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»eku idee« Wissenschaft
Ausgezeichnet mit 20.000 Euro
Hochschule Zittau/Görlitz Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften
CO
Create2Skate
In der Planung und Ausführung eines Skateparks können Materialien mit verschiedenen CO₂-Fußabdrücken in die engere Auswahl und
Bauumsetzung einbezogen werden. Das Projekt "CO₂Create2Skate" verfolgt die Idee in einem offenen Ko-Kreationsprozess mit der Stadt Zittau,
mit den städtischen Sozialarbeiter*innen, mit engagierten jugendlichen Skater*innen und mit Expert*innen für bio-basierte Werkstoffe z.B. aus der
Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und von Carbon Instead ein Konzept zur Verwendung kohlenstoffnegativer Baustoffe zu entwickeln und anhand
von 2-3 Prototypen zu erproben. Die Baustoffe, die in den Prototypen eingesetzt werden sollen, umfassen Pflanzenkohle-basierte Betonelemente
für z.B. Rampen und Grindcurbs und die Verwendung von naturfaserverstärkten Kompositwerkstoffen z.B. im Bereich von Funboxelementen.
Der offene Ko-Kreationsprozess setzt darauf, dass die Gestaltung von Skateparkelementen überwiegend in den Händen der Jugendlichen verbleibt.
Die Hochschule Zittau/Görlitz unterstützt die Stadt und die Jugendlichen dabei bio-basierte, kohlenstoffnegative Materialien in die Planung und
Umsetzung von Skateparkelementen miteinbeziehen zu können.

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Ausgezeichnet mit 15.000 Euro
Technische Universität Dresden - Internationales Hochschulinstitut Zittau Professur für
Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Umweltmanagement
Sächsisches Netzwerk für biodiversitätsfreundliche Textilien
Das Bewusstsein in den Unternehmen ist für die biologische Vielfalt von entscheidender Bedeutung, insbesondere bei den kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU), da sie in großer Zahl vorhanden sind und durch ihre Geschäftstätigkeit einen ebenso großen Einfluss auf den Verlust der
Biodiversität haben können. Die Textilwirtschaft hat durch den Einsatz von Rohstoffen und Ressourcen (z.B. Chemikalien, Wasser, Energie und
Land) besonders große Auswirkungen auf die Biodiversität. Da dieses Thema ein wesentlicher Bestandteil von nachhaltiger Mode ist und das
Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit und Umweltschäden steigt, sind Textilunternehmen mit Biodiversitätsrisiken konfrontiert bzw.
können in naher Zukunft mit diesen konfrontiert werden. Im Gegensatz zum Thema Klimawandel ist die Biodiversität schwieriger zu messen. Die
meisten Unternehmen, insbesondere KMUs, sind noch nicht in der Lage, mit den Auswirkungen auf den Verlust der Biodiversität umzugehen, die
sie selbst verursachen. Um das Bewusstsein für Biodiversität zu schärfen und das Know-How für dieses komplizierte Thema zu managen, ist daher
der Aufbau eines Biodiversitätsnetzwerks für KMUs in der Textilwirtschaft notwendig. Da das Hauptziel des Projekts die Sensibilisierung von
Textilunternehmen für das Thema Biodiversität und der Aufbau eines Biodiversitätsnetzwerks durch die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis
ist, werden die Initiative lokaltextil sowie Textil-KMU mit Sitz in Sachsen als Netzwerkentwickler und die TU Dresden als Wissensvermittler die
Hauptakteure sein. KMU haben weniger Ressourcen (d.h. Kapital, Wissen, Fähigkeiten), um die Biodiversitätsrisiken anzugehen; sie sind jedoch
diejenigen, die schneller reagieren und transformieren können als die großen Unternehmen. Der Aufbau von Kapazitäten wird durch das
Biodiversitätsnetzwerk unterstützt und in einer späteren Phase mit anderen Akteuren wie Umwelt-NGOs und Forschungseinrichtungen
zusammengeführt, um eine strategische Partnerschaft aufzubauen.

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Ausgezeichnet mit 5.000 Euro
HTW Dresden AG primaklima
Eigenanteil für ein integriertes Klimaschutzmanagement an der HTW Dresden
An der HTW Dresden beschäftigen sich derzeit rund 4.000 Studierende sowie etwa 170 Professor:innen mit Themen rund um Ingenieur- und
Wirtschaftswissenschaften, aber auch viele „grüne“ und designorientierte Fachrichtungen sind vertreten. Als ehrenamtliche Initiative hat sich die
Arbeitsgruppe „primaklima“ entwickelt, die kleine Ideen aber auch strategische Prozesse anstoßen möchte, um einen Beitrag auf dem Weg zur
klimagerechten Hochschule zu leisten. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesumweltministeriums streben wir an, einen Förderantrag für
die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes einzureichen. Hierzu sind 25% Eigenanteil einzubringen. Zur Hälfte werden diese aus
Rücklagen der Hochschule getragen und sollen durch die Prämie des eku - ZUKUNFTSPREISES ergänzt werden. Ziel ist es, in den kommenden
zwei bis fünf Jahren ein tragfähiges Klimaschutzmanagement an der Hochschule zu etablieren, welches die Treibhausgasemissionen dauerhaft
reduziert aber Klima- und Umweltschutz auch an jedem Arbeitsplatz sichtbar und erlebbar macht.
Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft "Julius Weisbach" Berufsschule
Start GREEN - Selbstwirksamkeit und Teamarbeit trifft auf nachhaltige Robotik
Im Projekt „Start GREEN“ wird von Schülerinnen und Schülern des Beruflichen Schulzentrums „Julius Weisbach“ in Freiberg ein vollautomatisiertes
ca. 18qm großes Gewächshaus mit integriertem Roboter zur Pflege der Pflanzen geplant, finanziert, aufgebaut und in Betrieb genommen. Als
Vorlage dient hierbei das Open Source Projekt farm.bot. Die Energieversorgung soll über eine Solaranlage erfolgen und es werden Möglichkeiten
zur ganzjährigen Nutzung des Gewächshauses erarbeitet. Lehrlinge der Mechatronik, Elektronik für Betriebstechnik und Bautechnik sowie die
Informatikkurse des beruflichen Gymnasiums arbeiten zusammen, um dieses Projekt zum Erfolg zu führen. Hauptziel ist es dabei den Schülerinnen

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und Schülern Selbstwirksamkeit und konstruktive Zusammenarbeit erlebbar zu machen. Dabei sollen sie erkennen, dass sie durch ihr Engagement
auch andere begeistern können. Neben Unternehmen und privaten Unterstützern, gilt dies insbesondere für die Kinder der kooperierenden
Grundschule, die das Wachstum von Anlage und Pflanzen zunächst über die eingerichtete Website verfolgen, um dann gemeinsam vor Ort die
„Früchte der Arbeit“ zu ernten und zu verarbeiten. Neben der technischen Umsetzung wird die Nachhaltigkeits- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
einbezogen, um konventionellen, kommerziellen ökologischen und eigenen automatisierten Anbau für den Verbraucher vergleichbar zu machen.
Das Projekt zeigt Möglichkeiten auf, trotz hoher zeitlicher Belastung im Alltag den privaten lokalen Gemüseanbau zu realisieren. Flankiert wird das
Projekt durch Workshops zur Persönlichkeitsentwicklung, zur gesunden Ernährung, zum nachhaltigen Anbau und weiteren Themen. Für interessierte
Schulen, Vereine, Unternehmen und Verbraucher wird das Projekt in seinen verschiedenen Phasen und Themenbereichen digital dokumentiert und
präsentiert.
DPFA Schulen gGmbH Bildungsstätte Täubchenweg, Fachschule für Sozialwesen gGmbH
Wir Hüter des Eisvogels. Ein Naturschutzprojekt im Leipziger Auwald
Ziel des Projekts "Wir Hüter des Eisvogels. Ein Naturschutzprojekt im Leipziger Auwald" ist es, den Teilnehmer:innen einen Zugang zu dem
einzigartigen Leipziger Auwald in seiner Spezifik und Eigenart zu ermöglichen. Durch unterschiedliche erlebnisorientierte, emotional wirksame, aber
auch wissensvermittelnde Aktionen erschließen sich die Gruppen Themenfelder, die mit dem aktuellen Sein, aber auch mit der Fragilität dieser
Landschaft zu tun haben. Aufgrund der gemeinsamen positiven Naturerfahrungen erachten die Teilnehmenden den Leipziger Auwald, seine Flora
und Fauna als schützenswert. Dabei soll der Eisvogel exemplarisch im Zentrum stehen; aufgrund seiner Eleganz, Farbigkeit und der Flüchtigkeit
seines Erscheinens sowie seiner Bedrohtheit dürften ihm Zuwendung und Identifikation der vier- bis zehnjährigen Projektkooperierenden sicher sein.
Bei der Erschließung der Inhalte stehen den Akteur:innen: es handelt sich um Erzieherschüler:innen in ihrem letzten Ausbildungsjahr und ihren
kooperierenden Kindergruppen mehrere in Leipzig ansässige Institutionen mit ihren Mitarbeiter:innen bzw. Ehrenamtlichen mit ihrer Expertise zur

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Seite: die Auwaldstation Leipzig, der BUND Regionalgruppe Leipzig und die Umweltbibliothek des Ökolöwen. Die Schüler:innen erfahren etwas über
deren Aktionen und knüpfen Netzwerke für ihre zukünftige sozialpädagogische Arbeit.
Ausgezeichnet mit 2.500 Euro
DPFA Schulen Bildungsstätte Täubchenweg, Fachschule für Sozialwesen gGmbH
Urban Cycling. Mobil werden in Leipzig
Ziel des Projekts "Urban Cycling. Mobil werden in Leipzig" ist es, möglichst vielen Bevölkerungsgruppen das Fahrradfahren zu ermöglichen, sowohl
hinsichtlich der praktischen Realisierbarkeit (ein Fahrrad nutzen zu können), als auch hinsichtlich der Fähigkeit, in einer Großstadt im Straßenverkehr
auf dem Fahrrad sicher unterwegs zu sein. Das Projekt wird von Erzieherschüler:innen durchgeführt. Sie werden von ihren betreuenden Lehrkräften
im Rahmen ihres Unterrichts Bewegung unterstützt. Adressaten sind Kinder im Vorschulalter, Kinder im späten Grundschulalter und Erwachsene.
Mit den Projektgeldern sollen 25 Fahrräder für Erwachsene (ein Klassensatz) und 5 für Kinder beschafft werden, die in Fahrradtrainings von den
Schüler:innen und den genannten Adressaten genutzt werden. Es geht dabei darum, das sichere Fahrradfahren zu vermitteln, zu üben und Wissen
über Verkehrsregeln zu festigen. Die Fahrräder stehen den am Projekt Beteiligten, aber auch anderen Schüler:innen der Schule auch für
Klassenausflüge, für Fahrten in ihre Praxiseinrichtungen und ggf. auch über ein entsprechendes Ticketsystem im Alltag für das Zurücklegen von
Wegen (z.B. zur Schule) zur Verfügung.

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Institut für Internationale Klimawandelforschung und Modelling eG
Das Citizen Science eine Million Stecklinge Projekt.
Viele Milliontrees-Projekte weltweit basieren alle auf ähnlichen Prinzipien. Sie haben die Wiedereinführung von einheimischen Laubbäumen entlang
von Wasserstraßen und in Gemeinden zum Ziel. Sie wollen damit Nahrungsquelle für Wildtiere und Zugvögel bieten und sie somit besser schützen.
Sie tragen zur Erhöhung der Artenvielfalt, der Verringerung von Erosion und Abfluss von Wasser und der Verbesserung der Wasser- und Luftqualität
bei. Das mildert die Auswirkungen des Klimawandels und schafft ein Bewusstsein für den Wert der Anpflanzung einheimischer Laubhölzer. Seit
etwa 20 Jahren gibt Milliontrees-Projekte in allen Teilen der Welt. Das Problem, vor welchem alle diese Projekte stehen, ist die Verfügbarkeit von
geeigneten Pflanzen, Flächen zur Anpflanzung sowie Aktivisten, die die Arbeit leisten. Für uns liegt die Lösung für dieses Problem in der citizen
science: einer Methode, bei denen Projekte unter Mithilfe von oder komplett durch interessierte Laien durchgeführt werden. Wir arbeiten mit dafür
mit air layer genannten Stecklingen.
Universität der Vereinten Nationen (UNU-FLORES) Institut für integriertes Materialfluss- und
Ressourcenmanagement
FLexibles-Office: Konzept zur RESsourcenoptimierung (FLORES)
Das „FLexibles-Office: Konzept zur RESsourcenoptimierung (FLORES)“ Bürokonzept löst sich vom konventionellen festen Bürokonzept und erfüllt
die Anforderung eines flexiblen Arbeitsplatzes, indem es einen deutlichen Wechsel von festen Schreibtischen, die den Mitarbeiter:innen zugewiesen
sind, hin zu Räumen vollzieht, die nach Funktionen gestaltet sind. Anstelle der bisher üblichen Zuteilung von Arbeitsplätzen an die Mitarbeiter:innen
nach Teams oder nach der Verfügbarkeit von Schreibtischen wird das Nutzererlebnis im neuen Design von den Mitarbeiter:innen selbst bestimmt -
ihnen wird die Freiheit eingeräumt, ihre Arbeitsplätze entsprechend ihrer gewünschten Arbeitsumgebung für eine bestimmte Aufgabe oder ein Projekt
zu wählen. Das vorgeschlagene Bürokonzept für die UNU-FLORES-Büroräume im World Trade Center Dresden zielt darauf ab, die Bedürfnisse und
Aktivitäten der Mitarbeiter:innen zu berücksichtigen, um eine Bürogestaltung zu erreichen, die die Mitarbeiterzufriedenheit verbessert, soziale

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Interaktionen fördert und die Produktivität steigert, um insgesamt eine zufriedenere und effektivere Arbeitswelt anzustreben. Besonders in der Post-
Corona-Welt, in der Telearbeit global voraussichtlich zur akzeptierten Norm werden wird, muss sich der öffentliche Sektor ständig neu definieren,
um die besten Talente anzuziehen und zu halten. Da Gesundheitsfragen (insbesondere mentale) in Bezug auf die Arbeit in letzter Zeit immer mehr
Aufmerksamkeit erhalten, wird ein gesundes und ansprechendes Arbeitsumfeld sicherlich immer wichtiger. Sechs Faktoren, nämlich Flexibilität,
soziale Kontakte und Wohlbefinden, Widerstandsfähigkeit, Begrünung, Farbwirkung und nicht zuletzt Nachhaltigkeit, liegen dem vorgeschlagenen
Design zugrunde. Das FLORES Bürokonzept versucht somit eine gelungene Lösung sowohl für die menschlichen als auch physischen
Büroressourcen zu schaffen.
Herausgeber: Stand 26.11.2021
Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klima, Umwelt und Landwirtschaft, Referat 22: EU, internationale Zusammenarbeit, Querschnittsthemen,
Wilhelm-Buck-Straße 4, 01097 Dresden