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Abteilung 2, Ref. 23
August-Böckstiegel-Str. 1, 01326 Dresden
Internet:
http://www.smul.sachsen.de/lfulg
Bearbeiter:
Claudia Franz (Praktikantin)
E-Mail:
Angela.Kunz@smul.sachsen.de
Tel.:
0351 2612-2300; Fax: 0351 2612-2399
Redaktionsschluss: 11.06.2010
Flexible Bedienungsformen
Alternative Angebote des öffentlichen
Personennahverkehrs in Sachsen

2
Inhaltsverzeichnis
1
Ziel..................................................................................................................................................
3
2
Auswirkungen des demografischen Wandels auf die ÖPNV-Leistungen............................... 3
3
Individualisierte ÖPNV-Angebote ............................................................................................... 4
3.1
Differenzierte ÖPNV-Bedienung ................................................................................................ 4
3.2
Alternative Bedienungsformen ................................................................................................... 5
3.3
Servicestationen als Modul zur Verbindung von Angebot und Nachfrage................................. 7
4
Rechtsrahmen............................................................................................................................... 7
4.1
Empfehlung für eine Genehmigung auf der Grundlage des PBefG........................................... 7
4.2
Genehmigungspraxis in Sachsen............................................................................................... 9
5
Wirtschaftlichkeit / Finanzierung .............................................................................................. 10
5.1
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.................................................................................................. 11
5.2
Finanzierung alternativer Bedienungsformen .......................................................................... 12
6
Übersicht
alternative Bedienungsangebote
in Sachsen......................................................... 14
6.1
Bedienungsformen
................................................................................................................... 15
6.2
Hauptakteure............................................................................................................................ 15
6.3
Umsetzung ............................................................................................................................... 15
6.4
Finanzierung............................................................................................................................. 16
7
Gute Beispiele.............................................................................................................................17
8
Zusammenfassung / Schlussfolgerungen ............................................................................... 17
9
Anhang......................................................................................................................................... 18
9.1
Übersicht
"Flexible
Bedienungsformen
- Alternative Angebote
des ÖPNV in Sachsen".......... 18
9.2
Karte „Flexible
Bedienungsformen -
Alternative Angebote des ÖPNV in Sachsen“............... 25
9.3
Adressenliste der Betreiber alternativer Angebote................................................................... 26
Titelbild: Das Titelbild zeigt eine ehrenamtliche Fahrerin des Bürgerbusvereins Lommatzscher Pflege e.V.

3
1 Ziel
Ziel dieser Veröffentlichung ist es, Alternativen zum öffentlichen Personennahverkehr aufzu-
zeigen. Die herkömmlichen ÖPNV-Leistungen im ländlichen Raum beschränken sich meist
auf den konventionellen Linienverkehr. Davon ausgehend werden mögliche alternative
Bedienungsformen vorgestellt und deren rechtliche, wirtschaftliche und finanzielle Aspekte
betrachtet. Es folgt eine zusammenfassende Auswertung. Im Anhang werden alternative
Angebote des ÖPNV in Sachsen in einer Übersicht und anhand einer Karte dargestellt. Eine
Adressenliste der Betreiber alternativer Angebote schließt die Übersicht ab.
1
2 Auswirkungen des demografischen Wandels auf die
ÖPNV-Leistungen
Die Struktur, der Umfang und die Entwicklung von Mobilität sind eng mit demografischen
Merkmalen verbunden: Die Bevölkerungsentwicklung spiegelt sich in der Zu- oder Abnahme
des Verkehrsaufkommens, der Verkehrsmittelwahl, der Routenwahl sowie der Zielwahl der
Menschen wider und erfordert eine Anpassung der Verkehrsangebote.
2
Gerade im ländli-
chen Raum gilt es zu untersuchen, welche Möglichkeiten den Menschen zur Erledigung ihrer
Wege, z. B. zur Arbeit, zum Einkaufen, in die Schule, zur Freizeitgestaltung oder zum Arzt
geboten werden und wo Handlungsbedarf besteht.
Der demografische Wandel tritt in Deutschland zeitversetzt und mit unterschiedlicher Intensi-
tät auf. In Sachsen ist ein deutlicher Bevölkerungsrückgang, eine Änderung der Altersstruk-
tur (Altersverteilung der Bevölkerung) sowie eine ungleiche räumliche Verteilung der Bevöl-
kerung als Entwicklungstendenz zu verzeichnen. Bis 2020 werden ein Rückgang der Bevöl-
kerungsdichte [Einwohner pro km²] von mehr als 10 % und eine Abnahme der Siedlungs-
dichte [Einwohner pro Siedlungs- und Verkehrsfläche] um 20 – 25 % erwartet. Des Weiteren
trifft der demografische Wandel nicht alle Regionen und Gemeinden gleichermaßen. Eine
sehr starke Schrumpfung mit Bevölkerungsverlusten von durchschnittlich mehr als 1 % pro
Jahr werden für Teile Ostsachsens (entlang der Lausitzer Neiße) und für Südwestsachsen
prognostiziert.
3
Diese Entwicklung stellt, besonders in den ländlichen Regionen Sachsens,
eine Herausforderung
dar, dem wichtigen Ziel der öffentlichen Daseinsvorsorge gerecht zu
werden.
Die Bevölkerungsabnahme, -alterung und -verteilung, das derzeitige Mobilitätsverhalten hin
zu mehr Individualverkehr (Pkw- und Motorradnutzung) sowie die Verknappung öffentlicher
Zuschüsse führen gerade im ländlichen Raum zur Verringerung des klassischen ÖPNV -
Angebotes.
4
Dies äußert sich in verkürzten Betriebszeiten, ausgedünnten Fahrplänen
1
Dieser Text entstand unter Mitwirkung von Dr. Angela Kunz, Dorit Müller und Dr. Ulrike Schumacher, Abt. 2, Ref. 23 des
LfULG.
2
LOUEN [2005] Auszug aus dem Forschungs-Informations-System des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwick-
lung: Demografische
Entwicklung – Folgen für die Verkehrsangebote
3
https://publikationen.sachsen.de/bdb/download.do?id=1391
4
http://www.mobikult.de/downloads/Abschlussbericht_mobikult_2007.pdf

image
4
und/oder einer eingeschränkten räumlichen Erschließung. Die reduzierten Angebote erzeu-
gen nur ein geringes Fahrgastaufkommen und führen letztlich zu schlecht ausgelasteten
Bussen bei gleichzeitig hohem Anteil an Pkws und Motorrädern bei der Verkehrsmittelwahl.
5
Der Teufelskreis aus weiter reduzierten Angeboten mit noch weniger Attraktivität führt zum
Schluss dahin, dass die Angebote nur noch von den sogenannten „Zwangsmobilen“ („captive
rider“) genutzt werden.
6
Ein solch unattraktiver ÖPNV schmälert die Lebensqualität derjeni-
gen, die kein Fahrzeug besitzen und keine sonstigen Fahrleistungen im näheren Umfeld
(Familie, Freunde, Nachbarschaft) in Anspruch nehmen können.
In den folgenden Kapiteln werden Lösungsansätze aufgezeigt, wie die Mobilität für die Be-
wohner in den ländlichen Regionen gesichert und gesteigert werden kann.
3 Individualisierte ÖPNV-Angebote
Wie kann der Unterversorgung mit ÖPNV-Angeboten in Schrumpfungsregionen begegnet
werden? Innovative
Projekte, z. B. neue Organisationsformen des öffentlichen Verkehrs und
bürgerschaftliches Engagement können Mobilitätsangebote schaffen, die den Bedürfnissen
der Bürger in der/den Gemeinde/n entsprechen.
Wenn sich parallel zum herkömmlichen Linienverkehr neue, flexiblere, auf die Wünsche der
Nutzer abgestimmte Bedienungsformen herausbilden, wird das als differenzierte ÖPNV-
Bedienung bezeichnet.
3.1 Differenzierte ÖPNV-Bedienung
Der konventionelle Linienbetrieb ist an Linienweg, Haltestellen und Fahrplan gebunden.
Unter einer differenzierten ÖPNV-Bedienung werden auch alternative Bedienungsformen,
die hinsichtlich ihrer räumlichen und zeitlichen Bindung freier sind, verstanden. Alternative
Bedienungsformen sind individualisiert, d. h. der ÖPNV orientiert sich an den Bedürfnissen
der Nutzer. Ausgehend vom herkömmlichen Linienverkehr bilden sich alternative Betriebs-
formen (auch als alternative Bedienungsformen bezeichnet) heraus, die die öffentlichen Ver-
kehrsangebote an die Bedingungen in ländlichen Regionen anpassen (Abb. 1).
Abbildung 1: Differenzierte ÖPNV-Bedienung
5
SCHULZ [2003] Nur plafondieren, reduzieren, streichen? In: Städte- und Gemeinderat 57. Jahrgang
Ausgabe: 06/2003
6
http://www.imago-mobil.de/Broschuere/083_098_Dalkmann_Oetting_18_10_imp.pdf

5
Diese alternativen Bedienungsformen ermöglichen es also, auf individuelle raum- und sied-
lungsstrukturelle sowie nachfrageseitige Anforderungen eines Bedienungsgebietes flexibel
reagieren zu können.
7
3.2 Alternative Bedienungsformen
Alternative Bedienungsformen können einen Teil des Mobilitätsbedarfes decken. Durch die
verschiedenen Formen sind sie geeignet, sich an die Anforderungen der Regionen und der
eventuell geringeren Nachfrage nach Fahrtwünschen mit kleineren Fahrzeugen anzupassen.
In der Regel werden die Fahrtwünsche der Kunden in einer Dispositionszentrale telefonisch
gesammelt und daraufhin die Fahrtstrecken mittels Softwareeinsatz geplant und an die Fahr-
zeuge übermittelt.
8
3.2.1 Typisierung
alternativer Bedienungsformen
Alternative Bedienungsangebote existieren in verschiedenen Formen. Für diese Angebote
hat sich in der Praxis allerdings noch keine einheitliche Namensgebung durchgesetzt. So
kommt es durchaus vor, dass die jeweilige Bezeichnung und die Betriebsform nicht identisch
sind. Die folgende Übersicht zeigt eine, im Projekt AMABILE AP1, vorgeschlagene einheitli-
che Nomenklatur, die die Betriebsformen anhand der [1] Bedienungsform, dem [2] Zu- und
Abgang, der [3] Fahrplanbindung und der [4] Anmeldung charakterisiert.
9
1 Linienbetrieb
2 Haltestelle
Haltestelle
3 Fahrplangebunden
L-Bus im
Bedarfslinienbetrieb
4
Bedarfsabhängig
1 Richtungsbandbetrieb
2 Haltestelle
Haltestelle (Haustür)
3 Fahrplangebunden
R-Bus im
Richtungsbandbetrieb
4 teilweise bedarfsabhängig
1 Richtungsband
2 Haltestelle
Haustür
3 Fahrplangebunden
R-AST im
Richtungsbandbetrieb
4 Bedarfsabhängig
7
EIKENBERG; KRICHEL [2002] Auszug aus dem Forschungs-Informations-System des Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung:
Mit der „Individualisierung des ÖV“ die Mobilität im ländlichen Raum sichern
8
http://www.imago-mobil.de/Broschuere/083_098_Dalkmann_Oetting_18_10_imp.pdf
9
http://www.amabile.ptv.de/cgi-bin/download.pl?in=chkd&tms=747387&pdid=ap1

6
1 Flächenbetrieb
2 Haustür
Haustür
3 Fahrplanungebunden
F-Bus im
Flächenbetrieb
4 Bedarfsabhängig
Abbildung 2: Systematisierung alternativer Bedienungsformen (im Projekt AMABILE AP 1)
Beim
Bedarfslinienbetrieb
sind Fahrstrecke und Fahrplan fest. Im Unterschied zum Linien-
verkehr ist für die Durchführung einer Fahrt eine Anmeldung unter Angabe der Bedarfshalte-
stellen für Ein- und Ausstieg erforderlich. Dies kann bedeuten, dass eine Fahrt nur zum Teil
oder überhaupt nicht durchgeführt wird.
10
Der
Richtungsbandbetrieb
ist durch feste Haltestellen bestimmt, die auf Grund hoher
Nachfrage ständig bedient werden. Die dazwischen liegenden Haltestellen werden nur bei
Bedarf und nach vorheriger Anmeldung angefahren.
11
Auch bei dieser Form erfolgt die
Bedienung nach einem Fahrplan. Allerdings ergibt sich der exakte Fahrtverlauf erst aus den
Fahrtwunschanmeldungen. Der Verlauf einer Fahrt ist immer richtungsgebunden. Der Aus-
stieg erfolgt entweder an der Haltestelle oder vor der Haustür.
12
Der
Flächenbetrieb
ist gekennzeichnet durch ausschließlich bedarfsorientierte Haltepunkte.
Das können sowohl Haltestellen als auch Haustüren sein.
13
Somit bilden alle Haltepunkte
innerhalb eines Bedienungsgebietes eine Einheit, in der die Reihenfolge der Bedienung zu-
fällig ist und sich ausschließlich aus der räumlichen und zeitlichen Verteilung der Fahrtwün-
sche ergibt.
14
3.2.2 Sonderformen
Neben den in Abbildung 2 aufgeführten alternativen Bedienungsformen gibt es noch Sonder-
formen flexibler Bedienungsangebote, die aufgrund ihrer spezifischen Anforderungen und
Zielsetzungen eingeführt wurden. Dazu gehören:
15
Bürgerbusse
verkehren in der Regel auf Linien mit ehrenamtlichen Fahrern
Diskobusse
unregelmäßige Betriebstage, begrenzte Fahrtenzahl, Be-
schränkung auf die Nachtstunden, Bedienung großer Flächen
Nachtbusse
beziehen sich nicht nur auf die Besucher von Diskos, sondern
auch von Kinos, Theatern und Kneipen, Taktverkehr, klare Li-
nienführung, bis in die frühen Morgenstunden
Trampbusse
verkehren auf Linien, auf Anforderung ist ein Aussteigen (unter
Umständen auch ein Einsteigen) auch zwischen den Haltestel-
10
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf
11
http://www1.tu-darmstadt.de/fb/bi/ifv/vv/stud/kfd/d061.htm
12
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf
13
http://www1.tu-darmstadt.de/fb/bi/ifv/vv/stud/kfd/d061.htm
14
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf
15
http://www.amabile.ptv.de/cgi-bin/download.pl?in=chkd&tms=747387&pdid=ap1

7
len möglich
Theater-Sammeltaxis/
Veranstaltungs-
Sammeltaxis
ähnlich wie Nachtbusse, befördern Kunden von einer fixen Hal-
testelle (dem Veranstaltungsort) bis zur Haustür
Frauen-Nachttaxis
verkehren im Flächenbetrieb ausschließlich für weibliche Fahr-
gäste, Nutzung im regulären Taxibetrieb, Beförderung von Tür
zu Tür
Taxi-Ruf-Service
Angebot der Verkehrsbetriebe in den Abend- und Nachtstun-
den, Taxibestellung über das Fahrpersonal des ÖPNV an der
Ausstiegshaltestelle
3.3 Servicestationen als Modul zur Verbindung von Angebot und Nachfrage
Wie kann sonst noch der Herausforderung begegnet werden, ein ausgewogenes Angebot
zwischen Daseinsvorsorge
und Dienstleistungen für die einheimische Bevölkerung und die
Gäste in den ländlichen Regionen zu schaffen? Ein anderer Weg seitens der Kommune oder
engagierter Bürger ist der Aufbau von Servicestationen. Servicestationen können räumliche
Austauschbeziehungen von Unternehmen neu organisieren und eine Plattform für die Ver-
mittlung von Informationen, Produkten und Dienstleistungen in ländlichen Regionen sein. Die
Bündelung von Produkten, Dienstleistungen und Know-how ermöglicht ein breiteres Angebot
und einen besseren Absatz von Dienstleistungen. Dadurch werden Synergien erzeugt und
genutzt. Mittels neuer Kooperations- und Vermarktungsstrategien im Bereich der Daseins-
vorsorge, im Verkehr und Tourismus können so Angebote zwischen verschiedenen
Dienstleistern und Branchen kundenorientiert und wirtschaftlich gestaltet werden. Zum Bei-
spiel können öffentliche wie private Mobilitätsangebote zu flexiblen Gemeinschaftsverkehren
verbunden werden. Praxisbeispiele für die Umsetzung des nachfrageorientierten Ansatzes
finden sich z. B. in den brandenburgischen Gemeinden Plessa und Döbern.
16
4 Rechtsrahmen
Die personenbeförderungsrechtliche Genehmigung alternativer Bedienungsformen wird in
den einzelnen
Bundesländern ganz unterschiedlich gehandhabt. Das Personenbeförde-
rungsgesetz (
PBefG
) hat bislang keine eindeutigen Genehmigungsgrundlagen für alternative
Angebotsformen und lässt damit verschiedene Möglichkeiten der Genehmigung zu.
17
4.1 Empfehlung für eine Genehmigung auf der Grundlage des PBefG
Das Personenbeförderungsgesetz unterscheidet zwischen Linienverkehr nach den §§ 42
und 43 PBefG und dem Gelegenheitsverkehr nach dem §§ 46 ff. PBefG.
18
Der Verkehr mit
Taxen, Mietomnibussen und Mietwagen wird jeweils in den Paragrafen § 47 Abs. 1 PBefG, §
49 Abs. 1 PBefG und § 49 Abs. 4 PBefG näher bestimmt. Mit der ersten Novelle zum PBefG
16
http://www.mobikult.de/downloads/bedienleitfadeninternet.pdf
17
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf
18
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf

8
im Jahre 1965 wurde der § 2 Abs. 6 PBefG aufgenommen. Dieser besagt, dass Beförderun-
gen, die in besonders gelagerten Einzelfällen nicht alle Merkmale einer Verkehrsform des
PBefG erfüllen, nach denjenigen Vorschriften genehmigt werden, denen diese Beförderun-
gen am meisten entsprechen. Die Experimentierklausel des § 2 Abs. 7 PBefG erlaubt es der
Genehmigungsbehörde, zur praktischen Erprobung neuer Verkehrsarten- oder mittel auf
Antrag im Einzelfall Abweichungen von den Vorschriften des PBefG für die Dauer von höchs-
tens vier Jahren zuzulassen, soweit öffentliche Verkehrsinteressen nicht entgegenstehen.
19
Die nachfolgende Abbildung zeigt, in Anlehnung an Abbildung 2 in Kapitel 2.1, einen Über-
blick über die Kategorien alternativer Bedienungsformen. Aufgeführt sind auch die nach Auf-
fassung der Autoren des AMABILE Projektes AP 3 infrage kommenden jeweiligen Genehmi-
gungen.
20
Kategorie
Eigenschaften
Genehmigung nach dem PBefG
21
1 Linienbetrieb
2
Haltestelle
Halte-
stelle
3 fahrplangebunden
L-Bus
im Bedarfs-
linienbetrieb
4 bedarfsabhängig
§ 2 Abs. 6 i. V. m. § 42 PBefG
1 Richtungsbandbetrieb
2
Haltestelle
Halte-
stelle (Haustür)
3 fahrplangebunden
R-Bus
im Rich-
tungsband-
betrieb
4
teilweise bedarfsab-
hängig
§ 2 Abs. 6 i. V. m. § 42 PBefG
1 Richtungsband
2 Haltestelle
Haustür
3 fahrplangebunden
R-AST
im Rich-
tungsband-
betrieb
4 bedarfsabhängig
R-AST passt unter keine der vom PBefG
vorgegebenen Bedienformen. Einstu-
fung als ähnliche Verkehrsform nach § 2
Abs. 6 PBefG. Die meisten Gemeinsam-
keiten bestehen noch zwischen dem R-
AST und dem Linienverkehr.
F-Bus
1 Flächenbetrieb
Der F-Bus hat kaum Ähnlichkeit mit dem
19
http://www.amabile.ptv.de/cgi-bin/download.pl?in=chkd&tms=747387&pdid=ap3
20
http://www.amabile.ptv.de/cgi-bin/download.pl?in=chkd&tms=747387&pdid=ap3
21
nach
Auffassung
der
Autoren
des
AMABILE
Projektes
Nr.
AP
3:
http://www.amabile.ptv.de/cgi-
bin/download.pl?in=chkd&tms=747387&pdid=ap3

9
2 Haustür
Haustür
3 fahrplangebunden
im Flächen-
betrieb
4 Bedarfsabhängig
Linienverkehr. In Betracht zu ziehen ist
eine Genehmigung als Taxi- oder Miet-
wagenverkehr. Wegen der Tarif-, Be-
triebs- und Beförderungspflicht ist aller-
dings der Taxiverkehr vorzuziehen.
Abbildung 3: Alternative Bedienungsformen und deren Genehmigung nach dem PBefG
Eine Genehmigung nach der Experimentierklausel des § 2 Abs. 7 PBefG ist wenig dienlich,
da nur eine auf höchstens vier Jahre befristete Genehmigung für die praktische Erprobung
erlangt werden kann. Nach Ablauf der Frist kann keine Genehmigung mehr nach § 2 Abs. 7
PBefG erfolgen, da die praktische Erprobungsphase nach dieser Zeit als beendet gilt. Die
Frage nach einer passenden Genehmigung stellt sich also erneut.
22
4.2 Genehmigungspraxis in Sachsen
In Sachsen erfolgt vor der Genehmigungsentscheidung keine Kategorisierung der Angebots-
formen in
L-Bus, R-Bus, R-AST und F-Bus. Nach Aussagen der Landesdirektionen Dresden,
Leipzig und Chemnitz sind die im Freistaat Sachsen angebotenen alternativen Bedienungs-
formen in der Regel nach § 42 PBefG als Linienverkehr genehmigt worden. Dies liegt zum
einen daran, dass die „Genehmigungsschwelle“ des § 42 PBefG relativ niedrig ist. Zum an-
deren ist der Einsatz alternativer Bedienungsformen meist im regulären Linienverkehr, zur
Angebotsanpassung in Schwachlastzeiten, integriert. In nur wenigen Fällen erfolgte eine
Genehmigung nach § 2 Abs. 6 i. V. m. § 42 PBefG.
4.2.1 Exkurs: Sonderform Bürgerbus nach dem PBefG
Werden Bürgerbusse, wie z. B. der Bürgerbus in Lommatzsch, nach dem § 42 PBefG als
Linienverkehr genehmigt, dann sieht das Personenbeförderungsgesetz eine Linienkonzessi-
on vor, die wiederum an eine Reihe von Auflagen gekoppelt ist. Diese Auflagen sind für
einen Bürgerbus-Verein nicht immer leicht zu erfüllen. Daher bietet es sich an, eine Koopera-
tion mit dem örtlichen Konzessionsinhaber (in der Regel das regionale Nahverkehrsunter-
nehmen) einzugehen und mit dem Verkehrsunternehmen zusammen zu arbeiten. Dieses
übernimmt als Inhaber der Liniengenehmigung die Verantwortung für die rechtmäßige
Durchführung des Bürgerbus-Betriebs. Der Lommatzscher Bürgerbus fährt beispielsweise
mit einer Linienkonzession von der Verkehrsgesellschaft Meißen mbH.
Im PBefG werden vier Grundpflichten des Betreibers festgelegt:
o
die Betriebspflicht (§ 21 PBefG),
o
die Beförderungspflicht
(§ 22 PBefG),
o
die Tarifpflicht (§ 39 PBefG) und
o
die Fahrplanpflicht (§ 40 PBefG).
22
http://www.niklas-sieber.de/Publications/Bedienungsformen.pdf

10
Die Betriebspflicht besagt, dass die genehmigte Linie während der Geltungsdauer der Ge-
nehmigung angeboten werden muss. Werden die Beförderungsbedingungen eingehalten,
dann muss, nach § 22 PBefG (Beförderungspflicht) jeder Fahrgast mitgenommen werden,
wenn dies mit dem eingesetzten Fahrzeug möglich ist. Die Fahrtentgelte müssen im Linien-
verkehr genehmigt werden und dem Fahrgast vor Antritt der Fahrt bekannt sein (Tarifpflicht).
§ 40 PBefG besagt, dass der Fahrplan ebenfalls genehmigungspflichtig ist und dass sich der
Anbieter dieser Leistung an den genehmigten Fahrplan halten muss.
Das größte Problem stellt erfahrungsgemäß die Betriebspflicht dar. Der Bürgerbus-Verein
muss gewährleisten, dass er nach Betriebsaufnahme der neuen Bürgerbus-Linie immer
einen freiwilligen Fahrer findet. Das setzt voraus, dass eine große Anzahl zugelassener Fah-
rer zur Verfügung steht, die gut organisiert und je nach Fahrplan einsatzbereit sind.
Die Fahrerlaubnisverordnung (
FeV
) regelt im § 48 FeV die Erlaubnis zur Fahrgastbeförde-
rung – auch für Fahrer von Linienverkehr im Sinne der § 42 und § 43 des PBefG. Dazu wird
ein sogenannter Personenbeförderungsschein (P-Schein) für den Antragsteller unter folgen-
den Voraussetzungen/Nachweisen ausgestellt:
o
Mindestalter 21 Jahre
o
Besitz der Fahrerlaubnis Klasse B seit wenigstens 2 Jahren
o
ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis
o
eine ärztliche Untersuchung (gemäß § 11 Abs. 9 FeV)
o
ein Gutachten eines Augenarztes (gemäß § 12 Abs. 6 FeV)
o
die Untersuchung der Leistungs- und Reaktionsfähigkeit (bei DEKRA oder TÜV)
o
Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses
o
Lichtbild
o
evt. muss der alte Führerschein gegen einen EU-Führerschein eingetauscht wer-
den.
Die Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird für eine Dauer von höchstens fünf Jahren,
längstens bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres ausgestellt. Auf Antrag wird die Erlaubnis
verlängert.
23
5 Wirtschaftlichkeit / Finanzierung
Die Akzeptanz des Mobilitätsangebotes bestimmt den wirtschaftlichen Erfolg. Neue Angebo-
te sind nur
dann dauerhaft tragfähig, wenn sie für den Nutzer, teilhabende Branchen (z. B.
Unternehmen und Betriebe, Einkaufsmärkte, Ärzte in den ländlichen Regionen), Mobilitäts-
anbieter (z.B. Verkehrsunternehmen) sowie Aufgabenträger des öffentlichen Verkehrs (z. B.
Zweckverbände, Kreise, Gemeinden) einen deutlichen Mehrwert, also eine lohnende Alter-
native darstellen. Der Teufelskreis von Nachfrage- und Angebotsrückgang ist nur dann auf-
zubrechen, wenn es gelingt, den Akteuren die positiven Wirkungen flexibler Angebote deut-
23
http://www.vbbonline.de/download/dokumente/buergerbus_handbuch.pdf

11
lich zu machen und sie zum sofortigen Handeln zu bewegen.
24
Positive Wirkungen können
wie folgt ineinander greifen:
1
Der Kunde bekommt ein verbessertes Angebot in Form einer Ausweitung der bisherigen Dienste (z. B. Zu- und Abgänge an
der Haustür) und einer Auflösung der Linien- und Fahrplanbindung.
5.1 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit alternativer Bedienungsformen müssen Aufwendungen
und Erträge
in einer Erfolgsrechnung gegenüber gestellt werden. Aufwendungen sind haupt-
sächlich Kosten für:
o
Fahrpersonal,
o
Fahrzeugabschreibung,
o
Kraftstoff,
o
Versicherung,
o
Reparatur und
o
die Einrichtung und den Betrieb einer Dispositionszentrale (inkl. Hard- und Soft-
ware).
Auf der Seite der Erlöse stehen die Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten, die abhän-
gig von der Anzahl der Fahrgäste sowie von der Höhe des Fahrpreises sind. Dazu kann
noch ein Komfortzuschlag verlangt werden, welcher neben dem regulären ÖPNV-Tarif dem
Kunden berechnet wird.
Eine rein betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Bewertung des ÖPNV kann aufgrund der
Gesetzeslage nicht alleiniger Ausgangspunkt bei der Planung eines ÖPNV-Angebotes sein.
Es muss ebenso die Funktion des öffentlichen Verkehrs als Teil der Daseinsvorsorge beach-
tet werden. Dies ist im Regionalisierungsgesetz (
RegG
) wie folgt festgeschrieben. Auszug
aus dem RegG - § 1 Abs. 1:
„Die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevöl-
kerung mit Verkehrsleistung im öffentlichen Personennahverkehr ist eine Aufgabe der Da-
seinsvorsorge.“
Damit diese gesetzliche Bestimmung erfüllt werden kann, ist davon auszugehen, dass der
öffentliche Nahverkehr, auch in Form alternativer Bedienungsangebote, weiterhin auf Förde-
rung durch Subventionen angewiesen ist. Eine Umwandlung von Linienverkehren in flexible
Bedienungsformen wird voraussichtlich kaum zur Eigenwirtschaftlichkeit führen.
25
Allerdings
ist hier zu beachten, dass der große ökonomische Vorteil alternativer Bedienungsformen
gegenüber dem Linienverkehr der in der Regel geringere Zuschussbedarf ist. Das liegt zum
24
http://www.mobikult.de/downloads/Abschlussbericht_mobikult_2007.pdf
25
http://www.imago-mobil.de/Broschuere/083_098_Dalkmann_Oetting_18_10_imp.pdf
führt zu
mehr
Fahrgästen für
den ÖPNV
bewirkt eine
Steigerung der
Kostendeckung
Erhöhung
der
Angebotsqualität
1

12
großen Teil daran, dass bei alternativen Bedienungsformen eine wirtschaftliche Optimierung
möglich ist, da
o
nur die tatsächlich nachgefragten, d.h. bestellten Fahrten des Fahrplanangebotes
realisiert werden,
o
nur die nachgefragten Punkte angefahren werden und damit nicht der gesamte Li-
nienweg, sondern oftmals nur ein Teilweg befahren werden muss,
o
die Fahrzeugkapazität auf die Fahrgastzahl abgestimmt werden kann und
o
gegebenenfalls kostengünstigere Betreibermodelle realisiert werden können (z. B.
mit ehrenamtlichen Fahrern).
Wichtig für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist ebenfalls, dass nicht nur die (neu einzufüh-
rende) alternative Bedienungsform betrachtet wird, sondern eine umfassende Betrachtung
für den gesamten ÖPNV in der Region angestellt wird.
26
5.2 Finanzierung alternativer Bedienungsformen
Die Finanzierung des ÖPNV ist in den ÖPNV-Gesetzen der Länder geregelt. Darin ist festge-
legt, wie
und nach welchen Kriterien die vom Bund nach dem Regionalisierungsgesetz zur
Verfügung gestellten Mittel an die Aufgabenträger bzw. Verkehrsunternehmen verteilt wer-
den.
27
Im Freistaat Sachsen regelt das Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr
(
ÖPNVG
) in § 7 ÖPNVG die Finanzierung des ÖPNV. Die Verordnung des Sächsischen
Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit zur Finanzierung des öffentlichen Personennah-
verkehrs (
ÖPNVFinVO
) regelt u. a. die Aufteilung sowie die Verwendung der Mittel aus dem
Regionalisierungsgesetz in Sachsen.
5.2.1 Säulen der Finanzierung
Die Finanzierung von alternativen Bedienungsformen kann durch mehrere Säulen erfolgen:
o
Fahrgelderlöse (evtl. zzgl. Komfortzuschlag) – siehe Abschnitt 4.1,
o
Zuschüsse der Aufgabenträger,
o
zusätzliche finanzielle Beiträge von Gemeinden, Unternehmen oder öffentlichen
Einrichtungen,
o
Förderung und
o
Sponsoren.
28
Der Freistaat
Sachsen fördert den ÖPNV über die Richtlinie des Sächsischen Staatsministe-
riums für Wirtschaft und Arbeit über die Gewährung von Fördermitteln im öffentlichen Perso-
nennahverkehr (
RL-ÖPNV
). Die Bewilligungsbehörden für diese ÖPNV-Förderung in Sach-
sen sind:
o
Landesdirektion Chemnitz
, Referat 36,
o
Landesdirektion Dresden
, Referat 36 und
26
http://www.vbbonline.de/download/dokumente/Handbuch_Alternative_Bedienung2008.pdf
27
http://www.bbsr.bund.de/cln_016/nn_21986/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/Sonderveroeffentlichungen/2009/DL__HandbuchPla
nungNeu,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL_HandbuchPlanungNeu.pdf
28
http://www.vbbonline.de/download/dokumente/Handbuch_Alternative_Bedienung2008.pdf

13
o
Landesdirektion Leipzig
, Referat 36.
29
Mit der Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung von Maßnahmen für die Be-
wältigung des demografischen Wandels (
FRL "Demografie"
, Wirkungszeitraum: 01.05.2007 -
31.12.2011) werden Zuwendungen für Projekte gewährt, die in Gebieten mit großen demo-
grafischen Veränderungen (hohe Schrumpfungsrate und Überalterung der Bevölkerung) lie-
gen. Als Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Förderrichtlinie ist die Einführung
eines Bürgerbusses in der Gemeinde Erlbach im Vogtland zu nennen.
Neben den oben genannten und in der Praxis bereits angewandten Finanzierungen sollten
innovative Finanzierungsmodelle vorangetrieben werden, wie sie bereits in anderen europäi-
schen Staaten praktiziert werden. Hierzu zählen z. B. Spenden und Erlöse aus Veranstaltun-
gen, Stiftungsförderung, Ehrenamt (vgl. Bürgerbusse) sowie neue Partnerschaften (bei-
spielsweise mit der Freizeitindustrie und dem Tourismus).
Wie werden im internationalen Kontext flexible Rufbusse finanziert? Eine Untersuchung zeig-
te, dass sie hauptsächlich durch Unternehmen und Sponsoren unterstützt werden und dass
öffentliche und private Akteure vermehrt zusammen arbeiten. Zum Beispiel wurden bei dem
Go-Mobil-Projekt in Österreich lokale Unternehmen bewusst in die Planung der Angebote mit
einbezogen. Sie agierten zusammen mit öffentlichen Entscheidungsträgern in einem Verein.
Ferner zeigte die Untersuchung, dass zusätzliche Finanzmittel von Privatpersonen durch die
Gründung von Vereinen erschlossen werden konnten.
30
5.2.2 Subjektförderung
als Alternative zur ÖPNV-Finanzierung
Eine Alternative zur ÖPNV-Finanzierung ist die Subjektförderung. Diese tritt dann in den
Vordergrund, wenn in sehr dünn besiedelten Räumen die konventionelle Systemförderung
des ÖPNV an ihre finanziellen Leistungsgrenzen stößt.
31
Eine Umstellung von Objekt- auf
Subjektförderung
bedeutet, dass nicht mehr der Betrieb einer Verkehrsdienstleistung mit
öffentlichen Mitteln gefördert, sondern den potenziellen Kunden ein Budget zur Verfügung
gestellt wird, welches die Möglichkeiten einer „ausreichenden Verkehrsteilnahme“ bietet. Das
kann z. B. in Form von Mobilitätsgutscheinen erfolgen, mit denen der Empfänger der Sub-
jektförderung Verkehrsmittel seiner Wahl nutzen kann. Zu den Vorteilen dieser Förderungs-
art gehören:
o
die Mittel werden effizienter verwendet,
o
öffentliche Transferleistungen im ÖPNV werden transparenter,
o
es wird die Nachfrage statt der Angebote subventioniert und
o
daraus hervorgehend wird eine Nachfrage erzeugt, deren Bedienung mit unter-
schiedlichen Mobilitätsdienstleistern erfolgen könnte.
29
http://www.smwa.sachsen.de/de/Verkehr/Oeffentlicher_Personennahverkehr/Verwaltung_des_OePNV_in_Sachsen/144997.htm
l
30
http://www.imago-mobil.de/Broschuere/083_098_Dalkmann_Oetting_18_10_imp.pdf
31
http://www.imago-mobil.de/Broschuere/083_098_Dalkmann_Oetting_18_10_imp.pdf

14
Das Prinzip der Subjektförderung wird in Großbritannien im County of Surrey seit 1997 an-
gewandt. Einwohner in dieser Region, die kein Pkw oder Motorrad besitzen, können bei den
Tandridge Taxi Vouchers den Taxiverkehr mit Gutscheinen nutzen.
In Deutschland fehlen für die Umsetzung der Subjektförderung allerdings noch die rechtli-
chen Voraussetzungen.
32
Zum einen müssten Vergabekriterien für die Mobilitätsgutscheine
festgelegt werden (Wer bekommt unter welchen Voraussetzungen wie viele Gutscheine?).
Zum anderen müsste in den Landkreisen mit einer geringen Bevölkerungsdichte das Perso-
nenbeförderungsgesetz, das jeden Personenverkehr außerhalb der konzessionierten Linien
verbietet, außer Kraft gesetzt werden. Dann würde ein interessanter Markt entstehen, in dem
Menschen, die über Führerschein, Fahrzeug und Zeit verfügen, zu entsprechenden Mobili-
tätsanbietern werden könnten.
6 Übersicht alternativer Bedienungsangebote in Sachsen
Im Vorangehenden wurden alternative Bedienungsformen in ihren möglichen Spielarten und
dem rechtlichen
Rahmen dargestellt. Sie wurden aus der wirtschaftlichen Perspektive be-
trachtet und es wurden verschiedene Finanzierungsmodelle vorgestellt. Nun soll ein Über-
blick alternativer Bedienungsangebote in Sachsen gegeben werden. Dabei geht es um die
Formen der alternativen Angebote, die Akteure („Macher“), die Umsetzung der Projekte und
die Finanzierung (5.1 bis 5.4).
Um zu ermitteln, wo im Freistaat Sachsen den Bürgerinnen und Bürgern alternative Bedie-
nungsformen zur Verfügung stehen, wurde zum einen auf bereits vorhandenes Datenmateri-
al im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) zurückge-
griffen. Zum anderen wurde auf den Internetseiten aller Verkehrsunternehmen, die in den
sechs großen Verkehrsverbünden
33
in Sachsen zusammengefasst sind, nach flexiblen An-
geboten gesucht.
Eine thematische Schlagwortrecherche im Internet brachte wenig Ergeb-
nisse, da vermutlich seitens der ländlichen Gemeinden solche Mobilitätsprojekte nicht im
Internet präsentiert werden.
Die Ergebnisse wurden tabellarisch festgehalten. Neben der Kategorie alternative Bedie-
nungsform und deren Anbieter erfolgte eine Einteilung in Bedienungsgebiet, Laufzeit, Ge-
nehmigung nach PBefG, eingesetzte Fahrzeuge, Fahrgäste pro Jahr, Fahrtbesonderheiten,
Zu- und Abgang, Voranmeldezeit, Fördermittel, Zuschussbedarf und Komfortzuschlag. Die
Daten für die jeweilige Kategorie wurden beim entsprechenden Anbieter entweder telefo-
nisch oder per Email mit einem Fragebogen ermittelt.
32
http://www.innoz.de/fileadmin/INNOZ/pdf/Bausteine/innoz-baustein-02.pdf
. Eine Ausnahme davon ist das „Persönliche Bud-
get“ für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen als eine neue Art von Hilfe, mit der auch Mobilitätsdiens-
te bezahlt werden können (
http://www.bmas.de/portal/9266/persoenliches__budget.html
).
.
33
Dazu zählen: Mitteldeutscher Verkehrsverbund (MDV), Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), Verkehrs-
verbund Mittelsachsen (VMS), Verkehrsverbund Vogtland (VVV), Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE) und der
Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON)

15
Im folgenden Kapitel werden die Ergebnisse zusammenfassend dargestellt. Die ausführli-
chen Ergebnisse der Befragung befinden sich in einer Tabelle zusammengestellt im Anhang
dieser Veröffentlichung.
6.1 Bedienungsformen
In Sachsen wurden insgesamt 43 flexible Angebote mit 11 verschiedenen alternativen Be-
dienungsformen gefunden. Am häufigsten sind der Rufbus (9), das Anrufsammeltaxi (8) so-
wie das Anruflinientaxi (7) vertreten. Danach folgen der Anruflinienbus (4), der Anrufbus (4)
sowie das Linientaxi und der Bürgerbus mit jeweils 3 Angeboten. Nur je einmal treten die
Formen Anmeldelinientaxi, Trampbus und Bedarfsbus auf. Ein Fahrradbus wird zum einen
von dem Verkehrsverbund Oberelbe und zum anderen von der Oberelbischen Verkehrsge-
sellschaft Pirna-Sebnitz mbH als alternative Bedienungsform zur Verfügung gestellt. Diese
beiden Angebote konnten allerdings aufgrund ihrer großen Bedienungsgebiete nicht in der
Übersichtskarte dargestellt werden.
Trotz der vielen unterschiedlichen Formen wurde der Großteil der alternativen Angebote
nach § 42 PBefG als Linienverkehr genehmigt. Nur zwei Verkehrsunternehmen gaben an,
eine Genehmigung nach § 2 Abs. 6 i. V. m. § 42 PBefG erhalten zu haben. Dies betrifft den
Anrufbus der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck GmbH und das Anrufsammeltaxi der
Plauener Straßenbahn GmbH.
6.2 Hauptakteure
Die Anbieter der alternativen Bedienungsformen lassen sich in drei Gruppen zusammenfas-
sen. Zum einen
gibt es die Verkehrsunternehmen, die ausschließlich Linienverkehre anbie-
ten. Dazu gehören zum Beispiel die Verkehrsgesellschaft Görlitz, die Leipziger Verkehrsbe-
triebe oder die Verkehrsgesellschaft Schwarze Elster mbH. Zum anderen stellen auch Ver-
kehrsunternehmen ÖPNV-Leistungen zur Verfügung, die ansonsten Reiseverkehre organi-
sieren, wie der Reisedienst Heinig, Mayer-Reisen, Lassak-Reisen oder Geißler Reisen. Zur
letzten Gruppe der Akteure gehören Bürger, die durch ihr ehrenamtliches Engagement alter-
native Angebote in Form von Bürgerbussen ermöglichen und damit das bestehende ÖPNV-
Angebot erweitern. Dazu zählt z.B. der Bürgerbus vom Bürgerbusverein Lommatzscher Pfle-
ge e. V.
6.3 Umsetzung
In diesem Kapitel werden die Kategorien Fahrzeuge und Fahrtbesonderheiten ausgewertet.
Die Kategorie
‚Fahrgäste pro Jahr’ lässt sich nicht sinnvoll auswerten, da sich die Fahrgast-
zahlen je nach der Bedienungsform, der Größe des Bedienungsgebietes und der Laufzeit
der Projekte stark unterscheiden. Ebenso können aus der Voranmeldezeit keine grundle-
genden Erkenntnisse abgeleitet werden.
Kategorie: Fahrzeuge
Je nach Bedienungsform werden unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt. Es kann jedoch
festgestellt werden, dass hauptsächlich Pkws bzw. Kleinbusse mit unterschiedlicher Anzahl

16
an Sitzplätzen eingesetzt werden. Damit wird seitens der Verkehrsunternehmen auf die ge-
ringere Nachfrage nach Fahrtwünschen in ländlichen Regionen bzw. in den Schwachlastzei-
ten reagiert. Eine Ausnahme bildet hier nur der Fahrradbus, der hauptsächlich mit Standard-
bussen bedient wird.
Kategorie: Fahrtbesonderheit
Die meisten alternativen Bedienungsformen werden während der Schwachlastzeiten einge-
setzt. Das heißt, sie fahren tagsüber oder auch nur abends / nachts und/oder an Wochenen-
den / Feiertagen nach Anmeldung. Der Anbieter Reisedienst Heinig hat beispielsweise das
Anruflinientaxi (ALT) in seinen normalen Linienverkehr derart integriert, dass das ALT als
Alternative zwischen den regulären Fahrten nach Bedarfsanmeldung verkehrt. Auch die Rei-
severkehr Schulze OHG sowie die Omnibus-Verkehrsgesellschaft Heideland bedienen tags-
über bestimmte, im Fahrplan ausgewiesene Haltestellen mit einem Rufbus, während die an-
deren Haltestellen vom regulären Linienverkehr angefahren werden. Als Beispiele einer Be-
dienung in den Tagesrandzeiten sind hier das Anruflinientaxi und das Anrufsammeltaxi der
Niederschlesischen Verkehrsgesellschaft sowie das Anruflinientaxi der Städtischen Ver-
kehrsbetriebe Zwickau zu nennen. Eine ausschließliche Bedienung am Wochenende erfolgt
unter anderem mit dem Anruflinienbus der Niederschlesischen Verkehrsgesellschaft und mit
dem Rufbus von Katzenstein Reisen Meyer und Wenzl GmbH. Diese hier aufgeführten alter-
nativen Bedienungsformen existieren also nicht in „reiner“ Form, sondern werden entweder
zur Ergänzung zum Linienverkehr in Schwachlastzeiten eingesetzt oder sind im normalen
Linienverkehr integriert.
Als Beispiele für die ausschließliche Nutzung als flexible Bedienungsform können der Anruf-
bus der Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH und der Anrufbus von Geißler Reisen
genannt werden. Der Bürgerbus in Lommatzsch / Käbschütztal und der Bürgerbus vom Rei-
chenbacher Verkehrsbetrieb Gerlach GmbH fahren jeweils zweimal pro Woche und bedie-
nen ländliche Regionen, denen sonst kein ÖPNV zur Verfügung steht.
6.4 Finanzierung
Für die meisten alternativen Bedienungsformen wurden keine Fördermittel seitens der
Betreiber
in Anspruch genommen. Zu den Ausnahmen gehören laut Angaben der Verkehrs-
unternehmen der Anrufbus von Geißler Reisen und das Anrufsammeltaxi des Regionalver-
kehrs Dresden. Fördermittel aus der Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung
von Maßnahmen für die Bewältigung des demografischen Wandels (FRL „Demografie“) wur-
den für das Bürgerbus-Projekt von der Gemeinde Erlbach beantragt.
Da die alternativen Bedienungsformen trotz kleinerer Fahrzeuge, bestellter Fahrten und ge-
gebenenfalls kostengünstigerer Betreibermodelle meist nicht kostendeckend arbeiten, wer-
den Zuschüsse entweder laut Verkehrsvertrag oder seitens der Gemeinde gezahlt.
Das Anrufsammeltaxi des Regionalverkehrs Dresden ist ein Beispiel für eine ausschließlich
über die Nutzer laufende Finanzierung, ebenso ist es derzeit beim Bürgerbus in Erlbach der
Fall.

17
7 Gute Beispiele
Im Ergebnis dieser Auswertung können der Anrufbus der Kraftverkehrsgesellschaft Dreilän-
dereck mbH sowie der Anrufbus von Geißler Reisen als positive Erfahrungsträger im Bereich
des bedarfsgesteuerten Flächenbetriebes genannt werden. Ebenso sollen hier der Bürger-
bus des Reichenbacher Verkehrsbetriebs Gerlach GmbH und der Bürgerbus vom Bürger-
busverein Lommatzscher Pflege e. V. als gut funktionierende Beispiele für die Erweiterung
von ÖPNV-Leistungen im ländlichen Raum angeführt werden. Daneben zeigt das Bürger-
busprojekt in Erlbach, wie mit viel Engagement von Seiten der Gemeinde eine alternative
Bedienungsform auch ohne die Kooperation mit einem Verkehrsunternehmen, aber in Ab-
stimmung mit diesem eingeführt werden kann.
8 Zusammenfassung / Schlussfolgerungen
Flexible Angebotsformen können Effizienzsteigerungen im ländlichen ÖPNV bewirken. Aus
ökonomischer
Sicht sind diese Systeme somit in der Regel gegenüber dem konventionellen
Linienverkehr vorzuziehen. Allerdings werden laut den Ergebnissen dieser Recherche die
alternativen Bedienungsformen größtenteils während der Schwachlastzeiten und in den Ta-
gesrandzeiten eingesetzt. Nur in wenigen Fällen werden damit ländliche Gebiete erschlos-
sen, die sonst keinen Zugang zum ÖPNV hätten. Diese Tatsache zeigt, dass es notwendig
ist, den öffentlichen Verkehr in Form von flexiblen Angeboten in den ländlichen Regionen
weiter zu fördern und zu unterstützen.
Um die öffentlichen Haushalte dabei zu entlasten, ist Kreativität bei der Entwicklung neuer
Finanzierungsmodelle gefragt: So können ÖPNV-Angebote etwa in Form von Ehrenamt,
Sponsoring oder durch Stiftungen unterstützt werden.
Um die Einführung alternativer Bedienungsformen zu erleichtern, sollten Barrieren abgebaut
werden. So wird beispielsweise eine Reform des PBefG zugunsten einheitlicher Leitlinien für
die Genehmigung alternativer Verkehre gefordert, aber auch mehr Offenheit von Seiten der
Aufgabenträger und der Verkehrsunternehmen.

18
9 Anhang
9.1 Übersicht
"Flexible Bedienungsformen -
Alternative
Angebote
des ÖPNV in Sachsen"
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
BUS
1
Anrufbus
Auto-Webel
Omnibusbe-
trieb
Stadt Delitzsch, Land-
kreis Leipziger Land
seit 10/09
§ 42 PBefG
Midi-Busse und
Pkw bis 7 Per-
sonen
k. A.
Bedienung zwi-
schen 04:00 Uhr
und 23:00 Uhr
außerhalb des
regulären Fahr-
tenangebotes
Haltestelle-
Haltestelle
120 min
Keine
Ja
2
Anrufbus
Geißler Rei-
sen i.Z. mit
dem Ver-
kehrsamt
Delitzsch
Landkreis Nordsachsen
(zwischen den Mittel-
zentren Eilenburg und
Taucha)
seit 2002
§ 42 PBefG
umgebauter
Sprinter mit 11
Sitzplätzen und
Kleinbus
ca. 4.500
ohne starren
Fahrplan und
feste Linienfüh-
rung
Haustür-
Haustür, inner-
halb der Städte
Haltestelle-
Haltestelle
120 min
Ja
Zuschuss
vom Land-
ratsamt
Delitzsch
Ja
3
Anrufbus
KVG
Landkreis Görlitz
(Raum Löbau)
k. A.
§ 2 Abs. 6 i. V.
m. § 42 PBefG
bedarfsge-
steuerter Flä-
chenbetrieb
Taxis / Groß-
raumtaxis für 5,
6, 8-12 Personen
ca.
27.600
verkehrt ohne
Fahrplan auf frei
bestimmbaren
Fahrtrouten
Haltestelle-
Haltestelle
45 min
Keine
Ja
Ja
- Inhaber
von Zeit-
karten
zuschlags-
frei
4
Anrufbus
POB
Vogtlandkreis
(zwischen Plauen und
Großfriesen)
seit 02/08
§ 42 PBefG
Taxi/Kleinbus
ca. 30
k. A.
Haltestelle-
Haltestelle
k. A.
Nein
Ja
Ja
5
AnrufLinienBus
KVRG (neu:
VGM)
Landkreis Meißen
(Raum Meißen)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
So. ab 24:00 Uhr
k. A.
bis 22:00
Uhr
k. A.
k. A.
k. A.
6
AnrufLinienBus
KVRG (neu:
VGM)
Landkreis Meißen
(Raum Riesa)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Wo-
chenende, Feier-
tage, Dienstag
und Freitag ab
19:00 Uhr
k. A.
60 min
k. A.
k. A.
k. A.
7
AnrufLinienBus
NVG
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
(ab Fiedersdorf, Raum
Görlitz, bis Niesky)
seit 07/03
§ 42 PBefG
Taxi/Kleinbus mit
max. 7 Plätzen
ca. 1.200
Bedienung
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle
120 min
Keine
Ja
Nein
Hinweis
Ein aktualisierte Übersicht (Stand 03/2012)finden Sie unter:
Flexible Bedienungsformen - Alternative Angebote
des ÖPNV in Sachsen
> Übersicht "Flexible Bedienungsformen"(aktualisierte Fassung)
http://www.smul.sachsen.de/laendlicher_raum/762.htm

19
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
8
AnrufLinienBus
VGM
Landkreis Meißen
(Gemeinden Meißen und
Niederau)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
k. A.
k. A.
Nein
9
Bedarfsbus
A. Wilhelm
Omnibusbe-
trieb
Landkreis Bautzen
(ab Bautzen in den
Raum Hochkirch und
Kubschütz)
seit 2000
§ 42 PBefG
Kleinbusse
ca. 1000
Bedienung Mo-
Fr. nachmittags
(15:45 Uhr )
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
Keine
Ja
Nein
10 Bürgerbus
Landkreis Leipzig
Muldentalkreis
(Zschadrass)
Bürgerbus wurde aufgrund zu geringer Nachfrage seitens der Nutzer eingestellt
11 Bürgerbus
Landkreis Meißen
(Lommatzsch/
Käbschütztal)
seit 09/08
§ 42 PBefG mit
Linienkonzes-
sion von der
VGM
Kleinbus für
max. 8 Personen
ca. 1.440
Bedienung
2x/Woche
(Do. und Fr. zu
den Markttagen
in den Gemein-
den)
Haltestelle-
Haltestelle
Nein,
feste
Fahrzeiten
Keine
Zuschuss
vom Land-
kreis
Nein
12 Bürgerbus
Vogtlandkreis (Erlbach)
seit 10/09
§ 42 PBefG
Kleinbus für 8
Personen
ca.
60/Monat
k. A.
Haltestelle (feste
Abfahrtspunkte)
- Haltestelle
oder Haustür
Keine
lt. Demo-
grafie-RL
Nein
Nein (1,50
€ / Fahrt)
13 Bürgerbus
Reichenba-
cher
Verkehrsbe-
trieb Gerlach
GmbH
Vogtlandkreis (Reichen-
bach, Mylau, Lambzig,
Foschenroda, Netzsch-
kau)
seit 2004
§ 42 PBefG
normaler
Linienverkehr
Kleinbus mit 25
Plätzen
20 - 30
/Tag
ca. 2.400/
Jahr
Bedienung 2x/
Woche
Haltestelle-
Haltestelle
Feste
Fahrzeiten
Keine
Ja
Nein
14 FahrradBus
OVPS
Landkreis Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge
(Sächsische Schweiz,
Teil Osterzgebirge, Teil
Böhmische Schweiz)
06/08 als
Saisonan-
gebot
§ 42 PBefG
MAN-
Linienbusse mit
Fahrradanhän-
ger
Saison
2009:
2.452 mit
Fahrrad
Bedienung
Wochenende,
Feiertage - Busse
mit Fahrradan-
hänger für 20
Räder
Haltestelle-
Haltestelle
Nein
Keine
Nein
Nein
15 FahrradBus
VVO -
PartnerVU:
RVD, VGM,
OVPS, RBO
Sächsisches Elbland,
Sächsische Schweiz,
Lausitz
Angebots-
erweite-
rung 2008
fährt auf beste-
henden Linien
der Partner VU
Linienbusse (12
m) und Midibus-
se
(10 m) mit An-
hänger für 20
Fahrräder
Saison
2009: ca.
2.500 (nur
Sächsi-
sche
Schweiz)
Bedienung April-
Oktober
Wochenende,
Feiertage
Haltestelle-
Haltestelle
Nein
Keine
Nein
Nein

20
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
16 Rufbus
Katzenstein
Reisen Meyer
und Wenzl
GmbH
Landkreis Erzgebirgs-
kreis (Marienberg,
Zöblitz, Lauterbach)
ca. 2006
§ 42 PBefG
Kleinbusse
k. A.
Bedienung
Wochenende,
Feiertage
Haltestelle-
Haltestelle
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
17 Rufbus
KVG
Landkreis Görlitz
(Raum Zittau, Bernstadt,
Löbau)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Linie 20: Bedie-
nung Mo-Fr. ab
17:25 Uhr, alle
anderen Linien
Bedienung am
Wochenende
k. A.
45 min
k. A.
k. A.
Nein
18 Rufbus
Lassak-
Reisen
Landkreis Bautzen
(Raum Göda)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
Fr. nachmittags
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
k. A.
k. A.
Nein
19 Rufbus
Mayer-Reisen
Landkreis Bautzen
(Raum Göda)
seit 2008
§ 42 PBefG
Kleinbusse
ca. 140
Bedienung Mo-
Fr. nachmittags
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
Keine
Ja
Nein
20 Rufbus
OVH
Landkreis Nordsachsen
(Raum Torgau,
Mockrehna, Eilenburg)
seit 07/06
§ 42 PBefG
Solo-, Midi- und
Kleinbusse
keine
gesonder-
te Erfas-
sung
Bedienung Mo-
Fr.ab 8:30 und
19:00 Uhr, im
Fahrplan ausge-
wiesene Halte-
stellen
Haltestelle-
Haltestelle
120 min
Keine
Ja
k. A.
21 Rufbus
RBO
Landkreis Bautzen
(Raum Bautzen: von
Bautzen nach Weißen-
berg, Großdubrau,
Königswartha)
seit 1997
§ 42 PBefG
Kleinbusse für 8
bis 16 Personen,
Standardbusse
für 40-45 Perso-
nen
3.924 im
Jahr 2009
Bedienung ab
18:30 Uhr
Haltestelle-
Haltestelle oder
Haustür (wenn
auf dem Linien-
weg)
60 min
Keine
Ja, Zu-
schuss lt.
Verkehrs-
vertrag für
alle Linien
Ja
- Inhaber
von Zeit-
karten
zuschlags-
frei
22
Rufbus
Reise-
verkehr
Schulze OHG
Landkreis Nordsachsen
(Raum Torgau - Mock-
ritz)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
Fr. ab 11:13 Uhr
im Fahrplan aus-
gewiesene Halte-
stellen
Haltestelle-
Haltestelle
120 min
k. A.
k. A.
k. A.
23 Rufbus
S. Wilhelm
Omnibusbe-
trieb
Landkreis Bautzen
(Raum Bautzen)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
Fr. ab 17:15 Uhr,
Sonn- und Feier-
tage
k. A.
60 min
k. A.
k. A.
Nein
24 Rufbus
VGG
Stadt Görlitz
k. A.
§ 42 PBefG
Großraumtaxis
k. A.
k. A.
k. A.
30 min
Keine
Nein
Nein

21
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
25 TRAMPBus
NVG
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
(gilt für alle Fahrten der
NVG)
seit 1997
§ 42 PBefG
alle im Linien-
verkehr zum
Einsatz kom-
menden Fahr-
zeuge
k. A.
Bedienung
Samstag, Sonn-
und Feiertage
sowie Fahrten,
die nach 18 Uhr
die Endhalte-
stelle erreichen
Haltestelle-
Haltestelle oder
Haustür
k. A.
Keine
Ja
Nein
TAXI
26 AnrufLinien-
Taxi
CVAG
Stadtgebiet Chemnitz
seit 2001
§ 42 PBefG
hauptsächlich
Pkw, Schüler-
fahrten auf OL
46 mit Kleinbus
ca. 6.300
im Jahr
2009
Bedienung in
Schwachlastzei-
ten - hauptsäch-
lich Linien, die
auch am Tag alle
60 od. 30 min
fahren
Haltestelle-
Haltestelle o.
Haustür, wenn
max. 500 m von
Haltestelle ent-
fernt
30 min
Keine
Ja
Ja
27 AnrufLinien-
Taxi
DVB
Stadtgebiet Dresden
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung nur
nachts
Haltestelle-
Haltestelle
20 min
k. A.
k. A.
Nein
28 AnrufLinien-
Taxi
Funk-
Taxi-Service
GmbH Frei-
berg i. A. der
VBF
Stadt Freiberg
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
Fr. abends,
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
k. A.
k. A.
Ja
29 AnrufLinien-
Taxi
LVB
Stadtgebiet Leipzig -
peripher gelegene, klei-
ne Stadtteile
seit 08/03
sukzessiv
erweitert
§ 42 PBefG -
keine geson-
derte Geneh-
migung für
ALITA
Pkw (Taxifahr-
zeuge)
ca.
15.000
Bedienung
Tagesrandzeiten
ab ca. 20 Uhr,
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle
20 min
Keine
Ja
Nein
30 AnrufLinien-
Taxi
PSB
Vogtlandkreis
seit 12/05
im Rahmen der
Genehmigung
für Straßen-
bahn- und
Buslinien
Pkw/Kleinbus
ca. 3.000
verkehrt auf allen
Straßenbahnli-
nien (Sonntags:
05:00 - 08:00
Uhr), auf den
Stadtbuslinien C
und D in ver-
kehrs-
schwachen
Zeiten
Haltestelle-
Haltestelle
30 min
Keine
Ja
Nein

22
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
31 AnrufLinien-
Taxi
Reise-
dienst Heinig
Landkreis Mittelsachsen
(Altenberg, Nassau,
Freiberg, Brand-
Erbisdorf-Rechenberg-
Bienenmühle-
Frauenstein)
k. A.
Liniengeneh-
migung
738/733 - An-
wendung Ver-
bundtarif
k. A.
k. A.
im normalen
Linienverkehr
integriert
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
k. A.
k. A.
k. A.
32 AnrufLinien-
Taxi
Städti-
sche Ver-
kehrsbetriebe
Zwickau
Stadtgebiet Zwickau
(Linie 20 Zwickau-
Neumarkt bis Zwickau-
Pöhlau)
seit 08/09
§ 42 PBefG
Taxi/Pkw oder
Kleinfahrzeuge
(8 Plätze)
ca.
92/Monat
Bedienung Mo-
Fr. ab 19:45 Uhr,
Wochenende,
Feiertage
Haltestelle-
Haltestelle
(ab 20:00 Uhr
Ausstieg auch
zwischen den
Haltestellen
möglich)
30 min
Keine
Ja
k. A.
33 AnrufSammel-
Taxi
Funk-
Taxi-Service
GmbH Frei-
berg
i. A. der VBF
Stadt Freiberg
k. A.
§ 42 PBefG,
§ 43 PBefG
k. A.
k. A.
Bedienung Mo-
Fr. abends,
Wochenende
Haltestelle-
Haustür (für
Schwerbehin-
derte Abholung
an der Haustür)
30 min
k. A.
k. A.
Ja
34 AnrufSammel-
Taxi
KVRG (neu:
VGM)
Landkreis Meißen
(Stadtgebiet Riesa)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung ab
21 Uhr
Haltestelle-
Haustür
30 min
k. A.
k. A.
Ja
35 AnrufSammel-
Taxi
LVB
Landkreis Leipzig
seit 09/07
§ 42 PBefG
keine geson-
derte Geneh-
migung für AST
Pkw und Klein-
transporter
(9-Sitzer)
ca. 1.000
Bedienung
abends,
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle oder
Haustür
60 min
Keine
Ja
Wochen-
ende zu-
schlags-
pflichtig
36 AnrufSammel-
Taxi
NVG
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis (Stadt-
gebiet Weisswasser)
seit 07/02
§ 42 PBefG
Taxi mit mind. 4
Sitzplätzen
ca. 715
Bedienung Mo-
Fr. abends,
Wochenende,
Feiertage
Haltestelle-
Haustür
30 min
Keine
Ja
37 AnrufSammel-
Taxi
PSB
Vogtlandkreis
(Stadtteil Neundorf)
seit 12/02
§ 2 Abs. 6
i.V.m. § 42
PBefG
Pkw
ca. 3.400
im Jahr
2009
k. A.
Haltestelle-
Haustür
30 min
Keine
Ja
Ja
38 AnrufSammel-
Taxi
RVD
Landkreis Sächsische
Schweiz Osterzgebirge
(Stadtgebiet Freital)
seit 11/98
§ 42 PBefG
Taxis für 4 - 8
Personen
ca.
15.000
Bedienung Mo-
Fr. ab 19:00 Uhr,
Wochenende
Haltestelle-
Haustür
40 min
Anschub-
finan-
zierung
Nein,
ausschließ
-lich Nut-
zerfinan-
zierung
Ja

23
Nr.
Alternative
Bedienungs-
formen
Gebiet
Laufzeit
Betriebsform/
Genehmigung
Fahrzeuge
Fahrgäs-
te pro
Jahr
Fahrtbesonder-
heit
Zu- und Ab-
gang
Voran-
melde-
zeit
Fördermit-
tel
Zu-
schuss-
bedarf
Komfort-
zuschlag
39 AnrufSammel-
Taxi
VGM
Landkreis Meißen
(Stadt Meißen
einschließlich aller
Ortsteile)
k. A.
k. A.
k. A.
k. A.
Bedienung ab
19:30 Uhr,
Wochenende
Haltestelle-
Haustür
30 min
k. A.
k. A.
k. A.
40 AnrufSammel-
Taxi
VSE
Landkreis Bautzen
(Stadtgebiet Hoyerswer-
da)
seit 12/02
§ 42 PBefG
Pkw und Klein-
transporter
(8 Plätze)
5.676 im
Jahr 2009
Bedienung nur
abends
Haltestelle-
Haustür
30 min
Keine
Ja
Ja
41 AnmeldeLi-
nienTaxi
NVG
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis (Box-
berg/Gablenz, Weiß-
wasser, Bad Muskau,
Mühlrose, Schleife)
seit 07/01
§ 42 PBefG
Taxi/Kleinbus mit
max. 7 Plätzen
ca. 519
Bedienung Mo-
Fr. abends,
Wochenende
Haltestelle-
Haltestelle
60 min
Keine
Ja
Nein
42 Linientaxi
NVG
Niederschlesischer
Oberlausitzkreis
(Kreis Görlitz, ab Görlitz
bis zum nördlichen Rand
des Kreises)
seit 11/97
§ 42 PBefG
Taxi/Kleinbus für
max. 7 Personen
ca. 2621
k. A.
k. A.
Gruppen-
anmel-
dung
notwendig
Keine
Ja
Nein
43 LinienTaxi
PSB
Vogtlandkreis
(Plauen)
seit 1994
im Rahmen der
Genehmigung
für Straßen-
bahnlinien
Kleinbus
bis 2007
ca.
35.000 -
mit Ein-
führung
der Stadt-
buslinien
reduzierte
sich der
Anteil der
Fahrten
verkehrt auf den
Straßenbahnli-
nien 4 und 5 in
verkehrs-
schwachen Zei-
ten
Haltestelle-
Haltestelle
Nein,
verkehren
nach
Fahrplan
Keine
Ja
Nein
44 Linientaxi
VGG
Stadt Görlitz
k. A.
§ 42 PBefG
Großraumtaxis
k. A.
k. A.
k. A.
Gruppen-
anmel-
dung
notwendig
Keine
Nein
Nein
Die Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Hier sind die alternativen Bedienungsangebote aufgelistet, die im Zeitraum Januar bis März 2010 im Internet sowie durch telefonische
und E-Mail-Anfrage recherchiert werden konnten.
Abkürzungserklärung:
KVG
Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH
RBO
Regionalbus Oberlausitz GmbH
VGG
Verkehrsgesellschaft Görlitz
OVH
Omnibus-Verkehrsgesellschaft mbH Heideland

24
POB
Plauener Omnibusbetrieb GmbH
PSB
Plauener Straßenbahn GmbH
LVB
Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH
KVRG
Kreisverkehrsgesellschaft Riesa Großenhain mbH
NVG
Niederschlesische Verkehrsgesellschaft mbH
VBF
Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH
CVAG
Chemnitzer Verkehrs-AG
RVD
Regionalverkehr Dresden GmbH
VSE
Verkehrsgesellschaft Schwarze Elster mbH
VGM
Verkehrsgesellschaft Meißen mbH
DVB
Dresdner Verkehrsbetriebe AG
VVO
Verkehrsverbund Oberelbe
OVPS
Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH

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25
9.2 Karte „Flexible
Bedienungsformen -
Alternative Angebote des ÖPNV in Sachsen

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26
9.3 Adressenliste der Betreiber alternativer Angebote
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
1
Anrufbus
Auto-Webel Omnibusbetrieb
Hallesche Str. 70
04509 Delitzsch
Tel.: 034202/30 99 85
Fax: 034202/30 12 38
www.auto-webel.de
rene.freckmann@auto-webel.de
5-6
AnrufLinienBus Anruf-
Sammeltaxi,
KVRG
Kreisverkehrsgesellschaft
Riesa Großenhain mbH
Bahnhofstr. 4
01558 Großenhain
Tel.: 03552/52 25 0
Fax: 03522/52 25 12
www.kvrg.de
info@kvrg.de
2
Anrufbus
Geißler Reisen
Nico Geißler
Geschäftsführer
Busvermietung, Disposition, Linienverkehr
Tel: 0 34 23 / 70 04 0
Fax: 0 34 23 / 70 04 10
www.geissler-reisen.de
nico@geissler-reisen.de
7, 25,
36, 41,
42
AnrufLinienBus, Linienta-
xi, AnmeldeLinienTaxi,
AnrufSammelTaxi,
TRAMPBus
NVG
Niederschlesische Verkehrsgesellschaft mbH
Heinrich-Heine-Str. 75
02943 Weißwasser
Tel.: 03576/28 04 0
Fax: 03576/28 04 11
www.nvg-connex.de
info@nvg-bus.de
3, 17
Anrufbus, Rufbus
KVG
Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck mbH
Südstraße 2
02763 Zittau
Tel.: (03583) 77 41-0
Fax: (03583) 77 41-42
www.KVG-Zittau.de
Kundenbuero@KVG-Zittau.de
8, 34,
39
AnrufLinienBus, Anruf-
SammelTaxi
VGM
Verkehrsgesellschaft Meißen mbH
Hafenstr. 51
01662 Meißen
Tel.: 03521/74 16 0
Fax: 03521/73 28 82
www.vg-meissen.de
info@vg-meissen.de
4
Anrufbus
POB
Plauener Omnibusbetrieb GmbH
Friedrich-Eckardt-Str. 3
08529 Plauen
Tel.: (03741)44 80
Fax: (03741)44 81 0
www.pob-online.com
info@pob-online.de
9
Bedarfsbus
A. Wilhelm Omnibusbetrieb
Bautzener Str. 40
02692 Ebendörfel
Tel.: 035938/98 01 0
Fax: 035938/98 01 1
www.august-wilhelm.de
augustwilhelm@web.de

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27
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
10
Bürgerbus – eingestellt
aufgrund geringer Nach-
frage
Gemeindeverwaltung Zschadrass
Verwaltungssitz Hausdorf
Hauptstr. 38
04680 Zschadrass OT Hausdorf
Tel.: 034381/83 10 0
Fax: 034381/83 10 1
www.zschadrass.de
zschadrass@t-online.de
14
Fahrradbus
OVPS
Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna
– Sebnitz mbH
Bahnhofstr. 14a
01796 Pirna
Tel.: 03501/79 21 60
Fax: 03501/79 21 04
www.ovps.de
pirna@ovps.de
11
Bürgerbus
BürgerBus Lommatzscher Pflege e.V.
Ute Schwäbe, Vorsitzende
Tel.: 035241-58086
Tel.: 035241-54011 (Stadtverwaltung)
www.lommatzscher-pflege.de
15
Fahrradbus
VVO
Verkehrsverbund Oberelbe
Elbcenter Dresden
Leipziger Str. 120
01127 Dresden
Tel.: 0180/22 66 22 66
www.vvo-online.de
service@vvo-online.de
12
Bürgerbus
Gemeindeverwaltung Erlbach
Bürgermeister Klaus Herold
Klingenthaler Str. 1
08265 Erlbach
Tel./Fax: 037422/6225
www.erlbach-vogtland.de
info@erlbach-vogtland.de
buergermeister@erlbach-vogtland.de
16
Rufbus
Katzenstein Reisen Meyer und Wenzl
GmbH
Reitzenhainer Str. 25c
Marienberg
Sachsen
Tel.: 03735/67990
Fax: 03735/679931
http://www.meyer-wenzl.de
13
Bürgerbus
Reichenbacher Verkehrsbetrieb Gerlach
GmbH
Rosa-Luxemburg-Str. 27
08468 Reichenbach
Tel.: 03765/55 77 0
www.rvb-gerlach.de
rvb-gerlach@t-online.de
18
Rufbus
Lassak-Reisen
Paul-Neck-Str. 121
02625 Bautzen
Tel.: 03591/60 00 37
Fax: 03591/60 00 38
www.lassak-reisen.de
info@lassak-reisen.de

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28
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
19
Rufbus
Mayer-Reisen
Busunternehmen & Reisebüro
H.-G. Mayer e. K.
OT Neu-Bloaschütz Nr. 7
02633 Göda
Tel.: 03591/30 20 70
Fax: 03591/30 20 11
www.mayer-busreisen.de
info@mayer-busreisen.de
23
Rufbus
S. Wilhelm Omnibusbetrieb
Inhaber Johannes Wilhelm e. K.
Seminarstr. 15
02625 Bautzen
Tel: 03591/42 98 0
www.swilhelm-reisen.de
info@swilhelm-reisen.de
20
Rufbus
OVH
Omnibus-Verkehrsgesellschaft mbH Heide-
land
Geschäftssitz Oschatz
Dresdener Str. 54
04758 Oschatz
Tel.: 03435/90 60 0
Fax.: 03435/90 60 99
www.ov-heideland.de
info@ov-heideland.de
24, 44
Rufbus, Linientaxi
VGG
Verkehrsgesellschaft Görlitz
Zittauer Straße 71
02826 Görlitz
Tel.: 03581 339595
www.vgg.stadtwerke-goerlitz.de
kundencentervgg@veolia-verkehr.de
21
Rufbus
RBO
Regionalbus Oberlausitz GmbH
Paul-Neck-Str. 139
02625 Bautzen
Tel.: 03591 6260
Fax: 03591 626100
www.regiobus-bautzen.net
info@regiobus-bautzen.net
26
AnrufLinienTaxi
CVAG
Chemnitzer Verkehrs-AG
Carl-von-Ossietzky-Str. 186
09127 Chemnitz
Tel.: 0371/23 70 0
Fax: 0371/23 70 60 0
www.cvag.de
kontakt@cvag.de
22
Rufbus
Reiseverkehr Schulze OHG
Süptitzer Weg 5
04860 Torgau
Tel. (0 34 21) 73 15 11
Fax (0 34 21) 73 15 16
www.reiseverkehr-schulze.de
kontakt@rvschulze.de
27
AnrufLinienTaxi
DVB
Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Trachenberger Str. 40
01129 Dresden
Tel.: 0351/85 70
Fax: 0351/85 71 01 0
www.dvb.de
service@dvbag.de

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29
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
Nr.
Mobilitätsprojekt
Adresse/Telefonnummer
31
Anruf-Linien-Taxi
Reisedienst Heinig
Inh. Lutz Kaden
Schäfergutstr. 13
09623 Nassau
Tel.: 037327/7192
Fax: 037327/7139
http://www.reisedienst-heinig.de
info@reisedienst-heinig.de
28, 33
AnrufSammelTaxi, Anruf-
LinienTaxi
Funk-Taxi-Service GmbH Freiberg i. A.
der VBF
Geschäftsführer Karlheinz Köhler
Roter Weg 39
09599 Freiberg
Tel.: 03731/26 27 0
Fax: 03731/26 27 27
www.funktaxi-freiberg.de
info@funktaxi-freiberg.de
VBF
Verkehrsbetriebe Kreis Freiberg GmbH
Frauensteiner Str. 105
09599 Freiberg
Tel.: 03731/26 04 11
Fax: 03731/26 04 61
www.vbf-freiberg.de
info@vbf-freiberg.de
32
Anruf-Linien-Taxi
SVZ
Städtischen Verkehrsbetrieben Zwickau
Bahnhofstr. 2c/d
08056 Zwickau
Tel.: 0375/21 33 84
http://www.svz-nahverkehr.de/
info@svz-nahverkehr.de
29, 35
AnrufLinienTaxi, Anruf-
SammelTaxi
LVB
Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH
Karl-Liebknecht-Str. 12
04107 Leipzig
Tel.: 0341/19 44 9
Fax: 0341/49 22 07 9
www.lvb.de
info@lvb.de
38
AnrufSammelTaxi
RVD
Regionalverkehr Dresden GmbH
Ammonstr. 25
01067 Dresden
Tel.: 01802 443 443
Fax: 0351/49 54 03 3
www.rvd.de
service@rvd.de
30, 37,
43
LinienTaxi, AnrufSam-
melTaxi, AnrufLinienTaxi
PSB
Plauener Straßenbahn GmbH
Melanchthonstr. 4
08523 Plauen
Tel.: 03741/29 94 0
Fax: 03741/29 94 15
www.strassenbahn-plauen.de
info@strassenbahn-plauen.de
40
AnrufSammelTaxi
VSE
Verkehrsgesellschaft Schwarze Elster mbH
Indurstriegelände Str. B Nr. 8
02977 Hoyerswerda
Tel.: 03571/46 96 10
Fax: 03571/46 96 19
www.vse-hy.de
info@vse-hy.de