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Staatsministerium für Kultus
Freistaat
Sachsen
QES
plus
Das
Qualitätsmanagement-
system QES
plus
Informationen
und Erfahrungsberichte für
potenzielle Anwender

Impressum
Textgrundlage
Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Gisela Wiesner
Universität Leipzig
Prof. Dr. Jörg Knoll
Unter Mitarbeit von:
Andreas Franke, Technische Universität Dresden
Denise Syrbe, Universität Leipzig
Redaktion
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Ljuba Rehsack, Gabriele Fleischer,
Dr. Ingo Hirschberger
Redaktionsschluss
Februar 2006
Gestaltung
Grafik Design Geihsler
Fotos
FotoProjekt Petra Lange, Andreas Franke
Druck
Medienhaus Lißner
Hinweis
Die Verantwortung für den Inhalt der Broschüre tragen die Autoren.
Die Darstellungen, Fotos und Abbildungen sind urheberrechtlich
geschützt.

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Vorwort
Der Freistaat Sachsen hat in den zurückliegenden Jahren förderliche Rahmenbedingungen für die Weiter-
bildung seiner Bürgerinnen und Bürger geschaffen und den Aufbau sowie die Entwicklung einer viel-
fältigen Landschaft aus Weiterbildungsträgern und Einrichtungen unterstützt.
Mit ihrem qualitativ hochwertigen und unmittelbar an den Bedürfnissen der Bürger orientierten Bildungs-
angebot ist die Erwachsenenbildung inzwischen ein unverzichtbarer Bereich unseres Bildungswesens, der
infolge des unvermindert raschen Wandels im gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Leben
beständig an Bedeutung gewinnt.
Wir alle stellen hohe Ansprüche an die Qualität von Waren und Dienstleistungen. Wie aber erfahren, mes-
sen und bewerten wir die Qualität der Weiterbildung, die ideelle Werte transportiert? Wie werden wir der
gesellschaftspolitischen und ökonomischen Bedeutung gerecht, die der Weiterbildung zukommt?
Diese Fragen rückten in den vergangenen Jahren zunehmend in den Blickpunkt sächsischer Bildungs-
politik, ist doch Qualität Voraussetzung für die Akzeptanz und den Erfolg der Weiterbildung. Das gilt in
gleicher Weise für öffentlich geförderte wie für kommerzielle Angebote.
Transparente Aussagen zur Qualität von Weiterbildungseinrichtungen und ihren Angeboten erleichtern
Förderentscheidungen und stärken zugleich den Wettbewerb der Anbieter. Doch vor allem unterstützen
sie die Suche der Nachfragenden und erhöhen deren Erfolgssicherheit. Wer sich weiterbildet, investiert
Zeit und Geld. Er hat Anspruch auf Weiterbildungsangebote, die sich durch Qualität und Transparenz
auszeichnen.
Damit die Entwicklung und Sicherung von Qualität zu selbstverständlichen Bestandteilen der Arbeit von
Weiterbildungsanbietern im Freistaat Sachsen werden, hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus
seit 2003 das Projekt „QES
plus
– Testierungsfähiges Qualitätsentwicklungssystem für Weiterbildungsein-
richtungen“ gefördert. QES
plus
wurde in Kooperation mit der Universität Leipzig und der Technischen
Universität Dresden realisiert. Das Projekt unterstützt die Selbstevaluation von Weiterbildungseinrich-
tungen und ermöglicht eine externe Zertifizierung.
Transparenz und Qualität werden in den nächsten Jahren zentrale Themen der Bildungspolitik und somit
auch der Weiterbildung bleiben. Dabei kommt dem Qualitätsentwicklungssystem QES
plus
eine wichtige
Rolle zu.
Ich möchte deshalb allen herzlich danken, die über Jahre das sächsische Qualitätsentwicklungssystem
kritisch und sachkundig entwickelt und begleitet haben.
Steffen Flath
Sächsischer Staatsminister für Kultus

Inhalt
Vorwort
QES
plus
– Qualitätsentwicklung von Weiterbildungseinrichtungen
über Selbstevaluation und Zertifizierung
Seite
3
Unterstützungsangebote bei der Einführung und Nutzung
des Qualitätsentwicklungssystems QES
plus
Seite 7
Der Qualitätsentwicklungsprozess – Entwicklung der Organisation
und Veränderung der in der Weiterbildung Tätigen
Seite 13
Überprüfung der Zertifizierungsfähigkeit nach QES
plus
durch Probeaudits
Seite 19
Testierung als Lernprozess –
Erfahrungen bei den Zertifizierungen nach QES
plus
Seite 23
Feierliche Übergabe der ersten Zertifikate nach QES
plus
Seite 27
Anlage: Kurzprofile der beteiligten Bildungseinrichtungen
Seite 33

QES
plus
QES
plus
– ein Modell,
das auf Weiterbildungsprozesse
zugeschnitten ist, die Selbstevaluation
unterstützt und auf die Zertifizierung
vorbereitet.
QES
plus
– Qualitätsentwicklung von
Weiterbildungseinrichtungen über
Selbstevaluation und Zertifizierung
3

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QES
plus
QES
plus
– Qualitätsentwicklung
von Weiterbildungseinrichtungen über
Selbstevaluation und Zertifizierung
Das Modell QES
plus
ist ein testierungsfähiges und
sehr praxisorientiertes, in allen Bereichen der
Weiterbildung anwendbares Qualitätsmanage-
mentsystem, das durch einen Qualitätsanforde-
rungskatalog i. S. eines Prüfinstrumentariums die
interne und/oder externe Überprüfung des Quali-
tätsmanagements von Weiterbildungseinrich-
tungen ermöglicht. Damit können diese anhand
von Qualitätsanforderungen und Prüfkriterien den
eigenen Entwicklungsstand erfassen, reflektieren
und Schlussfolgerungen für die zukünftige Praxis
ableiten.
Die Grundgedanken
des Qualitätsentwicklungssystems
Das Qualitätsentwicklungssystem QES
plus
wird
von zwei Grundgedanken getragen.
Erster Grundgedanke
Die Struktur einer Bildungseinrichtung in der Er-
wachsenen- bzw. Weiterbildung und die Art und
Weise, wie sie arbeitet, hängen auf das engste
mit ihrem Bildungsangebot und dem, was sie im
Interesse der Menschen unternimmt, zusammen.
Damit die Lernprozesse in Kursen, Seminaren,
Lehrgängen, Gesprächskreisen und Gemein-
schaftsaktivitäten den Lernenden positive Ergeb-
nisse bringen, müssen die qualitätsentscheiden-
den Elemente der Weiterbildung – Organisation,
Abb. 1: Das Modell QES
plus
4
Personal, Teilnehmer
1
und Auftraggeber, Kommuni-
kation, Rahmenbedingungen und Evaluation –
geprüft und weiterentwickelt werden. Mit diesen
Faktoren sind zugleich die Hauptgestaltungsbe-
reiche des Qualitätsentwicklungssystems QES
plus
genannt.
Das Bildungsangebot – die Dienstleistung – einer
Bildungseinrichtung und ihre Leitgedanken, Ar-
beits- und Kommunikationsabläufe sowie ihre
Strukturen hängen wechselseitig zusammen.
Prägend für beide Seiten sind solche Aspekte
der Arbeit wie
· das Verständnis vom Lernen Erwachsener und
das darauf bezogene Verständnis vom Lehren;
· die Umsetzung des Kreislaufes von Planen,
Durchführen, Auswerten, Ziehen von
Konsequenzen und Dokumentieren, also der
Qualitätsentwicklungskreis;
· die individuelle Sicht auf das Umfeld, das
unter anderem bestimmt wird durch die
Lebensverhältnisse, Politik und Kultur in der
Region, Wirtschaft und Arbeitsmarkt;
· das Profil der Bildungsangebote;
· die Zielgruppen;
· die Kooperationsbeziehungen;
· das Verständnis von Zufriedenheit der
Teilnehmer und Auftraggeber sowie der
Mitarbeiter;
· die Qualitätsentwicklungsziele.

QES
plus
5
Die schematisierte Darstellung des Modells
QES
plus
(siehe Abb. 1) verdeutlicht Wechselbezie-
hung zwischen Dienstleistung und Einrichtung.
Das Modell beschreibt ein dynamisches System,
dessen qualitätsbestimmende Bestandteile sich
in Wechselwirkung zueinander befinden.
Getragen wird der innere Zusammenhang zwi-
schen den beiden Bereichen „Dienstleistung“ und
„Einrichtung“ durch das Verständnis von Qualität,
das gleichzeitig das grundlegende Verständnis
von Sinn und Auftrag der eigenen Arbeit bestimmt.
Zweiter Grundgedanke
QES
plus
geht davon aus, dass die Mitarbeiter der
Erwachsenen- und Weiterbildung ihr Handeln,
ihre Organisation und das eigene Qualitätsver-
ständnis immer wieder überprüfen müssen. Das
Qualitätsentwicklungssystem QES
plus
hilft ihnen
die Fragen zu stellen und die Maßnahmen zu tref-
fen, mit deren Hilfe die Bildungsprozesse in ihrer
Weiterbildungseinrichtung so gestaltet werden
können, wie es das eigene Qualitätsverständnis
verlangt. Gleichzeitig wird das Qualitätsverständ-
nis selbst immer wieder hinterfragt. Zugleich soll
QES
plus
die Unabhängigkeit der Beratungs- und
Überprüfungseinrichtungen für Erwachsenen-
bildner fördern.
Entstehung von QES
plus
Aus den beiden oben beschriebenen Grundge-
danken entstand zunächst in den Jahren 1999
bis 2001 das Qualitätsentwicklungssystem QES.
Es wurde im Verbund der Technischen Universität
Dresden (Professur für Erwachsenenbildung/
Berufliche Weiterbildung) mit der Universität
Leipzig (Lehrstuhl für Erwachsenenpädagogik) in
Kooperation mit dem Sächsischen Volkshoch-
schulverband e. V. entwickelt und durch das
Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und
Arbeit und den Europäischen Sozialfonds geför-
dert. So entstand ein Modell, das sich aus-
zeichnet durch
· die Möglichkeit bereichsübergreifender
Nutzung in der Weiterbildung;
· die Möglichkeit der Anpassung an die Spezifik
der jeweiligen Weiterbildungseinrichtung bzw.
Dienstleistung;
· seinen systemischen Charakter, der im Unter-
schied zu allen anderen vorhandenen Qualitäts-
entwicklungsmodellen die inneren Wechselwir-
kungen der Erwachsenen- und Weiterbildung
widerspiegelt.
Das Modell wurde in den folgenden Jahren durch
verschiedene Bildungseinrichtungen auch im
Freistaat Thüringen und in Sachsen-Anhalt mit
Förderung des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung und des Europäischen Sozial-
fonds im Projekt SeQuaNet erprobt und verän-
dert. Kompetenz und Erfahrung der erwachse-
nenpädagogischen Professuren der Technischen
Universität Dresden und der Universität Leipzig
auf dem Gebiet des Weiterbildungs- und Quali-
tätsmanagements gewährleisten Praxisrelevanz
und eine Rückbindung an den aktuellen Stand
erwachsenenpädagogischer Forschung.
Als Folge gesellschaftlicher und bildungspoliti-
scher Entwicklungen wurde neben der bedeutsa-
men und unverzichtbaren Selbstüberprüfung der
Bildungseinrichtungen die Bestätigung ihrer
Qualitätsentwicklung durch ein Zertifikat zuneh-
mend wichtig. Mit der Weiterentwicklung des
Modells Qualitätsentwicklungssystem QES zu
QES
plus
durch die Universitäten Leipzig und
Dresden wurde, gefördert durch das Sächsische
Staatsministerium für Kultus, die Möglichkeit
einer externen Überprüfung geschaffen.
Damit liegt nun ein Modell vor, das den Qualitäts-
kriterien der Bundesagentur für Arbeit und auch
den Forderungen der prozessorientierten Quali-
tätssicherungssysteme DIN EN ISO 9001:2000
sowie von EFQM und LQW2 entspricht.
1
Die in der Broschüre häufig verwendeten maskulinen Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten aus Gründen der sprachlichen Vereinfachung für Männer und
Frauen in gleicher Weise.

6
QES
plus
Was leistet das Modell QES
plus
?
· Es erleichtert die alltägliche Arbeit, da die
Nutzer des Modells an die aktuellen Schwer-
punktaufgaben der Einrichtung anknüpfen
können. Durch die innere Vernetzung des
Modells führen diese ersten Aktivitäten dann
„aus sich heraus“ weiter.
· Es erfasst den Ist-Stand anhand von Qualitäts-
anforderungen und Prüfkriterien und schafft so
die Voraussetzungen für die Reflektion.
· Es prüft Aussagen und Aktivitäten zur
Qualitätsentwicklung und führt zu deren
Bewertung. Daran anknüpfend kann begründet
werden, wie das Erreichte realisiert wurde und
wie es fortgeführt werden soll.
· Es unterstützt die Entwicklung künftiger Praxis
und lässt Veränderungsbedarf erkennen. Es
regt die Diskussion hierüber in den Einrich-
tungen an, aus der sich Vereinbarungen für die
Weiterarbeit entwickeln lassen.
Beleg für den Erfolg, die Anerkennung und die
Tragfähigkeit des Systems QES
plus
ist neben der
Nutzung des Modells in Sachsen und Thüringen
auch die gegenwärtig flächendeckende Einfüh-
rung und Umsetzung in rund 110 Einrichtungen
der Katholischen Erwachsenenbildung in Bayern.

QES
plus
Für eine Unterstützung der Anwender
von QES
plus
stehen Arbeitsmaterialien
in schriftlicher und elektronischer
Form sowie Beratungsangebote zur
Verfügung.
Unterstützungsangebote bei der
Einführung und Nutzung des Qualitäts-
entwicklungssystems QES
plus
7

8
QES
plus
Unterstützungsangebote bei der Einführung
und Nutzung des Qualitätsentwicklungs-
systems QES
plus
Bei der bewussten Entscheidung einer
Einrichtung für das System QES
plus
spielen mehre-
re Überlegungen eine Rolle:
· Welches Ziel will die Bildungseinrichtung mit
der Nutzung von QES
plus
erreichen?
· Welche Stärken von QES
plus
lassen eine
Entscheidung für dieses Modell sinnvoll
erscheinen?
· Sind die Unterstützungsangebote ausreichend
und überzeugend?
· Passt also QES
plus
zur Philosophie der
Einrichtung ?
Für die Nutzung und Durchführung von QES
plus
stehen unterstützende Materialien zur Verfügung,
die in der Broschüre „Das Qualitätsentwicklungs-
system QES
plus
– Modellbeschreibung mit Hin-
weisen zur Implementierung und Bewertung“
2
inkl. CD-ROM zusammengestellt sind. Tabelle 1
gibt einen Überblick über die vorhandenen
Materialien und deren unterstützende Funktion.
In ihrer Gesamtheit haben diese Materialien
das Ziel,
· die selbstständige Arbeit der Bildungsein-
richtungen zu unterstützen,
· eine Beteiligung aller Mitarbeiter an der
Qualitätsentwicklung zu ermöglichen,
· ein abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten zu
gewährleisten,
· Qualitätsentwicklung als dauerhaften Prozess
zu etablieren und
· Beratungskosten zu minimieren.
Umsetzungshilfen
Für die Beschreibung des Qualitätsverständnis-
ses der Bildungseinrichtung und für alle qualitäts-
relevanten Leistungsbestandteile nach QES
plus
lie-
gen Umsetzungshilfen in Form tabellarischer Ar-
beitsmaterialien vor. Darin werden konkrete Krite-
rien beschrieben, die auf die Leistungsbestand-
teile bezogen sind und deren Erfüllung überprüft
werden kann.
· Drei Grundfragen zum möglichen Entwicklungs-
weg werden gestellt:
1. Welche Aktivitäten sind notwendig?
Checkliste
2. Welche Dokumente können entstehen?
Aufstellung möglicher Varianten
3. Welche Probleme können auftreten?
Ableitung aus Praxiserfahrungen
· Die Ergebnisse der Ist-Standsanalyse sowie
Termine und Verantwortlichkeiten werden über
sichtlich zusammengestellt.
Materialien Funktion
Umsetzungshilfen
Handlungsempfehlungen zur Implementierung von
QES
plus
und für eine Analyse des Ist-Standes
bisheriger Qualitätsentwicklung
Qualitätsanforderungen und
Prüfinstrumentarium zur Selbst- und Fremdevaluation
Prüfkriterien
erreichter Qualität sowie zur Ableitung von Konsequenzen
für die Qualitätsentwicklung
CD-ROM
Selbstlernmaterial für die Anwendung von QES
plus
Begriffskatalog
Schaffung einer gemeinsamen Sprache aller Beteiligten
seitens der Bildungseinrichtung und der
Zertifizierungsagentur
Webseite
Bereitstellung von Informationen,
Veranstaltungsterminen, Kontaktmöglichkeiten
Tab. 1: Unterstützende Materialien und deren Funktion

9
QES
plus
Die Umsetzungshilfen orientieren darauf, was die
Bildungseinrichtung tun kann, um die qualitätsre-
levanten Elemente von QES
plus
in der Einrichtung
überprüfbar zu verankern, den Stand der erreich-
ten Qualität zu beschreiben und konkrete Fest-
legungen für die Qualitätsentwicklung zu treffen.
Konkrete Beispiele geben Anregungen
· wie vorgegangen werden kann,
· welche Dokumente erstellt werden können und
· welche möglichen Probleme die Beteiligten
berücksichtigen sollten.
Über Art und Umfang ihrer Aktivitäten kann die
Bildungseinrichtung selbst entscheiden. Die ver-
schiedenen Arbeitsmaterialien sind aufeinander
abgestimmt. So wird zum Beispiel die Checkliste
der Prüfkriterien durch den Begriffskatalog unter-
stützt, der sicherstellt, dass alle Beteiligten von
gleichen Begriffsbestimmungen ausgehen. Die
CD-ROM erlaubt einen schnellen Zugriff auf In-
formationen über alle Bestandteile von QES
plus
.
Qualitätsanforderungen und Prüfkriterien
Zur Überprüfung der Qualität von Bildungseinrich-
tungen und ihrer Dienstleistungen ist ein Prüfin-
strumentarium erforderlich, das aus folgenden
Komponenten besteht:
· Anforderungen an die Qualität der Einrichtung
und ihrer Dienstleistungen, die unbedingt zu
erfüllen sind;
· Prüfkriterien, die sowohl eine weitgehend
objektive Aussage über die Erfüllung der jewei-
ligen Qualitätsanforderung als auch die Ablei-
tung von Aufgaben für die weitere Qualitäts-
entwicklung ermöglichen;
· Prüfverfahren wie z. B. Sichtung von
Dokumenten und Befragung von Mitarbeitern.
Mit diesem Prüfinstrumentarium kann die
erreichte Qualität sowohl einer internen
Prüfung (Selbstevaluation) als auch einer
externen Evaluation im Sinne von kollegialer
Beratung oder einer Zertifizierung unterzogen
werden.
CD-ROM
Die CD-ROM stellt im Arbeitsprozess zu jeder
Zeit Antworten auf Fragen zum Qualitätsentwick-
lungssystem QES
plus
bereit. Für diesen Zweck
enthält die CD-ROM
· eine kommentierte Präsentation des Modells
QES
plus
,
· ausführliche Informationen zum Qualitätsent-
wicklungssystem,
· alle Umsetzungshilfen,
· alle Qualitätsanforderungen und Prüfkriterien
sowie
· einen Begriffskatalog.
Die CD-ROM unterstützt als nutzerfreundliches
Nachschlagewerk selbstgesteuertes und selbst-
organisiertes Lernen und hilft letztlich auch, Be-
ratungskosten zu senken.
Begriffskatalog
Der Begriffskatalog erläutert wesentliche Begriffe
des Qualitätsentwicklungssystems. Er kann ins-
besondere beim Einsatz des Prüfinstrumentari-
ums genutzt und auch als ergänzende Erläute-
rung für die Arbeit mit den Umsetzungshilfen und
der CD-ROM herangezogen werden.
So kann beispielsweise in einer Bildungseinrich-
tung ein unterschiedliches Verständnis der Be-
griffe „Lernen“, „Kompetenz“, „Lernerfolg“ und
„Zufriedenheit“ bereits die Diskussion erschweren
und zu unterschiedlichen Auffassungen darüber
führen, wie weit eine Qualitätsanforderung erfüllt
ist. Das Problem kann sich zusätzlich durch ein
möglicherweise unterschiedliches Begriffsver-
ständnis bei Zertifizierern verschärfen. Insofern
hilft der Begriffskatalog, von einem gemeinsamen
Begriffsverständnis innerhalb der Einrichtung und
zwischen Vertretern der Einrichtung und Zertifi-
zierern auszugehen.
2
Die Broschüre kann vom QuiBB e. V.
(www.quibb.de)
bezogen werden.

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10
QES
plus
Individuelle Begleitung durch Experten
Folgende drei Formen externer Beratung, die
bereits im Erprobungsprozess eingesetzt und
durch die beteiligten Bildungseinrichtungen für
tauglich befunden wurden, sind nutzbar:
· individuelle Begleitung durch Expertinnen und
Experten,
· Workshops zu ausgewählten Bereichen der
Qualitätsentwicklung,
· kollegiale Beratung im Netzwerk beteiligter
Einrichtungen und externer Expertinnen und
Experten.
Inhalt und Umfang des Beratungsbedarfes sind
durch die Bildungseinrichtung gemeinsam mit
den Experten festzulegen. Die Einrichtung ent-
scheidet im Prozess der Arbeit über Schwer-
punkte der Beratung und aktuell erforderlichen
Beratungsbedarf.
Die individuelle Beratung sollte mit Workshops zu
ausgewählten Bereichen des Qualitätsentwick-
lungssystems gekoppelt werden, die sich im Ver-
bund mehrerer Bildungseinrichtungen effektiv und
kostengünstig gestalten. Der gegenseitige Wis-
sens- und Erfahrungsaustausch ist ein wesent-
licher Aspekt der Workshops. Anlass zur Bera-
tung kann unter anderem sein:
· die Auseinandersetzung mit ausgewählten
Bereichen des Qualitätsentwicklungssystems
(z. B. Qualitätsverständnis und
Leistungsbestandteile);
· die Erarbeitung geeigneter einrichtungs-
spezifischer Dokumente;
· der Wunsch nach Bewertung des erreichten
Standes der Qualitätsentwicklung und
· nach Hinweisen und Empfehlungen für die
weitere Arbeit der Bildungseinrichtung;
· die Teilnahme an Beratungen von
Qualitätsgruppen der Einrichtung.
Kollegiale Beratung im Netzwerk
Durch eine effektive Netzwerkarbeit im Rahmen
von QES
plus
wird die gegenseitige Nutzung von
Erfahrungen ermöglicht, gibt es eine Vielzahl von
Anregungen und die Bewertung gefundener
Lösungen. Durch die erzielten Synergieeffekte
werden zugleich Beratungskosten verringert. Eine
zeiteffektive Form der Netzwerkarbeit wird durch
Kopplung mit gemeinsamen Workshops erreicht.
Abb. 2
Individuelle Begleitung der Einrichtung durch
ein Expertenteam
Abb. 3
Kollegiale Beratung im Netzwerk
Workshops
Ergänzend zur Nutzung der CD-ROM bzw. der
vorliegenden schriftlichen Materialien können Ar-
beitstreffen mehrerer Bildungseinrichtungen orga-
nisiert werden, in denen sich Vertreter verschie-
dener Bildungseinrichtungen im konstruktiven
Dialog mit konkreten Bereichen des Qualitäts-
entwicklungssystems auseinandersetzen. Im
Mittelpunkt dieser Workshops, die von externen
Beratern moderiert werden sollten, stehen die
Information über die Wege der Einführung und
die Implementierung/Umsetzung einzelner Be-
standteile des Qualitätsentwicklungssystems in
der jeweiligen Einrichtung sowie die Erarbeitung
praktikabler Lösungen für die Dokumentation,
Bewertung und Fortführung der Qualitätsentwick-
lung. Die Workshops eignen sich auch für eine
gezielte Unterstützung der Netzwerkarbeit durch
kollegiale Beratung.

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11
QES
plus
Abb. 4
Gestaltung von Workshops
Die Beratung und Schulung von Qualitätsbeauf-
tragten bzw. Auditoren, die die Qualitätsentwick-
lung mit QES
plus
anleiten, steuern und kontrollieren
bzw. testieren, sind wichtige Faktoren bei der Ver-
breitung des QES
plus
– Modells in Sachsen und
anderen Ländern. Ein Vorschlag für eine modu-
lare Fortbildung von Qualitätsbeauftragten und
Auditoren zum Modell QES
plus
wird nachfolgend
vorgestellt.
Qualitätsentwicklung mit QES
plus
Ein Angebot zur Qualifizierung von Qualitäts-
beauftragten und Auditoren
Abb. 5:
Idee zur Fortbildung von Qualitätsbeauftragten
sowie Auditoren
QES
plus
– Aufbaumodule
QES
plus
– Basismodule
Einführung und Grundlagen der Qualitätsentwicklung mit QES
plus
„A-Reihe“ für Qualitätbeauftragte und Berater
für Qualitätsentwicklung
„B-Reihe“ für Auditoren zur
Testierung von QES
plus
1. Qualitätsentwicklung moderieren
Qualitätsverständnis entwickeln
2. Prozesse und Strukturen klären,
darstellen und verbessern
3. Die Kommunikation der
Einrichtung verbessern
4. Von Teilnehmenden, Auftragge-
bern und Mitarbeitern lernen
5. Prozesse und Ergebnisse
bewerten (Evaluation)
6. Interne/externe Audits vorbereiten,
durchführen und auswerten
1. Audits und Testierung
vorbereiten
2. Audits und Testierung
durchführen und auswerten
3. Gesprächs- und Fragetechniken
4. Techniken der Dokumenten-
analyse

12
QES
plus
Das modular aufgebaute Workshop-Programm
soll den Qualitätsbeauftragten sowie den Audi-
toren eine selbstständige Auswahl der Inhalte
ihrer weiteren Kompetenzentwicklung ermög-
lichen. Die Gestaltung der Workshops sollte unter
Einsatz von handlungsorientierten sowie aktivie-
renden Methoden der Erwachsenenbildung erfol-
gen. Eine enge Verknüpfung mit der Praxis der
Einrichtungen bzw. Zertifizierungsagenturen wird
angestrebt. Entsprechende Handlungshilfen für
die Praxis könnten zur Verfügung gestellt oder
gemeinsam er- und bearbeitet werden.
Weitere Zielgruppen sind Führungskräfte und
verantwortliche Mitarbeiter aus Bildungseinrich-
tungen und Einrichtungen der öffentlichen Ver-
waltung sowie Berater für Qualitätsentwicklung.
Weitere Informationen sind über die Organisati-
onen „Qualität in Bildung und Beratung e. V.“
(QuiBB) und „Leipziger Institut für angewandte
Weiterbildungsforschung e. V.“ (LIWF) erhältlich.
(vgl. Impressum dieser Broschüre)

QES
plus
Qualitätsentwicklungsprozesse
verbinden das Lernen der in der
Weiterbildung Tätigen und die
Entwicklung der Bildungseinrichtung
und können im Rahmen alltäglicher
Arbeit bewältigt werden.
Der Qualitätsentwicklungsprozess –
Entwicklung der Organisation und
Veränderung der in der Weiterbildung
Tätigen
13

14
QES
plus
Veränderung als Lernprozess
Qualitätsentwicklung von Bildungsorganisationen
bedeutet Veränderung. So werden beispielsweise
bestimmte Arbeitsabläufe neu und anders wahr-
genommen. Oder es zeigt sich, dass ein einzelner
Vorgang überprüft oder neu gestaltet werden
muss, damit die Bildungsarbeit dem Anspruch an
Flexibilität, Bedarfsorientiertheit und Qualität ge-
nügt und den Lernenden Erfolg bringt. Solche
Veränderungen haben aber immer zwei Seiten:
Sie beziehen sich zum einen auf das, was getan
und benutzt wird, also auf die Arbeitsabläufe, auf
die Strukturen, die dahinter stehen, und auf die
verwendeten Mittel. Sie beziehen sich zum ande-
ren auf die Menschen, die dafür tätig sind, auf ihr
Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Einstellung.
Insofern ist die Veränderung, die mit
Qualitätsentwicklung einhergeht, immer eine
Verbindung aus der
· Veränderung der in der Weiterbildung tätigen
Menschen und
· Veränderung der Dinge, mit denen sie um-
gehen.
Veränderung aber heißt lernen. Wer in der Er-
wachsenenbildung für das Lernen anderer Verant-
wortung trägt und zugunsten dieses Lernens
Qualitätsentwicklung gestaltet, kommt nicht um-
hin selber zu lernen. Insofern sitzen die Lernen-
den und die Beschäftigten der Bildungseinrich-
tungen in einem Boot. Das Qualitätsentwicklungs-
system QES
plus
berücksichtigt diesen Umstand
sowohl systemisch in der inneren Struktur des
Modells als auch praktisch bei der Einführung
und Pflege des Modells.
„Systemisch“ heißt:
Das Qualitätsentwicklungssystem QES
plus
schafft
in allen Teilen des Modells eine Beziehung zwi-
schen Bildungssuchenden und Mitarbeitern der
Einrichtung. Dies geschieht zum Beispiel im Kern-
bereich Qualitätsverständnis, in dem die grundle-
gende Sicht auf den Menschen und sein Lernen
beschrieben wird und eine Orientierung an den
Zielgruppen erfolgt. QES
plus
fordert immer wieder
dazu heraus, diese Wechselbeziehung in allen
Leistungssektoren (von Organisation und Perso-
nal bis hin zur Evaluation) wahrzunehmen, zu prü-
fen und anspruchsgerecht zu gestalten.
„Praktisch“ heißt:
Dem Umstand, dass die Einführung des QES
plus
und seine Anwendung stets Lernen bedeutet,
wird konsequent Rechnung getragen. Dabei hat
es sich bewährt, folgende Arbeitsschritte einzu-
halten:
· Treffen der beteiligten Einrichtungen zur
Klärung von Grundfragen und Erarbeitung des
QES
plus
– Modells;
· konkrete Arbeit mit QES
plus
in der eigenen
Einrichtung;
· erneutes Treffen mit Reflexion der geleisteten
Arbeit, Erfahrungsaustausch und weiterführen-
der Information;
· erneut Arbeit in der eigenen Einrichtung usw..
So ist der Zusammenhang zwischen Veränderung
der Institution und Veränderung der Personen
durch das Lernen ein zentrales Merkmal von
QES
plus
. Er schlägt sich letztlich in einem Zertifi-
kat nieder, das die Veränderung dokumentiert
und bestätigt.
Das Modell QES
plus
berücksichtigt bildungsmarkt-
politische, erwachsenenpädagogische und wirt-
schaftliche Gesichtspunkte. Es
· ist selbsterklärend und fördert mit Hilfe der
Beschreibungen und Arbeitshilfen die selbst
gesteuerte Umsetzung, ohne auf Ressourcen
von außen prinzipiell angewiesen zu sein;
· ist offen für andere, bereits etablierte
Qualitätssicherungssysteme und gewährleistet
den Anschluss an inhaltliche Forderungen der
Systeme DIN ISO 9001:2000 und EFQM;
· regt an, vorhandene erwachsenenpädagogi-
sche Kompetenzen zur eigenen Organisations-
entwicklung zu nutzen.
QES
plus
erfüllt damit eine Reihe wichtiger
Funktionen wie
1. Erleichterung der alltäglichen Arbeit:
Die in der Weiterbildung Tätigen können mit den
Aktivitäten beginnen, die an die aktuellen Auf-
gaben anknüpfen und wo sie es für notwendig
erachten. Durch die innere Vernetzung des Mo-
dells führen diese ersten Aktivitäten dann aus
sich heraus weiter.

15
QES
plus
2. Erfassung des Bestandes:
Die Bildungseinrichtungen können erfassen, was
zur Lösung der im Modell beschriebenen Aufga-
ben bereits vorhanden ist. So beginnt Qualitäts-
entwicklung nicht aus einer Defiziterfahrung oder
-zuschreibung heraus. Gleichzeitig verdeutlicht
diese Betrachtung noch Fehlendes und führt
Klärungen und Entscheidungen herbei.
3. Unterstützung der Entwicklung künftiger
Praxis:
Die Arbeit mit dem Modell lässt erkennen, was
noch erforderlich ist. Es regt die Verständigung
hierüber in den Einrichtungen an, aus der sich
Vereinbarungen für die weitere Arbeit entwickeln
können.
4. Überprüfung von Aussagen und Aktivitäten
zur Qualitätsentwicklung:
Mit dem Modell kann der Stand der Qualitätsent-
wicklung und -sicherung in einer Bildungseinrich-
tung bewertet werden. Daraus erwächst ganz
selbstverständlich die Frage, wie das bisher
Vorhandene realisiert wurde und wie es fortge-
führt werden soll.
QES
plus
dient in seiner Anwendung der Qualitäts-
entwicklung der jeweiligen Einrichtung und bringt
im Prozess der Arbeit die Aneignung von neuen
Sichtweisen und anderen Instrumenten zur
Qualitätsentwicklung voran. Dem Qualitätsver-
ständnis von QES
plus
liegt ein mehrdimensionaler
Qualitätsbegriff zu Grunde. Dieser ist gekenn-
zeichnet durch die strukturelle Unterscheidung
zwischen Einrichtungs- und Dienstleistungs-
ebene, durch die Gestaltung von Arbeitsprozes-
sen nach dem Qualitätsentwicklungskreis und
schließlich durch den demokratischen Ansatz des
Modells, der die Beteiligung von Mitarbeitern
sowie Lernenden und Auftraggebern besonders
betont.
Beteiligung der Lernenden
und der Bildungsverantwortlichen
Die Qualität von Bildungsdienstleistungen wird
daran gemessen,
· ob sie bedarfs-, bedürfnis- und lernergerecht
erfolgt,
· ob die Professionalität der Weiterbildner nach-
weisbar erwachsenenpädagogischen
Anforderungen entspricht,
· ob sie die Persönlichkeitsentwicklung und
gesellschaftliche Teilhabe der Lernenden
unterstützt,
· ob teilnehmer- und situationsorientiert erfolg-
reiches Lernen ermöglicht und die Selbst-
steuerung der Lernenden unterstützt wird.
Das schließt zwingend die Beteiligung der
Lernenden ein. Diese ist durch die didaktisch-
methodische Gestaltung des Lehrprozesses zu
sichern (unter Nutzung aktivierender Lehr-Lern-
Formen, wie sie nach dem aktuellen erwachse-
nenpädagogischen Erkenntnisstand zur Verfü-
gung stehen) aber auch durch Einbeziehung in
Vorgänge der Zielgruppen- und Bedarfsanalyse
sowie Programmplanung.
Grundlegend für die Qualitätsentwicklung ist die
Bestimmung des Verhältnisses von Ziel und Reali-
tät, d. h. zwischen dem, was erwünscht oder not-
wendig ist (z. B. beim Lernenden ein bestimmter
Kenntnisstand oder eine bestimmte Fähigkeit
oder in der Einrichtung eine bestimmte Dichte
des Informationsaustausches unter den Mitarbei-
tern oder ein bestimmter Kenntnisstand über
Daten von Zielgruppen), und dem, was tatsäch-
lich geschieht (Tätigkeiten, Prozesse und Struk-
turen), um den erwünschten Zustand zu errei-
chen. Entscheidend ist dabei, dass die realen
Tätigkeiten, Prozesse und Strukturen so gestaltet
werden, dass sie den erwünschten Zustand errei-
chen lassen.
Dieses Qualitätsverständnis weitet den Blick für
unterschiedliche Handlungsebenen in der Weiter-
bildung (z. B. Planung, Gestaltung und Evalua-
tion). Indem es eine Verkürzung auf die Perspek-
tive „Lernende“ vermeidet, bezieht es Bildungs-
verantwortliche (Auftraggeber, Interessenten,
Förderer, „Abnehmer“ und vor allem auch päda-
gogisch Gestaltende) umfassend ein. Zugleich
rückt das Qualitätsverständnis den Sinn von Er-
wachsenenbildung wieder in ein zentrales Feld
und betrachtet Lernen als einen Weg zu Persön-
lichkeitsentwicklung und gesellschaftlicher Teil-
habe.

16
QES
plus
Arbeitsschritte bei Einführung
des Qualitätsentwicklungssystems
Die Einführung eines Qualitätsentwicklungs-
systems muss sorgfältig bedacht, geplant und
verwirklicht werden. Hierzu wird folgender Ablauf
der Arbeitsschritte empfohlen:
1. Erfassen und beschreiben (Ressourcen-
orientierung)
Jeder in der Weiterbildung Tätige besitzt ein Ver-
ständnis von Qualität der Weiterbildung und auch
praktische Erfahrungen, das Erwünschte zu errei-
chen und zu sichern, von der individuellen Ka-
lenderführung bis zum differenzierten Ablaufplan
etwa für eine Programmentwicklung oder einen
erwachsenengerechten Lernprozess. Bei der Ein-
führung von Qualitätsmanagement ist bei diesem
Wissen und den vorhandenen Erfahrungen anzu-
setzen und es als Ressource zu nutzen. Dabei ist
es wichtig, alle in der Weiterbildung Beschäftigten
zu beteiligen, die Qualitätsmanagement verwirk-
lichen sollen. Das heißt zu fragen, was geschieht
bereits „in meiner Tätigkeit“ oder „in unserem
Team“ oder „in unserer Einrichtung“, um Qualität
von Tätigkeiten, Prozessen und Strukturen zu
sichern.
Einführung von Qualitätsmanagement
und Lernen
Im Verlauf der Qualitätsentwicklung, -sicherung
und -management ist es notwendig, dass Ver-
fahrensweisen, Gewohnheiten, auch Kommuni-
kationsformen überprüft und weiterentwickelt
werden. Das bedeutet Lernen, also Veränderung.
Veränderung wiederum führt in offene Situati-
onen: Was entsteht, lässt sich nicht genau ab-
schätzen. Dieses Risiko kann die Mitarbeiter der
Bildungseinrichtung verunsichern und Zurück-
haltung, Skepsis oder Ablehnung hervorrufen. So
kann die Tendenz entstehen, eher das Bekannte
weiterzuführen, sei es auch problematisch, als
das unbekannte Neue zu wählen. Dieses durch-
aus menschliche Verhalten macht Schwierigkei-
ten bei der inneren Veränderung von Institutionen
im Zusammenhang mit dem Thema „Qualitäts-
management“ verständlich.
Bei der Einführung von Qualitätsmanagement
entsteht sehr oft der Eindruck, dass etwas völlig
Neues bzw. Zusätzliches auf die Betroffenen
zukommt. Dies erzeugt oft Unbehagen, das sich
als Widerstand äußern kann, vor allem dann,
wenn übersehen und übergangen wird, welche
vielfältigen Bemühungen, Erfahrungen und
Traditionen es in der alltäglichen Praxis jeder
Bildungseinrichtung gibt, eine hohe Qualität zu
sichern.
Vor diesem Hintergrund gilt es, das Selbstbe-
wusstsein der in der Weiterbildung Tätigen zu
stärken und ihr Qualitätsmanagement anzuerken-
nen, auch wenn es manchmal nur auf die Ver-
änderung einzelner Elemente der Bildungspro-
zesse zielt. Diese wertvollen Erfahrungen des
Einzelnen sind ins Bewusstsein zu rücken und
hervorzuheben anstatt die Defizite zu betonen.
Auf diese Weise wird Bewährtes in seinem Wert
erkannt, Fehlendes entdeckt und Ergänzendes
gemeinsam gefunden.
Qualitätsm

17
QES
plus
3. Prüfen und ergänzen (Entwicklungsbedarf)
Die einzelnen Qualitätsbereiche sind möglicher-
weise sehr unterschiedlich mit Aussagen gefüllt –
je nachdem, wie das Vorhandene bisher gewich-
tet wurde. An einigen Stellen sind eventuell be-
reits beim Erfassen, Beschreiben und Ordnen
Fragen oder Ideen für die weitere Arbeit aufge-
taucht. Diese werden in diesem Schritt konkreti-
siert, indem
· die Bereiche in ihrem gegenseitigen Verhältnis
betrachtet werden,
· geprüft wird, was fehlt und wo Brüche auftre-
ten und
· entschieden wird, woran weiter zu arbeiten ist.
Betrachtet werden hierbei Tätigkeiten, Prozesse
und Strukturen.
Für alle drei Schritte gibt es bewährte Arbeits-
formen, die ein Höchstmaß an Eigenaktivität der
beteiligten Mitarbeiter ermöglichen und Ergeb-
nisse fördern, die von allen getragen werden kön-
nen. Diese Methoden sind in den Vorbereitungs-
und Begleitmöglichkeiten integriert, die für die
Einführung von QES
plus
zur Verfügung stehen.
2. Ordnen und verdichten (Qualitätsbereiche)
In einem nächsten Schritt wird die innere Ord-
nung des Erfassten und Beschriebenen heraus-
gearbeitet. Dazu wird gefragt, welche Schwer-
punkte der Tätigkeiten, Prozesse und Strukturen
sich abzeichnen und was dies über „meine Tätig-
keit“ oder „unser Team“ oder „unsere Einrichtung“
aussagt. Auf diese Weise ergeben sich Qualitäts-
bereiche.
Eine zweckmäßige Ordnungsmöglichkeit für die
Erwachsenenbildung liegt in der Unterscheidung
folgender Qualitätsbereiche:
· Einrichtungsqualität,
· Angebots- und Programmqualität,
· Durchführungsqualität,
· Ertragsqualität.
anagement

18
QES
plus

QES
plus
Sicherheit bei der Bewertung des
erreichten Arbeitsstandes können die
Einrichtungen durch ein Probeaudit
erlangen, das sowohl selbstorganisiert
als auch fremdunterstützt durchge-
führt werden kann. Diese besondere
Beratung durch unabhängige Experten
beschränkt sich auf Stichproben und
führt zu einer Verminderung der Belas-
tung aller Beteiligten der Bildungsein-
richtung.
Überprüfung der Zertifizierungsfähig-
keit nach QES
plus
durch Probeaudits
19

20
QES
plus
Überprüfung der Zertifizierungsfähigkeit
nach QES
plus
durch Probeaudits
Merkmale des
einrichtungsspezifischen Modells
Das in einer Bildungseinrichtung implementierte
Modell QES
plus
weist folgende Merkmale auf:
1. Das System ermöglicht der Einrichtung, die
eigenen Ansprüche an gute Dienstleistung zu
verwirklichen.
2. Das System ist dokumentiert und damit extern
überprüfbar. Die Dokumentation beschränkt
sich auf das Wesentliche.
3. Inhalt und Sprache des Systems können an
die Besonderheiten der Bildungseinrichtung
und ihrer Dienstleistungen angepasst werden.
4. Das System orientiert sich an den Prozessen
der Einrichtung und ermöglicht deren ständige
Optimierung.
5. Das System sieht regelmäßige interne und
unabhängige externe Prüfungen vor.
6. Die externe Überprüfung erfolgt in einem sinn-
vollen Kosten-Nutzen-Verhältnis und ist damit
auch für kleine Einrichtungen finanzierbar.
Vorbereitung auf ein Probeaudit
Am Ende der Einführungsphase oder zu einem
von der Bildungseinrichtung bestimmten Zeit-
punkt kann das Probeaudit erfolgen. Als Audit
werden allgemein Untersuchungsverfahren be-
zeichnet, die dazu dienen, Prozessabläufe zu
analysieren. Im Rahmen der Einführung des
Qualitätsentwicklungssystems wird bei einem
Audit der Ist-Zustand analysiert oder aber ein
Vergleich der ursprünglichen Zielsetzung mit den
tatsächlich erreichten Zielen ermittelt. Das Probe-
audit beurteilt das Ergebnis ihrer Qualitätsentwick-
lungsarbeit und ergibt Anregungen für die weitere
Qualitätsentwicklung. Gleichzeitig stellt das Pro-
beaudit eine Tauglichkeitsprüfung für das einrich-
tungsspezifische Modell und seine Qualitätsan-
forderungen und Prüfkriterien dar.
Für die Vorbereitung auf ein Probeaudit steht der
Bildungseinrichtung ein Qualitätsanforderungs-
katalog zur Verfügung. In einem Vorgespräch
werden die Formalitäten zwischen dem Audi-
torenteam und der Einrichtung geklärt und ein
Ablaufplan, der sich auf die Beschreibung der
einrichtungsspezifischen Prozesse stützt, erarbei-
tet. Der Auditplan wird der Einrichtung über-
mittelt.
Im Rahmen eines Probeaudits werden die Quali-
tätsanforderungen und Prüfkriterien für alle Leis-
tungsbestandteile berücksichtigt. Die Bildungs-
einrichtungen haben bei Beachtung der Festle-
gungen des Begriffskatalogs die Möglichkeit, ihre
eigenen Begriffe zu wählen und zu prägen und
die Spezifik ihrer Sprache zu wahren.
Die relevanten Informationen werden im Probe-
audit nach QES
plus
durch Sichtung von Doku-
menten sowie durch Befragung von Führungs-
kräften, von lehrenden, planenden, verwaltenden
Beschäftigten, Teilnehmern bzw. Auftraggebern
gewonnen. Die Ergebnisse werden kurz und
prägnant im Auditbericht dargestellt.
Für ein Probeaudit empfiehlt sich eine ein- bis
zweitägige Stichprobenprüfung in der Bildungs-
einrichtung. Bewertet werden die Bildungsein-
richtung und das von ihr angebotene Dienstleis-
tungsspektrum. Die Bereiche „Einrichtung“ und
„Dienstleistung“ können nicht getrennt untersucht
werden.

21
QES
plus
Ablauf des Probeaudits
Schwerpunkte Inhaltliche Untersetzung
1. Vorzulegende
Zum Auditierungstermin liegen dem Auditorenteam vor: das Qualitätsver-
Dokumente
ständnis, die Grobdarstellung der Abläufe in der Einrichtung, das Organigramm,
das einrichtungsspezifische Modell, evtl. eine Begründung für als nicht relevant
gekennzeichnete Leistungsbestandteile, der gültige Aktivitätenplan.
2. Geprüfte
Im Audit werden alle die Leistungsbestandteile geprüft, die die Einrichtung der-
Modellelemente zeit als erfüllt oder teilweise erfüllt ansieht. Diese Leistungsbestandteile sind im
einrichtungsspezifischen Modell entsprechend gekennzeichnet.
3. Protokollierung
Während des Auditgesprächs wird handschriftlich protokolliert. Es wird ein ent-
des Audits
sprechender Protokollbogen verwendet. Der ausgefüllte Protokollbogen ist
Grundlage für das Ausfüllen des Bewertungsbogens und somit ein Dokument,
das beim Auditorenteam verbleibt. Dokumente werden auf dem Protokollbogen
vollständig bezeichnet (Bezeichnung bzw. Überschrift des Dokumentes,
Erstelldatum, Verfasser).
4. Befragung der
Die Geschäftsleitung wird vor allem zum Qualitätsverständnis und zur Mitarbei-
Geschäftsleitung terbeteiligung befragt. Gespräche mit Mitarbeitern werden ohne die Geschäfts-
leitung geführt. Die Teilnehmenden, Auftraggeber und Lehrenden sollten nach
Möglichkeit in die Befragung einbezogen werden.
5. Bewertung
Prüfkriterien werden als „erfüllt“ oder „nicht erfüllt“ beurteilt. Wird „nicht erfüllt“
festgestellt, werden Empfehlungen gegeben, wie das betreffende Kriterium er-
füllt werden kann. Die Gesamtheit der Qualitätsanforderungen zum jeweiligen
Leistungsbestandteil wird als „erfüllt“, „teilweise erfüllt“ oder „nicht erfüllt“ be-
urteilt. „Erfüllt“ wird vergeben, wenn alle Prüfkriterien erfüllt sind. „Teilweise er-
füllt“ wird vergeben, wenn mindestens ein Prüfkriterium erfüllt ist. „Nicht erfüllt“
wird vergeben, wenn keines der Prüfkriterien „erfüllt“ ist.
6. Auswertungs-
Im direkten Anschluss an das Probeaudit gibt es ein kurzes Abschlussgespräch
gespräch
in der Einrichtung, in dem aber noch keine verbindlichen Aussagen zum End-
ergebnis gemacht werden.
7. Ergebnisbericht
Der Auditbericht enthält eine kurze Zusammenfassung und Einschätzung der
Qualitätsentwicklung, ein ausführliches Protokoll und die ausgefüllten Bewer-
tungsbögen. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich beim Probeaudit um
eine Stichprobenprüfung handelt. Der Bericht wird spätestens vier Wochen
nach dem Audit an die Einrichtung übergeben.

22
QES
plus
Dokumentation
Mit der Dokumentation des Probeaudits wird der
Bildungseinrichtung ein Nachweis ihrer Qualitäts-
entwicklung übergeben, den sie beim Akquirieren
von Aufträgen bzw. Projekten verwenden kann
und der den Auftraggebern die Entscheidung
über die Vergabe von Aufträgen erleichtern soll.
Die Dokumentation des Probeaudits enthält den
Testierungsbericht, das einrichtungsspezifische
Modell QES
plus
und die ausgefüllten Bewertungs-
bögen zu den Qualitätsanforderungen und Prüf-
kriterien einschließlich der gegebenen Empfeh-
lungen.
Anforderungen an die Bildungseinrichtung
Die Einrichtung bereitet sich umfangreich und
zeitaufwändig auf ein Probeaudit vor. Dies wird
oftmals von Beschäftigten und Geschäftsleitung
als Prüfungssituation empfunden. Wenn das
Audit in anregender und kollegialer Atmosphäre
vonstatten geht, wird dieses von den Mitarbeitern
auch als Gewinn für die eigene Arbeit angesehen.
Die Reflexion der Strukturen und Abläufe ist
dabei sowohl für die Optimierung der Prozesse
als auch für die Organisationsentwicklung der
Einrichtung von Nutzen.
Anforderungen an die Auditoren
Auch für die Auditoren ist die Vorbereitung auf-
wändig und umfangreich, denn das Audit muss
straff geplant, aber bei Bedarf situativ angepasst
werden. Auditoren, die bereits nach QES
plus
prü-
fen oder die Absicht haben dies zu tun, weisen
erwachsenenpädagogische Kompetenz nach,
sind fachkompetent, unabhängig und unpartei-
isch. Sie sind mit den Arbeitsbedingungen von
Weiterbildungseinrichtungen vertraut und kennen
das Modell QES
plus
sehr gut.

QES
plus
Vorbereitung auf die Zertifizierung
und die Zertifizierung selbst gestalten
sich als reflektierter Lernprozess und
stellen bereits eine effektive Vorberei-
tung auf ein Wiederholungsaudit dar.
Somit wird eine permanente Qualitäts-
entwicklung gewährleistet
Testierung als Lernprozess –
Erfahrungen aus den
ersten Zertifizierungen nach QES
plus
23

24
QES
plus
Testierung als Lernprozess –
Erfahrungen bei den Zertifizierungen nach
QES
plus
Um die Arbeit an und mit QES
plus
als integralen
Bestandteil des Arbeitsalltags und nicht als etwas
Zusätzliches zu begreifen, ist oft ein längerer
Prozess in den Einrichtungen erforderlich.
Wieweit dieses Verständnis vorhanden ist und in
der Alltagspraxis schöpferisch umgesetzt wird,
kann durch Zertifizierungsaudits aufgezeigt wer-
den. Im Folgenden sollen die Erfahrungen der
Einrichtungen aus der Zertifizierung durch den
TÜV Thüringen e. V. dargestellt werden. Dazu
wurden acht geprüfte Einrichtungen befragt und
die Aussagen verallgemeinernd zusammenge-
fasst.
Vorbereitung und
Durchführung der Zertifizierung
In allen Einrichtungen bereiteten sich die Füh-
rungskräfte und Mitarbeiter intensiv auf die Zerti-
fizierung vor. Dabei konnten Erfahrungen aus
einem Probeaudit genutzt werden. Oftmals wurde
zusätzlich im Vorfeld der Zertifizierung ein stich-
probenartiges internes Audit durch die Qualitäts-
beauftragten durchgeführt. Im Vorfeld wurden in
vorbereitenden Teamsitzungen, Belegschaftsver-
sammlungen und Besuchen des Auditorenteams
des TÜV Thüringen e. V. folgende Fragen gestellt
und beantwortet:
· Wie sieht der Auditplan im Einzelnen aus?
· Welche Personen werden konkret befragt?
· Beeinträchtigt das Audit den laufenden
Arbeitsprozess?
· Werden die betreffenden Mitarbeiter die pas-
senden Antworten auf die Fragen der
Auditoren geben können?
Abschließend wurden die bereitgestellten Doku-
mente auf deren Ordnung und Zugriffsmöglichkeit
überprüft.
Die ein- bzw. zweitägigen Audits fanden in allen
Bildungseinrichtungen in einer offenen und kolle-
gial-sachlichen Atmosphäre statt. Die Kompetenz
des Auditorenteams und die gezielte Vorbereitung
seitens der Leitung und der Qualitätsbeauftragten
bildeten dafür eine gute Grundlage. In den Audits
wurden die Kernprozesse der Einrichtung betrach-
tet und gleichzeitig Hinweise für die weitere Ar-
beit abgeleitet. Dank des strukturierten Vor-
gehens nach dem Auditplan, der mit den Einrich-
tungen im Vorfeld abgestimmt worden war, konn-
ten alle Beteiligten das Audit als einen intensiven
Lern- und Arbeitsprozess erleben. Dies wurde
von allen Einrichtungen als positiv empfunden,
entsprach doch ein solches Vorgehen genau
dem Anliegen eines Audits, nämlich Stärken und
Schwachstellen im Arbeitsprozess sichtbar zu
machen.

25
QES
plus
Empfehlungen zur
Optimierung des Zertifizierungsprozesses
· Der endgültige Auditplan sollte der Einrichtung
etwa ein bis zwei Wochen vor dem Audit vor-
liegen.
· Die Auswahl der zu befragenden Personen ist
rechtzeitig zu treffen.
· Eine Liste mit unbedingt vorzulegenden
Dokumenten erleichtert die Durchführung des
Audits.
· Im Vorfeld des Audits sollten sich die Einrich-
tung und das Auditorenteam über Begriffsin-
halte verständigen, soweit es hierzu verschie-
dene Auffassungen gibt.
· Das Audit sollte nicht in eine Phase intensiver
Arbeitsbelastung der Einrichtung fallen.
· In die Auditvorbereitung sollten möglichst alle
Mitarbeiter unmittelbar integriert sein.
Reflexion des Zertifizierungsprozesses
und Konsequenzen
Am Ende des Audits waren alle Bildungseinrich-
tungen sehr zufrieden und fanden ihre Heran-
gehensweise bei der Implementierung von QES
plus
bestätigt. Der Zertifizierungsprozess wurde als
anstrengend erlebt. Gleichzeitig brachte das
Audit viele wertvolle Denkanstöße zur Weiterent-
wicklung des einrichtungsspezifischen Modells
QES
plus
. Im Fokus der weiteren Qualitätsentwick-
lung stehen Unternehmensziele, Kernprozesse,
arbeitsmarktbezogene Verwertbarkeit der Weiter-
bildung, interner Auditplan, Wirksamkeit des Qua-
litätsmanagements, Weiterbildungsnachweise
und Beschwerdemanagement.
Ausblick auf das Wiederholungsaudit
Alle Bildungseinrichtungen haben einen Auditplan
für das folgende Kalenderjahr erarbeitet, der Ak-
tivitäten, Termine und Verantwortlichkeiten regelt.
Sie haben dazu die Anmerkungen der Zertifizie-
rungsagentur ausgewertet und in ihrer Planung
berücksichtigt. Eine externe Beratungsmöglichkeit
wird vorrangig in dem bereits vorhandenen Netz-
werk gesehen. Die kollegiale Beratung unterein-
ander gilt als ein bedeutender Erfolgsfaktor bei
der Implementierung des Modells QES
plus
und der
Zertifizierung nach diesem. Die Einrichtungen
optimieren die Dokumentation des Systems und
bestimmen kompetente Mitarbeiter, die im
Rahmen interner Audits die Pflege des Qualitäts-
entwicklungssystems überwachen.
Das Wiederholungsaudit findet ein Jahr nach
Zertifikatserteilung statt. Darin wird stichproben-
artig der Fortgang der Qualitätsentwicklung sowie
die Erfüllung der selbst gestellten Aufgaben aus
dem Auditplan und der Auflagen aus dem Zerti-
fizierungsaudit überprüft werden.

26
QES
plus
Empfehlungen für potenzielle Anwender des
Qualitätsentwicklungssystems QES
plus
1. Sensibilisieren und motivieren Sie Ihre
Beschäftigten dafür, dass die Arbeit an und mit
QES
plus
in den Arbeitsalltag integriert erfolgt,
also nicht als etwas Zusätzliches zu begreifen
ist.
2. Sichern Sie von Beginn an die Beteiligung
möglichst aller Mitarbeiter an der Implemen-
tierung von QES
plus
und der Zertifizierung nach
diesem Modell.
3. Ermitteln Sie zu Beginn die Kernprozesse der
Einrichtung bzw. des Unternehmens und rich-
ten Sie danach Ihr einrichtungsspezifisches
Qualitätsentwicklungssystem aus.
4. Dokumentieren Sie wesentliche Sachverhalte
und produzieren Sie nicht zu viel Papier.
Gewährleisten Sie dabei, dass stets mit dem
aktuellen Bearbeitungsstand gearbeitet wird.
5. Erstellen Sie einen jährlichen Auditplan, der
notwendige Aktivitäten, Termine und Verant-
wortlichkeiten regelt.
6. Stimmen Sie Ihren Auditplan mit der Zertifizie-
rungsagentur ab.
7. Führen Sie im Vorfeld der Zertifizierung ein
Probeaudit durch.

image
QES
plus
Die Implementierung des
Qualitätsentwicklungssystems und
anschließende Zertifizierung gelingen
dann, wenn die dabei anstehenden
Aufgaben nicht als etwas zusätzlich
zu Bewältigendes angesehen werden.
Feierliche Übergabe der ersten
Zertifikate nach QES
plus
27

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28
QES
plus
Der Sächsische Staatsminister für Kultus,
Steffen Flath, ordnete das Modell QES
plus
in die
vielfältigen Aktivitäten des Freistaates Sachsen
zur Qualitätsentwicklung und -sicherung ein.
Er empfahl den Modellentwicklern, Kontakt
zur sächsischen Schulevaluationsagentur
aufzunehmen.
GRATULA

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29
QES
plus
Am 17. November 2005 erhielten die ersten
acht Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen
einer Veranstaltung des Sächsischen Staats-
ministeriums für Kultus und des Sächsischen
Landesbeirats für Erwachsenenbildung im
Beisein von rund 90 geladenen Gästen die
Qualitätszertifikate des TÜV Thüringen e. V..
Frau Prof. Dr. Gisela Wiesner
von der Technischen Universität Dresden
und Herr Prof. Dr. Jörg Knoll von der Universität
Leipzig stellten anschließend gemeinsam die
Entwicklung und Nutzung des Modells QES
plus
dar, die sie mit ihren Mitarbeitern durchgeführt
bzw. begleitet haben.
TION
Feierliche Übergabe der ersten Zertifikate nach QES
plus
Berufsausbildungszentrum Freital e. V.

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30
QES
GRATULA
plus
Ländliche Erwachsenenbildung im
Freistaat Sachsen
Über die Erfahrungen bei der Einführung des
Modells und beim Zertifizierungsprozess berich-
teten stellvertretend für die acht beteiligten Ein-
richtungen Herr Ralph Egler (Volkshochschule
Leipziger Land), Frau Beate Bergner (Ländliche
Erwachsenenbildung Sachsen) und Frau Astrid
Röher (Berufsausbildungszentrum Freital e. V.).
Der TÜV Thüringen e. V. bescheinigte allen acht
Einrichtungen eine anforderungsgerechte Einfüh-
rung des Modells und vor allem dessen erfolg-
reiche Anwendung im Arbeitsalltag.
Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und
Sprachgeschädigte gGmbH
Evangelische Erwachsenenbildung
Sachsen – Landesstelle

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31
TION
QES
plus
Feierliche Übergabe der ersten Zertifikate nach QES
plus
Die beiden an den Universitäten angelagerten
Organisationen QuiBB e. V. Dresden und LIWF e.V.
Leipzig werden das Modell weiter verbreiten und
Ansprechpartner für interessierte Anwender sein.
Sozial-Psychologisches Institut
Thalheim GmbH
Volkshochschule Dresden e. V.
Volkshochschule Leipziger Land
Weiterbildungsinstitut der Hochschule
Zittau/Görlitz e. V.

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32
QES
plus
Volkshochschule
Dresden

QES
plus
Kurzprofile der beteiligten
Einrichtungen
1. Berufsausbildungszentrum
Freital e. V.
2. Berufsbildungswerk Leipzig
für Hör- und Sprachgeschädigte
gGmbH
3. Evangelische Erwachsenen-
bildung Sachsen – Landesstelle
4. Ländliche Erwachsenenbildung im
Freistaat Sachsen e. V.
5. Sozial-Psychologisches Institut
Thalheim GmbH
6. Volkshochschule Dresden e. V.
7. Volkshochschule Leipziger Land
8. Weiterbildungsinstitut der
Hochschule Zittau/Görlitz e. V.
33

34
QES
plus
Einrichtungsname:
Berufsausbildungszentrum Freital e. V.
Gründungsjahr:
1991
Struktur (Rechtsform):
eingetragener Verein
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Weißeritzkreis und Landkreis Sächsische Schweiz
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
- sozialpädagogisch- orientierte Berufsvor-
bereitung bzw. Berufsausbildung für junge
Menschen, die zum Ausgleich sozialer
Benachteiligungen oder Überwindung indivi-
dueller Beeinträchtigungen besonderer Hilfe
bedürfen,
- Organisation und Durchführung von Fort-
bildungs- und Umschulungsmaßnahmen für
am Arbeitsmarkt besonders benachteiligte
Erwachsene.
Zielgruppen:
- Jugendliche aus sozial schwachem Umfeld,
- lernbeeinträchtigte Jugendliche,
- junge Erwachsene, die auf dem Arbeitsmarkt
in besonderem Maße benachteiligt sind
Kooperationspartner:
Unterrichts-Studio Pirna G
AWO Weißeritzkreis
Umweltzentrum Freital e. V.
IGS Freital GmbH
GABS Freital GmbH
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
43
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
3
Unsere Erfahrungen im Einführungsprozess
von QES
plus
:
- hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter zur
Mitwirkung bei der Einführung von QES
plus
,
- hohe Erwartungen an die Realisierung von
QES
plus
in der Einrichtung.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Unter dem Gesichtspunkt veränderter Bedin-
gungen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpoli-
tik sichern wir die Existenz und das Fortbestehen
unserer Einrichtung am Markt.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Permanente Einbeziehung und Umsetzung des
Kreislaufes von Planen, Durchführen, Auswerten,
Konsequenzen ziehen und Dokumentieren in
jedem Arbeitsbereich.
Das Modell QES
plus
ist ... :
tauglich für Weiterbildungseinrichtungen und gibt
uns ständig Impulse für ein neues Denken und
Handeln.
Kontaktmöglichkeit:
Astrid Röher
Dresdner Str. 303
01705 Freital
Tel.:
0351-6440932
Fax:
0351-6440920
e-mail: info@baz-freital.de
Internet:
www.baz-freital.de

35
QES
plus
Einrichtungsname:
Berufsbildungswerk Leipzig
für Hör- und Sprachgeschädigte gGmbH
Gründungsjahr:
1991
Struktur (Rechtsform):
gemeinnützige GmbH
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
gesamtes Bundesgebiet
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
Neben berufsvorbereitenden Maßnahmen (z.B.
AP, BvB, BVJ) findet berufliche Erstausbildung in
folgenden Berufsfeldern statt:
Metalltechnik, Holztechnik, Farbtechnik und
Raumgestaltung, Textiltechnik und Bekleidung,
Bautechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Gar-
tenbau, Wirtschaft und Verwaltung, Medien- und
Drucktechnik, Informationstechnik und Ausbil-
dung zum Zahntechniker. Das BBW führt Maß-
nahmen zur beruflichen Weiterbildung für Hörge-
schädigte durch. Das BBW bietet Beratung und
Diagnostik im Berufswahlprozess und gibt Hilfe
und Unterstützung sowohl bei Wohnortnahen
beruflichen Reha (WNR) als auch bei der Betrieb-
nahen beruflichen Reha (BNR) und bei der Ein-
gliederung in das Arbeitsleben. Das BBWL hat
auf europäischer Ebene Kooperationspartner in
Frankreich und Polen. Das BBWL hat in Zu-
sammenarbeit mit den Universitäten von Leipzig
und München ein besonderes Diagnostik- und
Beratungskonzept für die berufliche Orientierung
hör- und sprachgeschädigter Menschen entwik-
kelt. Das BBW Leipzig ist Träger für 9 Kinder-
tageseinrichtungen.
Zielgruppen:
- Hör- und sprachgeschädigte junge Erwach-
sene
- Hör- und sprachgeschädigte Erwachsene
- Lernbehinderte mit einer Hör- oder Sprach-
schädigung (BVJ)
Kooperationspartner:
Regionale Arbeitsagenturen
Jugendhilfe
Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
279 (einschließlich Mitarbeiterinnen der 9 Kitas)
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
35
Unsere Erfahrungen
im Einführungsprozess von QES
plus
:
Für die Einführung eines Qualitätsmanagement-
systems wie QES
plus
muss ein durchgängiges
Qualitätsverständnis vorhanden sein. Der Impuls
muss von der obersten Leitung ausgehen, getra-
gen wird der gesamte Prozess aber von den Mit-
arbeitern. Es ist wichtig, nicht zusätzliche Aufga-
ben zu stellen, sondern innerhalb der Q-Zirkel
Probleme anzugehen, die aktuell auf der Tages-
ordnung sind. Natürlich müssen eine ganze Reihe
von Regularien erarbeitet werden, um das Q-Sys-
tem zu installieren. Der Qualitätsmanagementbe-
auftragte kann dabei unterstützend tätig sein, in-
dem er schon klare Vorlagen erarbeitet und diese
mit den Mitarbeitern bespricht. Wichtig ist eine
klare Struktur der Dokumentation, strenge Termin-
überwachung und eine klare Zielstellung für die
einzelnen Q-Zirkel und für den Gesamtprozess.
Nach unseren Erfahrungen ist eine zu strenge
Normierung nicht günstig. Jede Organisation lebt
in ihrer eigenen Kultur und ist individuell aufge-
stellt. Wichtig ist, dass der QE-Kreis deutlich wird
und nachhaltig zum Tragen kommt.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Qualitätsentwicklung ist für uns kundenorientierte
Organisationsentwicklung.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Eine gut aufgestellte Organisation mit zufriedenen
Kunden und motivierten Mitarbeitern.
Das Modell QES
plus
ist ... :
ein Instrument der Selbstevaluation und die
Möglichkeit, zielgerichtet Verbesserungs-
potentiale in einer Organisation aufzuspüren.
Kontaktmöglichkeit:
Dr. Bärbel Sánchez
Knautnaundorfer Str. 4
04249 Leipzig
Tel.:
0341-4137390
Fax:
0341-4137488
e-mail: sanchez@bbw-leipzig.de
Internet:
www.bbw-leipzig.de

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36
QES
plus
Einrichtungsname:
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen
- Landesstelle -
Gründungsjahr:
1992
Struktur (Rechtsform):
Selbstständige Einrichtung einer Körperschaft
Öffentlichen Rechts der Ev.-Luth. Landeskirche
Sachsens.
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Freistaat Sachsen
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
Die EEB Sachsen vertritt als öffentlich anerkann-
tes Bildungswerk die auf Ganzheitlichkeit gerich-
teten Bildungsanliegen der Ev.-Luth. Landes-
kirche Sachsen. Sie fördert durch Koordination
und Unterstützung kirchlicher und gemeindlicher
Erwachsenen-Bildungsarbeit die Akzeptanz religi-
öser, kultureller und politischer Bildung an den
unterschiedlichsten Lernorten und trägt zum ver-
stärkten Engagement Freiwilliger und deren Wei-
terbildung in Kirche und Gesellschaft bei.
Bildungsangebote und Schwerpunkte sind z. B.
Weiterbildung von Multiplikatoren wie Fernstudien
Erwachsenenbildung, Seniorenbildung, Familien-
bildung; Fortbildung Trauerbegleitung; Bildung für
Menschen in der nachberuflichen Lebensphase;
Familienbildung, Persönlichkeitsbildung, Grenz-
überschreitende Zusammenarbeit mit Osteuropa,
Projekt „Kirchen öffnen“, Service für Weiterbildner
wie Bibliothek, Materialerstellung, Referentinnen-
und Referenten-Datei, Beratung.
Zielgruppen:
Die Bildungs- und Begegnungsangebote der EEB
Sachsen stehen allen Menschen – ungeachtet
ihrer Religion und Weltanschauung – offen. An
den jeweiligen Bildungsorten und in den verschie-
denen Bildungszusammenhängen im Verbund
werden spezielle Gruppen erreicht. Dazu gehören
Menschen in ähnlichen Lebenslagen, Eltern,
Menschen in der nachberuflichen Lebensphase,
Männer und Frauen in ähnlichen sozialen Situati-
onen, Arbeitslose, Ausländer, Menschen mit
Behinderung, Ehrenamtliche. Multiplikatoren sind
ebenso wichtige Zielgruppen wie Verantwortung
Tragende in Kirche, Politik und Gesellschaft. Die
Verantwortung für sozial Schwache und bildungs-
ferne Menschen hat einen hohen Stellenwert.
Kooperationspartner:
In der EEB Sachsen arbeiten kirchliche und
selbstständige Einrichtungen in einem Verbund
zusammen. Neben den unterschiedlichen Ko-
operationen der Mitglieder der EEB Sachsen
kooperiert die Landesstelle mit weiteren Bildungs-
einrichtungen im Freistaat, so z. B. mit der
Landeszentrale für politische Bildung, den Volks-
hochschulen, den Universitäten, Bildungs- und
Begegnungsvereinen, und auf Bundesebene, so
z. B. mit der Deutschen Evang. AG und der
Kathol. Bundes-AG für Erwachsenenbildung und
der Bundes-AG Arbeit und Leben etc.
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
3
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
2
Unsere Erfahrungen im
Einführungsprozess von QES
plus
:
Der Einstieg in QES
plus
gelang problemlos. Das
Einbeziehen der einzelnen Weiterbildungsein-
richtungen in die Gestaltung des Systems und
der hohe Grad an Flexibilität und Anpassungs-
fähigkeit erwiesen sich als ausgesprochen hilf-
reich für das QM in der praktischen Bildungs-
arbeit unserer stark gegliederten Einrichtung. Die
Netzwerkarbeit mit sehr unterschiedlichen Part-
nern brachte und bringt für den Qualitätsentwick-
lungsprozess in unserer Einrichtung viele wert-
volle Anregungen. Die Beteiligung am Projekt
QES
plus
hat in der EEB Sachsen zu stärkerer
Systematisierung verholfen, viele Prozesse konn-
ten klarer strukturiert und sachgerechter geleitet
werden. Bewährt haben sich besonders der An-
satz bei den vorhandenen Stärken, die auf das
Beteiligen aller Mitarbeitenden angelegte Arbeits-
weise und das damit verbundene Schaffen von
Erfolgserlebnissen in der alltäglichen Arbeit.
Jedes System von Qualitätsentwicklung birgt in
sich die Gefahren von Formalisierung und Über-
strukturierung. Deshalb sind von vornherein im
Q- System genügend Freiräume für pädagogische
Prozesse einzuplanen, die sich einer engen For-
malisierung entziehen. Es muss noch mehr Wert
auf eine zeit- und ressourcensparende Dokumen-
tation gelegt werden, für die eine elektronische
Unterstützung wünschenswert wäre.

37
QES
plus
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Die Zufriedenheit von Teilnehmenden, Mitarbei-
tenden und Auftraggebern ist ein zentrales
Anliegen der Qualitätsarbeit in der EEB Sachsen.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Der Qualitätskreislauf von Planen – Durchführen –
Auswerten – Konsequenzen ziehen geht allen
Mitarbeitenden so in Fleisch und Blut über, dass
es nur noch weniger begleitender Regulierungen
bedarf, um den QE- Prozess als „Selbstläufer“ zu
gestalten.
Das Modell QES
plus
ist ... :
QES
plus
ist als ein und sehr praxisorientiertes
Qualitätsmanagementsystem hervorragend
Einrichtungsname:
Ländliche Erwachsenenbildung im Freistaat
Sachsen e. V.
Gründungsjahr:
1990
Struktur (Rechtsform):
Landesorganisation der Weiterbildung – eingetra-
gener gemeinnütziger Verein
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Freistaat Sachsen mit der Landesgeschäftsstelle
Dresden und den Regionalbüros und Außen-
stellen Annaberg, Pressel, Brand-Erbisdorf,
Zwickau, Kamenz, Chemnitz und Leipzig
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
- organisiertes und pädagogisch begleitetes
selbstgesteuertes Lernen (Weiterbildung)
außerhalb der schulischen Bildungsgänge
- berufliche Fort- und Weiterbildung
- nationale und internationale Projektarbeit
Zielgruppen:
- Bevölkerung im ländlichen Raum – Vereine
- Führungskräfte und Beschäftigte von Klein-
und mittelständischen Unternehmen
- sozial benachteiligte und bildungsungeübte
Gruppen
geeignet, für unterschiedliche Bildungseinrich-
tungen die mannigfachen Bedingungen, die den
Lernprozess bestimmen, in den Blick zu nehmen
und sowohl in den Strukturen der Einrichtung als
auch bei den Dienstleistungen Qualitätsentwick-
lung als kontinuierlichen Prozess anzustoßen, zu
systematisieren und fortzuführen.
Kontaktmöglichkeit:
Kristin Thöring, Karl-Heinz Maischner
Barlachstraße 3
01219 Dresden
Tel.:
0351/4717295
Fax:
0351/4720932
e-mail:
landesstelle@eeb-sachsen.de
Internet::
www.eeb-sachsen.de
Kooperationspartner:
- Verbände, Vereine und Initiativen im ländlichen
Raum
- Institutionelle Einrichtungen der beruflichen
Fort- und Weiterbildung
- Wirtschafts- und Sozialverbände
- Akademische Forschungs- und Bildungs-
einrichtungen
- Ministerien, Behörden, Kommunen und
Verwaltungen
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
14
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
3
Unsere Erfahrungen im
Einführungsprozess von QES
plus
:
Das Modell QES
plus
hat uns als
Weiterbildungseinrichtung folgende Erfahrungen
vermittelt:
- Das Modell ist prozessorientiert und trans-
parent
- Es besitzt eine klare Strukturierung, einen
systematischen Aufbau und gewährleistet die
eindeutige Zuordnung der Unternehmens-
prozesse
- Die Schwerpunkte des QES-Modells sind auf
den Kern der pädagogischen Arbeit gerichtet

image
QES
plus
38
Durch die Auseinandersetzung mit diesem Modell
konnte eine Prozessoptimierung erreicht werden,
welche zur weiteren positiven Entwicklung unse-
rer Einrichtung beiträgt.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Prozessoptimierung und Kundentransparenz zur
Entwicklung innovativer, markt- und konkurrenz-
fähiger Weiterbildungsangebote im Kontext mit
der Wahrnehmung der pädagogischen Verant-
wortung.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Entwicklung, Unterstützung und Begleitung des
lebenslangen Lernens, auch bei der Heranfüh-
rung bildungsferner Schichten.
Einrichtungsname:
Sozial-Psychologisches Institut Thalheim GmbH
Gründungsjahr:
1992
Struktur (Rechtsform):
GmbH
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Sachsen, Thüringen, Bayern
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
- die Einrichtung ist in die Bereiche „Aus- und
Weiterbildung“ sowie „Beratung“ gegliedert
- Schwerpunkte: Ausbildungssektor mit den
Fachschulbereichen „Heilerziehungspflege/
Heilpädagogik“ sowie Berufsfachschule für
„Physiotherapie/Medizinischer
Bademeister/Masseur“
- weiterhin: Weiterbildung für Erzieherinnen der
Integrativarbeit, Weiterbildung für Menschen
mit Lernschwierigkeiten, Weiterbildung für
Leiterinnen von Kindertagesstätten, Weiterbil-
dung für Mitarbeiter im Bereich Sozialpsychi-
atrie, Weiterbildung für Erzieherinnen in Kinder-
tagesstätten zum Bildungsauftrag
- Vermittlung fachlicher Kenntnisse aus wissen-
schaftlichen Grundlagengebieten der entspre-
chenden Berufsbilder sowie zu berufsspezifi-
Das Modell QES
plus
ist ... :
ein zukunftsorientiertes Instrumentarium zur
Entwicklung der Bildungslandschaft.
Kontaktmöglichkeit:
Frau Beate Bergner, Herr André Richter
Ländliche Erwachsenenbildung im Freistaat
Sachsen e. V.
Schnorrstraße 70
01069 Dresden
Tel.:
0351-4768105
Fax:
0351-4768105
e-mail:
dd@leb-sachsen.de
Internet:
www.leb-sachsen.de
schen Handlungsformen für unterschiedliche
Praxisfelder
- Mitarbeit an der Erarbeitung und Umsetzung
von Curricula in den entsprechenden Aus- und
Weiterbildungsbereichen
- Einbindung/Mitwirkung in die berufsständige-
politische Arbeit entsprechender Fachver-
bände der Aus- und Weiterbildungsbereiche
bzw. Berufsverbände
- europäische Zusammenarbeit mit Bildungsein-
richtungen
Zielgruppen:
- Mitarbeiter und Leiter
· von Einrichtungen der Behindertenhilfe
· in integrativen Arbeitsfeldern
· der Einrichtungen für Jugendhilfe
· der Einrichtungen der Erziehungshilfe
· von sozialpsychiatrischen Einrichtungen
- Menschen, die Interesse haben am Erlernen
und Umsetzen fachkompetenter Hilfe, Bera-
tung und Begleitung von Menschen mit Be-
hinderungen oder drohenden Behinderungen
- Menschen mit Lernschwierigkeiten und
Verhaltensauffälligkeiten

QES
plus
39
Kooperationspartner:
- verschiedene Einrichtungen und Träger der
Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Erziehungshilfe
- europäische, bundes- und landesweite
Partnerschulen
- Ministerien, Behörden, Verwaltungen
- Selbsthilfegruppen, Vereine, Verbände
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
Festangestellte Lehrkräfte: 15
Honorardozenten: 19
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
Verwaltungsbereich Schülerangelegenheiten: 1
Verwaltungsbereich Personal: 1
Unsere Erfahrungen im
Einführungsprozess von QES
plus
:
- Modell/ System QES
plus
ist eine hilfreiche
Strukturierungsmöglichkeit, um Prozesse zu
beleuchten und zu bearbeiten i. S. von
Effektivierung/Rationalisierung, um Verant-
wortungsgebiete und Befugnisse zu klären/
sichtbar zu machen und Informationswege
intern/ extern zu hinterfragen (SOLL- IST-
Abgleich)
- Transparenz aller ablaufenden Prozesse zu
intensivieren
- engere Verflechtung von Aufgaben- und Ver-
antwortungsbereichen aller Beteiligten ge-
lungen
- Einbeziehung aller MA in den Prozess gelun-
gen, intensive Interaktions- und Kommuni-
kationsmöglichkeiten genutzt
- Motivation und Bestätigung erreichter Ergeb-
nisse, Bewusstmachen des Entwicklungs-
standes der Einrichtung, objektiver Blick auf
Ressourcen und Diskussion zu Möglichkeiten,
diese zu erschließen
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Wir reden nicht über Qualität, wir leben sie!
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Anspruch und Wirklichkeit der Qualität unserer
Arbeit stimmen überein!
Das Modell QES
plus
ist ... :
aus unserer täglichen Arbeit nicht mehr wegzu-
denken!
Kontaktmöglichkeit:
Frau Dr. Elke Stodolka, Frau Heike Dittrich
Stollberger Straße 22a
09380 Thalheim
Tel.:
03721-2696432
Tel.:
03721-2696440
Fax:
03721-2696437
e-mail:
kontakt@spi-thalheim.de
Internet:
www.spi-thalheim.de

image
QES
plus
40
Einrichtungsname:
Volkshochschule Dresden e. V.
Gründungsjahr:
1919
Struktur (Rechtsform):
eingetragener Verein
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Dresden und Umgebung
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
Gegründet 1919, sind wir die traditionsreichste
und bekannteste öffentliche Weiterbildungsein-
richtung der Stadt Dresden. Unser Auftrag ist es,
Bildung für alle anzubieten, d. h. unsere Bildungs-
angebote sind allgemein zugänglich durch inhalt-
liche, methodische und organisatorische Vielfalt;
unsere Präsenz in über 60 Unterrichtsorten der
Stadt; die Berücksichtigung von Zielgruppen-
interessen und ein angemessenes Preis-/Leis-
tungsverhältnis. Unser Angebot orientiert sich
sowohl an der Nachfrage als auch an unserem
öffentlich vorgegebenen, der Nachhaltigkeit der
demokratischen Entwicklung verpflichteten
Bildungsauftrag.
· Fortbildung
· Umschulung
· Kompetenztraining
· Beratung / Service / Tagungen / Sonstige
· Coaching
· Forschung
· (Bildungs-)Projekte
· Firmenweiterbildung
· (Erst)Ausbildung
Zielgruppen:
alle Bevölkerungsschichten
Kooperationspartner:
- Bundesagentur für Arbeit
- DVV, SVV
- Dresdner Firmen u. U., Mittelstand
- IHK, Handwerkskammer, Ingenieurkammer
- Universitäten, Berufsakademie
- Stadtverwaltung, Stadtsparkasse, Städtische
Bibliotheken
- Dresdner Schulen
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
15 pädagogische Mitarbeiter, davon
- 1 Geschäftsführer
- 5 Fachbereichsleiter
- 7 Sachbearbeiterinnen
- 1 pädagogische Mitarbeiterin Fachbereich
Sprachen
- 1 Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
1 Verwaltungsleiter
7 Sachbearbeiterinnen
Unsere Erfahrungen im Einführungsprozess
von QES
plus
:
Die Einführung von QES
plus
war kompliziert, da wir
uns bisher nur partiell mit Qualitätsmanagement-
systemen beschäftigen mussten. Da wir jedes
Jahr neue Steigerungen der verkauften Unter-
richtseinheiten und Teilnehmer ohne ein QMS
erreichten, war es zunächst sehr schwierig die
Notwendigkeit solch eines Systems zu erklären.
Erschwerend kam hinzu, dass Mitte 2004 der
Direktor der VHS in den Ruhestand ging und die
Übergangsperiode einige Zeit in Anspruch nahm.
Letztendlich erwies sich QES
plus
auch als prakti-
kables System um Ordnung in die Vielzahl der
vorhandenen Dokumente zu bringen und Lücken
bei der Qualitätssicherung aufzuzeigen.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Unser Ziel ist es, mit einem qualitativ hochwerti-
gen, kundenorientierten, breiten und tiefen
Bildungsangebot zu sozialverträglichen Konditi-
onen allen Dresdner Bürgern den Zugang zu
lebenslangem Lernen zu ermöglichen.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Wir planen unsere Angebote in einem angemes-
senen Verhältnis von Innovation und Kontinuität
und balancieren dabei pädagogische Arbeit und
effizientes wirtschaftliches Handeln immer wieder
neu aus.
Volkshochschule
Dresden

image
QES
plus
41
Das Modell QES
plus
ist ... :
für uns Grundlage für effektives qualitätsorientier-
tes Handeln in der Weiterbildung und gewährlei-
stet die kontinuierliche Verbesserung unserer
Arbeit.
Einrichtungsname:
Volkshochschule Leipziger Land
Gründungsjahr:
1990
Struktur (Rechtsform):
Die VHS Leipziger Land ist ein Betriebsteil des
Eigenbetriebes „Kommunaler Eigenbetrieb
Kultuseinrichtungen“ des Landkreises Leipziger
Land
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Landkreis Leipziger Land mit Geschäftsstellen in
Borna, Geithain und Markkleeberg
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
Die Volkshochschule Leipziger Land als kommu-
nale Einrichtung der Erwachsenenbildung/ Weiter-
bildung des Landkreises Leipziger Land nimmt
bildungspolitische Aufgaben in öffentlicher Ver-
antwortung war und befördert die Qualifizierung
sowie gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe der
Bürger. Im Spannungsfeld von Globalisierung und
Regionalisierung erwachsen aus dem auch span-
nungsreichen Strukturumbruch im Südraum
Leipzig vielgestaltige Herausforderungen für das
private und gesellschaftliche Leben der Bürger
des Landkreises. Eine neue Lernkultur, die das
lebenslange Lernen für alle ermöglicht und unter-
stützt und diesen Herausforderungen begegnet
ist Gegenstand unserer Arbeit. Durch Bildungs-,
Veranstaltungs- und Begegnungsangebote in den
Fachbereichen Politik-Gesellschaft-Umwelt,
Kultur-Gestalten, Gesundheit, Sprachen, Arbeit
und Beruf beteiligen wir uns an der nachhaltigen
Ausprägung von Kernkompetenzen des 21. Jahr-
hunderts, der Schaffung moderner, nutzer-
orientierter Lernstrukturen. Die Arbeit der Volks-
Kontaktmöglichkeit:
Frau Dr. Nadja Naumann, Herr Ivo Gerhard
Schilfweg 3
01237 Dresden
Tel.:
0351-254400
Fax:
0351-2544025
e-mail:
post@vhs-dresden.de
Internet:
www.vhs-dresden.de
hochschule ist Teil des öffentlichen Lebens und
lebt von der Zusammenarbeit. Ihre Beteiligung
am gesellschaftlichen Leben in der Region, ihre
Mitwirkung in gesellschaftlichen Gremien und
Initiativen ermöglichen Chancen ihrer Weiterent-
wicklung und Bedeutung.
Zielgruppen:
Erwachsene, Jugendliche/Kinder, Senioren,
Migranten, Familien, Firmen, Verbände, Vereine,
Kommunen, Behörden, geförderte Maßnahmen
(Bundesagentur), ARGE, ESF
Kooperationspartner:
- Volkshochschulen im Sächsischen und
Deutschen Volkshochschulverband
- Projekt „Lernende Region Leipzig“
- Universitäten und Fachhochschulen sowie
Kommunen und Behörden
- Netzwerk QES
plus
- private Bildungsträger
- Medienpartnerschaften mit dem
Mitteldeutschen Rundfunk und der Leipziger
Volkszeitung
- Verbände und Vereinigungen der regionalen
und überregionalen Wirtschaft
- Krankenkassen
- Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
1 Leiter
1 Fachbereichsleiter Politik-Gesellschaft-Umwelt
1 Fachbereichsleiterin Kultur-Gestalten-
Gesundheit
1 Fachbereichsleiterin Sprachen
1 Fachbereichsleiter Arbeit und Beruf

QES
plus
42
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
3 Verwaltungsmitarbeiter
Unsere Erfahrungen im
Einführungsprozess von QES
plus
:
An unserer Einrichtung bestand vor der Einfüh-
rung von QES
plus
keine systematische zielgerichte-
te Qualitätsentwicklungsarbeit. Natürlich gab es
Bemühungen qualitative Arbeit zu leisten, jedoch
kaum regelgeleitet. Besonders dienlich erwies
sich die Etablierung verschiedener Ebenen der
Qualitätsentwicklungsarbeit. Eine Qualitätsgruppe
übernahm die Koordinierung und inhaltliche
Durchdringung des Prozesses. Die Organisation
von Qualitätszirkeln zu Qualitätsthemen sicherte
die spezifische themenbezogene Beteiligung der
Mitarbeiter/innen im Implementierungsprozess.
Regelmäßig stattfindende Qualitätsworkshops
ermöglichten die Zusammenführung, Systema-
tisierung und Sicherung der erreichten Ergeb-
nisse. Qualitäts- und Organisationsentwicklung
verlaufen so parallel und vernetzt und führen zu
regelgeleitetem Handeln. Wichtig für die Arbeit in
der eigenen Einrichtung ist der Erfahrungsaus-
tausch mit den anderen implementierenden Ein-
richtungen im bestehenden Netzwerk QES
plus
.
Zunehmend gelang es, durch gemeinsame Dis-
kussionen zu neuen Erkenntnissen und möglichen
Umsetzungsverfahren zu gelangen.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Die Sicherstellung und Entwicklung der erwach-
senenpädagogischen Qualität, d. h. der Hand-
lungskompetenz des Personals zur Planung,
Gestaltung und Auswertung erwachsenengerech-
ter Lehr- und Lernprozesse zum Nutzen und zur
Zufriedenheit unserer Kunden.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
Die Generierung der Nachhaltigkeit der avisierten
Prozesse durch die Etablierung des Qualitätsent-
wicklungskreises – kontinuierlich auf alle Leis-
tungsbestandteile angewendet, verbindet und
verknüpft er Planung, Durchführung, Auswertung
und Ableitung von Konsequenzen einschließlich
der Dokumentation aller Schritte.
Das Modell QES
plus
ist ... :
unser theoretisches und methodisches Funda-
ment unserer Qualitätsentwicklungsarbeit. Wir
knüpfen Qualitätsentwicklung an die Identifikation
und Gestaltung von Kernprozessen; das Modell
QES
plus
dient uns dabei in seiner Struktur mit den
Bereichen, Sektoren und Bestandteilen grund-
sätzlich als theoretisches und methodisches
Fundament unserer Qualitätsentwicklungsarbeit.
Kontaktmöglichkeit:
Herr Ralph Egler, Frau Kathrin Schöttel
Ossaer Weg 24
04643 Geithain
Tel.:
034341-42936
Fax:
034341-41234
e-mail:
info@vhs-leipzigerland.de
Internet:
www.vhsleipzigerland.de

image
QES
plus
43
Einrichtungsname:
Weiterbildungsinstitut der Hochschule
Zittau/Görlitz e. V.
Gründungsjahr:
2002
Struktur (Rechtsform):
eingetragener Verein im Vereinsregister der Stadt
Görlitz
Geographisch-räumlicher Einzugsbereich:
Stadt Görlitz, Gebiet der Euroregion Neiße,
Sachsen und Brandenburg
Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:
Die Hauptaufgabe des WBI besteht darin, die
grenzüberschreitende wissenschaftliche Weiter-
bildung in der Region zu befördern und deren
Qualität zu sichern. Dies geschieht in enger Zu-
sammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz,
anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie
mit Unternehmen der Region in den Bereichen
der fachlichen, fachunabhängigen und didakti-
schen Weiterbildung. Einen Schwerpunkt bilden
dabei grenzüberschreitende Aktivitäten mit Polen
und anderen Ländern Osteuropas.
Entsprechende Expertisen sind vorhanden. Je
nach Bedarf konzipiert, koordiniert und organi-
siert das Weiterbildungsinstitut für Nachfrager ein
individuell zugeschnittenes modularisiertes Ange-
bot. Die Weiterbildungsinhalte zeichnen sich
dabei sowohl durch einen Bezug zu relevanten
Wissenschaftsgebieten als auch zur jeweiligen
Praxis aus. Durch handlungs-, problemlösungs-
und teamorientierte Arbeitsformen sollen die
Lernenden in die Lage versetzt werden, nachhal-
tig verwertbare fachbezogene und fachunabhän-
gige Kompetenzen zu erwerben. Die Befähigung
zu selbstgesteuertem Lernen als Voraussetzung
für lebenslanges Lernen und der effektive Um-
gang mit neuen Medien haben einen hohen Stel-
lenwert in allen Veranstaltungen des Weiterbil-
dungsinstitutes. Hierdurch soll die Transformati-
onskompetenz und Anpassungsfähigkeit von
Arbeitnehmern und Unternehmen in einer Zeit,
die durch einen schnellen und kontinuierlichen
Wandel geprägt ist, erhöht werden. Ein weiterer
Dienstleistungsbereich des Weiterbildungsinsti-
tuts ist die Qualitätssicherung in Bildungs- und
Qualifizierungsprojekten. Hier ist durch die Be-
teiligung der Direktorin des WBI an nationalen
und internationalen Projekten mit der Aufgaben-
stellung der formativen (prozessbegleitenden)
Evaluation eine entsprechende Expertise vorhan-
den. Das WBI beteiligt sich und übernimmt in
zunehmendem Maße Verantwortung an regiona-
len Entwicklungen und Prozessen. Hierbei hat es
zumeist moderierende und steuernde Funktionen
inne zur Erhöhung der Prozess- und Ergebnis-
orientierung (z. B. Initiator und Motor des Lokalen
Bündnisses für Familie Görlitz).
Zielgruppen:
- Absolventen der Hochschule Zittau/Görlitz
- Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen regionaler und
überregionaler Unternehmen, sozialer und kul-
tureller Institutionen
- weibliche Fach- und Führungskräfte
- Existenzgründer
- arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte
Akademiker
- arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte
Fach- und Führungskräfte
- Bürger aus der Region
- ältere Menschen
- Menschen mit besonderen Lebenserschwer-
nissen („Behinderte“)
Kooperationspartner:
Hochschule Zittau/Görlitz
Internationales Begegnungszentrum
St. Marienthal
Anzahl der pädagogischen Mitarbeiter:
1 Direktorin
3 Projektbearbeiter
Diverse Honorarmitarbeiter
Anzahl der Verwaltungsmitarbeiter:
1 Organisationsbüromitarbeiter (Teilzeit)
Unsere Erfahrungen im
Einführungsprozess von QES
plus
:
Der Einführungsprozess bei den fest angestellten
Mitarbeitern ging zügig von statten, da das Mo-
dell bereits bekannt war. Schwieriger war es mit
Honorarkräften und Praktikanten, wobei letztere,
begünstigt durch die vorgegebene Ausrichtung
des Praktikums, eng in die Implementierung im
WBI einbezogen wurden. Die ständigen Personal-
fluktuationen erschweren jedoch den Implementie-
rungs- und Umsetzungsprozess. Honorarkräfte
konnten nur bedingt mit in den Prozess einbezo-
gen werden.

Primäres Ziel unserer Einrichtung war die Etablie-
rung einer praktikablen Aktenablage, sowohl in
Papierform als auch im PC. Dies ist uns gelun-
gen! Das Modell QES
plus
und der Austausch im
Netzwerk hat uns inspiriert, ein eigenes System
zu entwickeln. Sodann ging es an die angeleitete
Bearbeitung der Komponenten auf der Einrich-
tungs- und Dienstleistungsseite.
Unser Hauptziel der Qualitätsentwicklung:
Wir wollen die Arbeitsorganisation auf der
Dienstleistungs- und Einrichtungsseite sinnvoll
und machbar strukturieren und organisieren.
Unsere Vision von Qualitätsentwicklung:
„Lebe das Leben – gelebte Qualitätsentwick-
lung“: mit hoher Beteiligung aller Beteiligten auf
dem richtigen Weg sein!"
Das Modell QES
plus
ist ... :
zu überblicken und gibt wichtige Impulse für die
Entwicklung unserer Einrichtung!
Kontaktmöglichkeit:
Frau Prof. Dr. Jutta Blin
Herr Robert Viertel
Obermarkt 17
02826 Görlitz
Tel.:
03581-476415
Fax:
03581-476415
e-mail:
wbi@hs-zigr.de
Internet:
www.wbi-goerlitz.de
QES
plus
44

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Weitere Informationen sind erhältlich bei:
Kontakt:
Qualität in Bildung und Beratung e.V. (QuiBB)
PF 202711
01193 Dresden
Telefon: 0351 46331664
Telefax: 0351 46337158
E-Mail: info@quibb.de
www.quibb.de
Kontakt:
Leipziger Institut für angewandte
Weiterbildungsforschung e.V. (LIWF)
Karl-Heine-Straße 22b
04229 Leipzig
Telefon: 0341 9731470
Telefax: 0341 9731479
E-Mail: info@weiterbildungsforschung.de
www.weiterbildungsforschung.de