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Groitzsch, 22.02.2013, Dr. Michael Grunert
Aktuelle Hinweise zur
Frühjahrsdüngung 2013
und zur Novellierung der Düngeverordnung

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2 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Ziele der Düngung
- bedarfsgerechte Pflanzenernährung
Menge, Zeitpunkt, Verfügbarkeit, Ausgewogenheit
- hohe Nährstoffeffizienz (Boden und Pflanze)
- Kosteneffizienz
- Verlustminderung
- Minimierung schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt
- Erhalt und Verbesserung Bodenfruchtbarkeit

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3 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Frostschäden, 25.02.2012

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4 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
differenzierte Pflanzenentwicklung
und Unkrautwuchs am 18.07.2012
nach Frostschaden und Frühjahrstrockenheit

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5 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Trockenschäden 2012
Winterroggen
6.6.2012
Wintergerste
2.6.2012

 
6 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Ernte 2012
Herbstaussaat
- nach erheblichen Schwierigkeiten (Auswinterung 02/2012, trockenes Frühjahr,
Hagelschäden, Mäuseschäden …) unter guten Erntebedingungen (außer
Wintergerste) noch eine durchschnittliche Ernte 2012 (Mittel für Sachsen):
Ertrag 2012
Ø 2007-2011
Winterweizen dt/ha
68,5
70,6
Wintergerste dt/ha
65,5
65,0
Winterraps
dt/ha
37,2
36,1
Silomais
dt/ha
95,8
90,7
- damit auch durchschnittliche Nährstoffentzüge
- regional, schlagspezifisch nach geringen Erträgen auch größere N-Überhänge
Herbstaussaat 2012
- nach feuchtem Juni und Juli: im August, September, Oktober
zumeist sehr gute Aussaatbedingungen
- Aussaat größtenteils zu den optimalen Aussaatzeiten möglich

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7 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Klimatische Wasserbilanz
01.09. - 30.11.2012
Thermopluviogramm
für Herbst 2012 in Sachsen
x-Achse: Temperaturabweichung in [K],
y-Achse: Niederschlagsmenge in [%] vom Normalwert
Quelle: Böttcher, 2013

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8 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
heterogene Rapsbestände
am 23. bzw. 21.10.2012

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9 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
gleichmäßiger, üppiger
Rapsbestand, 21.10.2012

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10 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
guter entwickelter gleichmäßiger
Wintergerstenbestand, 17.12.2012

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11 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Weizenbestand, 19.12.2012

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12 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
gleichmäßiger, aber sehr schwach
entwickelter Weizenbestand, 20.12.2012

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13 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Weizenbestand, 11.10.1012

 
14 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Herbstentwicklung 2012
und aktuelle Bestandessituation
- günstige Bestell- und Wachstumsbedingungen im August und September
ermöglichten zumeist eine kräftige bis üppige Entwicklung
von Raps und Getreide (Ausnahme: späte Aussaaten von Weizen)
- leicht überdurchschnittliche Temperaturen förderten die N-Mineralisierung
und N-Aufnahme des verfügbaren Bodenstickstoffs durch die Pflanzen
- trockenere Phasen im (Aug.)/Sept./Okt. schränkten regional das Bodenwasser-
angebot zeitweise ein, ermöglichten die Ausbildung eines kräftigen
Wurzelsystems
- regional differenzierte und uneinheitliche Bestände durch P-Unterversorgung
oder Strukturschäden insbesondere bei gleichzeitigen Trockenphasen
- N
min
-Werte zu Vegetationsende meist in durchschnittlicher Höhe
starke Unterschiede nach Standort, Kulturart, organischer Düngung …
- durch relativ geringe Fröste bei gleichzeitiger Schneedecke
derzeit keine größeren Frostschäden zu erwarten

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15 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Temperaturen, Niederschläge
Dezember 2012 bis Februar 2013
- seit November überdurchschnittliche Niederschläge
- milde Phasen, nur zeitweise und flach gefrorener Boden
- Verlagerung von NO
3
-N und Schwefel insbesondere auf leichten und durchlässigen
Böden zu erwarten, auch aus dem durchwurzelbaren Horizont
klimatische Wasserbilanz 01.12.12-20.02.13 (DWD)
Niederschläge Leipzig 01.08.12-19.02.13 (LfULG)

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16 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Rapsbestand 18.02.2013

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17 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Weizen- und Gerstenbestand
18.02.2013

 
18 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
N
min
- und S
min
-Gehalte
der analysierten Bodenproben
nach Bodenentstehung im Februar 2013
21
23
36
31
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
Al
n=15
D
n=139
n=130
V
n=43
N
min
(kg/ha in 0 - 60 cm)
47
26
31
25
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
Al
n=7
D
n=121
n=128
V
n=28
S
min
(kg/ha in 0 - 60 cm)
N
min
S
min

 
19 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
14
22
23
35
32
34
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
S
n=8
Sl
n=32
lS
n=67
SL
n=60
sL
n=114
L
n=45
N
min
(kg/ha in 0 - 60 cm)
23
20
25
29
31
33
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
S
n=8
Sl
n=32
lS
n=56
SL
n=52
sL
n=92
L
n=43
S
min
(kg/ha in 0 - 60 cm)
N
min
- und S
min
-Gehalte
der analysierten Bodenproben
nach Bodenart im Februar 2013
N
min
S
min

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20 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
N
min
- und S
min
-Gehalte
der analysierten Bodenproben
nach Fruchtarten im Februar 2013
22
31
24
19
38
41
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
110
120
130
140
150
Winter-
raps
n=98
Winter-
gerste
n=67
Winter-
roggen
n=34
Triticale
n=11
Winter-
weizen
n=86
Sommer-
ungen
n=21
N
min
(kg/ha in 0 - 60 cm)
N
min
S
min

 
21 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
N
min
-Situation
Zusammenfassung
- überdurchschnittliche Niederschläge von November bis Januar führten zur
N
min
- und S-Verlagerung besonders auf leichten und durchlässigen Standorten
- N
min
- u. S
min
-Gehalte liegen nach derzeitigen Untersuchungen auf sehr niedrigem Niveau
- sehr geringere Gehalte auf sandigen und durchlässigen Böden
- höhere Werte mit steigender Bodenqualität
(mit zunehmenden Schwankungen)
- N
min
- Gehalte nach Kulturarten: WRaps < WGerste < WWeizen < Brache
- Düngeverordnung: vor Aufbringung wesentlicher N-Mengen ist der im Boden verfügbare
N vom Betrieb auf jedem Schlag/Bewirtschaftungseinheit für den Zeitpunkt der Düngung,
mindestens aber jährlich zu ermitteln
(außer Dauergrünlandflächen),
- durch Untersuchung repräsentativer Proben
- nach Empfehlung der zuständigen Stelle
/von dieser empfohlener Beratungseinrichtung
a) Übernahme der Ergebnisse vergleichbarer Standorte
b) fachspezifische Berechnungs-/Schätzverfahren
=> für die N-Düngebedarfsermittlung sind schlagspezifische N
min
-Untersuchungen
unbedingt zu empfehlen, vor allem auf organisch gedüngten Flächen

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22 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Bodenfeuchteprofile
seit 07.02.2013 in Sachsen
Görlitz
Düngemittel mit wesentlichen
N- und P-Gehalten dürfen nicht auf:
- überschwemmte,
- wassergesättigte,
- gefrorene
(durchgängig gefroren, im Tages-
verlauf kein oberflächiges Auftauen)
,
- schneebedeckte (durchgängig > 5 cm)
Böden ausgebracht werden!
Bodenfeuchte und Frosteindringtiefe:
www.dwd.de/agrarwetter
Berechnung des pflanzennutzbaren Wassers nFK (nutzbare Feldkapazität)
in Prozent (%) mit dem Modell AMBAV, Vertikalprofil über die obersten
60 cm, dargestellte Profile beziehen sich auf Gras und sandigen Lehm
Quelle:
www.dwd.de
am 21.02.2013
Leipzig-Schkeuditz
Dresden-Klotzsche

 
23 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Hinweise zur Stickstoff- und
Schwefeldüngung im Frühjahr 2013
- Aufnahmefähigkeit und Befahrbarkeit beachten; Böden sind noch wassergesättigt
- für die Bemessung der Andüngung jeweilige N
min
/S
min
-Gehalte, Pflanzenzustand,
Bestandesentwicklung und Ertragserwartung beachten
- N-Düngung zu Raps biomasseabhängig bemessen, Blattverluste berücksichtigen
- Empfehlung: Beratungsprogramm BEFU nutzen
- schwache Bestände und Spätsaaten zuerst und ausreichend hoch mit N versorgen
- für zeitige Applikationstermine bevorzugt stabilisierte N-Dünger nutzen
- in diesem Frühjahr eher unterdurchschnittliche N-Mineralisierung zu erwarten
- 2. und 3. N-Gabe mit Nitrat-Schnelltest/N-Tester ermitteln; N-Angebotslücke vermeiden
- Stickstoffausbringung möglichst sensorgestützt teilschlagspezifisch
- Schwefel-Düngung zu Raps und Getreide zu Vegetationsbeginn auf leichten, diluvialen,
flachgründigen Böden (Kieserit, S-haltige N-Dünger)
bei besseren Böden und höheren S
min
-Gehalten im Bedarfsfall S-haltige Produkte
zur 2. N-Gabe verwenden oder Blattdüngung durchführen
- bei nicht ausreichender P- und/oder K-Versorgung NPK- oder NP-Dünger
zur Förderung der Bestandesentwicklung nutzen

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24 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Zwischenfruchtanbau
zur N-Austragsminderung
Quelle: A. Schmidt, LfULG, 2013
N
min
N
min
Pflanzenentwicklung, N-Aufnahme
Praxis-Demonstrationsversuch Lö-Standort
Vorfrucht Winterweizen, Ernte am 06.08.2012
Grubber mit Gülleeinarbeitung am 09.08.2012
Folgefrucht Mais
nach Ernte zur Aussaat
Brache
Gelbsenf
Terra Life Rigol
Vitalis Extra
Erbse/Wicke

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25 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Terra Life Rigol 11.10.2012
abgefrorener Gelbsenf 20.12.2012

 
26 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
N-Abfuhr und N-Bilanz
von Dauertestflächen in Sachsen
135,9
114,3
100,4
145,5
131,8
118,5
133,2
137,3
139,9
135,5
5,3
26,3
36,4
-5,4
17,4
31,4
20,9
24,1
22,3
29,8
-20,0
0,0
20,0
40,0
60,0
80,0
100,0
120,0
140,0
160,0
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
kg N/ha
N-Entzug mit abgefahrenem Erntegut
N-Entzug mit abgefahrenem Erntegut (10-Jahres-Mittel, gleitend)
N-Bilanz nach DüV
Quelle: Kurzer, LfULG, 2013

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27 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Fruchtartenanteile
in Sachsen 1991 und 2011
Quelle: Statistisches Landesamt
Winterweizen+Winterraps+Silomais = 33,7 %
Winterweizen+Winterraps+Silomais = 57,1 %

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28 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Wirkung der N-Spätdüngung auf
Ertrag, Rohproteingehalt, N-Ausnutzung,
Nmin-Gehalt nach der Ernte und effektive Mehrleistung
(Sorte: Tarso, 24 Versuche)
Quelle: Albert, LfULG, 2012
N-Spätgabe
kg/ha
Korn
ertrag
dt/ha
Rohprotein-
gehalt
%
N-Ausnutzung
%
N
min
-Gehalt
nach der Ernte
kg/ha
effektive
Mehrleistung
€/ha
0
79,1
11,9
-
38
0
20
80,8
12,7
62
40
52
40
81,2
13,2
50
44
82
60
82,4
13,7
46
56
92
80
82,6
14,0
41
61
77
GD
5 %
0,7
A-WW: 25,00 €/dt
1 kg N: 1,00 €
B-WW: 24,50 €/dt
1 Überfahrt: 10 € /ha
Futter : 24,00 €/dt

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29 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Strategien zur Verbesserung
der Stickstoffverwertung
- Teil 1
exakte Ermittlung des Düngebedarfes
- Bodenuntersuchung (N
min
, P, K, Mg, S
min
, pH …)
- realistische Einschätzung von Ertragserwartung und Nährstoffbedarf
(Nitrattest, Pflanzenanalyse, N-Tester, Düngefenster, Luftbilder,
Erfahrungen in Ihrem Betrieb auf Ihren Flächen …)
- Berücksichtigung der gewachsenen Biomasse (Raps)
- Berücksichtigung der Nährstoffnachlieferung des Standortes
- Anrechnung der Nährstoffbereitstellung aus organischen Düngern
mineralische N-Düngung
- räumliche Platzierung der Nährstoffe (unter-Fuß-Düngung, Injektion)
- Prüfung des Einsatzes stabilisierter Mineraldünger
- Berücksichtigung von Bodenfeuchte und Wetterprognose

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30 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Strategien zur Verbesserung
der Stickstoffverwertung
- Teil 2
teilschlagspezifische Düngung heterogener Standorte
(N-Sensoren, Boden-Scanner, Ertragskarten …)
exakte Verteilung der Düngemittel auf der Fläche
Beseitigung von Ertragsbegrenzungen
(P, K, … pH, Krankheiten/Schädlinge, Bodenverdichtung …)
Maßnahmen im Herbst
- keine pauschale Herbst-N- oder Stroh-Ausgleichsdüngung
- N-Konservierung durch Zwischenfrüchte
- Reduzierung der Bodenbearbeitungsintensität im Herbst
Facharbeitskreise Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie
- Arbeit wird 2013/2014 fortgesetzt
herzliche Einladung zur Mitarbeit

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31 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Optimierung der
organischen Düngung
(Auswahl)
- Aufbringung organischer Dünger
nur bei Nährstoffbedarf des Pflanzenbestandes
- Einarbeitung flüssiger organischer Düngemittel
ohne Pflanzenbestand: sofort (mind. 4 h)
auch im Bestand (Schlitztechnik)
Platzierung im Boden (z.B. strip-till-Verfahren)
- ggfs. Einsatz von Nitrifikationsinhibitoren
- Optimierung der Verteilgenauigkeit
- regelmäßige Bestimmung der Nährstoffgehalte
- fachgerechte Anrechnung auf den N-Bedarf
Anrechnung der P- und K-Gehalte

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32 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Klassenhäufigkeiten (in %)
der Humusversorgung in Sachsen
(ermittelt mit STAND-Methode auf Dauertestflächen)
Sand und anlehmiger Sand (n= 34)
lehmiger Sand (n= 156)
stark lehmiger Sand (n= 115)
sandiger Lehm (n= 326)
Lehm (n= 125)
Quelle:
Kolbe,
LfULG,
2012

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33 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Verteilgenauigkeit

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34 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Ausbringungsgenauigkeit

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35 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Ausbringungsgenauigkeit

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36 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Entwicklung der
P-Versorgung in Sachsen

 
37 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Anteile [%] der P-Gehaltsklassen
auf Ackerflächen mit und ohne
Gülle-/Stallmist-/Gärrestdüngung in Sachsen im Jahr 2011
0
5
10
15
20
25
30
35
40
45
A
B
C
D
E
[%]
Gehaltsklasse
mit Gülle-/Stallmist-/Gärrestdüngung
ohne Gülle-/Stallmist-/Gärrestdüngung
A/B: 44,3 %
A/B: 52,6 %

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38 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
P-Mangel Raps
20.10.2012 bei Rochlitz

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39 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
P-Mangel Mais
06.06.2012 bei Eilenburg

 
40 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
P-Düngung
Feldversuch Pommritz
Mittlere sowie min. und max. Erträge in Abhängigkeit von der P-Düngung
Praxisfläche, P
CAL
: 2,3 mg/100 g Boden
0
20
40
60
20
40
20
40
20
40
Ertrag [dt/ha]
0
45
50
55
60
65
70
75
80
85
P-Injektion
nach Aussaat
P-Injektion
zum VB
TSP
zum VB
TSP
nach Aussat
0
20
40
60
20
40
20
40
20
40
Ertrag [dt/ha]
0
34
36
38
40
42
44
46
48
50
52
a
ab
abc
cd
abcd
bcd
bcd
d
cd
d
P-Injektion
nach Aussaat
P-Injektion
zum VB
TSP
zum VB
TSP
nach Aussat
2010/2011: Wintergerste
2011/2012: Winterraps
[kg P/ha]
[kg P/ha
Quelle: Heinitz, LfULG, 2012

 
41 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Programm BEFU
Änderungen 2013
Berechnung der Düngungsempfehlungen mit Wetterdaten wurde überarbeitet,
- als Wetter-Ist-Daten werden nunmehr genutzt:
- Temperaturabweichungen vom langjährigen Mittel
- Bodenfeuchtedaten aus 9 Wettergebieten und 3 Fruchtartgruppen
- als Vorhersagedaten fliesen ein:
- Eintrittswahrscheinlichkeiten von Temperatur und Niederschlag der nächsten
4 Wochen,
- Ereignis (nass, trocken, kalt, warm) wird erst bewertet, wenn die
Eintrittswahrscheinlichkeit > 50 % ist
- zur Nutzung des Moduls die aktuelle BEFU-Version installieren
Bei der Berechnung von Winterraps wurden für den Parameter »erhebliche
Blattverluste im Winter« höhere Zuschläge bei hoher Sprossfrischmasse
festgelegt, so dass insgesamt die Abzüge in diesen Fällen geringer ausfallen.
=>
www.landwirtschaft.sachsen.de/befu

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42 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Düngeverordnung
Novellierung
- Novellierung der Düngeverordnung ist angestrebt
- derzeitiges Ziel für die Verabschiedung: Herbst 2013
Was erfolgte bisher ?
- Evaluierung der Düngeverordnung
Vorlage des Abschlussberichtes der Bund-Länder-Arbeitsgruppe
- weitreichende Forderungen der EU-Kommission
- Vorschläge durch Deutschland
- Arbeitsentwurf einer ersten Verordnung zur Änderung der Düngeverordnung
- Unsicherheiten, was bei der Novellierung umgesetzt wird,
noch erheblicher Klärungsbedarf

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43 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Düngebedarfsermittlung:
- Dokumentationspflicht für N- und P- Düngebedarfsermittlung
- bundesweit einheitliche Methodik der N-Düngebedarfsermittlung
auf Basis von ertragsabhängigen Sollwerten
Standort- und bodenspezifische Restriktionen:
- N- und P-Aufbringung: Abstandsregelung zu Gewässern
- Verpflichtung zur Vermeidung von Nährstoffabschwemmungen
in Oberflächengewässer oder auf benachbarte
nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen
Novellierung der DüV
Was wird diskutiert?
(unvollständige Auswahl)

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44 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Sperrfristen, Lagerdauer:
- Verlängerung der Sperrzeit für die Aufbringung von Düngemitteln
mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff im Herbst;
auch Sperrfrist für Festmist von Huf- und Klauentieren
- auf Ackerflächen Aufbringung nach Ernte der Hauptfrucht nur zu:
Raps und Zwischenfrüchten bei Aussaat bis 15.09.
Feldgras bei Etablierung bis 15.08.
Wintergetreide nach Getreidevorfrucht
- Festlegung von Mindestlagerkapazitäten Wirtschaftsdünger in der DüV
- Jauche, Gülle, Silagesickersäfte, flüssige Gärreste: mind. 6 Monate;
Betriebe ohne eigene Aufbringungsflächen oder mit durchschnittlichem
Tierbestand > 3,0 GV/ha: neun Monate (ab 1.1.2020)
- Festmist und feste Gärrückstände:
Kapazität für mind. 2 Monate
Novellierung der DüV
Was wird diskutiert?
(unvollständige Auswahl)

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45 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Aufbringungstechnik:
- organische/organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an
verfügbarem N (außer Festmist von Huf-/Klauentieren) auf unbestelltes Ackerland:
- unverzügliche Einarbeitung
(spätestens vier Stunden nach Beginn der Aufbringung)
(Einbeziehung von Geflügelmist, festen Gärresten, fester Separationsfraktion
in die Einarbeitungspflicht)
- flüssige organische oder organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichem
Gehalt an verfügbarem N auf bestelltem Ackerland und Grünland:
nur noch:
- direkte Ablage auf dem Boden oder
- direkte Einbringung in den Boden
(mit Übergangsfristen)
- Anforderungen an Verteil- und Dosiergenauigkeit
von Geräten zum Aufbringen von Düngemitteln, …
(mit Übergangsfristen)
Novellierung der DüV
Was wird diskutiert?
(unvollständige Auswahl)

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46 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Aufbringungsobergrenzen:
- Aufbringung von Düngemitteln mit wesentlichem N-Gehalt (außer Festmist von Huf-
oder Klauentieren)
auf Ackerland nach Ernte der Hauptfrucht bis 1.10.:
- nicht mehr als 80 (60?) kg gesamt-N/ha;
- gilt für organische und mineralische Düngemittel
- Entfall Grenze 40 kg NH
4
-N
- Erweiterung der Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft
um die pflanzliche Herkunft für die 170 kg - Begrenzung
(170 kg gesamt-N/ha*a im Durchschnitt der landwirtschaftlich
genutzten Flächen des Betriebes)
- Böden mit > 20 mg P
2
O
5
je 100 g Boden (CAL-Methode) (gewogenes Mittel):
Aufbringung von P-haltigen Düngemitteln nur bis in
Höhe des Nährstoffbedarfs des Pflanzenbestandes
Novellierung der DüV
Was wird diskutiert?
(unvollständige Auswahl)

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47 | 22.02.2013 |
Dr. Michael Grunert
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Dr. Michael Grunert (035242) 631-7101
Michael.Grunert@smul.sachsen.de
www.smul.sachsen.de/lfulg
Vielen Dank den Landwirten, den Probenehmern,
der BfUL und meinen Kollegen für die Gewinnung,
Analyse und Auswertung der Bodenproben.
Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Vegetationsjahr
und eine gute Ernte 2013.