un-
terstützung angewiesen. Daher haben wir als Lebens-
hilfe Dresden Aspekte der sogenannten Peer-Beratung
lebendig werden lassen - „Beratung von Betroffenen
für Betroffene“. Grundlage bildet das Wissen darum und
letztlich auch das gute Gefühl, von jemandem beraten
zu werden, der schon mal in einer ähnlichen Situati-
on war oder ist. Daher gibt es in Deutschland glückli-
cherweise einige Gruppen von Menschen, wie z.B. von
Menschen mit psychischer Erkrankung oder reiner Kör-
perbehinderung, denen es gelungen ist, so zu erstarken,
dass sie ähnlich Betroffenen mittels Peer Beratung hel-
fen können.
Die Gruppe der Menschen mit geistiger oder mehrfa-
cher Behinderung ist eine leise. Menschen mit geistiger
Behinderung sind es (leider) gewohnt, immer die Rat-
suchenden zu sein, beraten zu werden. Dass sie selbst
auch ganz viel zu sagen haben, dass es anderen Men-
schen mit geistiger Behinderung und deren Angehöri-
gen immens wichtig sein kann, was sie erlebt haben,
müssen sie zum Teil erst lernen. Wichtig zu sein. Gehört
zu werden.
Nachfühlen können – ein Mehrwert
Um auch Menschen mit geistiger Behinderung diese
Peer-Ebene, also Beratung auf Augenhöhe ermöglichen
zu können, hat die Lebenshilfe Dresden im Rahmen ei-
nes Projektes der WOHN-Meisterei zwischen 2017-2019
sechs Menschen mit geistiger Behinderung als Peer-
bzw. Tandemberater/innen weitergebildet. Zusammen
mit jeweils einem Menschen ohne Behinderung bera-
ten sie im Tandem, v.a. zu Themen des Wohnens, aber
auch zu allem anderen, wofür sie durch ihre eigenen
Erfahrungen Expert/innen sind. Die/der Berater/in ohne
Behinderung kann bei Fragen unterstützen, die sich um
Finanzierung und Antragstellung drehen. Es stellt für
den Ratsuchenden einen deutlichen Mehrwert dar, von
jemandem gehört und beraten zu werden, der Gleiches
oder Ähnliches erlebt hat.
Expertenwissen mit Strahlkraft
Im Osten Deutschlands war zum Zeitpunkt des Projekt-
startes 2017 eine Weiterbildung wie diese einzigartig
und auch im weiteren Bundesgebiet lagen nur wenige
Erfahrungswerte vor. Inzwischen werden wir von vielen
anderen Trägern der Behindertenhilfe im Bundesgebiet
zu unserer Weiterbildung und der letztlich jetzt geleb-
ten Praxis befragt und das Modell der Peer- und Tan-
dem-Beratung macht Schule.
Unsere weitergebildeten Berater/innen haben inzwi-
schen schon zahllose Beratungen im Tandem gemacht.
Anfangs fühlte sich alles ungewohnt an, aber mittler-
weile sind alle routiniert, mit fremden Menschen zu
sprechen.
Die Weiterbildung leistete einen deutlichen Beitrag
auch zur persönlichen Entwicklung der Berater/innen,
die jetzt um ein Vielfaches selbstbewusster aufzutreten
vermögen, als ihnen dies durch lebenslange Hilfebedar-
fe vorher möglich war.
Man spricht in einfacher Sprache, nimmt sich Zeit, kann
Dinge so erklären, dass der/ die Ratsuchende es ver-
steht, auch bei einer kognitiven Einschränkung.
Auch Angehörigen bedeuten die berichteten Erfahrun-
gen viel, da sie nicht selten Ängste nehmen, z.B. vorm
Auszug bei den Eltern in eine Wohnform mit Assistenz.
Bei den Tandem-Berater/innen handelt es sich um drei
Männer und drei Frauen, die in ganz verschiedenen
Wohnformen leben, so dass ein breites Spektrum an Er-
fahrungen abgebildet werden kann.
Themen sind bei den Beratungen oft ein Auszugs-
wunsch von Menschen mit Behinderung bei deren El-
tern, mangelnde Freizeitmöglichkeiten oder Probleme
mit den gesetzlichen Vertreter/innen.
Auch das Netz derer, die mit den Peer-Berater/innen zu-
sammen beraten, hat sich ausgeweitet. So nutzen nun
mehrere verschiedene Stellen in der Lebenshilfe und
auch externe Beratungsstellen in Dresden die Berater/
innen mit Behinderung und den Mehrwert dieses
Expertenwissens.
Unser Projekt wurde gefördert von der Aktion Mensch.
Kontakt | Antragsberatung | Information
Landesa
Kontakt | Antragsberatung | Information
Landesamt für Schule und Bildung | Dresdner Straße 78 c | 01445 Radebeul | Telefon +49 351 8324-313
innovationspreis@lasub.smk.sachsen.de |
www.bildung.sachsen.de/innovationspreis
Für die dargestellten Inhalte ist der Projektträger verantwortlich.
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