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Inhaltsverzeichnis
1. Grundsätze und Ziele
S.2
2. Schulische Ausbildung / Unterrichtsentwicklung
S.4
2.1.Innere Kooperationsstrukturen
S.4
2.1.1. Leitungsgremien
S.5
2.1.2. Klassen- und Jahrgangsstufen
S.5
2.1.3. Unterbringung im Internat
S.6
2.1.4. Schulische Ausbildung
S.7
2.1.4.1.Lernen lernen
S.8
2.1.4.2.Kommunikation und Sozialkompetenz (KOSO)
S.10
2.1.4.3.Förderunterricht
S.11
2.1.4.4.Ganztagesangebote (GTA)
S.11
2.1.4.5.Traditionen am Sächsischen Landesgymnasium für Sport
Leipzig
S.12
2.1.4.6.Sportpsychologie
S.13
2.1.4.7.Stressintervention
S.13
2.1.4.8.Ernährungsberatung
S.14
2.2. Schulisches Qualitätsmanagement
S.15
2.3. Fortbildungskonzept des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport
Leipzig
S.17
3. Sportliche Ausbildung
S.20
3.1. Schwerpunktsportarten und Organisation des Profilsports
S.20
3.2. Arbeit mit der Jahresplanung
S.20
3.3. Aufnahme und Verbleib
S.21
4. Äußere Kooperationsstrukturen
S.22
4.1. Arbeit im Regionalteam
S.22
4.2. Schulverbund mit der Sportoberschule Leipzig
S.22
4.3. Zusammenarbeit mit der Sportwissenschaftlichen Fakultät der
Universität Leipzig und dem Institut für Angewandte
Trainingswissenschaften ( IAT)
S.23
5. Finanzen
S.24
6. Sächliche Ressourcen
S.24
7. Öffentlichkeitsarbeit
S.26

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1. Grundsätze und Ziele
Das Sächsische Landesgymnasium für Sport Leipzig ist ein Gymnasium mit vertiefter
sportlicher Ausbildung in Trägerschaft des Freistaates Sachsen.
Mit Stolz blicken wir auf eine mehr als 60-jährige Sportschultradition zurück, die uns
Ansporn und Verpflichtung ist.
Wir stellen uns der Aufgabe, optimale Voraussetzungen zu schaffen, die gymnasiale
Ausbildung mit der gleichzeitigen Förderung besonderer sportlicher Begabungen unserer
Schülerinnen und Schüler miteinander zu verknüpfen. Dabei werden die Inhalte der
leistungssportlichen Ausbildung und die Anforderungen der gymnasialen Sekundarstufen I
und II zielorientiert, individuell und konsequent fördernd und fordernd auf eine systematische
Talententwicklung abgestimmt.
Dabei nehmen die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler begleitend und unterstützend
Einfluss auf die den jungen Sportlerinnen und Sportlern gestellten Anforderungen, Leistungen
und Entwicklungen im schulischen und sportlichen Bereich. Dazu nutzen sie unsere
Homepage, verfolgen und betreuen die Jahresplanung gemeinsam mit ihren Kindern und
halten regelmäßigen Kontakt mit Lehrerinnen und Lehrern, Trainerinnen und Trainern sowie
Internatserzieherinnen und -erziehern. Eltern unterstützen und ermöglichen Training und
Wettkampf: das bedeutet Erziehung zur Selbständigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe und Förderung
sportgerechter Ernährung und Lebensweise.
Unseren engagierten jungen Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern gebührt
Anerkennung für ihr tägliches Ringen um Höchstleistungen. Leistungsstreben, Aktivität,
Selbstüberwindung, Kreativität, Teamfähigkeit, Ausdauer, Fairness, Toleranz,
Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein sind nicht nur Grundwerte des Sports,
sondern bilden den Rahmen für Inhalte und Ziele der Bildungs- und Erziehungsarbeit aller am
Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig mitwirkenden Lehrerinnen und Lehrer,
Trainerinnen und Trainer und Erzieherinnen und Erzieher.
Unsere Lehrerinnen und Lehrer richten sich an folgenden Maßstäben aus:
-
ein respektvolles Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden
-
die regelmäßige, individuelle Kontaktpflege mit den Eltern, Trainerinnen und Trainern
und Erzieherinnen und Erziehern

3
-
gezielte Fördermaßnahmen für sportlich hochbelastete Schülerinnen und Schüler,
getragen vom Interesse an den sportlichen Erfolgen der uns anvertrauten Kinder und
Jugendlichen
-
die konsequente Umsetzung unseres pädagogischen und erzieherischen Auftrages
-
überdurchschnittliches Engagement in Schule und Sport auch im außerschulischen
Bereich
-
stetige fachliche, pädagogische und didaktische Qualifizierung
-
eine effiziente, interessante und binnendifferenzierte Unterrichtsgestaltung
Unsere Profilsportlehrerinnen und Profilsportlehrer stehen für:
-
eine hohe fachliche und soziale Kompetenz in den Sportarten
-
die permanente Koordination als Hauptbindeglied zwischen Sportlerrinnen und
Sportlern, Schule, Internat, Vereinen, Eltern und Verbänden
-
das Stimulieren und Nutzen von Synergie-Effekten durch sportartübergreifende
Zusammenarbeit
-
die Gewährleistung einer sinnvollen Verbindung von Schulsport- und
Profilsportlehrplänen
-
die engagierte Koordination und Begleitung von Wettkämpfen, Trainingslagern und
Lehrgängen
-
die Unterstützung und Weiterbetreuung unserer Sportlerinnen und Sportler über das
Schul- bzw. Karriereende hinaus
Ein klares Bekenntnis zum dopingfreien Sport vereint uns und unsere externen Partner zu
einer gleichgesinnten Leistungsgemeinschaft, die es sich zum Ziel setzt, unsere Schule als
einen Lernort zu gestalten, in dem Raum für individuelle Entfaltung und Geborgenheit aller
Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist. Wir sind eine Schule, in der Körper und Seele
gesund erhalten werden sollen, in der mit Freude, Neugier und ohne Angst gelernt werden
kann, in der Kernkompetenzen bei den jungen Menschen herausgebildet werden, die sie
befähigen, allen Herausforderungen ihrer Zukunft gewachsen zu sein.
In enger Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus, der Sächsischen
Bildungsagentur- Regionalstelle Leipzig, dem Landessportbund Sachsen e.V., dem
Olympiastützpunkt, dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaften, der Universität
Leipzig, den Sportvereinen und der Elternschaft entwickeln wir das Sächsische
Landesgymnasium für Sport Leipzig zu einem Ort erfolgreicher Kooperation, der beste

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Bedingungen bietet, damit Kinder und Jugendliche erfolgreich leistungsorientiert Sport
treiben können. Hierzu ermöglicht der Freistaat Sachsen Rahmenbedingungen, die
gewährleisten, dass die pädagogisch-soziale Betreuung leistungsorientiert Sport treibender
Kinder im Sinne der Humanisierung des Leistungssports gegeben ist.
Unsere Schule ist modern und zeitgemäß. Wir treten für Offenheit im sozialen Umfeld, für die
Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler, für ein
soziales Lernen und Miteinander in Schule und Sport, sowie insbesondere für eine Kultur des
demokratischen Leistungsstrebens ein. Gemeinsam begreifen wir unsere lernende Schule als
Lebensraum, den wir gestalten, verantworten und schützen.
Als Ganztagesschule stimmen wir Unterricht und Training im sinnvollen Wechsel
aufeinander ab. Für auswärtige Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit der
Unterbringung in unserem Internat. Damit ist die Schule offen für Talente aus ganz Sachsen
und dem gesamten Bundesgebiet.
Unterrichtsentwicklung, Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung durch interne und
externe Evaluationsprozesse geben unserer Einrichtung als lernender Schule notwendige
Impulse und Rückkopplungen zum Erreichen und Optimieren unserer Zielvorgaben.
In der Zusammenarbeit mit der Sportoberschule Leipzig sehen wir das Sächsische
Landesgymnasium für Sport Leipzig als wichtigen Faktor bei der Umsetzung des
Leistungssportkonzepts des Freistaates Sachsen. In Kooperation mit anderen sportbetonten
Schulen der Bundesrepublik Deutschland, den Spitzenfachverbänden, der Stadt Leipzig, der
deutschen Sporthilfe und der deutschen Wirtschaft wollen wir das Sächsische
Landesgymnasium für Sport Leipzig weiter zu einem Zentrum des Leistungssports für die
Bundesrepublik Deutschland ausbauen.
2. Schulische Ausbildung / Unterrichtsentwicklung
2.1.Innere Kooperationsstrukturen

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Am Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig lernen ca. 600 Schülerinnen und
Schüler. Diese werden von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet und von 120
Trainerinnen und Trainern betreut.
2.1.1. Leitungsgremien
Schulleitung
Schulleiter Stellvertretende Schulleiterin
Internatsleiter
Verwaltungsleiterin
Erweiterte Schulleitung
Fachleiterin Naturwissenschaften und Sport
Fachleiterin Sprachwissenschaften
Fachleiter Gesellschaftswissenschaften
Oberstufenberaterin
Sportkoordinatorin
Schulkonferenz
Gesamtlehrerkonferenz Elternrat Schülerrat
Teilkonferenzen
Fachkonferenzen
Jahrgangsstufenkonferenzen
Klassenkonferenzen
2.1.2. Klassen- und Jahrgangsstufen
Die Einschulung erfolgt vorrangig in den Klassenstufen 5 und 7 auf Grundlage der
Einschulungsorientierung des Landessportbundes Sachsen.
Klassenstufen 5 und 6
Klassenstufen 7-10
Klassenstufen 9 und 10
In Klassenstufe 10
Jahrgangsstufen 11 / 12
zweizügig
drei- vierzügig
Schulzeitdehnung auf drei Jahre möglich
Integration von Schleifenklassenschülerinnen
und Schleifenklassenschülern mit
Realschulabschluss
Schulzeitdehnung auf drei Jahre möglich
Einschulungen in die Klassenstufe 5 sind den technisch-akrobatischen Sportarten (Turnen,
Rhythmische Sportgymnastik, Wasserspringen und Schwimmen) sowie anderen Sportarten

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mit frühem Hochleistungsalter vorbehalten. Bewerbern aller anderen Schwerpunktsportarten
wird der Regelzugang ab Klassenstufe 7 gewährt. Ab Klassenstufe 8 wird talentierten und
leistungsfähigen Sportlern als so genannten „Quereinsteigern“ auch der spätere Zugang an das
Sächsische Landesgymnasium für Sport Leipzig möglich sein.
Schülerinnen und Schüler, die nach der Jahrgangsstufe 10 der Mittelschule an das Sächsische
Landesgymnasium für Sport Leipzig wechseln, werden in einer integrierten Schleifenklasse
beschult und in allen Fächern auf das Kurssystem in der Sekundarstufe II vorbereitet. Durch
Kooperation der Lehrerinnen und Lehrer von Sportmittelschule und Sächsischem
Landesgymnasium für Sport Leipzig wird der Übergang von der Mittelschule zum
Gymnasium auf der Basis der Lehrpläne der jeweiligen Schulart effektiv gestaltet.
2.1.3. Unterbringung im Internat
Acht Erzieherinnen und Erzieher und der Internatsleiter sind für die Betreuung der
Schülerinnen und Schüler im Internat verantwortlich. Wettkämpfe und kontinuierliches
Training erfordern, dass auch an Wochenenden und in der unterrichtsfreien Zeit das Internat
ganztägig geöffnet bleiben muss.
Das Internat in der Marschnerstraße ist konzeptionell in der Anbindung an das Sächsische
Landesgymnasium für Sport Leipzig und Nähe zur Sportmittelschule sowie den Sportstätten
die ideale Lösung für auswärtige Schülerinnen und Schüler zur Förderung sportlicher
Höchstleistungen. Die personelle Absicherung, mit der dadurch möglichen optimalen
pädagogischen Betreuung, entspricht dieser Aufgabe. Im Internat können 124 Schülerinnen
und Schüler in Einzel-und Doppelzimmern untergebracht werden.
Mit dem Wohnheim Kolonnadenstraße gibt es ein zusätzliches Objekt als „Haus des Sports“
für die Unterbringung von 114 Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern. Eigentümer ist
die Immobile Facility Management GmbH und Vertragspartner der Olympiastützpunkt
Leipzig. Die Kooperation Schule / Wohnheim obliegt dem Internatsleiter der
Marschnerstraße. Die Sekundarstufe I wird im Internat und die Sekundarstufe II im
Wohnheim untergebracht.
Inhaltliche Schwerpunkte der Erziehungsarbeit im Internat sind:
-
eine Eingewöhnungsphase für neue Schüler
-
Schaffung einer zielführenden Lern- und Arbeitsatmosphäre

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-
Zusammenarbeit mit den einzelnen Erziehungsträgern
-
regelmäßige Kontrollen des Notenstandes
-
Hilfe bei der Organisation von Förderunterricht
-
Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in die Planung und Gestaltung eines
interessanten Internatslebens
-
Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit
-
Einhaltung der Nachtruhe
Finanzielle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Internat / Wohnheim:
Auswärtige Schülerinnen und Schüler des Sportgymnasium und der Sportmittelschule Leipzig
mit Hauptwohnsitz Sachsen erhalten im Rahmen der zur Verfügung stehenden
Haushaltsmittel eine Zuwendung durch den Freistaat Sachsen. Auswärtige Schülerinnen und
Schüler ohne Hauptwohnsitz in Sachsen werden bei D/C-Kaderzugehörigkeit alternativ über
den Landessportbund gefördert. Besonders gute Sportlerinnen und Sportler erhalten eine
zusätzliche Förderung über die Deutsche Sporthilfe.
2.1.4. Schulische Ausbildung
Grundlage für die schulische Ausbildung bilden die jeweils gültigen Lehrpläne des Freistaates
Sachsen und die Stundentafel für die vertiefte sportliche Ausbildung am Gymnasium. Die
Ausbildung endet mit dem Abitur auf der Grundlage der KMK-Beschlüsse.
Fremdsprachenfolge:
1. Fremdsprache: Englisch (ab Klassenstufe 5)
2. Fremdsprache: Russisch oder Französisch (ab Klassenstufe 6)
Alle Schülerinnen und Schüler des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport Leipzig sind
verpflichtet drei Leistungskurse zu belegen:
Erster Leistungskurs: Sport
Zweiter Leistungskurs: Deutsch oder Mathematik
Dritter Leistungskurs: Englisch oder Geschichte
Im Leistungskursfach Sport wird neben der schriftlichen Abiturprüfung in der Sporttheorie
die sportpraktische Abiturprüfung in der ersten Sportart nach erhöhten Anforderungen und in
der zweiten Sportart nach EPA-Anforderungen abgelegt.

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Unter der Doppelbelastung von Schule und Sport gilt es ständig durch das Prinzip von
„Fordern und Fördern“ eine Lernatmosphäre auszubilden, die allen Schülerinnen und
Schülern einen erfolgreichen Schulabschluss ermöglicht.
Die Ergebnisse der Kompetenztests, der besonderen Leistungsfeststellung und der
Abiturprüfungen spiegeln den erreichten Leistungsstand wider. Sie sind Grundlage der
systemischen Qualitätsentwicklung an unserer Einrichtung.
Bei der Unterrichtsgestaltung orientieren sich die Lehrerinnen und Lehrer des Sächsischen
Landesgymnasiums für Sport Leipzig an nachfolgenden fachübergreifenden Merkmalen eines
guten
und
schülerorientierten Unterrichts
.
1. effiziente Klassenführung und Zeitnutzung
2. lernförderliches Unterrichtsklima
3. vielfältige Motivierung
4. Strukturiertheit und Klarheit
5. Wirkungs- und Kompetenzorientierung
6. Schülerorientierung
7. Förderung aktiven, selbstständigen Lernens
8. angemessene Variation von Methoden und Sozialformen
9. Konsolidierung, Sicherung, Intelligentes Üben
10. Passung
Unser Schulklima definiert sich über die Anforderungen an unsere Eliteschülerinnen und
Schüler des Sports:
In ihrem Auftreten innerhalb und außerhalb unserer Einrichtung erweisen sich die
Schülerinnen und Schüler einer Eliteschule des Sports würdig
Sie beweisen Leistungsbereitschaft in Schule und Sport
Das Achten von Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrerinnen und Lehrern und
fremden Eigentums sind selbstverständlich
Alle Schülerinnen und Schüler führen in Eigenverantwortung ihre persönliche
Notenübersicht und Jahresplanung
Freistellungen für Lehrgänge und Wettkämpfe werden rechtzeitig und
eigenverantwortlich beantragt

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Im Rahmen der schulischen Ausbildung arbeiten die Kolleginnen und Kollegen unserer
Schule an nachfolgenden Schwerpunkten:
2.1.4.1. Lernen lernen
Die Entwicklung von Lernkompetenzen ermöglicht, das Lernen zu lernen. Hintergrund ist
hier der Erwerb verschiedener Lernstrategien, die den Schülerinnen und Schülern helfen
Wissen zu erwerben, zu festigen und anzuwenden. Des Weiteren werden die Schülerinnen
und Schüler zur Selbstreflektion und Selbststeuerung des Lernens ermutigt.
Für eine nachhaltige Wirksamkeit muss der Lernprozess selbst zum Unterrichtsgegenstand
werden. Gebunden an Unterrichtsinhalte gemäß den sächsischen Lehrplänen haben wir ein
Arbeitsmaterial für die Kolleginnen und Kollegen entwickelt.
Folgende Schwerpunkte für die Jahrgangsstufen 5 und 6 sind darin verankert:
Eine selbständige, ordentliche und vollständige Heftgestaltung. Das erfolgreiche Praktizieren
von Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit durch die Schülerinnen und Schüler der
Klassenstufen 5 und 6.
Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, beim Stationslernen, der Arbeit
mit Nachschlagewerken, der Vorbereitung von Kurzvorträgen und bei Internetrecherchen
Arbeitsanweisungen korrekt und zielorientiert umzusetzen. Für die Sprachwissenschaften gilt
gezieltes und effizientes Vokabellernen sowie eine inhaltlich vollständige Textwiedergabe zu
generieren. Dabei soll es den Schülerinnen und Schülern helfen mit den Kenntnissen um die
5- Schritt-Lernmethode diesen Anforderungen gerecht zu werden.
In den Jahrgangsstufen 7 - 9 ist es das Ziel von Lernen lernen die Schülerinnen und Schüler
zu einem selbständigen, effektiven Zeitmanagement zu befähigen, um die umfangreichen
Belastungen von Schule und Sport erfolgreich koordinieren und bewältigen zu können. Sie
sollen in die Lage versetzt werden, Arbeitsschritte beim Erstellen eines Referates logisch
planen zu können, verschiedenen Präsentationsmöglichkeiten von Arbeitsergebnissen
kennenlernen, ausprobieren und schließlich zielgerichtet anwenden können. Gleichzeitig
erkennen sie die Strukturen, die der Bewertung und Zensierung von Referaten zu Grunde
gelegt werden und erfahren spezifische Methoden zur Realisierung gestellter Aufgaben wie
zum Beispiel Mindmapping, Lernplakate, Karikaturen und Statistiken und deren fach- und
sachbezogene Anwendung.

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Zudem werden ihre Fähigkeiten zur Textbearbeitung wie Textanalyse und Texterschließung
weiter gefördert, vervollkommnet und mit Hilfe der 5-Schritt-Lesemethode ausgebaut.
Für die Jahrgangsstufen 10- 13 liegen die Schwerpunkte von Lernen lernen in den folgenden
Bereichen:
Anwendung und erfolgreiche Verbesserung des Einsatzes der 5-Schritt-Lesemethode.
Befähigung zum Anlegen eines Stichwortzettels bis hin zum Erstellen eines arbeitsfähigen
Exzerpts sowie das Kennen und Anwenden eines wissenschaftlich einheitlichen Zitierens.
Das Erstellen eines Thesenpapiers zu konkreten Fragestellungen und das wissenschaftliche
Anfertigen eines Literaturverzeichnisses im Zusammenhang mit schriftlichen Arbeiten zum
Erlangen der allgemeinen Studierfähigkeit. Daran gekoppelt ist der weitere Ausbau bei der
Präsentierfähigkeit und Auswertung von Vorträgen.
2.1.4.2. Kommunikation und Sozialkompetenz ( KOSO)
Den anderen Menschen verstehen, ihm Verständnis entgegenbringen und in schwierigen
Situationen angemessen reagieren zu können, sind wichtige Voraussetzungen für ein
befriedigendes und schöpferisches Miteinander.
Die Schülerinnen und Schüler des Landesgymnasiums für Sport bewegen sich aufgrund der
Vernetzung von Elternhaus, Schule und Sport in einer Vielzahl von
Kommunikationssituationen. Durch eine gezielte Kommunikationsstrategie wird es den
Schülerinnen und Schülern ermöglicht, den Leistungsansprüchen der verschiedenen
Institutionen gerecht zu werden. Den Schülerinnen und Schülern werden dabei
kommunikative Kompetenzen vermittelt, um einerseits den vielfältigen an sie gestellten
Anforderungen gerecht zu werden und andererseits ihren Rechten nachzukommen und
entsprechend Hilfe und Unterstützung selbst abzufordern.
KOSO richtet sich hierbei nach einem schülerorientierten und erfahrungsbasierten
Unterrichtskonzept, welches die Primärerfahrung in zumeist nachgestellten oder gespielten
Situationen in den Mittelpunkt des Interesses stellt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren
dadurch Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation, auch durch Rollen-
und Perspektivwechsel. Sie lernen sich selbst und ihren Partner in der Kommunikation zu
verstehen.
Die Einführung erfolgt in Klassenstufe 6 über einen Kompaktkurs im Rahmen des
Schullandheimaufenthaltes vor den Herbstferien. Dabei werden die Klassenlehrerinnen und

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Klassenlehrer in die Übungen und Spiele eingebunden, um einen Einblick in KOSO zu
erhalten und für ihre Arbeit mit der Klasse Anregungen zu bekommen. Nach den Ferien wird
die Ausbildung mit einer Wochenstunde fortgesetzt. Zweimal im Schuljahr erfolgt eine
Evaluation bei den Schülerinnen und Schülern und am Schuljahresende auch bei den Eltern.
In den Klassenstufen 7 und 8 wird KOSO aufbauend auf den Erfahrungen der 6. Klasse
einmal wöchentlich fortgeführt.
2.1.4.3. Förderunterricht
Sportlich hochbelasteten Schülerinnen und Schülern wird auf vielfältigen, individuell
abgestimmten Wegen Unterstützungs- und Förderunterricht angeboten. Diese Angebote
dienen dazu, den durch Trainingslager, Wettkämpfe und Verletzungen hervorgerufenen
Unterrichtsausfall zu kompensieren.
2.1.4.4. Ganztagesangebote (GTA)
Der im Jahre 2005 erstmalig beim Staatsministerium für Kultus (SMK) gestellte „Antrag auf
Gewährung einer Zuwendung zum Ausbau von Ganztagsangeboten“ schuf ganz neue
Möglichkeiten, das Schulleben zu bereichern. Heute stehen unseren Schülerinnen und
Schülern zahlreiche Ganztagesangebote zur Bereicherung ihres Schulalltages zur Verfügung:
Nutzung der Schulbibliothek sowie der offenen Freizeitangebote im Schulclub
Lernen lernen – Arbeitstechniken in und mit einer Bibliothek
Outdoor-Survival mit Kanus incl. Kanucamp in Klassenstufe 7
Das hundesichere Kind
Bowl-Athlon
Theater der Jungen Welt zu Gast im Club (incl. Workshop)
Sicherheit im Internet für jugendliche User
Lernförderung im Club
AG Schülerzeitung „Anpfiff“ bzw. unsere Doppelseite im „Pulstreiber“-Magazin
AG Fahrradwerkstatt
AG Frühlings- und Herbstfest
AG`s Hauptfächer einmal anders! („Spannende Mathematik“, „Englisch wie ein
Brite“, „Deutsch für Sachsen“)

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Saisonangebot „Button- und Grußkartenworkshop“ zu Ostern und Weihnachten
Ganztagsbetreuung junger Wasserspringer, Schwimmer und Flossenschwimmer
Profilsportbetreuung mit unterschiedlichen Teilprojekten in verschiedenen Sportarten
Ernährungsberatung für Nachwuchsleistungssportler
Ernährungsberatung zu trainingsmethodisch abgestimmten Ernährungssequenzen
(verbindlich eine Wochenstunde in Klassenstufe 5 Kompaktkurse in Klassenstufe 7 –
nach Sportarttypen zusammengestellt; im Biologieunterricht in Klassenstufe 9)
Vermittlung von Wissen und Können in der Sportpsychologischen Prophylaxe sowie
Sportpsychologie im Spannungsfeld von schulischer Ausbildung und engagiertem
Nachwuchsleistungssport (5 sportartenspezifische Kurse in Klassen 8)
AG Schulband
AG Olympische Traditionen
Schulgarten als „Gesamtkonzept –
Natur begreifen
“ incl. Gestalten des Grünen
Klassenzimmers
2.1.4.5. Traditionen am Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig
Folgende Traditionen gehören zu unserem Schulleben:
traditioneller Schuljahresauftakt mit Sportlerehrung
Schullandheimaufenthalt für die Klassenstufe 6
Winterlager der Klassenstufe 8
Bildungsreisen in der Sekundarstufe II
Teilnahme an landes- und bundesweiten Wettbewerben
Neujahrsempfang als Sportlerehrung für die besten Sportlerinnen und Sportler des
Jahres
Frühlings- und Herbstfest
Ehemaligentreffen für Schüler, Lehrer und Kollegen
Elternsprechtage
Ausrichtung des Fußballturnieres für die Förderschulen
Wanderung zum Abschluss Klasse 10

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Bei der Realisierung dieser Ganstagesangebote werden unsere Sportlerinnen und Sportler
vom Förderverein unserer Schule unterstützt. Unter der Leitung der Präsidentin und
zweifachen Olympiasiegerin Frau Schuck und des Geschäftsführers Herrn Marschner ist der
Förderverein ein wichtiger Bestandteil unseres Schullebens.
2.1.4.6. Sportpsychologie
Zurzeit erhalten durchschnittlich 150-200 Sportlerinnen und Sportler (Alter: 11-17 Jahre) pro
Jahr die Möglichkeit die sportpsychologische Betreuung in Anspruch zu nehmen. Innerhalb
der Gruppenbetreuung werden den Sportlerinnen und Sportlern Psychoregulations-,
Konzentrations- und Zielsetzungstechniken vermittelt. Begleitend dazu wird vor und nach der
Betreuung sportpsychologische Diagnostik eingesetzt, um individuelle Rückmeldungen an
den Sportler zu geben. Darüber hinaus steht jeder Sportlerin und jedem Sportler ein
Einzelgespräch zur Verfügung, um individuelle Fragestellungen zu besprechen. Für das
kommende Schuljahr werden sowohl Trainer- als auch Lehrerfortbildungen vorbereitet und
durchgeführt.
Verantwortlich für den Bereich Sportpsychologie ist Franziska Preis, welche seit 2011 durch
Elisabeth Wolfram und Luisa Harnisch in ihrer Arbeit unterstützt wird.
2.1.4.7. Stressintervention
Das Projekt „Stressintervention“ setzt sich in erster Linie mit dem Thema „chronischer
Stress“ auseinander. Insbesondere Leistungssportlerinnen und -sportler mit ehrgeizigen
Bildungs- und Berufsambitionen sind chronisch hoch belastet.
Die von Prof. Dr. Alfred Richartz geleitete Projektgruppe beschäftigt sich mit der
Entwicklung und Anwendung eines Stressinterventionsprogrammes, das auf
leistungssportlich aktive Jugendliche und junge Erwachsene zugeschnitten ist, und arbeitet
dabei eng mit dem Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig zusammen.
In den kommenden Schuljahren beginnen weitere Projektabschnitte, in denen ein Stress-
Resistenz-Training (SRT) für jugendliche Leistungssportlerinnen und Leistungssportler ab
Klassenstufe 10 durchgeführt und erprobt wird. Im Anschluss daran wird eine umfassende

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Evaluation und Wirksamkeitsprüfung stattfinden. Was ist Stress-Resistenz-Training (SRT)?
SRT ist eine pädagogisch-psychologische Maßnahme zur Gesundheitsförderung und
Krankheitsprävention. Es zielt auf Veränderungen in der Person ab. SRT widmet sich
chronischem Stress und setzt dabei an mehreren stressrelevanten Kompetenzen an. SRT
richtet sich an hochbelastete Athletinnen und Athleten und wird als 10-wöchiges
Kleingruppentraining angeboten, wobei es auf die spezifische Lebenslage von jugendlichen
Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern zugeschnitten ist.
Unter der Voraussetzung, dass das „Training zur Verbesserung der Resistenz gegen
chronischen Stress im Spitzensport“ seine erwünschte Wirkung zeigt, werden ein langfristiger
Ausbau und die Fortführung des Projektes unterstützt und realisiert.
2.1.4.8. Ernährungsberatung
Seit September 2009 findet eine kontinuierliche Integration der Ernährungsberatung in den
Schulalltag statt, für die Herr Hunger als Ernährungsberater verantwortlich ist. Er agiert dabei
nach den Prinzipien von Prof. Dr. Joachim Westenhöfer (Hochschule für Angewandte
Wissenschaften Hamburg):
„Erst wenn sich neues Verhalten stabilisiert hat, lässt sich von
einem langfristigen Erfolg sprechen. Der Aufbau neuer Gewohnheiten, benötigt häufige
Wiederholungen und fortlaufende positive Verstärkung!“
Im Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig werden diese Prinzipien noch durch
fortlaufende Dokumentation und Überprüfung ergänzt. Im Einzelnen konzipiert und realisiert
Herr Hunger präventive Ganztagsprojekte, betreut die Schülersportlerinnen und -sportler in
einer individuellen Ernährungssprechstunde und ist Ansprechpartner in Bezug auf die
Gemeinschaftsverpflegung.
Im Rahmen der Prävention finden in den einzelnen Klassenstufen folgende themenspezifische
Projekte und Unterrichtsstunden statt:
Seit September 2009 wird das Projekt „Grundlagen der Ernährung“ in Klassenstufe 5
realisiert.
Im März 2010 startete die Vortragsreihe „Nebenwirkungen von Anabolika“ (2x45min)
in Klassenstufe 7, welche in den Biologieunterricht integriert wird.

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Im März 2011 erfolgte die Einführung der Thematik „Essstörungen“ im Fachbereich
Ethik. In Begleitung von Herrn Hunger stellen sich Schülerinnen und Schüler der
Klassenstufe 8 nun jährlich einem auszuarbeitenden Rollenspiel zur Argumentation
bei Essstörungen.
Im Mai bzw. Juni 2011 wurde die von nun an jährlich stattfindenden Vortragsreihe
„Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln“ in Klasse 10 sowie das praktische
Einkaufstraining in Klassenstufe 9 eingeführt.
Seit September 2011 werden monatlich im Rahmen des Profilsports der Sportarten
Ringen, Judo, Leichtathletik, Fußball und Turnen Bioimpedanzmessungen und
Verlaufsgespräche geführt.
Die Individualbetreuung umfasst neben der regelmäßigen Ernährungssprechstunde, welche
seit September 2010 wöchentlich stattfindet, die Erstellung von individuellen
Ernährungsplänen, Trainingsgruppenvorträgen sowie seit Juli 2011 Bioimpedanzmessungen
zur validen Bestimmung von Körperfettanteil, Muskelmasse und Versorgungszustand der
Sportschüler.
Neben der direkten Betreuung der Sportler, engagiert sich Herr Hunger auch für eine
qualitativ hochwertige Gemeinschaftsverpflegung und ist Vermittler zwischen Schülerinnen
und Schülern und unserer Küche. Im Oktober 2010 wurde erstmals eine schriftliche
Befragung der gesamten Schülerschaft zur Zufriedenheit mit der Schulverpflegung mittels
genormten Fragebogens ostdeutscher Sportschulen durchgeführt, die seitdem jährlich
stattfindet. Seit Anfang 2011 finden neben regelmäßigen Gesprächen mit der Küchenleitung
auch eine Verkostungen und Bewertungen der Speisen statt. Mit der Einführung der neuen
Symbole zur Kennzeichnung der Menüs der Schulverpflegung im April 2011 wurde eine
weitere qualitative Steigerung erreicht.
2.2. Schulisches Qualitätsmanagement
Das Sächsische Landesgymnasium für Sport Leipzig stellt sich der Aufgabe, optimierte
Voraussetzungen zu schaffen, die gymnasiale Ausbildung mit der gleichzeitigen Förderung
besonderer sportlicher Begabungen der Schülerinnen und Schüler miteinander zu verknüpfen.
Dabei werden die Inhalte der leistungssportlichen Ausbildung und die Anforderungen der

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gymnasialen Sekundarstufen I und II zielorientiert, individuell und konsequent fordernd und
fördernd auf eine systematische Talentförderung abgestimmt.
Unsere moderne Schule des 21. Jahrhunderts stellt sich immer wieder die Frage:
Wie gut sind wir, um der oben genannten Aufgabe gerecht zu werden, und wie können wir
noch besser werden?
Seit August 2011 nimmt unsere Einrichtung am ESF – Projekt „Unterstützung des
Qualitätsmanagement an sächsischen Schulen“ teil.
Es wurde ein Team gebildet, welches aus Frau Steinmetzger, der QM- Leiterin, Frau Tietz,
Herrn Fidelak und Herrn Wilde besteht.
Das Projekt verfolgt das Ziel, durch schulisches Qualitätsmanagement den Unterricht
systematisch weiter zu entwickeln und dadurch Schülerleistungen zu verbessern. Dies wird
erreicht, indem die Lehr- und Lernprozesse selbst verbessert werden. Qualität zu managen
heißt, Schülerinnen und Schüler zum Lernerfolg zu bringen. Dies soll durch die Erhöhung der
Lernwirksamkeit von Unterricht erfolgen, von der alle Schülerinnen und Schüler profitieren.
Den Schwerpunkt bilden dabei besonders versetzungs- und abschlussgefährdete Schülerinnen
und Schüler. Auf methodischer Ebene spielen schülerzentrierte Lernformen eine wesentliche
Rolle. Maßnahmen und Lernangebote werden auf ihre Effektivität und Wirksamkeit
überprüft.
Dies bringt für die inhaltliche Arbeit an unserer Schule folgende Vorteile:
Weiterentwicklung von effizienten Arbeitsstrukturen
Erarbeitung eines schulspezifischen Konzeptes für die Qualitätsarbeit der Schule
Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses und Verantwortungsbewusstseins für
die systematische Unterrichtsentwicklung
Höherqualifizierung von Lehrkräften
Verstärkung der Teamarbeit
Höhere Zufriedenheit von Schülern, Eltern und damit einhergehend höhere
Arbeitszufriedenheit von Lehrkräften
In diesem Zusammenhang hat unser Projektauftrag folgenden Schwerpunkt: “
Die
Jahresplanung als Instrument mit Blick auf die Doppelbelastung von Schule und Sport
“.
„Guter Unterricht ist ein Unterricht, in dem mehr gelernt als gelehrt wird.“ (Franz E. Weinert)

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Um dem hohen Anspruch in der Wissensvermittlung entsprechend unserem Leitbild gerecht
zu werden stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt unserer schulischen und
sportartspezifischen Ausbildung:
Effiziente Klassenführung und Zeitnutzung
Vielfältige Motivierung
Wirkungs- und Kompetenzorientierung
Konsolidierung, Sicherung, Intelligentes Üben
Lernförderliches Unterrichtsklima
Strukturiertheit und Klarheit
Förderung aktiven, selbstständigen Lernens
Angemessene Variation von Methoden und Sozialformen
2.3. Fortbildungskonzept des Sächsischen Landesgymnasium für Sport Leipzig
Unsere Schule legt als Teil des Schulprogrammes in einem Fortbildungskonzept die schul-
und sportbezogenen Qualifizierungsanforderungen fest. Fortbildungsplanung muss dabei auf
die Verwirklichung des Schulprogramms ebenso wie auf die fachlichen Interessen,
Kompetenzen und Fähigkeiten der Unterrichtenden ausgerichtet sein. Dabei ist das
Fortbildungskonzept selbst ein zentrales Element des Schulprogramms.
Die Arbeit an unserem Fortbildungskonzept verstehen wir als Prozess, der auf eine veränderte
Praxis in Schule und Gesellschaft reagiert, wie er selbst Veränderungsprozesse initiieren
kann.
Gesellschaftliche Wandlungsprozesse und auch Veränderungen im Bildungswesen selbst
erfordern vielfach neue und damit auch neu zu erwerbende Kompetenzen seitens der
Lehrkräfte. Die Einführung von Bildungsstandards, beständig anwachsendes, sich
aktualisierendes Fachwissen, eine größere Heterogenität in den Klassen und neuartige
Erziehungsaufgaben sind hierfür nur Beispiele.
Mit einer strukturierten und qualitativ anspruchsvollen Lehrerfortbildung soll erreicht werden,
dass notwendige Veränderungen des schulischen Bildungssystems durch
Qualifizierungsprozesse der bereits im System befindlichen Lehrkräfte wirksamer oder
zumindest schneller wirksamer werden. Eine Reform und Anpassung an aktuelle
Anforderungen im System Schule kann nur dann gelingen, wenn sie in den Schulen selbst

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begonnen und wesentlich getragen wird von den Lehrerinnen und Lehrern , deren berufliche
Erfahrung für den Prozess genutzt und deren Wissen und Können im Prozess durch dessen
Mitgestaltung weiter entwickelt werden müssen. Hierzu bedarf es einer zielgerichteten
Unterstützung durch ein entsprechend gestaltetes und geplantes Fortbildungskonzept.
Fortbildungsplanung gehört zu den Führungs- und Leitungsaufgaben der Schulleitung. Die
Schulleitung trägt im Rahmen der Fortbildungsplanung dafür Sorge, dass das Kollegium von
Fortbildungsmöglichkeiten erfährt und gegebenenfalls die Gelegenheit bekommt, an
Fortbildungen teilzunehmen, die Ergebnisse von Fortbildung in der Schule bekannt gemacht
und die Anwendung des in der Fortbildung Gelernten in der unterrichtlichen und schulischen
Praxis gefördert wird.
Im Zentrum schulischer Arbeit stehen die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern. Als
Experten in eigener Sache tragen sie im Rahmen der Schulprogrammarbeit auch zur
Fortbildungsplanung bei. Insbesondere bei der Bestandsaufnahme und der Evaluation kann
die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern wichtige Impulse für die
Fortbildungsarbeit der Schule geben. Durch die Einrichtung von Kooperationsmöglichkeiten
wie z. B. der Schulkonferenz, Elternsprechtagen und regelmäßigen Gesprächen mit den
Schülervertreterinnen und Schülervertretern, gekoppelt an eine enge Zusammenarbeit von
Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern, soll der Dialog zwischen
den am Schulleben Beteiligten gefördert werden.
Die Lehrerkonferenz entscheidet unter Einbeziehung der unterschiedlichen
Fortbildungsangebote zu Beginn des Schuljahres über die Schwerpunkte der schulinternen
Lehrerfortbildung (SCHILF). Diese systematische Fortbildungsplanung ist notwendig und hat
im Wesentlichen zwei Funktionen: Erstens gleicht die Fortbildungsplanung die aktuellen
Anforderungen, die an Schule gestellt werden mit den vorhandenen Qualifikationen ab und
zweitens stimmt die Fortbildungsplanung die Qualifikationsstruktur der Unterrichtenden mit
den im Schulprogramm formulierten Entwicklungszielen und den individuellen Bedürfnissen
der Lehrerinnen und Lehrer ab.
Dabei unterscheiden wir folgende Phasen der Fortbildungsplanung an unserer Schule:
1. Ermittlung des Fortbildungsbedarfes
2. Verfahren der Datenerhebung (Fragebögen, Analyse vorhandener Daten usw.)
3. Ermittlung notwendiger Kompetenzen
4. Analyse schulischer und sportlicher Aufgaben

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5. Analyse kritischer Felder in Schule und Sport
6. Individuelle und sportartspezifische Wünsche
7. Bestandsaufnahme vorhandener Kompetenzen
8. Feststellungen zum Fortbildungsbedarf und Vereinbarungen zur Fortbildungsplanung
sowie das Erstellen eines tragfähigen Fortbildungsbudgets
Basierend auf dieser Struktur und zur Umsetzung unseres pädagogischen und erzieherischen
Auftrages sowie zur Realisierung unserer leistungssportlichen Zielstellungen sind die
Lehrerinnen und Lehrer, Trainerinnen und Trainer um immanente fachliche und
fachübergreifende Fortbildungen und Weiterqualifizierungen bemüht, um Ihre Arbeit nach
den sich stetig verändernden und komplexer werdenden Anforderungen und Bedingungen
erfolgreich, zeitgemäß und zukunftsorientiert auszurichten. Jede Kollegin und jeder Kollege
an unserer Schule ist aufgefordert, sich regelmäßig fortzubilden, um den Unterricht und die
Trainingsgestaltung in fachlicher, didaktischer und methodischer Hinsicht zeitgemäß sowie
prozess- und erfolgsorientiert planen und durchführen zu können.
Dabei nutzen die Kolleginnen und Kollegen des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport
Leipzig sowohl schulinterne Fortbildungsangebote als auch Angebote externer Partner wie
dem Sächsischen Bildungsinstitut SBI, der Sächsischen Bildungsagentur SBA, dem
Staatlichen Studienseminar für Lehrämter in Leipzig, der Universität Leipzig und den Fach-
und Dachverbänden der Sportarten.
Die Hauptinhalte dieser Fortbildungen in den nächsten Schuljahren werden jährlich
aktualisiert und ihre Umsetzung in der Sport- und Unterrichtspraxis evaluiert. Dabei handelt
es sich um folgende Schwerpunkte:
Optimierung der Zusammenarbeit von Schule und Sport durch die Arbeit mit der
Jahresplanung der Schüler unter Berücksichtigung einer effektiveren Nutzung
auftretender Synergieeffekte
Weiterqualifizierung bei der Umsetzung der sächsischen Lehrpläne für Gymnasien
und fachspezifische Fortbildung in den Unterrichtsfächern an sächsischen Gymnasien
Mentoren-Ausbildung zur Verbesserung der Lehrerausbildung an sächsischen
Gymnasien
Stressintervention und Stressprävention für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen
und Lehrer, Trainerinnen und Trainer
Prüferschulung mündliche Abiturprüfungen in Sachsen

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Korrekturvereinheitlichung schriftliches Abitur in Sachsen
Sportartspezifische Weiterqualifizierung
Methodentraining / Lernen lernen
Ziel dieser Fortbildungsschwerpunkte im Rahmen dieses Fortbildungskonzeptes ist die
erfolgreiche Umsetzung der an den Sächsischen Gymnasien geforderten Leistungs- und
Kompetenzstandards in Verbindung mit der spezifischen Schulung und Ausprägung unserer
sportlichen Talente mit der Perspektive einer erfolgreichen nationalen und internationalen
Karriere im Hochleistungssport der jeweiligen Sportarten.
3. Sportliche Ausbildung
3.1. Schwerpunktsportarten und Organisation des Profilsports
Ab Klassenstufe 5 erfolgt die sportliche Ausbildung gemäß der Stundentafel für die vertiefte
sportliche Ausbildung am Gymnasium. Der leistungssportlich orientierte Unterricht wird in
den Schwerpunktsportarten als trainingsbegleitender Unterricht gestaltet und ist schulart- und
klassenübergreifend ausgerichtet. Die Lehrplanziele des allgemeinen Sportunterrichts werden
im Rahmen der sportlichen Gesamtausbildung abgesichert.
Im Rahmen des Profilsports werden folgende Sportarten auf Grundlage des jeweils gültigen
Beschlusses des LSB zur Kategorisierung der Schwerpunktsportarten betreut. Das
Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Förderkategorien A und B.
Förderkategorien
A
Judo, Kanu-Rennsport, Kanu-Slalom,
Rudern, Leichtathletik, Wasserspringen
B
Handball, Radrennsport, Volleyball (ml.)
Schwimmen, Fechten
C
Hockey, Tauchsport, Triathlon, Fußball,
Ringen, Turnen

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Für den Profilsport in diesen Sportarten stehen Sportlehrerinnen und Sportlehrer und
qualifizierte Trainerinnen und Trainer aus den Stützpunkten zur Verfügung, die im Besitz der
gültigen Trainerlizenz B oder höher sind.
Die Sportlehrkräfte arbeiten im leistungssportlichen Stützpunktsystem mit.
3.2. Arbeit mit der Jahresplanung
Die Jahresplanung ist ein wichtiges Instrument für Zeitmanagement und Kommunikation
unserer Schülerinnen und Schüler in allen Klassenstufen.
Das Führen und das Aktualisieren der Jahresplanung bezüglich sportlicher Verpflichtungen
sowie das zeitnahe Einfügen aller wichtigen schulischen Termine liegen in der Pflicht der
Schülerinnen und Schüler.
Für die regelmäßige aktive Begleitung und Kontrolle der Jahresplanung sind die
Klassenleiterinnen und Klassenleiter und Tutorinnen und Tutoren sowie der
Profilsportlehrerinnen und -lehrer und Trainerinnen und Trainer verantwortlich.
Dabei können alle am Prozess beteiligten Personen auf die Erfahrung und Unterstützung der
im Rahmen des Qualitätsmanagements an unserer Schule für die Jahresplanung
verantwortlichen Frau Tietz zurückgreifen. Neue Schülerinnen und Schüler sowie die
Klassenstufe 5 werden zu Beginn eines jeden Schuljahres in die Handhabung und praktische
Umsetzung der Jahrespläne eingeführt. Regelmäßige Kontrolltermine der Jahresplanung
durch die Verantwortlichen sind die Montage vor den Herbst-, Winter und Osterferien.
Der elektronische Zugriff auf die Jahresplanungen der Schülerinnen und Schüler steht allen
zur Verfügung.
3.3. Aufnahme und Verbleib
Die kosten- und personalintensiven Förderbedingungen werden den sportlich talentiertesten
Schülerinnen und Schülern in den Schwerpunktsportarten vorbehalten. Zugangsvoraussetzung
ist die erfolgreiche Teilnahme an einer sportlichen Eignungsprüfung, die durch die
Landesfachverbände durchgeführt wird.
Im Ergebnis der sportlichen Eignungsprüfung erstellen dir Landesfachverbände eine
schulartübergreifende Aufnahmerangfolge.

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Voraussetzungen für eine Aufnahme am Sportgymnasium Leipzig sind:
Empfehlung des Landesfachverbandes auf Basis der sportlichen Eignungsprüfung
Bildungsempfehlung für das Gymnasium
Schulische Leistungen, die die zukünftige Bewältigung der Doppelbelastung Schule –
Nachwuchsleistungssport bei Quereinsteigern erwarten lassen
Sportärztliche Tauglichkeitsuntersuchung.
Die Aufnahme erfolgt in der Regel für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 und 7.
Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter nach Beratung durch das Regionalteam.
Ab Klassenstufe 8 wird talentierten und leistungsfähigen Sportlerinnen und Sportlern als so
genannten „Quereinsteigern“ auch der spätere Zugang gewährt. Die Aufnahme erfolgt mit
Beginn des Schuljahres, im Ausnahmefall auch zum zweiten Schulhalbjahr.
4. Äußere Kooperationsstrukturen
4.1. Arbeit im Regionalteam
Das Regionalteam koordiniert als Beratungsgremium die Steuerung aller, die Perspektiven der
Schule betreffenden Fragen. Die Leitung obliegt dem Olympiastützpunkt Leipzig.
In ihm vereinen sich Vertreter folgender Institutionen:
-
Olympiastützpunkt
-
Schulverbunde Sportbetonter Schulen Leipzig sowie der Grundschule mit
Sportklassen
-
Internat
-
Schulträger
-
Staatsministeriums für Kultus
-
Sächsische Bildungsagentur
-
Landessportbundes Sachsen
4.2. Schulverbund mit der Sportoberschule Leipzig

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Die Zielstellung des Schulverbundes von Sportoberschule Leipzig und Sächsischem
Landesgymnasium für Sport Leipzig ist es talentierte Sportlerinnen und Sportler zu
konzentrieren, um sie alters- und sportartengerecht ausbilden zu können.
Während die leistungssportliche Ausbildung in den verschiedenen Sportarten in gemeinsamen
Trainingsgruppen und an gemeinsamen Trainingsorten erfolgt, verläuft die schulische
Entwicklung entsprechend des angestrebten Schulabschlusses auf der Basis abweichender
Lehrpläne unterschiedlich. Zur Abstimmung des Organisations- und Stundenplanes mit dem
Ziel, gemeinsam Profilsport von Gymnasiasten und Oberschulschülerinnen und
Oberschulschülern unter Wahrung des Prinzips der Durchlässigkeit zu ermöglichen, ist eine
enge Abstimmung und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen den Schulleitungen und
Kollegien beider Einrichtungen notwendig.
Jeder Schülerin und jedem Schüler der Sportoberschule steht entsprechend ihrer schulischen
und sportlichen Voraussetzungen der Weg zu einem Realschulabschluss bzw. auch zum
Abitur offen. Das kann über einen Wechsel an das Sächsische Landesgymnasium für Sport
Leipzig erfolgen, was allerdings die Wiederholung der Klassenstufe 10 in einer sogenannten
“Schleifenklasse“ voraussetzt. Durch einen am Landesgymnasium für Sport Leipzig tätigen
Multiplikator werden die künftigen Schleifenschülerinnen und -schüler (10.Klasse) bereits in
ihrem letzten Schuljahr an der Sportoberschule Leipzig auf den Übergang ans Gymnasium
vorbereitet. Das geschieht durch eine enge Zusammenarbeit der betreuenden
Oberschullehrerinnen und -lehrer mit dem Multiplikator und den künftigen Klassenleiterinnen
und Klassenleitern am Gymnasium, wobei ehemalige Schleifenklassenschülerinnen und -
schüler in diesen Prozess einbezogen werden. Während dieses Jahres haben die
Oberschulschülerinnen und Oberschulschüler die Möglichkeit, in einer Schleifenklasse einen
normalen Unterrichtstag zu verbringen sowie an Vorbereitungstagen teilzunehmen, um ihnen
Differenzen der unterschiedlichen Bildungsgänge aufzuzeigen und diese langfristig
ausgleichen zu können. Diese Begleitung der Schülerinnen und Schüler wird am Gymnasium
fortgesetzt.
4.3. Zusammenarbeit mit der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität
Leipzig und dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT)

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Das Sächsische Landesgymnasium für Sport Leipzig pflegt mit beiden Einrichtungen eine
enge partnerschaftliche Beziehung zur weiteren Stärkung des Nachwuchs- und
Leistungssportes am Standort Leipzig und darüber hinaus.
Neben der wissenschaftlichen Begleitung der Trainingsprozesse unserer Sportlerinnen und
Sportler erstreckt sich die Zusammenarbeit mit beiden Institutionen auf weitere
Themenfelder:
Unterstützung des Leistungskurses Sport (Theorie) am Gymnasium durch
wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität und des IAT
Vertragliche Regelungen über zusätzliche Nutzung von Trainings- und
Wettkampfanlagen zur Absicherung des Profilsportes
Angebote zur fachlichen und methodischen Weiterbildung der Sportlehrerinnen und
Sportlehrer des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport Leipzig durch die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Leipzig und des IAT
Bereitstellung von Praktikumsplätzen durch das Sächsische Landesgymnasium für
Sport Leipzig für Studenten der Sportwissenschaft an der Universität Leipzig
Unterstützung der Studentinnen und Studenten bei der Erstellung von Jahresarbeiten
durch die praxiserfahrenen Sportlehrerinnen und Sportlehrer
Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an wissenschaftlichen
Untersuchungen der sportwissenschaftlichen Fakultät und des IAT werden erweitert
Die sportwissenschaftliche Fakultät bietet innovative, auf das Sächsische
Landesgymnasium für Sport abgestimmte Themen als Masterarbeits- oder
Staatsexamensthemen an
5. Finanzen
Die Finanzierung des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport erfolgt auf der Basis der
Beschlüsse der Sächsischen Landesregierung. Die Bewirtschaftung des Schulhaushaltes wird
durch die Verwaltungsleiterin in Zusammenarbeit mit der Schulleitung realisiert.
6. Sächliche Ressourcen

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Das Sächsische Landesgymnasium für Sport Leipzig ist ein vollständig sanierter Komplex
bestehend aus Schulgebäude, Internat/Wohnheim, Küche/Mensa, Sporthalle und
Kleinsportanlage.
Das Schulgebäude verfügt neben den allgemeinen Unterrichtsräumen über modern
ausgestattete Kabinette für die Naturwissenschaften und Informatik. Weitere Medienräume
sind in allen Unterrichtsfächern nutzbar.
Im Keller des Schulgebäudes ist die Schulbibliothek untergebracht.
Im Internat wohnen die Schülerinnen und Schüler in Wohneinheiten, bestehend aus jeweils
zwei Einbett- und Zweibettzimmern. Auf allen Etagen befinden sich weitere
Gemeinschaftsräume wie Küche und Fernsehzimmer.
Die Küche ist so eingerichtet, dass alle Speisen nach einem Konzept „
Sportgerechte
Ernährung
“ vor Ort zubereitet werden können. Durch eine externe Catering-Firma erfolgt die
Frühstücks- und Abendbrotversorgung der Internatsschülerinnen und -schüler und die
Versorgung mit Mittagessen für alle Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer.
Unter Mitwirkung der Küchenkommission und des Ernährungsberaters wird auf die
qualitätsgerechte Umsetzung des Ernährungskonzeptes geachtet. Besonderes Augenmerk ist
in den kommenden Jahren auf die Ausgewogenheit von Speisequalität und Entwicklung der
Essenentgelte zu richten.
Der Sporthallenkomplex besteht aus verschiedenen Hallen und ist für folgende Sportarten
nutzbar:
Spielhalle:
Spielsportarten, Leichtathletik
Turnhalle:
Kunstturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Wasserspringen
Kampfsporthalle:
Judo, Ringen
Kraftsportraum:
Krafttraining für alle Sportarten
Kleinsportanlage:
Spielfeld für Spielsportarten, Kunstrasenplatz für Hockey
Das Gesamtobjekt hat einen sehr hohen Ausstattungsgrad und verfügt über hochwertige
technische Anlagen. Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und
Erzieherinnen und Erzieher sowie die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind zur
pfleglichen Nutzung des Objektes angehalten und tragen mit der täglichen Umsetzung von
Ordnung und Sauberkeit zu dessen Erhalt bei.

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Zur optimalen Ausnutzung und um Reparaturkosten zu sparen, sind kontinuierliche Pflege-
und Wartungsarbeiten durchzuführen. Firmen sind entsprechend vertraglich zu binden.
Fragen der Sicherheit und des Unfallschutzes haben oberste Priorität. Es ist eine
kontinuierliche Weiter- und Fortbildung der Angestellten und Lehrkräfte auf diesem Gebiet
erforderlich, z. B. Bedienung der Brandschutzanlage, Ersthelferausbildung, Einhaltung von
DIN-Anweisungen und Umsetzung von Verwaltungs- und anderen Rechtsvorschriften.
Auch in Zukunft wird es bei den zu betreuenden Sportarten nötig sein, Anlagen und Geräte
von Sportvereinen bzw. Stützpunkten für die Durchführung des Profilsportes zu nutzen.
Das sind im Einzelnen:
Boote und Bootshaus Klingerweg SC DHfK Leipzig e. V.
Boote und Bootshaus Pistoriusstraße. Kanuschule Leipzig e. V.
Boote und Bootshaus Ziegeleiweg SC DHfK Leipzig e. V.
Boote und Bootshaus Burghausen SC DHfK Leipzig e. V.
Schwimmhalle Mainzer Straße
Fußballschule Abtnaundorf
Fußballleistungszentrum Cottaweg
Radrennbahn
Für die Fälle, in denen Geräte des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport Leipzig bzw.
Geräte von Sportvereinen und Verbänden gegenseitig und zu verschiedenen Zeiten genutzt
werden, sind Nutzungsverträge abzuschließen, die bei Beachtung des gegenseitigen Vorteils
einer gemeinsamen Nutzung zugleich die rechtliche Grundlage regeln.
7. Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit unserer Schule gestaltet sich vielfältig.
Informations- und Kommunikationsplattform des Sächsischen Landesgymnasiums für Sport
Leipzig ist unsere Homepage:
http://www.landessportgymnasium.sachsen.de/

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Alle im Verbundsystem von Schule und Sport tätigen Persönlichkeiten sind Repräsentanten
unserer Einrichtung. Über die Teilnahme und Erfolge unserer Sportlerinnen und Sportler bei
nationalen und internationalen Wettbewerben wird eine nachhaltige Außenwirkung erzielt.