Überarbeitung
Richtlinie
Sächsisches Staatsministerium des Innern
zum Erwerb des Feuerwehr-Leistungsabzeichens Sachsen
„L
ÖSCHEINSATZ“
in Bronze, Silber und Gold
Vom 4. April 2007
Inhaltsverzeichnis
1
Leistungsabzeichen und Vorschriften
2
Wiederholung der Leistungsprüfung
3
Übungsgelände und Übungsobjekt
4
Voraussetzungen für die Teilnahme
5
Überprüfung der persönlichen Ausrüstung und der feuerwehrtechnischen Beladung
6
Bereitstellung der Gruppe für die Leistungsprüfung
7
Einsatzübung
8
Überprüfung der feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten
9
Überprüfung des Fachwissens
10
Bestellung und Aufgaben der Wertungsrichter
11
Einzelbewertung der persönlichen Ausrüstung und der Beladung
12
Einzelbewertung der Einsatzübung
13
Einzelbewertung der feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten
14
Gesamtbewertung der Leistungsprüfungen

- 2 -
1 Leistungsabzeichen und Vorschriften
1.1 Stufen des Leistungsabzeichen, Umfang der Leistungsprüfung
Das Leistungsabzeichen kann in drei Stufen abgelegt und erworben werden:
-
Bronze
Die Leistungsprüfung ist als Einsatzübung durchzuführen. Die Gruppe muss nachweisen, dass ein
Löscheinsatz in
angemessener Zeit
durchgeführt werden kann. Die Funktionen in der Gruppe wer-
den durch den Gruppenführer bestimmt.
-
Silber
Wie Bronze; zusätzliche Überprüfung von feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten. Die Funktionen
sind innerhalb der Gruppe auszulosen, ausgenommen die des Gruppenführers und des Maschinis-
ten. Die Atemschutzgeräteträger losen ihre Funktion für den Angrifftrupp und Wassertrupp (Si-
cherheitstrupp) aus.
-
Gold
Wie Silber; zusätzlich ein schriftlicher Teil zur Überprüfung des Fachwissens.
Die Wartezeit zwischen den einzelnen Stufen der Leistungsprüfung beträgt jeweils ein Jahr.
1.2 Anwendung von Vorschriften
Für Frauen sind die Bezeichnungen der Funktionen in weiblicher Form zu verwenden.
Bei der Abnahme der Leistungsprüfungen sind zu beachten:
- das Sächsische Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst u. Katastrophenschutz (SächsBRKG)
- die Sächsische Feuerwehrverordnung
- die Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV):
FwDV 1
Grundtätigkeiten: Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
FwDV 2
Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren
FwDV 3
Einheiten im Löscheinsatz
FwDV 7
Atemschutz
FwDV 10
Die tragbaren Leitern
FwDV 100
Führung und Leitung im Einsatz
FwDV 810 / DV 810
Sprechfunkdienst
- die Unfallverhütungsvorschriften:
GUV-V A1
Allgemeine Vorschriften
GUV-V C53 Feuerwehren
GUV-I 8651 Merkblätter, Merkhefte
GUV-I 8545 Anlegeleitern
- sowie die Betriebs- und Bedienungsanleitungen der einzusetzenden Geräte in der jeweils geltenden
Fassung.
Im Übrigen gilt diese Richtlinie. Mit der Meldung zur Teilnahme werden die Entscheidungen der
Wertungsrichter anerkannt.
1.3 Antrag
Den Antrag zur Abnahme/Wiederholung der Leistungsprüfung hat der Bewerber an seinen Wehrlei-
ter zu richten.
Der Wehrleiter beantragt die Abnahme der Leistungsprüfung für die von ihm gemeldete Gruppe beim
Kreisbrandmeister / Leiter der Berufsfeuerwehr und meldet die hierfür verwendete Ausrüstung.
Einzelne Feuerwehrangehörige können sich zu „Gemischten Gruppen“ zusammenschließen.

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2 Wiederholung der Leistungsprüfung
Eine nicht bestandene Leistungsprüfung kann nicht am gleichen Tag wiederholt werden.
3 Übungsgelände und Übungsobjekt
3.1 Geländebeschaffenheit
Für die Einsatzübung ist ein möglichst ebenes Gelände in ausreichender Breite auszuwählen. Die Ent-
fernung zwischen Löschwasserentnahmestelle und Übungsobjekt sollte 50 bis 70 m betragen.
3.2 Übungsobjekt Löscheinsatz - Darstellung
Das Übungsobjekt für die Einsatzübung ist entsprechend den örtlichen Gegebenheiten auszuwählen.
Für einen Trupp muss das Einsteigen in ein erstes Obergeschoss mittels Steckleiterteilen möglich
sein. Die Übung basiert auf der Annahme, dass das Objekt übersichtlich ist und somit der Wasser-
trupp als Sicherheitstrupp auch zur außerhalb des Gebäudes zur Brandbekämpfung eingesetzt werden
kann.
3.3 Wasserversorgung
Die Wasserversorgung erfolgt aus einem Löschteich (Behälter). Die geodätische Saughöhe des
Löschteichs soll nicht größer als 3,0 m sein.
3.4 Kennzeichnung
Der Aufstellort der Tragkraftspritze bzw. des Löschfahrzeugs ist zu kennzeichnen. Wegen der Ent-
nahme der Steckleiter, darf das Fahrzeug nicht mit dem Heck zur Wasserentnahmestelle stehen.
4 Voraussetzungen für die Teilnahme
4.1 Persönliche Voraussetzungen
Für die Teilnahme an der Leistungsprüfung gilt:
- die Gruppe darf nur aus aktiven Feuerwehrangehörigen bestehen,
- alle Teilnehmer, die nach dem 1.1.1993 in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen wurden, müssen
für die Funktion Truppmann/Truppführer die entsprechende Ausbildung nachweisen,
- die Atemschutzgeräteträger müssen ihre Eignung (Ausbildungsnachweis, G26.3 Attest) nachweisen
und über den Nachweis der Sprechfunkerausbildung verfügen,
- der Gruppenführer und der Maschinist müssen ihre entsprechende Ausbildung nachweisen, der
Gruppenführer darüber hinaus den Nachweis über die Sprechfunkerausbildung.
Bei der Teilnahme an den Leistungsprüfungen der Stufen „Silber“ beziehungsweise „Gold“ ist der
Nachweis des Besitzes der Stufe „Bronze“ bzw. „Silber“ zu erbringen.
Die Bescheinigungen und die Dienstausweise sind am Tag der Abnahme dem Wertungsrichter Nr. 1
vorzulegen (Ausbildungsnachweise aus der ehemaligen DDR werden anerkannt).
4.2 Persönliche Ausrüstung
Zur Einsatzübung ist folgende persönliche Ausrüstung anzulegen:
Feuerwehrschutzanzug, Feuerwehrhelm mit Nackenschutz, Feuerwehrschutzschuhwerk, Feuerwehr-
schutzhandschuhe, Feuerwehr-Haltegurt mit Feuerwehrbeil.
Der Angriffstrupp und Wassertruppe (Sicherheitstrupp) legen weiterhin die Feuerwehrleine, die Feu-
erschutzhaube, die Feuerwehrüberjacke und Feuerwehrüberhose an..
Maschinist und Gruppenführer können auf Feuerwehr-Haltegurt mit Feuerwehrbeil verzichten, die
Feuerwehrschutzhandschuhe sind mitzuführen.

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4.3 Technische Ausrüstung
Die Einsatzübung kann mit allen Löschgruppen- und Tragkraftspritzenfahrzeugen durchgeführt wer-
den. Je nach Normbeladung sind ggf. Handscheinwerfer, Feuerwehrleinen, Handsprechfunkgeräte
und Steckleiterteile als Ergänzung erforderlich.
Für die Wasserentnahme aus dem Löschteich (Behälter) sind mindestens vier A-Saugschläuche zu
verwenden. Von der Feuerlöschkreiselpumpe bis zum Verteiler sind mindestens zwei B-Schläuche
und je C-Rohr mindestens zwei C-Druckschläuche zu verwenden. Ist das ausgewählte Gelände grö-
ßer als in Nummer 3.1 angegeben, so erhöht sich die Anzahl der Druckschläuche entsprechend. Der
Ausgangsdruck an der Feuerlöschkreiselpumpe hat 8 bar zu betragen.
4.4 Feuerwehrtechnische Beladung/Erfassung
Die feuerwehrtechnische Beladung muss nach Art und Umfang listenmäßig erfasst sein (Beladeplan).
5 Überprüfung der persönlichen Ausrüstung und der feuerwehrtechnischen Beladung
Die Wertungsrichterkommission prüft, ob die persönliche Ausrüstung und die feuerwehrtechnische
Beladung den Anforderungen entsprechen.
6 Bereitstellung der Gruppe für die Leistungsprüfung
6.1 Bereitstellung des Fahrzeuges und der Geräte
Auf Anweisung des Wertungsrichters Nr. 1 fährt der Maschinist das Löschfahrzeug zum Aufstellort.
Dort werden die für die Einsatzübung zusätzlich benötigten Geräte bereitgelegt. Danach nimmt die
Gruppe hinter dem Löschfahrzeug Aufstellung. Alle Motoren sind abzustellen.
6.2 Überprüfung der Einsatzbereitschaft
Der Gruppenführer überprüft die Einsatzbereitschaft der Löschgruppe, weist die Grundstellung an
und meldet dem Wertungsrichter Nr. 1: „Gruppe ______ zur Leistungsprüfung angetreten und
einsatzbereit!“.
6.3 Beurteilung des Gesamteindrucks der Löschgruppe
Die Wertungsrichter Nr. 1 und 2 beurteilen den Gesamteindruck der Löschgruppe. Danach erhält die
Gruppe vom Wertungsrichter Nr. 1 die entsprechende Kennzeichnung der Funktionen und beginnt
mit der Einsatzübung.
7 Einsatzübung
7.1 Lage
In einem angenommenen Übungsobjekt ist ein Schadenfeuer entstanden. Im Obergeschoss bestehen
Öffnungen zu einem rechtsseitig angrenzenden Nebengebäude. Die Eingangstür des Nebengebäudes
ist verschlossen, die Treppe zum Obergeschoss nicht erreichbar.
Für die Löschwasserversorgung steht ein Löschteich (Behälter) zur Verfügung. Die Brandzeit ist
gleich der Ortszeit. Es herrscht Windstille.
7.2 Beurteilung der Lage
- Personen nicht in Gefahr,
- Gefahr der Brandausbreitung ins Obergeschoss des Nebengebäudes,
- Gefahr durch Einsturz,
- Gefahr durch Elektrizität,
- übersichtliche Einsatzstelle, Sicherheitstrupp kann außerhalb des Gebäudes eingesetzt werden,
- eigene Kräfte nicht ausreichend.

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7.3 Entschluss
- Riegelstellung im Obergeschoss zwischen Haupt- und Nebengebäude,
- Angriffsweg über Steckleiter,
- Kontrolle im Nebengebäude,
- Brandbekämpfung Übungsobjekt - linke Seite,
- Schutz des Nachbarobjektes – rechte Seite,
- Strom durch Betätigen des Hauptschalters an der Außenwand (Imitation) ausschalten,
- Wasserentnahme aus Löschteich (Behälter),
- Lagemeldungen absetzen,
- Löschgruppenfahrzeug (LF 16) nachfordern,
- Löscherfolg kontrollieren.
7.4 Einsatzbefehl
Nach Anweisung des Wertungsrichters Nr. 1 gibt der Gruppenführer den Einsatzbefehl:
„Brand im Obergeschoss,
Personen nicht in Gefahr, Strom noch nicht abgeschaltet,
Wasserentnahme Löschteich (Behälter),
Verteiler 20 m vor Gebäude,
Angriffstrupp
zur Riegelstellung
mit 1. Rohr unter PA mit zwei C-Längen
ins Obergeschoss des Nebengebäudes über (
mittleres Fenster *
)
und Steckleiter,
Wassertrupp
Sicherheitstrupp und
stellt zusätzlich zwei C-Längen am Verteiler bereit,
Schlauchtrupp und Melder
Aufbau zweiteilige Steckleiter,
Melder
Leitersicherung
Zum Einsatz vor!“
* entsprechend des vorhandenen ausgewählten Objektes den genauen Anleiterort vorgeben
Der Angriffstruppführer wiederholt den Einsatzbefehl.
7.5 Befehlsausführung
7.5.1 Gruppenführer
Der Gruppenführer rüstet sich aus, geht zur Kontrolle des angrenzenden Nebengebäudes zur Erkun-
dung vor und überwacht den Einsatz. Er betätigt zum Abschalten des Stromes den Hauptschalter an
der Außenwand (Imitation).
Der Gruppenführer gibt nach erteilten Einsatzbefehlen eine Lagemeldung (wegen Organisationsauf-
wand und Vermeidung von Störungen des Funkverkehrs über Handsprechfunkgerät) an die Leitstelle
(Wertungsrichter Nr. 1):
„Leitstelle ______ von Florian _____, kommen!“ (Anrufantwort von WR 1). „Lagemeldung: Brand
in einem ______. in der ______-straße Nr. ______. Drei Trupps, Angriffstrupp unter PA, im Einsatz.
Benötige ein Löschgruppenfahrzeug 16, kommen.“ (Bestätigung von WR 1)
Der Gruppenführer führt den Atemschutznachweis.
7.5.2 Melder
Der Melder rüstet sich aus. Nach Aufbau der Saugleitung nimmt er mit dem Schlauchtrupp die Steck-
leiter vor und sichert die Leiter beim Vorgehen des Angrifftrupps. Anschließend meldet er sich beim
Gruppenführer mit den Worten: „Melder einsatzbereit!“.

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Nachdem der Schlauchtrupp das Absperrorgan am Verteiler für den Angriffstrupp geöffnet hat erteilt
der Gruppenführer dem Melder folgenden Einsatzbefehl: „Melder den Verteiler bedienen für 2. und
3. Rohr!“. Der Melder wiederholt den Einsatzbefehl begibt sich zum Verteiler und schließt beim Vor-
gehen des Wassertrupps und des Schlauchtrupps die Leitung der tragbaren Haspel oder die Roll-
schläuche an. Nach dem Kommando „2. Rohr bzw. 3. Rohr, Wasser marsch!“ öffnet er die Absperr-
organe.
7.5.3 Maschinist
Der Maschinist schaltet das blaue Blinklicht, Fahrlicht und die Warnblinkanlage ein, danach legt er
Saugkorb, Saugschutzkorb (Schwimmboje), Kupplungsschlüssel und Ventilleine bereit. Je nach
Fahrzeugart unterstützt er zuvor die Entnahme der Tragkraftspritze - Öffnen der Geräteraumtür sowie
Öffnen der Verriegelung - bzw. protzt die fahrbare (Zweimann-)Schlauchhaspel zusammen mit dem
Wassertrupp ab. Der Maschinist unterstützt die Herabnahme der Steckleiter, bevor er die Feuerlösch-
kreiselpumpe betriebsbereit macht, die Druckleitung anschließt und die Feuerlöschkreiselpumpe be-
dient. An einem Festpunkt befestigt er vor Einleitung des Saugvorgangs die Ventilleine. Auf das
Kommando: „Wasser marsch!“ gibt er Zeichen „Verstanden“ und öffnet das entsprechende Ab-
sperrorgan.
7.5.4 Angriffstrupp
Der Angriffstrupp setzt 20 m vor dem Gebäude den Verteiler und verlegt zwischen Löschfahrzeug
und Verteiler die B-Leitung (zwei B-Längen), kuppelt den Verteiler an und gibt dem Maschinisten
das Kommando: „Wasser Marsch“. Anschließend geht er zum Fahrzeug und rüstet sich mit PA aus
und führt die Einsatzkurzprüfung durch. Danach trägt er vier C-Schläuche C-20 (auf der tragbaren
Haspel, in Tragekörben oder als Rollschläuche) zum Verteiler. Jetzt beginnt der Angriffstrupp mit der
Maskendichtprobe und schließt sich gegenseitig den Lungenautomat an die Maske an. Der Angriffs-
trupp übernimmt vom Schlauchtrupp die C-Leitung und geht zur Leiter. Nachdem der Angriffstrupp
mit der C-Leitung über die Steckleiter ins Obergeschoss hochgestiegen, genügend Schlauchreserve
sichergestellt und die Schlauchleitung mit dem Schlauchhalter bzw. der Feuerwehrleine festgebunden
hat, gibt der Angriffstruppführer das Kommando: „1. Rohr, Wasser marsch!“
Der Schlauchtrupp öffnet das Absperrorgan. Der Angriffstrupp beginnt mit der Brandbekämpfung
bei der Verbindungstür. Das Strahlrohr ist zu schließen, wenn mindestens drei Sekunden ein löschfä-
higer Strahl abgegeben wurde.
7.5.5 Wassertrupp
Der Wassertruppführer bestimmt durch Zuruf die Anzahl der Saugschläuche: „Vier Saugschläuche!“
Je nach Fahrzeugtyp bringen der Wassertrupp und der Schlauchtrupp zuvor die Tragkraftspritze in
Stellung bzw. der Wassertrupp protzt die fahrbare Haspel mit dem Maschinisten gemeinsam ab.
Beide Trupps verlegen gemeinsam die Saugleitung. Der Wassertrupp kuppelt, der Schlauchtrupp un-
terstützt. Das Kuppeln beginnt am Saugkorb. Ventilleine und Schutzkorb (wenn nach Beladeplan
vorhanden, ist die Schwimmboje zusätzlich zu verwenden) werden vom Wassertrupp mit Unterstüt-
zung des Schlauchtrupps angebracht. Danach gibt der Wassertruppführer das Kommando: „Sauglei-
tung hoch!“
Wassertrupp und Schlauchtrupp heben die Saugleitung hoch, der Maschinist kuppelt an der Pumpe
an und gibt das Kommando: „Fertig“. Anschließend erfolgt durch den Wassertruppführer das Kom-
mando: „Saugleitung zu Wasser!“ Die Trupps bringen die Saugleitung zu Wasser.
Danach stellt der Wassertrupp zwei C-Längen am Verteiler bereit und der Wassertruppführer meldet
dem Gruppenführer: „Wassertrupp als Sicherheitstrupp einsatzbereit“. Zu diesem Zeitpunkt ist er mit
PA ausgerüstet und Atemschutzmaske in Bereitschaftslage und die Einsatzkurzprüfung des PA (Fla-
schendruck … Ansprechen Warneinrichtung) ist durchgeführt.

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Der Gruppenführer erteilt dem Wassertrupp danach folgenden Einsatzbefehl „Wassertrupp ist Si-
cherheitstrupp, mit 2. Rohr, zur Brandbekämpfung mit zwei C-Längen - Angriffsleitung selbst verle-
gen - zum Brandobjekt linke Seite vor!“.
Der Wassertruppführer wiederholt den Einsatzbefehl. Der Wassertrupp rüstet sich aus und geht vor.
Er verlegt die bereitgestellten C-Längen, kuppelt das C-Rohr an und gibt dem Melder das Komman-
do: „2. Rohr, Wasser marsch!“.
Der Melder öffnet das Absperrorgan und der Wassertrupp beginnt mit der Brandbekämpfung. Das
Strahlrohr ist zu schließen, wenn mindestens drei Sekunden ein löschfähiger Strahl abgegeben wurde.
7.5.6 Schlauchtrupp
Der Schlauchtrupp unterstützt wie zuvor beschrieben den Wassertrupp bei Aufbau der Saugleitung.
Anschließend entnimmt er mit Unterstützung des Melders und des Maschinisten dem Fahrzeug die
Steckleiter und bringt sie in Stellung, rüstet sich aus und begibt sich zum Verteiler. Die dort durch den
Angriffstrupp bereitgestellten C-Längen werden dann zur Steckleiter getragen und dem Angriffs-
truppmann die Schlauchkupplung übergeben. Nach dem Kommando: „1. Rohr, Wasser marsch!“
wird das Absperrorgan geöffnet. Der Schlauchtruppführer meldet nun an den Gruppenführer:
„Schlauchtrupp einsatzbereit“.
Der Gruppenführer erteilt dem Schlauchtrupp danach folgenden Einsatzbefehl: „Schlauchtrupp, zum
Schutz des Nebengebäudes mit 3. Rohr, zwei C-Längen zum Brandobjekt rechten Seite vor!“
Der Schlauchtruppführer wiederholt den Einsatzbefehl.
Der Schlauchtrupp nimmt die vom Angriffstrupp bereitgestellten C-Längen und verlegt seine Lei-
tung. Der Schlauchtruppführer gibt, nachdem das Strahlrohr angeschlossen ist, dem Melder das
Kommando: „3. Rohr, Wasser marsch!“
Der Melder öffnet das Absperrorgan und der Schlauchtrupp beginnt mit dem Schutz des Nebenge-
bäudes. Das Strahlrohr ist zu schließen, wenn mindestens drei Sekunden ein löschfähiger Strahl ab-
gegeben wurde.
7.5.7 Beendigung der Einsatzübung
Nach erfolgter Wassergabe des Schlauchtrupps stellt der Wertungsrichter Nr. 1 fest: „Einsatzübung
beendet!“
Der Gruppenführer gibt den Einsatzbefehl: „Zum Abmarsch fertig!“
Der Maschinist setzt die Pumpe außer Betrieb, die Gruppe baut ihr Gerät ab und gibt die Übungsflä-
che frei.
8 Überprüfung der feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten
Zur Überprüfung ihrer feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten haben die Feuerwehrangehörigen
entsprechend ihrer Funktion bestimmte Aufgaben zu erfüllen.
8.1 Gruppenführer
Der Gruppenführer erhält vom Wertungsrichter Nr. 1 den Auftrag, über Funk (2-m-Funkgerät) von
der Leitstelle weitere sechs Atemschutzgeräteträger nachzufordern und eine Person _____ (Name
buchstabieren), zu verständigen.
Eigener Funkrufname:
Florian _______
Funkrufname der Gegenstelle:
Leitstelle _______
8.2 Melder
Der Melder führt dem Wertungsrichter Nr. 1 innerhalb von zwei Minuten den Doppelten Ankerstich
(Doppelschlinge), Pfahlstich, Schotenstich, Zimmermannsschlag und Mastwurf entsprechend der
FwDV 1 „Grundtätigkeiten – Lösch- und Hilfeleistungseinsatz“ an bereitgelegten Leinen vor. Die
Knoten und Stiche sind zu binden.

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8.3 Maschinist
Der Maschinist führt dem Wertungsrichter Nr. 5 mit der Feuerlöschkreiselpumpe, die zur Einsatz-
übung verwendet wurde, eine Trockensaugprobe vor.
8.4 Angriffstrupp
Der Angriffstrupp führt dem Wertungsrichter Nr. 2 den Bau einer Bockleiter mit zwei Steckleiterteilen
und Bindestricken bzw. Arbeitsleinen entsprechend der FwDV 1 vor.
8.5 Wassertrupp
Der Wassertrupp führt dem Wertungsrichter Nr. 3 innerhalb einer Minute das Befestigen (zum Hoch-
ziehen) eines Strahlrohres mit Schlauch, der Feuerwehraxt, eines Steckleiterteiles und einer Schaufel
mittels Arbeitsleine entsprechend der FwDV 1 vor.
8.6 Schlauchtrupp
Der Schlauchtrupp führt dem Wertungsrichter Nr. 4 innerhalb von zwei Minuten den Halbmastwurf
(durch geschlossene Halteöse des Fw-Haltegurtes), den Schotenstich mit Aufzieschlaufe, Spieren-
stich und den Brustbund mit Pfahlstich entsprechend FwDV 1 vor.
9. Überprüfung des Fachwissens
9.1 Prüfungsraum
Die schriftliche Überprüfung des Fachwissens findet in einem geeigneten, vom Veranstalter zur Ver-
fügung gestellten Raum statt. Jeder Teilnehmer der Leistungsprüfung hat einen Fragebogen zu be-
antworten und hierzu geeignetes Schreibgerät mitzubringen.
9.2 Aufsicht
Bei der Verlosung und während der Bearbeitung der Fragebogen sind mindestens zwei Wertungsrich-
ter für die zu prüfende Gruppe ohne Unterbrechung als Aufsichtsperson anwesend.
9.3 Täuschungsversuche, Verstoß gegen die Ordnung, Hilfsmittel
Bei Unkorrektheiten (z.B. Täuschungsversuch) sind die Fragebögen der gesamten Gruppe von den
Prüfern sofort einzuziehen und mit null Punkten zu bewerten. Ein Vermerk über den Grund des vor-
zeitigen Einzugs ist vom Erst- und Zweitprüfer zu erstellen und zu unterschreiben. Die Leistungs-
übung ist nicht bestanden. Hilfsmittel sind nicht zugelassen.
9.4 Dauer der Prüfung
Für die Beantwortung der Fragebogen stehen jeder Gruppe 45 Minuten zur Verfügung.
9.5 Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung
Die schriftliche Prüfung kann sowohl vor als auch nach den praktischen Übungsteilen durchgeführt
werden. Sie muss nicht am selben Tag abgenommen werden, jedoch ist zu kontrollieren, dass die
Gruppe im praktischen und im schriftlichen Teil aus den selben Feuerwehrangehörigen besteht.
9.6 Fragebogen
Die Fragebögen und Beantwortungsblätter stellt der Veranstalter. Sie werden aus den Fragen (Anlage
1) entwickelt. Jeder Fragebogen umfasst 30 Fragen.
9.7 Losen der Fragebogen
Der Gruppenführer lost aus den vorliegenden Fragebögen für Gruppenführer, der Maschinist aus den
für Maschinisten.

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Aus den Fragebögen für die Mannschaft losen die übrigen Mannschaftsangehörigen aus. Dabei ist es
ohne Bedeutung, wenn zwei oder auch mehrere Teilnehmer zufälligerweise den gleichen Fragebogen
ziehen.

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Bestellung und Aufgaben der Wertungsrichter
10.1 Bestellung, persönliche Voraussetzungen und Befangenheit
Die Wertungsrichter sollen den aktiven Kräften einer Feuerwehr angehören. Die Wertungsrichter
Nr. 1 bis 4 müssen mindestens folgende Ausbildungen nachweisen:
Gruppenführer, Sprechfunker und Wertungsrichter für Leistungsprüfungen, die Wertungsrichter Nr.
2 und 3 zudem die Ausbildung Atemschutzgeräteträger.
Der Wertungsrichter Nr. 5 muss die Ausbildung „Maschinist für Löschfahrzeuge“ und Wertungsrich-
ter für Leistungsprüfungen nachweisen.
Die Wertungsrichter sind vom Kreisbrandmeister/Leiter der Berufsfeuerwehr zu bestellen.
Wertungsrichter, die derselben Ortsfeuerwehr angehören wie die zu beurteilende Gruppe, sind von
der Wertung ausgeschlossen.
10.2 Wertungsrichterkommission
Die Beurteilung der Gruppe erfolgt durch die Wertungsrichterkommission. Dieser gehören fünf Wer-
tungsrichter an; ausnahmsweise kann die Kommission mit nur drei Wertungsrichtern, die jeweils alle
die in Nummer 10.1 angeführten Lehrgänge erfolgreich besucht haben, besetzt werden.
10.2.1 Vorsitzender
Der Kreisbrandmeister/Leiter der Berufsfeuerwehr bestellt einen Vorsitzenden (Wertungsrichter
Nr. 1). Die weiteren vier Wertungsrichter erhalten die Ordnungsnummern 2 bis 5. Diese sollen durch
Armbinden in der Farbe ihrer Funktion gekennzeichnet werden. Bei nur drei Wertungsrichtern erfolgt
die Aufgabenverteilung nach Nummer 10.4.
10.3 Aufgaben der Wertungsrichter
10.3.1
Der Wertungsrichter Nr. 1 (weiße Armbinde) beurteilt die Tätigkeiten des Gruppenführers
und des Melders. Ihm ist die zur Leistungsprüfung angetretene Gruppe zu melden.
Er fertigt über die Abnahme eine Niederschrift mit dem Vorschlag über die Verleihung des
Leistungsabzeichens zur Vorlage an den Kreisbrandmeister/Leiter der Berufsfeuerwehr.
10.3.2
Der Wertungsrichter Nr. 2 (rote Armbinde) beurteilt die Tätigkeiten des Angriffstrupps.
10.3.3
Der Wertungsrichter Nr. 3 (blaue Armbinde) beurteilt die Tätigkeiten des Wassertrupps.
10.3.4
Der Wertungsrichter Nr. 4 (gelbe Armbinde) beurteilt die Tätigkeiten des Schlauchtrupps.
10.3.5
Der Wertungsrichter Nr. 5 (grüne Armbinde) beurteilt die Tätigkeiten des Maschinisten.
10.4 Aufgabenverteilung bei nur drei Wertungsrichtern
10.4.1
Die Wertungsrichter Nr. 1 und Nr. 2 arbeiten wie unter 10.3.1 bzw. 10.3.2.
10.4.2
Der Wertungsrichter Nr. 3 beurteilt die Tätigkeiten des Wasser- und Schlauchtrupps sowie
des Maschinisten.

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11 Einzelbewertung der persönlichen Ausrüstung und der Beladung
11.1 Persönliche Ausrüstung
Fehlerpunkte
Beurteilung je Feuerwehrangehörigen
Mangelnder
Mangelnde Funktions-
Pflegezustand
fähigkeit bzw. schadhaft
(z.B. Kinnriemenver-
schluss beim Feuerwehr-
helm)
Feuerwehrschutzanzug
1
3
Feuerwehrüberjacke/-überhose
1
je 3
Feuerwehrschutzschuhwerk
1
3
Feuerwehrhelm mit Nackenschutz
1
3
Feuerwehr-Haltegurt
3
3
Feuerwehrbeil mit Schutztasche
1
3
Feuerwehrschutzhandschuhe
-
3
Feuerschutzhaube
-
3
11.2 Beladung
Fehlerpunkte
Löschfahrzeuge mit feuerwehrtechnischer Beladung nach
Beladeliste. Pflegezustand (Sauberkeit, Rostansätze, Halte-
rungen bzw. Feststellvorrichtungen nicht funktionsfähig,
Tür-, Rollladen- bzw. Klappverschlüsse nicht in verkehrs-
sicherem Zustand, Fahrzeugbeleuchtung, einschließlich
Verkehrssicherungsbeleuchtung, nicht in Ordnung.)
je Mangel
2
Einsatzbereitschaft
Jedes Stück der feuerwehrtechnischen Beladung, das
sichtbar defekt ist, ergibt
10
12 Einzelbewertung der Einsatzübung
12.1 Gruppenführer
Fehlerpunkte
Gruppenführer liest Befehle oder Lagemeldungen ab
(vorbereitet)
je 5
Befehle nicht entsprechend der Reihenfolge nach FwDV 3
(Einheit, Auftrag, Mittel, Ziel und Weg) oder nicht zum
gegebenen Zeitpunkt
je 5
Befehle nicht vollständig
je 5
Befehle nicht zielgerichtet
je 5
Befehle nicht lautstark
je 2
Vergisst Befehle
je 5
Rüstet sich nicht vollständig aus (Handsprechfunkgerät)
je 2
Hält Funkdisziplin nicht ein
5
Fehlende Erkundung
5
Begibt sich ohne PA in den Brandraum
10
Vergisst, den Strom abzuschalten
5
Lagemeldung nicht vollständig durchgeführt
5
Atemschutznachweis nach FwDV 7 fehlerhaft (Datum und Einsatzort,
je 2
Art des Gerätes, Einsatzzeit, Tätigkeit)
Übersieht unfallträchtige Situationen (z. B. Sichern der Leiter.)
je 5
Spricht während der Einsatzübung mit den Wertungsrichtern oder mit nicht
zur Gruppe gehörenden Personen
10

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12.2 Melder
Fehlerpunkte
Melder liest vorbereitete Befehle oder Lagemeldung ab
5
Rüstet sich nicht vollständig aus (Handscheinwerfer),
2
Bringt - zusammen mit dem Schlauchtrupp - die Steckleiter nicht
nach FwDV 10 in Stellung
5
Sichert Leiter nicht ordnungsgemäß beim Besteigen durch AT
5
Meldet sich nicht „Einsatzbereit“
2
Schließt das 2. Rohr nicht rechts am Verteiler an
5
Sprechen während des Antretens
1
Sprechen während des Übungsablaufes
(Anordnungen, Äußerungen, die der Übungsentwicklung bzw. dem
-ablauf dienen, gelten nicht als Sprechen. Diese Aussage gilt für alle
Teilnehmer der Einsatzübung)
10
12.3 Maschinist
Fehlerpunkte
Vergisst, das blaue Blinklicht, Fahrlicht und die Warnblinkanlage
einzuschalten
5
Legt Saugkorb, Saugschutzkorb (Schwimmboje), Ventilleine und
Kupplungsschlüssel (2 Stück) nicht bereit
je 2
Entfernt vor Inbetriebnahme der Pumpe nicht die Blindkupplungen
3
Gibt nicht nach Ankuppeln der Saugleitung das Kommando: „Fertig“
2
Ventilleine wird nicht befestigt
2
Ventilleine wird nicht vor Einleitung des Saugvorganges befestigt
3
Schlauchleitungen an der Feuerlöschkreiselpumpe nicht vom
Maschinisten angekuppelt
je 3
Gibt auf Zuruf des Angrifftruppführers „Wasser marsch!“ nicht das
Handzeichen „Verstanden!“
2
Hält den festgelegten Ausgangsdruck (8 bar) nicht ein
5
Unterstützt nicht die Herabnahme der Steckleiter vom Fahrzeug
3
Schaltet nach dem Kommando „Zum Abmarsch fertig!“ die Feuer-
löschkreiselpumpe beziehungsweise den Antriebsmotor nicht aus
3
Sprechen während des Übungsablaufs
2
Sprechen während der Übung mit den Wertungsrichtern oder mit nicht
zur Löschgruppe gehörenden Personen
10
Zusätzlich bei LF 16 bzw. Einsatz von Tragkraftspritze:
Fehlerpunkte
Protzt die fahrbare Schlauchhaspel zusammen mit dem Wassertrupp
nicht ab
5
Vergisst, die Halterung der TS zu lösen
2
Fasst beim Anwerfen der TS den Anwurfhebel oder die
Andrehkurbel falsch an
5

- 14 -
12.4 Angriffstrupp
Fehlerpunkte
Angriffstruppführer wiederholt nicht den Einsatzbefehl
(Auftrag, Mittel, Ziel und Weg)
je 2
Angriffstruppführer wiederholt den Einsatzbefehl unvollständig
2
Vergisst, die B-Schläuche auszulegen die tragbare Haspel bzw.
die C-Rollschläuche und den Verteiler vorzutragen
je 3
B-Leitung wird nicht von der Feuerlöschkreiselpumpe zum
Verteiler gelegt
2
B-Leitung wird nicht vom Trupp gemeinsam gekuppelt
2
Verteiler nicht zu zweit oder am Boden gekuppelt
2
Lässt B-Kupplungen fallen
2
Wassertruppführer vergisst, nach dem Ankuppeln der B-Leitung am
Verteiler, dem Maschinisten „Wasser marsch!“ zuzurufen
2
Rüstet sich nicht vollständig aus:
Angriffstruppführer - Feuerwehrleine, Handsprechfunkgerät,
Handscheinwerfer, PA, ASM, Feuerschutzhaube
je 2
Angriffstruppmann - Feuerwehrleine, C-Strahlrohr, PA, ASM, Feuer-
schutzhaube
je 2
Ausrüstung innerhalb des Angriffstrupps falsch verteilt
2
Angriffstrupp steigt nicht im Reitsitz ein
je 5
Angriffstruppmann hat die C-Schlauchleitung mit dem Strahlrohr
beim Hochsteigen am Körper befestigt
5
Angriffstruppmann hat die C-Schlauchleitung mit dem Strahlrohr
beim Hochsteigen nicht über dem Rücken hängen
3
Befestigt die C-Schlauchleitung mittels Schlauchhalter nicht an
einem Festpunkten
2
C-Schlauchleitung wird an der Steckleiter befestigt
2
Angriffstruppführer gibt nicht den Befehl: „1. Rohr, Wasser marsch!“
2
Angriffstrupp führt die Einsatzkurzprüfung nicht richtig durch
(Flaschendruck, Dichtheit, Warnsignal, Flasche/n öffnen
je 5
Angriffstrupp führt die Maskendichtprobe nicht durch
je 5
Angriffstrupp vergisst den Feuerwehrhelm wieder aufzusetzen, nachdem
die Atemschutzmaske angelegt ist
je 3
Vergisst Abmeldung bei Gruppenführer und Druckansage
je 5
Angriffstrupp schließt sich nicht gegenseitig den Lungenautomat an
je 5
Angriffstrupp geht nicht geschlossen zur Brandbekämpfung vor
2
Angriffstruppmann stellt nach dem Zeichen des Wertungsrichters das
Strahlrohr nicht ab
5
Sprechen während des Übungsablaufs
2
Sprechen während der Übung mit den Wertungsrichtern oder mit nicht
zur Gruppe gehörenden Personen
10

- 15 -
12.5 Wassertrupp
Fehlerpunkte
Wassertruppführer vergisst, die Anzahl der Saugschläuche
zu bestimmen
3
Wassertrupp vergisst, die fahrbare (Zweimann-)Haspel mit dem
Maschinisten zusammen abzuprotzen (nur bei LF 16)
5
Saugleitung wird nicht vom Wassertrupp gekuppelt
2
Saugleitung wird beim Kuppeln nicht aufgenommen
(am Boden gekuppelt)
2
Saugleitung wird nicht vom Saugkorb an gekuppelt
3
Saugkupplungen werden fallen gelassen
2
Ventilleine wird nicht vorschriftsmäßig angebracht
2
Wassertrupp vergisst, den Saugschutzkorb (Schwimmboje)
anzubringen
2
Wassertruppführer bestimmt nicht durch Zuruf:
„Saugleitung hoch!“
2
„Saugleitung zu Wasser!“
2
Bei Einsatz einer TS:
„Pumpe hoch!“
2
„Pumpe ab!“
2
Wassertruppführer meldet nicht „Einsatzbereit“
2
Standort nicht rechts am Verteiler (in Angriffsrichtung)
2
Wassertruppführer wiederholt nicht den Einsatzbefehl
2
Wassertrupp rüstet sich nicht vollständig aus:
Wassertruppführer - Feuerwehrleine, Handsprechfunkgerät
Handscheinwerfer, PA, ASM, Feuerschutzhaube
je 2
Wassertruppmann - Feuerwehrleine, C-Strahlrohr, 2 C-Längen,
PA, ASM, Feuerschutzhaube,
je 2
Ausrüstung innerhalb des Trupps falsch verteilt
2
Wassertruppführer vergisst das Kommando an den Melder
„2. Rohr, Wasser marsch!“
2
Wassertrupp führt die Einsatzkurzprüfung nicht richtig durch
(Flaschendruck … Warneinrichtung)
je 5
Wassertrupp geht mit dem C-Rohr zum Innenangriff vor
10
Wassertrupp geht nicht geschlossen zur Brandbekämpfung vor
2
Wassertruppmann stellt nach dem Zeichen des Wertungsrichters
das Strahlrohr nicht ab
5
Sprechen während des Übungsablaufs
2
Sprechen während der Übung mit den Wertungsrichtern oder
mit nicht zur Gruppe gehörenden Personen
10

- 16 -
12.6 Schlauchtrupp
Fehlerpunkte
Vergisst, beim Einsatz einer TS diese mit dem Wassertrupp
zusammen in Stellung zu bringen
3
Schlauchtrupp unterstützt den Wassertrupp nicht beim Kuppeln
der Saugschläuche
3
Bringt - zusammen mit dem Melder - die Steckleiter nicht nach
FwDV 10 in Stellung
5
Schlauchkupplung wird dem Angriffstruppmann nicht in die
Hand gegeben
2
Schlauchleitung des 1. Rohres wird nicht am linken Verteiler-
abgang angeschlossen
5
Öffnet den Kugelhahn des Verteilers schlagartig
5
Öffnet das Niederschraubventil des Verteilers nicht vollständig
3
Schlauchtruppführer meldet nicht „Einsatzbereit“
2
Standort nicht links am Verteiler (in Angriffsrichtung)
2
Schlauchtruppführer wiederholt nicht den Angriffsbefehl:
„Zum Schutz des Nebengebäudes mit 3. Rohr zur rechten Seite vor!“
2
Schlauchtrupp rüstet sich nicht vollständig aus:
Schlauchtruppführer - Handscheinwerfer
2
Schlauchtruppmann - C-Strahlrohr
2
Ausrüstung innerhalb des Schlauchtrupps falsch verteilt
2
Geht nicht geschlossen zur Brandbekämpfung vor
2
Lässt die Kupplungen fallen
2
Schlauchtruppführer vergisst Zuruf an Melder
„3. Rohr, Wasser marsch!“
2
Schlauchtruppmann stellt nach dem Zeichen des Wertungsrichters
das Strahlrohr nicht ab
5
Sprechen während des Übungsablaufs
2
Sprechen während der Übung mit den Wertungsrichtern oder mit
nicht zur Gruppe gehörenden Personen
10
13 Einzelbewertung der feuerwehrtechnischen Grundfertigkeiten
13.1 Gruppenführer
Fehlerpunkte
Gruppenführer formuliert Einsatzbefehl falsch
5
Falsches buchstabieren eines komplizierten Namens
3
Gruppenführer liest Meldung ab bzw. buchstabiert nach Vorlage
10
(vorbereitet)
13.2 Melder
Fehlerpunkte
Zeitbegrenzung 2 min. (innerhalb der Zeit sind mehrere Versuche
möglich)je Knoten, der falsch ist oder nicht geschafft wurde
5

- 17 -
13.3 Maschinist
Fehlerpunkte
Saug- und Druckschläuche werden nicht abgekuppelt
1
Pumpe wird nicht entwässert
1
Saugstutzen wird nicht blind gesetzt
2
Druckventile und Ablasshahn nicht geschlossen
je 1
Motor starten und Unterdruck erzeugen
2
innerhalb von 30 s muss Unterdruck von 0,8 bar erreicht werden
2
(Funktionsaussage an Wertungsrichter Nr. 5 treffen)
Motor aus oder auskuppeln
2
Dichtheit beurteilen
3
(Unterdruck darf je Minute nur um 0,1 bar abfallen, Aussage an
Wertungsrichter Nr. 5 treffen)
13.4 Angriffstrupp
Fehlerpunkte
Steckleiterteile falsch zusammengestellt
5
nicht zweckmäßig gesichert
4
13.5 Wassertrupp
Fehlerpunkte
Zeitbegrenzung 1 min (innerhalb der Zeit sind mehrere Versuche
möglich); Kontrolle erfolgt durch Hochziehen
Gerät fällt heraus, Halbschlag rutscht ab bzw. nicht geschaffte
Befestigung
je 5
13.6 Schlauchtrupp
Fehlerpunkte
Zeitbegrenzung 2 min (innerhalb der Zeit sind mehrere Versuche möglich)
Knoten:
je Knoten, der falsch ist oder nicht geschafft wurde
5
Brustbund:
zu locker gebunden
1
Pfahlstich falsch
3
Spierenstich fehlt
2
14 Gesamtbewertung der Leistungsprüfung
14.1 Leistungsprüfung „Bronze“
Die Leistungsprüfung „Bronze“ ist mit Erfolg bestanden, wenn die Einsatzübung mit nicht mehr als
50 Fehlerpunkten durchgeführt und über alle Rohre drei Sekunden lang ein löschfähiger Strahl abge-
geben wurde.
Die Wertungsrichter können dabei zusätzlich zu den aufgeführten weitere Fehlerpunkte bei Verstö-
ßen gegen die Feuerwehr-Dienstvorschriften oder Unfallverhütungsvorschriften bzw. bei langsamem,
unsicherem Handeln vergeben.
14.2 Leistungsprüfung „Silber“
Wie Leistungsprüfung „Bronze“; für die feuerwehrtechnischen Fertigkeiten dürfen nicht mehr als 10
Fehlerpunkte vorliegen.
14.3 Leistungsprüfung „Gold“
Wie Leistungsprüfung „Silber“; im schriftlichen Teil müssen mindestens 70 Prozent der Fragen rich-
tig beantwortet sein.
Eine Frage gilt als richtig beantwortet, wenn zu dieser Frage alle Teil-Antworten richtig sind.