Versuche im deutschen Gartenbau 2014
Gemüsebau
Im Frühanbau steht ein nur kleines, aber leistungsfähiges Sortiment an
Gewächshausgurken zur Verfügung
1
Dr. Gerald Lattauschke, Christina Reinicke| Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie,
Abteilung Gartenbau| Pillnitzer Platz 3| 01326 Dresden| gerald.lattauschke@smul.sachsen.de| 0351-
26128100
Die Ergebnisse – kurzgefasst
Im Versuch "Gurken im Frühanbau auf Substrat" wurden im Jahr 2014 6 Sorten am Sächsischen Landesamt für
Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden-Pillnitz auf den Substraten Steinwolle und Holzfaser-Perlit
geprüft. Das kleine Sortiment an Frühsorten mit intermediärer Resistenz gegen Echten Mehltau zeigte im
Wesentlichen eine große Ausgeglichenheit.
Versuchsfrage und Versuchshintergrund
In Deutschland werden Gurken auf Substrat in der Regel zweimal gepflanzt. Für die Frühpflanzung
(Ende Januar/Anfang Februar bis Mitte/Ende Juni) galt es, das aktuelle Sortiment zu prüfen. Neben
einem hohen Frühertrag, müssen sich die Sorten
vor allem durch ein ausreichendes
Durchhaltevermögen bei der relativ langen Anbaudauer (16 bis 18 Erntewochen) auszeichnen. Für
diesen Anbauzeitraum stehen Sorten mit intermediärer Resistenz gegen Echten Mehltau im
Vordergrund. Als Substrate wurde neben der Steinwolle, als Standardsubstrat der letzten Jahre, auch
Grow-Bags mit Holzfaser-Perlite-Gemisch getestet.
Ergebnisse im Detail
- Die
Anbaubedingungen
in 2014 waren als durchschnittlich einzustufen. Die Lichtsummen lagen im
Bereich der letzten 3 Jahre (Abb. 5). Gute Bedingungen im Februar und in der ersten Märzhälfte
führten zu hohen Früherträgen, durchschnittliche Einstrahlungswerte, mit immer wiederkehrende
Abschnitten mit geringer Einstrahlung, verursachten dagegen ab der zweiten Märzhälfte bis zum
Kulturende nur mittlere Erträge. Infolge des wechselhaften Wetters bauten die Bestände
insgesamt sehr schnell ab und mussten bereits in der 23. Kalenderwoche, 2 Wochen vor dem
planmäßigen Termin, geräumt werden.
- Ertragsbeeinflussende
Krankheiten oder Schädlinge
traten in den Versuchen nicht auf. Der
prophylaktische Einsatz von
Amblyseius cucumeris
,
A. swirskii
sowie
Encarsia formosa
zeigte
ausgezeichnete Erfolge. Ab Mai waren dann zunehmend Spinnmilben im Bestand präsent, die mit
erhöhtem Aufwand auch noch biologisch kontrolliert wurden. Erst kurz vor Kulturende musste ein
nesterweises Auftreten der Grünen Gurkenlaus chemisch behandelt werden. Die intermediäre
Resistenz gegen Echten Mehltau, über die alle Sorten verfügten, war ausreichend, um die
Krankheit auch ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu unterdrücken. Gegen Stängelboytris
war es kurz vor Kulturende erforderlich, Fungizide einzusetzen.
- Das
Sortenspektrum
im Frühanbau für die Pflanztermine Ende Januar/Anfang Februar ist
weiterhin sehr überschaubar. Für die Prüfungen standen in diesem Jahr nur 6 Testsorten, unter
ihnen die langjährigen Standards ‘Proloog‘ und ‘Bornand‘ zur Verfügung. Alle Sorten sind gegen
Echten Mehltau resistent (IR).
- Die Varietäten wurden wieder auf zwei verschiedenen
Substrate
n angebaut. Neben der Steinwolle
der Fa. Grodan, kam wieder ein Holzfaser-Perlite-Gemisch der Fa. Kleeschulte zum Einsatz. Die
Verwendung
beider
Substrate
im
gleichen
Gewächshaus
war
möglich,
da
das

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Im Frühanbau steht ein nur kleines, aber leistungsfähiges Sortiment an
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Versuchsgewächshaus mit zwei separaten Bewässerungskreisläufen ausgestattet ist. Damit konnte
den unterschiedlichen Anforderungen der Substrate an die Steuerung der Bewässerung Rechnung
getragen werden.
- Die
Ertragsergebnisse
für die beiden Substrate sind in den Tab. 1 und 2 dargestellt. Die
Auswertungen wurden für jedes Substrat separat vorgenommen, da durch die versuchstechnisch
bedingte Verteilung der jeweiligen Substrate im Gewächshaus ein statistischer Vergleich nicht
möglich war.
- In der
Steinwollekultur
(Tab. 1; Abb. 1) blieben die Erträge insgesamt doch recht deutlich hinter
den Resultaten der letzten Jahre zurück. Sie lagen zwischen 65 und 74 Stück/m². Zwischen den
einzelnen Sorten gab es keine statistisch gesicherten Ertragsdifferenzen. Die Neuzüchtung ‘Aljona‘
verzeichnete auf Steinwolle den Höchstertrag. In der Frühzeitigkeit lagen ‘Michella‘, ‘Bonbon‘ und
‘Proloog‘, bei denen bereits in der 9. KW der Ertrag einsetzte, vor den übrigen Sorten. Die
Stammfruchternte zog sich bis in die 13. KW hin. Das Ertragsniveau bei den Sorten war mit rund
20 Stammgurken/m² bis dahin vergleichbar. Nur ‘Galibier‘ hat einen ungenügenden Fruchtansatz
am Stamm und blieb demzufolge zurück. Nach dem obligatorischen Ertragseinbruch beim
Übergang auf die Seitentriebe in der 14. KW, schwankten die weiteren Erträge im weiteren Verlauf
zwischen ca. 4 bis 6 Gurken/m². Perioden in denen dauerhaft 5 bis 6 Früchte/m² (anstrebenswert)
geerntet wurden blieben wegen des wechselhaften Wetters aus.
- Wie bereits in letzten Jahren war das allgemeine Ertragsniveau auf
Holzfaser-Perlite
(Tab. 2; Abb.
2) etwas höher als auf der Steinwolle. Die Spitzensorten erzielten hier durchschnittlich 77
Stück/m² und pegelten sich alle auf einem Niveau ein. Einen signifikant belegbaren Minderertrag
verzeichnete nur ‘Galibier‘. Durch das insgesamt stärkere vegetative Wachstum der
Gurkenpflanzen auf Holzfaser-Perlite, war auch die Regenerationskraft der Bestände besser als in
der Steinwolle. Als Folge fielen die, dem wechselnden Wetter geschuldeten Ertragsdepressionen
nach dunklen Witterungsabschnitten geringer aus als in der Steinwolle.
- Die
Einzelfruchtbonitur
(Tab. 3) belegt, dass die Fruchtqualität aller Sorten auf einem vergleichbar
hohen Niveau angesiedelt war. Unterschiede zeigten sich in den Stammgurken, die bei ‘Michella‘
und ‘Aljona‘ mit 29 cm Länge am kürzesten waren. Auffällig waren auch die relativ langen
Seitentriebfrüchte bei ‘Galibier‘. Die unterschiedlichen Substrate nahmen keinen Einfluss auf die
Qualitätsparameter der Früchte.
- Die
Fruchtgrößenverteilung
(Abb. 3, 4) stimmt überwiegend mit den in der Region üblichen
Vermarktungsgrößen (350-400 g; 400-500 g) überein. Im Versuch wurden auf beiden Substraten
rund 70 % aller Früchte in diesen Größensortierungen geerntet.
- Die Untersuchungen zum
Lagerverhalten
wurden unabhängig vom geprüften Substrat
vorgenommen (Tab. 4 und 5).
Die
Stammfrüchte
aller Sorten waren durchschnittlich 10 Tage lagerfähig (Lagerbedingungen: s.
Kulturdaten) (Tab. 4). Bei allen untersuchten Sorten fielen am 3. Boniturtermin, nach 10 Tagen
Lagerdauer, sämtliche untersuchte Früchte aus. In Anbetracht der „künstlich erschwerten“
Lagerbedingungen ist dieses Ergebnis als positiv zu bewerten. Nach Ablauf der Bonitur traten bei

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den meisten Sorten vor allem Farbveränderungen und eingetrocknete Fruchtspitzen zu Tage. Die
vergleichsweise schwächste Ausprägung der Symptome war noch bei ‘Proloog‘ festzustellen.
Auch beim Lagerverhalten der
Seitentriebgurken
im April zeigten sich kaum Sortenunterschiede
(Tab. 5). Das Durchhaltevermögen aller Sorten im Lager bis zum Verlust der Marktfähigkeit belief
sich auf 11 Tage. Neben den, bei den Stammfrüchten bereits genannten Symptomen, traten
erwartungsgemäß hier auch verstärkt weiche und eingefallene Fruchthälse in Erscheinung.
Tab. 1: Gurken im Frühanbau auf Steinwolle – Ertragsleistungen
Tab. 2: Gurken im Frühanbau auf Holzfaser-Perlite – Ertragsleistungen
Substrat: Steinwolle
Sorten
Ertrag Kl.1 Anzahl Kl.1 Einzelfrucht-
Ertrag Kl.2 Anzahl Kl.2 Ertrag n.m.f.* Anzahl n.m.f.*
[kg/m²]
[St/m²]
gewicht [g]
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
Aljona
30,4
73,7
412,1
1,0
3,8
2,2
14,8
Proloog
28,7
69,1
415,9
1,1
3,7
2,3
13,7
Bornand
27,8
67,9
410,1
1,2
4,2
2,6
15,9
Michella
27,7
67,9
408,4
1,3
4,4
2,0
13,6
Bonbon
26,0
66,2
392,0
1,5
5,5
1,8
11,4
Galibier
27,7
64,6
429,2
1,2
4,1
2,5
15,5
Mittelwert
28,1
68,2
411,3
1,2
4,3
2,2
14,1
GD
n.s.
Substrat: Holzfaser-Perlite
Sorten
Ertrag Kl.1
Anzahl Kl.1 Einzelfrucht- Ertrag Kl.2
Anzahl Kl.2 Ertrag n.m.f.* Anzahl n.m.f.*
[kg/m²]
[St/m²]
gewicht [g]
[kg/m²]
[St/m²]
[kg/m²]
[St/m²]
Bornand
32,3
77,6
416,5
1,3
4,5
1,9
11,4
Michella
31,5
77,3
407,2
1,3
4,6
1,9
12,8
Aljona
32,0
77,3
414,3
1,1
3,9
2,1
13,5
Proloog
31,4
75,0
418,3
0,8
2,9
1,8
11,4
Bonbon
28,4
72,3
393,0
1,8
6,2
1,8
10,8
Galibier
27,7
64,2
431,5
0,8
2,8
2,2
13,2
Mittelwert
30,5
73,9
413,5
1,2
4,2
1,9
12,2
GD
5,1
*nicht marktfähige

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Abb. 1-2: Gurken im Frühanbau – Ertragsverläufe auf Steinwolle und Holzfaser-Perlite

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Abb. 3-4: Gurken im Frühanbau – Fruchtgrößenverteilung auf Steinwolle und Holzfaser-Perlite

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Tab. 3: Gurken im Frühanbau – Bonitur an der Stichprobe
Stammfrüchte
Seitentriebfrüchte
11.Kalenderwoche
15.Kalenderwoche
Substrat:
Steinwolle
Sorte
Frucht- Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestach- Frucht- Frucht- Durch- Frucht- Frucht- Riefig- Hals- Bestach-
gewicht
länge messer farbe
form
keit
ansatz
lung
gewicht
länge messer farbe
form
keit
ansatz
lung
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[g/ St]
[cm]
[mm]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
Substrat: Steinwolle
Aljona
340
29
42
5
2
3
4
3
429
34
44
5
1
4
3
1
Proloog
346
30
41
5
2
4
4
3
437
35
43
5
1
4
2
1
Bornand
342
30
43
4
2
4
5
3
441
35
45
5
1
3
3
1
Michella
335
29
43
5
2
4
4
2
432
36
44
5
1
5
4
1
Bonbon
340
30
42
4
2
5
4
3
433
35
44
5
1
4
3
1
Galibier
354
32
40
5
3
5
5
3
450
38
43
5
1
5
4
1
Mittelwert
343
30
42
5
2
4
4
3
437
35
44
5
1
4
3
1
Substrat:
Holzfaser-Perlite
Bornand
333
30
42
4
2
3
4
3
446
36
45
5
1
4
3
1
Michella
336
29
43
4
3
4
4
2
435
37
43
5
1
5
5
1
Aljona
327
29
41
4
2
4
5
3
435
36
43
4
1
5
4
1
Proloog
337
30
41
5
2
4
4
3
447
37
44
5
1
5
4
1
Bonbon
332
30
42
4
2
4
4
2
431
36
44
5
1
5
4
1
Galibier
348
31
40
5
3
4
6
3
452
39
43
5
2
5
5
1
Mittelwert
336
30
42
5
2
4
4
3
441
37
44
5
1
5
4
1
Legende:
1
5
9
Merkmal
fehlend
mittel
stark ausgeprägt
Fruchtfarbe hellgrün
mittelgrün
dunkelgrün
Fruchtform gerade
krumm

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Tab. 4: Gurken im Frühanbau – Haltbarkeit von Stammfrüchten
Lagerbeginn:
10.03.2014
Lagerende:
20.03.2014
1.Bonitur
14.03.2014
2.Bonitur
17.03.2014
3.Bonitur
20.03.2014
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet
veränderung weich+faltig eingetrocknet
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig
dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
Aljona
1
2
3
2
3
3
3
3
3
5
4
6
100
10
Bonbon
4
4
2
3
6
6
2
6
7
7
3
7
100
10
Bornand
1
2
2
2
2
4
4
3
3
9
5
9
100
10
Galibier
3
1
3
3
5
2
4
4
3
3
6
6
100
10
Michella
2
2
1
1
3
3
2
3
3
7
2
5
100
10
Proloog
1
2
3
2
4
2
3
4
3
3
5
4
100
10
Legende
1
5
9
fehlend
mitel
stark

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Tab. 5: Gurken im Frühanbau – Haltbarkeit von Seitentriebfrüchten
Lagerbeginn:
05.04.2014
Lagerende:
16.04.2014
1.Bonitur:
10.04.2014
2.Bonitur: 16.04.2014
Sorte
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
Warzen
Farb-
Hals
Fruchtspitze
nicht
Lager-
veränderung weich+faltig eingetrocknet
veränderung weich+faltig eingetrocknet marktfähig
dauer
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[1-9]
[%]
[d]
Aljona
1
1
1
1
2
7
5
3
100
11
Bonbon
2
1
1
1
3
7
9
7
100
11
Bornand
2
1
1
1
2
7
5
3
100
11
Galibier
1
1
1
1
5
5
5
7
100
11
Michella
1
1
1
1
3
6
7
7
100
11
Proloog
2
1
1
1
3
5
7
3
50
11
Legende
1
5
9
fehlend
mitel
stark

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Gemüsebau
Im Frühanbau steht ein nur kleines, aber leistungsfähiges Sortiment an
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Kultur- und Versuchshinweise
Aussaat:
06.01.2014
Pflanzung:
03.02.2014
Erntetermin:
25.02. – 06.06.2014 (09. – 23. KW 2014)
Pflanzabstand:
1,5 Pflanzen/ m²
Erntegrößen:
Stammfrüchte:
350-400 g
(6-mal / Woche)
Seitentriebfrüchte:
400-500 g
(5 bis 6-mal/ Woche)
Sortierung:
AWETA Gurkensortiermaschine
Gewächshaus:
Venlo; 4 m Stehwandhöhe; 3,20 m Kappenbreite,
Spanndrahthöhe:
2,15 m
Klimaführung:
T/N 22/ 20°C bzw. 21/ 19°C (vegetative Phase)
T/N 21/ 17-18°C (generative Phase)
Lüftung ab 26 °C
CO
2
-Gehalt (800-1.000 ppm bei geschlossener Lüftung; 500-600 ppm bei
geöffneter Lüftung)
Substrate:
Grodan-Steinwolle (Typ: Grotop Expert;
www.grodan.com
);
2 m-Matten; 5
Pflanzen/Matte
Kleeschulte Gemüse-Grow Bags coarse; (Gemisch der Substratfaser topora® mit
Perlite®;
(
www.kleeschulte.de
);
1,2 m-Matten; 3 Pflanzen/Matte
Anlagemethodik:
einfaktorielle Blockanlage mit 4 Wiederholungen
Lagerbedingungen:
Temperatur: 20°C; Luftfeuchte: 60 – 70 %
Abb. 5: Monatliche Lichtsummen am Standort Dresden-Pillnitz