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Dipl.-Ing. Dr. rer. medic.
Rolf Erbe
Fachbereich Führungslehre
Berliner Feuerwehr- und
Rettungsdienst-Akademie
Elektromobilität
Herausforderung für die Feuerwehren
Neue Themen und Aufgaben der Feuerwehrschulen

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Workshop der Feuerwehrschulen
Motivation und Schlagzeilen
Einsatzbeispiele und Erfahrungen
Gefahren und Schadstoffe
Diskutierte Inhalte
- Einsatztaktik
- Löschhilfen
- Nach dem Einsatz
- Was ist zu tun?
Zwischenergebnisse und Aufgaben
Themen und Inhalte

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Beteiligung der Landesfeuerwehrschulen
Februar 2021
Kick-off-online Meeting
September 2021
1. Workshop mit Ziel einheitlicher Lehrmeinung
November 2021
Arbeitsgruppe zum Abgleich der Lehrunterlagen
Februar 2022
2. Workshop mit Ziel Abstimmung einheitlicher Lehrmeinung
Workshop
„Elektromobiliät“

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Gefahrenpotential
Hochvoltsystem
Einsatzerfahrungen
Wissensdefizite
Taktische Fehler
Schadenspotential
Schlagzeilen
Imageschaden
Forschung
Zusammenarbeit mit
der Industrie
Besteht eine erhöhte Gefahr?
Wie sicher sind Elektroautos beim Unfall?
https://www.tz.de/auto/elektroautos-wie-sicher-sind-sie-bei-unfaellen-zr-90987584.html
Elektroauto-Hersteller sollen bei Unfällen
selbst Spezialisten bereitstellen…
Stichworte:

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Explodiert: Elektroautos der Post fangen
Feuer in Baden-Württemberg 24. Juni 2021
Wie gefährlich sind Elektroautos?
Fahrzeug habe zunächst geraucht, danach sei die Batterie explodiert…
Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Polizei schwierig. Nach Ablöschen mit Kran in Container
der Feuerwehr geladen, vollständig mit Wasser geflutet. In diesem Zustand müssten die Fahrzeuge
die nächste Zeit verweilen, um eine erneute Entzündung der Batteriezellen zu vermeiden…
https://www.karlsruhe-insider.de/

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Potsdam-Mittelmark | Groß Kreutz19-Jährige Frau
verbrennt nach Unfall in ihrem Elektroauto
Schwierig, die Frau in dem Elektroauto zu bergen.
E-Auto technische Herausforderung für Feuerwehr
Einsatzkräfte sprachen von Verpuffungen.
Einsatzkräfte mussten zunächst Material nachordern.
Container, Feuerwehrkran - Wrack ausbrennen lassen.
Das Unfallauto musste 24 Stunden überwacht, das Wasser
mit einem ph-Test-Mittel geprüft werden.
Feuerwehr wird oft erst einmal nicht helfen können.
Da könne die Elektro-Mobilität zur Todesfalle werden.
Das Auto könnte explodieren.
Quelle: rbb 24

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Geparktes E-Auto fängt
unter Carport Feuer
Möglicherweise reagierende Batterien im Fahrzeug müssen 24 Stunden lang gekühlt werden - Lange Zeit unklar,
wie und von wem Auto abgeschleppt und gesichert wird. Feuerwehr über fünf Stunden im Einsatz…
„Wir haben sofort mit
Sicherheitsabständen
gearbeitet“. Denn es war unklar, welche
giftigen Dämpfe oder Säuren
entwichen sind. Zudem hielt ein Trupp durchgehend den Wasserstrahl auf das ausgebrannte Auto. Denn auch
wenn keine offenen Flammen mehr erkennbar waren,
droht Gefahr
ausgerechnet vom Antrieb. „Wenn die Batterien
vom Brand betroffen sind, ist das für die Feuerwehr immer ein Problem.
24 Stunden
lang müssen betroffene
Batterien gekühlt werden.“
Letztlich half die Feuerwehr aus dem Nachbarort mit einer Mulde.
Diese wurde mit Wasser geflutet.
Unter Beobachtung … einzelne Feuerwehrleute … da auch noch
unklar war, ob durch die brennenden Akkus giftige Dämpfe entstanden
sein könnten. Acht von ihnen ließen sich im Krankenhaus untersuchen
.
Für Augenzeuge Detlef Winze Grund genug, großen Abstand von
solchen Autos
zu nehmen: „Wenn es brennt, ist es sehr gefährlich.
Wenn das alles nicht
so wäre, wie beim normalen Auto, dann ist es ja nicht gefährlich.“

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Geparktes E-Auto fängt
unter Carport Feuer
Möglicherweise reagierende Batterien im Fahrzeug müssen 24 Stunden lang gekühlt werden - Lange Zeit unklar,
wie und von wem Auto abgeschleppt und gesichert wird. Feuerwehr über fünf Stunden im Einsatz…
„Wir haben sofort mit
Sicherheitsabständen
gearbeitet“. Denn es war unklar, welche
giftigen Dämpfe oder Säuren
entwichen sind. Zudem hielt ein Trupp durchgehend den Wasserstrahl auf das ausgebrannte Auto. Denn auch
wenn keine offenen Flammen mehr erkennbar waren,
droht Gefahr
ausgerechnet vom Antrieb. „Wenn die Batterien
vom Brand betroffen sind, ist das für die Feuerwehr immer ein Problem.
24 Stunden
lang müssen betroffene
Batterien gekühlt werden.“
Letztlich half die Feuerwehr aus dem Nachbarort mit einer Mulde.
Diese wurde mit Wasser geflutet.
Unter Beobachtung … einzelne Feuerwehrleute … da auch noch
unklar war, ob durch die brennenden Akkus giftige Dämpfe entstanden
sein könnten. Acht von ihnen ließen sich im Krankenhaus untersuchen
.
Für Augenzeuge Detlef Winze Grund genug, großen Abstand von
solchen Autos
zu nehmen: „Wenn es brennt, ist es sehr gefährlich.
Wenn das alles nicht
so wäre, wie beim normalen Auto, dann ist es ja nicht gefährlich.“

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Hersteller:
HV-Antriebs-/Batteriesysteme
werden crashsicher verbaut… (?)

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Hochvoltsysteme
über HV-Trennstelle deaktivieren

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Quelle:
Kurt
Vollmacher
Das ist der richtige Weg für Rettungsinformationen

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Hochvoltsysteme
zusätzliche Sicherheit
Benachbarte unter Spannung stehende Teile
abdecken oder abschranken.
Quelle: Esska.De
Quelle: BFRA
IEC 61112
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Schadstofffreisetzung
Forschungsbericht im Auftrag des Schweizer Bundesamts für Straßen
Quelle: Quelle: Empa
Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt - 18. August 2020
Brennender Li-Ion-Akku setzt
giftige und ätzende Substanzen
frei
(Fluoride, Phosphorsäure, Phosphin, Lithiumverbindungen, PAK, Kobalt, Nickel, Mangan)
Problem in
Tiefgaragen
ohne effiziente Lüftungssysteme.
Erhöhte
Korrosionsschäden
an Gebäuden und Materialien.
Schwerwiegende Schäden
an Batterien können sofort zu
unkontrollierbaren Bränden
mit hoher Energiefreisetzung, starker
Rauchentwicklung und bislang untypischen Rauchemissionen führen.
Thermische Brandgefahren
von Elektrofahrzeugen sind mit denen
herkömmlicher Fahrzeuge vergleichbar
(Freisetzung 5 Megawatt).
Batterie
eines E-Autos
grundsätzlich nicht zu löschen
,
kann nur mit großen Mengen Wasser
gekühlt
werden.
• Löschwasser ist „
Sondermüll

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Einsatzbeispiele Berlin

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22 Pkw brennen…

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Medienberichte:
„Wunderwaffe“ gegen Brände von
E-Autos
Die Wunderwaffe der „Spezialfirma“:
Ein riesiger Container, in dem
der Ampera-e samt Batterie
abkühlen kann…
Der Akku müsse dann bis zu
72 Stunden im Wasserbad gekühlt
werden, um zu vermeiden, dass er
sich wieder entzündet.
https://efahrer.chip.de/news/elektro-opel-geht-in-flammen-auf-feuerwehr-rueckt-mit-neuartigem-loeschgeraet-an_103417

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Feuerwehr Schwaz
AB-Elektrobrand
Elektroautos müssen
ertränkt werden?

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Feuerwehrausrüster Neuentwicklungen
Quelle: ELN Sicherheitstechnik GmbH
Löschdecke
Brandschutz-Decke
Löschlanze
Hochvoltcontainer
AB-Hochvolt
AB-Elektrobrand
Quelle: MURER-Feuerschutz GmbH

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„Löschdecken“
Zur Brandbegrenzung vor Eintreffen
der Feuerwehr sinnvoll.
Aber…
Leicht - höchstens 2 Personen
Ausreichende Größe
Mind. 1.200° über 1 h

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Quelle: YouTube

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Löschhilfen

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Besonderheit: Schmelzlotöffnung
Französischer Hersteller
direkte Kühlung
verkürzte Einsatzzeit

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"Wir können Elektroautos mit genau den selben Löschmitteln
wie zum Beispiel Wasser
löschen wie andere in Brand geratene Autos
auch“…
Manchmal dauere es allerdings etwas länger
und es bestehe eine erhöhte Gefahr der Wiederentzündung..."

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Konzept der Schweizer Bergevereinigung

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Dokumentation und Übergabe

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Löschmittel
Wasser geeignet
,
empfehlenswert,
Löschmittelzusätze nicht erforderlich
.
Wie bei anderen Bränden, werden
Atemgifte
,
gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte und
-rückstände in erheblichem Maße freigesetzt
.
Vollständige PSA
inkl
.
Atemschutzgerät
!
Durch Abblasen des verdampfenden, brennbaren Elektrolyts kann es außerhalb
der Batterie zur Bildung von zyklischen
Stichflammen
kommen
.
Durch Kurzschlüsse können
glühende Metallteile
und andere brennende Teile der Batterie ausgestoßen werden.
Durch die Brandeinwirkung kann es zu
umherfliegenden Teilen
kommen
(z. B. von Airbags, Gasdruckdämpfern, Reifen, brennenden Leichtmetallen).
Eine
elektrische Gefährdung
der Einsatzkräfte durch die Hochvoltanlage von Hybrid- oder
Elektrofahrzeugen ist konstruktionsbedingt
unwahrscheinlich
.
Nicht bei jedem Fahrzeugbrand kommt es zwingend zum Brand
von Lithium-Ionen-Batterien.
Versuche zeigen, dass diese erst über
einen längeren Zeitraum von außen erhitzt oder stark mechanisch
beschädigt werden müssen, um eine interne Reaktion zu starten.
Einsatz an
Elektrofahrzeugen

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Brandbekämpfung mit
großen Mengen
an
Löschwasser
.
Option ist kontrolliertes
Brennen lassen
des Lithium-Ionen-Akkus im abgelöschten Fahrzeug.
Variante
Versenken
betroffener Fahrzeuge ist mit einem großen logistischem Aufwand verbunden.
Fachgerechte
Entsorgung des Löschwassers
ist erforderlich
.
Diese Methode sollte nur im gut begründeten
Ausnahmefall
angewandt werden.
Das
präventive Versenken
von Hybrid-/Elektrofahrzeugen im wassergefüllten Container wird
nicht empfohlen
. Vorhaltung spez.
Container
bei Feuerwehren meist
nicht erforderlich
.
Auf dem Markt sind
handgeführte Löschgeräte
verfügbar, die in das Batteriegehäuse eindringen, um
dort Löschwasser ins Innere der Batterie einzubringen. Dabei befindet sich die Bedienmannschaft in
unmittelbarer Nähe zur Batterie. Da dieses Vorgehen nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht in
Einklang mit der DGUV Vorschrift 49, §
26 „Gefährdung durch elektrischen Strom“ zu bringen ist, kann
für diese Methode aktuell
keine Empfehlung
ausgesprochen werden. Ihr Einsatz ist unter anderem mit
dem
Risiko
von zum Teil
erheblicher Stichflammenbildung
und einer nicht auszuschließenden
Gefährdung der Bedienmannschaft durch Elektrizität
(z. B. Lichtbogen, Körperdurchströmung)
verbunden. Auch Fahrzeughersteller untersagen Öffnen oder Beschädigen von Hochvoltbatterien.
Nach Brandbekämpfung das
Fahrzeug deaktivieren.
Sicherheitshinweise an den Abschleppdienst!

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Unterstützung durch
die Industrie gefordert!
Peter Bachmeier
, Vorsitzender des Fachausschusses Vorbeugender Brand- und
Gefahrenschutz der deutschen Feuerwehren, erklärte dem Spiegel:
Das
Brandrisiko
bei einem Elektroauto
ist nicht höher als bei einem Benziner.
Das
Löschen
einer brennenden Batterie ist häufig
komplizierter und langwieriger
.
Normales Auto
löscht man in einer
Viertelstunde
, braucht dafür
500 Liter
Wasser.
Beim
E-Auto
Einsatzdauer
2-3 Stunden
und braucht
10 000 Liter Wasser
.
Elektroauto-Hersteller sollen bei Unfällen selbst
Spezialisten bereitstellen.
Mehr Unterstützung von der Autoindustrie
beim Umgang mit E-Auto Bränden.
Elektro-Fahrzeuge sollen nach Brand
72 Stunden beobachtet
werden…
Das könne
nicht Aufgabe der Feuerwehren
sein!
Hersteller
sind gefragt:
Im Brandfall sollten sie
Spezialisten entsenden
, wie in der Chemieindustrie üblich, und
das Fahrzeug später
abtransportieren
Quelle: (dpa/ök) tz.de

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Feuerwehren
und Schnittstellen
Feuerwehren Aus- und Fortbildung
Erweiterte Ausrüstung (Elektro-Schutzausrüstung)
Verankerung der zu treffenden Maßnahmen der Feuerwehr in den
Rettungsdatenblättern
Übermittlung der Rettungsdatenblätter und relevanter Daten des
BMS bereits mittels eCall an die Leitstellen
Mustergefährdungsbeurteilungen für absehbare Tätigkeiten im
Rahmen von Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr erstellen
(zusammen mit den Feuerwehren und der DGUV)
Nutzfahrzeuge nicht vergessen!

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Was ist zu tun -
Zusammenarbeit…
Daten aus Unfallforschung / Erfahrungen mit Feuerwehren teilen
Batteriezustand / relevanten Daten vom Batteriemanagement
auslesbar für Feuerwehr (z.B. Temperatur)
Einheitliche Deaktivierung (Feuerwehr-Trennstelle)
Lösch-Zugang zur Batterie, z.B.
„Steigleitung“ oder
„Fireman
Access“ wie
Renault Zoe
Brandgasanalysen auch Quantitativ, Aussagen zur Toxizität
Forschung / Versuche zu Löschmitteln, -geräten, -taktik

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Was ist zu tun - Infrastruktur
Trennung von Ladesäule für Feuerwehr
Konzept für Notdienst an havarierten Ladesäulen
Ladestationen (Tiefgaragen!) baulicher Brandschutz
Parameter für Ladeplätze
Tiefgaragen (Sprühwasser)Löschanlagen (oben und unten)
Leistungsfähige Entrauchung
Anforderungen an Havarieplätze
Was passiert nach dem Ereignis / Einsatz?
Zentrales Verzeichnis zertifizierter Bergeunternehmen

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Es gibt viele
Unsicherheiten
und
Informationsdefizite!
„Neue Gefahren“ –
hier
fehlen Erfahrungen
!
„Katastrophenmeldungen“
in den Medien.
Sind „Löschhilfen“, Container usw. praktikabel und Konsens?
Hersteller sind noch nicht sensibel für „
Feuerwehrfragen
“!
Die Feuerwehr braucht
- Ausbildung und Standards
- eine Informationsplattform
-
Zusammenarbeit mit Herstellern und Unfallforschung!
Gute Basis VDA-AK
„Retten aus verunfallten Fahrzeugen“ und
Methodenuntersuchungen an Neufahrzeugen
Ergebnis

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Rettungsdatenblätter
nutzen
Vollständige
PSA
, einschl.
Atemschutz
Brandbekämpfung =
Standardtaktik
(+ diagonal herangehen)
Höherer
Wasserbedarf
Fahrzeug gegen
Anfahren
sichern
Hochvoltanlage beachten,
deaktivieren
Keine Manipulationen
an der Batterie
Batterie Erwärmung / Reaktion
prüfen, ggf. kühlen
Einsätze dauern
länger
Austritt
toxischer Stoffe
-
Kontaminationsgefahr
(Löschwasser!)
Fahrzeug
sicherstellen
lassen, Hinweise geben
Neue Aufgaben für Bergeunternehmen!
Zusammenfassung

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Info

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Noch Fragen?
rolf.erbe@berliner-feuerwehr.de
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!