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Rural Coworking
Coworking im ländlichen Raum
HomeTownOffice | 27.09.2021

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Tobias Kremkau
Foto: Larissa Hägele
Tobias Kremkau ist Referent
für Beratung und Entwicklung
der CoWorkLand eG. Davor
war er über fünf Jahre lang
›Head of Coworking‹ des
Berliner St. Oberholz. Tobias
ist einer der Mitgründer der
German Coworking Federa-
tion (GCF). 2019 wurde er
von der ZEIT als einer der
100 wichtigsten jungen
Ostdeutschen genannt.

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CoWorkLand eG
Foto: CoWorkLand eG
Die CoWorkLand eG ist eine
im Jahr 2019 gegründete
Genossenschaft von vor
allem im ländlichen Raum
operierenden Betreibern
von Coworking Spaces.
Ziel der Genossenschaft ist
es, Coworking im ländlichen
Raum und in suburbanen
Regionen zu fördern, in dem
wir bei Gründungen und
auch dem Betrieb helfen.

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Einführung in Coworking
Coworking ist zuallererst eine
Kultur des Miteinanders.

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Wie alles begann
Erster Coworking Space:
Brad Neuberg startet 2005
einen Coworking Space an
zwei Tagen in der Woche
im Gemeindezentrum
»Spiral Muse« in SFO.
Motivation:
Er wollte nicht allein
und von Gleichge-
sinnten umgeben sein.
Foto: Brad Neuberg

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Siegeszug einer Idee
Coworking ohne Space:
Amit Gupta und Luke
Crawford starten 2006 das
erste Jelly in ihrer eigenen
Wohnung. Heute ist dies
eine weltweite Bewegung.
Motivation:
Austausch innerhalb
einer Community ver-
schiedener Menschen.
Foto: Amit Gupta

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Coworking-Manifesto
Fünf Prinzipien des Coworking:
§
Zusammenarbeit
§
Zugänglichkeit
§
Nachhaltigkeit
§
Offenheit
§
Gemeinschaft
Motivation:
Nachhaltige Zukunft
durch Innovationen.
Foto: Marinela Potor, via Netzpiloten

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Geschäftsmodell Coworking
Die Lage und der Raum defi-
nieren das Geschäftsmodell.

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Coworking-Produkte
§
Fokus:
Einzelmitglieder
§
Tarife:
Flex oder Fixed
§
Preise:
50-350 €/Tisch
§
Frist:
1 Monate
§
Anteil:
Ø 35 Prozent*
§
Fokus:
Startups & Teams
§
Tarife:
Teamraum
§
Preise:
350-600 €/Tisch
§
Frist:
1-3 Monate
§
Anteil:
Ø 37 Prozent*
§
Fokus:
Startups & Teams
§
Tarife:
Meetingraum
§
Preise:
50-60 €/Stunde
§
Frist:
mind. 2 Stunden
§
Anteil:
Ø 28 Prozent*
Mitgliedschaften
Teamräume
Events &
Meetings &
Workshops
* Quelle: 2019 Ultimate Coworking Space Data Report
+ diverse Services

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Flex (hot-desking)
Kern:
Ein Arbeitsplatz wird nicht
vergeben, man sucht sich
freie Plätze im offenen
Coworking-Raum.
Tarif:
Niedrige Kündigungs-
frist, monatliche Be-
zahlung, preiswert.
Foto: Clay Banks, via Unsplash

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Fixed (dedicated)
Foto: Annie Spratt, via Unsplash
Kern:
Ein Arbeitsplatz wird fest
vergeben und ist dadurch
stets für das Mitglied auch
frei und zugänglich.
Tarif:
Mittlere Kündigungs-
frist, monatliche Be-
zahlung, etwas teurer.

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Teamraum
Kern:
Ein Team hat exklusiven
Zugang zu einem eigenen
Raum, den nur sie als
Gruppe nutzen können.
Empfehlung:
Lange Kündigungs-
frist, monatliche Be-
zahlung, sehr teurer.
Foto: Antonio Janeski, via Unsplash

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Besprechungsraum
Kern:
Externe Kunden buchen
einen Raum oder Fläche
für Meetings, Workshops
oder Events – kein Kontakt
zur Community.
Tarif:
Normaler Buchungs-
tarif, Abrechnung
nach Stunden/Tagen.
Foto: Campaign Creators, via Unsplash

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Geschäftsadresse
Kern:
Unternehmen können ihr
Geschäft auf die Adresse
des Coworking Spaces
registrieren lassen.
Tarif:
Normaler Buchungs-
tarif, Abrechnung
nach Monaten.
Foto: Tobias Kremkau

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Betriebsmodelle auf dem Land
Auf dem Land gibt es ver-
schiedene Betriebsmodelle.

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Übersicht Orte
1. Coworking Space
2. Pendlerhafen
3. Neue Dorfmitte
4. Retreat
5. Workation
6. Bottom Hub
7. Integrierte Wohn- und
Arbeitsprojekte
Foto: UX
Foto:
Indonesia,
Surface,
via Unsplash

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1. Coworking Space
Kern:
Zugang zu gemeinschaft-
lichen Arbeitsräumen,
geschlossenen Büros und
Meetingräumen ist das
eigentliche Produkt.
Fakt:
Die Community als
sozialer Kitt ist der
wahre Erfolgsgarant.
Foto: Surface, via Unsplash

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2. Pendlerhafen
Kern:
Ähnlich klassischem Co-
working Spaces, aber mit
Fokus auf Unternehmen
und deren Mitarbeitern als
Ankermieter*innen.
Empfehlung:
Ausstattung muss auf
dem Niveau eines
Großstadtbüros sein.
Foto: Dewang Gupta, via Unsplash

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3. Neue Dorfmitte
Kern:
Ein Coworking-Angebot
als Nukleus von neuen Ge-
schäften und Initiativen,
die sich im Umfeld des Co-
working Spaces ansiedeln.
Erklärung:
Viele Dienstleistungen
vereinen sich hier auf
engstem Raum.
Foto: Vianney Cahen, via Unsplash

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1. neue Firmengründungen
2. weniger Pendelverkehr
3. weniger CO₂ -Emissionen
4. weniger Verkehrstote
5. Schonung der Infrastruktur
6. Stärkung lokaler Wirtschaft
7. Urbanisierungsprozesse
8. höhere Attraktivität für Zu-
ziehende & Rückkehrende
Wirkung von Coworking
Spaces auf dem Land
Foto: Joshua Rodriguez, via Unsplash

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Relevante Zielgruppen
Nutzer:innen von Rural Coworking Spaces
sind eine sehr heterogene Gemeinschaft

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Selbstständige aus den unter-
schiedlichsten Branchen,
nutzen ländliche Coworking
Spaces. Die Communities sind
wesentlich heterogener als die
in der Stadt. Sie folgen einem
Bedürfnis nach Räumen (die
nicht ihr Zuhause sind), nach
Vernetzung (um nicht isoliert
zu sein) und Inspiration (durch
soziale Interaktionen), sowie
Unterhaltung durch Events.
Selbstständige
Foto: Austin Distel, vua Unsplash

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Die Wege zwischen Wohnort
und Arbeitsplatz werden seit
Jahren für Arbeitnehmer:innen
länger. Menschen, die hoch-
qualifizierten und komplexen
Tätigkeit nachgehen, pendeln
oft längere Strecken. Mithilfe
von Coworking können sie
eher im Ort gehalten werden,
was Vorteile für die lokale
Wirtschaft, die Zivilgesellschaft
und die eigene Gesundheit hat.
Pendler:innen
Foto: ThusoMotlasuping, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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Hierzulande sind 4 von 10
Start-ups in Berlin, München,
Hamburg oder der Metropol-
region Rhein-Ruhr angesiedelt.
Im ländlichen Raum sind
Gründer:innen meist angestellt
und entwickeln Lösungen für
die Branche, in der sie arbeiten.
Der Fokus sollte deshalb auf
Nutzer:innen aus der Region
liegen und weniger auf nicht
passende Begriffe wie Start-up.
Intrapreneur:innen
Foto: Michelle Cassar, via Unsplash

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Ländliche Start-ups
Foto: Caique Silva, via Unsplash
Nichtsdestotrotz gibt es auch
im ländlichen Raum Start-ups,
vor allem im Bereich der Land-
wirtschaft. Ihnen kann eine
Nähe zu ihrer Kundschaft
wichtig sein, weshalb sie nicht
in den Großstädten sind. Aber
auch in anderen Bereichen
kann der ländliche Raum,
aufgrund geringer Kosten und
weniger Wettbewerb, ein
attraktiver Gründungsort sein.

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Tipps für Gründer:innen
Ein Coworking Space im ländlichen Raum ist
kein Selbstläufer, aber durchaus machbar.

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Bedarfsanalyse
Foto: Amy Hirschi, via Unsplash
Bevor ein Gebäude oder eine
Fläche auf seine Eignung als
Coworking Space geprüft wird,
muss festgestellt werden, ob es
überhaupt vor Ort einen Bedarf
gibt und wie dieser aussieht.
Dadurch werden erste Erkennt-
nisse gewonnen, was für ein
Coworking-Angebot vor Ort
gebraucht wird. Erst dann wird
eine zum Bedarf auch passende
Coworking-Fläche gesucht.

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Communityaufbau
Foto: Redd, via Unsplash
Mit Start der Konzeptionsphase
muss die Community aufge-
baut wird, sprich die Zielgruppe
erreicht werden. Durch Events
wird das Vorhaben und das der
Arbeitsstand des Konzepts
vorgestellt. Erstes Feedback
geht so gleich ins Konzept ein.
Gleichzeitig muss Coworking
und seine Vorteile erlebbar
gemacht werden, beispiels-
weise durch viele Jelly-Tage.

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Vernetzung
Foto: RNeONBRAND, via Unsplash
Die zukünftige Community des
Coworking Spaces wird nicht
die erste Gemeinschaft vor Ort
sein. Es ist wichtig, sich mit
bestehenden Netzwerken zu
verbinden, die wiederum auch
Multiplikatoren für das neue
Coworking-Angebot sein kön-
nen. Aber auch durch die Ver-
netzung mit anderen Akteuren
vor Ort, kann mehr entstehen
als sich vorher ahnen lässt.

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Gastfreundlichkeit
Foto: Christiann Koepke, via Unsplash
Tische, Stühle, Lampen und
einen WLAN-Router kann
jeder überall hinstellen. Was
ein Coworking Space von
anderen Orten unterscheidet,
ist das Miteinander. Deshalb
muss die Person /das Team im
Coworking Space auch die
Rolle als Gastgeber:in bestens
ausfüllen. Wie ein Coworking
Space angenommen wird,
hängt nahezu nur davon ab.

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Unvollendet bleiben
Foto: Riho Kroll, via Unsplash
Es ist wichtig, den Coworking
Space nicht fertig zu gestalten
und einzurichten, sondern
Stück für Stück den Coworking
Space mit den Nutzer:innen
zusammen zu entwickeln. Ein
Coworking Space lässt sich
nicht perfekt vorausplanen,
weshalb es wirklich wichtig ist,
stets offen für Verbesserungen
und auch neue Impulse von
den Nutzer:innen zu bleiben.

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Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
Kontakt: Tobias Kremkau | tobias@coworkland.de
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