image
image
image
image
image
Grund-, Mittel- und Förderschulen
Gymnasium
berufsbildende Schulen
2005
Freistaat
Sachsen
Staatsministerium für Kultus
HANDREICHUNG
zur
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung im Schulsport
Mehrperspektivität
Mehrdimensionalität
Lernen braucht Bewegung

Sächsisches Staatsministerium für Kultus
HANDREICHUNG
zur
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung im Schulsport
Handreichung für Lehrer
an Grund-, Mittel- und Förderschulen und Gymnasien sowie berufsbildenden Schulen
2005

Impressum
Die Handreichung Sport (HR-SPORT) wurde im
August 2005
freigegeben und erarbeitet am
Sächsischen Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung
Comenius-Institut
Dresdner Straße 78c
01445 Radebeul
http://www.comenius-institut.de
in Zusammenarbeit mit
Thomas Döring
Comenius-Institut
Dr. Gunar Senf
Universität Leipzig
Wir danken folgenden Sportlehrerinnen und Sportlehrern für die Erarbeitung einzelner Lernbereiche sowie
Themenbereiche:
Wilfried Fleischer
Regionalschulamt Chemnitz
Lutz Göde
Bertolt-Brecht-Gymnasium Dresden
Gundula Härtlein
Mittelschule Reichenbrand
Stefan Hoffmann
Alexander von Humboldt Gymnasium Werdau
Annett Kluge
Gymnasium Luisenstift Radebeul
Gisela Lange
Juliot-Curie-Gymnasium Görlitz
Dr. Peter Lange
Staatliches Seminar für das Höhere Lehramt an Gymnasien Leipzig
Anett Prüfer
Gebrüder-Grimm-Grundschule Chemnitz
Jens Püttner
Mittelschule Reinsdorf
René Rohac
Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf
Die CD-ROM zur Handreichung wurde erstellt von
Uwe Hempel
16. Schule – Mittelschule Leipzig
Oskar-Frank Seifert
Georg-Schumann-Mittelschule Leipzig
http://www.hr-sport.de.vu
HERAUSGEBER
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Carolaplatz 1
01097 Dresden
http://www.sachsen-macht-schule.de
HERSTELLUNG
Stoba Druck
Am Mart 16
01561 Lampertswalde
http://www.stoba-druck.de
Stoba-Druck@t-online.de
Bestellnummer: 05/H 2 38 002
Die Handreichung wurde auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.

Inhalt
HR-SPORT 3
Inhaltsverzeichnis
Seite
0.
Vorbemerkungen 6
1.
Anforderungen aus dem Lehrplan Sport in Sachsen
8
1.1
Lehrplanmodell - spezielle fachliche Ziele - Planungshinweise
8
2.
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung im Sportunterricht
9
2.1
Grundsätze der Leistungsbewertung
9
2.2
Leistungsbewertung im Fach Sport
11
2.3
Lernbereichs- und Schuljahresendnote bzw. Kursnote (Sekundarstufe II)
13
2.4
Sportliches Profil im Gymnasium - Empfehlungen zur Leistungsbewertung
16
3.
Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote in den einzelnen Schularten 18
3.1
Leistungsbewertung im Fach Sport der Grundschule
18
Empfehlungen zur Leistungsermittlung in ausgewählten Lernbereichen
21
3.1.1
Lernbereich: Leichtathletische Übungen
21
3.1.2
Lernbereich: Spiele und Spielformen
22
3.1.3
Lernbereich: Turnerische Übungen
23
3.1.4
Lernbereich: Gymnastisch-tänzerische Übungen
24
3.1.5
Lernbereich: Schwimmen
25
3.1.6
Lernbereich: Wintersport
25
3.2
Leistungsbewertung im Fach Sport der Mittelschule und des Gymnasiums
der Klassenstufen 5 - 10
26
Empfehlungen zur Leistungsbewertung in den Lernbereichen des Typ 1
29
3.2.1
Lernbereich: Sportspiele (Zielschussspiele/Rückschlagspiele)
29
3.2.2
Lernbereich: Leichtathletik
32
3.2.3
Lernbereich: Turnen
34
3.2.4
Lernbereich: Gymnastik/Aerobic/Tanz
37
3.2.5
Lernbereich: Kampfsport/Zweikampfübungen
39
3.2.6
Lernbereich: Schwimmen
41
3.2.7
Lernbereich: Wintersport
43
Empfehlungen zur Leistungsbewertung in den Lernbereichen des Typ 2
45

Inhalt
4 HR-SPORT
3.2.8
Lernbereich: Fitness
46
3.2.9
Lernbereich: Wagnis
48
3.2.10
Lernbereich: Orientierungslauf (OL)
48
3.2.11
Lernbereich: Inline-Skating
50
3.3
Leistungsbewertung im Fach Sport des Gymnasiums der
Jahrgangsstufen 11/12 52
3.4
Berufsbildende Schulen
54
4.
Portfolio im Sportunterricht
55
5.
Sportförderunterricht - organisatorische Hinweise
60
6.
Rechtsfragen im Schulsport
62
6.1
Rechtsfragen - Grundschule
62
6.2
Rechtsfragen - Mittelschule
63
6.3
Rechtsfragen - Gymnasium
63
6.4
Weitere Verordnungen
64
6.5
Hinweise zur Organisation des Sportunterrichts
65
6.6
Attestation - Zeugniseintragungen
65
Literaturverzeichnis
66
Anhang 1 - Lernbereichsspezifische Zuordnung des motorischen Basistests/Fitnesstest
67
Beschreibung ausgewählter Beispiele des motorischen Basistests bzw.
Fitnesstests
68
Anhang 2 - Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest
77
Anhang 3.1 - Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik - Grundschule
82
Anhang 3.2 - Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik - Mittelschule/Gymnasium
(Klassenstufen 5 - 10)
83
Anhang 3.3 - Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik - Gymnasium (Jahrgangsstufen 11/12)
85
Anhang 4 - Sachliche Bezugsnorm Schwimmen - Mittelschule/Gymnasium
(Klassenstufen 5 - 10)
86
Anhang 5 - Beobachtungsprotokolle
88
Anhang 6 - Qualitative Bewertung - Qualitätsmerkmale der Bewegungsausführung
90
Anhang 7 - Bewertungskriterien für das Bewerten des Sozialverhaltens
94
Anhang 8 - Planungsempfehlungen zum Lernbereich Fitness
95

Inhalt
HR-SPORT 5
Inhaltsangaben zur CD-ROM
1.
Handreichung Sport (PDF)
2.
Lernbereichsspezifische Zuordnung des motorischen Basistests
3.
Sachliche Bezugsnormen (100 Punkte-Tabellen motorischer Basistest,
Leichtathletik) mit Beschreibung der einzelnen Übungen/Tests
4.
Interaktive Tabelle zur Notenerfassung mit Hilfe von MS Excel
5.
Interaktive Tabelle zu Mehrkampfpunktberechnungen in den Bereichen
Fitness/Athletik sowie Leichtathletik mit Hilfe von MS Excel
6.
Informationen und Materialien zum Levellauf
7.
Hochsprungwettkämpfe mit MS Excel auswerten

 
Vorbemerkungen
6 HR-SPORT
0. Vorbemerkungen
Eine der wesentlichen Zielvorgaben der Lehrplanreform in Sachsen ist die Steigerung schulischer
Qualität durch eine Veränderung der Lehr- und Lernkultur. Besonders durch die neuen Lehrpläne
wird das Bedingungsgefüge für Unterricht an sächsischen Schulen verändert. Durch die stärkere
Einbeziehung des Schülers
1
als aktiv Lernenden in die schulische Arbeit werden Grundlagen für
ein lebenslanges Lernen gelegt. Im Mittelpunkt stehen hierbei der Erwerb intelligenten und anwen-
dungsfähigen Wissens, die Entwicklung von Lern-, Methoden- und Sozialkompetenz sowie die
Werteorientierung.
Eine Veränderung der Lehr- und Lernkultur fordert letztendlich auch eine Reform der Bewertungs-
kultur. Im Unterricht sollten weiterentwickelte Formen der Leistungsermittlung und Leistungsbe-
wertung zur Anwendung kommen, wie Leistungsdiagnostik, Methoden der individuellen Förderung
und Differenzierung, kooperative Sozialformen sowie eine stärkere Orientierung auf den Lernpro-
zess.
Die vorliegende Handreichung Sport Sachsen nimmt die Impulse der neuen Lehrplangeneration
mit der gegebenen Fachspezifik auf. Durch einen mehrdimensionalen Ansatz der Leistungsbe-
wertung können die mehrperspektivisch ausgerichteten Lernziele umfassender eingeschätzt wer-
den. Der Inhalt dieses Arbeitsmediums wird im Wesentlichen von den allgemeinen und speziellen
fachlichen Zielen der Lehrpläne Sport der einzelnen Schularten bestimmt und durch didaktische
Grundsätze unterlegt. Den einzelnen ausgewiesenen Lernbereichen werden Bewertungsvor-
schläge zugeordnet, die die Prozesse der Leistungsermittlung und Leistungsbewertung in der
Schulpraxis sachbezogener, effektiver und transparenter gestalten sollen.
Neben allen territorialen, materiellen und personellen Möglichkeiten einer Schule sowie den indivi-
duellen Leistungsvoraussetzungen der Schüler steht die gerechte Bewertung von Schülerleistung
im Vordergrund. Eine besondere Berücksichtigung erhält hierbei die sachliche, soziale und indivi-
duelle Dimension des Faches.
Die im Lehrplan Sport enthaltene Typisierung der Lernbereiche in der Primarstufe, Sekundarstufe I
und II führt nur bedingt zu einer vorgeschriebenen Auswahl der Sportarten. Die Schwerpunktset-
zung wird durch die Fachkonferenz Sport festgelegt. Damit kann eine Sportartenprofilierung einer
Schule erstellt werden. Jede Fachlehrkraft bestimmt im Rahmen dieser Beschlüsse die individuel-
len didaktischen und methodischen Möglichkeiten bei der Unterrichtsgestaltung. Der sich hieraus
ergebende neue pädagogische Freiraum ist mit besonderer Verantwortung auszufüllen und in
Unterrichtsqualität umzusetzen.
Alle in der Handreichung Sport Sachsen dargestellten Positionen stellen für Lehrer aller Schularten
einen Orientierungsrahmen für die Bewertung von Schülerleistungen dar. Hierbei sind die Möglich-
keiten zu prüfen, inwieweit Formen der Selbst- und Mitbewertung durch Schüler den Prozess der
Leistungsbewertung ergänzen können.
Besonders möchten wir uns bei Herrn Lutz Göde bedanken, der die Handreichung inhaltlich vor-
bereitet und die Erprobung der Tests organisiert hat. Die in den entsprechenden Tabellen aufge-
führten Richtwerte für die Benotung der motorischen Basistests und der leichtathletischen Übun-
gen basieren auf dieser Erprobung und spiegeln das aktuelle Leistungsniveau sächsischer Schüler
wider. Durch die hohe Anzahl einbezogener Schüler konnte für jeden einzelnen Test eine statisti-
sche Absicherung der Werte erreicht werden. Allen beteiligten Lehrern und natürlich den Schülern
danken wir für ihre Hilfe bei der Datenerhebung und den Studierenden der Universität Leipzig für
ihre Mitarbeit bei der Auswertung.
1
Die Bezeichnungen Schüler bzw. Lehrer werden in der Handreichung allgemein für Schülerinnen und Schüler
bzw. Lehrerinnen und Lehrer gebraucht.

image
image
Vorbemerkungen
HR-SPORT 7
Bei der Erstellung dieser Handreichung konnten die Autoren auf Materialen anderer Bundesländer
zurückgreifen. Für die freundliche Unterstützung einen herzlichen Dank an
-
das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien in Thüringen
(Thillm),
-
das Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung in Sach-
sen-Anhalt (LISA)
-
das Pädagogische Zentrum Rheinland-Pfalz
-
das Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM Brandenburg) sowie
-
das Landesinstitut für Schule Nordrhein-Westfalen.
Dr. Gunar Senf
Thomas Döring

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
8 HR-SPORT
1.
Anforderungen aus dem Lehrplan Sport in Sachsen
1.1
Lehrplanmodell - spezielle fachliche Ziele - Planungshinweise
Die Lehrpläne Sport der einzelnen Schularten in Sachsen werden durch die Zielvorgabe bestimmt
Handlungsfähigkeit im und durch Sport zu entwickeln. Sie orientieren sich an der Zieltrias „Wissen,
Kompetenzen und Werteorientierung“. Von dieser Zieltrias ausgehend werden allgemeine und
spezielle fachliche Ziele im Lehrplan ausgewiesen. Letztere gelten als Niveaukriterien, für den zu
erreichenden Leistungsstand der Schüler zum Ende der Klassen- bzw. Jahrgangsstufen 2, 4, 7, 10
und 12.
In der Handreichung Sport werden den Lernbereichen tabellarisch und schulartspezifisch Bewer-
tungsvorschläge zugeordnet, die die Stufenspezifik und die gegebenen fachlichen Ziele berück-
sichtigen. Allgemein wird darauf verwiesen, dass Bewertungskriterien, die zur Leistungsbewertung
von Schülerleistung im Sport ausgewählt werden, diesen gesetzten Zielvorgaben entsprechen
müssen.
Innerhalb der Primarstufe und der Sekundarstufen I und II ist zum Erreichen der speziellen fachli-
chen Ziele eine mittelfristige Jahresplanung innerhalb der Fachkonferenz zur Auswahl der
Lernbereiche zu erstellen. Diese muss den lehrplanspezifischen Planungsvorgaben der einzelnen
Schularten entsprechen. Eine besondere Berücksichtigung sollten hierbei die Lernbereiche
Schwimmen und Wintersport aus Typ 1 sowie alle Lernbereiche aus Typ 2 finden. Hierzu enthalten
die Sportlehrpläne der einzelnen Schularten Planungsvorgaben oder Planungsbeispiele. Bei der
Auswahl der klassenstufenübergreifenden Lernbereiche ohne gesetzte Niveaukriterien ist auf
einen kontinuierlichen Könnenszuwachs zu achten.
Lernbereiche können unter einem erweiterten mehrperspektivischen Ansatz wiederholt unterrichtet
bzw. Inhalte vertieft werden. Dadurch ist es möglich den Leistungszuwachs in der gegebenen
Klassenstufe zu optimieren.
Die Sportstunden sind in der Regel in den Klassenstufen 1 - 10 als Einzelstunde über die Wo-
chentage zweckmäßig zu verteilen. Eine Sportstunde pro Woche kann entsprechend den konkre-
ten Bedingungen und den Inhalten auch in variablen organisatorischen Formen verwendet werden:
(siehe Lehrpläne Sport der einzelnen Schularten)
-
als ganzjähriges wahlobligatorisches Angebot
- als gesammelte Stunden, um trotz Wegzeiten örtliche Möglichkeiten zu nutzen und den Schü-
lern den Zugang zum Sportreiben in der Freizeit zu erleichtern (z. B. Park, Wald, Schwimmbad,
Sportstätten vom Verein)
- als zusammenhängendes Angebot auch in Verbindung mit Landheimaufenthalten, Exkursio-
nen, Projekten (z. B. Wintersport, Wandern, Orientierungslauf, Touristik, Schwimmen, Inline-
Skating)
Die Planung der Lernbereiche in der Sekundarstufe II sollte sich verstärkt an den Schülerinteres-
sen sowie materiellen und personellen Voraussetzungen der Schule orientieren. Die Lernbereiche
des Grundkurses können über mehrere Kurshalbjahre verteilt werden. Der Leistungskurs ist mit
der vorgeschriebenen Anzahl an Unterrichtsstunden für die Sportpraxis und der Sporttheorie
gleichmäßig über die Kurshalbjahre zu verteilen (siehe Lehrplan Sport Gymnasium).
In Klassen- oder Jahrgangsstufen, in welchen das Fach Sport prüfungsrelevant ist, sollten vorge-
gebene Prüfungskriterien bei der Auswahl der Lernbereichs- und Unterrichtsschwerpunkte ihre
Berücksichtigung finden.

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
HR-SPORT 9
2.
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung im Sportunterricht
2.1
Grundsätze der Leistungsbewertung
Die Weiterentwicklung der Bewertungskultur und die damit verbundene Neubestimmung der Prin-
zipien der Leistungsermittlung und Leistungsbewertung orientieren sich an den Intentionen der
neuen sächsischen Lehrpläne. Diese basieren in Bezug auf Bewertung von komplexer schulischer
Leistung auf einem erweiterten Leistungsverständnis.
Im pädagogischen Sinne ist Leistung als individuell aufgebrachte Anstrengung des Schülers in
Lernsituationen und im Kontext des Entstehungszusammenhangs zu verstehen. Der Begriff
Leis-
tung
beschreibt zugleich das Produkt der absichtsvollen Handlung und ist nicht losgelöst von dem
Leisten
als hinführenden Prozess zu verstehen (siehe K
ÖCK/OTT 2002).
Sportliche Leistung
ist die „Einheit von Vollzug und Ergebnis einer sportlichen Handlung“ (nach
S
CHNABEL u. a. 2003).
Ein solches Leistungsverständnis umfasst unterschiedliche Komponenten (siehe S
ACHER, 2004),
die zueinander in vielfältigen Beziehungen stehen und aus sportspezifischer Sicht folgenden Di-
mensionen zugeordnet werden können:
sachliche Dimension:
-
fachlich-inhaltliche (sportmotorische) Leistungen :
. Einschätzen des Entwicklungsstandes und Verbessern sportmotorischer Fähigkeiten (mo-
torischer Basistest)
.
Entwickeln sportartspezifischer Fertigkeiten (Technikerwerb)
- methodisch-strategische (sportorganisatorische) Leistungen:
. Anwenden sportmotorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten in sportspezifischen Situationen
(z. B. Demonstrationsfähigkeit, Spielfähigkeit, unter Wettkampfbedingungen)
.
Erwerben und Anwenden sportbezogenen Wissens (z. B. Bewegungscharakteristika, Fach-
termini)
soziale Dimension:
-
sozial-kommunikative (soziokulturelle) Leistungen:
. Positionieren zu den Werten des Sports (Kritik, Selbstkritik, Argumentieren, Erklären, Be-
gründen)
. Entwickeln sportgerechten und sozialen Handelns (z. B. Verhalten des Einzelnen in der
Gruppe)
.
Kooperieren und miteinander in den Wettbewerb treten, Fairness
.
Mitgestalten von Unterricht (Helfen/Sichern)
.
Beweisen mittels sportbezogenen Wissens
individuelle Dimension:
-
persönliche (sportlich-individuelle) Leistungen:
.
Entwickeln von Leistungsbereitschaft
.
Bewerten und Einschätzen von Lernfortschritt und Leistungszuwachs
.
Entwickeln von Konzepten zur Leistungsverbesserung
Das pädagogisch-sportliche Leistungsverständnis setzt auf offenes, stärker individuelles und ko-
operierendes Lernen und bindet das Bewerten von Leistungen in den Prozess des Lernens, Korri-
gierens und Beratens ein, befördert durch Kommunikation und Transparenz (siehe W
INTER 2004,
J
ÜRGENS 2000).

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
10 HR-SPORT
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung haben vielfältige
Funktionen
. Sie
-
geben Rückmeldung zum individuellen Lernstand,
-
sind Grundlage für die individuelle Förderung,
-
sind Entscheidungshilfe im Hinblick auf die Schullaufbahn (Versetzungen, Wahl des Bildungs-
ganges),
-
geben Informationen über den Lernstand des Schülers bzw. einer Klasse/Gruppe,
-
geben Aufschluss über die Wirksamkeit des Unterrichts.
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung dienen nicht der Schülerdisziplinierung oder der Le-
gitimierung von Unterrichtsinhalten.
Ermitteln und Bewerten von Leistungen setzen
Kriterien
voraus, die sich grundsätzlich an folgen-
den
Bezugsnormen
ausrichten:
sachliche Bezugsnormen:
legen die inhaltlichen, auf den Lerngegenstand bezogenen
Anforderungen fest und sind damit gruppenunabhängig.
soziale Bezugsnormen:
setzen die Schülerleistung ins Verhältnis zur Leistung der ge-
samten Lerngruppe, dessen Mitglied der Lernende ist.
individuelle Bezugsnormen:
beziehen sich auf den Lernfortschritt des einzelnen Schülers.
In der Praxis der Leistungsbewertung werden die Bezugsnormen in der Regel kombiniert. Alle Be-
zugsnormen können situativ in den Prozess der Bewertung innerhalb der sachlichen, sozialen und
individuellen Dimension zur Anwendung kommen.
Insgesamt müssen Leistungsermittlung und Leistungsbewertung zu einem größeren Repertoire an
Kriterien und deren Anwendung auf Leistungen unterschiedlicher Art führen. Die Transparenz von
Bewertungskriterien
schafft Voraussetzungen für die Entwicklung von Lern- und Arbeitsarrange-
ments mit wachsender Eigenverantwortlichkeit und Selbstregulierung. Der
Bewertungsmaßstab
für den jeweiligen Erfüllungsgrad der Kriterien ist im Falle von Noten in den Schulordnungen defi-
niert.
Im Sächsischen Schulgesetz vom 16.04.2004 wird im § 62 Absatz 1 eine Aussage zu den Schul-
und Prüfungsordnungen der einzeln Schularten, insbesondere zu Bewertungsmaßstäben, getrof-
fen.
In den Schulordnungen der einzelnen Schularten werden spezielle Hinweise zur Leistungsbewer-
tung gegeben. Die Inhalte mit sportspezifischer Relevanz werden nur als Auszug dargestellt und
können unter den einzelnen Verordnungen nachgeschlagen werden (siehe 6.)

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
HR-SPORT 11
2.2
Leistungsbewertung im Fach Sport
Die Leistungsbewertung im Fach Sport ist ein pädagogischer Prozess und erfordert eine gewich-
tete Berücksichtigung des Verlaufs der individuellen Lernentwicklung des Schülers in Bezug auf
Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung.
Die Einschätzung des Entwicklungsstandes der Handlungsfähigkeit des Schülers im Sport ist auf
folgende Dimensionen mehrperspektivisch auszurichten:
Mit der Bewertung von Schülerleistungen werden qualitative Aussagen zur individuellen Lernent-
wicklung getroffen. Durch die Benotung wird der Leistungsstand des Schülers gekennzeichnet.
Die
gerechte
Leistungsbewertung im Sport ist von der Beachtung der individuellen Dimension
abhängig. Die psychischen und physischen Voraussetzungen des Schülers sind zu berücksichti-
gen. Durch einen leistungsdifferenzierten Unterrichtansatz, differenzierte Auswahl von Unter-
richtsinhalten und Variieren der methodischen Herangehensweise kann das entwickelte Leis-
tungsniveau eingeschätzt werden. Einen besonderen Stellenwert nimmt hierbei die
Berücksichtigung von lernbereichsspezifischen Wahlmöglichkeiten und Streichergebnissen ein.
Damit können Schüler im Fach Sport ihre Stärken einbringen und ihre Schwächen kompensieren.
Zur Vergleichbarkeit und Effektivierung der gerechten Leistungsbewertung ist der Einsatz
folgender Varianten möglich:
-
Leistungsgruppen aufstellen, Selbsteinschätzung vornehmen;
-
leistungsdifferenzierte Aufgabenstellungen einsetzen;
-
Zeitpunkt der Leistungskontrollen durch Schüler bestimmen lassen;
-
Wahl- und Streichergebnisse einbringen;
-
Verbesserungsmöglichkeiten in Aussicht stellen;
-
Schüler in die Bewertung einbeziehen;
-
verlaufsorientierte und prozessorientierte Bewertung vornehmen;
-
Bewertungskriterien durch Schüler erstellen lassen und auf die Gruppe übertragen.
In allen Lernbereichen ist die Betonung der sozialen Dimension möglich. Beispielsweise im
Lernbereich Gerätturnen können kooperative Formen des Lernens im Bereich des
Synchronturnens und der Partnerakrobatik verstärkt angesprochen werden. Hierbei empfiehlt es
sich die Benotung in kooperativen Lernprozessen einzusetzen.
individuelle
Dimension
- Leistungszuwachs
- Lernfortschritt in Ab-
hängigkeit von den
physischen und psy-
chischen Vorausset-
zungen
sachliche Dimension
motorischer Basistest,
lernbereichsspezifische Fertigkeiten,
komplexes Anwenden,
sportspezifisches Wissen
Benotung der
Handlungsfähig-
keit im Sport
soziale Dimension
- Sozialverhalten
- sportgerechtes und
soziales Handeln
- Sportmündigkeit
- Kooperation, Fairness
- Kritikfähigkeit
- sportliche Wertehal-
tung
- Leistungsbereitschaft

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
12 HR-SPORT
Kooperatives Lernen beschreibt Interaktionsformen, bei denen alle Schüler gemeinsam und im
wechselseitigen Austausch sportartspezifische Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen erwerben.
Die Zielsetzung des Unterrichts ist an Prozess- und Produktorientierung fixiert. Dabei beteiligen
sich alle Schüler am Lerngeschehen und tragen gemeinsam Verantwortung für das Lernergebnis.
Der Erfolg kooperativer Lernprozesse ist abhängig von der gruppenspezifischen Übernahme von
Verantwortung, der Aufgabenverteilung und termingerechten Aufgabenerfüllung, von Konfliktfähig-
keit und Kommunikationsfähigkeit (Thillm, Heft 44, 2004).
Folgende Bewertungskriterien kooperativer Lernformen können zum Einsatz kommen:
-
prozessbezogene Kriterien
z. B. Qualität der Planung, Effizienz des methodischen Vorgehens, Fähigkeit zur Selbst- und
Fremdkorrektur, Leistung des Einzelnen in der Gruppe;
-
produkt- und präsentationsbezogene Kriterien
Demonstrationsfähigkeit von Übungen, Qualität der Bewegungsausführung, Synchronität beim
Synchronturnen, Medienkompetenz - entwickeln eigener Medien im Wissensbereich.
Die Bewertung in kooperativen Lernprozessen sollte sich an der sachlichen, sozialen und indivi-
duellen Dimension orientieren. Hierbei werden Bewertungseinheiten den verschiedenen Be-
wertungskriterien zugeordnet und an die Gruppenmitglieder einheitlich gegeben. Je nach Aufga-
benstellung können die Kriterien individuell variieren (siehe Anhang 5).
Die Bewertungseinheiten (BE) stellen die Berechnungsgrundlage für die Note dar. Die Vergabe der
BE hängt vom Ziel der jeweiligen Beobachtungsaufgabe ab. Es können alle Kriterien beobachtet
werden mit gleicher Gewichtung oder ausgewählte Teilkriterien erhalten eine gesonderte
Gewichtung. Pro Kriterium kann die Leistung mit einer 4er-Skala, d. h. 0 - 3 Bewertungseinheiten
oder Punkten ermittelt werden (Thillm, Heft 44 2004).
3 BE:
Kriterium hervorragend umgesetzt
2 BE:
Kriterium angemessen umgesetzt, kleine Reserven
1 BE:
Kriterium in Ansätzen, mit größeren Einschränkungen umgesetzt
0 BE:
Kriterium nicht erreicht
Zur Vergleichbarkeit und Transparenz der Notengebung müssen die Schüler vor Beginn des
Bewertungszeitraumes über die Auswahl der Bewertungskriterien sowie deren Gewichtung in
Kenntnis gesetzt werden. Die prozessbegleitende Beobachtung erfolgt durch Schüler und Lehrer,
wobei stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zu beobachtender Kriterien und Beobachtender zu
achten ist. Durch die Fachkonferenz Sport sollten Empfehlungen zur Benotung in kooperativen
Lernprozessen erstellt werden, um eine lernbereichs- und klassenstufenspezifische Transparenz
und Vergleichbarkeit zu gewährleisten (siehe Anhang 5 und Anhang 7).
Für die
quantitative
Bewertung und Benotung von Schülerleistungen können drei
Maßstäbe an-
gewandt werden:
I) sachliche Bezugsnorm (objektiv)
Die aus Untersuchungen größerer Schülergruppen gewonnenen Leistungswerte werden statistisch
ausgewertet, tabellarisch und Punktwerten oder auch Noten/Notenpunkten zugeordnet
(siehe
Anhang 2, 3, 4 - sachliche Bezugsnormen ausgewählter Sportarten bzw. siehe CD-ROM -
100-Punkte-Tabellen).
Die Tabellen beschränken sich ausschließlich auf messbare Leistungen.
Im Interesse der Vergleichbarkeit von Schülerleistungen und der Transparenz von Leistungsan-
forderungen sollten
Bewertungsmaßstäbe
innerhalb der Fachkonferenz festgelegt werden. Jede
Sportlehrkraft trägt auch weiterhin bei der Verwendung dieser Tabellen eine pädagogische Ver-
antwortung.

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
HR-SPORT 13
II)
soziale Bezugsnorm (intersubjektiv, Schulnorm)
Bei diesem Bewertungsverfahren wird die Leistung eines jeden Schülers in Relation zu den ande-
ren Schülern seiner Klassenstufe gesetzt. Der Maßstab wird also von der Leistungsfähigkeit der
Klassenstufe an der jeweiligen Schule bestimmt.
Durch diese Methode können die territorialen Besonderheiten der Schule, die Lernbereichsspezifik
und deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Schüler berücksichtigt werden. Ausgangs-
punkt der Bewertung sollte die Leistung der besten drei Schüler sein. Die Leistungen der anderen
Schüler werden den Noten prozentual in Abhängigkeit zur Leistung der besten Schüler nach
folgendem Modus zugeordnet:
Quantitative Bewertung und Benotung:
prozentuale Abweichung vom Mittelwert der
besten 3 Schüler = 100%
Note 1:
bis
5 %
Normabweichung
Note 2:
bis
10 %
Normabweichung
Note 3:
bis
20 %
Normabweichung
Note 4:
bis
35 %
Normabweichung
Note 5:
bis
50 %
Normabweichung
Note 6:
über
50 %
Normabweichung
III) individuelle Bezugsnorm (intrasubjektiv)
Bei diesem Bewertungsverfahren wird der Maßstab durch die eigene Leistung des Schülers be-
stimmt. Die Bewertung erfolgt aufgrund des individuellen Leistungszuwachses jedes einzelnen
Schülers in einem bestimmten Zeitraum. Es wird bewertet, worauf der Schüler Einfluss nehmen
kann. Die Noten können nach dem gleichen Modus wie unter 2. ermittelt werden. Alle drei Be-
zugsnormen sollten in Kombination und entsprechend der Schulspezifik zur Anwendung kommen.
Die Fachkonferenz legt für die quantitative Bewertung und Benotung von Schülerleistungen zu
Beginn des Schuljahres einen einheitlichen und für alle Klassenstufen bzw. Jahrgangsstufen ver-
bindlichen Bewertungsmaßstab fest.
Für die
qualitative
Bewertung und Benotung sollten Bewertungskriterien erstellt werden (siehe
Anhang 6).
Die
Fachkonferenz
hat die Aufgabe verbindliche
Kriterien
für die
Leistungsbewertung
an der
jeweiligen Schule zu entwickeln bzw. gegebene auf die entsprechende Schulart abzustimmen. Der
sportliche Leistungsbegriff, die unterrichteten Lernbereiche und die zur Ermittlung der Lernbe-
reichsnote festgelegten Kriterien zur Bewertung von Schülerleistung müssen Schülern und Eltern
bekannt, transparent und nachvollziehbar sein.
2.3
Lernbereichs- und Schuljahresendnote bzw. Kursnote (Sekundarstufe II)
Die Lernbereichsnote wird in den Lernbereichen und Lernbereichen mit Wahlpflichtcharakter (GS
1
)
sowie den Lernbereichen Typ 1 und 2 (MS/GY
2
) aus Teilnoten gebildet, die die Individualität und
das Entwicklungsniveau der Handlungsfähigkeit des Schülers im Sport einschätzen. Die Anspra-
che der einzelnen Dimensionen kann sich je nach Schulart, Klassenstufe und Lernbereich unter-
scheiden. Es liegt in der pädagogischen Verantwortung jedes Lehrers die Dimensionen im Prozess
der Bewertung flexibel zu gewichten, wobei der Schwerpunkt stärker auf die sachliche Dimension
auszurichten ist.
1
Grundschule
2
Mittelschule/Gymnasium

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
14 HR-SPORT
Die Halbjahresnote und die Schuljahresendnote werden aus den Lernbereichsnoten des 1. bzw.
2. Schulhalbjahres mit gleicher Gewichtung gebildet. Die Auswahl der Lernbereiche und deren
Benotung ist in der Fachkonferenz festzulegen. Die Bewertung eines Lernbereichs (Primarstufe
und Sekundarstufe I) ohne Benotung ist zulässig (Hinweise zur Ermittlung der Kursnote Sekun-
darstufe II, siehe 3.3).
Die Leistungsbewertung im Sport ist immer im Kontext von sachlicher, sozialer und individueller
Dimension zu sehen. In allen Lernbereichen korrelieren diese in unterschiedlichen Anteilen. Die
Entwicklung von Wissen, Kompetenzen und Werteorientierung ist in allen Lernbereichen gesetzt.
Aufgrund der unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunktsetzung der Lernbereichstypen ist eine
veränderte Festlegung der Teilnoten und deren Gewichtung erforderlich.
Im Lernbereich Fitness wird eine gesonderte Leistungsbewertung empfohlen, da hier die sachliche
Dimension bezüglich des lernbereichsspezifischen Wissens verändert zu gewichten ist.
Folgende Raster werden für die Leistungsbewertung innerhalb der Lernbereiche der jeweiligen
Schularten empfohlen und sind mit speziellen Bewertungsschwerpunkten innerhalb der auf-
gestellten Kompetenzsäulen auszuweisen.
Lernbereiche (GS), Lernbereiche des Typ 1 Klassenstufen 5 - 10
Teilnote
motorischer
Basistest
konditionelle und
koordinative
Fähigkeiten
Teilnote
Technik
lernbereichsspezi-
fische Fertigkeiten,
Demonstrations-
fähigkeit
Teilnote
komplexes
Anwenden
Mehrkampf, Kür-
übung, Komplex-
übung, Demonstra-
tionsfähigkeit, Spiel-
fähigkeit usw.
25 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche (GS),
Lernbereiche Typ 1
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Wissen
Theorie, Regelwerk,
Kampfrichtertätigkeit
usw.
Sozialverhalten
Sozialkompetenz,
Einsatz-, Koopera-
tionsbereitschaft,
Team-, Kritik-
fähigkeit usw.
25 %
25 %

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
HR-SPORT 15
Lernbereiche mit Wahlpflichtcharakter (GS),
Lernbereiche des Typ 2 Klassenstufen 5 - 10 (ohne Fitness)
Lernbereiche des Typ 1 und 2, Jahrgangsstufen 11/12 (ohne Fitness)
Hinweis:
Bei einer erstmaligen bzw. vertieften Vermittlung eines Lernbereiches sollten bei der Leistungs-
bewertung Aspekte der Fertigkeitsüberprüfung mit einbezogen werden.
Teilnote
motorischer Basistest
konditionelle und
koordinative Fähigkeiten
Teilnote
komplexes
Anwenden
Mehrkampf, Kürübung,
Komplexübung, Demonstra-
tionsfähigkeit, Spielfähigkeit
usw.
Teilnote
Wissen
Theorie, Regelwerk,
Kampfrichtertätigkeit usw.
Sozialverhalten
Sozialkompetenz, Einsatz-,
Kooperationsbereitschaft,
Team-,
Kritikfähigkeit usw.
25 %
50 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche Typ 1 und 2
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Technik
lernbereichsspezifische
Fertigkeiten,
Demonstrationsfähigkeit
Teilnote
komplexes
Anwenden
Mehrkampf, Kürübung,
Komplexübung, Demonstra-
tionsfähigkeit, Spielfähigkeit
usw.
Teilnote
Wissen
Theorie, Sicher-
heitsbestimmungen usw.
Sozialverhalten
Sozialkompetenz, Einsatz-,
Kooperationsbereitschaft,
Team-, Kritikfähigkeit usw.
25 %
50 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche mit Wahlpflichtcharakter (GS),
Lernbereiche Typ 2 (ohne Fitness)
(pädagogisch flexibel)

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
16 HR-SPORT
Lernbereich Typ 2, Fitness (Klassen- und Jahrgangsstufen 5 - 12)
Die Leistungsbewertung erfolgt komplex durch die vorliegenden lernbereichsabhängigen Raster.
Zur Vereinfachung dieses Prozesses ist auf der beiliegenden
CD-ROM
eine
interaktive Tabelle
zur Bewertung
erstellt worden. Mithilfe dieser können schulspezifische Beschlüsse der Fach-
konferenz, die Lernbereichsauswahl sowie Gewichtungen der Lernbereichsnote umgesetzt wer-
den.
2.4
Sportliches Profil im Gymnasium - Empfehlungen zur Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung im sportlichen Profil richtet sich auf die allgemeinen Ziele:
-
Entwickeln von motorischen Fähigkeiten und sportspezifischen Fertigkeiten,
-
Erweitern des Wissens über grundlegende Methoden von Trainingsprozessen sowie deren
Anwendung in der Sportpraxis,
-
Erklären sportlicher Handlungsabläufe mit Hilfe naturwissenschaftlichen Wissens,
-
Entwickeln der Fähigkeit und Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit den verschiedenen
Funktionen des Sports,
-
Weiterentwickeln von Einsichten zu Werten des Sporttreibens
und den didaktischen Grundsätzen. Dazu heißt es im Lehrplan:
„Der sportpraktische Anteil steht im Sportlichen Profil im Vordergrund. Daher sind die Lernbereiche
so geplant, dass in der Klassenstufe 8 zwei Drittel des Profilunterrichts und in den Klassenstufen 9
und 10 zwei Drittel des nichtinformatischen Anteils im Profil sportpraktischen Bezug besitzen. Die
sporttheoretischen Ansätze werden möglichst in der Sportpraxis umgesetzt und deren naturwis-
senschaftliche Grundlagen verdeutlicht.“
Teilnote
Fitnesstest
konditionelle und
koordinative Fähigkeiten
bezogen auf die
Perspektive Gesundheit,
Leistungszuwachs
Teilnote
komplexes
Anwenden
Präsentation von Theorie
und Praxis,
Demonstrationsfähigkeit,
Kreativität bei
Übungserstellung usw.
Teilnote
Wissen
thematisierte
Theoriekontrollen
Sozialverhalten
Sozialkompetenz,
Einsatz-, Kooperations-
bereitschaft, Team-,
Kritikfähigkeit
usw.
30 %
40 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereich Fitness
(pädagogisch flexibel)
30 %

Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
HR-SPORT 17
Die versetzungsrelevante Schuljahresendnote im sportlichen Profil sollte sich zusammensetzen
aus:
Teilnote: Sporttheorie/Wissen
-
zwei Profilklassenarbeiten oder eine Profilklassenarbeit pro Lernbereich
-
mindestens zwei sonstige Leistungen (LK, Stundennoten, Noten für Grafiken, Hausarbeiten,
Vorträge u. Ä.) pro Schuljahr.
Teilnote: Leistungsorientierte Praxis
-
mindestens zwei leistungsorientierte Noten aus der Sportpraxis (z. B. Noten aus Tests, objektiv
und intersubjektiv bewertbare Zeiten, Weiten, Treffer usw.)
Teilnote: Kompetenzorientierte Praxis
-
mindestens zwei kompetenzorientierte Noten aus der Sportpraxis (z. B. Stundennoten für
besondere Einsatzbereitschaft, Verbesserungsnoten, Noten für Vorbereitung von Teilen des
Unterrichts, besonderes „Fair play-Verhalten“, Übernahme von Verantwortung, soziale Dimen-
sion)
Verantwortlich für die Festlegung der Bewertungsmaßstäbe und Bewertungskriterien ist die Fach-
konferenz des sportlichen Profils.
leistungs-
orientierte
Praxisnote
Sporttheorie
Wissensnote
Profilnote
kompetenzorientierte
Praxisnote

 
Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
18 HR-SPORT
3.
Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote in den einzelnen
Schularten
3.1
Leistungsbewertung im Fach Sport der Grundschule
Die Leistungsbewertung im Fach Sport der Grundschule ist ein pädagogischer Prozess und erfor-
dert eine gewichtete Berücksichtigung des Verlaufs der Leistungsentwicklung des Schülers in Be-
zug auf Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung (Zieltrias).
Mit der Bewertung von Schülerleistungen werden qualitative Aussagen zur individuellen Lernent-
wicklung getroffen. Durch die Benotung wird der Leistungsstand des Schülers allgemein gekenn-
zeichnet.
Unter Berücksichtigung der das Fach Sport lernbereichsbestimmenden Dimensionen sollte grund-
sätzlich eine qualitative bzw. quantitative Aussage zur Schülerleistung getroffen werden. Folgende
Dimensionen sollten zueinander in ein pädagogisch sinnvolles Verhältnis gesetzt werden und in
der Leistungsbewertung Beachtung finden: (siehe 2.1)
-
die sachliche Dimension
-
die soziale Dimension
-
die individuelle Dimension.
Für die quantitative Bewertung von Schülerleistungen sind folgende Bewertungsmaßstäbe
anzuwenden (siehe 2.2).
-
die sachliche Bezugsnorm (Normatabellen)
-
die soziale Bezugsnorm (Schulnorm)
-
die individuelle Bezugsnorm (Leistungszuwachs).
Für die qualitative Bewertung von Schülerleistungen sind gesetzte Bewertungsmaßstäbe
anzuwenden. Die einzelnen unter den Bewertungskriterien erbrachten Leistungen werden mit
Noten eingeschätzt (siehe 2.2). Die im Lehrplan Sport ausgewiesenen allgemeinen und speziellen
fachlichen Ziele gelten als Niveaukriterien am Ende der Klassenstufe 1/2 und 3/4.
In den Klassenstufen 1/2 sollte eine verbale Bewertung in allen Lernbereichen erfolgen, die die
Schüler auf die Benotung in den Klassenstufen 3/4 vorbereitet. Außerdem können besondere
Formen der Leistungsanerkennung und Leistungsbewertung eingesetzt werden, wie z. B. Stempel,
kleine Anerkennungen, Urkunden, Laufbilder oder Laufpuzzle sowie Ausmalblätter.
In den Klassenstufen 3/4 beginnt die Benotung in allen Lernbereichen. Die Halbjahresnote und die
Schuljahresendnote im Fach Sport setzt sich aus dem Durchschnitt der Lernbereichsnoten zu-
sammen.
Die Lernbereichsnote wird aus Teilnoten gebildet, die die Leistung, die Individualität und das Ent-
wicklungsniveau des Schülers im Sport einschätzt (siehe Empfehlung zur Leistungsermittlung und
Leistungsbewertung in der Grundschule, 2005). Die Ermittlung der Lernbereichsnote wird auf der
Grundlage folgender Raster empfohlen: (siehe 2.3).

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
HR-SPORT 19
Lernbereiche (GS)
ƒ
Lernbereiche mit Wahlpflichtcharakter (GS)
Die ausgewiesenen Beispiele zur Ermittlung der Lernbereichsnote gelten als Empfehlung. Damit
wird auch weiterhin ein pädagogischer Freiraum bei der Auswahl der Bewertungskriterien der
Lernzielkontrollen gegeben. Die Fachkonferenz hat die Aufgabe, Vorschläge für die Leistungs-
bewertung an der jeweiligen Schule zu erstellen. Bewertungskriterien und Bewertungsmaßstäbe
zur Bewertung von Schülerleistungen müssen für Eltern und Schüler bekannt, transparent und
nachvollziehbar sein.
Teilnote
Technik
Teilnote
komplexes
Anwenden
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
25 %
50 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche mit Wahlpflichtcharakter (GS)
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
motorischer
Basistest
Teilnote
Technik
Teilnote
komplexes
Anwenden
25 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
25 %
25 %

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
20 HR-SPORT
Besondere Orientierung im Zusammenhang mit den neuen Anforderungen im Lehrplan
Die sportliche Leistung wird mehrperspektivisch erbracht und sollte mehrdimensional bewertet
werden. Dieser Zusammenhang zwischen individuellen Leistungsvoraussetzungen, aufgewendeter
Anstrengung und erreichtem Leistungszuwachs, unter einer oder mehreren Perspektiven erbracht,
sollte dem Schüler verdeutlicht werden. Zu diesem Zweck können Schüler Protokolle bzw. Portfo-
lios zur eigenen Leistungsentwicklung führen.
Für die Leistungsbewertung empfiehlt sich die Beachtung folgender methodischer Grundsätze:
-
so wenig wie möglich und so viel wie nötig benoten,
-
die Vielfalt an Bewertungsmöglichkeiten nutzen,
-
mit einer erteilten negativen Note Möglichkeiten ihrer Verbesserung in Aussicht stellen,
-
den Zeitpunkt der Bewertung sollten die Schüler selbst festlegen können, dieser sollte jedoch
in einem vorgegebenen Zeitrahmen liegen (frontale Leistungskontrollen vermeiden),
-
die Schüler sollten mehrere Möglichkeiten/Versuche bekommen, bevor sie eine Note endgültig
erhalten (Beachtung der Tagesform),
-
auch Wahlmöglichkeiten als Form der differenzierten Bewertung sollten dem Schüler angebo-
ten werden: z. B. drei Stationen zum Thema „Kraftfähigkeiten“ (Klettern, Klimmziehen,
Liegestütze) anbieten, davon darf der Schüler sich für eine Station zur Leistungsbewertung
entscheiden,
-
Bewertungskriterien sollten den Schülern in jedem Fall bekannt sein, dies kann mündlich aber
auch in Form einer visuellen Übersichtsvariante vermittelt werden,
-
im Fach Sport können die Schüler ein Portfolio anlegen, z.B. Ergebnisportfolio, wo sie
Materialien sammeln, auf die sie stolz sind, wie z. B.: Urkunden, Leistungsnachweise,
Medaillen u. a. und diese präsentieren,
-
„Zertifikate“ oder „Urkunden“ können in den Wahlpflichtbereichen über Teilergebnisse ausge-
stellt werden, wie z. B. „Rollbrettführerschein“, "Seilsprungmeister“ usw.
Aushänge informieren im Schulhaus/Turnhalle über hervorragende Leistungen und können zur
Würdigung von Leistungen genutzt werden (Schulrekordtafel).

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
HR-SPORT 21
Empfehlungen zur Leistungsermittlung in ausgewählten Lernbereichen
3.1.1 Lernbereich: Leichtathletische Übungen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufe 3
Klassenstufe 4
Hinweise zur lernbereichs-
spezifischen Bewertung
und Benotung
motorischer
Basistest
Dreierhopp
Medizinballweitwurf
Seilspringen 30s
Übersteiger
9-min-Lauf
Schlussweitsprung
Medizinballweitwurf
Ringe ablegen
Seilspringen 30s
Drehungen auf der Turn-
bank
9-min-Lauf
je Klassenstufe mindestens
zwei Tests auswählen
Benotung nach sachlicher
bzw. sozialer oder individu-
eller Bezugsnorm
(siehe Anhang 1, Zuordnung
motorischer Basistests und
Anhang 2, sachliche Be-
zugsnorm)
sportmotorische
Fertigkeiten
Hochstart
- Schrittstellung
- Gewicht auf dem vorderen
Bein
- gegengleiche Armhalte
Schlagwurf aus dem Stand
- Wurfauslage (langer Wurf-
arm, Oberkörper seitlich)
- Gewichtsverlagerung von
hinten nach vorn
- hinteres Bein langer
Bodenkontakt
Schersprungtechnik
- kurzer gerader Anlauf
(3 - 5 Schritte)
- Schwungbein hoch ge-
streckt
- Landung auf einem Bein
Schlagwurf aus dem Stand
- siehe Kl. 3
je Klassenstufe mindestens
eine Fertigkeit auswählen,
qualitative Bewertung nach
Bewertungskriterien bzw.
Beobachtungsschwerpunk-
ten
(siehe Anhang 5, Beobach-
tungsprotokoll zur qualitati-
ven Technikbewertung)
komplexes
Anwenden
30 - 50 m Sprint
bis 12 min ausdauerndes
Laufen
Weitsprung in Zonen
Schlagballweitwurf
Mehrkampf gestalten
50 m Sprint
bis 15 min ausdauerndes
Laufen
Weitsprung
Schlagballweitwurf aus der
Wurfauslage
Hochsprung
Mehrkampf gestalten
je Klassenstufe mindestens
eine komplexe Anwen-
dungsform auswählen
(siehe Anhang 6, Qualitäts-
merkmale der Bewegungs-
ausführung)
Benotung nach sachlicher
bzw. sozialer oder individu-
eller Bezugsnorm, (siehe
Anhang 3.1, sachliche Be-
zugsnorm; siehe CD-ROM,
interaktive LA-Wett-
kampftabelle)
Wissen
Prinzipien der Erwärmung
funktionelle Sportkleidung
Lauf - ABC
einfache Bewegungsmerkmale
Wettkampfregeln
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage usw.)
Ergebnisportfolio anlegen
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, Leistungsbereitschaft Mitgestalten/Kooperieren
Selbst- und Fremdkorrektur
Leistung anderer Schüler akzeptieren
eigene Leistungsfähigkeit einschätzen
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen (siehe Anhang 5, Beo-
bachtungsprotokolle bzw. Anhang 7, Bewertungskriterien zum Sozialverhalten)
*LA = Leichtathletik

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
22 HR-SPORT
3.1.2 Lernbereich: Spiele und Spielformen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufe 3
Klassenstufe 4
Hinweise zur lernbereichs-
spezifischen Bewertung
und Benotung
motorischer
Basistest
Ballreaktionstest
Ballprobe
4 - 6 Ballkunststücke
Lauftest mit 4 Bällen
Standsprung-Reichhöhe
Hockernummernlauf
Schlängellauf
8 - 10 Ballkunststücke/
Ballprobe
Ballreaktionstest
Wurf-Pass-Kraft
9 min-Lauf
je Klassenstufe mindestens
zwei Tests auswählen
Benotung nach sachlicher
bzw. sozialer oder individu-
eller Bezugsnorm
(siehe Anhang 1, Zuordnung
motorischer Basistests und
Anhang 2, sachliche Be-
zugsnorm)
sportmotorische
Fertigkeiten
Werfen und Fangen im
Stand
- exakte Wurfbewegung
- Schrittstellung beim Wer-
fen
- Prellen
- Impuls aus dem Unterarm
- Hand legt sich um den Ball
- Ball in Hüfthöhe, seitlich
vor dem Körper
- Ballsicherung
Werfen und Fangen in der
Bewegung
- genaues direktes und indi-
rektes Zuspiel
- Schrittstellung beim Wer-
fen
- Handhaltung beim Fangen
Slalomdribbling
- enge Ballführung
- Handwechsel
- in Hüfthöhe prellen
- Ballsicherung durch Kör-
per
je Klassenstufe mindestens
eine Fertigkeit auswählen,
qualitative Bewertung nach
Bewertungskriterien bzw.
Beobachtungsschwerpunk-
ten
(Beobachtungsprotokoll zur
qualitativen Technikbewer-
tung siehe Anhang 5)
komplexes
Anwenden
Spielfähigkeit in kleinen
Spielen mit vereinfachtem
Regelwerk unter Komplexi-
tätsdruck
einfache Komplexübungen
Spielfähigkeit in kleinen
Spielen unter Komplexitäts-
druck
einfache Komplexübungen
je Klassenstufe mindestens
eine komplexe Anwen-
dungsform auswählen
(Komplexübung oder Spiel-
fähigkeit)
1
(siehe Anhang 6, Qualitäts-
merkmale der Bewegungs-
ausführung bzw. Anhang 5,
Beobachtungsprotokoll
„Spielfähigkeit“)
Wissen
einfache Technikkriterien, Beschreiben von Bewegungsabläufen
Regelkenntnisse
Fair Play-Regeln absprechen und einhalten
Schiedsrichtertätigkeit
Unfallverhütung
Hinweise zum Transport von Sportgeräten
Regeltest in Form eines Quiz oder Tippkontrolle
Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit
Selbst- und Fremdkorrektur
Leistung anderer Schüler akzeptieren
eigene Leistungsfähigkeit einschätzen
Spielrollen erfassen und sich entsprechend verhalten
Umgang mit Sieg und Niederlage
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen (siehe Anhang 5, Beo-
bachtungsprotokolle bzw. Anhang 7, Bewertungskriterien zum Sozialverhalten)
1
Bei der unterrichtsbegleitenden Bewertung steht die Benotung der Spielfähigkeit im Mittelpunkt.

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
HR-SPORT 23
3.1.3 Lernbereich: Turnerische Übungen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufe 3
Klassenstufe 4
Hinweise zur lernbereichs-
spezifischen Bewertung
und Benotung
motorischer
Basistest
Rumpfbeugen vorw.
Schlussweitsprung
Liegestützbeugen
Halten im Hang
Klimmziehen (schräg)
Klettern
Liegestützbeugen
Drehungen auf der Turn-
bank
je Klassenstufe mindestens
zwei Tests auswählen
Benotung nach sachlicher
bzw. sozialer oder individu-
eller Bezugsnorm
(siehe Anhang 1, Zuordnung
motorischer Basistests und
Anhang 2, sachliche Be-
zugsnorm)
sportmotorische
Fertigkeiten
Rolle vorwärts
- Hände aufsetzen
- runde und geradlinige
Rollbewegung
- ohne Nachstützen aufste-
hen
Rolle rückwärts
- Hände aufsetzen (richtige
Handstellung)
- geradlinige Rollbewegung
- kein Kniestütz (Füße
aufsetzen)
Sprung in den Stütz am
Reck oder Barren
- Körperspannung
- Arme gestreckt
Kopfstand gehockt
- Hände und Kopf bilden ein
Dreieck
- Gleichgewicht (3 sec. hal-
ten)
Hüftabzug
- Stütz einnehmen
- langsamer gerätenaher
Abzug mit gestreckten
Beinen (Ristgriff)
je Klassenstufe mindestens
zwei Elemente auswählen
qualitative Bewertung nach
Bewertungskriterien bzw.
Beobachtungsschwerpunk-
ten und Benotung (siehe
Anhang 5, Beobachtungs-
protokoll zur qualitativen
Technikbewertung)
komplexes
Anwenden
Drehsprunghocke
- beidbeiniger Absprung
- Stützphase (Handstel-
lung -Körperhöhe/ Gesäß-
höhe)
- Landung (Richtung)
Übungsverbindung am
Kasten längs
- Aufhocken - Aufrichten
- Gehschritte bis Kasten-
ende
- Strecksprung (mit Zusatz-
bewegung nach Wahl)
Sprunggrätsche
- beidbeiniger Absprung
- kurze Stützphase mit ge-
streckten Beinen
- Landung
Übungsverbindung am Bo-
den (3 Elemente)
Übungsverbindung am Reck
oder Balken
je Klassenstufe mindestens
zwei komplexe Anwen-
dungsformen (Übungsver-
bindungen) auswählen
Wahlmöglichkeiten der Ge-
räte schaffen
(siehe Anhang 6, Qualitäts-
merkmale der Bewegungs-
ausführung)
Wissen
Bewegungsbeschreibungen, einfache Technikmerkmale
Einhalten von Sicherheitsbestimmungen
Umgang und Transport von Turngeräten
Helfen und Sichern
Quiz, Fehlerbilder oder Bildfolgen sortieren
Sozialverhalten
gezeigte Leistungsbereitschaft
Gestalten/Kooperieren/Miteinander beim Üben in der Gruppe/im Paar,
aktive Unfallverhütung durch richtiges Helfen und Sichern,
richtiges Verhalten an den Geräten und beim Geräteauf- und -abbau
Selbst- und Fremdkorrektur
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen (siehe Anhang 5, Beo-
bachtungsprotokolle bzw. Anhang 7, Bewertungskriterien zum Sozialverhalten)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
24 HR-SPORT
3.1.4 Lernbereich: Gymnastisch-tänzerische Übungen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufe 3
Klassenstufe 4
Hinweise zur lernbereichs-
spezifischen Bewertung
und Benotung
motorischer
Basistest
Seilspringen 30 sec.
Schneller Crunch
Klimmziehen
Übersteiger
Seilspringen 30 sec.
Schneller Crunch
Liegestützbeugen
Drehungen auf der Turn-
bank
je Klassenstufe mindestens
zwei Tests auswählen
Benotung nach sachlicher
bzw. sozialer oder individu-
eller Bezugsnorm
(siehe Anhang 1, Zuordnung
motorischer Basistests und
Anhang 2, sachliche Be-
zugsnorm)
sportmotorische
Fertigkeiten
Gehen-Laufen-Hüpfen
(Rhythmus erkennen)
Seilspringen (zwei verschie-
dene Techniken)
Vier Grundschritte der Aero-
bic (z. B.: Step Touch, Dou-
ble Step Touch, Grapvine,
V-Step, Knee Lift, Push
Touch, Jumping Jack,
March)
je Klassenstufe mindestens
eine Fertigkeit auswählen
qualitative Bewertung nach
Bewertungskriterien bzw.
Beobachtungsschwerpunk-
ten und Benotung
(siehe Anhang 5, Beobach-
tungsprotokoll zur qualitati-
ven Technikbewertung)
komplexes
Anwenden
Übungsverbindung ohne/ mit
Handgerät (16 - 32 Zählzei-
ten)
oder
Rhythmusfähigkeit in einfa-
chen Tanzformen
Übungsverbindung mit ei-
nem Handgerät nach Musik
(32 Zählzeiten)
oder
Rhythmusfähigkeit beim
Tanzen moderner Tänze
oder
Aerobic mit 32 Zählzeiten
je Klassenstufe mindestens
eine komplexe Anwen-
dungsform (Übungsverbin-
dung) auswählen
(siehe Anhang 6, Qualitäts-
merkmale der Bewegungs-
ausführung)
Wissen
Bewegungsbeschreibungen
verschiedene Präsentationsformen zu Techniken oder Übungen
Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
gezeigte Leistungsbereitschaft beim Erarbeiten von Einzel-, Paar- und Gruppenübungen
Kreativität/Gestalten/Kooperieren und Einbringen eigener Ideen
Selbst- und Fremdkorrektur
Teamfähigkeit
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen (siehe Anhang 5, Beo-
bachtungsprotokolle bzw. Anhang 7,Bewertungskriterien zum Sozialverhalten)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GS
HR-SPORT 25
3.1.5 Lernbereich: Schwimmen
Für die Zeit der Übergangsregelung, in der das Schwimmen noch in der 3. Klassenstufe unter-
richtet wird, ist die Bewertung des Lernbereichs „Schwimmen entsprechend dem Stundenanteil in
die Schuljahresendnote einzubeziehen. Die entsprechenden Kriterien werden vom Sächsischen
Staatsministerium für Kultus erlassen.
3.1.6 Lernbereich: Wintersport
Die Kriterien für die Bewertung des Lernbereichs sind nach dem untenstehenden Modell analog zu
den anderen Lernbereichen von den Fachkonferenzen der Schulen festzulegen. Dabei ist die Spe-
zifik der unterrichteten Wintersportart zu beachten.
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufe 3
Klassenstufe 4
Hinweise zur lernbereichs-
spezifischen Bewertung
und Benotung
motorischer
Basistest
sportmotorische
Fertigkeiten
komplexes
Anwenden
Wissen
Sozialverhalten

 
Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
26 HR-SPORT
3.2
Leistungsbewertung im Fach Sport der Mittelschule und des Gymnasiums der
Klassenstufen 5 - 10
Die Leistungsbewertung im Fach Sport der Mittelschule und des Gymnasiums ist ein pädagogi-
scher Prozess und erfordert eine gewichtete Berücksichtigung des Verlaufs der Leistungsentwick-
lung des Schülers in Bezug auf Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung
(Zieltrias).
Mit der Bewertung von Schülerleistungen werden qualitative Aussagen zur individuellen Lernent-
wicklung getroffen. Durch die Benotung wird der Leistungsstand des Schülers allgemein gekenn-
zeichnet.
Unter Berücksichtigung der das Fach Sport lernbereichsbestimmenden Dimensionen sollte grund-
sätzlich eine qualitative bzw. quantitative Aussage zur Schülerleistung getroffen werden. Für die
quantitative Bewertung von Schülerleistungen sind Bezugsnormen anzuwenden. Für die qualitative
Bewertung von Schülerleistungen sind Bewertungsmaßstäbe anzuwenden. Die einzelnen unter
den Bewertungskriterien erbrachten Leistungen werden mit Noten eingeschätzt (siehe 2.2).
Die Halbjahresnote und die Schuljahresendnote im Fach Sport setzt sich aus dem Durchschnitt
aller Lernbereichsnoten zusammen.
Die Lernbereichsnote wird aus Teilnoten gebildet. Die Ermittlung der Lernbereichsnote wird durch
folgende Raster empfohlen: (siehe 2.3 und CD-ROM Benotungsungshilfe Sport).
Lernbereiche des Typ 1
ƒ
Teilnote
motorischer
Basistest
Teilnote
Technik
Teilnote
komplexes
Anwenden
25 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche des Typ 1
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
25 %
25 %

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 27
Lernbereiche des Typ 2 (ohne Fitness)
Lernbereich Typ 2, Fitness
Besondere Orientierung im Zusammenhang mit den neuen Anforderungen im Lehrplan
Die sportliche Leistung wird mehrperspektivisch erbracht und sollte mehrdimensional bewertet
werden. Dieser Zusammenhang zwischen individuellen Leistungsvoraussetzungen, aufgewendeter
Anstrengung und erreichtem Leistungszuwachs, unter einer oder mehreren Perspektiven erbracht,
sollte dem Schüler verdeutlicht werden. Zu diesem Zweck können Schüler Portfolios zur eigenen
Leistungsentwicklung führen.
Teilnote
Fitnesstest
Teilnote
komplexes
Anwenden
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
30 %
40 %
30 %
Empfehlung:
Gewichtung für Lernbereichsnote Fitness
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Technik
Teilnote
komplexes
Anwenden
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche des Typ 2
(ohne Fitness)
(pädagogisch flexibel)
50 %
25 %

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
28 HR-SPORT
Für die Leistungsbewertung empfiehlt sich die Beachtung folgender methodischer Grundsätze:
-
so wenig wie möglich und so viel wie nötig benoten,
-
die Vielfalt an Bewertungsmöglichkeiten nutzen,
-
mit einer erteilten negativen Note Möglichkeiten ihrer Verbesserung in Aussicht stellen,
-
den Zeitpunkt der Bewertung sollten die Schüler selbst festlegen können, dieser sollte jedoch in
einem vorgegebenen Zeitrahmen liegen,
-
die Schüler sollten mehrere Möglichkeiten/Versuche bekommen,
-
auch Wahlmöglichkeiten als Form der differenzierten Bewertung sollten dem Schüler angebo-
ten,
-
Bewertungskriterien sollten den Schülern in jedem Fall bekannt sein, dies kann mündlich aber
auch in Form einer visuellen Übersichtsvariante vermittelt werden.
Aushänge informieren im Schulhaus/Turnhalle über besondere Leistungen und können zur
Würdigung der gezeigten Leistungsbereitschaft genutzt werden (Schulrekordtafel).

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 29
Empfehlungen zur Leistungsbewertung in den Lernbereichen des Typ 1
3.2.1 Lernbereich: Sportspiele (Zielschussspiele/Rückschlagspiele)
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Priorität im Lernbereich Sportspiele hat die kontinuierliche Entwicklung der Spielfähigkeit. Basie-
rend auf der integrativen Sportspielvermittlung werden durch vielfältige Übungs-, Spiel- und Wett-
kampfformen sportspielbezogene Fertigkeiten und taktische Fähigkeiten verbessert und somit das
allgemeine Spielverständnis weiterentwickelt. Der sportspielübergreifenden Schulung von Basis-
elementen der Spielfähigkeit kommt dabei ein großes Gewicht zu.
Bezogen auf dem in der Grundschule erworbenen technisch-taktischen Bewegungskönnen mit
Bällen beginnt die Vermittlung der Sportspiele – gegliedert nach Zielschuss- und Rückschlagspie-
len – in Klassenstufe 5.
Die individuellen Voraussetzungen der Schüler erfordern eine differenzierte Leistungsbewertung.
Die Ermittlung der Lernbereichsnote sollte sich auf die Entwicklung des Niveaus der spielmotori-
schen Fertigkeiten und Formen komplexen Anwendens/Spielfähigkeit durch erstellte qualitative
und quantitative Beurteilungskriterien beziehen. Besonders die Spielsportarten prägenden mann-
schaftsdienlichen Verhaltensweisen sowie Aspekte sozialen und sportlichen Handelns unter mehr-
perspektivischer Ausrichtung sind in den Bewertungsprozess zu integrieren.
Das Einbringen von Wahl- und Streichwerten sowie das individuelle Finden des Leistungskontroll-
zeitpunktes sind ergänzende Varianten der Leistungsbewertung. Aufgrund des mehrdimensionalen
Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt sich folgende Schwerpunktset-
zung:
motorischer Basistest
-
je Klassenstufe mindestens drei Tests, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des Lernbe-
reichs (spielsportartbezogen) auswählen und benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifi-
sche Zuordnung des motorischen Basistests)
-
Rhythmisierungs-, Umstellungs-, Reaktionsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
- Beweglichkeit, Ausdauerfähigkeit
-
spezifische Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm- und Beinmuskulatur
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)
sportspielspezifische Fertigkeiten
-
je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforderungs-
und Leistungscharakteristik benoten
-
quantitative Bewertung, z. B. eine vorgegebene Anzahl von Bällen muss unter Verwendung
einer sportspielspezifischen Fertigkeit in einen vorgeschriebenen Treffbereich (Tor, Korb,
Turnmatte, Reifen u. a.) geworfen, geschlagen, geschossen, gespielt werden (soziale Bezugs-
norm erstellen)
-
qualitative Bewertung, demonstrieren geschulter Bewegungsabläufe und Bewertung nach ver-
schiedenen Beurteilungs- und Beobachtungskriterien (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll
zur qualitativen Technikbewertung)
komplexes Anwenden
-
je Klassenstufe mindestens eine komplexe Übung unter dem Aspekt wettkampfnaher Spielfä-
higkeit benoten (soziale und individuelle Bezugsnorm)
-
Auswahl spielfähigkeitsbezogener Bewertungskriterien zu sportspielspezifischen Fertigkeiten,
taktischen Fähigkeiten, Fairness, Kreativität, Teamfähigkeit (siehe Anhang 5, Spielbeobach-
tungsprotokoll zur Einschätzung der Spielfähigkeit)
-
Vorschläge zu qualitativen Bewertungskriterien Spielfähigkeit (siehe Anhang 6)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
30 HR-SPORT
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung der zu vermittelnden
Spielsportart benotet
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen
-
Kenntnisse zur historischen und aktuellen Entwicklung der Spielsportarten vorweisen
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll; siehe Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten)
-
besondere Berücksichtigung findet das Fair play, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Empathiefähig-
keit, Mitgestalten/Kooperation, Einsatzbereitschaft
-
Portfolio mit sportartspezifischer Schwerpunktsetzung anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik Sportspiele (Zielschussspiele/Rückschlagspiele)
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Ba-
sistest
Lauftest
Seilspringen 60s
Liegestützbeugen (schräg)
Hockernummernlauf
Levellauf
Japantest
Standsprung- Reichhöhe
Klimmziehen
Ballreaktion
Levellauf
sportmotorische
Fertigkeiten
Zielschussspiele
Basketball
beidhändiges Fangen, Druckpass, Bo-
denpass, Dribbling, Freilaufen/Decken,
einfaches Fintieren, Zwei-Kontakt-Rhyth-
mus, Sternschritt, Stopps, Sprungball,
Positionswurf, Korbleger
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
Dribbling mit Tempo- und Rhythmuswech-
sel, Finten, Sprungwurf, Rebound
Fußball
Ballannahme, -abgabe, -führung, Frei-
laufen/Decken, einfaches Fintieren, Kopf-
ballspiel, Innenseit- und Vollspannstoß,
Jonglieren
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
Ballannahme, -abgabe flacher und hoher
Bälle mit der Innen- und Außenseite des
Fußes (des starken Beines), Ballführung
im Slalom, Finten
Handball Passen/Fangen, Dribbling, Freilaufen/-
Decken, einfaches Fintieren, Drei-Schritt-
Rhythmus, Schlagwurf, Sprungwurf
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
indirektes Zuspiel, Slalomdribbling mit
Handwechsel, Finten, Schlagwurf aus der
Bewegung, Hüftwurf
Hockey/Unihockey Schlägerhaltung, Ballannahme,
-abgabe, -führung, Umspielen, Torschuss
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
Schlenzen, Strafecke
komplexes An-
wenden
situationsorientiert miteinander und gegen-
einander spielen
Spielfähigkeitsentwicklung durch Spiele,
Spielformen unter z. B. erleichterten Be-
dingungen, mit Präzisions- und Komplexi-
tätsdruck
Spielvarianten mit und ohne Konkurrenz-
verhalten
Spieltaktik
situationsorientiert miteinander und gegen-
einander spielen
Spielfähigkeitsentwicklung durch Spielfor-
men und Spiele unter z. B. wettkampfna-
hen Bedingungen, mit Organisations- und
Variabilitätsdruck
Spielvarianten mit und ohne Konkurrenz-
verhalten
Spieltaktik
Angriffsverhalten
Freilaufen, den Mitspieler sehen und an-
spielen, Nutzen von Überzahlsituationen,
Herausspielen von Zielschussmöglichkei-
ten
Freilaufen/Anbieten, einfache Positions-
wechsel vollziehen, den Mitspieler im rich-
tigen Moment anspielen, Überzahl- und
Gleichzahlsituationen bewusst zum Her-
ausspielen von Zielschussmöglichkeiten
nutzen, mannschaftsdienliches Zusam-
menspiel ausprägen, Positionsangriff

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 31
Abwehrverhalten
Gegenspieler decken, Zuspiellinien er-
kennen und Zuspiele unterbinden, Dribb-
ling stören, Zielschuss verhindern
Gegenspieler decken, Zuspiellinien un-
terbinden, Dribbling stören, Zielschuss
verhindern, Manndeckung ab Mittellinie, ab
Freiwurflinie/Drei-Punkte-Linie, Zonende-
ckung
sportmotorische
Fertigkeiten
Rückschlagspiele
Volleyball
oberes und unteres Zuspiel, Aufgabe von
unten, Angriffszuspiel
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
diagonaler Angriffsschlag, Block, Aufgabe
von oben
Badminton
Universalgriff, Schritttechniken (Nachstell-,
Ausfallschritte), Vorhand- und Rückhand-
schläge (Überkopf- bzw. Unterhand-
schläge, Netzstoppbälle), kurzer und hoher
Aufschlag
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
Lauftechnik aus ZP in alle Positionen
(1 bis 6), Nachstellschritt mit Umsprung,
Stemmschritt
Tischtennis
Grund- und Bereitschaftsstellung, Schlä-
gerhaltung, Vorhand- und Rückhand-
schläge, Vorhand- und Rückhandauf-
schlag
(siehe Kl. 5 - 7),dazu:
Vorhand- und Rückhandaufschläge direkt,
gerade, parallel und diagonal, Aufschläge
mit Oberschnitt, Schupfen Vorhand, Rück-
hand, gerade und diagonal auf Ziele, mit
Unterschnitt, Oberschnitt (Vorhand, Rück-
hand)
Tennis
Grifftechnik, Vorhand- und Rückhand-
grundschlag, Unterhandaufschlag:
indirekt, direkt
(siehe Kl. 5 - 7), dazu:
Aufschlag Slice, Flugschlag Vorhand und
Rückhand, Lob, Stopp, Vorhand Drive,
Lauftechniken: Seitstell-, Kreuz- und Aus-
fallschritte, Rutschen, Schrittkombinatio-
nen
komplexes An-
wenden
situationsorientiert miteinander und gegen-
einander spielen
Spielfähigkeitsentwicklung durch
Spiele; Spielformen unter erleichterten
Bedingungen
mit Präzisions- und Komplexitätsdruck
Spieltaktik
miteinander und gegeneinander spielen
Spielfähigkeitsentwicklung durch Spielfor-
men und Spiele unter wettkampfnahen
Bedingungen mit Organisations- und Vari-
abilitätsdruck
Spieltaktik
Angriffsverhalten
Zusammenspiel, laufbereit sein, sich am
Gegner und zum Ball orientieren, Vorteil
herausspielen und nutzen, die Lücke er-
kennen und den Ball versuchen zu platzie-
ren
Einzel- und Zusammenspiel, aus der Stel-
lung im Spielfeld, aus dem Aktionsraum,
zum Tisch agieren,
sich bei Schritt- und Laufbewegungen an
Gegner und Ball orientieren,
Lücken und Vorteil, Schwächen und Stär-
ken situationsbezogen erkennen
Abwehrverhalten
durch Gegnerbeobachtung die Abwehr-
position vorweg nehmen, Zuspielrichtung
und -weite des Balles einschätzen, agieren
und auf das gegnerische Spiel reagieren
Gegner- und Ballbeobachtung, die richtige
Abwehrposition vorwegnehmen
von der Abwehrhandlung zur erfolgreichen
Angriffshandlung
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung
Technikmerkmale, Bewegungsbeschreibung der erlernten Techniken, Begründung
spieltaktischer Entscheidungen
Spielregeln, Schiedsrichtertätigkeit
Geschichte der jeweiligen Spielsportart
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage...)
Entwicklungs- oder Ergebnisportfolio anlegen
Sozialverhalten
Fair play, Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren bei Turnieren
Fähigkeit zur Selbst- und Fremdkorrektur, Kritik- und Konfliktfähigkeit
Empathiefähigkeit, Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit
einschätzen
Umgang mit Sieg und Niederlage
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
32 HR-SPORT
3.2.2 Lernbereich: Leichtathletik
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Entwickelte sportmotorische Fähigkeiten und erworbene leichtathletische Fertigkeiten werden im
Lernbereich Leichtathletik unter dem Aspekt der Leistungs- und Anwendungsorientierung in Bezug
auf wettkampfnahen Transfer ermittelt und bewertet. Priorität bezüglich der Steigerung der Leis-
tung hat die Technikvermittlung, die besonders im zur Vertiefung geplanten Lernbereich optimiert
werden kann.
Die Lernbereichsnote orientiert sich an metrisch-messbaren Leistungen. Entwicklungsspezifische
Besonderheiten der Schüler sind unter Berücksichtigung der Qualität der Bewegungsausführung
durch ein pädagogisch zweckmäßiges Variieren des Bewertungsmaßstabes zu berücksichtigen.
Das Einbringen von Wahl- und Streichwerten sowie das individuelle Finden des Leistungskontroll-
zeitpunktes sind ergänzende Varianten der Leistungsbewertung. Aufgrund des mehrdimensionalen
Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt sich folgende Schwerpunktset-
zung:
motorischer Basistest
-
je Klassenstufe mindestens zwei Tests, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des Lernbe-
reichs (disziplinbezogen) auswählen und benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifische
Zuordnung des motorischen Basistests)
-
Rhythmisierungs-, Gleichgewichts-, Reaktionsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähig-
keit
- Beweglichkeit, Ausdauerfähigkeit
-
spezielle Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)
leichtathletische Fertigkeiten
-
je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforderungs-
und Leistungscharakteristik benoten
-
Technikerwerb in traditionellen Disziplinen bis zur Klassenstufe 7
-
ergänzen des Technikerwerbs durch neue Techniken, wie Stabspringen, Lauf über Hinder-
nisse, Drehwürfe usw.
-
(siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qualitativen Technikbewertung; siehe Anhang 6,
Vorschläge zu qualitativen Bewertungskriterien)
komplexes Anwenden
-
je Klassenstufe mindestens drei komplexe Anwendungsformen unter wettkampfnahen
Bedingungen benoten
-
Mehrkämpfe können thematisiert werden, z. B. Sprinter-Meeting, Wurf-Mehrkampf, Werfer-
abend, Drei- oder Vierkampf
-
sachliche Bezugsnorm, einheitlichen Bewertungsmaßstab festlegen (interaktive Leichtathletik-
Wettkampftabelle einsetzen, siehe CD-ROM)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 33
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung der zu vermittelnden
Disziplinen benotet
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll; siehe Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten)
-
besondere Berücksichtigung findet die Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur
Selbst- und Fremdkorrektur
-
Wertigkeit der individuellen Bezugsnorm verdeutlichen
- Portfolio anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik im Lernbereich Leichtathletik
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Ba-
sistest
Liegestützbeugen
Dreierhopp
Drehen auf der Turnbank
12-min-Lauf
Klimmzüge
Standsprung-Reichhöhe
Durchsteiger
Levellauf
sportmotorische
Fertigkeiten
Lauf
Hoch- und Tiefstart
Staffellauf
Hindernislauf
Tiefstart
Staffellauf
Hürdenlauf
Hochsprung Schere
Flop
Flop
Weitsprung Hangsprung
Schrittweitsprung
Schrittweitsprung
Drei-Sprung
Stabweitsprung
Wurf Schlagwurftechnik mit 3-Schritt-Rhythmus
(z. B. Schlagball)
Schlagwurftechnik mit 5-Schritt-Rhythmus
(z. B. Speer)
Schleuderwurftechnik mit Schleuderball
Stoß
Stoßtechnik aus wählbarer Vorbeschleuni-
gung (z. B. Kugelstoß aus dem rückwärti-
gen Angehen)
komplexes An-
wenden
Drei- oder Vierkampf mit Ausdauerlauf
thematisierter Wahlmehrkampf
Vierkampf- oder Fünfkampf mit Ausdau-
erlauf
thematisierter Wahlmehrkampf (z. B. Wer-
fen), Blitzmehrkampf
thematisierte Stunde (z. B. Rhythmisie-
rungsfähigkeit, Perspektive Leistung)
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung,
Lauf-ABC
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Wettkampfregeln, Kampfrichtertätigkeit
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher oder schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage...)
Ergebnisportfolio oder Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren bei Wettkämpfen
Selbst- und Fremdkorrektur
Leistung anderer Schüler akzeptieren - eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (individu-
elle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
34 HR-SPORT
3.2.3 Lernbereich: Turnen
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Entwickelte sportmotorische Fähigkeiten und turnerische Fertigkeiten werden im Lernbereich Tur-
nen mehrperspektivisch und mehrdimensional ermittelt und bewertet.
Die Lernbereichsnote orientiert sich auf die Qualität erreichter turnerischer Fertigkeiten, die mittels
Beobachtung durch qualitative Bewertungskriterien eingeschätzt werden können. Dabei bestehen
bezüglich der Geräte, Elemente bzw. Übungsverbindungen unterschiedliche Wahlmöglichkeiten.
Turnerische Fertigkeiten stehen im Mittelpunkt, wobei in den Klassenstufen 5 - 7 die Elemente und
Übungsverbindungen den Schwerpunkt bilden. In den Klassenstufen 8 - 10 dominieren Formen
des Synchronturnens und der Akrobatik. (Bei der Festlegung von Geräteabmessungen sind Kon-
stitution und Leistungsvoraussetzung der Schüler zu berücksichtigen.)
Das Einbringen von Wahl- und Streichwerten sowie das individuelle Finden des Leistungskontroll-
zeitpunktes sind ergänzende Varianten der Leistungsbewertung. Die Schüler sollten dabei aktiv in
den Prozess der Leistungsbewertung einbezogen werden.
Aufgrund des mehrdimensionalen Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt
sich folgende Schwerpunktsetzung:
motorischer Basistest
-
je Klassenstufe mindestens drei Tests, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des Lernbe-
reichs auswählen und benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifische Zuordnung des moto-
rischen Basistests)
-
Kopplungs-, Gleichgewichts-, Orientierungs-, Reaktionsfähigkeit, kinästhetische Differenzie-
rungsfähigkeit
- Beweglichkeit
-
spezifische Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)
turnerische Fertigkeiten
-
je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforderungs-
und Leistungscharakteristik an mindestens zwei Geräten benoten (siehe Anhang 5, Beobach-
tungsprotokoll zur qualitativen Technikbewertung)
.
Beurteilungskriterien im Formgebundenen Turnen
-
Helfen/Sichern notwendig
-
Erfolg/Misserfolg
-
Bewegungsspezifik (Bewegungsmerkmale, Bewegungsfluss, Körperhaltung,
Körperspannung)
-
bei Fehlen anspruchsvoller Elemente Abstufung in der Benotung
.
Beurteilungskriterien im Freien Turnen
-
Bewegungssicherheit
-
Bewegungsfluss
-
Kreativität/Originalität
. Beurteilungskriterien im Synchronturnen
-
gegenseitige motorische Anpassungsfähigkeit
-
Gleichmaß in Raum und Zeit
-
Raumausnutzung
-
Kreativität/Originalität in Bezug auf Kombinationen
-
bei Fehlen anspruchsvoller Elemente Abstufung in der Benotung

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 35
komplexes Anwenden
-
je Klassenstufe mindestens zwei Übungsverbindungen an mindestens zwei Geräten mit
mindestens vier verschiedenen Turnelementen sowie mindestens eine Sprungtechnik über ein
altersspezifisches ausgewähltes Gerät benoten (siehe Anhang 6, Vorschläge zu qualitativen
Bewertungskriterien)
-
individuelles Leistungsvermögen ausschöpfen und kreativ umsetzen
-
vielfältige einfache Turnelemente berücksichtigen, gymnastische Elemente einbeziehen
-
Varianten der Leistungsdifferenzierung, Leistungspräsentation einsetzen
-
Partnerakrobatik und Pyramidenbau prozessorientiert bewerten
-
Übungsverbindungen im Synchronturnen benoten
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung und Gerätwahl benotet
-
besondere Berücksichtigung finden die Gerät- und Technikbezeichnung, Griffarten,
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung, Helfen und Sichern
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll; siehe Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten)
-
Schüler in den Prozess der Leistungsbewertung mit einbeziehen
-
bezüglich der sozialen Dimension sollten die Empathiefähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Leis-
tungsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung berücksichtigt werden
-
Portfolio nach thematischer Schwerpunktsetzung anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik im Lernbereich Turnen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Ba-
sistest
Seilspringen 60 s
Halten in Hang
Schneller Crunch
Drehungen auf der Turnbank
Seilspringen 60 s
Klimmziehen
Schneller Crunch
Übersteiger
sportmotorische
Fertigkeiten
Fertigkeiten siehe Kl. 5 - 7
Sprung (Bock,
Doppelbock, Kas-
ten, Pferd)
Dreh-Sprunghocke Sprunggrätsche
Sprunghocke
Sprungbretter, Minitramp
rhythmische Sprungreihen
Gruppenspringen im Strom
Reck/Stufenbarren Knie- und Hüft-Umschwung, Varianten mit
Griffwechsel
Hüft-Abzug
Knie-Abschwung
Knie-Aufschwung
Felgunterschwung
Hüft-Aufschwung
das Turnen von individuellen Übungsver-
bindungen ist möglich
synchron/asynchron
Musikbegleitung
Blickkontakt, begleitendes Sprechen
Partner, Übungsgut, Gerät selbst aus-
wählen
Barren
Kehre, Wende, Flanke, Rolle vorwärts,
Oberarmstand
Balken Nachstellschritte, Wechselsprünge, Soh-
len- und Ballenstände, Kniewaage

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
36 HR-SPORT
Boden
Rollen vorwärts, rückwärts, seitwärts -
auch in Folgen
Liegestützvarianten
Kopfstand
Schwingen in den flüchtigen Handstand
und Abrollen
Handstütz-Überschlag seitwärts
komplexes An-
wenden
mindestens eine Sprungtechnik über ein
altersspezifisches Gerät (Wahlmöglichkeit)
Übungsverbindungen an mindestens zwei
Geräten an Boden/Barren/Balken/Stufen-
barren/Reck mindestens vier verschiedene
Turnelemente
Übungsverbindungen im Synchronturnen
durchführen
Gleichzeitigkeit und Gleichmaß
Übungsverbindungen an mindestens zwei
Geräten
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung
Gerät- und Technikbezeichnung, Griffarten
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Wettkampfregeln, Sicherheitsbestimmungen, Organisationsformen
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form
Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
Aufgaben in Vorbereitung, Nachbereitung und Organisation des Unterrichts
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren
Selbst- und Fremdkorrektur gegenseitiges Beobachten, Beraten, Helfen und Sichern
Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit einschätzen, Empa-
thiefähigkeit
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
Pflichtübungen
-
Folgerichtigkeit der Elementereihung
- Bewegungsfluss
- Körperspannung/Körperhaltung
-
technisch richtige Ausführung und Wertigkeit der Elemente
Kürübungen
-
Kreativität/Originalität in Bezug auf Kombinationen
-
Komplexität und Schwierigkeitsgrad
- Bewegungsspezifik/Bewegungsflexibilität
-
technisch richtige Ausführung und Wertigkeit der Elemente
empfohlene Notenskala
Gerätübung
1
Mehrkampf
(Dreikampf)
Note 1
10,0 – 9,0
Punkte
30,0 – 27,0
Punkte
Note 2
8,9 – 7,5
Punkte
26,9 – 22,5
Punkte
Note 3
7,4 – 6,0
Punkte
22,4 – 18,0
Punkte
Note 4
3,9 – 2,0
Punkte
11,9 – 6,0
Punkte
Note 5
1,9 – 0,0
Punkte
< 6,0
Punkte
1
Wertigkeit der Elemente festlegen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 37
3.2.4 Lernbereich: Gymnastik/Aerobic/Tanz
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Grundlage dieses Lernbereichs ist die Wahrnehmung des Körpers in Verbindung mit rhythmisch-
musikalischer Gestaltung.
Mit Musik werden sportartspezifische Fertigkeiten mit/ohne Handgerät erlernt und variiert. Gym-
nastische, tänzerische und darstellende Bewegungsformen ermöglichen vielfältige Gestaltungsva-
rianten. Das Lösen von Improvisations- und Gestaltungsaufgaben fördert Kreativität und Fantasie.
Es kann einzeln, als Paar oder in Gruppen eine Übung gestaltet werden.
Die Lernbereichsnote orientiert sich an der Gestaltung von Bewegungen und deren Umsetzung mit
Musik. Selbstaufgestellte qualitative Bewertungskriterien bilden neben Technikmerkmalen eine
wesentliche Bewertungsgrundlage für den Lehrer. Die Schüler sollten in den Prozess der Leis-
tungsbewertung integriert werden.
Bei der Erarbeitung der Übungen/der Tänze kann die Übung insgesamt vorgegeben werden oder
nur Teile der Übung/des Tanzes und die weitere Gestaltung wird von den Schülern vorgenommen.
Aufgrund der Altersspezifik ist in den Klassenstufen 5 - 7 die Beweglichkeit verstärkt zu entwickeln
und zu überprüfen. Mit zunehmendem Schulalter gewinnen Komplexität, Kreativität und Gestaltung
an Bedeutung.
Aufgrund des mehrdimensionalen Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt
sich folgende Schwerpunktsetzung:
motorischer Basistest
-
je Klassenstufe mindestens drei Tests, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des Lernbe-
reichs benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifische Zuordnung des motorischen Basis-
tests),
-
Rhythmisierungs-, Gleichgewichts-, Reaktions-, Kopplungsfähigkeit,
- Beweglichkeit,
-
spezielle Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur,
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)
gymnastisch-tänzerische Fertigkeiten und Aerobicformen
-
je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten (mit/ohne Handgerät) mit
altersspezifischer Anforderungs- und Leistungscharakteristik benoten,
-
Technik (des Körpers, der Handgeräte),
- Bewegungsfluss (Schrittfolgen, Tänze),
-
Kombination und Übereinstimmung von Bewegung, Musik und Rhythmus,
-
(siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qualitativen Technikbewertung)
komplexes Anwenden
-
je Klassenstufe mindestens eine komplexe Anwendungsform benoten (mit/ohne Handgerät),
-
Pflicht- und Kürübungen,
- tänzerische Kombinationen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
38 HR-SPORT
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisierte Wissensvermittlung wird je nach Schwerpunktsetzung des Lernbereichs benotet,
-
Kenntnisse über Erwärmungskriterien, Technikmerkmale, Gestaltungskriterien (Möglichkeiten
der körperlichen Ausdrucksfähigkeit),
-
Kenntnisse über muskulären Dysbalancen vorbeugende Maßnahmen,
-
Kenntnisse über Entspannungsübungen, Musikauswahl,
-
besondere Berücksichtigung findet die Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur
Selbst- und Fremdkorrektur (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokolle und Anhang 7, Bewer-
tungskriterien zum Sozialverhalten)
- Portfolio anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik im Lernbereich Gymnastik/Aerobic/Tanz
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Ba-
sistest
Seilspringen 60 s
Liegestützbeugen
Übersteiger
Rumpfbeugen vorwärts
Drehungen auf der Turnbank
Dreierhopp
Klimmziehen
Schneller Crunch
Rumpfbeugen vorwärts
Hockernummernlauf
sportmotorische
Fertigkeiten
Gymnastik
Körpertechnik
Schrittarten, Sprünge, Stände, Drehungen
Bodentechniken
Handgerätetechnik ein Handgerät (Ball, Reifen, Seil, Keulen)
mit Handgerätetechniken kombinieren
(Schwünge, Fangen/Werfen, Prellen, Rol-
len, Durchschlagen, Schlagen)
traditionelle Handgeräte und alternative
Materialien
gerätespezifische Elemente: Rei-
fen/Zwirbeln, Band/Spiralen, Schlangen
Freiräume für Bewegungsfantasie und
Kreativität bieten
Bewegungen und Rhythmus koordinieren
Aerobic Grundschritte:
beidseitig, vor- und rückwärts
High und Low-Impactschritte
erweiterte Grundschritte:
vor-/rückwärts, beidseitig, mit Drehung
Mixed-Impact, Step Aerobic, Hip-Hop
Dance Aerobic
Tanz
Grundschritte ausgewählter Tänze, wie
Polka, Menuett,
Diskotänze, Rock’n Roll, Hip-Hop, Techno,
Jazz-Dance, Modern Dance
Grundschritte ausgewählter Tänze kombi-
nieren, Tanzfolgen
Umfang und Tempo erhöhen
nationale, internationale Tänze, historische
Tänze, Modern Dance, Jazzdance
komplexes An-
wenden
Pflichtkombinationen (Einzel-, Partner-,
Gruppenübungen)
Kürkombinationen(Partner-, Synchron-,
Gruppenübungen)
Gymnastik
Umgang mit Handgeräten bzw. Materialen
Bewegungen am Ort, im Raum, nach
Rhythmen
synchron, asynchron, Schattenbewegun-
gen
kreativer Umgang mit Aufstellungsformen
kreativer Umgang mit Handgeräten
vielfältige Bewegungen am Ort, in der
Fortbewegung, nach Rhythmen
Taktanzahl erhöhen
Sprung- und Wurfhöhe variieren
Raumwege ohne/mit Partner
Raumwege ohne/mit Handgerät
Aerobic
einfache Aerobicfolgen Grundschritte mit
Armbewegungen
von Grundschritten zu zusammengesetz-
ten Bewegungsformen
Mixed- Impactübungen
Übungsfolgen mit Grundschritten und
Sprungschritten ohne/mit Partner
variable Aufstellungsformen
Tanz
einfache Tanzfolgen
rhythmusangepasste Bewegungen
Einhaltung der Reihenfolge
Körpersprache
Tanzfolgen/Tänze erarbeiten
rhythmusangepasste Bewegungen
Formationen und variable Raumwege
Körpersprache
Formationstanz, Linedance

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 39
Wissen
Funktionsgymnastik, Prinzipien der Erwärmung
Vorbeugen muskulärer Dysbalancen
Körpertechnik/Gerätetechnik, Aerobicschritte/Tanzschritte, Tempo, Musikauswahl
Rhythmus, Aufstellungsformen
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Anspannungs- und Entspannungsübungen
Unfallverhütung
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage usw.)
Entwicklungsportfolio anlegen (z. B. Videoaufzeichnungen zur Choreografie)
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren/Kreativität bei Gruppenübungen
Selbst- und Fremdkorrektur
soziales und sportliches Handeln
Empathiefähigkeit, Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit
einschätzen
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
3.2.5 Lernbereich: Kampfsport/Zweikampfübungen
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Entwickelte sportmotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten im Judo oder Ringen werden im Lernbe-
reich Kampfsport/Zweikampfübungen unter dem Aspekt der Leistungs- und Anwendungsorientie-
rung in Bezug auf wettkampfnahen Transfer bewertet. Hierbei ist eine situative Anwendung in
Form von kleinen Übungskämpfen zu favorisieren. Zur Vermeidung von Unfällen ist es notwendig
Prioritäten in die Verbesserung der Techniken zu legen, die besonders im zur Vertiefung geplanten
Lernbereich optimiert werden können.
Die Ermittlung der Lernbereichsnote orientiert sich an qualitativen Kriterien. Schwerpunkte stellen
hierbei die bewegungsbezogene Ganzheitlichkeit, die Effektivität der Wurf- und Griffprinzipien so-
wie die Bewegungsdynamik dar. Die Entwicklung lernbereichsspezifischer Fertigkeiten muss durch
eine besondere Fähigkeitsentwicklung im koordinativen und konditionellen Bereich ergänzt und
überprüft werden.
Die entwicklungsspezifischen Besonderheiten der Schüler sind durch ein pädagogisch zweckmä-
ßiges Differenzieren der Leistungsanforderungen als auch durch Variieren des Bewertungsmaß-
stabes zu berücksichtigen.
Das Einbringen von Wahl- und Streichwerten sowie das individuelle Finden des Leistungskontroll-
zeitpunktes sind ergänzende Varianten der Leistungsbewertung. Aufgrund des mehrdimensionalen
Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt sich folgende Schwerpunktset-
zung:
motorischer Basistest
-
je Klassenstufe mindestens drei Tests, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des Lernbe-
reichs benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifische Zuordnung des motorischen Basis-
tests),
-
Gleichgewichts-, Orientierungsfähig-, Reaktionsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähig-
keit,
- Beweglichkeit,
-
spezielle Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm-, Rumpf und Beinmuskulatur,
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
40 HR-SPORT
lernbereichsspezifische Fertigkeiten
-
je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforderungs-
und Leistungscharakteristik benoten,
- Falltechniken,
- Wurftechniken,
- Bodentechniken,
-
(siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qualitativen Technikbewertung)
komplexes Anwenden
-
je Klassenstufe mindestens eine wettkampfnahe Form komplexen Anwendens (Übungskampf
im Stand oder am Boden) benoten,
-
qualitative bzw. quantitative Bewertungskriterien aufstellen (soziale und individuelle Bezugs-
norm)
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung benotet,
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Kenntnis der Fachtermini,
- verbotene Handlungen kennen,
-
Erste Hilfe bei Knochen- und Gelenksverletzungen,
-
Wertungen im Übungskampf,
-
rechtliche Bestimmungen zur Selbstverteidigung,
-
moralisches und technisches Prinzip,
-
geschichtliche Entwicklung der Sportarten,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zum Sozialverhalten; siehe Anhang 7, Be-
wertungskriterien zum Sozialverhalten),
-
besondere Berücksichtigung findet Fairness, soziales und sportliches Handeln, Kritikfähigkeit,
Selbst- und Fremdkorrektur, Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft, Einhalten von
Regeln, Antizipationsfähigkeit,
- Portfolio anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik im Lernbereich Kampfsport/Zweikampfübungen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Basis-
test
Liegestützbeugen
Schneller Crunch
Dreierhopp
Übersteiger
Klimmzüge
Rumpfbeugen vorwärts
Standsprung Reichhöhe
Drehungen auf der Turnbank
sportmotorische
Fertigkeiten
Judo
Falltechniken
Fallübungen rückwärts, seitwärts links
und rechts, vorwärts, Judorolle vorwärts
Fallübungen rückwärts, seitwärts links
und rechts, vorwärts, Judorolle vorwärts
(unter besonderen Aufgabenstellungen)
Fassarbeit
Kumi-Kata
siehe Kl. 5 - 7
Kampfstellung,
Verteidigungsstellung
Migi/Hidari-Jigotai
siehe Kl. 5 - 7

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 41
Wurftechniken Uki-Goshi, O-Goshi,
O-Soto-Otoshi
Hiza-Guruma, Koshi-Guruma, Seoi-Nage
oder Ippon-Seoi-Nage, De-Ashi-Barai
Bodentechniken Kuzure-Kesa-Gatame, Kesa-Gatame,
Shiho-Gatame
Kami-Shiho-Gatame, Yoko-Shiho-Ga-
tame, Tate-Shiho-Gatame
Ringen Kampfstellung
Hüftwurf, Beinangriff
Hammerlock, Wende
Arm-Kopf-, Arm-Hüftfesthalte
Schulterwurf, Runterreißer mit Beinan-
griff, Rolle, Spindel
Fassarten: Zwiegriff im Stand, Arm von
Außen/Innen, Oberarm/Nacken
Kampfstellung bieder Stilarten
komplexes Anwen-
den
Judo: Zieh- und Schiebekämpfe
Stand- und Bodenkämpfe
Ringen: Kämpfen aus der Bankstellung
freier Übungskampf
Zweikampfübungen mit gezielter Aufga-
benstellung
Befreiung aus Festhalten und Bodenla-
gen
Übungskampf
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung (Anlegen des Judogi und Obi),
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung, Fachtermini
Wettkampfregeln, Wettkampfordnung
geschichtliche Entwicklung des Judo und Ringens
Sicherheitsbestimmungen, Unfallverhütung, Erste Hilfe
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form
Ergebnisportfolio anlegen (Graduierung)
Sozialverhalten
soziales und sportliches Handeln, Kritikfähigkeit
Fähigkeit zur Selbsteinschätzung
Verantwortungsbereitschaft, Einhalten von Regeln, Fairness
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren bei Wettkämpfen
Selbst- und Fremdkorrektur, Empathiefähigkeit
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
3.2.6 Lernbereich: Schwimmen
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Der Lernbereich Schwimmen (Komplex 2) baut auf den schwimmerischen Fähigkeiten und Fertig-
keiten der Grundschule (Komplex 1) auf. Die mehrperspektivische Ausrichtung des Lernbereichs
verfolgt die Zielsetzung lebenslang Schwimmtechniken unter verschiedenen Bedingungen und
Belastungen anwenden zu können.
Die Lernbereichsnote orientiert sich an messbaren als auch an qualitativ erreichten motorischen
Leistungen. Kenntnisse zur Wasserrettung und zur gesundheitsfördernden Wirkung des Schwim-
mens fließen in diese ein.
Auf eine kontinuierliche Fähigkeitsentwicklung ist bei einer klassenstufenübergreifenden Planung
zu achten.
motorischer Basistest
-
in der Klassenstufe mindestens einen Test, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des
Lernbereichs auswählen und benoten (siehe Anhang 1, lernbereichsspezifische Zuordnung des
motorischen Basistests),
-
Rhythmisierungs-, Gleichgewichts-, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit, Kopplungsfähig-
keit
- Beweglichkeit, Ausdauerfähigkeit,
-
spezielle Kraftfähigkeiten, Arm- und Beinmuskulatur
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
42 HR-SPORT
schwimmerische Fertigkeiten
-
in der Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforde-
rungs- und Leistungscharakteristik benoten (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qua-
litativen Technikbewertung),
-
Verbessern der Techniken, des Brust- und Rückenschwimmens,
-
Einführen und festigen der Kraultechnik,
- Verbessern des Tauchens,
-
Verbessern des Springens,
-
Thematisierung des Schwimmens (z. B. Synchronschwimmen)
komplexes Anwenden
-
in der Klassenstufe mindestens zwei komplexe Anwendungsformen unter wettkampfnahen
Bedingungen benoten,
-
entwickelte Techniken werden ergänzt und unter einer speziellen Schwerpunktsetzung
angewendet (z. B. Rettungsschwimmen, Synchronschwimmen u. a.),
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 4)
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung benotet (Baderegeln, Wett-
kampfregeln, Technikkriterien),
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Kenntnisse gesundheitsfördernder Wirkungen des Schwimmens,
-
Wertigkeit der individuellen Bezugsnorm verdeutlichen,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokolle und Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten),
-
besondere Berücksichtigung findet die Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur
Selbst- und Fremdkorrektur, Kooperationsbereitschaft,
- Portfolio anlegen
Übersicht zur Stufenspezifik im Lernbereich Schwimmen
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 5 - 7
Klassenstufen 8 - 10
motorischer Ba-
sistest
Seilspringen 60 s
Linienlauf
Klimmziehen
Levellauf
Dreierhopp
Liegestützbeugen
Durchsteiger
12-min-Lauf
sportmotorische
Fertigkeiten
Demonstration einer Schwimmtechnik
(Brust oder Rückenkraul)
Demonstration des Kopfsprungs vom Be-
ckenrand,
hohe Wende Brust- oder Rückenlage
Sprünge vom 1m-/3m-Brett
Tauchen
Demonstration von zwei Schwimmtechni-
ken (Brust und/oder Rückenkraul und/oder
Kraul)
Demonstration des Startsprungs, hohe
Wende Brust- und Rückenlage
Kopfsprung vom 3m-Brett und Sprünge
vom 3m-Brett
komplexes An-
wenden
Schwimmen nach Zeit einer 25m/50m-
Strecke nach Wahl
und/oder ausdauerndes Schwimmen
Demonstration eines Transportgriffes und
eines Rettungsgriffes
Schwimmen nach Zeit zwei 50m-Strecken
nach Wahl
und/oder ausdauerndes Schwimmen
Demonstration von mindestens zwei
Transport- und zwei Rettungsgriffen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 43
Wissen
einfache bzw. erweiterte Kenntnisse in der Wasserrettung
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Sicherheitsbestimmungen
Baderegeln, Wettkampfregeln
gesundheitsfördernde Wirkung des Schwimmens
Theoriekontrolle
Leistungsportfolio, Ergebnisportfolio
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren bei Wettkämpfen
Selbst- und Fremdkorrektur
Empathiefähigkeit (bei Ängsten, Hemmungen)
eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (individuelle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
3.2.7 Lernbereich: Wintersport
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Sportliche Handlungsfähigkeit wird im Lernbereich Wintersport durch die spezifischen Formen der
Fortbewegung auf Eis und Schnee und die damit verbundenen vielfältigen Bewegungs- und Kör-
pererfahrungen besonders erlebnisnah ausgebildet. Der angestrebte Könnenszuwachs äußert sich
in verbesserten lernbereichsspezifischen Fertigkeiten auf der Basis einer systematischen koordi-
nativen Vervollkommnung sowie im Verfügen handlungsrelevanten Wissens. Gegebenenfalls kann
auf entwickelte Fertigkeiten aus dem Komplex I Grundschule zurückgegriffen werden.
Die Lernbereichsnote orientiert sich vor allem an motorisch – sportlichen Leistungen, die mittels
Beobachtung an qualitativen Kriterien erfolgt (z. B. in der Freien Abfahrt, im Geländeparcour auf
Skiern, Snowboard bzw. auf Schlittschuhen). Sie kann durch metrisch-messbare Leistungen er-
gänzt werden (z. B. Zeitläufe, Biathlon, Orientierungslauf). Entwicklungsspezifische Besonderhei-
ten der Schüler sind zu beachten und durch ein pädagogisch zweckmäßiges Variieren des Be-
wertungsmaßstabes auszugleichen.
Darüber hinaus sollten lernbereichsspezifische Leistungen und Wissen bezüglich der sachlichen
und sozialen Dimension in die Bewertung einfließen.
Das Einbringen von Wahlmöglichkeiten ist eine ergänzende Variante der Leistungsbewertung.
Aufgrund des mehrdimensionalen Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt
sich folgende Schwerpunktsetzung:
motorischer Basistest
- in der Klassenstufe mindestens einen Test, je nach thematischer Schwerpunktsetzung des
Lernbereichs (nach Auswahl des Wintersportgerätes) benoten (siehe Anhang 1, lernbereichs-
spezifische Zuordnung des motorischen Basistests),
-
Rhythmisierungs-, Gleichgewichtsfähigkeit, kinästhetische Differenzierungsfähigkeit,
- Beweglichkeit, Ausdauerfähigkeit,
-
spezielle Kraftfähigkeiten, Leistungsfähigkeit der Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur,
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2)
wintersportspezifische Fertigkeiten
- in der Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforde-
rungs- und Leistungscharakteristik benoten,
-
situatives Anwenden des Gleitens, Bremsens und Kurvenfahrens,
-
(siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qualitativen Technikbewertung)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
44 HR-SPORT
komplexes Anwenden
-
in der Klassenstufe mindestens eine komplexe Anwendungsform unter wettkampfnahen Bedin-
gungen benoten,
- schnell und/oder ausdauernd auf Eis und Schnee laufen; zielgenau/synchron auf Eis und
Schnee laufen,
-
die Ermittlung von Lauf und Fahrzeiten sollte in Form von kleinen Wettkämpfen erfolgen (sozi-
ale Bezugsnorm)
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
- thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung der zu vermittelnden Win-
tersportart benotet,
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll; siehe Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten),
- besondere Berücksichtigung findet die gezeigte Leistungsbereitschaft, Kooperationsfähigkeit,
Antizipationsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur Selbst- und
Fremdkorrektur,
-
Wertigkeit der sozialen Bezugsnorm verdeutlichen,
- Portfolio anlegen
Aufgrund der unterschiedlichen Ausprägung der Niveaustufen und der planungsspezifischen Or-
ganisation des Komplexes I und II wird die lernbereichsspezifische Ausweisung der Bewertungs-
schwerpunkte in Anfänger und Fortgeschrittene gegliedert.
Übersicht zu den Niveaustufen im Lernbereich Wintersport
Bewertungs-
schwerpunkte
Anfänger Fortgeschrittene
motorischer Ba-
sistest
Seilspringen 60 s
Liegestützbeugen
Schneller Crunch
Drehen auf der Turnbank
Levellauf
Seilspringen 60 s
Klimmzüge
Wandhocke
Übersteiger
12-min-Lauf
sportmotorische
Fertigkeiten
Skilanglauf
Gehen, Aufsteigen, Bremsen
Diagonalschritt
Doppelstockschub
Halbschlittschuhschritt,
Schlittschuhschritt
Ski-alpin Kleine Sprünge
Pflug, Freie Abfahrt
Paralleles Grundschwingen
Geschnittene Schwungsteuerung
Carving
Snowboard
Schwingen mit Vertikalbewegung Basis-
schwung
Geschnittene Schwungsteuerung
Freestyle-Elemente
Eislaufen
Gleiten beid- und einbeinig, aus dem Ge-
hen/ Laufen
„Rollerfahren“ rechts und links, „Zwiebeln“
Bremstechniken
Canadierbogen, rückwärts Gleiten, Lau-
fen, Übersetzen vor-/rückwärts
Bremstechniken

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 45
komplexes An-
wenden
Skilanglauf Skiwanderungen
Einzel
Laufwettbewerbe (z.B. Ski-OL)
Staffel
Skialpin/Snowboard Wettbewerb im gebundenen
Fahrweg
Tore, wechselnde Radien
Geschicklichkeitsparcours, Stangenpar-
cours mit großen Abständen, Formati-
onsfahren
Slope Style, Pistentricks
Eislaufen Staffel- und Spielformen
Zeitläufe
Staffel- und Spielformen, Hockey in ver-
einfachten Formen
Zeitläufe
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Bekleidung, aktuelle Sicherheitsbestimmungen,
FIS- Regeln, Umweltregeln
Verhalten bei Ski- und Eisunfällen, Erste Hilfe
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Gerätkunde, Gerätpflege
Wetter- und Lawinenkunde
Wettkampfbestimmungen
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher oder schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage...)
Ergebnisportfolio oder Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Hilfe, Rücksichtnahme, Empathiefähigkeit, Antizipationsfähigkeit
Mitgestalten/Kooperieren bei Wettkämpfen
Kritikfähigkeit, Selbst- und Fremdkorrektur
Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (indivi-
duelle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
Empfehlungen zur Leistungsbewertung in den Lernbereichen des Typ 2
Die Lernbereiche des Typ 2 tragen einem weiten Sportverständnis Rechnung. Diese können je
nach Schulart klassenstufenübergreifend unterrichtet werden. Durch eine pädagogisch verantwor-
tungsbewusste Unterrichtsgestaltung können die Potenzen der Lernbereiche unter verschiedenen
Perspektiven gestaltet und ausgeschöpft werden. Die Auswahl der Lernbereiche sollte sich an den
Neigungen der Schüler, den aktuellen Trends sowie den materiellen und personellen Vorausset-
zungen der Schule orientieren. Lernbereiche ohne Ausweisung im Lehrplan sind in der Fachkonfe-
renz abzustimmen und schulintern auszuweisen.
Die Spezifik der im Lehrplan nicht ausgewiesenen Lernbereiche Typ 2 sollte in einer umfassenden
Darstellung der Lernziele und Lerninhalte fixiert werden. In unterschiedlichen Anforderungsniveaus
wird die Auswahl der speziellen Zielvorgaben formuliert. Dabei ist die sachliche Dimension zu
betonen. Bei der Erstellung einer Lernbereichsplanung (Lernbereichsvorschläge ohne Ausweisung
im Lehrplan) sind die im Lehrplan enthaltenen Begriffe bzw. Lernzielbeschreibungen zu ver-
wenden. Die Formulierung der Lernziele und Lerninhalte erfolgt klassenstufenübergreifend. In der
Bemerkungsspalte sind diese zu präzisieren und durch überfachliche Ziele zu ergänzen.
Der Lernbereich Wagnis ist als komplexer und zusammenhängender Lernbereich zu unterrichten.
Dieser kann Impulse anderer Lernbereiche aufnehmen bzw. für andere Sportarten setzen. Eine
thematische Anreihung von Unterrichtsschwerpunkten an andere Lernbereiche ist nicht zweck-
mäßig.
Einen besonderen Stellenwert nimmt der Lernbereich Fitness ein. Durch die schulartspezifische
Planungsverbindlichkeit im Bereich der Sekundarstufe I und II sind die Lerninhalte thematisch zu
differenzieren und sportartbezogen in den komplexen Zusammenhang einzuordnen. Die Durch-
führung des Lernbereichs Fitness wird in den Kurshalbjahren 11/I, 11/II oder 12/I aufgrund der
Komplexität des Kurses empfohlen.

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
46 HR-SPORT
3.2.8 Lernbereich: Fitness
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Die gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklung wird von einem hohen Grad der aktiven Lebens-
gestaltung der Menschen mitbestimmt. Die Lebensqualität jedes Einzelnen steht in einer engen
Wechselbeziehung zwischen individueller psychischer und physischer Leistungsfähigkeit sowie
gegebenen äußeren Bedingungen.
Im Sport kann die Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Perspektiven auch trendbezogen unter
Beweis gestellt werden. Der Begriff der sportlichen Leistung definiert den Zusammenhang komple-
xer, sich auf mehrere Bereiche beziehender Faktoren, wie Rahmenbedingungen, psychische Fä-
higkeiten, taktisch-kognitive Fähigkeiten, Technik sowie physische Leistungsvoraussetzungen.
(F
RIEDMANN, 2004)
Zur Bewältigung physischer, psychischer und sozialer Anforderungen des Lebens ist ein ange-
messene Leistungsfähigkeit anzustreben bzw. eine individuelle Fitnessbasis zu schaffen und zu
erhalten. Zahlreiche Untersuchungen belegen (siehe WIAD-Studie
1
) einen Rückgang der körperli-
chen Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren. Im Bereich der Fit-
ness haben sich die Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsleistungen stark verschlechtert. Der
Schulsport, insbesondere der Lernbereich „Fitness“ setzt mit seinen Zielvorstellungen an diesem
gesellschaftlichen Kritikpunkt an und ist deshalb auch aus medizinischer Sicht bedeutsam.
Die Komplexität des Lernbereiches orientiert sich an der Perspektive Gesundheit in Verbindung mit
sportlicher Bewegung. Fachübergreifende, fächerverbindende und sportartübergreifende Bezüge
können unter verschiedenen Themenstellungen hergestellt werden.
Die Schüler erkennen die Zusammenhänge zwischen Bewegung, Ernährung, Körperhaltung, Ge-
sundheit und Persönlichkeit und werten sie kritisch. Der Lernbereich Fitness beinhaltet ein beson-
deres Potential zur pädagogischen Bewertung von Leistungsfortschritt, Anstrengungsbereitschaft,
Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit.
Die Lernbereichsnote dokumentiert die entwickelte lernbereichsspezifische Handlungsfähigkeit.
Diese zielt auf die Fähigkeit der Feststellung der eigenen Leistungsfähigkeit (Fitnesstest), des
Kennens von Trainingsgesetzmäßigkeiten und Trainingsmethoden, des Analysierens der körperli-
chen Beanspruchung (Sporttheorie und Sportpraxis) und des Erkennens der Notwendigkeit einer
gesundheitsorientierten, sportlich-aktiven Lebensgestaltung (Wissen/Sozialverhalten).
Hinweis:
Zur Organisation des Lernbereichs im Sportunterricht und zur inhaltlichen Schwerpunktsetzung
können folgende Materialien des Thüringer Landesinstituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanent-
wicklung und Medien (Thillm 2004) genutzt werden:
-
Gesundheit und Fitness, Teil 1 (Heft 100)
-
Gesundheit und Fitness, Teil 2 (Heft 109)
-
Planungsempfehlungen zum Lernbereich Fitness (siehe Anhang 8)
Fitnesstest
- Auswahl und Anzahl ausgewogener Tests ist von der Schwerpunktsetzung der Unterrichts-
thematik abhängig, mindestens drei sind zu benoten (siehe ausgewählte Fitnesstests),
- komplexe Überprüfung des Entwicklungsstandes der motorischen Fähigkeiten, besonders der
Ausdauerfähigkeit ist zweckmäßig,
-
Eingangs- und Endtests können die Wertigkeit der individuellen Dimension verdeutlichen,
-
sachliche Bezugsnorm (siehe Anhang 2 bzw. CD-ROM)
1
www.richtigfit.de

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 47
komplexes Anwenden
- je Klassenstufe mindestens zwei entwickelte fitnessbezogene Bewegungsabläufe mit alters-
spezifischer Anforderungs- und Leistungscharakteristik demonstrieren und benoten,
- Unterrichtssequenzen (z. B. Erwärmung) mit Theoriebezug und Sportartenverknüpfung beno-
ten,
-
erstellte Übungsprogramme benoten,
-
Bewertungskriterien für Praxis- und Theoriepräsentation (siehe Thillm Gesundheit und Fitness,
Teil 1)
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung und Klassenstufe benotet,
-
Präsentationsformen mit Praxis- und Theoriebezug einsetzen,
-
Bewegungs- und Demonstrationsbeschreibungen vornehmen,
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll; siehe Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten),
-
Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zur Selbst- und Fremdkorrektur, Leistungsbereitschaft,
Kooperationsbereitschaft und Selbsttätigkeit, berücksichtigen,
-
Wertigkeit der individuellen Bezugsnorm verdeutlichen,
- Portfolio anlegen
Empfehlung zur klassenstufenübergreifenden Planung des Lernbereichs Fitness
Bewertungs-
schwerpunkte
Klassenstufen 8 - 10
Fitnesstest
3er-Fitness-Test 5er-Fitness-Test 10er-Fitness-Test
z. B.
Schlängellauf
Seilspringen 60 s
12-min-Lauf
(Liegestütze)
u. a.
z. B.
Skipping
Schlussweitsprung
Schneller Crunch 30 s
Klimmziehen
Levellauf
(Wurf-Pass-Kraft)
u. a.
z. B.
Linienlauf
Japantest
Schneller Crunch 30 s
Klimmziehen
Seilspringen 60 s
Dreierhopp
Standsprung-Reichhöhe
Halten im Hang
Wurf-Pass-Kraft
Levellauf
(Klettern)
u. a.
komplexes An-
wenden
ausgewählte Übun-
gen:
fitnessbezogene Bewegungsabläufe unter dem Aspekt der Bewegungsqualität de-
monstrieren und auf Krankmacherübungen hinweisen, z. B. Kraft- und Dehnübungen,
einfache und komplexe Koordinationsübungen, Partnerübungen, Choreografien (aus-
gerichtet auf spezielle Muskelgruppen, z. B. Arme, Bauch, Beine, Rücken, Schulter,
Gesäß u. a.)
Theorie/Praxis:
Unterrichtssequenzen mit Theoriebezug und Sportartenverknüpfung präsentieren,
z. B. zu verschiedenen Themenbereichen, wie Erwärmung, Ausdauer, Kraft, Beweg-
lichkeit, Gesunder Rücken, Koordination, Ernährung, Fitness- Check, Entspannung,
Fitness-Trends u. a.
Planung/Gestaltung: eigene Übungsprogramme erstellen und durchführen (ausgerichtet auf Schultergürtel,
Bauch, unterer Rücken, Beine, Ausdauer, Dehnung/Mobilisation, Gleichgewicht,
Spiel/Motivation u. a.)

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
48 HR-SPORT
Wissen
allgemeine bzw. vertiefte Kenntnisse zu den ausgewählten Themenbereichen Erwär-
mung, Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Gesunder Rücken, Koordination, Ernährung,
Fitness- Check, Entspannung, Fitness-Trends
Bewegungsmerkmale, Übungsbeschreibung
zweckmäßiger Medieneinsatz
Trainingsmethoden, Trainingsgesetzmäßigkeiten, Trainingsplanung
Durchführungsbestimmungen von Fitnesstest und Auswertungsmöglichkeiten von
Testergebnissen
gesundheitsfördernde Aspekte/gesunder Rücken
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form (Arbeitsblätter,
Poster, Sammelmappe, Collage... )
Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren bei Übungsauswahl bzw. beim Erstellen von Übungspro-
grammen
Selbst- und Fremdkorrektur, Empathiefähigkeit, Selbsteinschätzung
Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (indivi-
duelle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
3.2.9 Lernbereich: Wagnis
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Die Thematisierung verschiedener Perspektiven im Sportunterricht führt zu einer individuellen
Schwerpunktsetzung bezüglich der Lernziele und Lerninhalte durch die jeweilige Lehrkraft bzw.
Fachkonferenz.
Eine exemplarische Darstellung von Beispielen der Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
ist daher nur bedingt möglich. Innerhalb der Fachkonferenz sollten entsprechende Beschlüsse
gefasst werden, die die Auswahl qualitativer und quantitativer Bewertungsformen beinhalten.
Hinweise dieser Handreichung Sport zur Leistungsermittlung und Leistungsbewertung sind situativ
zweckmäßig einzusetzen.
3.2.10 Lernbereich: Orientierungslauf (OL)
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Entwickelte sportmotorische Fähig- und Fertigkeiten werden im Lernbereich Orientierungslauf un-
ter dem Aspekt der Anwendungsorientierung wettkampfnah ermittelt und bewertet.
Die Lernbereichsnote orientiert sich an messbaren (Laufzeit) und kontrollierbaren (An-
zahl/Richtigkeit der gefundenen Posten) Leistungen. Entwicklungsspezifische Besonderheiten der
Schüler sind durch ein pädagogisch zweckmäßiges Variieren des Bewertungsmaßstabes und der
Übungsauswahl zu berücksichtigen.
Aufgrund des mehrdimensionalen Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt
sich folgende Schwerpunktsetzung:
lernbereichsspezifische Fertigkeiten
- mindestens einen entwickelten Bewegungsablauf mit altersspezifischer Anforderungs- und
Leistungscharakteristik benoten (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qualitativen
Technikbewertung),
-
Orientierungsfähigkeit im Gelände (Umgang mit Karte und Kompass),
- Lauftechnik,
-
Laufen und Orientieren verbinden (Kopplungs- und Umstellungsfähigkeit)
komplexes Anwenden
-
mindestens eine komplexe Anwendungsform unter wettkampfnahen Bedingungen benoten,
-
thematisierte Wettkampfformen einsetzen bzw. OL mit anderen Sportarten koppeln,
-
soziale bzw. individuelle Bezugsnorm erstellen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 49
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
- thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung benotet (Wettkampfregeln,
Technikkriterien, Sicherheitsbestimmungen, Umgang mit Karte und Kompass),
- lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokolle und Anhang 7, Bewertungskriterien zum
Sozialverhalten),
- besondere Berücksichtigung findet die Kooperationsbereitschaft, Fähigkeit zur Selbstein-
schätzung und zur Selbst- und Fremdkorrektur
-
Wertigkeit der individuellen Bezugsnorm verdeutlichen
- Portfolio anlegen
Übersicht zu den Niveaustufen im Lernbereich Orientierungslauf
Bewertungs-
schwerpunkte
Anfänger Fortgeschrittene
sportmotorische
Fertigkeiten
Lauftechnik in verschiedenen Gelände-
formen (Bergan- und Bergabläufe, Sprints)
selbstständig Postenstandorte bestimmen
und auffinden lassen
Lauftechnik in verschiedenen Gelände-
formen mit und ohne Hindernisse (Bergan-
und Bergabläufe, Sprints) Laufstaffeln
selbstständig Postenstandorte bestimmen
und auffinden lassen
komplexes An-
wenden
Turnhallen-OL
Schulgelände-OL
Score-OL
Bahn-OL (vereinfacht)
Score-OL,
Bahn-OL mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad
(Anzahl der Posten und Streckenlänge
erhöhen, variieren des Profils der
Laufstrecke)
Gedächtis-OL
Schneeflocken-OL
Höhenlinien-OL
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung, Erkennen der körperlichen Be-
lastung (Puls)
Kartenzeichen, Maßstab, Kartenformen, Kompass
Geländeformen, Äquidistanz, Schrittmaß
Wettkampfregeln, Kampfrichtertätigkeit, Sicherheitsbestimmungen
Einsatz von Orientierungshilfen
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form
Anfertigen von Wege- und Geländeskizzen
Verletzungsrisiko, Erste Hilfe, Umweltregeln
Sozialverhalten
Einsatzbereitschaft, gezeigte Leistungsbereitschaft
Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit (Partnerlauf)
Selbst- und Fremdkorrektur
Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (indivi-
duelle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen
Entwicklungsportfolio anlegen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
50 HR-SPORT
3.2.11 Lernbereich: Inline-Skating
lernbereichsspezifische Vorbemerkungen
Inline-Skating als Beispiel einer neuen Form der Spiel- und Bewegungskultur des Lernbereiches
Typ 2 erschließt dem Schüler als Trendsportart neue Bewegungsräume.
Vorrang im Unterricht haben eine vielfältige Technikschulung sowie intensive Vermittlung grundle-
gender Kenntnisse über Schutzausrüstung und andere Sicherheitsmaßnahmen, um ein möglichst
unfallfreies Inline-Skating zu garantieren. Die Erziehung zu sicherem, hilfsbereitem und verant-
wortlichem Umgang mit besonderen Bewegungssituationen, mit Partnern und Materialien hat in
dieser Sportart einen hohen Stellenwert. Zugleich eröffnet der Inhaltsbereich auch zahlreiche Mög-
lichkeiten der individuellen Bewegungsgestaltung.
Erworbene Fertigkeiten werden im Lernbereich Inline-Skating unter dem Aspekt der Leistungs-,
Anwendungs- und Gestaltungsorientierung ermittelt und bewertet.
Die Lernbereichsnote orientiert sich an erreichten Bewegungsqualitäten, insbesondere der De-
monstrationsfähigkeit. Eine quantitative Leistungsbewertung (soziale Bezugsnorm) sollte erst nach
gesicherter Technikvermittlung erfolgen.
Das Einbringen von Wahl- und Streichwerten sowie das individuelle Finden des Leistungskontroll-
zeitpunktes sind ergänzende Varianten der Leistungsbewertung. Aufgrund des mehrdimensionalen
Ansatzes der Leistungsbewertung in diesem Lernbereich ergibt sich folgende Schwerpunktset-
zung:
lernbereichsspezifische Fertigkeiten
-
in der Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten mit altersspezifischer Anforde-
rungs- und Leistungscharakteristik benoten (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zur qua-
litativen Technikbewertung),
- Grundtechniken (Anfänger),
- Spezialtechniken (Fortgeschrittene)
komplexes Anwenden
-
in der Klassenstufe mindestens zwei entwickelte Fertigkeiten in einer komplexe Anwendungs-
form unter der Perspektive Gestaltung benoten,
-
verschiedene thematisierte Präsentationsformen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden
erstellen,
-
Grundlagenausdauer mit Inline-Skatern benoten (soziale Bezugsnorm erstellen),
lernbereichsspezifisches Wissen/Sozialverhalten
-
thematisiert vermitteltes Wissen wird je nach Schwerpunktsetzung und Klassenstufe benotet
(Sicherheitsaspekte, Bewegungsmerkmale u. a.),
-
lernbereichsbegleitende Kontrollen durchführen,
-
Sozialverhalten kann durch eine prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien beno-
tet werden (siehe Anhang 5, Beobachtungsprotokoll zum Sozialverhalten; siehe Anhang 7, Be-
wertungskriterien zum Sozialverhalten),
-
besondere Berücksichtigung findet die Kooperationsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft,
Sicherheitsbewusstsein, Fähigkeit zur Selbsteinschätzung und zu sozialem und sportlichem
Handeln,
- Portfolio anlegen

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – MS/GY
HR-SPORT 51
Übersicht zu den Niveaustufen im Lernbereich Inline-Skating
Bewertungs-
schwerpunkte
Anfänger Fortgeschrittene
sportmotorische
Fertigkeiten
Demonstration einfacher Grundtechniken
Fallen und Aufstehen Rollen/Gleiten
Bremsen
Skating-Schritt
Kurvenfahrten
Demonstrieren von Grund- und Spezial-
techniken
Bremsvarianten
Push-Technik
Rückwärtsfahren
Übersteiger
Umsteigen/Umspringen
komplexes An-
wenden
Demonstrieren von Kombinationen mit
verschiedenen Hindernissen (auch mit
Paaren oder in Gruppen) und selbst zu-
sammengestellten einfachen Kürübungen
Grundlagenausdauer (mit Inline-Skatern,
auch auf einem Rundkurs möglich (soziale
Bezugsnorm erstellen)
Demonstrieren einfacher Show-Elemente
(einzeln, in Gruppen, auch mit Musik)
Einbeinfahren
Kreise und Achten
kleine Sprünge, auch mit Hindernissen
Grundlagenausdauer überprüfen (soziale
Bezugsnorm erstellen)
Spiele auf Inline-Skatern
Wissen
Prinzipien der Erwärmung, funktionelle Sportkleidung, Schutzausrüstung
Bewegungsmerkmale, Bewegungsbeschreibung
Überprüfen von Kenntnissen zu Sicherheitsaspekten und Erster Hilfe
erweiterte Kenntnisse zur Geschichte, Straßenverkehrsordnung
lernbereichsbegleitende Kontrollen in mündlicher und schriftlicher Form
Entwicklungsportfolio anlegen
Sozialverhalten
gezeigte Leistungsbereitschaft
Mitgestalten/Kooperieren beim Erstellen von Kürübungen
Selbst- und Fremdkorrektur, Verantwortungsbereitschaft
sportgerechtes und soziales Handeln, Sicherheitsbewusstsein
Leistung anderer Schüler akzeptieren- eigene Leistungsfähigkeit einschätzen (indivi-
duelle Bezugsnorm)
prozessorientierte Bewertung zu ausgewählten Kriterien einsetzen

 
Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote - GY (Sekundarstufe II)
52 HR-SPORT
3.3
Leistungsbewertung im Fach Sport des Gymnasiums der Jahrgangsstufen 11/12
Die Leistungsbewertung im Fach Sport des Gymnasiums der Jahrgangsstufen 11/12 ist ein päda-
gogischer Prozess und erfordert eine gesonderte gewichtete Berücksichtigung des Verlaufs der
individuellen Leistungsentwicklung des Schülers in Bezug auf Wissenserwerb, Kompetenzent-
wicklung und Werteorientierung (Zieltrias).
Die Planung der Lernbereiche in der Sekundarstufe II sollte sich verstärkt an den Schülerinteres-
sen sowie materiellen und personellen Voraussetzungen der Schule orientieren.
Der Unterricht im Grundkurs Sport wird halbjährlich durchgeführt. Die Lernbereiche des Grund-
kurses können über mehrere Kurshalbjahre verteilt werden. Sportunterricht in variablen organisato-
rischen Formen durchzuführen, z. B. als Kompaktkurs, ist sportartspezifisch zweckmäßig und
zulässig (siehe Lehrplan Sport Gymnasium). Die Durchführung des Lernbereichs Fitness wird in
den Kurshalbjahren 11/I, 11/II oder 12/I aufgrund der Komplexität des Kurses und des hohen zeitli-
chen Umfangs empfohlen.
Der Leistungskurs ist mit der vorgeschriebenen Anzahl an Unterrichtsstunden für Sportpraxis und
der Sporttheorie gleichmäßig über die Kurshalbjahre zu verteilen (siehe Lehrplan Sport Gymna-
sium)
Die Kursnote orientiert sich unter Beachtung organisatorischer und planungsspezifischer Gege-
benheiten an folgenden Schwerpunkten:
-
mit der Bewertung von Schülerleistungen werden qualitative Aussagen zur individuellen
Lernentwicklung getroffen,
-
durch die Benotung wird der Leistungsstand des Schülers gekennzeichnet,
-
unter Berücksichtigung der das Fach Sport lernbereichsbestimmenden Dimensionen sollte
grundsätzlich eine qualitative bzw. quantitative Aussage zur Schülerleistung getroffen werden,
-
für die quantitative Bewertung von Schülerleistungen sind Bezugsnormen anzuwenden
(siehe 2.2),
-
für die qualitative Bewertung von Schülerleistungen sind Bewertungsmaßstäbe anzuwenden,
-
die einzelnen unter den Bewertungskriterien erbrachten Leistungen werden mit Noten einge-
schätzt (siehe 2.2).
Die Kursnote setzt sich aus dem Durchschnitt der Teilnoten des gewählten Lernbereichs zusam-
men. Bei der Auswahl mehrerer Lernbereiche pro Kurshalbjahr sollte die Gewichtung der Bewer-
tungsschwerpunkte auf die sachliche Dimension ausgerichtet sein. In einem ausgewogenen Ver-
hältnis sollten auch die soziale und individuelle Dimension ihre Berücksichtigung finden. Diese sind
anteilmäßig zu bewerten und zu benoten.
Das Übertragen von Teilnoten eines Lernbereichs in
ein anderes Kurshalbjahr ist nicht zulässig.

Empfehlungen zur Ermittlung der Lernbereichsnote – GY (Sekundarstufe II)
HR-SPORT 53
Die Ermittlung der Kursnote wird mit folgenden Rastern empfohlen: (siehe 2.3 Lernbereichsnote
und Schuljahresendnote, siehe CD-ROM Benotungshilfe Sport)
Lernbereiche des Typ 1 und 2 (ohne Fitness)
Lernbereich Typ 2, Fitness
Besondere Orientierung im Zusammenhang mit den neuen Anforderungen im Lehrplan
Die sportliche Leistung wird mehrperspektivisch erbracht und sollte mehrdimensional bewertet
werden. Dieser Zusammenhang zwischen individuellen Leistungsvoraussetzungen, aufgewendeter
Anstrengung und erreichtem Leistungszuwachs, unter einer oder mehreren Perspektiven erbracht,
sollte dem Schüler verdeutlicht werden. Zu diesem Zweck können Schüler Portfolios zur eigenen
Leistungsentwicklung führen.
Teilnote
motorischer Basistest
Teilnote
komplexes Anwenden
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
25 %
50 %
25 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereiche des Typ 1 und 2
(pädagogisch flexibel)
Teilnote
Fitnesstest
Teilnote
komplexes Anwenden
Teilnote
Wissen
Sozialverhalten
30 %
40 %
30 %
Empfehlung:
Gewichtung der Lernbereichsnote für Lernbereich Fitness
(pädagogisch flexibel)

 
Leistungsermittlung und Leistungsbewertung - BBS
54 HR-SPORT
3.4 Berufsbildende Schulen
Die Spezifik der berufsbildenden Schulen besteht in der Vielzahl unterschiedlicher Schularten (Be-
rufsschule, Berufsfachschule, Berufliches Gymnasium, Fachoberschule) und verschiedener Unter-
richtsformen (z. B. Teilzeit-, Vollzeit- und Blockunterricht), in denen das Fach Sport verpflichtender
Bestandteil der Stundentafeln ist.
Im Fach Sport erwerben die Schüler jene Handlungsfähigkeit die sie zum selbstständigen lebens-
langen Sporttreiben befähigt. Auf die Berufswahl orientierend erkennen die Schüler mögliche Fehl-
belastungen, gegeben durch einseitige berufliche Tätigkeiten und erwerben Kompetenzen musku-
lären Dysbalancen vorzubeugen. Durch die Verknüpfung praktischer gesundheitsorientierter In-
halte mit traditionellen Sportarten ist eine alltagsrelevante Kenntnisvermittlung und die Verbesse-
rung motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten gegeben.
Die Entwicklung von Handlungsfähigkeit im Fach Sport erfolgt durch die beiden im Lehrplan aus-
gewiesenen Lernfelder (Gesundheitsfördernd orientiertes Lernfeld sowie Sportartenorientiertes
Lernfeld).
Inhaltliche Schwerpunkte im Lernfeld Gesundheitsorientiertes Sporttreiben sind die Lernbereiche:
- allgemeines gesundheitsorientiertes Muskeltraining,
-
tätigkeitsspezifisches gesundheitsorientiertes Muskeltraining für sitzende und stehende berufli-
che Tätigkeiten,
-
tätigkeitsspezifisches gesundheitsorientiertes Muskeltraining für tragende und hebende berufli-
che Tätigkeiten,
- allgemeines gesundheitsorientiertes Herz-Kreislauftraining,
- Entspannung
Im sportartenorientierten Lernfeld wird die Weiterentwicklung individueller körperlicher, technisch-
taktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten in Verbindung mit der Ausbildung sozialer Kompetenzen
angestrebt.
Grundlagen für die Leistungsbewertung in den Lernfeldern sind:
-
In die Bewertung und Benotung sind die beiden Lernfelder gleichwertig einzubeziehen (je 50 %
der Noten).
-
Benotungen erfolgen in jedem Schulhalbjahr in beiden Lernfeldern, zur Bildung einer Jahres-
note sind dabei in der Regel 6 Noten zu erteilen (siehe BSO §21/2).
-
Die Abschlussnote wird aus allen erteilten Leistungsnachweisen der beiden Lernfelder gebildet
(siehe BSO §34/1).
Als Arbeitsgrundlage für die Erstellung von Leistungsbewertungen durch die Fachkonferenz Sport
sind neben dieser Handreichung vor allem in Bezug auf das Lernfeld gesundheitsfördernd orien-
tiertes Sporttreiben heranzuziehen:
-
Handreichung zu den gesundheitsfördernd orientierten Lernbereichen des Lehrplans Sport an
BS/BFS, Comenius-Institut Radebeul 2003
-
Thillm Materialien, Gesundheit und Fitness Teil 1 und 2, Bad Berka 2004
Bei der Leistungsermittlung im sportartenorientierten Lernfeld sind die Ausführungen dieser Hand-
reichung (siehe vor allem Abschnitte Mittelschule und Gymnasium) zu Grunde zu legen.

 
Hinweise zur Thematisierung
HR-SPORT 55
4.
Portfolio im Sportunterricht
Die inhaltliche mehrperspektivische Ausrichtung des Sportunterrichts und die damit verbundene
mehrdimensionale Variabilität der Bewertung von Schülerleistung fordert nach Bestimmungsmög-
lichkeiten zur Reflexion der Position des Schülers bezüglich des individuellen Lernprozesses.
Durch die Anregung von Selbstbewertungsprozessen lernen die Schüler ihren Leistungsstand und
ihre Lernentwicklung selbst einzuschätzen und zu vergleichen (B
RUNNER/SCHMIDINGER 1997).
Das Portfolio im Sportunterricht stellt eine Auswahl von Arbeiten dar, die im Verlauf der Schulzeit
oder in einem bestimmten schulischen Entwicklungszeitraum eigenverantwortlich zusammenge-
stellt werden. Schulische Ziele, die durch Portfolio in einer besonderen Form umgesetzt werden
können sind z. B.: (P
RES 2004)
-
Dokumentieren der individuellen Leistungsfähigkeit des Schülers,
-
Schulen der Selbst- und Fremdeinschätzung,
-
Fördern der Selbsttätigkeit,
-
Verdeutlichen des lehrplanbezogenen Lernzuwachses innerhalb eines Lernbereiches,
-
Verbessern der Beurteilungsmöglichkeit von Projektunterricht,
-
Fördern eigenverantwortlichen Lernens,
-
gerechtes Beurteilen eines differenzierten Lernangebotes,
-
Erkennen des individuellen Lernweges des Schülers,
-
Erkennen der Begabung und des Talents eines Schülers.
Dabei kann das Portfolio schülerbezogen unter folgenden Zielsetzungen angelegt werden:
-
Transparenz des sportlichen Entwicklungsprozesses (Entwicklungsportfolio),
-
Präsentation der Leistungsfähigkeit und des Könnenszuwachses (Ergebnisportfolio),
-
Präsentation besonderer Stärken, d.h. Darstellung der Leistungsfähigkeit und des Leistungspo-
tentials (Leistungsportfolio) und der Lernfähigkeit und des Lernpotentials (Lernportfolio).
Je nach Zielstellung wird ein „Speichermedium“ angelegt, das die Individualität des Schülers in
Bezug zum schulischen- und außerschulischen Sport dokumentiert. Die Schwerpunktsetzung so-
wie der quantitative und qualitative Umfang ist schulart- und klassenstufenabhängig und sollte eine
ständige Überarbeitung und eine Bewertung bzw. Benotung zulassen.
Das Portfolio kann somit folgende wesentliche Aufgaben zur Förderung des Lernprozesses erfül-
len:
-
selbstkritische Einschätzung des Soll-Ist-Standes im Lernprozess,
-
Motivation zum konsequenten Lernen,
-
Transparenz des Entwicklungsprozesses für alle Beteiligten,
-
Antizipation von Entwicklungszielen.
Die Möglichkeiten der Dokumentation und die Formen der Präsentation im Rahmen eines Portfo-
lios sind sehr vielfältig. Die thematische Ausrichtung bestimmt zugleich die Auswahl und die Mög-
lichkeit den aktuellen Arbeitsstand im weiteren Verlauf des Entwicklungsprozesses zu ergänzen.
Folgende Präsentationsformen können zum Einsatz kommen:
- Hefter, Ordner, Sammelmappen;
- Plakate, Collagen;
- Schaubilder;
-
Arbeitsblätter zu Techniken, Spielregeln, Wettkampfbestimmungen;

Hinweise zur Thematisierung
56 HR-SPORT
- Urkunden, Leistungsscheine;
- Leistungskarten, Trainingsprotokolle;
-
Beobachtungsprotokolle, Protokolle zur Bewertung in Gruppen, Übersicht zu Beurteilungskrite-
rien bei Selbstbewertung;
-
Fotodokumentationen, Videoreportagen (zur Technikanalyse, zu Komplexübungen);
- Sporttagebuch;
- Mind-map, Referate;
-
Projektdokumentationen mit Computereinsatz usw.
Weitere Dokumentationsmöglichkeiten stehen offen und können durch die Ideen und die Kreativität
der Schüler ergänzt werden.
Bei der Planung von Portfolioarbeit sind folgende Vorüberlegungen notwendig, die vom Lernenden
und Lehrenden gemeinsam getroffen werden:
-
Auswahl eines geeigneten Themas,
-
Ausrichten der Lernziele,
-
Zeit- und Organisationsziele,
-
Erstellen eines Aufgabenkataloges,
- Erreichen möglicher Lernprodukte.
Durch diese zielgerichtete Planung kann der Portfolioprozess strukturiert werden:
1. Lernziele planen und umsetzen
2. Lernprodukte/Dokumente sammeln
3. Produkte auswählen
4. Auswahl begründen/Reflexionen
5. ggf. modifizieren und/oder neue Lernziele planen
In dem für das Portfolio geplanten zeitlichen Rahmen sollten die Sportlehrer als Kontaktperso-
nen/Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Wird ein Portfolio über mehrere Klassenstufen ange-
legt, so muss eine Abstimmung über Ziele und Inhalte sowie Bewertungskriterien innerhalb der
Fachkonferenz erfolgen. Der Ansprechpartner ist in zeitlich terminisierten Abständen aufzusuchen,
um dem Schüler ein Feed-back über seinen Bearbeitungsstand geben zu können.
Im Anschluss werden unterschiedlich thematisierte Portfoliobeispiele gegeben, deren Einsatz klas-
senstufen- und lernbereichsbezogen abzuwägen ist: (P
RES, 2004)
Sporttagebuch
Name:
Datum:
1. Bestimme die Sportarten, in denen du deine Leistungsfähigkeit verbessern konntest.
2. Gib die Sportarten an, in welchen du dich deiner Meinung nach noch stark verbessern musst.
3. Nenne die Sportart(en), wo du einen besonderen Leistungszuwachs verzeichnen kannst.
Versuche es zu erklären.

Hinweise zur Thematisierung
HR-SPORT 57
Benote dich in folgenden Sportarten:
Basketball Leichtathletik
Fußball
Sprint (50m)
Badminton
Weitsprung
Gerätturnen
Wurf
Schwimmen
Ausdauer (1000 m)
Portfolio-Selbsteinschätzung: Kooperation/Wettbewerb (soziale Dimension)
Name:
Datum:
Ich, als Schüler, schätze heute die/meine bisherige Entwicklung im Lernbereich
wie folgt ein:
☺☺☺
sehr zufrieden
☺☺
zufrieden
selten zufrieden
z. B. Perspektive Kooperation/Wettbewerb
☺☺☺
☺☺
Bemerkungen
Mit meiner Klasse/Gruppe bin ich...
Die Kooperationsbereitschaft innerhalb meiner
Klasse/Gruppe stellt mich ...
Mit der Wettbewerbsorientierung in meiner
Klasse bin ich ...
Mit den Umgangsformen im Sport bin ich ...
Mit meinem Bemühen schwächeren Schülern
zu helfen bin ich ...
Meine Stärken im Wettbewerb einbringen zu
können macht mich ...
Beurteilung eines Portfolios:
Die
Beurteilung
der Portfolioarbeit im Sport sollte auf den
Arbeitsprozess,
das
Arbeitsergebnis,
die
Form
und
Gestaltung, die Reflexion
sowie den
Gesamteindruck
gerichtet sein und vorran-
gig durch eine die Arbeit würdigende verbale oder schriftliche Einschätzung des Lehrers erfolgen.
Bei der Bewertung sollen die Schülervorschläge ihre Berücksichtigung finden. Die Schüler erhalten
die Möglichkeit, ihr Portfolio vor der endgültigen Beurteilung zu verbessern.
Es empfiehlt sich zum Ende der Klassenstufen 4, 7 und 10 sowie der Jahrgangsstufe 12 die Port-
folioarbeit zu benoten.

Hinweise zur Thematisierung
58 HR-SPORT
Hierzu können folgende allgemeine Beurteilungskriterien zur Anwendung kommen: (PRES, 2004)
(1) Kriterien zur Beurteilung des Arbeitsprozesses
-
Arbeitsgeschwindigkeit bei der Themenfindung und Aufnahme der Arbeitsaufträge
-
Entwickeln einer individuellen Arbeitsstrategie
-
Entwickeln von Teamfähigkeit
-
Terminisieren der Arbeit
-
Entwickeln eines Arbeitsstiles (konsequent, motiviert, zielorientiert)
-
Fähigkeit zur Selbsteinschätzung
(2) Kriterien zur Beurteilung des Arbeitsergebnisses
-
Verständlichkeit des dargestellten Inhalts
-
Sachlichkeit, Richtigkeit und Umfang das Inhaltes
-
Eigenständigkeit der Arbeit
-
Kreativität und Individualität der Darstellung
(3) Kriterien für die Beurteilung von Form und Gestaltung
- Berücksichtigen formaler Vorgaben
-
Niveau der äußeren Form
-
Einsatz von Medien und Visualisierungshilfen
(4) Kriterien für die Beurteilung der Reflexion
-
Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
-
Beurteilen des Entwicklungsprozesses
-
Erstellen von Modifizierungsvorschlägen
(5) Gesamteindruck
Kompetenzstufe E:*
Der Bereich wurde souverän gelöst und überzeugend umgesetzt.
Kompetenzstufe D:
Der Bereich wurde gut gelöst und gut umgesetzt.
Kompetenzstufe C:
Der Bereich wurde allgemein zufriedenstellend bearbeitet und nur
wenig überzeugend umgesetzt.
Kompetenzstufe B:
Der Bereich wurde lückenhaft bearbeitet und kaum umgesetzt.
Kompetenzstufe A:
Der Bereich wurde nicht verstanden, mangelhaft umgesetzt und der Ar-
beitsauftrag muss überarbeitet werden.
*nach dem Europ. Referenzrahmen
Die Beurteilungskriterien und die Kompetenzstufen sollen für den Schüler transparent sein. Daraus
kann folgende Gesamteinschätzung des Portfoliobeitrages erstellt werden:
Gesamteindruck des Portfoliobeitrages (Kriterien):
Kompetenzstufen
Beurteilung des Arbeitsprozesses
E
D
C
B
A
Beurteilung des Arbeitsergebnisses
Beurteilung von Form und Gestaltung
Reflexion
Gesamteindruck
Der Schüler erhält zusammenfassend eine Rückmeldung (Kurzbericht) zu den einzelnen Kriterien.
Möglichkeiten der Selbsteinschätzung sollten gegeben werden. Zusätzlich kann der Schüler hilfrei-
che Tipps erhalten. Eine abschließende
mündliche Präsentation
ist einzuplanen und zu benoten.

Hinweise zur Thematisierung
HR-SPORT 59
Eine weitere Form der Qualitätseinschätzung eines Portfolios (nach WINTER 2000a) sei an folgen-
dem Beispiel aufgezeigt.
Portfolio von
Name:
Klasse:
Schuljahr:
Zeitraum der Bearbeitung:
1. Wie viele Dokumente enthält das Portfolio?
2. Gesamteinschätzung des Portfolios
a) strukturierende Elemente
vorhanden
nicht vorhanden
b) Gestaltung
sorgfältig
nachlässig
c) fachliche Substanz
hoch
gering
d) Kommentare/Reflexion
sorgfältig
nachlässig
e) Fortschritt
erkennbar
nicht erkennbar
weitere Hinweise:
3. Einschätzung des Dokumentes zum
Thema
a) Umfang
hoch
gering
b) Gliederung
gut
unangemessen
c) fachliche Tiefe
hoch
gering
d) fachliche Breite
hoch
gering
e) Gestaltung
sorgfältig
nachlässig
f) Quellenangaben
vollständig
unvollständig
g) Kommentare/Reflexion
sorgfältig
nachlässig
4. Einschätzung des Dokumentes zum
Thema
a) Umfang
hoch
gering
Portfoliogespräch am
Datum:
Unterschrift:

 
Hinweise zur Thematisierung
60 HR-SPORT
5.
Sportförderunterricht - organisatorische Hinweise
Der Sportförderunterricht ist ein den obligatorischen Sportunterricht ergänzendes Zusatzangebot
für Schüler mit einem besonderen Förderbedarf.
Die veränderten Lebensbedingungen und der damit verbundene Bewegungsmangel führen bei
einer zunehmenden Anzahl von Schülern zu Einschränkungen, die den Sportunterricht ergän-
zende Fördermaßnahmen erforderlich machen. Dazu zählen insbesondere auch Angebote des
Sportförderunterrichts.
Der Sportförderunterricht kann zusätzlich zum obligatorischen Sportunterricht an den Schulen
durchgeführt werden. Er ist vor allem für Schüler bestimmt, die motorische und psycho-soziale
Auffälligkeiten aufweisen, und zielt darauf ab, ihre Bewegungsentwicklung positiv zu beeinflussen
sowie ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu steigern.
Oft korrelieren schulische Lernleistungen und auffälliges psycho-soziales Verhalten bei Schülern
sehr eng mit körperlichen Entwicklungsrückständen und motorischen Leistungsdefiziten. Daher
dient der Sportförderunterricht auch der Steigerung einer allgemeinen schulischen Lern- und Leis-
tungsfähigkeit und verbesserten Integration der Schüler in das Schulleben.
Im Sportförderunterricht sollen Schüler mit motorischen und psychosozialen Auffälligkeiten durch
eine besonders qualifizierte Lehrkraft langfristig und gezielt gefördert werden. Sie sollen sich der
Leistungsfähigkeit ihres Körpers (wieder) sicher werden und jene Kompetenzen erwerben, die für
die Teilnahme am Bewegungsleben der Gleichaltrigen in der Schule aber auch im Freizeitbereich
wichtig sind.
Die Auswahl der Schüler für den Sportförderunterricht erfolgt unter Beteiligung der Erziehungsbe-
rechtigten und ist vorrangig unter spezifischen sportpädagogischen Förderkriterien durchzuführen.
Der Münchner Fitness-Test
(www.sportunterricht.de)
ist ein geeignetes Verfahren zur Auswahl von
Schülern.
Ziel des Sportförderunterrichts ist die ganzheitliche Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von
Kindern und Jugendlichen durch Bewegung, Spiel und Sport unter besonderer Berücksichtigung
der Gesundheit. Dabei sollen didaktische Prinzipien wie Kindgemäßheit, Offenheit, Freiwilligkeit
und Selbstständigkeit im Vordergrund stehen.
Mangel an Bewegungserfahrungen bzw. einseitige Anforderungen führen in der Regel zu körperli-
chen Einschränkungen und ziehen häufig psychische und soziale Belastungen und Probleme der
Kinder und Jugendlichen nach sich. Deshalb soll der Sportförderunterricht zusätzlich einen Aus-
gleich für psycho- soziale Probleme bieten. Er dient den Schülern zur Steigerung des Selbstwert-
gefühls, zur Entwicklung einer positiven Grundeinstellung und als Bereich der psychischen Ent-
spannung und des sozialen Wohlbefindens.
Im Sportförderunterricht sollten alle Lernbereiche des Lehrplans einbezogen werden, soweit dies
sinnvoll und organisatorisch möglich ist. Die Auswahl der Inhalte soll sich vornehmlich an den
grundlegenden und spezifischen Bedürfnissen der an ihm teilnehmenden Schüler orientieren. Eine
entsprechende Differenzierung der Angebote ist deshalb besonders notwendig. Anregungen aus
dem Bewegungsleben und Spielverhalten der Schüler sollten berücksichtigt und aufgenommen
werden. Inhaltliche Schwerpunkte stellen - insbesondere im Grundschulbereich - elementare Kör-
per- und Bewegungserfahrungen und die Förderung bzw. Entwicklung sozialer Kompetenzen dar.
Der Förderung von Wahrnehmung und Bewegungskoordination kommt eine besondere Bedeutung
zu. Daneben sollten eine vielfältige Beanspruchung der Muskulatur sowie eine Erhöhung der phy-
sischen wie psychischen Belastbarkeit bzw. Leistungsfähigkeit angestrebt werden.
Inhaltliche Schwerpunkte bilden darüber hinaus insbesondere der Aufbau von Befähigung und
Motivation zum Sporttreiben in Schule und Freizeit und die Vermittlung von Kompetenzen im Hin-
blick auf eine dem individuellen Leistungsvermögen angemessene sportliche Belastung.

Hinweise zur Thematisierung
HR-SPORT 61
Die inhaltlichen Schwerpunkte beziehen sich auf Maßnahmen:
-
zur Schulung der koordinativen Fähigkeiten und elementarer motorischer Fertigkeiten durch
vielfältige Bewegungsangebote in Verbindung mit der Wahrnehmungsschulung
-
zum Ausgleich von Haltungsschwächen des Rumpfes und der Füße durch Kräftigung und Deh-
nung der betroffenen Muskelgruppen
-
zum Ausgleich von Organleistungsschwächen durch die Verbesserung der aeroben
Ausdauerfähigkeit
-
zur Integration von Schülern und zum Abbau sozialer Randstellungen durch spezifische auf die
Probleme und Schwierigkeiten der Schüler ausgerichtete Angebote
-
zur Förderung der sportlichen Handlungskompetenz als Voraussetzung zur Teilnahme an
Bewegungsaktivitäten in der Freizeit.
Die Qualifikation der im Sportförderunterricht tätigen Lehrkräfte unterliegt besonderen Anforderun-
gen. Eine Zusatzausbildung ist erforderlich. Diese kann sowohl während des universitären Studi-
ums als auch im Rahmen der Lehrerfortbildung erworben werden. Letztere wird von den Universi-
täten des Freistaates Sachsen und den sächsischen Regionalschulämtern angeboten.

 
Rechtsfragen im Schulsport
62 HR-SPORT
6.
Rechtsfragen im Schulsport
Auszüge aus dem Sächsischen Schulgesetz und Schulordnungen
A1] Schulgesetz für den Freistaat Sachsen (SchulG)
Neufassung vom 16. Juli 2004 (SächsGVBI. S. 298)
Auszug
3. Teil
§ 44 Lehrerkonferenzen
(1) Lehrerkonferenzen sind die Gesamtlehrerkonferenz und die Teilkonferenzen, insbesondere
die Fachkonferenz ...
Die Lehrerkonferenzen beraten und beschließen alle wichtigen Maßnahmen, die für die Un-
terrichts- und Erziehungsarbeit der Schule notwendig sind. Dabei beachten sie ... die päda-
gogische Verantwortung des einzelnen Lehrers.
A2] Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über den Besuch öffentlicher
Schulen im Freistaat Sachsen
(Schulbesuchsordnung – SBO); vom 12. Aug. 1994 (SächsGVBI. S. 1565); geändert durch
die Verordnung vom Febr. 2004 (SächsGVBI. S. 66)
§ 2
Verhinderung
(3) .... Bei auffällig häufigen oder langen Erkrankungen kann der Schulleiter vom
Entschuldigungspflichtigen die Vorlage eines amts- oder vertrauensärztlichen Zeugnisses
verlangen.
(4)
Tritt der Verhinderungsgrund während des Schulbesuches ein, kann der unterrichtende Leh-
rer den Schüler vorzeitig aus dem Unterricht entlassen.
§ 3
Befreiung
(1)
Ein Schüler kann nur in besonderen Ausnahmefällen ... auf Antrag der Erziehungsberechtig-
ten … vom Unterricht in einzelnen Fächern ... befreit werden.
(2)
Über Art und Umfang der Befreiung vom Sportunterricht aus gesundheitlichen Gründen ent-
scheidet bis zu einer Dauer von vier Wochen der Sportlehrer. Die Befreiung kann ab der
Dauer von einer Woche von der Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses abhängig gemacht
werden. Ab der Dauer von vier Wochen bedürfen Sportbefreiungen aus gesundheitlichen
Gründen der amtsärztlichen (jugendärztlichen) Bestätigung. Sofern der Befreiungsgrund of-
fenkundig ist, kann auf die Vorlage der ärztlichen Zeugnisse verzichtet werden
.
(Hinweis: VwV des SMK und des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und
Familie zur Befreiung vom Sportunterricht vom 01. März 1996 /ABI. SMK S. 223)
6.1
Rechtsfragen - Grundschule
B3] Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Grundschulen im Freistaat
Sachsen (Schulordnung Grundschulen – SOGS) vom 03. August 2004 (SächsGVBI. S. 312)
Abschnitt 3
§ 10 Aufsicht;
Abschnitt 5
§ 14 Grundlagen der Leistungsbewertung;
§ 15 Bewertung von Leistungen, ...

 
Rechtsfragen im Schulsport
HR-SPORT 63
6.2
Rechtsfragen - Mittelschule
B2] Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über Mittelschulen im Freistaat
Sachsen und deren Abschlussprüfungen (Schulordnung Mittelschulen Abschlussprüfungen –
SOMIAP) vom 03. August 2004 (SächsGVBI. S. 325; MBI. SMK S. 317)
Abschnitt 3
§ 14 Aufsicht;
Abschnitt 5
§ 19 Grundlagen der Leistungsbewertung;
§ 20 Bewertung von Leistungen, ...
6.3
Rechtsfragen - Gymnasium
B1a] Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über allgemein bildende Gymna-
sien im Freistaat Sachsen (Schulordnung Gymnasien – SOGY)) vom 03. August 2004
(SächsGVBI. S. 326), berichtigt durch Berichtigung vom 27. Oktober 2004 (SächsGVBI.
S. 576)
Abschnitt 3
§ 15 Aufsicht
(1)
Die Aufsichtspflicht der Schule erstreckt sich auf den Zeitraum, in dem die Schüler am Unter-
richt und an den anderen schulischen Veranstaltungen teilnehmen, ....
(4)
Die Schüler sind im erforderlichen Umfang aktenkundig über Unfallverhütung zu belehren.
Abschnitt 5
§ 19 Grundlagen der Leistungsbewertung
(2)
Die Ermittlung, Beurteilung und die daraus folgende Bewertung von Leistungen auch im Pro-
fil liegen in der Verantwortung der beteiligten Lehrer.
(3) Grundlage der Leistungsbewertung in einem Unterrichtsfach und im Profil sind alle vom
Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten schriftlichen, mündlichen und
praktischen Leistungen.... Dem Schüler ist die erteilte Note jeweils bekannt zu geben. Der
Fachlehrer hat zu Beginn des Schuljahres bekannt zu geben, wie er in der Regel die ver-
schiedenen Leistungen bei der Notenbildung gewichten wird.
(4) Die allgemein für die Bewertung der Leistungen in den einzelnen Fächern maßgebenden
Kriterien hat der Fachlehrer den Schülern und, soweit die Schüler nicht volljährig sind, ihren
Eltern darzulegen.

 
Rechtsfragen im Schulsport
64 HR-SPORT
§ 20 Bewertung von Leistungen
(1) Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen bewertet. ...
Dabei sind festgestellte Teilleistungsschwächen in der Sekundarstufe I angemessen zu be-
rücksichtigen.
(2)
Die einzelnen ... erbrachten Leistungen werden mit folgenden Noten bewertet:
1.
"sehr gut"
(1), wenn die Leistung den Anforderungen im besonderen Maße
entspricht
2.
"gut"
(2), wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht
3.
"befriedigend" (3), wenn die Leistung im Allgemeinen den Anforderungen entspricht
4.
"ausreichend" (4), wenn die Leistung zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den
Anforderungen noch entspricht
5.
"mangelhaft"
(5), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht, jedoch
erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden
sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können
6.
"ungenü-
gend"
(6), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und selbst
die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in
absehbarer Zeit nicht behoben werden können
B1a] Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die gymnasiale Oberstufe
und die Abiturprüfung an allgemein bildenden Gymnasien im Freistaat Sachsen (Oberstufen-
und Abiturprüfungsverordnung - OAVO)
vom 15. Januar 1996 (SächsGVBI. S. 26), geändert durch Verordnung vom 03. August 2004
(SächsGVBI. S. 351)
§ 14 Zeugnisse
.... Arbeitsgemeinschaften werden nicht bewertet; ....
§ 19 Bewertung im Fach Sport
Im Fach Sport wird die Gesamtbewertung für die Kurshalbjahre aus den in den einzelnen
Sportarten der gewählten Kombination erteilten Bewertungen gebildet. Die Gewichtung der
Einzelbewertungen erfolgt entsprechend den zeitlichen Anteilen im Kurshalbjahr.
6.4 Weitere Verordnungen
Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Lehrerkonferenzen
(Lehrerkonferenzverordnung – LkonfVO vom 12. Juli 1994/SächsGVBI.S.1452, geändert
durch die Verordnung vom 21. Juli 2004/SächsGVBI. S. 353)
Erster Abschnitt
§ 4
Fachkonferenzen
(1)
Die Fachkonferenz berät und beschließt ..., die ausschließlich für das jeweilige Fach ... von
besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören insbesondere:
3. Umsetzung der Lehrpläne, Abstimmung der Stoffverteilungspläne ...
4. fachspezifische Fragen der Leistungsermittlung und -bewertung ...

 
Rechtsfragen im Schulsport
HR-SPORT 65
6.5
Hinweise zur Organisation des Sportunterrichts
Für den im Schulsport tätigen Lehrer ergeben sich daraus im besonderen folgende Pflichten:
...
b)
Alle, die am Sportunterricht beteiligt sind, müssen eine geeignete Sportkleidung tragen.
c) Die Sporttreibenden müssen vor Beginn der Sportstunde gefährdende Dinge wie z. B.
Uhren, Schlüssel, Schmuck ablegen. Brillenträger sollten Sportbrillen tragen.
...
e)
Die Sportgeräte müssen fortlaufend technisch überprüft und bestimmungsgemäß gebraucht
werden.
f)
Schwimmunterricht erteilen und Aufsicht beim Schwimmen und Baden wahrnehmen dürfen
nur Sportlehrer, die mindestens das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erwor-
ben haben. Aus Gründen der Sicherheit und des Lernerfolges dürfen nur maximal 20 Schüler
pro Lehrkraft, im Grundschulbereich sollten es maximal 16 Schüler sein im Schwimmunter-
richt unterrichtet werden.
g)
Skiunterricht darf nur von Lehrkräften erteilt werden, die
- in der Sportlehrerausbildung im Skilauf ausgebildet worden sind,
- im Besitz einer gültigen Lizenz eines Landesskiverbandes oder des Deutschen Verbandes
für das Skilehrerwesen e.V. sind und
- einen Skikurs der Sächsischen Akademie für Lehrerfortbildung erfolgreich abgeschlossen
haben.
h)
Die Gruppenstärke beim Skilauf soll 16 Schüler nicht übersteigen....
6.6
Attestation - Zeugniseintragungen
1.
Liegt eine Vollbefreiung vom Sportunterricht vor, erfolgt keine Benotung.
Auf dem Zeugnis werden hinter dem Fach Sport Striche eingetragen.
Unter Bemerkungen steht: Keine Benotung im Fach Sport, da Vollbefreiung.
2.
Liegt eine Teilbefreiung vor, erfolgt eine Benotung.
Hier wird vom Fachlehrer das notwendige pädagogisch-psychologische Geschick bei der
Notenfindung erwartet.
3.
Grenzfälle bedürfen einer genauen Prüfung vor Ort.
Findet die Schule keine Lösung, wendet sie sich an die zuständige Schulaufsichtsbehörde.

Literaturverzeichnis
66 HR-SPORT
Literaturverzeichnis
Bohl, Th.: Prüfen und Bewerten im Offenen Unterricht. Weinheim und Basel 2004
Brunner/Schmidinger, E.: Portfolio-einerweitertes Konzept der Leistungsbeurteilung. In Erziehung
und Unterricht. 147. Jg./Heft 10/ Dezember 1997. S.1072-1086
Friedmann, K.: Fit sein durch Ausdauer und Kraft. Reutlingen 2004
Hartmann, C.; Senf, G.: Sport verstehen - Sport erleben. Comenius-Institut Radebeul. 1997
Helmke, A.: Unterrichtsqualität- erfassen, bewerten, verbessern. Seelze 2003
Jürgens, E.: Leistungserziehung und Leistungsbeurteilung: schulpädagogische Grundlegung und
Anregungen für die Praxis. Neuwied 2000
Klafki, W.: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Weinheim und Basel 1985
Köck, P./Ott, H.: Wörterbuch für Erziehung und Unterricht. Donauwörth 2002
Pres, U.: Der Einsatz von Portfolios in der Lehrerbildung und im schulischen Alltag. Mainz 2004
Rusch, H.; Weineck, J.: Sportföderunterricht. Lehr- und Übungsbuch zur Förderung der Gesund-
heit durch Bewegung. Verlag Hofmann Schorndorf. 1998
Sacher, W.: Leistungsbeurteilung in der neuen Lernkultur. Script der Tagung des Comenius-Insti-
tuts. Dresden 2004
Sacher, W.: Prüfen-beurteilen-benoten: theoretische Grundlagen und praktische Hilfestellungen für
den Primar- und Sekundarbereich. Bad Heilbrunn. 1994
Schnabel, G. u. a. (Hrsg.): Trainingswissenschaft - Leistung, Training, Wettkampf. Sportverlag
Berlin. 2003
Weinert, F. E.: Leistungsmessungen in Schulen. Weinheim. Basel. Bonn 2001
Winter, F.: Guter Unterricht zeigt sich in seine Werken. In Lernende Schule. 3.Jg/2000a/ Heft 11.
S.42-46
Winter, F.: Leistungsbewertung. Grundlagen der Schulpädagogik Bd. 49. Hohengehren 2004
Ziegenspeck, J. W.: Handbuch Zensur und Zeugnis in der Schule. Bad Heilbrunn. 1999
SMK, Empfehlung zur Leistungsermittlung und Leistungsbewertung in der Grundschule. Dresden.
2005
Handreichungen anderer Bundesländer
-
Handreichung zur Leistungsermittlung und Leistungsbewertung im Schulsport Sekundarstufe I,
Lisum Brandenburg, 2002
-
Handreichung zum Lehrplan Sport S I, Pädagogisches Zentrum Rheinland-Pfalz, Bad Kreuz-
nach, 2001
-
Handreichung zum Lehrplan Sport S II, Pädagogisches Zentrum Rheinland-Pfalz, Bad Kreuz-
nach, 2000
-
Bewertung von Schülerleistungen im Schulsport; Heft 44, Thillm, Bad Berka 2004
-
Lernbereich Gesundheit und Fitness, Teil 1, Heft 100, Bad Berka 2004
-
Lernbereich Gesundheit und Fitness, Teil 2, Heft 109, Bad Berka 2004.
Internet
www.sportunterricht.de
www.richtigfit.de
www.sportunterricht.ch

Zuordnung motorischer Basistest
Anhang
HR-SPORT 67
Anhang 1 - Lernbereichsspezifische Zuordnung des motorischen Basistests/Fitnesstest
1
Leichtathletik
Turnen
Basketball
Fußball
Handball
Hockey/Unihockey
Volleyball
Badminton
Tischtennis
Tennis
Gymnastik/Aerobic/Tanz
Judo
Ringen
Schwimmen
Skialpin/Snowboard
Eislauf
Schlussweitsprung E A A E E A A E E
Dreierhopp
A
A E A A
A A A
E E
E
Standspr.-Reichh.
E
E
Seilspringen 60 s
E
A A
A E A A E E A
Seilspringen 30 s A A A E E E A A
Sprungkraft/
Schnellkraft
Schlängellauf
E
E E E
Lauftest
A
A
A A A A E E E A A
Ringe ablegen A E E
E E
Linienl. 9-3-6-3-9
E E A E A A A A A E A A
Japantest
A A E E E E A A A
Schnelligkeit
Klimmziehen
E E
A A A
E A A E E
Liegestützbeugen A A
E A E A A A A A E A
Klettern
E
E E
Wandhocke A A
A E E E
Halten im Hang A E
E E
Wurf-Pass-Kraft E E E A A A A A A A
Schneller Crunch A A
E A A
A A
Med.-ballweitwurf A E E E E E A
Kraft
Ballreaktionstest
E A A A E
E A
Drehungen Bank
E
E E E
E E
Skipping E A A E A E
A
Hockernummernl.
E E E E E
Übersteiger
E
E E E E A A
Koordination/
Beweglichkeit
Levellauf
A
E E E
A
E E E
12-min-Lauf
2
E
A A A
E
A E A
Ausdauer
sachliche Bezugsnorm zu Übungen/Tests, mit Ausweisung in der Handreichung Sport
E: Empfehlung
A: Alternative
1
siehe CD-ROM
2
9-min-Lauf in Klassenstufe 3 und 4 (empfohlen für ausgewählte Sportspiele, Leichtathletik und Schwimmen)

image
image
Anhang Zuordnung motorischer Basistest
68 HR-SPORT
Beschreibung ausgewählter Beispiele des motorischen Basistests bzw. Fitnesstests
Test 1:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Kraftausdauer
Liegestützbeugen (30 s)
Durchführung:
Klassen 3 - 7
-
schulterbreites Stützen der Hände auf der Turnbank
(Arme senkrecht), Füße am Boden
-
Beugen und Strecken der Arme ohne Unterbrechung bei
gestrecktem Körper
-
gezählt werden die Liegestütze, wenn beim Beugen zwi-
schen Ober- und Unterarm ein spitzer Winkel (unter 90
Grad) erreicht wird
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der erreichten Wiederholungen in
30 Sekunden.
Durchführung:
Klassen-/Jahrgangsstufen 8 – 12
-
schulterbreites Stützen der Hände auf dem Boden vor
der Turnmatte, (Arme senkrecht), Füße am Boden
(siehe Abb.)
-
Beugen der Arme bis die Brust die Turnmatte berührt
und ein rechter Ellbogenwinkel erkennbar ist
-
sofortiges Hochdrücken bis zur Armstreckung ohne
Pause
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der erreichten Wiederholungen in
30 Sekunden.
Test 2:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Schnelligkeit
Skipping
Durchführung:
Klassen-/Jahrgangsstufen 3 - 12
-
Kniehebelauf am Ort
-
bei waagerechter Haltung des Oberschenkels in Knie-
höhe gespanntes Gummiband innerhalb von 10 Sekun-
den so oft wie möglich berühren
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der Knieanschläge in 10 Sekun-
den.
Liegestützbeugen am Boden

image
image
Zuordnung motorischer Basistest
Anhang
HR-SPORT 69
Test 3:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Kraftausdauer
Klimmziehen
Durchführung:
Klimmziehen aus dem Schrägliegehang
Klassen 3 - 12 weiblich
Klassen 3 - 4 männlich
In höheren Klassen Wahlmöglichkeit für leistungsschwä-
chere Schüler.
-
Grundstellung vorlings zum schulterhohen Gerät
(Klimmzuggerät, Barren, Reck)
-
Hände fassen schulterbreit die Stange, Füße gleiten
soweit nach vorn, bis die gestreckten Arme und der Kör-
per im rechten Winkel zueinander stehen (Füße werden
fixiert)
-
Beugen und Strecken der Arme ohne Pause bei ge-
strecktem Körper
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der fehlerfrei ausgeführten Klimm-
züge.
Durchführung
Klimmziehen aus dem Streckhang
Klassen-/Jahrgangsstufen 5 - 12 männlich
-
schulterbreiter Hang am sprunghohen Reck
-
ruhiges Beugen der Arme (beliebige Griffart) bis das
Kinn bei gerade gehaltenem Kopf die Höhe der Stange
erreicht
-
anschließendes völliges Strecken der Arme
Wertung
Bewertet wird die Anzahl der fehlerfrei ausgeführten Klimm-
züge.
Test 4:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Kraftausdauer
Seilspringen (30 s bzw. 60 s)
Durchführung:
-
Seilspringen am Ort mit beliebigem Seildurchschlag
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der Seildurchschläge in der vor-
gegebenen Zeit.
Zeitvorgabe:
Klassen-/Jahrgangsstufen 3 - 12 30 Sekunden
Klassen-/Jahrgangsstufen 5 - 12 60 Sekunden
Hinweis:
Springseile mit verstärkter Mitte oder Wettkampf-Gymnas-
tik-Seile verwenden, keine Speed-Ropes

image
Anhang Zuordnung motorischer Basistest
70 HR-SPORT
Test 5:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Reaktionsfähigkeit
Schnelligkeit
Ballreaktionstest akustisch
Durchführung:
-
zwei 4m lange Turnbänke, in 1,20 m Höhe in die Spros-
senwand einhängen (Abstand 10 cm)
-
der Lehrer einen Volleyball und lässt am Ende der Turn-
bänke auf ein akustisches Signal abrollen
-
der Schüler steht mit dem Rücken zum Ball (ohne Blick-
kontakt) und versucht nach dem Signal den Ball so
schnell wie möglich zu stoppen
-
die Ausgangsstellung ist 3,80 m von der Sprossenwand
und 1,50 m vom unteren Ende der Bank entfernt
- zwei Wertungsversuche
Wertung:
Gemessen und bewertet wird die Rollstrecke des Balls
in cm (jeweils Mitte des Balls), beim besseren Versuch.
Hinweis:
Zum Messen der Rollstrecke des Balls wird auf der Bank
ein Bandmaß befestigt.
Test 6:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Schnellkraft
Dreierhopp
Durchführung:
-
Schrittstellung (die Fußspitze des Sprungbeines steht
an der Absprunglinie)
-
Absprung rechts - rechts - rechts - Landung auf beiden
Beinen (fließende Sprungfolge) oder mit dem linken Bein
sinngemäß
- drei Wertungsversuche
Wertung:
Gemessen und bewertet wird die Strecke von der Ab-
sprunglinie bis zur Landestelle (Ferse) auf 5 cm genau beim
besten Versuch.

image
Zuordnung motorischer Basistest
Anhang
HR-SPORT 71
Test 7:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Schnellkraft
Standsprung - Reichhöhe
Durchführung:
-
Absprung aus dem Stand seitlich zu einer Wand mit
Auftaktbewegung
-
Markierung der Sprunghöhe, indem mit der linken oder
rechten Hand die Wand so hoch wie möglich angetippt
wird (Finger anfeuchten oder mit Kreide färben)
-
danach Markierung der Reichhöhe in Schlussstellung
frontal zur Wand (mit gestreckten Armen ohne Anheben
der Ferse)
- drei Wertungsversuche
Wertung:
Gemessen und bewertet wird die Differenz zwischen der
Reichhöhe im Stand und der Sprunghöhe beim besten Ver-
such.
Test 8:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 5 - 12
Fähigkeit: Schnelligkeit
Linienlauf 9 – 3 – 6 – 3 – 9
Durchführung:
Die Federbälle werden auf der Mittellinie und der dem Start
gegenüberliegenden Angriffslinie des Volleyballfeldes aus-
gelegt.
Von der Grundlinie des Volleyballfeldes auf Kommando
folgende Laufstrecke:
-
9 m vorwärts bis zur Mittellinie, Aufnehmen des Feder-
balls;
-
3 m rückwärts bis zur Angriffslinie, Ablegen des Feder-
balls;
-
6 m vorwärts bis zur gegenüberliegenden Angriffslinie,
Aufnehmen des Federballs;
-
3 m rückwärts bis zur Mittellinie, Ablegen des Feder-
balls;
-
9 m vorwärts bis zur gegenüberliegenden Grundlinie,
Zieldurchlauf.
- ein Wertungsversuch
Wertung:
Gemessen und bewertet wird die Gesamtlaufzeit.

image
image
image
Anhang Zuordnung motorischer Basistest
72 HR-SPORT
Test 9:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Schnelligkeit
Schlängellauf
Durchführung:
-
Slalomlauf um sieben Stangen (Mindesthöhe 1,50 m)
mit einem Wendepunkt
-
Geräteaufbau ist der Abbildung zu entnehmen
-
die Stangen dürfen nicht fest verankert sein, das
Umwerfen einer Stange macht den Versuch ungültig
- zwei Wertungsversuche
Wertung:
Bewertet wird die Zeit des besseren Wertungsversuches.
Test 10:
Klassenstufen: 3 - 7
Fähigkeit: Schnelligkeit
Lauftest
Durchführung:
-
schnelles Anlaufen der lt. Abbildung angeordneten
Medizinbälle
-
beim Start und an jedem Anlaufpunkt Medizinbälle mit
einer Hand berühren
-
Bälle werden nicht umlaufen, Laufrichtung vor dem
Medizinball wechseln
-
Zeit beim Überlaufen der Ziellinie stoppen (keine Berüh-
rung des Balles erforderlich)
- zwei Wertungsversuche
Wertung:
Gemessen und bewertet wird die Zeit beim besseren Wer-
tungsversuch.

image
Zuordnung motorischer Basistest
Anhang
HR-SPORT 73
Test 11:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Gleichgewichtsfähigkeit
Drehungen auf der umgedrehten Turnbank
Durchführung:
Klassen 3 - 6:
-
auf der umgedrehten Turnbank innerhalb von 20 Se-
kunden die größtmögliche Anzahl von Drehungen um
die Längsachse ausführen,
-
eine Drehung ist abgeschlossen, bei Erreichen der
Ausgangsstellung (sicherer Stand)
-
bei Verlassen der Bank innerhalb der Zeit mit einem
Fuß, ist diese sofort wieder zu besteigen und die Dre-
hungen sind fortzusetzen
-
der Versuch ist ungültig bei beidfüßigem oder häufiger
als dreimaligem Verlassen der Bank mit einem Fuß
- zwei Wertungsversuche
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der Drehungen innerhalb von 20 s
(auf halbe Drehungen genau) beim besseren Wertungsver-
such.
Durchführung:
Klassen-/Jahrgangsstufen 7 - 12:
-
Ausführung von 4 ganzen Drehungen auf der umge-
drehten Turnbank in kürzester Zeit
-
beim Verlassen der Bank mit einem Fuß wird eine Se-
kunde aufgeschlagen
-
der Versuch ist ungültig bei beidfüßigem oder häufiger
als dreimaligem Verlassen der Bank mit einem Fuß
- zwei Wertungsversuche
Wertung:
Bewertet wird die Zeit für die 4 Umdrehungen mit einer Ge-
nauigkeit von 1/10 s (einschließlich Strafsekunden) beim
besseren Wertungsversuch.

image
Anhang Zuordnung motorischer Basistest
74 HR-SPORT
Test 12:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Beweglichkeit
Übersteiger (30 s)
Durchführung:
-
aufrechte Körperhaltung, Gymnastikstab mit Griff beiden
Händen vor dem Körper festhalten (der Stab berührt die
Hüftbeuge)
-
nach dem Startsignal erfolgt das Durchsteigen von vorn
nach hinten über den Stab, danach Aufrichten des
Rumpfes, der Gymnastikstab berührt das Gesäß
-
nach dem Zurücksteigen von hinten nach vorn Aufrich-
ten des Rumpfes, der Stab berührt wieder die Hüftbeuge
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl der einzelnen Übersteigungen
innerhalb von 30 Sekunden unter Beachtung der richtigen
Ausführung (jeweils Aufrichten des Rumpfes und Berührung
von Gesäß bzw. Hüftbeuge).
Test 13:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit: Schnelligkeit
Orientierungsfähigkeit
Hockernummernlauf
Durchführung:
-
Stand unmittelbar vor dem Starthocker, Handfläche auf-
gelegt,
-
hinter dem Rücken in einem Kreisbogen 5 Hocker mit
deutlichen Zahlen 1 bis 5
-
Start auf den Zuruf einer Zahl (z. B. „Fertig – Drei“)
-
Lauf zu dem entsprechenden Hocker, diesen berühren
und Lauf zurück zum Starthocker
-
kurz vor dem Berühren des Starthockers Zuruf einer
neuen Zahl usw.
- ein Wertungsversuch
Wertung:
Bewertet wird die Zeit vom Startkommando bis zur Berüh-
rung des Starthockers nach den Läufen zu drei numme-
rierten Hockern.
Hinweis:
Die Reihenfolge der Nummerierung der Hocker darf vor
dem Wertungsversuch nicht bekannt sein (nach Einnahme
der Ausgangsstellung Nummerierung verändern).

image
image
Zuordnung motorischer Basistest
Anhang
HR-SPORT 75
Test 14:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 3 - 12
Fähigkeit:
Kraftausdauer Rumpf
Schneller Crunch (30 s)
Durchführung:
-
auf dem Rücken liegend, Fersen auf einem Hocker
abgelegt
-
zwischen den Knien einen Volleyball fixieren
-
im Knie- und Hüftbereich jeweils einen rechten Winkel
einnehmen
-
ab Startsignal 30 Sekunden lang, möglichst oft einen
Tennisball um beide Oberschenkel kreisend übergeben
(nicht werfen)
-
Übergabe erfolgt jeweils vor oder hinter den Oberschen-
keln (Rumpf wippt dabei leicht auf und ab)
- ein Wertungsversuch
Wertung:
Bewertet wird die Anzahl korrekt ausgeführter vollständiger
Umkreisungen innerhalb von 30 Sekunden.
Test 15:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 5 - 12
Fähigkeit: Ausdauer
Levellauf:
Durchführung:
-
Pendellauf zwischen zwei voneinander 20 Meter
entfernten Linien
-
Start ab Ertönen des 5.Tones nach der Ansage: „Start
für Level 1“
-
Läufer müssen exakt zum nächsten Ton mit einem Fuß
die jeweils andere Linie berühren
-
Hilfestellung und Ankündigung des nächsten Tones,
durch (Wellen-)Rauschen
-
Lauf geht ohne Pause (also auch nicht bei den
Ansagen: „Start für Level … bzw. Start to Level …“ an
der Linie verharren!) weiter und endet sobald es der
Schüler nicht mehr schafft, die Linie zeitgleich mit dem
Ton zu berühren
Wertung:
Der jeweils erreichte und abgeschlossene Level ist die
Wertungsgrundlage für die Benotung. Für Laufstrecken von
nur 18 Metern zwischen den beiden Linien sollte der
vorgeschlagenen Levelzahl für die Bewertung ein ganzer
Level zugegeben werden (siehe CD-ROM).

image
Anhang Zuordnung motorischer Basistest
76 HR-SPORT
Test 16:
Klassen- bzw. Jahrgangsstufen: 7 - 12
Fähigkeit: Schnelligkeit
Japantest
Durchführung:
-
Start aus seitlicher Stellung hinter der Startlinie
-
Zick-Zack-Lauf zwischen zwei Linien mit 4,5 m Abstand
mit schnellen Nachstellschritten seitwärts bei jeweiliger
Berührung der Linie mit der Hand (Fingertipp genügt)
-
die Strecke ist fünfmal zu durchlaufen, am Ende des
Tests wird die Ziellinie überlaufen (keine Handberüh-
rung)
- zwei Wertungsversuche.
Wertung:
Bewertet wird die gestoppte Zeit vom Startkommando bis
zum Überlaufen der Ziellinie beim besseren Wertungsver-
such.
Hinweis:
Unbedingt auf korrekte Ausführung (seitliche Nachstell-
schritte) achten.

Anhang 2 - Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest
Klassenstufe 3
Note Lauftest Schlängellauf
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
schräg
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen auf
der Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
cm
m
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 20s
cm
s
1
8,8
14,5
28
4,30
40
38
20
26
20
6,0
120
10,5
2
9,6
15,3
24
3,90
30
24
15
22
16
5,0
135
11,5
3
10,4
16,1
21
3,40
22
15
10
18
12
4,0
150
12,5
4
11,0
17,3
16
3,00
16
10
7
14
8
3,0
170
13,5
5
11,8
18,5
11
2,60
10
5
3
10
5
2,0
190
15,0
Jungen
1
8,6
14,0
30
4,80
40
46
22
28
20
6,0
120
10,0
2
9,4
14,8
26
4,20
30
30
17
24
16
5,0
135
11,0
3
10,2
15,5
22
3,60
22
18
12
20
12
4,0
150
12,0
4
10,8
16,6
18
3,10
16
12
9
16
8
3,0
170
13,0
5
11,6
17,8
14
2,70
10
6
5
12
5
2,0
190
14,5
Klassenstufe 4
Note Lauftest Schlängellauf
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
schräg
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen auf
der Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
cm
m
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 20s
cm
s
1
8,4
14,0
30
4,70
50
42
22
26
21
7,0
110
9,5
2
9,3
14,8
26
4,30
40
30
17
22
17
6,0
125
10,5
3
10,1
15,6
23
3,80
32
20
12
18
13
4,5
140
11,5
4
10,7
16,8
18
3,30
24
13
7
14
9
3,5
160
12,5
5
11,3
18,0
13
2,80
15
7
3
10
6
2,5
180
14,0
Jungen
1
8,1
13,5
32
5,10
50
50
24
28
21
7,0
110
9,0
2
9,0
14,3
28
4,50
40
34
18
24
17
6,0
125
10,1
3
9,7
15,0
24
3,80
32
22
13
20
13
4,5
140
11,2
4
10,2
16,2
20
3,30
24
14
9
16
9
3,5
160
12,4
5
11,0
17,3
16
2,90
15
8
5
12
6
2,5
180
13,8
HR-SPORT 77
Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest
Anhang

Klassenstufe 5
Note Lauftest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
schräg
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 20s
cm
s
1
8,0
13,8
5,09 820
33
5,10
100
44
22
28
22
8,0
105
9,0
2
9,0
14,6
4,09 640
29
4,60
80
30
17
24
18
7,0
120
10,0
3
9,8
15,4
3,08 460
26
4,10
65
22
12
20
14
5,5
140
11,1
4
10,2
16,4
3,04 380
21
3,60
50
14
7
16
10
4,5
155
12,3
5
10,9
17,5
2,04 220
15
3,10
35
8
3
12
7
3,0
175
13,8
Jungen
Streckh./schräg
1
7,7
13,0
6,10 1020
35
5,40
100
5 / -
26
30
22
8,0
100
8,5
2
8,6
13,8
5,09 820
31
4,80
80
2 / -
20
26
18
7,0
115
9,6
3
9,2
14,6
4,04 540
27
4,20
65
- / 26
15
22
14
5,5
135
10,7
4
9,6
15,7
3,04 380
23
3,70
50
- / 16
10
18
10
4,5
155
12,0
5
10,5
16,8
2,04 220
18
3,20
35
- / 9
5
14
7
3,0
170
13,3
Klassenstufe 6
Note Lauftest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
schräg
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 30 s
Anz. in 20s
cm
s
1
7,6
13,6
6,10 1020
36
5,50
105
46
25
28
23
8,5
100
8,7
2
8,7
14,4
5,09 820
32
5,00
85
32
18
24
19
7,5
115
9,8
3
9,4
15,2
4,09 640
28
4,50
70
22
12
20
15
6,0
135
10,9
4
9,7
16,2
4,05 560
23
3,90
55
14
7
16
11
5,0
150
12,0
5
10,5
17,3
2,03 300
17
3,40
40
8
3
12
8
3,5
170
13,5
Jungen
Streckh./schräg
1
7,4
12,8
7,09 1200
38
5,80
105
7 / -
28
30
23
8,5
95
8,0
2
8,2
13,6
6,09 1000
34
5,20
85
3 / -
22
26
19
7,5
110
9,1
3
8,8
14,4
5,05 740
31
4,60
70
2 / 30
17
22
15
6,0
130
10,2
4
9,2
15,4
4,04 540
26
4,00
55
- / 18
12
18
11
5,0
145
11,4
5
10,1
16,5
3,01 320
20
3,50
40
- / 10
6
14
8
3,5
170
12,8
1
bewertet wird der vollendete Teil des angegebenen Level (18-m-Bahnen = Wertung plus 1 Level)
78
HR-SPORT
Anhang
Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest

Klassenstufe 7
Note Japantest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
schräg
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
4 Dreh./s
cm
s
1
8,4
13,4
7,09 1200
38
5,70
115
46
25
30
24
8,0
100
8,5
2
9,5
14,2
6,09 1000
34
5,20
95
32
18
26
20
10,5
115
9,6
3
10,5
15,0
5,08 800
30
4,70
80
22
12
22
16
13,0
135
10,7
4
11,8
16,0
5,01 660
25
4,10
65
14
7
18
12
14,0
145
11,8
5
13,3
17,0
3,04 380
19
3,60
50
8
3
14
9
18,0
165
13,2
Jungen
Streckh./schräg
1
8,2
12,6
8,07 1360
40
6,20
115
8 / -
30
32
24
8,0
95
8,0
2
9,3
13,4
7,06 1140
36
5,50
95
4 / -
24
28
20
10,5
105
9,1
3
10,2
14,2
6,05 920
33
4,90
80
2 / 30
18
24
16
13,0
125
10,2
4
11,2
15,0
5,03 700
29
4,30
65
- / 18
12
20
12
14,0
140
11,4
5
12,5
16,0
3,06 420
23
3,70
50
- / 11
6
16
9
18,0
160
12,8
Klassenstufe 8
Note Japantest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
4 Dreh./s
cm
s
1
8,1
13,4
8,08 1380
40
5,80
125
46
18
30
24
8,0
95
8,3
2
9,2
14,2
7,08 1180
36
5,30
105
32
13
26
20
10,5
110
9,4
3
10,2
15,0
6,08 980
32
4,70
90
24
9
22
16
13,0
130
10,5
4
11,5
16,0
5,05 740
27
4,20
75
16
5
18
12
14,0
140
11,6
5
13,0
17,0
3,08 460
21
3,70
60
10
2
14
9
18,0
160
12,8
Jungen
Streckh./schräg
1
8,0
12,4
9,04 1520
44
6,50
125
10 / -
25
32
24
8,0
90
7,8
2
9,1
13,2
8,03 1280
40
5,80
105
6 / -
20
28
20
10,5
100
8,9
3
10,0
14,0
7,02 1060
36
5,20
90
3 / -
15
24
16
13,0
120
10,0
4
11,0
14,8
6,01 840
32
4,60
75
- / 22
10
20
12
14,0
135
11,2
5
12,4
15,8
4,03 520
26
4,00
60
- / 14
5
16
9
18,0
155
12,5
1
bewertet wird der vollendete Teil des angegebenen Level (18-m-Bahnen = Wertung plus 1 Level)
HR-SPORT 79
Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest
Anhang

Klassenstufe 9
Note Japantest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
4 Dreh./s
cm
s
1
7,9
13,2
9,05 1540
42
5,90
130
46
20
32
25
8,0
95
8,0
2
9,0
14,0
8,05 1320
38
5,40
110
32
14
28
21
10,5
110
9,1
3
10,0
14,8
7,04 1100
34
4,80
95
24
9
24
17
13,0
130
10,2
4
11,3
15,7
5,09 820
28
4,30
80
16
5
20
13
15,0
140
11,3
5
12,8
16,7
4,04 540
22
3,80
65
10
2
16
10
18,0
160
12,6
Jungen
Streckh./schräg
1
7,7
12,2
9,11 1660
48
6,90
130
12 / -
30
34
25
8,0
90
7,5
2
8,8
13,0
8,11 1440
44
6,20
110
7 / -
25
30
21
10,5
100
8,6
3
9,8
13,8
7,10 1220
40
5,50
95
4 / -
18
26
17
13,0
115
9,7
4
10,8
14,6
6,05 920
35
4,90
80
- / 24
11
22
13
15,0
130
10,9
5
12,3
15,5
4,09 640
29
4,30
65
- / 15
6
18
10
18,0
150
12,4
Klassenstufe 10
Note Japantest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
cm
m
Anz. in 60s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
4 Dreh./s
cm
s
1
7,7
13,2
9,11 1660
42
6,00
135
44
22
32
25
8,0
90
7,7
2
8,7
14,0
8,11 1440
38
5,50
115
30
16
28
21
10,5
105
8,8
3
9,7
14,8
7,07 1160
34
4,90
100
22
10
24
17
13,0
125
10,0
4
11,0
15,7
6,04 900
28
4,40
85
16
5
20
13
15,0
135
11,1
5
12,6
16,7
4,08 620
22
3,90
70
10
2
16
10
18,0
155
12,3
Jungen
Streckh./schräg
1
7,5
12,0
10,08 1820
52
7,20
135
12 / -
30
34
25
8,0
85
7,2
2
8,5
12,8
9,08 1600
47
6,50
115
7/ -
25
30
21
10,5
95
8,3
3
9,5
13,6
8,07 1360
43
5,90
100
4 / -
18
26
17
13,0
110
9,4
4
10,7
14,4
7,03 1080
38
5,30
85
2 / -
11
22
13
15,0
125
10,7
5
12,2
15,2
5,08 800
32
4,70
70
- / 18
6
18
10
18,0
145
12,2
1
bewertet wird der vollendete Teil des angegebenen Level (18-m-Bahnen = Wertung plus 1 Level)
80 HR-SPORT
Anhang
Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest

Jahrgangsstufen 11/12
Notenpun
kte
Japantest Schlängellauf
Levellauf
1
Standsprung-
Reichhöhe
Dreierhopp Seilspringen
Klimmziehen
schräg
Liegestützb.
Schneller
Crunch
Übersteiger
Drehungen
auf der
Turnbank
Ballreaktion
Hockernum-
mernlauf
Mädchen
s
s
Level
m
cm
m
Anz. in 60s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
Anz. in 30s
4 Dreh./s
cm
s
14
7,7
13,0
10,06 1780
42
6,10
135
44
25
34
25
7,5
90
7,7
11
8,4
13,8
9,06 1560
38
5,60
115
30
17
30
21
10,0
105
8,8
8
9,5
14,6
7,10 1220
34
5,00
100
22
10
26
17
12,5
120
10,0
5
10,7
15,5
6,07 960
29
4,40
85
16
5
22
13
14,5
130
11,1
2
12,5
16,5
5,03 700
24
3,90
70
10
2
18
10
17,5
150
12,3
Jungen
Streckh./schräg
14
7,5
11,8
11,07 2020
56
7,50
135
12 / -
35
36
25
7,5
85
7,0
11
8,3
12,6
10,07 1800
51
6,80
115
8 / -
27
32
21
10,0
95
8,1
8
9,4
13,4
9,06 1560
46
6,00
100
5 / -
20
28
17
12,5
105
9,2
5
10,6
14,2
7,10 1220
41
5,60
85
2 / -
14
24
13
14,5
120
10,5
2
12,1
15,0
6,07 960
36
5,00
70
- / 20
7
20
10
17,5
145
12,0
HR-SPORT 81
Sachliche Bezugsnorm motorischer Basistest
Anhang

Anhang 3.1 - Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik - Grundschule
Schnelles Laufen
Rhythmisches
Überlaufen von
Hindernissen
Dauerlauf
In-die-Weite-Springen
In-die-Höhe-
Springen
Weit-Werfen
Mädchen
30 m
50 m
40 m
800 m
1000 m
9-min-Lauf
Schlussweitsprung
Weitsprung
(Zone)
Hochsprung
Medizinballweit-
wurf 2 kg
Schlagball 80 g
Schlagball 200g
Kl. Note s
s
s
min
min min
m
m
m
m
m
m
m
1
5,6
9,1
8,5
3:35 4:54 9:00 1600m
1,60
2,95
0,96
5,00
21,50
20,00
2
6,1
9,5
9,1
3:50
5:10 8:00
1,40
2,65
0,90
4,30
14,00
13,50
3
6,5
10,0
9,8
4:20
6:12 7:00
1,25
2,26
0,80
3,60
11,50
11,00
4
6,7
10,6
10,5
5:05
7:10 5:50
1,10
1,99
0,74
3,00
10,00
10,00
3
5
7,0
11,6
11,0
6:05
8:15 4:30
0,90
1,59
0,69
2,50
8,00
8,00
1
5,2
8,4
7,8
3:30 4:35 9:00 1800m
1,65
3,35
1,03
5,60
25,50
22,50
2
5,7
9,0
8,4
3:35
5:02 8:30
1,45
2,87
0,93
4,80
18,50
17,00
3
6,1
9,7
9,1
4:05
5:48 8:00
1,30
2,54
0,84
4,10
15,00
14,00
4
6,3
10,2
9,9
4:50
6:24 6:30
1,15
2,26
0,75
3,40
11,50
11,50
4
5
6,7
11,0
10,6
5:40
7:40 5:30
1,00
1,99
0,70
2,80
9,50
9,50
Schnelles Laufen
Rhythmisches
Überlaufen von
Hindernissen
Dauerlauf In-die-Weite-Springen
In-die-Höhe-
Springen
Weit-Werfen
Jungen
30 m
50 m
40 m
800 m
1000 m
9-min-Lauf
Schlussweitsprung
Weitsprung
(Zone)
Hochsprung
Medizinballweit-
wurf 2 kg
Schlagball 80 g
Schlagball 200g
Kl. Note s
s
s
min
min min
m
m
m
m
m
m
m
1
5,4
8,5
8,0
3:25 4:21 9:00 1700m
1,65
3,40
0,98
5,70
29,00
27,50
2
5,9
9,4
8,6
3:40
4:45 8:00
1,45
2,83
0,92
4,80
21,50
20,50
3
6,2
10,0
9,6
4:10
5:17 7:00
1,30
2,51
0,81
4,00
16,50
16,00
4
6,4
10,6
10,2
4:50
6:12 5:50
1,10
2,27
0,75
3,50
14,00
14,00
3
5
6,7
11,3
10,8
5:40
7:12 4:30
0,90
1,94
0,71
3,00
11,00
11,00
1
5,1
8,3
7,5
3:10 4:14 9:00 1900m
1,75
3,59
1,06
6,20
36,00
33,00
2
5,6
8,9
7,9
3:30
4:35 8:30
1,55
3,12
0,96
5,30
30,00
27,00
3
6,0
9,4
8,5
4:00
5:12 8:00
1,40
2,74
0,88
4,70
22,50
20,50
4
6,2
10,1
9,3
4:40
5:48 6:30
1,20
2,49
0,80
4,00
18,00
18,00
4
5
6,4
10,9
10,0
5:20
6:53 5:30
1,00
2,04
0,75
3,30
14,00
14,00
82 HR-SPORT
Anhang
Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik

Anhang 3.2 - Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik - Mittelschule/Gymnasium (Klassenstufen 5 - 10)
Lauf Sprung Wurf Stoss
Mädchen
50 m
75 m
100 m
60 m Hü
400 m
800 m
1000 m
2000 m
12-min-
Lauf
Weit
Hoch
Ball
200 g
Wurf-
stab
Schleu-
derb. 1kg
Speer
400 g
Diskus
1 kg
Kugel
3 kg
Kl. Note
s
s
s
s
min
min
min
min
m
m
m
m
m
m
m
m
m
1
8,3
3:14
4:22
2300
3,38
1,07
25,00
24,00
2
9,0
3:35
4:53
1950
2,90
1,00
20,50
20,00
3
9,5
3:55
5:25
1750
2,63
0,90
15,50
15,00
4
9,9
4:20
6:22
1650
2,40
0,80
12,50
11,50
5
5
10,7
4:50
7:30
1450
2,10
0,70
9,50
9,00
1
8,2
3:06
4:20
2400
3,49
1,10
27,50
26,00
2
8,7
3:26
4:49
2200
3,10
1,02
22,50
20,50
3
9,3
3:50
5:20
1900
2,75
0,90
17,50
17,00
4
9,8
4:13
6:12
1750
2,58
0,84
14,50
13,50
6
5
10,4
4:42
7:25
1500
2,21
0,73
11,00
10,50
1
8,0
11,8
15,2
3:03
4:18
2450
3,70
1,15
30,00
28,00
14,60
6,80
2
8,5
12,8
16,2
3:22
4:48
2280
3,35
1,06
24,00
22,50
10,50
5,90
3
9,1
13,6
17,5
3:45
5:15
2000
3,05
0,98
18,00
18,00
9,30
5,30
4
9,6
14,0
18,6
4:07
6:02
1800
2,72
0,91
16,50
14,50
8,90
4,50
7
5
10,2
14,8
19,9
4:34
7:20
1550
2,32
0,78
13,00
12,00
8,00
4,00
1
7,8
11,7
15,1
11,7
01:15,3
3:00
4:16
2500
3,73
1,18
32,00
29,50
24,50
17,10
23,50
7,30
2
8,4
12,7
16,2
12,8
01:21,7
3:18
4:46
2300
3,42
1,09
25,50
23,00
20,50
12,00
18,00
6,40
3
9,0
13,3
17,3
14,1
01:31,5
3:40
5:10
2100
3,10
1,01
19,50
19,00
17,00
10,00
13,50
5,60
4
9,5
13,8
18,4
15,8
01:41,4
4:07
5:58
1800
2,75
0,94
17,00
15,50
14,50
9,30
10,00
5,00
8
5
10,1
14,5
19,8
16,8
01:50,2
4:34
7:10
1550
2,37
0,83
14,00
13,50
11,50
8,20
8,00
4,30
1
7,7
11,6
15,0
11,5
01:14,1
2:57
4:16
9:25
2550
3,75
1,20
33,50
30,00
26,00
18,20
24,50
7,50
2
8,3
12,6
16,1
12,6
01:20,4
3:14
4:46
10:22
2300
3,52
1,12
26,00
24,50
22,50
14,00
19,00
6,60
3
8,8
13,2
17,2
13,8
01:29,5
3:35
5:10
11:32
2100
3,12
1,04
20,50
20,00
19,50
10,60
14,50
5,80
4
9,4
13,7
18,3
15,4
01:39,5
4:01
5:50
13:05
1850
2,84
0,96
18,50
18,00
15,50
9,70
10,50
5,30
9
5
10,0
14,3
19,7
16,4
01:47,3
4:27
7:05
15:05
1600
2,40
0,86
15,50
14,50
13,50
8,40
8,50
4,80
1
7,6
11,5
14,9
11,3
01:13,9
2:54
4:16
9:25
2600
3,92
1,20
34,00
30,50
27,00
19,50
25,50
7,60
2
8,2
12,5
16,0
12,3
01:19,1
3:10
4:46
10:18
2400
3,60
1,12
26,00
25,00
23,00
16,10
20,00
6,70
3
8,7
13,1
17,0
13,6
01:27,5
3:30
5:05
11:30
2100
3,15
1,06
20,50
20,00
20,00
11,20
15,50
6,00
4
9,3
13,5
18,1
15,0
01:37,5
3:55
5:48
13:00
1900
2,86
0,98
19,50
18,00
16,50
10,10
11,50
5,60
10
5
9,9
14,1
19,4
16,0
01:44,3
4:20
7:05
15:00
1600
2,49
0,88
16,50
15,00
14,50
8,90
9,50
5,00
HR-SPORT 83
Sachliche Bezugsnorm Leichtathletik
Anhang

Lauf Sprung Wurf Stoss
Jungen
50 m
75 m
100 m
80 m Hü
400 m
800 m
1000 m
3000 m
12-min-
Lauf
Weit
Hoch
Ball 200g Wurfstab
Schleu-
derb. 1 kg
Speer
600 g
Diskus
1,5 kg
Kugel
4 kg
Kl. Note
s
s
s
s
min
min
min
min
m
m
m
m
m
m
m
m
m
1
8,1
2:51
4:04
2500
3,70
1,12
37,00
31,50
2
8,7
3:08
4:24
2230
3,26
1,05
31,00
25,00
3
9,3
3:32
5:07
1910
2,90
0,94
24,50
21,50
4
9,8
3:57
5:57
1740
2,67
0,86
21,50
20,00
5
5
10,6
4:22
6:48
1600
2,25
0,79
17,00
15,50
1
7,7
2:49
3:59
2700
3,74
1,17
42,00
37,00
2
8,4
3:05
4:20
2350
3,37
1,08
34,50
30,00
3
9,1
3:28
5:02
2000
3,00
0,98
27,00
25,50
4
9,7
3:52
5:52
1890
2,75
0,91
24,00
21,50
6
5
10,5
4:16
6:38
1700
2,35
0,82
19,00
17,00
1
7,5
10,8
14,5
2:46
3:54
2740
3,98
1,22
45,00
39,00
21,50
7,60
2
8,3
11,8
15,5
3:02
4:15
2400
3,51
1,14
36,00
32,00
16,50
6,70
3
9,0
12,9
16,9
3:24
4:57
2050
3,15
1,02
30,50
27,00
10,00
5,60
4
9,6
13,5
18,2
3:46
5:47
1940
2,85
0,95
27,00
24,50
9,00
5,00
7
5
10,3
14,5
19,7
4:09
6:28
1800
2,51
0,86
22,50
19,50
8,00
4,30
1
7,4
10,6
13,9
14,1
01:07,0
2:40
3:49
2800
4,37
1,32
49,00
43,00
30,50
26,00
21,00
8,60
2
8,1
11,5
14,9
15,1
01:12,4
2:55
4:10
2500
3,80
1,23
40,50
36,00
27,50
21,00
17,00
7,60
3
8,6
12,4
16,0
16,2
01:18,4
3:12
4:52
2100
3,32
1,08
34,00
29,50
23,50
16,50
12,50
6,50
4
9,2
13,0
17,4
17,2
01:25,0
3:32
5:27
1980
3,04
1,01
28,50
26,50
19,00
12,50
8,50
5,70
8
5
9,8
13,8
18,9
18,1
01:31,0
3:52
6:15
1850
2,70
0,91
24,50
22,00
15,00
10,50
7,00
4,80
1
7,2
10,1
13,3
13,2
01:02,6
2:29
3:39
12:10
2880
4,80
1,37
53,00
46,00
34,50
30,00